[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines digitalbedruckten flächigen,
bahnförmigen oder plattenförmigen Werkstückes, beispielsweise eine Küchenarbeitsplatte,
eine Möbelfront oder ein Laminatfußbodenteil mit einer dekorativen und widerstandsfähigen
Oberfläche.
[0002] Um die Herstellung eines solchen Werkstücks zu beschleunigen und flexibel reagieren
zu können, werden zunehmend digitale Druckverfahren, z.B. Tintenstrahldruckverfahren
(Inkjet) eingesetzt. Die Schwierigkeit beim Tintenstrahldruckverfahren liegt darin,
dass die eingesetzten Tintenstrahldruckköpfe in einer industriellen Produktion mit
UV-vernetzten wasserbasierenden Farben nur sehr schlecht zu handhaben sind. Einige
Druckfarben können nach ihrer Aushärtung durch UV-Strahlung bei einem nachfolgenden
Imprägnieren eines derart bedruckten Werkstückes mit einer wasserbasierten Harzlösung
als Sperrschicht auftreten und damit eine dauerhafte Verbindung zwischen dem bedruckten
Werkstück mit darunter liegenden anderen Papierlagen oder einer darunter liegenden
Platte, z.B. einer Holzwerkstoffplatte oder anderen Werkstofflagen verhindern. Es
kommt bei einem solchen Produkt im Nachhinein zu Ablösungen.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung Verfahren zur Erstellung eines
digitalbedruckten flächigen, bahnförmigen oder plattenförmigen Werkstückes mit widerstandsfähiger
Oberfläche und einem lagenweise Aufbau zu schaffen, bei welchem eine dauerhafte Verbindung
der einzelnen Lagen gewährleistet ist.
[0004] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0006] Dabei wird ein digitalbedrucktes flächiges, bahnförmiges oder plattenförmiges Werkstück
mit abriebfester Oberfläche, wie folgt hergestellt:
[0007] Zunächst erfolgt das Bereitstellen eines digitalen Datensatzes für ein Dekorbild.
[0008] Dieses wird im Anschluss von einem Rechner an eine digitale Druckvorrichtung gesandt.
[0009] Im Anschluss erfolgt ein Zuführen eines bedruckbaren Werkstückes zu der Druckvorrichtung.
[0010] Anschließend erfolgt das digitale Bedrucken des jeweiligen Werkstückes mittels der
Druckvorrichtung. Dabei kommt ein digitales Druckverfahren, z.B. Tintenstrahldruckverfahren,
zum Einsatz, welches eine acrylathaltige unter Bestrahlung aushärtende Druckfarbe
verwendet. Dabei wird eine bestimmte Mindesteindringtiefe der Druckfarbe in- das Papier
erreicht.
[0011] An das Bedrucken schließt sich ein Aushärten der Druckfarbe durch Bestrahlung an.
[0012] Die ausgehärtete Acrylatschicht, wirkt dabei zunächst als eine Art Sperrschicht,
gegenüber herkömmliche wässrigen Harzlösungen. Ein Ablösungen des bedruckten Werkstückes
von einer Werkstofflage z.B. einer Trägerplatte, kann durch Imprägnieren mit einem
netzmittelhaltigem Harzgemisch verhindert werden.
[0013] Das Imprägnieren des bedruckten Werkstückes mit einem Harzgemisch kann beispielsweise
durch Tränken, Benetzen oder Besprühen des Werkstückes mit dem jeweiligen Harzgemisch
erfolgen.
[0014] Dabei kommt zusätzlich zu dem wässrigen Harzgemisch, insbesondere Melaminharz, ein
Netzmittelzusatz zum Einsatz, das eine Penetration des Harzgemisches bzw. Melaminharzes
durch die Acrylatschicht in der vorgegebenen Papiertiefe erst ermöglicht. Als Netzmittel
können verschiedene chemische Stoffe verwendet werden, insbesondere Tenside.
[0015] Das Aushärten des Harzgemisches erfolgt beispielsweise im Fall von Aminoplasten durch
Vernetzung von Polymersträngen als Folge einer an sich bekannten Kondensationsreaktion
mit Hilfe einer Heizpresse, vorzugsweise einer Kurztaktpresse oder einer Doppelbandpresse.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Herstellung eines Werkstückes mit einer
widerstandsfähiger Oberfläche und einem lagenweise Aufbau, bei welchem eine dauerhafte
Verbindung der einzelnen Lagen gewährleistet ist. Dies wird durch ein netzmittelhaltiges
Harzgemisch erreicht, das wesentlich besser als herkömmliche Harzgemische in die Werkstückoberfläche
eindringt, beispielsweise bei Einsatz eines Dekorpapiers als Werkstück kann es zu
einer kompletten Penetration des Papiers kommen. In einem weiteren Verfahrensschritt
wird das dann angetrocknete imprägnierte Papier in einer Heizpresse ausgehärtet.
[0017] Dadurch können dekorativ beschichtete Werkstücke wie z.B. Küchenarbeitsplatten, Küchenmöbelfronten,
anderen Möbelfronten oder auch Laminatfußböden und ähnlichen Werkstücken mit dekorativen
Oberflächen hergestellt werden. Die Nachbildung einer Holzstruktur oder einer Steinstruktur,
Phantasiedekore oder andere der Natur nachempfundene Dekore kann erreicht werden,
wobei die Werkstücke gleichzeitig auch positive physikalische Eigenschaften wie Abriebsfestigkeit,
Kratzfestigkeit, Wärmewiderstandsfähigkeit aufweisen.
[0018] Zum Imprägnieren kann vorteilhaft ein netzmittelhaltiges Harzgemisch mit einem Anteil
an Netzmittel von 0,02-2 Gewichtsprozenten, vorzugsweise 0,1-0,5 Gewichtsprozenten,
bezogen auf das Gesamtgewicht des netzmittelhaltigen Harzgemisches, verwendet werden,
da bei diesem Anteil an Netzmittel ein optimales Eindringen des Harzgemisches in die
Oberfläche des Werkstückes erreicht wird, ohne eine Beeinflussung auf die Transparenz
oder die optische Einfärbung der Harzschicht zu haben.
[0019] Als Netzmittel können vorteilhaft Tenside oder Tensidgemische zum Einsatz kommen.
Diese Netzmittel verringern die Oberflächenspannung zwischen dem bedruckten Werkstück
und dem zum Einsatz kommenden Harz bei der Imprägnierung und bewirken somit eine ausreichende
Durchtränkung des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bedruckten Werkstückes mit
dem Harzgemisch.
[0020] Es ist von Vorteil, wenn die Aushärtung der acrylathaltigen Druckfarbe mittels UV-Strahlung
(Strahlung im Ultravioletten Bereich: 1-380nm) erfolgt. Diese Strahlung ist u.a. im
Sonnenlicht enthalten und somit leicht verfügbar. UV-Leuchtmittel mit einem UV-Strahlungsbereich
können ebenfalls eingesetzt werden. Dabei ist UV-Strahlung leicht zu handhaben. Auch
andere Strahlungsbereiche können zur Aushärtung eingesetzt werden.
