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EP 2 361 697 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.2016 Patentblatt 2016/51 |
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Anmeldetag: 12.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Reinigungsanlage für Behälter und Verfahren zu ihrem Betrieb
Cleaning assembly for containers and method for its operation
Installation de nettoyage pour récipient et son procédé de fonctionnement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
26.02.2010 DE 102010002408
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.2011 Patentblatt 2011/35 |
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Patentinhaber: Krones AG |
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93073 Neutraubling (DE) |
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Erfinder: |
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- Klenk, Klaus
67551 Worms (DE)
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Vertreter: Grünecker Patent- und Rechtsanwälte
PartG mbB |
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Leopoldstraße 4 80802 München 80802 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2004/098800 DE-A1- 4 212 433 DE-U1- 20 321 071
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DE-A1- 3 118 647 DE-U1- 7 616 074
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsanlage für Behälter, insbesondere für
Flaschen, und ein Verfahren zu ihrem Betrieb.
[0002] Eine aus der
DE-A-38 15 441 bekannte Reinigungsanlage enthält ein geschlossenes Gehäuse, durch das die zu reinigenden
Behälter mit Hilfe eines kontinuierlichen Förderers durchgeschleust werden. Die bekannte
Reinigungsanlage ist als Einend-Anlage konzipiert, d.h. die Behälter werden an ein
und derselben Seite in das Gehäuse ein- und aus dem Gehäuse herausgeschleust. Das
Innere des Gehäuses ist in die unterschiedlichsten Reinigungsstationen unterteilt,
wobei die Behälter vor ihrer eigentlichen Reinigungsbehandlung in der Hauptlauge (Hauptlaugebad)
in ein Vorlaugebad getaucht werden, um zunächst den gröbsten Schmutz zu entfernen.
Nach dem Hauptlaugebad schließen sich verschiedene Nachbehandlungen an, in denen die
Behälter mit Nachlauge und Wasser mit fallender Temperatur (z.B. 60°C, 50°C, 35°C)
und anschließend mit Frischwasser abgespritzt werden.
[0003] Reinigungsanlagen sind aufwändig im Hinblick auf ihren Energie- und Wasserverbrauch.
Die Betreiber derartiger Reinigungsanlagen werden durch die ständig steigenden Betriebskosten
für Energie, Wasser und Chemie stark belastet. Weiterhin gibt es in vielen Regionen
immer größere Probleme bei der Versorgung mit Frischwasser in Trinkwasserqualität.
Die heute bekannten Rekueinrichtungen basieren alle auf einzelnen Tauchbädern, bei
denen die Flaschen entweder nur untergetaucht oder auch gefüllt werden. Durch das
mehrmalige Füllen und Entleeren der Flaschen sind diese Verfahren mit großem Maschinenaufwand
verbunden und sehr teuer. Die Wirtschaftlichkeit ist nur bei extremen Energiekosten
gegeben.
[0004] Die
DE 31 18 647 zeigt eine Recuperationsanlage zur Reinigung von Flaschen. Die Anlage zeigt verschiedene
Reinigungsstationen, die mit Tauchbädern unterschiedlicher Temperaturen arbeiten und
unter denen ein Austausch von Reinigungsflüssigkeit verschiedener Temperaturen zum
Vorwärmen bzw. Abkühlen stattfindet. Die Vorlaugestation und die Nachlaugestation
sind nicht mit jeweils wenigstens zwei Behandlungsstufen ausgestattet.
