(19)
(11) EP 2 354 016 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.08.2011  Patentblatt  2011/32

(21) Anmeldenummer: 11150870.1

(22) Anmeldetag:  13.01.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65B 41/12(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 29.01.2010 DE 202010001587 U

(71) Anmelder: MSK - Verpackungs-Systeme GmbH
47533 Kleve (DE)

(72) Erfinder:
  • Die Erfinder haben auf ihre Nennung verzichtet.

(74) Vertreter: Rohmann, Michael 
Andrejewski - Honke Patent- und Rechtsanwälte An der Reichsbank 8
45127 Essen
45127 Essen (DE)

   


(54) Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels mit einer Folie


(57) Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels (1) mit einer Folie, - mit zumindest einem Folienvorrat (4), einem Folienzuführkopf (5) und einer Überzieheinrichtung (6) zum Überziehen der Folie über den Gutstapel (1). Die Folie ist von dem Folienvorrat (4) dem Folienzuführkopf (5) zuführbar, wobei der Folienzuführkopf (5) mit einer Folienantriebseinrichtung (7) zum Zuführen der Folie ausgestattet ist. Der Folienzuführkopf (5) weist fernerhin zumindest eine Blaseinrichtung (16) auf, mit der Blasluft mit der Maßgabe an die Folie anblasbar ist, dass diese von der Blasluft in Zuführrichtung der Folie geführt und/oder gezogen wird.




Beschreibung

Beschreibung:



[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels mit einer Folie, - mit zumindest einem Folienvorrat, einem Folienzuführkopf und einer Überzieheinrichtung zum Überziehen der Folie über den Gutstapel, wobei die Folie von dem Folienvorrat dem Folienzuführkopf zuführbar ist. - Folie meint im Rahmen der Erfindung insbesondere eine Kunststofffolie. Der Gutstapel kann einerseits aus gestapelten Gütern, wie z. B. Kisten oder dergleichen bestehen. Andererseits kann es sich bei dem Gutstapel aber auch um Produkte aus dem Weißgerätebereich, wie z. B. Kühlschränke, handeln. Zweckmäßigerweise wird der Gutstapel auf einer Palette aufgenommen.

[0002] Aus der Praxis sind Vorrichtungen der vorstehend genannten Art in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Dabei wird in der Regel ein zunächst geschlossener Folienschlauch von dem Folienvorrat zu dem Folienzuführkopf überführt und in dem Folienzuführkopf wird mit einer Trenneinrichtung ein für einen Überziehvorgang benötigter Folienschlauchabschnitt abgetrennt. Häufig ist in dem Folienzuführkopf auch noch eine Schweißeinrichtung vorhanden, mit der der Folienschlauchabschnitt an seinem oberen Ende zur Bildung einer Folienhaube abgeschweißt wird. Beim Transport neigt der Folienschlauch dazu sich elektrostatisch aufzuladen. Das hat zur Folge, dass sich der Folienschlauch bzw. dass sich die eine oder andere Lage des Folienschlauches an insbesondere metallischen Komponenten des Folienzuführkopfes anlegt. Der Folienschlauch kann an diesen Stellen hängenbleiben und es ergibt sich ein unerwünschter Folienstau, der oftmals ein manuelles Eingreifen einer Bedienungsperson erforderlich macht. Wenn der Folienschlauch durch einen von Führungswänden gebildeten und sich in Zuführrichtung verjüngenden Führungsspalt geführt wird, kann der Folienschlauch bzw. die Lagen des Folienschlauches an den Führungswänden besonders leicht hängenbleiben. Dadurch kann eine vorzeitige, unbeabsichtigte und nachteilhafte Öffnung des Folienschlauches resultieren. Der auf diese Weise bereits leicht geöffnete Folienschlauch kann sich dann besonders leicht an nachfolgenden Komponenten anlegen. So kann er sich insbesondere an der in Zuführrichtung nachfolgenden Schweißeinrichtung anlegen und sich dann in nachteilhafter Weise in den Führungsspalt zurück stauen. Das macht aufwendige Eingriffe notwendig.

[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, bei der die vorstehend erläuterten Nachteile wirksam vermieden werden können.

