[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rahmenbaugruppe für ein Fenster oder eine
Tür, die ein Blendrahmen-Profil mit mindestens einer Nut zur Aufnahme von Beschlagselementen,
ein Flügelrahmen-Profil, und mindestens ein in die Nut eingesetztes Beschlagelement
mit einem Beschlagkörper, der mit seiner dem Blendrahmen-Profil zugewandten Seite
auf dem Blendrahmen aufliegt, und mindestens einem an der dem Blendrahmen-Profil zugewandten
Seite des Beschlagkörpers angeformten Befestigungselement, umfasst. Darüber hinaus
betrifft die vorliegende Erfindung ein Beschlagelement zum Einsetzen in eine Nut eines
Blendrahmen-Profils einer Rahmenbaugruppe für ein Fenster oder eine Tür, das einen
Beschlagkörper, der mit seiner dem Blendrahmen-Profil zugewandten Seite auf dem Blendrahmen-Profil
aufliegt und ein an der dem Blendrahmen-Profil zugewandten Seite des Beschlagkörpers
angeformtes Befestigungselement, umfasst.
[0002] Derartige Rahmenbaugruppen und Beschlagselemente sind im Stand der Technik bekannt.
Eine Rahmenbaugruppe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist beispielsweise aus
der Figur 2 der
EP 1 241 307 B1 bekannt. Zur Festlegung des als Schließblech ausgebildeten Beschlagelements ist dieses
mit dem Blendrahmen-Profil verschraubt. Dabei steht das Befestigungselement des Beschlagelements
lediglich am Grund der Nut des Blendrahmens auf, sodass das Schließblech vor dem Verschrauben
nur lose auf dem Blendrahmen-Profil aufliegt. Dadurch ist das positionsgenaue Erzeugen
des zur Festlegung des Schließblech erforderlichen Bohrlochs im Blendrahmen-Profil
mit Schwierigkeiten verbunden, was die Montage einer derartigen Rahmenbaugruppe erschwert.
Darüber hinaus bietet eine derartige Rahmenbaugruppe gegenüber einem Aufbrechen nur
einen geringen Schutz.
[0003] Somit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, die Nachteile des Stands
der Technik zu überwinden und eine Rahmenbaugruppe für eine Tür und/oder ein Fenster
zur Verfügung zu stellen, die einfach montiert werden kann und einen erhöhten Einbruchsschutz
bietet. Darüber hinaus liegt die vorliegende Erfindung in der Bereitstellung eines
Beschlagelements für eine derartige Rahmenbaugruppe.
[0004] Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch eine Rahmenbaugruppe für eine Tür und/oder
ein Fenster gemäß Anspruch 1 bzw. durch ein Beschlagelement für eine Rahmenbaugruppe
gemäß Anspruch 6 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Rahmenbaugruppe
bzw. des erfindungsgemäßen Beschlagelements sind in den jeweils davon abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
[0005] Es wurde gemäß der vorliegenden Erfindung erkannt, dass durch das Anformen eines
Rastelements an das Befestigungselement des Beschlagelements ein Verrasten des Beschlagselements
mit der Rastaufnahme der Nut des Blendrahmen-Profils eine Vorfixierung des Beschlagelements
erzielt wird, durch die das positionsgenaue Erzeugen des zur Festlegung des Beschlagelements
erforderlichen Bohrlochs im Blendrahmen-Profil ohne Bohrschablone ermöglicht bzw.
erheblich vereinfacht wird. Dadurch wird die Montage der Rahmenbaugruppe vereinfacht
und kann wirtschaftlicher und mit geringerem Zeitaufwand durchgeführt werden. Darüber
hinaus wird durch das Hintergreifen der Rastaufnahme der Nut des Blendrahmen-Profils
durch das Rastelement des Beschlagelements ein Hintergreifen der Nut im Bereich des
Schließblech und damit ein Aufbrechen des Fensters bzw. der Tür erheblich erschwert.
