[0001] Die Erfindung betrifft einen Stecker mit einer Buchse, wobei für die Verbindung von
Stecker und Buchse eine Bajonettverbindung vorgesehen ist, nach der im Oberbegriff
von Anspruch 1 näher definierten Art.
[0002] Bajonettverbindungen für eine sichere Verbindung zwischen einem Stecker und einer
Buchse sind allgemein bekannt.
[0003] Im Fahrzeugbau, insbesondere im Kraftfahrzeugbau, werden zunehmend auch im Gepäckraum,
zum Beispiel im Kofferraum, im Bereich der Rücksitze und im Ladebereich mechanische
und vor allen Dingen auch elektrische Verbindungssysteme gewünscht. Die bekannten
elektrischen Verbindungssysteme sind aufgrund ihrer Ausgestaltung unhandlich beziehungsweise
stellen störende Elemente dar. Dies gilt insbesondere für den Kofferraum, wobei möglichst
keine vorstehenden Teile gewünscht werden. Wenn die bekannten elektrischen Verbindungssysteme
nicht in Benutzung sind, wird beim Stand der Technik die Buchse durch ein separates
Abdeckglied abgedeckt, sofern die Verbindung nicht vollständig offen bleibt. Der letztere
Fall ist besondere dann gegeben, wenn das Abdeckglied verloren geht.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungssystem
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, das eine relativ geringe Bautiefe besitzt
und sowohl im eingebauten Zustand als auch bei Nichtbenutzung nicht störend in Erscheinung
tritt.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch Anspruch 1 gelöst.
[0006] Durch die Ausbildung des Bajonetts mit dem axialen Einführungskanal und der in Umfangsrichtung
versetzt dazu liegenden Verriegelungsstellung, z. B. einen in Umfangsrichtung verlaufenden
Verriegelungskanal, wird zum einen eine sichere Verbindung geschaffen und zum anderen
jedoch nur eine relativ geringe Bautiefe benötigt. Durch die erfindungsgemäße Anordnung
der Abdeckung kann die Buchse bei Nichtbenutzung in nicht störender Weise in die die
Buchse umgebende Umgebung integriert bzw. dieser entsprechend angepasst sein. So lässt
sich zum Beispiel ein Einbau in eine Fahrzeugwand oder einen Ladeboden vornehmen.
[0007] Die Buchse kann dabei so in ein sie umgebendes Bauteil eingebaut werden, dass die
Oberfläche der Buchse zusammen mit der Abdeckung wenigstens annähernd mit der Oberfläche
des die Buchse umgebenden Wandteils bündig ist. Dies bedeutet, Beschädigungen der
Buchse werden auf diese Weise vermieden und ein Laderaum wird nicht durch vorstehende
Teile beeinträchtigt.
[0008] Wenn bei einem elektrischen Verbindungssystem die Kontakte umfangsseitig angeordnet
sind, wird eine einwandfreie elektrische Kontaktierung geschaffen, wobei hinzukommt,
dass bei Durchführung der elektrischen Verbindung aufgrund der Drehbewegung des Steckers
in der Buchse die Kontakte stets freigerieben werden, wodurch Oxidationen vermieden
werden.
[0009] Die Verstellbarkeit der Abdeckung und die Freigabe der Öffnung der Buchse für eine
Verbindung kann auf verschiedene Weise erfolgen. In einfacher Weise kann hierfür eine
Federeinrichtung vorgesehen sein, die beim Einführen des Steckers in die Bajonettverbindung
die Abdeckung zurückdrückt. Nach Entfernen des Steckers kann durch eine Federvorspannung
zwangsweise die Abdeckung wieder vor die freie Stirnseite gesetzt werden.
[0010] Neben einer Ausbildung als elektrische Verbindungsvorrichtung lässt sich das erfindungsgemäße
Verbindungssystem auch gleichzeitig für eine mechanische Verbindung vorsehen. Hierzu
ist es lediglich erforderlich, dass als Stecker ein entsprechend ausgestaltetes Verbindungsglied
vorgesehen wird, das zum Beispiel mit einem Haken oder einer Öse versehen ist, um
zum Beispiel Spannseile einhängen zu können. Ebenso lässt sich ein derartiges Befestigungsglied
auch als Aufhängeeinrichtung verwenden.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen
und aus den nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschriebenen Ausführungsbeispielen.
