[0001] Die Erfindung betrifft einen Griff für einen Stock mit einer am Griff befestigten
bzw. befestigbaren Aufnahmevorrichtung für eine Hand, welche einen die Hand auf der
Handrückenseite zumindest im Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger umschließenden
Befestigungsabschnitt und einen mit dem Befestigungsabschnitt verbundenen, im Wesentlichen
das Handgelenk bzw. den Handrücken umschließenden Handgelenksabschnitt aufweist, der
über einen weiteren, handflächenseitigen Befestigungsabschnitt mit dem Griff verbunden
ist, wobei der Handgelenksabschnitt eine Verstellvorrichtung aufweist, so dass der
Umfang einer vom Handgelenksabschnitt definierten Öffnung veränderbar ist.
[0002] Eine derartige Aufnahmevorrichtung aufweisende Griffe sind bei verschiedensten Stöcken,
insbesondere bei Alpin-Skistöcken, Langlaufstöcken, Wanderstöcken und Nordic-Walking-Stöcken,
grundsätzlich bekannt.
[0003] Aus der
WO 2007/134475 A1 ist eine Handschlaufe für einen Stock gezeigt, welche eine Einführöffnung zum Einführen
der Hand, eine oberseitige Öffnung für den Handrücken und eine Daumenöffnung aufweist.
Die Handschlaufe weist zwei variable Verbindungsbereiche auf. Einerseits ist die Einführöffnung
mittels eines Klettstreifens einstellbar, der zur Befestigung der Handschleife an
der Hand dient. Zudem ist ein elastisches Band vorgesehen, welches zwei nicht-elastische
Bereiche miteinander verbindet. Die maximale Ausdehnung des elastischen Bands wird
mit einem Befestigungsstreifen festgelegt, der durch einen Durchführungsbügel durchgeführt
und mittels eines weiteren Klettverschlusses fixiert wird.
[0004] Aus der
EP 357 517 B1 ist ein derartiger Griff bekannt, bei welchem eine das Handgelenk umschließende Manschette
vorgesehen ist, die über Handrücken- und Handflächen-seitige Befestigungsabschnitte
auf dem Niveau des Drehzentrums mit dem Stock verbunden ist. Hierdurch soll eine besonders
gute Kraftübertragung und Stockkontrolle beim Langlaufen ermöglicht werden.
[0005] Grundsätzlich wird beim Gehen oder Laufen mit Stöcken aus biomechanischer Sicht eine
sehr entspannte Handhaltung empfohlen. Lediglich beim Einsetzen des Stocks soll der
Griff leicht umschlossen werden. Die weitere Bewegungsausführung bzw. Kraftübertragung
erfolgt weitgehend über die bekannten Aufnahmevorrichtungen, welche die Hand umschließen.
Die Kraft vom Stockschub bis zum finalen Abstoß wird damit im Wesentlichen über die
Aufnahmevorrichtung auf den Stock übertragen. Aufgrund dieser Kraftübertragung über
die Aufnahmevorrichtung für die Hand ist es erforderlich, dass die manschettenartige
Aufnahmevorrichtung, wie sie beispielsweise aus der
EP 357 517 B bekanntist, sehr fest an der Hand sitzt, d.h. die Hand eng umschließt. Nachteiligerweise
ist somit kein schnelles Ein- bzw. Aussteigen in bzw. aus der Aufnahmevorrichtung
möglich, da insbesondere beim Anliegen der Aufnahmevorrichtung eine individuelle Anpassung
über eine im Handgelenksabschnitt vorgesehene Verstellvorrichtung möglich bzw. erforderlich
ist.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind verschiedenste Verstellvorrichtungen bekannt; so ist
beispielsweise aus der
EP 0 357 517 B eine Klettverschluss-Verstellvorrichtung gezeigt, bei welcher der Handgelenksabschnitt
überlappende Teilabschnitte aufweist.
