[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Endbehandlung gewaschener Wäschestücke gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Trockner
für gewaschene Wäschestücke gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
[0002] Wäschestücke aus bestimmten Geweben bzw. Materialien werden nach dem Trocknen nicht
erst gemangelt, sondern sofort gefaltet und gegebenenfalls auch gestapelt.
[0003] Das Trocknen aller Wäschestücke, und zwar auch solcher, die nicht gemangelt werden,
erfolgt üblicherweise in Trommeitrocknern. Die Wäschestücke werden dabei in einer
drehenden luftdurchlässigen Trommel von zum Trocknen dienender Luft, insbesondere
Warmluft bzw. Heißluft, getrocknet. Die die Trommeltrockner chargenweise verlassenden
getrockneten Wäschestücke sind vielfach noch relativ kraus und bleiben es auch nach
dem Falten. Das ist vielfach unerwünscht.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Nachbehandeln gewaschener
Wäschestücke und einen Trockner zur Durchführung eines solchen Verfahrens zu schaffen,
womit die getrockneten Wäschestücke vergleichsweise glatt werden.
[0005] Ein Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe weist die Maßnahmen des Anspruchs 1 auf.
Indem die Wäschestücke im ausgebreiteten Zustand getrocknet werden, erfolgt ein vollflächiges
Trocknen. Die Wäschestücke werden glatter als im Trommeltrockner, wo sie in der drehenden
Trockentrommel zusammengeknüllt getrocknet werden. Selbst wenn die Wäschestücke nach
dem Waschen kraus sind, werden sie im ausgebreiteten und vorzugsweise flachliegenden
Zustand getrocknet, wodurch sie während des Trockenvorgangs anfänglich noch vorhandene
Restfalten mindestens größtenteils verlieren. Die trocknen Wäschestücke sind dadurch
im Wesentlichen faltenfrei, wenn sie gefaltet werden.
[0006] Es ist bevorzugt vorgesehen, die Wäschestücke vor dem Ausbreiten zu vereinzeln. Das
Vereinzeln ist erforderlich, weil die Wäsche in einem Wäschehaufen die Waschmaschine
bzw. eine derselben nachfolgende Entwässerungseinrichtung verlassen und dadurch sozusagen
ineinander verflochten sind. Das Vereinzeln der Wäschestücke erfolgt bevorzugt maschinell,
so dass nur vereinzelte Wäschestücke auszubreiten sind. Dadurch kann das Ausbreiten
der Wäschestücke schneller und effektiver erfolgen, und zwar gegebenenfalls auch manuell.
Vorzugsweise werden die Wäschestücke aber maschinell von einer Ausbreitungs- und/oder
Eingabeeinrichtung ausgebreitet. Gegebenenfalls können die ausgebreiteten Wäschestücke
auch maschinell, insbesondere von der Eingabe- bzw. Ausbreiteinrichtung, auf eine
zum Trocknen dienende Unterlage abgelegt werden.
[0007] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens werden die vereinzelten Wäschestücke
im ausgebreiteten Zustand einzeln vollflächig getrocknet. Dadurch liegen die Wäschestücke
während des Trocknens vereinzelt, nämlich ohne Überlappung, auf einer zum Trocknen
dienenden Unterlage. Das Trocknen kann dadurch gleichmäßiger und effektiver geschehen.
[0008] Die Erfindung sieht es gegebenenfalls vor, die Wäschestücke von einem Luftstrom oder
energiegeladenen Wellen zu trocknen. Beim Luftstrom kann es sich um gerichtete Luftstrahlen
entsprechender Temperaturen handeln. Die Luft kann Raumtemperatur aufweisen, aber
auch über eine höhere Temperatur verfügen. Wenn die Materialien der zu trocknenden
Wäschestücke es zulassen, kann der Luftstrom auch aus Heißluft gebildet sein. Die
alternativ oder zusätzlich zum Trocknen verwendeten energiegeladenen Wellen können
Infrarotstrahlen, beispielsweise solche, die von Schwarzlichtstrahlem stammen, oder
Mikrowellen sein. Vorzugsweise sind die insbesondere mehreren Luftströme und/oder
Wellen auf die ausgebreiteten Wäschestücke gerichtet. Dies kann senkrecht gerichtet
sein, aber auch schräggerichtet unter einem spitzen Winkel zur Ebene der zu trocknenden
Wäschestücke. Auf diese Weise können die Ströme, Wellen und/oder Strahlen die Wäschestücke
durchdringen und dabei eine intensive Trocknung herbeiführen.
