[0001] Die vorliegende Patentanmeldung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Prägen von
Umhüllungsfolien gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1 und auf Verwendungen der
Vorrichtung zum Prägen von Tippings und von Umhüllungsfolien mit verstärkten Bereichen.
Solche Umhüllungsfolien aus Papier, Kunststoff oder Hybridfolien, bei denen sich eine
z.B. aufgesputterte Metallschicht zwischen Kunststoff-und/oder Papierschichten befindet,
sind für Zigarettenmundstücke oder für die Verpackung von Schachteln oder dergleichen
verwendbar. Im folgenden wird die Umhüllungsfolie für ein Zigarettenmundstück, auch
als Mundstückbelag bekannt, "Tipping" genannt.
[0002] Bis vor kurzem wurde für das Tipping entweder ein farbiges oder ein weisses Papier
oder Folie verwendet, das auf Mass geschnitten wird, um den Mundstückbereich zu umhüllen.
In letzter Zeit wurde auch das Tipping mit Zeichen oder Logos versehen, analog dem
Satinieren und Prägen von Zeichen oder Authentifizierungsmerkmalen auf Verpackungsfolien.
Im Folgenden werden Authentifizierungsmerkmale, Zeichen, Wörter, Schriftzüge oder
dergleichen mit "Logos" bezeichnet.
[0003] Das Prägen von Tippings gemäss Stand der Technik wird Offline durchgeführt, d.h.
nicht im Takt mit einer Verpackungsanlage für Zigaretten, bei der auf der einen Seite
Tabakwaren bereitgestellt und am anderen Ende fertig verpackte Zigarettenschachteln
ausgestossen werden. Dabei wird eine Vorrichtung mit zwei in Bezug auf das Prägen
von Innerlinern breiten Prägewalzen verwendet, zwischen denen ein relativ breites
Folienband durchgeführt wird, auf dem mehrere Tippingbahnen, in der Regel mindestens
drei, gleichzeitig geprägt werden. Die Bahnen werden anschliessend vereinzelt und
an die Betreiber von Verpackungsanlagen versandt.
[0004] Das Prägen von Tippings im Offline-Verfahren mit breiten Prägewalzen und mehreren
Tippingbahnen bietet zwar u.A. den Vorteil, dass die Folie sich dabei nicht verzieht
und die Gefahr eines Einnickens einer Walze klein ist, doch überwiegen die Vorteile,
falls sowohl Tippings als auch Umhüllungsfolien für eine Anzahl weiterer Verwendungszwecke
Online geprägt werden können. Neben der viel grösseren Flexibilität des ganzen Verpackungsprozesses
ergibt sich auch eine grössere Präzision der Prägung.
[0005] Es ist davon ausgehend Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und Verwendungen
derselben anzugeben, die eine Online-Prägung einer grossen Vielfalt von Umhüllungsfolien,
insbesondere auch Tippings, erlaubt, bei welchem ein grosses Problem, ein Einnicken
der Prägewalze mit Logos gegenüber der (den) anderen Walze(n) beseitigt werden soll.
Eine solche Vorrichtung und Verwendungen, die diese Aufgabe lösen, sind in den Patentansprüchen
1, 17 und 18 definiert.
[0006] Weitere Aufgaben und Vorteile, wie z.B. dass die Umhüllungsfolien auch im Online
Verfahren kein Curling und Tubing zeigen, oder an kritischen Stellen geprägte Verstärkungen
erhalten können, wird in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Zeichnungen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt schematisch und in perspektivischer Sicht die wesentlichen Teile einer ersten
Vorrichtung gemäss Erfindung,
- Fig. 2
- zeigt eine Ausführungsvariante der Vorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 3
- zeigt eine weitere Ausführungsvariante der Vorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 4
- zeigt schematisch und in perspektivischer Sicht eine weitere Ausführungsform der Erfindung
mit drei Walzen,
- Fig. 5
- zeigt eine Variante zum Beispiel von Figur 4,
- Fig. 6
- zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung,
- Fig. 6A
- zeigt im Schnitt ein Synchronisationsgetriebe von Figur 6,
- Fig. 7
- zeigt eine Variante zum Beispiel von Figur 6,
- Fig. 8
- zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung von Fig. 4,
- Fig. 9
- zeigt eine Variante zum Beispiel von Figur 8,
- Fig. 10
- zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrrichtung von Fig. 4,
- Fig. 11
- zeigt eine Variante zum Beispiel von Figur 10,
- Fig. 12
- zeigt eine weitere Variante zu Figur 10,
- Fig. 12A
- zeigt im Schnitt ein Synchronisationsgetriebe der Anordnung von Figur 12,
- Fig. 13
- zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, mit zwei Prägewalzen, und
- Fig. 14
- zeigt eine Ausführungsvariante zu Figur 13.
- Fig. 15
- zeigt schematisch und in perspektivischer Sicht eine Vorrichtung mit einer Prägewalze
mit einer homogenen Anordnung von Zähnen, die mit zwei Gegenwalzen zusammenwirkt,
- die Figuren
- 16 - 19 zeigen in einer Ausschnittvergrösserung je eine Struktur der beiden weiteren
Prägewalzen,
- Fig. 20
- zeigt eine Ausführungsvariante der Strukturen der weiteren Gegenwalzen,
- die Figuren
- 21 und 22 zeigen weitere Ausführungsvarianten der Strukturen der weiteren Gegenwalzen,
- Fig. 23
- zeigt in perspektivischer Sicht in einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
einen Teil einer Vorrichtung,
- Fig. 24
- zeigt in perspektivischer Sicht und einer weiteren Ausschnittvergrösserung schematisch
die Form und Anordnung von Zähnen von Prägewalzen,
- Fig. 25
- zeigt einen Schnitt gemäss der Linie XXV-XXV in Fig. 24,
- Fig. 26
- zeigt einen Schnitt gemäss der Linie XXVI-XXVI in Fig. 24,
- Fig. 27
- zeigt in perspektivischer Sicht und Ausschnittvergrösserung eine Variante der schematischen
Form und Anordnung von Zähnen,
- Fig. 28
- zeigt einen Schnitt gemäss der Linie XXVIII-XXVIII in Fig. 27,
- Fig. 29
- zeigt einen Schnitt gemäs der Linie IXXX-IXXX in Fig. 27,
- Fig. 30
- zeigt in perspektivischer Sicht und Ausschnittvergrösserung eine weitere Variante
der schematischen Form und Anordnung von Zähnen,
- Fig. 31
- zeigt einen Schnitt gemäss der Linie XXXI-XXXI in Fig. 30,
- Fig. 32
- zeigt einen Schnitt gemäss der Linie XXXII-XXXII in Fig. 30,
- Fig. 33
- zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung analog dem obigen Ausführungsbeispiel
gemäss den Figuren 24 bis 32,
- Fig. 34
- zeigt ein vereinfachtes Ablaufschema einer Online Prägung und Fertigung von Tippings,
- Fig. 35
- zeigt eine Prägewalze mit Logozeilen und beidseits Zahnreihen,
- Fig. 35A
- zeigt eine Variante zur Prägewalze von Fig. 35, wobei keine Logozeilen vorhanden sind,
sondern Reihen von Zähnen mit unterschiedlicher Höhe,
- Fig. 36
- zeigt eine Prägewalze mit Logozeilen ohne beidseitigen Zahnreihen,
- Fig. 37
- zeigt eine Prägewalze mit Logozeilen und Synchronisationsmitteln,
- Fig. 38
- zeigt eine Prägewalze mit Logozeilen und beidseits einen Absatz,
- Fig. 39
- zeigt eine Prägewalze mit Logozeilen und Verstärkungszeilen und -reihen,
- Fig. 40
- zeigt eine Prägewalze ohne Logozeilen und mit Verstärkungszeilen und -reihen,
- Fig. 41
- zeigt ein mit der Vorrichtung gemäss Fig. 1 und Prägewalze gemäss Fig. 36 geprägtes
Folienband,
- Fig. 42
- zeigt die Ausschnittsvergrösserung XLII aus Fig. 41,
- Fig. 43
- zeigt zwei Zigarettenenden, deren Mundstück benachbart angeordnet und mit je einem
Tipping versehen sind,
- Fig. 44
- zeigt eine umhüllte Schachtel mit Logo und verstärkten Rändern,
- Fig. 45
- zeigt eine Schachtel mit verstärkten Rändern,
- Fig. 46
- zeigt eine dreieckige Schachtel mit Logo und verstärkten Rändern, und
- Fig. 47
- zeigt ein geprägtes Muster auf einer Umhüllungsfolie.
