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(11) |
EP 2 354 553 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.11.2016 Patentblatt 2016/46 |
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Anmeldetag: 19.01.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Pumpenaggregat
Pump power unit
Groupe motopompe
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.08.2011 Patentblatt 2011/32 |
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Patentinhaber: Grundfos Management A/S |
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8850 Bjerringbro (DK) |
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Erfinder: |
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- Ayatollahzadeh, Mohammad Mehdi
76139 Karlsruhe (DE)
- Müller, Klaus
76185 Karlsruhe (DE)
- Knedler, Jan
76437 Rastatt (DE)
- Antonius, Karsten
76327 Pfinztal (DE)
- Ulmer, Matthias
69245 Bammental (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hemmer, Arnd |
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Patentanwälte
Vollmann & Hemmer
Wallstrasse 33a 23560 Lübeck 23560 Lübeck (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 553 935 DE-A1- 3 342 967
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EP-A1- 1 204 194
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Pumpenaggregat gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Pumpenaggregat ist aus der
EP 0 553 935 bekannt.
[0002] Es sind Pumpenaggregate, beispielsweise Dosierpumpen- oder Kreiselpumpenaggregate
bekannt, welche im Wesentlichen aus zwei Teilen gebildet sind, nämlich einem Stator-
oder Antriebsgehäuse und einer Pumpeneinheit, welche mit diesem Antriebsgehäuse verbunden
ist. Moderne Pumpen weisen dabei im Antrieb üblicherweise eine Steuer-bzw. Regelungselektronik
zum Ansteuern eines elektrischen Antriebsmotors auf und entsprechende Anzeige- oder
Bedienelemente an der Au-Benseite des Antriebsgehäuses. Problematisch ist, dass je
nach Aufstellort und/oder Einbaulage des Pumpenaggregates die Anzeige- und Bedienelemente
an einer Außenseite des Antriebsgehäuses möglicherweise schlecht zugänglich oder schlecht
einsehbar sind.
[0003] EP 1 204 194 A1 offenbart ein Pumpenaggregat mit einem zylindrischen Motorgehäuse, an dessen Axialende
ein eckiges Elektronikgehäuse aufgesetzt ist. Das Elektronikgehäuse ist in zwei um
90° gegeneinander verdrehten Positionen auf das Axialende des Motorgehäuses aufsteckbar.
So kann auch bei um 90° verdrehtem Einbau des Pumpenaggregates das Elektronikgehäuse
so angeordnet werden, dass seine Bedienelemente weiter in horizontaler Lage ablesbar
sind.
[0004] EP 0 553 935 A1 offenbart eine elektronisch geregelte Kältemittelpumpe. Diese weist ein Bedienelement
auf, welches um eine Achse schwenkbar an einer Gehäusewandung angebracht ist. Dabei
kann die Schwenkachse entweder an der Oberseite der Gehäusewandung oder an der Unterseite
derselben Gehäusewandung angelenkt werden, um die Bedieneinheit auch bei 180° gedrehtem
Einbau des Pumpenaggregates in der richtigen Lage platzieren zu können.
[0005] Im Hinblick auf den zuvor genannten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung,
ein Pumpenaggregat dahingehend noch weiter zu verbessern, dass Bedien- und/oder Anzeigeelemente
an dem Pumpenaggregat bei vielen verschiedenen Einbauorten und/oder verschiedenen
Einbaulagen des Pumpenaggregates gut zugänglich und einsehbar sind.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Pumpenaggregat mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden
Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0007] Das erfindungsgemäße Pumpenaggregat weist einen Antriebsmotor auf, welcher eine Pumpe,
beispielsweise eine Verdränger- oder Kreiselpumpe antreibt. Darüber hinaus weist das
Pumpenaggregat ein erstes Gehäuse auf, in welchem eine Steuerelektronik angeordnet
ist. Bei dieser Steuerelektronik handelt es sich um elektronische Komponenten, welche
zur Regelung und/oder Steuerung des elektrischen Antriebsmotors dienen. Es kann sich
dabei um elektronische Komponenten handeln, welche die Drehzahl des Antriebsmotors
gemäß von außen vorgegebenen Werten oder auf Grundlage von im Pumpenaggregat selber
erfassten Werten einstellen bzw. regeln. Insbesondere kann die Steuerelektronik beispielsweise
auch einen Frequenzumrichter zur Drehzahlsteuerung des Antriebsmotors aufweisen. Auch
kann es sich um eine Elektronik zum Ansteuern eines Schrittmotors handeln, der beispielsweise
in Dosierpumpenaggregaten zum Einsatz kommt. Vorgaben für die Regelung bzw. die Steuerung
des Antriebsmotors können beispielsweise von externen Automatisierungssystemen über
geeignete Schnittstellen an die Steuerelektronik übergeben werden oder aber durch
manuelle Eingaben über eine Bedieneinheit gemacht werden. Gleichzeitig kann die Steuereinrichtung
bevorzugt bestimmte Betriebszustände, Fehlermeldungen oder andere Parameter durch
eine Anzeigeeinrichtung an dem Pumpenaggregat zur Anzeige bringen.
[0008] Hierzu ist erfindungsgemäß eine Bedieneinheit mit zumindest einem Anzeige- oder Bedienelement
vorgesehen. Erfindungsgemäß ist diese Bedieneinheit nicht fest in das erste Gehäuse,
in welchem die Steuerelektronik angeordnet ist, integriert. Die Bedieneinheit ist
vielmehr als ein separates Bauteil ausgebildet, welches, vorzugsweise lösbar, mit
dem ersten Gehäuse verbindbar ist. Dabei sind das erste Gehäuse und die Bedieneinheit
so ausgestaltet, dass die Bedieneinheit in zumindest zwei unterschiedlichen Positionen
lösbar mit dem ersten Gehäuse verbindbar ist. Weiter bevorzugt kann die Bedieneinheit
in mehr als zwei, beispielsweise in drei oder vier, verschiedenen Positionen mit dem
ersten Gehäuse verbindbar sein. Die Möglichkeit, die Bedieneinheit in verschiedenen
Positionen an dem ersten Gehäuse anzubringen, hat den Vorteil, dass je nach Aufstellort
bzw. Einbaulage des Pumpenaggregates die Bedieneinheit an dem ersten Gehäuse so angeordnet
werden kann, dass sie von außen gut zugänglich bzw. einsehbar ist. So kann abhängig
von der Einbaulage bzw. dem Aufstellort die Positionierung bzw. Anordnung der Bedieneinheit
sehr einfach geändert werden, ohne dass beispielsweise unterschiedliche Pumpenaggregate
für verschiedene Einbauorte vorgehalten werden müssten.