[0007] Aus der
EP 908 207 A1 ist weiters ebenfalls eine Klettverschluss-Verstellvorrichtung bekannt, wobei die
Verschlusslasche hierbei zunächst umgelenkt wird. Weiters sind in der
EP 908 207 A1 auch selbstfixierende Schnallen gezeigt.
[0008] Zusätzlich zu dem Nachteil, dass eine exakte Anpassung einer derartigen Aufnahmevorrichtung
zeitaufwändig ist, ist zudem nachteilig, dass sich die Aufnahmevorrichtung beim Verschließen
häufig verzieht und somit die Hand nicht zentriert umschlossen werden kann.
[0009] Aus der
EP 357 517 B ist zwar bekannt, dass die gesamte Aufnahmevorrichtung vom Griff entkoppelbar ist,
wobei hier jedoch insbesondere nachteilig ist, dass eine Verbindungseinrichtung zum
Ankoppeln der Aufnahmevorrichtung am Griff zwischen Daumen und Zeigefinger verbleibt
und somit eine freie Benutzung der Hand wie beispielsweise im Biathlonsport beim Schießen
mit dem Gewehr oder bei Trink- oder Esspausen nicht gegeben ist.
[0010] Grundsätzlich sind zudem bereits Griffe bekannt, bei welchen zusätzlich zu der Verstellvorrichtung
weitere Befestigungsvorrichtungen vorgesehen sind; diese ermöglichen jedoch keinen
einfachen Ein- bzw. Ausstieg in die bzw. aus der Aufnahmevorrichtung.
[0011] Aus der
US 5,110,154 A ist beispielsweise ein Handschuh mit einem Gurtsystem zur Befestigung an einem Skistock
bekannt, bei welchem ein Handgelenksband vorgesehen ist, welches über ein Klettverschluss
einstellbar ist. Zudem ist ein weiterer Gurt vorgesehen, welcher über einen Klettverschluss
am Handschuhrücken befestigt werden kann. Somit sind zwei längenverstellbare Gurte
zur Anpassungsmöglichkeit des Handschuhs an den individuellen Benutzer vorgesehen.
[0012] Aus der
US 6,502,862 B1 ist ebenfalls ein Stockgriff mit einer lösbaren Aufnahmevorrichtung bekannt, wobei
auch hier ein an das Handgelenk umschließendes Band, dessen Umfang mit Hilfe eines
Klettverschlusses einstellbar ist, vorgesehen ist. Darüber hinaus ist die Schlaufe
über ein handflächenseitiges Verbindungselement und ein handrückenseitiges Verbindungselement
mit dem Stockgriff verbunden, wobei dieses handrückenseitige Band über Druckknöpfe
mit dem Handgelenksband verbunden werden kann.
[0013] Aus der
WO 02/062434 A1 ist ebenfalls ein Stockgriff mit einer Aufnahmevorrichtung bekannt, wobei auch hier
in bekannter Weise ein längenverstellbarer Handgelenksgurt vorgesehen ist. Weiters
ist ein daumenseitiges Element vorgesehen, das über ein Rückholband mit dem Stockgriff
verbunden ist; dieses Rückholband ist über eine Klettverschlussverbindung längenveränderlich
einstellbar.
[0014] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es demzufolge einen Griff der eingangs angeführten
Art zu schaffen, bei welchem auf einfache und schnelle Weise ein Ein- bzw. Ausstieg
in bzw. aus der Aufnahmevorrichtung mit einer Hand möglich ist, wobei nach Ausstieg
aus der Aufnahmevorrichtung die Hand komplett von der Aufnahmevorrichtung gelöst sein
soll.
