[0001] Die Erfindung betrifft einen Toilettensitz mit einem Toilettendeckel, einer Toilettenbrille
und mindestens einem Gelenk. Ferner umfasst der Toilettensitz einen fest mit der Toilettenschüssel
verbindbaren Bolzen, über den der Toilettendeckel und die Toilettenbrille an der Toilettenschüssel
befestigbar sind.
[0002] Aus dem Dokument
DE 203009008303 U1 ist ein Toilettensitz bekannt, dessen Gelenk eine Aussparung umfasst, in dem der
Bolzen aufnehmbar ist, wobei der Bolzen eine umlaufende Nut aufweist, in der ein Sicherungselement
des Toilettensitzes in einer Befestigungsposition einrastet, so dass die aus dem Toilettendeckel,
der Toilettenbrille und dem Gelenk gebildete Einheit fest mit der Toilettenschüssel
verbunden ist. Über einen manuell betätigbaren Knopf kann das Sicherungselement um
eine Drehachse gedreht werden, so dass das Sicherungselement aus der Nut gelöst ist
und die aus dem Toilettendeckel, der Toilettenbrille und dem Gelenk gebildete Einheit
von dem Bolzen und somit von der Toilettenschüssel abnehmbar ist. Auf diese Weise
ist ein Schnellverschluss ausgebildet, mit dessen Hilfe der Toilettensitz auf einfache
Weise von der Toilettenschüssel abnehmbar und auf einfache Weise an dieser befestigbar
ist. Ferner weist der Toilettensitz eine Absenkautomatik auf, so dass ein Herunterfallen
des Deckels vermieden wird.
[0003] Problematisch an diesem Toilettensitz ist, dass die Mechanik des Schnellverschlusses,
die Mechanik der Absenkautomatik und das Gelenk in dem Toilettendeckel und der Toilettenbrille
bzw. in dem Verbindungsbereichs des Toilettendeckels und der Toilettenbrille integriert
sind, so dass bei einer Beschädigung des Toilettendeckels, der Toilettenbrille, des
Gelenkes und/oder der Mechanik der gesamte Toilettensitz entsorgt werden muss bzw.
die Reparatur nur mit großem Aufwand möglich ist, so dass diese Reparatur in der Regel
nicht wirtschaftlich ist.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Toilettensitz anzugeben, bei dem der Toilettendeckel
und die Toilettenbrille auf einfache Weise von der Toilettenschüssel lösbar und abnehmbar
sind und der auf einfache Weise gewartet und repariert werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Toilettensitz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0006] Erfindungsgemäß umfasst das Gelenk des Toilettensitzes einen Grundkörper, einen um
eine Längsachse des Grundkörpers drehbaren ersten Arm und einen ebenfalls um diese
Längsachse drehbaren zweiten Arm. Der erste Arm ist mit dem Toilettendeckel über eine
erste Verbindung verbindbar, wohingegen der zweite Arm mit der Toilettenbrille über
eine zweite Verbindung verbindbar ist. Durch diesen separaten Aufbau des Gelenkes,
der Toilettenbrille und des Toilettendeckels wird erreicht, dass bei einer Beschädigung
eines dieser drei Bauteile des Toilettensitzes dieses auf einfache Weise ausgetauscht
werden kann, so dass bei der Beschädigung eines Bauteils nicht der gesamte Toilettensitz
entsorgt werden muss bzw. der Aufwand zur Reparatur des Toilettensitzes erleichtert
wird. Durch das Vorsehen eines mit Hilfe des Knopfes betätigbaren Sicherungselementes
wird ein Schnellverschluss erreicht, mit dessen Hilfe der Toilettensitz schnell auf
der Toilettenschüssel montiert bzw. von dieser abgenommen werden kann. Hierdurch wird
insbesondere eine einfache, gründliche und hygienische Reinigung des Toilettensitzes
sowie der Toilettenschüssel ermöglicht.