[0004] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels mit einer Folie, - mit zumindest einem Folienvorrat, einem Folienzuführkopf und einer Überzieheinrichtung zum Überziehen der Folie über den Gutstapel,

[0005] wobei die Folie von dem Folienvorrat dem Folienzuführkopf zuführbar ist, wobei der Folienzuführkopf mit einer Folienantriebseinrichtung zum Zuführen der Folie ausgestattet ist,

[0006] und wobei der Folienzuführkopf fernerhin zumindest eine Blaseinrichtung aufweist, mit der Blasluft mit der Maßgabe an die Folie anblasbar ist, dass diese von der Blasluft in Zuführrichtung der Folie geführt und/oder gezogen wird.

[0007] Zuführrichtung meint im Rahmen der Erfindung die Richtung, in der die Folie in dem Folienzuführkopf und vorzugsweise auch nach bzw. unter dem Folienzuführkopf zugeführt wird. Mit dem Begriff Blasluft ist nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung das Einblasen von Luft gemeint. Der Begriff Blasluft steht nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung aber auch für jedes andere einblasbare Gas.

[0008] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Folie von dem Folienvorrat an den Folienzuführkopf als Folienschlauch bzw. als geschlossener Folienschlauch überführbar ist. Ein solcher geschlossener Folienschlauch weist zwei übereinanderliegende Folienlagen auf. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Folienschlauch als Seitenfaltenschlauch ausgebildet. Dann weist der Folienschlauch in an sich bekannter Weise neben den beiden genannten übereinanderliegenden Folienlagen zweckmäßigerweise an jeder Seite eine Falte auf. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Folienschlauch als geschlossener Folienschlauch durch den Folienzuführkopf geführt wird. Vorzugsweise wird der zunächst geschlossene Folienschlauch in Zuführrichtung nach bzw. unter dem Folienzuführkopf mit einer Öffnungseinrichtung für den Überziehvorgang geöffnet. Der Folienvorrat ist zweckmäßigerweise als Folienschlauchrolle bzw. Folienschlauchcoil ausgebildet.

[0009] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Folienantriebseinrichtung zumindest eine Führungswalze und zumindest ein Paar von Gegenrollen aufweist und dass die beiden Gegenrollen beim Zuführen der Folie bzw. des Folienschlauches unter Zwischenschaltung der Folie bzw. des Folienschlauches an der Führungswalze anliegen. Zum Zuführen der Folie ist die Führungswalze und/oder zumindest eine Gegenrolle antreibbar. Vorzugsweise wird lediglich die Führungswalze angetrieben und die beiden Gegenrollen werden nicht angetrieben. Nach einer Ausführungsvariante ist der Folienzuführkopf zum wahlweisen Zuführen einer ersten Folie oder einer zweiten Folie ausgestaltet. Dann weist der Folienzuführkopf eine Führungswalze, ein erstes Paar von Gegenrollen und ein zweites Paar von Gegenrollen auf. Bei dieser Ausführungsvariante ist wahlweise entweder das erste Paar von Gegenrollen unter Zwischenschaltung der ersten Folie in Kontakt mit der Führungswalze bringbar und dann wird die Führungswalze zum Zuführen der ersten Folie angetrieben. Alternativ kann das zweite Paar von Gegenrollen unter Zwischenschaltung der zweiten Folie in Kontakt mit der Führungswalze gebracht werden und dann wird die Führungswalze zum Zuführen der zweiten Folie angetrieben.

[0010] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Folienzuführkopf zumindest zwei Führungswände, vorzugsweise zwei Führungswände aufweist, die einen sich in Zuführrichtung verjüngenden Führungsspalt für die Folie bzw. für den Folienschlauch bilden. Zweckmäßigerweise sind die Führungswände als Führungsbleche ausgebildet. Empfohlenermaßen schließen die Führungswände einen Winkel α von 20° bis 45°, bevorzugt von 25° bis 40° ein. Vorzugsweise ist der von den Führungswänden gebildete Führungsspalt in Zuführrichtung der Folie hinter bzw. unter der Folienantriebseinrichtung angeordnet.