[0021] Die Geschwindigkeit des Aushärtens kann dabei vorteilhaft beschleunigt werden, wenn
die Druckfarben Photoinitiatoren aufweist, welche eine Polymerisation oder Vernetzung
der Acrylatbausteine beschleunigen.
[0022] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn das digitale Bedrucken unter Verwendung mindestens
einer UV-aushärtenden Druckfarbe erfolgt, die mindestens eine Eindringtiefe von 10µm
in ein zellulosehaltiges Werkstück aufweist. Dadurch wird ein Ablösen der Druckfarbe
in weiteren Bearbeitungsschritten, so z.B. beim Aufrollen des Dekorpapieres verhindert.
[0023] Es ist von Vorteil, wenn die UV-aushärtenden Druckfarbe während des Aushärtens durch
eine entsprechend geringere Strahlendosis nur teilweise vernetzt wird, bevorzugt zu
20 - 80 %, besonders bevorzug zu 30 - 65 %. Dadurch kann ein mehrfarbiger Druckprozess
aufgeteilt werden. So kann nach dem Bedrucken von zwei Farben zunächst ein erstes
Aushärten (Pinning) dieser Farben erfolgen. Anschließend können zwei weitere Farben
aufgebracht werden.
[0024] Zum Imprägnieren können auch ein oder mehrere unbedruckte Werkstofflagen, die mit
dem netzmittelhaltigen. Harzgemisch versehen sind, oberhalb und/oder unterhalb des
bedruckten Werkstückes angeordnet werden, so dass der Harzfluß aus diesen Werkstofflagen
während des Pressvorgangs das unbeharzte, bedruckte Werkstück durchtränkt. Dabei können
sowohl Werkstofflagen als auch das Werkstück beispielsweise aus saugfähigen Materialien
wie Papier bestehen.
[0025] Es ist von Vorteil, wenn nach dem Imprägnieren des bedruckten Werkstückes oder dem
Anordnen einer mit Harzgemisch imprägniert Werkstofflage auf oder unter dem bedruckten
Werkstück, das Werkstück auf eine oder mehrere Werkstofflagen aufgebracht werden kann,
welche anschließend durch Verpressen miteinander verbunden werden. So kann beispielsweise
ein imprägniertes und bedrucktes Dekorpapier auf eine Holzwerkstoffplatte, vorzugsweise
eine Spanplatte, MDF- oder HDF-Platte, aufgebracht werden, wodurch eine Laminierung
eines biegefesten Untergrundes erfolgt.
[0026] Es ist vorteilhaft, wenn nach dem Imprägnieren des bedruckten Werkstückes mit dem
Harzgemisch oder dem Anordnen zumindest einer unbedruckten imprägnierten Werkstofflage
ober und/oder unterhalb des Werkstückes ein anschließendes Vortrocknen des Harzgemisches
erfolgt. Dadurch kann eine Vorvernetzung von Bestandteilen des Harzgemisches erreicht
werden, so dass auf die Harzschicht ggf. eine weitere imprägnierte Werkstofflage oder
ein weiteres imprägniertes und bedrucktes Werkstück aufgebracht werden kann.
[0027] Es ist vorteilhaft, wenn in den zuvor beschriebenen Verfahren ein Harzgemisch auf
Melaminharzbasis und/oder Phenolharzbasis eingesetzt wird, da dieses Material unter
Druck das Werkstück durchdringt und in eine darunter liegende Werkstofflage, beispielsweise
eine Faserplatte, eindringen kann und nach dem Aushärten des Harzgemisches eine unlösbare
Verbindung mit der Werkstofflage eingegangen ist. Zudem ist Melaminharz nach dem Aushärten
feuchtigkeitsbeständig gegenüber Wasser. Dabei ist Melamin ein Harz, welches einem
Papier ein transparentes oder durchscheinendes Aussehen verleiht, während Phenolharz
ein optisch gefärbter Harz ist.
[0028] Es ist von Vorteil, wenn das Aushärten des Harzgemisches durch eine kontinuierliche
Doppelbandpresse erfolgt. Diese Presse ermöglicht sowohl die Verarbeitung von Endlosmaterial
als auch Stückmaterial mit einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit. Dabei ist es
besonders von Vorteil wenn durch die Doppelbandpresse weitere, nicht bedruckte, imprägnierte
Werkstofflagen, insbesondere Papierlagen, mit dem bedruckten und imprägnierten Werkstück
verpresst werden. Da die Zuführung der Werkstofflagen als Endlosmaterial erfolgen
kann, bietet die Doppelbandpresse aufgrund ihrer kontinuierlichen Arbeitsweise einen
höheren Durchsatz als beispielsweise eine Kurztaktpresse. Anschließend kann die Weiterverarbeitung
des Materials, beispielsweise durch Strukturierung der Oberfläche erfolgen.
[0029] Es ist bei der Verpressung einer Schichtabfolge aus einer oder mehrerer unbedruckten,
imprägnierten Werkstofflagen, insbesondere Papierlagen, einer Lage des vorab bedruckten
und gegebenenfalls imprägnierten Werkstückes und einer weitere Werkstofflage, insbesondere
einer Holzwerkstoffplatte , zu einer festen, ausgehärteten Einheit von Vorteil, wenn
diese Verpressung in einem Pressvorgang einer Kurztaktpresse durchgeführt wird. Somit
können mehrere Schichtabfolgen und somit mehrere Arbeitsschritte bei einem Presszyklus
von weniger als 1 Minute zugleich erledigt werden.
[0030] Im Folgenden werden die Erfindung und die einzelnen Verfahrensschritte anhand der
anliegenden Figuren 1-11 näher beschrieben. Sie zeigen:
- Fig. 1:
- Schematische Darstellung von drei erfindungsgemäßen Verfahrensschritten B), C) und
D);
- Fig. 2:
- Schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrensschrittes E);
- Fig. 3:
- Schematische Darstellung von zwei erfindungsgemäßen Verfahrensschritten E) und F);
- Fig. 4:
- Schematische Darstellung von zwei alternativen erfindungsgemäßen Verfahrensschritten
E) und F);
- Fig. 5:
- Schematische Darstellung einer Ausführungsvariante mit einer Perforationseinheit
- Fig. 6:
- Schematische Darstellung der Schichtabfolge einer weiteren nach den erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Ausführungsvariante eines Werkstückes;
- Fig. 7:
- Schematische Darstellung der Schichtabfolge einer weiteren nach den erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Ausführungsvariante eines Werkstückes;
- Fig. 8:
- Schematische Darstellung der Schichtabfolge einer weiteren nach den erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Ausführungsvariante eines Werkstückes;
- Fig. 9:
- Schematische Darstellung der Schichtabfolge einer weiteren nach den erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Ausführungsvariante eines Werkstückes;
- Fig. 10:
- Schematische Darstellung der Schichtabfolge einer weiteren nach den erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Ausführungsvariante eines Werkstückes;
- Fig. 11:
- Schematische Darstellung der Schichtabfolge einer weiteren nach den erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Ausführungsvariante eines Werkstückes;
[0031] Fig. 1 zeigt schematisch ein Zuführen mittels einer Zuführeinheit 102, ein Bedrucken
eines Dekorpapieres 3 mittels einer Digitalen Druckeinheit 103 und ein Aushärten der
Druckfarben mittels einer Bestrahlungseinheit 104 im Dekorpapier durch eine Druckvorrichtung
1. Der Digitaldruck kann u.a. direkt auf einer Holzoberfläche 20 erfolgen oder, wie
in Fig. 1 beispielhaft abgebildet, auf ein von einer Rolle 2 abgewickeltes Dekorpapier
3.
