[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rotor für eine Ladeeinrichtung, insbesondere
für einen Abgasturbolader, mit einer ein Turbinenrad und ein Verdichterrad tragenden
Welle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem eine
mit einem derartigen Rotor ausgestattete Ladeeinrichtung. Die Erfindung betrifft zusätzlich
einen Rotor für eine Ladeeinrichtung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8 und10.
[0002] Aus der
DE 10 2004 025 049 A1 ist ein gattungsgemäßer Rotor bekannt, wobei die Welle zwischen einem Turbinenrad
und einer Lagerung wenigstens eine Wärmeisolierung aufweist, deren Wärmedurchlässigkeit
geringer ist als die der an die Wärmeisolierung angrenzenden Bereiche der Welle und
die den Wärmedurchgang durch die Welle behindert. Hierdurch soll insbesondere ein
verbessertes Wärmemanagement erreicht werden.
[0003] Aus der
EP 1 002 935 A1 ist ein weiterer Rotor bekannt, bei welchem ein Turbinenrad über ein Zwischenstück
aus einer Nickel- oder Kobald-Basislegierung besteht. Um dabei einen unerwünschten
Wärmefluss vom Turbinenrad zu einem den Stahlkörper der Lagerwelle führenden, temperaturempfindlichen
Lager reduzieren zu können, ist das Zwischenstück aus mindestens zwei starr miteinander
verbundenen Zylinderabschnitten aufgebaut, von denen einer aus der Nickel- oder Kobald-Basislegierung
und ein anderer von einem Stahl gebildet ist mit einer gegenüber dem Werkstoff des
Stahlkörpers geringeren Wärmeleitfähigkeit.
[0005] Schließlich ist aus der
DE 10 2007 028 346 A1 ein Rotor bekannt, bei welchem ein Turbinenrad mit einer Welle über ein Gewinde verschraubt
ist.
[0006] Generell werden Turbinen-/Verdichterräder mit einer zugehörigen Welle üblicherweise
über thermische Fügeverfahren, bspw. einem Elektronenstrahl-oder Reibschweißen bzw.
einem Löten, verbunden. Dabei sind die zu fügenden Teile massiv und die Teile werden
in einem, von der eigentlichen Teileherstellung separaten Fertigungsschritt gefügt.
An der Fügestelle des Turbinen-/Verdichterrads mit der Welle treten dabei jedoch eine
lokale, oftmals sprunghafte Änderung der Werkstoff-/Gefügeeigenschaften und einhergehend
damit eine Bauteilschwächung auf. Darüber hinaus lassen sich nicht alle in Frage kommenden
Werkstoffe für ein Turbinen-/Verdichterrad, insbesondere nicht mit intermetallischen
Phasen, durch Schmelzfügeverfahren (Strahlschweißen/Löten) miteinander verbinden.
[0007] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, für einen Rotor
der gattungsgemäßen Art, eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform
anzugeben, die insbesondere die im Stand der Technik genannten Nachteile nicht aufweist.
[0008] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, zur Anbindung insbesondere
eines Turbinenrads an eine Welle eines Rotors zwischen der Welle und dem Turbinenrad
wenigstens ein poröses, metallisches oder keramisches Zwischenstück vorzusehen, das
über einen Infiltrationsprozess mit dem Turbinenrad und/oder der Welle verbunden ist.
Das genannte Turbinenrad steht dabei selbstverständlich exemplarisch auch für ein
in ähnlicher Weise mit der Welle verbindbares Verdichterrad. Das poröse Zwischenstück
kann entweder über Infiltration, bspw. während eines Abgussprozesses des Turbinenrads
oder durch einen Angussprozess an die Welle oder aber in einem Sinterprozess an die
Welle bzw. das Turbinenrad vorab angesintert und anschließend an die jeweils zweite
Komponente durch Infiltration angebunden werden. Denkbar ist insbesondere im Falle
eines metallischen Zwischenstücks auch ein Anbinden des Zwischenstücks an das Turbinenrad
oder an die Welle durch ein stoffliches Fügen, bspw. ein Schweißen oder ein Löten,
wobei anschließend durch Infiltration eine Anbindung an die zweite Komponente vorgenommen
wird. Generell bietet dabei die Erfindung folgende Vorteile: Es ist ein Fügen einer
Welle und eines Turbinenrads möglich, die völlig unterschiedliche physikalische Eigenschaften,
wie bspw. einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten, aufweisen, wobei sich insbesondere
bei konventioneller stofflicher Fügung mechanisch nicht stabile Phasen im Interface
ausbilden können. Das Zwischenstück weist dabei üblicherweise eine geringere Dichte
als das Turbinenrad bzw. als die Welle auf, so dass ein Schwerpunkt des Rotors vorteilhaft
in Richtung des Verdichters verlagert wird. Auch lässt sich eine Warmverschleißbeständigkeit
im Bereich von Radialwellendichtringen aufgrund einer geeigneten werkstofftechnischen
Ausgestaltung erhöhen. Von besonderem Vorteil ist jedoch, dass auch bisher nicht miteinander
kombinierbare Werkstoffe nun prozesssicher miteinander gefügt, dass heißt aneinander
befestigt werden können, wobei im Fügebereich keine sprunghafte Änderung der Werkstoff-Gefügeeigenschaften
zu befürchten sind, die zu einer unerwünschten Bauteilschwächung in diesem Bereich
führen könnten.