[0011] Gemäß bevorzugter Ausführungsform der Erfindung erstrecken sich die den Führungsspalt bildenden Führungswände über zumindest 80 %, vorzugsweise über zumindest 90 % der Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches. Nach empfohlener Ausführungsvariante erstrecken sich die Führungswände zumindest über die gesamte Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung übertrifft die Breite der Führungswände die Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches. Vorzugsweise überragen die Führungswände die Folie bzw. den Folienschlauch an beiden Seiten. Breite meint hier die Erstreckung der Folie/des Folienschlauches bzw. der Führungswände quer bzw. senkrecht zur Zuführrichtung.

[0012] Es empfiehlt sich, dass mit der Blaseinrichtung Blasluft in der Richtung bzw. im Wesentlichen in der Richtung, in der die Folie durch den Führungsspalt geführt wird, entlang zumindest einer der beiden Führungswände, vorzugsweise entlang der beiden Führungswände, eingeblasen wird. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Blasluft dabei unmittelbar über der Oberfläche einer Führungswand eingeblasen wird. Zweckmäßigweise wird die Blasluft parallel zu einer Führungswand bzw. im Neigungswinkel dieser Führungswand eingeblasen. Empfohlenermaßen wird die Blasluft entlang der Außenseite zumindest einer Führungswand, vorzugsweise entlang den Außenseiten beider Führungswände eingeblasen. Außenseite einer Führungswand meint dabei die dem Führungsspalt abgewandte Seite der Führungswand. Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die Blasluft entlang der Innenseite zumindest einer Führungswand, empfohlenermaßen entlang den Innenseiten beider Führungswände, eingeblasen.

[0013] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass Blasluft über zumindest 60 %, bevorzugt über zumindest 75 % und sehr bevorzugt über zumindest 90 % der Breite der Folie bzw. des Folienschlauches eingeblasen wird. Vorzugsweise wird Blasluft zumindest über die gesamte Breite der Folie bzw. des Folienschlauches eingeblasen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Einblasung von Blasluft über die Breite der Folie bzw. des Folienschlauches hinaus und zweckmäßigerweise an beiden Seiten der Folie bzw. des Folienschlauches über die Breite der Folie bzw. des Folienschlauches hinaus. Die Einblasung der Blasluft kann über zumindest einen Blasluftschlitz erfolgen oder über eine Mehrzahl von verteilten Blasluftöffnungen.

[0014] Gemäß einer bewährten Ausführungsform der Erfindung weist die Blaseinrichtung zumindest eine Blasrohreinheit auf und über die Länge dieser Blasrohreinheit ist eine Mehrzahl von Blasöffnungen verteilt. Bei einer Blasrohreinheit kann es sich um ein einziges Blasrohr handeln oder um mehrere hintereinander angeordnete Blasrohre. Es empfiehlt sich, dass die Blasöffnungen eines Blasrohres gleiche Abstände voneinander aufweisen. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich zumindest ein Blasrohr entlang zumindest einer Führungswand. Das Blasrohr erstreckt sich dabei vorzugsweise parallel zur Führungswand und quer zur Zuführrichtung der Folie. Gemäß besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich entlang jeder der beiden Führungswände zumindest ein Blasrohr. Jedes Blasrohr weist dabei vorzugsweise eine Mehrzahl von Blasöffnungen auf, die über die Länge des Blasrohres verteilt sind. Empfohlenermaßen erstreckt sich eine Blasrohreinheit bzw. ein Blasrohr über zumindest 60 %, bevorzugt über zumindest 75 % und besonders bevorzugt über zumindest 90 % der Breite einer Führungswand bzw. der Breite der zugeführten Folie. Es empfiehlt sich, dass sich eine Blasrohreinheit bzw. ein Blasrohr über zumindest die gesamte Breite einer Führungswand bzw. über zumindest die gesamte Breite der zugeführten Folie erstreckt. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform ist eine Blasrohreinheit bzw. ein Blasrohr länger ausgeführt als die Breite der zugeordneten Führungswand bzw. als die Breite der zugeführten Folie, und zwar bevorzugt an beiden Seiten der Führungswand bzw. der Folie. Breite meint die Erstreckung der Führungswand bzw. der Folie quer zur Zuführrichtung der Folie. Zweckmäßigerweise ist ein Blasrohr lediglich mit geringem Abstand zur zugeordneten Führungswand angeordnet.

