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(11) |
EP 2 364 404 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.06.2012 Patentblatt 2012/23 |
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Anmeldetag: 04.11.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/007881 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/066321 (17.06.2010 Gazette 2010/24) |
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HYDROSPEICHER, INSBESONDERE BALGSPEICHER
HYDRAULIC ACCUMULATOR, IN PARTICULAR BELLOWS ACCUMULATOR
ACCUMULATEUR HYDRAULIQUE, NOTAMMENT ACCUMULATEUR PNEUMATIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
09.12.2008 DE 102008061221
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.09.2011 Patentblatt 2011/37 |
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Patentinhaber: Hydac Technology Gmbh |
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66280 Sulzbach / Saar (DE) |
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Erfinder: |
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- BALTES, Herbert
66679 Losheim (DE)
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Vertreter: Bartels, Martin Erich Arthur |
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Patentanwälte Bartels & Partner
Lange Strasse 51 D-70174 Stuttgart D-70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 323 928 JP-A- 2001 124 001 JP-A- 2005 240 834
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JP-A- 60 143 201 JP-A- 2001 146 901
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Hydrospeicher, insbesondere in Form eines Balgspeichers,
bei dem der als bewegliches Trennelement zwischen Gasseite und Fluidseite dienende
Balg an seinem bei Ausziehen und Zusammenziehen in dem eine Längsachse definierenden
Speichergehäuse in Axialrichtung bewegbaren Balgende einen den Innenraum des Balges
fluiddicht abschließenden Verschlusskörper aufweist und an seinem anderen Balgende
relativ zum Speichergehäuse unbewegbar festgelegt ist, wobei das unbewegbare Balgende
an einem gehäusefesten Endkörper festgelegt ist, der die Gestalt einer Scheibe mit
einem aus der Hauptebene der Scheibe axial ins innere des Balges vorstehenden Bereich
besitzt, und dass an dem vorstehenden Bereich zumindest ein Fluiddurchlass gebildet
ist, der den der Fluidseite zugehörigen Innenraum des Balges mit einem Fluidanschluss
des Speichergehäuses verbindet, wobei der vorstehende Bereich im Inneren des Balges
eine zur Längsachse senkrechte, zentrale Ebene definiert.
[0002] Hydrospeicher mit einem als bewegbares Trennelement dienenden Balg sind bekannt und
finden auf verschiedenen technischen Gebieten Anwendung, beispielsweise bei hydraulischen
Bremssystemen für Fahrzeuge und den verschiedensten industriellen Hydrauliksystemen.
Die
EP 1 052 412 A2 zeigt beispielsweise einen Balgspeicher, bei dem als bewegliches Trennelement zwischen
Gasseite und Fluidseite ein Metallbalg vorgesehen ist. Bei derartigen Hydrospeichern
stellt der Balg als das am höchsten belastete Bauelement das für die Betriebssicherheit
entscheidende Bauteil dar. Während beim Ausziehen des Balges, wobei sich die einander
angenäherten Falten des Balges weiter voneinander entfernen, die Gefahr der Beschädigung
eher gering ist, kommt es bei vollständigem Zusammenziehen des Balges zu Stauchungen,
wenn aneinander liegende Falten des Balges gepreßt werden. Insbesondere ist eine solche
Gefahr dann gegeben, wenn ein vollständiges Zusammenziehen des Balges im Betrieb schnell
erfolgt.
[0003] Im Hinblick auf diese Problematik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, einen Hydrospeicher
in Form eines Balgspeichers zur Verfügung zu stellen, bei dem die Gefahr, dass es
zu einer Beschädigung des Balges im Betrieb kommt, wirksam vermieden ist.
[0005] Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch einen Hydrospeicher gelöst, der die Merkmale
des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit aufweist.