[0005] Die
DE 42 12 433 zeigt eine Flaschenreinigungsmaschine mit mehreren Behandlungsstationen, bei der
eine Möglichkeit vorgesehen ist, eine Sterilzone zu schaffen, in der auch Kunststoffbehälter
steril gehalten werden können, ohne dass sie über die für Kunststoff kritische Temperatur
beheizt werden müssen. Der Gedanke dieser Sterilzone liegt darin, nicht die Behälter,
sondern die zum Behandeln der Behälter eingesetzte Lauge, zumindest in einer Behandlungszone,
durch Erhitzen zu sterilisieren und anschließend zum Behandeln der Behälter unter
der kritischen Temperatur rückzukühlen. Die Sterilisierung der Lauge erfolgt dadurch,
dass sie aus dem entsprechenden Behälter abgezogen und durch eine Heizeinrichtung
geführt wird. Nach ausreichender Sterilisation dieser Lauge wird sie mit Hilfe von
Wärmetauschern durch die Lauge der den Sterilisationsbad vorangegangene Laugebädern
rückgekühlt, wobei sich diese erwärmen. Diese Druckschrift zeigt zwar mehrere Behandlungsstationen,
wobei jedoch der Druckschrift nicht zu entnehmen ist, dass diese zwei Behandlungsstufen
der gleichen Behandlungsstation sind.
[0006] Die
DE 203 21 071 zeigt eine Behälterreinigungsanlage mit einer verbesserten Heizeinrichtung, die so
ausgestaltet ist, dass nur eine der Behandlungsstufen durch einen konstruktiv aufwändigen,
dampfbeheizten Primärwärmetauscher erwärmt wird, während die weiteren Behandlungsstufen
durch die Flüssigkeit aus der ersten Behandlungsstufe erwärmt wird. Auch hier ist
die Unterteilung der Stationen in verschiedene Stufen nicht angesprochen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsanlage energie- und wassersparend
auszubilden.
[0008] Die Aufgabe wird bei einer Reinigungsanlage durch die Merkmale des Anspruchs 1 und
bei einem Verfahren durch die Merkmale des Anspruchs 5 gelöst.
[0009] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass Energieverluste durch Wärmeverschleppung
auftreten, d.h. die Behälter und das Fördermittel werden in erwärmtem Zustand in Behandlungsstufen
eingeschleust, in denen die Wärme nicht erforderlich ist. Dies führt beispielsweise
zu erhöhten Abwassertemperaturen, die oft ein Problem darstellen. Weiterhin ist eine
Wassereinsparung möglich, wenn die Behandlung in mehreren Stufen, jeweils mit einem
Bruchteil des ansonsten erforderlichen Wassers behandelt wird. Es wurde festgestellt,
dass es möglich ist, Behälter biologisch einwandfrei mit einem Wasserverbrauch von
weniger als 0,1 I pro Behälter zu reinigen. Die mehrstufige Behandlung der Behälter
mit Vorlauge dient weiterhin einer optimalen Vorwärmung der Behälter, so dass die
große Flüssigkeitsmenge im Hauptlaugebad nicht laufend unter hohem Energieeinsatz
auf der erforderlichen Temperatur gehalten werden muss.
[0010] Durch die mehrstufige Ausbildung der Vorlauge- und Nachlaugestationen steht in der
Temperatur abgestuftes Nachlauge-Abwasser zur Verfügung, das zum stufenweisen Erwärmen
der Behälter durch Wärmeübertragung auf die Vorlauge eingesetzt werden kann. Auf diese
Weise wird Energie eingespart.
[0011] Zweckmäßigerweise sind Vorlauge- und Nachlauge-Behandlungsstufen jeweils paarweise
wärmeübertragend gekoppelt.
[0012] Wärmeenergiesparend wirkt sich weiterhin eine Berieselungseinrichtung insbesondere
in der Vorlauge-Behandlungsstufe aus, durch die gezielt nur die Behälter und der Förderer
angewärmt wird. Aufwändige Tauchbäder, bei denen nach jeder Behandlung die Behälter
entleert werden müssen, entfallen.
[0013] Weiterhin kann Wasser eingespart werden, indem die Spülstation ebenfalls mit einer
Vielzahl von Behandlungsstufen ausgestaltet wird, die jede einzeln mit einem geringeren
Wasseranteil auskommen.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Reinigungsanlage als Fließbild,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Reinigungsanlage als Konstruktionsdarstellung,
und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Querschnittes durch eine Vorlaugezone in Konstruktionsdarstellung.
[0015] In den Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Reinigungsanlage 1 zum Reinigen von
Behältern 2 (Fig. 3), z.B. Flaschen aus Glas oder aus Kunststoff, insbesondere PET,
ersichtlich. Die Reinigungsanlage 1 enthält ein Gehäuse 3 und ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel als EinendAnlage konzipiert, d.h. Behältereinlauf 4 und Behälterauslauf
5 befinden sich an der gleichen Seite des Gehäuses 3. Im Gehäuse 3 ist ein Endlosförderer
6 angeordnet, der die Behälter 2 durch die unterschiedlichsten Reinigungsstationen
führt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel läuft der Förderer 6 vom Behältereinlauf
4 zunächst durch eine Vorweichstation VW und von dort in und durch eine Vorlaugestation
VL, anschließend in eine Hauptlaugestation HL und aus dieser durch eine Nachlaugestation
NL in eine Spülstation S, bevor die Behälter 2 das Gehäuse 3 am Behälterauslauf 5
verlassen.
[0016] Im Hinblick auf die verwendeten Reinigungsflüssigkeiten und Chemikalien unterscheidet
sich die erfindungsgemäße Anlage 1 nicht vom Stand der Technik. Die erfindungsgemäße
Reinigungsanlage 1 unterscheidet sich jedoch vom Stand der Technik durch eine energie-
und wassersparende Ausführung, wobei wassersparende Behandlungsmethoden und Wärmerückgewinnung
eingesetzt werden.
[0017] So ist die Vorweichstation in zwei Vorweichzonen VWI und VWII unterteilt. Beide Stationen
können mit unterschiedlichen Temperaturen und/oder unterschiedlichen Flüssigkeiten
arbeiten.
[0018] Die Vorlaugestation VL hat im dargestellten Ausführungsbeispiel drei, bevorzugt als
getrennte Einheiten ausgebildete Vorlaugezonen VLI, VLII und VLIII, die in Förderrichtung
des Förderers 6 hintereinander und zwischen der Vorweichstation VW und der Hauptlaugestation
HL angeordnet sind. Der Hauptzweck der Vorlaugestation ist die Vorwärmung der Behälter
2 und der Förderer möglichst nahe an die Temperatur der Hauptlaugestation (meist 80°C).
Jede der einzelnen Vorlaugezonen VLI bis VLIII ist als gesonderte Einheit ausgebildet
und weist eine eigene Laugenzufuhr 7I, 7II und 7III, sowie eine mit jeweils einer
Pumpe P versehene Laugeableitung 81, 8II und 8III auf, wobei die Laugeableitungen
8 in eine gemeinsame Entsorgungsleitung 9 münden. Alle drei Vorlaugestufen VLI, VLII,
VLIII werden von einer gemeinsamen Filtereinrichtung 10 versorgt, die alle drei Zonen
gleichzeitig filtriert. Es ist jedoch auch möglich, jeder Zone eine eigene Filtereinrichtung
zuzuordnen. Jeder Vorlaugestufe ist eine Etikettenaustragsstation mit Umwälzpumpe
zugeordnet.
[0019] Fig. 3 zeigt eine derartige Vorlaugezone in detaillierter Darstellung, aus der zu
sehen ist, dass die Behälter 2 durch den Förderer 6 auf einzelnen Führungen 11 unter
einer Berieselungseinrichtung 12 (Überschwallung) hindurchgeführt werden, die über
die Leitung 7 mit Vorlauge versorgt wird. Hierzu werden die Behälter 2 auch zu einem
gewissen Teil angefüllt (Vorweicheffekt). Die Vorlauge läuft von den Behältern 2 ab
und wird von einem Leitblech 13 aufgefangen, der den abgespülten Schmutz auffängt
und auf ein Schmutzaustrageband 14 leitet, das ihn aus dem Gehäuse 3 abführt. Die
Flüssigkeit sammelt sich im unteren Bereich und wird über die Leitung 8 mit Hilfe
der Pumpe P in nachfolgend noch zu beschreibender Weise abgeführt. Diese Konstruktion
ist im Wesentlichen für alle Vorlaugenzonen VLI bis VLIII gleich.
