[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs,
in dem als Zustände des Schließsystems ein Entriegelungszustand, ein Verriegelungszustand,
aus dem über wenigstens ein erstes Bedienelement innerhalb des Kraftfahrzeugs in den
Entriegelungszustand gewechselt werden kann, und ein Sicherheitszustand, in dem durch
bloßes Betätigen eines ersten Bedienelements nicht in den Entriegelungszustand gewechselt
werden kann, vorgesehen sind. Daneben betrifft die Erfindung ein zugehöriges Kraftfahrzeug.
[0002] Grundsätzlich sind Kraftfahrzeuge mit Schließsystemen bekannt, in denen zwei verschiedene
Zustände existieren, nämlich ein Entriegelungszustand (häufig auch UNLOCK-Zustand
genannt) und ein Verriegelungszustand (LOCK-Zustand). Lediglich diese beiden Zustände
zu verwenden hat sich als nachteilhaft erwiesen. Zwar ermöglicht der LOCK-Zustand,
ein Kraftfahrzeug auch mit darin befindlicher Person nach außen abzuriegeln, so dass
die Türen beispielsweise auf einer gefährlichen Straße nicht einfach geöffnet werden
können, jedoch ist ein abgestelltes leeres Fahrzeug dann anfällig gegenüber Manipulationen
von unbefugter Dritter, die beispielsweise mit Werkzeugen erste Bedienelemente, die
zur Umschaltung des Verriegelungszustands auf den Entriegelungszustand dienen, von
außen betätigen können. Solche ersten Bedienelemente sind beispielsweise die häufig
am Fenster angeordneten, zumindest teilweise versenkbaren Türknöpfe oder Leuchtdioden,
die den Verriegelungszustand der Türen anzeigen, ein Ver-/Entriegelungsschalter (LOCK-UNLOCK-Taster)
oder einfach der innere Türgriff, der zum Öffnen der Tür betätigt wird.
[0003] Um dies zu verhindern, wurde ein Schließsystem für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen,
bei dem ein weiterer Schließzustand existiert, nämlich der sogenannte Sicherheitszustand
(häufig auch SAFE oder Double-Lock Zustand). Der Sicherheitszustand, der beispielsweise
bei einem Verschließen des Kraftfahrzeugs von außen - über eine Fernbedienung oder
ein Außen-schloss - aktiviert wird, verriegelt ebenso sämtliche Türen, erlaubt jedoch
zusätzlich nicht, dass die Verriegelung aus dem Innenraum wieder aufgehoben wird.
Eine Betätigung eines ersten Bedienelements führt demnach nicht zu einem Wechseln
in den Entriegelungszustand. Auf diese Weise wird es deutlich erschwert, ein abgestelltes,
leeres Kraftfahrzeug durch eine unbefugte dritte Person zu öffnen. An dieser Stelle
sei auf die Druckschriften
DE 101 10 564 A1,
DE 10 2004 014 649 A1 und die
DE 10 2007 008 832 A1 verwiesen.
[0004] Hierdurch entsteht jedoch ein weiterer Nachteil. Es kann vorkommen, dassabsichtlich
oder unabsichtlich - eine Person in dem Kraftfahrzeug verbleibt, wenn das Schließsystem
in den Sicherheitszustand übergeführt wird. Da die ersten Bedienelemente deaktiviert
sind, besteht bei heutigen Kraftfahrzeugen für die im Kraftfahrzeug verbliebene Person
keine Möglichkeit, dieses zu verlassen.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das einer
im Inneren des Kraftfahrzeugs verbliebenen Person trotz Benutzeraktivierung des Sicherheitszustandes
noch erlaubt, das Kraftfahrzeug zu verlassen, ohne eine wesentliche Erleichterung
des Öffnens durch unbefugte Dritte des Kraftfahrzeugs von außen zu bedingen.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
vorgesehen, dass bei einer benutzerinitiiert deaktivierten Alarmvorrichtung, insbesondere
einer Innenraumüberwachungsvorrichtung, grundsätzlich nur in den Verriegelungszustand
umgeschaltet wird, und/oder dass bei einem benutzerinitiierten Übergang von dem Entriegelungszustand
in den Sicherheitszustand entweder für eine vorbestimmte Zeitspanne automatisch ein
die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigendes Signal
ermittelt und bei die Anwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigendem Signal
in den Entriegelungszustand oder den Verriegelungszustand umgeschaltet wird, oder
zunächst für eine vorbestimmte Zeitspanne in den Verriegelungszustand umgeschaltet
wird, wonach in den Sicherheitszustand gewechselt wird, und/oder in dem Sicherheitszustand
befindlichem Schließsystem bei einem einen Aussteigewunsch einer in dem Kraftfahrzeug
befindlichen Person anzeigenden Signal, insbesondere bei einer Betätigung eines ersten
Bedienelements, automatisch ein die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem
Kraftfahrzeug anzeigendes Signal ermittelt und bei die Anwesenheit einer Person in
dem Kraftfahrzeug anzeigendem Signal in den Entriegelungszustand oder den Verriegelungszustand
umgeschaltet wird, oder bei in dem Sicherheitszustand befindlichen Schließsystem bei
einem einen Aussteigewunsch einer in dem Kraftfahrzeug befindlichen Person anzeigenden
Signal über ein optisches und/oder akustisches Ausgabemittel eine Handlungsanweisung
innerhalb des Kraftfahrzeugs ausgegeben wird, wobei bei Durchführung der Handlungsanweisung
in den Entriegelungszustand oder den Verriegelungszustand umgeschaltet wird.
[0007] Es werden demnach vier Konzepte vorgeschlagen, die mit besonderem Vorteil alle in
Kombination realisiert werden können. Sie ermöglichen einer bei Aktivierung des Sicherheitszustands
noch im Kraftfahrzeug befindlichen Person das Verlassen des Kraftfahrzeugs und erhöhen
somit die Sicherheit.
[0008] Das erste erfindungsgemäße Konzept verhindert selbst, wenn ein ein Benutzerwunsch
nach Aktivierung des Sicherheitszustands anzeigendes Signal empfangen wird, gänzlich
die Aktivierung des Sicherheitszustandes, wenn vorher eine Alarmvorrichtung, insbesondere
eine Innenraumüberwachungsvorrichtung, durch den Benutzer deaktiviert worden ist,
beispielsweise über ein viertes Bedienelement. Deaktiviert nämlich ein Benutzer wissentlich
und willentlich über ein dediziertes Bedienelement die Alarmvorrichtung, insbesondere
die Innenraumüberwachung, so ist davon auszugehen, dass er damit das Anschlagen des
Alarms aufgrund einer noch im Kraftfahrzeug befindlichen Person verhindert - es ist
demnach anzunehmen, dass sich eine solche Person im Fahrzeuginneren aufhält. Mit besonderem
Vorteil kann dann, selbst wenn der Benutzer den Sicherheitszustand aktivieren möchte,
dennoch nicht in diesen umgeschaltet werden.
