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(11) |
EP 2 353 673 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.2014 Patentblatt 2014/33 |
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Anmeldetag: 04.02.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Tourenskibindung mit Verriegelungsmechanismus
Cross-country ski binding with locking mechanism
Fixation de ski de fond dotée d'un mécanisme de verrouillage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.02.2010 DE 102010001603
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.08.2011 Patentblatt 2011/32 |
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Patentinhaber: Salewa Sport AG |
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9100 Herisau (CH) |
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Erfinder: |
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- Barthel, Fritz
6323, Bad Häring (AT)
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| (74) |
Vertreter: Feller, Frank et al |
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Weickmann & Weickmann
Postfach 860 820 81635 München 81635 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 308 568 WO-A2-2007/010392
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WO-A1-2009/121187
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- JAN PALA PALIC: "Should be Dynafit afraided of competitors in bindings?", INTERNET
CITATION, 15. April 2009 (2009-04-15), Seiten 1-3, XP002596828, Gefunden im Internet:
URL:http://www.mountainski.eu/23/should-be -dynafit-afraided-of-competitors-in-bindin
gs [gefunden am 2010-08-17]
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tourenskibindung, umfassend eine Lageranordnung,
welche dafür eingerichtet ist, einen Skischuh um eine quer zu einer Skilängsachse
verlaufende Querachse verschwenkbar zu halten, so dass der Skischuh bewegbar ist zwischen
einer ersten Schwenkstellung, in der ein Fersenabschnitt des Skischuhs an den Ski
angenähert ist, und einer zweiten Schwenkstellung, in der der Fersenabschnitt des
Skischuhs von dem Ski entfernt ist.
[0002] Mit einer derartigen Tourenskibindung kann in bekannter Weise in einem Aufstiegsmodus
der Bindung ein Skischuh schwenkbar an einem Tourenski gehalten werden, so dass der
Skischuh beim Gehen die für jeden Schritt notwendige Bewegungsfreiheit hat. In der
ersten Schwenkstellung kann der Fersenabschnitt des Skischuhs direkt auf der Oberfläche
des Skis aufsetzen oder kann an einem als Steighilfe dienenden Abschnitt eines hinteren
Teiles der Tourenskibindung, insbesondere eines Fersenautomatens, in einer bestimmten
Höhe über der Skioberfläche abgestützt sein, so dass der Skischuh in der ersten Schwenkstellung
in einem Winkel zur Ebene des Skis angeordnet ist. In der zweiten Schwenkstelung ist
der Skischuh nach vorne verschwenkt. Vorteilhaft erlaubt eine Tourenskibindung, dass
der Skischuh in der zweiten Schwenkstellung in einem Winkel von bis zu ungefähr 90°
in Bezug auf die Skiebene nach vorne verschwenkt ist, da dann eine überhöhte Betastung
der Kniegelenke des Benutzers bei einem Sturz nach vorn verhindert werden kann. Solche
Tourenskibindungen erfüllen demnach besonders hohe Sicherheitsanforderungen.
[0003] Ferner sind herkömmliche Tourenskibindungen in einen Abfahrtmodus verstellbar, in
welchem der Fersenautomat den Fersenabschnitt des Skischuhs am Ski oder dicht oberhalb
des Skis festhält.
[0004] Herkömmliche Tourenskibindungen weisen in der Regel einen Auslösemechanismus auf,
welcher bei Einwirkung einer eine vorbestimmte Auslösekraft überschreitenden Kraft
auslöst, um den Skischuh von der Lageranordnung freizugeben, so dass sich die Skier
im Fall eines Sturzes von den Skischuhen lösen. Dabei verfügen zumeist sowohl der
Vorderbacken als auch der Fersenautomat jeweils über einen separaten Auslösemechanismus.
Die vorbestimmte Auslösekraft (gemessen als Auslösedrehmoment bei Drehung des Schuhs
um eine orthogonal zur Skiebene verlaufende Achse) ist für eine Tourenskibindung entweder
fest vorgegeben oder kann durch einen geeigneten Verstellmechanismus in einem Bereich
von z.B. ungefähr 30 Nm (Z3) bis maximal ungefähr 100 Nm (Z10) manuell eingestellt
werden.
[0005] Für sportlich ambitionierte Skitourengeher oder Wettkämpfer, die an einem Skitourenrennen
teilnehmen, ist ein Auslösen der Tourenskibindung generell unerwünscht. Während des
Aufstiegs, im Tourenskimodus, in welchem ein Fersenautomat die Ferse des Skischuhs
freigibt, so dass der Skischuh am Vorderbacken der Tourenskibindung verschwenkbar
ist, ist häufig eine Skibremse des Skis deaktiviert, so dass beim Verlust des Skis
die Gefahr besteht, dass der Ski am Hang davon rutscht. Zudem bedeutet ein unbeabsichtigtes
Auslösen der Tourenskibindung beim Aufstieg sowie bei der Abfahrt unnötigen Zeitverlust.
Es ist daher bekannt, die Tourenskibindung mit einem Verriegelungsmechanismus auszustatten,
mit welchem die Lageranordnung so verriegelbar ist, dass ein Verschwenken des Skischuhs
möglich ist, ein Lösen des Skischuhs von der Lageranordnung (d.h. ein Auslösen der
Tourenskibindung) jedoch auch bei Einwirkung einer eine Sturzauslösekraft überschreitenden
Kraft verhindert ist. Bei aktiviertem Verriegelungsmechanismus kann der Skischuh quasi
nicht mehr beschädigungsfrei von der Tourenskibindung getrennt werden.
[0006] Der herkömmliche Verriegelungsmechanismus erfordert eine zusätzliche Betätigungsbewegung
zur Herstellung des Verriegelungszustands. Einige . Tourenskibindungen können allein
durch vom Skischuh ausgeübte Druckkraft von der Öffnungsstellung automatisch in die
Schließstellung schalten, so dass anschließend allein für die Betätigung des Verriegelungsmechanismus
eine Handbedienung durch den Benutzer notwendig ist. Zudem erfordert ein zuverlässiges
und gegen unbeabsichtigtes Auslösen gesichertes Verriegeln des Verriegelungsmechanismus
häufig einen relativ hohen Kraftaufwand.
[0007] Dokument
WO 2009/121187 A1 offenbart eine Tourenskibindung mit einer Lageranordnung und einen Verriegelungsmechanismus,
die alle Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 enthält. Außerdem weist diese Tourenskibindung
eine schwenkbare Haube auf, die durch einen Hebel betätigt werden kann.
[0008] Zur weiteren Illustration des Stands der Technik wird auf die
WO 2007/010392 A2 hingewiesen, welche ebenfalls eine Tourenskibindung mit einer Lageranordnung zur
schwenkbaren Lagerung eines Skischuhs an gegenüberliegenden Lagerzapfen offenbart.
[0009] Ferner ist aus der nachveröffentlichten Druckschrift
EP 2 308 568 A1 eine Tourenskibindung mit einem Verriegelungsmechanismus bekannt, der einen zwischen
einer Verriegelungsstellungs und einer Entriegelungsstellung verschwenkbaren Verriegelungshebel
aufweist.
[0010] Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tourenskibindung
bereitzustellen, welche einen schneller und einfacher zu bedienenden Verriegelungsmechanismus
aufweist, der ein unbeabsichtigtes Auslösen der Tourenskibindung verhindern kann.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Tourenskibindung vor, umfassend
eine Lageranordnung, welche dafür eingerichtet ist, einen Skischuh um eine quer zu
einer Skilängsachse verlaufende Skiquerachse verschwenkbar zu halten, so dass der
Skischuh bewegbar ist zwischen einer ersten Schwenkstellung, in der ein Fersenabschnitt
des Skischuhs an den Ski angenähert ist, und einer zweiten Schwenkstellung, in der
der Fersenabschnitt des Skischuhs von dem Ski entfernt ist, wobei die Tourenskibindung
einen Verriegelungsmechanismus aufweist, mit welchem die Lageranordnung so verriegelbar
ist, dass ein Verschwenken des Skischuhs möglich ist, ein Lösen des Skischuhs von
der Lageranordnung jedoch auch bei Ausübung einer eine Sturzauslösekraft überschreitenden
Kraft verhindert ist, und wobei der Verriegelungsmechanismus ein Verriegelungsbetätigungselement
aufweist, welches von dem Skischuh bei einer Schwenkbewegung des Skischuhs in die
zweite Schwenkstellung betätigt wird, so dass der Verriegelungsmechanismus die Lageranordnung
verriegelt.
