[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelung für Flügelanlagen, insbesondere für Schiebetüranlagen.
Die
DE3427609 offenbart alle Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Verriegelungen der vorgenannten Art an sich sind bekannt. In der
DE 198 37 193 A1 ist eine Rastverriegelung für Kippfenster gezeigt. Ein als Rastelement dienender
Führungszapfen ist in einem Langloch einer korrespondierenden Längsführung translatorisch
geführt aufgenommen und ferner an einem Scherenarm eines Kippbeschlags eines zugehörigen
Fensterflügels befestigt. Das Langloch endet an einem Ende in einer Endbegrenzung,
die die Form eines kreisrunden Lochs aufweist, dessen Durchmesser größer ist als das
Langloch breit ist. Die Längsführung ist elastisch ausgebildet. Daher ist es dem Führungszapfen
möglich, entlang des Langlochs bewegt zu werden und im kreisrunden Loch arretiert
zu werden, womit die Verriegelung bzw. Flügelfeststellung erreicht wird. Der Nachteil
ist, dass die Verriegelung ständig wirksam ist. Ferner reibt der Führungszapfen ständig
im Langloch, was zu einem erhöhten Kraftaufwand beim Bewegen des Führungszapfens in
der Längsführung und zu Verschleiß führt. Zudem kann die Verriegelung nur durch Bewegen
des Führungszapfens aus dem Langloch heraus aufgehoben werden. Eine Entriegelung zum
expliziten Freigeben des Führungszapfens und damit des Kippfensters ist nicht vorhanden.
Aus der
DE 10 2004 060 124 A1 ist eine Schiebetürverriegelung bekannt, bei der eine Art Verriegelungsglocke drehfest
zu einer Antriebsscheibe eines Schiebetürantriebs angeordnet ist. Um die Antriebsscheibe
ist ein endloses Zugmittel des Schiebetürantriebs geführt. Die Glocke weist an einer
vorzugsweise umlaufend ausgebildeten, sich parallel zur Rotationsachse der Glocke
erstreckenden Wandung Ausnehmungen auf. Ein Verriegelungsbolzen kann quer zu Rotationsachse
translatorisch auf die Ausnehmungen zu bewegt und mit einer jeweiligen der Ausnehmungen
in Eingriff gebracht werden. Dadurch ist eine Rotation der Glocke verhindert. Dies
führt dazu, dass auch die Antriebsscheibe nicht mehr rotiert und damit die mit dem
Zugmittel wirkgekuppelten Schiebetürflügel nicht mehr bewegt werden können. Der Nachteil
dieser Lösung ist, dass rotierende Teile vorhanden sein müssen, um die Verriegelung
bewerkstelligen zu können. Eine Anwendung beispielsweise auf andere Türanlagen ist
kaum zu realisieren. Zudem ist der Aufbau relativ groß und komplex.
Aufgabe der Erfindung ist es, den vorgenannten Nachteilen zu begegnen.
[0003] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verriegeln zumindest eines Flügels einer Flügelanlage
weist ein erstes Verriegelungselement und ein zweites Verriegelungselement auf. Das
erste Verriegelungselement umfasst an einem Ende ein erstes Rastelement. Das zweite
Verriegelungselement umfasst an einem dem ersten Rastelement zugewandten Ende ein
zweites Rastelement. Dieses zweite Rastelement ist gestaltet, in Verriegelungsstellung
mit dem ersten Rastelement rastend in Wirkeingriff gebracht zu werden. Das zweite
Verriegelungselement ist zudem eingerichtet, in Bezug auf die Flügelanlage ortsfest
angeordnet zu werden. Das erste Verriegelungselement hingegen ist eingerichtet, in
Bezug auf den zumindest einen Flügel derart angeordnet zu werden, dass das erste Verriegelungselement
bei einer Bewegung des zumindest einen Flügels mit dieser Bewegung korrespondierend
derart bewegt wird, dass das erste Verriegelungselement je nach Bewegungsrichtung
des zumindest einen Flügels translatorisch in eine Verriegelungsstellung auf das zweite
Verriegelungselement zu bzw. in eine Entriegelungsstellung von dem zweiten Verriegelungselement
weg bewegt wird. D. h. das erste Verriegelungselement wird aufgrund einer Flügelbewegung
ebenfalls bewegt, wohingegen das zweite Verriegelungselement hinsichtlich der gesamten
Flügelanlage an ein und derselben Stelle verbleibt. Eines der Verriegelungselemente
umfasst zudem ein Aktivierungselement, das bei Betätigung den rastenden Wirkeingriff
zwischen dem ersten Rastelement und dem zweiten Rastelement gemäß einer Sperrstellung
ermöglicht oder gemäß einer Freigabestellung verhindert. D. h. das Aktivierungselement
bewirkt ein Scharf- oder Abschalten der so gebildeten Flügelverriegelung. Das translatorische
Bewegen des ersten Verriegelungselements ermöglicht, die Verrieglungsvorrichtung in
jede Art von Flügelanlage integrieren zu können, die über ein translatorisch bewegtes
Teil verfügt, das vom jeweiligen Flügel (mit)bewegt wird, oder die in sonstiger Weise
in der Lage ist, über die Flügelbewegung ein Teil translatorisch (mit) zu bewegen.
Diese Lösung ist also völlig unabhängig von der Art eines etwaig vorhandenen Flügelbetätigers,
der in der Lage ist, den jeweiligen Flügel in zumindest eine Richtung zu bewegen.
D. h. diese Lösung ist auch bei rein manuell betriebenen Flügelanlagen einsetzbar.
Zudem ist diese Lösung leicht in Flügelanlagen integrierbar.
[0004] Vorzugsweise ist das zweite Verriegelungselement gestaltet, im Bereich oder in einer
Aufnahmenut eines in Bezug auf die Flügelanlage oder den jeweiligen Flügel ortsfest
angeordneten Führungsteils ortsfest angebracht zu werden. Dies erlaubt eine einfache
Integration des zweiten Verriegelungselements. Es ist nämlich dadurch möglich, das
erste Verriegelungselement einfach in die Aufnahmenut translatorisch bewegbar einzusetzen.
Es kann dann beispielsweise die Funktion eines Gleitstücks übernehmen. Damit ergibt
sich der Vorteil, dass der für die so gebildete Verriegelungsanordnung benötigte Platz
auf ein Minimum beschränkt werden kann.
[0005] Das erste oder das zweite Rastelement weist einen Rastvorsprung auf, demzufolge das
jeweils andere Rastelement ein mit diesem Rastvorsprung korrespondierendes Rastteil
aufweist. Geeignete Rastteile sind wiederum ein Rastvorsprung oder eine Rastausnehmung.
[0006] Das Rastteil umfasst ein erstes Durchgriffsteil, das eine Ausnehmung aufweist, die
der nachstehend erläuterten Verrastung dient. Durchgriffsteil bedeutet dabei, dass
der Rastvorsprung zum Zwecke des Verriegelns besagten Flügels diese Rastausnehmung
durchgreift. Die Rastausnehmung ist im ersten Durchgriffsteil durchgehend ausgebildet.
