[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausgabe von scheibenförmigen Gegenständen
aus einem röhrenartigen Vorratsbehälter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus der
DE 30 08 042 ist eine Vorrichtung zur Ausgabe von Münzen bekannt. Die Vorrichtung umfasst röhrenartig
ausgebildete Vorratsbehälter zur Aufnahme von Münzen. Unterhalb der Münzröhre ist
ein Auszahlschieber angeordnet. Der Auszahlschieber weist einen Durchbruch auf. Der
Durchbruch korrespondiert mit der Größe des Innendruchmessers der Münzröhre. Endseitig
des Auszahlschiebers greift ein Hebelarm eines Winkelhebels eines elektronmagnetischen
Stellantriebs an. Der Stellantrieb ist als Hubmagnet ausgebildet. Der Hubmagnet wirkt
auf einen freien Schenkel des Winkelhebels, der gelenkig an einem Gehäuse der Vorrichtung
angeordnet ist. Eine andere Seite des Winkelhebels greift in einen Aufnahmebereich
des Schiebers. Von Nachteil ist jedoch, dass das Bauvolumen für den Antrieb des Auszahlschiebers
auf Grund des Einsatzes des Winkelhebels recht groß ist. Dadurch bedingt ist eine
gesamte, kompakte Baueinheit nicht erzielbar. Durch den Einsatz des Winkelhebels ist
eine kompaktere Anordnung nicht vorstellbar.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zur Münzauszahlung zu
schaffen, bei der die Münzen von einer vom Auszahlbereich entfernten Münzröhre sicher
und ohne Störungen bzw. Manipulationsmöglichkeit zu einem Ausgabebereich transportiert
werden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Weitergehende vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen
entnehmbar.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist den Vorteil auf, dass durch den Einsatz eines
Kurbeltriebes, der von einem Elektromotor unter Zwischenschaltung eines selbsthemmenden
Getriebes angetrieben wird, der Auszahlschieber nicht manipulativ durch Dritte unterhalb
der Münzröhre verschoben werden kann. Zum anderen wird durch den Einsatz des Getriebes
zwischen dem Kurbeltrieb und des Stellantriebs eine sehr kompakte und ein geringes
Bauvolumen umfassende Einheit geschaffen. Da der Stellantrieb einer größeren Querschnittsfläche
bedarf, als die Querschnittsfläche der Münzen aufnehmenden Röhre, ist nur die Münzstapelröhre
in einem Münzverteilungssystem, welches unterhalb eines Münzprüfers angeordnet ist,
innerhalb eines Münzverteilkanals integriert.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird beispielhaft in den beiliegenden Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1:
- einem münzbetätigten Unterhaltungsautomaten mit einer Vorrichtung zur Ausgabe von
scheibenförmigen Gegenständen mit teilweise aufgebrochener Frontseite, perspektivisch
dargestellt,
- Figur 2:
- eine Vorrichtung zur Ausgabe von scheibenförmigen Gegenständen aus einem röhrenartigen
Vorratsbehälter, perspektivisch dargestellt und
- Figur 3:
- eine Antriebseinheit für einen Schieber, der unterhalb des Vorratsbehälters beweglich
angeordnet ist.
[0008] Ein in der Figur 1 mit 1 bezeichneter münzbetätigter Unterhaltungsautomat umfasst
eine Münzeinheit 2, die bei einer geöffneten Frontseite 3 auslenkbar an einer Seitenwand
4 eines Gehäuses 5 des münzbetätigten Unterhaltungsautomaten 1 angeordnet ist. An
einer Innenseite der Seitenwand 4 des Gehäuses 5 sind als Kugelauszug ausgebildete
Führungsschienen 6 befestigt. An den ausziehbaren Führungsschienen 6 ist eine Befestigungsplatte
7 mit Einhängeösen angeordnet. Die Einhängeösen sind an der, der Frontseite 3 zugewandten
Stirnseite der Befestigungsplatte 7 vorgesehen. Eine U-förmig ausgebildete Aufnahmevorrichtung
8 weist Durchbrüche auf, die mit den Einhängehaken korrespondieren. In der Aufnahmevorrichtung
8 ist formschlüssig unterhalb eines Münzprüfers 9 eine Münzvereinzelungseinrichtung
10 vorgesehen, die eine Vielzahl von münzindividuellen Kanälen aufweist, mittels derer
die Münzen einer Münzröhren 11 oder weiteren nicht näher dargestellten Münzvorratsbehältern
bzw. einem Falsifikationskanal 12 zugeleitet werden. In einem zwischen den Führungsschienen
horizontal verlaufend angeordneten Arretierhebel wird die Münzeinheit in der Grundstellung
fixiert und in der strichpunktierten ausgelenkten Stellung arretiert.
[0009] Ein Münzkanal 11 ist röhrenartig ausgebildet und wird als Vorratsbehälter für die
zwanzig Cent Münzen benutzt. An einer Unterseite des röhrenartigen Münzkanals 11 ist
eine Vorrichtung zur Ausgabe von Münzen vorgesehen. Von der Vorrichtung werden die
Münzen in einen Falsifikationskanal übergeben. Der Falsifikationskanal seinerseits
mündet in einer am Unterhaltungsautomaten 1 angeordneten frontseitig zugänglichen
Münzrückgabeschale 13.
[0010] In der Figur 2 ist eine Vorrichtung zur Ausgabe einzelner Münzen, aus einem röhrenartigen
Vorratsbehälter, näher dargestellt. Die Vorrichtung zur Ausgabe von scheibenartigen
Gegenständen, z. B. Münzen, umfasst ein zweigeteiltes rechteckartiges Grundgehäuse
14. In dem Grundgehäuse 14 ist ein Schieber 15 verschiebbar angeordnet. Der rechteckartige
Schieber 15 weist einen Durchbruch 16 auf. Der Durchbruch 16 korrespondiert mit einem
Durchbruch 17 auf dem Oberteil 18 des Grundgehäuses 14. Dem Durchbruch 17 ist ein
nicht näher dargestellter röhrenartiger Vorratsbehälter zugeordnet. Benachbart zu
dem Durchbruch 17 ist auf dem Oberteil 18 ein Getriebegehäuse 19 angeordnet. Auf der
Oberseite des Getriebegehäuses 19 befindet sich ein Antriebsmotor 20. Ein Unterteil
21 des Grundgehäuses 14 weist auf einer Längsseite 22 eine trichterartige, aus der
horizontalen geneigt schüttenartige Öffnung 23 auf. Die Öffnung 23 ist auf der, dem
Getriebegehäuse 19 gegenüberliegenden Seite des Grundrisses 14, auf dessen Längsseite
22 vorgesehen.
[0011] In der Figur 3 ist die Vorrichtung zur Ausgabe von Münzen ohne Oberteil des Grundgehäuses
14 sowie mit fehlenden Getriebegehäuse dargestellt. Dem Unterteil 21 des Grundgehäuses
14 ist ein rechteckartiger im Querschnitt U-förmiger Schieber 15 angeordnet. Der Schieber
15 weist an einem freien Ende den kreisringförmigen Durchbruch 16 auf. Der Durchbruch
16 korrespondiert mit dem Durchmesser des scheibenförmigen Gegenstandes, der aus dem
röhrenartigen Vorratsbehälter zugeführt wird. Auf dem, dem Durchbruch 16 gegenüberliegenden
Ende des Schiebers 15 weist dieser endseitig, einen die beiden freien Stege 25 verbindenden
Steg 24 auf. Parallel zu dem Verbindungssteg 24 ist ein weiterer, beide freien Schenkel
25 des U-förmigen Schiebers 15 verbindender Steg 26 vorgesehen. In dem zwischen den
beiden Stegen 24, 25 sich ausbildenden Raum ragt ein Zapfen 27 eines Kurbeltriebs
28, der auf einer Abtriebswelle des selbsthemmenden Getriebes angeordnet ist. Auf
der Antriebswelle des Antriebsmotors ist ein Zahnrad angeordnet, welches in einem
der Zahnräder des Getriebes kämmt.
[0012] Der Schieber 15 wird mittels Kurbeltriebs 28 um mindestens einen Durchmesser des
scheibenförmigen Gegenstandes aus dem Vorratsbehälter in Richtung einer rutschenartig
ausgebildeten Ausgabeöffnung des Grundgehäuses 14 verschoben.
1. Vorrichtung zur Ausgabe von scheibenförmigen Gegenständen aus einem röhrenartigen
Vorratsbehälter, mit einem bodenseitig angeordnetem Schieber mit einer Öffnung, der
mit einem hilfskraftbetätigten Stellantrieb verfahrbar ist, um einzelne scheibenförmige
Gegenstände aus dem Vorratsbehälter auszugeben,
dadurch gekennzeichnet,
dass endseitig des Schiebers (15) ein Kurbeltrieb des Stellantriebs (19, 20, 27, 28) angreift,
der einen Bolzen (27) umfasst, der in eine Kulisse des Schiebers (15) ragt, wobei
die Kulisse quer zum Verfahrweg des Schiebers (15) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schieber (15) eine U-förmige Querschnittsfläche aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Stege (25) der U-förmigen Querschnittsfläche des Schiebers (15) sich an den Seitenwandungen
eines den Schieber (15) umgebenden Gehäuses (14) abstützten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Ende des Schiebers (15) die freien Stege (25) mit mindestens einem Quersteg
(24, 26) verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zu einem endseitigem Steg (24) des Schiebers (15) unter Vermittlung eine Abstandes
ein weiterer, beide Stege (25) verbindender Quersteg (26) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem kulissenartig ausgebildeten von den Stegen (24, 26) begrenzten Raum ein
Kurbelzapfen (27) eingreift.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das den Schieber (15) aufnehmende Gehäuse (14) zweiteilig ausgebildet ist und dass
die Gehäuseteile form- und/oder kraftschlüssig zusammenfügbar sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung (2) form- und/oder kraftschlüssig an einer Wandung einer Münzleiteinrichtung
befestigt ist.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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