Das Prägen von sog. Innerlinern zum Verpacken einer Anzahl Zigaretten, beispielsweise
20 Stück, mittels einer Pin up-Pin up Konfiguration genannten Prägewalzenanordnung
ist aus einer grossen Anzahl von Patenten und Patentanmeldungen des gleichen Anmelder
bekannt, so z.B. aus den
US - 5 007 271,
US - 6 176 819 oder
US - 7 036 347. Den darin beschriebenen Prägeeinheiten ist gemeinsam, dass sie mindestens ein Walzenpaar
aufweisen, wovon die erste Walze von einem Antrieb, z.B. über einen Riemen von der
Anlage oder durch einen Motor, angetrieben ist und diese angetriebene Walze über die
Zähne via der dazwischen durchlaufenden Folie die Gegenwalze(n) antreibt.
[0008] Bei diesen Vorrichtungen wird die metallisierte Oberfläche der Folie satiniert, d.h.
mit einer sehr grossen Anzahl von kleinen Einbuchtungen versehen, die eine diffuse
Reflexion des auftreffenden Lichts bewirken. Durch Weglassen von Zähnen entsteht ein
Logo, entweder als Teile der nicht geprägten glänzenden Folienoberfläche oder als
geprägte Folienoberflächenteile, die je nach Lichteinfall verschiedene optische Effekte
zeigen.
[0009] Ausserdem ist aus der
WO - 02/076716 A1 oder
EP 2 027 994 A2 des gleichen Anmelders eine Prägeeinheit bekannt, die aus drei Walzen besteht, wobei
im Falle, dass alle drei Walzen Zähne aufweisen, die angetriebene Walze die beiden
Gegenwalzen antreibt oder die Walzen über ein Synchronisationsmittel miteinander verbunden
sind.
[0010] Im Gegensatz zur vorbekannten Prägung von Tippings, bei welcher mehrere soulenbreiten
gleichzeitig mit relativ grösseren Prägewalzen als für die vorhergehend beschriebenen
Prägewalzen für Innerliner, geprägt werden, werden für das Prägen von Umhüllungsfolien
und Tippings im Online Verfahren Prägewalzen mit den gleichen Dimensionen wie für
das Prägen von Innerlinern verwendet und im Falle von Tippings in der Regel nur eine
Bahn, entsprechend einer Spulenbreite geprägt, die zwei Tippingbahnen aufweist.
[0011] Mit den nachfolgend beschriebenen Vorrichtungen ist es nun möglich, das Prägen, Umhüllen
und Vereinzeln von Zigaretten mit Tipping Online, schnell sowie präzise und mit breiten
Designmöglichkeiten durchzuführen. Es erlaubt auch eine sehr hohe Qualität der Prägung,
weil eine Online-Produktion eine bessere Prozesskontrolle ermöglicht.
[0012] Die Vorrichtung 1 gemäss Fig. 1 geht von einer für das Prägen von Innerlinern bewährten
Pin up - Pin up Konfiguration aus, in welcher alle drei Walzen 2, 3 und 4 aus der
Oberfläche herausragende Zähne 5 aufweisen, wobei hier ein Zahn einer Walze zwischen
vier Zähnen der anderen Walzen greift, womit eine Selbstsynchronisation erzielt wird
und die Prägung präziser und der Antrieb vereinfacht wird. Die erste Walze 2 ist durch
einen symbolisch dargestellten Antrieb 6 angetrieben, wobei der Antrieb auch ein Motor
sein kann.
[0013] Gemäss Fig. 1 werden drei Walzen für die Herstellung eines Folienbandes 7, siehe
Fig. 41, verwendet. Die über Antrieb 6 angetriebene Walze 2 enthält Logozeilen 8,
8A die z.B. das Logo LB enthalten sowie an den beiden Rändern Zahnreihen 9, um die
Antriebskraft besser auf die Gegenwalzen zu übertragen. Unter Logozeilen werden Zeilen
verstanden, auf denen irgendwelche aus Zähnen 5 gebildeten Logos angeordnet sind.
Die Gegenwalzen 3 und 4 weisen hier nur Zähne 5 auf.
[0014] Im Unterschied zu den Prägewalzen zum Prägen von Innerlinern, wo die Logos dadurch
erhalten werden, dass an diesen Stellen die Zähne entweder ganz entfernt oder modifiziert
werden und die übrigen Zähne dem Satinieren dienen, sind beim Prägen von Umhüllungsfolien
auf der entsprechenden Prägewalze gemäss Erfindung nur dort Zähne vorhanden, wo mit
dem aus einer Anzahl Zähnen geformten Logos geprägt werden soll, wie dies insbesondere
aus den Figuren 41 und 42 hervorgeht.
[0015] Beim Satinieren und gleichzeitigen Prägen von Logos auf Innerlinern wird die metallisierte
Oberfläche der Verpackungsfolie geprägt, so dass bei fast allen Fällen die angetriebene
Walze die Logos aufweist, während es beim Prägen von Umhüllungsfolien vorteilhaft
sein kann, die Logos auf einer der nicht angetriebenen Prägewalzen anzubringen, um
darauf positiv herausragende Logo zu erhalten, siehe Figur 2, wobei in dieser Vorrichtung
24 eine der beiden nichtangetriebenen Walzen, die Prägewalze 4A, die Logozeilen aufweist.
Dies kann auch für den Fall gelten, in welchem die Vorrichtung nur zwei Walzen aufweist,
wie in Fig. 3 dargestellt, worin die Vorrichtung 25 eine angetriebene Walze 2F und
eine durch sie angetriebene Prägewalze 3A mit den Logozeilen aufweist. In diesem Falle
hier weist die Prägewalze einen doppelten Umfang der angetriebenen Walze auf.
