Beschreibung:
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels mit einer Folie,
- mit zumindest einem Folienvorrat, einem Folienzuführkopf und einer Überzieheinrichtung
zum Überziehen der Folie über den Gutstapel, wobei die Folie von dem Folienvorrat
dem Folienzuführkopf zuführbar ist. - Folie meint im Rahmen der Erfindung insbesondere
eine Kunststofffolie. Der Gutstapel kann einerseits aus gestapelten Gütern, wie z.
B. Kisten oder dergleichen bestehen. Andererseits kann es sich bei dem Gutstapel aber
auch um Produkte aus dem Weißgerätebereich, wie z. B. Kühlschränke, handeln. Zweckmäßigerweise
wird der Gutstapel auf einer Palette aufgenommen.
[0002] Aus der Praxis sind Vorrichtungen der vorstehend genannten Art in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt. Dabei wird in der Regel ein zunächst geschlossener Folienschlauch von dem
Folienvorrat zu dem Folienzuführkopf überführt und in dem Folienzuführkopf wird mit
einer Trenneinrichtung ein für einen Überziehvorgang benötigter Folienschlauchabschnitt
abgetrennt. Häufig ist in dem Folienzuführkopf auch noch eine Schweißeinrichtung vorhanden,
mit der der Folienschlauchabschnitt an seinem oberen Ende zur Bildung einer Folienhaube
abgeschweißt wird. Beim Transport neigt der Folienschlauch dazu sich elektrostatisch
aufzuladen. Das hat zur Folge, dass sich der Folienschlauch bzw. dass sich die eine
oder andere Lage des Folienschlauches an insbesondere metallischen Komponenten des
Folienzuführkopfes anlegt. Der Folienschlauch kann an diesen Stellen hängenbleiben
und es ergibt sich ein unerwünschter Folienstau, der oftmals ein manuelles Eingreifen
einer Bedienungsperson erforderlich macht. Wenn der Folienschlauch durch einen von
Führungswänden gebildeten und sich in Zuführrichtung verjüngenden Führungsspalt geführt
wird, kann der Folienschlauch bzw. die Lagen des Folienschlauches an den Führungswänden
besonders leicht hängenbleiben. Dadurch kann eine vorzeitige, unbeabsichtigte und
nachteilhafte Öffnung des Folienschlauches resultieren. Der auf diese Weise bereits
leicht geöffnete Folienschlauch kann sich dann besonders leicht an nachfolgenden Komponenten
anlegen. So kann er sich insbesondere an der in Zuführrichtung nachfolgenden Schweißeinrichtung
anlegen und sich dann in nachteilhafter Weise in den Führungsspalt zurück stauen.
Das macht aufwendige Eingriffe notwendig.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, bei der die vorstehend erläuterten Nachteile
wirksam vermieden werden können.
[0004] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung zum Umhüllen
eines Gutstapels mit einer Folie, - mit zumindest einem Folienvorrat, einem Folienzuführkopf
und einer Überzieheinrichtung zum Überziehen der Folie über den Gutstapel,
[0005] wobei die Folie von dem Folienvorrat dem Folienzuführkopf zuführbar ist, wobei der
Folienzuführkopf mit einer Folienantriebseinrichtung zum Zuführen der Folie ausgestattet
ist,
[0006] und wobei der Folienzuführkopf fernerhin zumindest eine Blaseinrichtung aufweist,
mit der Blasluft mit der Maßgabe an die Folie anblasbar ist, dass diese von der Blasluft
in Zuführrichtung der Folie geführt und/oder gezogen wird.
[0007] Zuführrichtung meint im Rahmen der Erfindung die Richtung, in der die Folie in dem
Folienzuführkopf und vorzugsweise auch nach bzw. unter dem Folienzuführkopf zugeführt
wird. Mit dem Begriff Blasluft ist nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung
das Einblasen von Luft gemeint. Der Begriff Blasluft steht nach einer anderen Ausführungsform
der Erfindung aber auch für jedes andere einblasbare Gas.
