[0001] Die Erfindung betrifft ein Pappmöbel mit einem Träger und mindestens einem Regalboden
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Ein derartiges Pappmöbel, bei dem es sich typischerweise um ein Pappregal handeln
wird und bei dem der mindestens eine Regalboden eine Grundfläche sowie zwei seitlich
an die Grundfläche angrenzende, gegenüber der Grundfläche nach oben abgewinkelte Seitenwände
aufweist und oberhalb der Grundfläche in den Träger eingehängt ist, ist beispielsweise
aus der Druckschrift
EP 1 459 650 A1 bekannt. Die in dieser Druckschrift beschriebenen Pappregale haben den Nachteil,
dass sie bei einem Transport entweder ausgesprochen viel Platz benötigen oder in ihre
Bestandteile zerlegt werden müssen, was einen nachteilig aufwendigen Aufbau nach dem
Transport erforderlich macht.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein entsprechendes Pappmöbel
zu entwickeln, das sich mit möglichst geringem Platzbedarf verstauen oder transportieren
lässt und dabei möglichst schnell und mit möglichst geringem Aufwand aufgestellt werden
kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Pappmöbel mit dem kennzeichnenden
Merkmal des Hauptanspruchs in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Hauptanspruchs.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen der Erfindung ergeben sich mit
den Merkmalen der Unteransprüche.
[0005] Dadurch, dass die Seitenwände des mindestens einen Regalbodens jeweils drei Knicklinien
aufweisen, die auf einen Punkt an einem hinteren und/oder unteren Rand der jeweiligen
Seitenwand zulaufen, kann der Regalboden in in den Träger eingehängtem Zustand durch
Knicken der Seitenwände um diese Knicklinien und durch Hochklappen des Regalbodens
an den Träger angeklappt werden. Der Regalboden kann also an den Träger des Regals
angelegt werden, ohne dazu aus dem Regalträger ausgehängt zu werden. Damit erübrigt
sich ein umständliches Einhängen des Regalbodens oder der Regalböden beim Aufstellen
des Pappmöbels, das dennoch, beispielsweise für einen Transport, auf ein ausgesprochen
geringes Volumen zusammengelegt werden kann.
[0006] Typischerweise wird jeweils eine erste der drei Knicklinien von dem genannten Punkt
nach vorne vom Träger weg verlaufen, während eine zweite dieser Knicklinien die Seitenwand
oder einen vor dem Träger liegenden Teil der Seitenwand nach hinten begrenzt und eine
dritte dieser Knicklinien zwischen der ersten und der zweiten Knicklinie verläuft.
Dann lässt sich der Regalboden besonders gut dadurch an den Träger anklappen, dass
die dritte Knicklinie jeder der Seitenwände auf die jeweils andere Seitenwand zubewegt
wird, während die erste und die zweite Knicklinie jeder Seitenwand andersherum umgebogen
werden als die dritte Knicklinie.
[0007] Wenn die erste Knicklinie in jeder der Seitenwände parallel zur Grundfläche verläuft,
lässt sich der Regalboden besonders flach an den Träger anlegen.
Es kann vorgesehen sein, dass der Regalboden eine vordere Blende aufweist, die beispielsweise
als Krempelrand ausgeführt sein kann. In diesem Fall kann die erste Knicklinie längs
einer Verbindungslinie zwischen einem oberen Rand der vorderen Blende und einer Rückwand
oder einem Rand einer hinteren Blende des Regalbodens verlaufen, um sicherzustellen,
dass der Regalboden in hochgeklapptem Zustand möglichst dicht am Träger anliegt. Ebenfalls
vorteilhaft im Hinblick darauf, dass der Regalboden in hochgeklapptem Zustand möglichst
dicht am Träger zu liegen kommen soll, ist es, wenn die zweite Knicklinie längs einer
den Träger an einer Vorderseite seitlich begrenzenden Kante des Trägers verläuft,
wenn der Regalboden in den Träger eingehängt ist. Die dritte Knicklinie sollte aus
dem gleichen Grund zumindest annähernd längs einer Winkelhalbierenden zwischen der
ersten und der zweiten Knicklinie verlaufen. Dann kann der Regalboden so weit hochgeklappt
werden, bis zwei durch die dritte Knicklinie getrennte Sektoren der Seitenwand aneinander
anliegen.
[0008] Dabei kann es allerdings vorteilhaft sein, wenn ein Verlauf der dritten Knicklinie
geringfügig, vorzugsweise aber um nicht mehr als 3° und/oder ein Vierfaches, besonders
vorzugsweise ein Zweifaches, einer Wandstärke der Seitenwand von der genannten Winkelhalbierenden
abweicht. Dadurch lässt sich erreichen, dass der Regalboden nach einem Hochklappen
durch eine Verknieung im hochgeklappten Zustand gehalten wird und nicht von allein
wieder herunterfällt. Das erleichtert ein Zusammenlegen und Verstauen oder Verpacken
des Pappmöbels, bei dem es sich typischerweise um ein Regal handeln wird. Besonders
zweckmäßig ist es, wenn die dritte Knicklinie dabei gegenüber der Winkelhalbierenden
zwischen den ersten beiden Knicklinien leicht zur ersten Knicklinie hin versetzt ist.
Das hat eine Verknieung eines durch die erste Knicklinie gebildeten Gelenks beim Anklappen
des Regalbodens an den Träger zur Folge. Die drei Knicklinien der jeweiligen Seitenwand
seien auch dann noch als im Sinne der vorliegenden Erfindung auf einen Punkt zulaufend
bezeichnet, wenn die dritte Knicklinie in beschriebener Weise geringfügig gegenüber
der Winkelhalbierenden zwischen den ersten beiden Knicklinien versetzt ist.
