[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Probenträger, beispielsweise eine Multiwellplattform,
mit einer oder einer Vielzahl von Ausnehmungen, in denen sich jeweils eine zu analysierende
Substanz befindet. Die vorliegende Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren,
bei dem eine oder mehrere Substanzen, die sich jeweils in einer Ausnehmung eines Probenträgers
befinden, vor deren Analyse auf eine einheitliche Ebene relativ zur Oberfläche des
Probenträgers ausgerichtet werden.
[0002] Untersuchungen von Substanzen im Hochdurchsatzverfahren machen es notwendig, Reaktionen
und/oder analytische Messungen in Probenträgern durchzuführen, die eine Vielzahl von
Ausnehmungen aufweisen, in oder auf denen sich die jeweilige Substanz befindet. Ein
Analyseverfahren ist dabei z.B. die Röntengenpulverdiffraktometrie, die bei der Bestimmung
von Polymorphismus ein Standardverfahren ist. Bei dieser Messung wird nacheinander
ein Röntgenstrahl jeweils auf eine Substanz auf dem Probenträger gerichtet und der
davon reflektierte Anteil ausgewertet. Die Analyse von Substanzen in derartigen Probenträgern
hat jedoch den Nachteil, dass die dabei erzielten Ergebnisse nur bedingt miteinander
vergleichbar sind.
[0003] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Probenträger und ein
Analyseverfahren zur Verfügung zu stellen, mit dem Analysen der auf oder in dem Probenträger
befindlichen Substanzen durchführbar sind, die eine sehr gute Vergleichbarkeit der
erzielten Resultate gewährleistet.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe mit einem Probenträger mit einer Vielzahl von Ausnehmungen,
in denen sich jeweils eine zu analysierendes Substanz befindet, wobei er ein Mittel
aufweist, mit dem die zu analysierenden Substanzen jeweils auf dieselbe Ebene relativ
zu dem Probenträger ausrichtbar sind.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Probenträger handelt es sich beispielsweise um eine sogenannte
Multiwellplattform. Der Probenträger weist eine oder eine beliebige Vielzahl von Ausnehmungen,
insbesondere Bohrungen, auf, die vorzugsweise in einem gleichmäßigen Muster, ganz
besonders bevorzugt äquidistant, angeordnet sind. Vorzugsweise erstrecken sich die
Ausnehmungen durch die gesamte Dicke des Probenträgers. Die Ausnehmungen können einen
beliebigen Querschnitt aufweisen, sind jedoch vorzugsweise kreisrund. Vorzugsweise
sind die Ausnehmungen mit einer Hülse, insbesondere einer Hülse, an der eine möglichst
geringe Anhaftung der Substanzen stattfindet, ausgekleidet. Beispielsweise handelt
es sich um eine Teflonhülse. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist jede
Ausnehmung, beispielsweise mit einer Antihaftbeschichtung, beschichtet und/oder der
gesamte Probenträger ist aus einem inerten Material, das besonders bevorzugt auch
Antihafteigenschaften aufweist.
[0006] In diesen Ausnehmungen ist vorzugsweise jeweils ein Gefäß verschieblich entlang der
Ausnehmung angeordnet. Beispielsweise kann das Gefäß Teil eines Stempels sein, insbesondere
an dessen Oberseite angeordnet sein. Der Stempel kann aus Glas, Metall, insbesondere
Stahl und/oder Kunststoff gefertigt sein. Er kann ebenfalls eine Antihaftbeschichtung
aufweisen. Dieses Gefäß kann beliebig ausgestaltet sein. Beispielsweise kann es plan
aber auch konvex und/oder konkav gewölbt sein. In dem Gefäß und/oder auf dem Gefäß
befindet sich jeweils die zu analysierende Substanz. Die Höhe der Substanz erstreckt
sich vorzugsweise zumindest teilweise zumindest bis zum oberen Rand des Gefäßes, steht
jedoch besonders bevorzugt darüber hinaus. Die zu analysierende Substanz kann jeweils
auf das Gefäß gelegt werden. Vorzugsweise findet in dem Gefäß jedoch auch die Herstellung
der jeweiligen Substanz, beispielsweise durch Reaktion und/oder eine verfahrenstechnische
Operation, statt, so dass das Gefäß auch als Herstellungsgefäß ausgestaltet sein kann.