[0007] Die erste Verbindung und/oder die zweite Verbindung sind vorzugsweise als lösbare
Verbindungen ausgebildet, so dass der Toilettendeckel bzw. die Toilettenbrille auf
einfache Weise zerstörungsfrei ausgetauscht werden kann. Hierdurch kann bei einer
Beschädigung der Toilettenbrille bzw. des Toilettensitzes dieser auf einfache Weise
ausgetauscht werden oder es kann beispielsweise ein Motivtoilettendeckel ausgetauscht
werden, wenn dem Benutzer des Toilettensitzes das Motiv nicht mehr gefällt und er
sich für ein neues entschieden hat.
[0008] Das Gelenk ist insbesondere als Scharnier ausgebildet, wobei die beiden Arme des
Scharniers vorzugsweise über Schrauben mit dem Toilettendeckel bzw. der Toilettenbrille
verbunden sind. Auf diese Weise wird ein einfacher Aufbau des Gelenkes und somit des
gesamten Toilettensitzes erreicht, so dass durch die Verwendung einer solchen einfachen
Mechanik die Fehleranfälligkeit reduziert wird und die Lebensdauer des Toilettensitzes
erhöht wird.
[0009] Es ist vorteilhaft, wenn das Sicherungselement translatorisch bewegbar angeordnet
ist und wenn das Sicherungselement bei einer Betätigung des Knopfes hierdurch translatorisch
derart bewegt wird, dass es in die Nut des Bolzens eingreift. Hierbei umfasst das
Sicherungselement insbesondere ein Langloch, durch das der Bolzen zumindest teilweise
hindurchragt, wenn die aus dem Toilettendeckel, der Toilettenbrille und dem Gelenk
gebildete Einheit auf den Bolzen und somit auf der Toilettenschüssel aufgesetzt ist.
Hierdurch wird zum einen eine sichere Befestigung dieser Einheit auf dem Bolzen erreicht
und zum anderen eine einfach zu betätigende Mechanik erzielt, die eine geringe Fehlerwahrscheinlichkeit
aufweist und eine hohe Lebensdauer garantiert.
[0010] Das Sicherungselement ist vorzugsweise über mindestens eine Feder in der Befestigungsposition
gehalten. Hierdurch wird erreicht, dass das Sicherungselement durch die Feder automatisch
in die Befestigungsposition bewegt wird, wenn die aus dem Toilettendeckel, der Toilettenbrille
und dem Gelenk gebildete Einheit auf dem Bolzen aufgesetzt wird, so dass diese Einheit
automatisch an dem Bolzen befestigt wird und eine solche Befestigung nicht vergessen
werden kann. Beim Lösen des Sicherungselementes aus der Befestigungsposition zum Abnehmen
der aus dem Toilettendeckel, der Toilettenbrille und dem Gelenk gebildeten Einheit
wird dieses translatorisch entgegen der Federkraft der Feder bewegt.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der Toilettendeckel
und der Grundkörper über eine Absenkautomatik miteinander verbunden, so dass sich
der Toilettendeckel automatisch langsam absenkt und somit ein Herunterfallen des Toilettendeckels
und eine eventuelle Beschädigung des Toilettendeckels und/oder der Toilettenbrille
vermieden wird.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
die die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den beigefügten
Figuren näher erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer Toilette mit einer Toilettenschüssel und eines
auf dieser montierten Toilettensitzes;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung der Toilette nach Figur 1 mit hochgeklapptem Toilettendeckel;
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung der Toilette nach den Figuren 1 und 2 mit hochgeklapptem
Toilettendeckel und hochgeklappter Toilettenbrille;
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung der Toilette nach den Figuren 1 bis 3 mit abgenommenem
Toilettendeckel und abgenommener Toilettenbrille;
- Figur 5
- eine perspektivische Darstellung einer aus der Toilettenbrille, dem Toilettendeckel
und zwei Gelenken gebildeten Einheit in Draufsicht und Untersicht;
