[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Lagergehäusedeckel für ein Lagergehäuse
einer Ladeeinrichtung, insbesondere für einen Abgasturbolader eines Kraftfahrzeugs.
Des Weiteren ist ebenfalls Gegenstand der Erfindung ein Lagergehäuse mit einem derartigen
Lagergehäusedeckel sowie eine Ladeeinrichtung, die einen derartigen Lagergehäusedeckel
oder ein derartiges Lagergehäuse aufweist. Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung eines, insbesondere verdichterseitig angeordneten, Lagergehäusedeckels
zum Verschließen eines Lagergehäuses einer Ladeeinrichtung.
[0002] Aus der
WO 2010/002717 A2 ist ein gattungsgemäßes Lagergehäuse für einen Abgasturbolader bekannt. Verdichterseitig
weist das Lagergehäuse eine Öffnung auf, die mit einem Lagergehäusedeckel verschlossen
werden kann. Somit kann durch den Lagergehäusedeckel der Verdichtergehäuseinnenraum
gegen den Lagergehäuseinnenraum abgegrenzt bzw. gasdicht verschlossen werden. Der
Lagergehäusedeckel ist mit einem Bajonettverschluss an dem Lagergehäuse fixierbar.
Der Lagergehäusedeckel ist des Weiteren derart ausgebildet, dass er in Einbaulage
die Wellendichtringe bzw. Kolbenringe lagert.
[0003] Aus der
US 2,646,210 A ist ein Lagergehäusedeckel für ein Lagergehäuse einer Ladeinrichtung bekannt, wobei
der Lagegehäusedeckel aus Metall ausgebildet und mittels eines Umformverfahrens hergestellt
ist.
[0005] Üblicherweise wird ein Lagergehäusedeckel derzeit mit einer umlaufenden Ringnut für
einen Dichtkörper, wie z. B. einen O-Ring, ausgeführt. Die Herstellung des Lagergehäusedeckels
benötigt damit mehrere Bearbeitungsschritte und ist unter anderem deshalb nur konstruktiv
aufwändig und teuer zu bewerkstelligen.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich nun mit dem Problem, für einen Lagergehäusedeckel
und ein Lagergehäuse eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform
anzugeben, die sich insbesondere durch eine billige und vereinfachte Herstellungsweise
auszeichnet.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den Lagergehäusedeckel mittels
eines Umformverfahrens als Metallblech-Umformbauteil auszubilden. Wird der Lagergehäusedeckel
als Metallblech-Umformbauteil durch ein Umformverfahren hergestellt, so ist eine nachfolgende
Bearbeitung deutlich weniger aufwändig oder kann günstigsten Falls sogar gänzlich
vermieden werden. Dadurch ist die Herstellung eines derartigen Lagergehäusedeckels
günstiger und weniger aufwändig, sodass sowohl Prozess- als auch Materialkosten eingespart
werden können. Gleichfalls weist der Lagergehäusedeckel zumindest einen zylindrischen
Fixierbereich zum radialen Fixieren zumindest eines Kolbenrings, bzw. eines Wellendichtrings
oder ein Lagerrings auf und ist mit einem zylindrischen Verbindungsbereich zum Verbinden
des Lagergehäusedeckels mit dem Lagergehäuse ausgestattet ist. Der Verbindungsbereich
besitzt zumindest eine Radialnut zu Aufnahme einer, insbesondere lagergehäuseseitigen,
Feder zur Ausbildung einer Nut/Feder-Verbindungseinrichtung. Der Lagergehäusedeckel
ist zudem einstückig aus einem Metallblech hergestellt.
[0009] Des Weiteren ist ebenfalls Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines, insbesondere verdichterseitig angeordneten, Lagergehäusedeckels gemäß Anspruch
1 zum Verschließen eines Lagergehäuses einer Ladeeinrichtung, bei dem zumindest ein
Teilbereich des Lagergehäusedeckels aus zumindest einem Metallblech mittels eines
Umformverfahrens hergestellt wird. Bevorzugt werden durch das Umformverfahren nicht
nur die Bauteilgeometrie ausgebildet, sondern auch z. B. Nuten, Bohrungen, Passungen
oder dergleichen. Aufgrund der gleichzeitigen Ausbildung verschiedenster Funktionselemente
des Lagergehäusedeckels ist zudem eine erforderliche Nachbearbeitung des Lagergehäusedeckels
weiter reduzierbar.