[0008] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Folie von dem Folienvorrat an den Folienzuführkopf
als Folienschlauch bzw. als geschlossener Folienschlauch überführbar ist. Ein solcher
geschlossener Folienschlauch weist zwei übereinanderliegende Folienlagen auf. Nach
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Folienschlauch als Seitenfaltenschlauch
ausgebildet. Dann weist der Folienschlauch in an sich bekannter Weise neben den beiden
genannten übereinanderliegenden Folienlagen zweckmäßigerweise an jeder Seite eine
Falte auf. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Folienschlauch als geschlossener
Folienschlauch durch den Folienzuführkopf geführt wird. Vorzugsweise wird der zunächst
geschlossene Folienschlauch in Zuführrichtung nach bzw. unter dem Folienzuführkopf
mit einer Öffnungseinrichtung für den Überziehvorgang geöffnet. Der Folienvorrat ist
zweckmäßigerweise als Folienschlauchrolle bzw. Folienschlauchcoil ausgebildet.
[0009] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Folienantriebseinrichtung zumindest eine Führungswalze und zumindest ein
Paar von Gegenrollen aufweist und dass die beiden Gegenrollen beim Zuführen der Folie
bzw. des Folienschlauches unter Zwischenschaltung der Folie bzw. des Folienschlauches
an der Führungswalze anliegen. Zum Zuführen der Folie ist die Führungswalze und/oder
zumindest eine Gegenrolle antreibbar. Vorzugsweise wird lediglich die Führungswalze
angetrieben und die beiden Gegenrollen werden nicht angetrieben. Nach einer Ausführungsvariante
ist der Folienzuführkopf zum wahlweisen Zuführen einer ersten Folie oder einer zweiten
Folie ausgestaltet. Dann weist der Folienzuführkopf eine Führungswalze, ein erstes
Paar von Gegenrollen und ein zweites Paar von Gegenrollen auf. Bei dieser Ausführungsvariante
ist wahlweise entweder das erste Paar von Gegenrollen unter Zwischenschaltung der
ersten Folie in Kontakt mit der Führungswalze bringbar und dann wird die Führungswalze
zum Zuführen der ersten Folie angetrieben. Alternativ kann das zweite Paar von Gegenrollen
unter Zwischenschaltung der zweiten Folie in Kontakt mit der Führungswalze gebracht
werden und dann wird die Führungswalze zum Zuführen der zweiten Folie angetrieben.
[0010] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Folienzuführkopf zumindest zwei Führungswände,
vorzugsweise zwei Führungswände aufweist, die einen sich in Zuführrichtung verjüngenden
Führungsspalt für die Folie bzw. für den Folienschlauch bilden. Zweckmäßigerweise
sind die Führungswände als Führungsbleche ausgebildet. Empfohlenermaßen schließen
die Führungswände einen Winkel α von 20° bis 45°, bevorzugt von 25° bis 40° ein. Vorzugsweise
ist der von den Führungswänden gebildete Führungsspalt in Zuführrichtung der Folie
hinter bzw. unter der Folienantriebseinrichtung angeordnet.
[0011] Gemäß bevorzugter Ausführungsform der Erfindung erstrecken sich die den Führungsspalt
bildenden Führungswände über zumindest 80 %, vorzugsweise über zumindest 90 % der
Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches. Nach empfohlener
Ausführungsvariante erstrecken sich die Führungswände zumindest über die gesamte Breite
der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches. Nach besonders bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung übertrifft die Breite der Führungswände die Breite der
zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches. Vorzugsweise überragen die
Führungswände die Folie bzw. den Folienschlauch an beiden Seiten. Breite meint hier
die Erstreckung der Folie/des Folienschlauches bzw. der Führungswände quer bzw. senkrecht
zur Zuführrichtung.
[0012] Es empfiehlt sich, dass mit der Blaseinrichtung Blasluft in der Richtung bzw. im
Wesentlichen in der Richtung, in der die Folie durch den Führungsspalt geführt wird,
entlang zumindest einer der beiden Führungswände, vorzugsweise entlang der beiden
Führungswände, eingeblasen wird. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Blasluft
dabei unmittelbar über der Oberfläche einer Führungswand eingeblasen wird. Zweckmäßigweise
wird die Blasluft parallel zu einer Führungswand bzw. im Neigungswinkel dieser Führungswand
eingeblasen. Empfohlenermaßen wird die Blasluft entlang der Außenseite zumindest einer
Führungswand, vorzugsweise entlang den Außenseiten beider Führungswände eingeblasen.