[0009] Das erste Gehäuse ist polyedrisch, vorzugsweise im Wesentlichen quaderförmig, und
die Bedieneinheit ist an zumindest zwei, vorzugsweise drei verschiedenen Seitenwandungen
positioniert mit dem ersten Gehäuse verbindbar. So kann die Bedieneinheit an zwei
oder drei verschiedenen Seitenwandungen an das erste Gehäuse, welches einen Grundkörper
bildet, angesetzt werden. Beispielsweise können dies bei einem quaderförmigen Gehäuse
zwei entgegengesetzte Seitenwandungen und die dazwischen liegende diese verbindende
Seitenwandung sein, so dass das Bedienelement in drei verschiedenen Winkelpositionen,
nämlich 0°, 90° und 180° mit dem ersten Gehäuse verbindbar ist. Beispielsweise kann
das quaderförmige Gehäuse somit die Bedieneinheit an einer seiner zwei Seitenflächen
oder an einer zwischen diesen Seitenflächen gelegenen Stirnfläche tragen.
[0010] Wenn die Bedieneinheit mit dem ersten Gehäuse verbunden wird, erfolgt diese Verbindung
weiter bevorzugt so, dass die Verbindung von außen lösbar ist. Dies ermöglicht es,
dass die Bedieneinheit auch nach der Montage des Pumpenaggregates von dem ersten Gehäuse
gelöst und in einer der alternativen Befestigungspositionen, sei es an dem ersten
Gehäuse oder extern beabstandet, angeordnet werden kann. So ist es bei Aufstellung
des Pumpenaggregates leicht möglich, die Anbringungsposition der Bedieneinheit zu
ändern.
[0011] Die Bedieneinheit ist mit der Steuerelektronik in dem ersten Gehäuse bevorzugt signalverbunden.
Diese Verbindung kann über optische und/oder elektrische Leiter oder aber auch drahtlos,
beispielsweise induktiv oder per Funkübertragung erfolgen. Auch können zwischen Bedieneinheit
und erstem Gehäuse Kontaktelemente angeordnet sein, welche leitend miteinander in
Kontakt kommen, wenn die Bedieneinheit mit dem ersten Gehäuse in einer der vorgesehenen
Montagepositionen verbunden wird. Bevorzugt ist die Signalverbindung so ausgebildet,
dass ein und dieselbe Signalverbindung in unterschiedlichen Anbringungspositionen
der Bedieneinheit genutzt werden kann. So kann beispielsweise durch eine Kabelverbindung
aufgrund der Beweglichkeit des Kabels eine Verbindung auch in unterschiedlichen Anbringungspositionen
der Bedieneinheit sichergestellt werden. Im Falle, dass Kontakte, beispielsweise Steckkontakte
vorgesehen sind, ist es auch denkbar, mehrere Kontaktfelder anzuordnen, wobei entsprechende
Anschlusskontakte der Bedieneinheit je nach Anbringungsposition immer nur mit einem
dieser Kontaktfelder in Kontakt treten.
[0012] Die Bedieneinheit ist vorzugsweise kraft- oder formschlüssig lösbar mit dem ersten
Gehäuse verbindbar. So kann die Bedieneinheit beispielsweise durch eine Rastverbindung
mit dem Gehäuse verbunden werden. Alternativ oder zusätzlich ist beispielsweise eine
Befestigung mittels Schraubverbindungen möglich. Auch eine magnetische oder andere
geeignete lösbare Fixierung ist denkbar. Bevorzugt ist die Befestigung der Bedieneinheit
an dem ersten Gehäuse jedoch so ausgebildet, dass sie sich nicht zu leicht lösen lässt,
um ein versehentliches Lösen zu verhindern. So ist beispielsweise eine Schraubverbindung
bevorzugt, da so eine feste, jedoch lösbare Verbindung erreicht wird. Üblicherweise
wird die Bedieneinheit vor oder bei der Montage des Pumpenaggregates einmalig in der
gewünschten Position an dem ersten Gehäuse befestigt und verbleibt dann in dieser
Position, es sei denn, dass das Pumpenaggregat später in anderer Einbaulage oder an
einem anderen Einbauort Verwendung finden sollte.
[0013] Weiter bevorzugt ist die Bedieneinheit in zumindest zwei derart unterschiedlichen
Positionen mit dem ersten Gehäuse verbindbar, in denen das zumindest eine Anzeige-
oder Bedienelement in unterschiedliche, vorzugsweise zueinander rechtwinklige Raumrichtungen
gewandt ist. So kann die Bedieneinheit wahlweise so an dem ersten Gehäuse angebracht
werden, dass die Bedien- und Anzeigeelemente von verschiedenen Seiten bzw. Richtungen
bedien- bzw. einsehbar sind.
[0014] Zweckmäßigerweise weist das erste Gehäuse eine erste Wandung auf, durch welche die
Signalverbindung zu der Bedieneinheit geführt ist, und die Bedieneinheit weist zwei
Anlageflächen auf, von denen die erste mit der ersten Wandung des ersten Gehäuses
in Anlage ist und die zweite Anlagefläche mit zumindest zwei an die erste Wandung
angrenzenden Wandungen des ersten Gehäuses wahlweise in Anlage ist. Diese Ausgestaltung
hat den Vorteil, dass im Bereich der ersten Wandung zu einer ersten Anlagefläche der
Bedieneinheit hin die Signalverbindung zwischen Bedieneinheit und der Steuer- bzw.