[0010] Als Umformverfahren wird bevorzugt das Innenhochdruck-Umformen (IHU), das Tiefziehen,
das Schmieden, besonders bevorzugt das Gesenkschmieden und/oder das Rollieren angewendet.
Ebenso können als Umformverfahren das Kragenziehen, das Stülpen und/oder das Biegen
zum Einsatz kommen. Zusätzlich dazu können auch Fertigungsverfahren und besonders
bevorzugt spanabhebende Verfahren, wie z. B. das Bohren, zum Einsatz kommen. Bevorzugt
wird dabei zusätzlich auch ein Trennverfahren, wie z. B. das Stanzen, das Schneiden
und/oder das Scherschneiden angewendet. Ebenso ist es vorteilhaft ein Massivumformverfahren,
wie z. B. das Walzen, das Strangpressen, das Ziehen und/oder das Stauchen einzusetzen.
Besonders bevorzugt ist die Anwendung mehrerer dieser vorhergehend aufgezählten Verfahren,
sowie anderer gängiger Bearbeitungsverfahren für Metallbleche.
[0011] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0012] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0013] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0014] Es zeigen, jeweils schematisch:
- Fig. 1
- einen nicht unter die Erfindung fallenden Lagergehäusedeckel mit einem zylindrischen
Fixierbereich und einem scheibenartigen Abdeckbereich,
- Fig. 2
- den Lagergehäusedeckel mit einem zusätzlichen zylindrischen Verbindungsbereich,
- Fig. 3
- den Lagergehäusedeckel mit bzgl. des Abdeckbereiches gleichseitig orientiertem Fixierbereich
und Verbindungsbereich,
- Fig. 4
- den Lagergehäusedeckel mit einer im Abdeckbereich ausgebildeten Ringnut,
- Fig. 5
- einen erfindungsgemäßen Lagergehäusedeckel mit einer in dem Verbindungsbereich ausgebildeten
Radialnut.
[0015] Gemäß der Fig. 1, weist ein Lagergehäusedeckel 1 zumindest einen zylindrischen Fixierbereich
2 und einen scheibenartigen Abdeckbereich 3 auf. Mit dem zylindrischen Fixierbereich
2 kann zumindest ein Kolbenring 4,4' bzw. ein Wellendichtring oder ein Lagerring,
in radialer Richtung fixiert werden.
[0016] Eine in den Figuren nicht gezeigte Ladeeinrichtung weist in der Regel turbinenseitig
ein Turbinengehäuse auf, in dessen Innenraum ein Turbinenrad angeordnet ist und verdichterseitig
ein Verdichtergehäuse, in dessen Innenraum ein Verdichterrad positioniert ist. Zwischen
dem Turbinen- und dem Verdichtergehäuse ist ein Lagergehäuse angeordnet, das die Welle
des Rotors, der das Turbinenrad, das Verdichterrad und die Welle umfasst, rotationsbeweglich
lagert. Um einen Lagergehäuseinnenraum gegen die in dem Turbinengehäuse bzw. in dem
Verdichtergehäuse strömenden Gase zu schützen, wird das Lagergehäuse turbinenseitig
und/oder verdichterseitig mit einem Lagergehäusedeckel verschlossen. Bevorzugt ist
dabei der Lagergehäusedeckel verdichterseitig angeordnet.
[0017] Wie in Fig. 1 gezeigt, ist der Lagergehäusedeckel 1 mit seinem Fixierbereich 2 zur
Turbinenseite oder Verdichterseite 6 orientiert, während der Abdeckbereich 3 zu der
Lagergehäuseseite 5 orientiert ist.