Außenseite einer Führungswand meint dabei die dem Führungsspalt abgewandte Seite der
Führungswand. Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die Blasluft
entlang der Innenseite zumindest einer Führungswand, empfohlenermaßen entlang den
Innenseiten beider Führungswände, eingeblasen.
[0013] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass Blasluft über zumindest 60 %, bevorzugt
über zumindest 75 % und sehr bevorzugt über zumindest 90 % der Breite der Folie bzw.
des Folienschlauches eingeblasen wird. Vorzugsweise wird Blasluft zumindest über die
gesamte Breite der Folie bzw. des Folienschlauches eingeblasen. Nach einer bevorzugten
Ausführungsform erfolgt die Einblasung von Blasluft über die Breite der Folie bzw.
des Folienschlauches hinaus und zweckmäßigerweise an beiden Seiten der Folie bzw.
des Folienschlauches über die Breite der Folie bzw. des Folienschlauches hinaus. Die
Einblasung der Blasluft kann über zumindest einen Blasluftschlitz erfolgen oder über
eine Mehrzahl von verteilten Blasluftöffnungen.
[0014] Gemäß einer bewährten Ausführungsform der Erfindung weist die Blaseinrichtung zumindest
eine Blasrohreinheit auf und über die Länge dieser Blasrohreinheit ist eine Mehrzahl
von Blasöffnungen verteilt. Bei einer Blasrohreinheit kann es sich um ein einziges
Blasrohr handeln oder um mehrere hintereinander angeordnete Blasrohre. Es empfiehlt
sich, dass die Blasöffnungen eines Blasrohres gleiche Abstände voneinander aufweisen.
Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich zumindest
ein Blasrohr entlang zumindest einer Führungswand. Das Blasrohr erstreckt sich dabei
vorzugsweise parallel zur Führungswand und quer zur Zuführrichtung der Folie. Gemäß
besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich entlang jeder der
beiden Führungswände zumindest ein Blasrohr. Jedes Blasrohr weist dabei vorzugsweise
eine Mehrzahl von Blasöffnungen auf, die über die Länge des Blasrohres verteilt sind.
Empfohlenermaßen erstreckt sich eine Blasrohreinheit bzw. ein Blasrohr über zumindest
60 %, bevorzugt über zumindest 75 % und besonders bevorzugt über zumindest 90 % der
Breite einer Führungswand bzw. der Breite der zugeführten Folie. Es empfiehlt sich,
dass sich eine Blasrohreinheit bzw. ein Blasrohr über zumindest die gesamte Breite
einer Führungswand bzw. über zumindest die gesamte Breite der zugeführten Folie erstreckt.
Nach besonders bevorzugter Ausführungsform ist eine Blasrohreinheit bzw. ein Blasrohr
länger ausgeführt als die Breite der zugeordneten Führungswand bzw. als die Breite
der zugeführten Folie, und zwar bevorzugt an beiden Seiten der Führungswand bzw. der
Folie. Breite meint die Erstreckung der Führungswand bzw. der Folie quer zur Zuführrichtung
der Folie. Zweckmäßigerweise ist ein Blasrohr lediglich mit geringem Abstand zur zugeordneten
Führungswand angeordnet.
[0015] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Blasluft mit der Blaseinrichtung mit der
Maßgabe einblasbar ist, dass die Blasluft zunächst laminar entlang zumindest einer
Führungswand und anschließend laminar entlang der Oberfläche der Folie bzw. des Folienschlauches
strömt. Besonders bevorzugt ist dabei, dass die Blasluft zunächst laminar entlang
der Oberflächen der Außenseiten beider Führungswände strömt und anschließend laminar
entlang der Oberflächen der gegenüberliegenden Lagen des Folienschlauches strömt.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Blasluft unmittelbar über die Oberflächen
der Führungswände und der Folie bzw. des Folienschlauches strömt.