- Figur 6
- eine perspektivische Darstellung der Einheit nach Figur 5 mit abmontiertem Toilettendeckel;
- Figur 7
- eine perspektivische Darstellung der Einheit nach Figur 5 mit abmontierter Toilettenbrille;
- Figur 8
- eine perspektivische Darstellung der Gelenke des Toilettensitzes;
- Figur 9
- eine perspektivische Darstellung eines Gelenks des Toilettensitzes und eines Befestigungselements
des Toilettensitzes;
- Figur 10
- eine weitere perspektivische Explositionsdarstellung eines Gelenkes und eines Befestigungselements;
- Figur 11
- eine weitere perspektivische Explositionsdarstellung des Gelenkes und des Befestigungselements
nach Figur 9;
- Figur 12
- eine Schnittdarstellung eines Gelenkes und eines Befestigungselements beim Aufsetzen
des Gelenkes auf das Befestigungselement;
- Figur 13
- eine weitere Schnittdarstellung des Gelenkes und des Befestigungselements nach Figur
12;
- Figur 14
- eine Schnittdarstellung des Gelenkes und des Befestigungselements nach den Figuren
12 und 13 in einer Befestigungsposition;
- Figur 15
- eine weitere Schnittdarstellung des Befestigungselements und des Gelenkes nach Figur
14 in der Befestigungsposition;
- Figur 16
- eine Schnittdarstellung des Gelenkes und des Befestigungselements nach den Figuren
12 bis 15 bei Betätigung eines Knopfes;
- Figur 17
- eine Schnittdarstellung des Gelenkes und des Befestigungselements nach den Figuren
12 bis 16 nach der Betätigung des Knopfes;
- Figur 18
- eine weitere Schnittdarstellung des Gelenkes und des Befestigungselements in dem in
Figur 17 gezeigten Zustand; und
- Figur 19
- eine Schnittdarstellung des Gelenkes und des Befestigungselements nach den Figuren
12 bis 18 beim Abnehmen des Gelenkes von dem Befestigungselement.
[0014] In Figur 1 ist eine perspektivische Darstellung einer Toilette 10 gezeigt. Die Toilette
10 umfasst eine Toilettenschüssel 14 und einen auf dieser montierten Toilettensitz
12. Der Toilettensitz 12 wiederum hat einen Toilettendeckel 16, eine Toilettenbrille
18, zwei Gelenke 20, 22 sowie zwei Befestigungselemente 24, 26, mit deren Hilfe die
aus dem Toilettendeckel 16, der Toilettenbrille 18 und den Gelenken 20, 22 gebildete
Einheit auf der Toilettenschüssel 14 montierbar ist.
[0015] In Figur 2 ist eine perspektivische Darstellung der Toilette 10 nach Figur 1 gezeigt,
wobei der Toilettendeckel 16 des Toilettensitzes 12 hochgeklappt ist. Hierzu sind
die Gelenke 20, 22 derart ausgebildet, dass der über die Gelenke 20, 22 mit der Toilettenbrille
18 und der Toilettenschüssel 14 verbundene Toilettendeckel 16 relativ zu der Toilettenschüssel
14 und zur Toilettenbrille 18 um die Längsachse der Gelenke 20, 22 drehbar ist.
[0016] In Figur 3 ist eine perspektivische Darstellung der Toilette 10 dargestellt, wobei
sowohl der Toilettendeckel 16 als auch die Toilettenbrille 18 hochgeklappt sind. Elemente
mit gleichem Aufbau oder gleicher Funktion haben dieselben Bezugszeichen.
[0017] In Figur 4 ist eine perspektivische Darstellung der Toilette 10 nach den Figuren
1 bis 3 dargestellt, wobei eine aus dem Toilettendeckel 16, der Toilettenbrille 18
und den Gelenken 20, 22 gebildete Einheit 28 von den Befestigungselementen 24, 26
und somit von der Toilettenschüssel 14 abgenommen ist. Die Gelenke 20, 22 umfassen
einen im Zusammenhang mit den folgenden Figuren noch näher beschriebenen Schnellverschlussmechanismus,
mit dessen Hilfe die Einheit 28 auf einfache Weise von den Befestigungselementen 24,
26 gelöst und auf diesen befestigt werden kann. Hierzu umfassen die Befestigungselemente
24, 26 jeweils einen Bolzen 30, 32, über die die Einheit 28 auf der Toilettenschüssel
14 befestigt wird.
