[0001] Die Erfindung betrifft einen Becher aus einem Papiermaterial mit einem befüllbaren
Innenraum, der mittels eines wenigstens abschnittsweise konischen Mantels und eines
Bodens gebildet ist, wobei der Boden im Bereich des unteren Endes des Innenraums im
Wesentlichen flüssigkeitsdicht mit dem Mantel verbunden ist und wobei der den innenraum
begrenzende Mantel wenigstens eine Einformung aufweist. Die Erfindung betrifft auch
ein Verfahren zum Herstellen eines Bechers aus Papiermaterial,
[0002] Becher aus Papiermaterial mit Einformungen am Mantel sind bekannt und solche Einformungen
sind beispielsweise dazu vorgesehen, um die Stapeleigenschaften solcher Becher zu
verbessern, die Griffigkeit solcher Becher zu verbessern oder auch um einen Abstand
zwischen einem Außenmantel und einem Mantel aufrecht zu erhalten, so dass ein isolierender
Zwischenraum zwischen Außenmantel und Mantel auch beim Halten eines gefügten Bechers
nicht zusammengedrückt wird.
[0003] Ein gattungsgemäßer Becher ist durch das EP-Paterit 1227042 Stand der Technik. Beschrieben
wird ein wärmeisolierender Becher, der durch zwei konische Wände gebildet wird, wobei
die innere Wand eine einwärts gerichtete Nut besitzt, die zur Abstapelung eines gleichartigen
Bechers im Inneren des stapelnden Bechers dient. Die einwärts gerichtete Nut, die
durch Einrollen erzeugt wird, soll dem Becher gute Stapel- und Entstapeleigenschaften
verleihen, ohne dass eine Vielzahl gestapelter Becher verklemmen. Die Erfahrung zeigt,
dass die Stapeteigenscharten bis zu einer Anzahl von etwa 20 Bechern zufriedenstellend
sind. Werden wesentlich mehr Becher gestapelt, dann treten aber doch wieder Verklemmungen
auf. Insbesondere werden diese Verklemmungen durch axialen Druck, der von der Becheröffnung
zum Boden gerichtet ist, bei einer großen Anzahl gestapelter Becher durch ihr Eigengewicht
hervorgerufen. Schon das mäßige Absetzen von 50 verpackten und gestapelten Bechern
führt zu einem Verklemmen. Als Ursache für das Verklemmen muß eine ungenügende Stetigkeit
der Nut angesehen werden, die in dieser Herstellungsweise jedoch nicht verbessert
werden kann, da das Einrollen zu einer Materialschwächung führt.
[0004] In der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2004056032 A1 wird zwar ein Becher mit verbesserten Stapeleigenschaften wie der zuvor beschriebene
Becher beschrieben, jedoch ist auch in dieser Anmeldung das Problem des Verklemmens
aufgrund der Verformung des Bechermantels im Bereich der Einformung nicht zufriedenstellend
gelöst.
[0005] Mit der Erfindung soll ein verbesserter Becher aus einem Papiermaterial und ein verbessertes
Verfahren zum Herstellen eines Bechers aus Papiermaterial angegeben werden.
[0006] Erfindungsgemäß ist hierzu ein Becher aus einem Papiermaterial mit einem befüllbaren
Innenraum, der mittels eines wenigstens abschnittsweise konischen Mantels und eines
Bodens gebildet ist, vorgesehen, wobei der Boden im Bereich des unteren Endes des
Innenraums im Wesentlichen flüssigkeitsdicht mit dem Mantel verbunden ist und wobei
der den Innenraum begrenzende Mantel wenigstens eine Einformung aufweist, bei dem
im Bereich der wenigstens einen Einformung eine Verstärkung zum Stabilisieren der
Einformung angeordnet ist.
[0007] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass eine Verstärkung im Bereich der Einformung
die Gebrauchseigenschaften von Bechern aus Papiermaterial wesentlich verbessern kann.
So wurde festgestellt, dass sich diese Einformungen, die zu verschiedenen Zwecken
an dem Becher vorgesehen sein können, unter Belastung so stark verformen können, dass
sie die ihnen zugedachte Aufgabe nicht mehr erfüllen können, beispielsweise das Abstapeln
mehrerer Becher zuverlässig zu ermöglichen oder einen Abstand zwischen Außenmantel
und Mantel aufrecht zu erhalten. Die Verformung der Einformungen tritt dabei überraschenderweise
auf, obwohl auf Becher aus Papierrnaterialien an und für sich keine übermäßigen Kräfte
einwirken. Beispielsweise wirkt beim Stapeln mehrerer Papierbecher lediglich die Gewichtskraft
der jeweils oberen Becher auf die unteren Becher ein. Durch Vorsehen einer Verstärkung
kann nun gewährleistet werden, dass sich die Form der Einformung auch unter Belastung
nicht wesentlich verändert oder lediglich so verändert, dass die Einformung die vorgesehene
Aufgabe erfüllen kann.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist die Verstärkung als auf den Mantel aufgebrachte
Beschichtung ausgebildet.
[0009] Beispielsweise kann die Verstärkung als abschnittsweise und insbesondere ringförmig
im Bereich der Einformung auf den Mantel aufgesprühte Kunststoffbeschichtung ausgebildet
sein. Papierinaterial, aus dem Papierbecher hergestellt werden, sind in der Regel
auf einer Innenseite, die mit Flüssigkeit in Kontakt kommt, beschichtet, beispielsweise
kunststoffbeschichtet. Im Bereich der Einformung kann dann nach Einbringen der Einformung
zusätzlich eine weitere Beschichtung aufgebracht werden, um die Einformung zu stabilisieren.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist die Verstärkung als auf den Mantel auf gebrachte
Klebstoffspur ausgebildet.