[0009] Eine bevorzugte Weiterbildung des Verfahrens sieht es vor, die einzelnen ausgebreiteten
Wäschestücke kontinuierlich durch den Luftstrom bzw. die Luftstrahlen und/oder energiegeladene
Wellen hindurchzubewegen. Auf diese Weise entsteht eine Trockenstrecke. Entlang dieser
Trockenstrecke werden die ausgebreiteten Wäschestücke nach dem Durchlaufverfahren
vollflächig getrocknet. Entlang der Trockenstrecke kann das Trocknen mit verschiedenen
Strahlen oder Wellen erfolgen und es können auch die Parameter der Luftstrahlen und/oder
Wellen entlang der Trockenstrecke verändert werden. Beispielsweise kann sich die Temperatur
der die Luftstrahlen bildenden Luft längs der Trockenstrecke ändern. Gleiches gilt
für die Anzahl und das Raster der Luftstrahlen bzw. Wellen.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens werden die Wäschestücke auf
einem luftdurchlässigen Förderer liegend durch die Luftstrahlen bzw. Wellen hindurchtransportiert.
Dadurch können die Luftstrahlen und/oder Wellen nicht nur die zu trocknenden Wäschestücke
durchdringen, sondern auch die Auflagefläche der Wäschestücke auf dem Förderer. So
kann die beim Hindurchströmen durch die Wäschestücke mit Feuchtigkeit angereicherte
Luft auf einer anderen Seite des Wäschestücke abgeführt, insbesondere abgesaugt, werden.
Die die Wäschestücke durchströmende Luft kann abgekühlt werden, aber auch insbesondere
dann, wenn die Wäsche schon verhältnismäßig trocken ist, wiederverwendet werden, vorzugsweise
am Anfang der Trockenstrecke, wo die Wäschestücke noch relativ feucht sind. Denkbar
ist es auch, gebrauchte Luft nur zum Teil wiederzuverwenden, nämlich zur Anreicherung
von kalter oder warmer Frischluft zu verwenden. Schließlich ist es auch denkbar, die
die zu trocknenden Wäschestücke durchströmende Luft im Gegenstrom, also mit umgekehrter
Strömungsrichtung, wieder durch die Wäschestücke zurückzuleiten. Dabei kann die als
Umluft verwendete gebrauchte Luft gegebenenfalls mit Frischluft, und zwar erwärmter
Frischluft oder auch Frischluft mit Raumtemperatur, angereichert werden.
[0011] Ein Trockner zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs
10 auf. Dieser Trockner weist einen Förderer auf, womit die zu trocknenden Wäschestücke
kontinuierlich an der zum Trocknen dienenden Luft und/oder an zum Trocknen dienenden
energiereichen Strahlen vorbeibewegbar sind. Der Trockner ermöglicht es, die Wäsche
im Durchlaufprinzip kontinuierlich und vorzugsweise auch vollflächig zu trocknen.
Vorzugsweise liegt die Wäsche im ausgebreiteten Zustand auf dem Förderer, wodurch
die Wäsche vollflächig mit der zum Trocknen dienenden Luft oder energiebehafteten
Wellen beaufschlagbar ist.
[0012] Eine bevorzugte Ausgestaltung des Trockners sieht es vor, den Förderer als einen
Stetigförderer mit einem endlosen Förderstrang auszubilden. Beim umlaufenden Stetigförderer
dient bevorzugt ein Trum, in der Regel ein Obertrum, zum Hindurchbewegen der zu trocknenden
Wäsche durch einen Trockenbereich des Trockners. Dabei liegt die Wäsche im ausgebreiteten
Zustand auf dem zum Trocknen dienenden Trum, insbesondere Obertrum, des Förderstrangs.
