[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiebetrittanordnung für ein Schienenfahrzeug mit einem
an einem Wagenkasten des Schienenfahrzeugs befestigbaren Gehäuse mit einer Gehäuseöffnung
und mit einer Trittstufe, die in einer Ausgangslage im Gehäuse beweglich gelagert
und durch die Gehäuseöffnung aus der Ausgangslage in einer Ausfahrrichtung in mindestens
eine Endlage ausfahrbar ist und aus der mindestens einen Endlage entgegen der Ausfahrrichtung
in die Ausgangslage einfahrbar ist, wobei die Schiebetrittanordnung mindestens ein
Mittel zum Verhindern eines Festfrierens der Trittstufe aufweist. Ferner betrifft
die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung einer entsprechenden Schiebetrittanordnung
sowie ein Schienenfahrzeug mit einer solchen Schiebetrittanordnung. Eine entsprechende
Schiebetrittanordnung, ein entsprechendes Verfahren und ein entsprechendes Schienenfahrzeug
sind beispielsweise aus der
EP 1 386 817 A bekannt.
[0002] Schiebetrittanordnungen, wie sie beispielsweise aus der
DE 10 2005 057 901 A1 bekannt sind, bei denen eine Trittstufe aus einer Kassette, im Folgenden als Gehäuse
bezeichnet, ausgefahren werden kann, werden bei Schienenfahrzeugen eingesetzt, um
einerseits die Bedienung niedriger Bahnsteighöhen zu gewährleisten und andererseits
den Spalt bei größeren Bahnsteighöhen zwischen dem Wagenkasten des Schienenfahrzeugs
und dem Bahnsteig zu minimieren. Häufig steht innerhalb des Wagenkastens für die konstruktive
Integration der Schiebetrittanordnung kein ausreichender Bauraum zur Verfügung, weshalb
das Gehäuse mit der beweglichen Trittstufe in diesem Fall unter dem Wagenkasten montiert
wird.
[0003] Problematisch bei der Anordnung einer Schiebetrittanordnung unterhalb des Wagenkastens,
also im Außenbereich, ist die im allgemeinen nicht ausreichende Wintertauglichkeit,
insbesondere beim Betrieb des Schienenfahrzeugs in Regionen, in denen Temperaturen
von -40°C oder weniger vorkommen, beispielsweise in Skandinavien im Winter.
[0004] Eine mangelnde Wintertauglichkeit zeigt sich daran, dass die den niedrigen Temperaturen
ausgesetzte Mechanik der Schiebetrittanordnung, die die Trittstufe zwischen der Ausgangslage
und der Endlage bewegt, durch Schnee und Eis zumindest schwergängig wird und häufig
sogar festfriert.
[0005] Aus diesem Grund werden an Schienenfahrzeugen, die unter diesen Bedingungen eingesetzt
werden, in der Regel feste Trittstufen montiert. Diese sind aber zum einen wenig komfortabel,
sind zum anderen aber auch unter dem Sicherheitsaspekt bedenklich da mit einer solchen
Baugruppe die eingeschränkte Fahrzeugbegrenzung um einen gewissen Betrag überschritten
wird, weshalb Zulassungen für eine solche Konstruktion von der entsprechenden Genehmigungsbehörde
nur zeitlich befristet erteilt werden.
[0006] Aus der
DE 20 2006 017 930 U1 ist ferner eine Laderampe eines Busses bekannt, deren Oberseite mit einer Heizmatte
versehen ist, um unter winterlichen Bedingungen die Rampe eisfrei zu halten. Die Rampe
läßt sich nach dem Gebrauch ins Innere des Busses einfahren und bildet dort einen
Teil des Bodens. Auch diese Technik ist nicht geeignet, die Wintertauglichkeit einer
Schiebetrittanordnung bei einem Schienenfahrzeug, die unterhalb des Wagenkastens angeordnet
ist und den Umgebungsbedingungen vollständig ausgesetzt ist, immer zu gewährleisten.
[0007] Aus der
EP 1 386 818 A ist eine Schiebetrittanordnung mit einer Heizung für die Trittfläche bekannt.
[0008] Aus der
DE 43 41 134 A1 ist als Maßnahme gegen Vereisung ein Abstreifer bekannt.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schiebetrittanordnung der
eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass die Wintertauglichkeit auch unter extremen
Bedingungen immer gewährleistet ist.
[0010] Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe wird gemäß einer ersten Lehre der
vorliegenden Erfindung bei einer Schiebetrittanordnung der eingangs genannten Art
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Die Trittstufe kann mit Laufrollen versehen sein, die auf entsprechenden Schienen,
die einen halbrunden Querschnitt aufweisen können, im Gehäuse gelagert sein können.
Die Trittstufe kann über einen Zahnriemen, der mit dem Motor verbunden ist, bewegt
werden. Auch ist es denkbar, dass der Motor eine aktive Bremse aufweist, die die Trittstufe
zumindest in ihrer vollständig ausgefahrenen Stellung, das heißt in ihrer Endlage,
festklemmt, indem der Motor spannungsbeaufschlagt ist.
[0012] Indem die vom Motor an die Trittstufe abgebbare Leistung von der Antriebseinrichtung
so bereitgestellt wird, dass sie zunächst relativ hoch ist und später auf einen Normwert
abgesenkt wird, der Verfahrweg also in mindestens zwei Abschnitten mit einer unterschiedlichen
abgebbaren Motorleistung unterteilt ist, wird eine kraftvolle Anfahrt der beweglichen
Trittstufe erreicht. Anhaftendes Eis, Schnee oder Harsch werden dadurch ohne weiteres
gebrochen, so dass die Trittstufe selbst unter extrem winterlichen Bedingungen nicht
blockiert. Bei dem Motor handelt es sich vorzugsweise um einen elektrischen Motor,
da dieser relativ wenig kälteempfindlich ist und auch auf einfache Weise steuerbar
ist. Grundsätzlich wäre aber auch ein anderer Motor, beispielsweise ein pneumatischer
oder hydraulischer Antrieb, denkbar.