Regelelektronik im inneren des ersten Gehäuses hergestellt werden kann. Auf diese
Weise wird es möglich, dass die Signalverbindung unabhängig von der Positionierung
der Bedieneinheit an dem ersten Gehäuse ist. Beispielsweise kann ein elektrisches
Verbindungskabel zwischen der Steuerelektronik und der Bedieneinheit durch die erste
Wandung in eine angrenzende erste Anlagefläche der Bedieneinheit geführt werden. Zur
unterschiedlichen Positionierung wird diese Bedieneinheit lediglich in unterschiedlichen
Winkelpositionen an das Gehäuse angesetzt, die erste Wandung bleibt jedoch immer mit
der ersten Anlagefläche der Bedieneinheit in Anlage, so dass das Verbindungskabel
lediglich um einen bestimmten Winkel verdreht werden müssen, um die Bedieneinheit
unterschiedlich positioniert an das erste Gehäuse ansetzen zu können. Bevorzugt handelt
es sich bei der ersten Wandung um die Oberseite eines quaderförmigen Gehäuses und
die Bedieneinheit ist an drei an diese angrenzende Seitenwandungen bzw. an zwei entgegengesetzte
Seitenwandungen und die dazwischen liegende Stirnwand des quaderförmigen ersten Gehäuses
mit ihrer zweiten Anlagefläche ansetzbar. Dabei liegt eine erste Anlagefläche der
Bedieneinheit immer über der ersten Wandung, vorzugsweise der Oberseite eines quaderförmigen
Gehäuses.
[0015] Unter Anlage im Sinne der vorangehenden Beschreibung ist nicht nur eine direkte flächige
Anlage zwischen Anlagefläche und Wandung zu verstehen, vielmehr ist unter dieser Definition
auch eine gegebenenfalls nur bereichsweise oder punktuelle Anlage und auch eine indirekte
Anlage über Abstandselemente zu verstehen. So kann beispielsweise die Wandung des
ersten Gehäuses strukturiert, beispielsweise gerippt ausgebildet sein und die Anlagefläche
der Bedieneinheit kommt lediglich auf den Oberseiten der Rippen zur Anlage. Auch könnten
zwischen den Wandungen des ersten Gehäuses und den Anlageflächen der Bedieneinheit
Abstandselemente, insbesondere in Form von Isolationselementen zur thermischen Isolation
angeordnet sein, so dass zumindest in Teilbereichen zwischen den Anlageflächen und
den diesen zugewandten Wandungen des ersten Gehäuses Freiräume bzw. Luftspalte verbleiben.
Eine solche Anordnung kann bevorzugt sein, um eine Kondenswasserbildung zu vermeiden
oder den Kondenswasserablauf zwischen erstem Gehäuse und Bedieneinheit zu verbessern.
Auch kann eine thermische Entkopplung bevorzugt sein, falls beispielsweise im ersten
Gehäuse Abwärme erzeugende Bauteile, beispielsweise eine Leistungselektronik vorhanden
ist. So können insbesondere Bedienelemente thermisch von dem ersten Gehäuse entkoppelt
werden, so dass beim Anfassen der Bedienelemente keine Verbrennungsgefahr besteht.
Auch können weitere thermisch sensible Bauteile in die Bedieneinheit verlegt werden,
um diese von Wärme erzeugenden Bauteilen in dem ersten Gehäuse thermisch zu entkoppeln.
Ferner ist durch eine Anordnung, bei welcher die Bedieneinheit beabstandet zumindest
zu einem Teil einer von der Bedieneinheit überdeckten Wandung des ersten Gehäuses
angeordnet ist, die Möglichkeit gegeben, dass Luft zur Kühlung von Bauteilen zwischen
Bedieneinheit und erstem Gehäuse ungehindert zirkulieren kann.
[0016] Die beiden Anlageflächen der Bedieneinheit, welche mit zwei aneinander angrenzenden
Wandungen des ersten Gehäuses zur Anlage kommen bzw. zur teilweisen Überdeckung kommen,
erstrecken sich vorzugsweise gewinkelt zueinander, weiter bevorzugt in einem Winkel
von 90°. So ist es im Falle eines polyedrischen, insbesondere quaderförmigen Gehäuses
möglich, dass die Bedieneinheit die Kante zwischen zwei Wandungen des ersten Gehäuses
umgreift, so dass die Anlageflächen der Bedieneinheit zwei aneinander angrenzende
Wandungen des ersten Gehäuses zumindest teilweise überdecken bzw. an diesen Wandungen
zur Anlage kommen.
[0017] Das zumindest eine Anzeige- oder Bedienelement ist weiter bevorzugt an einer Frontfläche
der Bedieneinheit angeordnet, welche sich gewinkelt zu einer vorzugsweise zu beiden
Anlageflächen erstreckt. So kann eine schräge Anordnung der Anzeige- und Bedienelemente
so gewählt werden, dass die Frontfläche gut und vorzugsweise frontal einsehbar ist,
so dass eine leicht Bedienung bzw. Ablesbarkeit gegeben ist. Bevorzugt ist die Frontfläche
in einem Winkel zwischen 5° und 80°, weiter bevorzugt in einem Winkel zwischen 10°
und 60° und insbesondere in einem Winkel zwischen 15° und 30° zu zumindest einer der
Anlageflächen gewinkelt. Beispielsweise kann die Frontfläche in einem Winkel von 45°
gewinkelt sein, so dass sie sich in Falle eines quaderförmigen Gehäuses bevorzugt
normal zu einer Winkelhalbierenden zwischen zwei aneinander angrenzenden Wandungen
des Gehäuses erstreckt. Wenn die Frontfläche somit beispielsweise schräg über der
Oberkante eines quaderförmigen Gehäuses angeordnet ist, wobei eine erste Anlagefläche
der Bedieneinheit über der Oberseite des quaderförmigen Gehäuses liegt und die zweite
Anlagefläche der Bedieneinheit an einer Seitenwand des quaderförmigen Gehäuses anliegt,
so ist die Frontplatte mit den Bedien- und/oder Anzeigeelementen optimal schräg von
oben einsehbar.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in der ersten Wandung des Gehäuses
eine vorzugsweise kreisförmige Öffnung ausgebildet, durch welche Signalleitungen bzw.
