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(11) |
EP 2 358 486 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.03.2014 Patentblatt 2014/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.08.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/005941 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/057545 (27.05.2010 Gazette 2010/21) |
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WAGEN UND VERFAHREN ZUM TRANSPORTIEREN EINER ANTRIEBSSPINDEL FÜR EINE WALZE EINES
WALZGERÜSTES
CAR AND METHOD FOR TRANSPORTING A DRIVE SPINDLE FOR A ROLLER OF A ROLL STAND
CHARIOT ET PROCÉDÉ DE TRANSPORT D'UNE BROCHE D'ENTRAÎNEMENT POUR UN CYLINDRE D'UNE
CAGE DE LAMINOIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
19.11.2008 DE 102008057926
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.08.2011 Patentblatt 2011/34 |
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Patentinhaber: SMS Siemag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- JUNG, Eckehard
57223 Kreuztal (DE)
- GRIMMEL, Rüdiger
57250 Netphen (DE)
- MÜNCHOW, Nikolas
57234 Wilnsdorf (DE)
- SUNDERMANN, Christoph
57271 Hilchenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 602 655 JP-A- 62 227 512
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JP-A- 55 094 714
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Wagen zum Transportieren von mindestens einer Antriebsspindel
für eine Walze eines Walzgerüstes und ein Verfahren zum Betreiben des Wagens.
[0002] Derartige Wagen sind im Stand der Technik grundsätzlich bekannt. So ist aus der deutschen
Offenlegungsschrift
DE 26 02 655 ein Verfahren und eine Vor richtung zum Einsetzen bzw. Entnehmen einer Antriebsspindel
eines Walzwerkständers bekannt. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die
Spindel nach dem Entfernen der Arbeitswalzen aus dem Walzwerkständer durch einen Schlitten
unterstützt durch das Fenster des Walzwerkständers von der Antriebsseite auf die Bedienseite
und umgekehrt transportiert wird. An dem Schlitten ist ein Auslegearm schwenkbar angeordnet
und die Antriebsspindeln werden für den Transport mit Hilfe von Schlaufen an den Austegearm
angehangen. Die Vorrichtung gemäß dieser Offenlegungsschrift baut deshalb recht hoch,
zumindest höher als die Antriebsspindeln angeordnet sind.
[0003] Aus der japanischen Veröffentlichung
JP 55 094 714 offenbart einen Transportwagen zum Wechseln von Spindeln für die Arbeitswalzen eines
Walzgerüstes. Der Transportwagen ist auf Schienen in Walzrichtung durch den Walzenständer
verfahrbar. Der Wagen umfasst ein Transportgerüst, in dem die obere Antriebsspindel
von oben und die untere Antriebsspindel von unten gehalten werden. Der Wagen wird
ggf. zusammen mit den Spindeln über einen Seilzug durch Walzgerüst hindurch verfahren.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen alternativen Wagen und ein alternatives
Verfahren zum Transportieren einer Arbeitsspindel für eine Walze eines Walzgerüstes
bereit zu stellen.
[0005] Diese Aufgabe wird vorrichtungstechnisch durch den Gegenstand des Patentanspruchs
1 gelöst. Demnach ist der Wagen dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen als Hubwagen
mit einer ersten Trägereinrichtung und einer ersten Antriebseinheit ausgebildet ist,
wobei die erste Antriebseinheit zum Anheben oder Absenken der ersten Trägereinrichtung
ggf. mit der Antriebsspindel relativ zu einer Neutralstellung dient.
[0006] Die Neutralstellung im Sinne der Erfindung bezeichnet diejenige Stellung von erster
und/oder zweiter Trägereinrichtung in welcher die Gesamthöhe des Wagens mit den beiden
Trägereinrichtung minimal, d.h. der Wagen möglichst flach ist. Ein Anheben oder Absenken
von auch nur einer der Trägereinrichtungen führt zu einer Vergrößerung der Gesamthöhe
des Wagens.