[0016] Im Folgenden werden alle Walzen mit Logo- und/oder Verstärkungszeilen und -reihen
und gegebenenfalls mit vereinzelten Zähnen als Prägewalzen definiert, während die
übrigen Walzen, ob direkt oder indirekt oder über Synchronisationsmittel angetrieben
als Gegenwalzen definiert werden. Das schliesst jedoch nicht aus, dass auch mehr als
eine Walze einer Vorrichtung Logo- und/oder Verstärkungszeilen und -reihen aufweisen
können. Ausserdem wird davon ausgegangen, dass das Folienband stets in derselben Orientierung
bezüglich deren einen Seite zwischen den Walzen durchgeführt wird.
[0017] In den Ausführungsbeispielen sind die Zähne 5 pyramidenförmig mit quadratischem Grundriss
dargestellt, wobei deren Spitzen bis zu 25 % abgeflacht sein können. Im Folgenden
werden jedoch noch eine Anzahl weiterer pyramidenförmiger Zähne mit einer Vielfalt
von anderen Grundrissen und Formen dargestellt, so z.B. pyramidenförmige Zähne mit
rechteckigem Grundriss, die z.B. in Richtung der Längsachse eine grössere Länge ihrer
Grundfläche aufweisen als in der anderen Richtung. Für bestimmte Anwendungen, bei
denen die Gegenwalzen über Synchronisationsmittel angetrieben werden, können es auch
konische oder kegelstumpfartige Zähne sein. Die Zähne können einen Pitch, d.h. einen
Abstand zwischen den Spitzen, von 0,05 mm bis 0,4 mm aufweisen, bei einer theoretischen
Höhe ohne Abflachung von 0,03 mm bis 0,3 mm.
[0018] Ferner können einzelne Zähne oder Zahngruppen, wie aus dem bereits zitierten Stand
der Technik bekannt, unterschiedlich gestaltet sein. Wie im genannten Stand der Technik
bereits mehrfach beschrieben, sind die Walzen vorzugsweise derart gelagert, dass sie
in allen drei Koordinatenrichtungen in einem gewissen Umfang auslenkbar sind.
[0019] In den Figuren 4 bis 14 sind Ausführungsbeispiele aus der
WO 02/07671 des gleichen Anmelders erfindungsgemäss angepasst worden. Vorrichtung 40 zeigt drei
Walzen, dieselbe Prägewalze 2 wie in den vorhergehenden Beipielen, die mit einer ersten
Gegenwalze 41 und einer zweiten Gegenwalze 42 zusammenarbeitet, wobei die erste Walze
2 durch einen Antrieb 6 angetrieben ist, während die beiden Gegenwalzen, weder angetrieben
noch mit der angetriebenen Walze über Synchronisationselemente, wie z.B. Zahnräder
synchronisiert sind, sondern hier nur via das Folienband 7 angetrieben werden.
[0020] In Abweichung von den vorherigen Beispielen weisen die drei Prägewalzen nicht die
gleiche Struktur auf. Die angetriebene Prägewalze 2 ist im Ausführungsbeispiel gemäss
Figur 4 dieselbe wie vorher, während die erste Gegenwalze 41 mit Rillen 43 versehen
ist, die um den ganzen Umfang laufen und parallel zueinander angeordnet sind derart,
dass die Zähne 5 der Prägewalze 2 in die Rillen greifen. Die zwischen den Rillen 43
entstandenen Ringe 44 sind nach aussen hin ebenso verjüngt und abgeflacht derart,
dass sie zwischen die pyramidenstumpfförmigen Zähne 5 eingreifen.
[0021] Sinngemäss weist die zweite Gegenwalze 42 längsgerichtete Rippen 45 auf, die ebenfalls,
wie die Ringe 44, sich nach aussen verjüngen und abgeflacht sind derart, dass die
Längsrippen 45 mit den Zähnen 5 der Prägewalze 2 zusammenarbeiten. Dabei können die
Ringe, bzw. Längsrippen das Aussehen der von der Prägewalze mit Zähnen erzeugten Prägemuster
beeinflussen. Mit solchen Prägewalzenanordnungen ist es möglich, durch Variation der
Zähne 5 oder der Ringe 44 oder der Längsrippen 46, d.h. durch Änderung der Höhe, der
Flanken oder Kanten der Zähne, Ringe oder Längsrippen oder Musterung deren oberer
Fläche verschiedenartige Prägemuster oder Zeichen herzustellen.
[0022] In Figur 4 oder 5 ist angedeutet, dass die beiden Gegenwalzen mit der Prägewalze
2 im Eingriff stehen, doch ist dies nicht notwendigerweise immer der Fall. Es ist
auch denkbar, dass die erste, bzw. zweite Gegenwalze nur mit der ersten, bzw. vorhergehenden
Walze im Eingriff steht, bzw. in Eingriff gebracht werden kann. Ausserdem kann es
vorteilhaft sein, für bestimmte Anwendungen mehr als insgesamt drei Prägewalzen vorzusehen,
die eine unterschiedliche Oberflächenstruktur aufweisen. Ferner kann sowohl der Durchmesser
als auch die Länge der einzelnen Walzen unterschiedlich sein. Zusätzlich zu den Metallwalzen
können auch weiche Walzen eingesetzt werden.
[0023] In Figur 5 erkennt man eine zweite Vorrichtung 47 mit der gleichen Prägewalze 2 und
den Gegenwalzen 41 und 42 mit den Ringen, bzw. Längsrippen, wobei die Reihenfolge
der Gegenwalzen gegenüber der Reihenfolge gemäss Figur 4 vertauscht ist und, in Laufrichtung
des Materials 7 gesehen, hier zuerst die Prägewalze mit den Längsrippen in Eingriff
kommt und dann die Prägewalze mit den Ringen.
[0024] In dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 6 weist die Vorrichtung 48 eine angetriebene
Walze 2F und, wie in Figur 4, als zweite Walze die Gegenwalze 41 mit den Ringen 44
auf. Die nachfolgende Prägewalze 4A ist eine ähnliche wie gemäss Fig. 2. In den Figuren
6 und 6A ist dargestellt, wie die Walzen 2, 41 und 4A durch die Zahnräder 48, 49,
50 zwangs synchronisiert sind. Zwangssynchronisierung ist besonders auch dann angebracht,
falls sich das Material beim Prägen stark verzieht.
[0025] Als Variante zu Figur 6 ist die Vorrichtung 51 gemäss Figur 7 dargestellt, wobei
die Prägewalze 2 mit der Zahnwalze 3 und der Ringwalze 41 zusammenarbeitet. In der
Vorrichtung 52 gemäss Fig. 8 sind die beiden Gegenwalzen vertauscht, wobei die Walzen
dieser beiden Ausführungen nicht zwangssynchronisiert sind.