[0015] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erzielt, dass eine von der Verstellvorrichtung
gesonderte Verschlussvorrichtung vorgesehen ist, in deren Offenstellung die Hand aus
der Aufnahmevorrichtung entfernbar bzw. in die Aufnahmevorrichtung einführbar ist,
wobei die Verschlussvorrichtung im Befestigungsabschnitt vorgesehen ist
[0016] Durch das Vorsehen einer von der Verstellvorrichtung (die zur individuellen Anpassung
an unterschiedliche Handgrößen vorgesehen ist) gesonderten Verschlussvorrichtung kann
- ohne die individuelle Anpassung an die jeweilige Hand zu ändern - ein schneller
Ein- bzw. Ausstieg in die Aufnahmevorrichtung auf einfachste Weise erzielt werden.
Durch das Vorsehen dieser gesonderten Verschlussvorrichtung wird somit die individuelle
Anpassung von dem eigentlichen Verschlussvorgang entkoppelt und somit ein Griff mit
einer Aufnahmevorrichtung geschaffen, die auf einfachste und schnelle Weise angelegt
bzw. entfernt werden kann. Hinsichtlich eines einfachen und schnellen Öffnens bzw.
Verschließens der gesonderten Verschlussvorrichtung ist die Verschlussvorrichtung
im Befestigungsabschnitt vorgesehen .
[0017] Wenn der Umfang einer vom Handgelenksabschnitt definierten Öffnung über die Verschlussvorrichtung
in deren geschlossener Stellung unveränderbar ist, kann über die Verschlussvorrichtung
vorteilhafterweise die individuelle Anpassung, insbesondere des Handgelenksabschnitts,
an unterschiedliche Handgrößen nicht verändert werden; mit anderen Worten, die von
der Verstellvorrichtung im Handgelenksabschnitt gesonderte Verschlussvorrichtung soll
lediglich ein Öffnen bzw. Schließen der Aufnahmevorrichtung ermöglichen, d.h. eine
Art Schnellschlussvorrichtung schaffen, nicht jedoch eine individuelle Anpassung an
unterschiedliche Handgrößen ermöglichen, da dies ohnedies über die Verstellvorrichtung
möglich ist.
[0018] Um einen einfachen, ergonomischen Ein- bzw. Ausstieg in bzw. aus der Aufnahmevorrichtung
zu ermöglichen, ist es günstig, wenn sich die Verschlussvorrichtung im Wesentlichen
in Längsrichtung des Befestigungsabschnitts erstreckt, wobei in der Offenstellung
eine sich von der Verbindung des Befestigungsabschnitts mit dem Griff zum Handgelenksabschnitt
erweiternde spaltförmige Öffnung ermöglicht. Als Verschlussvorrichtung sind grundsätzlich
verschiedene Varianten von Schnellverschlüssen, wie z.B. Druckknöpfe, Ratschenschnallen,
Reißverschlüsse etc. denkbar.
[0019] Wenn als Verschlussvorrichtung ein Reißverschluss vorgesehen ist, ist zuverlässig
ein schnelles Öffnen bzw. Schließen gewährleistet. Zudem kann mittels eines Reißverschlusses
die Aufnahmevorrichtung nur in einer bestimmten Art und Weise geschlossen werden,
d.h. eine individuelle - ungewollte - Verstellung beim schnellen Öffnen bzw. Schließen
über den Reißverschluss wird zuverlässig verhindert.
[0020] Um die in Richtung des Befestigungsabschnitts verlaufende Hauptbelastungsrichtung
der vom Stock auf die Aufnahmevorrichtung einwirkenden Kraft nach Möglichkeit nicht
in den Handgelenksabschnitt überzuleiten, ist es günstig, wenn die Aufnahmevorrichtung
im Bereich des Handrückens, insbesondere im Übergangsbereich vom Befestigungsabschnitt
zum Handgelenksabschnitt, eine gelenkige Verbindung aufweist. Ebenso ist es diesbezüglich
von Vorteil, wenn die Aufnahmevorrichtung im Bereich der Handfläche, insbesondere
im Übergangsbereich vom weiteren Befestigungsabschnitt zum Handgelenksabschnitt, eine
gelenkige Verbindung aufweist. Durch das Vorsehen der gelenkigen Verbindung(en) kann
zuverlässig verhindert werden, dass vom Befestigungsabschnitt eingeleitete Kräfte
zu einer - für den Benutzer unangenehmen - Verformung des Handgelenksabschnitts führen.