Im Bereich des Obertrums kann die ausgebreitet liegende Wäsche am effektivsten von
oben aus getrocknet werden durch Luftstrahlen oder Infrarot-oder Mikrowellen, die
senkrecht oder leicht schräg auf die gesamte Oberseite der ausgebreitet auf dem Obertrum
liegenden Wäschestücke gerichtet werden können.
[0013] Vorzugsweise ist der Förderstrang des Förderers luftdurchlässig ausgebildet. Dadurch
können die zum Trocknen dienenden Luftstrahlen oder Wellen sowohl durch die ausgebreitet
auf dem Förderstrang liegenden Wäschestücke als auch durch den Förderstrang, nämlich
das Obertrum, hindurchströmen. Bevorzugt ist es weiterhin vorgesehen, die zum Trocknen
benötigte Luft, die durch die zu trocknenden Wäschestücke und das Obertrum des Förderers
hindurchströmt, unterhalb des Obertrums abzusaugen und entweder ins Freie abzuleiten
oder ganz oder teilweise an anderer Stelle zum Trocknen wiederzuverwenden.
[0014] Der erfindungsgemäße Trockner kann oberhalb des die Wäschestücke aufnehmenden Obertrums
des Förderstrangs Blasdüsen und/oder Infrarotstrahler, insbesondere Schwarzlichtstrahler,
bzw. Mikrowelleneinrichtungen aufweisen. Die Blasdüsen erzeugen gerichtete Luftstrahlen,
die senkrecht oder leicht schräg auf vorzugsweise vollflächig und/oder in einem gleichmäßigen
Raster auf die zu trocknenden Wäschestücke auftreffen bzw. energiebehaftete Wellen,
die senkrecht oder schräggerichtet auf die Oberseite der ausgebreitet auf dem Förderstrangs
liegenden Wäschestücke gerichtet sind. Diese Art der Beaufschlagung der Wäschestücke
führt zu einer raschen, gleichmäßigen und effektiven Trocknung der Wäschestücke, insbesondere
aufgrund der ausgebreiteten Anordnung der Wäschestücke auf dem Förderstrang.
[0015] Der erfindungsgemäße Trockner ist bevorzugt im Trockenbereich mit einem Gehäuse versehen,
das mindestens das die Wäschestücke zum Trocknen aufnehmende Obertrum des Förderstrangs
von oben abdeckt oder insbesondere ganz bzw. zumindest größtenteils umgibt. Dadurch
wird die zum Trocknen eingesetzte Energie, nämlich bewegte Luft, insbesondere bewegte
Warm- oder Heißluft und/oder energiebehaftete Wellen, im Trockenbereich abgekapselt,
wodurch die Energie nahezu vollständig zum Trocknen der Wäschestücke dienen kann und
zwangsweise durch die zu trocknenden Wäschestücke und das Obertrum des Förderstrangs
hindurchtreten bzw. hindurchströmen kann bzw. muss.
[0016] Weiterhin sieht es die Erfindung vor, den Förderer, insbesondere sein die Wäschestücke
aufnehmendes Obertrum, mit einer solchen Länge zu versehen, das pro Zeiteinheit eine
solche Anzahl Wäschestücke getrocknet werden kann, die in der gleichen Zeiteinheit
von einer nachfolgenden Falteinrichtung faltbar ist. Dadurch ist der Trockner quasi
an die Arbeitsleistung der nachfolgenden Falteinrichtung angepasst bzw. mit der Falteinrichtung
synchronisiert. Weil das Trocknen des jeweiligen Wäschestücks wesentlich länger dauert
als das Falten, ist der Trockenbereich des Trockners entsprechend lang bemessen. Dadurch
können so viele Wäschestücke gleichzeitig getrocknet werden, dass bei jedem Falttakt
der Falteinrichtung ein getrocknetes Wäschestück am Ende der Trockenstrecke den Förderer
verlässt. Gegebenenfalls ist es auch denkbar, einer Falteinrichtung mehrere, vorzugsweise
parallel nebeneinander betriebene Trockner zuzuordnen, so dass Wäschestücke von unterschiedlichen
Trocknern abwechselnd der gemeinsamen Falteinrichtung zuführbar sind.
[0017] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0018] Die einzige Figur der Zeichnung stellt schematisch einen Trockner mit einer nachfolgenden
Falt- und Stapeleinrichtung dar.