[0009] Das zweite erfindungsgemäße Konzept zerfällt letztendlich in zwei Unterkonzepte,
die eine unterschiedliche, jedoch in beiden Fällen vorteilhafte Herangehensweise an
das der Erfindung zugrunde liegende Problem darstellen. Beide Unterkonzepte sind alternativ
einsetzbar. Gemäß dem ersten Unterkonzept ist vorgesehen, dass bei einem benutzerinitiierten
Übergang von dem Entriegelungszustand in den Sicherheitszustand für eine vorbestimmte
Zeitspanne automatisch ein die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug
anzeigendes Signal ermittelt und bei die Anwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug
anzeigenden Signal in den Entriegelungszustand oder den Verriegelungszustand umgeschaltet
wird. Dabei sind grundsätzlich zwei Fälle zu unterscheiden. Zum einen können zur Ermittlung
des die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigenden
Signals Systeme, insbesondere wenigstens ein Sensor, verwendet werden, die normalerweise
im Sicherheitszustand des Schließsystems inaktiv sind, dementsprechend keine Messwerte
aufnehmen können. Ein Beispiel für einen solchen Sensor ist eine Sitzbelegungsmatte.
In diesem Fall ist bei dem ersten Unterkonzept vorgesehen, dass die Deaktivierung
dieses wenigstens einen Sensor für die vorbestimmte Zeitspanne noch ausgesetzt wird,
damit das die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigende
Signal ermittelt werden kann. In dem anderen Fall (gegebenenfalls zusätzlich) kann
eine ohnehin aktive Alarmvorrichtung zur Gewinnung des die Anwesenheit oder Abwesenheit
einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigenden Signals verwendet werden, insbesondere
eine Innenraumüberwachungsvorrichtung. Diese dient somit während der - im Allgemeinen
kurz, also beispielsweise zwischen 20 Sekunden und 2 Minuten, insbesondere 30 Sekunden,
andauernden - vorbestimmten Zeitspanne nicht dem Schutz vor unbefugten Dritten, also
dem Auslösen eines Alarms, sondern liefert das die Anwesenheit oder Abwesenheit einer
Person in dem Kraftfahrzeug anzeigende Signal. Dabei wird davon ausgegangen, dass
innerhalb der kurzen vorbestimmten Zeitspanne nur eine Person registriert werden kann,
die sich schon zum Zeitpunkt der Aktivierung des Sicherheitszustandes in dem Kraftfahrzeug
befand. Dennoch werden höchste Sicherheitskriterien aufrechterhalten, indem der Sicherheitszustand
in jedem Fall zunächst aktiviert ist.
[0010] Gemäß dem zweiten Unterkonzept des zweiten Konzepts wird vorgeschlagen, bei benutzerinitiiertem
Übergang von dem Entriegelungszustand in den Sicherheitszustand nicht unmittelbar
in den Sicherheitszustand umzuschalten, sondern zunächst für eine vorbestimmte Zeitspanne
in den Verriegelungszustand zu wechseln. Eine noch im Kraftfahrzeug befindliche Person
kann also während der vorbestimmten Zeitspanne wie üblich durch Betätigen eines ersten
Bedienelements - also insbesondere eines zumindest teilversenkbaren Türknopfs, eines
Türgriffs und/oder eines Ver/Entriegelungsschalters - in den Entriegelungszustand
wechseln und das Kraftfahrzeug noch verlassen. Die vorbestimmte Zeitspanne sollte
dabei so gewählt werden, dass sich möglichst der Benutzer, der den Übergang in den
Sicherheitszustand initiiert hat, noch in der Nähe des Kraftfahrzeugs befindet und
somit keine Gefahr durch unbefugte Dritte oder dergleichen besteht. So kann vorgesehen
sein, dass die vorbestimmte Zeitspanne zwischen 20 Sekunden und 2 Minuten andauert,
insbesondere 30 Sekunden.
[0011] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Verwirklichung
des zweiten Konzepts ist vorgesehen, dass während zumindest eines Teils der vorbestimmten
Zeitspanne ein optischer und/oder akustischer und/oder haptischer und/oder olfaktorischer
Warnhinweis ausgegeben wird. Die im Kraftfahrzeug verbliebene Person wird also darauf
aufmerksam gemacht, dass ihr gegebenenfalls nur noch eine kurze Zeit verbleibt, bevor
das Verlassen des Kraftfahrzeugs durch den zu aktivierenden Sicherheitszustand zumindest
erschwert werden wird bzw. erhält den Hinweis, sich dem mit der Aufnahme des die Anwesenheit
oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigenden Signal betrauten System
bemerkbar zu machen. Beispielsweise kann eine Textnachricht bezüglich des bevorstehenden
Sicherheitszustands ausgegeben werden. Eine solche Textnachricht, die optisch oder
akustisch wiedergegeben werden kann, könnte beispielsweise lauten: "Achtung, das Fahrzeug
wird in einen sicheren Schließzustand übergehen. Verlassen Sie sofort das Fahrzeug".
[0012] Kann im Fall des zweiten Unterkonzepts ermittelt werden, dass sich gar keine Person
in dem Kraftfahrzeug befindet, so kann zu Beginn der vorbestimmten Zeitspanne ein
die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigendes Signal
ermittelt werden und bei einem die Abwesenheit von Personen im Kraftfahrzeug anzeigendes
Signal kein Warnhinweis ausgegeben werden. Auf diese Weise kann der - gegebenenfalls
störende - Warnhinweis vermieden werden, wenn aller Wahrscheinlichkeit nach tatsächlich
keine Person im Kraftfahrzeug eingeschlossen wird.
[0013] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung des zweiten Unterkonzepts des zweiten Konzepts
der vorliegenden Erfindung kann durch Betätigung wenigstens eines zweiten Bedienelements
während der vorbestimmten Zeitspanne der Verriegelungszustand aufrechterhalten werden
und nicht in den Sicherheitszustand umgeschaltet werden. Es bietet sich also die Möglichkeit,
aufgrund der noch immer im Kraftfahrzeug befindlichen Person den Eintritt des Sicherheitszustands
gänzlich zu verhindern und lediglich den Verriegelungszustand aufrechtzuerhalten.
Dazu muss die im Kraftfahrzeug verbliebene Person lediglich ein zweites Bedienelement
betätigen, wobei anzumerken ist, dass als zweites Bedienelement selbstverständlich
auch ein erstes Bedienelement genutzt werden kann. So kann beispielsweise, wenn ein
Ver-/Entriegelungsschalter ein zweites Bedienelement bildet, eine im Kraftfahrzeug
verbliebene Person diesen Schalter als zweites Bedienelement betätigen, so dass der
Sicherheitszustand gänzlich verhindert wird. Die Person kann dann im Nachhinein jederzeit
durch Betätigen eines ersten Bedienelements zu einem Wunschzeitpunkt das Kraftfahrzeug
verlassen und befindet sich in keinerlei Gefahr. Mit besonderem Vorteil kann der optionale
Warnhinweis bei einer solchen Ausgestaltung um einen Hinweis auf das zweite Bedienelement
erweitert werden. Eine Textnachricht kann beispielsweise den Bestandteil: "Drücken
Sie den LOCK-UNLOCK-Taster, um den sicheren Schließzustand zu umgehen" enthalten.
