[0001] Die Erfindung betrifft eine Haushaltmaschine, wie beispielsweise eine Wäschebehandlungsmaschine
oder eine Spülmaschine, umfassend ein Gehäuse und eine die Oberseite des Gehäuses
abdeckende Abdeckplatte, die auf dem Gehäuse als separates, abnehmbares Teil angeordnet
ist und wobei die Abdeckplatte einen als einfassenden Kantenschutz ausgebildeten Rahmen
aufweist an dem Mittel zur Festlegung der Abdeckplatte auf dem Gehäuse vorgesehen
sind.
[0002] Aus dem Stand der Technik gemäß der
DE 101 01 217 A1 ist eine Haushaltmaschine mit einem Gehäuse bekannt, wobei das Gehäuse von der Oberseite
her mit einer die Schalterblende übergreifenden Abdeckplatte versehen ist. Zur Festlegung
der Abdeckplatte sind an dem Gehäuse Anschläge bzw. Konsolen vorgesehen, die gesondert
an dem Gehäuse zu montieren sind, um daran die Abdeckplatte auf dem Gehäuse zu befestigen.
Eine andere Ausführungsform der Befestigung von Abdeckplatten auf dem Gehäuse einer
Haushaltmaschine ist aus der
DE 80 31 806 U1 bekannt. Bei dieser Ausführungsform wird zur Festlegung der Abdeckplatte ein Verschiebemechanismus
vorgesehen, der am hinteren Teil der Maschine derart ausgebildet ist, dass die starren
Befestigungseinrichtungen am vorderen Teil der Maschine zwischen Arbeitsfläche und
einer Beschickungstür angeordnet sind.
[0003] Als nachteilig bei diesen aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen wird
es angesehen, dass die Abdeckplatte auf das Gehäuse immer exakt aufgelegt werden muss,
damit sie in eine verrastende und feste Verbindung verschoben werden kann. Dann wird
anschließend der Deckel mit Schrauben am Gehäuse verschraubt. So müssen immer vor
dem Befestigen des Deckels diverse Bauteile, wie beispielsweise Konsolen oder aber
auch Anschläge, am Gehäuse bzw. an der Abdeckplatte vormontiert werden, um auf diese
Weise dann die Abdeckplatte am Maschinengehäuse integrieren zu können. Als weiterer
Nachteil bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen wird es angesehen,
dass die Abdeckplatte im montierten Zustand bündig auf dem Gehäuse aufliegt, so dass
dann keine Angriffspunkte mehr vorhanden sind an denen die Maschine verhoben werden
kann. Hierzu werden dann häufig Griffmulden in den Seitenflächen oder vorgeformte
Haltewinkel an der Rückwand angeordnet.
[0004] Der Erfindung stellt sich somit das Problem die Einbindung der Abdeckplatte derart
weiter zu bilden, dass einerseits aufwendige Montagearbeiten für die Anbringung von
Sonderbauteilen entfallen, wobei andererseits die Abdeckplatte ein stabiles und ergonomisches
Tragegefühl für die Maschine bereitstellen soll.
[0005] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Haushaltmaschine mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0006] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass aufgrund der Ausgestaltung
der Mittel zur Festlegung der Abdeckplatte, diese nur noch an der Rückseite eingehängt
werden muss, wobei im heruntergeklappten Zustand der Abdeckplatte diese dann seitlich
oder im Frontbereich entweder rastend oder auch mit Befestigungsmitteln entsprechend
festgelegt werden kann. Dadurch ergibt sich eine Anbringung der Abdeckplatte ohne
vormontierte Konsolen an den Gehäusewandungen, an die dann mittels Scharnieren entsprechend
der Abdeckplatte befestigt wird. Somit bedarf es keiner Zusatzbauteile mehr, die während
der Fertigung vorzumontieren sind, um der Abdeckplatte hier einen Halt auf dem Gehäuse
zu geben. Die Abdeckplatte wird hierbei mittels der an ihr vorgesehenen Hakenelemente
lediglich in die an der Rückwand des Maschinengehäuses vorgesehenen Schlitze eingehängt,
heruntergeklappt und befestigt. Diese Anbringung ist Größenteils werkzeuglos möglich.