Vielmehr kann der Handgelenksabschnitt vorzugsweise im Wesentlichen im rechten Winkel
zu den Unterarmknochen angelegt werden und verbleibt auch während einer Abstoßbewegung
in einer die Hand eng umschließenden Stellung, d.h. es wird ein verbesserter Sitz
und Bedienkomfort erzielt.
[0021] Weiters ist bei bekannten Aufnahmevorrichtungen von Nachteil, dass üblicherweise,
sofern die Hand aus der Aufnahmevorrichtung entnommen wird, das biegeelastische Material
in sich zusammenfällt und demzufolge erst aufgespreizt werden muss bevor überhaupt
ein Einführen der Hand in die Aufnahmevorrichtung möglich ist. Um demzufolge eine
Aufnahmevorrichtung zu schaffen, die gewisse Formstabilität aufweist, um ein In-sich-Zusammenfallen
bei Entnahme der Hand zu vermeiden, zugleich jedoch einen hohen Komfort bei der Benutzung
zu gewährleisten, ist es günstig, wenn die Aufnahmevorrichtung zumindest teilweise
zweischichtig ausgebildet ist, wobei die innere, handnahe Schicht aus einem vergleichsweise
weichen, elastischen Material und die äußere Schicht aus einem vergleichsweise steifen,
unelastischen Material besteht.
[0022] Zur Steigerung des Benutzungskomforts ist es weiters von Vorteil, wenn die Verschlussvorrichtung
mit der übrigen Aufnahmevorrichtung nahtlos verbunden ist, da somit etwaige Reibe-
bzw. Druckstellen, welche üblicherweise von Nähten und dergl. verursacht werden und
letztendlich zu Schmerzen und Blasen an der Hand führen können, zuverlässig vermieden
werden. Hierbei kann die Verschlussvorrichtung, insbesondere der Reißverschluss, beispielsweise
über ein Nahtverkleben, Hochfrequenzschweißen, Ultraschallschweißen oder andere Laminiertechniken
mit der übrigen Aufnahmevorrichtung verbunden werden; hierdurch können Druck- bzw.
Reibepunkte zuverlässig vermieden werden. Zudem können auch die einzelnen Schichten
bei einer zwei- oder mehrschichtigen Ausbildung der Aufnahmevorrichtung nahtlos miteinander
verbunden werden.
[0023] Die Erfindung wird nachstehend anhand von einem in den Zeichnungen dargestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiel, auf das sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch
näher erläutert. Im Einzelnen zeigen in den Zeichnungsunterlagen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Griffs mit einer Aufnahmevorrichtung, ohne
dass hierin eine Hand aufgenommen ist;
Fig. 2 eine weitere perspektivische Ansicht des Griffs;
Fig. 3 eine weitere perspektivische Ansicht, wobei die Aufnahmevorrichtung in ihrer
Offenstellung gezeigt ist und gerade eine Hand in die Aufnahmevorrichtung eingeführt
wird;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Griffs, wobei die Hand in der Aufnahmevorrichtung
aufgenommen ist und die Verschlussvorrichtung gerade geschlossen wird;
Fig. 5 eine Ansicht auf einen Befestigungsabschnitt im geschlossenen Zustand der Aufnahmevorrichtung
mit einer in der Aufnahmevorrichtung aufgenommenen Hand;
Fig. 6 eine weitere Ansicht auf die Handfläche einer in der Aufnahmevorrichtung aufgenommenen
Hand; und
Fig. 7 eine weitere Ansicht auf einen Handrücken einer in der Aufnahmevorrichtung
aufgenommenen Hand.