Die Herstellung findet dabei vorzugsweise in einem vergleichsweise abgesenkten Zustand
des Gefäßes innerhalb des Probenträgers statt. Das Gefäß kann aus Glas, Metall, insbesondere
Stahl, und/oder Kunststoff gefertigt sein. Es kann ebenfalls eine Antihaftbeschichtung
aufweisen.
[0007] Erfindungsgemäß weist der Probenträger nun ein Mittel, auf, mit dem die zu analysierende
Substanz jeweils auf dieselbe Ebene, insbesondere horizontale Ebene, vorzugsweise
oberhalb des Probenträgers, relativ zu der Oberfläche des Probenträgers ausrichtbar
sind. Dieses Mittel ist vorzugsweise ein Abdeckmittel, das eine Seite jeder Ausnehmungen
abgedeckt. Vorzugsweise wird die jeweilige Substanz vor dessen Analyse entlang der
Ausnehmung in Richtung der Abdeckung bewegt, insbesondere verschoben, was beispielsweise
mit dem oben beschriebenen Stempel erfolgen kann, der von unten gegen das Gefäß gedrückt
wird. Die jeweils zu analysierende Substanz kann aber auch einfach in die jeweilige
Ausnehmung eingefüllt werden, fällt dann auf die Abdeckung und bleibt vorzugsweise
zumindest teilweise daran hängen.
[0008] So gelangt jede Substanz und/oder das jeweilige Gefäß in Kontakt mit dem Abdeckmittel,
so dass sich diese anschließend alle in derselben Ebene relativ zu der Oberfläche
des Probenträgers befinden. Bei dem erfindungsgemäßen Probenträger weisen demnach
alle Substanzen zumindest in Teilbereichen bezogen auf die Oberfläche des Probenträgers
dieselbe Lage auf. Dadurch wird die Qualität der Vergleichbarkeit der Analyse beispielsweise
bei der Röntengenpulverdiffraktometriemessung in Reflektion erhöht.
[0009] Vorzugsweise dient das Abdeckmittel der jeweiligen Substanz und/oder dem jeweiligen
Gefäß als Anschlag. Vorzugsweise werden diese gegen das Abdeckmittel gedrückt und
besonders bevorzugt dabei flach gedrückt. Das Abdeckmittel ist vorzugsweise einstückig
vorgesehen und deckt demnach alle Enden der vorhandenen Ausnehmungen auf einer Seite
des Probenträgers ab. Besonders bevorzugt ist die Transmission des Abdeckmittels insbesondere
in Bezug auf Röntgenstrahlen möglichst hoch. Vorzugsweise handelt es sich bei dem
Abdeckmittel um eine Folie, insbesondere um eine Röntgenstrahl-durchlässige Folie.
Eine Folie im Sinne der Erfindung weist eine Dicke im µm-Bereich auf. In einer anderen
bevorzugten Ausführungsform ist das Abdeckmittel eine Platte, insbesondere eine Röntgenstrahl-durchlässige
Platte, die eine höhere mechanische Stabilität aufweist als eine Folie und insbesondere
von den Substanzen und/oder den Gefäßen nicht beschädigt oder plastisch deformiert
wird.
[0010] Mit dem Abdeckmittel kann auch eine Kreuzkontamination der Substanzen untereinander
verhindert werden.
