[0001] Die Erfindung betrifft ein Zapfventilaggregat zur Betankung eines Tanks von vorzugsweise
mobilen Vorrichtungen mit Flüssiggas, insbesondere zur Betankung eines Tanks von Kraftfahrzeugen
mit Flüssiggas. Die Erfindung betrifft fernerhin ein modulares System aus einem Basiszapfventil
und einer Mehrzahl von Schnittstellenaufsätzen. - Flüssiggas meint insbesondere Propan,
Butan und deren Gemische. Zur Betankung von Tanks für Flüssiggas werden normalerweise
manuell zu betätigende Zapfventile eingesetzt, die flüssigkeits-und gasdicht mit dem
Tankstutzen des Tanks verbunden werden.
[0002] Zwischen den Zapfventilen einerseits und den Tankstutzen der Tanks andererseits gibt
es keine einheitlich genormte Schnittstelle, Deshalb werden bislang verschiedenartig
aufgebaute Zapfventile mit unterschiedlichen Anschlussschnittstellen hergestellt.
In Europa gibt es zum Beispiel drei unterschiedliche, untereinander nicht kompatible
Kupplungsarten bzw. Schnittstellen, nämlich das ACME 1 3/4"-Schraubgewinde, die italienische
Klauenkupplung DISH und die Bajonettkupplung. Als vierte Kupplungsart bzw. Schnittstelle
zwischen Zapfventil und Tankstutzen wird eine gemäß EN 13760 genormte EURO-Steckverbindung
eingeführt, die ebenfalls mit den drei anderen Kupplungsarten bzw. Schnittstellen
nicht kompatibel ist. Die Fertigung und Prüfung der für die unterschiedlichen Schnittstellen
jeweils verschiedenartig aufgebauten Zapfventile ist aufwendig und mit unerwünschten
Zwängen verbunden. Diese verschiedenartig aufgebauten Zapfventile erfordern in der
Regel eine unterschiedliche Bedienung, so dass es durchaus zu sicherheitsbedenklichen
Bedienungsfehlern kommen kann. Das ist vor allem deshalb kritisch, weil die Betankung
von Kraftfahrzeugen in vielen Ländern vom Kraftfahrzeugführer selbst vorgenommen wird.
Die bekannten Zapfventile weisen im Übrigen den Nachteil auf, dass sie nach mechanischen
Beschädigungen, insbesondere des Ventileinsatzes keine ausreichende Dichtigkeit mehr
aufweisen. Fernerhin entweichen beim Lösen der Verbindung zwischen Zapfventil und
Tankstutzen häufig relativ hohe Flüssiggasmengen in die Umgebung.
[0003] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Zapfventilaggregat der eingangs
genannten Art anzugeben, mit dem die vorstehend beschriebenen Nachteile effektiv vermieden
werden können. Der Erfindung liegt weiterhin das technische Problem zugrunde, ein
modulares System für Zapfventilaggregate anzugeben.
[0004] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung zunächst ein Zapfventilaggregat
zur Betankung eines Tanks von vorzugsweise mobilen Vorrichtungen mit Flüssiggas, insbesondere
zur Betankung eines Tanks von Kraftfahrzeugen mit Flüssiggas,
wobei das Zapfventilaggregat ein Basiszapfventil und einen auf dem Ausgabeende des
Basiszapfventils angeordneten Schnittstellenaufsatz aufweist, wobei der Schnittstellenaufsatz
an eine zu der Schnittstelle des Schnittstellenaufsatzes komplementäre Schnittstelle
eines Tankstutzens des Tanks anschließbar ist,
wobei das Basiszapfventil ein Zapfrohr, einen Betätigungsgriff sowie einen am Stirnende
des Zapfrohrs angeordneten Ventileinsatz aufweist,
wobei der Ventileinsatz eine Ventilführung mit Ausgabeöffnung für das Flüssiggas aufweist,
wobei in der Ventilführung ein Ventilkolben aufgenommen ist und wobei der Ventilkolben
im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils die Ausgabeöffnung der Ventilführung
verschließt
und wobei beim Andrücken der Ventliführung an ein Widerlager des Tankstutzens eine
Relativbewegung bzw. Relatiwerschiebung zwischen Ventilführung und Ventilkolben erfolgt,
so dass die Ausgabeöffnung der Ventilführung freigegeben wird und Flüssiggas in diesem
geöffneten Zustand aus dem Basiszapfventil bzw. aus dem Zapfventilaggregat ausströmen
kann.
[0005] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass beim Andrücken der Ventilführung an das Widerlager
des Tankstutzens die Ventitführung relativ zum Ventilkolben verschoben wird. Es liegt
weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass der Ventilkolben dann die Ausgabeöffnung der
Ventilführung freigibt. Dass die Ventilführung an das Widerlager des Tankstutzens
angedrückt wird, umfasst im Rahmen der Erfindung zum einen eine Ausführungsform, bei
der die Ventilführung bzw. ein stirnseitiges Ende der Ventilführung unmittelbar an
das Widerlager des Tankstutzens angedrückt wird. Nach einer anderen Ausführungsform
der Erfindung kann die Ventilführung aber auch über ein weiter unten noch erläutertes
Widerlager-Zwischenstück an das Widerlager des Tankstutzens angedrückt werden. In
diesem Fall stützt sich also die Ventilführung über das Widerlager-Zwischenstück an
dem Widerlager des Tankstutzens ab. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass für eine
Ausgabe von Flüssiggas ein Widerlager für die Ventilführung bzw. ein Andrücken der
Ventilführung an ein Widerlager zwingend erforderlich ist. Es versteht sich im Übrigen,
dass der Betätigungsgriff zum Öffnen und Schließen des Basiszapfventils bzw. des Zapfventilaggregates
vorgesehen ist. - Der Begriff "im angeschlossenen Zustand" meint nachfolgend den an
den Tankstutzen angeschlossenen bzw. ordnungsgemäß angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass identisch aufgebaute bzw. im Wesentlichen
identisch aufgebaute Basiszapfventile mit unterschiedlichen Schnittstellenaufsätzen
versehen werden können, Insoweit zeichnet sich das erfindungsgemäße Zapfventilaggregat
empfohlenermaßen durch einen modularen Aufbau aus. Vorteilhafterweise ist auch die
Bedienung des Basiszapfventils bei unterschiedlichen Schnittstellenaufsätzen identisch
bzw. im Wesentlichen identisch. Die auf das Basiszapfventil aufgesetzten Schnittstellenaufsätze
weisen insbesondere jeweils eine der eingangs genannten Schnittstellen auf.
[0007] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist ein Schnittstellenaufsatz
als eine das Zapfrohr bzw. den Ventileinsatz zumindest bereichsweise umgebende Schnittstellenhülse
ausgebildet. Empfohlenermaßen greift an der Schnittstellenhülse der Betätigungsgriff
bei seiner Betätigung an, so dass eine Relatiwerschiebung von Schnittstellenhülse
und Ventilführung in Richtung der Längsachse der Ventilführung bzw. der Schnittstellenhülse
erfolgt. Zweckmäßigerweise wird die Ventilführung bezüglich ihrer Längserstreckung
vollständig oder im Wesentlichen vollständig von der Schnittstellenhülse umgeben.