Die Abdeckplatte ist in einer vorteilhaften Ausführung als Arbeitsplatte ausgebildet
bzw. als solche nutzbar.
[0007] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ragt hierbei der rückwärtige
Rahmenbereich im montierten Zustand der Abdeckplatte über die Gehäuserückwand hinaus.
Aufgrund des Überstehens an dem rückwärtigen Bereich ergibt sich eine Angriffsfläche,
um hier ein stabiles und ergonomisches Tragegefühl bereit zu stellen. Nach einer besonders
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind am überstehenden, rückwärtigen Rahmenbereich
die Hakenelemente angeformt. Dabei entsprechen die Erstreckungen der Hakenelemente
in der Tiefe etwa den überstehenden rückwärtigen Bereich der Abdeckplatte. Somit ist
auch insbesondere eine hinreichende Stabilität für die Hakenelemente gegeben, die
entsprechend hier auch in ihrer Tiefe derart ausgelegt werden können, dass an ihnen
auch das Maschinengehäuse verhoben werden kann.
[0008] In zweckmäßiger Ausgestaltung umfasst das einzelne Hakenelement einen ersten Schenkelbereich
der rechteckförmig ausgebildet ist, wobei im montierten Zustand die nach innen weisende
Längskante des Schenkelbereichs parallel zur Gehäuserückwand ausgerichtet ist. Dabei
umfasst das einzelne Hakenelement einen zweiten, die Rückwand durchdringenden Schenkelbereich,
der eine etwa 45° ausgerichtete Winkellage einnimmt und wobei im montierten Zustand
dessen freies Ende eine parallele Ausrichtung an der Innenseite der Rückwand einnimmt.
Hierbei schließt sich der zweite Schenkelbereich mit seinem nach außen weisenden Kantenbereich
unter einem ein Bogensegment einnehmenden Bereich an dem ersten Schenkelbereich an,
wobei der nach innen weisende Kantenbereich unter einem etwa 90 ° verlaufenden Bogen
an den ersten Schenkelbereich sich anschließt. Aufgrund dieser Ausbildung wird erreicht,
dass die unter einem 45° Winkel ausgerichteten Hakenelemente in die Schlitze derart
eingesetzt werden können, dass die Abdeckplatte zunächst in die senkrechte Lage verbracht
wird, um aus dieser Lage heraus ein fein justiertes Einführen der Hakenelemente in
die Schlitze zu ermöglichen. Befinden sich die Hakenelemente in den Schlitzen, kann
die Abdeckplatte aufgrund der gegebenen Geometrie der Hakenelemente auf das Gehäuse
verschwenkt werden, wobei dann die freien Enden der Hakenelemente an der Innenseite
der Schlitze verbleiben. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind hierzu an den freien Enden der zweiten Schenkelbereiche jeweils Aufdickungen
vorgesehen, die ein selbsttätiges Lösen der Hakenelemente im eingesetzten Zustand
aus den Schlitzen unterbinden. Sind also die eingefädelten Hakenelemente in der aufrechten
Stellung der Abdeckplatte, so verhaken sie sich hinter den Schlitzöffnungen, so dass
ein Herausfallen der Abdeckplatte mit ihren Hakenelementen aus der Gehäuserückwand
unterbunden wird. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind
an dem überstehenden rückwärtigen Rahmenbereich Griffmulden eingeformt, die insbesondere
hier ein ergonomisches Tragegefühl bewirken. In einer zweckmäßigen Weiterbildung sind
die Griffmulden innenseitig jeweils an die nach außen liegenden angeformten Hakenelemente
angeformt.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Rückansicht einer Haushaltmaschine in perspektivischer Darstellung;
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Haushaltmaschine gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine Detailansicht eines Hakenelementes in Eingriff an der Rückwand;
- Figur 4
- eine explosionsartige Darstellung von Abdeckplatte und Haushaltmaschine;
- Figur 5
- eine Seitenansicht der Haushaltmaschine mit hochgestellter Abdeckplatte in Eingriff
der Hakenelemente und
- Figur 6
- eine Einzelansicht einer Abdeckplatte in Unteransicht.