[0007] Der beanspruchte Wagen ist so flach gebaut, dass er unter die Antriebsspindel verfahrbar
ist. Die beanspruchte Ausbildung als Hubwagen mit einer ersten Trägereinrichtung ermöglicht
vorteilhafterweise das Anheben der Trägereinrichtung direkt unter die Antriebsspindel,
so dass diese ohne die Zuhilfenahme eines Krans direkt auf der Trägereinrichtung abgelegt
und mit dem Wagen abtransportiert werden kann.
[0008] Für die spätere Montage einer neuen bzw. überhotten Antriebsspindel zwischen das
Walgerüst und die Antriebseinrichtung für das Walzgerüst, insbesondere ein Kammwalzengetriebe,
erfolgt die Abfolge der Schritte in umgekehrter Reihenfolge: Zunächst wird die Antriebsspindel
auf der Trägereinrichtung in den Bereich zwischen Walzgerüst und Kammwalzengetriebe
transportiert. Dort wird sie mit Hilfe des Hubwagens bzw. der anhebbaren Trägereinrichtung
auf die jeweils erforderliche Höhe angehoben, um dort an das Kammwalzengetriebe und
an Spindelaufnahmen an dem Walzgerüst angekoppelt zu werden.
[0009] Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel weist der Wagen eine zweite Trägereinrichtung
auf, welche in die erste Trägereinrichtung 110 integriert und zusammen mit der ersten
Trägereinrichtung 110 gegenüber der Neutralstellung absenkbar und anhebbar ist. Das
Vorsehen von zwei - auch relativ zueinander - höhenverstellbaren Trägereinrichtungen
hat den Vorteil, dass auch größere Höhen, auf welche die Trägereinrichtungen zur Aufnahme
der Arbeitsspindeln angehoben werden müssen, mit Hilfe des Hubwagens erreichbar sind,
ohne dass der Hubwagen dabei Einbußen an seiner flachen Bauweise hinnehmen müsste,
d. h. mit größere Mindesthöhe ausgebildet werden müsste.
[0010] Die zweite Trägereinrichtung mit der zweiten Antriebseinheit ist vorzugsweise von
der Höhe her voll in die ursprüngliche Höhe des Hubwagens bzw. in die erste Trägereinrichtung
integriert.
[0011] Die oben genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein Verfahren zum Betreiben des Wagens
gelöst. Die Vorteile dieses Verfahrens entsprechen im Wesentlichen den oben mit Bezug
auf den Wagen genannten Vorteilen.
[0012] Als besonders vorteilhaft ist allerdings zu erwähnen, dass insbesondere die erste
Trägereinrichtung mit Hilfe ihres Kniehebel- oder Scherengelenk-Hubsystem nicht nur
über die Neutralstellung des Hubwagens hinaus angehoben, sondern auch unter diese
Neutralstellung abgesenkt werden kann. In der Neutralstellung oder in angehobener
Stellung kann der Wagen auf dem Hüttenflur der Walzenhalle, in der das Walzgerüst
steht, verfahren werden. Innerhalb des Walzgerüstes können die Trägereinrichtungen
unter die Neutralstellung abgesenkt werden, ohne mit der unteren Stützwalze zu kollidieren,
insbesondere nachdem diese zuvor selber abgesenkt wurde. Das Absenken der Trägereinrichtungen
unter die Neutralstellung ermöglicht vorteilhafterweise ein Verfahren des Wagens mit
den Trägereinrichtungen unter dem Kopf der Antriebsspindel her; in Neutralstellung
seiner Trägereinrichtungen wäre der Wagen in der Regel nicht unter dem Kopf der Antriebsspindeln
her verfahrbar.