Sie ist ferner in einem rechten Winkel zum translatorischen Bewegungsweg des Rastvorsprungs
derart bewegbar, dass die Rastausnehmung in der Freigabestellung so angeordnet ist,
dass sich der Rastvorsprung entlang seines translatorischen Bewegungswegs durch die
Rastausnehmung hindurch bewegen kann. Sie ist in Sperrstellung also so angeordnet,
dass der Rastvorsprung, sofern er in Verriegelungsstellung die Rastausnehmung durchgreift,
an einer Bewegung in eine Richtung von der ersten Rastausnehmung weg in Richtung Verriegelungselement
zumindest bis zu einem vorbestimmten Maß gehindert ist und damit rastend mit der Rastausnehmung
diese hintergreifend in Wirkeingriff steht. Die Rastausnehmung erstreckt sich entlang
der Bewegungsrichtung des zweiten Verriegelungselements, weist also in Richtung Rastvorsprung,
sodass sich dieser mit einem bestimmten Maß durch die Rastausnehmung hindurch bewegen
und sie somit durchgreifen kann. Die Rastausnehmung ist in Freigabestellung so angeordnet,
dass sich der Rastvorsprung entlang seines translatorischen Bewegungswegs durch sie
hindurch frei hin- und her bewegen kann. Erfindungsgemäß umfasst das Rastteil ferner
ein zweites Durchgriffsteil, das an einer dem Rastvorsprung zugewandten Seite des
ersten Durchgriffsteils angeordnet ist. Es weist ähnlich dem ersten Durchgriffsteil
ebenfalls eine Ausnehmung auf, die im zweiten Durchgriffsteil durchgehend ausgebildet
ist. Sie ist in Bezug auf das zweite Verriegelungselement derart ortsfest angeordnet,
dass sich der Rastvorsprung entlang seines translatorischen Bewegungswegs durch die
Ausnehmung hindurch frei hin- und her bewegen kann. D. h. diese Ausnehmung dient nicht
der Verriegelung sondern beispielsweise als Anschlag für das erste Verriegelungselement.
In Sperrstellung sind die Ausnehmungen der Durchgriffsteile also so zueinander angeordnet,
dass der Rastvorsprung, sofern er beide Ausnehmungen durchgreift, an einer Bewegung
in eine Richtung von der Rastausnehmung weg in Richtung Ausnehmung des zweiten Durchgriffsteils
zumindest bis zu einem vorbestimmten Maß gehindert ist und damit rastend mit der Rastausnehmung
in Wirkeingriff steht. D. h. die Ausnehmungen nehmen in Freigabe- und Sperrstellung
zueinander jeweils verschiedene Positionen ein. Durch diese Maßnahme ist es möglich,
das Freigeben bzw. Sperren des Rastvorsprungs ausschließlich mittels zweier sehr einfach
und kostengünstig herzustellender Strukturen, beispielsweise mittels Durchgangsbohrungen
als Ausnehmungen, auszubilden.
[0007] Vorzugsweise liegen die Durchgriffsteile aneinander an. Dies hat den Vorteil, dass
das zweite Durchgriffsteil als Abstützung für das erste Durchgriffsteil dienen kann
und somit die Verriegelungswirkung des vorgenannten Rastvorsprungs bzw. die Verriegelungsstabilität
des ersten Verriegelungselements erhöht.
[0008] Vorzugsweise weist die Ausnehmung des jeweiligen Durchgriffsteils eine, in Bewegungsrichtung
des Rastvorsprungs gesehen, zur Außenkontur ebenjenen Rastvorsprungs im Wesentlichen
komplementäre Innenkontur auf.
[0009] Die Durchgriffsteile weisen vorzugsweise jeweils einen Abschnitt auf, die zueinander
parallel verlaufen und plattenartig ausgebildet sind. Die plattenartige Ausbildung
der Durchgriffsteile ermöglicht, quer zur Bewegungsrichtung des Rastvorsprungs gesehen,
eine sehr ökonomische Raumausnutzung.
[0010] Liegen die plattenartigen Abschnitte auch noch aneinander an, wird das zweite Verriegelungselement,
entlang der Bewegungsrichtung des Rastvorsprungs gesehen, sehr kurz und damit platzsparend.
[0011] Der Rastvorsprung ist an seinem der Rastausnehmung zugewandten Ende in Richtung Rastausnehmung
weisend vorzugsweise verjüngend, weiterhin vorzugsweise pilzkopfartig ausgebildet.
Dadurch ist es möglich, den Rastvorsprung auch durch die Ausnehmungen der Durchgriffsteile
hindurch bis zum vorgenannten Wirkeingriff zu schieben, selbst wenn sich diese bereits
in Sperrstellung befinden. Der Rastvorsprung kann zudem so gestaltet sein, dass der
Rastvorsprung unter Überwindung der durch den Wirkeingriff mit der Rastausnehmung
entstehenden Halte- bzw. Verriegelungskraft auch in die entgegengesetzte Bewegungsrichtung
aus der Rastausnehmung heraus bewegt werden kann. D. h. mit einem derartigen Rastvorsprung
ist auf sehr einfache und kostengünstige Weise eine Flügelverriegelung mit Überlastsicherung
realisierbar.
[0012] Das vorgenannte Aktivierungselement ist vorzugsweise mittels eines Elektromagneten
gebildet, der bei Betätigung das erste Durchgriffsteil in Freigabe- bzw. in Sperrstellung
bewegt. Der Elektromagnet bietet den Vorteil definierter Arbeitsstellungen (Verriegelung,
Entriegelung) der Verriegelungsanordnung und kann zudem einfach über dessen Bestromung
an gewünschte Halte- bzw. Verriegelungskräfte angepasst werden. Beispielsweise kann
gepulster Strom verwendet werden.
Vorzugsweise weist zumindest eines der Verriegelungselemente an einer dem jeweils
anderen Verriegelungselement zugewandten Seite einen Anschlag für das jeweils andere
Verriegelungselement auf. Damit ist auf einfache Weise eine Begrenzung für den Rastvorsprung
bei seiner Bewegung in Richtung korrespondierendes Rastelement realisierbar.
[0013] Das zweite Verriegelungselement ist eingerichtet, in Bezug auf eine Führungs- oder
Gleitschiene der Flügelanlage ortsfest angeordnet zu werden. Das erste Verriegelungselement
kann in dem Fall ebenfalls in der Führungs- oder Gleitschiene unmittelbar oder mittelbar
translatorisch auf das zweite Verriegelungselement zu und von diesem weg bewegbar
geführt aufgenommen sein. Dies erlaubt eine elegante und im Extremfall völlig unsichtbare
Integration des zweiten Verriegelungselements unter Nutzung der ohnehin vorhandenen
Führungs- oder Gleitschiene. Es werden somit Teile bereits vorhandener Flügelanlagen
mit genutzt. Ferner ergibt dies sowohl platztechnische als auch optische Vorteile,
da das zweite Verriegelungselement optisch versteckt werden kann.
[0014] Das zweite Verriegelungselement ist eingerichtet, an oder in der Führungs- oder Gleitschiene
ortsfest angebracht zu werden. Dies hat den Vorteil, dass lediglich an bzw. in dieser
Schiene entsprechende Befestigungsmöglichkeiten vorkommen müssen. Zudem sind am Flügel
bzw. anderen Teilen der Flügelanlage keine Bearbeitungen notwendig, was einerseits
die Montage bzw. Nachrüstung erleichtert, andererseits aber auch einen optisch spurlosen
Rückbau ermöglicht. Die Flügelanlage weist somit zumindest einen bewegbaren Flügel,
zumindest eine in Bezug auf die Flügelanlage oder den zumindest einen bewegbaren Flügel
ortsfest angeordnete Führungs- oder Gleitschiene mit einer Aufnahmenut und zumindest
eine der vorbeschriebenen Verriegelungsvorrichtungen auf.