[0006] Am unbeweglichen Balgende ist ein Endkörper derart vorgesehen, dass dieser nicht
nur die Fluidverbindung zwischen dem der Fluidseite zugehörigen Innenraum des Balges
und einem Fluidanschluss des Speichergehäuses bildet, sondern dass dieser Endkörper
einen Bereich besitzt, der ins Innere des Balges axial vorsteht. Dadurch kann der
Endkörper mit seinem vorstehenden Bereich in Zusatzfunktion einen End- oder Sicherheitsanschlag
für den sich beim Zusammenziehen des Balges an den vorstehenden Bereich anlegenden
Verschlusskörpers des beweglichen Balgendes bilden, wenn die axiale Höhe der Erhebung
so gewählt ist, dass der Verschlusskörper des beweglichen Balgendes beim Zusammenziehen
am vorstehenden Bereich des Endkörpers zur Anlage kommt, bevor die aneinander liegenden
Falten des Balges miteinander verpreßt werden. Im Ergebnis ist eine erhöhte Betriebssicherheit
im Langzeitbetrieb erreicht.
[0007] Der vorstehende Bereich definiert im Inneren des Balges eine zur Längsachse senkrechte,
zentrale Ebene. Dadurch ist ein großflächiger, ebener Sicherheitsanschlag gebildet,
an dem der Verschlusskörper kippsicher anliegen kann.
[0008] Die Anordnung ist so getroffen, dass die zentrale Ebene zur Längsachse konzentrisch
und randseitig durch eine zur Hauptebene abfallende Schrägfläche begrenzt ist, wobei
als Fluiddurchlässe zumindest in der Schrägfläche ausgebildete, zur Längsachse hin
schräg abfallende Durchgänge vorhanden sind. Durch diese Gestaltung der Fluiddurchlässe
ergibt sich der weitere Vorteil, dass diese Durchgänge, da sie im Balginneren an der
Schräge zwischen dem vorstehenden Zentralteil und der Balginnenseite münden, als Spülöffnungen
dienen können, aus denen beim Zusammenziehen des Balges Schmutzpartikel ausgespült
werden, die sich gegebenenfalls im Ringraum zwischen der Schrägfläche und der Balginnenseite
angesammelt haben.
[0009] Mit Vorteil können jedoch auch zusätzlich zu den schräg abfallenden Durchgängen weitere
axiale Durchgänge in dem axial vorstehenden Bereich des Endkörpers als Fluiddurchlässe
vorgesehen sein, wodurch sich der Strömungsquerschnitt zwischen dem Innenraum des
Balges und dem Fluidanschluss des Speichergehäuses wesentlich vergrößert.
[0010] Vorzugsweise sind die schräg abfallenden Durchgänge in gleichen Abständen voneinander
an der Schrägfläche angeordnet, und die axialen Durchgänge können im axial vorstehenden
Bereich in zur Längsachse konzentrischen Kreisringen angeordnet sein.
[0011] Alternativ kann die Anordnung hinsichtlich der Bildung der Fluiddurchlässe so getroffen
sein, dass der ins Innere des Balges vorstehende Bereich an Randbereichen der zentralen
Ebene über zur Hauptebene hin abfallende Verbindungsteile mit dieser in Verbindung
ist, wobei die Fluiddurchlässe durch Zwischenräume zwischen Verbindungsteilen gebildet
sind. Gegenüber der Ausbildung der Fluiddurchlässe durch schräg verlaufende Durchgänge,
beispielsweise durch Einbringen von Schrägbohrungen, zeichnen sich Ausführungsbeispiele,
bei denen die zentrale Ebene lediglich an einzelnen Randbereichen mit dem übrigen
Teil des Innenkörpers zusammenhängt, durch besonders einfache Herstellung und dadurch
niedere Herstellungskosten aus.
[0012] Die Anordnung kann hierbei so getroffen sein, dass die zentrale Ebene eine quadratische
Form besitzt und an jeder Ecke des Quadrates ein Verbindungsteil gebildet ist.
[0013] Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen weist das Speichergehäuse ein topfartiges,
hohlzylindrisches Hauptteil und ein die Öffnung des Topfes verschließendes Gehäuseabschlussteil
auf, das entlang einer Schweißlinie mit dem Hauptteil verschweißt ist, wobei der Endkörper
des Balges im Bereich der Schweißlinie umfangsseitig am Speichergehäuse festgelegt
ist. Dies ermöglicht einen rationellen Fertigungsvorgang, indem in einem kombinierten
Schweißvorgang sowohl der Endkörper festgelegt, als auch das Speichergehäuse geschlossen
wird.