[0026] In Figur 9 ist in der Vorrichtung 53 eine Kombination der Antriebswalze 2F mit Prägewalze
3A und Längsrippenwalze 42 dargestellt, die keine Zwangssynchronisation benötigen.
[0027] In den Figuren 10 und 11 ist eine weitere Variante eingezeichnet, wobei in der Vorrichtung
54 die erste Walze die Prägewalze 2 und die zweite Walze die Zahnwalze 3 aus den vorhergehenden
Beispielen ist, während die dritte Walze, in Abweichung von den vorhergehenden Beispielen,
eine Gummiwalze 55 mit vergleichsweise glatter Oberfläche ist. In der Vorrichtung
56 gemäss Figur 11 ist die Reihenfolge der Walzen 3, 4 und 55 vertauscht.
[0028] In den Figuren 12 und 12A ist eine Variante zur Ausführung von Figur 10 dargestellt,
wobei in der Vorrichtung 58 die Prägewalze 2 und Zahnwalze 3 die gleiche Zahnung 5
aufweisen, d.h. eine Pin up-Pin up-Konfiguration aufweisen und die beiden nichtangetriebenen
Walzen 3 und 55 über ein Getriebe mit den Zahnrädern 48, 49 und 57 zwangssynchronisiert
sind.
[0029] Ausgehend von diesen Beispielen sind Variationen denkbar: So kann die Gummiwalze
55 anstatt der Ringwalze 41 oder der längsgerippten Walze 42 verwendet werden. In
den Figuren sind ferner die Lagerungen, bzw. die beiden Joche 6A, die die beiden Lager
aufnehmen, schematisch eingezeichnet. Damit ist auch angedeutet, dass die Lagerungen
der Walzenachsen einzeln, gruppenweise oder gemeinsam erfolgen kann. Die Prägewalzen
müssen auch hier nicht den gleichen Durchmesser und die gleiche Länge aufweisen, doch
in Abweichung vom ersten Beispiel müssen die Durchmesser der Walzen, falls sie nicht
gleich sind, in einem ganzzahligen Verhältnis zueinander stehen, falls die Synchronisation
durch Zahnräder erfolgt, während die Länge individuell sein kann.
[0030] Weitere Versuche haben ergeben, dass die meisten oben genannten Vorteile auch mit
einer Vorrichtung mit zwei Prägewalzen gemäss den Figuren 13 oder 14 erzielt werden
können. Die nur sehr schematisch gezeichnete Vorrichtung 59 in Figur 13 weist ebenfalls
die Prägewalze 2 mit den Logo-und/oder Verstärkungszeilen und -reihen sowie eine zweite
Walze 41 mit den Ringen 44 und Rillen 43 auf. Ausserdem ist der Antrieb 6 eingezeichnet,
während die Joche nicht eingezeichnet sind.
[0031] In Figur 14 ist eine Vorrichtung 59A mit der Prägewalze 2 sowie der zweiten Walze
42 mit den Längsrippen 45. Die anderen Elemente sind die gleichen wie in den vorhergenden
Vorrichtungen. Das für das Drei-Walzen-System gemäss den Figuren 4-12 Gesagte gilt
sinngemäss auch für das ZweiWalzen-System gemäss den Figuren 13 und 14, mit dem Vorteil
der grösseren Einfachheit. Falls bei besonders schwierigem Material nach dem Behandeln
mit zwei Rollen eine Tendenz zum Aufrollen besteht, kann eine Glättungseinrichtung,
z.B. mit glatten Gummirollen, nachgeschaltet werden.
[0032] Die Figuren 15 bis 22 stellen, ausgehend von der
EP-A-1 925 443 des gleichen Anmelders, weitere Ausführungsbeispiele von Gegenwalzen dar, um bei
gewissen Prägebearbeitungen und Papiersorten eine bessere Prägung zu erzielen. Durch
die Verwendung der nachfolgend beschriebenen Walzen wird nicht nur eine bessere Brechung
und Neutralisierung der Papierunterlage bezüglich Faltenbildung, Tubing und Curling
erzielt, sondern insbesondere auch eine ästhetisch weitaus verbesserte Oberfläche
der Folie. Schliesslich erlaubt eine solche Oberfläche der Folie ein feineres und
exakteres Prägen von sehr feinen Strukturen, die z.B. zur Herstellung von Authentifizierungsmerkmalen
dienen.
[0033] In der schematischen Darstellung von Fig. 15 ist eine Vorrichtung 60 mit drei Walzen
dargestellt, wobei die Prägewalze 2 durch den Antrieb 6 angetrieben ist. Die Folie
7 durchläuft zuerst das Walzenpaar 2 und R2 und anschliessend das Walzenpaar 2 und
R3. Daraus ergibt sich, dass die Folie zuerst durch die Anordnung mit unterschiedlichen
Strukturen des einen Walzenpaares durchläuft, um dann durch die Oberflächenstruktur
der zweiten Walzenpaar-Anordnung anders, d.h. inhomogen behandelt zu werden, wodurch
sich eine völlig inhomogene Behandlung der Folie ergibt, die überraschende Resultate
zeigt.
[0034] In Fig. 15 ist, wie bereits eingangs erwähnt, die Prägewalze 2 mit homogen gerasterten
individuellen Zähnen 5 sowie den Logo- und/oder Verstärkungszeilen und -reihen versehen,
wobei die Zahnanordnung das Grundraster GR definiert. Die Oberflächen-Strukturen der
Gegenwalzen R2 und R3 sind durch die Buchstaben A - J, bzw. Q - Z symbolisiert. Beim
Vergleich von Fig. 15 mit Fig. 16 ist ersichtlich, dass die Bezeichnung R2A die Oberflächen-Struktur
A der Gegenwalze R2, und R3Q die Oberflächen-Struktur Q auf Gegenwalze R3 bedeutet,
usw.
[0035] In Fig. 16 ist eine mögliche Oberflächen-Struktur der Gegenwalzen R2 und R3 angegeben.
Die Oberflächen-Struktur A der Walzenoberfläche von R2 gemäss Fig. 16 wird durch Längsrippen
45A definiert, die durch vereinzelte Strukturelemente in Form von Zahnreihen 61 unterbrochen
sind, wobei sich die Zahnreihe 61 aus einzelnen Zähnen 5 zusammensetzt und die Zähne
in vorliegendem Beispiel eine pyramidenstumpfförmige Gestaltung aufweisen. Die Oberfläche
von R2 besteht daher nicht aus gleichförmigen Längsrippen wie in Fig. 4, sondern aus
Längsrippen, die von zirkularen Zahnreihen unterbrochen sind, wobei das Raster dieser
Strukturelemente nicht das gleiche ist wie das Grundraster GR. Die Struktur Q der
dritten Gegenwalze R3 besteht hier aus gleichmässig angeordneten Zirkularrippen 44,
wie gemäss Fig. 4.
[0036] In Fig. 17 ist dargestellt, dass die Oberflächen-Struktur B der Gegenwalze R2 die
unterbrochenen Längsrippen 45A sowie Doppelzahnreihen 62 aufweist, wobei es selbstverständlich
ist, dass es auch drei oder mehr Zahnreihen sein können, die die Längsrippen unterbrechen.