[0018] Mittels in Fig. 1 nicht gezeigter Befestigungselemente ist der Abdeckbereich 3 an
dem ebenfalls nicht gezeigten Lagergehäuse befestigbar. Dabei können als Befestigungselemente
Schrauben, Nieten, Einpressbolzen, oder dergleichen verwendet werden. Ebenso ist es
denkbar, dass der Abdeckbereich 3 mit dem Lagergehäuse verklebt, verschweißt oder
durch Hartlöten, Verstemmen, Bördeln oder durch Umkragen verbunden ist. Des Weiteren
kann der Abdeckbereich 3 auch Stege aufweisen, mittels der der Abdeckbereich 3, 7
in Art eines Bajonettverschlusses mit dem Lagergehäuse verbunden werden kann. Ebenso
ist eine Befestigung des Lagergehäusedeckels 1 an dem Lagergehäuse durch Einpressen
eines Randbereiches 7 des Abdeckbereiches 3 in eine lagergehäuseseitige Nut denkbar.
[0019] Des Weiteren kann, wie in Fig. 2 dargestellt ist, der Lagergehäusedeckel 1 einen
zylindrischen Verbindungsbereich 8 aufweisen. Mittels des Verbindungsbereiches 8 ist
der Lagergehäusedeckel 1 mit dem Lagergehäuse verbindbar. Dabei kann der Verbindungsbereich
8 und der Fixierbereich 2 bzgl. des Abdeckbereiches 3, wie in Fig. 2 gezeigt, auf
unterschiedlichen Seiten angeordnet sein, sodass der Fixierbereich 2 zur Turbinenseite
oder Verdichterseite 6 hin orientiert ist, während der Verbindungsbereich 8 zur Lagergehäuseseite
5 orientiert ist.
[0020] Gemäß Fig. 3 ist jedoch auch eine andere Anordnung des Fixierbereichs 2 und des Verbindungsbereichs
3 möglich. In dieser Ausführungsform ist der Fixierbereich 2 und der Verbindungsbereich
8 zu der Lagergehäuseseite 6 hin orientiert. Somit kann der Lagergehäusedeckel 1 einen
zylindrischen Fixierbereich 2 und/oder einen lochscheibenartigen Abdeckbereich 3 und/oder
einen zylindrischen Verbindungsbereich 8 aufweisen.
[0021] Der erfindungsgemäße Lagergehäusedeckel 1 ist aus einem Metallblech ausgebildet.
Als Material für ein derartiges Metallblech können alle umformbaren Stahlsorten herangezogen
werden, so auch bake-hardening-Bleche. Bevorzugt wird Aluminium oder eine Aluminiumlegierung
als Material verwendet. Ebenso ist die Verwendung von Feingussblechen bevorzugt. Es
können aber auch andere metallische Materialien, die für einen Umformprozess geeignet
sind, verwendet werden. Unter bake-hardening-Blechen versteht man Bleche aus einem
metallischen Material, das eine Festigungssteigerung durch Erwärmen auf Temperaturen
um ca. 200°C erfährt. Dabei wird das bake-hardening-Blech vor der Erwärmung geformt
und nach dem Umformverfahren durch Backen (bake) verfestigt (hardening).
[0022] Besonders bevorzugt werden Metallbleche verwendet, die in Art einer Tailored-Blank-Bauweise
ausgebildet sind. Unter einem Metallblech in Tailored-Blank-Bauweise versteht man
ein Metallblech, das aus verschiedenen Werkstoffgüten und/oder Blechdicken zusammengesetzt
ist. Dieses vorgefertigte Halbzeug wird anschließend z. B. durch Tiefziehen oder durch
andere Umformverfahren zu dem gewünschten Lagergehäusedeckel 1 geformt. Ist der Lagergehäusedeckel
1 in Art einer tailored-blank-Bauweise ausgebildet, so kann der Lagergehäusedeckel
1 in den entsprechend beanspruchten Abschnitten gemäß den jeweiligen Belastungen in
diesen Abschnitten ausgebildet sein. So ist es denkbar, dass der Lagergehäusedeckel
1 auch die Funktion eines Hitzeschildes für das Lagergehäuse ausübt. In diesem Fall
können mittels der Tailored-Blank-Bauweise eben diese Abschnitte, die einer hohen
Temperatur ausgesetzt sind, aus dementsprechend temperaturbeständigem Material ausgebildet
sein.
[0023] Der erfindungsgemäße Lagergehäusedeckel 1 ist einstückig aus einem Metallblech ausgebildet.
Es ist aber auch eine mehrteilige Ausbildung des Lagergehäusedeckels 1 möglich, wobei
die einzelnen Teilbereiche miteinander durch ein Verbindungsverfahren nach dem Umformen
der einzelnen Teilbereiche verbunden werden.
[0024] Ein Teilbereich kann beispielsweise der Fixierbereich 2 und/oder der Abdeckbereich
3 und/oder der Verbindungsbereich 8 sein.
[0025] Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform eines Lagergehäusedeckels 1 weist im Abdeckbereich
3 eine Profilierung 9 auf, die in dem Abdeckbereich 3 als Ringnut 10 ausgebildet ist.
Die Ringnut 10 verläuft zu einer Rotationsachse 11 der in der Fig. 4 nicht dargestellten
Welle in dem Abdeckbereich 3 in einem gleichbleibenden radialen Abstand zur Rotationsachse
11. Eine derartige Profilierung 9 wird als radial wirksames Spannelement zum Verspannen
des Lagergehäusedeckels 1 im Lagergehäuse verwendet. Somit kann ein Lagergehäusedeckel
1, wie z. B. in Fig. 4 gezeigt, in das Lagergehäuse eingepresst werden und aufgrund
des unter Spannung stehenden Spannelementes bzw. der Profilierung 9 in Art eines Presssitzes
mit dem Lagergehäuse verbunden werden. In diesem Fall kann vorteilhaft auf eine Befestigung
mittels Befestigungselemente, z. B. in dem Abdeckbereich 3, verzichtet werden.
[0026] Eine solche Profilierung 9 kann auch wellenförmig ausgebildet sein, wobei die Wellenform
radial verläuft.
[0027] Somit bildet die Profilierung 9 zusammen mit dem Verbindungsbereich 8 eine Verbindungseinrichtung
12 aus, mittels der der Lagergehäusedeckel 1 an dem Lagergehäuse befestigt werden
kann.
[0028] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform der Verbindungseinrichtung 12 dargestellt.
Dabei ist in dem Verbindungsbereich 8 des erfindungsgemäßen Lagergehäusedeckels 1
eine Radialnut 13 ausgebildet. In diese Radialnut 13 ist ein Dichtelement 14 einsetzbar,
sodass der Lagergehäusedeckel 1 mittels des Dichtelementes 14 mit dem Lagergehäuse
verbunden werden kann. Im Falle der Verwendung eines Dichtelementes 14 ist zudem der
Lagergehäusedeckel 1 dicht mit dem Lagergehäuse verbindbar. Das Dichtelement 14 kann
als Dichtring, O-Ring oder dergleichen ausgebildet sein. In diesem Fall ist die Verbindungseinrichtung
12 durch die Radialnut 13 und das Dichtelement 14, die beide in dem Verbindungsbereich
8 angeordnet sind, ausgebildet.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform kann eine an dem Lagergehäuse ausgebildete Feder
in die Radialnut 13 des Lagergehäusedeckels 1 eingreifen, sofern sich dieser in Einbaulage
befindet. In diesem Fall ist ggf. kein Dichtelement 14 in der Radialnut 13 angeordnet
und/oder ist die Verbindungseinrichtung 12 in Art einer Nut/Feder-Verbindungseinrichtung
ausgebildet, wobei die Verbindungseinrichtung 12 in diesem Fall eine in dem Verbindungsbereich
8 angeordnete Radialnut aufweist und eine lagergehäuseseitige Feder.
[0030] Im Gegensatz zur Ringnut 10, die eine in Längsrichtung zur Rotationsachse 11 orientierte
Öffnung aufweist, ist die Radialnut 13 mit einer in Radialrichtung orientierten Öffnung
ausgestattet. Die Verbindungseinrichtung 12 kann ebenfalls als Schraubverbindungseinrichtung
bzw. Bajonettverbindungseinrichtung ausgebildet sein. Im Falle der Ausbildung als
Schraubverbindungseinrichtung ist in dem Verbindungsbereich 8 ein Außengewinde anordenbar,
mit dem der Verbindungsbereich 8 in ein an dem Lagergehäuse ausgebildetes Innengewinde
einschraubbar ist. Im Falle der Ausbildung als Bajonettverbindungseinrichtung sind
am Lagergehäusedeckel 1 im Verbindungsbereich 8 in Umfangsrichtung unterbrochene Stege
bzw. Auswölbungen ausgebildet, sodass der Verbindungsbereich 8 mit seinen Stegen bzw.
Auswölbungen in Art eines Bajonettverschlusses mit dem Lagergehäuse verbindbar ist.
Ebenso ist die Ausbildung einer Radialnut 13 denkbar, die durch in dem Verbindungsbereich
8 angeordnete Längsnuten unterbrochen ist. In diesem Fall können Stege oder Auswölbungen
des Lagergehäusebereiches in die Längsnuten eingeführt werden und durch Drehen in
die Radialnut 13 eingeführt werden. Somit ist in diesem Fall ebenfalls der Lagergehäusedeckel
1 mit dem Lagergehäuse in Art eines Bajonettverschlusses fixierbar.
1. Lagergehäusedeckel für ein Lagergehäuse einer Ladeeinrichtung, insbesondere für einen
Abgasturbolader eines Kraftfahrzeugs, wobei der Lagergehäusedeckel (1) aus Metall
ausgebildet und mittels eines Umformverfahrens, insbesondere mittels Innenhochdruck-Umformen
(IHU), Tiefziehen, Schmieden oder Rollieren, hergestellt ist, wobei der Lagergehäusedeckel
(1) zumindest einen zylindrischen Fixierbereich (2) zum radialen Fixieren zumindest
eines Kolbenrings (4,4'), bzw. eines Wellendichtrings oder ein Lagerrings aufweist
und wobei der Lagergehäusedeckel (1) mit einem zylindrischen Verbindungs- und wobei
bereich (8) zum Verbinden des Lagergehäusedeckels (1) mit dem Lagergehäuse ausgestattet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Lagergehäusedeckel (1) einstückig aus einem Metallblech hergestellt ist,
- dass der Verbindungsbereich (8) zumindest eine Radialnut (13) zu Aufnahme einer, insbesondere
lagergehäuseseitigen, Feder zur Ausbildung einer Nut/Feder-Verbindungseinrichtung
aufweist.
2. Lagergehäusedeckel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Lagergehäusedeckel (1) zugleich als Hitzeschild ausgebildet ist, und/oder
- dass der Lagergehäusedeckel (1) aus Aluminium, aus Feinguss oder aus Stahlblech ausgebildet
ist.
3. Lagergehäusedeckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Lagergehäusedeckel (1) einen scheibenartigen Abdeckbereich (3) zum Abdecken eines
Innenbereiches des Lagergehäuses aufweist.
4. Lagergehäusedeckel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verbindungsbereich (8) zumindest eine Radialnut (13) zu Aufnahme eines Dichtelementes
(14) aufweist.
5. Lagergehäusedeckel nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abdeckbereich (3) eine Profilierung (9) aufweist, die als radial wirksames Spannelement
zum Verspannen des Lagergehäusedeckels (1) im Lagergehäuse ausgebildet ist.
6. Lagergehäuse einer Ladeeinrichtung mit einem insbesondere verdichterseitig angeordneten
Lagergehäusedeckel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
7. Ladeeinrichtung mit einem Lagergehäuse nach Anspruch 6.
8. Verfahren zur Herstellung eines Lagergehäusedeckels (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, bei dem zumindest ein Teilbereich des Lagergehäusedeckels (1) mittels einem
Umformverfahren hergestellt wird.