Kabel zu der Bedieneinheit geführt sind. Um diese kreisförmige Öffnung kann die Bedieneinheit
drehbar sein. So kann insbesondere in der Bedieneinheit eine korrespondierende kreisförmige
Öffnung deckungsgleich zu der Öffnung in der ersten Wandung des ersten Gehäuses angeordnet
sein, so dass diese Öffnungen, wenn die Bedieneinheit an das erste Gehäuse angesetzt
wird, übereinander zu liegen kommen. Zwischen der Öffnung in der Bedieneinheit und
einer Öffnung in dem ersten Gehäuse kann darüber hinaus eine Dichtung vorgesehen sein,
um ein Eindringen von Feuchtigkeit in das Innere des ersten Gehäuses und/oder die
Bedieneinheit an dieser Schnittstelle verhindern zu können. Eine runde bzw. kreisförmige
Ausgestaltung der Öffnungen ermöglicht dabei den Einsatz eines O-Ringes als Dichtung,
was eine einfache Abdichtung ermöglicht. Darüber hinaus können bei kreisförmiger Ausgestaltung
der Öffnungen vollständig diese auch in verschiedenen Winkellagen der Bedieneinheit
um die Längsachse der Öffnungen zur Deckung gebracht werden. So kann auch bei verschiedenen
Winkellagen, bei welchen die Bedieneinheit an dem ersten Gehäuse positionierbar ist
eine leicht Abdichtung mit ein und derselben Dichtung erreicht werden.
[0019] Besonders bevorzugt ist der Mittelpunkt bzw. die Rotations- oder Symmetrieachse der
Öffnung in der ersten Wandung von den Kanten zumindest zweier an diese erste Wandung
angrenzende Wandungen, an welche die Bedieneinheit positionierbar ist, gleich weit
beabstandet. So kann die kreisförmige Öffnung in dem ersten Gehäuse beispielsweise
an der Oberseite eines quaderförmigen Gehäuses so angeordnet sein, dass der Mittelpunkt
der Öffnung von den Kanten zu zwei oder drei angrenzenden Seitenwandungen des ersten
Gehäuses gleich weit beabstandet ist. So kann die Bedieneinheit dann von oben in zwei
oder drei um 90° zueinander verdrehten Winkelpositionen auf das erste Gehäuse aufgesetzt
werden, wobei eine erste Anlagefläche der Bedieneinheit und insbesondere eine in der
Bedieneinheit ausgebildete Öffnung stets deckungsgleich auf der zentralen Öffnung
an der Oberseite bzw. der ersten Wandung des ersten Gehäuses zu liegen kommt. Eine
zweite Anlagefläche der Bedieneinheit kommt dann wahlweise an einer von mehreren an
die erste Wandung angrenzenden Seitenwandungen des Gehäuses zur Anlage bzw. Überdeckung.
Dabei umgreift die Bedieneinheit dann die Kante zwischen der ersten Wandung und einer
angrenzenden Seitenwandung des Gehäuses.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das erste Gehäuse ein Motorgehäuse,
in welchem der Antriebsmotor angeordnet ist, oder ein Klemmenkasten. In einem Motorgehäuse
können sowohl der Antriebsmotor als auch die Steuerelektronik angeordnet sein. So
können beispielsweise bei einem Dosierpumpenaggregat Antriebsmotor, gegebenenfalls
Getriebe und Steuerelektronik in einem Motorgehäuse angeordnet sein, an welches dann
bevorzugt an einer Seite ein Pumpenkopf angesetzt ist. Der Pumpenkopf ist dabei vorzugsweise
an einer Stirnseite angesetzt und die Bedieneinheit ist so ausgebildet, dass sie wahlweise
an der entgegengesetzten Stirnseite oder einer der zwei die beiden Stirnseiten verbindenden
Seitenflächen eines quaderförmigen Motorgehäuses angesetzt werden kann, wobei vorzugsweise
eine erste Anlagefläche der Bedieneinheit stets auf der Oberseite des ersten Gehäuses,
welche an die zwei Seitenwandungen und die zwei Stirnseiten angrenzt, zu liegen kommt.
Im Falle anderer, insbesondere polyedrischer Gehäuseformen sind jedoch auch andere
wahlweise Positionierungen der Bedieneinheit an dem Gehäuse denkbar.
[0021] Bei anderen Pumpenaggregaten ist es möglich, dass die Steuerelektronik und der Antriebsmotor
nicht in ein und demselben Gehäuse angeordnet sind. So kann beispielsweise die Steuerelektronik
in einem separaten Gehäuse, insbesondere einem Klemmenkasten angeordnet sein, welcher
dann beispielsweise wiederum mit einem Stator- oder Motorgehäuse verbunden ist. In
diesem Fall ist es möglich, dass die Bedieneinheit wahlweise an zumindest zwei unterschiedlichen
Positionen bzw. in zwei unterschiedlichen Lagen an dem Klemmenkasten positionierund
befestigbar ist. Bei dem Klemmenkasten handelt es sich dabei insbesondere um dasjenige
Bauteil, in welchem die elektrischen Anschlussleitungen des Pumpenaggregates elektrisch
angeschlossen werden. Wie beschrieben kann es sich bei den Pumpenaggregat bevorzugt
um ein Dosierpumpenaggregat, beispielsweise jedoch auch um ein Kreiselpumpenaggregat
oder ein andere Pumpenaggregat handeln. Wenn es sich bei dem erfindungsgemäßen Pumpenaggregat
um ein Kreiselpumpenaggregat handelt, kann es sich weiter bevorzugt um ein nasslaufendes
Kreiselpumpenaggregat, d. h. ein Pumpenaggregat mit einem nasslaufenden elektrischen
Antriebsmotor, handeln. Ein solches Pumpenaggregat kann beispielsweise ein Heizungsumwälzpumpenaggregat
sein. Dies schließt allerdings nicht aus, dass die Erfindung beispielsweise auch bei
trockenlaufenden Heizungsumwälzpumpenaggregaten zum Einsatz kommen könnte.
[0022] Besonders bevorzugt ist das erste Gehäuse ein Motorgehäuse, in welchem der Antriebsmotor
angeordnet ist und welches an einer Seite mit einer Pumpe verbunden ist, wobei die
Bedieneinheit wahlweise an zwei, vorzugsweise an drei der Pumpe abgewandten Seiten
des Motorgehäuses positionierbar ist. So kann je nach Einbaulage der Pumpe die Bedieneinheit
so an dem Motorgehäuse positioniert werden, dass sie gut zugänglich und ablesbar ist.