[0012] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Buchse;
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung der Buchse nach der Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Steckers als mechanisches Befestigungsglied;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines elektrischen Steckers;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer Buchse mit einem elektrischen Stecker;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines elektrischen Steckers mit einem Verbindungsglied
für einen Verbraucher;
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch die Buchse nach der Fig. 1;
- Fig. 8
- einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7;
- Fig. 9
- einen Schnitt entsprechend dem Schnitt nach der Fig. 8 mit einer teilweise eingeschobenen
Abdeckung;
- Fig. 10
- einen Schnitt nach der Linie X-X nach der Fig. 7;
- Fig. 11
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Steckers in einer anderen Ausgestaltung;
- Fig. 12
- eine perspektivische Darstellung des Steckers nach der Fig. 11 in zusammengebautem
Zustand vor Einfüh-
- Fig. 13
- rung in eine Buchse beziehungsweise in eine Profilbohrung einer Wand; eine perspektivische
Darstellung des in die Buchse eingeschobenen Steckers;
- Fig. 14
- eine perspektivische Darstellung des in die Buchse eingeschobenen Steckers in Verriegelungsstellung.
[0013] Das Verbindungssystem weist eine Buchse 1 und einen Stecker 2 auf, der als mechanisches
Befestigungsglied 2a oder als elektrischer Stecker 2b ausgebildet sein kann. Wie aus
der Fig. 3 ersichtlich ist, weist der mechanische Stecker 2a eine Rändelscheibe 3
auf seiner von der Verbindungsseite abgewandten Seite auf. Zusätzlich kann die Rändelscheibe
3 mit einem Befestigungsglied in Form einer Öse oder eines Hakens (nicht dargestellt)
versehen sein. Wesentliches Merkmal beider Steckerarten ist die Ausbildung für eine
Bajonettverbindung mit der Buchse 1. Hierzu weist der Stecker 2 in seinem vorderen
Teil ein Rundteil 4 auf, aus dem umfangsseitig sich gegenüberliegend zwei Nocken oder
Nasen 5 vorstehen. Im Falle des elektrischen Steckers 2b sind außenseitig beziehungsweise
am Umfang der beiden Nasen 5 Kontaktelemente 6 angeordnet, die im Inneren des Steckers
auf nicht näher dargestellte Weise zu einem Anschlussstutzen 7 des Steckers 2b führen,
von wo aus entsprechend nicht dargestellte Kabel zu einem Verbraucher führen.
[0014] Für die Durchführung einer Bajonettverbindung weist die Buchse in ihrer Unfangswand
20 sich gegenüberliegend zwei in axialer Richtung verlaufende Einführungskanäle 8
auf, die in ihrer Breite und Tiefe an die vorstehenden Nasen 5 des Steckers angepasst
sind. An die beiden axialen Einführungskanäle 8 schließen sich in der Umfangswand
20 in Umfangsrichtung verlaufende Verriegelungskanäle 9 für eine Verriegelungsstellung
an (siehe Figuren 7 und 10). Die Verriegelungskanäle 9 können so verlaufen, dass sich
am Ende eine Einbuchtung in Form einer Raststellung ergibt, in der sich bei aufgesetztem
Stecker 2 die Nasen 5 in der Endstellung in der Einbuchtung befinden. Auf diese Weise
wird eine Raststellung gegen ein unabsichtliches Lösen erreicht. Zum Lösen des Steckers
2 ist es dann lediglich erforderlich, den Stecker noch etwas weiter einzudrücken,
so dass er bei einer entsprechenden Gegendrehbewegung wieder aus den Verriegelungskanälen
9 und den Einführungskanälen 8 herausgezogen werden kann. Eine derartige Raststellung
lässt sich auch durch eine leichte Schrägführung der Verriegelungskanäle 9 in Form
einer ansteigenden Rampe mit einem abfallenden Endbereich erreichen.