[0009] An den beiden Punkten, auf die die drei Knicklinien jeweils einer der Seitenwände
zulaufen, kann der Regalboden jeweils ein vorzugsweise rundes Loch aufweisen, um dort
eine das Hochklappen des Regalbodens behindernde Stauchung bei einem Umbiegen der
Knicklinien zu vermeiden.
[0010] Damit das vorgeschlagene Pappmöbel nicht nur leicht und mit geringen Materialkosten
herstellbar, sondern auch hinreichend stabil ist, kann es vollständig oder zumindest
teilweise aus Wellpappe gefertigt sein. Die Knicklinien der Seitenwände des mindestens
einen Regalbodens können, wie auch andere Knicklinien des Pappmöbels, durch Rilllinien
realisiert sein, also jeweils durch eine in die Wellpappe eingeprägte Rille, die eine
Verjüngung längs der Knicklinie bildet und dort ein einfaches Umbiegen ermöglicht.
[0011] Bei bevorzugten Ausführungen des vorgeschlagenen Pappmöbels ist der mindestens eine
Regalboden oder zumindest ein die Grundfläche und die Seitenwände umfassender Hauptbestandteil
des Regalbodens aus einem einzigen Stück Pappe gefaltet, das dazu entsprechend zugeschnitten
sein kann. Die Seitenwände des Regalbodens können über Knickkanten mit der Grundfläche
oder mit einer am Träger anliegenden Rückwand des Regalbodens verbunden sein. Insbesondere
im letztgenannten Fall kann an einem unteren Ende mindestens einer der Seitenwände
wiederum eine auf der Grundfläche aufliegende Verstärkungsfläche angelenkt sein, die
dem Regalboden eine trotz der Herstellung aus Pappe vergleichsweise hohe Tragfähigkeit
verleiht.
[0012] Der Regalboden kann mit mindestens einer Lasche in einem Schlitz eingehängt sein,
der dazu in einer Wand des Trägers vorgesehen ist, wobei die mindestens eine Lasche
z. B. an einem hinteren Rand einer der Seitenwände oder an einem oberen Rand einer
Rückwand des Regalbodens ansetzen kann. Im Hinblick auf eine möglichst hohe Belastbarkeit
des Regalbodens ist es besonders vorteilhaft, wenn der Regalboden mit mindestens zwei
Laschen in den Träger eingehängt ist, die besonders vorzugsweise an den hinteren Rändern
der beiden Seitenwände angeordnet sind. Die Schlitze, die oberhalb eines Niveaus liegen,
auf dem die Grundfläche am Träger anliegt, können dabei derart schräg angeordnet sein,
dass sich bei einer Belastung des Regalbodens eine möglichst senkrecht zum Schlitz
orientierte Belastung eines Randes des Schlitzes ergibt.
[0013] Die Laschen können dabei auf sehr verschiedene Weise ausgeführt sein. So ist es z.
B. möglich, die Laschen jeweils als einfaches über eine Knickkante mit einem verbleibenden
Teil des Regalbodens gelenkig verbundenes Ende auszuführen, das nach einem Umbug dieser
Knickkante um zumindest annähernd 180° so in den Schlitz eingeführt wird, dass es
dort zwischen zwei Papplagen zu liegen kommt.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die mindestens eine Lasche an einem in
den Schlitz eingeführten Ende verdickt ausgeführt ist und dadurch eine auf einem unteren
Rand des Schlitzes aufliegende Stufe bildet. In diesem Fall wird ein sicherer Halt
des Regalbodens am Träger auch dann erreicht, wenn der Träger dort, wo er den Schlitz
aufweist, nur einlagig ausgeführt ist. Darüber hinaus lässt sich der Regalboden mit
derartigen Laschen besonders einfach in den Träger einhängen. Dabei lässt sich eine
solche Lasche besonders einfach an ihrem Ende verdickt ausführen, indem sie mindestens
einmal zur Bildung einer zusätzlichen Papplage umgeknickt wird, wobei dadurch aufeinander
zu liegen kommende Flächen der Lasche aufeinandergeklebt werden.
[0015] Bei einer vorteilhaften Weiterentwicklung des vorgeschlagenen Pappmöbels können die
Seitenwände des mindestens einen Regalbodens jeweils zwei aufeinandergelegte Lagen
umfassen, die über eine einen oberen Rand der jeweiligen Seitenwand bildende weitere
Knicklinie miteinander verbunden sind und die zum Anklappen des Regalbodens an den
Träger auseinanderfaltbar sind. Wenn diese beiden Lagen so auseinandergefaltet werden,
dass die genannte weitere Knicklinie gestreckt ist, lässt sich die Seitenwand wie
bei den zuvor beschriebenen Ausführungen durch Umknicken der drei erstgenannten Knicklinien
so zusammenfalten, dass der Regalboden an den Träger angeklappt wird. Wenn dagegen
bei heruntergeklapptem Regalboden die zwei Lagen der Seitenwand durch Umbiegen der
genannten weiteren Knicklinie aufeinandergelegt werden, ergibt sich eine vorteilhafte
Versteifung der Seitenwände, durch die sich ein unerwünschtes Hochklappen des Regalbodens
verhindern lässt. Wenn dabei die weitere Knicklinie mit der dritten Knicklinie einen
von einem rechten Winkel abweichenden Winkel einschließt, lässt sich vermeiden, dass
zwei Hälften der dritten Knicklinie beim Aufeinanderlegen der beiden Lagen der jeweiligen
Seitenwand aufeinander zu liegen kommen. Das verleiht dieser Seitenwand eine zusätzliche
Steifigkeit.