[0019] Die Erfindung weist einen Trockner 10 auf, der als Durchlauftrockner ausgebildet
ist. Der Trockner 10 dient bevorzugt zum Trocknen von Haushaltswäsche wie Handtücher,
Badetücher und dergleichen, die aus Frottee bestehen. Der Trockner kann aber auch
zum Trocknen anderer Wäschestücke 11 dienen, insbesondere Haushaltswäsche wie Handtücher
oder Badetücher aus anderen Materialien.
[0020] Der in der Figur gezeigte Trockner 10 verfügt über einen Förderer 12 mit einem endlosen
Förderstrang 13. Um Umlenktrommeln 14, von denen mindestens eine antreibbar ist, werden
ein Obertrum 15 und ein Untertrum 16 des Förderstrangs 13 endlos geführt. Auf dem
Obertrum 15 werden die zu trocknenden Wäschestücke 11 im ausgebreiteten Zustand und
ohne Überlappung, vorzugsweise mit geringem Abstand, der kleiner sein kann als in
der Figur dargestellt, in Durchlaufrichtung 17 durch den Trockner 10 transportiert.
Der Förderstrang 13 ist luftdurchlässig ausgebildet. Dazu ist der Förderstrang 13
siebartig, netzartig oder gitterartig ausgebildet. Bevorzugt besteht der Förderstrang
13 aus einem Siebgewebe oder einem nahtlosen Polyesterdrahtgewebe. Der Förderstrang
13 weist eine Breite auf, die mindestens der Breite des größten Wäschestücks 11 entspricht,
so dass die zu trocknenden Wäschestücke 11 im ausgebreiteten Zustand auf den Förderstrang
13, nämlich dem Obertrum 15 desselben, Platz finden. Es ist aber auch denkbar, den
Förderstrang 13 größer auszubilden, so dass zwei oder mehrere Reihen nebeneinanderliegender,
ausgebreiteter Wäschestücke 11 auf den Förderstrang 13, insbesondere dem Obertrum
15 desselben, Aufnahme finden können.
[0021] Das Obertrum 15 des Förderstrangs 13 ist in einem Trockenbereich 18 von einem Gehäuse
19 umgeben. Das Gehäuse 19 ist einer gradlinigen, im gezeigten Ausführungsbeispiel
horizontalen Trockenstrecke 18 des Obertrums 15 des Förderstrangs 13 zugeordnet. Das
hier gezeigte Gehäuse 19 umschließt die Oberseite und die Unterseite des Obertrums
15 im Bereich der Trockenstrecke 18. Das Gehäuse 19 befindet sich dadurch sowohl über
dem Obertrum 15 als auch unter demselben, und zwar in einem Bereich, in dem das Untertrum
16 vom Obertrum 15 ausreichend weit beabstandet ist. Durch einen Spalt an einer vorderen
Einlaufseite 20 und einer hinteren Auslaufseite 21 laufen das Obertrum 15 mit den
darauf ausgebreitet liegenden Wäschestücken 11 in das Gehäuse 19 ein bzw. aus demselben
heraus. Dieser Spalt an der Einlaufseite 20 und an der Auslaufseite 21 kann gegebenenfalls
durch einen Luftschleier oder dergleichen gegen den Austritt und den Eintritt von
Fremdluft zumindest teilweise abgedichtet sein.
[0022] Dem sich oberhalb des Obertrums 15 entlang der Trockenstrecke 18 befindlichen Teil
des Gehäuses 19 sind eine Vielzahl von Luftaustrittsdüsen 22 zugeordnet. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel sind die Luftaustrittsdüsen 22 als quer zur Durchlaufrichtung
17 verlaufende Schlitzdüsen ausgebildet, die sich über die gesamte Breite des Obertrums
15 erstrecken. Eine Vielzahl solcher als Schlitzdüsen ausgebildeter Luftaustrittsöffnungen
22 folgen in Durchlaufrichtung 17 mit vorzugsweise gleichmäßigen Abständen aufeinander.
Gebildet sind die schlitzartigen Austrittsdüsen 22 im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch im Querschnitt trapezförmig abgewinkelte Leitbleche 23. Zwischen den zum Obertrum
15 weisenden freien Enden leicht schräg verlaufender Schenkel 24 benachbarter Leitbleche
23 ist jeweils eine Luftaustrittsdüse 22 gebildet. Durch den schrägen Verlauf der
Schenkel 24 verjüngt sich der Querschnitt jeder schlitzartigen Luftaustrittsdüse 22
zur Luftaustrittsöffnung 25 an den freien unteren Enden der Schenkel 24 benachbarter
Leitbleche 23. Die Luftaustrittsdüsen 22 bzw. Luftaustrittsöffnungen 25 sind alle
gleichgerichtet, und zwar so, dass die aus diesen austretenden Luftstrahlen etwa senkrecht
auf das Obertrum 15 bzw. die darauf ausgestreckt liegenden Wäschestücke 11 auftreffen.
[0023] Es ist auch denkbar, die Luftaustrittsdüsen als Punktstrahldüsen auszubilden, so
dass in einem vorzugsweise gleichmäßigen Raster mehrere solcher Luftaustrittsdüsen
in Durchlaufrichtung 17 aufeinanderfolgen und nebeneinanderliegen. Die Luftaustrittsdüsen
22 können auch teilweise oder vollständig schräggerichtet unter einem stumpfen Winkel
auf das Obertrum 15 bzw. die Oberseite der darauf liegenden Wäschestücke 11 gerichtet
sein.
[0024] Die durch die Luftaustrittsdüsen 22 von oben auf die Wäschestücke 11 gerichteten
Luftstrahlen durchströmen die Wäschestücke 11 und auch das Obertrum 15. Bevorzugt
wird dabei jedes Wäschestück 11 längs der Trockenstrecke 18 im Wesentlichen vollflächig
von Luft durchströmt, und zwar insbesondere etwa quergerichtet. Die Luft gelangt in
das sich unter dem Obertrum 15 befindliche Unterteil des Gehäuses 19. In diesem wird
die Luft abgesaugt. Dazu ist vorzugsweise im unter dem Obertrum 15 sich befindenden
Teil des Gehäuses 19 ein Unterdruck aufbaubar. Alternativ oder zusätzlich kann im
über dem Obertrum 15 sich befindenden Oberteil des Gehäuses 19 ein Überdruck aufgebaut
werden.
[0025] Als Luft zum Trocknen der Wäschestücke 11 kann sowohl Luft mit Raumtemperatur bzw.
Umgebungstemperatur als auch Warmluft oder Heißluft Verwendung finden. Es ist auch
denkbar, im Verlauf der Trockenstrecke 18 die Temperatur der Luft zu ändern, um sie
beispielsweise an den fortschreitenden Trocknungsgrad der Wäschestücke 11 längs der
Trocknungsstrecke 18 anzupassen. Wenn im Folgenden von Luft die Rede ist, sind damit
Heißluft, Warmluft und Luft mit Umgebungstemperatur gemeint.
[0026] Die Luft wird vorzugsweise unter Druck durch die Luftaustrittsdüsen 22 geleitet,
so dass aus den Luftaustrittsöffnungen 25 der Luftaustrittsdüsen 22 gerichtete Druckluftstrahlen
ausströmen. Dadurch kann im sich über dem Obertrum 15 befindlichen Oberteil des Gehäuses
19 ein Überdruck entstehen, der dazu führt, dass die Druckluft durch die Wäschestücke
11 und das Obertrum 15 hindurch in das Unterteil des Gehäuses 19 unter dem Obertrum
15 strömt.
[0027] In der Figur ist eine kombinierte Falt- und Stapeleinrichtung 26 gezeigt, in der
die getrockneten Wäschestücke 11 nacheinander gefaltet und anschließend in Stapeln
abgestapelt werden. In der Falt- und Stapeleinrichtung 26 kann auch eine Sortierung
der Wäschestücke 11 ihrer Größe nach erfolgen, indem die Wäschestücke 11 vorher vermessen
werden. Die Sortierung erfolgt derart, dass die Wäschestücke 11 in Abhängigkeit von
ihrer Größe gefaltet und nach dem Falten in unterschiedlichen Stapeln mit Wäschestücken
11 gleicher Größe abgestapelt werden.
