[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Gurt entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Die in Kraftfahrzeugen eingesetzten Sicherheitsgurte, häufig in Verbindung mit vom
Betriebszustand des Fahrzeugs gesteuerten Gurtstraffern eingesetzt, haben Breiten
von üblicherweise 46 mm bis 48 mm. Sie sollen den Fahrzeuginsassen bei einem Unfall
vor unkontrollierten, erhebliche Verletzungsgefahren mit sich bringenden Schleuderbewegungen
innerhalb des Fahrzeugs schützen, ohne jedoch seine Bewegungsfreiheit unter normalen
Betriebsbedingungen übermäßig einzuschränken. Diese Sicherheitsgurte haben sich praktisch
außerordentlich bewährt und seit ihrer allgemeinen Einführung im Straßenverkehr einen
bedeutenden Beitrag zu einer Minderung schwerer Unfallverletzungen beigetragen.
[0003] Als nicht optimal anzusehen sind hingegen die aktuell benutzten Breitenmaße eines
solchen Gurtes, da es bei einem Unfall nach Maßgabe der über den Gurt zu übertragenden
Kräfte örtlich zu hohen körperlichen, nach Maßgabe des Breitenmaßes konzentrierten
Belastungen und hiermit einhergehenden Verletzungsrisiken kommen kann, welche insbesondere
bei einer ungünstigen Körperhaltung des Fahrzeuginsassen beträchtlich sein können.
Diese aktuell benutzten Breitenmaße sind seinerzeit auch unter dem Aspekt eingeführt
worden, zwar ein erhöhtes Maß an Fahrsicherheit darzustellen, den Fahrkomfort hingegen
möglichst wenig zu beeinträchtigen.
[0004] Zur Minderung von Verletzungsrisiken unter Wahrung des Fahrkomforts ist aus dem Dokument
DE 43 26 499 A1 ein Sicherheitsgurtsystem bekannt geworden, dessen Gurte eine schlauchartige, mit
einer Gaserzeugungsvorrichtung in Verbindung stehende Struktur aufweisen. Die durch
einen Verzögerungssensor aktivierbare Gaserzeugungsvorrichtung ist zur Generierung
eines die genannte Struktur beaufschlagenden Hochdruckgases eingerichtet, welche mit
der Maßgabe angelegt ist, dass sie sich in Längsrichtung der Gurte praktisch überhaupt
nicht, in Querrichtung hierzu jedoch beträchtlich dehnt, somit in einer Notfallsituation
die Breite der Gurte erhöhend, und hiermit einhergehend die Verletzungsgefahr des
angeschnallten Fahrzeuginsassen mindernd. Die Struktur besteht aus zwei, einzeln die
Breite eines herkömmlichen Sicherheitsgurtes aufweisenden, entlang ihrer Längsberandungen
miteinander vernähten Gurtband-Basisgewebeteilen, deren aus Kett- und Schussfäden
bestehende Gewebe jeweils dadurch gekennzeichnet sind, dass sich die Kette in Längsrichtung
und der Schuss in Querrichtung zu dem Gurtband erstrecken. Zur Darstellung der eingangs
erwähnten unterschiedlichen Dehnungseigenschaften in Quer- und Längsrichtung des Gurtes
bestehen die Kettfäden aus einem Material hoher Festigkeit, welches praktisch nicht
dehnbar ist, wohingegen die Schussfäden demgegenüber aus einem gummiartig dehnbaren
Material, z. B. aus Polyurethan bestehen. Um diese Dehnungseigenschaften zu erreichen,
ist somit ein nicht unbeträchtlicher Aufwand erforderlich, der in einer schlauchartigen
Gurtstruktur, einem Verzögerungssensor und einer Gaserzeugungsvorrichtung zum Ausdruck
kommt.
[0005] Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Gurt der eingangs bezeichneten Art dahingehend
zu verbessern, dass in einfacherer Weise die von diesem bei einem Unfall ausgehende
örtliche Belastung und die damit einhergehende Verletzungsgefahr des Fahrzeuginsassen
vermindert werden. Gelöst ist diese Aufgabe bei einem solchen Gurt durch die Merkmale
des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1.