[0010] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung, ist das Zwischenstück
als metallisches Zwischenstück ausgebildet und stofflich mit der Welle oder dem Turbinenrad
verbunden. Dies würde die optionale Möglichkeit eröffnen, einen der beiden Infiltrationsprozesse,
das heißt entweder die Verbindung des Zwischenstücks mit der Welle oder mit dem Turbinenrad
durch eine herkömmliche stoffschlüssige Verbindung zu ersetzen. Selbstverständlich
kann alternativ zur stoffschlüssigen Verbindung auch ein Ansintern an eines der beiden
Bauteile gewählt werden.
[0011] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0012] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0013] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0014] Es zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Rotor mit einem zwischen einer Welle und einem Turbinen-/Verdichterrad
angeordneten Zwischenstück,
Fig. 2 ein mit einer Welle verstemmtes Turbinenrad,
Fig. 3 eine Darstellung wie in Fig. 2, jedoch bei einer anderen Ausführungsform,
Fig. 4 ein Rotor mit einer konischen Welle zur verbesserten Radialausrichtung eines
Turbinen-/Verdichterrads.
[0015] Entsprechend der Fig. 1, weist ein erfindungsgemäßer Rotor 1 für eine nicht gezeigte
Ladeeinrichtung, insbesondere für einen Abgasturbolader, eine ein Turbinenrad 2 tragende
Welle 3 auf. Das Turbinenrad 2 kann dabei selbstverständlich analog auch für ein nicht
näher bezeichnetes Verdichterrad stehen. Erfindungsgemäß ist nun zur Anbindung des
Turbinenrads 2 an die Welle 3 zumindest zwischen diesem und der Welle 3 wenigstens
ein poröses, metallisches oder keramisches Zwischenstück 4 vorgesehen, das über einen
Infiltrationsprozess mit dem Turbinenrad 2 und/oder mit der Welle 3 verbunden ist.
Das erfindungsgemäße Zwischenstück 4 kann dabei eine ringförmige Gestalt aufweisen,
wie dies gemäß den Fig. 1 a und 1 b dargestellt ist, oder aber eine scheibenartige
Gestalt, wie dies bspw. in Fig. 1c gezeichnet ist. Im Vergleich zu herkömmlichen Verbindungen
von Turbinenrädern mit zugehörigen Wellen kann bei dem erfindungsgemäßen Rotor 1 ein
Übergang zwischen dem Turbinenrad 2 und der Welle 3 erreicht werden ohne sprunghafte
Änderung von Werkstoff-/Gefügeeigenschaften und damit ohne bisher dort auftretende
Schwachpunkte. Das Zwischenstück 4 kann dabei bspw. während des Abgussprozesses des
Turbinenrads 2 in/an dieses mittels Infiltration angebunden werden und später über
einen Angussprozess an die Welle 3. Alternativ ist auch denkbar, dass das Zwischenstück
4 an das Turbinenrad 2 oder an die Welle 3 angesintert ist. In diesem Fall ist bspw.
das Zwischenstück 4 mit dem Turbinenrad 2 mittels eines Sinterprozesses verbunden,
während die Verbindung zur Welle 3 in einem sich daran anschließenden Infiltrationsprozess
hergestellt wird.
[0016] Generell ist auch denkbar, dass das Zwischenstück 4 als metallisches Zwischenstück
4 ausgebildet ist und zunächst in einem ersten Verbindungsschritt stofflich mit der
Welle 3 oder mit dem Turbinenrad 2 verbunden wird. Eine derartige stoffliche Verbindung
kann bspw. mittels Schweißen oder Löten erfolgen. In einem sich daran anschließenden
Fertigungsschritt wird das Zwischenstück 4 mit der zweiten Komponente, das heißt bspw.
mit dem Turbinenrad 2 oder der Welle 3 mittels Infiltrationsprozess verbunden.
