[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbundschleifsystem mit einem schleifaktiven Ringelement
und einer an ein rotierbares Antriebselement spannbaren Ringfixiervorrichtung zum
Halten des schleifaktiven Ringelements.
[0002] Die Erfindung betrifft insbesonders anorganisch, organisch oder metallisch gebundene
Trennschleifscheiben mit einer Schleifscheibenstärke T zwischen 5 und 25 mm, vorzugsweise
zwischen 7 und 18 mm, und einem Schleifscheibenaußendurchmesser D zwischen 300 und
3000 mm, vorzugsweise zwischen 800 und 2000 mm, die in Verbundbauweise aufgebaut sind
und im Prinzip aus einem eigenständigen, schleifaktiven Ringteil und einem Ringfixierelement
bestehen.
[0003] Trennschleifscheiben dieser Art werden vorwiegend auf stationären Anlagen zur Metallbearbeitung
(Trennen, Ablängen, Kappen von Guss, Stahl, Sonderlegierungen, Titan, Hartmetallen,
etc.) eingesetzt und sind bei diesen Arbeitprozessen höchsten mechanischen und dynamischen
Belastungen ausgesetzt. Diese Tatsache erfordert Trennschleifscheiben höchster Qualität
und Belastbarkeit zur Erzielung größtmöglicher Arbeitssicherheit beim Arbeitseinsatz.
[0004] Diesen extremen Anforderungen werden die homogenen Trennschleifscheiben nach dem
Stand der Technik nur bedingt gerecht, wobei die Defizite auf mehreren Ebenen zu finden
sind. Einer der Nachteile ist beispielsweise in der Tatsache begründet, dass Standardtrennschleifscheiben
einen sehr geringen Nutzungsgrad aufweisen, das heißt, der Abfall an brauchbarer Schleifmasse
erreicht bei manchen Schleif-/Trennprozessen Werte von über 50 %. Diese Restmengen
an Abfall bedeuten einerseits eine gravierende Verschwendung an Roh- und Hilfsstoffen,
andererseits werden Energie und Werkstoffe sinnlos verschwendet bzw. die Umwelt dadurch
belastet, da die Restmengen an Trennschleifscheiben gemäß geltender Umweltgesetze
mit hohem Kostenaufwand entsorgt werden müssen. Als weiterer Nachteil ist der hohe
Kostenaufwand für die Herstellung der Standardscheiben zu sehen, der die Schleifkosten
an sich teuer macht und teilweise sogar zu einem Technologiewechsel in der Stahlindustrie
geführt hat, in dem eine Umstellung auf Säge-, Erodier- und Fräsprozesse erfolgte.
Zur Schonung der Rohstoff- und Hilfsstoffressourcen, zur Einsparung an Energie und
zur Erzielung effizienter Fertigungsverfahren für Trennschleifscheiben wurden schon
seit längerer Zeit Anstrengungen unternommen, bessere Trennschleifsysteme bzw. Trennschleifscheiben
zu entwickeln.
[0005] So wurde beispielsweise in der Patentschrift
AT 338130B eine Trennscheibe beschrieben, die zweiteilig (Grundkörper / Schleifring) aufgebaut
ist, wobei der Schleifring bevorzugt segmentiert ausgeführt wird und die Schneidelemente
durch zwei gegeneinander verspannte Flansche gehalten und geführt werden. Dieses Konzept
konnte sich nicht durchsetzen, weil die Befestigung der Schneidelemente nur über Spannplatten
und Haltebolzen erfolgt. Die dabei eingesetzten Schrauben und Nieten werden sehr schnell
und leicht abgeschert, da bei der kleinsten Auslenkung der Schneidelemente so hohe
Kräfte auftreten, dass es zur Ablösung der Segmente kommt und bereits beim ersten
Segmentdefekt das gesamte System versagt. Aus diesem Grund hat das dargestellte System
nie Serienreife erhalten.
[0006] Auch der Versuch einer Systemlösung nach
EP1332834A1 ist ebenfalls nicht zielführend, da die gemäß dieser Druckschrift eingepressten seitlichen
Stahlbleche, die in einer homogenen Trennscheibe, deren schleifaktive Masse bis zur
Bohrung reicht und zudem nicht zweigeteilt ist, zwar die Stabilität der Trennscheibe
erhöht, nicht aber die Probleme der Nutzungsgradverbesserung sowie der Kostenersparnis
(Material-, Energie-, Frachtkosten, Kosten für Verstärkungsbleche) löst. Letztlich
ist zu beachten, dass das Umweltproblem dieses Trennscheibentyps (Sondermüllentsorgung)
akut bleibt.