[0012] Unter einer Verriegelung oder einem verriegelten Zustand des Verriegelungsmechanismus
wird im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Zustand verstanden, in welchem die Lageranordnung
ein Lösen des Skischuhs von der Lageranordnung auch bei Einwirkung einer eine Sturzauslösekraft
überschreitenden Kraft verhindert. Dies entspricht einer Auslösekraft, die deutlich
über dem oben genannten, für Skibindungen üblicherweise verwendeten Bereich von Auslösekräften
liegt. Mit anderen Worten, ist der Skischuh in dem verriegelten Zustand im Wesentlichen
nicht beschädigungsfrei von der Lageranordnung trennbar, während natürlich ein Verschwenken
des Skischuhs weiterhin möglich ist.
[0013] Nach einem wichtigen Merkmal der Erfindung ist ein Verriegelungsbetätigungselement
des Verriegelungsmechanismus derart vorgesehen und angeordnet, dass es betätigt wird,
wenn der Skischuh in die zweite Schwenkstellung verschwenkt. Zum Verriegeln der Tourenskibindung
reicht es demnach, den Skischuh in die zweite Schwenkstellung zu bewegen, d.h. den
in die Bindung eingesetzten Skischuh ganz nach vorne zu kippen. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass der Benutzer ein Knie oder beide Knie zur Skispitze hin bewegt
und insbesondere vor der Bindung auf dem Ski aufsetzt, ohne dass eine zusätzliche
Handbewegung oder Handbetätigung der Tourenskibindung notwendig ist.
[0014] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Tourenskibindung ergibt sich im Bereich
des Wettkampfsports, in welchem das Verschwenken des Skischuhs in die zweite Schwenkstellung
in ohnehin üblicherweise von Wettkampfsportlern beim Wechsel des Nutzungsmodus der
Tourenskibindung vorführte Körperbewegungen integriert werden kann bzw. automatisch
während solcher Bewegungen ausgeführt werden kann. So hat es sich als zeit- und kraftsparend
herausgestellt, beim Lösen der Steigfelle von den Laufflächen der Ski zur Vorbereitung
einer Talabfahrt niederzuknien und die Laufflächen der Skier seitlich nach außen anzuheben,
so dass die Steigfelle abgezogen werden können, ohne aus der Tourenskibindung auszusteigen.
Während dieser Bewegung verschwenken die Skischuhe zwangsläufig bis in die vorderste
Position, also die zweite Schwenkstellung, und verriegeln den Verriegelungsmechanismus
bzw. stellen eine sichere Verriegelung des Verriegelungsmechanismus sicher oder erhöhen
die Verriegelungskraft des Verriegelungsmechanismus, ohne dass dafür eine zusätzliche
Betätigung oder Bewegung durch den Benutzer oder ein zusätzlicher Zeitaufwand notwendig
wäre.
[0015] Grundsätzlich kann der Verriegelungsmechanismus so eingerichtet sein, dass eine kurze
Berührung des Verriegelungsbetätigungselements zur Auslösung einer Verriegelungsbewegung
führt (beispielsweise über einen Schnappmechanismus oder ein elektromechanisches Stellglied).
Ein besonders einfacher Verriegelungsmechanismus kann jedoch vorteilhaft so gestaltet
sein, dass das Verriegelungsbetätigungselement in einem Schwenkweg des Skischuhs zwischen
der ersten Schwenkstellung und der zweiten Schwenkstellung angeordnet ist, so dass
der Skischuh unter betätigender Verdrängung des Verriegelungsbetätigungselements die
zweite Schwenkstellung erreicht. Die Bewegung des Skischuhs in die zweite Schwenkstellung
bewirkt dann eine Bewegung des Verriegelungsbetätigungselements, wobei diese Bewegung
in eine Verstellung des Verriegelungsmechanismus in die Verriegelungsstellung umgesetzt
wird. So könnte die Bewegung des Skischuhs beispielsweise in einfacher Weise einen
Verriegelungskörper in eine Verriegelungsposition verschieben, in der der Verriegelungskörper
eine Öffnungsbewegung der Lageranordnung blockiert.
[0016] Die Betätigung des Verriegelungsbetätigungselements erfolgt vorzugsweise nicht während
des gesamten Schwenkwegs des Skischuhs sondern nur in einem Teilabschnitt des Schwenkwegs
kurz vor Erreichen der zweiten Schwenkstellung des Skischuhs (z.B. im letzten Fünftel,
vorzugsweise im letzten Zehntel, des Schwenkwegs vor Erreichen der zweiten Schwenkstellung),
d.h. in dem Bereich, in welchem der Skischuh bereits sehr weit bis maximal nach vorne
verschwenkt ist. Die normale Schwenkbewegung des Skischuhs beim normalen Gehen wird
dann nicht beeinträchtigt.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird bei einer Schwenkbewegung
in die zweite Schwenkstellung eine fortschreitende Bewegung des Verriegelungsbetätigungselements
in eine fortschreitende Erhöhung einer Spannkraft umgesetzt, mit welcher der Skischuh
an der Lageranordnung gehalten wird. In einer solchen Tourenskibindung erfolgt die
Verriegelung durch Erhöhung der Auslösekraft die zum Öffnen der Lageranordnung und
zur Freigabe des Skischuhs notwendig ist, wobei die Auslösekraft auf einen Wert erhöht
wird, der deutlich über dem üblicherweise für Skibindungen verwendeten Wertebereich
liegt, so dass eine Auslösung der Tourenskibindung praktisch blockiert ist. Da für
eine solche Erhöhung der Auslösekraft bzw. Erhöhung der Spannkraft der - Lageranordnung
relativ hoher Kraftaufwand notwendig ist, erzielt die Bewegung des Verriegelungsbetätigungselements
durch Verschwenken des Skischuhs den zusätzlichen vorteilhaften Effekt, dass dieser
hohe Kraftaufwand durch die Hebelbewegung des Skischuhs vom Benutzer relativ einfach
durch das Vorwärtsschwenken des Beins bzw. durch Niederknien aufgebracht werden kann.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
der Skischuh in der zweiten Schwenkstellung um einen Winkel von ungefähr 70° bis ungefähr
110° nach vorne geschwenkt ist. In diesem Winkelbereich ist das Knie des Benutzers
auf dem Ski bzw. auf dem Erdboden neben dem Ski abgesetzt, so dass die Verriegelung
einfach und intuitiv erfolgen kann. Als besonders vorteilhaft hat sich ein Winkel
von ungefähr 90° herausgestellt, welcher zudem einer für Tourenskibindungen geltenden
Sicherheitsvorgabe entspricht. Zudem wird ein Schwenkwinkel von mehr als ungefähr
70° beim normalen Tourenskigehen während des Anstiegs nicht verwendet, so dass ein
Aufstieg ohne Verriegelung der Lageranordnung, d.h. mit Sturzauslösung, möglich ist
und eine Verriegelung erst im Bedarfsfall oder kurz vor einer Abfahrt durch Verschwenken
des Skischuhs um einen Winkel von mehr als ungefähr 70° bzw. um einen Winkel von ungefähr
90° erfolgen kann.