[0010] Die Figur 1 zeigt in der Perspektive eine Haushaltmaschine 1, wie beispielsweise
eine Wäschebehandlungsmaschine oder eine Spülmaschine in Rückansicht. Die Haushaltmaschine
1 umfasst hierbei ein Gehäuse 2, welches an seiner Oberseite eine als Arbeitsfläche
nutzbare Abdeckplatte 3 aufweist. Die Abdeckplatte 3 ist auf dem Gehäuse 2 als separates,
abnehmbares Teil angeordnet, wie dies in den Figuren 3, 4 und 5 dargestellt ist. Insbesondere
in der Figur 6 erkennt man, dass die Abdeckplatte 3 einen als einfassenden Kantenschutz
ausgebildeten Rahmen 4 aufweist, an dem Mittel 5 zur Festlegung der Abdeckplatte 3
auf dem Gehäuse 2 vorgesehen sind. Die Mittel 5 zur Festlegung sind insbesondere in
den Figuren 2, 3, 4, 5 und 6 zu erkennen, wobei diese zur werkzeuglosen Festlegung
der Abdeckplatte 3 aus am rückwärtigen Rahmenbereich 6 angeformten Hakenelementen
7 und 8 bestehen. Die Hakenelemente 7 und 8 sind von der Geräteaußenseite her in an
der Rückwand 9 des Gehäuses 2 vorgesehene Schlitze 10 und 11 einsetzbar, wie dies
in der Figur 4 zu erkennen ist. Wie aus der Figur 2 zu erkennen ist, ragt der rückwärtige
Rahmenbereich 6 im montierten Zustand der Abdeckplatte 3 über die Gehäuserückwand
9 hinaus. Dabei sind am überstehenden rückwärtigen Rahmenbereich 6 die Hakenelemente
7 und 8 angeformt, wie dies aus der Unteransicht der Figur 3 zu erkennen ist. Aus
der Figur 2 und auch aus der Figur 3 ist erkennbar, dass die Erstreckung der Hakenelemente
7 und 8 etwa dem überstehenden rückwärtigen Bereich 6 der Abdeckplatte 3 entsprechen.
Somit wird sichergestellt, dass das Hakenelement 7, 8 in seiner Tiefe eine hinreichende
Stabilität erhält, und die Abdeckplatte 3 im aufgerichteten Zustand, wie dies in der
Figur 5 dargestellt ist, eine Stabillage an den Hakenelementen 7 und 8 erfährt.
[0011] Das einzelne Hakenelement 7, 8 umfasst hierbei einen ersten Schenkelbereich 12, der
rechteckförmig ausgebildet ist, wobei im montierten Zustand die nach innen weisende
Längskante 13 parallel zur Gehäuserückwand 9 ausgerichtet ist. Dies ist insbesondere
in der Figur 6 deutlich zu sehen. In Weiterbildung des Hakenelementes 7, 8 umfasst
dieses einen zweiten, die Rückwand 9 durchgreifenden Schenkelbereich 14, der eine
etwa 45° ausgerichtete Winkellage zum ersten Schenkelbereich 12 einnimmt. Dabei nimmt
im montierten Zustand das freie Ende 15 eine parallele Ausrichtung an der Innenseite
der Rückwand 9 ein, wie dies ebenfalls in der Figur 6 zu erkennen ist. Der zweite
Schenkelbereich 14 schließt sich mit seinem nach außen weisenden Kantenbereich 16
unter einem Bogensegment einnehmenden Bereich an den ersten Schenkelbereich 12 an,
wobei der nach innen weisende Kantenbereich 27 unter einem 90° verlaufenden Bogen
sich an den ersten Schenkelbereich 12 anschließt. Dadurch ergibt sich für das Hakenelement
7, 8 eine Geometrie, die ein so genanntes gesteuertes Aufschwenken bzw. Abschwenken
der Abdeckplatte 3 an den Schlitzen bzw. in den Schlitzen 10 und 11 ermöglicht. Wie
insbesondere noch aus der Figur 3 zu erkennen ist, sind an dem freien Ende 15 des
zweiten Schenkelbereichs 14 jeweils Aufdickungen 18 und 19 vorgesehen, die ein selbsttätiges
Lösen der Hakenelemente 7, 8 im eingesetzten Zustand aus den Schlitzen 10 und 11 1
unterbinden. Wenn beispielsweise, wie in der Figur 5 dargestellt, die Abdeckplatte
3 quasi in der Senkrechtstellung aufgerichtet ist, dann verhaken sich die Aufdickungen
18 und 19 an der Innenseite der Rückwand 9. Durch die geometrische Ausgestaltung der
Hakenelemente 7 und 8 wird in Folge des Bogenbereichs ein kontrolliertes Auf- bzw.