[0016] Unabhängig von den hier beschriebenen Merkmalen können Pappmöbel vorgeschlagener
Art auf ganz unterschiedliche Weise realisiert werden. Insbesondere lassen sich alle
Regale, die in der eingangs erwähnten Druckschrift
EP 1 459 650 A1 beschrieben sind, durch geringfügige Modifikation der dazu mit weiteren Knicklinien
auszuführenden Regalböden entsprechend der hier beschriebenen Erfindung ausführen.
Bei bevorzugten Ausführungen vorgeschlagener Pappmöbel ist der mindestens eine hochklappbare
Regalboden jeweils an einer vertikalen oder leicht nach hinten geneigten vorderen
Wand des Trägers anliegend aufgehängt.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 20
erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- zwei Zuschnitte aus Wellpappe, aus denen ein Träger eines Pappregals vorgeschlagener
Art gebildet wird,
- Fig. 2
- einen Zuschnitt zur Bildung eines Regalbodens aus Wellpappe für dieses Pappregal,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht dieses Pappregals,
- Fig. 4
- in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellung das gleiche Pappregal mit teilweise
hochgeklappten Regalböden,
- Fig. 5
- in entsprechender Darstellung das gleiche Pappregal in einem Zustand, in dem alle
Regalböden hochgeklappt sind,
- Fig. 6
- in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellung ein Pappregal mit einem anders ausgeführten
Träger,
- Fig. 7
- einen Ausschnitt des Zuschnitts aus Fig. 2,
- Fig. 8
- eine schematisch wiedergegebene Aufsicht auf ein Pappregal der in den Figuren 3 bis
6 gezeigten Art mit einem hochgeklappten Regalboden,
- Fig. 9
- in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung einen Zuschnitt aus Wellpappe für einen
anders ausgeführten Regalboden,
- Fig. 10
- eine perspektivische Teilansicht eines Pappregals mit dem Regalboden aus Fig. 9,
- Fig. 11
- in entsprechender Darstellung das Pappregal aus Fig. 10 mit teilweise hochgeklapptem
Regalboden,
- Fig. 12
- in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung eine Abwandlung des dort gezeigten
Regalbodens,
- Fig. 13
- einen Ausschnitt des Zuschnitts aus Fig. 12,
- Fig. 14
- eine perspektivische Teilansicht eines Pappregals mit dem Regalboden aus den Figuren
12 und 13,
- Fig. 15
- in einer der Fig. 14 entsprechenden Darstellung ein Pappregal mit einem geringfügig
anders ausgeführten Regalboden,
- Fign. 16 - 18
- in einer den Figuren 2, 9 und 12 entsprechenden Darstellung jeweils einen Zuschnitt
aus Wellpappe für Regalböden in drei weiteren Ausführungen,
- Fig. 19
- einen Teil eines Zuschnitts für einen Regalboden eines Pappregals in einer weiteren
Abwandlung und
- Fig. 20
- eine perspektivische Ansicht eines Teils dieses Pappregals in einem Zu- stand mit
teilweise hochgeklapptem Regalboden.
[0018] In Fig. 1 links ist ein Zuschnitt aus Wellpappe gezeigt, der eine vordere Wand 1
und zwei seitliche Wände 2 bildet. Sowohl in der vorderen Wand 1 als auch in den seitlichen
Wänden 2 sind Schlitze 3 zum Einhängen mehrerer Regalböden vorgesehen. In Fig. 1 rechts
ist ein weiterer Zuschnitt aus Wellpappe abgebildet, der eine hintere Wand 4 des Trägers
bildet. Der Träger wird aus den beiden in Fig. 1 gezeigten Zuschnitten fertiggestellt,
indem der die vordere Wand 1 und die seitlichen Wände 2 bildende Zuschnitt um vier
Rilllinien 5 um jeweils 90° umgebogen wird, wonach an der hinteren Wand 4 angeordnete
Laschen 6 in Öffnungen 7 eingeschoben werden, die dazu an hinteren Rändern der seitlichen
Wände 2 vorgesehen sind, wobei die beiden Zuschnitte bei Bedarf mittels einer am oberen
Rand der hinteren Wand 4 angeordneten Klebelasche 8 und zweier weiterer Klebelaschen
9, die den in Fig. 1 links abgebildeten Zuschnitt seitlich begrenzen, miteinander
verklebt werden können.
[0019] In Fig. 2 ist ein aus Wellpappe gebildeter Zuschnitt gezeigt, aus dem durch Falten
einer von fünf gleichartigen Regalböden des Pappregals gebildet wird, dessen Träger
in Fig. 1 dargestellt ist. Der Regalboden wird dabei aus einem einzigen Stück Pappe
gebildet. Eine Grundfläche 10 des Regalbodens wird nach vorne hin durch eine vordere
Blende 11 begrenzt, die als Krempelrand ausgeführt ist. An einem hinteren Rand der
Grundfläche 10 setzt eine über eine Rilllinie mit der Grundfläche 10 verbundene Rückwand
12 des Regalbodens an. Diese Rückwand 12 liegt an der vorderen Wand 1 des Trägers
an, wenn das Pappregal aufgestellt ist. An zwei einander gegenüberliegenden seitlichen
Begrenzungen der Rückwand 12 sind zwei Seitenwände 13 des Regalbodens angelenkt. Zum
Fertigstellen des Regalbodens wird der in Fig. 2 dargestellte Zuschnitt um Rilllinien,
die dort jeweils durch eine durchgezogene Linie wiedergegeben sind, derart geknickt,
dass die Rückwand 12 mit der Grundfläche 10 einen rechten Winkel einschließt, während
die Seitenwände 13 zueinander parallel orientiert sind und senkrecht sowohl zur Grundfläche
10 als auch zur Rückwand 12 stehen. An einem unteren Ende der beiden Seitenwände 13
ist jeweils eine Verstärkungsfläche 14 angelenkt, die dann auf der Grundfläche 10
zu liegen kommt. An einem vorderen Ende jeder der Seitenwände 13 ist jeweils eine
Lasche 15 angeordnet, die einmal in sich gefaltet und dann durch den die vordere Blende
11 bildenden Krempelrand eingewickelt wird. Damit sich der die vordere Blende 11 bildende
Krempelrand nicht wieder auseinanderfaltet, ist dieser so gestaltet, dass zwei an
einem Rand des Kremperandes gebildete Stege oder Zungen 16 dabei in Durchbrüche 17
einschnappen, die dazu an einer Knickkante zwischen der Grundfläche 10 und der vorderen
Blende 11 vorgesehen sind.