[0014] Die dem vorstehenden Bereich entgegensetzte Seite des Endkörpers kann eine in einer
Radialebene verlaufende Ringfläche bilden, die eine zur Achse konzentrische Vertiefung
umgibt, die durch die Wand des axial vorstehenden Bereiches begrenzt ist.
[0015] Wenn hierbei die Ringfläche des Endkörpers den koaxialen Fluidanschluss im Gehäuseabschlussteil
umgibt, der mit dem radial inneren Rand der Ringfläche und dem Eingang der Vertiefung
fluchtet, ergibt sich in vorteilhafter Weise ein absatzloser Strömungsweg von der
Außenseite des Speichergehäuses zu den Fluiddurchlässen im Endkörper.
[0016] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematisch vereinfacht und etwa in natürlicher Größe einer praktischen Ausführungsform
gezeichneten Längsschnitt eines Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Hydrospeichers;
- Fig. 2
- eine Draufsicht lediglich eines Endkörpers des Balges des Ausführungsbeispieles von
Fig. 1, gesehen in der in Fig. 1 mit II-II angedeuteten Blickrichtung;
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Draufsicht eines Endkörpers gemäß einem abgewandelten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung des Endkörpers von Fig. 3 entsprechend der in Fig. 3 mit IV-IV
bezeichneten Schnittlinie, und
- Fig. 5
- eine perspektivische Schrägansicht des Endkörpers der Fig. 3 und 4, etwa hälftig aufgeschnitten.
[0017] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles in Form eines
Pulsationsdämpfers beschrieben. Ein als Ganzes mit 1 bezeichnetes Speichergehäuse
weist ein Gehäusehauptteil 3 in Form eines kreiszylindrischen Topfes mit in der Zeichnung
oben liegendem Ende 5 auf, das bis auf eine Füllöffnung 7 geschlossen ist, die mit
der Gehäuselängsachse 9 fluchtet. Bei der Darstellung von Fig. 1 ist die Füllöffnung
7 noch offen, d. h. die an die Füllöffnung 7 angrenzende Gasseite 11, die sich an
der Außenseite eines Metallbalges 13 befindet, ist noch nicht mit einem Arbeitsgas
befüllt. An dem der Füllöffnung 7 gegenüberliegenden, in Fig. 1 unten liegenden Ende
ist das Gehäuse 1 durch ein Gehäuseabschlussteil 15 geschlossen, das längs einer Schweißlinie
16 mit dem Gehäusehauptteil 3 dicht verschweißt ist. Zur Achse 9 konzentrisch befindet
sich im Abschlussteil 15 ein zur Achse 9 konzentrischer Fluideinlass 17 mit einem
Innengewinde 19 für einen Fluidanschluss.
[0018] Im Inneren des Speichergehäuses 1 bildet ein Metallbalg 13 ein bewegliches Trennelement
zwischen der Gasseite 11 und der an den Fluideinlass 17 angrenzenden Fluidseite 21.
Der Metallbalg 13 ist an seinem in Fig. 1 oben liegenden Balgende 23 durch einen Verschlusskörper
25 fluiddicht abgeschlossen, der durch eine ebene, dünne Metallplatte gebildet ist,
die am Balgende 23 mit der letzten Balgfalte verschweißt ist. Das in der Fig. 1 unten
liegende, andere Balgende 27, das unbewegliche Balgende, ist mit der untersten Balgfalte
fluiddicht mit einem Schweißbereich 29 an einem metallischen Endkörper 31 verschweißt,
der seinerseits entlang der Schweißlinie 16 zwischen Gehäusehauptteil 3 und Gehäuseabschlussteil
15 mit dem Speichergehäuse 1 verschweißt ist.