Abschwenken ermöglicht, ohne dass es hier zu Verkantungen in den Schlitzen 10 und
11 kommt. Wie bereits schon eingangs erwähnt, sind an dem überstehenden rückwärtigen
Rahmenbereich 6 Griffmulden 20 und 21 eingeformt, wobei diese jeweils an den außen
liegend angeformten Hakenelementen 7, 8 angeordnet sind.
1. Haushaltmaschine (1), wie beispielsweise eine Wäschebehandlungsmaschine oder eine
Spülmaschine, umfassend ein Gehäuse (2) und eine die Oberseite des Gehäuses (2) abdeckende
Abdeckplatte (3), die auf dem Gehäuse (2) als separates, abnehmbares Teil angeordnet
ist, und wobei die Abdeckplatte (3) einen als einfassenden Kantenschutz ausgebildeten
Rahmen (4) aufweist, an dem Mittel (5) zur Festlegung der Abdeckplatte auf dem Gehäuse
(2) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (5) zur werkzeuglosen Festlegung der Abdeckplatte (3) aus am rückwärtigen
Rahmenbereich (6) angeformten Hakenelementen (7, 8) bestehen, die von außen her in
an der Rückwand (9) des Gehäuses (2) vorgesehene Schlitze (10, 11) greifen.
2. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der rückwärtige Rahmenbereich (6) im montierten Zustand der Abdeckplatte (3) über
die Gehäuserückwand (9) hinausragt.
3. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass am überstehenden rückwärtigen Rahmenbereich (6) die Hakenelemente (7, 8) angeformt
sind.
4. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erstreckung der Hakenelemente (7, 8) etwa dem überstehenden rückwärtigen Bereich
der Abdeckplatte (3) entsprechen.
5. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das einzelne Hakenelement (7, 8) einen ersten Schenkelbereich (12) umfasst, der rechteckförmig
ausgebildet ist, wobei im montierten Zustand die nach innen weisende Längskante (13)
parallel zur Gehäuserückwand (9) ausgerichtet ist.
6. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das einzelne Hakenelement (7, 8) einen zweiten die Rückwand (9) durchgreifenden Schenkelbereich
(14) umfasst, der eine etwa 45° ausgerichtete Winkellage einnimmt, und wobei im montierten
Zustand dessen freies Ende (15) eine parallele Ausrichtung an der Innenseite der Rückwand
(9) einnimmt.
7. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Schenkelbereich (14) mit seinem nach außen weisenden Kantenbereich (16)
unter einem ein Bogensegment einnehmenden Bereich an den ersten Schenkelbereich (12)
anschließt, und wobei der nach innen weisende Kantenbereich (17) unter einem 90°verlaufenden
Bogen an den ersten Schenkelbereich (12) anschließt.
8. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass am dem freien Ende (15) des zweiten Schenkelbereichs (14) jeweils Aufdickungen (18,
19) vorgesehen sind, die ein selbsttätiges Lösen der Hakenelemente (7, 8) im eingesetzten
Zustand aus den Schlitzen (10, 11) unterbinden.
9. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem überstehenden rückwärtigen Rahmenbereich (6) Griffmulden (20, 21) eingeformt
sind.
10. Haushaltmaschine (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Griffmulden (20, 21) innenseitig jeweils an den au ßen liegenden Bereich der
angeformten Hakenelementen (7, 8) angeordnet sind.