[0028] Vor dem Trockner 10 kann sich eine Vereinzelungseinrichtung befinden. Die Vereinzelungseinrichtung
vereinzelt automatisch die Wäschestücke 11 der aus einer Waschmaschine und einer nachgeordneten
Entwässerungseinrichtung kommenden Wäschecharge, in der die Wäschestücke 11 in einem
Wäschehaufen zusammenhängen. Die vereinzelten Wäschestücke 11 werden dann entweder
von einer Bedienungsperson ausgebreitet und im ausgebreiteten Zustand in einem Beladebereich
27 auf einen sich vor dem Gehäuse 19 befindenden, freien Anfangsbereich des Obertrums
15 abgelegt. Es ist aber auch denkbar, zwischen dem Trockner 10 und der Vereinzelungseinrichtung
eine Ausbreiteinrichtung vorzusehen. Hierbei kann es sich um eine vor dem Beladebereich
27 des Trockners 10 angeordnete Eingabemaschine handeln, die in Wäschereien auch verwendet
wird, um Wäschestücke im ausgestreckten Zustand einer Mangel zuzuführen. Die Ausbreiteinrichtung
weist manuell oder automatisch beschickbare Spreizklammern auf, die eine Kante des
Wäschestücks 11 ausstrecken und das ausgestreckte Wäschestücke 11 mit der zwischen
den Spreizklammem gehaltenen Vorderkante automatisch im Beladebereich 27 auf das Obertrum
15 des Förderers 12 ablegen. Die Eingabeeinrichtung kann aber auch eine manuell oder
automatisch beschickbare Aufziehklammer aufweisen, die das Wäschestück quer über einen
schmalen Aufziehförderer aufzieht und dabei ausstreckt. Vom Aufziehförderer wird dann
das Wäschestück mit einer ausgebreiteten Vorderkante voran im Beladebereich 27 auf
das Obertrum 15 des Förderers 12 vor der Trockenstrecke 18 aufgelegt.
[0029] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Bezugnahme auf die Figur näher
erläutert:
[0030] Nach dem Waschen und Entwässern werden die Wäschestücke 11 im Trockner 10 getrocknet
und anschließend in der Falt- und Stapeleinrichtung 26 gefaltet und vorzugsweise größenabhängig
gestapelt.
[0031] Die Wäschestücke 11 werden postenweise gewaschen und entwässert. Nach dem Entwässern
befinden sich die Wäschestücke 11 zusammengeschlungen in einem Wäschehaufen. Die Wäschestücke
11 werden entweder manuell oder bevorzugt durch eine Vereinzelungseinrichtung maschinell
vereinzelt und entweder manuell oder von einer Ausbreiteinrichtung ausgebreitet und
im ausgebreiteten Zustand im Beladebereich 27 auf dem Obertrum 15 vor dem die Trockenstrecke
18 umgebenden Gehäuse 19 abgelegt. Je nach Größe des Trockners 10 und der Wäschestücke
11 werden diese einbahnig einzeln, also ohne Überlappung, vorzugsweise mit geringem
Abstand aufeinanderfolgend in Durchlaufrichtung 17 durch den Trockner 10 transportiert.
Die Wäschestücke 11 liegen dann mit geringem Abstand hintereinander auf dem Obertrum
15 des Trockners 10. Es ist aber auch denkbar, die Wäschestücke 11 mehrbahnig, also
sowohl hintereinander- als auch nebeneinanderliegend zu trocknen.
[0032] Die Wäschestücke 11 werden im ausgebreiteten Zustand während ihres kontinuierlichen
Weitertransports durch den Trockner 10 getrocknet. Es handelt sich dabei um eine Durchlauftrocknung.
Vom Förderer 12 werden die auf seinem Obertrum 15 ausgebreitet liegenden Wäschestücke
11 in Durchlaufrichtung 17 kontinuierlich durch das Gehäuse 19 hindurchtransportiert.