[0013] Vorteilhafterweise sind die erste und / oder zweite Trägereinrichtung zumindest in
ihrer Neutralstellung jeweils verriegelbar, die Trägereinrichtungen geben dem
[0014] Wagen in verriegelter Stellung eine wesentlich größere Stabilität (Verwindungssteifigkeit)
als in nicht-verriegelter Stellung.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Wagens und des Verfahrens zu seinem Betrieb
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0016] Der Beschreibung sind zwei Figuren beigefügt, wobei
- Figur 1
- die Arbeitsspindeln in eingebautem Zustand zwischen Walzgerüst und Kammwalzengetriebe;
- Figur 2
- den erfindungsgemäßen Wagen;
- Figur 3
- das Einfahren des Wagens durch das Walzgerüst;
- Figur 4
- das Absenken von insbesondere der ersten Trägereinrichtung unter die Neutralstellung;
und
- Figur 5
- das Verfahren des Wagens mit abgesenkten Trägereinrichtungen unter den Kopf der Antriebsspindel
zeigt.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die genannten Figuren in Form
von Ausführungsbeispielen detailliert beschrieben. In allen Figuren sind gleiche technische
Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0018] Figur 1 zeigt zwei Antriebsspindeln 200, die zwischen einem Walzgerüst 300 und einer
Antriebseinrichtung 400, insbesondere einem Kammwalzengetriebe zum Antreiben der Arbeitsspindeln
angeordnet sind. Die Antriebsspindein dienen zum Antreiben von Arbeitswalzen in dem
Walzgerüst 300. Die Arbeitswal-zen sind typischerweise zwischen der oberen und unteren
Stützwalze 310a, 310b im Walzgerüst angeordnet. Sie sind jedoch in Figur 1 nicht gezeigt,
weil sie für das Verfahren des Wagens durch das Walzgerüst 300 hindurch ausgebaut
sein müssen und sind. Es ist weiterhin der erfindungsgemäße Wagen 100 zum Transport
der Antriebsspindeln zu erkennen. Der Wagen weist eine Laufeinheit 105, hier beispielsweise
Laufräder auf, um den Wagen - ggf. mit den Antriebsspindeln - von der Bedienseite
BS des Walzgerüstes 300 durch das Walzgerüst hindurch auf die Antriebsseite AS oder
umgekehrt zu verfahren. Der Wagen ist dabei grundsätzlich so flach gebaut, dass er
unter die Antriebsspindeln 200 und insbesondere deren verbreiterten Köpfe 210 verfahrbar
ist.
[0019] In Figur 1 ist die erste Trägereinrichtung 110 als Bestandteil des Hubwagens auf
die Höhe der unteren bzw. unter die untere Antriebsspindel 200 angehoben. In dieser
Position kann die Antriebsspindel vorteilhafterweise ohne die Mithilfe eines Kranes
auf der ersten Trägereinrichtung abgelegt werden.
[0020] Figur 2 zeigt den konstruktiven Aufbau des erfindungsgemäßen Wagens 100 im Detail
mit der ersten und einer zweiten Trägereinrichtung 110, 112 jeweils in Neutralstellung.
Es ist insbesondere die erste Trägereinrichtung 110 zu erkennen, die mit Hilfe einer
ersten Antriebseinrichtung 120, z. B. einem Hydraulikzylinder, und einer ersten Hubeinrichtung
116, zum Beispiel einer Kniehebel-Hubeinrichtung, gegenüber der Neutralstellung angehoben
und abgesenkt werden kann. Der Wagen kann entweder nur eine oder beide Trägereinrichtung
aufweisen, je nach erforderlicher Gesamthubhöhe.
[0021] Der Hubweg für nur eine der Trägereinrichtungen ist aufgrund der Kniehebel-Hubeinrichtung
116 begrenzt. Um darüber hinausgehende größere Hübe erreichen zu können, ist erfindungsgemäß
die zweite Trägereinrichtung 112 in die erste Trägereinrichtung 110 integriert, wobei
die zweite Trägereinrichtung ihrerseits mit Hilfe einer zweiten Antriebseinheit 114,
z. B. in Form eines Hydraulikzylinders und einer zweiten Hubeinrichtung 116, zum Beispiel
eines zweiten Kniehebelgelenkes, über die erste Trägereinrichtung hinaus angehoben
oder abgesenkt werden kann.
[0022] Der Wagen verfügt vorzugsweise über eine eigene dritte Antriebselnheit 140 zum eigenständigen
Verfahren des Wagens. Alternativ kann er auch mit Hilfe von externen Antrieben, z.