[0032] Dabei weist die Druckvorrichtung 1 einen Drucker 4 auf, welcher über vier Druckköpfe
5 verfügt. Diese geben erfindungsgemäß UV-aushärtende Druckfarbe 6 auf die Oberfläche
des Dekorpapieres 3 ab. Dabei ist ein einfarbiges oder mehrfarbiges Bedrucken des
Werkstücks möglich.
[0033] Im Anschluss an das Bedrucken des Werkstückes erfolgt ein Aushärten der Druckfarbe
durch Bestrahlung mit dem schematisch dargestellten UV-Leuchtmittel 7.
[0034] Nach dem Druckvorgang kann das Dekorpapier 3 zur Lagerung auf eine Rolle 8 aufgerollt
werden.
[0035] Die Art und Weise des Zuführens eines Werkstücks richtet sich nach dessen Materialbeschaffenheit.
Papierbögen können eingespannt und abgerollt werden, während Holzwerkstoffplatten
auf Laufbändern der Druckvorrichtung zugeführt werden.
[0036] Die Druckköpfe 5 können stationär im Drucker 4 angeordnet sein, um ein singlepass
Druckverfahren zu realisieren. Dabei können sich die Druckköpfe vorteilhaft über die
gesamte Breite des zu bedruckenden Bereichs erstrecken. Die einzelnen Druckköpfe verfügen
beispielsweise über eine Breite von 70mm und sind nebeneinander in einem Druckmodul
vorzugsweise mit den UV-aushärtenden Druckfarben Schwarz, Mangenta, Cyan und Gelb
angeordnet. Die Druckfarben können beispielsweise Acrylatprepolymeren, Farbpigmenten
und Photoinitiatoren aufweisen. Bei Anordnung mehrerer Druckmodule nebeneinander können
auch Werkstücke, beispielsweise mit einer Breite größer als 1 m bedruckt werden. Die
Anordnung mehrerer Druckmodule stationär nebeneinander ermöglicht ein einheitliches
mehrfarbiges Druckbild, auf welchem keine Übergänge zwischen den einzelnen Druckmodulen
erkennbar sind.
[0037] Alternativ können die Druckköpfe 4 in der Anordnung auch auf einem Schlitten angeordnet
sein, so dass ein Bedrucken des Werkstückes im multi-pass Verfahren durchgeführt werden
kann.
[0038] Die zuvor beschriebene stationäre und bewegliche Druckkopfanordnung können auch mehrreihig
hintereinander angeordnet sein, um eine höhere Druckgeschwindigkeit gegenüber einer
einreihigen Anordnung zu erreichen. Alternativ zu einer Druckkopfanordnung können
auch Düsenbalken angeordnet sein.
[0039] Es können weiterhin statt vier auch sechs oder mehr Druckfarben in der Druckvorrichtung
1 je nach Ausführungsform verwendet werden.
[0040] Fig. 2 zeigt den Verfahrensschritt des Imprägnierens des Werkstücks mit einem netzmittelhaligen
Harzgemisch 19 durch eine Imprägniereinheit 105, z.B. mit einem Aminoharz (Melaminharzgemisch),
welches beispielsweise zu 0,3 Gewichtsprozenten eines Tensids aufweist. Das Tensid
senkt dabei die Oberflächenspannung der Sperrschicht der UV-ausgehärteten Druckfarbe
6, so dass das Harz diese Schicht durchdringen kann. Dabei wird das vorher bedruckte
Dekorpapier 3 von der Rolle 8 abgewickelt, durch ein Harzbad 9 mit dem flüssigen netzmittelhaltigen
Harz gezogen, mittels einer Quetschwalze 10 überschüssiges Harz abgequetscht und dann
durch einen schematisch dargestellten Trockner 11 angetrocknet. Dieser Trockner 11
ist derart ausgebildet, dass er ein Antrocknen des Harzes ermöglicht. Beispielsweise
kann der Trockner 11 als ein Umluft- bzw. Warmlufttrockner ausgebildet sein. Nach
dem Trocknen des Harzes kann das Werkstück zur Lagerung auf eine weitere Rolle 12
aufgewickelt werden.
[0041] Alternativ zum Aufwickeln auf die Rolle 12 kann auch eine nicht dargestellte Schneidvorrichtung
vorgesehen sein, um das imprägnierte und angetrocknete Papier in Bögen zu schneiden.
[0042] Fig. 3 zeigt alternativ zum Imprägnieren den Verfahrensschritt des Anordnens von
zwei unbedruckten Papierlagen 17 durch eine Beschichtungseinheit 107, welche mit einem
netzmittelhaltigen Harzgemisch 19 imprägniert sind, ober- und/oder unterhalb eines
bedruckten Holzwerkstückes 20.
[0043] Auf gleich Weise kann auch ein Aufbringen eines bedruckten und imprägnierten Dekorpapieres
3 ober- oder unterhalb einer Holzwerkstoffplatte 13 durch eine Beschichtungseinheit
108 erfolgen. Dabei wird oberhalb und unterhalb der Holzwerkstoffplatte 13 das bedruckte
und imprägnierte Dekorpapier 3 abgewickelt und dieses so zusammengeführte Paket wird
anschließend in einer Doppelbandpressenanlage 14 ausgehärtet.
[0044] Das Aushärten des Harzgemisches erfolgt in einer Aushärteeinheit 107. Das Verbinden
der Einzellagen mit dem jeweiligen bedruckten Werkstück erfolgt in einer Heizpresse.
Als Heizpresse 106 ist eine Doppelbandpresse 14 mit zwei Rollen 15 und einer Zuführung
für die Holzwerkstoffplatte 13 dargestellt.
[0045] Eine alternative Ausführungsform des Verfahrensschrittes des Verbindens des bedruckten
Dekorpapieres 3 mit der Holzwerkstoffplatte 13 durch eine Heizpresse 106 ist in Fig.
4 dargestellt. Hier wird ein Paket aus der Holzwerkstoffplatte 13 und dem darüber
und darunter angeordneten bedruckten und imprägnierten Dekorpapier 3 in eine beheizte
Kurztaktpresse 16 geführt und ausgehärtet.
[0046] Figur 5 zeigt den schematischen Aufbau einer Vorrichtung zur Erzeugung des mechanisch
perforierten Dekorpapiers. Von einer Rolle 23 wird das unbeharzte Dekorpapier 3 abgewickelt.