Während der vorbestimmten Zeitspanne kann die Person im Innenraum des Kraftfahrzeugs
folglich die automatische Aktivierung des Safe-Zustands unterdrücken oder das Kraftfahrzeug
verlassen. Erfolgt keine Aktion, wird nach der vorbestimmten Zeitspanne der Sicherheitszustand
aktiviert.
[0014] Bei den weiteren im erfindungsgemäßen Verfahren enthaltenen Konzepten handelt es
sich um Möglichkeiten, mit denen unter Aufrechterhaltung einer Sicherheit gegen unbefugte
Dritte einer im Kraftfahrzeug verbliebenen Person auch bei aktiviertem Sicherheitszustand
die Möglichkeit gegeben werden kann, diesen zu deaktivieren und somit das Kraftfahrzeug
zu verlassen. Dabei wird zunächst ein einen Aussteigewunsch einer in dem Kraftfahrzeug
befindlichen Person anzeigendes Signal ermittelt. Während also üblicherweise zumindest
der größte Teil der elektronischen Komponenten des Kraftfahrzeugs im Sicherheitszustand
deaktiviert wird, wird weiter überwacht, ob im Kraftfahrzeug eine Aktion durchgeführt
wird, die einen Aussteigewunsch einer im Kraftfahrzeug verbliebenen Person ausdrücken
könnte. In zweckmäßiger Ausgestaltung kann als einen Aussteigewunsch einer in dem
Kraftfahrzeug befindlichen Person anzeigendes Signal ein die Betätigung eines Innengriffs
zum Öffnen einer Tür des Kraftfahrzeugs und/oder das Lösen eines Gurts aus dem Gurtschloss
anzeigendes Signal verwendet werden. Mit besonderem Vorteil dient primär die Betätigung
des Türgriffs als auslösendes Signal, da dies eine übliche Maßnahme einer Person mit
dem Willen, auszusteigen, ist. Da ein solches Signal jedoch auch von einem unbefugten
Dritten ausgelöst werden könnte - beispielsweise durch ein entsprechendes Werkzeug
- ist dies beim erfindungsgemäßen Verfahren noch nicht ausreichend, um den Zustand
des Schließsystems zu verändern. Daher werden zwei Varianten vorgeschlagen, um möglichst
sicher festzustellen, ob sich tatsächlich eine Person im Inneren des Kraftfahrzeugs
befindet, welche gegebenenfalls aufeinander aufbauend verwendet werden können.
[0015] Zum einen kann automatisch ein die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem
Kraftfahrzeug anzeigendes Signal ermittelt werden. Es wird also versucht, ohne dass
eine weitere Aktion der gegebenenfalls im Kraftfahrzeug befindlichen Person notwendig
ist, festzustellen, ob sich eine Person im Inneren des Kraftfahrzeugs befindet. Dies
kann mit besonderem Vorteil automatisch mittels wenigstens eines im Inneren des Kraftfahrzeugs
angeordneten Sensors erfolgen. Solche den Innenraum des Kraftfahrzeugs überwachende
Sensorik ist bekannt. Beispielsweise kann als Sensor wenigstens eine Sitzbelegungsmatte
und/oder, falls ein das Lösen eines Gurts aus dem Gurtschloss anzeigendes Signal nicht
als einen Aussteigewunsch einer in dem Kraftfahrzeug befindlichen Person anzeigendes
Signal verwendet wird, ein das Einstecken eines Gurts in einem Gurtschloss anzeigender
Sensor und/oder eine Kamera und/oder ein Ultraschallsensor verwendet werden. Diese
Arten von Sensoren sind weithin bekannt und müssen hier nicht näher erläutert werden.
Insbesondere ist leicht ersichtlich, wie mit ihrer Hilfe möglichst sicher die Anwesenheit
oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug festgestellt werden kann. Dabei
können, wie bereits dargelegt, auch einer Innenraumüberwachung zugeordnete Sensoren
Verwendung finden.
[0016] Wie bereits erwähnt, ist es üblich, dass bei einem Umschalten in den Sicherheitszustand
elektronische Komponenten eines Kraftfahrzeugs weitgehend deaktiviert werden. Dies
kann im erfindungsgemäßen Verfahren jedoch vorteilhaft genutzt werden, indem vorgesehen
wird, dass bei einer Deaktivierung wenigstens des Sensors bei einem Umschalten in
den Sicherheitszustand bei Vorliegen des einen Aussteigewunsch einer in dem Kraftfahrzeug
befindlichen Person anzeigenden Signals der Sensor wieder aktiviert wird und dass
das die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigende
Signal durch Vergleich von zum Zeitpunkt der Deaktivierung des Sensors aufgenommenen
Sensordaten mit zum Zeitpunkt der Aktivierung aufgenommenen Sensordaten erfolgt. Eine
Person im Kraftfahrzeug wird sich - spätestens durch das Äußern des Aussteigewunsches
- bewegen; dies steht im Gegensatz zu einem beispielsweise auf einer Sitzbelegungsmatte
abgestellten schweren Gegenstand. Dies wird nun erfindungsgemäß vorteilhafterweise
genutzt, indem eine Abweichung zwischen den Sensordaten, welche als letztes vor der
Deaktivierung des Sensors gemessen wurden, und den bei der erneuten Aktivierung gemessenen
Sensordaten betrachtet wird. Dabei ist zweckmäßigerweise vorgesehen, dass auch nach
der Art der Änderung differenziert wird. Zweckmäßigerweise kann die Anwesenheit einer
Person bei bestimmte Kriterien erfüllenden Unterschieden zwischen den gemessenen Sensordaten
angenommen werden. Damit soll insbesondere ausgeschlossen werden, dass eine von außen
agierende unbefugte Person mit der Absicht, das Kraftfahrzeug zu öffnen, eine Manipulation
im Innenraum des Kraftfahrzeugs vornimmt, um die Sensoren zu täuschen. Beispielsweise
könnte mit einem langen Gegenstand auf den Sitz gedrückt werden oder dergleichen.
Werden die Bedingungen für ein die Anwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigendes
Signal sensorspezifisch abgestimmt, also bestimmte Kriterien eingesetzt, so kann die
Sicherheit des Kraftfahrzeugs weiter erhöht werden. Es bleibt anzumerken, dass selbstverständlich
auch weitere Informationen, die aus den Sensordaten selbst resultieren, zum Ausschluss
oder zum Erkennen personenspezifischer Daten genutzt werden können. Beispielsweise
kann bei Vorhandensein einer Innenraumkamera eine Bildanalyse durchgeführt werden
oder dergleichen.
[0017] Es bleibt anzumerken, dass die Art der Bestimmung des die Anwesenheit oder Abwesenheit
einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigenden Signals grundsätzlich auch beim zweiten
erfindungsgemäßen Konzept z. B. bei der Unterdrückung des Warnhinweises genutzt werden
kann.
[0018] Immer dann, wenn festgestellt wurde, dass kein die Anwesenheit einer Person im Kraftfahrzeug
anzeigendes Signal vorliegt oder, falls eine solche automatische Überprüfung nicht
vorgesehen ist, grundsätzlich, kann dann vorgesehen werden, dass über ein optisches
und/oder akustisches Ausgabemittel eine Handlungsanweisung innerhalb des Kraftfahrzeugs
ausgegeben wird, wobei bei Durchführung der Handlungsanweisung in den Entriegelungszustand
oder Verriegelungszustand umgeschaltet wird. Eine derartige Handlungsanweisung, die
eine bestimmte Handlungsfolge beschreibt, kann beispielsweise auf einem Display dargestellt
werden. Insbesondere kann ein Mensch-Maschine-Interface genutzt werden, um die Handlungsanweisung
zu vermitteln. Eine solche Handlungsanweisung kann beispielsweise die Betätigung wenigstens
eines dritten, insbesondere dedizierten Bedienelements umfassen. So kann der Person
beispielsweise mitgeteilt werden, dass ein insbesondere von außerhalb des Kraftfahrzeugs
schwer erreichbares drittes Bedienelement, welches gegebenenfalls speziell für diesen
Fall vorgesehen ist, betätigt werden soll. Vorteilhafterweise kann zur Erhöhung der
Sicherheit eine Betätigung mehrerer Bedienelemente vorgesehen werden. Eine Anweisung
könnte beispielsweise lauten: "Bitte öffnen Sie das Handschuhfach und betätigen Sie
den links oben angeordneten Schalter, um den sicheren Schließzustand zu deaktivieren."
Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass als Handlungsanweisung das Eingeben einer
Zeichenfolge über eine Tastatur und/oder einer Auswahl von Menüpunkten auf dem oder
einem Display verwendet wird. So kann beispielsweise ein Entsperrcode oder dergleichen
verlangt werden. Ein unbefugter Dritter außerhalb des Kraftfahrzeugs kann derartige
Aktionen nicht schnell genug durchführen.
[0019] Ein Übergang in den Entriegelungszustand oder Verriegelungszustand findet erst statt,
wenn die durch die Handlungsanweisung beschriebene Handlungsfolge durchgeführt wird.
[0020] Neben dem Verfahren betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug mit einem Schließsystem,
bei welchem ein Entriegelungszustand, ein Verriegelungszustand, aus dem über wenigstens
ein erstes Bedienelement innerhalb des Kraftfahrzeugs in den Entriegelungszustand
gewechselt werden kann, und ein Sicherheitszustand, in dem durch bloßes Betätigen
eines ersten Bedienelements nicht in den Entriegelungszustand gewechselt werden kann,
vorgesehen ist, welches zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet
ist. In dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug können folglich, beispielsweise über wenigstens
ein dafür ausgelegtes Steuergerät, insbesondere ein Steuergerät des Schließsystems,
einige oder mit besonderem Vorteil alle der genannten Konzepte realisiert werden,
so dass einer unabsichtlich oder absichtlich im Fahrzeug eingeschlossenen Person das
unversehrte Verlassen des Kraftfahrzeugs zu jedem beliebigen Zeitpunkt ermöglicht
werden kann. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Fremden der Zugriff von außen,
beispielsweise zum Öffnen des Kraftfahrzeugs, nicht erleichtert wird.
[0021] Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den
im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- einen Ablaufplan des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug.
[0022] Fig. 1 zeigt einen Ablaufplan eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Es dient zur Steuerung eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs, in dem als Zustände
des Schließsystems ein Entriegelungszustand (UNLOCK-Zustand), ein Verriegelungszustand
(LOCK-Zustand) und ein Sicherheitszustand (SAFE-Zustand) vorgesehen sind. Der Verriegelungszustand
unterscheidet sich vom Sicherheitszustand dadurch, dass im Verriegelungszustand über
wenigstens ein erstes Bedienelement (Türknöpfe, Türgriffe oder ein Ver-/Entriegelungsschalter)
innerhalb des Kraftfahrzeugs in den Entriegelungszustand gewechselt werden kann.
[0023] In einem Schritt 1 wird ein Signal empfangen, das den Wunsch eines Benutzers nach
einem Übergang von dem Entriegelungszustand in den Sicherheitszustand ausdrückt, indem
beispielsweise ein Benutzer des Kraftfahrzeugs ferngesteuert durch Druck auf ein Schlüsselelement
das Kraftfahrzeug nach dem Aussteigen sicher verriegeln möchte. Erfindungsgemäß wird
nun zunächst überprüft, ob der Benutzer vorher eine Innenraumüberwachungsvorrichtung
mittels eines dedizierten Bedienelements deaktiviert hat. Ein derartiger Schalter
zur Deaktivierung der Innenraumüberwachung kann beispielsweise in der Fahrertür vorgesehen
sein. Wird im Schritt 30 festgestellt, dass die Innenraumüberwachungsvorrichtung benutzerseitig
deaktiviert wurde, so wird in einem Schritt 31 dauerhaft lediglich der Verriegelungszustand
aktiviert, so dass eine im Kraftfahrzeug verbliebene Person mittels der ersten Bedienelemente
das Kraftfahrzeug jederzeit verlassen kann.
[0024] Doch auch, wenn in Schritt 30 eine benutzerinitiierte Deaktivierung der Innenraumüberwachungsvorrichtung
nicht festgestellt wurde, wird beim in Fig. 1 dargestellten Verfahren nicht sofort
in den Sicherheitszustand gewechselt, sondern es beginnt in Schritt 2 zunächst eine
vorbestimmte Zeitspanne, in diesem Ausführungsbeispiel 30 Sekunden, und das Fahrzeug
wird zunächst in den Verriegelungszustand gebracht, Schritt 2.
[0025] In einem Schritt 3 wird dann ein die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in
dem Kraftfahrzeug anzeigendes Signal ermittelt. Dies kann beispielsweise aufgrund
von verschiedenen Sensoren geschehen, beispielsweise von Sitzbelegungsmatten, Innenraumkameras,
Ultraschallsensoren oder dergleichen. Bei einer Kamera findet beispielsweise eine
entsprechende Bildverarbeitung statt, bei einer Sitzbelegungsmatte wird überprüft,
ob das Signalmuster einer auf dem entsprechenden Sitz sitzenden Person entspricht.
Wird festgestellt, dass sich mutmaßlich eine Person in dem Kraftfahrzeug befindet,
so wird in einem Schritt 4 ein Warnhinweis gegeben, ansonsten wird dieser Schritt
übersprungen. Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass der Schritt 3 optional
ist und es selbstverständlich genauso gut möglich ist, den Warnhinweis immer auszugeben,
insbesondere, wenn bei den verwendeten Sensoren oder Varianten zur Ermittlung der
Anwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug eine Unsicherheit verbleibt.
[0026] Wie erwähnt, wird in Schritt 4 ein Warnhinweis gegeben. Vorliegend wird auf einem
Display des Kraftfahrzeugs folgende Meldung angezeigt: "Achtung, das Fahrzeug wird
in einen sicheren Schließzustand übergehen. Verlassen Sie sofort das Fahrzeug oder
drücken Sie den Ver-/Entriegelungsschalter, um den sicheren Schließzustand zu umgehen".