B. einer Walzenwechsellokomotive, die über Seilzüge an den Wagen angekoppelt sind,
verfahren werden. Die Laufeinheit 105 des Wagens kann in Form von Laufrädern oder
in Form von Gleitkufen ausgebildet sein, jeweils um den Wagen auf Schienen, welche
auf dem Boden einer Walzenhalle durch das Walzgerüst hindurch verlegt sind, zu verfahren.
[0023] Der Wagen wird erfindungsgemäß wie folgt betrieben:
- Verfahren des Wagens 100 unter die Antriebsspindel 200 eines Walzgerüstes 300;
- Anheben einer ersten und/oder zweiten Trägereinrichtung 110, 112 des Wagens unter
die Antriebsspindel 200;
- Aufnehmen der Antriebsspindel;
- erforderlichenfalls Absenken der ersten und/oder zweiten Trägereinrichtung mit der
Antriebsspindel z. B. bis auf die Neutralstellung; und
- Wegverfahren des Wagens mit der Antriebsspindel 200.
[0024] Das Verfahren des Wagens unter die Antriebsspindel 200 und das Wegverfahren des Wagens
können durch das Walzgerüst 300 hindurch oder quer zu den Arbeitsspindeln erfolgen.
[0025] Wenn das Hinfahren des Wagens zu den Antriebsspindeln 200 durch das Walzgerüst 300
hindurch erfolgt, dann umfasst das Hineinfahren folgende Schritte:
- Der Wagen mit der ersten und ggf. der zweiten Trägereinrichtung in jeweils neutraler
oder angehobener Stellung wird in das Walzgerüst mit ausgebauten Arbeitswelzen eingefahren.
Die neutrale oder angehobene Stellung der Trä-gereinrichtungen ist erforderlich, damit
die Trägereinrichtung beim Hineinfahren nicht mit dem Hüttenflur kollidiert; siehe
Figur 3.
Die erste und ggf. zweite Trägereinrichtung wird vor Erreichen des Kopfes 210 der
Antriebsspindel 200 innerhalb des Walzgerüstes 300 unter die Neutralstellung und damit
unter den Kopf abgesenkt, um unter dem Kopf her verfahren werden zu können; siehe
Figur 4 und 5.
Nach Passieren des Kopfes werden die Trägereinrichtungen soweit wie erforderlich -
typischerweise über die Neutralstellung hinaus - unter die Antriebsspindel angehoben,
um die Antriebsspindel zusammen mit ihrem Kopf aufzunehmen.
[0026] Anschließend erfolgt das Wegverfahren des Wagens mit der Antriebsspindel, wobei aber
die erste und zweite Trägereinrichtung nicht unter die Neuträlstellung abgesenkt sind,
um nicht mit dem Hüttenflur zu kollidieren.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 100
- Wagen
- 105
- Laufeinheit
- 110
- erste Trägereinrichtung
- 112
- zweite Trägereinrichtung
- 114
- zweite Antriebseinrichtung
- 116
- Hubeinrichtung, zum Beispiel Kniehebel- oder Scherengelenk
- 120
- erste Antriebseinrichtung
- 140
- dritte Antriebseinrichtung
- 200
- Antriebsspindeln
- 210
- Kopf der Antriebsspindeln
- 300
- Walzgerüst
- 310a
- obere Stützwalze
- 310b
- untere Stützwalze
- 400
- Antriebseinrichtung / Kammwalzengetriebe
- 500
- Schienen
1. Wagen (100) zum Transportieren von mindestens einer Antriebsspindel (200) für eine
Walze eines Walzgerüstes (300), wobei der Wagen eine Laufeinheit (105) aufweist und
so flache gebaut ist, dass er mit Hilfe der Laufeinheit unter die Antriebsspindel
(200) verfahrbar ist;
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wagen als Hubwagen mit einer ersten Trägereinrichtung (110) und einer ersten
Antriebseinheit (120) ausgebildet ist, wobei die erste Antriebseinheit (120) zum Anheben
der ersten Trägereinrichtung (110) unter die Antriebsspindel (200) und zum Absenken
der ersten Trägereinrichtung (110) gegebenenfalls mit der Antriebsspindel (200) relativ
zu einer Neutralstellung dient.