Es läuft dann unter einer Druckvorrichtung 1 sowie einer UV-Leuchtmitteln 7 zur Trocknung
hindurch und wird anschließend über eine mit Stacheln oder ähnlichen mechanischen
Perforationsmöglichkeiten ausgestattete Walze 24 und eine entsprechend ausgestaltete
Gegenwalze 25, bei der in einer möglichen Ausführungsform die Stacheln der Stachelwalze
24 in jeweils ausgeführte Aussparungen der Gegendruckwalze 25 eintauchen und so dass
zwischen beiden Walzen geführte bereits bedruckte Dekorpapier 3 perforieren. Im weiteren
Anschluß wird das so perforierte und bedruckte Dekorpapier 3 auf einer Rolle 26 wieder
aufgewickelt. In einer alternativen Ausführungsform kann dieses Dekorpapier auch vor
dem Abwickeln von der Rolle 23 bereits leicht oder stärker beharzt sein.
[0047] Figur 6 zeigt ein geeignetes bedruckbares Papier 3, welches mit einer UV-aushärtbaren
Druckfarbe 6 an der Oberfläche bedruckt ist. Man erkennt, dass je nach verwendetem
Dekorbild die Oberfläche des Papiers 3 mehr oder weniger stark durch die Druckfarbe
6 abgedeckt ist. Bei einem sehr hellen Dekor, welches bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
zu einer Bedruckung mit ca. 3 g Drucktinte/m
2 Oberfläche führt, ist eine hohe Durchlässigkeit der Druckfarbe 6 für das netzmittelhaltige
Melaminharzgemisch 19 gegeben. Beim Bedrucken der Oberfläche mit einem dunklen Dekor,
welches zu einer Belegung der Oberfläche mit üblicherweise 10 g oder mehr pro m
2 Oberfläche führt, ist eine schlechtere Durchlässigkeit gegeben, wobei nach dem Stand
der Technik ohne das erfindungsgemäße Verfahren keine Durch.lässigkeit gegeben wäre.
Der Harzbad 9 mit dem Melaminharzgemisch deutet die spätere, nach dem Druckvorgang
erfolgende Imprägnierung an, bei der das Melaminharz durch die aufgetragene Farbschicht
aus Digitaldrucktinte in das Papier penetriert.
[0048] Figur 7 zeigt einen Querschnitt durch ein bedruckbares Papier 3, welches bereits
mit der Druckfarbe 6 bedruckt ist, und nach dem anschließend den Verfahrensschritt
des Imprägnierens mit dem netzhaltigen Melaminharzgemisch 19. Man erkennt, dass hier
das Melaminharzgemisch mit dem Netzmittelzusatz durch die Schicht der Digitatdrucktinte
hindurch in das Papier 3 penetriert ist und dieses vollständig imprägniert wurde.
[0049] Figur 8 zeigt einen Schnitt aus dem lagenweise beschichteten Werkstück aus dem bedruckbaren
Papier 3, welches mit der Digitaldrucktinte 6 bedruckt worden ist und das mit netzmittelhaltigem
Melaminharzgemisch 19 imprägniert wurde. Anschließend wurde das Werkstück aus Papier
3 mit einer Holzwerkstoffplatte 13 als Trägerplatte versehen, welche im Verfahrensschritt
der Heißverpressung fest und unlösbar mit dem Papier 3 verbunden wurde. Wichtig ist
dabei, dass in dem Verfahrensschritt der Heißverpressung das netzmittelhaltige Melaminharzgemisch,
welches im Verfahrensschritt der Imprägnierung in das Papier 3 eingedrungen ist, aus
dem Papier 3 in die Oberfläche der Holzwerkstoffplatte 13 penetriert und dort aushärtet
und so die Verbindung bildet.
[0050] Außerdem ist in Figur 8 erkennbar, dass die nach dem Ende des letzten Verfahrensschritts
gebildete widerstandsfähige Oberfläche aus ausgehärtetem Melaminharz 19 eine entsprechende
geprägte Oberflächenstruktur enthalten kann, welche durch den Einsatz von Prägeblechen
in einer Kurztaktpresse oder Prägebändern in einer kontinuierlichen Doppelbandpresse
erzeugt werden. Diese Oberflächenstruktur 27 kann in einer alternativen Ausführungsform
durch ein weiteres beharztes Papier ohne Dekordruck, also ein Overlay-Papier 17, gebildet
werden. Dieses Overlay-Papier 17 wird in demselben Pressvorgang mit dem bedruckten
Werkstück aus Papier 3 verbunden und strukturiert.
[0051] Figur 9 zeigt einen Prinzipaufbau für eine mögliche Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens, bei dem ein mit Melamin (ohne Netzmittel) vorimprägniertes Papier 3 mit
der UV-Drucktinte 6 bedruckt ist. Darüber wird ein mit Melaminharz imprägniertes Overlay-Papier
17, welches transparent und unbedruckt ist, gelegt. Zwischen die Schichten 3 und 17
wird ein Netzmittel auf den UV-Druck aufgetragen, z.B. aufgesprüht. Unter das bedruckte
Vorimprägnat wird ein weiteres beharztes aber unbedrucktes Underlay-Papier 17' gelegt
und dieses so beschichtete Papier 3 wird mit einer Holzwerkstoffplatte 13, z.B. Span-
oder MDF-Trägerplatte versehen. Der darunterliegende Aufbau auf der Rückseite der
Trägerplatte kann identisch aufgebaut sein wie der oben liegende Aufbau. Das so gebildete
Paket wird anschließend in einer Heizpresse verpresst und somit untrennbar miteinander
verbunden (nicht in Figur 4 gezeigt).
[0052] Figur 10 zeigt eine weitere alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
In diesem Fall ist das Dekorpapier 3 unbeharzt, d.h. nicht imprägniert, aber wie in
den anderen Varianten mit der UV-aushärtbaren Druckfarbe 6 bedruckt. Das anschließend
zu verpressende Paket wird darüber hinaus aus einem mit Melaminharzgemisch und einer
entsprechenden Beigabe von Netzmittel 28 imprägnierten Overlay-Papier 17 und einem
darunter liegenden, ebenfalls mit Melaminharz 19 und Netzmittelgemisch 28 imprägnierten
Underlay 17' gebildet. Unter der Holzwerkstoffplatte 13 als Trägerplatte kann der
Aufbau identisch sein wie oberhalb der Platte.
[0053] Figur 11 zeigt eine weitere alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Dabei weist ein bedrucktes unbeharztes Dekorpapier mechanisch verursachte kleine Löcher
29 auf (Perforation). Der Druck mit der UV-Druckfarbe 6 auf das Dekorpapier 3 kann
vor oder in einer alternativen Ausführungsform auch nach der mechanischen Erzeugung
der Löcher (Perforation) im Dekorpapier sein. Durch diese Löcher kann während des
später erfolgenden Pressvorgangs in der Heizpresse das Melaminharz 19 aus dem imprägnierten
Underlay 17 und Overlay 17' besser durch die Farbschicht der UV-Druckfarbe 6 durchdringen
und eine komplette feste Verbindung eingehen. Auf der Unterseite der Holzwerkstoffplatte
13 ist der gleiche Aufbau wie auf der Oberseite angedeutet, aber nach einem theoretisch
zwischendurch erfolgten Heißpressvorgang. Dadurch hat das Melaminharz mit Netzmittel
komplett das mechanisch perforierte Dekorpapier 3 getränkt und auch die oberste Schicht
der Holzwerkstoffträgerplatte. Dieser so verpresste Aufbau ist gezeigt.