[0020] An einem hinteren Ende jeder der Seitenwände 13 ist jeweils eine Lasche 18 vorgesehen.
Mit den Laschen 18 wird der Regalboden in zwei der in den seitlichen Wänden 2 des
Trägers vorgesehenen Schlitze 3 eingehängt. Dabei bildet jede der Lasche 18 eine Stufe,
indem sie so um eine Knicklinie umgeknickt wird, dass dadurch zwei Papplagen aufeinander
zu liegen kommen und dort aufeinandergeklebt werden, so dass die Lasche ein verdicktes
Ende erhält. Die so gebildete Stufe liegt bei in den Träger eingehängtem Regalboden
auf einem unteren vorderen Rand des jeweiligen Schlitzes 3 auf. Die Schlitze 3, in
die der Regalboden eingehängt ist, liegen dabei oberhalb der Grundfläche 10 des Regalbodens.
[0021] Schließlich weist jede der Seitenwände 13 eine erste Knicklinie 19, eine zweite Knicklinie
20 und eine zwischen den beiden Knicklinien 19 und 20 liegende dritte Knicklinie 21
auf. Die drei jeweils durch Rilllinien definierten Knicklinien 19, 20 und 21 jeder
Seitenwand 13 laufen auf einen Punkt 22 zu, an dem der Zuschnitt des Regalbodens ein
rundes Loch von einigen Millimetern Durchmesser aufweist. Die erste Knicklinie 19
verläuft bei aufgestelltem Pappregal von dem genannten Punkt 22 nach vorne vom Träger
weg, während die zweite Knicklinie 20 einen vor dem Träger liegenden Teil der Seitenwand
13 nach hinten begrenzt und bei aufgestelltem Pappregal längs einer die vordere Wand
1 des Trägers seitlich begrenzenden Kante verläuft. Dabei verläuft die erste Knickkante
19 oberhalb der Grundfläche 10 parallel zu dieser Grundfläche 10 und verbindet einen
oberen Rand der vorderen Blende 11 mit der Rückwand 12, die auf gleicher Höhe ebenfalls
eine Knicklinie aufweist, welche die beiden Punkte 22 verbindet und um die die Rückwand
12 geknickt werden kann. Die zweite Knicklinie 20 verläuft senkrecht zur ersten Knicklinie
19, während die dritte Knicklinie 21 nur geringfügig von einer Winkelhalbierenden
zwischen der ersten Knicklinie 19 und der zweiten Knicklinie 20 abweicht.
[0022] Die in jeder der Seitenwände 13 vorgesehenen Knicklinien 19, 20 und 21 ermöglichen
es, den Regalboden durch Knicken der Seitenwände 13 um diese Knicklinien 19, 20 und
21 und durch Hochklappen des Regalbodens an den Träger anzuklappen, wenn der Regalboden
in den Träger eingehängt ist. Dabei wird der Regalboden um eine Achse hochgeklappt,
die durch die beiden Punkte 22 definiert ist, welche jeweils an einem hinteren Rand
der jeweiligen Seitenwand 13 liegen. Diese Achse entspricht der in der Rückwand 12
vorgesehenen Knicklinie, um welche die Rückwand 12 bei einem Hochklappen des Regalbodens
geknickt wird.
[0023] In Fig. 3 ist eine Seitenansicht des fertiggestellten Pappregals mit dem Träger aus
Fig. 1 und fünf Regalböden der in Fig. 2 gezeigten Art zu sehen. Wiederkehrende Merkmale
sind dabei, wie auch in den nachfolgenden Figuren, mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und müssen nicht mehr eingehend erläutert werden. Gut zu erkennen ist, dass
die Regalböden jeweils mit ihrer Rückwand 12 an der vorderen Wand 1 des Trägers anliegend
aufgehängt sind, indem die Laschen 18 in die in den seitlichen Wänden 2 vorgesehenen
Schlitze 3 eingehängt sind. Die vordere Wand 1 des Trägers ist dabei bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel, bei dem der Träger nach oben hin spitz zuläuft, leicht nach hinten
geneigt. Am Beispiel des oberen Regalbodens ist in Fig. 3 angedeutet, wie die Regalböden
durch Anheben eines vorderen Endes des Regalbodens und durch durch Umbiegen der Knicklinien
19, 20 und 21 und damit durch Falten der Seitenwände 13 an den Träger angeklappt werden
können. Die Figuren 4 und 5 zeigen das gleiche Pappregal in entsprechender Darstellung
in zwei weiteren Zuständen, wobei in Fig. 4 die beiden oberen Regalböden und in Fig.
5 sämtliche Regalböden vollständig an den Träger angeklappt sind.
[0024] In Fig. 6 ist ein anderes Pappregal gezeigt, das sich von dem vorhergehend beschriebenen
Pappregal nur durch die Verwendung eines anderen Trägers 23 unterscheidet. Dieser
Träger 23, der ebenfalls Schlitze 3 zum Einhängen der Regalböden aufweist und aus
Wellpappe gebildet ist, verjüngt sich nicht nach oben hin, sondern weist einen quaderförmigen
Grundkörper verhältnismäßig geringer Tiefe sowie einen Fuß 24 auf, durch den der Träger
eine hinreichend große Standfläche erhält.