[0013] Die Unterteilung des Verfahrweges in mindestens zwei Abschnitte, bei denen die vom
Motor an die Trittstufe abgebbare Leistung unterschiedlich ist, ist bei der erfindungsgemäß
verwendeten Antriebseinrichtung für den Fall des Ausfahrens der Trittstufe und/oder
für den Fall des Einfahrens der Trittstufe realisiert. Folglich kann der erste Abschnitt
ein Abschnitt des Verfahrweges während des Ausfahrens der Trittstufe aus der Ausgangslage
sein, wobei sich der Abschnitt beginnend bei der Ausgangslage in Richtung der mindestens
einen Endlage erstreckt. Mit anderen Worten wird beim Ausfahren der beweglichen Trittstufe
aus dem Gehäuse im Bedarfsfall, insbesondere infolge eines erhöhten Ausfahrwiderstandes
bei Blockade durch Schnee oder Eis, vom Motor zunächst eine erhöhte Leistung abgegeben,
die anschließend für den weiteren Teil des Verfahrwegs wieder auf das Normmaß reduziert
wird. Zusätzlich oder alternativ kann der erste Abschnitt auch ein Abschnitt des Verfahrweges
während des Einfahrens der Trittstufe aus der mindestens einen Endlage sein, wobei
sich der Abschnitt beginnend bei der mindestens einen Endlage in Richtung der Ausgangslage
erstreckt. Mit anderen Worten ist in diesem Fall auch bei einer ausgefahrenen Trittstufe,
die nach einer gewissen Zeit wieder eingefahren wird, zunächst im Bedarfsfall, insbesondere
infolge eines erhöhten Einfahrwiderstandes bei Blockade durch Schnee oder Eis, eine
höhere Leistung mit dem Ziel einer kraftvollen Anfahrt der Trittstufe implementiert,
während die Leistung anschließend wieder reduziert wird. In beiden Fällen, also sowohl
beim Ausfahren als auch beim Einfahren, schließt sich vorzugsweise der zweite Abschnitt
unmittelbar an den ersten Abschnitt an.
[0014] Um anhaftendes Eis sicher zu brechen und damit ein Blockieren der Trittstufe beim
Ausfahren oder beim Einfahren sicher zu verhindern, braucht gemäß einer Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Schiebetrittanordnung die Länge des ersten Abschnitts, in welchem
die Leistung erhöht ist, nicht mehr als die Hälfte des gesamten Verfahrweges, also
des Weges zwischen der Ausgangslage und der jeweiligen Endlage, betragen. Insbesondere
beträgt die Länge des ersten Abschnitts weniger als 30%, vorzugsweise weniger als
25% des Verfahrweges. Dabei ist es denkbar, dass die Länge des ersten Abschnitts beim
Ausfahren der Trittstufe größer als beim Einfahren der Trittstufe ist, da die Trittstufe
in der Regel den extremen winterlichen Bedingungen im eingefahrenen Zustand länger
ausgesetzt ist, als im ausgefahrenen Zustand. Zum Ausfahren - im Vergleich zum Einfahren
- ist demnach zum sicheren Brechen des Eises vorzugsweise ein längerer Abschnitt mit
erhöhter Motorleistung notwendig.
[0015] Die Antriebseinrichtung, die zumindest teilweise im Innern des Wagenkastens des Schienenfahrzeugs
angeordnet sein kann, insbesondere in einem vor Umgebungseinflüssen, beispielsweise
Feuchtigkeit und/oder niedrigen Temperaturen, geschützten Bereich, kann auf unterschiedliche
Weise ausgebildet sein, um den Effekt einer höheren Leistung bei einem ersten Abschnitt
und einer relativ dazu geringeren Leistung bei einem folgenden zweiten Abschnitt zu
gewährleisten. Zum einen ist es denkbar, dass die Motorsteuerung, die Teil der Antriebseinrichtung
ist, so ausgebildet ist, dass die vom Motor abgebbare Leistung im ersten Abschnitt
des Verfahrweges höher als im zweiten Abschnitt ist. Dazu kann die Motorsteuerung
beispielsweise einen Rechner aufweisen, der mit einem Programm versehen ist, dass
die vom Motor abgebbare Leistung abhängig von der Position der Trittstufe relativ
zur Ausgangslage und/oder mindestens einen Endlage steuert. Der Motor kann aber auch
mechanisch derart ausgebildet sein, dass die abgebbare Leistung im ersten Abschnitt
höher als im zweiten Abschnitt ist. Beispielsweise weist der Motor ein Getriebe auf,
das abhängig von der Lage der Trittstufe relativ zur Ausgangslage oder mindestens
einen Endlage die Übersetzung bzw. Untersetzung automatisch ändert.
[0016] Vorzugsweise ist dabei die Schiebetrittanordnung so unter dem Wagenkasten angeordnet,
dass der erste Abschnitt des Verfahrweges, bei dem die erhöhte Leistung abgegeben
wird, von der Wagenkastenmitte aus gesehen maximal bis zur äußeren Fahrzeugsbegrenzungslinie
verläuft, also nicht über den Wagenkasten nach außen, beispielsweise in Richtung des
Bahnsteigs, hervorsteht. Jenseits der Fahrzeugbegrenzungslinie beginnt dann vorzugsweise
der zweite Abschnitt, bei dem der Motor eine geringere Leistung auf die Trittstufe
überträgt. Im zweiten Abschnitt arbeitet der Motor dann wieder mit den voreingestellten
Normwerten.
[0017] Um eine Vereisung der einzelnen Bauteile und der Mechanik zu vermeiden, kann gemäß
einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schiebetrittanordnung auch eine
Heizeinrichtung vorgesehen sein, die am oder im Gehäuse und/oder an, vorzugsweise
unter, der Trittstufe, insbesondere unmittelbar unterhalb der Auftrittsfläche der
Triffstufe, angeordnet ist. Vorzugsweise ist die Heizeinrichtung auch mit einem Temperatursensor
gekoppelt, der beispielsweise die Außentemperatur und/oder die Gehäuseinnentemperatur
in vorgegebenen Abständen misst und im Bedarfsfall ein Steuersignal zu einer entsprechenden
Steuereinrichtung sendet, die die Heizeinrichtung regelt.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schiebetrittanordnung ist
die Motorsteuerung derart ausgebildet, dass die Trittstufe nach Ablauf einer vorgegebenen
Zeitspanne von der mindestens einen Endlage, also von einem ausgefahrenen Zustand,
in die Ausgangslage einfährt. So ist es denkbar, dass bei längeren Aufenthalten am
Bahnsteig mit freigegebenen Türen - und somit mit ausgefahrenen Trittstufen - die
Trittstufen nach einer bestimmten Zeit wieder einfahren, die Türfreigabe aber vorzugsweise
erhalten bleibt. Bei erneuter Türöffnung durch einen Fahrgast fährt zuerst die entsprechende
Trittstufe wieder aus, danach öffnet erst die Tür. Ein Vorteil ist, dass die Trittstufe
weniger durch Flugschnee belegt wird und ein größerer Teil der Heizungswärme innerhalb
des Gehäuses verbleibt. Außerdem ist auf diese Weise die Trittstufe mehrfach in Bewegung,
womit insgesamt der Vereisungsgefahr entgegengewirkt wird. Es wäre ebenfalls denkbar,
zum Entgegenwirken der Vereisungsgefahr die Trittstufe auch in regelmäßigen Abständen
während der Fahrt und/oder im Ruhezustand des Fahrzeugs auszufahren und wieder einzufahren,
zumindest für einen kurzen Zeitraum. Letzteres könnte ebenfalls programmtechnisch
in der Motorsteuerung implementiert sein und automatisch ausgelöst werden. Aus Sicherheitsgründen
könnte das vorübergehende Ausfahren der Trittstufe auch nur im ersten Abschnitt und/oder
nur bis zur Fahrzeugsbegrenzungslinie erfolgen, wodurch garantiert wird, dass die
Trittstufe nicht unbeabsichtigt über die Fahrzeugbegrenzungslinie nach außen hinausragt.
[0019] Die Motorsteuerung kann, beispielsweise über eine entsprechende Software, auch wegabhängig
und wird erfindungsgemäß temperaturabhängig arbeiten. So ist es denkbar, dass in Abhängigkeit
von der vom Schienenfahrzeug zurückgelegten Wegstrecke und/oder in Abhängigkeit von
der Außentemperatur auf unterschiedliche Steuerungsmodi zurückgegriffen werden kann.
Bei einer Wegabhängigkeit könnte zum Beispiel ein erster Steuerungsmodus für einen
ersten Bahnsteig an einem ersten Haltepunkt des Schienenfahrzeugs und ein oder mehrere
weitere Steuerungsmodi für jeweils einen oder mehrere weitere Bahnsteige an weiteren
Haltepunkten des Schienenfahrzeugs vorgesehen sein, wobei sich die Steuerungsmodi
in der Definition der maximalen Endlage der ausgefahrenen Trittstufe unterscheiden.
So kann beim ersten Bahnsteig, an dem das Schienenfahrzeug anhält, vorgesehen sein,
dass die Trittstufe beim Ausfahren einen anderen Verfahrweg zurücklegt, als es bei
einem anderen Bahnsteig der Fall wäre. Bei einer temperaturabhängigen Steuerung könnten
zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass eines oder mehrere der vorgesehenen
Mittel zum Verhindern eines Festfrierens der Trittstufe, insbesondere die Antriebseinrichtung
und/oder die Heizeinrichtung, erst bei einer bestimmten Temperatur, beispielsweise
erst bei einer Temperatur von unter 4°C, auf die erfindungsgemäße Weise angesteuert
werden. So wird erfindungsgemäß die Antriebseinrichtung erst bei Unterschreiten einer
bestimmten Außentemperatur erfindungsgemäß angesteuert.
[0020] Gemäß wiederum einer weiteren Ausgestaltung ist bei der erfindungsgemäßen Schiebetrittanordnung
eine Hinderniserkennungseinrichtung vorgesehen, die Bestandteil der Antriebseinrichtung
sein kann. Die Hinderniserkennungseinrichtung kann so ausgebildet sein, dass sie einen
Bahnsteig und/oder ein anderes Hindernis, zum Beispiel einen Gegenstand, erkennt,
insbesondere diese Art von Hindernissen auch unterscheidet und unterschiedlich darauf
reagiert. Vorzugsweise ist die Antriebseinrichtung und/oder Motorsteuerung der Schiebetrittanordnung
so ausgebildet, dass, wenn nach Zurücklegen eines festgelegten Verfahrweges ein plötzlicher
Widerstand auftritt, angenommen wird, dass der Widerstand durch den Kontakt der Trittstufe
mit einem Bahnsteig hervorgerufen wird und dementsprechend die Position, in der sich
die Trittstufe dann oder nach einer Reversierung von beispielsweise wenigen Millimetern
oder Zentimetern befindet, als Endlage erkannt wird. Ferner ist es denkbar, dass,
wenn beim Ausfahren der Trittstufe ein Widerstand bereits früher auftritt, also bei
einem kürzeren als dem festgelegten Verfahrweg, angenommen wird, dass der Widerstand
durch ein unerwünschtes Hindernis hervorgerufen wird. Diese Annahme kann unmittelbar
nach der erstmaligen Erfassung eines erhöhten Widerstandes oder erst später nach einem
gegebenenfalls mehrmaligen Reversieren und Wiederanfahren erfolgen. Ferner wäre es
vorstellbar, dass nach der Erkennung, dass es sich um ein unerwünschtes Hindernis
handelt, die Trittstufe zumindest teilweise, insbesondere vollständig, in Richtung
ihrer Ausgangslage zurückfährt (reversiert). Die Länge des festgelegten Verfahrweges
ist dabei vorzugsweise in der Motorsteuerung voreingestellt. Sobald dann ein unerwünschtes
Hindernis als solches erkannt und eine entsprechende Störungsmeldung bzw. ein entsprechendes
Störungssignal generiert wurde, kann ferner vorgesehen sein, dass die der Schiebetrittanordnung
zugeordnete Fahrzeugtür, die im Regulärfall bei ausgefahrenem Schiebetritt automatisch
öffnet, zumindest vorübergehend in ihrer Schließstellung blockiert ist. Eine solche
Blockierung könnte dann beispielsweise durch ein erneutes Ausfahren der Trittstufe
nach Entfernen des Hindernisses und/oder durch manuelles Ausfahren der Trittstufe
und/oder durch manuelles Freigeben der Fahrzeugtür aufgehoben werden.
[0021] Vorzugsweise weist die Hinderniserkennungseinrichtung einen Sensor auf, der so ausgebildet
ist, dass er ein Hindernis, insbesondere einen Bahnsteig, erfassen und ein Erfassungssignal
an die Motorsteuerung übermitteln kann. Der Sensor kann ein optischer Sensor, der
insbesondere an der Trittstufe angeordnet ist, oder ein Leistungssensor, vorzugsweise
ein Stromdetektor, sein, der insbesondere Bestandteil der Antriebseinrichtung, beispielsweise
der Motorsteuerung, ist. Mit einem Leistungssensor ist ein Sensor gemeint, der eine
Änderung der dem Motor zugeführten Leistung, beispielsweise in Form einer auftretenden
Stromänderung, insbesondere bei Überschreitung einer festgelegten Stromschwelle, erkennt.
Eine entsprechende Leistungsänderung wird beispielsweise dann erkannt, wenn die Trittstufe
bei einer Bewegung entlang des Verfahrweges auf ein Hindernis trifft. Die Motorsteuerung
kann dann auf Basis des Erfassungssignals die Trittstufe anhalten und gegebenenfalls
reversieren, das heißt die Bewegungsrichtung umkehren.
[0022] So ist es denkbar, dass die Motorsteuerung so konfiguriert ist, dass die Trittstufe,
sobald sie auf einen Bahnsteig trifft und diesen berührt, reversiert, also in die
entgegengesetzte Richtung bewegt wird, beispielsweise um 10 bis 60 mm, vorzugsweise
30 bis 40 mm. Dadurch berührt die Trittstufe bei freigegebener Tür nicht die Bahnsteigkante,
was vorteilhaft ist, da beim Fahrgastwechsel zwangsläufig Fahrzeugbewegungen entstehen.
Auch bei einem anderen Hindernis ist die Reversierung vorteilhaft, da ein etwaiges
Hindernis nicht eingeklemmt wird und nach der Reversierung entfernt werden kann. Die
Reversierung kann sowohl beim Ausfahren als auch beim Einfahren der Trittstufe vorgenommen
werden, wenn die Hinderniserkennungseinrichtung ein Hindernis erfasst.
[0023] Vorzugsweise ist die Motorsteuerung derart ausgebildet, dass die Trittstufe beim
Ausfahren abhängig von einer Erfassung eines Hindernisses, vorzugsweise abhängig von
der Art und/oder Größe des Widerstandes, entweder in eine erste Endlage, die der maximalen
Ausfahrweite entspricht, oder in eine zweite Endlage bewegt wird, die zwischen der
ersten Endlage und der Ausgangslage angeordnet ist. Es ist auch denkbar, dass, vorzugsweise
für eine bestimmte Zeitspanne, die Trittstufe bzw. der Motor angehalten wird. Nach
Ablauf der Zeitspanne wird der Motor wieder angefahren, wobei im Falle der erneuten
Erfassung des Hindernisses die Trittstufe bzw. der Motor dann gegebenenfalls endgültig
angehalten wird. Gegebenenfalls kann dann eine Störungsanzeige für das Bahnpersonal
generiert werden. Würde die Motorsteuerung einen Bahnsteig erfassen, so würde die
Trittstufe beim Ausfahren nicht in die erste, sondern in die zweite Endlage bewegt
werden, die der Lage der Trittstufe nach einer Reversierung um beispielsweise 40 mm
nach dem Auftreffen auf dem Bahnsteig entspricht. Im Falle eines lediglich kleinen
Hindernisses könnte die Trittstufe, sofern durch das vorübergehende Anhalten und/oder
Reversieren das Hindernis entfernt würde, weiter in die erste Endlage oder, beim Einfahren,
weiter in die Ausgangslage bewegt werden.
[0024] Vorzugsweise ist die Hinderniserkennungseinrichtung, insbesondere der Sensor, im
jeweils ersten Abschnitt des Verfahrweges anders sensibilisiert als im zweiten Abschnitt,
beispielsweise derart, dass trotz eines erhöhten Widerstandes zu Beginn des Ausfahr-
bzw. Einfahrvorganges, also am Anfang des ersten Abschnittes des Verfahrensweges,
dieser nicht als Hindernis eingestuft wird, sondern zur Hinderniserkennung ein noch
höherer Widerstand vorliegen muss. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, dass im ersten
Abschnitt die Hinderniserkennungseinrichtung oder der Sensor deaktiviert ist. Dadurch
ist gewährleistet, dass eine Vereisung nicht fälschlicherweise als Hindernis erkannt
wird und dass die Trittstufe trotz einer erhöhten aufzubringenden Leistung, beispielsweise
eines erhöhten Stroms, nicht unabsichtlich angehalten wird. Entsprechende Widerstand-Grenzwerte
unterschiedlicher Höhe können in der Motorsteuerung oder Hinderniserkennungseinrichtung
gespeichert werde.
[0025] Gemäß wiederum einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schiebetrittanordnung
ist eine Bürste am Gehäuse, insbesondere oberhalb der Trittstufe, angeordnet, die
die Trittstufe zumindest während des Ausfahrens berührt und die vorzugsweise die gesamte
Breite der Trittstufe quer zur Ausfahrrichtung einnimmt. Eine solche Bürste hat den
Vorteil, dass evtl. auf der Trittfläche noch anhaftende Eis- oder Schneepartikel beim
Einfahrvorgang von der Trittstufe, insbesondere von der Trittfläche, abgestreift werden.
Gleichzeitig kann die Bürste auch als Dichtung zwischen Gehäuse und Trittstufe, insbesondere
in der Ausgangslage der Trittstufe, dienen.
[0026] Eine separate Dichtung ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung insbesondere unterhalb
der Trittstufe, aber auch an anderen Stellen im Bereich zwischen der Gehäuseöffnung
und der Trittstufe, vorgesehen. Die Dichtung dichtet das Gehäuse im Bereich der Gehäuseöffnung
in der Ausgangslage und/oder in der mindestens einen Endlage ab und nimmt vorzugsweise
die gesamte Breite der Trittstufe quer zur Ausfahrrichtung ein. Die Dichtung, bei
der es sich um eine vorzugsweise elastische Kunststoffleiste oder Gummilippe handeln
kann, kann am Gehäuse und/oder an der Trittstufe angeordnet werden.
[0027] Gemäß noch einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schiebetrittanordnung
ist, vorzugsweise unterhalb der Trittstufe, eine Ablauföffnung vorgesehen. Durch diese
Ablauföffnung können Steinchen, beispielsweise aus dem Streumaterial, und/oder durch
die Heizeinrichtung aufgetautes Schmelzwasser bzw. eingedrungene Feuchtigkeit nach
unten entweichen. Zu Wartungsarbeiten kann im unteren Teil des Gehäuses auch eine
Revisionsklappe vorgesehen werden.
[0028] Um der Vereisung der einzelnen Bauteile und der die Trittstufe bewegenden Mechanik
weiter vorzubeugen, kann das Gehäuse auch mit Dämmmaterial versehen sein. Beispielsweise
können Dämmmatten unten und/oder oben am Gehäuse, beispielsweise durch Verkleben,
angebracht werden.
[0029] Die Aufgabe wird ferner gemäß einer zweiten Lehre der vorliegenden Erfindung bei
einem Verfahren zur Steuerung einer Schiebetrittanordnung der zuvor beschriebenen
Art, dadurch gelöst, dass die Antriebseinrichtung die vom Motor abgegebene Leistung
in einem ersten Abschnitt des Verfahrweges höher einstellt als in einem nachfolgenden
zweiten Abschnitt.
[0030] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird erreicht, dass zum Beginn der Ausfahr-
und/oder Einfahrbewegung der Trittstufe durch die höhere abgegebene Motorleistung
an den Bauteilen der Schiebetrittanordnung anhaftendes Eis und anhaftender Schnee
etc. gebrochen und dadurch eine Blockierung der Trittstufe verhindert werden kann.
Auf diese Weise ist mit einfachen Mitteln auch unter extremen Bedingungen die Wintertauglichkeit
der Schiebetrittanordnung gewährleistet.
[0031] Schließlich wird die Aufgabe gemäß einer dritten Lehre der vorliegenden Erfindung
gelöst durch ein Schienenfahrzeug mit einer Schiebetrittanordnung der zuvor beschriebenen
Art.
[0032] Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Schiebetrittanordnung,
das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäße Schienenfahrzeug auszugestalten
und weiterzubilden. Hierzu wird beispielsweise verwiesen einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Schiebetrittanordnung für ein Schienenfahrzeug
und
- Fig. 2a) und b)
- eine Schnittansicht der Schiebetrittanordnung in einer Endlage bzw. einer Ausgangslage.
[0033] In Fig. 1 ist - schematisch - eine Schiebetrittanordnung 1 für ein Schienenfahrzeug
dargestellt, die ein an einem Wagenkasten (nicht dargestellt) befestigbares Gehäuses
2 mit einer vorderen Gehäuseöffnung 2a aufweist. Ferner ist eine Trittstufe 3 vorgesehen,
die in einer Ausgangslage I im Gehäuse 2 beweglich gelagert ist. Im vorliegenden Fall
ist die Ausgangslage I, die auch in Fig. 2b) dargestellt ist, die Position, in welcher
die Trittstufe 3 vollständig in das Gehäuse 2 eingefahren ist.
[0034] Die Trittstufe 3 ist durch die Gehäuseöffnung 2a aus der Ausgangslage I in die Ausfahrrichtung
A in eine erste, maximale Endlage II sowie im Bedarfsfall nach einer Reversion aufgrund
eines Hindernisses in eine weitere Endlage II', die zwischen der ersten Endlage II
und der Ausgangslage I angeordnet ist, ausfahrbar. Entsprechend ist die Trittstufe
3 in entgegengesetzter Richtung aus der jeweiligen Endlage II bzw. II' in die Ausgangslage
I einfahrbar.
[0035] Eine Antriebseinrichtung 4, die in Fig. 1 lediglich schematisch dargestellt ist,
weist einen die Trittstufe 3 antreibenden elektrischen Motor 5 und eine Motorsteuerung
6 auf. Die Antriebseinrichtung 4 stellt ein Mittel zum Verhindern des Festfrierens
der Trittstufe 3 dar und ist derart ausgebildet, dass die vom Motor 5 an die Trittstufe
3 abgebbare Leistung beim Ausfahren der Trittstufe 3 in einem ersten Abschnitt a des
Verfahrweges X höher als in einem nachfolgenden zweiten Abschnitt b ist. Gleichzeitig
ist die Antriebseinrichtung 4 derart ausgebildet, dass die vom Motor 5 abgebbare Leistung
beim Einfahren ebenfalls in einem ersten Abschnitt a' des Verfahrweges X höher als
in einem nachfolgenden zweiten Abschnitt b' ist.
[0036] Ferner ist als Teil der Antriebseinrichtung 4 eine Hinderniserkennungseinrichtung
7 vorgesehen, die in Fig. 1 ebenfalls lediglich schematisch dargestellt ist. Die Hinderniserkennungseinrichtung
7 weist einen als Stromdetektor ausgebildeten Sensor 8 auf, der so ausgebildet ist,
dass er ein Hindernis, beispielsweise einen Bahnsteig, aufgrund einer erhöhten aufzubringenden
Leistung bei Berührung durch die Trittstufe 3 erfassen und ein Erfassungssignal an
die Motorsteuerung 6 übermitteln kann. Die Motorsteuerung 6 stoppt dann die Trittstufe
3, bevor diese die erste Endlage II erreichen kann, und reversiert diese um 40 mm,
bis diese die zweite Endlage II' erreicht.
