[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckdosenanordnung, mit einem Steckdosen-Basisteil,
das wenigstens eine Steckdose und Netzanschlussmittel zur elektrischen Netzversorgung
der Steckdose aufweist, der ein externes, vom Steckdosen-Basisteil separat ausgebildetes
Schalterteil mit einem in einem Schalterstromkreis angeordneten Schalter zum Ein-
und/oder Ausschalten der elektrischen Netzversorgung durch Unterbrechen oder Schließen
des Schalterstromkreises zugeordnet ist, wobei der Schalterstromkreis über elektrische
Anschlussmittel an das Steckdosen-Basisteil angeschlossen ist.
[0002] Eine Steckdosenanordnung dieser Art ist beispielsweise aus der
DE 20 2004 016 090 U1 bekannt, bei der eine Mehrfachsteckdose über eine Zuleitung mit einem Trittschalter
verbunden ist. Der Anschluss des Netzkabels und der Anschluss der Zuleitung liegen
an zwei gegenüberliegenden Kurzzeiten des Gehäuses. Am Trittschalter liegt die komplette
Netzspannung an, wodurch das Zuleitungskabel einen relativ großen Durchmesser hat
und somit steif ist und ferner auch ausreichend isoliert sein muss. Die Zuleitung
ist fest mit dem Gehäuse verbunden, was es notwendig macht, relativ breite, an den
Querschnitt des Trittschalters angepasste Kabeldurchführungen vorzusehen, falls die
Mehrfachsteckdose beispielsweise unsichtbar hinter einem Schrank verstaut werden und
lediglich der Trittschalter sichtbar bleiben soll.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steckdosenanordnung der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, die einfach handhabbar ist und an Platzverhältnisse unterschiedlicher
Art anpassbar ist.
[0004] Diese Erfindung wird durch eine Steckdosenanordnung mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0005] Die erfindungsgemäße Steckdosenanordnung zeichnet sich dadurch aus, dass die elektrischen
Anschlussmittel eine am Steckdosen-Basisteil ausgebildete elektrische Schnittstelle
und am Schalterteil ausgebildete elektrische Schnittstellenmitel umfassen, die als
elektrische Steckverbindung lösbar zusammensteckbar sind.
[0006] Durch die Zusammensteckbarkeit von Steckdosen-Basisteil und Schalterteil wird die
Handhabbarkeit einer solchen Steckdosenanordnung deutlich erhöht. Beispielsweise ist
es möglich, das Steckdosen-Basisteil hinter einem Möbelstück zu verstauen und erst
nachdem das Steckdosen-Basisteil die gewünschte Position eingenommen hat, das Schalterteil
einzustecken. Wird das Schalterteil mittels eines elektrischen Anschlusskabels mit
dem Steckdosen-Basisteil verbunden, ist hierfür lediglich eine relative schmale Kabeldurchführung
notwendig, da eben nicht auch noch das Schalterteil durch die Kabeldurchführung hindurch
passen muss, sondern nur die elektrische Steckverbindung am Kabel.
[0007] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist der Schalterstromkreis mit einer gegenüber
der Netzspannung deutlich geringeren Sicherheitskleinspannung beaufschlagt. Es wird
also nicht der komplette Netzstrom über das Schalterteil geführt, sondern nur ein
Steuerstrom, der mit dem im Schalterstromkreis angeordneten Schalter des Schalterteils
unterbrochen werden kann.
[0008] In besonders bevorzugter Weise wirkt der Schalterstromkreis mit Sicherheitskleinspannung
auf ein Relais, das einen am Steckdosen-Basisteil angeordneten Netzschalter zum Ein-
oder Ausschalten der Netzversorgung betätigt. Mit dem Steuerstrom kann also das Relais
betätigt werden, das seinerseits auf den im Netzstromkreis eingeschalteten Netzschalter
wirkt. Als Relais sind mechanische, elektrische oder elektromagnetische Relais einsetzbar.
Im Falle eines elektrischen Relais kann beispielsweise ein Halbleiterrelais, insbesondere
Triac, oder alternativ ein Stromstoßrelais (bistabiles Relais) eingesetzt werden.