Die Flügelanlage umfasst vorzugsweise zumindest einen als Schwenkflügel ausgebildeten
Flügel. Dieser Flügel ist über ein Gleitgestänge mit einem Schwenkflügelbetätiger,
also einem Schwenkflügelantrieb oder Türschließer wirkverbunden. D. h. die Flügelanlage
verfügt über eine Gleitschiene, in der ein Gleitstück translatorisch geführt aufgenommen
ist, das seinerseits frei rotierbar am Gleitarm des Gestänges angelenkt ist. Das erste
Verriegelungselement kann Teil des Gleitstücks sein oder dieses ersetzen.
Alternativ oder zusätzlich weist die Flügelanlage zumindest einen als Schiebe(tür)flügel
ausgebildeten Flügel auf. Derartige Flügel sind in der Regel in oberhalb des jeweiligen
Flügels angeordneten Trag- und/oder Führungsschienen aufgehängt bzw. entlang ihres
Bewegungswegs geführt. Die Tragschiene kann im Rahmen der Erfindung somit zusätzlich
der unmittelbaren oder mittelbaren Führung des zweiten Verriegelungselements beispielsweise
über einen mit dem Flügel wirkverbundenen Laufwagen dienen. D. h. auch in Schiebeanlagen
wie Schiebetüren, Faltflügeltüren, Trennwänden und dergleichen ist die vorbeschriebene
Verriegelungsanordnung sehr einfach und vorzugsweise für Benutzer unsichtbar integrierbar.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen.
[0016] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Verriegelungsanordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in Entriegelungsstellung,
- Figur 2
- die Verriegelungsanordnung von Figur 1 in Verriegelungsstellung und im Schnitt entlang
einer Linie A - A in Figur 1 aus einer anderen Perspektive,
- Figur 3
- das Verriegelungselement von Figur 1 und Figur 2 in größerem Detail, gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung,
- Figur 4
- ein Verriegelungselement gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung und
- Figur 5
- ein Verriegelungselement gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
[0017] Figur 1 zeigt eine Verriegelungsanordnung 1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Die Anordnung 1 umfasst exemplarisch eine Tragschiene 10 einer beispielhaften Schiebetüranlage.
Die Schiebetüranlage ist im gezeigten Beispiel linearmotorbasiert. Die Tragschiene
10 dient im gezeigten Beispiel in einem Aufnahmeabschnitt 11 zumindest der Aufnahme
eines hier nicht dargestellten Stators des Linearmotors. Ein anderer, davon separiert
ausgebildeter Aufnahmeabschnitt 12 dient hauptsächlich der geführten Aufnahme vorzugsweise
von Laufwagen 20 eines hier nicht dargestellten Schiebeflügels. Der Schiebeflügel
ist über vorgenannte Laufwagen 20 in der Tragschiene 10 geführt aufgenommen.
[0018] Dazu weist der Laufwagen 20 exemplarisch ein Aufnahmeprofil 21 auf, das nach unten,
d. h. in Richtung Flügel, offen ist. Diese Öffnung dient dem Durchführen eines jeweiligen
Mitnehmers 23, der das Aufnahmeprofil 21 mit besagtem Flügel diesen mitnehmend wirkverbindet.
In das Aufnahmeprofil 21 ist ein Läufer 22 eingesetzt, der im gezeigten Beispiel eine
Reihe von Permanentmagneten aufweist. Der Läufer 22 tritt mit dem Stator in bekannter
Weise in magnetische Wechselwirkung.
[0019] Am hier linken Ende des Laufwagens 20 bzw. dessen Aufnahmeprofils 21 ist ein Verriegelungselement
30 ortsfest angebracht. Vorzugsweise ist das Verriegelungselement 30 mittels eines
Anschlagabschnitts 31 stirnseitig an oder in das Profil 21 angesetzt. An der dem Profil
21 abgewandten Seite schließt sich an den Anschlagabschnitt 31 ein Schaft 33 an, an
dessen freiem Ende ein vorzugsweise plizkopfartiger Rastvorsprung 32 ausgebildet ist.
D. h. der Rastvorsprung 32 verjüngt sich in Richtung dessen freien Endes. Der Schaft
33 hat einen geringeren Durchmesser als ein maximaler Außendurchmesser des Rastvorsprungs
32. Anschlagabschnitt 31, Schaft 33 und Rastvorsprung 32 sind aneinander befestigt
oder teilweise bzw. in der Gesamtheit einstückig ausgebildet.
[0020] Vorzugsweise im Bereich der linken Stirnseite der Tragschiene 10 befindet sich ein
Verriegelungselement 100. Das Verriegelungselement 100 weist einen Befestigungsabschnitt
102 auf, der beispielsweise klemmend in der Tragschiene 10 bzw. in deren Aufnahmeabschnitt
12 aufgenommen ist. Es sind jedoch alle anderen Befestigungsmöglichkeiten wie Schrauben,
Verrasten, Schweißen, Verkleben und dergleichen denkbar.
[0021] Figur 2 zeigt die Verriegelungsanordnung 1 von Figur 1 im Schnitt entlang einer Linie
A - A in Figur 1.
[0022] Das Verriegelungselement 100 umfasst zwei so genannte Durchgriffsteile 110, 120.
Die Funktion dieser Teile wird später näher erläutert. Das Durchgriffsteil 110 weist
vorzugsweise mittig liegend eine Ausnehmung 111 auf, die im gezeigten Beispiel als
kreisrundes Durchgangsloch ausgebildet ist und sich entlang der Bewegungsrichtung
des Rastvorsprungs 32, also hier entlang der Längserstreckung der Tragschiene 10 bzw.
des Profils 20 erstreckt. Das Durchgriffsteil 110 ist quer zur Bewegungsrichtung des
Rastvorsprungs 32 bzw. des Laufwagens 20, d. h. schräg nach rechts unten in Figur
2, translatorisch bewegbar geführt.
[0023] Am dem Rastvorsprung 32 abgewandten Ende weist das Verriegelungselement 100 ferner
ein Aktivierungselement hier in Form eines Elektromagneten 101 auf. Der Elektromagnet
101 wirkt mit einer hier teilweise sichtbaren Ankerplatte 113 des Durchgriffsteils
110 magnetisch zusammen. Der Elektromagnet 101 ist so angeordnet, dass er bei Bestromung
die Ankerplatte 113 schräg nach rechts unten quer zur Bewegungsrichtung des Rastvorsprungs
32 bzw. entlang der Bewegungsrichtung des Durchgriffsteils 110 anzieht.
[0024] Die Ankerplatte 113 ist am Durchgriffsteil 110 befestigt bzw. einstückig mit ihm
ausgebildet. Durchgriffsteil 110 und Ankerplatte 113 schließen vorzugsweise einen
Winkel von etwa 90° ein. D. h. das Durchgriffsteil 110 wird schräg nach rechts unten
bewegt, sobald der Elektromagnet 101 die Ankerplatte 113 bei einem Bestromen anzieht.