[0015] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Blasluft mit der Blaseinrichtung mit der Maßgabe einblasbar ist, dass die Blasluft zunächst laminar entlang zumindest einer Führungswand und anschließend laminar entlang der Oberfläche der Folie bzw. des Folienschlauches strömt. Besonders bevorzugt ist dabei, dass die Blasluft zunächst laminar entlang der Oberflächen der Außenseiten beider Führungswände strömt und anschließend laminar entlang der Oberflächen der gegenüberliegenden Lagen des Folienschlauches strömt. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Blasluft unmittelbar über die Oberflächen der Führungswände und der Folie bzw. des Folienschlauches strömt.

[0016] Es empfiehlt sich, dass der Folienzuführkopf eine Trenneinrichtung zum Abtrennen von Folienabschnitten bzw. von Folienschlauchabschnitten aufweist. Zweckmäßigerweise ist die Trenneinrichtung als Schneideinrichtung zum Abschneiden von Folienabschnitten bzw. von Folienschlauchabschnitten ausgebildet.

[0017] Nach empfohlener Ausführungsform der Erfindung sind die den Führungsspalt bildenden Führungswände zwischen der Folienantriebseinrichtung und der Trenneinrichtung angeordnet. Bevorzugt ist auch die Blaseinrichtung zwischen der Folienantriebseinrichtung und der Trenneinrichtung angeordnet. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist der Folienzuführkopf fernerhin eine Schweißeinrichtung auf. Die Schweißeinrichtung umfasst vorzugsweise zwei Schweißbalken, wobei zumindest ein Schweißbalken gegen den anderen Schweißbalken fahrbar ist. Empfohlenermaßen ist in Zuführrichtung hinter bzw. unter dem Folienzuführkopf eine Öffnungseinrichtung zum Öffnen des Folienschlauches für einen Überziehvorgang angeordnet.

[0018] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung die eingangs zum Stand der Technik geschilderten Nachteile auf einfache und effektive Weise vermieden werden können. Aufgrund der erfindungsgemäßen Blaslufteinblasung wird die durch den Folienzuführkopf geführte Folie bzw. der Folienschlauch gleichsam stabilisiert, so dass die Folie bzw. der Folienschlauch quasi exakt in Zuführrichtung geführt werden kann, ohne dass der Folienschlauch bzw. die Lagen des Folienschlauches sich in unerwünschter Weise an Komponenten des Folienzuführkopfes anlegen. Ein unerwünschtes Hängenbleiben der Folie bzw. des Folienschlauches im Folienzuführkopf und unerwünschte Folienstaus können mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen wirksam vermieden bzw. zumindest minimiert werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist verhältnismäßig einfach aufgebaut und die erfindungsgemäßen Komponenten lassen sich auch auf einfache Weise bei bereits existierenden Vorrichtungen nachrüsten.

[0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1
eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2
einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Folienzuführkopf und
Fig. 3
einen vergrößerten Ausschnitt A aus der Fig. 2.


[0020] In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels 1 mit einem Folienschlauch 2 dargestellt. Im Ausführungsbeispiel ist der Gutstapel auf einer Palette 3 angeordnet. Die Vorrichtung weist einen Folienvorrat 4 in Form einer Folienschlauchrolle auf sowie einen Folienzuführkopf 5 zum Zuführen des Folienschlauches 2. Weiterhin ist die Vorrichtung mit einer Überzieheinrichtung 6 zum Überziehen des Folienschlauches 2 bzw. zum Überziehen eines Folienschlauchabschnittes über den Gutstapel 1 ausgestattet.

[0021] In der Fig. 2 ist der Folienzuführkopf 5 detailliert dargestellt. Dieser Folienzuführkopf 5 ist mit einer Folienantriebseinrichtung 7 zum Zuführen des Folienschlauches 2 ausgestattet. Diese Folienantriebseinrichtung 7 weist im Ausführungsbeispiel eine antreibbare Führungswalze 8 sowie zwei Paare 11, 12 von Gegenrollen 9, 10 auf. Wahlweise kann entweder das erste Paar 11 von Gegenrollen 9, 10 unter Zwischenschaltung eines ersten Folienschlauches 2 zur Anlage an die Führungswalze 8 gebracht werden oder das zweite Paar 12 von Gegenrollen 9, 10 kann unter Zwischenschaltung eines nicht dargestellten zweiten Folienschlauches zur Anlage an die Führungswalze gebracht werden. Für die Zuführung des ersten Folienschlauches 2 oder des zweiten Folienschlauches wird dann die Führungswalze 8 angetrieben. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel werden die Gegenrollen 9, 10 nicht angetrieben.