[0009] Zweckmäßigerweise ist das Relais am Steckdosen-Basisteil angeordnet. Prinzipiell
wäre es jedoch auch möglich, dass die Steuerelektronik am Schalterteil angeordnet
ist und dann ein Steuerungssignal drahtlos oder mittels geeigneter Signalleitungen
an den Netzschalter übertragen wird.
[0010] In besonders bevorzugter Weise ist das Relais bei geschlossenem Schalterstromkreis
derart geschaltet, dass der zugeordnete Netzschalter die Netzversorgung einschaltet.
Wird der Schalterstromkreis mittels des Schalters unterbrochen, so wird das Relais
derart angesteuert, dass der zugeordnete Netzschalter die Netzversorgung trennt. Damit
ist gewährleistet, dass die Steckdosenanordnung bei abgeschalteter Netzversorgung
komplett stromlos ist.
[0011] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist das Relais Bestandteil eines Relaismoduls,
das als modulare Einheit in das Steckdosen-Basisteil integriert ist. Dadurch lassen
sich je nach Bedarf Relaismodul und unterschiedliche andere Steckdosen-Komponenten
zu unterschiedlichen Steckdosen-Basisteilen zusammensetzen.
[0012] In besonders bevorzugter Weise umfassen die elektrischen Schnittstellenmittel am
Schalterteil ein elektrisches Anschlusskabel und ein am freien Enden des elektrischen
Anschlusskabels angeordnetes Steckerteil, während die am Steckdosen-Basisteil ausgebildete
Schnittstelle ein zum Steckerteil am Schalterteil korrespondierendes Steckerteil umfassen.
In Kombination mit der Sicherheitskleinspannung bzw. dem Steuerstrom im Schalterstromkreis
hat dies zur Folge, dass das elektrische Anschlusskabel einen deutlich geringeren
Durchmesser als herkömmliche Netzkabel haben kann. Ferner ist auch keine umfangreiche
Isolation eines derartigen Niederspannungs-Kabels notwendig, wie es bei einem herkömmlichen
Netzkabel der Fall wäre. Ferner kann das Schalterteil insgesamt relativ kostengünstig
hergestellt werden, da der in den Schalterstromkreis eingeordnete Schalter keine große
Leistung schalten muss und somit nicht als Leistungsschalter ausgeführt werden muss.
Damit können auch die Bauabmessungen des Schalterteils insgesamt relativ klein gehalten
werden.
[0013] Als Steckerteil können beispielsweise miteinander korrespondierende Modularstecker
und Modularbuchsen, beispielsweise in Form von RJ-Steckverbindungen eingesetzt werden.
Denkbar wäre beispielsweise ein RJ-11 Stecker/Buchsen-Paar, wie es auch für Telefonleitungen
benutzt wird.
[0014] Zweckmäßigerweise ist das Steckerteil am Schalterteil männlich und das Steckerteil
am Steckdosen-Basisteil weiblich ausgebildet. Ist der Schalterstromkreis mit der Sicherheitskleinspannung
beaufschlagt, wäre es jedoch auch denkbar, dass das Steckerteil am Schalterteil weiblich
und das Steckerteil am Steckdosen-Basisteil männlich ausgebildet ist.
[0015] Prinzipiell ist es auch denkbar, dass die elektrischen Schnittstellenmittel des Schalterteils
kabellos sind und das Steckerteil direkt an einem Schalter-Gehäuse des Schalters angeordnet
ist, wodurch das Schalterteil direkt auf das Steckdosen-Basisteil aufsteckbar ist.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist über das Schalterteil ein an die Netzspannung
angekoppelter Anzeigestromkreis geschleift, in den eine am Schalterteil angeordnete
Anzeigeleuchte zum Anzeigen ob Netzspannung anliegt oder nicht eingeschaltet. Damit
ist eine Feststellung des Betriebszustandes der Steckdosenanordnung in einfacher Weise
möglich. Als Anzeigeleuchte kann beispielsweise wenigstens eine LED eingesetzt werden.
Es ist möglich, dass der Anzeigestromkreis ebenfalls wie der Schalterstromkreis mittels
des Schalters unterbrochen wird, wodurch die Anzeigeleuchte die Schalterstellung des
Schalters detektiert. Alternativ ist es möglich, dass der Anzeigestromkreis mit der
Netzausgangsspannung gekoppelt, unabhängig vom Schalterstromkreis ausgebildet und
ununterbrechbar ist. Es ist denkbar, eine zusätzliche Anzeigeleuchte vorzusehen, die
an die Netzeingangsspannung gekoppelt ist, wodurch angezeigt wird, ob die Steckdosenanordnung
insgesamt am Netz hängt oder nicht. Zweckmäßigerweise ist der Anzeigestromkreis ebenfalls
mit der Sicherheitskleinspannung beaufschlagt und wird im Falle des Vorhandenseins
eines elektrischen Anschlusskabels ebenfalls über das elektrische Anschlusskabel geführt.
Dieses kann dann als drei- oder vier-poliges Kabel ausgeführt sein.
[0017] Es ist möglich, dass die Steckdosenanordnung einen Blindstecker umfasst, der alternativ
zu den elektrischen Schnittstellenmitteln des Schalterteils auf die elektrische Schnittstelle
am Steckdosen-Basisteil aufsteckbar ist und einen Dauereinschaltzustand der Netzversorgung
bewirkt, beispielsweise den im Steckdosen-Basisteil angeordneten Netzschalter dauerhaft
einschaltet.
[0018] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist das Steckdosen-Basisteil als Steckdosenleiste
mit wenigstens zwei Steckdosen ausgebildet. Alternativ ist es denkbar, dass das Steckdosen-Basisteil
als Steckdosen-Schaltgerät, beispielsweise Steckdosen-Adapter oder Steckdosen-Messgerät,
ausgebildet ist.
[0019] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden im Folgenden näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Steckdosenanordnung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Schalterteils mit elektrischem Anschlusskabel der
Steckdosenanordnung von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Steckdosenanordnung,
- Fig. 4
- eine perspektivische Teilansicht eines dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Steckdosenanordnung und
- Fig. 5
- ein schematisches Schaltbild für die Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Steckdosenanordnung.
[0020] Die Fig. 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steckdosenanordnung
11. Die Steckdosenanordnung 11 weist ein Steckdosen-Basisteil 12 auf, das gemäß erstem
Ausführungsbeispiel als Steckdosenleiste mit linear angeordneten Steckdosen 13, beispielsweise
zwei bis sieben an der Zahl, ausgebildet ist.
[0021] Das Steckdosen-Basisteil 12 besitzt ein Gehäuse 14, mit einer Gehäuse-Oberseite 15,
an der sich die Steckdosen 13 befinden, und einen Gehäuseboden 16. Zweckmäßigerweise
ist das Gehäuse 13 zweigeteilt und besteht aus einer Oberschale 17, an der sich die
Gehäuse-Oberseite 15 und die Steckdosen 13 befinden und einer Unterschale 18, an der
sich der Gehäuseboden 16 und die Netzversorgung befindet. Alternativ wäre es auch
möglich, das Gehäuse 14 einteilig auszuführen. Das Gehäuse 14 der Steckdosenanordnung
besteht zweckmäßigerweise aus Kunststoff und wird vorzugsweise mittels Kunststoffspritzgießen
hergestellt.
[0022] Zur elektrischen Netzversorgung der Steckdosen 13 dient wenigstens ein Netzkabel
(nicht dargestellt), das über einen Kabelausgang aus dem Gehäuse 14 austritt. Der
Kabelausgang befindet sich zweckmäßigerweise am Gehäuseboden 16. Es sind ferner Abstandshaltemittel
in Form eines leistenartigen Standrahmens 19 vorgesehen, so dass eine unterhalb des
Gehäusebodens 16 nach außen verlaufende Abführung des Netzkabels möglich ist. Durch
den Standrahmen wird ein das Netzkabel aufnehmender Hohlraum gebildet.
[0023] Die Steckdosenanordnung 11 besitzt ferner ein vom Steckdosen-Basisteil 12 separat
ausgebildetes Schalterteil 20, das einen in einen Schalterstromkreis angeordneten
Schalter 21 zum Ein-oder Ausschalten der elektrischen Netzversorgung durch Unterbrechen
oder Schließen des Schalterstromkreises aufweist. Das Schalterteil 20 besitzt ein
Schalter-Gehäuse 22, aus dem ein zum Schalter 21 gehörendes Schalterelement 23 hervorsteht.
Das Schalterelement 23 ist derart ausgestaltet, dass es bequem von Hand oder alternativ
mit dem Fuß betätigt werden kann, wodurch ein Schaltvorgang des Schalters 21 ausgelöst
wird. Das Schalterelement 23 kann beispielsweise als Kipp-, Wipp- oder Tastschalter
ausgestaltet sein.
[0024] Das Schalterteil 20 ist über elektrische Anschlussmittel mit dem Steckdosen-Basisteil
12 verbunden. Die elektrischen Anschlussmittel umfassen eine am Steckdosen-Basisteil
12 ausgebildete elektrische Schnittstelle 24 und am Schalterteil 20 ausgebildete elektrische
Schnittstellenmittel 25, die als elektrische Steckverbindung lösbar zusammengesteckt
werden können.
[0025] Gemäß erstem Ausführungsbeispiel umfassen die elektrischen Schnittstellenmittel 25
des Schalterteils 20 ein elektrisches Anschlusskabel 26 und ein am freien Ende des
elektrischen Anschlusskabels 26 angeordnetes Steckerteil 27a. Das elektrische Anschlusskabel
26 ist Bestandteil des Schalterstromkreises 27, der mit einem gegenüber dem Netzstrom
deutlich geringeren Steuerstrom betrieben ist. Der Schalterstromkreis ist ferner mit
einer gegenüber der Netzspannung deutlich geringeren Sicherheitskleinspannung beaufschlagt,
was in Kombination mit dem relativ geringen Steuerstrom eine relativ kleine elektrische
Leistung ergibt. Dies hat zur Folge, dass das elektrische Anschlusskabel 26 gegenüber
dem Netzkabel einen deutlich geringeren Durchmesser aufweisen kann. Es ist sehr viel
flexibler als das Netzkabel und auch die elektrische Abschirmung bzw. Isolierung dieses
Anschlusskabels muss nicht den Anforderungen eines Netzkabels entsprechen. Das Steckerteil
27a am freien Ende des elektrischen Anschlusskabels 26 ist wie insbesondere in Fig.
2 dargestellt beispielhaft in Form eines männlichen Modularsteckers in Form eines
RJ-Steckers, beispielsweise RJ-11-Steckers, ausgeführt. Dieser Modularstecker passt
auf ein korrespondierendes Steckerteil 27b an der elektrischen Schnittstelle 24 am
Steckdosen-Basisteil 12 und kann dort eingerastet werden. Das Steckerteil 27b auf
Seiten des Steckdosen-Basisteils 12 kann dementsprechend als Modularbuchse, insbesondere
ebenfalls in RJ-Ausführung, ausgestaltet sein.
[0026] Zusätzlich zum Schalterstromkreis 28 ist ein Anzeigestromkreis zwischen dem Steckdosen-Basisteil
12 und dem Schalterteil 20 geschaltet, der ebenfalls über das elektrische Anschlusskabel
26 geführt ist. Dementsprechend kann das elektrische Anschlusskabel 26 als vier-poliges
oder vier-adriges Kabel ausgeführt sein. In den Anzeigestromkreis ist eine Anzeigeleuchte
29 in Form einer LED eingeschleift, die im Schalter-Gehäuse 22 des Schalterteils 20
integriert ist und per Aufleuchten den Netzbetrieb signalisiert. Der Anzeigestromkreis
ist wie der Schalterstromkreis 28 mittels des Schalters 21 unterbrechbar und ebenfalls
mit der Sicherheitskleinspannung beaufschlagt. Die Anzeigeleuchte detektiert also
die Schalterstellung des Schalters 21 und leuchtet auf, falls der Anzeigestromkreis
geschlossen ist. Alternativ ist es möglich, dass der Anzeigestromkreis an die Netzausgangsspannung
angekoppelt, unabhängig vom Schalterstromkreis 28 ausgebildet und ununterbrechbar
ist.
[0027] Im Steckdosen-Basisteil 12 befindet sich ferner ein Relais 30 in Form eines elektrischen
Relais, beispielsweise bistabilen Relais bzw. Stromstoßrelais. Das Relais 30 ist in
den Schalterstromkreis 28 eingeschleift und steuert einen Netzschalter 40, der seinerseits
in den Netzstromkreis eingeschaltet ist. Das Relais 30 wird durch Schließen oder Unterbrechen
des Schalterstromkreises 28 mittels des Schalters 21 in unterschiedliche Stellungen
gesteuert, die den zugeordneten Netzschalter 40 wahlweise in die Ein- oder Aus-Stellung
bringen, wodurch der Netzstrom abgeschaltet oder eingeschaltet wird. Der Netzschalter
40 ist als 2-poliger Schalter ausgestaltet, unterbricht also sowohl Neutralleiter
als auch Außenleiter.
[0028] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steckdosenanordnung
11, das sich vom zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel dadurch unterscheidet,
dass anstelle eines als Steckdosenleiste ausgebildeten Steckdosen-Basisteils 12 hier
ein Steckdosen-Basisteil 12 in Form eines Steckdosen-Schaltgeräts verwendet wird.
Als Schaltgerät kann beispielsweise ein Steckdosen-Adapter, ein Steckdosen-Messgerät
o. dgl. eingesetzt werden. Dieses Steckdosen-Schaltgerät hat anstelle eines Netzkabels
einen am Schaltergerät-Gehäuse ausgebildeten Netzstecker zum Einstecken in eine Netz-Steckdose
und eine beispielsweise an der entgegengesetzten Seite angeordnete Arbeits-Steckdose.
Das Schalterteil 20 ist hier ebenfalls mittels eines elektrischen Anschlusskabels
mit dem Steckdosen-Schaltgerät verbunden. Es können hier dieselben Steckerverbindungen
wie bei dem zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel eingesetzt werden.
[0029] Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steckdosenanordnung
11. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Relais 30 Bestandteil eines Relaismoduls
31, das als modulare Einheit in das Steckdosen-Basisteil 12 integriert ist. Dadurch
lässt sich je nach Bedarf Relaismodul 31 und unterschiedliche andere Steckdosen-Komponenten
zu unterschiedlichen Steckdosen-Basisteilen zusammensetzen. Beispielsweise kann als
weitere Steckdosen-Komponente ein Steckdosenmodul mit einer bestimmten Anzahl an Steckdosen
verwendet werden, das dann in einen Steckdosen-Rahmen einschiebbar ist und mit dem
Relaismodul 31 zusammengekoppelt werden kann. Je nach Ausgestaltung des Steckdosen-Rahmens
und des Steckdosenmoduls können also Steckdosenleisten mit ganz unterschiedlicher
Anzahl an Steckdosen gebildet werden.
[0030] Soll die Steckdosenanordnung 11 eingeschaltet werden, so wird das Schalterelement
23 mit dem Fuß oder mit der Hand des Schalterteils 20 betätigt, wodurch der Schalterstromkreis
23 durch den Schalter 21 geschlossen wird. Der nunmehr fließende Steuerstrom aktiviert
das in den Schalterstromkreis 28 eingeschleifte Relais 30, und löst einen Schaltvorgang
am Relais 30 aus. Dieser Schaltvorgang, beispielsweise der Stromstoß des Steuerstroms,
bewirkt einen Schaltvorgang im Netzschalter, der dadurch geschlossen wird, so dass
Netzspannung anliegt, die Steckdosenanordnung 11 also aktiviert ist. Die Anzeigeleuchte
leuchtet auf. Soll die Steckdosenanordnung abgeschaltet werden, so laufen umgekehrte
Vorgänge ab, d.h. ein Schalten des Schalterelements 23 bewirkt die Unterbrechung des
Schalterstromkreises 28, wodurch über das Relais 30 ein Schaltvorgang des Netzschalters
40 in die Aus-Stellung eingeleitet wird, so dass der Netzstromkreis unterbrochen ist.
Die Anzeigeleuchte 29 erlischt. In der Aus-Stellung ist die Steckdosenanordnung 11
komplett stromlos.
