[0001] Die Erfindung betrifft einen Keiltrieb nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.
[0002] Keiltriebe werden in Werkzeugen in der Metallbearbeitung, z. B. bei Pressen eingesetzt.
Verbunden mit diesen Keiltrieben sind üblicherweise die ein Stanzen oder anderweitiges
Verformen ermöglichende Einrichtungen. Ein üblicher Keiltrieb besitzt ein oberes Führungsteil
umfassend ein Schieberelement und ein Schieberführungselement und einen unteren Führungsteil
umfassend ein Treiberelement bzw. umgekehrt. Die Keiltriebe werden seitens des Schieberführungselements
durch einen, eine im Allgemeinen vertikale Presskraft aufbringenden Antrieb bewegt.
Seitens des Treiberelements sind Keiltriebe in dem Werkzeug bzw. der Presse auf einer
Grundplatte befestigt auf der auch das zu bearbeitende Werkstück direkt oder über
eine entsprechende Auflageeinrichtung aufgelegt ist.
[0003] Aus der
DE 26 40 318 B2 ist ein Keiltrieb zur Umleitung einer vertikalen Presskraft in eine, für den Umformvorgang
hierzu winklig wirkende Kraft bekannt. Dieser Keiltrieb besteht aus einem Treibkeil
auf den eine vertikale Kraft einer entsprechenden Arbeitspresse wirkt und einem Schieberkeil,
der die Kraft in die Horizontale überträgt. Der Treiberkeil und der Schieberkeil laufen
entweder über einen abgerundeten zusammenwirkenden Bereich oder in einer weiteren
Ausführungsform über eine Rolle.
[0004] Aus der
DE 24 39 217 A1 ist eine Keilpresse mit einer prismenförmigen Keilführung bekannt, wobei die Berührungsflächen
dach- oder rinnenartig ausgebildet sind und wobei sich Dach bzw. Rinne über die gesamte
Druck aufnehmende Breite des Keils erstrecken.
[0005] Aus der
DE 23 29 324 B2 ist eine Keilpresse mit einer Einrichtung zur Verhinderung unerwünschter Bewegungen
des Keils mit einer prismenförmigen Keilführung bekannt.
[0006] Üblicherweise bestehen oben hängende Keiltriebe, die in der Karosserieindustrie verwendet
werden, aus einem Treiber, einem Schieber und einer Schieberaufnahme. Auf die Oberseite
der Schieberaufnahme wirkt eine senkrechte Kraft, die die Schieberaufnahme nach unten
drückt. Der Treiber ist im Werkzeug fest verankert, so dass beim Druck auf die Schieberaufnahme
der in der Schieberaufnahme verankerte Schieber in eine beliebige Richtung außerhalb
der senkrechten Arbeitsrichtung gedrückt wird.
[0007] Häufig werden oben hängende Keiltriebe eingesetzt. Bei dieser Bauart hängt der Schieber
in seiner Führung beweglich in der Schieberaufnahme. Der Treiber sitzt starr im Unterteil
und gibt die Arbeitsrichtung des Schiebers vor. Beim Abwärtshub der Presse setzt der
ausgefederte Schieber auf den Treiber auf und wird von der weiterlaufenden Schieberaufnahme
über die Treiberfläche in Arbeitsrichtung geschoben.
[0008] Die aus diesem Stand der Technik bekannten Keiltriebe weisen Nachteile auf, so dass
die eingesetzten Schieber häufig nur kurze Standzeiten besitzen und aufgrund ihres
konstruktiven Aufbaus hohem Verschleiß ausgesetzt sind. Sie müssen daher häufig bereits
nach kurzen Laufzeiten ausgetauscht werden, weil sie Verschleißerscheinungen zeigen,
so dass eine exakte Umlenkung der vertikalen Presskräfte nicht mehr möglich ist, was
bei der Metallbearbeitung zu nicht akzeptablen Toleranzen führt.
[0009] Aus der
DE 197 53 549 C2 ist ein Keiltrieb bekannt, der in einem kontinuierlich industriellen Herstellungsverfahren
herstellbar ist und hohe Standzeiten besitzen soll. Für die Führung des Schiebers
in der Schieberaufnahme sind Winkelleisten vorhanden, welche aus Bronze ausgebildet
sind und die über, in der Winkelleiste angebrachte Gleitelemente aus Graphit verfügen.
Generell ist dieser Keiltrieb zur Umlenkung einer vertikalen Presskraft mit einem
Treiber, einem Schieber und einer Schieberaufnahme ausgestattet, wobei der Treiber
eine Prismenführung besitzt und der Verfahrweg des Schiebers auf dem Treiber kürzer
ist als der Verfahrweg des Schiebers auf die Schieberaufnahme und des Verhältnis der
Verfahrwege zueinander zumindest 1 zu 1,5 ist und der Winkel α zwischen den Verfahrwegen
50° bis 70° beträgt. Bei einem derartigen Schieber besitzt das Treiberelement eine
prismatische Oberfläche, wobei die Flanken der prismatischen Oberfläche nach außen
hin abfallend gebildet sind. Zudem besitzt dieser Keiltrieb Zwangsrückholklammern
auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten in jeweiligen Nuten des Schieberelementes
und des Treiberelementes. Hierdurch wird im Fall eines Bruchs eines das Schieberelement
in seiner Ausgangsposition zurückholenden Federelements ein Rückholen des Schieberelements
bei Federbruch gewährleistet und dadurch ein Herausreißen von aufgeschraubten Stanzelementen
zu vermeiden. Das Schieberelement ist an dem Schieberführungselement über die Winkelleisten
und Halteschrauben befestigt und kann entlang den Winkelleisten gegenüber dem Schieberführungselement
bewegt werden.