[0025] Die Anbringung des Verriegelungselements 100 erfolgt mittels des vorgenannten, Befestigungsabschnitts
102, der vorzugsweise klemmend in der Tragschiene 10 aufgenommen ist. Es sind jedoch
alle anderen Befestigungsmöglichkeiten wie Schrauben, Verrasten, Schweißen, Verkleben
und dergleichen denkbar. Der Elektromagnet 101 ist hier mittels Schrauben 105, von
denen eine sichtbar ist, am Befestigungsabschnitt 102 ortsfest angebracht.
[0026] Die Verriegelungsanordnung 1 ist in einer so genannten Verriegelungsstellung dargestellt.
D. h. der Rastvorsprung 32 befindet sich mit den Durchgriffsteilen 110, 120 in Eingriff
und hintergreift das Durchgriffsteil 110. Wie zu erkennen, durchgreifen der Rastvorsprung
32 und damit auch der Schaft 33 die Durchgriffsteile 110, 120 bzw. deren Ausnehmungen
111, 121, von denen hier nur die Ausnehmung 111 des Durchgriffsteils 110 deutlich
sichtbar ist. D. h. die Durchgriffsteile 110, 120 sind zwischen Rastvorsprung 32 und
Anschlagabschnitt 31 angeordnet.
[0027] Der dargestellte Blockpfeil stellt die Bewegungsrichtung des Läufers 22 bzw. des
Laufwagens 20 und damit des Verriegelungselements 100 und des Rastvorsprungs 33 dar.
Damit ist der damit verbundene Laufwagen 20 daran gehindert, sich vom Verriegelungselement
100 zu lösen, also schräg nach links unten in Figur 2 zu bewegen. Dadurch ist selbstverständlich
der mit dem Laufwagen 20 wirkverbundene Flügel ebenfalls an seiner Bewegung gehindert
und somit verriegelt.
[0028] Der Anschlagabschnitt 31 liegt in der gezeigten Stellung vorzugsweise press am Durchgriffsteil
120 an. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Schaft 33 länger ausgebildet
ist, so dass sich der Anschlagabschnitt 31 um einen gewissen Weg vom Durchgriffsteil
120 entfernen kann. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise durch Temperaturschwankungen
hervorgerufene Änderungen an der Anlage ausgeglichen werden können.
[0029] Ferner sind die Aufnahmeabschnitte 11, 12 hier für das Profil 21 und den hier ebenfalls
nicht dargestellten Stator des Linearmotors abgebildet. Die Aufnahmeabschnitte 11,
12 werden mittels einander zugewandter, hervorstehender Vorsprünge 13 an bzw. in der
Tragschiene 10 voneinander separiert. Die dem Flügel abgewandten Flächen der Vorsprünge
13 dienen als Auflagefläche für den Stator. Die dem Flügel zugewandten Flächen der
Vorsprünge 13 dienen vorzugsweise als Auflagefläche für den Befestigungsabschnitt
102 des Verriegelungselements 100. Zudem können die Vorsprünge 13 an ihrer dem Profil
21 zugewandten Flächen als Lauffläche für nicht sichtbare Laufrollen des Laufwagens
20 dienen. Dies ist insbesondere sinnvoll, da dadurch sichergestellt ist, dass zwischen
Läufer 22 bzw. Aufnahmeprofil 21 und Stator immer ein vorbestimmter Abstand eingehalten
ist, sodass die magnetische Antriebskraft des so gebildeten Linearmotors gewährleistet
ist. An der dem nicht dargestellten Flügel zugewandten Seite weist die Tragschiene
10 ferner Vorsprünge 14 auf, die ähnlich den Vorsprüngen 13 einander zugewandt hervorstehend
ausgebildet sind. Die Vorsprünge 14 können an ihren dem Flügel abgewandten Seiten
ebenfalls als Lauffläche für entsprechende Laufrollen des Laufwagens 20 dienen. Die
Vorsprünge 13, 14 dienen somit vorzugsweise dem Positionieren des jeweiligen Laufwagens
20 in der Tragschiene 10.
[0030] Figur 3a zeigt das Verriegelungselement 100 in größerem Detail und gemäß einer ersten
Ausführungsform der Erfindung. Das Verriegelungselement 100 ist in einer so genannten
Sperrstellung gezeigt, die die vorgenannte Verriegelungsstellung ermöglicht. Die Ankerplatte
113 weist ein stiftartiges Teil 114 auf. Das Teil 114 ist vorzugsweise durch die Ankerplatte
113 hindurchgehend ausgebildet. Dadurch ist es möglich, beispielsweise eine Schraubenfeder
106 als Rückstellelement zwischen Ankerplatte 113 und Elektromagnet 101 anzuordnen.
Die Rückstellfeder 106 bewirkt, wenn der Elektromagnet 101 nicht bestromt wird, dass
die Ankerplatte 113 in eine Freigabestellung bewegt wird, die hier nicht dargestellt
ist. Zudem kann das Teil 114 an seinem dem Elektromagnet 101 entfernten Ende zum Anschluss
eines Betätigungselements, wie eines Bowdenzugs, eines Hebels, einer Zugstange oder
dergleichen genutzt werden. Dadurch ist es möglich, das Verriegelungselement 100 bzw.
die Verriegelungsanordnung 1 auch im Rahmen einer Schließfolgeregelung bei einer zweiflügeligen
Schwenktüranlage einzusetzen. In dem Fall dient der Elektromagnet 101 dem Festhalten
des Standflügels dieser Anlage. Zum Freigeben des Rastvorsprungs 32 wird das Teil
114 mittels des vorgenannten Betätigungselements vom anderen Flügel, also dem Gangflügel,
bzw. von dessen Betätiger in Freigabestellung gezogen, in der die Ausnehmungen 111,
121 vorzugsweise miteinander fluchten.
[0031] Wie zu erkennen, bilden Befestigungsabschnitt 102 und Durchgriffsteil 120 eine Art
Montagewinkel, an dem an einer dem Flügel zugewandten Innenseite der Elektromagnet
101 hier mittels Schrauben 105 befestigt ist. Die Durchgriffsteile 110, 120 weisen
im gezeigten Beispiel kreisrunde Ausnehmungen 111, 121 auf, die in der gezeigten Darstellung
nicht miteinander fluchten. In der vorgenannten Freigabestellung hingegen fluchten
die Ausnehmungen 111, 121 miteinander, so dass sich der Rastvorsprung 32 frei durch
die Ausnehmungen 111, 121 hindurch bewegen kann und damit nicht gesperrt bzw. verriegelt
werden kann. Damit befindet sich das Verriegelungselement 100 in vorgenannter Freigabestellung.
[0032] Ist eine Verriegelung des vorgenannten Rastvorsprungs 32 gewünscht, werden der Elektromagnet
101 bestromt, die Ankerplatte 113 magnetisch angezogen und damit das Durchgriffsteil
110 in die in Figur 3a gezeigte Stellung bewegt. Die vorgenannte, sich verjüngende
Ausbildung des Rastkopfes bzw. Rastvorsprungs 32 ermöglicht in dieser Stellung, dass
dieser sowohl die Ausnehmung 121 als auch die Ausnehmung 111 überwinden kann und mit
der Ausnehmung 111 rastend in den Eingriff gelangen kann. D. h. der Rastvorsprung
32 hintergreift in Verriegelungsstellung aufgrund der nicht miteinander fluchtenden
Anordnung der Ausnehmungen 111, 121 zueinander die Ausnehmung 111 und kann nicht oder
nur in geringfügigem Maß in Richtung wieder heraus aus den Ausnehmungen 111, 121 bewegt
werden. Damit entsteht eine sehr einfache und doch wirksame Verriegelung des bzw.
der angeschlossenen Flügel/s.