[0007] Das Trennschleifscheibensystem gemäß dem in der
EP0769352A1 gezeigten Prinzip, wonach eine schleifaktive Randzone kraftschlüssig auf einen metallischen
Grundkörper direkt verpresst wird, ergibt auch noch keine ideale System- bzw. Problemlösung,
da in diesem Fall erhebliche mechanische Probleme an der Schnittstelle zwischen Grundkörper
und schleifaktivem Belagsbereich auftreten, zu deren Vermeidung eine aufwändige und
schwierige Herstellungstechnologie eingesetzt werden muss. Letztlich bedarf es beim
Einsatz dieses Trennscheibentyps wegen des hohen Trennscheibengewichtes (schwerer
Stahlgrundkörper) erheblicher logistischer Anforderungen, da die schweren, sehr teuren
Grundkörper zur Neubelegung an den Hersteller retourniert werden müssen. Diese Aussage
gilt auch für alle anderen Lösungsvorschläge, bei denen der schleifaktive Belagsteil
der Trennscheibe direkt auf einer metallischen Grundplatte aufgebracht wird. Die Reduktion
der Schleifmasse wird bei diesen Systemen generell durch Zusatzkosten für den Herstellungsprozess
und die Vorbereitungskosten für die Wiederbelegung kompensiert.
[0008] Abschließend sei noch auf die
AT 502 285 hingewiesen. Das in dieser Druckschrift beschriebene System besteht aus einem schleifaktiven
Ringkörper, in welchen Mitnehmervertiefungen eingearbeitet sind. Dieser Schleifring
wird zwischen zwei Spanntafeln eingespannt, wobei die Außenseiten der Spanntafeln
so ausgebildet sind, dass sie formschlüssig in die Mitnehmervertiefungen des Ringkörpers
passen. Die notwendigen Kräfte für den Zerspannungsprozess werden über den Maschinenflansch
und die Spanntafeln auf den schleifaktiven Ringkörper übertragen.
[0009] Die Hauptprobleme dieses Trennscheibensystems sind seine hohen Fertigungskosten und
vor allem seine relativ geringe dynamische Stabilität. Als besondere Problemzone hat
sich jener Bereich des schleifaktiven Ringes herausgestellt, in welchem die Mitnehmerelemente
eingearbeitet sind. Durch diese Elemente wird der Ringkörper partiell massiv geschwächt,
so dass bei kleinsten Auslenkungen des Ringkörpers oder bei seitlicher Belastung des
Trennsystems dieser Systemteil einreißt (Rissbildung) und dadurch zerstört wird (Bruch).
Dieses Problem wird umso heikler, je dünner der schleifaktive Ring ausgeführt wird
und je höher die Arbeitsparameter beim Trennen eingestellt werden (Arbeitsgeschwindigkeit
/ Zustellung). Ein nachhaltiger Einsatz einer Trennscheibe gemäß
AT 502 285 konnte bisher nicht erreicht werden.
[0010] Aufgabe der gegenständlichen Erfindung ist es daher, ein Schleifscheibenverbundsystem
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die vorgenannten Probleme bzw. Nachteile
nicht auftreten und bei dem sichergestellt wird, dass der Anwender Trennschleifscheiben
mit hohem Nutzungsgrad erhält, und welches zudem einen raschen Wechsel des schleifaktiven
Ringteiles zulässt, und zwar bei höchster Arbeitssicherheit der Trennscheibe und geringem
logistischem Aufwand sowie vernachlässigbaren Entsorgungskosten bzw. erheblich geringeren
Gesamtkosten als mit bisher bekannten Systemen.
[0011] Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, dass das schleifaktive Ringelement mit
einem Trägerelement verbunden ist, das mit der Ringfixiervorrichtung in lösbaren Eingriff
bringbar ist, und dass eine Zentriervorrichtung zur Zentrierung des schleifaktiven
Ringelements gegenüber der Ringfixiervorrichtung vorgesehen ist, wobei das Trägerelement
an seinen Seitenflächen durch die Zentriervorrichtung zumindest bereichsweise in die
Ringfixiervorrichtung einspannbar ist.
[0012] Das erfindungsgemäß ausgebildete Trägerelement trägt wesentlich zur verbesserten
Anbindung zwischen schleifaktivem Ringelement und Antriebselement bei. Alle bisherigen
Lösungsansätze für eine funktionierende, sichere und wirtschaftlich machbare Trennschleifscheibe,
basierend auf einem Grundkörper und einem auswechselbaren schleifaktiven Schleifringelement
sind daran gescheitert, dass das schleifaktive Ringelement nicht problemlos und vor
allem nicht sicher mit dem Trägerelement (Spannplatte, Trägerplatte) verbunden werden
konnte. Als Problemzone gilt der Bereich der Mitnehmerelemente im Schleifringteil
sowie der Bereich der Spannflächen für die Trägerplatten. In diesen Zonen treten sowohl
spannungsbedingte Defekte wie auch dimensionsabhängige Fehler dadurch auf, dass durch
die bisher üblichen eingepressten oder nachträglich eingearbeiteten Mitnehmerelemente
das schleifaktive Ringelement eine ungleichmäßige Belagsdicke aufweist und dadurch
massiv an mechanischer Festigkeit verliert. Jede seitliche Belastung oder Auslenkung
der Trennscheibe führt daher zu Rissbildung, Belagsausbrüchen und letztlich zum Versagen
des Systems. Dieses Kosten- und vor allem Sicherheitsrisiko war bis heute nicht beherrschbar.