In dem noch nicht an einen Tankstutzen angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
bewirkt eine Betätigung des Betätigungsgriffes bevorzugt, dass die Schnittstellenhülse
entgegen der Ausgaberichtung des Flüssiggases relativ zum Zapfrohr nach hinten gezogen
wird. Im bereits an einen Tankstutzen angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
stützt sich die Schnittstellenhülse zweckmäßigerweise bei Betätigung des Betätigungsgriffes
an dem Tankstutzen ab und die Ventilführung wird gegen das Widerlager des Tankstutzens
gedrückt, so dass anschließend eine Ausgabe von Flüssiggas erfolgen kann.
[0008] Gemäß bewährter Ausführungsform der Erfindung ist der Betätigungsgriff als um eine
Schwenkachse verschwenkbarer Betätigungshebel ausgebildet. Empfohlenermaßen weist
der Betätigungshebel ein Anschlagelement auf, das die Verschwenkung des Betätigungshebels
begrenzt sowie die Relativverschiebung zwischen Ventifführung und Schnittstellenhülse
begrenzt.
[0009] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass in dem an einen Tankstutzen angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates die Ventilführung bei Betätigung des Betätigungshebels
und bei der Relativverschiebung von Ventilführung und Schnittstellenhülse an ein Widerlager
des Tankstutzens angedrückt wird, so dass die Ausgabeöffnung der Ventilführung freigegeben
wird. Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung, dass in dem nicht am Tankstutzen
angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates die Schnittstellenhülse bei Betätigung
des Betätigungshebels entgegen der Ausgaberichtung des Flüssiggases verschiebbar ist,
wobei aber die Ventilführung aufgrund eines mangelnden Widerlagers nicht relativ zum
Ventilkolben verschoben werden kann und somit eine Flüssiggasausgabe nicht möglich
ist.
[0010] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Ventilkolben einen Ventilkolbenkopf aufweist, welcher Ventilkolbenkopf im
geschlossenen Zustand des Basiszapfventils bzw. des Zapfventilaggregates an einer
um die Ausgabeöffnung der Ventilführung umlaufenden Anlagefläche anliegt und die Ausgabeöffnung
auf diese Weise verschließt. Zweckmäßigerweise kommt bei der Relativverschiebung von
Ventilführung und Ventilkolben der Ventilkolbenkopf von der Anlagefläche frei, so
dass die Ausgabeöffnung freigegeben wird und Flüssiggas aus der Ausgabeöffnung ausströmen
kann. Empfohlenermaßen weist der Ventilkolbenkopf eine um seinen Umfang umlaufende
Ventildichtung auf, die zweckmäßigerweise im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils
an der Anlagefläche der Ausgabeöffnung anliegt. Diese Ventildichtung wirkt im intakten
Zustand des Basiszapfventils als Hauptdichtung des Basiszapfventils. Intakter Zustand
des Basiszapfventils meint insbesondere den Zustand des Basiszapfventils, in dem der
Ventilkolben unbeschädigt ist und der Ventilkolbenkopf im geschlossenen Zustand des
Basiszapfventils die Ausgabeöffnung der Ventilführung verschließt. - Bei einer Schließbewegung
bzw. bei der Überführung in den geschlossenen Zustand muss im Übrigen der Ventilkolbenkopf
im Bereich der Ausgabeöffnung ein gewisses Flüssigkeitsvolumen verdrängen, so dass
der Ventilkolben bei dieser Schließbewegung in vorteilhafter Weise hydraulisch gedämpft
wird.
[0011] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils zwischen der Ventilführung und
dem Zapfrohr bzw. zwischen der Ventilführung und einem am Zapfrohr fixierten Ventilsitz
eine Zusatzdichtung angeordnet ist, die gegen das Einströmen von Flüssiggas aus dem
Zapfrohr in Richtung Ausgabeöffnung der Ventilführung abdichtet. Der Ventilsitz ist
zweckmäßigerweise in das Zapfrohr eingeschraubt. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass die Zusatzdichtung über den Umfang der Ventilführung umläuft. Bei dieser Zusatzdichtung
kann es sich um einen Dichtring oder aber auch um eine Dichtscheibe handeln. Mit Hilfe
der bevorzugten Zusatzdichtung wird gleichsam eine doppelte Abdichtung im geschlossenen
Zustand des Basiszapfventils erreicht. Zum einen verschließt der Ventilkolben bzw.
sein Ventilkolbenkopf die Ausgabeöffnung der Ventilführung, wobei bevorzugt die Ventildichtung
vorgesehen ist, die zweckmäßigerweise über den Umfang des Ventilkolbens bzw. über
den Umfang des Ventilkolbenkopfes umläuft. Zum anderen ist im geschlossenen Zustand
des Basiszapfventils die Zusatzdichtung zwischen Ventilführung und Zapfrohr bzw. zwischen
Ventilführung und am Zapfrohr fixierten Ventilsitz vorgesehen, die gegen das Einströmen
von Flüssiggas aus dem Zapfrohr in einen vor der Ausgabeöffnung angeordneten Ausgaberaum
der Ventilführung abdichtet. Diese Zusatzdichtung gewährleistet in vorteilhafter Weise,
dass bei einer mechanischen Beschädigung des Basiszapfventils nichtsdestoweniger eine
Abdichtung gegen unkontrolliertes Ausströmen von Flüssiggas erzielt werden kann. Vor
allem bei einem Bruch des Ventilkolbens, insbesondere im Bereich des Ventilkolbenkopfies
ist zwar die Abdichtung der Ausgabeöffnung der Ventilführung durch den Ventilkolbenkopf
nicht mehr gewährleistet und die im Ausgaberaum vor der Ausgabeöffnung befindliche
relativ geringe Flüssiggasmenge kann aus der Ausgabeöffnung ausströmen. Die Zusatzdichtung
zwischen Ventilführung und Zapfrohr bzw. Ventilsitz verhindert aber ein Einströmen
von weiterem Flüssiggas in den Ausgaberaum der Ventilführung und übernimmt in diesem
Fall die Aufgabe als Hauptdichtung.
[0012] Gemäß sehr bevorzugter Ausführung der Erfindung ist ein Federelement vorgesehen,
das die Ventilführung in Richtung Ausgabeende des Zapfventilaggregates drückt. Dadurch
wird bei der vorstehend erläuterten Ausführungsform gewährleistet, dass die Zusatzdichtung
im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils stets zwischen Ventilführung und Zapfrohr
bzw. zwischen Ventilführung und Ventilsitz angeordnet ist. Auf diese Weise wird auch
beim Bruch des Ventilkolbens stets eine effektive Abdichtung gegen das Ausströmen
von Flüssiggas erzielt. Vorzugsweise ist das Federelement als Schraubenfeder ausgebildet
und es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Federelement bzw. die Schraubenfeder
als Druckfeder wirkt. Gemäß einer Ausführungsvariante ist die Zusatzdichtung in einer
Dichtungsaufnahme bzw. Aufnahmenut der Ventilführung aufgenommen und es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass diese Zusatzdichtung über den Umfang der Ventilführung umläuft.