[0006] Erfindungsgemäß kommen für den Gurt Gewebestrukturen zum Einsatz, bei denen die Schussfäden
eine im Vergleich zu den Kettfäden signifikant höhere Längungsfähigkeit aufweisen.
Dies bedeutet, dass unter einer in Längsrichtung des Gurtes aufgebrachten Last die
relativ zu den Schussfäden nicht längungsfähigen Kettfäden ausgehend von ihrer um
die Schussfäden gewundenen Struktur nach Maßgabe der Last geradlinig ausgerichtet
werden, so dass insoweit eine Verdrängungskraft auf die Schussfäden entsteht, diese
ausgehend von ihrer ursprünglich geradlinigen zu einer um die Kettfäden gewundenen
Struktur streckend. Es stellt sich somit bei Auftreten einer Belastung des Gurtes
in dessen Längsrichtung eine Längung der Schussfäden nach Maßgabe einer geradlinigen
Ausrichtung der nicht bzw. kaum längungsfähigen Kettfäden ein. In Abhängigkeit von
der aufgebrachten Belastung wird somit die ursprüngliche Gewebestruktur, gekennzeichnet
durch geradlinige Schussfäden und um diese gewundene Kettfäden durch eine solche Struktur
ersetzt, in der die Kettfäden geradlinig ausgerichtet und die Schussfäden um diese
gewunden sind. Hierbei werden die Schussfäden in den Zwischenraum zwischen jeweils
zwei Kettfäden verdrängt, so dass diese sich seitlich voneinander entfernen und insoweit
eine Zunahme der Gurtbandbreite eintritt.
[0007] Der Unterschied hinsichtlich der Längungsfähigkeit von Kett- und Schussfäden ist
somit dahingehend angelegt, dass sich infolge eines Einschiebens von Schussfäden zwischen
zwei einander benachbarte Kettfäden unter einer definierten Belastung, die bei einem
Unfall ein Fahrzeugsicherheitsgurt aufzunehmen hat, eine Erhöhung des Breitenmaßes
des Gurtes ergibt. Die insoweit erforderliche Längungsfähigkeit gegenüber einem faktisch
kaum längungsfähigen Kettfaden wird durch diese Zweckbestimmung vorgegeben.
[0008] Grundsätzlich können in einer solchen Gewebestruktur sämtliche, dem Fachmann der
Webtechnik bekannte, hinreichende Festigkeitseigenschaften aufweisende Garne benutzt
werden, die im Falle einer Verwendung als Kettfäden nicht bzw. kaum längungsfähig
sind und die im Falle einer Verwendung als Schussfäden demgegenüber eine signifikant
erhöhte Längungsfähigkeit aufweisen.
[0009] Die Verwendung einer solchen Gewebestruktur als Fahrzeugsicherheitsgurt bedeutet,
dass dieser in üblichen Breitenmaßen herstellbar und dementsprechend ohne weiteres
in Verbindung mit herkömmlichen Retraktorsystemen nutzbar ist. Von besonderem Vorteil
für den Fahrzeuginsassen ist jedoch dessen Eigenschaft eines sich unter Belastung
vergrößernden Breitenmaßes, so dass sich aufgrund größerer Anlageflächen am Körper
des Fahrzeuginsassen eine Minderung eines Verletzungsrisikos ergibt.
[0010] Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 2 werden als Schussfäden solche Garne benutzt,
die aus stofflichen Gründen bereits eine hinreichende Elastizität aufweisen. Diese
Fäden können als Einzelkomponente oder auch in Kombination mit anderen Materialien,
z. B. in der Form von Coregarnen eingesetzt werden.
[0011] Gemäß den Merkmalen der Ansprüche 3 bis 5 werden als Schussfäden solche Garne eingesetzt,
die mit Hinblick auf die Darstellung einer hinreichenden Längungsfähigkeit in ihrer
Struktur verändert worden sind. Dies bringt beispielsweise den Vorteil mit sich, dass
Kett- und Schussfäden aus dem gleichen Material bestehen können, so dass sich der
so hergestellte Gurt durch Sortenreinheit auszeichnet. Schließlich können zur Darstellung
einer hinreichenden Längungsfähigkeit Maßnahmen, die auf die Veränderung der Struktur
des Fadens abzielen, mit der Auswahl eines bestimmten Materiales kombiniert werden,
so dass beispielsweise ein aus stofflichen Gründen bereits elastischer Faden zusätzlich
einer strukturellen Behandlung unterzogen wird, um die Längungsfähigkeit weiter zu
beeinflussen.
[0012] Eine im vorstehenden Sinne modifizierte Gewebeart kann gleichförmig die gesamte Gurtlänge
betreffen. Grundsätzlich ausreichend mit Hinblick auf eine Minderung von Verletzungsrisiken
erscheint hingegen ein solcher Gurt, bei dem eine solche Gewebeart lediglich in den
Abschnitten des Gurtes zum Einsatz kommt, die unmittelbar am Körper des Fahrzeuginsassen,
z. B. am Brustbereich anliegen.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen schematisch
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine beispielhafte Darstellung des grundsätzlichen Aufbaus eines Gurtgewebes;
Fig. 2 eine Darstellung des Aufbaus eines lastfreien erfindungsgemäßen Gurtgewebes;
Fig. 3 eine Darstellung des Gurtgewebes gemäß Fig. 1 unter einer Belastung in Gurtlängsrichtung.
[0014] Das Gurtgewebe gemäß Fig. 1 zeigt die Art der Bindung zwischen den sich in der Längsrichtung
2 des Gurtes erstreckenden Kettfäden 1 und den sich quer zu den Kettfäden 1 erstreckenden
Schussfäden 3. Man erkannt, dass die Schussfäden 3 jeweils in doppelter Anordnung
5 vorliegen und dass ein Kettfaden 1 jeweils zwei solcher aufeinander folgender Anordnungen
5 umschlingt. Man erkennt ferner, dass die in einer Querrichtung 4 aufeinander folgenden
Kettfäden 1 jeweils um eine solche Anordnung in Längsrichtung 2 versetzt zueinander
angeordnet sind.
[0015] Fig. 1 zeigt lediglich zur Verdeutlichung des Gewebeaufbaus insbesondere die Kettfäden
1 in einer vergleichsweise weit auseinander liegenden Anordnung. In einem in Fig.
2 dargestellten realen Produkt hingegen liegen die Kettfäden 1 dicht aneinander, wobei
sich aufgrund der in Längsrichtung 2 versetzten Anordnung der seitlich aneinanderliegenden
Kettfäden 1 eine charakteristische Oberflächenstruktur ergibt.
[0016] In den Figuren 2 und 3 sind Merkmale die mit denjenigen der Fig. 1 übereinstimmen,
entsprechend beziffert, so dass insoweit auf eine wiederholte Beschreibung verzichtet
werden kann.
[0017] Die Fig. 1 und 2 zeigen das Gurtgewebe im lastfreien Zustand. Man erkennt, dass unter
dieser Bedingung die Kettfäden 1 die Schussfäden 3 umschlingen, dass heißt innerhalb
des Gewebes in einer gleichförmig gewundenen Gestalt vorliegen. Dies gilt gleichermaßen
für alle Kettfäden 1. Man erkennt ferner, dass in den Anordnungen 5 die Schussfäden
3 hingegen einen im wesentlichen geradlinigen Verlauf aufweisen, dass heißt ihrerseits
jedenfalls nicht um die Kettfäden 1 gewunden sind.
[0018] Bei dieser Gewebestruktur, bei der die Windungen der Kettfäden im unbelasteten Zustand
durch den vorstehend beschriebenen Versatz in Längsrichtung gekennzeichnet sind, liegt
ferner eine Verdrängung der Kettfäden in der Querrichtung 4 vor, so dass diese - in
einer Draufsicht gesehen - nach Maßgabe einer leicht zickzackförmigen Struktur verlaufen.