[0011] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass mit dem einfachen Aufbringen einer Klebstoffspur
eine ganz wesentliche Verstärkung von Einformungen am Mantel bewirkt werden kann.
Das Aufbringen einer Klebstoffspur ist dabei besonders einfach, da üblicherweise Boden
und Mantel und ggf. ein Außenmantel ohnehin mittels Klebstoff miteinander verbunden
werden. Das zusätzliche Aufbringen einer Klebstoffspur im Bereich der Einformung erfordert
dadurch keine zusätzlichen Einrichtungen im Vergleich zu einer herkömmlichen Vorrichtung
zum Herstellen von Bechern. Als Klebstoff im Sinne der Erfindung wird Leim, Heißkleber,
Kunststoffkleber udgl. bezeichnet.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist die Klebstoffspur zum Stabilisieren der Einformung
über den gesamten Umfang des Mantels aufgebracht.
[0013] Auf diese Weise lässt sich die Einformung in einfacher Weise über den gesamten Umfang
des Mantels stabilisieren und das Aufbringen der Klebstoffspur ist auch problemlos
zu bewerkstelligen, da beispielsweise auch beim Verbinden des Bodens mit dem Mantel
um den gesamten Becherumfang herum eine flüssigkeitsdichte Verbindung hergestellt
werden muss. Die Klebstoffspur ist vorteilhafter Weise über den gesamten Umfang des
Mantels auf einer konstanten Höhe angeordnet. Je nach Art der Einformung und nach
Art des verwendeten Klebstoffs kann es vorteilhaft sein, die Klebstoffspur auf einer
dem Innenraum abgewandten Seite des Mantels anzuordnen. Auf diese Weise kann die Klebstoffspur
bei einem doppelwandigen lsolierbecher völlig unsichtbar angeordnet werden, da sie
im fertiggestellten Zustand des Bechers zwisehen dem isolierenden Außenmantel und
dem flüssigkeitsaufnehmenden Mantel liegt.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist ein Außenmantel vorgesehen, wobei der Außenmantel
mittels der Klebstoffspur mit dem Mantel und/oder dem Boden verbunden ist.
[0015] Doppelwandige Isolierbecher weisen einen Außenmantel auf, der auf den eigentlichen
Becher aufgeschoben oder um diesen Becher herumgelegt wird. Die Klebstoffspur zum
Stabilisieren der Einformung kann nun gleichzeitig dafür genutzt werden, den Außenmantel
beispielsweise an seinem unteren Ende mit dem Mantel oder dem Boden zu verbinden.
Auf diese Weise kann die aufgetragene Klebstoffspur eine Doppelfunktion erfüllen,
nämlich zum einen die Einformung zu stabilisieren und zum anderen den Außenmantel
sicher zu befestigen.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung ist die Verstärkung als separates Verstärkungsbauteil,
insbesondere als Verstärkungsring, ausgebildet.
[0017] Durch Vorsehen eines separaten Verstärkungsbauteits kann eine Einformung am Mantel
stabilisiert werden. Das Verstärkungsbauteil ist vorteilhafterweise passend zu dem
zu verstärkenden Bereich der Einformung ausgebildet. Das Verstärkungsbauteil kann
beispielsweise aus Kusntstoff bestehen und beispielsweise als Kunststoffring ausgebildet
sein. Ein solcher Kunststoffring kann auf eine Außenseite des Mantels aufgeschoben
sein oder aber auch in den Innenraum des Bechers eingesetzt und im Bereich der Einformung
befestigt sein. Wenn das Verstärkungsbauteil in den Innenraum des Bechers eingesetzt
wird, so kann dieses Verstärkungsbauteil auch zur Befestigung weiterer Teile genutzt
werden, die nicht unmittelbar zum Becher gehören, z.B. zum Befestigen eines Deckels
oder eines Bauteils mit einer Einfüllöffnung, wenn das Verstärkungsbauteil im Bereich
des offenen Endes des Bechers angeordnet ist. Als separates Verstärkungsbauteil kann
beispielsweise aber auch ein Abschnitt eines isolierenden Außenmantels dienen, der
beispielsweise im Bereich der Einformung ringförmig um den Innenbecher gelegt ist
und beispielsweise zusätzlich mit dem Innenbecher verklebt ist.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung ist die Einformung als Mittel zum Halten eines gleichartigen
Bechers im gestapelten Zustand mehrerer Becher ausgebildet.
[0019] Beispielsweise ist die Einformung als in den innenraum des Bechers einspringende,
absatzförmige Schulter ausgebildet oder als Rille mit etwa hatbkreisfömngen Querschnitt.
[0020] In Weiterbildung der Erfindung bilden der Boden und der Mantel im Bereich der flüssigkeitsdichten
Verbindung eine Bodenzarge aus, wobei die Einformung als Mittel zum Halten der Bodenzarge
eines gleichartigen Bechers im gestapelten Zustand mehrerer Becher ausgebildet ist.