[0010] Aus der
US 5,101,705 ist ein weiterer Keiltrieb bekannt, bei dem das Schieberelement an Winkelleisten
hängt bzw. mittels derer an dem Schieberführungselement befestigt ist. Hierbei ist
es erforderlich, dass die aneinanderliegenden Platten bzw. zur Befestigung erforderlichen
Elemente genau eingeschliffen werden, um das zwischen Schieberelement und Schieberführungselement
erforderliche Laufspiel zu garantieren. Bei diesem Keiltrieb sowie auch bei den übrigen
bekannten Keiltrieben, bei denen Schieberführungselement und Schieberelement über
Winkelleisten und Schrauben miteinander verbunden sind ist von Nachteil, dass alle
Zugkräfte in die Schrauben eingeleitet werden, wodurch insbesondere in dem Augenblick,
indem eine Ausdehnung der Schrauben bzw. des dies umgebende Materials erfolgt, das
Laufspiel der sich gegeneinander bewegenden Schieberführungselemente und Schieberelemente
beeinträchtigt wird. Dies führt nachfolgend zu einer schlechteren Standfestigkeit,
da der Verschleiß aufgrund des Verspannens des Werkzeugs in diesem Bereich besonders
erhöht wird. Außerdem erweist es sich als nachteilig, dass das Schieberelement bei
Erwärmung sich nicht seitlich ausdehnen kann, da es von den Winkelleisten diesbezüglich
eingeengt wird. Dies kann ebenfalls zu einem erhöhten Verschleiß des Werkzeugs führen.
[0011] Aus der
EP 1 197 319 ist ein Keiltrieb bekannt, bei dem das Schieberelement und das Schieberführungselement
mittels Führungsklammern zusammengehalten werden. Hierdurch soll es nicht erforderlich
sein, zusätzliche Winkelleisten oder andere, diese beiden Elemente verbindende Einrichtungen
exakt einzuschleifen um ein erforderliches Laufspiel zu garantieren. Au-βerdem wird
das Laufspiel auch bei Erwärmung des Keiltriebes bzw. des Werkzeugs nicht beeinträchtigt,
da nicht nur Fertigungstoleranzen, sondern auch dabei auftretende Ausdehnungen des
Materials durch die Verbindung über eine Führungsklammer aufgefangen werden können.
Die Standfestigkeit des Keiltriebs wird daher ebenfalls nicht mehr beeinträchtigt
bzw. verkürzt. Trotz Wegfalls eines Einschleifens kann eine hohe Laufgenauigkeit erzielt
werden. Die Führungsklammern greifen hierbei formschlüssig in das Schieberführungselement
ein, wodurch das Schieberelement über die Führungsklammern an dem Schieberführungselement
über diesen formschlüssigen Eingriff hängt. Hierdurch ist es nicht erforderlich, einen
Halt an dem Schieberführungselement über Schrauben vorzusehen, die einerseits verschleißanfällig
sind und andererseits eine bereits erwähnte Beeinträchtigung des Laufspiels bei Erwärmung
hervorrufen können.
[0012] Aus der
US 6,990,844 ist ebenfalls ein Keiltrieb bekannt, bei dem zur Kopplung des Schieberkeils mit dem
Schieberbett zwei längliche Platten vorgesehen sind, die seitlich an dem Schieberbett
befestigt werden. Durch diese Anordnung soll es ermöglicht werden, die länglichen
Platten auszutauschen, ohne den gesamten Keiltrieb aus dem Werkzeug, in dem der Keiltrieb
angeordnet ist, entnehmen zu müssen.
[0013] Die
JP 2003/080326 A offenbart ebenfalls einen Keiltrieb für eine Presse. Um eine einfachere Entnahme
des Keiltriebs aus dem Werkzeug zu ermöglichen ist vorgesehen, dass das Schieberbett
mehrteilig ausgebildet ist und die Einzelteile für den bestimmungsgemäßen Gebrauch
mittels Schrauben aneinander befestigt werden, wodurch die Funktionalität des Keiltriebs
sichergestellt ist.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Keiltrieb zu schaffen, bei dem der Bronzematerialeinsatz
verringert ist, der Kraftübergabebereich optimiert ist und welcher einen stabileren
Schieberbettbereich besitzt.
[0015] Die Aufgabe wird mit einem Keiltrieb mit den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst.
[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den hiervon abhängigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0017] Erfindungsgemäß besteht der Keiltrieb aus drei Haupteilen, nämlich einem Treiber,
dem Schieber und der Schieberführung. Zudem sind die üblichen Anbauteile vorhanden
wie ein Zwangsrückzug, Gleitplatten, eine Feder, insbesondere Gasdruckfeder. Die Gasdruckfeder
bewegt den Schieber beim Hochfahren der Presse in die Ausgangsstellung zurück, wobei
beim Versagen der Gasdruckfeder der Zwangsrückzug den Schieber in die Ausgangsstellung
zurückschiebt. Die Gleitplatten haben zwar keine lebenswichtige Aufgabe für die Funktion
des Schiebers, sie reduzieren jedoch den Verschleiß bzw. können im Verschleißfall
einfach und rasch ausgewechselt werden. Zudem ist ein sogenanntes Lock-out-System
vorhanden, welches den Schieber in der UT-Position, d.h. der Position des Schiebers
im unteren Totpunkt festsetzt.
[0018] Erfindungsgemäß wird anstelle einer Klammer, die das Schieberoberteil und -unterteil
miteinander verbindet eine sogenannte Steckleiste verwendet, welche durch Öffnungen
in den Schieberbettseitenwandungen den Schieber untergreift und im Schieberbett hält.
Hierdurch ist der Kraftübergabebereich optimaler, d. h., dass die Krafteinleitungspunkte
viel weniger weit entfernt sind als bei einem Formschluss mit Führungsklammer, wodurch
engere Toleranzen möglich sind und zudem Toleranzänderungen durch Wärmedehnung verringert
werden. Das Schieberbett wird stabiler und zudem kann eine Kostenreduktion erzielt
werden, da die Gesamtkonstruktion günstiger ist.
[0019] Die erfindungsgemäße Steckleiste verbindet das Schieberbett mit dem Schieber formschlüssig,
wobei die Steckleiste mit Schrauben am Schieberbett befestigt wird. Diese Schrauben
sind nicht bzw. nur sehr gering in einem unerheblichen Umfang belastet.
[0020] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung beispielhaft erläutert. Es zeigen dabei:
- Figur 1:
- eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Keiltriebs in einer Draufsicht;
- Figur 2:
- den Keiltrieb in einer Seitenansicht;
- Figur 3:
- den Keiltrieb in einer Ansicht von vorne;
- Figur 4:
- den Keiltrieb von unten;
- Figur 5:
- eine Seitenansicht des Keiltriebs mit einer eingezeichneten Schnittebene;
- Figur 6:
- einen Querschnitt des Keiltriebs nach Figur 5 in der Schnittebene A-A;
- Figur 7:
- eine Detailvergrößerung aus Figur 6;
- Figur 8:
- Schieberbett und die dazugehörigen Steckleisten in einer Explosionsdarstellung;
- Figur 9:
- die Detailvergrößerung aus Figur 8;
- Figur 10:
- eine perspektivische Explosionsansicht des Schiebers, des Treibers, des Schieberbetts
und der Steckleisten;
- Figur 11:
- eine weitere Explosionsansicht des Schieberbetts und einer Steckleiste;
- Figur 12:
- den Keiltrieb in einer perspektivischen Seitenansicht;
- Figur 13:
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Keiltriebs in einer Draufsicht;
- Figur 14:
- der Keiltrieb nach Figur 13 in einer Seitenansicht;
- Figur 15:
- der Keiltrieb nach Figur 13 in einer Ansicht von vorne;
- Figur 16:
- der Keiltrieb nach Figur 13 von unten;
- Figur 17:
- eine Seitenansicht des Keiltriebs nach Figur 13 mit einer eingezeichneten Schnittebene;
- Figur 18:
- ein Querschnitt des Keiltriebs nach Figur 17 in der Schnittebene A-A;
- Figur 19:
- eine Detailvergrößerung aus Figur 18;
- Figur 20:
- den Keiltrieb nach Figur 13 in einer perspektivischen Explosionsansicht des Schieberbetts
und der Steckleisten;
- Figur 21:
- Detailvergrößerungen aus Figur 20;
- Figur 22:
- eine perspektivische Explosionsansicht des Keiltriebs nach Figur 13 umfassend den
Schieber, den Treiber, das Schieberbett und die dazugehörigen Steckleisten;
- Figur 23:
- eine weitere Explosionsansicht des Keiltriebes nach Figur 13 mit den dazugehörigen
Steckleisten und dem Schieberbett;
- Figur 24:
- den Keiltrieb nach Figur 13 in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 25:
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Keiltriebs in einer Draufsicht;
- Figur 26:
- den Keiltrieb nach Figur 25 in einer Seitenansicht;
- Figur 27:
- den Keiltrieb nach Figur 25 in einer Ansicht von vorne;
- Figur 28:
- den Keiltrieb nach Figur 25 von unten;
- Figur 29:
- eine Seitenansicht des Keiltriebs nach Figur 25 mit einer eingezeichneten Schnittebene;
- Figur 30:
- den Keiltrieb nach Figur 29 in einer Schnittansicht entlang der Schnittebene A-A;
- Figur 31:
- eine Detailvergrößerung aus Figur 30;
- Figur 32:
- den Keiltrieb nach Figur 25 in einer perspektivischen Explosionsdarstellung des Schieberbetts
und der Steckleisten;
- Figur 33:
- zwei Detailvergrößerungen aus Figur 32;
- Figur 34:
- eine perspektivische Explosionsansicht des Keiltriebes nach Figur 25 zeigend den Schieber,
den Treiber, das Schieberbett und die Steckleisten;
- Figur 35:
- den Keiltrieb nach Figur 25 in einer weiteren perspektivischen Explosionsdarstellung
des Schieberbetts und der dazugehörigen Steckleisten;
- Figur 36:
- den Keiltrieb nach Figur 25 in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 37:
- eine weitere Ausführungsform des Keiltriebes in einer Draufsicht;
- Figur 38:
- den Keiltrieb nach Figur 37 in einer seitlichen Ansicht;
- Figur 39:
- den Keiltrieb nach Figur 37 in einer Ansicht von vorne;
- Figur 40:
- den Keiltrieb nach Figur 37 in einer Ansicht von unten;
- Figur 41:
- den Keiltrieb nach Figur 37 mit einer eingezeichneten Schnittebene;
- Figur 42:
- den Keiltrieb nach Figur 41 in einer Schnittdarstellung entlang der Ebene C-C;
- Figur 43:
- eine Detailvergrößerung aus Figur 42;
- Figur 44:
- den Keiltrieb nach Figur 42 in einer perspektivischen Explosionsdarstellung des Schieberbetts
mit den Steckleisten;
- Figur 45:
- eine Detailvergrößerung aus Figur 44;
- Figur 46:
- eine weitere Explosionsdarstellung des Keiltriebes nach Figur 37 mit dem Schieberbett
und den dazugehörigen Steckleisten;
- Figur 47:
- eine Detailvergrößerung aus Figur 46;
- Figur 48:
- den Keiltrieb nach Figur 37 in einer Explosionsdarstellung zeigend den Schieber, den
Treiber, das Schieberbett und die dazugehörigen Steckleisten;
- Figur 49:
- eine weitere Explosionsdarstellung des Keiltriebs nach Figur 37 zeigend das Schieberbett
und die dazugehörigen Steckleisten;
- Figur 50:
- den Keiltrieb nach Figur 37 in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 51:
- ein Schieberbett nach dem Stand der Technik für Klammern;
- Figur 52:
- ein erfindungsgemäßes Schieberbett;
- Figur 53:
- ein Schieberbett nach dem Stand der Technik in einer Seitenansicht;
- Figur 54:
- ein Schieberbett nach der Erfindung in einer Seitenansicht.
[0021] Ein erfindungsgemäßer Keiltrieb 1 besitzt ein Schieberbett 2, einen Schieberkeil
3 und einen Treiber 4 als Hauptbestandteile.
[0022] Das Schieberbett 2 ist ein kastenförmiges Bauteil mit einer Oberseitenwandung 6,
davon sich orthogonal wegerstreckenden Seitenwandungen 7, einer vorderen Stirnwandung
8 und einer Rückseitenwandung 9. Die Stirnwandung 8 und die Rückseitenwandung 9 verlaufen
parallel zueinander und orthogonal zur Oberseitenwandung 6 während die Seitenwandungen
7 senkrecht bzw. orthogonal zur Oberseitenwandung 6 und zur Stirnwandung 8 und Rückseitenwandung
9 verlaufen.
[0023] In der Oberseitenwandung 6 ist zur Anpassung des Schieberbetts in ein Werkzeug eine
Passfeder 10 vorhanden, welche langgestreckt quaderförmig ausgebildet ist und in einer
entsprechenden Passfedernut 11 in der Oberseitenwandung 6 angeordnet ist.