Die Gegenwalze R3 weist die gleiche Oberflächen-Struktur Q wie gemäss Fig. 16 auf.
In Fig. 18 ist dargestellt, dass die Gegenwalze R2 die gleiche Oberflächen-Struktur
A wie gemäss Fig. 16 aufweist, während die Gegenwalze R3 eine Oberflächen-Struktur
R aufweist, worin zirkulare Rippen 63 durch längs angeordnete Zahnreihen 64 unterbrochen
sind, wobei die Zahnreihen aus einzelnen Zähnen 5 bestehen.
[0037] In der Darstellung gemäss Fig. 19 weist die Gegenwalze R2 die Oberflächen-Struktur
B wie in Fig. 17 auf, während die Gegenwalze R3 eine Oberflächen-Struktur S aufweist,
in der die zirkularen Rippen 63 durch Doppellängsreihen 65 unterbrochen sind, wobei
auch diese Reihen aus einzelnen Zähnen 5 bestehen.
[0038] Bereits aus der Beschreibung der Figuren 15 bis 19 geht hervor, dass eine grosse
Vielfalt von Variationen denkbar ist. So ist es selbstverständlich möglich, nicht
nur Strukturelementen in Form von Einfach- oder Doppelreihen von Zähnen vorzusehen,
sondern auch Drei- oder Mehrfachreihen aus einzelnen Zähnen, zwischen denen Längs-
oder Zirkularrippen angeordnet sind.
[0039] Ausserdem ist es einsichtig, dass sowohl die Dimensionen der einzelnen Zähne als
auch die Abstände zwischen den Zahnreihen und auch die Längs- oder Zirkularrippen
in ihren Dimensionen und Abständen variieren können, vorausgesetzt, dass sie derart
bemessen und angeordnet sind, dass sie stets im Eingriff, bzw. abwälzend mit den gerasterten
Zähnen der Gegenwalze R1 bringbar sind. Selbstverständlich ist eine beliebige Kombination
der angegebenen Walzentypen von beiden Gegenwalzen möglich.
[0040] Während in den Fig. 15 - 19 Oberflächen-Strukturen dargestellt sind, bei denen die
Strukturelemente orthogonal zur Längsachse der Walzen angeordnet sind, sind in den
Fig. 20 bis 22 Oberflächen-Strukturen dargestellt, in denen die aus einzelnen Zähnen
oder aus kontinuierlichen Rippen bestehenden Struktur-Elemente schraubenlinienförmig
angeordnet sind.
[0041] In Fig. 20 ist für die Gegenwalze R2 eine OberflächenStruktur G dargestellt, in welcher
in den Längsrippen 45 wie gemäss Fig. 19 Strukturelemente 66 schraubenlinienförmig
und z.B. unter einem Winkel von 45° zur Längsachse angeordnet sind, die wiederum aus
Zahnreihen mit einzelnen Zähnen 5 bestehen. Die Gegenwalze R3 weist eine Oberflächen-Struktur
X auf, die spiegelbildlich zur Struktur G ausgebildet ist, wobei jedoch Struktur-Elemente
67 aus zwei Reihen von Zähnen 5 und unter dem Winkel von z. B. 45° zur Längsachse
der Gegenwalze angeordnet sind. Wie in den Fig. 17, 18 und 19 dargestellt, weist die
Gegenwalze R3 mit OberflächenStruktur X ebenfalls Ringe 44 auf, die von den Strukturelementen
65 durchbrochen sind.
[0042] In Fig. 21 ist für Gegenwalzen R2 eine Oberflächen-Struktur H dargestellt, deren
Strukturelemente nicht aus Reihen mit einzelnen Zähnen bestehen, sondern aus Zirkularrippen
68, wobei die Abstände zwischen den einzelnen Rippen variabel ist und keine Längsrippen
vorhanden sind. Die Gegenwalze R3 weist die Oberflächen-Struktur Y auf, die aus Längsrippen
45 besteht. Auch hier ergibt das Zusammenwirken der Gegenwalzen R2 und R3 eine nicht
homogene Brechung der Papierfasern.
[0043] Die Gegenwalzen gemäss Fig. 22 sind analog den Gegenwalzen gemäss Fig. 20 zu sehen,
indem als Strukturelemente schraubenlinienförmig angeordnete Rippen 68A vorgesehen
sind, jedoch ohne dazwischen liegende Längs- oder Querrippen, wobei auch hier die
Abstände zwischen den einzelnen Rippen variabel sein können. Die Rippen 68B der Gegenwalze
R3, die die Oberflächen-Struktur Z ergeben, sind in diesem Beispiel dicht an dicht
und schraubenlinienförmig angeordnet. Auch hier gibt ein Zusammenwirken der beiden
Gegenwalzen R2 und R3 eine nicht homogene Prägung und damit eine maximale Brechung
der Papierfasern.
[0044] In den Figuren 23 bis 32 werden weitere Varianten von Walzenoberflächen und Zähne
gezeigt, wobei von der
WO-A1-2009/155720 des gleichen Anmelders ausgegangen wird. Fig. 23 zeigt eine Vorrichtung 69 mit der
Prägewalze 2, die hier in einer anderen Darstellung als vorhergehend gezeichnet ist,
mit Zähnen 70 und den Logo- und/oder Verstärkungszeilen und -reihen, die mit einer
Ringwalze 41 und mit einer Zahnwalze 4B zusammenwirkt. Die Präge- und Zahnwalze können
auch vertauscht sein. Anstatt der Ringwalze 41 kann es sich auch um eine Rippenwalze
42 handeln.
[0045] Wie aus den Figuren 24 bis 26 hervorgeht, sind die Öffnungswinkel der Zahnflanken
in radialer und axialer Ausrichtung unterschiedlich. In radialer Ausrichtung, d. h.
gemäss dem Schnitt XXV-XXV, bzw. in der Antriebsrichtung, ist der Öffnungswinkel α
zwischen zwei benachbarten Flanken 71FR und 72FR der Zähne 71 und 72 kleiner als der
Öffnungswinkel β zwischen den beiden axial ausgerichteten benachbarten Zahnflanken
72FA und 73FA der Zähne 72 und 73 gemäss Schnitt XXVI-XXVI der Fig. 24.
[0046] Die theoretische Zahnhöhe X, gemessen von der theoretischen Zahnspitze ZS bis zum
Zahngrund ZG1, ist grösser als die Zahnhöhe Y zwischen der theoretischen Zahnspitze
ZS und dem Zahngrund ZG2, wobei diese theoretischen Zahnspitzen ZS, von der Drehachse
aus gemessen, für alle Zähne gleich weit entfernt sind und für die vorliegenden Angaben
im
[0047] Überschneidungspunkt der Zahnflanken liegen. Wie erwähnt, handelt es sich hier um
theoretische Werte, die die Fertigungstoleranzen sowie die Abnutzung nicht berücksichtigen.
In vorliegendem Fall sind auch die praktischen Zahnhöhe X' und Y' eingezeichnet, wobei
die Differenz X'-Y' dieselbe ist wie für die theoretischen Zahnhöhen.