[0011] Vorzugsweise ist zwischen dem Probenträger und dem Abdeckmittel ein Abstandhalter
angeordnet. Auf diesem Abstandhalter wird dann vorzugsweise das Abdeckmittel, insbesondere
reversibel angeordnet. Besonders bevorzugt wird das Abdeckmittel, insbesondere wenn
es sich um eine Folie handelt, auf den Abstandhalter geklebt. Der Abstandhalter weist
Ausnehmungen, beispielsweise in Form von Durchgangsbohrungen, auf, die koaxial zu
den Ausnehmungen des Probenträgers angeordnet sind. Vorzugsweise ist die Dicke dieses
Abstandhalters größer als der Betrag, um den die Hülsen, die in den Ausnehmungen des
Probenträgers angeordnet sind, aus der Oberfläche des Probenträgers herausstehen.
In der Regel reicht eine Dicke von wenigen Millimetern. Vorzugsweise ist die Fläche
der Ausnehmung in dem Abstandhalter gleich oder größer als die Fläche der darunter
befindlichen Ausnehmung in dem Probenträger. Insbesondere ist die Fläche jeder Ausnehmung
in dem Abstandhalter so groß, dass sie den Außenrand der Hülsen, die sich in den Ausnehmungen
in dem Probenträger befinden, aufnehmen kann. Dadurch liegt der Abstandhalter nicht
auf dem Rand einer Hülse sondern direkt auf der jeweiligen Oberfläche des Probenträgers
auf. Werden nun die Substanzen genau bis zu dem äußern Rand des Abstandhalters bewegt
werden, wo sich das Abdeckmittel als Anschlag befindet, sind sie alle genau in derselben
Ebene relativ zu der Oberfläche des Probenträgers ausgerichtet. Bei einem horizontal
ausgerichteten Probenträger befinden sie sich beispielsweise genau in derselben Höhe
darüber.
[0012] Vorzugsweise ist auf der dem Probenträger abgewandten Seite des Abdeckmittels ein
Kontermittel angeordnet. Dieses Kontermittel erhöht insbesondere die mechanische Belastbarkeit
des Abdeckmittels und ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Abdeckmittel eine
Folie ist. Das Kontermittel wird vorzugsweise so an dem Probenträger befestigt, dass
sich das Abdeckmittel zwischen dem Kontermittel und dem Probenträger befindet. Durch
das Kontermittel wird sichergestellt, dass die Substanzen und/oder die Gefäße das
Abdeckmittel nicht beschädigen, wenn sie mit ihm in Kontakt gebracht werden. Durch
das Kontermittel können die Substanzen mit vergleichsweise hoher Kraft gegen das Abdeckmittel
gedrückt werden können, ohne dass das Abdeckmittel seine Lage verändert und/oder mechanisch
zerstört wird. Das Kontermittel kann auch als Anschlag für die Substanzen und/oder
die Gefäße dienen. Zur eigentlichen Analyse wird das Kontermittel dann vorzugsweise
von dem Probenträger entfernt.
[0013] Der erfindungsgemäße Probenträger eignet sich für jede Analyse, insbesondere jedoch
zum Hochdurchsatzscreening und hier insbesondere zur Analyse von Reflektionsmessungen
mittels der Röntengenpulverdiffraktometrie.
[0014] Ein weiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Analyse einer
Vielzahl von Substanzen, die sich jeweils in der Ausnehmung eines Probenträgers befinden,
bei dem die Substanzen vorderen Analyse auf eine einheitliche Ebene relativ zu dem
Probenträger ausgerichtet werden.
[0015] Die Ausrichtung kann durch eine manuelle oder maschinelle Krafteinwirkung und/oder
unter Einwirkung der Schwerkraft erfolgen.
[0016] Die zu dem erfindungsgemäßen Probenträger gemachten Ausführungen gelten für das erfindungsgemäße
Verfahren gleichermaßen und umgekehrt. Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich insbesondere
mit dem erfindungsgemäßen Probenträger durchführen.