[0024] Parallel zur Oberseitenwandung 6 und im rechten Winkel zu den Seitenwandungen 7 und
zur Rückseitenwandung 9 erstreckt sich eine untere Wandung 12 von einer gemeinsamen
Kante mit der Rückseitenwandung 9 weg.
[0025] Die Stirnwandung 8 erstreckt sich von der Oberseitenwandung 6 über etwa ¼ der Erstreckung
der Rückseitenwandung 9 parallel zur Rückseitenwandung 9. Von der Stirnseitenwandung
8 aus erstreckt sich parallel zur Oberseitenwandung 6 und senkrecht zu den Seitenwandungen
7 eine Stirnunterseitenwandung 13 über etwa ein 1/6 der Länge der Oberseitenwandung
zur Rückseitenwandung 9 hin. Die von der Rückseitenwandung 9 abgewandte Kante der
Unterseite 12 und der von der Stirnwandung 8 abgewandten Kante der Stirnunterseite
13 werden von freien, schräg zur Oberseite 6 verlaufenden Kanten 14 der Seitenwandungen
7 verbunden.
[0026] Im Bereich der freien Längskanten der Seitenwandungen 7 zwischen den Wandungen 12,
13 erstreckt sich eine Ausnehmung 15 in das Schieberbett 2 hinein. Die Ausnehmung
verläuft ein Stück parallel zu den Seitenwandungen 7 und endet mit einer dachförmigen
Fläche 16.
[0027] In die dachförmige Fläche 16 sind Nuten 17 eingebracht, welche länglich rechteckförmig
sind. In die Nuten 17 sind Gleitelemente 18 eingebracht die ebenfalls länglich rechteckig
quaderförmig ausgebildet sind und mit je einer Gleitfläche 19 über die Nuten 17 und
die dachförmige Fläche 16 vorstehen.
[0028] Benachbart zur Stirnwandung 8 und zur Rückseitenwandung 9 sind in der Oberseitenwandung
6 des Schieberbetts 2 je drei Bohrungen vorhanden, wobei die Bohrungen in ihrer Aufeinanderfolge
parallel zur Stirnseitenwandung 8 bzw. Rückseitenwandung 8 in deren Nähe angeordnet
sind und die Bohrungen orthogonal zur Oberseite 6 durchgehend ausgeführt sind. Die
äußeren Bohrungen 22 dienen hierbei als Anschraubbohrungen für das Schieberbett 2
an einem Werkzeugoberteil während die mittleren Bohrungen 23 Stiftbohrungen sind,
die in an sich bekannter Weise verwendet werden.
[0029] Benachbart zu den freien Längskanten 14 der Seitenwandungen 7 sind flache Nuten 25
eingebracht, welche sich in etwa über die Hälfte der Stärke der Seitenwandung 7 im
Bereich der Ausnehmung 15 in die Seitenwandung 7 hineinerstrecken. Diese Nuten sind
länglich, rechteckförmig ausgebildet und erstrecken sich im Bereich der unteren Wandung
12 etwas über die freien Längskanten 7 hinaus und im Bereich der Stirnseitenunterwandung
13 ebenfalls ein Stück über die freien Längskanten 14 von 7 heraus.
[0030] Entlang der Längsmitte der Nut 25 sind drei Lageröffnungen 26 vorgesehen, welche
länglich rechteckig mit abgerundeten Kanten ausgebildet sind und sich mit ihrer Längserstreckung
entlang der Längserstreckung der Nut 25 erstrecken. Zudem sind im Bereich des Nutbodens
noch bezüglich der Aneinanderreihung von Lageröffnungen 26 diametral gegenüberliegend
Montagebohrungen 27 vorhanden.
[0031] Die Nuten 25 und die Lageröffnungen 26 sind zur Aufnahme von Steckleisten 30 bestimmt,
deren Funktionsweise später erläutert wird.
[0032] Die Steckleiste 30 ist ein länglich, plattenförmiges Element mit einer Außenseite
31, einer Innenseite 32, Längsseitenkanten 33 und Stirnkanten 34.
[0033] Die Steckleiste 30 besitzt dabei eine Längserstreckung die etwas geringer ist als
die Längserstreckung der Nuten 25 und im Bereich der Stirnkanten 34 etwas benachbart
hierzu und entlang der Längsmitte jeweils ein Langloch 35 besitzt, welches dazu dient,
die Steckleiste 30 mit je einem Schraubbolzen durch die Montagebohrungen 27 in der
Nut 25 längsverschieblich anzuordnen.
[0034] Auf der Innenseite 32 der Steckleiste 30 sind bezüglich der Längserstreckung hintereinander
Lagernocken 36 angeordnet. Die Lagernocken sind kasten- bzw. quaderförmige Elemente
mit einer Breite an der Basis die in etwa der Breite der Lageröffnungen 26 entspricht
oder etwas geringer ist und einer Länge, entlang der Längserstreckung der Steckleisten
30 die geringer ist als die Längserstreckung der Lageröffnungen 26 um eine Längsverschieblichkeit
zu gewährleisten. Die Lagernocken 36 besitzen beabstandet von der Innenseite 32 je
eine Abschrägung 37 auf jeder Breitseitenfläche, wobei die Abschrägungen 37 gleichsinnig,
d. h. parallel zueinander ausgeführt sind. Somit verbleibt an den Lagernocken 36 benachbart
zur Innenseite 32 eine Grundfläche mit einer Höhe, die in etwa der Dicke der Seitenwandung
7 im Bereich der Nut 25 entspricht um die Lagernocken aufzunehmen. Eine im eingesetzten
Zustand der Steckleiste zur freien Längskante 14 weisende Längskante 38 bildet zusammen
mit einer zur Lagernocke 36 gewandten Längskante der Öffnung 26 ein erstes Lager aus.
Die der Längskante 38 abgewandte Abschrägung 37 bildet ein Auflager für den noch zu
beschreibenden Schieberkeil 3.
[0035] In montiertem Zustand liegt die Steckleiste 30 mit ihrer Innenseite 32 auf dem Nutboden
der Nut 25 auf, wobei die Lagernocken 36 die Öffnungen 26 durchgreifen und mit den
Bereichen, die Schrägen 37 besitzen, nach innen in die Öffnung über die Seitenwandung
7 vorstehen.