[0024] In Fig. 1 ist ein Griff 1 gezeigt, der mit einem Stock 2 verbunden ist, wobei mit
dem Griff 1 anstelle einer herkömmlichen Handschlaufe eine Aufnahmevorrichtung 3 zur
Aufnahme einer Hand verbunden ist. Die Aufnahmevorrichtung 3 weist im Wesentlichen
einen den Handgelenksabschnitt bzw. den Handrücken und die Handinnenfläche umschließenden
Handgelenksabschnitt 4, einen Befestigungsabschnitt 5, der handrückenseitig im Wesentlichen
zwischen Daumen und Zeigefinger auf der Hand eines Benutzers anliegt, und einen weiteren
handflächenseitigen Befestigungsabschnitt 6 auf, über welche der Handgelenksabschnitt
4 mit dem Griff 1 verbunden ist. Die Aufnahmevorrichtung 3 weist somit eine Öffnung
7 auf, durch welche der Daumen hindurchgeführt wird, und eine Öffnung 8, durch welche
die übrigen Finger hindurchgeführt werden.
[0025] Wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, ist im Bereich des Befestigungsabschnitts
5 als Verschlussvorrichtung 10 ein Reißverschluss 9 vorgesehen, über welchen der Befestigungsabschnitt
5 in zwei Teilabschnitte 5', 5" geteilt werden kann, so dass sich eine vom Griff 1
weg sich im Wesentlichen V-förmig erweiternde Öffnung 10' ergibt, über welche somit
zugleich der Umfang im Handgelenksabschnitt 4 wesentlich erweitert wird, so dass auf
einfache Weise der Daumen und die übrigen Finger durch die Öffnungen 7, 8 hindurchgeführt
werden können, bis die Hand den Griff 1 umfasst.
[0026] Sodann kann - wie insbesondere in Fig. 4 ersichtlich - ein Verschlussteil 9' des
Reißverschlusses 9 von seiner griffnahen Öffnungsstellung in eine griffferne Schließstellung
überführt werden. In Fig. 4 ist hierbei gerade eine Zwischenstellung während des Schließvorgangs
gezeigt.
[0027] In Fig. 5 ist die Aufnahmevorrichtung 3 in einer geschlossenen Stellung gezeigt,
d.h. der Reißverschluss 9 ist geschlossen, so dass der in Fig. 3 gezeigte V-förmige
Spalt 10' geschlossen ist. Wie in Fig. 5 ersichtlich, kann durch das Schließen des
Reißverschlusses 9 auf einfache und insbesondere schnelle Weise eine feste Verbindung
zwischen der Hand und dem Griff 1 erzielt werden. Eine individuelle Anpassung an die
Hand wird hierbei durch das Schließen der Verschlussvorrichtung 9 nicht erzielt. Hierfür
sind vielmehr eine Verstellvorrichtung 11 im Handgelenksabschnitt 4 und eine an sich
bekannte im Griff 1 integrierte Verstellvorrichtung 12 vorgesehen, über welche die
Längen der Befestigungsabschnitte 5 und 6 individuell eingestellt werden können. Die
Verstellvorrichtung 12 weist hierbei eine Führung auf, in welcher ein Keil 13 verschieblich
gelagert ist, sodass über eine klemmende Befestigung unterschiedliche Längen der Befestigungsabschnitte
5 und 6 festgelegt werden können. Die Verstellvorrichtung 11 weist hierbei in an sich
bekannter Weise einen über eine Umlenkvorrichtung 14 umgelenkten Klettverschluss 15
auf, so dass der Umfang einer von dem Handgelenksabschnitt 4 definierten Öffnung 4'
stufenlos veränderbar ist um eine enge Anlage des Handgelenksabschnitts 4 an der Hand
zu gewährleisten. Zusätzlich zu dieser an sich bekannten - zur individuellen Anpassung
vorgesehenen - Verstellvorrichtung 11, die bei bekannten Griffen jedoch auch zum Einstieg
bzw. Ausstieg aus der Aufnahmevorrichtung 3 vorgesehen ist, ist erfindungsgemäß die
Verschlussvorrichtung 9 zwecks eines schnellen und einfachen Ein- bzw. Ausstiegs vorgesehen.