[0019] Wie erwähnt, ist bei dem in Fig. 1 dargestellten Zustand die Gasseite 11 noch nicht
mit einem Arbeitsgas unter einem Vorfülldruck versehen, so dass sich der Balg 13 in
ausgezogenem Zustand befindet, wobei sich der Verschlusskörper 25 in der Nähe des
oberen Endes 5 des Speichergehäuses 1 befindet. Bei auf der Gasseite 11 herrschendem
Druck aufgrund der Füllung mit dem Arbeitsgas, wie N
2, und wechselndem Fluiddruck auf der Fluidseite 21 ergeben sich für den Verschlusskörper
25 Axialbewegungen. Bei einem Einsatz des Hydrospeichers als Pulsationsdämpfer, wobei
die Fluidseite 21 über den Fluideinlass 17 mit einem Druckfluid, insbesondere Hydraulikflüssigkeit,
einem Kraftstoff oder Schmierstoff, in Fluidverbindung ist, um auftretende Druckstösse
zu glätten, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Gasseite 11 nicht nur eine
Füllung mit dem Arbeitsgas enthält, sondern zusätzlich einen vorgebbaren Volumenanteil
eines Fluides enthält. Als besonders vorteilhaft hat sich dabei eine Kombination von
Stickstoffgas als Arbeitsgas und Ethylalkohol als Fluid auf der Gasseite 11 des Speichers
als Füllung erwiesen. Im Betrieb kann das Fluid zwischen Falten und Umlenkungen des
Balges 13 ein dämpfendes Abstützmedium bilden, an dem sich die gefalteten Wandungsteile
des Balges 13 am Fluid als Gegenlager abstützen können, was zu einer Erhöhung des
Lebensdauer des Balges 13 und damit zu einer Erhöhung der Funktionssicherheit führt.
Dies gilt insbesondere bei raschen Pulsationen und schnellen Druckstössen. Der am
unbeweglichen Balgende 27 vorgesehene Endkörper 31 bildet Fluiddurchlässe als Verbindung
zwischen dem der Fluidseite 21 zugehörigen Innenraum 33 des Balges 13 und dem Fluideinlass.
Der Endkörper 31 hat die Form einer runden Scheibe, die mehrere Radialebenen definiert,
nämlich eine hier als Hauptebene bezeichnete, an den Umfangsrand angrenzende äußere
Ebene 35 und eine bezüglich der Längsachse 9 zentral gelegene Ebene 37, die am Endkörper
31 einen in den Innenraum 33 des Balges 13 axial vorstehenden Bereich bildet. An der
hier als Hauptebene bezeichneten Ebene 35 befindet sich randseitig der aus dieser
Ebene 35 leicht vorstehende Schweißbereich 29, an dem das unbewegliche Balgende 27
festgelegt ist.
[0020] Die zentrale, den vorstehenden Bereich bildende Ebene 37 ist randseitig durch eine
Schrägfläche 39 begrenzt. An der Schrägfläche 39 münden, um den Umfang der Schrägfläche
39 gleichmäßig verteilt angeordnete, gegen die Längsachse 9 hin abfallende Schrägbohrungen
41, die eine erste Gruppe von Fluiddurchlässen zwischen Fluideinlass 17 und Innenraum
33 des Balges 13 bilden. Eine zweite Gruppe von Fluiddurchlässen ist in Form von Axialbohrungen
43 in dem von der zentralen Ebene 37 begrenzten vorstehenden Bereich ausgebildet.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die Axialbohrungen 43 entlang zweier konzentrischer Kreislinien
45 und 47 gleichmäßig verteilt angeordnet.
[0021] Die den Ebenen 37 und 35 entgegengesetzte Seite des Endkörpers 31 bildet eine in
einer Radialebene verlaufende Ringfläche 49, die im Endkörper 31 eine zur Achse 9
konzentrische Vertiefung 51 umgibt, die durch die Innenwand des in den Innenraum 33
des Balges 13 vorstehenden Bereiches gebildet ist, der durch die zentrale Ebene 37
begrenzt ist. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der radial innere Rand der
Ringfläche 49 und damit der Öffnungsrand der Vertiefung 51 zur Öffnung des Fluideinlasses
17 fluchtend, so dass ein absatzloser Strömungsweg vom Fluideinlass 17 in die Vertiefung
51 des Endkörpers 31 gebildet ist. Die im Endkörper 31 ausgebildeten Fluiddurchlässe,
nämlich die Schrägbohrungen 41 in der Schrägfläche 39 sowie die Axialbohrungen 43
im vorstehenden Bereich setzen den Strömungsweg in den Innenraum 33 fort.