2. Wagen (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen eine zweite Trägereinrichtung (112) aufweist, welche in die erste Trägereinrichtung
(110) integriert und zusammen mit der ersten Trägereinrichtung (110) gegenüber der
Neutralstellung absenkbar ist.
3. Wagen (100) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweiten Trägereinrichtung (112) eine zweite Antriebseinrichtung (114) zugeordnet
ist zum Anheben oder Absenken der zweiten Trägereinrichtung (112) gegenüber der ersten
Trägereinrichtung (110).
4. Wagen (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Antriebseinheit (120, 114) jeweils über eine Hubeinrichtung
mit der ersten oder zweiten Trägereinrichtung (110, 112) mechanisch gekoppelt ist.
5. Wagen (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufeinheit (105) mit Laufrädern oder mit Gleitkufen ausgebildet ist zum Verfahren
des Wagens vorzugsweise auf Schienen (500), welche auf dem Hüttenflur einer Walzenhalle,
in welcher das Walzgerüst steht, verlegt sind.
6. Wagen (100) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine dritte Antriebseinheit (140) zum eigenständigen Verfahren des Wagens.
7. Verfahren zum Betreiben eines Wagen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit folgenden
Schritten:
- Verfahren des Wagens (100) unter die Antriebsspindel (200) eines Walzgerüstes (300);
gekennzeichnet durch:
- Anheben einer ersten und/oder zweiten Trägereinrichtung (110, 112) des Wagens unter
die Antriebsspindel (200);
- Aufnehmen der Antriebsspindel;
- erforderlichenfalls Absenken der ersten und/oder zweiten Trägereinrichtung mit der
Antriebsspindel; und
- Wegverfahren des Wagens mit der Antriebsspindel (200).
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren des Wagens (100) unter die Antriebsspindel (200) durch das Walzgerüst
(300) hindurch von dessen Bedienseite (BS) auf dessen Antriebsseite (AS); und
dass das Wegverfahren des Wagens in umgekehrter Richtung erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wagen (100) mit der ersten und ggf. zweiten Trägereinrichtung (110, 112) in jeweils
neutraler oder angehobener Stellung in das Walzgerüst mit ausgebauten Arbeitswalzen
eingefahren wird;
dass die erste und ggf. zweite Trägereinrichtung (110, 112) vor Erreichen des Kopfes (210)
der Antriebsspindel (200) unter die Neutralstellung und damit unter den Kopf abgesenkt
werden;
dass der Wagen (100) mit der abgesenkten ersten und ggf. zweiten Trägereinrichtung (110,
112) unter dem Kopf (210) der Antriebsspindel her verfahren wird;
dass die erste und/ oder zweite Trägereinrichtung (110, 112) nach Passieren des Kopfes
soweit wie erforderlich unter die Antriebsspindel (200) angehoben werden, um die Antriebsspindel
zusammen mit ihrem Kopf aufzunehmen; und
dass der Wagen (100) mit der Antriebsspindel (200) anschließend wegverfahren wird, wobei
aber die erste und zweite Trägereinrichtung nicht unter die Neutralstellung abgesenkt
werden.
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren des Wagens (100) unter die Antriebsspindel (200) und das spätere Wegverfahren
des Wagens mit der Antriebsspindel jeweils quer zur Längsachse der Antriebsspindel
in eingebautem Zustand erfolgen.
11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren des Wagens unter die Antriebsspindel durch das Walzgerüst (300) hindurch
und das spätere Wegverfahren des Wagens mit der Antriebsspindel quer zur Längsachse
der Antriebsspindel in eingebautem Zustand oder umgekehrt erfolgen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Trägereinrichtung zumindest in der neutralen Stellung,
vorzugsweise jedoch auch in abgesenkter und/oder angehobener Stellung, mit dem Wagen
verriegelbar sind.