[0017] Vorzugsweise werden die Ausnehmungen mit einem Abdeckmittel abgedeckt. Dieses Abdeckmittel
dient allen Proben und/oder dem Gefäß, auf oder in dem sie sich befinden, vorzugsweise
als Anschlag, aber auch um eine Kreuzkontamination der Substanzen untereinander zu
vermeiden.
[0018] Vorzugsweise werden die Substanzen an das Abdeckmittel zur Anlage gebracht, vorzugsweise
dagegen gedrückt.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform befinden sich die zu analysierenden Substanzen
jeweils in und/oder auf einem Gefäß, das längsverschieblich jeweils in einer Ausnehmung
des Probenträger angeordnet ist, wobei diese Gefäße vor der Analyse der Substanzen
jeweils in Richtung des Abdeckmittels bewegt werden, bis die Substanz und/oder das
Gefäß das Abdeckmittel jeweils berührt.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1- 5 erläutert. Diese Erläuterungen
sind lediglich beispielshaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht
ein. Die Erläuterungen gelten für beide Erfindungsgegenstände gleichermaßen.
- Figur 1
- zeigt einen Probenträger, hier eine Multiwellplattform.
- Figur 2
- zeigt einen Stempel mit einem Gefäß.
- Figur 3
- zeigt den Abstandhalter.
- Figur 4
- zeigt die Konterplatte.
- Figur 5
- den Probenträger vor der Messung.
[0021] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäßen Probenträger 1 in zwei Ansichten. Es handelt sich um
hier um eine Multiwellplatte Dieser weist eine Vielzahl, hier 96, von Durchgangsbohrungen
2 auf, die sich also über die gesamte Dicke D des Probenträgers erstrecken. Die Bohrungen
2 sind in einem gleichmäßigen Muster äquidistant angeordnet. Jede Bohrung ist mit
einer Teflonhülse 8 ausgekleidet, die um einen bestimmten Betrag über die Oberfläche
1.1 des Probenträgers hinaussteht, wobei dieser Betrag variiert, in der Regel max.
2 mm nicht überschreitet. An ihrem oberen Ende hat die Teflonhülse einen Außendurchmesser
8.1. In jeder dieser Teflonhülsen 8 ist ein Stempel 9 angeordnet, der in
Figur 2 dargestellt ist. Der Stempel besteht aus Stahl und/oder Teflon und besitzt an seinem
oberen Ende eine vorzugsweise plane Glasplatte 3, das Gefäß, auf der die zu analysierende
Substanz 4 angeordnet und/oder auf dem die zu analysierende Substanz hergestellt wird.
Der Durchmesser des Stempels 9 und des Gefäßes 3 ist so bemessen, dass der Stempel
unter mäßigem Kraftaufwand innerhalb der Hülse verschoben werden kann.
[0022] Figur 3 zeigt den Abstandhalter 5, der ebenfalls eine Vielzahl von Durchgangsbohrungen 5.1
aufweist, deren Anordnung der Anordnung der Bohrungen 2 in dem Probenträger entspricht,
so dass der Mittelpunkt der Bohrungen 2, 5.1 fluchtet, wenn der Abstandhalter 5 auf
den Probenträger 1 gelegt wird. Der Durchmesser 5.2 der Bohrungen 5.1 wird dabei so
gewählt, dass er mindestens gleich, vorzugsweise etwas größer, ist als der Außendurchmesser
der Hülsen 8, so dass deren oberer Rand von den Ausnehmungen 5.1 aufgenommen werden
kann. Der Abstandhalter 5 kann mittels vier Schrauben im Eckbereich mit dem Probenträger
verbunden werden. Nachdem der Abstandhalter 5 auf den Probenträger 1 aufgesetzt worden
ist, steht der Rand keiner Hülse über die Oberfläche des Abstandhalters hinaus.