[0022] Die Ebene 37 des vorstehenden Bereiches ist gegenüber der mit 35 bezeichneten Hauptebene
axial um eine solche Strecke in den Innenraum 33 versetzt, dass die Ebene 37 einen
Endanschlag bildet, an den sich der Verschlusskörper 25 am beweglichen Balgende 23
anlegt, wenn der Balg 13 vollständig zusammengezogen ist. Die durch die Schrägbohrungen
41 gebildeten Durchgänge bleiben als Fluiddurchlässe offen, selbst wenn sich bei vollständig
zusammengezogenem Balg 13 der Verschlusskörper 25 ebenflächig an der Ebene 37 anlegt
und die Axialbohrungen 43 verschließt. Selbst während der Endkörper 31 seine Sicherheits-
oder Anschlagfunktion ausübt, bleibt der Innenraum 33 des Balges 13 daher mit dem
verbleibenden Rest-Fluidvolumen in Verbindung mit dem Fluideinlass 17. Durch die Anordnung
der Schrägbohrungen 41, die an der Schrägfläche 39 münden, dienen diese Schrägbohrungen
41 zusätzlich als Spülöffnungen über die bei Axialbewegungen, die der Verschlusskörper
25 in Betrieb beim Zusammenziehen des Balges 13 ausführt, Schmutzpartikel ausgespült
werden, die sich am unbeweglichen Balgende 27 im Bereich zwischen der Schrägfläche
39 und der Balginnenseite angesammelt halben. Wie bereits erwähnt, ist die Strecke,
um die die Ebene 37 gegenüber dem unbeweglichen Balgende 27 axial vorsteht, so gewählt,
dass bei Anliegen des Verschlusskörpers 25 an der Ebene 37 die Falten des Balges 13
nicht gegeneinander verpreßt werden. Dabei kann die Anordnung so getroffen sein, dass
ein gewünschtes Fluid-Restvolumen im Innenraum 33 des Balges 13 verbleibt.
[0023] Die Fig. 3 bis 5 verdeutlichen ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem ein Endkörper
31 in vereinfachter Bauweise vorgesehen ist. Der Endkörper 31 dieses Ausführungsbeispieles
unterscheidet sich gegenüber dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel lediglich
durch die Gestaltung des ins Innere 33 des Balges 13 vorstehenden Bereiches, der,
wie beim ersten Beispiel, ebenfalls eine zur Längsachse 9 senkrechte Ebene 37 als
Sicherheits-Endanschlag für den Verschlusskörper 25 des Balges 13 gebildet. Im Gegensatz
zum zuerst beschriebenen Beispiel ist die Ebene 37 im Umriß quadratisch, wobei lediglich
an jedem Eckbereich ein in gewölbtem Schrägverlauf zur Hauptebene 35 hin abfallendes
Verbindungsteil 61 vorhanden ist, so dass zwischen jeweils benachbarten Ecken 65 jeweils
ein Zwischenraum 63 gebildet ist, der sich entlang einer geraden Seite 67 des Quadrates
erstreckt, so dass vom Rand des Quadrates zur Öffnung der Vertiefung 51 an jeder Quadratseite
67 ein Fluiddurchlass gebildet ist. Wie ersichtlich, sind bei dieser Ausführungsform
in der Ebene 37 keine zusätzlichen Axialbohrungen als Fluiddurchlässe vorgesehen.
Bei der Größe der durch die Zwischenräume 63 gebildeten Fluiddurchlässe ergeben sich
auch ohne zusätzliche Axialbohrungen geringe Strömungswiderstände.