Die Kettfäden 1 erstrecken sich innerhalb des Gurtgewebes im Übrigen stets in dessen
Längsrichtung 2, somit der Richtung, in der bei einem Unfall der Gurt Kräfte aufzunehmen
hat.
[0019] Erfindungsgemäß bestehen die Kettfäden 1 aus einem üblicherweise für diesen Zweck
eingesetzten, nicht bzw. kaum längungsfähigen Material, wohingegen die Schussfäden
3 demgegenüber eine deutliche Längungsfähigkeit aufweisen. Darstellbar ist eine erhöhte
Längungsfähigkeit durch eine entsprechende Werkstoffauswahl, durch die Struktur der
für die Fäden eingesetzten Garne betreffende Maßnahmen oder auch durch Kombinationen
dieser beiden grundsätzlichen Möglichkeiten.
[0020] Bei einer Belastung in Längsrichtung 2, welche hauptsächlich über die Kettfäden 1
aufzunehmen ist, werden diese, wie in Fig. 3 gezeigt, gegenüber dem in Fig. 2 gezeigten
Zustand gestreckt, so dass deren im unbelasteten Zustand um die Schussfäden 3 gewundene
Struktur nunmehr geradlinig ausgerichtet wird. Dies führt dazu, dass die Schussfäden
3 unter Längung nunmehr die Kettfäden 1 umgeben, wo bei jeweils ein Schussfaden 3
bzw. eine Anordnung 5 aus Schussfäden 3 zwischen zwei Kettfäden 1 verdrängt wird,
so dass sich die Kettfäden 1 in Querrichtung 4 voneinander um dieses Maß entfernen.
Dies wiederum führt zu einer Erhöhung des Breitenmaßes des Gurtes.
[0021] Eine solche Breitenänderung stellt sich bei einem dem Stand der Technik zuzuordnenden
Gurtgewebe deshalb nicht ein, weil das Material, aus dem die Schussfäden 3 bestehen,
in gleicher Weise wie dasjenige der Kettfäden nicht bzw. kaum dehnfähig sind, so dass
eine Verbreiterung des Gurtes unter Belastung durch den nicht längungsfähigen Schussfaden
geradezu verhindert wird, da die gewundene Struktur des Kettfadens in einem solchen
Gewebe faktisch auch unter Last als unveränderbar anzusehen ist.
[0022] Die Zeichnungen zeigen ein Gurtgewebe auf der Grundlage einer Koeperbindung K2/2.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine solche Bindung beschränkt und kann grundsätzlich
bei allen, dem Fachmann auf dem Gebiet der Webtechnik für eine Verwendung bei derartigen
Gurten bekannten Bindungen eingesetzt werden.
[0023] Man erkennt, dass durch die Benutzung eines erfindungsgemäßen Gurtgewebes die Gebrauchseigenschaften
von Fahrzeugsicherheitsgurten weiter verbessert werden können, da es bei einem Unfall
zu einer belastungsbedingten Verbreiterung des Gurtes und damit zu einer Vergrößerung
dessen Anlagefläche am Körper des Fahrzeuginsassen kommt mit der Folge einer dementsprechenden
Minderung von Verletzungsrisiken.
Bezugszeichenliste:
[0024]
- 1. Kettfaden
- 2. Längsrichtung
- 3. Schussfaden
- 4. Querrichtung
- 5. Anordnung
1. Gurt zur Verwendung als Fahrzeugsicherheitsgurt mit einer aus Kett- (1) und Schussfäden
(3) bestehenden Gewebestruktur, wobei sich die Kettfäden (1) in einer der Belastungsrichtung
des Gurtes entsprechenden Längsrichtung (2) und die Schussfäden (3) in einer Querrichtung
(4) hierzu erstrecken, wobei im lastfreien Zustand die Kettfäden (1) um die Schussfäden
(3) gewunden sind und die Schussfäden (3) sich demgegenüber im wesentlichen geradlinig
erstrecken, und wobei zumindest in einem Längenabschnitt des Gurtes die Schussfäden
(3) im Vergleich zu den Kettfäden (1) längungsfähig ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Längungsfähigkeit der Schussfäden (3) mit der Maßgabe eingestellt ist, dass unter
einer in Längsrichtung (2) aufgebrachten Belastung die Kettfäden (1) ausgehend von
ihrer um die Schussfäden (3) gewundenen Struktur im wesentlichen geradlinig gestreckt
und die Schussfäden (3) ausgehend von ihrer im wesentlichen geradlinigen Struktur
unter seitlicher Verdrängung der Kettfäden (1) um diese gewunden sind, hierbei das
Breitenmaß des Gurtes erhöhend.