[0018] In Figur 5 sind zwei perspektivische Darstellungen der Einheit 28 gezeigt, wobei
die linke Darstellung eine Draufsicht und die rechte Darstellung eine Untersicht zeigt.
[0019] In Figur 6 ist eine perspektivische Darstellung der Einheit 28 mit abmontiertem Toilettendeckel
16 dargestellt. Die Gelenke 20, 22 umfassen jeweils ein erstes Verbindungselement
34, 36, an denen der Toilettendeckel 16 über eine erste Verbindung befestigbar ist.
Bei dem in Figur 6 gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dieser ersten
Verbindung um eine Schraubverbindung, wobei jedes der ersten Verbindungselemente 34,
36 über zwei Schrauben 38a bis 38d mit dem Toilettendeckel 16 verbindbar ist. Durch
das Ausbilden der ersten Verbindung als Schraubverbindung wird erreicht, dass es sich
hierbei um eine lösbare Verbindung handelt, so dass der Toilettendeckel 16 auf einfache
Weise von den Gelenken 20, 22 ab- bzw. an die Gelenke 20, 22 montiert werden kann.
[0020] In Figur 7 ist eine perspektivische Darstellung der Einheit 28 gezeigt, wobei die
Toilettenbrille 18 von den Gelenken 20, 22 abmontiert ist. Die Gelenke 20, 22 umfassen
jeweils ein zweites Verbindungselement 40, 42, welches über eine zweite Verbindung
mit der Toilettenbrille 18 verbindbar ist. Bei dem in Figur 7 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist auch die zweite Verbindung als Schraubverbindung ausgebildet, so dass die Toilettenbrille
18 über jeweils zwei Schrauben 30e bis 38g mit den zweiten Verbindungselementen 40,
42 und somit den Gelenken 20, 22 verbindbar ist.
[0021] Insgesamt wird somit ein modularer Aufbau der Einheit 28 aus einem Toilettendeckel
16, einer Toilettenbrille 18 und zwei separaten Gelenken 20, 22 erreicht. Hierdurch
wird ein einfacher Austausch eines dieser Bauelemente 16, 18, 20, 22 erreicht, wenn
dieses beispielsweise beschädigt ist. Ferner können auf diese Weise z.B. Motivtoilettendeckel
ausgetauscht werden, wenn einem das Motiv des alten Toilettendeckels nicht mehr gefällt
und man einen neuen Toilettendeckel wünscht.
[0022] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können die erste Verbindung
und/oder die zweite Verbindung auch nicht als Schraubverbindung sondern beispielsweise
als Klebe-, Steck-, Rast- und/oder Klemmverbindung ausgebildet sein.
[0023] In Figur 8 ist eine perspektivische Darstellung der beiden Gelenke 20, 22 gezeigt.
Die beiden Gelenke 20, 22 umfassen neben den Verbindungselementen 34, 36, 40, 42 jeweils
einen Grundkörper 44, 46, in denen die Mechanik des zuvor erwähnten Schnellverschlusses
sowie die Mechanik einer Absenkautomatik für den Toilettendeckel 16 integriert sind.
Ferner sind auf den Grundkörpern 44, 46 die jeweiligen Verbindungselemente 34, 36,
40, 42 aufgesetzt. Darüber hinaus umfasst jedes Gelenk 20, 22 ein Abdeckelement 48,
50, durch das das Eindringen von Schmutz in die in den Grundkörpern 44, 46 integrierte
Mechanik verhindert wird.