[0025] In Fig. 7 ist ein vergrößerter Ausschnitt des Zuschnitts aus Fig. 2 für die beschriebenen
Pappregale gezeigt. Rilllinien, durch die insbesondere die Knicklinien 19, 20 und
21 realisiert sind, sind hier durch dünne durchgezogene Linien wiedergegeben, während
Linien, längs derer der Zuschnitt eingeschnitten ist, etwas dicker gezogen sind. In
Fig. 7 sind weitere Details des Regalbodens zu erkennen. Zunächst ist dort durch eine
gepunktete Linie angedeutet, wo ein Ende des Zuschnitts, das die zusätzliche Papplage
der Lasche 18 bildet, nach einem Umknicken dieses Endes zu liegen kommt und festgeklebt
wird, um die bereits beschriebene Stufe zu bilden, die nach einem Einhängen des Regalbodens
am unteren vorderen Rand des entsprechenden Schlitzes 3 aufliegt. Außerdem ist in
Fig. 7 zu erkennen, dass die dritte Knicklinie 21 der Seitenwand 13 nicht genau mit
der in Fig. 7 gestrichelt dargestellten Winkelhalbierenden zwischen den ersten beiden
Knickkanten 19 und 20 in Deckung liegt, sondern gegenüber dieser Winkelhalbierenden
geringfügig parallel zur ersten Knickkante 19 hin versetzt ist. Der Versatz der dritten
Knicklinie 21 gegenüber der genannten Winkelhalbierenden beträgt dabei ungefähr eine
Wandstärke des für den Regalboden verwendeten Zuschnitts. Anstelle des in Fig. 7 gezeigten
parallelen Versatzes der dritten Knicklinie 21 gegenüber der Winkelhalbierenden zwischen
den Knicklinien 19 und 20 wäre es auch denkbar, den Verlauf der dritten Knicklinie
21 gegenüber der Winkelhalbierenden um einen kleinen Winkel von größenordnungsmäßig
1° um den Punkt 22 nach unten gekippt zu wählen.
[0026] In Fig. 8 ist gezeigt, was,für eine Wirkung durch die geringfügige Abweichung der
dritten Knicklinie 21 von der Winkelhalbierenden zwischen den Knicklinien 19 und 20
erzielt wird. Dabei zeigt Fig. 8 eine schematische Aufsicht auf ein Regal beschriebener
Art, wobei der oberste Regalboden dieses Regals, der aus einem Zuschnitt der in den
Figuren 2 und 7 gezeigten Art gebildet ist, an den Träger 23 angeklappt ist.
[0027] Zunächst ist dort gut zu erkennen, dass das Hochklappen des Regalbodens an den Träger
23 durch ein Umknicken der Seitenwände 13 längs der Knicklinien 19, 20 und 21 ermöglicht
wird, wobei die dritte Knicklinie 21 jeweils nach innen auf die andere Seitenwand
13 zubewegt wird und die ersten beiden Knicklinien 19 und 20 andersherum umgebogen
werden als die dritte Knicklinie 21 der jeweiligen Seitenwand 13. Die beschriebene
Abweichung zwischen dem Verlauf der dritten Knicklinie 21 und den Knicklinien 19 und
20 bei gestreckter Seitenwand 13 hat nun zur Folge, dass die Knicklinie 21 bei hochgeklapptem
Regalboden und dementsprechend gefalteter Seitenwand 13 näher an die Grundfläche 10
des Regalbodens heranreicht als die erste Knicklinie 19, die oberhalb der Grundfläche
10 parallel zu dieser Grundfläche 10 auf Höhe eines oberen Randes der vorderen Blende
11 verläuft. Das wiederum führt zu einer Verknieung, die eine den Regalboden an den
Träger 23 angelegt haltende Kraft zur Folge hat. Die Kräfte, die den hochgeklappten
Regalboden so am Träger 23 halten und die durch die gefalteten Seitenwände 13 vermittelt
werden, sind in Fig. 8 durch Pfeile veranschaulicht.
[0028] So wird ein Spannverschluss realisiert, durch den die hochgeklappten Regalböden ohne
weitere Maßnahmen im hochgeklappten Zustand fixiert werden. In diesem Zustand nimmt
das Pappregal einen ausgesprochen geringen Raum ein und lässt sich daher gut verstauen,
verpacken oder transportieren. Zum Lösen der Regalböden aus der hochgeklappten Position
genügt unter Umständen ein leichtes Antippen, was zur Folge hat, dass sich die Spannung,
unter der die Seitenwände 13 stehen, löst und der jeweilige Regalböden nach unten
fällt. So ergibt sich ein ausgesprochen schneller und unkomplizierter Aufbauvorgang
zum Aufstellen des Pappregals. Mit der Zeitersparnis geht auch eine Kostenersparnis
einher, wobei aufgrund der Einfachheit des Aufbauvorgangs auch keine Einweisung durch
eine komplizierte Bauanleitung nötig ist. Die vorgeschlagene Art der Einhängung der
Regalböden in den Träger 23 eignet sich, wie die beschriebenen Ausführungsbeispiele
zeigen, für die Verwendung von vorteilhaft schlanken Trägern 23, die auch aus seitlicher
Richtung eine freie Einsicht in die Regalböden erlauben.