Die Bedieneinheit weist vorzugsweise Anzeigeelemente in Form von Signallampen oder
eines Displays und darüber hinaus Bedienelemente, beispielsweise Taster, Schalter,
Druckknöpfe und/oder drehende Bedienelementen, beispielsweise auch einen Dreh-Drück-Knopf
auf, welche zur Einstellung der Funktionen und Betriebsarten und sonstiger Parameter
des Pumpenaggregates über die Steuerelektronik verwendet werden. Dabei kann die Bedieneinheit
auch noch weitere elektronische Komponenten zur Datenübertragung, Signalaufbereitung
und/oder Signalübertragung und Ähnlichem beinhalten. Wesentlich ist jedoch, dass die
Steuerelektronik nicht oder nicht vollständig in die Bedieneinheit integriert ist.
Zumindest ein Teil insbesondere ein wesentlicher Teil der Steuerelektronik ist in
dem ersten Gehäuse, vorzugsweise einem Motorgehäuse oder Klemmenkasten angeordnet,
welches unabhängig von der Bedieneinheit ist. Dies ermöglicht es, die Bedieneinheit
als relativ kleines und leichtes Bauteil auszugestalten und die Leitungsverbindungen
zwischen Bedieneinheit und Steuerelektronik auf reine Signalleitungen zu beschränken.
Insbesondere müssen keine leistungselektronischen Bauteile, welche zu Netzspannung
führen, in der Bedieneinheit angeordnet werden, wodurch die Sicherheit verbessert
wird.
[0023] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Dosierpumpenaggregates als Beispiel für ein erfindungsgemäßes
Pumpenaggregat,
- Fig. 2
- eine rückseitige Ansicht des Dosierpumpenaggregates in Richtung des Pfeils II in Fig.
2,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des Dosierpumpenaggregates in Fig. 1 und
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Dosierpumpenaggregates gemäß Fig. 1, wobei die Bedieneinheit
an einer anderen Seitenfläche des Dosierpumpenaggregates angeordnet ist.
[0024] Das hier gezeigte Dosierpumpenaggregat weist ein Motorgehäuse 2 von im Wesentlichen
quaderförmiger Gestalt auf. An einer ersten Stirnseite des Motorgehäuses 2 ist ein
Pumpenkopf 4 angeordnet, welcher in seinem Inneren eine Dosierkammer 6 sowie einen
Sauganschluss 8 und einen Druckanschluss 10 aufweist, wie es von üblichen Dosierpumpen
bekannt ist.
[0025] Das Motorgehäuse 2 weist eine Fußplatte 12 auf, mittels welcher die Dosierpumpe beispielsweise
auf einer Tragkonsole aufgestellt werden kann oder in anderer geeigneter Weise an
einem Träger befestigt werden kann. In dem Motorgehäuse 2 ist ein elektrischer Antriebsmotor
14 angeordnet, welcher über ein Getriebe 16 eine Membran 15 in dem Pumpenkopf 4 antreibt.
Zur Steuerung bzw. Regelung des Antriebsmotors 14 ist in dem Motorgehäuse 2 darüber
hinaus eine Steuerelektronik 18 in Form einer entsprechend bestückten Leiterplatte
angeordnet. Die Steuerelektronik 18 übernimmt die Steuerung bzw. Regelung des Antriebsmotors
14 und der gesamten Pumpe. Der Antriebsmotor 14 kann beispielsweise als Schrittmotor
ausgebildet sein und von der Steuerelektronik 18 entsprechend angesteuert werden,
um Hubgeschwindigkeit und Hublänge der Hübe der Membran 15 im Pumpenkopf 4 nach vorgegebenen
Werten einzustellen und gegebenenfalls in Abhängigkeit von über Sensoren im Pumpenaggregat
oder auch außerhalb des Pumpenaggregates erfassten Parametern zu regeln oder steuern.
Um der Steuerelektronik 18 bestimmte Einstellungen bzw. Parameter vorgeben zu können
und um von der Steuerelektronik 18 bestimmte Informationen der Signale herausgeben
zu können, ist darüber hinaus eine Bedieneinheit 20 vorgesehen. Ferner sind noch elektrische
Anschlüsse 22 vorgesehen, über welche die Steuerelektronik 18 mit externen elektronischen
Systemen zur Überwachung bzw. zur Steuerung des Pumpenaggregates verbunden bzw. verknüpft
werden kann.
[0026] Erfindungswesentlich ist die Anordnung der Bedieneinheit 20 an dem Motorgehäuse 2.
Das Motorgehäuse 2 bildet ein erstes quaderförmiges Gehäuse, während die Bedieneinheit
20 als ein zweites von seiner Grundform her quaderförmiges Gehäuse ausgebildet ist.
Die Bedieneinheit 20 weist dabei eine Frontfläche 24 auf, an welche hier als Anzeigeelement
ein Display 26 sowie die Bedienelemente in Form zweier Drucktasten 28 und eines Drehknopfes
30 angeordnet sind, von welchem in Fig. 1 nur die Achse gezeigt ist.
[0027] Die Bedieneinheit 20 ist gemeinsam mit dem Motorgehäuse 2 so ausgebildet, dass die
Bedieneinheit 20 im hier gezeigten Beispiel in drei verschiedenen Positionen mit dem
Motorgehäuse 2 verbindbar ist. So kann die Bedieneinheit 20 entweder so angeordnet
werden, dass sie an der dem Pumpenkopf 4 abgewandten rückseitigen Stirnseite 32 gelegen
ist, wie in den Figuren 1, 2 und 3 gezeigt. Alternativ kann die Bedieneinheit 20 an
einer der zwei an die Stirnseite 32 angrenzenden Seitenwandungen 34 oder 36 angeordnet
werden, wobei in Fig. 4 die Anordnung an der Seitenwandung 36 gezeigt ist. So kann
je nach Anordnung die Frontfläche 24 der Bedieneinheit 20 wahlweise in drei unterschiedliche,
zueinander normalen Raumrichtungen angeordnet werden, nämlich in drei Positionen 0°,
90° und 180° bezogen auf eine vertikal Achse.