[0019] Eine geringe Baugröße der erfindungsgemäßen Tourenskibindung kann erreicht werden,
wenn das Verriegelungsbetätigungselement derart angeordnet ist, dass es bei der Schwenkbewegung
des Skischuhs zur zweiten Schwenkstellung hin von einem vorderen Schuhkuppenabschnitt
des Skischuhs kontaktiert und betätigt wird. Der vordere Schuhkuppenabschnitt des
Skischuhs bewegt sich beim Verschwenken des Skischuhs zur zweiten Schwenkstellung
hin nach vorne oder/und nach unten, wobei seine Bewegungskurve in der Nähe der Tourenskibindung
und damit des Verriegelungsmechanismus bleibt und dadurch der Schuhkuppenabschnitt
aufgrund des kurzen Hebelwegs relativ hohe Kraft auf das Verriegelungsbetätigungselement
ausüben kann.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Verriegelungsmechanismus
ferner ein Verriegelungsbedienelement aufweisen, welches manuell durch einen Benutzer
bedienbar ist, so dass der Verriegelungsmechanismus die Lageranordnung verriegelt,
wobei das Verriegefungsbedienelement und das Verriegelungsbetätigungselement miteinander
verbunden oder miteinander bewegungsgekoppelt sind. Auf diese Weise ist einerseits
eine alternative oder zusätzliche Betätigung des Verriegelungsmechanismus durch Handbetätigung
möglich und andererseits kann durch Verbindung oder Kopplung des Verriegelungsbetätigungselements
mit dem Verriegelungsbedienelement eine herkömmliche Tourenskibindung, die über einen
herkömmlichen Verriegelungsmechanismus mit Verriegelungsbedienelement verfügt, durch
Bereitstellung des erfindungsgemäßen Verriegelungsbetätigungselements nachgerüstet
werden, um eine erfindungsgemäße Tourenskibindung zu schaffen.
[0021] Vorzugsweise umfasst die Tourenskibindung der Erfindung ferner einen Auslösemechanismus,
welcher bei Einwirkung einer eine vorbestimmte Auslösekraft überschreitenden Kraft
auslöst, um den Skischuh von der Lageranordnung freizugeben, wobei der Verriegelungsmechanismus
den Auslösemechanismus blockiert. Ein solcher Auslösemechanismus weist in an sich
bekannter Weise häufig federnd gelagerte, bewegliche Teile auf, welche durch den erfindungsgemäßen
Verriegelungsmechanismus einfach und wirkungsvoll in ihrer Bewegung blockiert werden
können.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Lageranordnung
zwei seitliche Lagerelemente umfasst, welche auf der Skiquerachse angeordnet sind
und welche dafür eingerichtet sind, seitliche Gegenlagerelemente des Skischuhs in
Eingriff zu nehmen, um den Skischuh um die Skiquerachse verschwenkbar zu halten, wobei
die Lagerelemente bewegbar sind zwischen einer Schließstellung, in welcher die Lagerelemente
voneinander einen Abstand aufweisen, der für einen Eingriff mit den Gegenlagerelementen
ausgelegt ist, und einer Öffnungsstellung, in welcher die Lagerelemente einen Abstand
aufweisen, der größer ist als in der Schließstellung, so dass der Skischuh zwischen
den Lagerelementen eingeführt oder von der Tourenskibindung entfernt werden kann.
Eine Lageranordnung mit derart zwischen Schließstellung und Öffnungsstellung bewegbaren
Lagerelementen ist an sich im Stand der Technik bekannt und hat sich im Tourenskisport
als Standard etabliert. Standardisierte Abmessungen weisen dementsprechend auch die
für solche Lageranordnungen passenden Skischuhe auf, so dass auch die Bewegungsbahn
des Skischuhs vordefiniert ist und das erfindungsgemäße Verriegelungsbetätigungselement
in vorbestimmter Art angeordnet und eingerichtet werden kann. Der Verriegelungsmechanismus
bewirkt dann eine Verriegelung der Bewegung der Lagerelemente zwischen Schließstellung
und Öffnungsstellung, so dass die Lagerelemente sicher in der Schließstellung gehalten
werden und sich nicht soweit auseinander bewegen können, dass der Skischuh zwischen
den Lagerelementen herausgleiten kann.
[0023] In einer Tourenskibindung mit seitlichen bewegbaren Lagerelementen ist es ferner
an sich bekannt, ein Bindungsbetätigungselement zur Betätigung der Tourenskibindung
bereitzustellen, wobei das Bindungsbetätigungselement und die Lagerelemente miteinander
bewegungsgekoppelt sind. In einer Ausführungsform der Erfindung kann der erfindungsgemäße
Verriegelungsmechanismus eine Bewegung des Bindungsbetätigungsabschnitts von der Schließstellung
in die Öffnungsstellung blockieren. Somit muss der Verriegelungsmechanismus nicht
unmittelbar auf die Lagerelemente einwirken sondern kann an kinematisch und in Hinblick
auf den Bauraum vorteilhafter Position am Bindungsbetätigungselement wirken.
[0024] Die vorstehend genannte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Tourenskibindung
mit seitlichen Lagerelementen und Bindungsbetätigungselement kann in einer bevorzugten
Weiterbildung ferner zwei Klemmwinkel umfassen, welche jeweils um eine zur Skimittelachse
parallele Achse verschwenkbar gehalten sind, wobei jeder der Klemmwinkel einen ersten
Schenkel aufweist, an dessen distalen Ende eines der Lagerelemente angeordnet ist,
und einen zweiten Schenkel aufweist, dessen distales Ende zu dem jeweils anderen Klemmwinkel
hin weist, wobei das Bindungsbetätigungselement ein um eine zu einer Skiebene im Wesentlichen
parallele Achse verschwenkbar gelagerter, zweiarmiger Bindungsbetätigungshebel ist,
dessen erster Arm auf die beiden distalen Enden der zweiten Schenkel der Klemmwinkel
wirkt und an dessen zweiten Arm ein Betätigungsabschnitt zur manuellen Betätigung
angeordnet ist. Das Bindungsbetätigungselement in Form eines Bindungsbetätigungshebels
erlaubt die Bewegung beider Klemmwinkel, d.h. beider Lagerelemente, zwischen Öffnungs-
und Schließstellung. Der Betätigungsabschnitt kann entweder per Hand oder mit der
Spitze eines Skistocks betätigt werden, insbesondere um die Tourenskibindung zu öffnen.
Ein Blockieren der Bewegung dieses Bindungsbetätigungshebels stellt eine konstruktiv
einfache und wirkungsvolle Möglichkeit zur Verriegelung der Tourenskibindung dar.
[0025] So ist eine Möglichkeit zur Verriegelung eines solchen Bindungsbetätigungshebels
die Bereitstellung eines Verriegelungskörpers des Verriegelungsmechanismus, welcher
schwenkbar an dem zweiten Arm des Bindungsbetätigungshebels angebracht ist, wobei
dann das Verriegelungsbetätigungselement so mit dem Verriegelungskörper gekoppelt
oder verbunden ist, dass eine Bewegung des Verriegelungsbetätigungselements beim Verschwenken
des Skischuhs in die zweite Schwenkstellung den Verriegelungskörper in eine Verriegelungsstellung
verschwenkt, in welcher der Verriegelungskörper zwischen dem zweiten Arm des Bindungsbetätigungshebels
und dem Ski angeordnet ist, so dass eine Schwenkbewegung des Bindungsbetätigungshebels
von der Schließstellung in die Öffnungsstellung blockiert ist. Auf diese Weise kann
die Schwenkbewegung des Skischuhs vor dem Erreichen der zweiten Schwenkstellung in
einfacher Weise in eine Schwenkbewegung des Verriegelungsbetätigungselements und schließlich
in eine Schwenkbewegung des Verriegelungskörpers in eine Verriegelungsstellung umgesetzt
werden. Wenn Verriegelungsbetätigungselement und Verriegelungskörper drehfest miteinander
verbunden oder sogar integral miteinander ausgebildet sind, so kann der Verriegelungsmechanismus
mit nur einer Schwenkachse, an welcher Verriegelungskörper und Verriegelungsbetätigungselement
schwenkbar sind, konstruktiv einfach realisiert werden.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung einer erfindungsgemäßen Tourenskibindung
mit dem genannten Verriegelungskörper wird ferner ein Nockenmechanismus vorgeschlagen,
welcher eine fortschreitende Schwenkbewegung des Verriegelungskörpers zur Verriegelungsstellung
hin umsetzt in eine fortschreitende Schwenkbewegung des Bindungsbetätigungshebels
in Schließrichtung zur fortschreitenden Erhöhung einer zwischen den Lagerelementen
wirkende Spannkraft, mit welcher der Skischuh an der Lageranordnung gehalten wird.