[0013] Eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Zusatzdichtung mit der Maßgabe in dem Basiszapfventil angeordnet ist, das im geschlossenen
und intakten Zustand des Basiszapfventils das Zapfrohr in flüssiggasdurchlässiger
Verbindung mit der durch den Ventilkolben geschlossenen Ausgabeöffnung bzw. mit dem
Ausgaberaum steht. Bei dieser Ausführungsvariante übernimmt die Zusatzdichtung im
geschlossenen und intakten Zustand des Basiszapfventils also keine Abdichtungsfunktion
zwischen Zapfrohr und Ausgabeöffnung bzw. Ausgaberaum. Zweckmäßigerweise läuft die
Zusatzdichtung auch bei dieser Ausführungsvariante über den Umfang der Ventilführung
um. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Zusatzdichtung vor der der Ausgabeöffnung
abgewandten Stirnseite des Ventilsitzes mit der Maßgabe angeordnet ist, das im geschlossenen
und intakten Zustand des Basiszapfventils das Zapfrohr in flüssiggasdurchlässiger
Verbindung mit der durch den Ventilkolben geschlossenen Ausgabeöffnung bzw. mit dem
Ausgaberaum steht. Vorzugsweise ist auch bei dieser Ausführungsvariante ein Federelement
vorgesehen, das empfohlenermaßen als Schraubenfeder ausgebildet ist und das die Ventilführung
in Richtung Ausgabeende des Zapfventilaggregates drückt. Zweckmäßigerweise stützt
sich die Ventilführung dabei am Ventilkolben bzw. am Ventilkolbenkopf ab. Bevorzugt
wird bei einem Bruch des Ventilkolbens, insbesondere im Bereich des Ventilkolbenkopfes
die Ventilführung unter Einwirkung des Federelementes in eine Position geschoben bzw.
gedrückt, in der die Zusatzdichtung gegen das Einströmen von Flüssiggas aus dem Zapfrohr
in Richtung Ausgabeöffnung der Ventilführung abdichtet. Bei einem Abbrechen des Ventilkolbenkopfes
oder eines Teils des Ventilkolbens mit dem Ventilkolbenkopf ist die Abdichtung der
Ausgabeöffnung der Ventilführung nicht mehr gewährleistet und die Ventilführung kann
sich nicht mehr an dem Ventilkolbenkopf abstützen. Das hat zur Folge, dass die Ventilführung
unter Einwirkung des Federelementes in Richtung Ausgabeende des Zapfventilaggregates
gedrückt wird und dabei die Zusatzdichtung in eine Position kommt, in der sie zwischen
Zapfrohr und Ausgaberaum abdichtet. Nach einer Ausführungsform ist die Zusatzdichtung
dabei als Dichtscheibe ausgeführt und liegt abdichtend an dem Ventilsitz an. Gemäß
einer anderen Ausführungsform wird die Zusatzdichtung in eine abdichtende Position
geschoben, in der sie zwischen Zapfrohr und Ventilführung bzw. bevorzugt zwischen
Ventilsitz und Ventiführung angeordnet ist.
[0014] Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Schnittstellenaufsatz
bzw. weist die Schnittstellenhülse ein anschlussseitiges Schraubgewinde als Schnittstelle
auf, welches Schraubgewinde an ein Komplementärschraubgewinde als komplementäre Schnittstelle
des Tankstutzens anschraubbar ist. Zweckmäßigerweise ist das anschlussseitige Schraubgewinde
des Schnittstellenaufsatzes als Innengewinde ausgebildet und dieses Innengewinde ist
auf ein Außengewinde des Tankstutzens aufschraubbar. Empfohlenermaßen handelt es sich
bei den Schnittstellen um ein ACME 1 3/4"-Schraubgewinde.
[0015] Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Schnittstellenaufsatz
bzw. weist die Schnittstellenhülse ein anschlussseitiges Bajonettverschlusselement
als Schnittstelle auf, welches Bajonettverschlusselement an ein komplementäres Bajonettverschlusselement
als komplementäre Schnittstelle des Tankstutzens anschließbar ist. Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass es sich bei dem anschlussseitigen Bajonettverschlusselement in
üblicher Weise um einen Längsschlitz mit anschließendem Querschlitz handelt und dass
es sich bei dem komplementären Bajonettverschlusselement des Tankstutzens um einen
komplementären Stift handelt, der in üblicher Weise in den Längsschlitz und anschließend
in den Querschlitz einführbar ist.
[0016] Nach einer dritten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Schnittstellenaufsatz
bzw. weist die Schnittstellenhülse anschlussseitig radial nach außen ausfahrbare bzw.
ausklappbare Anschlussklauen auf, welche Anschlussklauen im angeschlossenen Zustand
des Zapfventilaggregates einen Anschlusskragen am Tankstutzen hintergreifen. Hier
bilden die Anschlussklauen also im Wesentlichen die Schnittstelle des Schnittstellenaufsatzes
und der Anschlusskragen bildet im Wesentlichen die komplementäre Schnittstelle am
Tankstutzen. Vorzugsweise sind die Schnittstellen entsprechend der italienischen Klauenkupplung
DISH ausgeführt. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Anschlussklauen bei Betätigung
des Betätigungsgriffs bzw. Betätigungshebels radial nach außen ausfahrbar/ausklappbar
sind. Der Anschlusskragen des Tankstutzens läuft bevorzugt auf der Innenseite eines
zylinderförmigen Vorsprungs des Tankstutzens um. Die den Anschlusskragen des Tankstutzens
im angeschlossenen Zustand hintergreifenden Anschlussklauen bilden zweckmäßigerweise
das Widerlager für die Ventilführung beim Öffnen des Basiszapfventils, Die vorstehend
erläuterte Ausgestaltung der Schnittstelle erlaubt ein Öffnen des Basiszapfventils
nur wenn eine ordnungsgemäße Kupplung des Schnittstellenaufsatzes an den Tankstutzen
stattfindet. Bei einem verkanteten Aufsetzen des Zapfventilaggregates auf den Tankstutzen
ist ein radial nach außen Ausfahren nicht möglich. Erfindungsgemäß blockieren in diesem
Fall die Anschlussklauen eine relative Verschiebung der Ventilführung zum Ventilkolben.
Daher ist keine Flüssiggasausgabe möglich.
[0017] Gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Schnittstellenaufsatz
bzw. weist die Schnittstellenhülse anschlussseitig über den Umfang des Schnittstellenaufsatzes
verteilte Rastkugeln auf, welche Rastkugeln im angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
in eine Rastnut des Tankstutzens eingreifen. Die Rastkugeln bilden hier also im Wesentlichen
die Schnittstelle des Schnittstellenaufsatzes und die Rastnut bildet im Wesentlichen
die komplementäre Schnittstelle des Tankstutzens. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass die Rastkugeln bei Betätigen des Betätigungsgriffes bzw. Betätigungshebels in
die Rastnut des Tankstutzens einrastbar sind. Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung,
dass die vorstehend erläuterten Schnittstellen der eingangs erwähnten genormten EURO-Steckverbindung
entsprechen.