[0006] Dementsprechend stellt die vorliegende Erfindung eine Rahmenbaugruppe für ein Fenster
oder eine Tür zur Verfügung, die ein Blendrahmen-Profil mit mindestens einer Nut zur
Aufnahme von Beschlagselementen, ein Flügelrahmen-Profil, und mindestens ein in die
Nut eingesetztes Beschlagelement mit einem Beschlagkörper, der mit seiner dem Blendrahmen-Profil
zugewandten Seite auf dem Blendrahmen aufliegt, und mindestens einem an der dem Blendrahmen-Profil
zugewandten Seite des Beschlagkörpers (also an die Auflageseite des Beschlagkörpers)
angeformten Befestigungselement, umfasst, wobei an das Befestigungselement ein Rastelelement
angeformt ist, durch das das Beschlagelement mit einer Rastaufnahme in der Nut des
Blendrahmen-Profils verrastet ist. Darüber hinaus stellt die vorliegende Erfindung
ein Beschlagelement zum Einsetzen in eine Nut eines Blendrahmen-Profils einer Rahmenbaugruppe
für ein Fenster oder eine Tür zur Verfügung, wobei das Beschlagelement einen Beschlagkörper,
der mit seiner dem Blendrahmen-Profil zugewandten Seite (also mit der Auflageseite
des Beschlagkörpers) auf dem Blendrahmen-Profil aufliegt, und ein an der dem Blendrahmen-Profil
zugewandten Seite des Beschlagkörpers angeformtes Befestigungselement umfasst, wobei
an das Befestigungselement ein Rastelelement angeformt ist, durch das das Beschlagelement
mit einer Rastaufnahme in der Nut des Blendrahmen-Profils verrastbar ist.
[0007] Dabei kann es sich als günstig erweisen, wenn sich das Rastelelement über die gesamte
Länge des Befestigungselements erstreckt. Auf diese Weise wird die Sicherheit der
erfindungsgemäßen Rahmenbaugruppe gegenüber einem Aufbrechen weiter erhöht.
[0008] Darüber hinaus kann es nützlich sein, wenn das Beschlagelement mindestens ein an
der dem Blendrahmen-Profil zugewandten Seite des Beschlagkörpers angeformtes Abstützelement
umfasst, durch das das Beschlagelement an der der Rastaufnahme gegenüberliegenden
Wand der Nut abgestützt ist. Das Abstützelement verläuft vorzugsweise parallel zum
Befestigungselement an der Auflageseite des Beschlagkörpers. Ein derartiges Abstützelement
trägt positiv zur Stabilität des auf dem Blendrahmen-Profil aufliegenden Beschlagelements
vor dessen Verschraubung mit dem Blendrahmen-Profil bei, wobei auch die Aufbrechsicherheit
weiter gesteigert wird.
[0009] Es kann ferner günstig sein, wenn das Beschlagelement genau ein Befestigungselement
und/oder genau ein Abstützelement umfasst. Dabei kann es von Vorteil sein, wenn sich
das Befestigungselement und/oder das Abstützelement über mindestens 70 %, vorzugsweise
mindestens 85% und besonders bevorzugt über mindestens 90 % der Länge des Beschlagkörpers
erstrecken. In einigen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können sich das
Befestigungselement und/oder das Abstützelement auch über mindestens 95 %, der Länge
des Beschlagkörpers erstrecken. Eine derartige Länge des Befestigungselements und/oder
des Abstützelements relativ zum Beschlagkörper bieten ein erheblich höheres Maß an
Stabilität und Sicherheit gegenüber einem Aufbrechen.
[0010] In Bezug auf das erfindungsgemäße Beschlagelement für eine Rahmenbaugruppe kann es
sich als günstig erweisen, wenn sich das Rastelelement über die gesamte Länge des
Befestigungselements erstreckt.
[0011] Darüber hinaus kann es hilfreich sein, wenn das Beschlagelement mindestens ein an
der dem Blendrahmen-Profil zugewandten Seite des Beschlagkörpers angeformtes Abstützelement
umfasst, durch das das Beschlagelement an der der Rastaufnahme gegenüberliegenden
Wand der Nut abstützbar ist. Das Abstützelement verläuft vorzugsweise parallel zum
Befestigungselement an der Auflageseite des Beschlagkörpers.
[0012] Ferner kann es von Nutzen sein, wenn das Beschlagelement genau ein Befestigungselement
und/oder genau ein Abstützelement umfasst. Dabei kann es von Vorteil sein, wenn sich
das Befestigungselement und/oder das Abstützelement über mindestens 70 %, vorzugsweise
mindestens 85% und besonders bevorzugt über mindestens 90 % der Länge des Beschlagkörpers
erstrecken. In einigen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können sich das
Befestigungselement und/oder das Abstützelement auch über mindestens 95 %, der Länge
des Beschlagkörpers erstrecken.