[0054] Dabei kann zudem eine Verschleißschutzschicht, eventuell auch in Verbindung mit während
der Beharzung aufgestreutem Verschleißschicht 21, insbesondere mit Korund (Aluminiumoxid
(Al
2O
3)), aufgebracht.
[0055] Im Folgenden soll ein detailliertes Beispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben
werden.
[0056] Bei dieser beispielhaften Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zunächst
ein digitaler Datensatz für ein zu druckendes Dekorbild, beispielsweise eine Holzoptik,
wie z.B. ein Eichendekor oder ähnliches, für die digitale Druckvorrichtung, beispielsweise
durch einen Rechneneinheit 101, bereitgestellt.
[0057] Anschließend wird ein geeignetes bedruckbares Werkstück der Druckvorrichtung über
eine Zuführeinheit 102 zugeführt. Dieses Werkstück kann als Dekorpapier 3 oder Holzwerkstoffplatte
20 ausgebildet sein
[0058] Ein Dekorpapier 3 ist vorzugsweise ein Papier mit einem Flächengewicht von 40 - 120
g/m
2, besonders bevorzugt 60 -100 g/m
2, und einer Restfeuchte vor der Bedruckung von 0,5 - 8 % (Gewichtsprozent) Wasser
im Papier, besonders bevorzugt 1,5 - 2,5 % (Gewichtsprozent). Das Dekorpapier besteht
aus Fasern, beispielsweise Naturfasern sowie Additiven und Bleichmitteln, z.B. Titandioxid
(TiO
2) zur Weißfärbung.
[0059] Im nächsten Verfahrensschritt wird dieses bereitgestellte Dekorpapier in der digitalen
Druckvorrichtung (103) mit einer UV-härtenden Druckfarbe bedruckt. Dabei werden Digitaldruckköpfe
verwendet, die eine Düsenöffnungsgröße von 10 - 100 µm, besonders bevorzugt 15 - 40
µm, im Durchmesser haben. Von diesen Digitaldruckköpfen werden mindestens ein Druckkopf
je Farbe, also bei einem VierFarbendruck mindestens vier Druckköpfe, in der Vorrichtung
zur Verfügung gestellt. In einer alternativen Ausführungsform können aber auch je
Farbe mehrere Druckköpfe in der Druckvorrichtung angeordnet sein, um eine größere
Druckkapazität zu erreichen. In einer besonderen Ausführungsform können die Digitaldruckköpfe
feststehend über den größten Teil oder die gesamte Breite des zu bedruckenden Mediums
angeordnet sein. In diesem Fall bewegt sich das Papier unter den feststehenden Druckköpfen
hinweg.
[0060] Die verwendete UV-Druckfarbe beinhaltet als Farbmittel Pigmente, also Festkörper,
die eine hohe bis sehr hohe Farbstabilität haben. Diese Farbstabilität liegt nach
der bekannten Woll-Skala bei Werten zwischen 5-8, besonders bevorzugt 6 - 8. Die Pigmente,
die verwendet werden, haben eine durchschnittliche Teilchengröße von 0,01 - 5 µm,
besonders bevorzugt 0,1-3 µm. Der Anteil der Pigmente bezogen auf das Gesamtgewicht
der verwendeten strahlenhärtenden Digitaldruckfarbe beträgt 0,4-25 %, besonders bevorzugt
1 - 10 %.
[0061] Als weitere Bestandteile in der verwendeten digitalen Druckfarbe sind aushärtende,
also polymerisierende Acrylate vorgesehen. Diese kommen bereits als Polymere oder
Prepolymere vor sowie als Gemisch mit Monomeren, die eine niedrigere Viskosität haben
und als reaktionsfähiges Verdünnungsmittel wirken. Diese Acrylate, also Polymere und
Monomere, bilden den Hauptbestandteil der strahlungshärtenden UV-Druckfarbe.
[0062] Weitere Bestandteile sind einer oder mehrere Photoinitiatoren mit einem Gewichtsprozentsatz
von 0,1-25 %, besonders bevorzugt 1 - 10 %. Als Photoinitiatoren kommen z.B. Triaryl-Sulfonium-Salze
oder mit Diaryl-Jodonium-Salze in Frage. Es können aber auch andere Photoinitiatoren
verwendet werden, die eine jeweils unterschiedliche Reaktionsgeschwindigkeit bei verschiedenen
verwendeten Wellenlängen von eingesetzter UV-Strahlung darstellen.
[0063] Darüber hinaus kommen eine Reihe von unterschiedlicher Zusatzstoffe (Additive) zum
Einsatz, die die physikalischen Eigenschaften der Druckfarbe (Viskosität, elektrische
Leitfähigkeit, Stabilität, Homogenität) positiv beeinflussen.
[0064] Bei dem digitalen Bedrucken des eingesetzten Dekorpapiers mit der oben beschriebenen
Digitaldruckfarbe nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Eindringtiefe der
UV-Tinte in das Dekorpapier von 25 - 80 %, besonders bevorzugt 40 - 70 %, bezogen
auf die Gesamtdicke des Dekorpapiers.
[0065] Dies ist für das erfindungsgemäße Verfahren deshalb wichtig, damit ein klares Druckbild
entsteht und kein zu starkes Ineinanderlaufen der einzelnen digital gedruckten Tröpfchen
bei zu großer Eindringtiefe. Bei einer zu geringen Eindringtiefe bildet sich allerdings
sofort eine völlig undurchdringliche Schicht der dann polymerisierten Acrylate an
der Oberfläche des Dekorpapiers, so dass eine weitere Verarbeitung nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren nicht mehr möglich ist.
[0066] In einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein leicht
vorbeharztes Dekorpapier, z.B. mit einem Melaminharzgemisch, verwendet. Der Anteil
Melaminharz nach dem Trocknen beträgt 2 - 3 %, bevorzugt 5 - 15 % (Gewichtsprozent).
Bei diesem so vorbeharzten Papier wird eine Eindringtiefe der UV-Tinte bezogen auf
die Gesamtdicke des Papiers von 10 - 50 %, besonders bevorzugt 15 - 40 %, erzeugt.
Die verwendeten Dekorpapiere haben eine Dicke von 60 - 300 µm, besonders bevorzugt
von 80 - 200 µm.
[0067] In dem nächsten Schritt wird das so bedruckte Dekorpapier unter einer UV-Strahlungsquelle
einer UV-Bestrahlungseinheit 104 hindurchgeführt und damit die UV-Tinte ausgehärtet,
d.h. es findet eine Vernetzung der in der UV-Tinte enthaltenen Acrylate statt. Diese
Vernetzung kann vollständig sein, in einer alternativen Ausführungsform aber auch
zu 50 - 95 % durch geführt werden. Als Strahlungsquellen für das erfindungsgemäße
Verfahren kommen sowohl UV-LEDs als auch herkömmliche UV-Strahler, jeweils mit einem
Emissionsmaximum zwischen 150 - 380 mm, also je nach gewählten Photoinitiatoren im
UV-A, UV-B oder UV-C-Bereich, in Frage.