[0016] Es empfiehlt sich, dass der Folienzuführkopf eine Trenneinrichtung zum Abtrennen
von Folienabschnitten bzw. von Folienschlauchabschnitten aufweist. Zweckmäßigerweise
ist die Trenneinrichtung als Schneideinrichtung zum Abschneiden von Folienabschnitten
bzw. von Folienschlauchabschnitten ausgebildet.
[0017] Nach empfohlener Ausführungsform der Erfindung sind die den Führungsspalt bildenden
Führungswände zwischen der Folienantriebseinrichtung und der Trenneinrichtung angeordnet.
Bevorzugt ist auch die Blaseinrichtung zwischen der Folienantriebseinrichtung und
der Trenneinrichtung angeordnet. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist der
Folienzuführkopf fernerhin eine Schweißeinrichtung auf. Die Schweißeinrichtung umfasst
vorzugsweise zwei Schweißbalken, wobei zumindest ein Schweißbalken gegen den anderen
Schweißbalken fahrbar ist. Empfohlenermaßen ist in Zuführrichtung hinter bzw. unter
dem Folienzuführkopf eine Öffnungseinrichtung zum Öffnen des Folienschlauches für
einen Überziehvorgang angeordnet.
[0018] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
die eingangs zum Stand der Technik geschilderten Nachteile auf einfache und effektive
Weise vermieden werden können. Aufgrund der erfindungsgemäßen Blaslufteinblasung wird
die durch den Folienzuführkopf geführte Folie bzw. der Folienschlauch gleichsam stabilisiert,
so dass die Folie bzw. der Folienschlauch quasi exakt in Zuführrichtung geführt werden
kann, ohne dass der Folienschlauch bzw. die Lagen des Folienschlauches sich in unerwünschter
Weise an Komponenten des Folienzuführkopfes anlegen. Ein unerwünschtes Hängenbleiben
der Folie bzw. des Folienschlauches im Folienzuführkopf und unerwünschte Folienstaus
können mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen wirksam vermieden bzw. zumindest minimiert
werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist verhältnismäßig einfach aufgebaut und
die erfindungsgemäßen Komponenten lassen sich auch auf einfache Weise bei bereits
existierenden Vorrichtungen nachrüsten.
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Folienzuführkopf und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt A aus der Fig. 2.
[0020] In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels 1 mit einem Folienschlauch
2 dargestellt. Im Ausführungsbeispiel ist der Gutstapel auf einer Palette 3 angeordnet.
Die Vorrichtung weist einen Folienvorrat 4 in Form einer Folienschlauchrolle auf sowie
einen Folienzuführkopf 5 zum Zuführen des Folienschlauches 2. Weiterhin ist die Vorrichtung
mit einer Überzieheinrichtung 6 zum Überziehen des Folienschlauches 2 bzw. zum Überziehen
eines Folienschlauchabschnittes über den Gutstapel 1 ausgestattet.
[0021] In der Fig. 2 ist der Folienzuführkopf 5 detailliert dargestellt. Dieser Folienzuführkopf
5 ist mit einer Folienantriebseinrichtung 7 zum Zuführen des Folienschlauches 2 ausgestattet.
Diese Folienantriebseinrichtung 7 weist im Ausführungsbeispiel eine antreibbare Führungswalze
8 sowie zwei Paare 11, 12 von Gegenrollen 9, 10 auf. Wahlweise kann entweder das erste
Paar 11 von Gegenrollen 9, 10 unter Zwischenschaltung eines ersten Folienschlauches
2 zur Anlage an die Führungswalze 8 gebracht werden oder das zweite Paar 12 von Gegenrollen
9, 10 kann unter Zwischenschaltung eines nicht dargestellten zweiten Folienschlauches
zur Anlage an die Führungswalze gebracht werden. Für die Zuführung des ersten Folienschlauches
2 oder des zweiten Folienschlauches wird dann die Führungswalze 8 angetrieben. Zweckmäßigerweise
und im Ausführungsbeispiel werden die Gegenrollen 9, 10 nicht angetrieben.