[0037] Die Bauteile 4 bis 8, insbesondere der Sensor 8, sind in der vorliegend gezeigten
schematischen Darstellung in der Verlängerung des Gehäuses 2 angeordnet, sind aber
vorteilhafterweise unabhängig vom Gehäuse 2 im Innern des Wagenkastens des Schienenfahrzeugs
untergebracht, wodurch sie nicht den Umgebungseinflüssen, insbesondere den relativ
niedrigen Temperaturen im Vergleich zum Wagenkasteninnern, ausgesetzt sind.
[0038] Die Figuren 2a) und b) zeigen ebenfalls die Schiebetrittanordnung 1, diesmal in einer
Schnittansicht. Dabei befindet sich die Trittstufe 3 in Fig. 2a) in der äußeren Endlage
II, wohingegen Fig. 2b) die Ausgangslage I zeigt.
[0039] In den Figuren 2a) und b) ist ferner als weiteres Mittel zum Verhindern des Festfrierens
der Trittstufe 3 eine Heizeinrichtung 9 in Form von Heizmatten im Innern des Gehäuses
2 unmittelbar unterhalb der Trittstufe 3 bzw. des die Auftrittsfläche bildenden Riffelblechs
der Trittstufe 3 erkennbar.
[0040] Eine Bürste 10 ist oberhalb der Trittstufe 3 am Gehäuse 2 so angebracht, dass sie
beim Einfahren und Ausfahren der Trittstufe 3 diese ständig berührt und damit gleichzeitig
reinigt.
[0041] Ferner sind zwei Dichtungen 11a und 11b vorgesehen, die das Gehäuse 2 sowohl in der
Endlage II als auch in der Ausgangslage I abdichten.
[0042] Eine unten am Gehäuse 2 vorgesehene Ablauföffnung 12 erlaubt, dass Feuchtigkeit,
Schmelzwasser und Schmutz automatisch abfließen können.
[0043] Dämmmaterial 13 in Form von Dämmmatten, die unten im Gehäuse 2 unterhalb der Trittstufe
3 angeordnet sind, sorgen für eine optimale Wärmedämmung des Gehäuses 2.
[0044] Ferner sind in den Figuren 1 und 2 Befestigungsmittel 14 in Form von Abstandshaltern
dargestellt, die die Anbringung am Wagenkasten (nicht dargestellt) in einer Weise
erlauben, dass die Schiebetrittanordnung 1 zur Unterseite des Wagenkastens beabstandet
ist.
[0045] Schließlich weist der Schiebetritt 3, was ebenfalls in den Figuren 1 und 2 dargestellt
ist, an seinem in Ausfahrrichtung A vorderen Ende einen über die gesamte Breite des
Schiebetritts 3 verlaufenden Wulst 15 auf, der hier die Funktion eines Anstoßdämpfers
hat und an der stirnseitigen Gummidichtung 11a angeformt ist.
1. Schiebetrittanordnung (1) für ein Schienenfahrzeug
- mit einem an einem Wagenkasten des Schienenfahrzeugs befestigbaren Gehäuse (2) mit
einer Gehäuseöffnung (2a) und
- mit einer Trittstufe (3), die in einer Ausgangslage (I) im Gehäuse (2) beweglich
gelagert und durch die Gehäuseöffnung (2a) aus der Ausgangslage (I) in einer Ausfahrrichtung
(A) in mindestens eine Endlage (II,II') ausfahrbar ist und aus der mindestens einen
Endlage (II,II') entgegen der Ausfahrrichtung (A) in die Ausgangslage (I) einfahrbar
ist,
wobei die Schiebetrittanordnung (1) mindestens ein Mittel (4,9,10,11a,11b,12,13) zum
Verhindern eines Festfrierens der Trittstufe (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebseinrichtung (4), die einen die Trittstufe (3) antreibenden Motor (5)
und eine Motorsteuerung (6) aufweist, vorgesehen ist,
wobei die Antriebseinrichtung (4) derart ausgebildet ist, dass die Antriebseinrichtung
erst bei Unterschreiten einer bestimmten Außentemperatur so angesteuert wird, dass
die vom Motor (5) abgebbare Leistung in einem ersten Abschnitt (a,a') des Verfahrweges
(X) höher als in einem nachfolgenden zweiten Abschnitt (b,b') ist und der Verfahrweg
(X) in mindestens zwei Abschnitte (a,a') mit einer unterschiedlichen abgebbaren Motorleistung
unterteilt ist,
wobei entweder der erste Abschnitt ein Abschnitt (a) des Verfahrweges (X) während
des Ausfahrens der Trittstufe aus der Ausgangslage (I) ist, wobei sich der Abschnitt
(a) beginnend bei der Ausgangslage (I) in Richtung der mindestens einen Endlage (II,II')
erstreckt, oder der erste Abschnitt ein Abschnitt (a') des Verfahrweges (X) während
des Einfahrens der Trittstufe (3) aus der mindestens einen Endlage (II,II') ist, wobei
sich der Abschnitt (a') beginnend bei der mindestens einen Endlage (II,II') in Richtung
der Ausgangslage (I) erstreckt,
wobei zum Beginn der Ausfahr- und/oder Einfahrbewegung der Trittstufe die höhere abgegebene
Motorleistung erreichbar ist.
2. Schiebetrittanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heizeinrichtung (9) vorgesehen, die am oder im Gehäuse (2) und/oder an, vorzugsweise
unter, der Trittstufe (3) angeordnet ist.
3. Schiebetrittanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bürste (10) am Gehäuse (2), insbesondere oberhalb der Trittstufe (3), angeordnet
ist, die die Trittstufe (3) zumindest während des Ausfahrens berührt und die vorzugsweise
die gesamte Breite der Trittstufe (3) quer zur Ausfahrrichtung (A) einnimmt.
4. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichtung (11a,11b) vorgesehen ist, die das Gehäuse (2) im Bereich der Gehäuseöffnung
(2a) abdichtet und die vorzugsweise die gesamte Breite der Trittstufe (3) quer zur
Ausfahrrichtung (A) einnimmt.
5. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (2), vorzugsweise unterhalb der Trittstufe (3), eine Ablauföffnung (12)
vorgesehen ist.
6. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) mit Dämmmaterial (13) versehen ist.
7. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des ersten Abschnitts (a,a') weniger als 50%, insbesondere weniger als
30%, vorzugsweise weniger als 25%, des Verfahrweges (X) beim Ausfahren und/oder Einfahren
der Trittstufe (3) beträgt.
8. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorsteuerung (6) derart ausgebildet ist, dass die vom Motor (5) abgegebene
Leistung in dem ersten Abschnitt (a,a') des Verfahrweges (X) höher als in dem zweiten
Abschnitt (b,b') ist.
9. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorsteuerung (6) derart ausgebildet ist, dass die Trittstufe (3) nach Ablauf
einer vorgegebenen Zeitspanne von der mindestens einen Endlage (II,II') in die Ausgangslage
(I) einfährt.
10. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hinderniserkennungseinrichtung (7) vorgesehen ist, die insbesondere Bestandteil
der Antriebsrichtung (4) ist.
11. Schiebetrittanordnung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinderniserkennungseinrichtung (7) einen Sensor (8) aufweist, der so ausgebildet
ist, dass er ein Hindernis, insbesondere einen Bahnsteig, erfassen und ein Erfassungssignal
an die Motorsteuerung (6) übermitteln kann.
12. Schiebetrittanordnung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (8) ein optischer Sensor, der insbesondere an der Trittstufe (3) angeordnet
ist, oder ein Leistungssensor, vorzugsweise ein Stromdetektor, ist, der insbesondere
Bestandteil der Antriebseinrichtung (4) ist.
13. Schiebetrittanordnung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorsteuerung (6) so ausgebildet ist, dass die Trittstufe (3) beim Ausfahren
abhängig von einer Erfassung eines Hindernisses entweder in eine erste Endlage (II),
die der maximalen Ausfahrweite entspricht, oder in eine zweite Endlage (II') bewegt
wird, die zwischen der ersten Endlage (II) und der Ausgangslage (I) angeordnet ist,
oder, vorzugsweise für eine vorgegebene Zeitspanne, angehalten wird.
14. Verfahren zur Steuerung einer Schiebetrittanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung (4) die vom Motor (5) abgegebene Leistung in einem ersten
Abschnitt (a,a') des Verfahrweges (X) höher einstellt als in einem nachfolgenden zweiten
Abschnitt (b,b').
15. Schienenfahrzeug mit einer Schiebetrittanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
13.
1. A retractable step arrangement (1) for a rail vehicle
- with a housing (2) that can be fastened to a car body of the rail vehicle and has
a housing opening (2a) and
- with a step (3) that is movably supported in the housing (2) in an initial position
(I), wherein said step can be extended through the housing opening (2a) from the initial
position (I) into at least one final position (II, II') in an extending direction
(A) and retracted from the at least one final position (II, II') into the initial
position (I) opposite to the extending direction (A),
wherein the retractable step arrangement (1) features at least one means (4, 9, 10,
11a, 11b, 12, 13) for preventing the step (3) from becoming frozen in place,
characterized in that a drive unit (4) featuring a motor (5) that drives the step (3) and a motor control
(6) is provided, wherein the drive unit (4) is realized in such a way that the drive
unit only at falling below a specific outside temperature is controlled such that
the power that can be outputted by the motor (5) is higher in a first section (a,
a') of the displacement path (X) than in a subsequent second section (b, b') and the
displacement path is divided into at least two sections (a, a') with a different motor
power that can be outputted,
wherein either the first section is a section (a) of the displacement path (X) during
the extension of the step from the initial position (I), wherein the section (a) begins
at the initial position (I) and extends in the direction of the at least one final
position (II, II'), or the first section is a section (a') of the displacement path
(X) during the retraction of the step (3) from the at least one final position (II,
II'), wherein the section (a') preferably begins at the at least one final position
(II, II') and extends in the direction of the initial position (I), wherein at the
beginning of the extension and/or retraction movement of the step the higher motor
power that can be outputted is achievable.
2. The retractable step arrangement (1) according to Claim 1, characterized in that a heating device (9) is provided and arranged on or in the housing (2) and/or on
the step (3), preferably underneath the step.
3. The retractable step arrangement (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that a brush (10) is arranged on the housing (2), particularly above the step (3), wherein
said brush contacts the step (3) at least during the extension thereof and preferably
extends over the entire width of the step (3) transverse to the extending direction
(A).
4. The retractable step arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a seal (11a, 11b) is provided, wherein said seal seals the housing (2) in the region
of the housing opening (2a) and preferably extends over the entire width of the step
(3) transverse to the extending direction (A) .
5. The retractable step arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a drainage opening (12) is provided in the housing (2), preferably underneath the
step (3).
6. The retractable step arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (2) is provided with insulating material (13) .
7. The retractable step arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the length of the first section (a, a') amounts to less than 50%, particularly less
than 30%, preferably less than 25%, of the displacement path (X) during the extension
and/or retraction of the step (3).
8. The retractable step arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the motor control (6) is realized in such a way that the power outputted by the motor
(5) is higher in the first section (a, a') of the displacement path (X) than in the
second section (b, b').
9. The retractable step arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the motor control (6) is realized in such a way that the step (3) retracts from the
at least one final position (II, II') into the initial position (I) after a predefined
time period elapses.
10. The retractable step arrangement (1) according to one of the preceding claims, characterized in that an obstacle detection device (7) is provided, that particularly forms part of the
drive unit (4).
11. The retractable step arrangement (1) according to Claim 10, characterized in that the obstacle detection device (7) features a sensor (8) that is realized in such
a way that it can detect an obstacle, particularly a platform, and transmit a detection
signal to the motor control (6).