Somit wird die Tourenskibindung bei fortschreitender Schwenkbewegung des Skischuhs
zur zweiten Schwenkstellung hin fortschreitend gespannt, wobei aufgrund der Hebelwirkung
über den Skischuh eine hohe Kraft zum zuverlässigen Spannen und Verriegeln des Verriegelungsmechanismus
ausgeübt werden kann.
[0027] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten. Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels einer
Tourenskibindung und eines Abschnitts eines Skis sowie eines Abschnitts eines Skischuhs,
- Figur 2
- eine Querschnittsansicht entsprechend einer Linie II-II in Figur 1,
- Figur 3
- eine Längsschnittansicht entsprechend einer Linie M in Figur 1,
- Figur 4
- eine teil-geschnittene Seitenansicht der in Figur 1 gezeigten Tourenskibindung sowie
einen Abschnitt eines Skischuhs in einer ersten Verriegelungsstellung und
- Figur 5
- eine Seitenansicht der in Figur 1 gezeigten Tourenskibindung sowie einen Abschnitt
eines Skischuhs in einer zweiten Verriegelungsstellung.
[0028] Eine in Figuren 1 bis 5 dargestellten Tourenskibindung 10 des Ausführungsbeispiels
der Erfindung umfasst eine Basisplatte 12, welche mittels Schrauben 14 fest auf einem
Tourenski 16 zu montieren ist. Für den Aufstieg werden die Laufflächen der Tourenski
mit Steigfellen (nicht gezeigt) überzogen, welche ein Rückwärtsgleiten der Skier 16
verhindern.
[0029] An der Basisplatte 12 sind zwei Klemmwinkel 18a, 18b über jeweils eine parallel zu
einer Skimittelachse M verlaufende Schwenkachse 20a, 20b gehalten, sodass die Klemmwinkel
18a, 18b um die Schwenkachsen 20a, 20b verschwenkbar sind. Jeder Klemmwinkel 18a bzw.
18b umfasst einen ersten Schenkel 22a, 22b, welcher bezüglich einer durch den Ski
16 definierten Skiebene E (die zur Lauffläche 24 des Skis 16 parallele Ebene E, in
der die Oberfläche 25 des Skis 16 liegt) nach oben aufragt, d.h. sich ungefähr in
einer orthogonal zur Skiebene E verlaufenden Höhenrichtung erstreckt. Ferner umfasst
jeder Klemmwinkel 18a, 18b einen zweiten Schenkel 26a, 26b, der sich vom ersten Schenkel
22a, 22b aus zur Skimittelachse M des Skis 16 hin erstreckt und ungefähr parallel
zur Skiebene E orientiert ist.
[0030] Distale Enden 28a, 28b (von den Schwenkachsen 20a, 20b entfernte Enden) der zweiten
Schenkel 26a, 26b der Klemmwinkel 18a, 18b sind durch jeweils zwei an den zweiten
Schenkeln 26a, 26b befestigte Stifte (nicht dargestellt) in Richtung zur Skimittelachse
M hin verlängert. Die Stifte sind mit ihren zur Skimittelachse M hin weisenden Enden
verschiebbar in Löcher von Endkappen 32a, 32b eingeführt, wobei die beiden Stifte
des einen Klemmwinkel 18a in jeweils zwei Löcher einer gemeinsamen ersten Endkappe
32a eingeschoben sind und die beiden Stifte des anderen Klemmwinkels 18b in zwei Löcher
einer gemeinsamen zweiten Endkappe 32b eingeführt sind. Um jeden der vier Stifte sind
jeweils Spiralfedern 34 gewunden, wobei sich jede der Spiralfedern 34 jeweils einerseits
am distalen Ende 28a, 28b des Klemmwinkels 18a, 18b und andererseits an der Endkappe
32a, 32b abstützt, um die Endkappen 32a, 32b in einer von den Klemmwinkeln 18a, 18b
wegführenden Richtung, d.h. in Richtung einer Annäherung der beiden Endkappen 32a,
32b aneinander, vorzuspannen, sodass die Endkappen 32a, 32b aneinander anliegen und
gegeneinander gedrückt werden.
[0031] Distale Enden der ersten Schenkel 22a, 22b weisen jeweils einen Lagerzapfen 35a,
35b auf, welche von dem ersten Schenkel 22a, 22b aus jeweils nach innen, d.h. zur
Skimittelachse M hin, vorstehen und an ihren vorstehenden Enden konusförmig spitz
zulaufen. Die Spitzen der Lagerzapfen 35a, 35b weisen somit in etwa aufeinander zu.
[0032] An der Basisplatte 12 ist ferner ein zweiarmiger Betätigungshebel 37 um eine im Wesentlichen
orthogonal zur Skimittelachse M und im Wesentlichen parallel zur Skiebene E verlaufende
Betätigungshebel-Schwenkachse 36 schwenkbar gehalten. Ein erster Arm 38 des Betätigungshebels
37 erstreckt sich von der Betätigungshebel-Schwenkachse 36 aus zu den Endkappen 32a,
32b der Klemmwinkel 18a, 18b hin und ergreift die Endkappen 32a, 32b mit einem gabelartigen
Endabschnitt 40. Dazu weist der gabelartige Endabschnitt 40 einen ersten Plattenabschnitt
42 auf, der sich von dem ersten Arm 38 aus ein Stück weit über die Endkappen 32a,
32b hinweg erstreckt, und weist einen zweiten Plattenabschnitt 44 auf, welcher sich
von dem ersten Arm 38 aus ein Stück weit unterhalb beider Endkappen 32a, 32b erstreckt.
Die Endkappen 32a, 32b sind somit zwischen den Plattenabschnitten 42, 44 des Betätigungshebels
37 aufgenommen und eine Schwenkbewegung des Betätigungshebels 37 um die Betätigungshebel-Schwenkachse
36 ist bewegungsgekoppelt mit einer Schwenkbewegung der Klemmwinkel 18a, 18b um die
Schwenkachsen 20a, 20b.
[0033] Ein zweiter Arm 46 des Betätigungshebels 37 erstreckt sich von der Betätigungshebel-Schwenkachse
36 aus im Wesentlichen in entgegengesetzter Richtung zum ersten Arm 38 und ist an
seinem distalen Ende mit einem Verriegelungshebel 48 verbunden. Der Verriegelungshebel
48 ist am distalen Ende des zweiten Arms 46 an einer zur Skimittelachse M im Wesentlichen
orthogonalen und zur Skiebene E im Wesentlichen parallelen Verriegelungshebel-Schwenkachse
50 schwenkbar gelagert, und weist einen Verriegelungsbedienabschnitt 52 sowie einen
Blockierabschnitt 54 auf, welche im Ausführungsbeispiel einstückig miteinander ausgebildet
sind und sich von der Verriegelungshebel-Schwenkachse 50 aus in unterschiedlichen,
insbesondere im Wesentlichen entgegengesetzten, Richtungen erstrecken.
[0034] Der Verriegelungshebel 48 ist durch eine um die Verriegelungshebel-Schwenkachse 50
gewundene Spiralfeder, welche sich mit einem Ende am Verriegelungshebel 48 abstützt
und mit ihrem anderen Ende am Betätigungshebel 37 anliegt, in Richtung einer Verriegelungsstellung
des Verriegelungshebels 48 vorgespannt (in Figuren 3 bis 5 im Uhrzeigersinn).
[0035] An dem Verriegelungshebel 48 ist ferner ein bügelartiges Verriegelungsbetätigungselement
58 drehfest angebracht, so dass eine Schwenkbewegung des Verriegelungsbetätigungselements
58 den Verriegelungshebel 48 um die Verriegelungshebel-Schwenkachse 50 dreht. Das
Verriegelungsbetätigungselement 58 könnte alternativ einstückig mit dem Verriegelungshebel
48 verbunden sein.