[0015] Aus der Fig. 2 in Verbindung mit den Figuren 7 bis 10 ist der Aufbau der Buchse 1
näher ersichtlich. Die Explosionsdarstellung gemäß Fig. 2 zeigt eine Abdeckung 10
mit einem Zapfen 11, in dem ein Längsschlitz angeordnet ist. Der Zapfen 11 kann durch
eine Bohrung in einem hinteren Boden 12 der Buchse 1 gesteckt werden, wobei ein mit
dem Längsschlitz versehenes pfeilförmiges Ende 13 des Zapfens 11 mit einer entsprechenden
Verpressung durch die Bohrung gesteckt wird. Durch das pfeilförmige Ende 13, das einen
größeren Außendurchmesser als der Schaft des Zapfens 11 aufweist, wird in Verbindung
mit dem Längsschlitz, durch den sich der Zapfen 11 bei einem Zusammendrücken durch
die Bohrung stecken lässt, ein Rückhalteglied für die Abdeckung 10 geschaffen. Die
Abdeckung 10 ist in ihrer Form an die Form der offenen Stirnseite 14 der Buchse 1
angepasst und besitzt somit ebenfalls nasenartige Vorsprünge 15 auf gegenüberliegenden
Seiten, die an die Aussparung 8 angepasst sind. Wie insbesondere aus den Figuren 1
bis 5 ersichtlich ist, wird somit die offene Stirnseite 14 der Buchse 1 abgedeckt,
wobei die Abdeckung 10 bündig mit der Oberfläche der Buchse 1 abschließt. Eine Federeinrichtung
16 in Form einer Spiralfeder spannt die Abdeckung 10 gegen die Schließstellung vor,
wobei das pfeilartige Ende 13 einen Anschlag am Boden 12 bildet und ein Herausfallen
der Abdeckung 10 verhindert. Die federartige Einrichtung 16 stützt sich auf dem Boden
12 der Buchse 1 ab. In der Umfangswand 20 der Buchse 1 sind gegenüberliegend Gegenkontakte
17 in den Verriegelungskanälen 9 angeordnet. Von den Gegenkontakten 17 aus führen
nicht dargestellte Leitungen zu einer Stromquelle. Wie aus der Explosionsdarstellung
gemäß Fig. 2 ersichtlich ist, ist aus Montagegründen das Gehäuse der Buchse 1 zweiteilig,
nämlich bestehend aus der Umfangswand 20 und einem hinteren ebenfalls runden Buchsenteil
18, welches in das Innere der Umfangswand 20 eingeschoben ist und welches auch den
Boden 12 aufweist.
[0016] Wie insbesondere aus den Figuren 8, 9 und 10 ersichtlich ist, besitzt die Buchse
1 eine relativ geringe Bautiefe und kann vollständig oder nahezu vollständig in eine
die Buchse umgebende Wand 19 eingesetzt werden.
[0017] Wie ersichtlich, lässt sich das Verbindungssystem mit der Buchse 1 und dem Stecker
2 je nach der Steckerart sowohl als mechanische Befestigungseinrichtung als auch als
elektrische Verbindungseinrichtung verwenden. Die Buchse 1 nimmt beide Steckerarten
2a und 2b auf. Im Falle einer mechanischen Verbindungseinrichtung mit dem Stecker
2a erfolgt lediglich keine elektrische Kontaktverbindung mit den Gegenkontakten 17.
[0018] Die Fig. 8 zeigt die Buchse 1 mit der Abdeckung 10, in der diese mit der Stirnseite
der Buchse 1 bündig ist.
[0019] Die Figuren 9 und 10 zeigen die Stellung der Abdeckung 10, wenn der Stecker 2 (hier
nicht dargestellt) auf die Buchse 1 aufgesetzt ist.
[0020] Anstelle einer Kabelverbindung des Steckers über den Anschlussstutzen 7 kann gegebenenfalls
auf den elektrischen Stecker 2b auch ein Verbraucher direkt aufgesetzt werden. Dies
ist aus der Fig. 6 ersichtlich. In diesem Fall weist der Stecker auf seiner Rückseite
eine Rändelmutter 21 auf, über die eine Verbindung mit einem nicht näher dargestellten
Verbraucher 22 erfolgt. Der nicht näher dargestellte Verbraucher 22 kann zum Beispiel
ein Mobiltelefon, ein Ladegerät oder auch ein kleiner Bildschirm sein.
[0021] Mit dem erfindungsgemäßen Verbindungssystem ist es ohne größeren Aufwand auch möglich,
mehr als nur zwei elektrische Kontaktverbindungen zu schaffen. Hierfür gibt es zwei
Möglichkeiten, nämlich mehrere in axialer Richtung hintereinander in dem Stecker 2b
und in der Buchse 1 angeordnete Kontaktelemente 6 und Gegenkontaktelemente 17 oder
auch mehrere am Umfang verteilt in dem Stecker 2b und in der Buchse 1 angeordnete
Kontaktelemente 6 und Gegenkontaktelemente 17.