1. Carriage (100) for transporting at least one drive spindle (200) for a roll of a roll
stand (300), wherein the carriage comprises a travel unit (105) and is of such flat
construction that is movable with the help of the travel unit under the drive spindle
(200), characterised in that carriage is constructed as a stroke carriage with a first carrier device (110) and
a first drive unit (120), wherein the first drive unit (120) serves for raising the
first carrier device (110) under the drive spindle (200) and for lowering the first
carrier device (110) optionally with the drive spindle (200) relative to a neutral
setting.
2. Carriage (100) according to claim 1, characterised in that the carriage comprises a second carrier device (112), which is integrated in the
first carrier device (110) and is lowerable together with the first carrier device
(110) relative to the neutral setting.
3. Carriage (100) according to claim 2, characterised in that associated with the second carrier device (112) is a second drive device (114) for
raising or lowering the second carrier device (112) relative to the first carrier
device (110).
4. Carriage (100) according to any one of the preceding claims, characterised in that the first and/or second drive unit (120, 114) is or are respectively mechanically
coupled by way of a stroke device with the first or second carrier device (110, 112).
5. Carriage (100) according to any one of the preceding claims, characterised in that the travel unit (105) is constructed with running wheels or with runners for moving
the carriage preferably on rails (500) laid on the workshop floor of a rolling mill
in which the roll stand stands.
6. Carriage (100) according to any one of the preceding claims, characterised by a third drive unit (140) for independent movement of the carriage.
7. Method of operating a carriage (100) according to any one of claims 1 to 6, comprising
the following steps:
- movement of the carriage (100) under the drive spindle (200) of a roll stand (300);
characterised by:
- raising a first and/or second carrier device (110, 112) of the carriage under the
drive spindle (200);
- receiving the drive spindle;
- if required, lowering the first and/or second carrier device together with the drive
spindle; and
- moving away the carriage together with the drive spindle (200).
8. Method according to claim 7, characterised in that the movement of the carriage (100) under the drive spindle (200) is carried out through
the roll stand (300) from the operating side (BS) thereof to the drive side (AS) thereof;
and the movement away of the carriage is carried out in the reverse direction.
9. Method according to claim 8, characterised in that
the carriage (100) with the first and optionally second carrier device (110, 112)
is moved to a respective neutral or raised setting in the roll stand with demounted
working rolls;
the first and optionally second carrier device (110, 112) before reaching the head
(210) of the drive spindle (200) are lowered below the neutral setting and thus under
the head;
the carriage (100) with the lowered first and optionally second carriage device (110,
112) is moved under the head (210) of the drive spindle;
the first carrier device (10) and/or second carrier device (112) after passing the
head is or are sofar as required raised under the drive spindle (200) in order to
receive the drive spindle together with its head; and
the carriage (100) together with the drive spindle (200) is subsequently moved away,
wherein, however, the first and second carrier devices are not lowered below the neutral
setting.
10. Method according to claim 7, characterised in that the movement of the carriage (100) under the drive spindle (200) and the later movement
away of the carriage together with the drive spindle is carried out in each instance
transversely to the longitudinal axis of the drive spindle in installed state.
11. Method according to claim 7, characterised in that the movement of the carriage under the drive spindle is carried out through the roll
stand (300) and the later movement away of the carriage together with the drive spindle
is carried out transversely to the longitudinal axis of the drive spindle in the installed
state, or conversely.
12. Method according to any one of claims 7 to 11, characterised in that the first carrier device and/or second carrier device is or are lockable to the carriage
at least in the neutral setting, but preferably also in the lowered and/or raised
setting.
1. Chariot (100) pour le transport d'au moins une broche d'entraînement (200) pour un
cylindre d'une cage de laminoir (300), le chariot présentant une unité de roulement
(105) et étant réalisé à ce point plat qu'il peut se déplacer à l'aide de l'unité
de roulement en dessous de la broche d'entraînement (200), caractérisé en ce que le chariot est réalisé sous la forme d'un chariot élévateur comprenant un premier
mécanisme de support (110) et une première unité d'entraînement (120), la première
unité d'entraînement (120) servant à soulever le premier mécanisme de support (110)
en dessous de la broche d'entraînement (200) et à abaisser le premier mécanisme de
support (110) le cas échéant avec la broche d'entraînement (200) par rapport à une
position neutre.