[0048] Dadurch, dass in der Antriebsrichtung die maximale Zahnhöhe X, bzw. Zahnflankenfläche,
vorhanden ist, kann die Kraftübertragung zwischen der Antriebsprägewalze und der nachfolgenden
Gegenwalze voll wirksam werden. In der axialen Richtung, gemäss der Ebene IV-IV ist
keine Antriebskraft zu übertragen und daher genügt in dieser Ausrichtung eine geringere
Zahnhöhe.
[0049] Dadurch ist es möglich, die minimalen Abstände der Zähne voneinander zu verkleinern,
wodurch ein feineres Prägen und eine bessere Behandlung des Papiers der Verpackungsfolie
resultiert. Bei den eingangs genannten, vorbekannten Prägewalzen sind die minimalen
Abstände, der Schritt, etwa 0,3 mm bei einer Höhe der Zähne bis zu 0,5 mm. Mit der
vorliegenden Ausgestaltung der Zähne ist es möglich, den minimalen Abstand bis zu
0,05 mm zu verringern.
[0050] Davon ausgehend ist es möglich, unter Beibehaltung der ganzen Antriebskraft, die
Grundfläche der Zähne rechteckig zu gestalten, wobei gemäss den Figuren 27 bis 29
die Länge L1 der Grundfläche von Zahn 75, bzw. der Zähne 76 - 79 in radialer Ausrichtung
kleiner als die Länge L2 in axialer Ausrichtung, oder gemäss den Figuren 30 bis 32
die Länge L3 der Grundfläche von Zahn 80, bzw. der Zähne 80 - 84 in radialer Ausrichtung
grösser als die Länge L4 dieses Zahnes in axialer Ausrichtung sein kann. Dabei ist
zu beachten, dass es sich um schematisch eingezeichnete Längen handelt, da es hier
nur auf deren Differenz ankommt.
[0051] Der Öffnungswinkel α kann in einem Bereich von 40° - 90° und der Winkel β in einem
Bereich von 60° - 120° liegen, wobei α stets kleiner als β ist. Die Zahnhöhenunterschiede,
d.h. X - Y, können in einem Bereich von 0,02 - 0,43 mm liegen.
[0052] In Figur 33 ist eine weitere Vorrichtung 85 dargestellt, in der die Zähne 5 mit quadratischer
oder rechteckiger Grundfläche nicht parallel und senkrecht zu den Walzenachsen A1,
A2, A3 angeordnet sind, sondern um einen Winkel d verdreht. In diesem Ausführungsbeispiel
beträgt der Winkel d = 45°. Der Winkel d kann in einem Bereich von grösser als 0°
bis 89° liegen, bevorzugt in einem Bereich von 35° bis 60°. Die Prägewalze 2G weist
die üblichen Logos und dergleichen auf, die Zahnwalze 4G nur Zähne 5 und Ringwalze
41G schräg angeordnete Ringe 44G, die kontinuierlich oder unterbrochen sein können.
Die einzelnen Zähne 5 und die Ringe 44G sind jeweils um den Winkel d gegenüber den
Walzenachsen verdreht.
[0053] Wie beispielsweise in den Figuren 1, 33 bis 47 dargestellt, sind auf der angetriebenen
Walze 2, 2A, 2B, 2C, 2D, 2E, 2G relativ grosse Bereiche vorhanden, die nicht mit Zähnen
versehen sind und das kann, da es sich um das Prägen einer Bahn, entsprechend einer
Spule, handelt, im Wesentlichen zu zwei Problemen führen. Einmal kann es ein Verziehen
des Folienbandes bewirken, das insbesondere beim Schneiden zum Tragen kommen kann
und falls die Prägewalzen nicht kontinuierlich im Eingriff stehen, können durch die
entstandenen Lücken Schläge verursacht werden, die die Prägewalzen schnell zerstören
können. Im seltenen Fall, dass zwei Einzelspulen eine Doppelbahn geprägt werden sollen,
bleiben die Probleme bestehen.
[0054] Das erste Problem kann dadurch gelöst werden, dass die Logozeilen 8, 8A; 15, 15A;
16, 16A auf den beiden Tippingbahnen 7A und 7B je versetzt angeordnet werden, wie
dies aus den Zeichnungen hervorgeht. Bei den vier gezeigten Ausführungsbeispielen
für das Prägen von Tippings gemäss den Figuren 35, 36 - 38 sind alle Logozeilen 8;
15; 16 der Prägewalzen 2, 2A, 2B, 2C jeweils um eine Zeile gegenüber den Logozeilen
8A; 15A; oder 16A versetzt zueinander angeordnet.
[0055] Das bewirkt, dass beim Schneiden der Tippingbahnen keine Spannungen entstehen und
dass nachher die Tippingbahnstücke problemlos um das Zigarettenmundstück geklebt werden
können, um ein Tipping zu ergeben, bei dem keine Naht ersichtlich ist. Dies geht aus
Fig. 43 hervor, in der zwei Zigaretten 10 und 11 gezeigt werden, um deren Enden, z.B.
mit Filter, die Tippings 12 und 13 gehüllt sind.
[0056] In den Beispielen gemäss den Figuren 35 und 36 sind die Zähne gleichmässig um den
ganzen Umfang verteilt und die Zähne mindestens einer Logozeile 8, 8A stets im Eingriff
mit Zähnen mindestens einer anderen Prägewalze. Das bewirkt, dass nicht nur der erforderliche
Antrieb der Gegenwalzen gewährleistet wird, sondern auch, dass ein Einnicken der Walze
mit den Logos gegenüber den anderen Walzen und damit schädliche Vibrationen vermieden
werden.
[0057] Insbesondere, falls zum Beispiel gemäss Fig. 37 in den Logozeilen 15, 15A der Prägewalze
2B weniger Zähne vorhanden sind oder weniger Logozeilen 15, 15A als bei der Prägewalze
gemäss den Figuren 35 oder 36, und der erforderliche Antrieb der Gegenwalzen allein
durch die Zähne nicht mehr gewährleistet ist, werden Synchronisationsmittel 14, wie
Zahnräder, Zahnriemen oder elektronische Antriebsmittel eingesetzt, um diese synchron
zur Prägewalze anzutreiben.
[0058] In Fig. 38 ist schematisch die Situation dargestellt, bei der die Logozeilen 16,
16A so gestaltet sind, dass ein Einnicken nicht vermieden werden könnte, falls nicht
geeignete Massnahmen ergriffen werden. In diesem Ausführungsbeispiel sind daher beidseits
der angetriebenen Walze 2C Absätze 17 angeordnet, damit die Prägewalze stets im erforderlichen
Kontakt mit den Gegenwalzen ist, damit ein Einnicken vermeiden wird und somit der
Abstand der Walzen zueinander stets konstant bleibt.
[0059] Allen gezeigten Logozeilen ist gemeinsam, dass sie derart angeordnet und geformt
sind, dass nach dem Aufkleben der Umhüllungsbahnen die darauf aufgebrachten Logos
an den Schnittstellen derselben nahtlos, d.h. ohne sichtbare Störungen der Kontinuität
des Logos, das z.B. ein Schriftzug sein kann, erscheinen.