[0018] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Schnittstellenaufsatz
bzw. ist die Schnittstellenhülse relativ zum Zapfrohr verdrehbar. Zweckmäßigerweise
ist der Schnittstellenaufsatz bzw. ist die Schnittstellenhülse um die Längsachse des
Zapfrohres bzw. um die Längsachse des Ventileinsatzes verdrehbar. Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass die Verdrehbarkeit des Schnittstellenaufsatzes insbesondere bei
der Kupplungsart mit Schraubgewinde und bei der Kupplungsart mit Bajonettverschluss
verwirklicht ist.
[0019] Eine bewährte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in dem
anschlussseitigen Ende des Schnittstellenaufsatzes bzw. der Schnittstellenhülse zumindest
ein Widerlager-Zwischenstück aufgenommen ist, welches Widerlager-Zwischenstück in
Längsrichtung bzw. Axialrichtung des Schnittstellenaufsatzes bzw. des Zapfrohres verschiebbar
ist und dass sich die Ventilführung im angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
über dieses Widerlager-Zwischenstück an dem Widerlager des Tankstutzens abstützen
kann. Es wurde bereits oben dargelegt, dass sich die Ventilführung im angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates zum einen unmittelbar an einem Widerlager des Tankstutzens
abstützen kann. Zum anderen kann sich die Ventilführung aber auch über das vorgenannte
Widerlager-Zwischenstück am Widerlager des Tankstutzens abstützen. Die axiale Verschiebbarkeit
des Widerlager-Zwischenstückes dient dazu, dass die Ventilführung im nicht angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates aufgrund der Verschiebbarkeit kein Widerlager in
dem Widerlager-Zwischenstück findet und somit im nicht angeschlossenen Zustand eine
Flüssiggasausgabe nicht möglich ist.
[0020] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung weiterhin ein modulares System
aus einem Basiszapfventil und einer Mehrzahl von Schnittstellenaufsätzen, wobei das
Basiszapfventil ein Zapfrohr, einen Betätigungsgriff und einen Ventileinsatz aufweist,
wobei jeder Schnittstellenaufsatz an eine zu der Schnittstelle des Schnittstellenaufsatzes
komplementäre Schnittstelle eines Tankstutzens anschließbar ist und wobei das eine
Basiszapfventil wahlweise mit einem der Schnittstellenaufsätze kombinierbar ist. Es
liegt im Rahmen der Erfindung, dass identisch aufgebaute und identisch bedienbare
bzw. im Wesentlichen identisch aufgebaute und im Wesentlichen identisch bedienbare
Basiszapfventile mit verschiedenen Schnittstellenaufsätzen kombiniert werden können.
[0021] Der Erfindung liegt somit die Erkenntnis zugrunde, dass Zapfventile bzw. Basiszapfventile
einer Bauart und einer Bedienungsart problemlos mit unterschiedlichen Schnittstellen
bzw. Schnittstellenaufsätzen kombiniert werden können. Die Gleichartigkeit des Aufbaus
der Basiszapfventile reduziert den Aufwand bei der Fertigung, Prüfung und auch Reparatur
der Zapfventile erheblich. Da Kraftfahrzeugführer bei den erfindungsgemäßen Zapfventilaggregaten
stets gleiche Bedienfunktionen vorfinden, können sicherheitsbedenkliche Bedienungsfehler
beachtlich reduziert bzw. minimiert werden. Die erfindungsgemäßen Zapfventilaggregate
zeichnen sich weiterhin durch eine einfache und funktionssichere Kupplung am Tankstutzen
aus. Dabei ist eine überraschend hohe Dichtigkeit gewährleistet und vor allem auch
bei mechanischen Beschädigungen des Zapfventilaggregates, insbesondere beim Bruch
des Ventilkolbens kann eine funktionssichere Dichtigkeit des Basiszapfventils aufrechterhalten
werden. Aufgrund der Konstruktion des Zapfventilaggregates kann die beim Lösen des
Zapfventilaggregats vom Tankstutzen aus dem Zapfventilraum entweichende Flüssiggasmenge
besonders gering gehalten werden. Beim Entkuppeln von Zapfventilaggregat und Tankstutzen
können Entspannungsmengen von unter 1 cm
3 erreicht werden. Die weiter oben erläuterte besondere Ausgestaltung der Ausgabeöffnung
der Ventilführung und dem darin aufgenommenen Ventilkolbenkopf erlaubt eine vorteilhafte
hydraulische Dämpfung des Ventilkolbens beim Schließen des Basiszapfventils, da der
Ventilkolben bzw. der Ventilkolbenkopf Flüssigkeit in die Ventilführung verdrängen
muss. Hervorzuheben ist auch, dass sich das erfindungsgemäße Zapfventilaggregat mit
relativ geringen Herstellungskosten realisieren lässt.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Zapfvenfilaggregat mit Schraubgewinde-Schnittstelle
im geschlossenen Zustand,
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 im geöffneten Zustand,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung eines Ventileinsatzes in der Funktionsstellung gemäß
Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Zapfventilaggregat mit Bajonettverschluss-Schnittstelle
im geschlossenen Zustand,
- Fig. 5
- den Gegenstand nach Fig. 4 mit Klauenkupplung-Schnittstelle und
- Fig. 6
- den Gegenstand gemäß Fig. 4 mit Rastkugel-Schnittstelle.
[0023] Die Figuren zeigen ein Zapfventilaggregat 1 zur Betankung eines Tanks 2 eines Kraftfahrzeuges
mit Flüssiggas. Das erfindungsgemäße Zapfventilaggregat 1 weist ein Basiszapfventil
3 und einen auf dem Ausgabeende des Basiszapfventils 3 angeordneten Schnittstellenaufsatz
auf. Der Schnittstellenaufsatz ist im Ausführungsbeispiel nach den Figuren als Schnittstellenhülse
4 ausgebildet, die den vorderen Teil des Zapfrohres 5 des Basiszapfventils 3 umgibt.
Die Schnittstellenhülse 4 ist an eine zu der Schnittstelle der Schnittstellenhülse
4 komplementäre Schnittstelle eines Tankstutzens 6 anschließbar. Das Basiszapfventil
3 weist neben dem Zapfrohr 5 einen als Betätigungshebel 7 ausgebildeten Betätigungsgriff
auf sowie einen Ventileinsatz 8, der im vorderen Teil des Zapfrohres 5 aufgenommen
ist. Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren ist ein Ventilsitz 9 fest mit dem Zapfrohr
5 verbunden und vorzugsweise in das Zapfrohr 5 eingeschraubt. Relativ zu diesem Ventilsitz
9 ist eine Ventilführung 10 in ihrer Längsrichtung bzw. Axialrichtung verschiebbar.