[0022] Bei einer axialen Anordnung sind die Nasen 5 entsprechend in axialer Richtung zu
verlängern oder entsprechend mehrere Reihen von Nasen hintereinander in dem Rundteil
4 anzuordnen (nicht dargestellt). In diesem Falle sind entsprechend auch in der Buchse
1 mehrere auf unterschiedlichen axialen Höhen sich befindende Verriegelungskanäle
9 vorzusehen.
[0023] Bei einer Anordnung in Umfangsrichtung sind die Verriegelungskanäle 9 entsprechend
in Umfangsrichtung zu verlängern und ebenfalls entsprechend mit weiteren Gegenkontaktelementen
17 zu versehen. In diesem Falle sind entsprechend mehrere Nasen 5 auf der gleichen
axialen Höhe in Umfangsrichtung entsprechend versetzt zueinander anzuordnen (nicht
dargestellt).
[0024] In den Figuren 11 bis 14 ist ein Ausführungsbeispiel für das erfindungsgemäße Verbindungssystem
mit einem Stecker 2' in einer anderen Ausgestaltung dargestellt.
[0025] Bei der nachfolgenden Beschreibung werden für die gleichen oder gleich wirkenden
Teile die gleichen Bezugszeichen wie bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
verwendet.
[0026] Gemäß Fig. 11 weist der Stecker 2' einen Nockenträger 23 auf, an dessen vorderen,
der Buchse 1' zugewandten Ende das Rundteil 4 mit den beiden sich gegenüberliegenden
Nocken oder Nasen 5 vorgesehen ist.
[0027] Auf der von der Buchse 1' abgewandten Seite des Nockenträgers 23 befindet sich ein
Verriegelungsteil in Form eines Verriegelungsrings 24, der auf ein zylindrisches Teil
des Nockenträgers 23 aufgeschoben ist. An dem der Buchse 1' zugewandten vorderen Wandbereich
des Verriegelungsringes 24 befinden sich gegenüberliegend zwei axial aus dem Verriegelungsring
24 herausragende Verriegelungsnocken 25. Wie ersichtlich liegen die beiden Verriegelungsnocken
25 um 90 Grad in Umfangsrichtung versetzt zu den Nocken oder Nasen 5. Auf der von
der Buchse 1' abgewandten Seite befindet sich ein Griffteil in Form eines Griffringes
26. Zwischen dem Griffring 26 und dem Verriegelungsring 24 ist eine Federeinrichtung
in Form einer Spiralfeder 27 angeordnet.
[0028] Der Griffring 26 besitzt eine Innenbohrung, in die ein Drehteil 28 mit einer Querbohrung
29 eingesetzt ist, wobei das Drehteil 28 gegenüber dem Griffring 26 verdrehbar ist.
Ein Befestigungsglied, zum Beispiel eine Halteöse 30, ist mit einem Querteil 31 versehen,
das durch die Querbohrung 29 geführt ist. Die Halteöse 30 dient zur Befestigung von
Teilen, die zum Beispiel in dem Kofferraum eines Fahrzeuges gesichert werden sollen.
Aufgrund der Drehbarkeit des Drehteils 28 ist dabei die Halteöse 30 in einer beliebigen
Drehstellung positionierbar.
[0029] Während der Griffring 26 mit dem Nockenträger 23 starr verbunden wird, ist der Verriegelungsring
24 in axialer Richtung gegenüber dem Nockenträger 23 verschiebbar. Durch die Verriegelungsnocken
25, die in Aussparungen 32 eines Umfangringes 33 des Nockenträgers 23 ragen, ist jedoch
eine Verdrehsicherung beziehungsweise eine gemeinsame Verdrehung von Nockenträger
23 und Verriegelungsring 24 gegeben.
[0030] Die Funktionsweise des Verbindungssystems mit dem Stecker 2' nach der Fig. 11 wird
nachfolgend anhand der Beschreibungen der Figuren 12 bis 14 ersichtlich.
[0031] Im ersten Schritt wird der Stecker 2' an die Buchse 1' so angenähert, dass die Einführungskanäle
8 mit den Nasen 5 fluchten. Aufgrund der Vorspannung durch die zwischen das Griffteil
26 und den Verriegelungsring 24 gespannte Spiralfeder 27 liegt der Verriegelungsring
an dem Umfangsring 33 des Nockenträgers 23 an, wobei die Verriegelungsnocken 25 in
Richtung auf die Buchse 1' nach vorne durch die Aussparungen 32 hindurch über den
Umfangsring 33 ragen.