2. Chariot (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le chariot présente un deuxième mécanisme de support (112), qui est intégré dans
le premier mécanisme de support (110) et qui peut être abaissé de manière conjointe
avec le premier mécanisme de support (110) par rapport à la position neutre.
3. Chariot (100) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un deuxième mécanisme d'entraînement (114) est attribué au deuxième mécanisme de support
(112) pour soulever ou pour abaisser le deuxième mécanisme de support (112) par rapport
au premier mécanisme de support (110).
4. Chariot (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première et/ou la deuxième unité d'entraînement (120, 114) sont respectivement
couplées mécaniquement via un mécanisme de levage au premier ou au deuxième mécanisme
de support (110, 112).
5. Chariot (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de roulement (105) est réalisée avec des roues de roulement ou avec des patins
de glissement pour le déplacement du chariot, de préférence sur des rails (500) qui
sont posés sur le sol du haut-fourneau d'un hall de laminage dans lequel se dresse
la cage de laminoir.
6. Chariot (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par une troisième unité d'entraînement (140) pour le déplacement autonome du chariot.
7. Procédé pour le maniement d'un chariot (100) selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, comprenant les étapes suivantes consistant à :
- déplacer le chariot (100) en dessous de la broche d'entraînement (200) d'une cage
de laminoir (300) ;
caractérisé par le fait de :
- soulever un premier et/ou un deuxième mécanisme de support (110, 112) du chariot
en dessous de la broche d'entraînement (200) ;
- soulever la broche d'entraînement ;
- abaisser en cas de nécessité le premier et/ou le deuxième mécanisme de support avec
la broche d'entraînement ; et
- éloigner le chariot avec la broche d'entraînement (200).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le déplacement du chariot (100) en dessous de la broche d'entraînement (200) a lieu
à travers la cage de laminoir (300) depuis le côté commande (BS) jusqu'au côté entraînement
(AS) de celle-ci, et en ce que l'éloignement du chariot a lieu dans le sens contraire.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le chariot (100) est introduit avec le premier et le cas échéant le deuxième mécanisme
de support (110, 112) dans respectivement la position neutre ou soulevée, dans la
cage de laminoir dans laquelle les cylindres de travail ont été démontés ; en ce que le premier et le cas échéant le deuxième mécanisme de support (110, 112) sont abaissés,
avant d'atteindre la tête (210) de la broche de travail (200), en dessous de la position
neutre et par conséquent en dessous de la tête ; en ce qu'on déplace le chariot (100), avec le premier mécanisme et le cas échéant le deuxième
mécanisme de support (110, 112) à l'état abaissé, en dessous de la tête (210) de la
broche d'entraînement ; en ce qu'on soulève le premier et/ou le deuxième mécanisme de support (110, 112) après leur
passage par la tête, aussi loin que nécessaire en dessous de la broche d'entraînement
(200), afin de soulever la broche d'entraînement conjointement avec sa tête ; et en ce qu'on éloigne directement après le chariot (100) avec la broche d'entraînement (200),
mais sans avoir abaissé le premier et le deuxième mécanisme de support en dessous
de la position neutre.
10. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le déplacement du chariot (100) en dessous de la broche d'entraînement (200) et l'éloignement
ultérieur du chariot avec la broche d'entraînement ont lieu respectivement en direction
transversale par rapport à l'axe longitudinal de la broche d'entraînement à l'état
monté.
11. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le déplacement du chariot en dessous de la broche d'entraînement à travers la cage
de laminoir (300) et l'éloignement ultérieur du chariot avec la broche d'entraînement
ont lieu en direction transversale par rapport à l'axe longitudinal de la broche d'entraînement
à l'état monté ou inversement.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisé en ce qu'on peut verrouiller au chariot le premier et/ou le deuxième mécanisme de support,
au moins dans la position neutre, mais de préférence également dans la position abaissée
et/ou soulevée,
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