Durch die Ausbildung eines mit dem schleifaktiven Ringelement verbundenen Trägerelements
einerseits und dem Vorsehen einer zusätzlichen Zentriervorrichtung andererseits, die
ein seitliches Einspannen des Trägerelements und dadurch sowohl Fixierung als auch
Zentrierung ermöglicht, können eine hohe Belastbarkeit und stabile Laufeigenschaften
des erfindungsgemäßen Verbundschleifsystems bei geringem Schleifmaterialeinsatz erreicht
werden. Weiters kann der angestrebte einfache und schnelle Austausch eines abgenutzten
schleifaktiven Ringelements erzielt werden.
[0013] Für die Aufnahme der beim Betrieb auftretenden Fliehkräfte können das Trägerelement
Mitnehmerbohrungen und die Ringfixiervorrichtung korrespondierende Bohrungen aufweisen,
durch die Mitnehmerbolzen zur Fixierung des schleifaktiven Ringelements einbringbar
sind, wobei für eine leichtere Handhabung beim Wechsel des schleifaktiven Ringelements
die Mitnehmerbolzen mit einem Ende in der Ringfixiervorrichtung befestigt sind.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Ringfixiervorrichtung
zwei scheibenförmige Fixierplattenelemente umfassen, die in ihrem zentrumsnahen Bereich
aneinanderliegend durch ein Flanschelement an das rotierbare Antriebselement spannbar
sind und in ihrem Umfangsbereich die korrespondierenden Bohrungen aufweisen, wobei
die Fixierplattenelemente aus einem Material hoher Härte und Zähigkeit, vorzugsweise
aus Stahl, gefertigt sind. Mit Hilfe der scheibenförmigen Fixierplattenelemente kann
eine geeignete Kraftübertragung zwischen dem Antriebselement und dem schleifaktiven
Ringelement erzielt werden.
[0015] Um zugleich auch eine sichere Fixierung des Trägerelements zu erreichen, können die
Fixierplattenelemente an einander gegenüberliegenden Bereichen Umfangsvertiefungen
aufweisen, zwischen welchen das Trägerelement teilweise aufnehmbar ist, wobei die
zu den Mitnehmerbohrungen korrespondierenden Bohrungen durch die Umfangsvertiefungen
der Fixierplattenelemente hindurch verlaufen.
[0016] Die Lagerung des Trägerelements kann in den Umfangsvertiefungen erfolgen, die an
ihrer zentrumsnahen Seite durch eine radiale Zentrierfläche begrenzt sind.
[0017] Wesentlich für die Funktionsfähigkeit des erfindungsgemäßen Verbundschleifsystems
ist die Sicherstellung einer dauerhaften Verbindung zwischen dem Trägerelement und
dem schleifaktiven Ringelement. Zu diesem Zweck ist das Trägerelement ringförmig ausgebildet
und an der Innenumfangseite des schleifaktiven Ringelements teilweise in dieses formschlüssig
und kraftschlüssig eingebettet.
[0018] Neben der Halterung durch die Mitnehmerbolzen kann gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung das ringförmige Trägerelement mit seinen aus dem schleifaktiven Ringelement
ragenden Seitenflächen in der Ringfixiervorrichtung flächig einspannbar sein, um dadurch
eine hochbelastbare, lösbare Verbindung zwischen dem schleifaktiven Ringelement und
der Ringfixiervorrichtung bereitzustellen.
[0019] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, dass bei in Eingriff
gebrachtem Trägerelement die beiden Fixierplattenelemente das Trägerelement derart
zwischen sich aufnehmen, dass die Fixierplattenelemente im Zentrumsbereich aneinanderliegend
zusammengespannt sind und ein in radialer Richtung zum Umfangsbereich der Fixierplattenelemente
hin sich kontinuierlich vergrößernder Zentrierspalt zwischen den Fixierplattenelementen
ausgebildet ist, und dass die Zentriervorrichtung anziehbare Spannelemente umfasst,
über welche die Fixierplattenelemente im Umfangsbereich gegen die Seitenflächen des
Trägerelements spannbar sind, wobei der Zentrierspalt sich bei Anziehen der Spannelemente
durch die entstehende elastische Verformung der Fixierplattenelemente verkleinert
und wodurch das schleifaktive Ringelement in Bezug auf die Fixierplattenelemente zentriert
positioniert wird. Über die derart vorgesehenen Spannelemente wird sichergestellt,
dass der schleifaktive Ringteil gegenüber der Ringfixiervorrichtung zentriert angeordnet
wird, wodurch der Einfluss der Fertigungstoleranzen auf die Laufruhe des erfindungsgemäßen
Verbundschleifsystems stark herabgesetzt und eine zusätzliche Fixierung des schleifaktiven
Ringteils erreicht werden kann.
[0020] Es können dabei die anziehbaren Spannelemente durch Senkschrauben gebildet sein,
die durch eines der Fixierplattenelemente hindurch führbar und in ein Gewindeloch
des anderen der Fixierplattenelemente schraubbar sind, sodass durch Anziehen der Senkschrauben
die Fixierplattenelemente gegen die Seitenflächen des Trägerelements gespannt werden.
Die dabei verwendeten Senkschrauben schließen mit der Seitenfläche der Ringfixiervorrichtung
ab und ermöglichen auf diese Weise einen sicheren Betrieb des erfindungsgemäßen Verbundschleifsystems.
[0021] Eine sichere Verbindung zwischen dem schleifaktiven Ringelement und dem Trägerelement
kann erreicht werden, wenn gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung das
schleifaktive Ringelement aus schleifaktiver Masse gebildet ist, welche auf das Trägerelement
aufgepresst ist.
[0022] Das Trägerelement kann aus zwei oder mehreren Trägerringsegmenten gebildet sein,
die miteinander kraft- und formschlüssig mit dem schleifaktiven Ringelement verbunden
sind, wobei die Trägerringsegmente durch Klebung oder durch Verschweißung miteinander
verbunden sein können.
[0023] Weiter kann das Trägerelement oder es können die Trägerringsegmente aus Kompositwerkstoffen,
Kunststoffen, Buntmetallen, Hartmetallen oder aus Stahl bestehen.
[0024] Die Stärke des Trägerelements oder der Trägerringsegmente kann im Bereich von 20%
bis 70%, vorzugsweise im Bereich von 30 bis 50%, der Stärke des schleifaktiven Ringelements
liegen.
[0025] Das Trägerlement oder die Trägerringsegmente können zur Verbesserung der Verbundwirkung
Konturdurchbrechungen oder -öffnungen aufweisen, wobei die Konturdurchbrechungen oder
-öffnungen einfache geometrische Formen, z.B. Dreieck, Kreis, Raute, Quadrat, oder
polygonale Formen, z.B. Mäander, Schwalbenschwanz, verschlungene Ringform, aufweisen
können.
[0026] Nachstehend wird die Erfindung anhand der in den angeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele eingehend erläutert. Es zeigt dabei
Fig.1 einen teilweisen Radialquerschnitt einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verbundschleifsystems;
Fig.2 einen teilweisen Schnitt durch das schleifaktive Ringelement der Ausführungsform
gemäß Fig.1;
Fig.3 eine teilweise Draufsicht auf eine Ausführungsform eines Trägerelements;
Fig.4 und 5 Detailansichten weiterer Ausführungsformen von Trägerelementen;
Fig.6 eine Detailansicht der Fig.1 und
Fig.7 eine Detailansicht der Ringfixiervorrichtung gemäß Fig.1 ohne schleifaktives
Ringelement.
[0027] Fig.1 zeigt eine als Verbundschleifsystem ausgeführte Trennschleifscheibe mit einem
schleifaktiven Ringelement 1 und einer durch ein Maschinenflanschelement 4 an ein
rotierbares Antriebselement 37, z.B. eine Maschinenwelle, gespannte Ringfixiervorrichtung
2 zum Halten des schleifaktiven Ringelements 1. Über die Ringfixiervorrichtung 2 geschieht
somit im Betrieb die Kraftübertragung von dem Maschinenflanschelement 4 zum schleifaktiven
Ringelement 1.
[0028] Das schleifaktive Ringelement 1 besteht aus einer schleifaktiven Masse, für die z.B.
kunstharzgebundene Mehrstoffgemische verwendet werden, bei denen als organisches Bindemittel
15 (Fig.2) bevorzugt reine bzw. modifizierte Phenolharze verwendet werden. Daneben
können aber auch andere Harze, wie beispielsweise Epoxidharze, Harnstoffharze (Melaminharze),
Cumaronharze, Iscyansate, Polyamide der Polyimide etc. als Bindemittel 15 zum Einsatz
gebracht werden. Je nach Einsatzaufgabe bzw. Anwendungsbereich erhalten schleifaktive
Massen unterschiedlichste Schleifkorntypen, die sich durch Größe, Zusammensetzung
und physikalische Eigenschaften voneinander unterscheiden. Bevorzugt werden Korunde,
Zirkonkorunde und Siliciumcarbide eingesetzt, gängig sind als Schleifkörnungen aber
auch Diamanten, kubisches Bornitrid (CBN), Metallcarbide und Metallnitride, polykristallinen
Diamanten (PKD) oder ähnliche Werkstoffe mit großer Härte und Zähigkeit.