1. Steckdosenanordnung, mit einem Steckdosen-Basisteil (12), das wenigstens eine Steckdose
(13) und Netzanschlussmittel zur elektrischen Netzversorgung der Steckdose (13) aufweist,
der ein externes, vom Steckdosen-Basisteil (12) separat ausgebildetes Schalterteil
(20) mit einem in einem Schalterstromkreis (28) angeordneten Schalter (21) zum Ein-/oder
Ausschalten der elektrischer Netzversorgung durch Unterbrechen oder Schließen des
Schalterstromkreises (28) zugeordnet ist, wobei der Schalterstromkreis (28) über elektrische
Anschlussmittel an das Steckdosen-Basisteil (12) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Anschlussmittel eine am Steckdosen-Basisteil (12) ausgebildete elektrische
Schnittstelle (24) und am Schalterteil (20) ausgebildete elektrische Schnittstellenmittel
(25) umfassen, die als elektrische Steckverbindung lösbar zusammensteckbar sind.
2. Steckdosenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalterstromkreis (28) mit einer gegenüber der Netzspannung deutlich geringeren
Sicherheitskleinspannung beaufschlagt ist.
3. Steckdosenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalterstromkreis (28) mit Sicherheitskleinspannung auf ein Relais (30) wirkt,
das einen am Steckdosen-Basisteil (12) angeordneten Netzschalter zum Ein-/oder Ausschalten
der Netzversorgung betätigt.
4. Steckdosenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (30) am Steckdosen-Basisteil (12) angeordnet ist.
5. Steckdosenanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossenem Schalterstromkreis (28) das Relais (30) derart geschaltet wird,
dass der zugeordnete Netzschalter (40) die Netzversorgung einschaltet.
6. Steckdosenanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (30) Bestandteil eines Relaismoduls (31) ist, das als modulare Einheit
in das Steckdosen-Basisteil (12) integriert ist, wodurch je nach Bedarf das Relaismodul
(31) mit unterschiedlichen anderen Steckdosen-Komponenten zu unterschiedlichen Steckdosen-Basisteilen
(12) zusammensetzbar ist.
7. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Schnittstellenmittel (25) am Schalterteil (20) ein elektrisches
Anschlusskabel (26) und ein am freien Ende des elektrischen Anschlusskabels (26) angeordnetes
Steckerteil (27a,) umfassen, und die am Steckdosen-Basisteil (12) ausgebildete elektrische
Schnittstelle (25) ein zum Steckerteil (27a) am Schalterteil (20) korrespondierendes
Steckerteil (27b) umfasst.
8. Steckdosenanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckerteil (27a) am Schalterteil (20) männlich und das Steckerteil (27b) am
Steckdosen-Basisteil (12) weiblich ausgebildet ist.
9. Steckdosenanordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Anschlusskabel (26) einen geringeren Durchmesser als ein herkömmliches
Netzkabel aufweist.
10. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über das Schalterteil (20) ein an die Netzspannung angekoppelter Anzeigestromkreis
geschleift ist, in den ein am Schalterteil (20) angeordnete Anzeigeleuchte (29) zum
Anzeigen ob Netzspannung anliegt oder nicht eingeschaltet ist.
11. Steckdosenanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeigestromkreis an die Netzausgangsspannung angekoppelt, unabhängig vom Schalterstromkreis
(28) ausgebildet und ununterbrechbar ist.
12. Steckdosenanordnung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeigestromkreis ebenfalls mit der Sicherheitskleinspannung beaufschlagt ist.
13. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Blindstecker (32) zum Aufstecken auf die elektrische Schnittstelle (24) am
Steckdosen-Basisteil (12), der solange er sich im aufgesteckten Zustand befindet die
elektrischen Netzversorgung einschaltet.
14. Steckdosenanordnung nach einem der vorgehergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckdosen-Basisteil (12) als Steckdosenleiste mit wenigstens zwei Steckdosen
(13) ausgebildet ist.
15. Steckdosenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckdosen-Basisteil (12) als Steckdosen-Schaltgerät, beispielsweise Steckdosen-Adapter,
ausgebildet ist.