Hierdurch kann das Ein- bzw. Aussteigen von einer individuellen Anpassung in vorteilhafter
Weise entkoppelt werden.
[0028] Im Übergangsbereich vom Handgelenksabschnitt 4 zum Befestigungsabschnitt 5 ist eine
Gelenksverbindung 16 vorgesehen, deren Drehachse im Wesentlichen normal auf die Ebene,
in welcher sich die Aufnahmevorrichtung 3 erstreckt, angeordnet ist. Hierdurch kann
verhindert werden, dass die über dem Befestigungsabschnitt 5 auf die Aufnahmevorrichtung
3 eingeleitete Kraft auf den Handgelenksabschnitt 4 ungehindert übergeleitet wird.
Vorteilhafterweise kann somit eine Überleitung von Zugkräften weitgehend verhindert
werden. Durch die Unterbrechung der Zugkraft-Übertragung kann vorteilhafterweise verhindert
werden, dass der Handgelenksabschnitt 4 aus seiner die Hand eng umschließenden Stellung
gedrängt wird. Vielmehr verbleibt der Handgelenksabschnitt 4 auch während einer Abstoßbewegung
in seiner ursprünglichen Stellung am Handgelenk, so dass der Bedienkomfort verbessert
wird. Hierfür kann beispielsweise eine Art Nietverbindung vorgesehen sein, wobei die
beiden über die Nieten zusammengehaltenen Teile 4, 5 zueinander verschwenkbar angeordnet
sind.
[0029] Weiters ist auch handflächenseitig eine gelenkige Verbindung 17 zwischen dem Handgelenksabschnitt
4 und dem handflächenseitigen Befestigungsabschnitt 6 vorgesehen. Hierbei kann beispielsweise
eine Naht- oder Klebeverbindung vorgesehen sein, um eine gewisse Beweglichkeit zwischen
diesen beiden Abschnitten 4 und 6 zu ermöglichen.
[0030] Wie auch insbesondere in den Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist die Aufnahmevorrichtung
3 zumindest abschnittsweise zweischichtig ausgebildet (selbstverständlich ist auch
eine drei- und mehrschichtige Ausbildung denkbar); dabei ist innenseitig, d.h. im
Bereich des Kontakts mit der Hand, eine weiche elastische Schicht 18', z.B. aus Neopren,
Mesh-Materialien oder dergleichen, vorgesehen. Die durchgängig vorgesehene äußere
Schicht 18" besteht hierbei aus einem vergleichsweise steifen, unelastischen Material,
beispielsweise aus Polypropylen, Acryl-Nitril-Butadien-Styrol, Polyamid oder dergleichen.
Hierdurch kann vorteilhafterweise ein In-sich-Zusammenfallen der Aufnahmevorrichtung
3, sofern keine Hand in die Aufnahmevorrichtung 3 eingesetzt ist, verhindert werden.
Auch hierdurch wird ein schneller Ein- und Ausstieg, der insbesondere durch die Verschlussvorrichtung
9 gewährleistet ist, begünstigt. Von besonderem Vorteil sind jene thermoplastischen
Materialien, die sich von einem handelsüblichen Heizgerät, wie z.B. einem Fön aufwärmen
lassen und damit eine Thermoverformbarkeit zulassen, wobei solche Materialien von
Vorteil sind, die eine relativ niedrige Erweichungstemperatur in der Größenordnung
60-80°C aufweisen, und nach dem Erwärmen ein direktes Anpassen an die individuelle
Hand des Benutzers zulassen, ohne dass es zu einer Verbrennung der Haut kommt. Zur
Vermeidung von Druck- bzw. Reibestellen sind die Schichten 18', 18" nahtlos miteinander
verbunden.