[0024] In Figur 9 ist eine perspektivische Darstellung des Gelenkes 22 und des Befestigungselementes
26 gezeigt, wobei das Gelenk 22 auf das Befestigungselement 26 aufgesetzt und mit
diesem verbunden ist. Das Befestigungselement 26 umfasst neben dem Bolzen 32, auf
dem das Gelenk 22 aufgesetzt ist, eine Schraube 52, mit deren Hilfe das Befestigungselement
52 an der nicht dargestellten Toilettenschüssel 14 befestigbar ist.
[0025] In Figur 10 ist eine perspektivische Darstellung des ersten Gelenkes 20 und des ersten
Befestigungselementes 24 gezeigt, wobei das Gelenk 20 und das Befestigungselement
24 nicht miteinander verbunden sind.
[0026] In Figur 11 ist eine perspektivische Darstellung des zweiten Gelenkes 22 und des
zweiten Befestigungselementes 26 gezeigt. Das erste Gelenk 20 und das zweite Gelenk
22 sowie das erste Befestigungselement 24 und das zweite Befestigungselement 26 sind
analog zueinander aufgebaut, so dass zur Vereinfachung der Beschreibung im Folgenden
der Aufbau des zweiten Gelenkes 22 und des zweiten Befestigungselementes 26 beschrieben
wird. Die Ausführungen gelten entsprechend für das erste Gelenk 20 und das erste Befestigungselement
24.
[0027] Der Grundkörper 46 des zweiten Gelenkes 22 umfasst einen manuell betätigbaren Knopf
54, drei Federn 56 bis 60, ein Sicherungselement 62 sowie eine Hülse 64 zum Schutz
der im Inneren des Grundkörpers 46 angeordneten Mechanik. Ferner hat der Grundkörper
46 eine in Figur 11 nicht sichtbare Aussparung, in die der Bolzen 32 zumindest teilweise
hineinragt, wenn das Gelenk 22 auf dem Befestigungselement 26 aufgesetzt ist, und
somit die Einheit 28 auf der Toilettenschüssel 14 montiert ist.
[0028] Der Bolzen 32 des Befestigungselementes 26 umfasst eine umlaufende Nut 66, in die
das Sicherungselement 62 eingreift, wenn das Sicherungselement 62 in einer Befestigungsposition
angeordnet ist. Das Befestigen und das Lösen des Gelenkes 22 von dem Befestigungselement
26 und somit das Montieren und das Abmontieren der Einheit 28 von der Toilettenschüssel
14 über den Schnellverschlussmechanismus wird im Folgenden in Zusammenhang mit den
Figuren 12 bis 21 noch näher beschrieben.
[0029] In Figur 12 ist eine Schnittdarstellung des Gelenkes 22 und des Befestigungselementes
26 beim Aufsetzen des Gelenkes 22 auf das Befestigungselement 26 gezeigt. Beim Aufsetzen
des Gelenkes 22 auf das Befestigungselement 26 werden das Gelenk 22 und das Befestigungselement
26 in Richtung des Pfeils P1 aufeinander zubewegt. Hierbei wird der Bolzen 32 des
Befestigungselements 26 in die Aussparung des Gelenkes 22 eingeführt. Der Bolzen 32
weist an der der Schraube 52 abgewandten Seite eine abgeschrägte Fase 68 auf, durch
die das Sicherungselement 52 beim Aufeinanderzubewegen des Gelenkes 22 und des Befestigungselementes
26 durch den Kontakt zu dieser Fase 68 in Richtung des Pfeils P2 entgegen der Federkraft
der Feder 60 bewegt wird und hierbei an der Oberfläche der Fase 68 gleitet.
[0030] In Figur 13 ist eine Schnittdarstellung des Gelenkes 22 und des Befestigungselementes
26 in dem in Figur 12 gezeigten Zustand dargestellt.