[0028] Bei allen drei möglichen Positionierungen bleibt die Bedieneinheit 20 jedoch in Kontakt
mit der Oberseite 38 des Motorgehäuses 2. In der Oberseite 38 des Motorgehäuses 2
ist eine kreisförmige Öffnung 40 ausgebildet, an deren Umfang die die Oberseite 38
bildende Wandung des Motorgehäuses 2 kragenförmig nach außen vorsteht. Dieser Kragen
41 der Öffnung 40 greift in eine korrespondierende kreisförmige Öffnung 42 an der
Unterseite bzw. einer ersten Anlagefläche 44 der Bedieneinheit 20 ein. Im Umfang des
Kragens 41 der Öffnung 40 ist eine O-Ring-Dichtung 46 angeordnet, welche das Gehäuse
der Bedieneinheit 20 in diesem Bereiche gegenüber dem Motorgehäuse 2 abdichtet, so
dass im Übergang zwischen den Öffnungen 40 und 42 eine dichte Verbindung zwischen
dem die Bedieneinheit 20 bildenden Gehäuse und dem Motorgehäuse 2 geschaffen ist.
[0029] Durch die Öffnungen 40 und 42 können Signalleitungen bzw. Kabel 45 von der Steuerelektronik
18 in das Innere der Bedieneinheit 20 und zu deren Bedien- und Anzeigeelemente, d.
h. dem Drucktasten 28, dem Drehknopf 30 sowie dem Display 26 geführt werden. Die Mittelachse
A der Öffnung 40 ist von der Kante zwischen der Oberseite 38 und der rückseitigen
Stirnseite 32 sowie von der Kante zwischen der Seitenwandung 34 und der Oberseite
38 und der Kante zwischen der Seitenwandung 36 und der Oberseite 38 jeweils gleich
weit beabstandet. Dies ermöglicht es, dass die Bedieneinheit 20 in drei verschiedenen
Winkelpositionen, nämlich 0°, 90° und 180°, bezüglich der Mittelachse A der Öffnung
40 auf die Oberseite 38 des Motorgehäuses 2 aufgesteckt werden kann, wobei jeweils
der Kragen 41 der Öffnung 40 in die Öffnung 42 an der ersten Anlagefläche 44 der Bedieneinheit
20 eingreift. Dabei kommt eine zweite Anlagefläche 48 dann wahlweise an der rückseitigen
Stirnseite 32 oder einer der Seitenwandungen 34 und 36 zur Anlage. Die erste und die
zweite Anlagefläche 44 und 48 sind in dem hier gezeigten Beispiel im Winkel von 90°
zueinander ausgebildet und bilden jeweils einen Teil der Gehäusewandung der Bedieneinheit
20. Die Bedieneinheit 20 und das quaderförmige Motorgehäuse 2 bilden von ihrer geometrischen
Grundform her zwei ineinander eingreifende Quader, wobei das Motorgehäuse 2 mit einer
Seitenkante jeweils in die von den Anlageflächen 44 und 48 gebildete rechtwinklige
Aufnahme der Bedieneinheit 20 eingreift.
[0030] Trotz der wahlweisen Anordbarkeit der Bedieneinheit 20 an den drei seitlichen Wandungen
32, 34, 36 des Motorgehäuses 2 ist eine Kabel- bzw. Leitungsverbindung 45 zwischen
der Steuerelektronik 18 und den elektrischen bzw. elektronischen Komponenten der Bedieneinheit
20 sehr einfach möglich. Eine solche Kabel- oder Leitungsverbindung 45 ermöglicht
nur eine gewisse Flexibilität bzw. ein gewisses Spiel, welches es ermöglicht, die
Bedieneinheit 20 um ein beschränktes Maß nach oben von der Oberseite 38 anzuheben.
Dabei muss die Bedieneinheit 20 nur soweit angehoben und gegebenenfalls gekippt werden,
dass ihre zweite Anlagefläche 48 um die Ecke zwischen der rückseitigen Stirnwandseite
32 und der Seitenwandung 34 und/oder die Ecke zwischen der rückseitigen Stirnseite
32 und der Seitenwandung 36 bewegt werden kann, um die Bedieneinheit 20 um 90° bezüglich
der Achse A umzustecken. Anschließend wird die Bedieneinheit 20 wieder nach unten
bewegt und auf die Oberseite 38 aufgesetzt, so dass die Öffnung 40 mit der Öffnung
42 deckungsgleich zur Anlage kommt bzw. der Kragen 41 der Öffnung 40 in die Öffnung
42 eintritt. Durch die Anlage der ersten Anlagefläche 44 an der Oberseite 38, welche
eine erste Wandung des Motorgehäuses 2 bildet und der Anlage der zweiten Anlagefläche
48 an der rückseitigen Stirnseite 32 oder einer der Seitenwandungen 34, 36, welche
eine zweite Wandung des Motorgehäuses 2 bilden, wird dabei die Bedieneinheit 20 formschlüssig
an einer Kante des Motorgehäuses 2 platziert. Ein Verschieben der Bedieneinheit 20
entlang dieser Kante wird durch den Eingriff des Kragens 41 in die Öffnung 42 verhindert.
Zusätzlich kann die Bedieneinheit 20 durch Schrauben an der Oberseite 38 fixiert werden,
wobei die hier nicht gezeigten Schrauben durch die Löscher 50 der Bedieneinheit 20
geführt werden können.
[0031] Die Frontfläche 24 ist im hier gezeigten Beispiel zur Vertikalen X in einem Winkel
a von 15° geneigt. Dadurch verbessert sich die Ablesbarkeit des Displays 26, wenn
die Pumpe schräg von oben betrachtet wird. Die Frontfläche 24 könnte jedoch auch in
einem anderem Winkel a insbesondere zwischen 10° und 70° geneigt sein. Die Oberseite
52 sowie die sich zu dieser parallel erstreckende Unterseite 54 der Bedieneinheit
20 erstrecken sich in einem Winkel von 90° zu der Frontfläche 24. Insofern ist die
Oberseite 52 der Bedieneinheit 20 im montierten Zustand der Bedieneinheit 20 zu der
Oberseite 38 des Motorgehäuses 2 ebenfalls um den Winkel a, hier 15°, geneigt. Von
den Grundformen her bildet die Bedieneinheit 20 einen Würfel, welcher in die quaderförmige
Grundform des Motorgehäuses 2 eingreift bzw. sich mit diesen schneidet.