[0033] Figur 3b zeigt das Verriegelungselement 100 in Freigabestellung. Wie zu erkennen,
fluchten die Ausnehmungen 111, 121 der Durchgriffsteile 110, 120 miteinander. Zumindest
sind sie so zueinander ausgerichtet, dass der nicht dargestellte Rastkopf 32 vorzugsweise
ohne Widerstand durch die Ausnehmungen 111, 121 hindurch frei hin- und her bewegt
werden kann. In dem Fall ist der Elektromagnet 101 vorzugsweise nicht bestromt. Die
nicht dargestellte Rückstellfeder 106 drückt das Durchgriffsteil 110 in die dargestellte
Freigabestellung.
[0034] Der Elektromagnet 101 kann, wie gezeigt, stromlos öffnend bzw. den Rastvorsprung
32 freigebend ausgebildet sein. Er kann aber genauso gut stromlos schließend und damit
den Rastvorsprung 32 in Verriegelungsstellung sperrend ausgebildet sein. In dem Fall
ist die Ausnehmung 111 in der in Figur 3a gezeigten Arbeitsstellung des Elektromagneten
101, also wenn dieser die Ankerplatte 113 magnetisch angezogen hat, so ausgebildet,
dass sie mit der Ausnehmung 121 fluchtet. Fällt die Bestromung des Elektromagneten
weg, wird die Ankerplatte 113 vom Elektromagneten weg gedrängt, und die Ausnehmungen
111, 121 nehmen eine zu Figur 3a ähnliche Ausrichtung zueinander ein, fluchten also
nicht mehr miteinander.
[0035] Figur 4a zeigt ein Verriegelungselement 100 gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung. Der Befestigungsabschnitt 102 ist im Querschnitt U-förmig ausgebildet und
bietet so einen Aufnahmeraum für den Elektromagneten 101. Der Elektromagnet 101 ist
vorzugsweise mittels Schrauben 105 am Befestigungsabschnitt 102 angebracht. Ein die
beiden Schenkel 108 des U verbindender Wandabschnitt ist durch das Durchgriffsteil
120 gebildet, das hier also exemplarisch einstückig mit dem Befestigungsabschnitt
102 ausgebildet ist. Die Schenkel 108 weisen an ihren einander zugewandten Seiten
Führungsabschnitte 107 hier in Form hervorstehender, zueinander offener Führungsnuten
bzw. -schienen auf. In diesen Führungsabschnitten 107 ist das Durchgriffsteil 110
zwischen Sperr- und Freigabestellung bewegbar geführt aufgenommen, hier also in die
Blattebene hinein und aus dieser heraus.
[0036] An der den Schenkeln 108 abgewandten Seite des Durchgriffsteils 120 schließen sich
zwei in Richtung vom Elektromagneten 101 weg erstreckende, klauenartig aussehende
Klemmabschnitte 109 an. D. h. jeder Klemmabschnitt 109 weist einen ersten Wandabschnitt
109a auf, der vom Durchgriffsteil 120 abgeht. Am dem Durchgriffsteil 120 abgewandten
Ende des Wandabschnitts 109a schließt sich ein jeweiliger zweiter Wandabschnitt 109b
an, der mit dem zugehörigen Wandabschnitt 109a vorzugsweise einen rechten Winkel einschließt.
Nun am dem ersten Wandabschnitt 109a abgewandten Ende des zweiten Wandabschnitts 109b
schließt sich ein jeweiliger dritter Wandabschnitt 109c an, der sich in Richtung Durchgriffsteil
120 erstreckt.
[0037] Die Klemmabschnitte 109 verlaufen zueinander vorzugsweise parallel. Die Wandabschnitte
109a, 109c der Klemmabschnitte 109 sind so ausgebildet, dass das Verriegelungselement
100 in den Aufnahmeabschnitt 12 der nicht abgebildeten Tragschiene 10 eingeschoben
werden kann. Dabei stehen einander abgewandte Flächen 109d, 109e der Wandabschnitte
109a, 109b jeweils einem korrespondierenden der Vorsprünge 13, 14 der Tragschiene
10 gegenüber.
[0038] Jeder Wandabschnitt 109b weist eine nicht bezeichnete Durchgangsöffnung auf, durch
die ein Verspannelement hier in Form einer jeweiligen Schraube 104 hindurchgeführt
ist. Die Wandabschnitte 109a, 109b eines jeweiligen Klemmabschnitts 109 weisen zueinander
zumindest bereichsweise eine Abstand a auf, der geringer als ein maximaler Außendurchmesser
der Schraube 104. Die Schrauben 104 hingegen sind so ausgebildet, dass sie beim Einschrauben
in Richtung Elektromagnet 101 zwischen die vorgenannten Bereiche der zugehörigen Wandabschnitte
109a, 109b mit Abstand a zueinander gelangen. Dabei wird der dritte Wandabschnitt
109c vom Wandabschnitt 109a des jeweiligen Klemmabschnitts 109 weg bewegt, sodass
sich der Abstand a vergrößert. Dabei gelangen die Flächen 109c, 109d besagten Klemmabschnitts
109 mit den Vorsprüngen 13, 14 klemmend in Anlage; das Verriegelungselement 100 wird
in der Tragschiene 10 verspannt bzw. verklemmt.
[0039] Das Verriegelungselement 100 bildet also eine Art Modul, das als Ganzes in die Tragschiene
10 eingesetzt werden kann.
[0040] Anstelle von Schrauben 105 kann jeweils auch ein Aufspreizstift Verwendung finden.
[0041] Figur 4b zeigt das Verriegelungselement 100 aus einer anderen Perspektive. Hier sind
insbesondere die Schrauben 105 zum Befestigen des Elektromagneten 101 am Befestigungsabschnitt
102 zu erkennen.
[0042] Vorzugsweise beide Flächen 109d, 109e wiederum vorzugsweise beider Klemmabschnitte
109 bzw. der entsprechenden Wandabschnitte 109a, 109c weisen Rillenabschnitte 109f
auf, deren nicht näher bezeichnete Rillen sich quer zur Einschieberichtung in die
nicht dargestellte Tragschiene 10 erstrecken. Weist die der jeweiligen Fläche 109d,
109e zugewandte Klemmfläche des zugewandten, zugehörigen Vorsprungs 13, 14 der Tragschiene
10 im Wesentlichen komplementär ausgebildete Rillen auf, kann das Verriegelungselement
100 nach und nach in die endgültige Einsetzposition in der Tragschiene 10 bewegt und
dabei (vor)fixiert werden, was die Montage vereinfacht.
[0043] Figur 5 zeigt ein Verriegelungselement 100 gemäß einer dritten Ausführungsform der
Erfindung in Sperrstellung. Die Ausnehmungen 111, 121 fluchten also nicht miteinander.