[0031] Das Sicherungselement 62 umfasst ein Eingriffselement 70, welches in die umlaufende
Nut 66 des Befestigungselementes 26 einrastet und mit dem Bolzen 32 in Eingriff steht,
wenn das Gelenk 22 und das Befestigungselement 26 in einer Befestigungsposition angeordnet
sind. Diese Befestigungsposition ist in einer Schnittdarstellung in Figur 14 und Figur
15 dargestellt. Verglichen mit dem in den Figuren 12 und 13 dargestellten Zustand
sind das Gelenk 22 und das Befestigungselement 26 soweit aufeinander zubewegt, dass
der Bolzen 32 die Aussparung des Gelenkes 22 nahezu vollständig ausfüllt und das Eingriffselement
70 in die umlaufende Nut 66 eingreift. Das Sicherungselement 62 wird hierzu durch
die Federkraft der Feder 60 entgegen der Richtung des Pfeils P2 bewegt, so dass der
Eingriff zwischen dem Eingriffselement 70 und dem Bolzen 32 automatisch hergestellt
wird, wenn der Bolzen 32 weit genug in die Aussparung des Gelenkes 22 bewegt ist.
[0032] In Figur 16 ist eine Schnittdarstellung des Gelenkes 22 und des Befestigungselementes
26 gezeigt. Bei dem in Figur 16 gezeigten Zustand ist der Knopf 54 manuell betätigt,
d.h. in Richtung des Pfeils P3 bewegt. Hierbei werden die drei Federn 56, 58, 60 gestaucht.
Die hierfür notwendige Kraft wird durch den Betätiger des Knopfes 54 aufgebracht.
Durch die Betätigung des Knopfes 54 werden zwei fest mit dem Knopf 54 verbundene Eingriffselemente
72, 74 relativ zum Sicherungselement 62 bewegt, bis diese hinter eine Erhebung 76
des Sicherungselementes 62 greifen und somit der Knopf 54 mit dem Sicherungselement
62 in Eingriff steht.
[0033] In Figur 17 ist eine Schnittdarstellung des Gelenkes 22 und des Befestigungselementes
26 dargestellt, wobei in Figur 17 derjenige Zustand dargestellt ist, nachdem der Knopf
54 nach der Betätigung wieder losgelassen wurde. Der Knopf 54 wird durch die Federkraft
der Federn 56, 58 in Richtung des Pfeils P2 bewegt. Durch den Eingriff zwischen den
Eingriffselementen 72, 74 und der Erhebung 76 wird hierbei auch das Sicherungselement
62 in Richtung des Pfeils P2 bewegt, so dass das Eingriffselement 70 des Sicherungselementes
62 nicht mehr in die umlaufende Nut 66 des Bolzens 32 des Befestigungselementes 26
eingreift. Auf diese Weise wird das Sicherungselement 62 aus der Befestigungsposition
herausbewegt und somit die Verbindung zwischen dem Bolzen 32 und dem Gelenk 22 gelöst.
[0034] In Figur 18 ist eine weitere Schnittdarstellung des Gelenkes 22 und des Befestigungselementes
26 bei dem in Figur 17 dargestellten Zustand gezeigt.