[0024] Die Herstellung des Endkörpers 31 in der zweiten Bauform gestaltet sich insofern
einfach, als bei in einem Umformverfahren oder spanabhebend geformten Endkörper in
der Form des Endkörpers 31 von Fig. 1 und 2 anstelle des Einbringens von Bohrungen
41 und 43 an dem vorstehenden Bereich gerade Einschnitte gebildet werden, die entlang
der Seiten 67 verlaufen und die Quadratform der Ebene 37 bilden, wodurch gleichzeitig
die Zwischenräume 63 als Fluiddurchlässe entstehen.
1. Hydrospeicher, insbesondere in Form eines Balgspeichers, bei dem der als bewegliches
Trennelement zwischen Gasseite (11) und Fluidseite (21) dienende Ba!g (13) an seinem
bei Ausziehen und Zusammenziehen in dem eine Längsachse (9) definierenden Speichergehäuse
in Axialrichtung bewegbaren Balgende einen den Innenraum (33) des Balges (13) fluiddicht
abschließenden Verschlusskörper (25) aufweist und an seinem anderen Balgende (27)
relativ zum Speichergehäuse (1) unbewegbar festgelegt ist, wobei das unbewegbare Balgende
(27) an einem gehäusefesten Endkörper (31) festgelegt ist, der die Gestalt einer Scheibe
mit einem aus der Hauptebene (35) der Scheibe axial ins Innere (33) des Balges (13)
vorstehenden Bereich (37) besitzt, und dass an dem vorstehenden Bereich (37) zumindest
ein Fluiddurchlass (41, 43) gebildet ist, der den der Fluidseite (21) zugehörigen
Innenraum (33) des Balges (13) mit einem Fluidanschluss (17) des Speichergehäuses
(1) verbindet, wobei der vorstehende Bereich im Inneren (33) des Balges (13) eine
zur Längsachse (9) senkrechte, zentrale Ebene (37) definiert, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Ebene (37) zur Längsachse (9) konzentrisch und randseitig durch eine
zur Hauptebene (35) abfallende Schrägfläche (39) begrenzt ist, und dass als Fluiddurchlässe
zumindest in der Schrägfläche (39) ausgebildete, zur Längsachse (9) hin schräg abfallende
Durchgänge (41) vorhanden sind.
2. Hydrospeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den schräg abfallenden Durchgängen (41) axiale Durchgänge (43) in dem
axial vorstehenden Bereich (37) des Endkörpers (31) als Fluiddurchlässe vorgesehen
sind.
3. Hydrospeicher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schräg abfallenden Durchgänge (41) in gleichen Abständen voneinander an der Schrägfläche
(39) angeordnet sind.
4. Hydrospeicher nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die axialen Durchgänge (43) im axial vorstehenden Bereich (37) in zur Längsachse
(9) konzentrischen Kreisringen (45, 47) angeordnet sind.
5. Hydrospeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der ins Innere (33) des Balges (13) vorstehende Bereich an Randbereichen der zentralen
Ebene (37) über zur Hauptebene (35) hin abfallende Verbindungsteile (61) mit dieser
in Verbindung ist und dass die Fluiddurchlässe durch Zwischenräume (63) zwischen Verbindungsteilen
(61) gebildet sind.
6. Hydrospeicher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Ebene (37) eine quadratische Form besitzt und dass an jeder Ecke (65)
des Quadrates ein Verbindungsteil (61) gebildet ist.
7. Hydrospeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichergehäuse (1) ein topfartiges, hohlzylindrisches Hauptteil (3) und ein
die Öffnung des Topfes verschließendes Gehäuseabschlussteil (15) aufweist, das entlang
einer Schweißlinie (16) mit dem Hauptteil (3) verschweißt ist, und dass der Endkörper
(31) des Balges (13) im Bereich der Schweißlinie (16) umfangsseitig am Speichergehäuse
(1) festgelegt ist.
8. Hydrospeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dem vorstehenden Bereich (37) entgegengesetzte Seite des Endkörpers (31) eine
in einer Radialebene verlaufende Ringfläche (49) bildet, die eine zur Achse (9) konzentrische
Vertiefung (51) umgibt, die durch die Wand des axial vorstehenden Bereiches (37) begrenzt
ist.