[0029] In Fig. 9 ist ein Zuschnitt eines anders ausgeführten Regalbodens aus Wellpappe für
ein ähnliches Pappregal gezeigt. Abweichend von dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
sind die Laschen 18, mit denen dieser Regalboden in den Träger des entsprechenden
Pappregals eingehängt werden kann, an einem oberen Rand der Rückwand 12 des Regalbodens
angelenkt. Die Laschen 18 sind dabei im vorliegenden Fall so ausgeführt, dass sie
zweimal um jeweils 180 Grad umgeklappt werden, so dass dabei insgesamt drei Papplagen
aufeinander zu liegen kommen und aufeinandergeklebt werden. In Fig. 10 ist ein Teil
des fertigen Pappregals gezeigt, bei dem der aus dem Zuschnitt aus Fig. 9 gebildete
Regalboden mit den beiden Laschen 18 in zwei Schlitze 3 in einer vorderen Wand 1 des
entsprechenden Trägers 23 eingehängt ist. Statt des Trägers 23 könnte dabei auch der
Träger verwendet werden, der aus den in Fig. 1 gezeigten Zuschnitten gebildet ist,
weil auch in der vorderen Wand 1 dieses Trägers entsprechende Schlitze 3 vorgesehen
sind. In Fig. 11 ist gezeigt, wie der abgebildete Regalboden des Pappregals aus Fig.
10 in bereits zuvor beschriebener Weise durch Knicken der Knicklinien 19, 20 und 21
und durch Hochklappen des Regalbodens an die vordere Wand 1 des Trägers 23 angeklappt
wird.
[0030] In den Figuren 12 und 13 ist in den Figuren 2 und 7 entsprechenden Darstellungen
eine Weiterentwicklung des Regalbodens aus den Figuren 2 und 7 gezeigt. Von dem zuerst
beschriebenen Regalboden unterscheidet sich dieser Regalboden nur dadurch, dass die
Seitenwände 13 dieses Regalbodens jeweils eine zusätzliche Lage 25 umfassen, die über
eine weitere Knicklinie 26 mit einer ersten Lage der jeweiligen Seitenwand 13 verbunden
ist. Wenn der Regalboden in den Träger des entsprechenden Pappregals eingehängt und
heruntergeklappt ist, wird die zusätzliche Lage 25 durch Umbiegen der weiteren Knicklinie
26, die hier durch zwei in engem Abstand parallel verlaufende Rilllinien realisiert
ist, an die erste Lage der jeweiligen Seitenwand 13 angeklappt, so dass die weitere
Knicklinie 26 dann einen oberen Rand dieser Seitenwand 13 bildet.
[0031] In Fig. 14, die den in den Träger 23 des Pappregals eingehängten Regalboden aus den
Figuren 12 und 13 zeigt, ist dieses Aufeinanderklappen der beiden Lagen der Seitenwände
13 durch Pfeile veranschaulicht. Sowohl in Fig. 13 als auch in Fig. 14 ist jeweils
durch eine gepunktete Linie angedeutet, wie die zusätzliche Lage 25 der Seitenwand
13 dadurch zu liegen kommt. Dadurch, dass die beiden Lagen der Seitenwände 13 so aufeinanderliegen,
erhält die Seitenwand 13 eine zusätzliche Steifigkeit, durch die ein unerwünschtes
Hochklappen des Regalbodens verhindert wird. Dieser versteifende Effekt wird bei dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel noch dadurch verstärkt, dass die dritte Knicklinie
21 mit der weiteren Knicklinie 26 einen von einem rechten Winkel abweichenden Winkel
einschließt, so dass die Abschnitte der dritten Knicklinie 21, zwischen denen die
weitere Knicklinie 26 die dritte Knicklinie 21 schneidet, nicht aufeinander zu liegen
kommen. Das ist in Fig. 14 gut zu erkennen, wo der Verlauf der dritten Knicklinie
21 nach dem Falten der Seitenwand 13 um die weitere Knicklinie 26 durch eine gepunktete
Linie veranschaulicht ist. Wenn der Regalboden an den Träger angeklappt werden soll,
werden die beiden Seitenwände 13 durch Strecken der weiteren Knicklinie 26 auseinandergefaltet,
bis der in Fig. 14 gezeigte Zustand erreicht ist, worauf der Regalboden in der bereits
zuvor beschriebenen Weise durch Knicken der Seitenwände 13 um die Knicklinien 19,
20 und 21 hochgeklappt werden kann.
[0032] In einer der Fig. 14 entsprechenden Darstellung zeigt Fig. 15 einen Ausschnitt eines
geringfügig anders gestalteten Pappregals. Dieses unterscheidet sich von dem vorhergehend
beschriebenen Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Regalböden nicht in die vordere
Wand 1 oder in die seitlichen Wände 2, sondern in eine Rückwand des entsprechenden
Trägers 23 eingehängt sind, so dass die Laschen 18 der Regalböden auf einer der Grundfläche
10 des jeweiligen Regalbodens abgewandten Seite des Trägers 23 in die Laschen 18 aufnehmende
Schlitze eingeführt sind. Dort, wo der in Fig. 15 erkennbare Regalboden an der vorderen
Wand 1 des Trägers 23 anliegt, weist er im hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine
hintere Blende 27 auf, die wie die vordere Blende 11 durch einen Krempelrand gebildet
und ebenso hoch ausgeführt ist wie diese. Die erste Knickkante 19 der drei Knickkanten
19, 20 und 21, die in jeder Seitenwand 13 vorgesehen sind, um ein Hochklappen des
Regalbodens zu ermöglichen, verläuft in diesem Fall jeweils von einem oberen Rand
der vorderen Blende 11 bis zum oberen Rand der hinteren Blende 27.