[0020] Die Behälter gelangen dann in die Hauptlaugestation HL, die im dargestellten Ausführungsbeispiel
als Laugebad ausgebildet ist. Es sollte angestrebt werden, dass die Temperaturen des
Förderers und der Behälter beim Eintauchen in das Hauptlaugebad möglichst nahe an
dessen Temperaturbereich liegt.
[0021] Nach der Hauptreinigung gelangen die Behälter in die Nachlaugestation NL. Auch die
Nachlaugestation NL ist in verschiedenen Zonen NLI, NLII, NLIII unterteilt, die jede
für sich als geschlossene Einheit mit jeweils einer Ablaufleitung 151, 1511 und 15111,
die jeweils mit einer Pumpe versehen sind, und einer eigenen Zulaufleitung 161, 1611
und 16111 ausgebildet ist. Die Behandlung der Behälter erfolgt durch Spritzen (innen
und außen).
[0022] Bei der erfindungsgemäßen Reinigungsanlage 1 wird die aus der Hauptlaugestation HL
stammende und in die Nachlaugestation NL verschleppte Wärme den Behältern und Förderern
(einschließlich Halterungen, wie z.B. Flaschenkörbe) durch die Nachlauge entzogen,
so dass sich die Behälter und Förderer stufenweise abkühlen, auch wenn weniger Wasser
zum Kühlen eingesetzt wird. Die gewonnene Wärme gelangt mit der Nachlauge über die
jeweiligen Ablaufleitungen 15 in einen Wärmetauscher 17. Der Wärmetauscher 17 ist
mit einer oder bevorzugt mehreren Nachlaugezonen NL verbunden. Es kann für jede Nachlaugezone
ein eigener Wärmetauscher 17 vorgesehen sein, bevorzugt ist jedoch ein mehrstufiger
Wärmetauscher, der mit allen drei Nachlaugezonen I bis III verbunden ist. An der Abgabeseite
des Wärmetauschers 17 sind die Zu- und Ableitungen 7, 8 der Berieselungseinrichtung
12 der Vorlaugezonen VLI bis VLIII angeschlossen. Auf diese Weise wird die Vorlauge
durch die aus der Hauptlaugestation in die Nachlaugezonen verschleppte Wärme erwärmt.
Die Behälter (und gegebenenfalls Förderer und Halterungen) werden damit zwischen der
Wasservorwärmung (Vorweiche) und der Hauptlauge mit unterschiedlichen Temperaturen
überschwallt, so dass deren Vorwärmung mit weitaus geringeren technischen Maschinen-Equipments
erreicht werden kann. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die niedrige Temperatur im
Nachspülbereich der Wasserzone. Die Chemikalien zur Desinfektion und zur Verhütung
von Kalkausfall können in niedrigeren Konzentrationen eingesetzt werden. Trotz vermindertem
Frischwassereinsatz werden bessere Ergebnisse bei den Rückständen in den Flaschen
erreicht.
[0023] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die gleiche Anzahl von Vorlaugezonen und
Nachlaugezonen vorgesehen, die paarweise über den Wärmetauscher gekoppelt sind. Die
Anzahl der Zonen kann jedoch jeweils zwischen zwei und fünf schwanken. Die Erfindung
funktioniert jedoch auch, wenn beispielsweise mehr Vor- als Nachlaugezonen oder mehr
Nachlauge- als Voriaugezonen vorhanden sind, wobei beispielsweise eine Nachlaugezone
zwei Vorlaugezonen bedient oder eine Vorlaugezone kalt gefahren wird.