[0013] Alternativ dazu kann das Beschlagselement auch mehrere Befestigungselemente und/oder
mehrere Abstützelemente umfassen, die an der Auflageseite des Beschlagkörpers angeformt
sind. Dabei sind an die Befestigungselemente wiederum Rastelemente angeformt, die
sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Befestigungselements erstrecken, an das
das jeweilige Rastelement angeformt ist.
[0014] Die Vorteile der jeweiligen Maßnahmen wurden bereits in Bezug auf die erfindungsgemäße
Rahmenbaugruppe erläutert und gelten für das erfindungsgemäße Beschlagelement entsprechend.
[0015] Im Folgenden soll die vorliegende Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten,
nicht einschränkenden Ausführungsformen näher beschrieben werden.
[0016] In den Figuren zeigt
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht einer partiell dargestellten erfindungsgemäßen Rahmenbaugruppe
für ein Fenster aus Flügelrahmen- und Blendrahmen-Profilen, wobei in den Flügelrahmen
ein Flächentragelement in Form einer Isolierverglasung eingesetzt ist;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht auf die Auflageseite des in der Rahmenbaugruppe gemäß
Figur 1 verwendeten Beschlagelements;
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht des in der Rahmenbaugruppe gemäß Figur 1 verwendeten Beschlagelements;
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beschlagelements;
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beschlagelements;
und
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch eine weitere partiell dargestellte erfindungsgemäße Rahmenbaugruppe,
in die ein Flächentragelement in Form einer Isolierverglasung eingesetzt ist.
[0017] Eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rahmenbaugruppe 1 ist in Fig. 1 in einer
Querschnittsdarstellung gezeigt. Die Rahmenbaugruppe 1 umfasst ein in das umgebende
Mauerwerk bzw. in die umgebende Baukonstruktion zu verankerndes Blendrahmen-Profil
2 und ein über eine Anschlagdichtung an dem Blendrahmen-Profil 2 anschlagendes Flügelrahmen-Profil
3. Die Profile 2, 3 sind als Hohlkammerprofile mit einer Mehrzahl von Hohlkammern
gestaltet, von denen einige als Schraubkanäle dienen können. Das Blendrahmen-Profil
2 weist im Falzbereich Nuten 4, 4' zur Aufnahme von Funktionselementen auf, wobei
die Nut 4 bevorzugt zur Aufnahme von Beschlagskomponenten 5 dient, während in die
Nut 4' beispielsweise Dichtungsfüße weiterer Dichtungen wie einer Mitteldichtung aufgenommen
sein können. Das Flügelrahmen-Profil 3 hat Nuten zur Aufnahme des Dichtungsfußes einer
Glasdichtung und zur Aufnahme eines Haltefußes einer Glasleiste. In das Flügelrahmen-Profil
3 ist eine Isolierverglasung mit zwei miteinander über ein Verbindungselement verbundenen
Glasscheiben als Flächentragelement eingesetzt, wobei das Flügelrahmen-Profil 3 die
Isolierverglasung stirnseitig umläuft.
[0018] Zwischen den beiden in der Fig. 1 in einer Schließstellung gezeigten Profilen 2,
3 ist ein Aufnahmeraum gebildet, der in der Fig. 1 nach rechts von der Anschlagsdichtung,
nach oben von einer Abschlusswand des Flügelrahmen-Profils 3, nach links von einer
Überschlagswand des Flügelrahmen-Profils 3 und nach unten von einer Grundwand eines
Falzgrundes des Blendrahmen-Profils 2 begrenzt ist. In diesen Aufnahmeraum ist ein
als Schließblech ausgebildetes Beschlagselement 5 aufgenommen, das in Fig. 2 in einer
perspektivischen Ansicht auf die Unterseite (d. h. die dem Blendrahmen-Profil 2 zugewandten
Seite bzw. die Auflageseite) gezeigt ist.