9. Hydrospeicher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringfläche (49) des Endkörpers (31) den koaxialen Fluidanschluss (17) im Gehäuseabschlussteil
(15) umgibt, der mit dem radial inneren Rand der Ringfläche (49) und dem Eingang der
Vertiefung (51) fluchtet.
10. Hydrospeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallbalg (13) vorgesehen ist, der an einem Balgende (23) mit dem metallischen
Verschlusskörper (25) und am anderen Balgende (27) mit dem metallischen Endkörper
(31) verschweißt ist.
1. A hydraulic accumulator, in particular in the form of a bellows accumulator, in which
the bellows (13) serving as a moveable separating element between a gas side (11)
and a fluid side (21) has a closure body (25) closing off the interior space (33)
of the bellows (13) in a fluid-tight manner on its bellows end that is capable of
moving in the axial direction during expansion and contraction in the accumulator
housing that defines a longitudinal axis (9) and at its other bellows end (27) is
secured so as to be immoveable relative to the accumulator housing (1), the immoveable
bellows end (27) being secured on an end body (31) that is rigidly mounted in the
housing and that has the form of a disc with a region (37) which projects axially
into the interior (33) of the bellows (13) from the main plane (35) of the disc, and
that there is formed on the projecting region (37) at least one fluid passage (41,
43) which connects the interior space (33) which is associated with the fluid side
(21) of the bellows (13) to a fluid connection (17) of the accumulator housing (1),
the projecting region in the interior (33) of the bellows (13) defining a central
plane (27) that extends perpendicularly to the longitudinal axis (9), characterised in that the central plane (37) in relation to the longitudinal axis (9) is defined concentrically
and at the edge by an inclined surface (39) sloping downward to the main plane (35),
and that the fluid passages are passages (41) that are formed at least in the inclined
surface (39) and that slope downward in the direction of the longitudinal axis (9).
2. The hydraulic accumulator according to Claim 1, characterised in that in addition to the downward sloping passages (41) there are axial passages (43) in
the axially projecting region (37) of the end body (31) as the fluid passages.
3. The hydraulic accumulator according to Claim 1 or 2, characterised in that the downward sloping passages (41) are arranged equidistant from each other on the
inclined plane (39).
4. The hydraulic accumulator according to Claim 2 or 3, characterised in that the axial passages (43) are arranged in circular rings (45, 47) that are concentric
with the longitudinal axis (9) in the axially projecting region (37).
5. The hydraulic accumulator according to any of Claims 1 to 4, characterised in that the region projecting into the interior (33) of the bellows (13) is connected to
the central plane at the edge regions of the central plane (37) by means of connecting
parts (61) that slope downward in the direction of the main plane (35), and that the
fluid passages are formed by intermediate spaces (63) between the connecting parts
(61).
6. The hydraulic accumulator according to Claim 5, characterised in that the central plane (37) has a square shape and that a connecting part (62) is formed
at each corner (65) of the square.
7. The hydraulic accumulator according to any of Claims 1 to 6, characterised in that the accumulator housing (1) has a cup-like, hollow cylindrical main part (3) and
a housing closure part (15) which closes the opening of the cup and which is welded
to the main part (3) along a weld line (16), and that the end body (31) of the bellows
(13) is secured on the periphery of the accumulator housing (1) in the region of the
weld line (16).
8. The hydraulic accumulator according to any of Claims 1 to 7, characterised in that the side of the end body (31) opposite the projecting region (37) forms an annular
area (49) that extends in a radial plane and that surrounds a depression (51) that
is concentric with the axis (9) and that is defined by the wall of the axially projecting
region (37).
9. The hydraulic accumulator according to Claim 8, characterised in that the annular area (49) of the end body (31) surrounds the coaxial fluid connection
(17) in the housing closure part (15) that is in alignment with the radially inner
edge of the annular area (49) and the entrance of the depression (51).
10. The hydraulic accumulator according to any of Claims 1 to 9, characterised in that a metal bellows (13) is provided that is welded to the metal closure body (25) on
one bellows end (23) and to the metal end body (31) on the other bellows end (27).