Diese Meldung wird akustisch untermalt. Gegebenenfalls ist auch eine haptische und/oder
olfaktorische Untermalung denkbar.
[0027] Eine noch im Kraftfahrzeug befindliche Person hat nun mehrere Optionen. Zunächst
kann sie - wie während des Verriegelungszustands üblich - durch Betätigen eines ersten
Bedienelements, vorliegend somit des Türgriffs oder des Türknopfs, das Kraftfahrzeug
in den Entriegelungszustand überführen und insbesondere aussteigen. Zudem wird in
einem Schritt 5 überprüft, ob der Ver-/Entriegelungsschalter als zweites Bedienelement
betätigt wird. Auch das geschieht nur solange, wie die vorbestimmte Zeitspanne noch
andauert. Wird der Schalter betätigt, so verbleibt das Schließsystem für unbestimmte
Zeit, das bedeutet, bis eine anderweitige Aktion durch die Person oder eine weitere
Person durchgeführt wird, im Verriegelungszustand, Schritt 6. Die Person kann also
im Kraftfahrzeug verbleiben und dennoch jederzeit, wie vom Verriegelungszustand bekannt,
durch Betätigen eines ersten Bedienelements entriegeln.
[0028] Erfolgt während der vorbestimmten Zeitspanne weder eine Entriegelung durch ein erstes
Bedienelement noch eine dauerhafte Schaltung des Verriegelungszustandes über das zweite
Bedienelement, so wird nach Ablauf der vorbestimmten Zeitspanne automatisch in den
Sicherheitsmodus geschaltet, Schritt 7.
[0029] Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass erfindungsgemäß anstatt der Schritte 2 -
7 auch ein anderes Ausführungsbeispiel denkbar ist, welches genauso gut eingesetzt
werden kann. Dabei wird zum Zeitpunkt des Schrittes 2 tatsächlich in den Sicherheitszustand
umgeschaltet, es beginnt jedoch dennoch eine vorbestimmte Zeitspanne. Innerhalb der
vorbestimmten Zeitspanne, hier wiederum 30 Sekunden, wird in einem Äquivalent zu den
Schritten 3 - 5 ein die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug
anzeigendes Signal ermittelt. Dies kann - was auch später im Rahmen des in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiels noch näher erläutert wird - durch eine Aufschiebung
der während des Sicherheitszustands üblichen Deaktivierung von Sensoren wie beispielsweise
einer Sitzbelegungsmatte geschehen, in einem anderen Fall kann jedoch auch beispielsweise
eine Innenraumüberwachungsvorrichtung vorteilhaft genutzt werden. Diese dient dann
während der vorbestimmten Zeitspanne nicht zum Auslösen eines Alarms, sondern zur
Aufnahme des Signals. Wird die Anwesenheit einer Person - durch die Sensoren oder
die Innenraumüberwachungsvorrichtung - angezeigt, so wird wieder in den Verriegelungs-
oder Entriegelungszustand zurückschaltet, äquivalent zu Schritt 6, die Person kann
das Kraftfahrzeug verlassen.
[0030] Wird das Kraftfahrzeug in Schritt 7 in den Sicherheitsmodus gebracht, so werden verschiedenste
elektronische Komponenten im Kraftfahrzeug deaktiviert, insbesondere auch zur Ermittlung
eines die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug anzeigenden
Signals genutzte Sensoren. Bevor diese allerdings deaktiviert werden, werden die letzten
von ihnen aufgenommen, gemessenen Sensordaten gespeichert.
[0031] Der weitere Ablauf des in Fig. 1 gezeigten Verfahrens findet zu einem beliebigen
Zeitpunkt statt, in dem sich das Schließsystem in dem Sicherheitszustand befindet.
Dies ist durch die Unterbrechungslinien 8 angedeutet. Während der gesamten Zeit, die
das Kraftfahrzeug im Sicherheitszustand verbleibt, wird überwacht, ob ein einen Aussteigewunsch
einer in dem Kraftfahrzeug befindlichen Person anzeigendes Signal erzeugt wird. Vorliegend
ist eine Schaltung aktiv, die überprüft, ob der Türgriff einer Tür des Kraftfahrzeugs
von innen betätigt wird. Eine solche Betätigung des Türgriffs wird als Aussteigewunsch
einer im Inneren des Kraftfahrzeugs befindlichen Person interpretiert. In einem Schritt
9 wurde nun ein derartiges Signal empfangen, woraufhin nun Komponenten der Fahrzeugelektronik
wieder aktiviert werden, insbesondere Sensoren zur Ermittlung eines die Anwesenheit
oder Abwesenheit einer Person dem Kraftfahrzeug anzeigenden Signals. Dieses Signal
wird nun in einem Schritt 10 ermittelt. Dabei werden - hier dargelegt am Beispiel
von Sitzbelegungsmatten - die in Schritt 7 bei der Deaktivierung gespeicherten Sensordaten
mit den in Schritt 9 bei der Reaktivierung gewonnen Sensordaten verglichen, hier also,
ob die Sitzbelegung die gleiche ist. Befindet sich nämlich eine Person in dem Kraftfahrzeug,
so ist davon auszugehen, dass sie sich während der Zeit bewegt und somit eine Veränderung
der Sensordaten tatsächlich vorliegt. Diese Überlegung lässt sich selbstverständlich
auch auf andere Sensoren, beispielsweise Ultraschallsensoren, übertragen. Zusätzlich
kann auch vorgesehen sein, dass der Zustand eines Gurtschlosses detektiert wird, da
Veränderungen das Lösen oder Anlegen eines Gurtes während der inzwischen vergangenen
Zeit anzeigen. Wird eine Kamera als Sensor verwendet, so kann die Bildanalyse auch
unabhängig von Veränderungen erfolgen oder gar als zusätzliches Kriterium eingehen.
[0032] Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Veränderung als die Anwesenheit einer Person
anzeigend angenommen wird, sondern dass bestimmte Kriterien erfüllt sein müssen. Bei
einer Sitzbelegungsmatte kann dies beispielsweise eine bestimmte Signalverteilung
sein, die typisch für eine auf dem Sitz platzierte Person ist. Durch die Annahme der
Anwesenheit einer Person nur bei bestimmte Kriterien erfüllenden Unterschieden wird
eine weitere Sicherheit gegenüber Manipulationen gegeben.
[0033] In Schritt 11 wird das ermittelte Signal dann ausgewertet. Zeigt das Signal die Anwesenheit
einer Person im Kraftfahrzeug an, so erfolgt in Schritt 12 ein Übergang in den Entriegelungs-
oder Verriegelungszustand, so dass die Person die Möglichkeit zum Aussteigen hat.