[0032] Die Fig. 13 zeigt die Position des Steckers 2', in der die Nocken 5 durch die Einführungskanäle
8 der Buchse 1' durchgeschoben worden sind. Während des Durchschiebens der Nasen 5
durch die Einführungskanäle 8 stoßen die Verriegelungsnocken 25 mit ihren Vorderseiten
an einer Wand 34 der Buchse 1' an, die dem Stecker 2' zugewandt ist. Unter Überwindung
der Vorspannung durch die Feder 27 wird der Verriegelungsring 24 während der Einführbewegung
der Nasen 5 in die Einführungskanäle 8 zurückgeschoben. Sobald sich die Nasen 5 auf
der Rückseite des Wandteils 34 befinden und damit die Nasen 5 in Umfangsrichtung verdreht
werden können, lässt sich der Griffring 26 und damit auch der starr mit ihm verbundene
Nockenträger 23 um einen gewünschten Winkel in Umfangsrichtung verdrehen. Der Winkel
der Drehbewegung richtet sich nach der Positionierung der Verriegelungsnocken 25 im
Verhältnis zu den Nasen 5. Da der Winkelunterschied im vorliegenden Fall 90 Grad beträgt,
erfolgt an dem Griffring 26 eine entsprechende Drehbewegung durch den Bediener um
90 Grad. Nach Abschluss dieser Drehbewegung liegen somit die Verriegelungsnocken 25
vor den Einführungskanälen 8 und, da diese in ihrer Form und Ausgestaltung den Kanalformen
der Einführungskanälen 8 entsprechen, werden die Verriegelungsnocken 25 durch die
sich entspannende Feder 27 in die Einführungskanäle 8 eingedrückt, womit eine Arretierung
und gleichzeitig Verdrehsicherung gegeben ist (siehe Fig. 14). Die Nocken 5, die wie
aus der Figur 14 ersichtlich ist, um 90 Grad zu den Einführungskanälen 8 versetzt
angeordnet sind, sorgen dafür, dass der Stecker 2' nicht in axialer Richtung aus der
Buchse 1' herausgezogen werden kann.
[0033] Zum Lösen des Steckers 2' aus der Buchse 1' ist es lediglich erforderlich, manuell
den Verriegelungsring 24 gegen die Kraft der Feder 27 von der Buchse 1' zurückzuziehen
bis die Verriegelungsnocken 25 aus den Einführungskanälen 8 frei kommen. Anschließend
werden mit einer Rückdrehung um 90 Grad die Nasen 5 wieder vor die Einführungskanäle
8 gebracht und der Stecker 2' kann herausgezogen werden.
[0034] Selbstverständlich ist die Verdrehbewegung in Form von 90 Grad nur beispielsweise
genannt. In der Praxis sind hier auch noch andere Werte möglich.
[0035] Der Vorteil des Ausführungsbeispiels mit dem Stecker 2' gegenüber dem an erster Stelle
beschriebenen Stecker 2 besteht u. a. darin, dass die Buchse 1' wesentlich einfacher
ausgebildet sein kann. Praktisch ist als "Buchse" lediglich eine Wand 34 erforderlich,
die mit einer Profilbohrung versehen ist, welche Aussparungen in Form der Einführungskanäle
8 aufweist. Dies bedeutet, wenn eine genügende Wandstärke vorhanden ist, zum Beispiel
von wenigstens 1 bis 2 Millimeter, kann das erfindungsgemäße Verbindungssystem auf
einfache Weise in vorhandene Wände, zum Beispiel in Wände eines Kofferraums in einem
Fahrzeug, an beliebiger Stelle eingebracht werden. Ist eine genügende Wandstärke der
Wand 34 vorhanden oder wird diese entsprechend verstärkt, so lassen sich mit dem erfindungsgemäßen
Verbindungssystem an der Halteöse 30 des Steckers 2' auch schwere Lasten anbringen
beziehungsweise schwere Lasten damit sichern.