[0022] Der mit der Hilfe der Folienantriebseinrichtung 7 zugeführte Folienschlauch 2 wird dann durch einen sich in Zuführrichtung verjüngenden Führungsspalt 13 geführt, der von zwei Führungswänden 14, 15 gebildet wird, die vorzugsweise als Führungsbleche ausgebildet sind. Im Ausführungsbeispiel schließen die Führungswände 14, 15 einen Winkel α von 30° ein. Zweckmäßigerweise erstrecken sich die Führungswände 14, 15 zumindest über die gesamte Breite des zugeführten Folienschlauches 2.

[0023] Erfindungsgemäß weist der Folienzuführkopf eine Blaseinrichtung 16 auf, mit der Blasluft mit der Maßgabe an den Folienschlauch 2 angeblasen wird, dass dieser von der Blasluft in Zuführrichtung des Folienschlauches geführt und/oder gezogen wird. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel wird mit der Blaseinrichtung 16 Blasluft in der Richtung in der der Folienschlauch 2 durch den Führungsspalt 13 geführt wird, entlang der Außenseiten der beiden Führungswände 14, 15 eingeblasen. Die Blasluft wird dabei zweckmäßigerweise zumindest über die gesamte Breite des Folienschlauches 2 eingeblasen.

[0024] Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel weist die Blaseinrichtung 16 zwei Blasrohreinheiten 17 auf. Empfohlenermaßen ist jede Blasrohreinheit 17 in

[0025] Bezug auf die Höhe der Führungswände 14, 15 im Bereich der oberen Hälfte der Führungswände 14, 15 angeordnet. Bei einer Blasrohreinheit 17 kann es sich um ein einziges Blasrohr handeln oder um mehrere quer zur Zuführrichtung hintereinander angeordnete Blasrohre. Zweckmäßigerweise ist über die Länge eines Blasrohres in nicht dargestellter Weise eine Mehrzahl von Blasöffnungen verteilt angeordnet. Bevorzugt sind die Blasöffnungen mit der Maßgabe orientiert, dass die Blasluft entsprechend dem Neigungswinkel der Führungswände 14, 15 daraus austritt. Die beiden Blasrohreinheiten 17 erstrecken sich vorzugsweise zumindest über die gesamte Breite der Führungswände 14, 15 bzw. über die gesamte Breite des Folienschlauches 2. In den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, dass die Blasrohreinheiten 17 mit geringem Abstand zu den Führungswänden 14, 15 angeordnet sind. Empfohlenermaßen wird die Blasluft mit der Blaseinrichtung 16 bzw. mit den Blasrohreinheiten 17 mit der Maßgabe eingeblasen, dass die Blasluft zunächst unmittelbar bzw. laminar entlang der beiden Führungswände 13, 14 strömt und anschließend unmittelbar bzw. laminar entlang der Oberflächen der gegenüberliegenden Lagen des Folienschlauches 2 strömt. Die Blasluft strömt vorzugsweise zunächst parallel zu den beiden Führungswänden 14, 15 an den Außenseiten dieser beiden Führungswände 14, 15 entlang und dann parallel zum Folienschlauch 2 an den beiden Außenoberflächen des geschlossenen Folienschlauches 2 entlang. Diese Strömung der Blasluft ist in den Fig. 2 und 3 durch einen Pfeil B angedeutet.