Dabei werden die Wäschestücke 11 von oben mit punkt- oder linienförmigen Luftstrahlen,
insbesondere Druckluftstrahlen, im Wesentlichen vollflächig oder in einem gleichmäßigen
Raster beaufschlagt. Die Druckluftstrahlen treffen bevorzugt unter 90° auf die Oberfläche
der Wäschestücke 11 auf. Sie können aber auch unter einem stumpfen Winkel schräg auf
die Oberfläche der Wäschestücke 11 auftreffen.
[0033] Die gerichteten Luftstrahlen strömen nach dem Auftreten auf die Oberfläche der flachliegend
auf dem Obertrum 15 liegenden Wäschestücke 11 durch die Wäschestücke 11 und das Obertrum
15 hindurch unter Mitnahme von Feuchtigkeit aus der zu trocknenden Wäsche 11. Die
sich unterhalb des Obertrums 15 ansammelnde feuchte Luft wird im Bereich des unter
dem Obertrum 15 liegenden Unterteils des Gehäuses 19 abgesaugt. Diese Absaugung kann
gegebenenfalls entfallen, wenn der Druck der Luft im Oberteil des Gehäuses 19 über
den Wäschestücken 11 und dem Obertrum 15 so hoch ist, dass die Luft nach dem Durchströmen
der Wäschestücke 11 und des Obertrums 15 selbsttätig aus dem Unterteil des Gehäuses
19 ausströmen kann. Bei der Luft kann es sich - wie eingangs erwähnt - um Luft mit
Raumtemperatur handeln, aber auch erwärmte oder auch aufgeheizte Luft, wobei die Temperatur
der Luft vor allem auch vom Material der zu trocknenden Wäschestücke 11 abhängt. Die
Luft wird mit Überdruck in das Oberteil des Gehäuses 19 über den zu trocknenden Wäschestücken
11 eingeleitet. Von den Luftaustrittsdüsen 22 wird die Luft verdichtet und dadurch
beschleunigt, so dass sie mit gerichteten Druckluftstrahlen an den Luftaustrittsöffnungen
25 aus den Luftaustrittsdüsen 22 austritt und mit großer Strömungsgeschwindigkeit
und einem dementsprechenden Druck auf die Oberseite der zu trocknenden Wäschestücke
11 trifft.
[0034] Sofern die Luft erwärmt oder erhitzt wird, kann das bevorzugt im oberen Teil des
Gehäuses 19 stattfinden, und zwar über den Leitblechen 23 zur Bildung der Luftaustrittsdüsen
22. Das Aufheizen oder Erwärmen der Luft bzw. Druckluft kann durch Mikrowellen, Infrarotstrahlung
oder auch Schwarzlichtstrahler erfolgen.
[0035] Die Fördergeschwindigkeit der Wäschestücke 11 durch den Trockner 10 kann gesteuert
bzw. geregelt werden durch vorzugsweise berührungslose Temperatur- und/oder Feuchtesensoren,
die an bestimmten Stellen, vorzugsweise an mehreren Stellen, längs der Trockenstrecke
18 den Trocknungsgrad der Wäschestücke 11 ermittelt. Im Übrigen ist die Länge und
Breite der Trockenstrecke 18 so bemessen, dass ausreichend viele Wäschestücke 11 im
ausgebreiteten Zustand gleichzeitig getrocknet werden können, damit der Zeittakt,
in dem jeweils ein getrocknetes Wäschestück 11 den Trockner 10 verlässt, dem Zeittakt
der Falt- und Stapeleinrichtung 26 entspricht. Die Trockenleistung des Trockners 10
entspricht somit der Leistung der Falt- und Stapeleinrichtung 26. Erforderlichenfalls
werden mehrere Trockner vorzugsweise parallel nebeneinander einer Falt- und Stapeleinrichtung
26 zugeordnet, damit dieser eine ihrer Leistungsfähigkeit entsprechende Anzahl getrockneter
Wäschestücke 11 zur Verfügung steht.
[0036] Infolge der gleichmäßigen, vorzugsweise vollflächigen Trocknung der Wäschestücke
11 im ausgebreiteten Zustand verlassen den Trockner 11 relativ glatte, trockene Wäschestücke
11.
Bezugszeichenliste:
[0037]
- 10
- Trockner
- 11
- Wäschestück
- 12
- Förderer
- 13
- Förderstrang
- 14
- Umlenktrommel
- 15
- Obertrum
- 16
- Untertrum
- 17
- Durchlaufrichtung
- 18
- Trockenstrecke
- 19
- Gehäuse
- 20
- Einlaufseite
- 21
- Auslaufseite
- 22
- Luftaustrittsdüse
- 23
- Leitblech
- 24
- Schenkel
- 25
- Luftaustrittsöffnung
- 26
- Falt- und Stapeleinrichtung
- 27
- Beladebereich
1. Verfahren zur Endbehandlung gewaschener Wäschestücke (11), die nach dem Waschen und
dem Entwässern getrocknet, gefaltet sowie gegebenenfalls abgestapelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (11) im ausgebreiteten Zustand getrocknet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (11) vor dem Ausbreiten vereinzelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vereinzelten Wäschestücke (11) im ausgebreiteten Zustand vollfächig getrocknet
werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (11) von Luftströmen, insbesondere Druckluftströmen, und/oder energiegeladenen
Wellen getrocknet werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftströme, insbesondere Druckluftströme, und/oder Wellen auf die ausgebreiteten
Wäschestücke (11) gerichtet sind.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen, ausgebreiteten Wäschestücke (11) kontinuierlich durch den Luftstrom
bewegt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (11) auf einem luftdurchlässigen Förderer (12) liegend durch den
Luftstrom transportiert werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wäschestücke (11) vom Luftstrom durchströmt und vorzugsweise die durch die Wäschestücke
(11) hindurchgeströmte Luft auf der Rückseite der Wäschestücke (11) abgesaugt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom von Raum- bzw. Außentemperatur aufweisender Luft, Warmluft und/oder
Heißluft gebildet wird.
10. Trockner für gewaschene Wäschestücke (11) mit einem Mittel zum Bewegen der Wäschestücke
(11) beim Trocknen und Mitteln zum Zuführen von zum Trocknen dienender Luft zu den
Wäschestücken (11), dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Bewegen der Wäschestücke (11) beim Trocknen als ein Förderer (12)
ausgebildet ist, womit die zu trocknenden Wäschestücke (11) kontinuierlich an der
zum Trocknen dienenden Luft und/oder zum Trocknen dienenden energiegeladenen Wellen
vorbeibewegbar sind.
11. Trockner nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer (12) als ein Stetigförderer mit einem umlaufenden Förderstrang (13)
ausgebildet ist, wobei insbesondere ein Trum, vorzugsweise ein Obertrum (15), des
Förderstrangs (13) zum Hindurchbewegen der zu trocknenden Wäschestücke (11) durch
einen Trockenbereich, in dem die Wäschestücke mit zum Trocknen dienender Luft beaufschlagbar
sind, ausgebildet ist.
12. Trockner nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderstrang (13) luftdurchlässig ist und die die Wäschestücke (11) durchströmte
Luft von einer Absaugung unterhalb des die ausgebreiteten Wäschestücke (11) aufnehmenden
Obertrums (15) des Förderstrangs (13) absaugbar ist.
13. Trockner nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des die Wäschestücke (11) aufnehmenden Obertrums (15) des Förderstrangs
(13) Luftaustrittsdüsen (22) zur gerichteten Beaufschlagung der zu trocknenden Wäschestücke
(11) mit Luft, insbesondere Druckluftstrahlen, angeordnet sind und gegebenenfalls
oberhalb der Luftaustrittsdüsen (22) Energiequellen zum Erwärmen der durch die Luftaustrittsdüsen
(22) strömenden Luft vorgesehen sind.
14. Trockner nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Trockenstrecke (18) mindestens das die Wäschestücke (11) aufnehmende
Obertrum (15) des Förderers (12) von einem Gehäuse (19) umgeben ist.
15. Trockner nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer (12), insbesondere ein die Wäschestücke (11) aufnehmendes Obertrum (15),
eine solche Länge aufweist, dass pro Zeiteinheit eine solche Anzahl von Wäschestücken
(11) getrocknet werden kann, die in der gleichen Zeiteinheit von einer nachfolgenden
Falt- und/oder Stapeleinrichtung (26) faltbar und/oder stapelbar ist.