[0022] Der mit der Hilfe der Folienantriebseinrichtung 7 zugeführte Folienschlauch 2 wird
dann durch einen sich in Zuführrichtung verjüngenden Führungsspalt 13 geführt, der
von zwei Führungswänden 14, 15 gebildet wird, die vorzugsweise als Führungsbleche
ausgebildet sind. Im Ausführungsbeispiel schließen die Führungswände 14, 15 einen
Winkel α von 30° ein. Zweckmäßigerweise erstrecken sich die Führungswände 14, 15 zumindest
über die gesamte Breite des zugeführten Folienschlauches 2.
[0023] Erfindungsgemäß weist der Folienzuführkopf eine Blaseinrichtung 16 auf, mit der Blasluft
mit der Maßgabe an den Folienschlauch 2 angeblasen wird, dass dieser von der Blasluft
in Zuführrichtung des Folienschlauches geführt und/oder gezogen wird. Vorzugsweise
und im Ausführungsbeispiel wird mit der Blaseinrichtung 16 Blasluft in der Richtung
in der der Folienschlauch 2 durch den Führungsspalt 13 geführt wird, entlang der Außenseiten
der beiden Führungswände 14, 15 eingeblasen. Die Blasluft wird dabei zweckmäßigerweise
zumindest über die gesamte Breite des Folienschlauches 2 eingeblasen.
[0024] Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel weist die Blaseinrichtung 16 zwei Blasrohreinheiten
17 auf. Empfohlenermaßen ist jede Blasrohreinheit 17 in
[0025] Bezug auf die Höhe der Führungswände 14, 15 im Bereich der oberen Hälfte der Führungswände
14, 15 angeordnet. Bei einer Blasrohreinheit 17 kann es sich um ein einziges Blasrohr
handeln oder um mehrere quer zur Zuführrichtung hintereinander angeordnete Blasrohre.
Zweckmäßigerweise ist über die Länge eines Blasrohres in nicht dargestellter Weise
eine Mehrzahl von Blasöffnungen verteilt angeordnet. Bevorzugt sind die Blasöffnungen
mit der Maßgabe orientiert, dass die Blasluft entsprechend dem Neigungswinkel der
Führungswände 14, 15 daraus austritt. Die beiden Blasrohreinheiten 17 erstrecken sich
vorzugsweise zumindest über die gesamte Breite der Führungswände 14, 15 bzw. über
die gesamte Breite des Folienschlauches 2. In den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, dass
die Blasrohreinheiten 17 mit geringem Abstand zu den Führungswänden 14, 15 angeordnet
sind. Empfohlenermaßen wird die Blasluft mit der Blaseinrichtung 16 bzw. mit den Blasrohreinheiten
17 mit der Maßgabe eingeblasen, dass die Blasluft zunächst unmittelbar bzw. laminar
entlang der beiden Führungswände 13, 14 strömt und anschließend unmittelbar bzw. laminar
entlang der Oberflächen der gegenüberliegenden Lagen des Folienschlauches 2 strömt.
Die Blasluft strömt vorzugsweise zunächst parallel zu den beiden Führungswänden 14,
15 an den Außenseiten dieser beiden Führungswände 14, 15 entlang und dann parallel
zum Folienschlauch 2 an den beiden Außenoberflächen des geschlossenen Folienschlauches
2 entlang. Diese Strömung der Blasluft ist in den Fig. 2 und 3 durch einen Pfeil B
angedeutet.
[0026] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel weist der Folienzuführkopf 5 eine als
Schneideinrichtung 18 ausgebildete Trenneinrichtung zum Abtrennen von Folienschlauchabschnitten
auf. In den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, dass gemäß bevorzugter Ausführungsform die
den Führungsspalt 13 bildenden Führungswände 14, 15 zwischen der Folienantriebseinrichtung
7 und der Schneideinrichtung 18 angeordnet sind. Fernerhin ist die Blaseinrichtung
16 zwischen der Folienantriebseinrichtung 7 und der Schneideinrichtung 18 angeordnet.
In Zuführrichtung hinter bzw. unter der Schneideinrichtung 18 ist vorzugsweise und
im Ausführungsbeispiel eine Schweißeinrichtung 19 mit zwei Schweißbalken 20, 21 vorgesehen.