Die Ventilführung 10 weist eine Ausgabeöffnung 11 für das Flüssiggas auf. In der Ventilführung
10 ist ein Ventilkolben 12 aufgenommen, der im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils
3 (Fig. 1 sowie Fig. 3 bis 6) die Ausgabeöffnung 11 der Ventilführung 10 mit einem
Ventilkolbenkopf 13 verschließt. Der Ventilkolbenkopf 13 weist im Ausführungsbeispiel
eine über seinen Umfang umlaufende Ventildichtung 14 auf, die im geschlossenen Zustand
des Basiszapfventils 3 an einer um die Ausgabeöffnung 11 der Ventilführung 10 umlaufenden
Anlagefläche 15 anliegt und die Ausgabeöffnung 11 auf diese Weise fluiddicht verschließt.
[0024] Die Ventilführung 10 ist relativ zum Ventilkolben 12 in ihrer Längsrichtung bzw.
Axialrichtung verschiebbar. Die Ventilführung 10 weist im Übrigen an ihrem tankseitigen
Stirnende eine über den Umfang der Ventilführung 10 umlaufende Druckdichtung 17 auf.
Beim Andrücken der Ventilführung 10 bzw. der Druckdichtung 17 an ein Widerlager 16
eines Tankstutzens 6 wird die Ventilführung 10 relativ zum Ventilkolben 12 nach hinten
gedrückt, so dass der Ventilkolbenkopf 13 von der Anlagefläche 16 freikommt und eine
Flüssiggasausgabe über die Ausgabeöffnung 11 der Ventilführung 10 möglich ist. Diesen
geöffneten Zustand des Basiszapfventils 3 zeigt die Fig. 2.
[0025] Die Öffnung des Basiszapfventils 3 erfolgt durch Verschwenkung des Betätigungshebels
7 aus der beispielsweise in Fig. 1 dargestellten Position in die in der Fig. 2 dargestellte
Position, Der Betätigungshebel 7 ist dabei um eine Schwenkachse 18 verschwenkbar.
Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel weist der Betätigungshebel 7 fernerhin einen
in einem Langloch 19 geführten Anlagebolzen 20 auf, der die Verschwenkung des Betätigungshebels
7 begrenzt. Der Betätigungshebel 7 wirkt im Übrigen mit einem Aufhalterrastenelement
21 zusammen, das eine einfache Bedienbarkeit des Zapfventilaggregates 1 mit nur einer
Hand ermöglicht. Der Betätigungshebel 7 greift an der Schnittstellenhülse 4 an und
bei Verschwenkung des Betätigungshebels 7 aus seiner geschlossenen Position (Fig.
1 sowie Fig. 4 bis 6) in seine geöffnete Position (Fig. 2) zieht der Betätigungshebel
7 gleichsam an der Schnittstellenhülse 4 und zwar entgegen der Ausgaberichtung des
Flüssiggases. Dadurch wird in dem am Tankstutzen angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
die Ventilführung 10 an das Widerlager 16 des Tankstutzens 6 angedrückt, so dass die
Ventilführung 10 relativ zum Ventilkolben 12 nach hinten gedrückt bzw. verschoben
wird. Auf diese Weise wird die Ausgabeöffnung 11 der Ventilführung 10 für eine Flüssiggasausgabe
freigegeben. Im nicht an einen Tankstutzen 6 angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
1 bewirkt ein Verschwenken des Betätigungshebels 7 aber lediglich ein Zurückziehen
der Schnittstellenholse 4. Da die Ventilführung 10 in diesem Fall kein Widerlager
16 findet, bleibt die Ausgabeöffnung 11 verschlossen und eine Flüssiggasausgabe ist
nicht möglich.
[0026] Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 weist die Schnittstellenhülse 4 ein
als Innengewinde 22 ausgebildetes Schraubgewinde als Schnittstelle auf. Durch Verdrehen
des Außenmantels 23 der Schnittstellenhülse 4 relativ zum Zapfrohr 5 ist das Innengewinde
22 der Schnittstellenhülse 4 auf ein Außengewinde 24 als komplementäre Schnittstelle
des Tankstutzens 6 aufschraubbar. Diesen angeschlossenen bzw. aufgeschraubten Zustand
zeigt die Fig. 2. Beim Verschwenken des Betätigungshebels 7 in die geöffnete Position
gemäß Fig. 2, zieht dieser an der Schnittstellenhülse 4 und es erfolgt gleichsam eine
Abstützung am Tankstutzen, so dass die Ventilführung 10 in Richtung Tankstutzen 6
gedrückt wird. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 stützt sich die Ventilführung 10
nicht unmittelbar an einem Widerlager 16 des Tankstutzens 6 ab. Vielmehr drückt die
Ventilführung 10 mit ihrer Druckdichtung 17 gegen ein Widerlager-Zwischenstück 25,
das sich wiederum im angeschlossenen Zustand an dem Widerlager 16 des Tankstutzens
6 abstützt. Dadurch wird die Ventilführung 10 relativ zum Ventilkolben 12 nach hinten
verschoben und auf diese Weise wird die Ausgabeöffnung 11 zur Ausgabe von Flüssiggas
geöffnet. - Das im anschlussseitigen Ende der Schnittstellenhülse 4 aufgenommene Widerlager-Zwischenstück
25 ist im Übrigen in Längsrichtung bzw. Axialrichtung der Schnittstellenhülse 4 verschiebbar.
Im nicht an einen Tankstutzen 6 angeschlossenen Zustand (Fig. 1) wird bei Verschwenkung
des Betätigungshebels 7 in die geschlossene Position die Schnittstellenhülse 4 nach
hinten gezogen. Schließlich kommt die Druckdichtung 17 der Ventilführung 10 an dem
Widerlager-Zwischenstück 25 zur Anlage. Aufgrund der axialen Verschiebbarkeit dieses
Widerlager-Zwischenstücks 25 findet die Ventilführung 10 jedoch nicht das für eine
Flüssiggasausgabe erforderliche Widerlager 16. Auf diese Weise wird im nicht angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates 1 eine unbeabsichtigte bzw. unkontrollierte Flüssiggasausgabe
effektiv vermieden. Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Schnittstellen entsprechen
im Übrigen der Kupplungsart mit ACME-Schraubgewinde.
[0027] Im geöffneten Zustand des Basiszapfventils 3 kann Flüssiggas aus dem Zapfrohr 5 in
den vor der Ausgabeöffnung 11 angeordneten Ausgaberaum 26 der Ventilführung 10 gelangen.
Im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils 3 (s. insbesondere Fig. 1 und 3) dichtet
jedoch die zwischen Ventilführung 10 und Ventilsitz 9 angeordnete Zusatzdichtung 27
den Ausgaberaum 26 gegenüber dem Innenraum des Zapfrohres 5 ab. Im Ausführungsbeispiel
ist die Zusatzdichtung 27 in einer Aufnahmenut 28 der Ventilführung 10 aufgenommen.