[0036] Wie in Figuren 3 bis 5 zu erkennen ist, erstreckt sich das Verriegelungsbetätigungselement
58 von dem Verriegelungshebel 48 aus (z.B. in etwa von der Verriegelungshebel-Schwenkachse
50 aus) zu einer Position hin, welche im Schwenkweg eines Skischuhs 60, insbesondere
eines vorderen Kuppenabschnitts 62 eines Skischuhs 60, liegt, wenn der Skischuh 60
an seitlichen Lagerlöchern 64 von den Lagerzapfen 35a, 35b in Eingriff genommen wird
und um die Achse der Lagerzapfen 35a, 35b, d.h. um die Querachse Q, verschwenkt. Der
vordere Kuppenabschnitt 62 kann somit, wie später noch ausführlicher erläutert wird,
bei seiner Schwenkbewegung nach vorne das Verriegelungsbetätigungselement 58 kontaktieren
und verschwenken.
[0037] Die Funktionsweise der Tourenskibindung 10 des Ausführungsbeispiels der Erfindung
wird nachfolgend unter Bezugnahme vor allem auf Figuren 3 bis 5 näher erläutert. Ein
Benutzer kann mit einem Skischuh 60 in die Tourenskibindung 10 einsteigen, wenn sich
die Klemmwinkel 18a, 18b in der in Figur 3 gezeigten Öffnungsstellung befinden, in
welcher die Endkappen 32a, 32b mit dem gabelartigen Endabschnitt 40 des Betätigungshebels
37 in die obere Stellung bewegt sind und die Lagerzapfen 35a, 35b dementsprechend
nach außen weg geschwenkt sind. Die Lagerzapfen 35a, 35b sind dann soweit voneinander
entfernt, dass ein Sohlenabschnitt 63 des Skischuhs 60 zwischen diesen eingeschobenen
werden kann. Der Verriegelungshebel 48 ist in der Öffnungsstellung so angeordnet,
dass der Verriegelungsbedienabschnitt 52 im Wesentlichen parallel zur Skiebene E nach
vorne verläuft und der Blockerbabschnitt 54 durch die Kraft der Feder 56 gegen die
Basisplatte 12 gedrückt wird (Figur 3).
[0038] Zum Einsetzen eines Skischuhs und Schließen der Tourenskibindung 10 wird ein Skischuh
60 mit einer Lauffläche 66 seines Sohlenabschnitts 63 von oben auf dem ersten Plattenabschnitt
42 des gabelartigen Endabschnitts 40 des Betätigungshebels 37 abgesetzt. Anschließend
wird der gabelartige Endabschnitt 40 durch Ausübung einer zum Ski 16 hin gerichteten
Kraft durch den Skischuh 60 oder/und durch manuelle Schwenkbetätigung des Betätigungshebel
37 zum Ski 16 hin bewegt. Der gabelartige Endabschnitt 40 nimmt dabei die Endkappen
32a, 32b mit und verschwenkt die Klemmwinkel 18a, 18b um die Schwenkachsen 20a, 20b.
Dementsprechend nähern sich die Lagerzapfen 35a, 35b einander an und bewegen sich
in Richtung des Skischuhs 60. Diese Bewegung erfolgt gegen den Widerstand der Spiralfedern
34, da ein Kontaktbereichs 70 zwischen den Endkappen 32a, 32b in der Öffnungsstellung
oberhalb einer Verbindungslinie v zwischen den Schwenkachsen 20a, 20b liegt und somit
eine Annäherung des Kontaktbereichs 70 an die Verbindungslinie v eine Verkleinerung
der jeweiligen Abstände zwischen den Endkappen 32a, 32b und den Klemmwinkeln 18a,
18b und damit eine Komprimierung der Spiralfedern 34 bedeutet.
[0039] Wenn sich die Endkappen 32a, 32b in etwa auf Höhe der Verbindungslinie v befinden,
so erreicht die Bewegungseinrichtung einen Totpunkt, in welchem der Widerstand der
Spiralfedern 34 gegen die Annäherung der Endkappen 32a, 32b an die Verbindungslinie
v umspringt in eine durch die Kraft der Federn 34 hervorgerufene Beschleunigung der
Endkappen 32a, 32b in Richtung einer weiteren Annäherung an den Ski 16. Die Kraft
der Spiralfedern 34, die also die Endkappen 35a, 35b stets von der Verbindungslinie
v wegrückt, lässt somit die Bewegungseinrichtung am Totpunkt umspringen und drückt
die Klemmwinkel selbsttätig in Richtung einer Schließstellung, in welcher die Lagerzapfen
35a, 35b in Richtung gegenseitiger Annäherung vorgespannt sind.
[0040] Spätestens beim Durchlaufen des Totpunkt weist der erste Plattenabschnitt 42 eine
Höhe über dem Ski 16 auf, die den darauf abgestützten Skischuh 60 in einer korrekten
Höhe in Bezug auf die Lagerzapfen 35a, 35b positioniert, so dass sich die Lagerlöcher
68 des Skischuhs 64 in etwa auf gleicher Höhe befinden wie die Lagerzapfen 35a, 35b,
so dass bei der weiteren Bewegung der Bewegungseinrichtung in die Schließstellung
die Lagerzapfen 35a, 35b sicher in die Lagerlöcher 68 eingreifen können.
[0041] In der durch das Umspringen der Klemmwinkel 18a, 18b selbsttätig eingestellten Schließstellung
ist der zweite Arm 46 des_Betätigungshebels 37 so weit nach oben verschwenkt, dass
die Feder 56 den Verriegelungshebel 48 weiter im Uhrzeigersinn verschwenken konnte,
bis der Blockierabschnitt 54 fast in einer Position unterhalb der Verriegelungshebel-Schwenkachse
50 angeordnet ist. In diesem Zustand kann die Tourenskibindung bei entsprechender
Kraftausübung auf den Skischuh noch immer auslösen, indem die Klemmwinkel 18a, 18b
gegen die Kraft der Spiralfedern 34 nach außen verschwenkt werden und indem auch der
Betätigungshebel 37 den Verriegelungshebel 48 gegen die Kraft der Feder 56 wieder
in Richtung Öffnungsstellung (entgegen dem Uhrzeigersinn in Figur 4) verschwenkt.
[0042] Zur erfindungsgemäßen sicheren Verriegelung der Tourenskibindung 10 wird der Skischuh
60 nach vorne verschwenkt (Pfeil A), bis er nahezu orthogonal, zum Beispiel in einem
Winkel W von ungefähr 80°, zur Skiebene E angeordnet ist. Während dieser Schwenkbewegung
trifft der vordere Schuhkuppenabschnitt 62 auf das Verriegelungsbetätigungselement
58 und drückt dieses nach unten (Pfeil B). Der mit dem Verriegelungsbetätigungselement
58 verbundene Verriegelungshebel 48 wird dabei weiter in Richtung der Spannkraft der
Feder 56 so verdreht, dass sich der Blockierabschnitt 54 weiter in eine Verriegelungsstellung
zwischen die Verriegelungshebel-Schwenkachse 50 und den Ski 16 schiebt und dabei auf
einen Nocken 72 auffährt (Pfeil C).
[0043] Die Formen des Nockens 72 und des Blockierabschnitts 54 sind so aufeinander abgestimmt,
dass bei fortschreitender Verschwenkung des Verriegelungshebels 48 in Folge fortschreitender
Abwärts-Verschwenkung des Verriegelungsbetätigungselements 58 der zweite Arm 46 des
Betätigungshebels 37 fortschreitend angehoben wird. Dementsprechend werden der erste
Arm 38 des Betätigungshebels 37 und mit diesem die Endkappen 32a, 32b der Klemmwinkel
18a, 18b fortschreitend weiter nach unten gespannt und die Lagerzapfen 35a, 35b werden
in fortschreitend festeren Eingriff in die Lagerlöcher 68 gedrückt. Auf diese Weise
wird die zum Lösen des Skischuhs 60 aus der Tourenskibindung notwendige Auslösekraft
während des Verschwenkens des Verriegelungsbetätigungselements 58 sehr schnell auf
Werte gesteigert, die einer quasi vollständigen Verriegelung der Tourenskibindung
entsprechen, so dass der Skischuh 60 praktisch nicht beschädigungsfrei aus der Tourenskibindung
10 gelöst werden kann. Der verriegelte Zustand entspricht im Ausführungsbeispiel einem
Auslösedrehmoment um die Skinormale von mehr als ungefähr Z12, insbesondere mehr als
ungefähr Z16.