[0019] Das Beschlagelement 5 umfasst einen Beschlagkörper 6, mit dem das Beschlagelement
5 über seine Auflageseite auf dem Blendrahmen-Profil 2 aufliegt. In den Beschlagkörper
5 sind zwei Ausnehmungen zur Aufnahme von Verschlusselementen eines in die Beschlagnut
12 des Flügelrahmen-Profils 3 eingesetzten Beschlages eingebracht. An der Auflageseite
des Beschlagkörpers 6 ist ein Befestigungselement 7 angeformt, das in dieser Ausführungsform
als Steg ausgeführt ist. Das Befestigungselement 7 ist in die Nut 4 des Blendrahmen-Profils
einführbar. An das Befestigungselement 7 ist wiederum ein Rastelelement 8 angeformt.
Durch das Rastelelement 8, das sich über die gesamte Länge des Befestigungselements
7 erstreckt, ist das Beschlagelement 5 mit einer Rastaufnahme 11 in der Nut 4 des
Blendrahmen-Profils 2 verrastbar. Das Rastelement 8 erstreckt sich dabei über die
gesamte Länge des Befestigungselements 7. Darüber hinaus ist an die Auflageseite des
Beschlagkörpers 6 ein Abstützelement 9 angeformt. Im eingesetzten Zustand stützt das
Abstützelement 9 das Beschlagelement 5 an der der Rastaufnahme 11 gegenüberliegenden
Wand der Nut 4 ab. Dazu verläuft das Abstützelement 9 im Wesentlichen parallel zum
Befestigungselement 7. Das Befestigungselement 7 weist vorzugsweise die gleiche Länge
wie das Abstützelement 9 auf, wobei sich beide in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform
über etwa 85 % der Länge des Beschlagkörpers 6 erstrecken. In den Beschlagkörper 6
ist ein Loch 10 eingebracht, durch das eine Schraube geführt werden kann, um das Beschlagelement
5 an dem Blendrahmenprofil 2 festzulegen.
[0020] Zur Montage der Rahmenbaugruppe 1 wird das Befestigungselement 7 des Beschlagelements
5 in die Nut 4 des'Blendrahmen-Profils 2 eingeführt. Dann wird das Beschlagelement
in Richtung des Blendrahmen-Profils 2 gedrückt, bis die Auflageseite des Beschlagkörpers
6 am Falzgrund des Blendrahmenprofils 2 aufliegt. Dabei verrastet das Beschlagelement
5 über das Rastelement 8 mit einer Rastaufnahme 11 in der Nut 4 des Blendrahmen-Profils
2. Gleichzeitig liegt das Abstützelement 9 an der der Rastaufnahme 11 gegenüberliegenden
Wand der Nut 4 an und legt das Beschlagelement 5 dadurch weiter am Blendrahmen-Profil
2 fest. Durch eine Schraube, die durch das Loch 10 im Beschlagkörper 6 geführt ist,
wird das Beschlagelement 5 am Blendrahmen-Profil 2 festgelegt.
[0021] In Fig. 3 ist das in Fig. 2 dargestellte Beschlagselement 5 in einer Querschnittsdarstellung
gezeigt.
[0022] Der in das Blendrahmen-Profil 2 eingesetzte Zustand des Beschlagselements 1 ist in
Fig. 1 gezeigt. Das Befestigungselement 7 des Beschlagelements 5 ragt in die Nut 4
des Blendrahmen-Profils 2 hinein, wobei es nicht am Grund der Nut 4 aufsteht. Die
Auflageseite des Beschlagkörpers 6 liegt auf dem Falzgrund des Blendrahmen-Profils
2 auf. Über das Rastelement 8 ist das Beschlagelement 5 mit einer Rastaufnahme 11
in der Nut 4 des Blendrahmen-Profils 2 verrastet, während das Abstützelement 9 an
der der Rastaufnahme 11 gegenüberliegenden Wand der Nut 4 anliegt.
[0023] Fig. 4 und Fig. 5 zeigen weitere Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Beschlagelementen
jeweils in einer Querschnittsdarstellung, in Fig. 6 ist eine Querschnittsdarstellung
einer erfindungsgemäßen Rahmenbaugruppe 1 gezeigt, in deren Blendrahmen-Profil 2 die
in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Beschlagelements 5 eingesetzt
ist. Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf
die Fig. 1 bis 3 bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugszeichen. Diese
Erläuterungen gelten für die in den Figuren 4 bis 6 gezeigten Ausführungsformen entsprechend
und werden nicht nochmals im Einzelnen dargestellt.