[0029] Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften enthalten schleifaktive Massen zusätzlich
auch Verstärkungselemente. Bevorzugt sind Glasgewebe, Mineralfasergewebe oder Gewebe
aus hochfesten organischen Verbindungen, wie beispielsweise aus Kevlar oder Kohlefasergewebe
18 (Fig.2), Metall- und Mineralfasern 16 (Fig.2), sogenannte Whiskers, werden zur
Verbesserung der mechanischen Eigenschaften der schleifaktiven Massen eingesetzt.
Durch den Einsatz dieser Werkstoffe ist es möglich, die mechanische Festigkeit der
Schleifscheiben so stark zu verbessern, dass die Scheibenstärke der erfindungsgemäßen
Verbundschleifscheibe um 5 bis 20 % gegenüber jener bekannter Trennscheiben verringert
werden kann, ohne dass Festigkeitsverluste auftreten.
[0030] Zur Erzielung von speziellen Eigenschaften enthalten schleifaktive Massen 12 Füllstoffe
17 (Fig.2), mit deren Hilfe es gelingt, die Struktur und das Gefüge der Schleifmasse
zu variieren oder ein geändertes Schnitt- bzw. Kühlverhalten zu erreichen. Selbst
die Steuerung der Energieaufnahme beim Trennprozess kann durch Füllstoffe beeinflusst
werden.
[0031] Vorteilhaft für optimale Trennprozesse ist eine Verjüngung 19 (Fig.2) des schleifaktiven
Ringelements 1 vom Ringelementaußenrand in Richtung Zentrum. Der Verjüngungswinkel
19 soll zwischen 0,1 und 3 Grad betragen, vorzugsweise zwischen 0,15 und 0,5 Grad
liegen. Während der schleifaktive Bereich von Standardtrennscheiben bis auf 50 % des
Außendurchmessers abgearbeitet werden kann, gelingt beim erfindungsgemäßen schleifaktiven
Ringelement 1 die Abarbeitung der schleifaktiven Masse bis auf 95 %.
[0032] Erfindungsgemäß ist das schleifaktive Ringelement 1 mit einem Trägerelement 23 verbunden,
das mit der Ringfixiervorrichtung 2 in lösbaren Eingriff bringbar ist (Fig.2).
[0033] Das Trägerelement 23 (Fig.3) ist genauso wie das schleifaktive Ringelement 1 ringförmig
ausgebildet und an der Innenumfangseite des schleifaktiven Ringelements 1 teilweise
in dieses formschlüssig und kraftschlüssig eingebettet, indem die schleifaktive Masse
12 des Ringelements 1 auf das Trägerelement 23 aufgepresst ist.
[0034] Eine mehrteilige Ausführungsform des Trägerelements 23 ist in Fig.3 gezeigt. Die
Art der Auslegung ist abhängig von der Wahl der Trägerelementmaterials und von der
Größe (Abmessung) des Trägerelements. Einteilige Trägerelemente werden bevorzugt verwendet,
wenn die Trägerelemente klein sind (Durchmesser 300 bis 1000 mm) und als Trägermaterial
Nichteisenmetalle, Verbundwerkstoffe oder hochfeste und thermisch stabile Kunststoffe
verwendet werden. Mehrteilige Trägerelemente werden generell bei großdimensionierten
Trennschleifscheiben verwendet und bestehen bevorzugt aus Stahl. Besteht ein Trägerelement
23 aus mehreren, mindestens zwei, vorzugsweise vier oder sechs, Segmenten 26 so bedingt
die Ausformung der Verbindungsbereiche der Segmentstoßstellen 20, 21 jeweils eine
besondere Verbindungsart. Bei geraden Segmentverbindungen 20 (Fig.6) erfolgt die Verbindung
der Segmente vorzugsweise durch Verschweißung. Erfolgt die Segmentverbindung hingegen
über Ankerelemente oder Mäander, so können diese entweder verklebt oder verschweißt
werden.
[0035] Das Trägerelement 23 verleiht dem erfindungsgemäßen Verbundschleifsystem eine außergewöhnliche
Festigkeit und Stabilität und setzt den beim Trennvorgang auftretenden Auslenkungen
einen extrem hohen Widerstand entgegen. Um sicherzustellen, dass es zu keiner Belagsabspaltung
der schleifaktiven Masse 12 kommt, weist das Trägerelement 23 weitere Merkmale auf,
die eine Fixierung der schleifaktiven Masse 12 am Trägerelement 23 zusätzlich zu den
üblichen Verstärkungselementen wie Gewebe 18, Whiskers 16 etc. bewirken. So sind an
der Umfangsaußenseite der Trägerelementsegmente 26 randoffene Konturelemente 22 (Fig.2)
angeordnet, die die Verbundwirkung mit der schleifaktiven Masse 12 erhöhen, weil die
schleifaktive Masse 12 in die dadurch entstehenden Öffnungen eindringen kann und dadurch
der Abscherwiderstand erhöht wird. Die Gestalt der Konturelemente 22 kann je nach
Einsatzzweck und angewandten Materialien von einfachen geometrischen bis polygonalen
bzw. auch unregelmäßig gekrümmten Formen variieren.