[0036] Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 10
besteht auch darin, dass durch die Drehbarkeit des Drehteiles 28 gegenüber dem Griffring
26 die mit dem Drehteil 28 verbundene Halteöse 30 bei einer Verdrehung des Steckers
2' beim Einführen in die Buchse 1' zu dessen Arretierung in ihrer Position unverändert
bleiben kann. Dies bedeutet, sie wird nicht mitverdreht und daran befindliche Teile
oder auch anstelle der Halteöse 30 vorgesehene Verbraucher verbleiben in ihrer ursprünglichen
Lage. Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 10 wird der in der Fig. 6 dargestellte
Verbraucher 22 beim Herstellen der Bajonettverbindung mitverdreht, was im Falle der
Notwendigkeit einer lagerichtigen Anordnung des Verbrauchers 22, der Halteöse 30 oder
eines anderen mit der Halteöse 30 verbundenen oder mit dem Stecker 2' selbst verbundenen
Teiles zu Problemen führen könnte.
[0037] Nockenträger 23 und Griffring 26 können auf beliebige Weise starr miteinander verbunden
werden. Dies kann zum Beispiel durch eine Verschraubung oder Verklebung erfolgen.
1. Stecker zur Verbindung mit einer Buchse, wobei für die Verbindung von Stecker und
Buchse eine Bajonettverbindung vorgesehen ist, wobei der Stecker (2) wenigstens eine
an seinem Umfang angeordnete Nase (5) aufweist, wobei die Nase (5) zur Herstellung
der Bajonettverbindung in wenigstens einen axial verlaufenden Einführungskanal (8)
und wenigstens einen sich daran anschließenden in Umfangsrichtung verlaufenden Verriegelungskanal
(9) der Buchse (1) einführbar oder in eine in Umfangsrichtung zu dem wenigstens einen
Einführungskanal (8) versetzt dazu liegende Verriegelungsstellung eindrehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu auf einem Nockenträger (23) angeordneten Nasen (5) wenigstens eine
Verriegelungsnocke (25) an einem Verriegelungsteil (24) angeordnet ist, wobei die
wenigstens eine Verriegelungsnocke (25) in Umfangsrichtung zu den Nasen (5) versetzt
liegt.
2. Stecker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsteil (24) als Verriegelungsring ausgebildet ist, der mit dem Nockenträger
(23) drehfest, jedoch in axialer Richtung verschiebbar verbunden ist.
3. Stecker nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsring (24) in Richtung auf den Nockenträger (23) vorgespannt ist.
4. Stecker nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Nockenträger (23) mit einem Griffteil (26) verbunden ist, wobei der Verriegelungsring
(24) zwischen dem Nockenträger (23) und dem Griffteil (26) angeordnet ist.
5. Stecker nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (26) als Griffring ausgebildet ist, in dessem Inneren ein Drehteil
(28) angeordnet ist, an welchem ein Befestigungsglied (30) befestigbar ist.
6. Stecker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Nase (5) vorgesehen ist, die bei Ausbildung des Steckers (2b) zur
elektrischen Verbindung an ihrem Außenumfang jeweils einen elektrischen Kontakt (6)
aufweist, der bei einer Verbindung mit jeweils einem in dem Verriegelungskanal (9)
oder an der Verriegelungsstellung angeordneten Gegenkontakt (17) der Buchse (1) zusammenarbeitet.
7. Stecker nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kontaktelemente (6) in axialer Richtung hintereinander in dem Stecker (2b)
angeordnet sind.
8. Stecker nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kontaktelemente (6) am Umfang verteilt in dem Stecker (2b) angeordnet sind.
9. Stecker nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Ausbildung als Befestigungsglied.
10. Stecker nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Ausbildung mit einem Verbindungsglied (21) zur direkten Verbindung mit einem
Verbraucher.
11. Verbindungssystem mit einem Stecker nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stecker (2') mit der wenigstens einen Nase (5) in den wenigstens einen axial verlaufenden
Einführungskanal (8) der Buchse (1') einführbar ist, wobei nach Durchführung der wenigstens
einen Nase (5) durch den wenigstens einen Einführungskanal (8) der Stecker (2') in
Umfangsrichtung verdreht wird, wobei das Verriegelungsteil (24) in einer axial zurückgeschobenen
Position an einer den Verriegelungsnocken (25) zugewandten Wand (34) der Buchse (1')
anliegen, und wobei nach Durchführung einer Drehung in Umfangsrichtung bis in eine
vorgegebene Position die wenigstens eine Verriegelungsnocke (25) in den wenigstens
einen Einführungskanal (8) eingeschoben wird.