Außerdem ist zweckmäßigerweise in Zuführrichtung hinter bzw. unter dem Folienzuführkopf
5 eine Öffnungseinrichtung 22 mit Saugwangen 23, 24 angeordnet. Diese Öffnungseinrichtung
22 dient zum Öffnen des zunächst geschlossenen Folienschlauches 2 für einen anschließenden
Überziehvorgang.
1. Vorrichtung zum Umhüllen eines Gutstapels (1) mit einer Folie, - mit zumindest einem
Folienvorrat (4), einem Folienzuführkopf (5) und einer Überzieheinrichtung (6) zum
Überziehen der Folie über den Gutstapel (1),
wobei die Folie von dem Folienvorrat (4) dem Folienzuführkopf (5) zuführbar ist, wobei
der Folienzuführkopf (5) mit einer Folienantriebseinrichtung (7) zum Zuführen der
Folie ausgestattet ist
und wobei der Folienzuführkopf (5) fernerhin zumindest eine Blaseinrichtung (16) aufweist,
mit der Blasluft mit der Maßgabe an die Folie anblasbar ist, dass diese von der Blasluft
in Zuführrichtung der Folie geführt und/oder gezogen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Folie dem Folienzuführkopf (5) als geschlossener
Folienschlauch (2) zuführbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Folienantriebseinrichtung
(7) zumindest eine Führungswalze (8) und zumindest ein Paar (11) von Gegenrollen (9,
10) aufweist und wobei die beiden Gegenrollen (9, 10) beim Zuführen der Folie bzw.
des Folienschlauches (2) unter Zwischenschaltung der Folie bzw. des Folienschlauches
(2) an der Führungswalze (8) anliegen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Folienzuführkopf (5) zumindest
zwei Führungswände (14, 15) aufweist, die einen sich in Zuführrichtung verjüngenden
Führungsspalt (13) für die Folie bzw. für den Folienschlauch (2) bilden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei sich die Führungswände (14, 15) über zumindest
80 % der Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches (2) und
vorzugsweise über zumindest die gesamte Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten
Folienschlauches (2) erstrecken.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, wobei mit der Blaseinrichtung (16)
Blasluft in der Richtung, in der die Folie durch den Führungsspalt (13) geführt wird,
entlang zumindest einer der beiden Führungswände (14, 15), vorzugsweise entlang der
beiden Führungswände (14, 15) einblasbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Blasluft entlang der Außenseite zumindest einer
Führungswand (14, 15) vorzugsweise entlang den Außenseiten beider Führungswände (14,
15) einblasbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei Blasluft über zumindest 80 % der
Breite der zugeführten Folie bzw. des Folienschlauches (2) und vorzugsweise über zumindest
die gesamte Breite der zugeführten Folie bzw. des zugeführten Folienschlauches (2)
einblasbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Blaseinrichtung (16) zumindest
eine Blasrohreinheit (17) bzw. zumindest ein Blasrohr aufweist und wobei über die
Länge der Blasrohreinheit (17) bzw. über die Länge des Blasrohres eine Mehrzahl von
Blasöffnungen verteilt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei sich zumindest ein Blasrohr entlang zumindest einer
Führungswand (14, 15) erstreckt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, wobei die Blasluft mit der Blaseinrichtung
(16) mit der Maßgabe einblasbar ist, dass die Blasluft zunächst laminar entlang zumindest
einer Führungswand (14, 15) strömt und anschließend laminar entlang der Oberfläche
der Folie bzw. des Folienschlauches (2) strömt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Folienzuführkopf (5) eine
Trenneinrichtung zum Abtrennen von Folienabschnitten bzw. von Folienschlauchabschnitten
aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei die den Führungsspalt (13) bildenden Führungswände
(14, 15) zwischen der Folienantriebseinrichtung (7) und der Trenneinrichtung angeordnet
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei die Blaseinrichtung (16) zwischen
der Folienantriebseinrichtung (7) und der Trenneinrichtung angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Folienzuführkopf (5) eine
Schweißeinrichtung aufweist.