12. The retractable step arrangement (1) according to Claim 12, characterized in that the sensor (8) is an optical sensor that is arranged, in particular, on the step
(3) or a power sensor, preferably a current detector, that particularly forms part
of the drive unit (4).
13. The retractable step arrangement (1) according to one of Claims 10 to 12, characterized in that the motor control (6) is realized in such a way that the step (3) is during its extension
either moved into a first final position (II) corresponding to the maximum extending
width or into a second final position (II') arranged between the first final position
(II) and the initial position (I) or preferably stopped for a predefined time period
in dependence on the detection of an obstacle.
14. A method for controlling a retractable step arrangement (1) according to one of Claims
1 to 13, characterized in that the drive unit (4) adjusts a higher power outputted by the motor (5) in a first section
(a, a') of the displacement path (X) than in a subsequent second section (b, b').
15. A rail vehicle with a retractable step arrangement (1) according to one of Claims
1 to 13.
1. Marchepied coulissant (1) pour véhicule ferroviaire, comportant
- un boîtier (2) pourvu d'une ouverture de boîtier (2a) et pouvant être fixé à un
caisson de wagon du véhicule ferroviaire et
- une marche d'accès (3) qui s'appuie de manière mobile dans le boîtier (2) en position
initiale (I) et peut être sortie par l'ouverture de boîtier (2a) de sa position initiale
(I) dans un sens de sortie (A) jusqu'à au moins une position de fin de course (II,
II') et peut être rentrée depuis l'au moins une position de fin de course (II, II')
à l'inverse du sens de sortie (A) jusqu'à la position initiale (I),
le dispositif de marchepied coulissant (1) présentant au moins un moyen (4, 9, 10,
11a, 11b, 12, 13) pour empêcher un blocage par congélation de la marche d'accès (3),
caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif moteur (4) qui présente un moteur (5) entraînant la marche
d'accès (3) et une commande de moteur (6), le dispositif moteur (4) étant conçu de
manière à ce que le dispositif moteur soit commandé seulement lors d'un dépassement
vers le bas d'une température extérieure déterminée, de telle sorte que la puissance
pouvant être fournie par le moteur (5) soit plus élevée dans une première section
(a, a') de la course de déplacement (X) que dans une seconde section suivante (b,
b') et que la trajectoire (X) soit divisé en au moins deux sections (a, a') avec une
puissance pouvant être fournie par le moteur différente, où soit la première section
est une section (a) de la trajectoire (X) pendant la sortie de la marche d'accès partant
de sa position initiale (I), la section (a) s'étendant de préférence en commençant
à la position initiale (I) en direction de l'au moins une position de fin de course
(II, II'), soit la première section est une section (a') de la trajectoire (X) pendant
le rentrage de la marche d'accès (3) depuis l'au moins une position de fin de course
(II, II'), la section (a') s'étendant de préférence en commençant à l'au moins une
position de fin de course (II, II') en direction de la position initiale (I), la puissance
supérieure fournie par le moteur pouvant être atteinte au début du mouvement de sortie
et/ou de rentrage de la marche d'accès.
2. Marchepied coulissant (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de chauffage (9) qui est disposé sur ou dans le boîtier
(2) et/ou sur, de préférence sous, la marche d'accès (3) .
3. Marchepied coulissant (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'est disposée sur le boîtier (2), en particulier au-dessus de la marche d'accès (3),
une brosse (10) qui touche la marche d'accès (3) du moins pendant sa sortie et qui
occupe de préférence toute la largeur de la marche d'accès (3) transversalement au
sens de sortie (A).
4. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un joint (11a, 11b) qui étanchéifie le boîtier (2) au niveau de l'ouverture
du boîtier (2a) et qui occupe de préférence toute la largeur de la marche d'accès
(3) transversalement au sens de sortie (A).
5. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une ouverture de sortie (12) est prévue dans le boîtier (2), de préférence sous la
marche d'accès (3).
6. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (2) est pourvu de matériau isolant (13).
7. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de la première section (a, a') représente moins de 50 %, en particulier
moins de 30 %, de préférence moins de 25 %, de la course de déplacement (X) à la sortie
et/ou au rentrage de la marche d'accès (3).
8. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la commande du moteur (6) est réalisée de manière à ce que la puissance fournie par
le moteur (5) soit supérieure dans la première section (a, a) de la course de déplacement
(X) à ce qu'elle est dans la seconde section (b, b').
9. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la commande du moteur (6) est réalisée de manière à ce que la marche d'accès (3)
rentre après écoulement d'un certain laps de temps dans sa position initiale (I) en
partant de l'au moins une position de fin de course (II, II').
10. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de détection d'obstacles (7) qui fait notamment partie
du dispositif moteur (4).
11. Marchepied coulissant (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que le dispositif de détection d'obstacles (7) présente un capteur (8) qui est conçu
de manière à pouvoir détecter un obstacle, notamment un quai, et à transmettre un
signal de détection à la commande du moteur (6).
12. Marchepied coulissant (1) selon la revendication 12, caractérisé en ce que le capteur (8) est un capteur optique qui est disposé notamment au niveau de la marche
d'accès (3) ou un capteur de puissance, de préférence un détecteur de courant, qui
fait notamment partie du dispositif moteur (4).
13. Marchepied coulissant (1) selon une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que la commande du moteur (6) est conçue de manière à ce que la marche d'accès (3), à
sa sortie, en fonction d'une détection d'un obstacle, soit déplacée soit vers une
première position de fin de course (II) qui équivaut à la largeur de sortie maximale,
soit vers une seconde position de fin de course (II') qui est disposée entre la première
position de fin de course (II) et la position initiale (I) ou s'arrête de préférence
pour un laps de temps prédéfini.
14. Procédé de commande d'un marchepied coulissant (1) selon une des revendications 1
à 13, caractérisé en ce que le dispositif moteur (4) règle la puissance fournie par le moteur (5) dans une première
section (a, a) de la course de déplacement (X) à un niveau plus élevé que dans une
seconde section suivante (b, b').
15. Véhicule ferroviaire comportant un marchepied coulissant (1) selon une des revendications
1 à 13.