1. Aufnahmevorrichtung (3) für eine Hand, welche einen die Hand auf der Handrückenseite
zumindest im Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger umschließenden Befestigungsabschnitt
(5) und einen mit dem Befestigungsabschnitt (5) verbundenen, im Wesentlichen das Handgelenk
bzw. den Handrücken umschließenden Handgelenksabschnitt (4) aufweist, der über einen
weiteren, handflächenseitigen Befestigungsabschnitt (6) mit einem Griff (1) verbindbar
ist, wobei der Handgelenksabschnitt (4) eine Verstellvorrichtung (11) aufweist, so
dass der Umfang einer vom Handgelenksabschnitt (4) definierten Öffnung (4') veränderbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der Verstellvorrichtung (11) gesonderte Verschlussvorrichtung (10) vorgesehen
ist, in deren Offenstellung die Hand aus der Aufnahmevorrichtung (3) entfernbar bzw.
in die Aufnahmevorrichtung (3) einführbar ist, wobei die Verschlussvorrichtung (10)
im Befestigungsabschnitt (5) vorgesehen ist.
2. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 . dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang einer vom Handgelenksabschnitt (4) definierten Öffnung (4') über die Verschlussvorrichtung
(10) in deren geschlossener Stellung unveränderbar ist.
3. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2. dadurch gekennzeichnet, dass eine sich im Wesentlichen in Längsrichtung des Befestigungsabschnitts (5) erstreckende
Verschlussvorrichtung (10) vorgesehen ist, die in der Offenstellung eine sich von
der Verbindung des Befestigungsabschnitts (5) mit dem Griff (1) zum Handgelenksabschnitt
(4) erweiternde spaltförmige Öffnung (10') ermöglicht.
4. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass als Verschlussvorrichtung (10) ein Reißverschluss (9) vorgesehen ist.
5. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (3) im Bereich des Handrückens, insbesondere im Übergangsbereich
vom Befestigungsabschnitt (5) zum Handgelenksabschnitt (4), eine gelenkige Verbindung
(16) aufweist.
6. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (3) im Bereich der Handfläche, insbesondere im Übergangsbereich
vom weiteren Befestigungsabschnitt (6) zum Handgelenksabschnitt (4), eine gelenkige
Verbindung (17) aufweist.
7. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (3) zumindest teilweise zweischichtig ausgebildet ist, wobei
die innere, handnahe Schicht (18') aus einem vergleichsweise weichen, elastischen
Material und die äußere Schicht (19') aus einem vergleichsweise steifen, unelastischen
Material besteht.
8. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtung (10) mit der übrigen Aufnahmevorrichtung (3) nahtlos verbunden
ist.
9. Griff (1) für einen Stock (2) mit einer am Griff (1) befestigten bzw. befestigbaren
Aufnahmevorrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
1. A receiving device (3) for a hand comprising a fastening section (5), which encloses
the hand at the side of the back of the hand at least in the region between the thumb
and the forefinger, and a wrist section (4), which is connected to said fastening
section (5), essentially encloses the wrist and/or the back of the hand, and is connectable
to a handle (1) via a further fastening section (6) facing the palm of said hand,
said wrist section (4) comprising an adjustment device (11) for altering the circumference
of an opening (4') defined by said wrist section (4), characterized in that a closing device (10) is provided, separate from said adjustment device (11), and
if said closing device (10) is in its open position, the hand may be removed from
or inserted into said receiving device (3), wherein said closing device (10) is provided
in said fastening section (5).
2. The receiving device according to claim 1, characterized in that the circumference of an opening (4') defined by said wrist section (4) may not be
altered by said closing device (10) in its closed position.