[0024] In der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Beschlagelement
5 als eine Aushebelsicherung ausgebildet. Grundsätzlich kann eine derartige erfindungsgemäße
Aushebelsicherung für alle Arten von Fenstern oder Türen eingesetzt werden, deren
Flügelrahmen 3 eine Beschlagnut 12 aufweist, wobei solche Aushebelsicherungen insbesondere
für Senk-Klappfenster besonders bevorzugt sind.
[0025] Derartige Senk-Klappfenster und als Ausstellscheren ausgebildete Beschläge für solche
Senk-Klappfenster sind beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 91 13 039 U1 bekannt, auf dessen Offenbarungsgehalt hinsichtlich Senk-Klappfenstern und Ausstellscheren
dafür hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird. Bei derartigen Senk-Klappfenstern
wird die Verglasung außenseitig am Flügelrahmen befestigt und der Flügelrahmen wird
außenseitig fluchtend vor den Blendrahmen gesetzt. Der Flügelrahmen ist mit seitlichen
Ausstellscheren am Blendrahmen abgestützt, die einen schwenkbar gelagerten Ausstellarm
aufweisen. Beim Öffnen des Flügels schwenkt dementsprechend das untere Rahmenteil
des Flügels des Senk-Klappfensters nach außen und das obere Rahmenteil des Flügels
senkt sich dabei nach Maßgabe der Schwenkbewegung des Ausstellarms etwas ab. Das Gewicht
des Flügels wird von Ausstellscheren aufgenommen, die am Blendrahmen des Senk-Klappfensters
befestigt sind.
[0026] Bei der in Fig. 4 dargestellten Aushebelsicherung bildet der Beschlagkörper 6 den
Sicherungsklotz, der beim Schließen des Senk-Klappfensters in die im Flügelrahmen-Profil
3 gebildete Beschlagnut 12 eindringt und im geschlossen Zustand an den Wänden auf
beiden Seiten der Beschlagnut 12 anliegt und so den Fensterflügel festlegt.
[0027] In der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Beschlagelement
5 als eine Führungsschiene für ein Senk-Klappfenster ausgebildet, wobei der Beschlagkörper
6 den eigentlichen Schienenabschnitt bildet.
[0028] Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Rahmenbaugruppe 1 für ein Senk-Klappfenster
ist in Fig. 6 in einer Querschnittsdarstellung gezeigt, wobei die in Fig. 4 gezeigte
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beschlagelements 5 in der Rahmenbaugruppe 1
verwendet ist.
[0029] Die Rahmenbaugruppe 1 umfasst wiederum ein Blendrahmen-Profil 2 und ein Flügelrahmen-Profil
3, das über eine Anschlagdichtung an dem Blendrahmen-Profil 2 anschlägt. Die Profile
2, 3 sind als Hohlkammerprofile mit einer Mehrzahl von Hohlkammern gestaltet, von
denen einige als Schraubkanäle dienen können. Das Blendrahmen-Profil 2 weist am Falzgrund
Nuten 4, 4' zur Aufnahme von Funktionselementen, beispielsweise Beschlagskomponenten
5, auf. In das Flügelrahmen-Profil 3 ist eine Isolierverglasung mit zwei miteinander
über ein Verbindungselement verbundenen Glasscheiben als Flächentragelement eingesetzt,
wobei das Flügelrahmen-Profil 3 die lsolierverglasung stirnseitig umläuft.
[0030] Am Falzgrund des Blendrahmen-Profils 2 liegt das in Fig. 4 in einer Querschnittsdarstellung
gezeigte Beschlagelement 5 auf, das als Aushebelsicherung ausgebildet ist.