[0036] Der Schieberkeil 3 ist ebenfalls ein kastenförmiges Bauteil mit einer Breite, die
in etwa der Breite des Schieberbetts 2 entspricht. Der Schieberkeil 3 besitzt eine
Rückseitenwandung 40 und senkrecht hierzu sich von der Rückseitenwandung 40 wegerstreckende
Seitenwandungen 41. Zudem besitzt der Schieberkeil 3 eine die Rückseitenwandung 40
und die Seitenwandungen 41 verbindende, schmale Oberseitenwandung 42. Die Oberseitenwandung
42 erstreckt sich hierbei ein Stück senkrecht zur Rückseitenwandung 40 und erstreckt
sich dann ein schmales Stück mit einem Knick 43 aufwärts. Zudem besitzt der Schieberkeil
3 eine Bodenwandung 44, welche sich senkrecht zur Rückseitenwandung 40 und zu den
Seitenwandungen 41 von der Rückseitenwandung 40 wegerstreckt, über eine, von der Rückseitenwandung
40 aus gesehene doppelte Länge der Oberseitenwandung 42. Von der Bodenwandung 44 erstreckt
sich zur Rückseitenwandung 40 parallel eine kurze, vordere Wandung 45, welche an einer
Knickkante 46 in eine schräge Fläche 47 übergeht, die sich bis zur Oberseitenwandung
42 erstreckt und diese mit der Bodenwandung 44 verbindet. Zentral mittig entlang der
Längserstreckung der schrägen Fläche 47 ist eine im Querschnitt pfeilförmige Schiene
48 einstückig ausgebildet. Diese pfeilförmige Schiene 48 besitzt somit einen sich
von der schrägen Fläche 47 weg erstreckenden Basissteg 49 und darauf im Querschnitt
bzw. in der Ansicht dachförmiges Element 50. Dieses dachförmige Element 50 bildet
somit zwei schräge Dachflächen 51 mit Seitenflächen 52 aus. Zwischen den Seitenflächen
52 und der schrägen Fläche 47 wird durch den Steg 49 das dachförmige Element 50 und
die schräge Fläche 47 je eine Nut 53 ausgebildet. Die dachförmige Fläche 50 besitzt
dabei eine Breite die geringer ist als die Breite des Schieberkeils 3.
[0037] Im Bereich des Steges 49 ist entlang der Längserstreckung der im Querschnitt pfeilförmigen
Schiene 48 eine an sich bekannte Gasdruckfeder 54 angeordnet, die über das Element
48 im Bereich der Oberseitenwandung 42 hinaus steht.
[0038] Die im Querschnitt pfeilförmige Schiene 48 bzw. das dachförmige Element 50 und damit
die schrägen Dachflächen 51 haben eine, zur Öffnung 16 bzw. zu den Gleitelementen
18 und der Nut 16 korrespondierende Form, so dass beim Einstecken des Schieberkeils
3 in Schieberbett 2 die Flächen 51 an den Gleitflächen 18 anliegen. Bei montierten
Steckleisten 30 hintergreifen die die schrägen Flächen 37 die Nuten 53 und liegen
im Bereich der Flächen 52 unterseitig am Dachelement 50 an, so dass der Schieberkeil
3 am Schieberbett 2 gehalten wird. Die der Unterseite 55 des dachförmigen Elements
im Bereich der Nut zugewandte schräge Fläche 37 und die Fläche 55 bilden das zweite
Lager mit dem, im Zusammenwirken mit dem ersten Lager zwischen der Öffnung 26 und
der Kante 38 der Schieberkeil 3 im Schieberbett 2 gelagert wird. Die Lagerung erfolgt
hierbei entlang der Lagernocken längsverschieblich, wobei die Gasdruckfeder den Schieberkeil
in eine Ausgangsposition bewegend angeordnet ist.
[0039] In der Bodenwandung 44 ist eine dachförmige Fläche 57 eingebracht die sich über die
Längserstreckung der Bodenfläche 44 von deren Seitenkanten mit den Seitenflächen 41
gleich beabstandet erstreckt.
[0040] In die dachförmige Fläche 57 sind beidseits eines Scheitelpunktes oder Scheitelbereichs
sich längs erstreckende Nuten 58 eingebracht in die entsprechend ausgebildete Gleitelemente
59 eingesetzt sind, welche sich jeweils etwas über die Nuten 58 hinaus vorstehen.
[0041] In Verlängerung der Seitenwandungen 41 in etwa in der Längsmitte der Seitenwandungen
41 steht über die Bodenwandung 44, die Seitenwandungen 41 verlängernd je ein an sich
bekannter Zwangsrückholer über, der sich ein Stück von der Bodenwandung weg erstreckt
und hakenartig mit einem nach innen bzw. parallel zur Bodenwandung 44 weisenden Hakenschenkel
ausgebildet ist.
[0042] Zudem umfasst der Keiltrieb 1 den sogenannten Treiber 4. Der Treiber 4 ist ebenfalls
ein kastenartiges langgestrecktes Bauteil mit einer Bodenwandung 63 als Aufstanzfläche,
zwei Stirnseitenwandungen 64, 65 die zueinander parallel und zur Bodenwandung orthogonal
angeordnet sind und zwei Seitenwandungen 66 die senkrecht zur Bodenwandung und zu
den Stirnwandungen verlaufen.
[0043] Der Treiber 4 besitzt eine zur Bodenwandung 63 schräg und insbesondere leicht abfallende
Deckenwandung 67 die bezüglich ihrer Längserstreckung mit zu den Seitenwandungen 66
abfallenden schrägen Flächen 68 dachartig ausgebildet ist und korrespondierend zu
der dachförmigen Fläche 57 in der Bodenwandung 44 des Schieberkeils 3 ausgebildet
ist, so dass in zusammengesetztem Zustand die Flächen 68 an den Gleitelementen 59
anliegen.