[0026] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel weist der Folienzuführkopf 5 eine als Schneideinrichtung 18 ausgebildete Trenneinrichtung zum Abtrennen von Folienschlauchabschnitten auf. In den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, dass gemäß bevorzugter Ausführungsform die den Führungsspalt 13 bildenden Führungswände 14, 15 zwischen der Folienantriebseinrichtung 7 und der Schneideinrichtung 18 angeordnet sind. Fernerhin ist die Blaseinrichtung 16 zwischen der Folienantriebseinrichtung 7 und der Schneideinrichtung 18 angeordnet. In Zuführrichtung hinter bzw. unter der Schneideinrichtung 18 ist vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel eine Schweißeinrichtung 19 mit zwei Schweißbalken 20, 21 vorgesehen. Außerdem ist zweckmäßigerweise in Zuführrichtung hinter bzw. unter dem Folienzuführkopf 5 eine Öffnungseinrichtung 22 mit Saugwangen 23, 24 angeordnet. Diese Öffnungseinrichtung 22 dient zum Öffnen des zunächst geschlossenen Folienschlauches 2 für einen anschließenden Überziehvorgang.


Ansprüche

1. Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels (1) mit einer Folie, - mit zumindest einem Folienvorrat (4), einem Folienzuführkopf (5) und einer Überzieheinrichtung (6) zum Überziehen der Folie über den Gutstapel (1),
wobei die Folie von dem Folienvorrat (4) dem Folienzuführkopf (5) zuführbar ist, wobei der Folienzuführkopf (5) mit einer Folienantriebseinrichtung (7) zum Zuführen der Folie ausgestattet ist
und wobei der Folienzuführkopf (5) fernerhin zumindest eine Blaseinrichtung (16) aufweist, mit der Blasluft mit der Maßgabe an die Folie anblasbar ist, dass diese von der Blasluft in Zuführrichtung der Folie geführt und/oder gezogen wird.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Folie dem Folienzuführkopf (5) als geschlossener Folienschlauch (2) zuführbar ist.
 
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Folienantriebseinrichtung (7) zumindest eine Führungswalze (8) und zumindest ein Paar (11) von Gegenrollen (9, 10) aufweist und wobei die beiden Gegenrollen (9, 10) beim Zuführen der Folie bzw. des Folienschlauches (2) unter Zwischenschaltung der Folie bzw. des Folienschlauches (2) an der Führungswalze (8) anliegen.
 
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Folienzuführkopf (5) zumindest zwei Führungswände (14, 15) aufweist, die einen sich in Zuführrichtung verjüngenden Führungsspalt (13) für die Folie bzw. für den Folienschlauch (2) bilden.
 
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei sich die Führungswände (14, 15) über zumindest 80 % der Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches (2) und vorzugsweise über zumindest die gesamte Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches (2) erstrecken.
 
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, wobei mit der Blaseinrichtung (16) Blasluft in der Richtung, in der die Folie durch den Führungsspalt (13) geführt wird, entlang zumindest einer der beiden Führungswände (14, 15), vorzugsweise entlang der beiden Führungswände (14, 15) einblasbar ist.
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Blasluft entlang der Außenseite zumindest einer Führungswand (14, 15) vorzugsweise entlang den Außenseiten beider Führungswände (14, 15) einblasbar ist.
 
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei Blasluft über zumindest 80 % der Breite der zugeführten Folie bzw. des Folienschlauches (2) und vorzugsweise über zumindest die gesamte Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches (2) einblasbar ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Blaseinrichtung (16) zumindest eine Blasrohreinheit (17) bzw. zumindest ein Blasrohr aufweist und wobei über die Länge der Blasrohreinheit (17) bzw. über die Länge des Blasrohres eine Mehrzahl von Blasöffnungen verteilt ist.
 
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei sich zumindest ein Blasrohr entlang zumindest einer Führungswand (14, 15) erstreckt.
 
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, wobei die Blasluft mit der Blaseinrichtung (16) mit der Maßgabe einblasbar ist, dass die Blasluft zunächst laminar entlang zumindest einer Führungswand (14, 15) strömt und anschließend laminar entlang der Oberfläche der Folie bzw. des Folienschlauches (2) strömt.
 
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Folienzuführkopf (5) eine Trenneinrichtung zum Abtrennen von Folienabschnitten bzw. von Folienschlauchabschnitten aufweist.
 
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei die den Führungsspalt (13) bildenden Führungswände (14, 15) zwischen der Folienantriebseinrichtung (7) und der Trenneinrichtung angeordnet sind.
 
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei die Blaseinrichtung (16) zwischen der Folienantriebseinrichtung (7) und der Trenneinrichtung angeordnet ist.
 
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Folienzuführkopf (5) eine Schweißeinrichtung aufweist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht