Stand der Technik
[0001] CH 683 957 A5 bezieht sich auf einen Käfigläufer mit geschlitzt ausgebildeten Leiterstäben. Der
Käfigläufer wird bei einem schnellaufendem elektrischen Antrieb eingesetzt, der ein
Motorblechpaket umfasst sowie einen Kurzschlussring sowie Leiterstäbe. Am Ende der
Leiterstäbe befindet sich mindestens ein Schlitz, welcher einen Ausgleich von Relativbewegungen
in Folge von Zentrifugallast und thermischer Belastung zulässt sowie ein Befestigungselement
5, welches den elektrischen Stromübergang sicherstellt und gleichzeitig als mechanische
Verbindung dient. Der Kurzschlussring ist mit dem Leiterstab hart verlötet oder verschweißt.
Die Schlitze werden parallel zueinander angebracht, so dass die Schlitzebenen parallel,
schräg oder gewunden zur Leiterstabachse verlaufen. Alternativ können die Schlitze
unter einem Schlitzwinkel α gekreuzt zueinander ausgebildet werden und die Schlitzebenen
derart ausgeführt sein, dass diese parallel oder schräg zu der Leiterstabachse angebracht
werden können.
[0002] Zum Starten von Verbrennungskraftmaschinen kommen heute hauptsächlich mechanisch
kommutierte Gleichstrommotoren zum Einsatz. Bei diesen wird der Strom über einen oder
mehrere Bürstenpaare über den Kommutator in die Ankerwicklung, die sich am Rotor befindet,
eingeleitet. Die Bürsten bestehen zumeist aus einem simplen Werkstoff, der hauptsächlich
Kupfer- und Graphitanteile enthält. Die Kohlebürsten sowie der Kommutator unterliegen
im Betrieb einem zwangsläufig auftretenden Verschleiß. Startvorrichtungen sind typischerweise
für einen kurzzeitigen Betrieb ausgelegt und normalerweise für 30.000 bis 60.000 Schaltzyklen
geeignet. Durch eine Gewichtsreduktion von Startern sowie durch eine Revolution des
Außendurchmessers derselben sowie das Bestreben eine Vielzahl von Schaltspielen zu
gewährleisten, läuft die derzeitige Entwicklung dahingehend, die Ankerabmessungen
möglichst ideal klein zu machen. Dabei wird der Durchmesser des Ankers verringert.
Außerdem bestehen Entwicklungstendenzen dahingehend, die Kohlebürsten für neue Anwendungen
wie zum Beispiel die Start-Stop-Funktionalität möglichst groß zu gestalten; dies bedeutet
in diesem Fall, möglichst axial lange Bürsten zu erhalten. Das hat zur Folge, dass
der Kommutator in axialer Richtung relativ großbauend ausgelegt werden muss. Durch
die derzeit erreichbare Maßereduktion des Ankerpaketes und aufgrund einer relativ
großen axialen Länge des Kommutators kann es allerdings zu Problemen hinsichtlich
des Auswuchtens rotierender Teile, insbesondere des Ankers, kommen. Bei aus dem Stande
der Technik bekannten Lösungen finden sich auf dem Ankerpaket Wuchtmarken, die die
komplette Unwucht des Ankers d.h. des Rotors ausgleichen sollen. Je weiter die Ursache
der aufgetretenen Unwucht vom Ankerpaket entfernt ist, desto schwieriger wird es,
die Unwucht mittels der mehr oder weniger in der axialen Mitte befindlichen Auswuchtebene
des Ankerpakets auszugleichen. Zur minimalen Geräuschentwicklung und zur Herabsetzung
der Belastung der Lager ist jedoch eine sehr gute Wuchtung erforderlich. Das kann
bei besonders kritischen Anwendungen dazu führen, dass die Wuchtgüte der einzelnen
Komponenten nicht mehr ausreichend ist, um im zusammengebauten Zustand für einen jeden
Anker ein adäquates Wuchtergebnis zu erhalten. Dies stellt eine relativ große Gefahr
in der Großserienfertigung dar in Bezug auf den Erhalt von qualitativ hochwertigen
Teilen.
[0003] Um neben dem Ankerpaket am Rotor noch eine weitere Möglichkeit des Auswuchtens zu
erhalten, kann ein in der Fertigung angewandtes Prinzip ausgenutzt werden. Die Leiterenden
des Ankers werden meist durch das Ankerpaket einer entsprechenden Isolierung gesteckt
und am Kommutator der elektrischen Maschine befestigt. Dies erfolgt im Wege des Hot-stakings
oder im Rahmen einer stoffschlüssigen Verbindung, wie zum Beispiel einer Löt- oder
Schweißverbindung. Bei dieser Vorgehensweise erweist es sich aufgrund der hohen Verbiegung
der Leiter als relativ schwierig, immer die exakt gleiche Länge der Leiterenden am
Kommutator zu erreichen. Die Leiter weisen in der Regel einen oder mehrere übereinander
liegende Einzelleiter mit einem Durchmesser von üblicherweise mehreren Millimetern
auf.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, bei Leiterpaketen mindestens einer Ankerwicklung
eines Ankers deren Einzelleiter mit einzelnen Kommutatorlamellen eines Kommutators
einer elektrischen Maschine zu verbinden sind, die sich in der Fertigung ergebende
ungleichmäßige Länge der Leiterenden als Wuchtmasse zu nutzen. Dies kann insbesondere
dadurch erfolgen, dass die sich in der Fertigung aufgrund einer mehr oder weniger
ungleichmäßigen starken Verbiegung ergebenden unterschiedlichen axialen Länge von
Leiterenden entsprechend der Unwucht der erhaltenen Baueinheit aus Anker, Ankerwicklungen,
Kommutator und Leiterenden durch Materialabtrag entsprechend der Unwuchtverteilung
zu kürzen oder die Leiterenden im Wesentlichen über eine Rückseite des fahnenseitigen
Endes des Kommutators unbearbeitet überstehen zu lassen, um auf diese Weise in der
skizzierten Baueinheit sich einstellende Unwuchten zu kompensieren. Geht man beispielsweise
bei dem Wuchten davon aus, dass bei Erreichung der idealen Wuchtung von Ankern mehr
Material abgetragen werden muss, so empfiehlt es sich, das Material an den überstehenden
Leiterenden zur Regulierung der Unwucht einzusetzen. Befinden sich bei einem Kommutator
zum Beispiel 28 Lamellen, ist ein Leiterdurchmesser von Einzelleitern von 2,5 mm gegeben,
die auf einer radialen Distanz von circa 22 mm von der Mitte des Ankers angeordnet
sind, so kann zum Beispiel ein Materialabtrag von 1 mm in axialer Richtung, die statische
Unwucht der Baueinheit aus Anker, Ankerpaketen, Kommutator und Leiterenden um ca.
2 g/mm verändern. In vorteilhafter Weiterbildung des der Erfindung zugrundeliegenden
Gedankens kann dieser Effekt noch dadurch gesteigert werden, dass anstelle von Einzelleitern
gleich mehrere Leiterenden unterschiedlich bearbeitet werden. Die axial über eine
Rückseite der Fahnenseite überstehenden Leiterenden können entweder gekürzt werden
oder auch so belassen werden wie sie sind, um Unwuchten zu kompensieren.
[0005] Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung können gezielt Beträge der Unwucht
reduziert werden, wie sie sich insbesondere entfernt vom Ankerpaket befinden und beispielsweise
axial auf der Kommutatorseite liegen. Der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend
wird zunächst eine Art Vorwuchten beim Bearbeiten der Einzelleiter bzw. der Leiterpakete
vorgenommen, um die Beträge der Unwucht bereits beim Fertigwuchten der Einheit aus
Anker, Ankerwicklung, Leiterende und Kommutator bereits in reduziertem Maße vorliegen
zu haben und die verbleibenden Schritte zu beschleunigen und den Ausschuss dadurch
zu reduzieren. Ein Vorwuchten der Leiterenden der Einzelleiter der Leiterpakete ermöglicht
in vorteilhafter Weise bereits eine reduzierte Materialabtragung in axialer Richtung
in Bezug auf die Leiterenden des Leiterpakets, so dass die komplette Baueinheit aus
Anker, Ankerwicklungen, Leiterenden, mit dem Kommutator verbundenen Leiterenden nachträglich
lediglich noch feinzuwuchten ist. Beim Feinwuchtungsvorgang kann durch die erfindungsgemäße
Lösung erreicht werden, dass bedeutend weniger Umläufe beim Wuchten erforderlich sind,
so dass eine höhere Taktzeit erreicht werden kann. Eine Verringerung der Anzahl der
Wuchtvorgänge am Ende im Rahmen des Feinwuchtens reduziert darüber hinaus die Anzahl
von mit Fehlern behafteten Teilen beziehungsweise von Ausschuss.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0006] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nahestehend eingehender beschrieben. Es
zeigt
- Figur 1:
- Einen Längsschnitt durch eine Startervorrichtung für eine Verbrennungskraftmaschine
und
- Figur 2:
- Eine Darstellung in vergrößertem Maßstab der Verbindungsstelle zwischen Leiterenden
der Ankerwicklungen des Ankers mit dem Kommutator und sich dort ergebende Wuchtbereiche.
Ausführungsvarianten:
[0007] Figur 1 zeigt eine Startvorrichtung in einem Längsschnitt. In der Figur 1 ist eine
Startvorrichtung 10 dargestellt. Die Startvorrichtung 10 weist beispielsweise einen
Startermotor 13 und einen Betätigungsaktor 16 auf. Der Startermotor 13 und der Bestätigungsaktor
16 sind an einem gemeinsamen Antriebslagerschild 19 befestigt. Der Startermotor 13
dient dazu, ein Andrehritzel 22 anzutreiben, wenn es in einen Zahlenkranz 25 einer
in Figur 1 nicht dargestellten Brennkraftmaschine eingespurt ist.
[0008] Der Startermotor 13 weist als Gehäuse ein Polrohr 28 auf, das an seinem Innenumfang
Polschuhe 31 trägt, die jeweils von einer Erregungwicklung 34 umwickelt sind. Die
Polschuhe 31 umgeben wiederum einen Anker 37, der ein aus Lamellen 40 aufgebautes
Ankerpaket 43 und eine in Nuten 46 angeordnete Ankerwicklung 49 aufweist. Das Ankerpaket
43 ist auf eine Antriebswelle 44 aufgepresst. An dem dem Antriebsritzel 22 abgewandten
Ende 44 ist desweiteren ein Kommutator 52 angebracht, der unter anderem einzelne Kommutatorlamellen
55 umfasst. Die Kommutatorlamellen 55 sind in bekannter Weise mit der Ankerwicklung
49 derartig elektrisch verbunden, dass sich bei Bestromung der Kommutatorlamellen
55 durch Kohlebürsten 58 eine Drehbewegung des Ankers 37 im Polrohr 28 ergibt. Eine
zwischen dem Betätigungsaktor 16 und dem Startermotor 13 angeordnete Stromzuführung
61 versorgt im Einschaltzustand sowohl die Kohlebürsten 58 als auch die Erregerwicklung
34 mit Strom. Die Antriebswelle 44 ist kommutatorseitig mit einem Wellenzapfen 64
in einem Gleitlager 67 abgestützt, welches wiederum in einem Kommutatorlagerdeckel
70 ortsfest gehalten ist. Der Kommutatorlagerdeckel 70 wiederum wird mittels Zugankern
73, die über den Umfang des Polrohres 28 verteilt angeordnet sein können (zum Beispiel
Schrauben zwei, drei oder vier Stück) im Antriebslagerschild 19 befestigt. Es stützt
sich dabei das Polrohr 28 am Antriebslagerschild 19 ab und der Kommutatorlagerdeckel
70 am Polrohr 28.
[0009] In Antriebsrichtung gesehen, schließt sich an den Anker 37 ein Sonnenrad 80 an, das
Teil eines Umlaufgetriebes 83, insbesondere eines Planetengetriebes 83 ist. Das Sonnenrad
80 ist von mehreren Planetenrädern 86 umgeben, üblicherweise drei Planetenräder 86,
die mittels Wälzlagern 89 auf Achszapfen 92 abgestützt sind. Die Planetenräder 86
wälzen in einem Hohlrad 95 ab, das im Polrohr 28 aussenseitig gelagert ist. In Richtung
zur Abtriebsseite hin schließt sich an die Planetenräder 86 ein Planetenträger 98
an, in dem die Achszapfen 92 aufgenommen sind. Der Planetenträger 98 wird wiederum
in einem Zwischenlager 101 und einem darin angeordneten Gleitlager 104 gelagert. Das
Zwischenlager 101 ist derartig topfförmig gestaltet, dass in diesem sowohl der Planetenträger
98 als auch die Planetenräder 86 aufgenommen sind. Desweiteren befindet sich im topfförmigen
Zwischenlager 101 das Hohlrad 95, das letztlich durch einen Deckel 107 gegenüber dem
Anker 37 abgeschlossen ist. Auch das Zwischenlager 101 stützt sich mit seinem Außenumfang
an der Innenseite des Polrohrs 28 ab. Der Anker 37 weist auf den vom Kommutator 52
abgewandten Ende der Antriebswelle 44 einen weiteren Wellenzapfen 110 auf, der ebenfalls
in einem Gleitlager 113 aufgenommen ist. Das Gleitlager 113 wiederum ist in einer
zentralen Bohrung des Planetenträgers 98 aufgenommen. Der Planetenträger 98 ist einstöckig
mit der Abtriebswelle 116 verbunden. Die Abtriebswelle 116 ist mit ihrem vom Zwischenlager
101 abgewandten Ende 119 in einem weiteren Lager 122, welches im Antriebslagerschild
19 befestigt ist, abgestützt. Die Abtriebswelle ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt:
So folgt dem Abschnitt, dem Gleitlager 104 des Zwischenlagers 101 angeordnet ist,
ein Abschnitt mit einer Geradverzahnung 125 (Innenverzahnung), die Teil eines Wellen-Nabe-Verbindung
ist. Die Welle-Nabe-Verbindung 128 ermöglicht in diesem Falle das axial geradlinige
Gleiten eines Mitnehmers 131. Der Mitnehmer 131 ist ein hülsenhaltiger Fortsatz, der
einstöckig mit einem topfförmigen Außenring 132 des Freilaufs 137 ist. Der Freilauf
137 umfasst desweiteren einen Innenring 140, der radial innerhalb eines Außenringes
132 angeordnet ist. Zwischen dem Innenring 140 und dem Außenring 132 sind Klemmkörper
138 angeordnet. Diese Klemmkörper 138 verhindern in Zusammenwirkung mit dem Innenring
140 und dem Außenring 132 eine Relativdrehung zwischen dem Außenring 132 und dem Innenring
140 in einer zweiten Richtung. Mit anderen Worten: Der Freilauf 137 ermöglicht eine
Relativbewegung zwischen dem Innenring 140 und dem Außenring 132 nur in eine Richtung.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Innenring 140 einstöckig mit dem Andrehritzel
22 und dessen Schrägverzahnung 143 (Außenschrägverzahnung) ausgeführt.
[0010] Der Vollständigkeit halber sei hier noch auf den Einspurmechanismus eingegangen.
Der Betätigungsaktor 16 weist einen Bolzen 150 auf, der ein elektrischer Kontakt ist
und der an dem Pluspol einer elektrischen Starterbatterie, die in der Darstellung
gemäß Figur 1 nicht näher dargestellt ist, angeschlossen ist. Der Bolzen 150 ist durch
einen Relaisdeckel 153 hindurchgeführt. Der Relaisdeckel 153 schließt ein Relaisgehäuse
156 ab, das mittels mehrerer Befestigungselemente 159, bei denen es sich zum Beispiel
um Schrauben handeln kann, an Antriebslagerschild 19 befestigt ist. Im Betätigungsaktor
16 sind weiterhin eine Einzugswicklung 162 und eine Haltewicklung 165 angeordnet.
Die Einzugswicklung 162 und die Haltewicklung 165 bewirken beide jeweils im eingeschalteten
Zustand ein elektromagnetisches Feld, welches sowohl das Relaisgehäuse 156, das aus
elektromagnetisch leitfähigem Material gefertigt ist, einen linear beweglichen Anker
168 und einen Ankerrückschluss 171 durchströmt. Der Anker 168 umfasst eine Schubstange
174, die beim linearen Einzug des Ankers 168 in Richtung zu einem Schaltbolzen 177
bewegt wird. Mit dieser Bewegung der Schubstange 174 zum Schaltbolzen 177 wird dieser
aus seiner Ruhelage in Richtung zu zwei Kontakten 180 und 181 bewegt, so dass eine
am zu den Kontakten 180 und 181 am Ende des Schaltbolzens 177 angebrachte Kontaktbrücke
184 beide Kontakte 180 und 181 elektrisch miteinander verbindet. Dadurch wird vom
Bolzen 150 elektrische Leistung über die Kontaktbrücke 184 hinweg zur Stromzuführung
61 und damit zu den Kohlebürsten 58 geführt. Dabei wird der Startermotor 13 bestromt.
[0011] Der Betätigungsaktor 16 beziehungsweise der Anker 168 hat darüber hinaus auch die
Aufgabe, mit einem Zugelement 187 einen im Antriebslagerschild 19 drehbeweglich angeordneten
Hebel zu bewegen. Der Hebel 190, üblicherweise als Gabelhebel ausgeführt, umgreift
mit zwei hier nicht dargestellten "Zinken" zwei Scheiben 193 und 194 an ihrem Außenumfang,
um einen zwischen diesen eingeklemmten Mitnehmerring 197 zum Freilauf 137 hin gegen
den Widerstand der Feder 200 zu bewegen und dadurch das andere Ritzel 22 in den Zahnkranz
25 der Verbrennungskraftmaschine einzuspuren.
[0012] Die Figur 2 zeigt eine Verbindungsstelle zwischen den Leiterenden eines mehreren
Einzelleiter umfassenden Leiterpaketes und einem elektrisch leitenden Bereich eines
Kommutators sowie Auswuchtbereiche an dieser Verbindungsstelle.
[0013] Der Darstellung gemäß Figur 2 ist zu entnehmen, dass ein Leiterpaket 222 eine Ankerwicklung
49, die sich im Anker 37 der Startvorrichtung 10 befindet, an einer Verbindungsstelle
234 mit leitenden Bereichen 230, bevorzugt Kommutatorlamellen 55 des Kommutators 52
stoffschlüssig verbunden ist. Die stoffschlüssige Verbindung eines Leiterpaketes 222
mit mehreren Leiterenden 226 kann zum Beispiel durch Verschweißen, Hartlöten oder
hot-staking mit einer Mantelfläche 232 der leitenden Bereiche 230 erfolgen. Aus der
Darstellung gemäß Figur 2 lässt sich entnehmen, dass die Verbindungsstelle 234 des
Leiterpaketes 222 mit den leitenden Bereichen 230 des Kommutators 52 in einer Radialdistanz
R in Bezug auf die Achse eines Kommutatorkerns 210 des Kommutators 52 orientiert ist.
Wie der Darstellung gemäß Figur 2 des weiteren zu entnehmen ist, weist das Leiterpaket
222 mehrere Einzelleiter 224 umfassend einen axialen Überstand 236 in Bezug auf eine
Rückseite 220 einer Fahnenseite 212 des Kommutatorkernes 210 auf. Der axiale Überstand
236 der Anzahl von Leiterenden 226 des Leiterpaketes 222 liegt innerhalb eines Auswuchtbereiches
218. In der Darstellung gemäß Figur 2 ist lediglich die Verbindungsstelle 234 eines
Leiterpaketes 222 mit einem leitenden Bereich 230 d.h. einer Kommutatorlamelle 55
des Kommutators 52 dargestellt. Bei einem Kommutator mit 28 einzelnen Kommutatorlamellen
55 ist eine dementsprechende Anzahl von Verbindungsstellen 234 zwischen den Leiterpaketen
222 und den einzelnen Lamellen 55 ausgebildet. Da bei der Herstellung der elektrisch
leitenden Verbindung an den jeweiligen Verbindungsstellen 234 zwischen dem Leiterpaket
222 und dem Kommutator 52 an der Fahnenseite 212 aufgrund der auftretenden hohen Verbiegungen
der einzelnen Leiter nicht stets die exakt gleiche Axiallänge derselben erreicht wird,
ergeben sich die in Figur 2 dargestellten axialen Überstände 236, so dass sich ein
Auswuchtbereich 218 ergibt, der der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend
ausgenutzt wird. Bei der Herstellung der stoffschlüssigen Verbindungsstellen 234 zwischen
den Einzelleitern 224 der Leiterpakete 222 entstehen je nach Grad der Durchbiegung
der Leiterenden beim Fügen unterschiedliche, sich in axiale Richtungen erstreckende
Überstände 236. Bei der Herstellung der Baueinheit aus Anker 37 mit mindestens einer
Ankerwicklung 49 demzufolge mindestens ein Leiterpaket 222, welches mit leitenden
Bereichen 230 des Kommutators 52 an den Verbindungsstellen 234 stoffschlüssig gefügt
ist, ergeben sich bei 28 Kommutatorlamellen 55 demzufolge 28 unterschiedliche Auswuchtbereiche.
Je nach Vorwuchten der Leiterpakete 222 beziehungsweise der Leiterenden 226 der Einzelleiter
224 können axiale Überstände 236 - wie in Figur 2 dargestellt - so belassen werden,
so dass Unwuchten dadurch bereits kompensiert werden oder in alternativer Ausführung
besteht die Möglichkeit, diese axialen Überstände 236, die sich von der Rückseite
222 der Fahnenseite 212 erstrecken, axial zu kürzen oder eine axiale Kürzung statt
durch Schneiden, zum Beispiel durch ein spanabhebendes Fertigungsverfahren, zum Beispiel
im Wege des Schleifens abzutragen.
[0014] Bei einem mittleren Durchmesser der Verbindungsstelle 234 - angedeutet in Figur 2
durch die Radialdistanz 228 - ergibt sich bei einem Durchmesser der Einzelleiter 224
der Leiterpakete 222 von 2,5 mm bei einer Radialdistanz 228 von 28 mm bei einem Unterschied
des axialen Überstandes 236 von 1 mm bereits eine Änderung der statischen Umwucht
um einen Betrag von ca. 2 gmm. Je nachdem, wenn mehrere Leiterenden 226 mehrerer Einzelleiter
224 der Leiterpakete 222 bearbeitet werden, ergibt sich eine größere Beeinflussung
der Unwucht. Ziel ist, bei einer Vorwuchtung der Leiterpakete 222 bei der Herstellung
der mindestens einer Ankerwicklung 49 am Anker 37 und einem sich darin anschließenden
Feinwuchten der Baueinheit aus Anker 37 mit mindestens einer Ankerwicklung 49, demzufolge
mindestens einem Leiterpaket 222, welches mit dem Kommutator 52 stoffflüssig verbunden
ist, diesen feinzuwuchten, was durch das zuvor geschilderte Vorwuchten der einzelnen
Leiterpakete 222 der noch nicht vollständig montierten Teilbaugruppe Anker 37 erfolgen
kann. In Weiterbildung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung ergibt sich die
Möglichkeit, eine Baueinheit umfassend den Anker 37 mit mindestens einer Ankerwicklung
49 und einem Leiterpaket 222 und dem Kommutator 52 nach der entsprechenden Vorwuchtung
der einzelnen Leiterpakete 222 entweder durch Beibehalten des axialen Überstandes
226 an einer Stelle feinzuwuchten oder durch das spanabhebende Bearbeiten beziehungsweise
ein axiales Kürzen der axialen Überstände 236 an den Verbindungsstellen 234 einen
Unwuchtausgleich herbeizuführen. Insgesamt kann vorgesehen sein, dass ein oder mehrere
Leiterpakete 222 axial gekürzt ausgeführt sind. Dies bedeutet, dass beispielsweise
mehrere unmittelbar benachbarte Leiterpakete 222 axial gekürzt ausgeführt sind. Solche
mehrere unmittelbar benachbarte Leiterpakete 222 bilden eine Gruppe. Des Weiteren
können auch mehrere Gruppen solcher unmittelbar benachbarter Leiterpakete 222 axial
gekürzt ausgeführt sein. Es kann auch erforderlich sein nur einzelne Leiterpakete
222 axial zu kürzen, die einander nicht benachbart sind. Genauso kann es auch erforderlich
sein, dass sowohl mindestens eine Gruppe als auch mindestens ein Leiterpaket 222 gekürzt
ausgeführt ist. Die Kürzung kann unterschiedlich stark ausgeführt sein, so dass die
einzelnen Leiterpakete 222 oder die einzelnen Leiterpakete 222 einer Gruppe sich unterschiedlich
weit weg von einer Stirnseite eines Ankerpakets 43 erstrecken. Bei der Stirnseite
kann es sich beispielsweise um die Stirnseite handeln, die dem Kommutator 52 nächstgelegen
ist.