[0021] Gerade bei einer solchen Ausbildung der Einformung, also als Abstützung für die Bodenzarge
eines anderen Bechers, hat sich das Vorsehen einer Verstärkung im Bereich der Einformung
als besonders vorteilhaft erwiesen. In besonders einfacher Weise kann durch Aufbringen
einer Kiebstoffspur eine Einformung verstärkt werden und überraschenderweise hat sich
herausgestellt, dass die Einformung nach der Verstärkung auch sehr großen Stapelkräften
widerstehen kann. Das Verklemmen von mehreren Bechern ist bei dem erfindungsgemäßen
Becher auch dann nicht zu befürchten, wenn eine sehr große Anzahl von Bechern gestapelt
wird.
[0022] In Weiterbildung der Erfindung weist der Becher einen den Mantel wenigstens abschnittsweise
umgebenden Außenmantel auf, wobei die Einformung als Mittel zum Halten des Außenmantels
eines gleichartigen Bechers in gestapelten Zustand mehrerer Becher ausgebildet ist.
[0023] Beispielsweise werden die Becher über die Einformung am Mantel sowie über die Bodenrolle
des Außenmantels abgestapelt. Auch in diesem Fall kann die Verstärkung im Bereich
der Einformung die Stapeleigenschaften solcher Becher wesentlich verbessern.
[0024] In Weiterbildung der Erfindung bildet, gesehen von einer Öffnung des Bechers in Richtung
auf den Boden, die Einformung eine wenigstens abschnittsweise Querschnittsverringerung
des Innenraums, wobei die Verstärkung unmittelbar hinter der Querschnittsverringerung
angeordnet ist.
[0025] Auf diese Weise kann speziell dann, wenn die Einformung als Mittel zum Halten gleichartiger
Becher beim Abstapeln mehrerer Becher vorgesehen ist, die Verstärkung verhindern,
dass die Einformung im belasteten Zustand ihre Form so verliert, dass sich gestapelte
Becher ineinander verklemmen. Die Anordnung der Verstärkung unmittelbar hinter der
Querschnittsverringerung bewirkt dabei, dass sich die Einformung allenfalls so verformt,
dass der gestapelte Becher den Mantel oberhalb der Querschnittsverringerung nach außen
drückt, dass aber der gestapelte Becher nicht unter die Querschnittsverringerung rutscht,
wodurch zwangsläufig ein Verklemmen erfolgen würde.
[0026] In Weiterbildung der Erfindung liegt die Verstärkung an einer dem Innenraum abgewandten
Außenseite des Mantels, an dem die Querschnittsverringerung bildenden Abschnitt der
Einformung an.
[0027] Auf diese Weise kann mittels einer Klebstoffspur, eines separaten Verstärkungsbauteils
oder einer in Form einer Beschichtung aufgebrachten Verstärkung der Mantel des Bechers
genau in dem Bereich verstärkt werden, in dem beim Abstapeln mehrerer Becher die größten
Verformungskräfte auftreten.
[0028] Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird auch durch ein Verfahren zum Herstellen
eines Bechers aus Papierinaterial gelöst, bei dem die folgenden Schritte vorgesehen
sind:
[0029] im Wesentlichen flüssigkeitsdichtes Verbinden eines konischen oder zylinderförmigen
Mantels und eines Bodens,
[0030] Einbringen wenigstens einer Einformung in den Mantel und
[0031] Vorsehen einer Verstärkung im Bereich der wenigstens einen Einformung zum Stabilisieren
der wenigstens einen Einformung.
[0032] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Einformungen im Mantel in besonders
einfacher Weise verstärken. Zum Vorsehen der Verstärkung wird lediglich zusätzliches
Material auf das Papiermaterial des Bechers aufgebracht. Gerade bei Papierbechern,
die ja eine durchgehende, im Wesentlichen konstante Materialdicke aufweisen, ist das
Vorsehen von Verstärkungen im Unterschied zu gespritzten Kunststoffbechern äußerst
problematisch. Die Erfindung schafft hier Abhilfe, indem nach dem Einbringen einer
Einformung eine Verstärkung im Bereich der wenigstens einen Einformung angeordnet
wird.
[0033] In Weiterbildung der Erfindung wird die Verstärkung auf einer einem Innenraum des
Bechers abgewandten Außenseite des Mantels vorgesehen.
[0034] Auf diese Weise bleibt der mit Flüssigkeit in Kontakt kommende Innenraum des Bechers
unbeeinfiußt vom Anbringen der Verstärkung, so dass als Verstärkung beispielsweise
auch Material verwendet werden kann, das beispielsweise nicht länger in Kontakt mit
der Flüssigkeit kommen sollte.
[0035] In Weiterbildung der Erfindung wird im Bereich der Einformung eine Klebstoffspur
angebracht, um die wenigstens eine Einformung zu stabilisieren.
[0036] Durch Anbringen einer Ktebstoffspur kann eine besonders wirkungsvolle und dabei überraschend
einfache Verstärkung erfolgen. Zum Verbinden des Mantels und des Bodens sowie zum
Formen einer konischen Hülse aus dem Papierzuschnilt für den Mantel und auch zum Anbringen
des Außenbechers muss in der Regel ohnehin Klebstoff aufgebracht werden. Durch das
erfindungsgemäßen Verfahren kann dadurch eine an und für sich konventionelle Vorrichtung
zum Herstellen von Papierbechern genutzt werden, um eine zusätzliche Klebstoffspur
im Bereich der Einformung anzubringen und dadurch die Einformung zu stabilisieren.