[0017] Betrachtet man Fig. 1 b, so kann man erkennen, dass das Zwischenstück 4 in einem
Rücken des Turbinenrads 2 integriert, bspw. eingebettet ist. Mit dem erfindungsgemäß
hergestellten Rotor 1 ist es insbesondere auch möglich, ein Turbinenrad 2 und eine
Welle 3 mit völlig unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften, bspw. thermischen
Ausdehnungskoeffizienten, prozesssicher miteinander zu verbinden. Aufgrund der Tatsache,
dass das Zwischenstück 4 üblicherweise eine geringere Dichte aufweist als das Turbinenrad
2 bzw. die Welle 3 wird darüber hinaus ein Schwerpunkt des Rotors 1 vorteilhaft in
Richtung des Verdichters verlagert. Auch kann im erfindungsgemäßen Rotor 1 eine werkstofftechnische
Ausgestaltung einer optimalen Warmverschleißbeständigkeit des Rotors 1 im Bereich
von Radialwellendichtringen erfolgen. Durch die poröse Struktur des Zwischenstücks
4 wird dieses beim Verbindungsprozess mit der Welle 3 bzw. mit dem Turbinenrad 2 von
einem flüssigen Werkstoff der-/desselben infiltriert, wodurch eine besonders feste
Verbindung erreicht werden kann. Die Anbindung der Welle 3 an den Verbund aus Turbinenrad
2 und Zwischenstück 4 kann dabei auf folgende Weise dargestellt werden: Angießen (Infiltrieren
eines Wellenmaterials in einer geeigneten Vorrichtung) oder durch lokales Aufschmelzen
des Wellenmaterial-Rohlings unter axialem Druck an der Stirnseitefügestelle. Selbstverständlich
kann dabei der dargestellte Fügeprozess auch in umgekehrter Reihenfolge erfolgen,
so dass zunächst ein Anguss bzw. eine Infiltration des Zwischenstücks 4 an die Welle
3 erfolgt und anschließend dieser aus Zwischenstück 4 und Welle 3 gebildete Verbund
als Einlegeteil im Gießprozess des Turbinenrads 2 verwendet und vom Material des Turbinenrads
2 infiltriert wird.
[0018] Alternativ zu der gemäß der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform, können zur Anbindung
des Turbinenrads 2 an die Welle 3 an der Welle 3 nach radial außen abstehende Stege
6 und/oder an einer Aufnahmeöffnung 5 des Turbinenrads 2 nach radial innen abstehende
Stege 6' angeordnet sein, die bei einem Aufschieben des Turbinenrads 2 auf die Welle
3 plastisch deformiert werden, wie dies bspw. in der rechten Schnittdarstellung in
Fig. 2 gezeigt ist. Die beiden Schnittdarstellungen sind dabei hinsichtlich einer
Betrachtungsebene orthogonal zum Schnittbild des Rotors 1 ausgerichtet. In der linken
Schnittdarstellung kann man erkennen, dass die Stege 6' als Längsstege ausgebildet
sind, wobei selbstverständlich auch umlaufende Stege denkbar sind. Die Stege 6' weisen
dabei einen geringen Überstand ü auf, so dass ein Außendurchmesser der Welle 3 größer
ist als ein Innendurchmesser der Aufnahmeöffnung 5. Dabei führt ein Verstemmen des
Turbinenrads 2 mit der Welle 3 zu einer plastischen Verformung der Stege 6,6', wodurch
eine formschlüssige und besonders stabile Verbindung erreicht werden kann. In der
oberen Schnittdarstellung in Fig. 2 ist mit dem Bezugszeichen I ein noch nicht verstemmter
Bereich bezeichnet, während mit dem Bezugszeichen II der bereits verstemmte Bereich
dargestellt ist.
[0019] Gemäß der Fig. 2 sind dabei die Stege 6' als radial nach innen abstehende Stege 6'
am Turbinenrad 2 angeordnet, wobei gemäß der Fig. 3 die Stege 6 alternativ oder zusätzlich
auch an der Welle 3 als nach radial außen abstehende Stege 6 vorgesehen sein können.
Auch in Fig. 3 ist dabei mit dem Bezugszeichen II der bereits verstemmte und mit dem
Bezugszeichen I der noch nicht verstemmte Bereich bezeichnet.
[0020] Betrachtet man nochmals die Fig. 2 und 3, so ist klar, dass die Umformvorgänge der
Stege 6, 6' beim Verstemmen des Turbinenrads 2 mit der Welle 3 abhängig von der Härte
der beiden Materialien sind. Axial benachbart zu den Bereichen mit den Stegen 6, 6'
ist zumindest einenends ein Bereich 11 vorgesehen, der keine Stege 6 aufweist und
dadurch eine koaxiale Ausrichtung des Turbinen-/Verdichterrads 2 auf der Welle 3 ermöglicht.