[0024] Die Anzahl der Austauschzonen und die Wärmetauschergröße einer Anlage wird für den
jeweiligen Anwendungsfall festgelegt und ist abhängig von den Kundenanforderungen,
der Anlagengröße sowie den Energie- und Wasserkosten (Wirtschaftlichkeitsberechnung).
Es kann grundsätzlich festgestellt werden, dass durch dieses Verfahren 30 % bis 50
% Energie und Wasser gegenüber einer heutigen Anlage mit einstufiger Wärmerückgewinnung
eingespart werden kann.
[0025] Bei einer Hauptlaugentemperatur von 80°C sollten die Vorlaugen Temperaturen zwischen
40°C und 70°C, die Nachlaugen zwischen 45°C und 75°C liegen.
[0026] An die Nachlaugestation NL schließt sich eine Spülstation S an, die ebenfalls in
einzelne Zonen unterteilt ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Warmwasserzonen
WWI und WWII sowie eine Kaltwasserzone KW vorgesehen. Es kann sich eine Recyclingwasserzone
RW und schließlich eine Frischwasser(Kaltwasser)zone FW anschließen, in der die Behälter
2 mit Leitungswasser in Trinkwasserqualität gespült werden.
[0027] In Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiels ist die Erfindung
auch bei anders konzipierten Reinigungsanlagen, beispielsweise bei Zweiend-Reinigungsanlagen,
bei der der Behältereinlauf und der Behälterauslauf sich auf gegenüberliegenden Seiten
des Gehäuses befinden, einsetzbar. Auch die Anzahl der Zonen innerhalb der Stationen
kann je nach spezieller Ausgestaltung des Reinigungsvorgangs oder der speziellen Konstruktion
der Reinigungsanlage variiert werden; so kann z.B. die Vorweichstation auch lediglich
eine Zone enthalten. Ebenfalls sind in der Spülstation nicht alle dargestellten Zonen
notwendig. Für die Anzahl der Stufen in der Vorlaugestation und der Nachlaugestation
sind die Anforderungen am Einsatzort, wie beispielsweise eine Mangelversorgung mit
Frischwasser, hohe Energiekosten und die Wirtschaftlichkeit ausschlaggebend. Statt
des dreifachen Wärmeaustausches kann auch ein zwei- bis fünfstufiger Wärmeaustausch
eingesetzt werden. Sowohl die Vorlauge- als auch die Nachlaugestation kann beispielsweise
auch mit einer Innenreinigung kombiniert werden.
1. Reinigungsanlage (1) für Behälter (2), mit einer Förderstrecke (6) zum Fördern der
Behälter (2) durch unterschiedliche Reinigungsstationen, wobei die Reinigungsstationen
eine Hauptlaugestation (HL) zur Behandlung mit Hauptlauge, eine der Hauptlaugestation
(HL) vorgeschaltete Vorlaugestation (VL) zur Behandlung mit Vorlauge, eine der Hauptlaugestation
(HL) nachgeschaltete Nachlaugestation (NL) zur Behandlung mit Nachlauge und eine Spülstation
(S) enthält, wobei die Vorlaugestation (VL) und die Nachlaugestation (NL) jeweils
wenigstens zwei Behandlungsstufen (VLI bis VLIII, NLI bis NLIII) enthalten und wenigstens
eine Nachlauge-Behandlungsstufe (NLI bis NLIII) über einen Wärmetauscher (17) in wärmeübertragenden
Kontakt derart mit einer Vorlauge-Behandlungsstufe (VLI bis VLIII) steht, dass in
der Temperatur abgestuftes Nachlauge-Abwasser zur Verfügung gestellt wird, das zum
stufenweisen Erwärmen der Behälter durch Wärmeübertragung auf die Vorlauge eingesetzt
werden kann, so dass die Behälter zwischen der Vorlaugestation (VL) und der Hauptlaugestation
(HL) mit unterschiedlichen Temperaturen überschwallt werden.
2. Reinigungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die gleiche Anzahl Vorlauge- und Nachlauge-Behandlungsstufen vorgesehen sind,
die jeweils paarweise in wärmeübertragenden Kontakt miteinander stehen.
3. Reinigungsanlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Vorlauge-Behandlungsstufe (VLI bis VLIII) mit einer Berieselungseinrichtung
(12) versehen ist.
4. Reinigungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülstation (S) wenigstens zwei Behandlungsstufen (WWI, WWII) mit Warm- und wenigstens
zwei Behandlungsstufen (KW, RW, FW) mit Kaltwasser enthält.
5. Verfahren zum Reinigen von Behältern (2), bei dem die Behälter (2) nacheinander durch
eine Mehrzahl von unterschiedlichen Reinigungsstationen gefördert werden, in denen
sie nacheinander mit Vorlauge, Hauptlauge, Nachlauge und Spülmittel behandelt werden,
wobei die Behälter (2) in wenigstens zwei Stufen (VLI bis VLIII) mit Vorlauge und
in wenigstens zwei Stufen (NLI bis NLIII) mit Nachlauge behandelt werden und die Nachlauge
über einen Wärmetauscher (17) zum Vorwärmen der Vorlauge derart geführt wird, dass
in der Temperatur abgestuftes Nachlauge-Abwasser zur Verfügung gestellt wird, und
mit dem Schritt des stufenweisen Erwärmens der Behälter durch Wärmeübertragung auf
die Vorlauge durch das in der Temperatur abgestufte Nachlauge-Abwasser, so dass die
Behälter zwischen einer Vorlaugestation (VL) und einer Hauptlaugenstation (HL) mit
unterschiedlichen Temperaturen überschwallt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (2) in wenigstens einer Stufe mit Vorlauge berieselt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (2) in wenigstens zwei Behandlungsstufen (WWI, VMII) mit Warm- und wenigstens
zwei Behandlungsstufen (KW, RW, FW) mit Kaltwasser gespült werden.
1. A cleaning system (1) for containers (2), comprising a conveyor line (6) for conveying
the containers (2) through different cleaning stations, the cleaning stations including
a station (HL) for treatment with main caustic solution, a station (VL) for treatment
with pre-caustic solution upstream of the station (HL), a station (NL) for treatment
with post-caustic solution downstream of the station (HL) an a rinsing station (S),
wherein the pre-caustic station (VL) and the post-caustic station (NL) each comprise
at least two treatment stages (VLI to VLIII, NLI to NLIII) and at least one post-caustic
treatment stage (NLI to NLIII) is in heat-transmitting contact with a pre-caustic
treatment stage (VLI to VLIII) via a heat exchanger in such a way that post-caustic
waste water of different temperatures is available, that can be used for the step-wise
heating of the containers by heat transfer to the pre-caustic solution, such that
the containers are flooded between the pre-caustic station (VL) and the main caustic
station (HL) with different temperatures.
2. The cleaning system according to claim 1, wherein that identical numbers of pre-caustic
and post-caustic treatment stages are provided that are each pairwise in heat-transmitting
contact with one another.
3. The cleaning system according to any one of claims 1 or 2, wherein that at least one
pre-caustic treatment stage (VLI to VLIII) is provided with a spraying device (12).
4. The cleaning system according to any one of claims 1 to 3, wherein the rinsing station
(S) comprises at least two treatment stages (WWI, WWII) with hot water and at least
two treatment stages (KW, RW, FW) with cold water.
5. A method for cleaning containers (2), in which the containers (2)) are conveyed one
after the other through a plurality of different cleaning stations, in which they
are successively treated with pre-caustic solution, main caustic solution, post-caustic
solution and rinsing agent, wherein the containers (2) are treated in at least two
stages (VLI to VLIII) with pre-caustic solution and in at least two stages (NLI to
NLIII) with post-caustic solution and the post-caustic solution is provided for pre-heating
the pre-caustic solution via a heat exchanger (17) in such a way, that post-caustic
waste water of different temperatures is available, and with the step of step-wise
heating of the containers by heat transfer from the post-caustic waste water of different
temperatures to the pre-caustic solution such that the containers are flooded between
the pre-caustic station (VL) and the main caustic station (HL) with different temperatures.