1. Bearing housing cover for a bearing housing of a charging device, in particular for
an exhaust gas turbocharger of a motor vehicle, the bearing housing cover (1) being
made of metal and produced by means of a deformation process, in particular by means
of hydroforming, deep drawing, forging or roller-burnishing, the bearing housing cover
(1) having at least one cylindrical fixing region (2) for radially fixing at least
one piston ring (4, 4') or a shaft sealing ring or a bearing ring, and the bearing
housing cover (1) being equipped with a cylindrical connecting region (8) for connecting
the bearing housing cover (1) to the bearing housing,
characterised in that
- the bearing housing cover (1) is produced in one piece from a metal sheet, and
- the connecting region (8) has at least one radial groove (13) for receiving a tongue,
in particular a bearing-housing-side tongue, for forming a tongue-and-groove connection
device.
2. Bearing housing cover according to claim 1,
characterised in that
- the bearing housing cover (1) is simultaneously formed as a heat shield, and/or
- the bearing housing cover (1) is formed from aluminium, from a precision casting
or from sheet steel.
3. Bearing housing cover according to any of the preceding claims,
characterised in that
the bearing housing cover (1) has a disc-type covering region (3) for covering an
inner region of the bearing housing.
4. Bearing housing cover according to claim 3,
characterised in that
the connecting region (8) has at least one radial groove (13) for receiving a sealing
element (14).
5. Bearing housing cover according to either claim 3 or claim 4,
characterised in that
the covering region (3) has a profiling (9) which is formed as a radially acting tensioning
element for tensioning the bearing housing cover (1) in the bearing housing.
6. Bearing housing of a charging device comprising a bearing housing cover (1) according
to any of the preceding claims which is arranged in particular on the compressor side.
7. Charging device comprising a bearing housing according to claim 6.
8. Method for producing a bearing housing cover (1) according to any of the preceding
claims, in which at least a portion of the bearing housing cover (1) is produced by
means of a deformation process.
1. Couvercle de logement de palier pour un logement de palier d'un dispositif de charge,
en particulier pour un turbocompresseur à gaz d'échappement d'un véhicule automobile,
dans lequel le couvercle de logement de palier (1) est constitué en métal et est fabriqué
au moyen d'un procédé de formage, en particulier au moyen d'un formage à haute pression
intérieure (IHU), d'un emboutissage, d'un forgeage ou d'un galetage, dans lequel le
couvercle de logement de palier (1) présente au moins une zone de fixation (2) cylindrique
pour la fixation radiale d'au moins un segment de piston (4, 4') ou respectivement
d'un joint d'arbre ou d'une bague de roulement, et le couvercle de logement de palier
(1) est équipé d'une zone de raccordement (8) cylindrique pour le raccordement du
couvercle de logement de palier (1) au logement de palier,
caractérisé en ce que
- le couvercle de logement de palier (1) est fabriqué d'une pièce à partir d'une tôle
métallique,
- la zone de raccordement (8) présente au moins une rainure radiale (13) pour loger
une languette, en particulier côté logement de palier, pour la constitution d'un dispositif
de raccordement à languette et rainure.
2. Couvercle de logement de palier selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- le couvercle de logement de palier (1) est en même temps constitué en tant que bouclier
thermique, et/ou
- le couvercle de logement de palier (1) est constitué en aluminium, en pièce moulée
de précision ou en tôle d'acier.
3. Couvercle de logement de palier selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le couvercle de logement de palier (1) présente une zone de recouvrement (3) de type
disque pour le recouvrement d'une zone intérieure du logement de palier.
4. Couvercle de logement de palier selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la zone de raccordement (8) présente au moins une rainure radiale (13) destinée à
loger un élément d'étanchéité (14).
5. Couvercle de logement de palier selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que
la zone de recouvrement (3) présente un profilage (9) qui est constitué en tant qu'élément
de serrage agissant radialement pour le serrage du couvercle de logement de palier
(1) dans le logement de palier.
6. Logement de palier d'un dispositif de charge avec un couvercle de logement de palier
(1), en particulier disposé côté compresseur, selon l'une des revendications précédentes.
7. Dispositif de charge avec un logement de palier selon la revendication 6.
8. Procédé de fabrication d'un couvercle de logement de palier (1) selon l'une des revendications
précédentes, dans lequel au moins une zone partielle du couvercle de logement de palier
(1) est fabriquée au moyen d'un procédé de formage.