Ein großer Vorteil dieser Verbindungsart ist, dass zum Verbinden kein zusätzlicher
Arbeitsgang, wie bspw. Schrauben oder Schweißen, erforderlich ist. Die Stege 6,6'
können dabei nahezu beliebige Ausgestaltungen, insbesondere Riffelungen, Schraubenlinien,
etc. aufweisen.
[0021] In Fig. 4 ist eine weitere alternative Ausführungsform zur Verbindung eines Turbinenrads
2 mit einer Welle 3 gezeigt, wobei die Welle 3 in diesem Fall einen sich konisch verjüngenden
Bereich 7 mit einem am freien Ende der Welle 3 angeordneten Außengewinde 8 aufweist.
Am Turbinenrad 2 ist dazu eine komplementär zum konischen Bereich 7 ausgebildete konische
Aufnahmeöffnung 9 vorgesehen, mit einem sich daran anschließenden Innengewinde 10,
wobei durch die konische Ausbildung des konischen Bereichs 7 bzw. der konischen Aufnahmeöffnung
9 eine exakte radiale Ausrichtung des Turbinenrads 2 erreicht werden kann. Auch in
diesem Fall steht der Begriff Turbinenrad 2 selbstverständlich analog für die Anbindung
der Erfindung auf ein Verdichterrad. Denkbar ist selbstverständlich auch, dass das
Außengewinde 8 außerhalb des Turbinenrads 2 liegt, wobei in diesem Fall dann auf das
Außengewinde 8 eine Mutter aufgeschraubt wird, welche zur Verbesserung der aerodynamischen
Eigenschaften mit einer entsprechenden, nicht gezeichneten Kappe abgedeckt wird.
1. Rotor (1) für eine Ladeeinrichtung, insbesondere für einen Abgasturbolader, mit einer
ein Turbinenrad (2) und ein Verdichterrad tragenden Welle (3), dadurch gekennzeichnet, dass
zur Anbindung insbesondere des Turbinenrades (2) an die Welle (3) zumindest zwischen
diesem und der Welle (3) wenigstens ein poröses metallisches oder keramisches Zwischenstück
(4) vorgesehen ist, das über einen Infiltrationsprozess mit dem Turbinenrad (2) und/oder
der Welle (3) verbunden ist.
2. Rotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenstück (4) insbesondere an das Turbinenrad (2) oder an die Welle (3) angesintert
ist.
3. Rotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenstück (4) als metallisches Zwischenstück (4) ausgebildet ist und stofflich
mit der Welle (3) oder dem Turbinerad (2) verbunden ist.
4. Rotor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenstück (4) mit der Welle (3) oder mit dem Turbinerad (2) verschweißt oder
verlötet ist.
5. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenstück (4) eine ringförmige oder eine scheibenartige Gestalt aufweist.
6. Rotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zwischenstück (4) in einen Rücken des Turbinerades (2) integriert ist.
7. Ladeeinrichtung, insbesondere ein Abgasturbolader, mit einem Rotor (1) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
8. Rotor (1) für eine Ladeeinrichtung, insbesondere für einen Abgasturbolader, mit einer
ein Turbinenrad (2) und ein Verdichterrad tragenden Welle (3), dadurch gekennzeichnet, dass
zur Anbindung insbesondere des Turbinenrades (2) an die Welle (3), an der Welle nach
radial außen abstehende Stege (6) und/oder an einer Aufnahmeöffnung (5) des Turbinenrades
(2) nach radial innen abstehende Stege (6') angeordnet sind, die bei einem Aufschieben
des Turbinenrades (2) auf die Welle (3) plastisch deformiert werden.
9. Rotor nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stege (6,6') als Längsstege und/oder als umlaufende Stege ausgebildet sind.
10. Rotor (1) für eine Ladeeinrichtung, insbesondere für einen Abgasturbolader, mit einer
ein Turbinenrad (2) und ein Verdichterrad tragenden Welle (3), dadurch gekennzeichnet, dass
die Welle (3) einen sich konisch verjüngenden Bereich (7) aufweist mit einem am freien
Ende der Welle (3) angeordneten Außengewinde (8), wobei das Turbinenrad/Verdichterrad
(2) eine komplementär dazu ausgebildete konische Aufnahmeöffnung (9) mit einem sich
daran anschließenden Innengewinde (10) besitzt.