[0023] Auf diesen Abstandshalter 5 wird nun ein Abdeckmittel 6, hier eine Folie, vorzugsweise
eine röntgenstrahldurchlässige Folie, beispielsweise die Folie mit dem Handelsnamen
Ultraphan, geklebt. Als Kleber hat sich ein wasserlöslicher Kleber bewährt. Die Oberfläche
des Abstandhalters 5 wird zumindest abschnittsweise mit dem Kleber bestrichen und
dann die Folie 6 aufgeklebt.
[0024] Danach wird die Konterplatte 7 die in
Figur 4 dargestellt ist, auf den mit Folie beklebten Abstandhalter befestigt, beispielsweise
geschraubt.
[0025] Die Analyse der Substanzen wird wie folgt durchgeführt. Jeweils eine Substanz 4 wird
auf das Gefäß 3 eines Probenträgers platziert oder darin hergestellt. Die Gefäße 3
und die Stempel 9 befinden sich dabei in einer vergleichsweise abgesenkten Stellung.
Danach oder vorher wird der mit einer Folie 6 beklebte Abstandhalter 5 auf der Oberfläche
1.1 des Probenträgers 1 befestigt. Darauf wird die Konterplatte angebracht. Danach
wird der Probenträger gemeinsam mit Abstandhalter 5, Folie 6 und Konterplatte 7 um
180° gedreht, so dass die Konterplatte nach unten zeigt. Anschließend werden die Stempel
9 und damit die Gefäße 3 manuell oder maschinell in Richtung des Abdeckmittels 6 verschoben,
bis der Rand 3.1 der Gefäße 3 jeweils an dem Abdeckmittel 6 anliegt. Die Konterplatte
7 verhindert, dass die Folie 6 durch die Gefäße 3 beschädigt insbesondere überdehnt
wird. Die Konterplatte dient aber auch als Anschlag für die Gefäße/Stempel, so dass
der Rand 3.1 aller Gefäße und die Lage der Substanzen 4 nach dem Verschieben der Stempel
exakt dieselbe Lage relativ zu der Oberfläche des Probenträgers 1 hat, d.h. die Substanzen
4 und/oder der Rand 3.1 haben anschließend alle denselben Abstand von der Oberfläche
1.1 des Probenträgers. Die Substanzen 4 können teilweise an der Folie 6 kleben. Danach
wird der Probenträger wieder um 180° zurückgedreht und nun die Konterplatte 7 von
dem Probenträger 1 abgenommen und der Probenträger vorzugsweise waagerecht, auf einem
Analysengerät befestigt und die Analyse Substanz für Substanz durchgeführt. Die Substanzen
haben dabei alle dieselbe Höhe, was für die Vergleichbarkeit der Messungen von Vorteil
ist.
[0026] Der Fachmann versteht, dass auf die Konterplatte 7 verzichtet werden kann, wenn beispielsweise
das Abdeckmittel selbst eine so hinreichende mechanische Stabilität aufweist, dass
es von den Substanzen und/oder den Gefäßen nicht beschädigt oder plastisch deformiert
wird.
[0027] Auf die Stempel/Gefäße kann verzichtet werden, wenn die jeweils zu analysierende
Substanz an dem Abdeckmittel anhaftet. In diesem Fall muss der mit dem Abdeckmittel
versehene Probenträger nur, wie oben beschrieben, mit dem Abdeckmittel nach unten
ausgerichtet und die jeweils zu analysierende Substanz jeweils in eine Bohrung eingefüllt
werden, die dann auf das Abdeckmittel fällt und dort anhaftet. Sodann kann der Probenträger
wieder zurückgedreht und die Analyse durchgeführt werden.