Hier ist die Zusatzdichtung 27 als Dichtring ausgebildet. Die Zusatzdichtung 27 kann
aber auch als Dichtscheibe ausgeführt sein. Der Zusatzdichtung 27 kommt im Rahmen
der Erfindung besondere Bedeutung zu. Sie gewährleistet, dass auch bei mechanischen
Beschädigungen des Zapfventilaggregates 1 das Basiszapfventil 3 dicht bleibt. Wenn
insbesondere der Ventilkolben 12 an einer Stelle 29 bricht, kann der Ventilkolbenkopf
13 die Ausgabeöffnung 11 der Ventilführung 10 nicht mehr abdichten. Die in dem Ausgaberaum
26 aufgenommene relativ geringe Flüssiggasmenge würde über die Ausgabeöffnung 11 entweichen.
Die Zusatzdichtung 27 verhindert aber ein weiteres Austreten von Flüssiggas aus dem
Zapfrohr 5 über den Ausgaberaum 26 und die Ausgabeöffnung 11, Somit übernimmt die
Zusatzdichtung 27 in diesem Fall die Funktion der Hauptdichtung. Die die Ventilführung
10 beaufschlagende Druckfeder 30 (s. insbesondere Fig. 3) gewährleistet dabei, dass
die Ventilführung 10 in ihrer geschlossenen bzw. abdichtenden Position bleibt.
[0028] Die Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zapfventilaggregates
1. Hier weist die Schnittstellenhülse 4 ein anschlussseitiges Bajonettverschlusselement
31 als Schnittstelle auf, das an ein nicht dargestelltes als Stift bzw. Zapfen ausgeführtes
komplementäres Bajonettverschlusselement des Tankstutzens 6 anschließbar ist. Auch
bei dieser Ausführungsform ist der Außenmantel 23 der Schnittstellenhülse 4 zur Herstellung
der Bajonettkupplung relativ zum Zapfrohr 5 verdrehbar. Die Funktionsweise ist bei
dieser Ausführungsform grundsätzlich die gleiche wie bei dem Zapfventilaggregat 1
nach den Fig. 1 und 2. In dem am Tankstutzen 6 angeschlossenen Zustand wird beim Betätigen
bzw. Verschwenken des Betätigungshebels 7 an der Schnittstellenhülse 4 gezogen und
die Ventilführung 10 wird gegen ein Widerlager 16 des Tankstutzens 6 gedrückt, so
dass in der bereits beschriebenen Weise eine Flüssiggasausgabe stattfinden kann. Auch
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 könnte sich die Ventilführung 10 über ein hier
nicht dargestelltes Widerlager-Zwischenstück 25 an dem Widerlager 16 des Tankstutzens
6 abstützen.
[0029] Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist die Schnittstellenhülse 4 für eine sogenannte
italienische Klauenkupplung ausgebildet. Am anschlussseitigen Ende der Schnittstellenhülse
4 ist eine Mehrzahl von Anschlussklauen 32 über den Umfang der Schnittstellenhülse
4 verteilt angeordnet. Beim Betätigen bzw. Verschwenken des Betätigungshebels 7 zieht
dieser wiederum an der Schnittstellenhülse 4 und dadurch fahren die Anschlussklauen
32 radial nach außen aus. Diese die Schnittstelle der Schnittstellenhülse 4 bildenden
Anschlussklauen 32 hintergreifen im angeschlossenen Zustand des Zapfvenfilaggregates
1 einen nicht dargestellten Anschlusskragen als komplementäre Schnittstelle eines
Tankstutzens 6. Bei am Anschlusskragen anliegenden Anschlussklauen 32 findet die Ventilführung
10 das erforderliche Widerlager 16, so dass auch hier lediglich im angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates 1 eine Flüssiggasausgabe möglich ist.
[0030] Bei der Ausführungsform des Zapfventilaggregates 1 nach Fig. 6 ist die Schnittstellenhülse
entsprechend der EURO-Steckverbindung nach EN 13760 ausgebildet. Die Schnittstelle
der Schnittstellenhülse 4 wird hier im Wesentlichen durch am anschlussseitigen Ende
über den Umfang der Schnittstellenhülse 4 verteilte Rastkugeln 33 gebildet. Im angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates 1 rasten diese Rastkugeln 33 in eine nicht dargestellte
Rastnut als komplementäre Schnittstelle des Tankstutzens 6 ein. Das Verrasten der
Rastkugeln 33 in der Rastnut des Tankstutzens 6 erfolgt durch Betätigen bzw. Verschwenken
des Betätigungshebels 7, der hierzu an der Schnittstellenhülse 4 angreift bzw. zieht.
Lediglich in dem angeschlossenen und verrasteten Zustand findet die Ventilführung
10 ein Widerlager 16, so dass dann eine Flüssiggasausgabe möglich ist. Im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 6 wird die von dem Betätigungshebel 7 beaufschlagte Schnittstellenhülse
4 im Übrigen noch von einem äußeren Gehäuseteil 34 umgeben, der fest mit dem übrigen
Gehäuse bzw. mit dem Zapfrohr 5 verbunden ist und somit bei Betätigung des Betätigungshebels
7 nicht in Axialrichtung verschiebbar ist. Dadurch drückt das Gehäuseteil 34 bei gezogenem
Betätigungshebel 7 die Rastkugeln 33 nach innen in die Rastnut.
[0031] Bei einer vergleichenden Betrachtung der Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Zapfventilaggregates 1 gemäß den Fig. 1 (bzw. 2), 4, 5 und 6 ist erkennbar, dass das
Basiszapfventil 3, insbesondere mit Zapfrohr 5, Ventileinsatz 8 und Betätigungshebel
7 jeweils identisch aufgebaut ist. Die Zapfventilaggregate 1 nach diesen Ausführungsformen
unterscheiden sich lediglich in der Ausgestaltung ihrer Schnittstellenhülse 4, die
jeweils an eine bestimmte Schnittstelle angepasst ist. Gegenstand der Erfindung ist
auch ein modulares System, bei dem auf identisch ausgeführte Basiszapfventile 3 wahlweise
unterschiedliche Schnittstellenaufsätze bzw. Schnittstellenhülsen 4 aufgesetzt werden
können. Hierdurch werden die oben bereits beschriebenen beachtlichen Vorteile erreicht.
1. Zapfventilaggregat (1) zur Betankung eines Tanks (2) von vorzugsweise mobilen Vorrichtungen
mit Flüssiggas, insbesondere zur Betankung eines Tanks (2) von Kraftfahrzeugen mit
Flüssiggas,
wobei das Zapfventilaggregat (1) ein Basiszapfventil (3) und einen auf dem Ausgabeende
des Basiszapfventils (3) angeordneten Schnittstellenaufsatz aufweist, wobei der Schnittstellenaufsatz
an eine zu der Schnittstelle des Schnittstellenaufsatzes komplementäre Schnittstelle
eines Tankstutzens (6) des Tanks (2) anschließbar ist,
wobei das Basiszapfventil (3) ein Zapfrohr (5) einen Betätigungsgriff sowie einen
am Stirnende des Zapfrohres (5) angeordneten Ventileinsatz (8) aufweist,
wobei der Ventileinsatz (8) eine Ventilführung (10) mit Ausgabeöffnung (11) für das
Flüssiggas aufweist, wobei in der Ventilführung (10) ein Ventilkolben (12) aufgenommen
ist und wobei der Ventilkolben (12) im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils
(3) die Ausgabeöffnung (11) der Ventilführung (10) verschließt
und wobei beim Andrücken der Ventilführung (10) an ein Widerlager (16) des Tankstutzens
(6) eine Relativbewegung bzw. Relativverschiebung zwischen Ventilführung (10) und
Ventilkolben (12) erfolgt, so dass die Ausgabeöffnung (11) der Ventifführung (10)
freigegeben wird und Flüssiggas in diesem geöffneten Zustand aus dem Basiszapfventil
(3) bzw. aus dem Zapfventilaggregat (1) ausströmen kann.