[0068] In einer weiteren alternativen Ausführungsform und mit Bezug auf Fig. 5 wird das
erfindungsgemäß bedruckte und gehärtete Dekorpapier anschließend in einem mechanischen
Verfahren perforiert, d.h. mit kleinen Löchern versehen, die ebenfalls ein verbessertes
Eindringen der anschließend in der Imprägnierung verwendeten Melaminharze gewährleisten.
Diese Perforierung kann z.B. mit einer Stachelwalze oder ähnlichen mechanischen Instrumenten
stattfinden. Dabei ist der Durchmesser der Perforationslöcher in dem Papier nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren zwischen 1 und 0,01 mm, besonders bevorzugt zwischen 0,5
und 0,05 mm, zu wählen. Die Perforationslöcher werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
so gewählt, dass nach dem Schritt der Verpressung keine aus einiger Entfernung sichtbaren
(Betrachtungsabstand 0,5 - 2 m) Löcher mehr übrig bleiben. Um eine gute Haftung der
Schichten untereinander zu gewährleisten, beträgt der Abstand der Löcher bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren zwischen 0,1 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen 0,5 und 3 mm (jeweils von
einem Loch zum nächsten).
[0069] Im nächsten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das so bedruckte und ausgehärtete
Dekorpapier in einer Imprägniereinheit 105 mit einer wässrigen Melaminharzmischung
imprägniert. Dabei werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vernetzbare aminoplastische
Harze verwendet. In einer beispielhaften Ausführungsform kommen Kondensationsprodukte,
also veretherte Produkte der von Melamin-, Harnstoff-Formaldehydmischungen oder Melamin-Formaldehydmischungen
zum Einsatz. Dieser Harzmischung wird ein Härter, üblicherweise 0,01 - 2,5 % (Gewichtsprozent)
bezogen auf die fertige Harzmischung zugesetzt. Als Härter kommen z.B. organische
Sulfonsäuren oder Carbonsäuren zum Einsatz. Dieser wässrigen Harzmischung mit einem
Feststoffgehalt von 40 -70 % bezogen auf die wässrige Lösung wird nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren dann ein Netzmittel in einer Konzentration von 0,02 - 2 % bezogen auf das
Gesamtgewicht, besonders bevorzugt 0,1 - 0,5 %, zugesetzt.
[0070] Als Netzmittel nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können anionische oder kationische
Tenside zum Einsatz kommen. In einer beispielhafte Ausführungsform für anionische
Tenside können z.B. Natrium-, Kalium-, Ammoniumsalze der sulfonischen Säure, sulfonierte
Fettalkohole oder ethoxylierte Fettalkohole zum Einsatz kommen, als kationische Tenside
in einer beispielhaften Ausführungsform z.B. Polyethylenglykol oder Polyvenylalkohol.
[0071] Diese Netzmittel verringern die Oberflächenspannung zwischen dem bedruckten Dekorpapier
3 und dem zum Einsatz kommenden Harz bei der Imprägnierung und bewirken somit eine
ausreichende Durchtränkung des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bedruckten Dekorpapiers
3 mit dem Harzgemisch 19.
[0072] In einer alternativen Ausführungsform kann das bedruckte und mit UV-Strahlen ausgehärtete
Dekorpapier 3 auch nicht imprägniert bleiben und ausschließlich ein unbedrucktes Overlay
17 und/oder ein unbedrucktes Underlaypapier 17, also ein weißes, später nach der Verpressung
transparentes Papier, mit der dargestellten wässrigen Harzmischung und dem Netzmittelzusatz
imprägniert werden. Dabei wird das Overlay 17 und Underlaypapier 17' durch eine Beschichtungseinheit
107 auf der Oberfläche des Dekorpapieres 3 angeordnet. In dieser dargestellten Ausprägungsform
erzielt das zugegebene Netzmittel einen guten Harzfluß aus dem Overlay und/oder Underlay-Papier
17 in das nicht beharzte aber mit der UV-Tinte 6 bedruckte Dekorpapier 3 während des
Pressvorgangs in einer Heizpresse.
[0073] Nach dem Schritt des Imprägnierens, welcher nach der Tränkung des Dekorpapiers und/oder
des Overlay- bzw. Underlay-Papiers mit der dargestellten Harzmischung und einer anschließenden
Trocknung des beharzten Papiers auf einen Restfeuchtegehalt von ca. 3 -20 % (Gewichtsprozent),
besonders bevorzugt 5 - 10 % (Gewichtsprozent), beendet ist, folgt das Aushärtens
des Harzes.
[0074] In dem abschließenden Verfahrensschritt wird ein Paketaufbau aus einer Holzwerkstoffträgerplatte
13 gebildet, die ein oder beidseitig mit dem bedruckten und imprägnierten Dekorpapier
3 belegt wird.
[0075] In einer alternativen Ausführungsform wird die Holzwerkstoffplatte 13 mit dem bedruckten
aber nicht imprägnierten Dekorpapier 3 belegt, wobei zwischen Dekorpapier und Holzwerkstoffplatte
noch ein mit Harzmischung und Netzmittel imprägniertes Underlay-Papier 17 gelegt wird.
[0076] In einer alternativen Ausführungsform kann auf das so gebildete Paket noch ein mit
Harzmischung und Netzmittel imprägniertes Overlay-Papier 17 gelegt werden. Die gleiche
Paketbildung kann auf die Unterseite der Holzwerkstoffplatte gelegt werden. Dieses
so aus verschiedenen Schichten zusammengelegte Paket wird dann in einer Heißpresse
106 unter einem Druck von 20 - 60 bar, besonders bevorzugt 30 - 40 bar, und einer
Temperatur von 150 - 230 °C, besonders bevorzugt 170 - 200 °C, verpresst.
[0077] Dabei können glatte oder strukturierte Prägebleche 110 zum Einsatz kommen, die die
Oberfläche des gebildeten Paketes bearbeiten bzw. strukturieren. Während dieses Pressvorgangs
wird innerhalb der ersten Sekunden das wässrige angetrocknete Harzgemisch flüssig
und bildet anschließend einen komplett durchtränkten Verbund zwischen den verschiedenen
Papierschichten und der obersten Deckschicht in der Holzwerkstoffplatte (Spanplatte,
MDF- oder HDF-Platte). In den weiteren Sekunden des Pressvorgangs, der üblicherweise
zwischen 5 und 30 Sekunden dauert, härtet das Melaminharz aus (es polymerisiert) und
bildet eine irreversibel ausgehärtete, sehr widerstandsfähige Oberfläche.
[0078] In einer alternativen Ausführungsform kann das obere oder eines der oberen imprägnierten
aber nicht bedruckten Papiere zusätzlich mit einem Korund 21 (Al
2O
3) oder anderen Festkörpern versehen sein, um die Abriebsfestigkeit des erzeugten Produktes,
z.B. für den Einsatz als Laminatfußboden, zu erhöhen.