[0033] Der in Fig. 16 gezeigte Zuschnitt für einen weiteren Regalboden unterscheidet sich,
abgesehen von geringfügig anderen Abmessungen, von dem in Fig. 9 gezeigten Zuschnitt
nur dadurch, dass die Seitenwände 13, ähnlich wie bei den Ausführungen aus den Figuren
12 bis 15, jeweils eine zusätzliche Lage 25 aufweisen, die über eine weitere Knicklinie
26 mit einer ersten Lage der jeweiligen Seitenwand 13 verbunden ist. Auch hier werden
die beiden Lagen jeder Seitenwand 13 durch Umknicken der Seitenwände um die weiteren
Knicklinien 26 aufeinandergelegt. Ähnlich wie der die vordere Blende 11 bildende Krempelrand
weist die zusätzliche Lage 25 jeder der Seitenwände 13 eine Zunge 28 auf, die bei
einem Aufeinanderlegen der beiden Lagen der Seitenwand 13 in einen Durchbruch 29 einschnappt,
der dazu in der an der Seitenwand 13 angelenkten und bei fertiggestelltem Regalboden
auf der Grundfläche 10 aufliegenden Verstärkungsfläche 14 vorgesehen ist.
[0034] Eine andere Abwandlung des Regalbodens aus Fig. 9 ist in Fig. 17 dargestellt, wobei
wieder ein auseinandergefalteter Zuschnitt dieses Regalbodens gezeigt ist. Von dem
Regalboden aus Fig. 9 unterscheidet dieser Regalboden sich durch eine andere Gestaltung
der Laschen 18, die zum Einhängen des Regalbodens in einen Träger vorgesehen sind.
Der Regalboden aus Fig. 17 eignet sich z. B. zum Einhängen in die unteren der in der
vorderen Wand 1 vorgesehenen Schlitze 3 des Trägers, dessen Zuschnitte in Fig. 1 gezeigt
sind. Diese Schlitze 3 sind an einem äußeren Ende nach oben fortgesetzt, um oberen
Enden der Seitenwände 13 des Regalbodens Platz zu geben, und weisen mittig an einem
unteren Rand einen Steg auf, durch den diese Schlitze 3 mittig verjüngt sind. Die
beiden Laschen 18 des Regalbodens wiederum weisen jeweils einen Schlitz 30 auf. Zum
Einhängen des Regalbodens in den Träger werden die Laschen 18 durch die in beschriebener
Weise gestalteten Schlitze 3 so eingeführt, dass die Stege an den unteren Rändern
der Schlitze 3 in den Schlitzen 30 der Laschen 18 zu liegen kommen und ein Herausrutschen
der Laschen 18 verhindern.
[0035] Ein Zuschnitt für einen weiteren Regalboden, der in beschriebener Weise an den Träger
eines entsprechenden Pappregals angeklappt werden kann, ist schließlich in Fig. 18
gezeigt. Dieser entspricht weitgehend dem Regalboden, der in Fig. 19 der Druckschrift
EP 1 459 650 A1 dargestellt und dort beschrieben ist. Wiederkehrende Merkmale sind auch hier mit
den gleichen Bezugszeichen versehen wie in den vorhergehenden Figuren. Zusätzlich
zu dem entsprechenden Regalboden aus der genannten Druckschrift weisen die Seitenwände
13 dieses Regalbodens wieder jeweils drei Knickkanten 19, 20 und 21 auf, die hier
gestrichelt wiedergegeben sind und die zum Hochklappen des Regalbodens an den Träger
umgeknickt werden können, indem die Seitenwände 13 an den Stellen der jeweils zwischen
den Knicklinien 19 und 20 liegenden dritten Knicklinien 21 zueinander gedrückt werden.
Auch hier wird dafür zunächst die zusätzliche Lage 25 jeder Seitenwand 13 hochgeklappt,
um einen Zustand zu erreichen, der dem in Fig. 15 abgebildeten Zustand ähnelt. Auch
bei dem in Fig. 18 gezeigten Regalboden verläuft die erste Knicklinie 19 jeder der
Seitenwände 13 zwischen einem oberen Rand der vorderen Blende 11 und einem oberen
Rand der hinteren Blende 27. Die hintere Blende 27 ist dabei wie die vordere Blende
11 als Krempelrand ausgeführt und umgreift wie diese an beiden Enden jeweils eine
Lasche 15, die an der dort angrenzenden Seitenwand 13 angelengt ist. Die Laschen 15
sind hier nur einlagig ausgeführt. Auch die zum Einhängen des Regalbodens in den Träger
vorgesehenen Laschen 18 sind hier als einfache Laschen ausgeführt, die lediglich um
eine Knicklinie umgeknickt und dann so durch jeweils einen Schlitz im Träger des Pappregals
eingeführt werden, dass die Laschen 18 zwischen zwei Papplagen dieses Trägers zu liegen
kommen. Die Seitenwände 13 sind in diesem Fall über jeweils eine Knickkante mit der
Grundfläche 10 des Regalbodens verbunden.
[0036] In Fig. 19 ist ein den Ausschnitten der Figuren 7 und 13 vergleichbarer Ausschnitt
eines Zuschnitts für einen Regalboden eines anderen Pappregals vorgeschlagener Art
gezeigt. Wiederkehrende Merkmale sind wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen
und müssen nicht mehr eingehend erläutert werden. Dieser Regalboden unterscheidet
sich nur geringfügig von dem Regalboden des Pappregals aus Fig. 15. Anders als dort
ist es bei diesem Regalboden vorgesehen, dass die zusätzliche Lage 25 der Seitenwand
13 auch dann an der ersten Lage dieser Seitenwand 13 anliegend verbleibt, wenn der
Regalboden durch Umknicken der Knicklinien 19, 20 und 21 hochgeklappt wird. Die hier
gestreckt gezeichnete weitere Knicklinie 26 bleibt dabei also um 180° umgebogen. Um
das Umknicken der ersten Knicklinie 19 in diesem Zustand zu ermöglichen, weist die
zusätzliche Lage 25 dabei eine zusätzliche Knicklinie 31 auf, die auf der ersten Knicklinie
19 zu liegen kommt, wenn die zusätzliche Lage 25 an die erste Lage der Seitenwand
13 angelegt wird. Auch die zusätzliche Knicklinie 31 ist durch eine Rilllinie realisiert.