[0015] In vorteilhafter Weise kann der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend bei
einem Kommutator 52 mit beispielsweise 28 Kommutatorlamellen 55 das Feinwuchten nur
an den axialen Überständen 236 der Leiterpakete 222 im Bereich der Verbindungsstellen
234 erfolgen, die den größten Anteil zum Ausgleich einer statischen oder dynamischen
Unwucht beitragen.
1. Elektrische Maschine, insbesondere Startervorrichtung (10) für eine Verbrennungskraftmaschine,
mit einem Anker (37), der mindestens eine Ankerwicklung (49) umfasst, deren Leiterpaket
(222) mit einem Kommutator (52) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass Leiterenden (226) der Leiterpakete (222) am Kommutator (52) zur Kompensation von
Unwuchten bearbeitet oder unbearbeitet ausgeführt sind.
2. Elektrische Maschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterenden (226) an einer Verbindungsstelle (234) mit dem Kommutator (52) axial
gekürzt ausgeführt sind.
3. Elektrische Maschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterenden (226) an einer Verbindungsstelle (234) mit dem Kommutator (52) in
einem axialen Überstand (236) belassen sind.
4. Elektrische Maschine gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Überstand (236) den Ausgleich einer Unwucht der Ankers (37) darstellt.
5. Elektrische Maschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle (234) zwischen dem Leiterpaket (222) und leitenden Bereichen
(230) des Kommutators (52) als stoffschlüssige Verbindung, insbesondere als Löt- oder
Schweißverbindung oder im Wege des Hot-staking Verfahrens hergestellt ist.
6. Elektrische Maschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Baueinheit aus dem Anker (37), mindestens eine Ankerwicklung (49), mindestens
einem Leiterpaket (222) und dem Kommutator (52) durch axial gekürzte oder spanabhebend
bearbeitete oder durch einen axialen Überstand (236) aufweisende Leiter in (226) ausgewuchtet
ist.
7. Elektrische Maschine gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle (234) zwischen dem Leiterpaket (222) und dem Kommutator (52)
in einer Radialdistanz (228) bezogen auf die Achse des Kommutators (52) liegt.
8. Verfahren zum Auswuchten einer Baueinheit, zumindest einen Anker (37) und einen, deren
mindestens eine Ankerwicklung (49) verbunden mit Kommutator (52) aufweist, mit nachfolgenden
Verfahrensschritten:
a) einem Vorwuchten eines Ankers (37) mit mindestens einer Ankerwicklung (49), insbesondere
von deren Leiterpaket (222),
b) einem Feinwuchten einer Baueinheit, die zu mindestens den Anker (37) und dem Kommutator
(52) umfasst, der mindestens eine Verbindungsstelle (234) für das Leiterpaket (226)
aufweist,
c) dem Belassen von Leiterbahnenden (226) des Leiterpaketes (222) in einem axialen
Überstand (236) zum Ausgleich von Unwuchten oder
d) dem spanabhebenden Bearbeiten oder dem axialen Kürzen oder dem axialen Abtrennen
der Leiterbahnenden (226) zum Ausgleich von Unwuchten.