Die Schritte 10 und 11 laufen dabei vollständig automatisch ab, das bedeutet, nach
dem Anzeigen des Aussteigewunsches muss die Person keine weiteren Aktivitäten unternehmen,
um den Zustand des Schließsystems zu wechseln. Ergibt das in Schritt 10 ermittelte
Signal, dass sich scheinbar keine Person in dem Kraftfahrzeug befindet, so sieht das
erfindungsgemäße Verfahren in diesem Ausführungsbeispiel dennoch eine weitere Absicherungsmethode
vor, indem in einem Schritt 13 auf einem Display, gegebenenfalls auch akustisch untermalt,
eine Handlungsanweisung in Form eines Textes ausgegeben wird. Eine Handlungsanweisung
enthält eine Folge von Handlungen, die durchzuführen sind, um den Sicherheitszustand
zu verlassen. Dabei sind nun mehrere Möglichkeiten denkbar. Als Handlungsanweisung
kann so beispielsweise das Eingeben einer Zeichenfolge, also beispielsweise eines
Codes, vorgesehen sein, es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass am Mensch-Maschine-Interface
ein bestimmter Menüpunkt ausgewählt wird. Denkbar ist auch, dass die Betätigung wenigstens
eines dritten Bedienelements in der Handlungsanweisung angegeben wird. Das dritte
Bedienelement kann insbesondere ein dediziertes Bedienelement sein, welches besonders
versteckt, beispielsweise im Handschuhfach, oder schwer erreichbar angeordnet ist.
[0034] In einem Schritt 14 wird dann überprüft, ob innerhalb eines vorbestimmten Zeitraums
die Handlungsanweisung befolgt wurde, das bedeutet, die Handlungsfolge durchgeführt
wurde. Ist dies der Fall, so wird ebenso in Schritt 12 in den Verriegelungszustand
oder Entriegelungszustand gewechselt.
[0035] Wird die Handlungsanweisung nicht erfüllt, so wird nach dem vorbestimmten Zeitraum
wieder in den normalen Sicherheitszustand zurückgeschaltet, so dass beispielsweise
einer von außen manipulierenden Person nicht die Möglichkeit gegeben wird, einen Wechsel
des Zustands herbeizuführen. Der vorbestimmte Zeitraum kann beispielsweise gleich
lange wie die vorbestimmte Zeitspanne andauern.
[0036] Fig. 2 zeigt schließlich ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug 15, das zur Durchführung
des Verfahrens aus Fig. 1 ausgebildet ist. Das Kraftfahrzeug 15 besitzt im Beispiel
zwei Fronttüren 16 mit Verriegelungsmechanismen 17 sowie eine Heckklappe 18 mit Verriegelungsmechanismus
19. Es liegt eine Zentralverriegelung vor, das bedeutet, die Verriegelungsmechanismen
17, 19 werden zentral durch ein Steuergerät 20 verriegelt bzw. entriegelt. Das Steuergerät
20 und die Verriegelungen 17, 19 bilden Teil eines Schließsystems des Kraftfahrzeugs
15. Das Schließsystem hat, wie bereits diskutiert, drei Zustände, nämlich den Entriegelungszustand,
den Verriegelungszustand und den Sicherheitszustand.
[0037] Zudem besitzt das Kraftfahrzeug 15 einige dem Schließsystem zugeordnete Bedienelemente,
die hier insbesondere als erste Bedienelemente fungieren. Dabei handelt es sich um
versenkbare Türknöpfe 21, Türgriffe 22 und einen Ver-/Entriegelungsschalter 23. Weiterhin
ist ein Mensch-Maschine-Interface mit einem Display 24 und Lautsprechern 25 vorgesehen.
Angedeutet ist bei 26 noch ein versteckter Schalter im Handschuhfach dargestellt,
der als drittes Bedienelement fungieren kann. Schließlich ist in der Fahrertür noch
ein Schalter 32 zur Deaktivierung einer bei 33 angedeuteten Innenraumüberwachungsvorrichtung
angeordnet, der ein viertes Bedienelement bilden kann.
[0038] Schließlich ist in dem Kraftfahrzeug 15 eine Innenraumsensorik vorgesehen, die neben
Sitzbelegungsmatten 27 auf den vorderen Sitzen eine Innenraumkamera 28 sowie das Einstecken
eines Gurtes in einem Gurtschloss anzeigende Sensoren 29 umfasst.
[0039] Genauso kann eine Betätigung der Türgriffe 22 vorliegend detektiert werden.
[0040] Die Türgriffe 22, die Türknöpfe 21, der Schalter 23, die Verriegelungen 17, 19, die
Sensoren 27, 28 und 29, der Schalter 26 und die Ausgabemittel, Display 24 und Lautsprecher
25, Schalter 32 und Innenraumüberwachungsvorrichtung 33, kommunizieren alle mit dem
Steuergerät 20, so dass durch dieses das erfindungsgemäße Verfahren wie oben beschrieben
ausführbar ist.
1. Verfahren zur Steuerung eines Schließsystems eines Kraftfahrzeugs (15), in dem als
Zustände des Schließsystems ein Entriegelungszustand, ein Verriegelungszustand, aus
dem über wenigstens ein erstes Bedienelement (21, 22, 23) innerhalb des Kraftfahrzeugs
(15) in den Entriegelungszustand gewechselt werden kann, und ein Sicherheitszustand,
in dem durch bloßes Betätigen eines ersten Bedienelements (21, 22, 23) nicht in den
Entriegelungszustand gewechselt werden kann, vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
- dass bei einer benutzerinitiiert deaktivierten Alarmvorrichtung, insbesondere einer Innenraumüberwachungsvorrichtung
(33), grundsätzlich nur in den Verriegelungszustand umgeschaltet wird, und/oder
- dass bei einem benutzerinitiierten Übergang von dem Entriegelungszustand in den Sicherheitszustand
- entweder für eine vorbestimmte Zeitspanne automatisch ein die Anwesenheit oder Abwesenheit
einer Person in dem Kraftfahrzeug (15) anzeigendes Signal ermittelt und bei die Anwesenheit
einer Person in dem Kraftfahrzeug (15) anzeigendem Signal in den Entriegelungszustand
oder den Verriegelungszustand umgeschaltet wird
- oder zunächst für eine vorbestimmte Zeitspanne in den Verriegelungszustand umgeschaltet
wird, wonach in den Sicherheitszustand gewechselt wird, und/oder
- dass bei in dem Sicherheitszustand befindlichem Schließsystem bei einem einen Aussteigewunsch
einer in dem Kraftfahrzeug (15) befindlichen Person anzeigenden Signal, insbesondere
bei einer Betätigung eines ersten Bedienelements (21, 22, 23), automatisch ein die
Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug (15) anzeigendes Signal
ermittelt und bei die Anwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug (15) anzeigendem
Signal in den Entriegelungszustand oder den Verriegelungszustand umgeschaltet wird,
oder bei in dem Sicherheitszustand befindlichen Schließsystem bei einem einen Aussteigewunsch
einer in dem Kraftfahrzeug (15) befindlichen Person anzeigenden Signal über ein optisches
und/oder akustisches Ausgabemittel eine Handlungsanweisung innerhalb des Kraftfahrzeugs
(15) ausgegeben wird, wobei bei Durchführung der Handlungsanweisung in den Entriegelungszustand
oder den Verriegelungszustand umgeschaltet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während zumindest eines Teils der vorbestimmten Zeitspanne ein optischer und/oder
akustischer und/oder haptischer und/oder olfaktorischer Warnhinweis ausgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Warnhinweis eine Textnachricht bezüglich des aktivierten oder bevorstehenden
Sicherheitszustands ausgegeben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass, falls zunächst für die vorbestimmte Zeitspanne in den Verriegelungszustand umgeschaltet
wird, zu Beginn der vorbestimmten Zeitspanne ein die Anwesenheit oder Abwesenheit
einer Person in dem Kraftfahrzeug (15) anzeigendes Signal ermittelt wird und bei einem
die Abwesenheit von Personen im Kraftfahrzeug (15) anzeigenden Signal kein Warnhinweis
ausgegeben wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Betätigung wenigstens eines zweiten Bedienelements während der vorbestimmten
Zeitspanne der zunächst eingenommene Verriegelungszustand aufrechterhalten wird und