[0037] Durch die Erfindung werden die Stapel- und Entstapeteigenschaften von Bechern wesentlich
verbessert. Insbesondere sind im Vergleich zum Stand der lechnik wesentlich mehr Becher
stapelbar, die insbesondere auch dann nicht verklemmen, wenn eine große Anzahl gestapelter
Becher ruckartig abgesetzt wird, oder wenn in irgendeiner anderen Art und Weise ein
großer Axialdruck auf die gestapelten Becher wirkt, der z. B. bei Bestückung eines
Bechermagaxins auftreten kann.
[0038] Durch das Anbringen der Einformung kann es vorkommen, dass der Becher deformiert
wird und nicht mehr Kreisrund ist. Dies wird durch die Erfindung ebenfalls vermieden.
[0039] Gemäß der Erfindung wird die Einformung durch das gezielte Aufbringen von einer Beschichtung,
vorzugsweise durch einen brachenübitchen Hot-Melt, verstärkt. Des Weiteren kann die
Einformung oder die Deformierung des Bechermantels durch eine Vorrichtung verstärkt
werden, die beispielsweise als Ring ausgeführt ist, welcher vorzugsweise bereits die
Form der Einformung beinhaltet. Eine Vorrichtung dieser Art ist bevorzugt aus einem
Kunststoff oder Papier gefertigt sein. Es ist hier nicht relevant, wo dieser Ring
am Bechermantel angebracht ist, d.h. ob sich dieser Ring im inneren oder äußeren Bereich
des Bechermantets befindet.
[0040] Der bekannte Becher gemäß
EP 1 227 042 B1 hat den Nachteil, dass die beim Stapeln auftretenden Kräfte über den den Innenraum
begrenzenden Mantel und über den Außenmantel übertragen werden. Die Kräfte, die innerhalb
des Bechers von dem ersten Mittel zum Hatten an das zweite Mittel zum Halten weitergeleitet
werden müssen, werden zuerst durch den den Innenraum begrenzenden Mantel zu der Verbindungsstelle
zwischen Innenmantel und Außenmantel übertragen und über diese Verbindungsstelle an
den Außenmantel weitergegeben, Im Außenmantel werden die Kräfte dann zu dem als Einrollung
ausgebildeten zweiten Mittel zum Halten weitergeleitet und dort an den nächsten Becher
übertragen. Hierdurch müssen sowohl der Innenmantel als auch der Außenmantel stabil
genug ausgelegt sein, um die auftretenden Kräfte aufnehmen zu können. Außerdem muss
auch die Verbindungsstelle zwischen dem Außenmantel und dem Innenmantel auf die maximal
auftretenden Kräfte ausgelegt sein.
[0041] Die Gestaltungsfreiheit des Bechers nach der
EP 1 227 042 B1 ist in nachteiliger Weise eingeschränkt, da das am Außenmantel angebrachte zweite
Mittel zum Halten immer an die Abmessungen des ersten Mittels zum Halten eines anderen
Bechers gleicher Art und an die zu übertragenden Kräfte angepasst sein muss. Es ist
nicht möglich den Außenmantel mit einer beliebigen Form zu versehen, oder seine Form
beliebig zu ändern. Außerdem ist es nicht möglich, im Bedarfsfall den Außenmantel
wegzulassen, ohne die guten Stapeleigenschaften zu verlieren. Der stapelbare Becher
wird bevorzugt durch ein Verfahren mit den folgenden Verfahrensschritten hergestellt:
Formen wenigstens eines ersten Mittels zum Halten eines anderen Bechers gleicher Art
an dem den Innenraum begrenzenden Mantel; Formen eines zweiten Mittels zum Halten
an der Zarge, das bei einem Stapeln des Bechers mit einem an einem gleichartigen Becher
gebrachten ersten Mittel zum Halten zusammenwirken kann.
[0042] Das zweite Mittel zum Halten ist dabei an dem den Innenraum begrenzenden Mantel oder
an dem Boden oder an einer Zarge angeordnet, durch die der den Innenraum begrenzende
Mantel mit dem Boden verbunden ist. Jedenfalls ist das zweite Mittel zum Halten an
einer Komponente des Bechers angebracht, die mit dem befüllbaren Innenraum in Kontakt
steht.
[0043] Der erfindungsgemäße Becher hat den Vorteil, dass er auch ohne Vorhandensein eines
Außenmantels sicher und stabil gestapelt und ohne Verklemmen auch wieder entstapelt
werden kann, wobei vorgesehen sein kann, dem Becher einen wärmeisolierenden Außenmantel
zuzuordnen.
[0044] Der den Innenraum begrenzende Mantel und der Boden sind ohnehin stark genug, um die
beim Stapeln auftretenden Kräfte aufzunehmen, da sie auch die bei der Befüllung auftretenden
Kräfte aufnehmen müssen.
[0045] Um ein Verklemmen mehrerer Becher beim Stapeln zu verhindern, ist es vorteilhaft,
dass die Abmessungen des zweiten Mittels zum Halten an die Abmessungen des ersten
Mittels zum Halten eines anderen Bechers gleicher Art angepasst sind. Das erste Mittel
zum Halten eines anderen Bechers gleicher Art kann dabei an sich beliebig ausgeformt
sein. Wesentlich ist, dass eine Kontur geformt wird, die in axialer Richtung des Bechers
wirkende Kräfte, also der Kräfte, die beim Stapeln zwischen zwei Bechern wirken, aufnehmen
kann. Das erste Mittel zum Halten ist bevorzugt als eine Sicke oder Rippe ausgestaltet,
die wenigstens in einem Bereich entlang des Umfangs in den Innenraum begrenzenden
Mantel eingeformt ist, Die Sicke oder Rippe kann dabei entlang des Umfangs durchgehend
oder mit Unterbrechungen gestaltet sein.