[0036] Da die Trägerelementsegmente 26 zusätzlich mit Bohrungen 55 versehen sind, ergibt
sich daraus eine weitere kraftschlüssige Verbindung in diesem Bereich.
[0037] Bei den Außenkonturen der Trägerelementsegmente 26 werden die Kanten vorzugsweise
gebrochen, so dass Kerblinien im Bereich der Außenkonturen unterbunden und damit Defekte
durch Mikrorisse ausgeschlossen werden können, woraus sich eine erhebliche Steifigkeitsverbesserung
ergibt. Das Trägerelement 23 enthält auch Mitnehmerbohrungen 13. Ihre Anzahl ist vom
Scheibendurchmesser abhängig und liegt zwischen zwei und zwanzig, vorzugsweise zwischen
acht und sechzehn. Die Stärke des Trägerringes ist abhängig von der Gesamtstärke der
Trennschleifscheibe. Sie kann zwischen 20 und 70 % der Trennscheibengesamtstärke liegen,
vorzugsweise aber zwischen 30 und 50 %.
[0038] Die Ringfixiervorrichtung 2 setzt sich aus zwei aneinanderliegenden scheibenförmigen
Fixierplattenelementen 11 zusammen, die in ihrem zentrumsnahen Bereich durch das Flanschelement
4 an das rotierbare Antriebselement 37 gespannt sind.
[0039] Weiters ist erfindungsgemäß eine Zentriervorrichtung 3 zur Zentrierung des schleifaktiven
Ringelements 1 gegenüber der Ringfixiervorrichtung 2 vorgesehen, wobei das Trägerelement
23 im Gebrauchszustand (Fig.1) an seinen aus dem Ringelement 1 ragenden Seitenflächen
durch die Zentriervorrichtung 3 bereichsweise in die Ringfixiervorrichtung 2 eingespannt
ist.
[0040] Zur Aufnahme der bei Rotation auftretenden Fliehkräfte ist das Trägerelement 23 mit
den bereits erwähnten, entlang seines Umfangsbereiches angeordneten Mitnehmerbohrungen
13 (Fig.2, Fig.3) und die Ringfixiervorrichtung 2 mit dazu korrespondierenden Bohrungen
44 (Fig.7) versehen, durch die Mitnehmerbolzen 9 zur Fixierung des schleifaktiven
Ringelements 1 an der Ringfixiervorrichtung 2 hindurchgeführt sind. Dabei sind die
Mitnehmerbolzen 9 an Bolzenfixierungsbereichen 10 mit einem Ende in der Ringfixiervorrichtung
2 befestigt.
[0041] Die beiden Fixierplattenelemente 11 weisen an einander gegenüberliegenden Bereichen
Umfangsvertiefungen 45 (Fig.7) auf, zwischen welchen das ringförmige Trägerelement
23 teilweise aufgenommen ist, wobei die zu den Mitnehmerbohrungen 13 korrespondierenden
Bohrungen 44 quer durch die Umfangsvertiefungen 45 der Fixierplattenelemente 11 hindurch
verlaufen.
[0042] Die Umfangsvertiefungen 45 sind an ihrer zentrumsnahen Seite durch eine radiale Zentrierfläche
24 (Fig.6, Fig.7) begrenzt, an der das Trägerelement 23 gelagert ist.
[0043] Wie in Fig.1 und Fig.6 gezeigt nehmen bei in Eingriff gebrachtem Trägerelement 23
die beiden Fixierplattenelemente 11 das Trägerelement 23 derart zwischen sich auf,
dass die Fixierplattenelemente 11 im Zentrumsbereich aneinanderliegend zusammengespannt
sind und ein in radialer Richtung zum Umfangsbereich der Fixierplattenelemente 11
hin sich kontinuierlich vergrößernder Zentrierspalt 5 zwischen den Fixierplattenelementen
11 ausgebildet ist.
[0044] Dies geschieht durch entsprechende Dimensionierung der Umfangsvertiefungen 45, sodass
die Fixierplattenelemente 11 in ihrem Umfangsbereich einen Abstand voneinander aufweisen,
der dem Zentrierspalt 5 entspricht (Fig.7).
[0045] Die Zentriervorrichtung 3 beinhaltet anziehbare Spannelemente 6, über welche die
Fixierplattenelemente 11 im Umfangsbereich gegen die Seitenflächen des Trägerelements
23 spannbar sind, wobei der Zentrierspalt 5 sich bei Anziehen der Spannelemente 6
durch elastische Verformung der Fixierplattenelemente 11 verkleinert und wodurch das
schleifaktive Ringelement 1 in Bezug auf die Fixierplattenelemente 11 zentriert positioniert
wird.