[0031] Das Beschlagelement 5 umfasst einen Beschlagkörper 6, mit dem das Beschlagelement
5 über seine Auflageseite auf dem Blendrahmen-Profil 2 aufliegt. An der Auflageseite
des Beschlagkörpers 6 ist ein Befestigungselement 7 angeformt, das in dieser Ausführungsform
als Steg ausgeführt ist. Das Befestigungselement 7 ist in die Nut 4 des Blendrahmen-Profils
2 eingeführt. Das Befestigungselement 7 ragt dabei in die Nut 4 des Blendrahmen-Profils
2 hinein, wobei es nicht am Nutgrund aufsteht. An das Befestigungselement 7 ist auch
in dieser Ausführungsform ein Rastelelement 8 angeformt. Durch das Rastelelement 8
ist das Beschlagelement 5 mit einer Rastaufnahme 11 in der Nut 4 des Blendrahmen-Profils
2 verrastet. Außerdem ist an die Auflageseite des Beschlagkörpers 6 ein Abstützelement
9 angeformt. Im eingesetzten Zustand stützt das Abstützelement 9 das Beschlagelement
5 an der der Rastaufnahme 11 gegenüberliegenden Wand der Nut 4 ab.
[0032] Die Festlegung des Beschlagelements 5 am Blendrahmen-Profil 2 zur Montage der Rahmenbaugruppe
1 erfolgt in gleicher Art und Weise wie in Bezug auf die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte
Ausführungsform beschrieben worden ist.
1. Rahmenbaugruppe (1) für ein Fenster oder eine Tür, umfassend
- ein Blendrahmen-Profil (2) mit mindestens einer Nut (4) zur Aufnahme von Beschlagselementen,
- ein Flügelrahmen-Profil (3), und
- mindestens ein in die Nut (4) eingesetztes Beschlagelement (5) mit einem Beschlagkörper
(6), der mit seiner dem Blendrahmen-Profil (2) zugewandten Seite auf dem Blendrahmen
(2) aufliegt, und mindestens einem an der dem Blendrahmen-Profil (2) zugewandten Seite
des Beschlagkörpers (6) angeformten Befestigungselement (7),
dadurch gekennzeichnet, dass
an das Befestigungselement (7) ein Rastelelement (8) angeformt ist, durch das das
Beschlagelement (5) mit einer Rastaufnahme (11) in der Nut (4) des Blendrahmen-Profils
(2) verrastet ist.
2. Rahmenbaugruppe (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Rastelelement (8) über die gesamte Länge des Befestigungselements (7) erstreckt.
3. Rahmenbaugruppe (1) gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagelement (5) mindestens ein an der dem Blendrahmen-Profil (2) zugewandten
Seite des Beschlagkörpers (6) angeformtes Abstützelement (9) umfasst, durch das das
Beschlagelement (5) an der der Rastaufnahme (11) gegenüberliegenden Wand der Nut abgestützt
ist.
4. Rahmenbaugruppe (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagelement (5) genau ein Befestigungselement (7) und/oder genau ein Abstützelement
(9) umfasst.
5. Rahmenbaugruppe (1) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Befestigungselement (7) und/oder das Abstützelement (9) über mindestens
70 % der Länge des Beschlagkörpers (6) erstrecken.
6. Beschlagelement (5) zum Einsetzen in eine Nut (4) eines Blendrahmen-Profils (2) einer
Rahmenbaugruppe (1) für ein Fenster oder eine Tür, umfassend
- einen Beschlagkörper (6), der mit seiner dem Blendrahmen-Profil (2) zugewandten
Seite auf dem Blendrahmen-Profil (2) aufliegt, und
- ein an der dem Blendrahmen-Profil (2) zugewandten Seite des Beschlagkörpers (6)
angeformtes Befestigungselement (7),
dadurch gekennzeichnet, dass
an das Befestigungselement (7) ein Rastelelement (8) angeformt ist, durch das das
Beschlagelement (5) mit einer Rastaufnahme (11) in der Nut (4) des Blendrahmen-Profils
(2) verrastbar ist.
7. Beschlagelement (5) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Rastelelement (8) über die gesamte Länge des Befestigungselements (7) erstreckt.
8. Beschlagelement (5) gemäß Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagelement (5) mindestens ein an der dem Blendrahmen-Profil (2) zugewandten
Seite des Beschlagkörpers (6) angeformtes Abstützelement (9) umfasst, durch das das
Beschlagelement (5) an der der Rastaufnahme (11) gegenüberliegenden Wand der Nut (4)
abstützbar ist.
9. Beschlagelement (5) gemäß einem Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlagelement (5) genau ein Befestigungselement (7) und/oder genau ein Abstützelement
(9) umfasst.
10. Beschlagelement (5) gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Befestigungselement (7) und/oder das Abstützelement (9) über mindestens
70 % der Länge des Beschlagkörpers (6) erstrecken.