[0079] Ebenso kann in einer alternativen Ausführungsform zur Verpressung anstelle einer
Kurztaktpresse 15 eine kontinuierliche Doppelbandpresse 14 mit einem entsprechenden
Prägeband, üblicherweise einem verchromten Stahlband, zum Einsatz kommen.
Bezugszeichen
[0080]
| 1 |
Druckvorrichtung |
21 |
Korundteilchen |
| 2 |
Rolle |
23 |
Rolle |
| 3 |
Dekorpapier |
24 |
Stachelwalze |
| 4 |
Drucker |
25 |
Gegendruckwalze |
| 5 |
Druckköpfe |
26 |
Rolle |
| 6 |
Druckfarbe |
27 |
Oberflächenstruktur |
| 7 |
UV-Leuchtmittel |
28 |
Netzmittel |
| 8 |
Rolle |
29 |
Löcher |
| 9 |
Harzbad |
|
|
| 10 |
Quetschwalze |
|
|
| 11 |
Trockner |
|
|
| 12 |
Rolle |
|
|
| 13 |
Holzwerkstoffplatte |
|
|
| 14 |
Doppelbandpresse |
|
|
| 15 |
Rolle |
|
|
| 16 |
Kurztaktpresse |
|
|
| 17 |
Overlaypapier |
|
|
| 17' |
Underlaypapier |
|
|
| 18 |
Dekorpapier |
|
|
| 19 |
Harzgemisch |
|
|
| 20 |
Holzwerkstückplatte |
|
|
| |
|
|
|
| 101 |
Recheneinheit |
|
|
| 102 |
Zuführeinheit |
|
|
| 103 |
digitale Druckeinheit |
|
|
| 104 |
UV-Bestrahlungseinheit |
|
|
| 105 |
Imprägniereinheit |
|
|
| 106 |
Heizpresse |
|
|
| 107, 108 |
Beschichtungseinheit |
|
|
| 110 |
Prägebleche |
|
|
1. Verfahren zur Herstellung eines digitalbedruckten flächigen, bahnförmigen oder plattenförmigen
Werkstückes (3, 20) mit abriebfester Oberfläche,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
A) Bereitstellen eines digitalen Datensatzes für ein Dekorbild für eine digitale Druckvorrichtung
(1);
B) Zuführen eines bedruckbaren Werkstückes (3, 20) zu der Druckvorrichtung (1);
C) Digitales Bedrucken mittels der Druckvorrichtung (1) unter Verwendung mindestens
einer durch Bestrahlung aushärtenden acrylathaltigen Druckfarbe (6);
D) Aushärten der Druckfarbe (6);
E) Imprägnieren des bedruckten Werkstückes (3, 20) mit einem netzmittelhaltigen Harzgemisch
(19); und
F) Aushärten des netzmittelhaltigen Harzgemisches (19) mittels einer Heizpresse (14,
15, 106).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Imprägnieren ein netzmittelhaltiges Harzgemisch mit einem Anteil an Netzmittel
von 0,02-2 Gewichtsprozenten, vorzugsweise 0,1-0,5 Gewichtsprozenten, bezogen auf
das Gesamtgewicht des netzmittelhaltigen Harzgemisches, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Imprägnieren ein netzmittelhaltiges Harzgemisch, wobei das Netzmittel zumindest
ein Tensid oder ein Tensidgemisch enthält, verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die acrylathaltigen Druckfarbe unter UV-Strahlung ausgehärtet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das digitale Bedrucken in Schritt C) unter Verwendung mindestens einer durch Bestrahlung
aushärtenden acrylathaltigen Druckfarbe (6), welche zumindest einen Photoinitiator
aufweist, erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das digitale Bedrucken in Schritt C) unter Verwendung der mindestens einen durch
Bestrahlung aushärtenden acrylathaltigen Druckfarbe (6) erfolgt, die eine Eindringtiefe
von mindestens 10µm in ein zellulosehaltiges Werkstück (3, 20) aufweist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-aushärtenden acrylathaltigen Druckfarbe (6) während des Aushärtens durch eine
entsprechend geringere Strahlendosis nur teilweise vernetzt wird, bevorzugt zu 20
- 80 %, besonders bevorzug zu 30 - 65 %.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Imprägnieren des digital bedruckten Werkstückes zumindest eine mit einem netzmittelhaltigem
Harzgemisch imprägnierte Werkstofflage (17) zumindest einseitig auf das Werkstückes
(3, 20) aufgebracht und anschließend mittels einer Heizpresse ausgehärtet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schritt des Imprägnieren des bedruckten Werkstückes (3, 20) mit dem netzmittelhaltigen
Harzgemisch (19) ein Aufbringen des Werkstückes (3, 20) ober- oder unterhalb einer
oder mehrerer Werkstofflagen (13) erfolgt und während des Aushärtens ein Verbinden
des Werkstücks (3, 20) mit der Werkstofflage (13) erfolgt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schritt des Imprägnierens des bedruckten Werkstückes (3, 20) mit dem netzmittelhaltigen
Harzgemisch (19) ein anschließendes Vortrocknen des Harzgemisches (19) erfolgt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Imprägnieren des bedruckten Werkstückes (3, 20) oder der unbedruckten Werkstofflage
(17) ein netzmittelhaltiges Harzgemisch (19) auf Melaminharzbasis und/oder Phenolharzbasis
eingesetzt wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aushärten weitere imprägnierte Werkstofflagen (17), insbesondere Papierlagen,
zumindest einseitig auf dem bedruckten imprägnierten Werkstück (3, 20) oder der einen
oder mehreren Werkstofflage (13) angeordnet werden.
13. Verfahren nacheinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während oder nach dem Aushärten des netzmittelhaltigen Harzgemisches eine Oberflächenbearbeitung
zur Herstellung eines dekorativen Laminats erfolgt.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass je Pressvorgang der Kurztaktpresse (15) die Schichtabfolge aus einer oder mehreren
imprägnierten Werkstofflagen, insbesondere Papierlagen (17), eine Lage des vorab bedruckten
und gegebenenfalls imprägnierten Werkstückes (3, 20) und eine weitere Werkstofflage,
insbesondere eine Holzwerkstoffplatte (13), zu einer festen, ausgehärteten Einheit
verpresst werden.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bedruckte Werkstück (3, 20) nach dem Bedrucken und vor oder nach dem Aushärten
der acrylathaltigen Druckfarbe (6) mechanisch perforiert wird oder das zu bedruckende
Werkstück (3, 20) vor dem Bedrucken mechanisch perforiert wird.
1. Method for producing a digitally printed, flat, web-like or board-like workpiece (3,
20) having an abrasion-resistant surface,
characterized by the following steps:
A) providing a digital dataset for a decorative image for a digital printing device
(1);
B) feeding a printable workpiece (3, 20) to the printing device (1);
C) digitally printing by means of the printing device (1) by using at least one acrylate-containing
printing ink (6) that is cured by irradiation;
D) curing the printing ink (6);
E) impregnating the printed workpiece (3, 20) with a resin mixture (19) containing
a wetting agent; and
F) curing the resin mixture (19) containing a wetting agent by means of a hot press
(14, 15, 106).