Das Durchgriffsteil 110 ist mittels Länglöchern 112 über am Durchgriffsteil 120 befestigte
oder einstückig ausgebildete Führungsstifte als Führungsabschnitt 107 entlang der
Betätigungsrichtung des Elektromagneten 101 bewegbar gelagert. Die Ankerplatte 113
und das Durchgriffsteil 110 bilden vorzugsweise ein L-förmiges Teil. Die Stifte 107
durchgreifen korrespondierende Langlöcher 112 des Durchgriffsteils 110. Die Langlöcher
112 erstrecken sich somit entlang der Bewegungsrichtung des Durchgriffsteils 110.
[0044] Wie ferner zu erkennen, sind im Bereich des Durchgriffsteils 110 auf den Führungsstiften
107 Sicherungsscheiben 103 angebracht. Sie verhindern, dass sich das Durchgriffsteil
110 vom Durchgriffsteil 120 bzw. den daran befestigten oder mit diesem einstückig
ausgebildeten Führungsstiften 107 in Richtung Elektromagnet 101 entfernt bzw. löst.
Es sind jedoch auch andere Lösungen wie Sprengringe, Kontermuttern und dergleichen
möglich. Im letzten Fall weisen die Führungsstifte 107 entsprechend ausgebildete Schraubgewinde
auf.
[0045] D. h. das Durchgriffsteil 110 ist am Befestigungsabschnitt 102 bewegbar angebracht,
sodass die Wirkverbindung mit dem ebenfalls am Befestigungsabschnitt 102 befestigten
Elektromagneten 101 vom Gewicht des Durchgriffsteils befreit ist. Damit kann die Wirkverbindung
über die Ankerplatte und das Anschlussteil 114 sehr einfach erfolgen.
[0046] Als Elektromagnet 101 kommt vorzugsweise ein Hubmagnet zur Anwendung. Alternativ
oder zusätzlich ist der Elektromagnet 101 bistabil ausgebildet, so dass er sowohl
die Sperr- als auch die Freigabestellung des Verriegelungselements 100 bewerkstelligt.
In dem Fall können zusätzliche Rückstellelemente entfallen.
[0047] Das Teil 114 kann in Verbindung mit einem mechanischen Auslöseteil auch im Rahmen
einer exemplarisch einflügeligen Tür beispielsweise für eine Notöffnung oder Notschließung
des angeschlossenen Flügels verwendet werden. Notöffnung oder -Schließung bedeutet,
dass eine Öffnung bzw. Schließung des/r jeweiligen Flügel/s möglich sein muss, wenn
die Stromversorgung der Flügelanlage, also insbesondere der Verriegelungsanordnung
1, wegfällt.
[0048] Wie vorstehend erläutert, liegt der Rastvorsprung 32 in Sperrstellung an der dem
Verriegelungselement 100 abgewandten Fläche der Ausnehmung 111 des in Bezug auf das
Verriegelungselement 30 entfernten Durchgriffsteils 110 an, hintergreift sie somit
und verriegelt so den angeschlossenen Flügel. Das zwischen Laufwagen 20 und Durchgriffsteil
110 angeordnete Durchgriffsteil 120 stützt das Durchgriffsteil 110 in Richtung Laufwagen
20 ab, dient also der Gewährleistung der Verriegelung.
[0049] Da der Rastvorsprung 32 das quer zur Bewegungsrichtung des Rastvorsprungs 32 bewegbare
Durchgriffsteil 110 hintergreift, muss der Elektromagnet 101 in Sperrstellung nicht
den Trägheitskräften des bzw. der angeschlossenen Flügel entgegenwirken. Er muss lediglich
die Kraft aufbringen, die erforderlich ist, den Rastvorsprung 32 in Eingriff zu halten,
also die Kraft, um die Ausnehmungen 111, 121 in der nicht miteinander fluchtenden
Stellung zu halten. Diese Kraft ist zum einen wesentlich geringer. Zum anderen hängt
diese Kraft nicht oder nur unwesentlich von den Gewichten des/r angeschlossenen Flügel/s
ab.
Im Ergebnis ist durch die Erfindung eine universell einsetzbare Verriegelung für Flügelanlagen
jedweder Art geschaffen, die über eine mit dem/n zu verriegelnden Flügel/n wirkverbundenen
Führungs- oder Gleitschiene/n verfügen, die also mit diesem/n Flügel/n in Wirkverbindung
stehen. Da lediglich Führungs- oder Gleitschiene/n erforderlich sind, kann die Verriegelung
unabhängig vom jeweiligen Antriebsmechanismus der Flügelanlage sein.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungen beschränkt.
Sie kann beispielsweise auf jegliche Art von Schiebeflügelanlagen wie Schiebetüranlagen
und dergleichen angewendet werden. Ferner ist sie ohne weiteres auf Schwenkflügelanlagen
anwendbar, sofern sie mit einer Gleitschiene beispielsweise als Teil eines Gleitgestänges
versehen sind. Weitere Einsatzgebiete sind beispielsweise Fenster, die über einen
so genannten Scherenarm ebenfalls gleitschienengeführt geführt sind.
[0050] Anstelle der kreisrunden Querschnittsform der Ausnehmungen 111, 121 ist selbstverständlich
jede andere Querschnittsform möglich. Die Querschnittsformen der Ausnehmungen 111,
121 müssen auch nicht komplementär zu einer entlang der Bewegung des Rastvorsprungs
32 gesehenen Querschnittsform des Rastvorsprung 22 ausgebildet und auch nicht zueinander
identisch sein. Sie können beispielsweise quadratisch sein. Durch das Nicht-Miteinander-Fluchten
der Ausnehmungen 111, 121 in Sperrstellung liegt der Rastvorsprung 32 weiterhin an
der Ausnehmung 111 verriegelt an. Die Ausnehmung 121 des Durchgriffsteils 120 fluchtet
in Montageposition zu jeder Zeit mit dem Rastvorsprung 32, so dass dieser immer in
der Lage ist, die Ausnehmung 121 ohne Widerstand passieren zu können.
Die Verriegelungselemente 30, 100 können gegeneinander vertauscht angeordnet sein,
sodass nunmehr das Verriegelungselement 100 mit dem Laufwagen 20, auf jeden Fall aber
korrespondierend mit einer Bewegung des angeschlossenen Flügels, bewegt wird.
In den Figuren ist eine Verriegelungsanordnung 1 gezeigt, bei der an einem Ende der
Tragschiene 10 ein Verriegelungselement 100 angeordnet ist. Beispielhaft entspricht
die Stellung des mittels der Verriegelungsanordnung 1 verriegelten Flügels einer Schließstellung
dieses Flügels. Alternativ oder zusätzlich kann eine weitere Verriegelungsanordnung
vorgesehen sein, die so in der Tragschiene 10 angeordnet ist, dass sie besagten Flügel
in Offenstellung verriegelt, also als Offenhaltevorrichtung dient. Dies ist beispielsweise
bei Geschäften sinnvoll, deren Eingangstür für den Publikumsverkehr offen stehen bleiben
soll.
Gemäß Figuren 1 und 2 ist das Verriegelungselement 30 stirnseitig auf das Aufnahmeprofil
21 aufgesetzt. Es kann aber genauso gut ausgebildet sein, analog zum Verriegelungselement
100 in Bezug auf die Tragschiene 10 in das Aufnahmeprofil 21 eingesetzt bzw. eingeschoben
zu werden.