3. The receiving device according to any one of claims 1 to 2, characterized in that a closing device (10) is provided which extends essentially in the longitudinal direction
of said fastening section (5), said closing device (10) permitting, in its open position,
a slit-shaped opening (10') widening from the connection between said fastening section
(5) and said handle (1) towards said wrist section (4).
4. The receiving device according to any one of claims 1 to 3, characterized in that a zipper (9) is provided as said closing device (10).
5. The receiving device according to any one of claims 1 to 4, characterized in that said receiving device (3) comprises an articulated connection (16) in the back-of-the-hand
region, particularly in the transition region from said fastening section (5) to said
wrist section (4).
6. The receiving device according to any one of claims 1 to 5, characterized in that said receiving device (3) comprises an articulated connection (17) in the palm region,
particularly in the transition region from said further fastening section (6) to said
wrist section (4).
7. The receiving device according to any one of claims 1 to 6, characterized in that at least part of said receiving device (3) is made up of two layers, with the inner
layer (18') near the hand being made of relatively soft, flexible material and the
outer layer (19') being made of relatively stiff, inflexible material.
8. The receiving device according to any one of claims 1 to 7, characterized in that said closing device (10) is seamlessly connected to the remaining receiving device
(3).
9. A handle (1) for a stick or pole (2), having a receiving device (3) according to any
one of claims 1 to 8 fastened and/or fastenable to said handle (1).
1. Dispositif de logement (3) pour une main, qui comprend une portion de fixation (5)
entourant la main à l'arrière au moins dans la zone entre le pouce et l'index et une
portion de poignet (4), reliée avec la portion de fixation (5), entourant essentiellement
le poignet ou le dos de la main, qui peut être reliée, par l'intermédiaire d'une autre
portion de fixation (6), du côté de la paume de la main, avec une poignée (1), la
portion de poignet (4) comprenant un dispositif de réglage (11), de façon à ce que
la circonférence d'une ouverture (4') définie par la portion de poignet (4) puisse
être modifiée, caractérisé en ce qu'un dispositif de fermeture (10) distinct du dispositif de réglage (11) est prévu,
dans la position d'ouverture duquel la main peut être retirée du dispositif de logement
(3) ou peut être introduite dans le dispositif de logement (3), le dispositif de fermeture
(10) étant prévu dans la portion de fixation (5).
2. Dispositif de logement selon la revendication 1, caractérisé en ce que la circonférence d'une ouverture (4') définie par la portion de poignet (4) ne peut
pas être modifiée par l'intermédiaire du dispositif de fermeture (10) dans sa position
fermée.
3. Dispositif de logement selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'un dispositif de fermeture (10) s'étendant globalement dans la direction longitudinale
de la portion de fixation (5) est prévu, qui permet, dans la position ouverte, une
ouverture (10') en forme de fente s'élargissant de la liaison de la portion de fixation
(5) avec la poignée (1) vers la portion de poignet (4).
4. Dispositif de logement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, en tant que dispositif de fermeture (10), une fermeture à glissière (9) est prévue.
5. Dispositif de logement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de logement (3) comprend, au niveau du dos de la main, plus particulièrement
dans la zone de transition entre la portion de fixation (5) et la portion de poignet
(4), une liaison articulée (16).
6. Dispositif de logement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de logement (3) comprend, au niveau de la paume de la main, plus particulièrement
dans la zone de transition entre l'autre portion de fixation (6) et la portion de
poignet (4), une liaison articulée (17).
7. Dispositif de logement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de logement (3) est constitué au moins partiellement de deux couches,
la couche interne (18'), proche de la main, étant constituée d'un matériau élastique
relativement souple et la couche externe (19') étant constituée d'un matériau non
élastique relativement rigide.
8. Dispositif de logement selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de fermeture (10) est relié sans soudure avec le reste du dispositif
de logement (3).
9. Poignée (1) pour un bâton (2) avec un dispositif de logement (3) fixé ou pouvant être
fixé à la poignée (1), selon l'une des revendications 1 à 8.