2. Method according to Claim 1, characterized in that for the impregnation, use is made of a resin mixture containing a wetting agent having
a proportion of wetting agent of 0.02 - 2% by weight, preferably 0.1 - 0.5% by weight,
based on the total weight of the resin mixture containing a wetting agent.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that for the impregnation, use is made of a resin mixture containing a wetting agent,
the wetting agent containing at least one surfactant or a surfactant mixture.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the acrylate-containing printing ink is cured under UV radiation.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the digital printing in step C) is carried out by using at least one acrylate-containing
printing ink (6) that is cured by irradiation and has at least one photo-initiator.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the digital printing in step C) is carried out by using the least one acrylate-containing
printing ink (6) that is cured by irradiation and has a penetration depth of at least
10 µm into a cellulose-containing workpiece (3, 20).
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the UV-cured acrylate-containing printing ink (6) is only partly cross-linked during
the curing, preferably 20 - 80% cross-linked and particularly preferably 30 - 65%
cross-linked, by an appropriately low radiation dose.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that for the impregnation of the digitally printed workpiece, at least one material layer
(17) impregnated with a resin mixture containing a wetting agent is applied to at
least one side of the workpiece (3, 20) and is then cured by means of a hot press.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that after the step of impregnating the printed workpiece (3, 20) with the resin mixture
(19) containing a wetting agent, the workpiece (3, 20) is applied above or below one
or more material layers (13) and, during the curing, a connection is made between
the workpiece (3, 20) and the material layer (13).
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that after the step of impregnating the printed workpiece (3, 20) with the resin mixture
(19) containing a wetting agent, subsequent pre-drying of the resin mixture (19) is
carried out.
11. Method according to one of the preceding claims, characterized in that for the impregnation of the printed workpiece (3, 20) or of the unprinted material
layer (17), use is made of a resin mixture (19) containing a wetting agent and based
on melamine resin and/or phenol resin.
12. Method according to one of the preceding claims, characterized in that before the curing, further impregnated material layers (17), in particular paper
layers, are arranged on at least one side of the printed impregnated workpiece (3,
20) or of the one or more material layers (13).
13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that during or after the curing of the resin mixture containing a wetting agent, surface
processing is carried out in order to produce a decorative laminate.
14. Method according to one of the preceding claims, characterized in that in each pressing operation of the short-cycle press (15), the layer sequence comprising
one or more impregnated material layers, in particular paper layers (17), a layer
of the previously printed and possibly impregnated workpiece (3, 20) and a further
material layer, in particular a wood material board (13), are pressed to form a solid,
cured unit.
15. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the printed workpiece (3, 20) is perforated mechanically after the printing and before
or after the curing of the acrylate-containing printing ink (6), or the workpiece
(3, 20) to be printed is perforated mechanically before the printing.
1. Procédé de fabrication d'une pièce d'usinage (3, 20) portant une impression numérique,
plane, en forme de bande ou de plaque avec une surface résistante à l'abrasion,
caractérisé par les étapes suivantes :
A) mettre à la disposition d'un dispositif d'impression numérique (1) un ensemble
de données numérique pour une image décorative ;
B) amener une pièce d'usinage pouvant être imprimée (3, 20) au dispositif d'impression
(1) ;
C) imprimer numériquement à l'aide du dispositif d'impression (1) en utilisant au
moins une encre d'impression (6) contenant de l'acrylate durcissant par rayonnement
;
D) durcir l'encre d'impression (6) ;
E) imprégner la pièce d'usinage imprimée (3, 20) d'un mélange de résine contenant
un agent mouillant (19) ; et
F) durcir le mélange de résine (19) contenant un agent mouillant à l'aide d'une presse
à chaud (14, 15, 106).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un mélange de résine contenant un agent mouillant avec une part d'agent mouillant
comprise entre 0,02 et 2 pourcents en poids, de préférence entre 0,1 et 0,5 pourcent
en poids, par rapport au poids total du mélange de résine contenant un agent mouillant,
est utilisé pour l'imprégnation.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un mélange de résine contenant un agent mouillant est utilisé pour l'imprégnation,
l'agent mouillant contenant au moins un agent tensioactif ou un mélange d'agents tensioactifs.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'encre d'impression contenant de l'acrylate est durcie sous rayonnement UV.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'impression numérique de l'étape C) est effectuée en utilisant au moins une encre
d'impression (6) contenant de l'acrylate durcissant par rayonnement, qui présente
au moins un photo-initiateur.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'impression numérique de l'étape C) est effectuée en utilisant l'au moins une encre
d'impression (6) contenant de l'acrylate durcissant par rayonnement, qui présente
une profondeur de pénétration d'au moins 10 µm dans une pièce d'usinage contenant
de la cellulose (3, 20).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'encre d'impression (6) contenant de l'acrylate durcissant sous rayonnement UV est
réticulée au moins partiellement pendant le durcissement par une dose de rayons moindre
en conséquence, de préférence entre 20 et 80 %, de manière particulièrement préférée
entre 30 et 65%.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour l'imprégnation de la pièce à usiner imprimée numériquement, au moins une couche
de matériau (17) imprégnée d'un mélange de résine contenant un agent mouillant est
appliquée au moins d'un côté sur la pièce d'usinage (3, 20) puis est durcie à l'aide
d'une presse à chaud.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après l'étape d'imprégnation de la pièce d'usinage imprimée (3, 20) avec le mélange
de résine (19) contenant un agent mouillant, une application de la pièce d'usinage
(3, 20) est effectuée au-dessus ou au-dessous d'une ou de plusieurs couches de matériau
(13) et pendant le durcissement, une liaison entre la pièce d'usinage (3, 20) et la
couche de matériau (13) est réalisée.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un préséchage consécutif du mélange de résine (19) est effectué après l'étape d'imprégnation
de la pièce d'usinage (3, 20) imprimée avec le mélange de résine contenant un agent
mouillant (19).
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un mélange de résine (19) contenant un agent mouillant à base de résine de mélamine
et/ou de résine de phénol est utilisé pour l'imprégnation de la pièce d'usinage (3,
20) imprimée ou de la couche de matériau (17) non imprimée.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant le durcissement, d'autres couches de matériau imprégnées (17), en particulier
des couches de papier, sont disposées au moins d'un côté sur la pièce d'usinage (3,
20) imprimée imprégnée ou l'une ou plusieurs couches de matériau (13).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un traitement de surface est effectué pour la fabrication d'un stratifié décoratif
pendant ou après le durcissement du mélange de résine contenant un agent mouillant.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que selon le processus de pressage de la presse à cycle court (15), la suite composée
d'une ou de plusieurs couches de matériau imprégnées, en particulier de couches de
papier (17), une couche de la pièce d'usinage (3, 20) éventuellement imprégnée et
imprimée au préalable et une autre couche de matériau, en particulier une plaque de
matériau dérivé du bois (13), sont pressées en une unité solide durcie.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pièce d'usinage imprimée (3, 20) est perforée mécaniquement après l'impression
et avant ou après le durcissement de l'encre d'impression contenant de l'acrylate
(6) ou la pièce d'usinage à imprimer (3, 20) est perforée mécaniquement avant l'impression.