[0051] Anstelle eines Elektromagneten 101 kann beispielsweise auch ein Motor mit Antriebsritzel
eingesetzt werden, das mit einer Zahnstange kämmt, die vorzugsweise Teil des Durchgriffsteils
110 ist. Damit kann rein motorisch zwischen Freigabe- und Sperrstellung gewechselt
werden. Ferner sind auch manuelle oder andere automatische Verstellmöglichkeiten für
den Wechsel zwischen Sperr- und Freigabestellung möglich.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Verriegelungsanordnung
- 10
- Tragschiene
- 11
- Aufnahmeabschnitt
- 12
- Aufnahmeabschnitt
- 13
- Vorsprung
- 14
- Vorsprung
- 20
- Laufwagen
- 21
- Aufnahmeprofil
- 22
- Läufer
- 23
- Mitnehmer
- 30
- Verriegelungselement
- 31
- Anschlagabschnitt
- 32
- Rastvorsprung
- 33
- Schaft
- 100
- Verriegelungselement
- 101
- Elektromagnet
- 102
- Befestigungsabschnitt
- 103
- Sicherungsscheibe
- 104
- Klemmschraube
- 105
- Schraube
- 106
- Rückstellfeder
- 107
- Führung
- 108
- Schenkel
- 109
- Klemmabschnitt
- 109a
- Wandabschnitt
- 109b
- Wandabschnitt
- 109c
- Wandabschnitt
- 109d
- Klemmfläche
- 109e
- Klemmfläche
- 109f
- Rillenabschnitt
- 110
- Durchgriffsteil
- 111
- Ausnehmung
- 112
- Langloch
- 113
- Ankerplatte
- 114
- Anschlussteil
- 120
- Durchgriffsteil
- 121
- Ausnehmung
- a
- Abstand
1. Vorrichtung (1) zum Verriegeln zumindest eines Flügels einer Flügelanlage,
• aufweisend
- ein erstes Verriegelungselement (30), umfassend, an einem Ende, ein erstes Rastelement
(32), und
- ein zweites Verriegelungselement (100),
• umfassend, an einem dem ersten Rastelement (32) zugewandten Ende, ein zweites Rastelement
(110, 120), gestaltet, in Verriegelungsstellung mit dem ersten Rastelement (32) rastend
in Wirkeingriff gebracht zu werden, und
• eingerichtet, in Bezug auf die Flügelanlage ortsfest angeordnet zu werden, wobei
• das erste Verriegelungselement (30) eingerichtet ist, in Bezug auf den zumindest
einen Flügel derart angeordnet zu werden, dass das erste Verriegelungselement (30)
bei einer Bewegung des zumindest einen Flügels mit dieser Bewegung korrespondierend
derart bewegt wird, dass das erste Verriegelungselement (30) je nach Bewegungsrichtung
des zumindest einen Flügels translatorisch in eine Verriegelungsstellung auf das zweite
Verriegelungselement (100) zu bzw. in eine Entriegelungsstellung von dem zweiten Verriegelungselement
(100) weg bewegt wird,
• wobei eines der Verriegelungselemente (100) ferner ein Aktivierungselement (101)
aufweist, das bei Betätigung den rastenden Wirkeingriff zwischen dem ersten Rastelement
(32) und dem zweiten Rastelement (110, 120) gemäß einer Sperrstellung verhindert oder
gemäß einer Freigabestellung ermöglicht,
wobei
• das erste oder das zweite Rastelement (32) einen Rastvorsprung (32) aufweist und
• das zweite bzw. das erste Rastelement (110, 120) ein mit dem Rastvorsprung (32)
korrespondierendes Rastteil (110, 120) aufweist,
• wobei zumindest eines der Verriegelungselemente (30) an einer dem jeweils anderen
Verriegelungselement (100) zugewandten Seite einen Anschlag (31) für das jeweils andere
Verriegelungselement (100) aufweist,
• wobei das zweite Verriegelungselement (30) eingerichtet ist, an oder in einer Führungs-
oder Gleitschiene (20) der Flügelanlage ortsfest angeordnet zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastteil (110, 120) ein erstes Durchgriffsteil (110) umfasst, das
• eine Rastausnehmung (111) aufweist, die im ersten Druchgriffsteil (110) durchgehend
ausgebildet ist, und
• in einem spitzen oder rechten Winkel zum translatorischen Bewegungsweg des Rastvorsprungs
(32) derart bewegbar ist, dass die Rastausnehmung (111)
- in der Freigabestellung so angeordnet ist, dass sich der Rastvorsprung (32) entlang
seines translatorischen Bewegungswegs durch die Rastausnehmung (111) hindurch bewegen
kann, und
- in der Sperrstellung so angeordnet ist, dass der Rastvorsprung (32), sofern er in
Verriegelungsstellung die Rastausnehmung (111) durchgreift, an einer Bewegung in eine
Richtung von der ersten Rastausnehmung (111) weg in Richtung Verriegelungselement
(30) zumindest bis zu einem vorbestimmten Maß gehindert ist und damit rastend mit
der Rastausnehmung (111) diese hintergreifend in Wirkeingriff steht,
wobei das Rastteil (110, 120) ferner ein zweites Durchgriffsteil (120) umfasst, das
• an einer dem Rastvorsprung (32) zugewandten Seite des ersten Durchgriffsteils (110)
angeordnet ist,
• eine Ausnehmung (121) aufweist, die im zweiten Durchgriffsteil (120) durchgehend
ausgebildet ist, und
• in Bezug auf das zweite Verriegelungselement (100) derart ortsfest angeordnet ist,
dass sich der Rastvorsprung (32) entlang seines translatorischen Bewegungswegs durch
die Ausnehmung (121) hindurch frei hin- und her bewegen kann.
2. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, wobei das zweite Verriegelungselement (100) gestaltet
ist, im Bereich einer Aufnahmenut eines in Bezug auf die Flügelanlage oder den jeweiligen
Flügel ortsfest angeordneten Führungsteils (20) oder in der Aufnahmenut ortsfest angebracht
zu werden.
3. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, wobei die Durchgriffsteile (110, 120) aneinander
anliegen.
4. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, wobei sich der Rastvorsprung (32) an seinem der
Rastausnehmung (111) zugewandten Ende in Richtung Rastausnehmung (111) verjüngend
oder pilzkopfartig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 1, 3 oder 4, wobei das Aktivierungselement (101) mittels
eines Elektromagneten (101) gebildet ist, der bei Betätigung das erste Durchgriffsteil
(110) in Freigabe- oder in Sperrstellung bewegt.