[0046] Wenn nun in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen ist, dass der Becher einen wärmeisolierenden
Außenmantel aufweist, ist dabei die Ausgestaltung des wärmeisolierenden Außenmantels
an sich beliebig. Der Außenmantel kann beispielsweise aus einem Kunststoff-Papier-
oder Verbundmaterial hergestellt sein. Zur Verbesserung der Isolationswirkung kann
der Außenmantel auch gewellt, geriffelt, geprägt oder mit ei~ ner aufgeschäumten Schicht
versehen sein. Der Außenmantel kann auch mehrschichtig ausgebildet sein, beispielsweise
kann eine gewellte Zwischenschicht vorgesehen sein, die von einer glatt darüber gelegten
Außenschicht abgedeckt ist. Dadurch, dass der erfindungsgemäße Becher unabhängig vom
Außenmantel gestapelt werden kann, lässt sich ein und derselbe Innenbecher in einfacher
und nahezu beliebiger Weise mit den unterschiedlichsten Außenmänteln kombinieren.
Ohne die Form und Abmaße des Innenbechers bzw. der den befüllbaren Innenraum bildenden
Komponenten zu verändern, lassen sich verschiedene Becher mit unterschiedlichem optischen
und haptischen Erscheinungsbild schaf~ fen, da das Erscheinungsbild, das der Benutzer
des Bechers wahrnimmt, hauptsächlich durch die Gestaltung des Außenmantels bestimmt
wird.
[0047] Weiterhin kann auch die untere Einrollung des Außenmantels ersichtlich in Fig, (3a,b,d
als zusätzliches Verstärkungselement der Einformung verwendet werden.
[0048] Weiterhin ist erfindungsgemäß ein Ring zur Verstärkung der Einformung vorgesehen,
der vorzugsweise aus einem Kunststoff besteht.
[0049] Dieser Ring kann die Form des abzustützenden Bereichs der Einformung haben. Des Weiteren
kann erfindungsgemäß, die Einformung selbst mit Hilfe des Ringes gefertigt werden,
indem dieser auf den Bechermantel gepresst wird.
[0050] Der Ring sollte vorzugsweise mit dem Bechermantel verklebt sein falls die durch das
Verpressen von Ring und Bechermantel auftretende Kräfte nicht ausreichend genug, zur
dauerhaften Fixierung des Ringes, sind.
[0051] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang
mit den Zeichnungen. Einzelmerkmale der unterschiedlichen, dargestellten Ausführungsformen
lassen sich in beliebiger Weise miteinander kombinieren, ohne den Rahmen der Erfindung
zu überschreiten. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Eine Ansicht eines längsschnitts eines erfindungsgemäßen Bechers gemäß einer ersten
Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Ansicht eines Längsschnitts durch zwei gestapelte erfindungsgemäße Becher gemäß
einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 3a bis 3d
- abschnittsweise Ansichten von Längsschnitten durch jeweils zwei enfindungsgemäße Becher
gemäß einer dritten, vierten, fünften bzw. sechsten Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine abschnittsweise Ansicht eines Längsschnittes durch einen erfindungsgemäßen Becher
gemäß einer siebten Ausführungsform,
- Fig. 5
- eine abschnittsweise Ansicht eines Längsschnitts durch einen erfindungsgemäßen Becher
gemäß einer achten Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine abschnittsweise Ansicht eines Längsschnitts durch einen erfindungsgemäßen Becher
gemäß, einer neunten Ausführungsform, wobei eine von außen an den Bechermantel angesetzte
Vorrichtung zur Verstärkung der Einformung vorgesehen ist, die hier als Ring dargestellt
ist, und
- Fig. 7a und 7b
- abschnittsweise Ansichten von Längsschnitte durch erfindungsgemäße Becher gemäß einer
zehnten bzw. elften Ausführungsform, wobei eine von innen an den Bechermantel angesetzte
Vorrichtung zur Verstärkung der Einformung vorgesehen ist, hier als Ring dargestellt.
[0052] Die Darstellung der Fig. 1 zeigt einen doppelwandigen, wärmeisolierenden Becher 10,
der einen Innenbecher 12 und einen Außenmantel 14 aufweist. Der Innenbecher 12 besteht
aus einem im Wesentlichen konusförmigen Mantel 16 und einem Boden 18, wobei der Mantel
16 und der Boden 18 unter Bildung einer Zarge 20 flüssigkeitsdicht miteinander verbunden
sind. Die Zarge 20 wird durch einen U-förmigen Umschlag des Mantels 16 gebildet, wobei
in diesem U-förmigen Umschlag ein etwa senkrecht abgewinkelter Rand des topfförmigen
Bodens 18 eingeschoben wird. Nach dem Einschieben wird die Zarge 20 durch Verkleben,
Verpressen und/oder Versiegeln des Mantels 16 mit dem Boden 18 gebildet.
[0053] Der Außenmantel 14 ist hülsenförmig aufgeschoben und weist ebenfalls eine Konusform
auf, Ein unteres Ende des Außenmantels 14 ist durch eine Bodenrolle 22 gebildet. Die
Bodenrolle 22 des Außenmantels 14 liegt an dem Innenbecher 12 unterhalb des waagerecht
angeordneten Abschnitts des Bodens 18 an, Ein oberes Ende des Außenmantels 14 liegt
am Innenbecher 12 angrenzend an eine Mundrolle 24 an, die das obere Ende des Bechers
10 bildet.