[0044] Wenn der Skischuh 60 die maximale vordere Schwenkstellung (zweite Schwenkstellung)
erreicht, in welcher er im Wesentlichen orthogonal zur Skiebene E verläuft, so dass
ein Fersenabschnitt des Skischuhs 60 orthogonal vom Ski nach oben weist, so ist der
Blockierabschnitt 54 vollständig auf den Nocken 72 aufgefahren und der Betätigungshebel
37 hat die Klemmhebel 18a, 18b mit maximaler Spannkraft in der Schließstellung verriegelt.
Ein unbeabsichtigtes Öffnen oder Auslösen der Tourenskibindung ist nun nicht mehr
möglich, da zur Verschwenkung der Klemmwinkel18a, 18b in Öffnungsrichtung der Betätigungshebel
37 verschwenkt werden müsste, diese Schwenkbewegung jedoch durch den Blockierabschnitt
54 blockiert ist, der in dem Schwenkweg zwischen dem zweiten Arm 46 des Betätigungshebels
37 und der Basisplatte 12 positioniert ist.
[0045] Zum Öffnen der Tourenskibindung 10 wird zunächst der Verriegelungshebel 48 von der
Verriegelungsstellung zurück verschwenkt, so dass der Blockierabschnitt 54 von dem
Nocken 72 gelöst ist. Anschließend wird der Verriegelungshebel 48 am Verriegelungsbedienabschnitt
52 ergriffen und zum Ski 16 hinbewegt, so dass der Betätigungshebel 37 verschwenkt
und der gabelartige Endabschnitt 40 sich nach oben bewegt. Dabei setzt die Bewegungseinrichtung
dieser Öffnungsbewegung solange den Widerstand der Spiralfedern 34 entgegen, bis die
Endkappen 32a, 32b wiederum den Totpunkt in Höhe der Verbindungslinie v zwischen den
Schwenkachsen 20a, 20b durchlaufen. Danach drücken die Federn 34 die Endkappen 32a,
32b selbsttätig weiter nach oben in Richtung der Öffnungsstellung und halten die Klemmwinkel
18a, 18b schließlich in der Öffnungsstellung. Die Lagerzapfen 35a, 35b lösen sich
dabei aus dem Eingriff mit den Lagerlöchern 68 und der Skischuh 60 kann schließlich
aus der Tourenskibindung herausgezogen werden.
1. Tourenskibindung (10), umfassend eine Lageranordnung (18a, 18b, 35a, 35b), welche
dafür eingerichtet ist, einen Skischuh (60) um eine quer zu einer Skilängsachse (M)
verlaufende Skiquerachse (Q) verschwenkbar zu halten, so dass der Skischuh (60) bewegbar
ist zwischen einer ersten Schwenkstellung, in der ein Fersenabschnitt des Skischuhs
an den Ski (16) angenähert ist, und einer zweiten Schwenkstellung, in der der Fersenabschnitt
des Skischuhs (60) von dem Ski (16) entfernt ist,
wobei die Tourenskibindung einen Verriegelungsmechanismus (48, 58) aufweist, mit welchem
die Lageranordnung (18a, 18b, 35a, 35b) so verriegelbar ist, dass ein Verschwenken
des Skischuhs (60) möglich ist, ein Lösen des Skischuhs (60) von der Lageranordnung
(18a, 18b, 35a, 35b) jedoch auch bei Ausübung einer Sturzauslösekraft verhindert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus (48, 58) ein Verriegelungsbetätigungselement (58) aufweist,
welches dafür eingerichtet ist, von dem Skischuh (60) bei einer Schwenkbewegung des
Skischuhs (60) in die zweite Schwenkstellung betätigt zu werden, so dass der Verriegelungsmechanismus
(48, 58) die Lageranordnung (18a, 18b, 35a, 35b) verriegelt.
2. Tourenskibindung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsbetätigungselement (58) in einem Schwenkweg des Skischuhs (60) zwischen
der ersten Schwenkstellung und der zweiten Schwenkstellung angeordnet ist, so dass
der Skischuh (60) unter betätigender Verdrängung des Verriegelungsbetätigungselements
(58) die zweite Schwenkstellung erreicht.
3. Tourenskibindung (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Schwenkbewegung des Skischuhs (60) in die zweite Schwenkstellung eine fortschreitende
Bewegung des Verriegelungsbetätigungselements (58) in eine fortschreitende Erhöhung
einer Spannkraft umgesetzt wird, mit welcher der Skischuh (60) an der Lageranordnung
(18a, 18b, 35a, 35b) gehalten wird.
4. Tourenskibindung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Skischuh (60) in der zweiten Schwenkstellung um einen Winkel (W) von ungefähr
70 Grad bis ungefähr 110 Grad, vorzugsweise von ungefähr 90 Grad, gegenüber einer
Skiebene (E) nach vorn geschwenkt ist.
5. Tourenskibindung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsbetätigungselement (58) derart angeordnet ist, dass es bei der Schwenkbewegung
des Skischuhs (60) zur zweiten Schwenkstellung hin von einem vorderen Schuhkuppenabschnitt
(62) des Skischuhs (60) kontaktiert und betätigt wird.
6. Tourenskibindung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus (48, 58) ferner ein Verriegelungsbedienelement (52)
aufweist, welches manuell durch einen Benutzer bedienbar ist, so dass der Verriegelungsmechanismus
(48, 58) die Lageranordnung (18a, 18b, 35a, 35b) verriegelt, wobei das Verriegelungsbedienelement
(52) und das Verriegelungsbetätigungselement (58) miteinander verbunden oder bewegungsgekoppelt
sind.
7. Tourenskibindung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lageranordnung (18a, 18b, 35a, 35b) einen Auslösemechanismus (18a, 18b, 34) aufweist,
welcher bei Einwirkung einer eine vorbestimmte Auslösekraft überschreitenden Kraft
auslöst, um den Skischuh (60) von der Lageranordnung (18a, 18b, 35a, 35b) freizugeben,
wobei der Verriegelungsmechanismus (48, 58) den Auslösemechanismus (18a, 18b, 34)
blockiert.
8. Tourenskibindung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lageranordnung zwei seitliche Lagerelemente (35a, 35b) umfasst, welche auf der
Skiquerachse (Q) angeordnet sind und welche dafür eingerichtet sind, seitliche Gegenlagerelemente
(68) des Skischuhs (60) in Eingriff zu nehmen, um den Skischuh (60) um die Skiquerachse
(Q) verschwenkbar zu halten,
wobei die Lagerelemente (35a, 35b) bewegbar sind zwischen einer Schließstellung, in
weicher die Lagerelemente (35a, 35b) voneinander einen Abstand aufweisen, der für
einen Eingriff mit den Gegenlagerelementen (68) ausgelegt ist, und einer Öffnungsstellung,
in welcher die Lagerelemente (35a, 35b) einen Abstand aufweisen, der größer ist als
in der Schließstellung, so dass der Skischuh (60) zwischen den Lagerelementen (35a,
35b) eingeführt oder von der Tourenskibindung (10) entfernt werden kann.
9. Tourenskibindung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Tourenskibindung (10) ferner eine Bindungsbetätigungselement (37) zur Betätigung
der Tourenskibindung (10) aufweist, wobei das Bindungsbetätigungselement (37) und
die Lagerelemente (35a, 35b) miteinander bewegungsgekoppelt sind, und
dass der Verriegelungsmechanismus (48, 58) eine Bewegung des Bindungsbetätigungsabschnitts
(37) von der Schließstellung in die Öffnungsstellung blockiert.