[0060] In Fig. 41 ist vergrössert und schematisch die Struktur der Logos 8, 8A auf der im
Schnitt dargestellten Prägewalze 2 und die Struktur und Anordnung der geprägten Logos
38, 38A auf dem Folienband 7 mit den beiden Tippingbahnen 7A und 7B dargestellt, wobei
die Prägewalze dort weggelassen wurde und auf eine der Gegenwalzen 3 oder 4 gesehen
wird. Das Folienband ist nur an den Stellen strukturiert, an denen auf der Prägewalze
2 Logozeilen vorhanden waren und ist schmäler als die Prägewalzen.
[0061] In Fig. 42 ist noch besser veranschaulicht, dass die Buchstaben der Logos auf dem
Folienband durch Vertiefungen geformt sind, die durch entsprechende Zähne 5 auf der
angetriebenen Prägewalze 2 hervorgerufen worden sind. Analog dazu können die Logos
auch auf einer der Gegenwalzen angeordnet sein, siehe Figuren 2 und 3, wodurch bei
gleicher Ausrichtung der Seiten des Folienbandes in Bezug auf die Walzen diese Logos
durch Erhebungen gebildet sind.
[0062] Fig. 43 veranschaulicht ein auf zwei Zigarettenenden 10, 11 aufgeklebtes Tippingbahn-Stück,
wobei als nächster Schritt das Durchschneiden und Trennen der beiden Tippingbahn-Stücke
erfolgen wird. In den vorliegenden Ausführungsbeispielen bestehen die Logos 38 und
38A aus den beiden Buchstaben LB doch können aus irgendeiner Konstellation von Zähnen
irgendwelche Buchstaben, Zeichen oder Authentifizierungsmerkmale zusammengesetzt werden.
[0063] Analog zu den vorbekannten Prägeeinheiten für Innerliner, kann eine Prägeeinheit
für Tippings oder anderen Umhüllungsfolien auch aus nur zwei Prägewalzen bestehen,
wobei gemäss Fig. 3 die Gegenwalze 3A einen doppelten Durchmesser der angetriebenen
Prägewalze 2F sowie die Logos 8, 8A und die Zahnreihen 9 aufweist. Die Gegenwalze
kann auch eine Ringwalze 41 gemäss Fig. 13 oder eine Rippenwalze 42 gemäss Fig. 14
sein.
[0064] Wie eingangs erwähnt, werden mit den vorbekannten Verfahren die Tippings in der Regel
Off-Line auf mehrfacher Spulenbreite geprägt, auf eine Spulenbreite vereinzelt und
auf die Zigarettenenden aufgebracht. Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt jedoch,
das ganze Verfahren präziser und einfacher online, d.h. während dem Verpackungsprozess
durchzuführen.
[0065] Im stark vereinfachten Ablaufschema der Figur 34 wird das Folienband 7 durch die
Prägeeinheit 1 geprägt und anschliessend wird in der Klebe- und Schneideeinheit 18
das Doppeltipping um zwei Zigarettenenden gehüllt und die Zigaretten vereinzelt. Von
dort gelangen die einzelnen Zigaretten entweder in einen Speiseroboter 19 und von
dort in die Online-Verpackungsanlage 20, um vom Innerliner verpackt zu werden oder
direkt in die Online-Verpackungsanlage, wie dies durch die Pfeile 21, 22, 23 angedeutet
ist. Dieses Online-Verfahren, zusammen mit der relativ einfachen Austauschbarkeit
der Prägewalzen und der grossen Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten, ergeben eine
erhebliche Erhöhung der Produktivität und der Gestaltungsmöglichkeiten.
[0066] Im Ausführungsbeispiel gemäss den Figuren 41 bis 43 wird das Prägen und Aufbringen
von Tippings dargestellt, doch kann eine wie beschrieben geprägte Folie auch zur Umhüllung
von anderen Gegenständen als Zigaretten dienen, vor allem wo es darauf ankommt, dass
sie sich nicht verzieht und ein kostengünstiges Prägen verschiedenster Muster z.B.
auch auf weissem Papier erwünscht ist.
[0067] In den Figuren 44 bis 47 wird als weitere Anwendung der erfindungsgemässen Vorrichtungen
das Prägen von Verstärkungszonen auf Umhüllungspapier und die Verwendung derselben
zum Umhüllen von Schachteln gezeigt. Diese Verstärkungszonen besitzen zugleich auch
dekorativen Charakter, wobei die Verstärkungszeilen und -reihen auf den Prägewalzen
und somit die entsprechenden Verstärkungszonen auf der Folie nicht ganze Reihen von
Zähnen aufweisen müssen, sie können auch aus einzelnen Bereichen zusammengesetzt sein,
siehe Fig. 39. Insbesondere die Verstärkungsreihen auf den Prägewalzen verhindern
das Einnicken derselben in den meisten Fällen.
[0068] Das Prägen mit dem Pin up - Pin up Verfahren von kleinen Einbuchtungen oder Erhebungen
eröffnet die Möglichkeit, relativ dünne Umhüllungsfolien zum Verpacken von Zigarettenschachteln
und von Schachteln für hochwertige Güter wie Uhren, elektronische Teile, teuere Medikamente
oder Lebensmittel wie Schokolade oder Käse mit oder ohne Logos im Online Verfahren
zu verwenden, die an den kritischen Stellen, d. h. an den Rändern, wo die Gefahr besteht,
dass die Folie reisst, Verstärkungszonen aufweisen. Dadurch, dass die Folie an diesen
Stellen mit der erfindungsgemässen Vorrichtung geprägt wird, wird die Einreissgefahr
gemindert. Ausserdem wird durch die sehr feine und exakte Prägung sichergestellt,
dass nach dem Öffnen der Originalverpackung diese nicht mehr unbemerkt geschlossen
werden kann. Diese Sicherheit wird verstärkt, falls die feinen Schriftzüge und dergleichen
nach dem Umhüllen nahtlos ineinandergehen. Dazu ist wie bei den Tippings wichtig,
dass sich die Folie nach dem Zuschneiden nicht verzieht.
[0069] Eine mit der Prägewalze 2D gemäss Figur 39 geprägte Folie ist um die Schachtel 30
gemäss Figur 44 derart angeordnet, dass sich die mit den Verstärkungszeilen und -reihen
26 und 27 geprägten Verstärkungszonen 31 und 32 an den Rändern der Schachtel befinden,
wobei eine oder mehrere Seiten Logos 38, 38A aufweisen können. Die in Figur 39 gezeigten
Lücken 29 der vertikalen Verstärkungsreihen 27 sind wahlweise und als eine Möglichkeit
gezeigt.
[0070] Die Umhüllungsfolie für die Schachtel 33 von Figur 45 wurde mit der Prägewalze 2E
von Figur 40 geprägt und zeigt nur Verstärkungszonen 31 und 32. In Figur 46 ist als
eine Variante eine Umhüllungsfolie um eine dreieckige Schachtel 34 gezeigt, deren
Verstärkungszonen 31 und 32 und Logos 38, 38A mit einer Prägewalze geprägt wurden,
die der Prägewalze 2D von Figur 39 entspricht.