[0054] Am Mantel 16 des Innenbechers 12 ist etwa auf Höhe eines Viertels des Innenraums
des Innenbechers 12 eine Einformung in Form einer in den Innenraum hinein ragenden
absatzförmigen Schulter 26 vorgesehen. Die Schulter 26 wird dadurch gebildet, dass
von der durch die Mundrolle 24 definierten Öffnung des Bechers 10 in Richtung auf
den Boden 18 zu gesehen sich der Durchmesser des Innenraums sprunghaft vermindert,
in dem der Mantel 16 annähernd waagerecht in Richtung auf eine Mittellängssachse 28
des Bechers zu abgebogen ist. Anschließend verläuft der Mantel 16 für einen Abschnitt
parallel zur Mittellängsachse 28, um dann in einem letzten, bis zum unteren Ende des
Bechers 10 reichenden Abschnitts, wieder der Konusform zu folgen. Die Schulter 26
springt dadurch in den Innenraum des Bechers 10 vor. Zur Stabilisierung der Einformung
in Form der Schulter 26 ist eine Klebstoffraupe oder Klebstoffspur 30 vorgesehen,
die unterhalb des etwa waagerecht verlaufenden Abschnitts der Schulter 26 auf einer
Außenseite des Mantels 16 angeordnet ist. Die Klebstoffspur 30 kommt dadurch nicht
mit einer Flüssigkeit in Verbindung, die in den Innenraum des Bechers 10 eingefüllt
wird. Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, ist die Klebstoffspur 30 in die etwa rechtwinklige
Hohlkehle eingebracht, die auf der dem Innenraum gegenüberliegenden Außenseite des
Mantels 16 durch die absatzförmige Schulter 26 gebildet ist.
[0055] Die Schulter 26 ist als Mittel zum Halten eines gleichartigen Bechers beim Stapeln
von mehreren Bechern vorgesehen. Speziell stützt sich die Bodenrolle 22 eines anderen,
gleichartigen Bechers auf der Schulter 26 ab, wenn zwei Becher gestapelt sind. Die
Klebstoffspur 30 verstärkt die Einformung in Form der Schulter 26 auch bei starker
Belastung. Auch bei zahlreichen gestapelten Bechern und beim ruckartigen Absetzen
mehrerer gestapelter Becher kommt es dadurch nicht zum Verklemmen der Becher ineinander.
[0056] Die Darstellung der Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt von zwei gestapelten Bechern
32a, 32b gemäß, einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Die Becher
32a, 32b sind ineinander gestapelt und jeweils als einwandige Becher ausgebildet.
Es ist aber ohne weiteres möglich, die beiden Becher 32a, 32b jeweils mit einem isolierenden
Außenmantel nach Art des Außenmantels der Fig. 1 zu versehen, da auch im gestapelten
Zustand zwischen den beiden Bechern 32a, 32b genügend Platz zur Verfügung steht.
[0057] Wie Fig. 2 zu entnehmen ist, ist ein Mantel 34 der Becher 32a, 32b in seiner unteren
Hälfte mit einer Einformung 36 in Form einer in den Innenraum vorspringenden absatzförmigen
Schulter versehen. Der Mantel 34 und ein Boden 38 der Becher 32a, 32b sind jeweils
unter Bildung einer Zarge 40 flüssigkeitsdicht miteinander verbunden. Die Zarge 40
ist kegelförmig nach außen aufgeweitet. In gestapelten Zustand der beiden Becher 32a,
32b steht dadurch der untere Rand des Bechers und somit das untere, freie Ende der
Zarge 40 auf der Einformung 36 auf. Um diese Einformung 36 zu verstärken, ist auf
eine Außenseite des Mantels 34 im Bereich der durch die Einformung 36 gebildeten Hohlkehle
eine Klebstoffspur 42 aufgetragen. Die Klebstoffspur 42 ist um den gesamten Umfang
des Mantels 34 aufgetragen. Die Klebstoffspur 42 verstärkt die Einformung 36 dahingehend,
dass auch bei starkem Druck auf den oberen Becher 32a sich die absatzförmige Einformung
36 zwar möglicherweise verformt, in jedem Fall aber verhindert wird, dass sich der
Becher im Bereich der Einformung 36 aufweitet und der obere Becher 32a dadurch dann
weiter in den unteren Becher 32b hineinrutscht. Vielmehr wird sich die schulterförmige
Einformung 36 allenfalls so verformen, dass der Abschnitt, auf dem die Zarge des oberen
Bechers 32a aufsteht, in die Waagerechte verbiegt. Ein Verklemmen der beiden Becher
32a, 32b ist aber nicht zu befürchten.
[0058] Die Einformung 36 ist schulterförmig ausgebildet und stellt dadurch eine Verringerung
des Querschnitts des Mantels 34 dar. Die Einformung 36 kann dadurch in Richtung der
Mittelachse 28 des Bechers wirkende Kräfte, also Kräfte die beim Stapeln der Becher
32a, 32b wirken, aufnehmen. Die Einformung 36 ist schulterförmig ausgebildet und ragt
in den Innenraum des Bechers hinein. Die Zarge 40, an der der den Innenraum begrenzende
Mantel 34 um den topfförmig tiefgezogenen Boden herumgebördelt und flüssigkeitsdicht
versiegelt ist, ist aufgeweitet und stellt dadurch ein Mittel zum Halten eines gleichartigen
Bechers dar, das mit der schulterförmigen Einformung 36 beim Stapeln von zwei Bechern
zusammenwirkt.