[0044] In etwa quermittig der Seitenwandungen 66 ist ein nach außen weisender Vorsprung
69 angeordnet, benachbart zur gemeinsamen Kante der Seitenwandungen 66 und Deckenwandung
67, welcher mit dem Zwangsrückholer 60 zusammenwirkend ausgebildet ist und zwar in
der Weise, dass bei einer Verschiebung des Schieberkeils 3 auf dem Treiber 4 derart,
dass der Schieberkeil 3 auf der Schräge nach unten läuft, der Zwangsrückholer 60 den
Vorsprung 69 umgreift und somit den Schieberkeil am Treiber gegen Auseinanderzug voneinander
koppelt. Die Kopplung findet zwangsweise so lange statt, bis der Schieber seinen Hub
zurück gefahren hat. Dann erst öffnet sich die Kopplung.
[0045] In der Bodenwandung 63 des Treibers 4 sind zudem Anschraubbohrungen 70 und Stiftbohrungen
für ein Unterteil 71 angeordnet. Somit können das Schieberbett 2 an einem Werkzeugoberteil
und der Treiber an einem Werkzeugunterteil befestigt werden während der Schieberkeil
3 sowohl entlang der Gleitelemente 18 als auch entlang der Gleitelemente 59 verschieblich
ist.
[0046] Erfindungswesentlich ist, dass der Schieberkeil 3 am Schieberbett 2 über die Steckleisten
30 gehalten wird, wobei erfindungsgemäß die verschiebliche Kopplung dadurch herbeigeführt
wird, dass die Nut 53 in den Lagernocken 36 läuft, wobei die Lagernocken 36 sich wiederum
in Öffnungen in der Seitenwand 7 des Schieberbetts 2 abstützt. Hierdurch wird im Gegensatz
zu Keiltrieben mit Klammern die Entfernung zwischen den unterschiedlichen Krafteinleitungspunkten
- bei der Erfindung sind dies das erste und zweite Lager - sehr stark verkürzt, so
dass sehr enge Toleranzen möglich sind und sich wärmebedingte Dehnungen in erheblich
geringerem Masse auswirken.
[0047] Zudem erlaubt diese erfindungsgemäße Ausführungsform auch eine erhöhte Stabilität
und Standfestigkeit eines Keiltriebes.
[0048] Darüber hinaus ist von Vorteil, dass der Einsatz von Lagerbronze, welche im Gegensatz
zum Gussmaterial relativ teuer ist, verringert wird und zudem je nach Ausführung der
Steckleiste und der schrägen Flächen 37 der Steckleisten 30 die Steckleisten bei Verschleiß
nicht nur in Längsrichtung nachgeschoben werden können, sondern auch von der rechten
zur linken Seite und umgekehrt getauscht werden können, da deren "unverbrauchten"
schrägen Flächen 37 eingesetzt werden können. Hierfür ist allerdings Voraussetzung,
dass die Steckleisten symmetrisch ausgebildet sind.
[0049] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform (Figuren 13 bis 24) ist die Nut
25 verbreitert ausgebildet, wobei die Montagebohrungen 35 der Steckleiste 30 zu den
Lagernocken 36 seitlich versetzt angeordnet sind und im Querschnitt die Steckleisten
30 mit den Lagernocken 36 einen in etwa L-förmigen Querschnitt ergeben (Figuren 18,
19).
[0050] Die Funktion der Lagernocken 36 selbst ist jedoch dieselbe wie in der vorhergehenden
Ausführungsform lediglich die Befestigungspunkte der Steckleisten 30 an dem Schieberbett
2 sind aus dem Bereich der Öffnung 16 in den massiven Teil des Schieberbetts 2 verlagert.
Ansonsten gilt das zur ersten Ausführungsform dargelegte.
[0051] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform (Figuren 25 bis 36) sind die Funktionen
im Wesentlichen gleich zu den vorherigen Ausführungsformen, so dass das hierzu gesagte
gilt bis auf die nachfolgend beschriebenen Unterschiede.
[0052] Bei dieser Ausführungsform wird die Nut 25 benachbart zu den Öffnungen 26 und zwischen
den Öffnungen 26 und der freien Kante 14, der Seitenwandung 7 von einem Steg 28 begrenzt
bzw. ist in diesem Bereich die Seitenwandung 7 voll ausgebildet. Von dem Steg 28 erstreckt
sich zum Nutinneren der Nut 25 hin zwischen den Öffnungen 26 je ein Steg 29 in dessen
Bereich ebenfalls das Wandmaterial eine, insbesondere gleiche Wandstärke hat wie die
Seitenwand 7 im Bereich der Öffnung 16. Hierdurch wird der Kraftaufnahmebereich, insbesondere
des ersten Lagers stärker stabilisiert.
[0053] Um eine entsprechende Steckleiste 30 hier anordnen zu können, ist die Steckleiste
30 breiter ausgebildet als die Stege 29 lang sind und besitzt insbesondere eine grundsätzliche
Grundform wie in der zuvor beschriebenen Ausführungsform. Die Aussparungen 39 in der
Steckleiste 30 zur Aufnahme der Stege 29 sind insbesondere etwas tiefer und etwas
breiter ausgebildet als die Stege 29 um eine Längsverschieblichkeit der Steckleiste
30 trotz vorhandener Stege 29 zu gewährleisten.
[0054] Bei dieser Ausführungsform ist somit insbesondere der Bereich zwischen den Lageröffnungen
26 durch das das Schieberbett 2 ausbildende Material verstärkt.
[0055] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform (Figuren 41 bis 50) sind die Grundbauteile
und deren Funktionen im Wesentlichen identisch, jedoch wird hierbei eine Verschleißkompensation
der Gleitflächen zwischen Schieberbett 2 und Schieberkeil 3 bzw. Flächen 37 der Steckleiste
und Flächen 55 des Schieberkeils nicht dadurch erzeugt, dass durch die schrägen Flächen
37 der Nocken 36 einerseits und das Verschieben der Steckleiste 30 und andererseits
der Verscheiß ausgeglichen wird, sondern die gesamte Steckleiste in ihrer Orientierung
zu den Seitenwandungen 7 so verschoben wird, dass die Nocken 36 auf die Flächen 55
des Schieberkeils 3 zubewegt werden.
[0056] Bei dieser Ausführungsform ist ein Steg 28 vorhanden, wobei der Steg 28 mit seiner
zur Nut gewandten Fläche nicht parallel zur Kante 14 verläuft, sondern im Bereich
der Öffnungen 26 Steigungen 28b besitzt, die mit Stufen 28a zur nächsten Steigung
28b im Bereich der nächsten Lageröffnung 26 abfallen.