[0028] Figur 5 zeigt den Probenträger nach der Ausrichtung. Es ist deutlich zu erkennen, wie die
Substanzen an der Folie 6, die auf den Abstandshalter 5 geklebt ist, haftet. Alle
Substanzen befinden sich auf derselben Höhe.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1
- Probenträger, Multiwellplatte, Multiwellplattform
- 1.1
- Oberfläche des Probenträgers
- 2
- Ausnehmung, Bohrung
- 3
- Gefäß, Reaktionsgefäß, Glasplatte
- 3.1
- oberer Rand des Reaktionsgefäßes
- 4
- zu analysierende Substanz
- 5
- Abstandhalter, Lochplatte
- 5.1
- Ausnehmungen im Abstandhalter, Durchgangsborung
- 5.2
- Durchmesser, Fläche der Ausnehmung
- 6
- Abdeckmittel, Abdeckung, Folie
- 7
- Kontermittel, Konterplatte
- 8
- Auskleidung, Hülse, Teflonhülse
- 8.1
- Fläche, Durchmesser der Hülse
- 9
- Stempel
- D
- Dicke des Probenträgers
1. Probenträger (1) mit einer Vielzahl von Ausnehmungen (2), in denen sich jeweils eine
zu analysierende Substanz (4) befindet, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Mittel (5, 6, 7), aufweist, das die zu analysierenden Substanzen jeweils auf
dieselbe Höhe relativ zu der Oberfläche (1.1) des Probenträgers ausrichtet, wobei
in den Ausnehmungen (2) jeweils ein Gefäß (3) verschiebbar angeordnet ist, wobei auf
dem Probenträger (1) ein Abdeckmittel (6) angeordnet ist, das der Substanz (4) und/oder
dem Gefäß (3) zumindest teilweise als Anschlag dient, wobei zwischen dem Probenträger
(1) und dem Abdeckmittel (6) ein Abstandhalter (5) angeordnet ist, wobei der Abstandhalter
(5) Ausnehmungen (5.1) aufweist, die koaxial zu den Ausnehmungen (2) angeordnet sind
und die Fläche (5.2) der Ausnehmung (5.1) gleich oder größer ist als die Fläche (3.2)
der darunter befindlichen Ausnehmung in dem Probenträger.
2. Probenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf dem Gefäß die zu analysierende Substanz (4) befindet.
3. Probenträger nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Ausnehmungen (5.1) größer ist als der Durchmesser der darunter
befindlichen Ausnehmung in dem Probenträger.
4. Probenträger nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckmittel (6) eine Folie ist.
5. Probenträger nach Anspruch4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie eine Röntgenstrahlen durchlässige Folie ist.
6. Probenträger nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Probenträger abgewandten Seite des Abdeckmittels (6) ein Kontermittel
(7) angeordnet ist.
7. Verfahren zur Analyse einer Vielzahl von Substanzen (4), die sich jeweils in der Ausnehmung
(2) eines Probenträgers befinden, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanzen (4) vor deren Analyse auf eine einheitliche Ebene relativ zu dem Probenträger
ausgerichtet werden, wobei die Ausnehmungen (2) mit einem Abdeckmittel (6) abgedeckt
werden und die Substanzen sich jeweils in oder auf einem Gefäß (3) befinden, das längsverschieblich
in einem Probenträger angeordnet ist und dass diese Gefäße (3) vor der Analyse der
Substanz (4) jeweils in Richtung eines Abdeckmittels (6) bewegt werden bis die Substanz
(4) und/oder das Gefäß (3) das Abdeckmittel (6) berührt..
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanzen an das Abdeckmittel (6) zur Anlage gebracht, vorzugsweise dagegen
gedrückt, werden.
1. Sample carrier (1) comprising a multiplicity of recesses (2), with a substance (4)
to be analysed being situated therein in each case, characterized in that said sample carrier has a means (5, 6, 7) which aligns the substances to be analysed
with the same height relative to the surface (1.1) of the sample carrier in each case,
wherein a vessel (3) is displaceably arranged in each one of the recesses (2), wherein
a covering means (6) is arranged on the sample carrier (1), said covering means serving
at least partly as a stop for the substance (4) and/or the vessel (3), wherein a spacer
(5) is arranged between the sample carrier (1) and the covering means (6), wherein
the spacer (5) has recesses (5.1) which are arranged coaxially in relation to the
recesses (2) and the area (5.2) of the recess (5.1) is equal to, or greater than,
the area (3.2) of the recess situated therebelow in the sample carrier.