[0059] Die Darstellung der Fig. 3a zeigt eine abschnittsweise Ansicht eines Längsschnitts
durch zwei gestapelte Becher 46a, 46b, gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Die Innenbecher 48 der Becher 46a, 46b sind jeweils mit einer Einformung in Form einer
in den Innenraum vorspringenden Schulter 50 versehen. Auf einer Außenseite des Mantels
48 ist eine Klebstoffspur 52 zur Stabilisierung der Schulter 50 in der durch die Schulter
50 gebildeten Hohlkehle vorgesehen. Ein Außenmantel 54 der Becher 46a, 46b ist in
seinem unteren Bereich um 180° umgeschlagen und das umgeschlagen freie Ende ist dann
wiederum zum innenbecher hin abgebogen und liegt auf der Klebstoffspur 52 auf. Die
Klebstoffspur 52 kann auf diese Weise eine Doppelfunktion erfüllen, indem sie nicht
nur die Schulter 50 stabilisiert, sondern gleichzeitig auch für eine sichere Verbindung
des Außenmantels 54 mit dem Mantel 48 des Innenbechers sorgt. Der Außenmantel 54 liegt
bei der dargestellten Ausführungsform sowohl unterhalb eines Bodens an dem Mantel
48 an als auch mit dem umgeschlagenen Ende an der Klebstoffspur 52.
[0060] Die Darstellung der Fig. 3b zeigt eine abschnittsweise Ansicht eines Längsschnittes
durch zwei ineinander gestapelte erfindungsgemäße Becher 56a, 56b gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung. Im Unterschied zu den Bechern 46a, 46b aus Fig. 3a
ist lediglich der Umschlag des jeweiligen Außenmantels 58 unterschiedlich gestaltet.
Das untere Ende des Außenmantels 58 ist um 180° umgeschlagen, wobei dieser Umschlag
nicht flachgepresst ist, sondern mit einem kleinen Radius verläuft. Das umgeschlagene
freie Ende ist dann wieder in Richtung des Innenbechers abgebogen und liegt auf der
Klebstoffspur 52 auf.
[0061] Die Darstellung der Fig. 3c zeigt eine abschnittsweise Ansicht eines längsschnitts
durch zwei gestapelte, erfindungsgemäßen Becher 60a, 60b. Die Becher 60a, 60b unterscheiden
sich von den in Fig. 3a und 3b dargestellten Bechern lediglich durch die Gestaltung
des unteren Endes des jeweiligen Außenmantels 62. Der Außenmantel 62 ist in seinem
unteren Ende umgeschlagen und geringfügig nach innen gebogen, so dass das untere Ende
des Außenmantels unterhalb des Bodens der Becher 60a, 60b auf der Zarge aufliegt,
mittels der der Mantel und der Boden flüssigkeitsdicht miteinander verbunden werden.
Der umgeschlagene Teil am unteren Ende des Außenmantels 62 ist flachgepresst, so dass
auch der umgeschlagene Teil vollflächig auf der Innenseite des Außenmantels aufliegt.
[0062] Die Darstellung der Fig. 3d zeigt einen Längsschnitt durch zwei weitere erfindungsgemäße
Becher 64a, 64b. Die Becher 64a, 64b unterscheiden sich von den in den Fig. 3a bis
3c dargestellten Bechern lediglich durch die Gestaltung des unteren Endes des Außenmantels
66. Der Außenmantel 66 ist an seinem unteren Ende um etwas weniger als 180° so umgeschlagen,
dass der umgeschlagene Teil des Außenmantels flächig auf der Außenseite des Mantels
der Becher 64a, 64b anliegt. Der umgeschlagerie Teil 68 des Außenmantels 66 bildet
dadurch einen Ring, der unterhalb der Einformung 70 auf der Außenseite des Mantels
aufliegt. Das Ende des umgeschlagenen Teils 68 erstreckt sich dabei bis zu der Einformung
70 und die obere Kante des umgeschlagenen Teils 68 liegt an der Klebstoffspur 72 an.
Durch das Umschlagen des Außenmantels 66 wird dadurch eine zusätzliche, separate Verstärkung
geschaffen, mit der die Einformung 70 sowie auch der zwischen der Einformung und dem
Boden liegende Abschnitt 73 des Bechers verstärkt werden kann.
[0063] Die Darstellung der Fig. 4 zeigt einen abschnittsweisen Längsschnitt durch einen
weiteren erfindungsgemäßen Becher 74. Der Becher 74 weist einen Innenbecher mit einem
Mantel 76 sowie einen isolierenden Außenmantel 78 auf. Der Mantel 76 ist unterhalb
einer Mundrolle 80 mit einer Einformung 82 versehen, wobei die Einformung 82 als nach
außen, vorn Innenraum des Bechers 74 weg erstreckende Sicke oder Rille ausgebildet
ist. Die Einformung 82 dient dazu, einen genau definierten Abstand zwischen dem Außenmantel
78 und dem Mantel 76 und dadurch gute Isolationseigenschaften sicher zu stellen. Die
Einformung 82 ist mittels einer Klebstoffspur 84 verstärkt, die in der Darstellung
der Fig. 4 gesehen, unterhalb der Einformung 82 angeordnet ist und am unteren Abschnitt
der Einformung 82 ariliegt, Wie zu erkennen ist, wird mittels der Klebstoffspur 84
einerseits die Einformung 82 stabilisiert und andererseits gleichzeitig der Außenmantel
78 mit dem Mantel 76 verbunden.