2. Gurt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfäden (3) durch elastische Fäden gebildet sind.
3. Gurt nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfäden (3) aus durch Teilverstreckung und/oder Texturierung längungsfähig
konditionierten Garnen gebildet sind.
4. Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfäden (3) durch eingewebte Schlaufen längungsfähig konditioniert sind.
5. Gurt nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfäden (3) materialgleich mit den Kettfäden (1) ausgebildet sind.
1. Belt for use as a vehicle safety belt having a weave structure consisting of warp
threads (1) and weft threads (3), wherein the warp threads (1) extend in a longitudinal
direction (2) corresponding to the loading direction of the belt, and the weft threads
(3) extend in a transverse direction (4) thereto, wherein in the unloaded state the
warp threads (1) are wound around the weft threads (3) and the weft threads (3) extend
substantially in a straight line with respect thereto, and wherein at least in one
length-wise portion of the belt the weft threads (3) are formed so as to be able to
lengthen in comparison to the warp threads (1), characterised in that the lengthening ability of the weft threads (3) is set under the proviso that in
the event that loading is applied in the longitudinal direction (2) the warp threads
(1) are stretched substantially in a straight line starting from their structure wound
around the weft threads (3), and the weft threads (3) starting from their substantially
straight structure are wound around the warp threads (1) when these warp threads are
displaced laterally, thereby increasing the width dimension of the belt.
2. Belt as claimed in claim 1, characterised in that the weft threads (3) are formed by elastic threads.
3. Belt as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the weft threads (3) are formed from yarns which are conditioned by means of partial
stretching and/or texturing so as to be able to lengthen.
4. Belt as claimed in any one of claims 1 to 3, characterised in that the weft threads (3) are conditioned by means of woven-in loops so as to be able
to lengthen.
5. Belt as claimed in claim 3 or 4, characterised in that the weft threads (3) are formed in an identical material to the warp threads (1).
1. Sangle utilisable comme ceinture de sécurité de véhicule, avec une structure tissée
en fils de chaîne (1) et fils de trame (3), où les fils de chaîne (1) s'étendent dans
une direction longitudinale (2) correspondant à la direction de contrainte de la sangle
et les fils de trame (3) dans une direction transversale (4) à celle-ci, et où, en
état d'absence de contrainte, les fils de chaîne (1) sont enroulés autour des fils
de trame (3) et les fils de trame (3) s'étendent sensiblement en ligne droite par
rapport aux premiers, et où, sur au moins une partie de la longueur de la sangle,
les fils de trame (3) sont réalisés de manière à pouvoir s'allonger par rapport aux
fils de chaîne (1), caractérisée en ce que l'élongabilité des fils de trame (3) est définie par la condition qu'en cas de contrainte
s'exerçant en direction longitudinale (2), les fils de chaîne (1) sont étirés sensiblement
en ligne droite à partir de leur structure en enroulement autour des fils de trame
(3), et les fils de trame (3) sont enroulés autour des fils de chaîne (1) en refoulant
ceux-ci latéralement à partir de leur structure sensiblement en ligne droite, ce qui
augmente la largeur de la sangle.
2. Sangle selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fils de trame (3) sont constitués de fils élastiques.
3. Sangle selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que les fils de trame (3) sont constitués de fils conditionnés pour être allongeables
par étirage partiel et/ou par texturation.
4. Sangle selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les fils de trame (3) sont conditionnés pour être allongeables au moyen de boucles
entrelacées.
5. Sangle selon la revendication 3 ou la revendication 4, caractérisée en ce que les fils de trame (3) sont réalisés avec le même matériau que les fils de chaîne
(1).