1. A device (1) for locking at least one leaf of a leaf installation,
• including
- a first locking element (30) comprising a first latching element (32) at one end,
and
- a second locking element (100),
• comprising, at an end facing the first latching element (32), a second latching
element (110, 120), in the locking position, configured to be brought in a latching
manner into an operative engagement with the first latching element (32), and
• adapted to be stationarily disposed with regard to the leaf installation, wherein
• the first locking element (30) is adapted to be disposed with regard to the at least
one leaf such that, during a movement of the at least one leaf, the first locking
element (30) is moved correspondingly to said movement in such a way that the first
locking element (30), depending on the direction of movement of the at least one leaf,
is moved translationally into a locking position towards the second locking element
(100), respectively into an unlocking position away from the second locking element
(100),
• wherein one of the locking elements (100) furthermore comprises an activating element
(101), which, upon actuation, prevents the latching operative engagement between the
first latching element (32) and the second latching element (110, 120) according to
a blocking position, or allows for it according to a release position,
wherein
• the first or the second latching element (32) includes a latching projection (32),
and
• the second, respectively the first latching element (110, 120) includes a latching
part (110, 120) corresponding to the latching projection (32),
wherein the latching part (110, 120) comprises a first reach-through part (110), which
• has a latching opening (111), which is configured end-to-end in the first reach-through
part (110), and
• is movable at an acute or right angle with regard to the translational path of movement
of the latching projection (32) in such a way that the latching opening (111)
- in the release position, is disposed such that the latching projection (32), along
its translational path of movement, can freely move through the latching opening (111),
and
- in the blocking position, is disposed such that the latching projection (32), as
long as it passes through the latching opening (111) in the locking position, is prevented,
at least to a predetermined degree, from a movement in a direction away from the first
latching opening (111) into the direction of the locking element (30), and is thus
in a latching operative engagement with the latching opening (111) while engaging
it from behind,
wherein the latching part (110, 120) furthermore comprises a second reach-through
part (120), which
• is disposed at a side of the first reach-through part (110) facing the latching
projection (32),
• has a latching opening (121), which is configured end-to-end in the first reach-through
part (120), and
• with regard to the second locking element (100), is stationarily disposed such that
the latching projection (32), along its translational path of movement, may freely
move back and forth through the opening (121),
• wherein at least one of the locking elements (30), at a side facing the respective
other locking element (100), has an abutment (31) for the respective other locking
element (100),
• wherein the second locking element (100) is adapted to be stationarily disposed
at or in a guiding or sliding rail (20) of the leaf installation.
2. The device (1) according to claim 1, wherein the second locking element (100) is configured
to be stationarily fastened in the area of a reception groove of a guiding part (20),
which is stationarily disposed with regard to the leaf installation or with regard
to the respective leaf, or in the reception groove.
3. The device (1) according to claim 1, wherein the reach-through parts (110,120) bear
against each other.
4. The device (1) according to claim 1, wherein the latching projection (32), at its
end facing the latching opening (111) in the direction of the latching opening (111),
is configured as tapering or in a mushroom head-shape.
5. The device (1) according to claim 1, 3 or 4, wherein the activating element (101)
is formed by means of an electromagnet (101), which, upon actuation, moves the first
reach-through part (110) into the release position or into the blocking position.
1. Dispositif (1) pour verrouiller au moins un vantail d'une installation de vantaux,
• présentant
- un premier élément de verrouillage (30), comportant, à une extrémité, un premier
élément d'encastrement (32), et
- un deuxième élément de verrouillage (100),
• comportant, sur une extrémité orientée vers le premier élément d'encastrement (32),
un deuxième élément d'encastrement (110, 120) aménagé en position de verrouillage
à être emmené de façon encastrante en engagement opérationnel avec le premier élément
d'encastrement (32), et
• adapté à être agencé de façon stationnaire par rapport à l'installation de vantaux,
dans lequel
• le premier élément de verrouillage (30) est adapté à être agencé par rapport audit
au moins un vantail de façon à ce que le premier élément de verrouillage (30), lors
d'un mouvement dudit au moins un vantail, est déplacé d'une façon correspondante audit
mouvement que le premier élément de verrouillage (30), selon la direction de mouvement
dudit au moins un vantail, est déplacé en translation vers une position de verrouillage
en direction vers le deuxième élément de verrouillage (100), respectivement en une
position de déverrouillage en direction éloignée du deuxième élément de verrouillage
(100),
• un des éléments de verrouillage (100) présentant par ailleurs un élément d'activation
(101), lequel, lors de l'actionnement, empêche l'engagement opérationnel encastrant
entre le premier élément d'encastrement (32) et le deuxième élément d'encastrement
(110, 120) selon une position de blocage ou le permet selon une position de relâchement,
dans lequel
• le premier ou le deuxième élément d'encastrement (32) présente une protubérance
d'encastrement (32), et
• le deuxième respectivement le premier élément d'encastrement (110, 120) présente
une pièce d'encastrement (110, 120) correspondant à la protubérance d'encastrement
(32),
dans lequel la pièce d'encastrement (110,120) comporte une première pièce de passage
(110), laquelle
• présente un évidement d'encastrement (111), lequel est aménagé de façon continue
dans la première pièce de passage (110), et
• est déplaçable sous un angle aigu ou rectangulaire par rapport au trajet de mouvement
en translation de la protubérance d'encastrement (32) de telle façon que l'évidement
d'encastrement (111),
- dans la position de relâchement, est agencé de façon à ce que la protubérance d'encastrement
(32), le long de son trajet de mouvement en translation, peut se déplacer à travers
l'évidement d'encastrement (111), et
- dans la position de blocage, est agencé de façon à ce que, tant que dans la position
de verrouillage, la protubérance d'encastrement (32) passe à travers l'évidement d'encastrement
(111), son mouvement en une direction depuis le premier évidement d'encastrement (111)
éloigné en direction de l'élément de verrouillage (30) est empêché au moins dans une
mesure prédéterminée, et ainsi est en engagement opérationnel de façon encastrante
avec l'évidement d'encastrement (111) en prise par l'arrière,
la pièce d'encastrement (110,120) comportant par ailleurs une deuxième pièce de passage
(120), laquelle
• est agencée d'un côté de la première pièce de passage (110) orienté vers la protubérance
d'encastrement (32),
• présente un évidement (121), lequel est aménagé de façon continue dans la deuxième
pièce de passage (120), et
• par rapport au deuxième élément de verrouillage (100) est agencée de façon stationnaire
de telle façon à ce que la protubérance d'encastrement (32), le long de son trajet
de mouvement en translation, peut se déplacer librement en va-et-vient à travers l'évidement
(121),
• au moins un des éléments de verrouillage (30), sur un côté orienté vers l'autre
élément de verrouillage (100) respectif, présentant un butoir (31) pour ledit autre
élément de verrouillage (100) respectif,
• le deuxième élément de verrouillage (100) étant adapté à être agencé de façon stationnaire
sur ou dans un rail de guidage ou de glissement (20) de l'installation de vantaux.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, dans lequel le deuxième élément de verrouillage
(100) est aménagé à être monté de façon stationnaire dans la région d'une rainure
de réception d'une pièce de guidage (20), qui est agencée de façon stationnaire par
rapport à l'installation de vantaux ou le vantail respectif, ou dans la rainure de
réception.
3. Dispositif (1) selon la revendication 1, dans lequel les pièces de passage (110,120)
butent l'une contre l'autre.
4. Dispositif (1) selon la revendication 1, dans lequel la protubérance d'encastrement
(32), sur son extrémité orientée vers l'évidement d'encastrement (111) en direction
de l'évidement d'encastrement (111), est aménagée de façon rétrécissante ou en forme
de tête de champignon.
5. Dispositif (1) selon la revendication 1, 3 ou 4, dans lequel l'élément actionnement
(101) est aménagé au moyen d'un électroaimant (101) lequel, lors d'un actionnement,
déplace la première pièce de passage (110) vers la position de relâchement ou de blocage.