6. The method according to claim 5, wherein the containers (2) are sprayed in at least
one stage with pre-caustic solution.
7. The method according to any one of claims 5 or 6, wherein the containers (2) are rinsed
with hot water in at least two treatment stages (WWI, WWII) and with cold water in
at least two treatment stages (KW, RW, FW).
1. Installation de nettoyage (1) pour contenants (2), comprenant un parcours de transport
(6) pour transporter les contenants (2) à travers différents postes de nettoyage,
installation
dans laquelle les postes de nettoyage comprennent un poste de lessivage principal
(HL) pour le traitement avec une lessive principale, un poste de lessivage primaire
(VL) placé en amont du poste de lessivage principal (HL) et destiné au traitement
avec une lessive primaire, un poste de lessivage secondaire (NL) placé en aval du
poste de lessivage principal (HL) et destiné au traitement avec une lessive secondaire,
et un poste de rinçage (S),
et dans laquelle le poste de lessivage primaire (VL) et le poste de lessivage secondaire
(NL) comprennent respectivement au moins deux étages de traitement (VLI à VLIII, NLI
à NLIII), et au moins un étage de traitement de lessivage secondaire (NLI à NLIII)
est en contact de transmission de chaleur, par l'intermédiaire d'un échangeur de chaleur
(17), avec un étage de traitement de lessivage primaire (VLI à VLIII), de manière
à mettre à disposition de l'eau usée de lessivage secondaire graduée en température,
qui peut être utilisée pour échauffer de manière graduelle les contenants par transfert
de chaleur à la lessive primaire, de sorte que les contenants sont submergés à différentes
températures entre le poste de lessivage primaire (VL) et le poste de lessivage principal
(HL).
2. Installation de nettoyage selon la revendication 1, caractérisée en ce que sont prévus respectivement le même nombre d'étages de traitement de lessivage primaire
et de lessivage secondaire, qui sont respectivement en contact de transmission de
chaleur par paires.
3. Installation de nettoyage selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce qu'au moins un étage de traitement de lessivage primaire (VLI à VLIII) est pourvu d'un
dispositif d'arrosage (12).
4. Installation de nettoyage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le poste de rinçage (S) comprend au moins deux étages de traitement (WWI, WWII) à
eau chaude et au moins deux étages de traitement (KW, RW, FW) à eau froide.
5. Procédé de nettoyage de contenants (2), d'après lequel les contenants (2) sont transportés
successivement à travers une pluralité de différents postes de nettoyage dans lesquels
ils sont traités successivement avec une lessive primaire, une lessive principale,
une lessive secondaire et un agent de rinçage, et d'après lequel les contenants (2)
sont traités dans au moins deux étages (VLI à VLIII) avec la lessive primaire et dans
au moins deux étages (NLI à NLIII) avec la lessive secondaire, et la lessive secondaire
est menée, pour préchauffer la lessive primaire, à travers un échangeur de chaleur
(17), de manière à mettre à disposition de l'eau usée de lessivage secondaire graduée
en température, le procédé comportant une étape d'échauffement graduel des contenants
par transfert de chaleur à la lessive primaire, par l'eau usée de lessivage secondaire
graduée en température, de sorte que les contenants sont submergés à différentes températures
entre le poste de lessivage primaire (VL) et le poste de lessivage principal (HL).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les contenants (2) sont arrosés avec de la lessive primaire dans au moins un étage.
7. Procédé selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que les contenants (2) sont rincés dans au moins deux étages de traitement (WWI, WWII)
avec de l'eau chaude, et dans au moins deux étages de traitement (KW, RW, FW) avec
de l'eau froide.
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