[0071] Das geprägte Umhüllungspapier gemäss Fig. 47 weist feine horizontale Zeilen 35 sowie
vertikale Reihen 36 auf, die sowohl dekorativ als auch als Verstärkungszonen wirken.
Es ist selbstredend, dass die symbolisch dargestellten Logos und Verstärkungszonen
der Zeichnungen für eine sehr grosse Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten stehen.
1. Vorrichtung zum Prägen von Umhüllungsfolien, mit mindestens einer Prägewalze und mindestens
einer Gegenwalze, wovon eine über einen Antrieb (6) angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Präge- und Gegenwalze(n) in einer Pin-up - Pin-up Konfiguration ausgebildet sind,
wobei mindestens die Prägewalze (2, 2A, 2B, 2C, 2D, 2E, 2F, 2G; 3, 3A; 4) aus dem
Walzenzylinder herausragende Zähne (5) aufweist, die Zähne (5) der Prägewalze zum
Prägen von Logos und/oder Verstärkungen pyramidenförmig oder konisch sind und mindestens
teilweise auch dem Antrieb der Gegenwalze(n) dienen und die Präge- und Gegenwalze(n)
derart ausgebildet sind, dass sie im Online-Verfahren einsetzbar sind und beim Prägen
nur eines Folienbandes ein Einnicken der Prägewalze infolge Lücken in/oder zwischen
Logo- und/oder Verstärkungszeilen und -reihen vermieden wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Vermeiden von Einnicken die Anordnung der Zähne und der Abstände in/oder
zwischen den Logound/oder Verstärkungszeilen und -reihen ist derart, dass stets Zähne
dieser Logo- und/oder Verstärkungszeilen und -reihen mit Zähnen (5), Rillen (43) oder
Rippen (44, 45, 45A, 63) der Gegenwalze(n) im Eingriff sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Vermeiden von Einnicken je einen Absatz (17) an beiden Rändern der
Prägewalze (2C) mit den Logozeilen (16, 16A) und/oder mit den Verstärkungszeilen und
-reihen (26, 27, 28) beinhaltet.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägewalze (2) Logozeilen (8, 8A) mit Zähnen (5), die zu Logos angeordnet sind
sowie Reihen (9) von Zähnen (5) an beiden Rändern zum Antrieb aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägewalze (2B, 4A, 2) Logozeilen (8, 8A, 15, 15A) mit Zähnen (5), die zu Logos
angeordnet sind sowie mit der(den) anderen Walze(n) (3, 4; 2F, 41; 3, 55) kooperierende
Synchronisationsmittel (14, 48, 49, 50) aufweist (en) .
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägewalze (2D, 2E) Zähne (5) aufweist, die zu Logos und/oder zu longitudinal
und radial verlaufenden Verstärkungszeilen (26) und -reihen (27, 28) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Prägewalze (2, 2A, 2B, 2C, 2D, 2E, 2F) mit Logozeilen (8, 8A) und/oder Verstärkungszeilen
(26) und -reihen (27, 28) und eine oder zwei mit der Prägewalze kooperierende Gegenwalze(n)
(3; 4, 4A, 41, 42, R2, R3) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine angetriebene Gegenwalze (2F) und mindestens eine mit dieser Gegenwalze kooperierende
Prägewalze (3A) mit Logozeilen (8, 8A) und/oder Verstärkungszeilen (26) und -reihen
(27, 28) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenwalze mit vereinzelten Zähnen (5) oder mit Zirkularrippen (44, 68), schraubenlinienförmige
Rippen (68A, 68B), Längsrippen (45) mit oder ohne Strukturelemente (65-67) aus Zahnreihen
versehen ist, wobei die Rippen abgeflacht sind und deren Querschnitt sich nach aussen
verjüngt, oder die Gegenwalze (55) eine glatte Oberfläche aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die pyramidenförmigen Zähne einen im wesentlichen rechteckigen Grundriss aufweisen,
wobei der Öffnungswinkel (α) zwischen den im wesentlichen in radialer Ausrichtung
angeordneten, jeweils benachbarten Zahnflanken (31FR, 32FR; 131FR, 132FR) kleiner
ist als der Öffnungswinkel (β) zwischen den im wesentlichen in axialer Ausrichtung
angeordneten, jeweils benachbarten Zahnflanken (32FA, 33FA; 132FA, 133FA) und die
Zahnhöhe (X) in radialer Ausrichtung, gemessen von der Zahnspitze (ZS) zum Zahngrund
(ZG1), grösser ist als die Zahnhöhe (Y) in axialer Ausrichtung, gemessen von der Zahnspitze
(ZS) zum Zahngrund (ZG2).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten der pyramidenförmigen Zähne (5) entweder orthogonal zur Längsachse der
Walze oder unter einem Winkel (d) dazu zwischen 1° und 89° angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundfläche der individuellen Zähne (31-34; 131-134) quadratisch ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenwalze(n) derart gelagert sind, dass sie in Längsrichtung der Achse und/oder
in der Anpressrichtung und/oder in der Laufrichtung des zu prägenden Materials auslenkbar
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Zähne der Prägewalze (2, 2A, 2B, 2C, 2D, 2E, 2F, 2G; 3, 3A; 4) in der Höhe
oder Form verändert sind, um geprägte Zeichen zu ergeben, deren Erscheinungsbild sich
je nach Betrachtungswinkel ändert.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähne (5) der Prägewalze zur Gestaltung von Logos derart angeordnet und gestaltet
sind, dass beim Durchlauf eines Folienbandes (7) auf demselben mindestens zwei Umhüllungsabschnitte
(7A, 7B) prägbar sind derart, dass die auf einem Abschnitt (7A) geprägten Logos (38)
jeweils in Ablaufrichtung versetzt zu den Logos (38A) auf dem anderen Abschnitt (7B)
angeordnet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienband (7) aus Papier oder Kunststoff besteht oder eine Hybridfolie ist und
zu Tippings (12, 13) für Zigarettenmundstücke verarbeitbar ist.
17. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 15 zur Online-Herstellung von Tippings in
einer Anlage zur Herstellung von Zigarettenpaketen, wobei die Vorrichtung mit einer
Klebe- und Schneideeinheit (18) verbunden ist und die vereinzelten Zigaretten (10,
11) mit dem Tipping (12, 13) entweder einem Speiseroboter (19) und von dort der Verpackungsanlage
(20) oder direkt der Verpackungsanlage zugeführt werden.
18. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zur Online-Herstellung
von Folien zur Umhüllung von Gegenständen (30, 33, 34), wobei die Umhüllungsfolien
mit den zu Verstärkungszeilen und -reihen (26, 27, 28) angeordneten Zähnen geprägten
Verstärkungszonen (31, 32, 35, 36) derart zugeschnitten werden, dass die Verstärkungszonen
sich an den Kanten des Gegenstandes befinden.