[0035] Nachdem das Sicherungselement 32 über den Eingriff zwischen den Eingriffselementen
72, 74 und der Erhebung 76 soweit in Richtung des Pfeils P2 bewegt wurde, dass kein
Eingriff zwischen dem Eingriffselement 70 und der umlaufenden Nut 66 des Bolzens 32
besteht, kann das Gelenk 22 von dem Bolzen abgenommen werden, indem der Bolzen 32
aus der Aussparung des Gelenkes 22, wie in Figur 19 dargestellt, in Richtung des Pfeils
P1 hinausbewegt wird. Auf diese Weise kann die Einheit 28 von dem Befestigungselement
26 und somit von der Toilettenschüssel 14 auf einfache Weise abgenommen werden. Das
Sicherungselement 32 wird durch die Federkraft der gestauchten Feder 60 wieder derart
entgegen des Pfeils P2 bewegt, so dass kein Eingriff zwischen den Eingriffselementen
72, 74 und der Erhebung 76 mehr besteht und das Sicherungselement 62 somit in Figur
19 wieder so angeordnet ist, wie es in Figur 12 gezeigt ist.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Toilette
- 12
- Toilettensitz
- 14
- Toilettenschüssel
- 16
- Toilettendeckel
- 18
- Toilettenbrille
- 20, 22
- Gelenk
- 24, 26
- Befestigungselement
- 28
- Einheit
- 30, 32
- Bolzen
- 34, 36, 40, 42
- Verbindungselement
- 38a bis 38g
- Schraube
- 44,46
- Grundkörper
- 48,50
- Abdeckung
- 52
- Schraube
- 54
- Knopf
- 56,58,60
- Feder
- 62
- Sicherungselement
- 64
- Hülse
- 66
- Nut
- 68
- Fase
- 70, 72, 74
- Eingriffselement
- 76
- Erhebung
- P1, P2, P3
- Richtung
1. Toilettensitz,
mit einem Toilettendeckel (16) und einer Toilettenbrille (18),
mindestens einem fest mit einer Toilettenschüssel (14) verbindbaren Bolzen (30, 32)
zur Befestigung des Toilettendeckels (16) und der Toilettenbrille (18),
wobei der Bolzen (30, 32) eine umlaufende Nut (66) aufweist,
mit einem Gelenk (20, 22) mit einer Aussparung, in der der Bolzen (30, 32) aufnehmbar
ist,
wobei das Gelenk (20, 22) ein Sicherungselement (62) umfasst, das in einer Befestigungsposition
in die Nut (66) des in der Aussparung des Gelenks (20, 22) aufgenommen Bolzens (30,
32) eingreift,
das Gelenk (20, 22) einen Knopf (54) umfasst, der durch eine manuelle Betätigung das
Sicherungselement (62) aus der Befestigungsposition bewegt, so dass das Sicherungselement
(62) aus der Nut (66) gelöst ist und die aus dem Toilettendeckel (16), der Toilettenbrille
(18) und dem Gelenk (20, 22) gebildete Einheit (28) von dem Bolzen (30, 32) abnehmbar
ist,
wobei das Gelenk (20, 22) einen Grundkörper (44, 46), einen um eine Längsachse des
Grundkörpers (44, 46) drehbaren ersten Arm und einen um die Längsachse drehbaren zweiten
Arm umfasst,
der erste Arm mit dem Toilettendeckel (16) über eine erste Verbindung verbindbar ist,
und
wobei der zweite Arm mit der Toilettenbrille (18) über eine zweite Verbindung verbindbar
ist.
2. Toilettensitz (12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verbindung und/oder die zweite Verbindung lösbar sind.
3. Toilettensitz (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (20, 22) separat von der Toilettenbrille (18) und dem Toilettendeckel
(16) angeordnet ist.
4. Toilettensitz (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (20, 22) als Scharnier ausgebildet ist.
5. Toilettensitz (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (62) translatorisch bewegbar angeordnet ist, und dass das Sicherungselement
(62) bei einer Betätigung des Kopfes (54) hierdurch derart translatorisch bewegt wird,
dass es nicht mehr in die Nut (66) des Bolzen (30, 32) eingreift.
6. Toilettensitz (12) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (62) ein Langloch umfasst, durch das der Bolzen (30, 32) zumindest
teilweise hindurchragt, wenn die aus dem Toilettendeckel (16), der Toilettenbrille
(18) und dem Gelenk (20, 22) gebildete Einheit (28) auf den Bolzen (30, 32) aufgesetzt
ist.
7. Toilettensitz (12) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (62) über mindestens eine Feder (56, 58, 60) in der Befestigungsposition
gehalten ist, und dass das Sicherungselement (62) entgegen der Federkraft der Feder
(56, 58, 60) zur Abnahme der aus dem Toilettendeckel (16), der Toilettenbrille (18)
und dem Gelenk (20, 22) gebildeten Einheit (28) translatorisch bewegt wird.
8. Toilettensitz (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Toilettendeckel (16) und der Grundkörper (44, 46) über eine Absenkautomatik miteinander
verbunden sind.