2. Sample carrier according to Claim 1, characterized in that the substance (4) to be analysed is situated on the vessel.
3. Sample carrier according to one of the preceding claims, characterized in that the diameter of the recesses (5.1) is greater than the diameter of the recess situated
therebelow in the sample carrier.
4. Sample carrier according to one of the preceding claims, characterized in that the covering means (6) is a film.
5. Sample carrier according to Claim 4, characterized in that the film is a radiolucent film.
6. Sample carrier according to one of the preceding claims, characterized in that a counter means (7) is arranged on the side of the covering means (6) facing away
from the sample carrier.
7. Method for analysing a multiplicity of substances (4) which are each situated in the
recess (2) of a sample carrier, characterized in that the substances (4) are aligned on a uniform plane relative to the sample carrier
prior to the analysis thereof, wherein the recesses (2) are covered by a covering
means (6) and the substances are respectively situated in, or on, a vessel (3) which
is arranged in a sample carrier in a longitudinally displaceable manner, and in that these vessels (3) are each moved in the direction of a covering means (6) prior to
the analysis of the substance (4) until the substance (4) and/or the vessel (3) comes
into contact with the covering means (6).
8. Method according to Claim 7, characterized in that the substances are brought into contact with the covering means (6), preferably pressed
against the latter.
1. Porte-échantillons (1) comprenant une pluralité d'évidements (2) dans lesquels se
trouve à chaque fois une substance (4) à analyser, caractérisé en ce qu'il présente un moyen (5, 6, 7) qui aligne les substances à analyser à chaque fois
à la même hauteur par rapport à la surface (1.1) du porte-échantillons, un récipient
(3) étant disposé à chaque fois de manière à pouvoir être déplacé dans les évidements
(2), un moyen de recouvrement (6) étant disposé sur le porte-échantillons (1), lequel
sert au moins en partie de butée à la substance (4) et/ou au récipient (3), un élément
d'espacement (5) étant disposé entre le porte-échantillons (1) et le moyen de recouvrement
(6), l'élément d'espacement (5) présentant des évidements (5.1) qui sont disposés
coaxialement aux évidements (2) et la surface (5.2) de l'évidement (5.1) étant supérieure
ou égale à la surface (3.2) de l'évidement se trouvant en dessous dans le porte-échantillons.
2. Porte-échantillons selon la revendication 1, caractérisé en ce que la substance à analyser (4) se trouve sur le récipient.
3. Porte-échantillons selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le diamètre des évidements (5.1) est supérieur au diamètre de l'évidement se trouvant
en dessous dans le porte-échantillons.
4. Porte-échantillons selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de recouvrement (6) est un film.
5. Porte-échantillons selon la revendication 4, caractérisé en ce que le film est un film perméable aux rayons X.
6. Porte-échantillons selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un moyen conjugué (7) est disposé sur le côté du moyen de recouvrement (6) opposé
au porte-échantillons.
7. Procédé d'analyse d'une pluralité de substances (4), qui se trouvent à chaque fois
dans l'évidement (2) d'un porte-échantillons, caractérisé en ce que les substances (4) sont alignées sur un plan unitaire par rapport au porte-échantillons
avant leur analyse, les évidements (2) étant recouverts d'un moyen de recouvrement
(6) et les substances se trouvant à chaque fois dans ou sur un récipient (3) qui est
disposé de manière déplaçable longitudinalement dans un porte-échantillons et en ce que ce récipient (3) est déplacé avant l'analyse de la substance (4) à chaque fois dans
la direction d'un moyen de recouvrement (6) jusqu'à ce que la substance (4) et/ou
le récipient (3) vienne en contact avec le moyen de recouvrement (6).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les substances sont amenées en appui contre le moyen de recouvrement (6), de préférence
sont pressées contre lui.