10. Tourenskibindung (10) nach Anspruch 8 und Anspruch 9, ferner gekennzeichnet durch zwei Klemmwinkel (18a, 18b), welche jeweils um eine zur Skimittelachse (M) parallele
Achse (20a, 20b) verschwenkbar gehalten sind,
wobei jeder der Klemmwinkel (18a, 18b) einen ersten Schenkel (22a, 22b) aufweist,
an dessen distalen Ende eines der Lagerelemente (35a, 35b) angeordnet ist, und einen
zweiten Schenkel (26a, 26b) aufweist, dessen distales Ende zu dem jeweils anderen
Klemmwinkel (18a, 18b) hin weist,
wobei das Bindungsbetätigungselement (37) ein um eine zu einer Skiebene (E) im Wesentlichen
parallele Achse (36) verschwenkbar gelagerter, zweiarmiger Bindungsbetätigungshebel
ist, dessen erster Arm (38) auf die beiden distalen Enden der zweiten Schenkel (26a,
26b) der Klemmwinkel (18a, 18b) wirkt und an dessen zweiten Arm (46) ein Betätigungsabschnitt
(48) zur manuellen Betätigung angeordnet ist.
11. Tourenskibindung (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der Verriegelungsmechanismus (48, 58) einen Verriegelungskörper (54) aufweist, welcher
schwenkbar an dem zweiten Arm (46) des Bindungsbetätigungshebels (37) angebracht ist,
dass das Verriegelungsbetätigungselement (58) so mit dem Verriegelungskörper (54) gekoppelt
oder verbunden ist, das eine Bewegung des Verriegelungsbetätigungselements (58) beim
Verschwenken des Skischuhs (60) in die zweite Schwenkstellung den Verriegelungskörper
(54) in eine Verriegelungsstellung verschwenkt, in welcher der Verriegelungskörper
(54) zwischen dem zweiten Arm (46) des Bindungsbetätigungshebels (37) und dem Ski
(16) angeordnet ist, so dass eine Schwenkbewegung des Bindungsbetätigungshebels (37)
von der Schließstellung in die Öffnungsstellung blockiert ist.
12. Tourenskibindung (10) nach Anspruch 11, ferner gekennzeichnet durch einen Nockenmechanismus (72, 54), welcher eine fortschreitende Schwenkbewegung des
Verriegelungskörpers (54) zur Verriegelungsstellung hin umsetzt in eine fortschreitende
Schwenkbewegung des Bindungsbetätigungshebels (37) zur fortschreitenden Erhöhung einer
zwischen den Lagerelementen (35a, 35b) wirkenden Spannkraft, mit welcher der Skischuh
(60) an der Lageranordnung (18a, 18b, 35a, 35b) gehalten wird.
1. Touring ski binding (10) comprising a bearing arrangement (18a, 18b, 35a, 35b) which
is equipped to hold a ski boot (60) so as to be pivotable about a ski transverse axis
(Q) which is transverse to a ski longitudinal axis (M), so that the ski boot (60)
can be moved between a first pivot position, in which a heel portion of the ski boot
is close to the ski (16), and a second pivot position, in which the heel portion of
the ski boot (60) is remote from the ski (16), the touring ski binding comprising
a locking mechanism (48, 58) with which the bearing arrangement (18a, 18b, 35a, 35b)
can be locked in such a way that the ski boot (60) is able to pivot, although the
ski boot (60) is prevented from being released from the bearing arrangement (18a,
18b, 35a, 35b) even when a fall release force is exerted, characterised in that the locking mechanism (48, 58) comprises a locking actuation element (58), which
is equipped to be actuated by the ski boot (60) upon a pivoting movement of the ski
boot into the second position, so that the locking mechanism (48, 58) locks the bearing
arrangement (18a, 18b, 35a, 35b).
2. Touring ski binding (10) according to claim 1, characterised in that the locking actuation element (58) is arranged in a pivot path of the ski boot (60)
between the first pivot position and the second pivot position, so that the ski boot
(60) arrives at the second pivot position as the locking actuation element (58) is
being displaced by actuation.
3. Touring ski binding (10) according to either claim 1 or claim 2, characterised in that when the ski boot (60) pivots into the second pivot position, a progressive movement
of the locking actuation element (58) is converted into a progressive increase in
a tensile force, with which the ski boot (60) is held on the bearing arrangement (18a,
18b, 35a, 35b).
4. Touring ski binding (10) according to any of the preceding claims, characterised in that in the second pivot position, the ski boot (60) is pivoted forwards about an angle
(W) of from approximately 70° to approximately 110°, preferably from approximately
90°, relative to a ski plane (E).
5. Touring ski binding (10) according to any of the preceding claims, characterised in that the locking actuation element (58) is arranged so as to be contacted and actuated
by a front boot-tip portion (62) of the ski boot (60) upon the pivoting movement of
the ski boot (60) towards the second pivot position.
6. Touring ski binding (10) according to any of the preceding claims, characterised in that the locking mechanism (48, 58) further comprises a locking operation element (52)
which can be manually operated by a user so the locking mechanism (48, 58) locks the
bearing arrangement (18a, 18b, 35a, 35b), the locking operation element (52) and the
locking actuation element (58) being either interconnected or coupled so as to move
together.
7. Touring ski binding (10) according to any of the preceding claims, characterised in that the bearing arrangement (18a, 18b, 35a, 35b) comprises a release mechanism (18a,
18b, 34) which, upon action of a force which exceeds a predetermined release force,
is triggered in order to release the ski boot (60) from the bearing arrangement (18a,
18b, 35a, 35b), the locking mechanism (48, 58) blocking the release mechanism (18a,
18b, 34).
8. Touring ski binding (10) according to any of the preceding claims, characterised in that the bearing arrangement comprises two lateral bearing elements (35a, 35b) which are
arranged on the ski transverse axis (Q) and equipped to engage with lateral counter
bearing elements (68) of the ski boot (60) in order to hold the ski boot (60) so as
to be pivotable about the ski transverse axis (Q), the bearing elements (35a, 35b)
being movable between a closed position, in which the bearing elements (35a, 35b)
are at a spacing which is designed for engagement with the counter bearing elements
(68), and an open position, in which the bearing elements (35a, 35b) are at a spacing
which is greater than in the closed position, so that the ski boot (60) can be introduced
between the bearing elements (35a, 35b) or removed from the touring ski binding (10).
9. Touring ski binding (10) according to claim 8, characterised in that the touring ski binding (10) further comprises a binding actuation element (37) for
actuating the touring ski binding (10), the binding actuation element (37) and the
bearing elements (35a, 35b) being coupled so as to move together, and in that the locking mechanism (48, 58) blocks movement of the binding actuation portion (37)
from the closed position into the open position.
10. Touring ski binding (10) according to claim 8 and claim 9, further characterised by two clamping angles (18a, 18b), each of which is held so as to be pivotable about
an axis (20a, 20b) parallel to the ski central axis (M), each clamping angle (18a,
18b) comprising a first branch (22a, 22b), on the distal end of which one of the bearing
elements (35a, 35b) is arranged, and a second branch (26a, 26b), the distal end of
which point towards the respective other clamping angle (18a, 18b), the binding actuation
element (37) being a two-armed binding actuation lever which is mounted pivotally
about an axis (36) which is substantially parallel to a ski plane (E), the first arm
(38) of which lever acts upon the two distal ends of the second branch (26a, 26b)
of the clamping angle (18a, 18b), and on the second arm (48) of which lever, an actuation
portion (48) for manual actuation is arranged.
11. Touring ski binding (10) according to claim 10, characterised in that the locking mechanism (48, 58) comprises a locking member (54) which is installed
pivotally on the second arm (46) of the binding actuation lever (37), and in that the locking actuation element (58) is coupled with or connected to the locking member
(54) in such a way that a movement of the locking actuation element (58), when pivoting
the ski boot (60) into the second pivot position, pivots the locking member (54) into
a locking position, in which the locking member (54) is arranged between the second
arm (46) of the binding actuation lever (37) and the ski (16) so that a pivoting movement
of the binding actuation lever (37) from the closed position into the open position
is blocked.