Es ist möglich, dass die zusätzliche Lage 25 auf der ersten Lage festgeklebt wird,
wenn die Seitenwand 13 um die weitere Knicklinie 26 umgebogen ist. Schließlich ist
die zusätzliche Lage längs einer hier dick durchgezogen gezeichneten Linie 32, die
auf der dritten Knicklinie 21 zu liegen kommt, eingeschnitten, um das Umknicken der
dritten Knicklinie zu erleichtern.
[0037] In Fig. 20 ist das Pappregal mit dem in den Träger 23 eingehängten Regalboden aus
Fig. 19 gezeigt. Dabei ist der Regalboden in einem teilweise hochgeklappten und noch
nicht vollständig an den Träger 23 angeklappten Zustand zu sehen. Hier ist gut zu
erkennen, dass beim Hochklappen auch die zusätzliche Knicklinie 31 umgebogen wird
und dass der Einschnitt längs der Linie 32 das Umknicken der Seitenwand 13 um die
dritte Knicklinie 21 erleichtert. Ein Auseinanderfalten der Seitenwand 13 vor dem
Hochklappen des Regalbodens ist dabei nicht erforderlich.
1. Pappmöbel mit einem Träger (23) und mindestens einem Regalboden, wobei der Regalboden
eine Grundfläche (10) sowie zwei seitlich an die Grundfläche (10) angrenzende, gegenüber
der Grundfläche (10) nach oben abgewinkelte Seitenwände (13) aufweist und oberhalb
der Grundfläche (10) in den Träger (23) eingehängt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenwände (13) jeweils drei Knicklinien (19, 20, 21) aufweisen, die auf einen
Punkt (22) an einem hinteren und/oder unteren Rand der jeweiligen Seitenwand (13)
zulaufen, so dass der in den Träger (23) eingehängte Regalboden durch Knicken der
Seitenwände (13) um diese Knicklinien (19, 20, 21) und Hochklappen des Regalbodens
an den Träger (23) anklappbar ist.
2. Pappmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine erste der drei Knicklinien (19) von dem genannten Punkt (22) nach vorne
vom Träger (23) weg verläuft, während eine zweite dieser Knicklinien (20) die Seitenwand
(13) oder einen vor dem Träger (23) liegenden Teil der Seitenwand (13) nach hinten
begrenzt und eine dritte dieser Knicklinien (21) zwischen der ersten und der zweiten
Knicklinie (19, 29) verläuft.
3. Pappmöbel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Knicklinie (19) parallel zur Grundfläche (10) und/oder längs einer Verbindungslinie
zwischen einem oberen Rand einer vorderen Blende (11) des Regalbodens und einer Rückwand
(12) oder einem oberen Rand einer hinteren Blende (27) des Regalbodens verläuft.
4. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Knicklinie (20) längs einer den Träger (23) an einer Vorderseite seitlich
begrenzenden Kante des Trägers (23) verläuft.
5. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Knicklinie (21) zumindest annähernd längs einer Winkelhalbierenden zwischen
der ersten und der zweiten Knicklinie (19, 20) verläuft.
6. Pappmöbel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verlauf der dritten Knicklinie (21) geringfügig, aber um nicht mehr als 3° und/oder
ein Vierfaches einer Wandstärke der Seitenwand (13) von der genannten Winkelhalbierenden
abweicht.
7. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Regalboden an den beiden Punkten (22), auf die die drei Knicklinien (19, 20,
21) jeweils einer der Seitenwände (13) zulaufen, jeweils ein vorzugsweise rundes Loch
aufweist.
8. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es vollständig oder teilweise aus Wellpappe gefertigt ist, wobei die Knicklinien
(19, 20, 21) vorzugsweise durch Rilllinien realisiert sind.
9. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Regalboden oder ein die Grundfläche (10) und die Seitenwände (13) umfassender
Hauptbestandteil des Regalbodens aus einem Stück Pappe gefaltet ist.
10. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (13) über Knickkanten mit der Grundfläche (10) oder einer am Träger
(23) anliegende Rückwand (12) des Regalbodens verbunden sind.
11. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an einem unteren Ende mindestens einer der Seitenwände (13) eine auf der Grundfläche
(10) aufliegende Verstärkungsfläche (14) angelenkt ist.
12. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Regalboden mittels mindestens einer Lasche (18) in einen in einer Wand des Trägers
(23) vorgesehenen Schlitz (3) eingehängt ist, wobei die mindestens eine Lasche (18)
an einem hinteren Rand einer der Seitenwände (13) oder an einem oberen Rand einer
Rückwand (12) des Regalbodens ansetzt.
13. Pappmöbel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Lasche (18) an einem in den Schlitz (3) eingeführten Ende verdickt
ausgeführt ist und eine auf einem unteren oder vorderen Rand des Schlitzes (3) aufliegende
Stufe bildet.
14. Pappmöbel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende der Lasche (18) dadurch verdickt ausgeführt ist, dass sie mindestens einmal
zur Bildung einer zusätzlichen Papplage umgeknickt ist, wobei dadurch aufeinander
zu liegen kommende Flächen der Lasche (18) aufeinander geklebt sind.
15. Pappmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Seitenwände (13) zwei aufeinander gelegte Lagen umfasst, die
über eine einen oberen Rand der Seitenwand (13) bildende weitere Knicklinie (26) miteinander
verbunden sind und die zum Anklappen des Regalbodens an den Träger (23) auseinanderfaltbar
sind.