[0057] Die Steckleiste 30 verfügt entlang einer Längskante 33b über korrespondierende schräg
verlaufende Flächen 33b die mit Stufen 33a, die im montierten Zustand den Stufen 28a
gegenüberliegen zur nächsten Steigung abfallen.
[0058] Die Lageröffnungen 26 sind gegenüber der Kante 14 ebenfalls entsprechend der Steigung
der Steigungsbereiche 28b leicht verkippt, so dass beim Verschieben der Steckleiste
30 die Nocken 36 entsprechend der Schräge näher an die dachförmige Fläche 16 verschoben
werden, was bei montiertem Schieberkeil 3 bedeutet, dass das verschleißbedingte Spiel
ausgeglichen wird.
[0059] Die Flächen 37 der Nocken 36 können hierbei ebenfalls entsprechend der Verläufe der
Schrägen 28b angeschrägt sein, wodurch die Bewegung der Nocken 36 auf die dachförmige
Fläche 36verstärkt wird. Alternativ können die schrägen Flächen 37 aber auch so ausgebildet
sein, dass die Schräge entgegen der Schräge der Flächen 28b verläuft, so dass die
Flächen 37 mehr und insbesondere vollflächig an den Flächen 55 anliegen.
[0060] Was wiederum bedeutet, dass es möglich ist, den Verschleiß zwischen den Flächen 37
und 55 durch das vollflächige Anliegen weiter zu verringern.
[0061] Wie in Figur 42 und 43 ersichtlich ist, werden die Gleitelemente 18 mittels Schraubverbindung
in den entsprechenden Nuten gehalten, wobei entsprechende Gewindebohrungen 18a im
Schieberbett 2 vorhanden sind.
[0062] Bei allen Ausführungsformen können Stellschrauben am Schieberbett 2 vorhanden sein,
welche durch Einschrauben entlang der Längserstreckung der Steckleisten 30 und auf
eine Stirnkante der Steckleisten 30 einwirkend, die Steckleiste 30 verschieben können,
wobei Bolzen, die durch die Langlöcher 35 in den Montagebohrungen 27 eingeschraubt
angeordnet sind, die Steckleisten 30 am Schieberbett 2 festlegen können. Um ggf. die
Stellschraube (nicht gezeigt) zum Verschieben der Steckleisten 30 zu entlasten und/oder
die Festlegung der Steckleisten in montiertem Zustand zu erleichtern kann die Steckleiste
innenseitig mit einer feinen Zahnung oder Rippung oder einer vergleichbaren Oberflächenbearbeitung
versehen sein, um die Gleitreibung nach Anzug der Montageschrauben erheblich zu erhöhen,
wobei selbstverständlich auch der Nutboden über eine entsprechende Oberflächenbearbeitung
verfügen kann.
[0063] Die Vorteile der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik sind anhand des Schieberbetts
2 auch in den Figuren 51 bis 54 zu sehen. Bei einem herkömmlichen Klammerschieber
ist das Schieberbett relativ offen gestaltet, wobei eine Klammer seitlich aufgesetzt
wird die klauenartig in Nuten des Schieberkeils eingreift. Diese Klammer wird wiederum
am Schieberbett verschraubt.
[0064] Beim erfindungsgemäßen Schieberbett 2 (Figuren 52 bis 54) sind die Seitenwandungen
7 weit über die dachförmige Fläche des Schieberbetts 2 hinausgezogen und dienen als
Führung des Schieberkeils 3, wobei dadurch, dass die weitergezogenen Seitenwandungen
aus dem sehr stabilen Material des Schieberbetts 2 bestehen, eine hohe Stabilität
gegeben ist. Somit kann die Aufgabe der Steckleisten 30 auf den eigentlichen Zweck,
nämlich das Andrücken und Halten des Schieberkeils 3 am Schieberbett 2 reduziert werden,
was auch einen erheblichen verminderten Einsatz von Lagerbronze bedeutet.
[0065] Auch wenn die Erfindung anhand eines oben hängenden Schiebers erläutert wurde, ist
sie nicht hierauf beschränkt. Die Erfindung ist mit gleichem Erfolg selbstverständlich
auch auf unten laufende Schieber anwendbar.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Keiltrieb
- 2
- Schieberbett
- 3
- Schieberkeil
- 4
- Treiber
- 6
- Oberseite von 2
- 7
- Seitenwandung von 2
- 8
- Stirnwandung von 2
- 9
- Rückseitenwandung von 2
- 10
- Passfeder
- 11
- Passfedernut
- 12
- untere Wandung
- 13
- Stirnseitenwandung
- 14
- freie Längskante von 7
- 15
- Ausnehmung
- 16
- dachförmige Fläche
- 17
- Nuten
- 18
- Gleitelemente
- 19
- Gleitfläche
- 22
- Anschraubbohrungen
- 23
- Stiftbohrung
- 25
- Nut
- 26
- Lageröffnungen
- 27
- Montagebohrung/Stiftlöcher
- 30
- Steckleisten
- 31
- Außenseite von 30
- 32
- Innenseite von 30
- 33
- Längskante von 30
- 34
- Stirnkante von 30
- 35
- Langloch von 30
- 36
- Lagernocken von 30
- 37
- Abschrägung
- 38
- Längskante
- 40
- Rückseitenwandung von 3
- 41
- Seitenwandung von 3
- 42
- Oberseitenwandung von 3
- 43
- Knickkante in 42
- 44
- Bodenwandungen
- 45
- kurze, vordere Wandung
- 47
- schräge Fläche
- 48
- pfeilförmige Schiene
- 49
- Basissteg
- 50
- dachförmiges Element
- 51
- Dachfläche
- 52
- Seitenfläche
- 53
- Nut
- 54
- Gasdruckfeder
- 55
- Lagerfläche v. 50
- 57
- dachförmige Fläche in 44
- 58
- Nuten
- 59
- Gleitelemente
- 60
- Zwangsrückholer
- 63
- Bodenwandung von 4
- 64
- Stirnwandung von 4
- 65
- Stirnwandung von 4
- 66
- Seitenwandungen
1. Keiltrieb (1) zur Umlenkung einer vertikalen Presskraft umfassend zumindest ein Schieberbett
(2), einen Schieberkeil (3) und einen Treiber (4) dadurch gekennzeichnet, dass zur verschieblichen Kopplung des Schieberkeils (3) im Schieberbett (2) zumindest
eine Lagernocke (36) vorhanden ist, wobei die Lagernocke (36) zumindest eine Lageröffnung
(26) in einer Seitenwand (7) des Schieberbetts (2) von außen durchgreift und in einer
Ausnehmung im Schieberkeil (3) eingreift, wobei sich der Schieberkeil (3) auf der
Lagernocke (36) und die Lagernocke (36) auf einer die Lageröffnung (26) begrenzenden
Wandung abstützt.
2. Keiltrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Lagernocken (36) auf einer plattenartigen Steckleiste (30) angeordnet
sind und die Steckleiste (30) außenseitig an einer Seitenwand (7) anliegend angeordnet
ist und die Lagernocke (36) je eine Lageröffnung (26) durchgreift und nach innen in
eine Öffnung (16) des Schieberbetts (2), in der der Schieberkeil (3) hineinragt, vorstehen
und in eine Lagernut (53) des Schieberkeils (3) eingreifen.
3. Keiltrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Steckleisten (30) vorhanden sind, die an gegenüberliegenden Seitenwandungen
diametral gegenüberliegend in Lagernuten (53) des Schieberkeils (3) eingreifen.
4. Keiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagernocken (36) in den Lageröffnungen (26) längsverschieblich angeordnet sind.
5. Keiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagernocken (36) an gegenüberliegenden bzw. abgewandten Seiten über Lagerflächen
(38) verfügen, die an Wandungen der Lageröffnungen (26) anliegen und zudem direkt
benachbart gegenüberliegend bzw. an einer abgewandten Seiten der Lagernocken (36)
Lagerflächen (37) für das Lagern des Schieberkeils (3) vorhanden sind.
6. Keiltrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen (38) parallel zueinander ausgerichtet sind und die Flächen (37) parallel
zueinander ausgerichtet sind, wobei benachbarte Flächen (37, 38) zueinander gewinkelt
angeordnet sind.
1. A wedge drive (1) for converting a vertical pressing force, including at least one
slider bed (2), one slider wedge (3), and one driver (4), characterized in that in order to provide a movable coupling of the slider wedge (3) in the slider bed
(2), at least one bearing lug (36) is provided; the bearing lug (26) reaches through
at least one bearing opening (26) in a side wall (7) of the slider bed (2) from the
outside and engages in a recess in the slider wedge (3); the slider wedge (3) is supported
on the bearing lug (36) and the bearing lug (36) is supported on a wall delimiting
the bearing opening (26).
2. The wedge drive as recited in claim 1, characterized in that several bearing lugs (36) are situated on a plate-like connector strip (30) and the
connector strip (30) is situated resting against the outside of a side wall (7) and
the bearing lugs (36) each reach through a respective bearing opening (26) and protrude
inward into an opening (16) of the slider bed (2) into which the slider wedge (3)
extends, and engage in a bearing groove (53) of the slider wedge (3).
3. The wedge drive as recited in claim 1 or 2, characterized in that there are two connector strips (30) that engage in diametrically opposing fashion
in bearing grooves (53) of the slider wedge (3) situated on opposing side walls.
4. The wedge drive as recited in one of the preceding claims, characterized in that the bearing lugs (36) are arranged in longitudinally movable fashion in the bearing
openings (26).
5. The wedge drive as recited in one of the preceding claims, characterized in that on opposite sides facing away from each other, the bearing lugs (36) have bearing
surfaces (38), which rest against walls of the bearing openings (26), and bearing
surfaces (37) for supporting the slider wedge (3) are also provided directly adjacent
to these bearing surfaces, on opposite sides of the bearing lugs (36) facing away
from each other.
6. The wedge drive as recited in one of the preceding claims, characterized in that the surfaces (38) are oriented parallel to each other, the surfaces (37) are oriented
parallel to each other, and adjacent surfaces (37, 38) are situated at an angle to
each other.
1. Mécanisme à coin (1) pour dévier une force de pressage verticale, comprenant au moins
un sommier de coulisseau (2), un coin de coulisseau (3) et un élément d'entraînement
(4), caractérisé en ce que, pour le couplage en déplacement du coin de coulisseau (3) dans le sommier de coulisseau
(2) il est prévu au moins une came de montage (36), ladite came de montage (36) traversant
au moins une ouverture de montage (26) dans une paroi latérale (7) du sommier de coulisseau
(2) depuis l'extérieur et s'engageant dans un évidement dans le coin de coulisseau
(3), dans lequel le coin de coulisseau (3) s'appuie sur la came de montage (36) et
la came de montage (36) s'appuie sur une paroi délimitant l'ouverture de montage (26).
2. Mécanisme à coin selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une pluralité de cames de montage (36) sont agencées sur une barrette enfichable (30)
semblable à une plaque, et la barrette d'enfichage (30) est agencée de manière à s'appliquer
du côté extérieur contre une paroi latérale (7), et les cames de montage (36) traversent
une ouverture de montage respective (26) et dépassent vers l'intérieur dans une ouverture
(16) du sommier de coulisseau (2) dans laquelle pénètre le coin de coulisseau (3),
et s'engagent dans une gorge de montage (53) du coin de coulisseau (3).
3. Mécanisme à coin selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est prévu deux barrettes enfichables (30), lesquelles s'engagent dans des gorges
de montage (53) du coin de coulisseau (3) de façon diamétralement opposée sur des
parois latérales opposées.
4. Mécanisme à coin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les cames de montage (36) sont agencées avec possibilité de déplacement longitudinal
dans les ouvertures de montage (26).
5. Mécanisme à coin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les cames de montage (36) disposent, sur des côtés opposés ou des côtés détournés,
de surfaces de montage (38) qui sont appliquées contre des parois des ouvertures de
montage (26), et en ce qu'il est en outre prévu, pour le montage du coin de coulisseau (3), des surfaces de
montage (36) opposées directement voisines ou sur des côtés détournés des cames de
montage (36).
6. Mécanisme à coin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les surfaces (38) sont orientées parallèlement les unes aux autres, et les surfaces
(37) sont orientées parallèlement les unes aux autres, dans lequel des surfaces voisines
(37, 38) sont agencées sous un angle l'une par rapport à l'autre.