[0032] Die Anordbarkeit der Bedieneinheit 20 in drei verschiedenen Positionen hat den Vorteil,
dass je nach Einbaulage der Pumpe die Frontfläche 24 der Bedieneinheit 20 so gerichtet
werden kann, dass sie gut zugänglich und einsehbar ist. Wenn beispielsweise der Pumpenkopf
4 zu einer Wand hin ausgerichtet wird, ist es vorteilhaft die Bedieneinheit 20 an
der rückseitigen Stirnseite 32 anzuordnen, wie in den Figuren 1 bis 3 gezeigt. Wenn
die Dosierpumpe mit der Seitenwandung 34 parallel zu einer Wand ausgerichtet wird,
ist es hingegen vorteilhaft die Bedieneinheit 20 an der entgegengesetzten Seitenwandung
36 anzuordnen, wie in Fig. 4 gezeigt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 2
- - Motorgehäuse
- 4
- - Pumpenkopf
- 6
- - Dosierkammer
- 8
- - Sauganschluss
- 10
- - Druckanschluss
- 12
- - Fußplatte
- 14
- - Antriebsmotor
- 15
- - Membran
- 16
- - Getriebe
- 18
- - Steuerelektronik
- 20
- - Bedieneinheit
- 22
- - Anschlüsse
- 24
- - Frontfläche
- 26
- - Display
- 28
- - Drucktasten
- 30
- - Drehknopf
- 32
- - rückseitige Stirnseite
- 34, 36
- - Seitenwandungen
- 38
- - Oberseite
- 40
- - Öffnung
- 41
- - Kragen
- 42
- - Öffnung
- 44
- - erste Anlagefläche
- 45
- - Kabel
- 46
- - Dichtung
- 48
- - zweite Anlagefläche
- 50
- - Löcher
- 52
- - Oberseite
- 54
- - Unterseite
- A
- - Mittelachse der Öffnungen 40 und 42
- X
- - Vertikale
- α
- - Neigungswinkel der Frontfläche 24
1. Pumpenaggregat mit einem Antriebsmotor (14) und einem ersten polyedrisch ausgebildeten
Gehäuse (2), in welchem eine Steuerelektronik (18) für den Betrieb des Antriebsmotors
(14) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Bedieneinheit (20) mit zumindest einem Anzeige- und/oder Bedienelement (26, 28,
30) vorhanden ist, welche an zumindest zwei, vorzugsweise drei verschiedenen Seitenwandungen
des ersten Gehäuses positioniert mit diesem verbindbar ist.
2. Pumpenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (20) mit der Steuerelektronik (18) signalverbunden ist.
3. Pumpenaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (20) kraft- und/oder formschlüssig lösbar mit dem ersten Gehäuse
(2) verbindbar ist.
4. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (20) in zumindest zwei derart unterschiedlichen Positionen mit
dem ersten Gehäuse (2) verbindbar ist, in denen das zumindest eine Anzeige- oder Bedienelement
(26, 28, 30) in unterschiedliche, vorzugsweise zueinander rechtwinklige Raumrichtungen
gewandt ist.
5. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse (2) quaderförmig ist.
6. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse (2) eine erste Wandung (38) aufweist, durch welche die Signalverbindung
zu der Bedieneinheit geführt ist, und die Bedieneinheit (20) zwei Anlageflächen (44,
48) aufweist, von denen die erste (44) mit der ersten Wandung (38) des ersten Gehäuses
(2) in Anlage ist und die zweite Anlagefläche (48) mit zumindest zwei an die erste
Wandung (38) angrenzenden Wandungen (32, 34, 36) des ersten Gehäuses (2) wahlweise
in Anlage ist.
7. Pumpenaggregat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anlageflächen (44, 48) der Bedieneinheit (20) sich gewinkelt zueinander,
vorzugsweise in einem Winkel von 90° zueinander erstrecken.
8. Pumpenaggregat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Anzeige- oder Bedienelement (26, 28, 30) an einer Frontfläche
(24) angeordnet ist, welche sich gewinkelt zu einer, vorzugsweise zu beiden Anlageflächen
(44, 48) erstreckt.
9. Pumpenaggregat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontfläche (24) in einem Winkel a zwischen 5° und 80°, vorzugsweise in einem
Winkel a zwischen 10° und 60° und insbesondere in einem Winkel a zwischen 15° und
30° zu zumindest einer der Anlageflächen (44, 48) gewinkelt ist.
10. Pumpenaggregat nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Wandung (38) des Gehäuses (2) eine, vorzugsweise kreisförmige, Öffnung
(40) ausgebildet ist, durch welche Signalleitungen 45 zu der Bedieneinheit (20) geführt
sind.
11. Pumpenaggregat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelpunkt (A) der Öffnung (40) von den Kanten zumindest zweier an die erste
Wandung (38) angrenzender Wandungen (32, 34, 36), an welchen die Bedieneinheit (20)
positionierbar ist, gleich weit beabstandet ist.
12. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse (2) ein Motorgehäuse, in welchem der Antriebsmotor (16) angeordnet
ist, oder ein Klemmenkasten ist.
13. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um ein Dosierpumpen- oder Kreiselpumpenaggregat handelt.
14. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuse (2) ein Motorgehäuse ist, in welchem der Antriebsmotor (16) angeordnet
ist und welches an einer Seite mit einer Pumpe (4) verbunden ist, wobei die Bedieneinheit
(20) wahlweise an zwei der Pumpe (4) abgewandten Seiten (32, 34, 36) des Motorgehäuses
(2) positionierbar ist.
15. Pumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (20) beabstandet zu zumindest einem Teil einer von der Bedieneinheit
(20) überdeckten Wandung (32, 34, 36, 38) des ersten Gehäuses (2) angeordnet ist.
1. A pump assembly with a drive motor (14) and with a first casing (2) which is designed
in polyhedral manner and in which control electronics (18) for the operation of the
drive motor (14) are arranged,
characterised in that
an operating unit (20) with at least one display element and/or operating element
(26, 28, 30) is present, said operating unit being able to be connected to first casing,
in a manner positioned on at least two, preferably three different sides walls of
this first casing.
2. A pump assembly according to claim 1, characterised in that the operating unit (20) is signal-connected to the control electronics (18).