nicht in den Sicherheitszustand umgeschaltet wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Zeitspanne zwischen 20 Sekunden und 2 Minuten andauert, insbesondere
30 Sekunden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als einen Aussteigewunsch einer in dem Kraftfahrzeug (15) befindlichen Person anzeigendes
Signal ein die Betätigung eines Innengriffs zum Öffnen einer Tür (16) des Kraftfahrzeugs
(15) und/oder das Lösen eines Gurts aus dem Gurtschloss anzeigendes Signal verwendet
wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug (15) anzeigende
Signal automatisch mittels wenigstens eines im Inneren des Kraftfahrzeugs (15) angeordneten
Sensors ermittelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensor wenigstens eine Sitzbelegungsmatte (27) und/oder, falls ein das Lösen
eines Gurts aus dem Gurtschloss anzeigendes Signal nicht als einen Aussteigewunsch
einer in dem Kraftfahrzeug (15) befindlichen Person anzeigendes Signal verwendet wird,
ein das Einstecken eines Gurtes in einem Gurtschloss anzeigender Sensor (29) und/oder
eine Kamera (28) und/oder ein Ultraschallsensor verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Deaktivierung wenigstens des Sensors bei einem Umschalten in den Sicherheitszustand
bei Vorliegen des einen Aussteigewunsch einer in dem Kraftfahrzeug (15) befindlichen
Person anzeigenden Signals der Sensor wieder aktiviert wird und das die Anwesenheit
oder Abwesenheit einer Person in dem Kraftfahrzeug (15) anzeigende Signal durch Vergleich
von zum Zeitpunkt der Deaktivierung des Sensors aufgenommenen Sensordaten mit zum
Zeitpunkt der Aktivierung aufgenommenen Sensordaten erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Sensor einer Innenraumüberwachungsvorrichtung (33) zugeordnet ist.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handlungsanweisung auf einem Display (24) dargestellt wird.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handlungsanweisung das Betätigen wenigstens eines dritten, insbesondere dedizierten
Bedienelements (26) umfasst.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Handlungsanweisung das Eingeben einer Zeichenfolge über eine Tastatur und/oder
eine Auswahl von Menüpunkten auf dem oder einem Display (24) verwendet wird.
15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die benutzerinitiierte Deaktivierung der Alarmvorrichtung, insbesondere der Innenraumüberwachungsvorrichtung
(33), über ein viertes, insbesondere dediziertes Bedienelement (32) erfolgt.
16. Kraftfahrzeug (15) mit einem Schließsystem, bei welchem ein Entriegelungszustand,
ein Verriegelungszustand, aus dem über wenigstens ein erstes Bedienelement (21, 22,
23) innerhalb des Kraftfahrzeugs (15) in den Entriegelungszustand gewechselt werden
kann, und ein Sicherheitszustand, in dem durch bloßes Betätigen eines ersten Bedienelements
(21, 22, 23) nicht in den Entriegelungszustand gewechselt werden kann, vorgesehen
sind, ausgebildet mit Mitteln zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 15.
1. Method for controlling a locking system of a motor vehicle (15), by an unlocked state,
a locked state, from which switching can take place into the unlocked state via at
least one first control element (21, 22, 23) within the motor vehicle (15), and a
safe state, in which switching into the unlocked state cannot take place by merely
actuating a first control element (21, 22, 23), being provided as states of the locking
system,
characterised in that
- in the case of an alarm device, more particularly a passenger-compartment monitoring
device (33), being deactivated in a user-initiated manner, switching can in principle
only take place into the locked state, and/or
- in that, in the case of a user-initiated transition from the unlocked state into the safe
state,
- either a signal indicating the presence or absence of a person inside the motor
vehicle (15) is automatically detected for a predetermined time interval and switching
into the unlocked state or the locked state takes place if the signal indicates the
presence of a person inside the motor vehicle (15),
- or switching into the locked state initially takes place for a predetermined time
interval before switching into the safe state, and/or
- in that when the locking system is in the safe state in the case of a signal indicating that
a person inside the motor vehicle (15) wishes to exit the motor vehicle, more particularly
when a first control element (21, 22, 23) is actuated, a signal indicating the presence
or absence of a person inside the motor vehicle (15) is automatically detected and
if the signal indicates that a person is present inside the motor vehicle (15), switching
into the unlocked state or the locked state takes place, or when the locking system
is in the safe state in the case of a signal indicating that a person inside the motor
vehicle (15) wishes to exit the motor vehicle, an instruction is output inside the
motor vehicle (15) via optical and/or acoustic output means, switching into the unlocked
state or the locked state taking place when the instruction is executed.
2. Method according to claim 1, characterised in that an optical and/or acoustic and/or haptic and/or olfactory warning message is output
during at least part of the predetermined time interval.
3. Method according to claim 2, characterised in that a text message regarding the activated or imminent safe state is output as a warning
message.
4. Method according to either claim 2 or claim 3, characterised in that when switching into the locked state initially takes place for the predetermined
time interval, a signal indicating the presence or absence of a person inside the
motor vehicle (15) is determined at a beginning of the predetermined time interval,
and no warning message is output in the case of a signal which indicates the absence
of persons inside the motor vehicle (15).
5. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the initially occupied locked state is maintained by actuating at least one second
control element during the predetermined time interval, and switching into the safe
state does not take place.
6. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the predetermined time interval lasts between 20 seconds and 2 minutes, more particularly
30 seconds.
7. Method according to any of the preceding claims, characterised in that a signal indicating the actuation of an interior handle for opening a door (16) of
the motor vehicle (15) and/or indicating the release of a seat belt from the seat
belt buckle is used as a signal indicating that a person inside the motor vehicle
(15) wishes to exit the motor vehicle.
8. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the signal indicating the presence or absence of a person inside the motor vehicle
(15) is automatically detected by means of at least one sensor arranged inside the
motor vehicle (15).
9. Method according to claim 8, characterised in that at least one seat occupancy mat (27) and/or, if a signal indicating the release of
a seat belt from the seat belt buckle is not used as a signal indicating that a person
inside the motor vehicle (15) wishes to exit the motor vehicle, a sensor (29) indicating
insertion of a seat belt into a seat belt buckle and/or a camera (28) and/or an ultrasonic
sensor is used as a sensor.