1. Accumulateur hydraulique, notamment sous la forme d'un accumulateur à soufflet, dans
lequel le soufflet (13) servant d'élément mobile de séparation entre le côté (11)
du gaz et le côté (21) du fluide comporte, à son extrémité mobile dans la direction
axiale lors du déploiement et du repliement dans l'enveloppe de l'accumulateur définissant
un axe (9) longitudinal, un obturateur (25) fermant l'intérieur (33) du soufflet (13)
d'une manière étanche au fluide et à son autre extrémité (27) est fixé sans possibilité
de se déplacer par rapport à l'enveloppe (1) de l'accumulateur, dans lequel l'extrémité
(27) du soufflet qui ne peut pas se déplacer est fixée à un embout (31) qui est fixé
à l'enveloppe et qui prend la forme d'un disque ayant une partie (37) hors du plan
(35) principale du disque faisant saillie axialement à l'intérieur (33) du soufflet
(13) et en ce que sur la partie (37) en saillie est formé au moins un passage (41,
43) pour du fluide, qui met l'intérieur (33), associé au côté (21) pour du fluide,
du soufflet (13) en communication avec un raccord (17) pour du fluide de l'enveloppe
(1) de l'accumulateur, dans lequel la partie en saillie à l'intérieur (33) du soufflet
(13) définit un plan (37) central et perpendiculaire à l'axe (9) longitudinal, caractérisé en ce que le plan (37) central est concentrique à l'axe (9) longitudinal et est délimité du
côté du bord par une surface (39) inclinée descendant vers le plan (35) principal
et en ce qu'il y a comme passages pour du fluide au moins des traversées (41) formées dans la
surface (39) inclinée et descendant en biais en direction de l'axe (9) longitudinal.
2. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'en plus des traversées (41) descendant en biais, des traversées (43) axiales sont
prévues en tant que passages pour du fluide dans la partie (37) en saillie axialement
de l'embout (31).
3. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les traversées (41) descendant en biais sont équidistantes les unes des autres sur
la surface (39) inclinée.
4. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que les traversées (43) axiales dans la partie (37) en saillie axialement sont disposées
en des anneaux (45, 47) circulaires concentriques à l'axe (9) longitudinal.
5. Accumulateur hydraulique suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la partie en saillie à l'intérieur (33) du soufflet (13) est sur des parties de bord
du plan (37) central, par des parties (61) de liaison descendant vers le plan (35)
principal, en liaison avec celles-ci et en ce que les traversées pour du fluide sont formées par des espaces (33) intermédiaires entre
des parties (61) de liaison.
6. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 5, caractérisé en ce que le plan (37) central a une forme carrée et en ce qu'une partie (61) de liaison est formée en chaque sommet (65) du carré.
7. Accumulateur hydraulique suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'enveloppe (1) de l'accumulateur comporte une partie (3) principale en cylindre
creux de type en pot et une partie (15) de fermeture de l'enveloppe, fermant l'ouverture
du pot, est soudée à la partie (3) principale le long d'une ligne (16) de soudure
et en ce que l'embout (31) du soufflet (13) est fixé à l'enveloppe (1) de l'accumulateur du côté
du pourtour dans la zone de la ligne (16) de soudure.
8. Accumulateur hydraulique suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le côté, opposé à la partie (37) en saillie, de l'embout (31) forme une surface (49)
annulaire s'étendant dans un plan radial et entourant une cavité (51) concentrique
à l'axe (9), qui est délimitée par la paroi de la partie (37) en saillie axialement.
9. Accumulateur hydraulique suivant la revendication 8, caractérisé en ce que la surface (49) annulaire de l'embout (31) entoure le raccord (17) coaxial pour du
fluide de la partie (15) de fermeture de l'enveloppe, qui est alignée avec le bord
intérieur radialement de la surface (49) annulaire et avec l'entrée de la cavité (51).
10. Accumulateur hydraulique suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il est prévu un soufflet (13) métallique qui sur une extrémité (23) est soudé à l'obturateur
(25) métallique et à l'autre extrémité (27) est soudé à l'embout (31) métallique.
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