12. Touring ski binding (10) according to claim 11, further characterised by a cam mechanism (72, 54), which converts a progressive pivoting movement of the locking
member (54) towards a locking position into a progressive pivoting movement of the
binding actuation lever (37) in order to progressively increase a tensile force acting
between the bearing elements (35a, 35b), with which tensile force the ski boot (60)
is held on the bearing arrangement (18a, 18b, 35a, 35b).
1. Fixation de ski de fond (10), comprenant un agencement de paliers (18a, 18b, 35a,
35b), qui est conçu pour maintenir une chaussure de ski (60) de façon pivotante autour
d'un axe transversal (Q) du ski s'étendant transversalement à un axe longitudinal
(M) du ski, de telle manière que la chaussure de ski (60) soit mobile entre une première
position de pivotement, dans laquelle une partie de talon de la chaussure de ski (60)
est proche du ski (16), et une deuxième position de pivotement, dans laquelle la partie
de talon de la chaussure de ski (60) est écartée du ski (16),
dans laquelle la fixation de ski de fond présente un mécanisme de verrouillage (48,
58), avec lequel l'agencement de paliers (18a, 18b, 35a, 35b) peut être verrouillé
de telle manière qu'un pivotement de la chaussure de ski (60) soit possible, mais
qu'une libération de la chaussure de ski (60) hors de l'agencement de paliers (18a,
18b, 35a, 35b) soit cependant empêchée même en cas d'application d'une force de libération
due à une chute,
caractérisée en ce que le mécanisme de verrouillage (48, 58) présente un élément d'actionnement de verrouillage
(58), qui est conçu pour être actionné par la chaussure de ski (60) lors d'un mouvement
de pivotement de la chaussure de ski (60) dans la deuxième position de pivotement,
de telle manière que le mécanisme de verrouillage (48, 58) verrouille l'agencement
de paliers (18a, 18b, 35a, 35b).
2. Fixation de ski de fond (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément d'actionnement de verrouillage (58) est disposé, dans une course de pivotement
de la chaussure de ski (60), entre la première position de pivotement et la deuxième
position de pivotement, de telle manière que la chaussure de ski (60) atteigne la
deuxième position de pivotement sous la poussée d'actionnement de l'élément d'actionnement
de verrouillage (58).
3. Fixation de ski de fond (10) selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que, lors du mouvement de pivotement de la chaussure de ski (60) dans la deuxième position
de pivotement, un mouvement progressif de l'élément d'actionnement de verrouillage
(58) est converti en une augmentation progressive d'une force de serrage, avec laquelle
la chaussure de ski (60) est maintenue sur l'agencement de paliers (18a, 18b, 35a,
35b).
4. Fixation de ski de fond (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la chaussure de ski (60) a pivoté vers l'avant, dans la deuxième position de pivotement,
d'un angle (W) d'environ 70 degrés à environ 110 degrés, de préférence d'environ 90
degrés, par rapport à un plan de ski (E).
5. Fixation de ski de fond (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément d'actionnement de verrouillage (58) est disposé de telle manière que, lors
du mouvement de pivotement de la chaussure de ski (60) vers la deuxième position de
pivotement, il soit contacté et actionné par une partie de chaussure arrondie avant
(62) de la chaussure de ski (60).
6. Fixation de ski de fond (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le mécanisme de verrouillage (48, 58) présente en outre un élément de commande de
verrouillage (52), qui peut être commandé manuellement par un utilisateur, de telle
manière que le mécanisme de verrouillage (48, 58) verrouille l'agencement de paliers
(18a, 18b, 35a, 35b), dans laquelle l'élément de commande de verrouillage (52) et
l'élément d'actionnement de verrouillage (58) sont reliés ou couplés en mouvement
l'un à l'autre.
7. Fixation de ski de fond (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'agencement de paliers (18a, 18b, 35a, 35b) présente un mécanisme de libération
(18a, 18b, 34) qui se déclenche lors de l'action d'une force dépassant une force de
libération prédéterminée, afin de libérer la chaussure de ski (60) de l'agencement
de paliers (18a, 18b, 35a, 35b), dans laquelle le mécanisme de verrouillage (48, 58)
bloque le mécanisme de libération (18a, 18b, 34).
8. Fixation de ski de fond (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'agencement de paliers comprend deux éléments de palier latéraux (35a, 35b), qui
sont disposés sur l'axe transversal (Q) du ski et qui sont conçus pour venir en prise
avec des éléments de palier opposés (68) de la chaussure de ski (60), afin de maintenir
la chaussure de ski (60) de façon pivotante autour de l'axe transversal (Q) du ski,
dans laquelle les éléments de palier (35a, 35b) sont mobiles entre une position de
fermeture, dans laquelle les éléments de palier (35a, 35b) présentent entre eux une
distance qui est conçue en vue d'une prise avec les éléments de palier opposés (68),
et une position d'ouverture, dans laquelle les éléments de palier (35a, 35b) présentent
une distance qui est plus grande que dans la position de fermeture, de telle manière
que la chaussure de ski (60) puisse être insérée entre les éléments de palier (35a,
35b) ou retirée hors de la fixation de ski de fond (10).
9. Fixation de ski de fond (10) selon la revendication 8, caractérisée en ce que
la fixation de ski de fond (10) présente en outre un élément d'actionnement de la
fixation (37) pour actionner la fixation de ski de fond (10), dans laquelle l'élément
d'actionnement de la fixation (37) et les éléments de palier (35a, 35b) sont couplés
en mouvement entre eux, et
le mécanisme de verrouillage (48, 58) bloque un mouvement de la partie d'actionnement
de la fixation (37) de la position de fermeture à la position d'ouverture.
10. Fixation de ski de fond (10) selon la revendication 8 et la revendication 9, caractérisée en outre par deux cornières de serrage (18a, 18b), qui sont maintenues de façon pivotante respectivement
autour d'un axe (20a, 20b) parallèle à l'axe médian (M) du ski,
dans laquelle chacune des cornières de serrage (18a, 18b) présente une première aile
(22a, 22b), dont l'extrémité distale est munie d'un des éléments de palier (35a, 35b),
et présente une deuxième aile (26a, 26b), dont l'extrémité distale est respectivement
dirigée vers l'autre cornière de serrage (18a, 18b),
dans laquelle l'élément d'actionnement de la fixation (37) est un levier d'actionnement
de la fixation à deux bras, monté de façon pivotante autour d'un axe (36) essentiellement
parallèle à un plan de ski (E), dont le premier bras (38) agit sur les deux extrémités
distales de la deuxième aile (26a, 26b) des cornières de serrage (18a, 18b) et dont
le deuxième bras (46) est muni d'une partie d'actionnement (48) en vue d'un actionnement
manuel.
11. Fixation de ski de fond (10) selon la revendication 10, caractérisée en ce que
le mécanisme de verrouillage (48, 58) présente un corps de verrouillage (54), qui
est monté de façon pivotante sur le deuxième bras (46) du levier d'actionnement de
la fixation (37), et
le mécanisme d'actionnement de verrouillage (58) est couplé ou relié au corps de verrouillage
(54) d'une manière telle que, lors du pivotement de la chaussure de ski (60) dans
la deuxième position de pivotement, un mouvement de pivotement de l'élément d'actionnement
de verrouillage (58) fasse pivoter le corps de verrouillage (54) dans une position
de verrouillage, dans laquelle le corps de verrouillage (54) est disposé entre le
deuxième bras (46) du levier d'actionnement de la fixation (37) et le ski (16), de
telle manière qu'un mouvement de pivotement du levier d'actionnement de la fixation
(37) de la position de fermeture à la position d'ouverture soit bloqué.
12. Fixation de ski de fond (10) selon la revendication 11, caractérisée en outre par un mécanisme de cames (72, 54), qui convertit un mouvement de pivotement progressif
du corps de verrouillage (54) vers la position de verrouillage en un mouvement de
pivotement progressif du levier d'actionnement de la fixation (37) en vue de l'augmentation
progressive d'une force de serrage agissant entre les éléments de palier (35a, 35b),
avec laquelle la chaussure de ski (60) est maintenue sur l'agencement de paliers (18a,
18b, 35a, 35b).


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