2. Zapfventilaggregat nach Anspruch 1, wobei der Schnittstellenaufsalz als eine die Ventilführung
(10) bzw. das Zapfrohr (5) umgebende Schnittstellenhülse (4) ausgebildet ist, an welcher
Schnittstellenhülse (4) der Betätigungsgriff des Basiszapfventils (3) bei seiner Betätigung
angreift, so dass eine Relativverschiebung von Schnittstellenhülse (4) und Ventilführung
(10) in Längsrichtung der Ventilführung (10) bzw. in Längsrichtung der Schnotstellenhülse
(4) erfolgt.
3. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Betätigungsgriff als
ein um eine Schwenkachse (18) verschwenkbarer Betätigungshebel (7) ausgebildet ist
und wobei dieser Betätigungshebel (7) ein Anschlagelement aufweist, welches Anschlagelement
die Verschwenkung des Betätigungshebels (7) begrenzt sowie die Relativverschiebung
von Ventilführung (10) und Schnittstellenhülse (4) begrenzt.
4. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Ventilkolben (12) einen
Ventilkolbenkopf (13) aufweist, welcher Ventilkolbenkopf (13) im geschlossenen Zustand
des Basiszapfventils (3) an einer um die Ausgabeöffnung (11) der Ventilführung (10)
umlaufenden Anlagefläche (15) anliegt und wobei bei der Relativverschiebung zwischen
Ventilführung (10) und Ventilkolben (12) der Ventilkolbenkopf (13) von der Anlagefläche
(15) freikommt, so dass die Ausgabeöffnung (11) für die Flüssiggasausgabe freigegeben
wird.
5. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zwischen der Ventilführung
(10) und dem Zapfrohr (5) bzw. zwischen der Ventikührung (10) und einem am Zapfrohr
(5) fixierten Ventilsitz (9) zumindest eine Zusatzdichtung (27) angeordnet ist, die
im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils (3) gegen das Einströmen von Flüssiggas
aus dem Zapfrohr (5) in Richtung Ausgabeöffnung (11) bzw. in einen Ausgaberaum (26)
der Ventilführung (10) abdichtet.
6. Zapfventilaggregat nach Anspruch 5, wobei ein Federelement vorgesehen ist, das die
Ventilführung (10) in Richtung Ausgabeende des Zapfventilaggregates (1) drückt, so
dass die Zusatzdichtung (27) im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils (3) zwischen
Ventilführung (10) und Zapfrohr (5) bzw. zwischen Ventilführung (10) und Ventilsitz
(9) angeordnet ist.
7. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zumindest eine Zusatzdichtung
(27) mit der Maßgabe in dem Basiszapfventil (3) angeordnet ist, das im geschlossenen
Zustand des Basiszapfventils (3) das Zapfrohr (5) in flüssiggasdurchlässiger Verbindung
mit der durch den Ventilkolben (12) geschlossenen Ausgabeöffnung (11) bzw, mit dem
Ausgaberaum (26) steht.
8. Zapfventilaggregat nach Anspruch 7, wobei die Ventilführung (10) durch ein Federelement
beaufschlagt wird, wobei sich die Ventilführung (10) im intakten Zustand des Basiszapfventils
(3) an dem Ventilkolben (12) bzw. am Ventilkolbenkopf (13) abstützt und wobei bei
einem Bruch des Ventilkolbens bzw. des Ventilkolbenkopfes die Ventilführung (10) unter
Einwirkung des Federelementes in eine Position geschoben wird, in der die Zusatzdichtung
gegen das Einströmen von Flüssiggas aus dem Zapfrohr (5) in Richtung Ausgabeöffnung
(11) bzw. in den Ausgaberaum (26) abdichtet.
9. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) ein anschlussseitiges Schraubgewinde aufweist, das
an ein Komplementärschraubgewinde des Tankstutzens (6) anschraubbar ist.
10. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) ein anschlussseitiges Bajonettverschlusselement (31)
aufweist, das an ein komplementäres Bajonettverschlusselement des Tankstutzens (6)
anschließbar ist.
11. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) anschlussseitig radial nach außen ausfahrbare bzw.
ausklappbare Anschlussklauen (32) aufweist, welche Anschlussklauen (32) im angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates (1) einen Anschlusskragen am Tankstutzen (6) hintergreifen.
12. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) anschlussseitig über den Umfang des Schnittstellenaufsatzes
verteilte Rastelemente, vorzugsweise Rastkugeln (33) aufweist, welche Rastelemente
bzw. Rastkugeln (33) im angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates (1) in eine
Rastnut des Tankstutzens (6) eingreifen.
13. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) relativ zum Zapfrohr verdrehbar ist.
14. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei in dem anschlussseitigen
Ende des Schnittstellenaufsatzes bzw. der Schnittstellenhülse (4) zumindest ein Widerlager-Zwischenstück
(25) aufgenommen ist, welches Widerlager-Zwischenstück (25) in Längsrichtung bzw.
Axialrichtung des Schnittstellenaufsatzes bzw. des Zapfrohres (5) verschiebbar ist
und wobei sich die Ventilführung (10) im angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
(1) über das Widerlager-Zwischenstück (25) an dem Widerlager (16) des Tankstutzens
(6) abstützt.
15. Modulares System aus einem Basiszapfventil (3) und einer Mehrzahl von Schnittstellenaufsätzen,
wobei das Basiszapfventil (3) ein Zapfrohr (5), einen Betätigungsgriff und einen Ventileinsatz
(8) aufweist, wobei jeder Schnittstellenaufsatz an eine zu der Schnittstellen des
Schnittstellenaufsatzes komplementäre Schnittstelle eines Tankstutzens anschließbar
ist und wobei das eine Basiszapfventil (3) wahlweise mit einem der Schnittstellenaufsätze
kombinierbar ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Zapfventilaggregat (1) zur Betankung eines Tanks (2) von vorzugsweise mobilen Vorrichtungen
mit Flüssiggas, insbesondere zur Betankung eines Tanks (2) von Kraftfahrzeugen mit
Flüssiggas,
wobei das Zapfventilaggregat (1) ein Basiszapfventil (3) und einen auf dem Ausgabeende
des Basiszapfventils (3) angeordneten Schnittstellenaufsatz aufweist, wobei der Schnittstellenaufsatz
an eine zu der Schnittstelle des Schnittstellenaufsatzes komplementäre Schnittstelle
eines Tankstutzens (6) des Tanks (2) anschließbar ist,
wobei das Basiszapfventil (3) ein Zapfrohr (5) einen Betätigungsgriff sowie einen
am Stirnende des Zapfrohres (5) angeordneten Ventileinsatz (8) aufweist,
wobei der Ventileinsatz (8) eine Ventilführung (10) mit Ausgabeöffnung (11) für das
Flüssiggas aufweist, wobei in der Ventilführung (10) ein Ventilkolben (12) aufgenommen
ist und wobei der Ventilkolben (12) im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils
(3) die Ausgabeöffnung (11) der Ventilführung (10) verschließt,
wobei zwischen der Ventilführung (10) und dem Zapfrohr (5) bzw. zwischen der Ventilführung
(10) und einem am Zapfrohr (5) fixierten Ventilsitz (9) zumindest eine Zusatzdichtung
(27) angeordnet ist, die im geschlossenen Zustand des Basiszapfventils (3) gegen das
Einströmen von Flüssiggas aus dem Zapfrohr (5) in Richtung Ausgabeöffnung (11) bzw.