10. Method according to either claim 8 or claim 9, characterised in that if at least the sensor is deactivated during switching into the safe state, the sensor
is reactivated when the signal indicating that a person inside the motor vehicle (15)
wishes to exit the motor vehicle is present, and the signal indicating the presence
or absence of a person inside the motor vehicle (15) is the result of a comparison
of sensor data recorded when the sensor was deactivated with sensor data recorded
upon activation.
11. Method according to any of claims 8 to 10, characterised in that at least one sensor is associated with a passenger-compartment monitoring device
(33).
12. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the instruction is displayed on a display (24).
13. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the instruction includes actuating at least one third, more particularly dedicated,
control element (26).
14. Method according to claim 13, characterised in that inputting a symbol sequence via the keyboard and/or selecting menu items on the or
a display (24) is used as an instruction.
15. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the user-initiated deactivation of the alarm device, more particularly the passenger-compartment
monitoring device (33), takes place via a fourth, more particularly dedicated, control
element (32).
16. Motor vehicle (15) comprising a locking system in which an unlocked state, a locked
state, from which switching can take place into the unlocked state via at least one
first control element (21, 22, 23) within the motor vehicle (15), and a safe state,
in which switching into the unlocked state cannot take place by merely actuating a
first control element (21, 22, 23), are provided, which locking system is configured
to comprise means for performing a method according to any of claims 1 to 15.
1. Procédé de commande d'un système de fermeture d'un véhicule automobile (15), dans
lequel un état de déverrouillage, un état de verrouillage, duquel il est possible
de passer par l'intermédiaire d'au moins un premier élément de commande (21, 22, 23)
situé dans le véhicule automobile (15) à l'état de déverrouillage, et un état de sécurité,
dans lequel il n'est pas possible de passer par simple actionnement d'un premier élément
de commande (21, 22, 23) à l'état de déverrouillage, sont prévus comme états du système
de fermeture,
caractérisé en ce
- que pour un dispositif d'alarme désactivé par initiation de l'utilisateur, en particulier
d'un dispositif de surveillance d'habitacle (33), il est passé en principe seulement
à l'état de verrouillage, et/ou
- que pour un passage initié par l'utilisateur de l'état de déverrouillage à l'état de
sécurité,
-- soit pour un intervalle de temps prédéterminé, un signal indiquant la présence
ou l'absence d'une personne dans le véhicule automobile (15) est automatiquement déterminé
et en cas de signal indiquant la présence d'une personne dans le véhicule automobile
(15), il est passé à l'état de déverrouillage ou l'état de verrouillage
-- soit pour un intervalle de temps prédéterminé il est tout d'abord passé à l'état
de verrouillage, après quoi il est passé à l'état de sécurité, et/ou
- que pour un système de fermeture se trouvant dans l'état de sécurité en cas de signal
indiquant un souhait de descente d'une personne se trouvant dans le véhicule automobile
(15), en particulier lors d'un actionnement d'un premier élément de commande (21,
22, 23), un signal indiquant la présence ou l'absence d'une personne dans le véhicule
automobile (15) est automatiquement déterminé et en cas de signal indiquant la présence
d'une personne dans le véhicule automobile (15), il est passé à l'état de déverrouillage
ou l'état de verrouillage, ou pour le système de fermeture se trouvant dans l'état
de sécurité en cas de signal indiquant un souhait de descente d'une personne se trouvant
dans le véhicule automobile (15), une instruction de manipulation dans le véhicule
automobile (15) est émise par un moyen de sortie optique et/ou acoustique, dans lequel
lors de la réalisation de l'instruction de manipulation il est passé à l'état de déverrouillage
ou l'état de verrouillage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un avertissement optique et/ou acoustique et/ou haptique et/ou olfactif est émis pendant
au moins une partie de l'intervalle de temps prédéterminé.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un message textuel relatif à l'état de sécurité activé ou imminent est émis comme
avertissement.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que si tout d'abord pour l'intervalle de temps prédéterminé, il est passé à l'état de
verrouillage, un signal indiquant la présence ou l'absence d'une personne dans le
véhicule automobile (15) est déterminé au début de l'intervalle de temps prédéterminé
et en cas de signal indiquant l'absence de personnes dans le véhicule automobile (15),
aucun avertissement n'est émis.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que par l'actionnement d'au moins un second élément de commande pendant l'intervalle
de temps prédéterminé, l'état de verrouillage tout d'abord occupé est maintenu et
ne passe pas à l'état de sécurité.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'intervalle de temps prédéterminé dure entre 20 secondes et 2 minutes, en particulier
30 secondes.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un signal indiquant l'actionnement d'une poignée intérieure pour l'ouverture d'une
porte (16) du véhicule automobile (15) et/ou le détachement d'une ceinture de la boucle
est utilisé comme signal indiquant un souhait de descente d'une personne se trouvant
dans le véhicule automobile (15).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le signal indiquant la présence ou l'absence d'une personne dans le véhicule automobile
(15) est automatiquement déterminé à l'aide d'au moins un capteur disposé à l'intérieur
du véhicule automobile (15).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'au moins une natte d'occupation de siège (27) et/ou si un signal indiquant le détachement
d'une ceinture de la boucle n'est pas utilisé comme signal indiquant un souhait de
descente d'une personne se trouvant dans le véhicule automobile (15), un capteur (29)
indiquant l'enfichage d'une ceinture dans une boucle et/ou une caméra (28) et/ou un
capteur à ultrasons est utilisé comme capteur:
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'en cas de désactivation au moins du capteur lors d'un passage à l'état de sécurité
lors de la présence du signal indiquant un souhait de descente d'une personne se trouvant
dans le véhicule automobile (15), le capteur est réactivé et le signal indiquant la
présence ou l'absence d'une personne dans le véhicule automobile (15) est effectué
en comparant des données de capteur enregistrées au moment de la désactivation du
capteur avec des données de capteur enregistrées au moment de l'activation.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un capteur est associé à un dispositif de surveillance d'habitacle (33).
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'instruction de manipulation est représentée sur un écran (24).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'instruction de manipulation comporte l'actionnement d'au moins un troisième élément
de commande (26), notamment dédié.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que la saisie d'une suite de caractères par un clavier et/ou une sélection de points
de menu sur le ou un écran (24) est utilisée comme instruction de manipulation.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la désactivation initiée par l'utilisateur du dispositif d'alarme, en particulier
du dispositif de surveillance d'habitacle (33) est réalisée par un quatrième élément
de commande (32), notamment dédié.
16. Véhicule automobile (15) avec un système de fermeture, pour lequel un état de déverrouillage,
un état de verrouillage, duquel il peut être passé par l'intermédiaire d'au moins
un premier élément de commande (21, 22, 23) situé dans le véhicule automobile (15)
à l'état de déverrouillage, et un état de sécurité, dans lequel il ne peut être passé
par simple actionnement d'un premier élément de commande (21, 22, 23) à l'état de
déverrouillage, sont prévus, lequel est réalisé avec des moyens de réalisation d'un
procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 15.