[0046] Die anziehbaren Spannelemente 6 sind durch Senkschrauben gebildet, die durch eine
Senkbohrung 8 in einem der Fixierplattenelemente 11 hindurch führbar und in ein Gewindeloch
7 des anderen der Fixierplattenelemente 11 schraubbar sind, sodass durch Anziehen
der Senkschrauben die Fixierplattenelemente 11 gegen die Seitenflächen des Trägerelements
23 gespannt werden.
[0047] Die Zentriervorrichtung 3 ist in die beiden Fixierplattenelemente 11 integriert und
stellt durch das Einspannen des Trägerelements 23 zwischen die Fixierplattenelemente
11 sicher, dass das schleifaktive Ringelement 1 zentriert zu den Fixierelementen 11
angeordnet ist und damit einen seitenschlagfreien Lauf der Trennscheibe ermöglicht.
Dabei wird das ringförmige Trägerelement 23 auf der radialen Zentrierfläche 24 der
Fixierplattenelemente 11 gelagert. Damit erfüllt das erfindungsgemäße Verbundschleifsystem
alle gesetzten Ziele in Bezug auf Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschonung,
mechanische Eigenschaften und Umwelt.
[0048] Die eigentliche Fixierung des Trägerelements 23 erfolgt somit mittels der Senkschrauben
6, welche die beiden Fixierplattenelemente 11 zusammenspannen. Die Anzahl der Senkschrauben
6 ist abhängig von der Größe der Trennscheibe, sollte aber vier nicht unterschreiten.
Mit dieser erfindungsgemäßen Fixierung des schleifaktiven Ringelements 1 wird sichergestellt,
dass selbst bei massivem seitlichem Druck auf die Trennschleifscheibe oder bei Auslenkungstendenzen
des schleifaktiven Belags der Trennschleifscheibe durch schräge Schnittflächen kaum
mehr eine Bruchgefahr des Schleifsystems gegeben ist, wodurch die Sicherheit der Trennschleifscheiben
aber auch ihre Wirtschaftlichkeit gegenüber Standardtrennscheiben vervielfacht wird.
[0049] Fig.7 zeigt die Fixierplattenelemente 11 ohne das Trägerelement 23 und ohne eingeschraubte
Senkschraube. Die Antriebsenergie des nicht dargestellten Antriebselements auf das
schleifaktive Ringelement 1 der Trennscheibe wird durch die Fixierplattenelemente
11 übertragen, welche die Zentriervorrichtung 3, die korrespondierenden Bohrungen
44 für die Mitnehmerbolzen 9, die radiale Zentrierfläche 24, das Senkloch 8 und das
Gewindeloch 7 für die Senkschrauben 6 beinhaltet. Die Fixierplattenelemente 11 können
aus Nichteisenmetallen, Verbundwerkstoffen oder hochfesten und wärmebeständigen organischen
Materialien bestehen, wegen der großen mechanischen und physikalischen Belastung werden
diese bevorzugt aus Stahl gefertigt. Die Fixierplattenelemente 11 können von den Maschinenflanschen
unabhängig ausgebildet sein oder es kann eines der Fixierplattenelemente 11 fest mit
dem Maschinenflanschelement 4 verbunden sein. Der besondere Vorteil der Fixierplattenelemente
11 besteht darin, dass durch diesen Erfindungsparameter das schleifaktive Ringelement
1 problemlos gewechselt werden kann, ohne dass es dafür zu einem Wechsel der Fixierplattenelemente
kommen muss. Die Zentriervorrichtung 3 garantiert dabei optimale Stabilität und Sicherheit
beim Trennprozess.
1. Verbundschleifsystem mit einem schleifaktiven Ringelement (1) und einer an ein rotierbares
Antriebselement spannbaren Ringfixiervorrichtung (2) zum Halten des schleifaktiven
Ringelements (1), dadurch gekennzeichnet,
dass das schleifaktive Ringelement (1) mit einem Trägerelement (23) verbunden ist, das
mit der Ringfixiervorrichtung (2) in lösbaren Eingriff bringbar ist,
und dass eine Zentriervorrichtung (3) zur Zentrierung des schleifaktiven Ringelements (1)
gegenüber der Ringfixiervorrichtung (2) vorgesehen ist, wobei das Trägerelement (23)
an seinen Seitenflächen durch die Zentriervorrichtung (3) zumindest bereichsweise
in die Ringfixiervorrichtung (2) einspannbar ist.
2. Verbundschleifsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Trägerelement (23) Mitnehmerbohrungen (13) und die Ringfixiervorrichtung (2) korrespondierende
Bohrungen aufweisen, durch die Mitnehmerbolzen (9) zur Fixierung des schleifaktiven
Ringelements (1) einbringbar sind.
3. Verbundschleifsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerbolzen (9) mit einem Ende in der Ringfixiervorrichtung (2) befestigt
sind.
4. Verbundschleifsystem nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringfixiervorrichtung (2) zwei scheibenförmige Fixierplattenelemente (11) umfasst,
die in ihrem zentrumsnahen Bereich aneinanderliegend durch ein Flanschelement (4)
an das rotierbare Antriebselement spannbar sind und in ihrem Umfangsbereich die korrespondierenden
Bohrungen aufweisen.
5. Verbundschleifsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierplattenelemente (11) aus einem Material hoher Härte und Zähigkeit, vorzugsweise
aus Stahl, gefertigt sind.
6. Verbundschleifsystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierplattenelemente (11) an einander gegenüberliegenden Bereichen Umfangsvertiefungen
aufweisen, zwischen welchen das Trägerelement (23) teilweise aufnehmbar ist, wobei
die zu den Mitnehmerbohrungen (13) korrespondierenden Bohrungen (44) durch die Umfangsvertiefungen
der Fixierplattenelemente (11) hindurch verlaufen.
7. Verbundschleifsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsvertiefungen an ihrer zentrumsnahen Seite durch eine radiale Zentrierfläche
begrenzt sind, an der das Trägerelement lagerbar ist.
8. Verbundschleifsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (23) ringförmig ausgebildet ist und an der Innenumfangseite des
schleifaktiven Ringelements (1) teilweise in dieses formschlüssig und kraftschlüssig
eingebettet ist.
9. Verbundschleifsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Trägerelement (23) mit seinen aus dem schleifaktiven Ringelement
(1) ragenden Seitenflächen in der Ringfixiervorrichtung (2) flächig einspannbar ist.
10. Verbundschleifsystem nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei in Eingriff gebrachtem Trägerelement (23) die beiden Fixierplattenelemente (11)
das Trägerelement (23) derart zwischen sich aufnehmen, dass die Fixierplattenelemente
(11) im Zentrumsbereich aneinanderliegend zusammengespannt sind und ein in radialer
Richtung zum Umfangsbereich der Fixierplattenelemente (11) hin sich kontinuierlich
vergrößernder Zentrierspalt (5) zwischen den Fixierplattenelementen (11) ausgebildet
ist, und dass die Zentriervorrichtung (3) anziehbare Spannelemente (6) umfasst, über
welche die Fixierplattenelemente (11) im Umfangsbereich gegen die Seitenflächen des
Trägerelements (23) spannbar sind, wobei der Zentrierspalt (5) sich bei Anziehen der
Spannelemente (6) durch die entstehende elastische Verformung der Fixierplattenelemente
(11) verkleinert und wodurch das schleifaktive Ringelement (1) in Bezug auf die Fixierplattenelemente
(11) zentriert positioniert wird.
11. Verbundschleifsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die anziehbaren Spannelemente (6) durch Senkschrauben gebildet sind, die durch eines
der Fixierplattenelemente (11) hindurch führbar und in ein Gewindeloch des anderen
der Fixierplattenelemente (11) schraubbar sind, sodass durch Anziehen der Senkschrauben
die Fixierplattenelemente (11) gegen die Seitenflächen des Trägerelements (23) gespannt
werden.
12. Verbundschleifsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das schleifaktive Ringelement (1) aus schleifaktiver Masse (12) gebildet ist, welche
auf das Trägerelement (23) aufgepresst ist.
13. Verbundschleifsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (23) aus zwei oder mehreren Trägerringsegmenten (26) gebildet ist,
die miteinander kraft- und formschlüssig mit dem schleifaktiven Ringelement (1) verbunden
sind.
14. Verbundschleifsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerringsegmente (26) durch Klebung oder durch Verschweißung miteinander verbunden
sind.
15. Verbundschleifsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (23) oder die Trägerringsegmente (26) aus Kompositwerkstoffen,
Kunststoffen, Buntmetallen, Hartmetallen oder aus Stahl bestehen.
16. Verbundschleifsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des Trägerelements (23) oder der Trägerringsegmente (26) im Bereich von
20% bis 70%, vorzugsweise im Bereich von 30 bis 50%, der Stärke des schleifaktiven
Ringelements (1) beträgt.
17. Verbundschleifsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerlement (23) oder die Trägerringsegmente (26) zur Verbesserung der Verbundwirkung
Konturdurchbrechungen oder -öffnungen (22) aufweisen.
18. Verbundschleifsystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Konturdurchbrechungen oder -öffnungen (22) einfache geometrische Formen, z.B.
Dreieck, Kreis, Raute, Quadrat, oder polygonale Formen, z.B. Mäander, Schwalbenschwanz,
verschlungene Ringform, aufweisen.
19. Verbundschleifsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das schleifaktive Ringelement eine Verjüngung (19) vom Ringelementaußenrand in Richtung
Zentrum aufweist.