in einen Ausgaberaum (26) der Ventilführung (10) abdichtet,
wobei ein Federelement vorgesehen ist, das die Ventilführung (10) in Richtung Ausgabeende
des Zapfventilaggregates (1) drückt, so dass die Zusatzdichtung (27) im geschlossenen
Zustand des Basiszapfventils (3) zwischen Ventilführung (10) und Zapfrohr (5) bzw.
zwischen Ventilführung (10) und Ventilsitz (9) angeordnet ist,
und wobei beim Andrücken der Ventilführung (10) an ein Widerlager (16) des Tankstutzens
(6) eine Relativbewegung bzw. Relativverschiebung zwischen Ventilführung (10) und
Ventilkolben (12) erfolgt, so dass die Ausgabeöffnung (11) der Ventilführung (10)
freigegeben wird und Flüssiggas in diesem geöffneten Zustand aus dem Basiszapfventil
(3) bzw. aus dem Zapfventilaggregat (1) ausströmen kann.
2. Zapfventilaggregat nach Anspruch 1, wobei der Schnittstellenaufsatz als eine die Ventilführung
(10) bzw. das Zapfrohr (5) umgebende Schnittstellenhülse (4) ausgebildet ist, an welcher
Schnittstellenhülse (4) der Betätigungsgriff des Basiszapfventils (3) bei seiner Betätigung
angreift, so dass eine Relativverschiebung von Schnittstellenhülse (4) und Ventilführung
(10) in Längsrichtung der Ventilführung (10) bzw. in Längsrichtung der Schnittstellenhülse
(4) erfolgt.
3. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Betätigungsgriff als
ein um eine Schwenkachse (18) verschwenkbarer Betätigungshebel (7) ausgebildet ist
und wobei dieser Betätigungshebel (7) ein Anschlagelement aufweist, welches Anschlagelement
die Verschwenkung des Betätigungshebels (7) begrenzt sowie die Relativverschiebung
von Ventilführung (10) und Schnittstellenhülse (4) begrenzt.
4. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Ventilkolben (12) einen
Ventilkolbenkopf (13) aufweist, welcher Ventilkolbenkopf (13) im geschlossenen Zustand
des Basiszapfventils (3) an einer um die Ausgabeöffnung (11) der Ventilführung (10)
umlaufenden Anlagefläche (15) anliegt und wobei bei der Relativverschiebung zwischen
Ventilführung (10) und Ventilkolben (12) der Ventilkolbenkopf (13) von der Anlagefläche
(15) freikommt, so dass die Ausgabeöffnung (11) für die Flüssiggasausgabe freigegeben
wird.
5. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zumindest eine Zusatzdichtung
(27) mit der Maßgabe in dem Basiszapfventil (3) angeordnet ist, das im geschlossenen
Zustand des Basiszapfventils (3) das Zapfrohr (5) in flüssiggasdurchlässiger Verbindung
mit der durch den Ventilkolben (12) geschlossenen Ausgabeöffnung (11) bzw. mit dem
Ausgaberaum (26) steht.
6. Zapfventilaggregat nach Anspruch 5, wobei die Ventilführung (10) durch ein Federelement
beaufschlagt wird, wobei sich die Ventilführung (10) im intakten Zustand des Basiszapfventils
(3) an dem Ventilkolben (12) bzw. am Ventilkolbenkopf (13) abstützt und wobei bei
einem Bruch des Ventilkolbens bzw. des Ventilkolbenkopfes die Ventilführung (10) unter
Einwirkung des Federelementes in eine Position geschoben wird, in der die Zusatzdichtung
gegen das Einströmen von Flüssiggas aus dem Zapfrohr (5) in Richtung Ausgabeöffnung
(11) bzw. in den Ausgaberaum (26) abdichtet.
7. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) ein anschlussseitiges Schraubgewinde aufweist, das
an ein Komplementärschraubgewinde des Tankstutzens (6) anschraubbar ist.
8. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) ein anschlussseitiges Bajonettverschlusselement (31)
aufweist, das an ein komplementäres Bajonettverschlusselement des Tankstutzens (6)
anschließbar ist.
9. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) anschlussseitig radial nach außen ausfahrbare bzw.
ausklappbare Anschlussklauen (32) aufweist, welche Anschlussklauen (32) im angeschlossenen
Zustand des Zapfventilaggregates (1) einen Anschlusskragen am Tankstutzen (6) hintergreifen.
10. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) anschlussseitig über den Umfang des Schnittstellenaufsatzes
verteilte Rastelemente, vorzugsweise Rastkugeln (33) aufweist, welche Rastelemente
bzw. Rastkugeln (33) im angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates (1) in eine
Rastnut des Tankstutzens (6) eingreifen.
11. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 2 bis 10, wobei der Schnittstellenaufsatz
bzw. die Schnittstellenhülse (4) relativ zum Zapfrohr verdrehbar ist.
12. Zapfventilaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei in dem anschlussseitigen
Ende des Schnittstellenaufsatzes bzw. der Schnittstellenhülse (4) zumindest ein Widerlager-Zwischenstück
(25) aufgenommen ist, welches Widerlager-Zwischenstück (25) in Längsrichtung bzw.
Axialrichtung des Schnittstellenaufsatzes bzw. des Zapfrohres (5) verschiebbar ist
und wobei sich die Ventilführung (10) im angeschlossenen Zustand des Zapfventilaggregates
(1) über das Widerlager-Zwischenstück (25) an dem Widerlager (16) des Tankstutzens
(6) abstützt.
13. Modulares System aus einem Basiszapfventil (3) und einer Mehrzahl von Schnittstellenaufsätzen,
wobei das Basiszapfventil (3) ein Zapfrohr (5), einen Betätigungsgriff und einen Ventileinsatz
(8) aufweist, wobei jeder Schnittstellenaufsatz an eine zu der Schnittstelle des Schnittstellenaufsatzes
komplementäre Schnittstelle eines Tankstutzens anschließbar ist und wobei das eine
Basiszapfventil (3) wahlweise mit einem der Schnittstellenaufsätze kombinierbar ist.