3. A pump assembly according to claim 1 or 2, characterised in that the operating unit (20) is releasably connectable to the first casing (2) with a
non-positive and/or positive fit.
4. A pump assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the operating unit (20) is connectable to the first casing (2) in at least two positions
which are different to the extent that the at least one display element or operating
element (26, 28, 30) is directed in different spatial directions which are preferably
at right angles to one another, in these positions.
5. A pump assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first casing (2) is cuboid
6. A pump assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first casing (2) comprises a first wall (38), through which the signal connection
is led to the operating unit, and the operating unit (20) comprises two contact surfaces
(44, 48), of which the first (44) is in contact with the first wall (38) of the first
casing (2), and the second contact surface (48) is selectively in contact with at
least two walls (32, 34, 36) of the first casing (2) which are adjacent the first
wall (38).
7. A pump assembly according to claim 6, characterised in that the two contact surfaces (44, 48) of the operating unit (20) extend at angles to
one another, preferably at an angle of 90°.
8. A pump assembly according to claim 6 or 7, characterised in that the at least one display element or operating element (26, 28, 30) is arranged on
a front surface (24) which extends angled to one another, preferably to both contact
surfaces (44, 48).
9. A pump assembly according to claim 8, characterised in that the front surface (24) is angled at an angle a between 5° and 80°, preferably at
an angle a between 10° and 60° and in particular at an angle a between 15° and 30°,
to at least one of the contact surfaces (44, 48).
10. A pump assembly according to one of the claims 6 to 9, characterised in that a preferably circular opening (40), through which signal leads (45) are led to the
operating unit (20), is formed in the first wall (38) of the casing (2).
11. A pump assembly according to claim 10, characterised in that the middle point (A) of the opening (40) is distanced equally far from the edges
of at least two walls (32, 34, 36) which are adjacent the first wall (38) and on which
the operating unit (20) is positionable.
12. A pump assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first casing (2) is a motor casing, in which the drive motor (16) is arranged,
or is a terminal box.
13. A pump assembly according to one of the preceding claims, characterised in that it is the case of a metering pump assembly or a centrifugal pump assembly.
14. A pump assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the first casing (2) is a motor casing, in which the drive motor (16) is arranged
and which at one side is connected to a pump (4), wherein the operating unit (20)
is selectively positionable on two sides (32, 34, 36) of the motor casing (2) which
are away from the pump (4).
15. A pump assembly according to one of the preceding claims, characterised in that the operating unit (20) is arranged distanced to at least a part of a wall (32, 34,
36, 38) of the first casing (2) which is covered by the operating unit (20).
1. Groupe motopompe avec un moteur d'entraînement (14) et avec un premier carter (2)
de forme polyèdre dans lequel une électronique de commande (18) pour le fonctionnement
du moteur (14) est disposée,
caractérisé en ce
qu'il existe une unité de commande (20) avec au moins un élément d'affichage et/ou de
commande (26, 28, 30), laquelle est apte à être attachée, lorsqu'elle est positionnée
à au moins deux, de préférence trois parois latérales différentes du premier carter,
à celui-ci.
2. Groupe motopompe selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de commande (20) est reliée à l'électronique de commande (18) par un signal.
3. Groupe motopompe selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de commande (20) est apte à être attachée au premier carter (2) par liaison
de force et/ou par liaison de forme.
4. Groupe motopompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande (20) est apte à être attachée au premier carter (2) en au moins
deux positions si différentes dans lesquelles ledit au moins un élément d'affichage
et/ou de commande (26, 28, 30) est orienté dans des directions différentes de l'espace,
de préférence perpendiculaires les unes aux autres.
5. Groupe motopompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier carter (2) est de forme parallélépipédique.
6. Groupe motopompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier carter (2) présente une première paroi (38) par laquelle la liaison de
signal passe vers l'unité de commande et en ce que l'unité de commande (20) comprend deux faces d'appui (44, 48) dont la première (44)
est en appui sur la première paroi (38) du premier carter (2) et dont la seconde face
d'appui (48) est sélectivement en appui sur au moins deux parois (32, 34, 36) adjacentes
à la première paroi (38) du premier carter (2).
7. Groupe motopompe selon la revendication 6, caractérisé en ce que les deux faces d'appui (44, 48) de l'unité de commande (20) s'étendent l'une par
rapport à l'autre sous un angle, de préférence sous un angle de 90°.
8. Groupe motopompe selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que ledit au moins un élément d'affichage ou de commande (26, 28, 30) est disposé sur
une face frontale (24) qui s'étend sous un angle par rapport à une, de préférence
aux deux faces d'appui (44, 48).
9. Groupe motopompe selon la revendication 8, caractérisé en ce que la face frontale (24) forme avec au moins une des faces d'appui (44, 48) un angle
a entre 5° et 80°, de préférence un angle a entre 10° et 60°, et notamment un angle
a entre 15° et 30°.
10. Groupe motopompe selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce qu'une ouverture (40), de préférence de forme circulaire, est formée dans la première
paroi (38) du carter (2), par laquelle des lignes de signaux (45) passent vers l'unité
de commande (20).
11. Groupe motopompe selon la revendication 10, caractérisé en ce que le centre (A) de l'ouverture (40) est à distance égale d'au moins deux parois (32,
34, 36) adjacentes à la première paroi (38) auxquelles l'unité de commande (20) est
apte à être positionnée.
12. Groupe motopompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier carter (2) est un carter de moteur dans lequel est disposé le moteur d'entraînement
(16) ou une boîte de raccordement.
13. Groupe motopompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'l s'agit d'un groupe motopompe de dosage ou d'un groupe motopompe à pompe centrifuge.
14. Groupe motopompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier carter (2) est un carter de moteur dans lequel est disposé le moteur d'entrainement
(16) et qui est attaché par un côté à une pompe (4), l'unité de commande (20) étant
apte à être positionnée sélectivement sur deux côtés éloignés (32, 34, 36) du carter
de moteur (2).
15. Groupe motopompe selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande (20) est disposée de manière espacée par rapport à au moins une
partie d'une paroi (32, 34, 36, 38) du premier carter (2) recouverte par l'unité de
commande (20).
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