[0064] Die Darstellung der Fig. 5 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Becher 86 gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Der Becher 86 weist einen Innenbecher
auf, der aus einem Mantel 88 und einem Boden 90 gebildet ist, die im Bereich einer
nach unten aufgeweiteten Zarge flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind. Weiter
weist der Becher 86 einen isolierenden Außenmantel 92 auf, der unterhalb des waagerecht
verlaufenden Abschnitts des Bodens 90 an dem Mantel 88 anliegt. Ein unteres Ende des
Außenmantels 92 wird zum Abstapeln des Bechers 86 verwendet, indem das untere Ende
des Außenmantels 92 im gestapelten Zustand zweier Becher auf einer sicken- oder rillenförmigen
Einformung 94 im Mantel 88 aufliegt. Die Einformung 94 ist etwa halbkreisförmig oder
kreisabschnittsförmig ausgebildet und erstreckt sich in den Innenraum des Bechers
86 hinein. Die Einformung 94 wird beispielsweise mittels einer umlaufenden Rolle hergestellt.
Um die Einformung 94 zu stabilisieren, ist die auf der Außenseite des Mantels 88 durch
die Einformung 94 gebildete Einbuchtung mittels einer Klebstoffspur 96 aufgefüllt.
Die Klebstoffspur 96 stabilisiert dadurch die Einformung 94, so dass beim Stapeln
mehrerer Becher der Außenmantel nicht über die Einformung 94 hinaus rutschen kann.
Dadurch können auch zahlreiche Becher gestapelt werden, ohne dass ein Verklermmen
dieser mehreren Becher zu befürchten ist.
[0065] Die Darstellung der Fig. 6 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Becher 98 in einem
abschnittsweise dargestellten Längsschnitt. Der Becher 98 weist einen Innenbecher
aus einem Mantel 100 und einem Boden 102 auf, die unter Bildung einer aufgeweiteten
Zarge 104 flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind. Der Boden 102 ist insgesamt
umgekehrt topfförmig ausgebildet und ist mit seinem umgeschlagenen Rand in einen U-förmigen
Umschlag des Mantels 100 eingelegt, so dass dann die umlaufende Zarge 104 gebildet
wird. Die Zarge 104 ist kegelförmig ausgebildet und weitet sich zum unteren Ende des
Bechers hin auf. Der Mantel 100 ist mit einer Einformung in Form einer einspringenden
Schulter 106 versehen, wobei durch die Schulter 106 der Innendurchmesser des Bechers
98 sprunghaft verringert ist. Im gestapelten Zustand mehrerer Becher liegt das untere
Ende der Zarge 104 auf der Schulter 106 auf.
[0066] Um die Schulter 106 zu stabilisieren, ist unterhalb der Schulter 106 ein Verstärkungsring
108 aus Kunststoff vorgesehen, der auf eine Außenseite des Mantels 100 aufgeschoben
ist und an einer Unterseite der Schulter 106 anliegt. Der Verstärkungsring 108 verbleibt
im fertiggestellten Zustand des Bechers 98 am Mantel 100. Nach Aufschieben des Verstärkungsrings
108 kann ein isolierender Außenmantel 110 auf den Innenbecher aufgeschoben und am
Innenbecher befestigt werden.
[0067] Die Darstellung der Fig. 7a zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Becher 112, der
mit einem Mantel 114 und einem Boden 116 versehen ist. Der Mantel 114 ist mit einer
rillenförmigen und in den Innenraum des Bechers 112 vorragenden Einformung 118 versehen.
Zur Stabilisierung der Einformung 118 ist ein Kunststoffring 120 vorgesehen, der von
oben her in den Innenraum des Bechers 112 eingesetzt ist und auf dem oberen Abschnitt
der Einformung 118 aufliegt Der Kunststoffring 120 kann beispielsweise dazu verwendet
werden, ein Abstapeln mehrerer Becher zu ermöglichen. Der Kunststoffring 120 kann
aber beispielsweise auch dazu verwendet werden, weitere, nicht unmittelbar zum Becher
gehörende Teile anzuordnen, beispielsweise einen aufgeklipsten Deckel, eine aufgeklebte
Membran oder eine Platte mit einer Einfüllöffnung.
[0068] Die Darstellung der Fig. 7b zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Becher 122. Im
Unterschied zum Becher 112 der Fig. 7a ist der Becher 122 mit einer Einformung in
Form einer einspringenden Schulter 124 versehen. Unterhalb der Schulter 124 verläuft
ein Mantel 126 des Bechers im Wesentlichen parallel zu einer Mittelachse des Bechers,
um erst unmittelbar oberhalb eines Bodens 128 wieder in eine Konusform überzugehen.
In den Innenraum des Bechers ist ein Kunststoffring 130 eingeschoben, der mit einem
umlaufenden, einspringenden Absatz versehen ist, der auf der Schulter 124 aufliegt
und diese dadurch verstärkt. Der Verstärkungsring 130 kann, muss aber nicht mit dem
Mantel 126 verklebt sein. Durch die Konusform des Mantels 126 oberhalb der Schulter
124 kann der Verstärkungsring 130 auch ohne Klebstoff sicher am Becher 122 gehalten
werden. Der Verstärkungsring '130 kann zum sicheren Abstapeln mehrerer Becher verwendet
werden, kann aber beispielsweise auch zum Anordnen von Membranen, Deckeln odgl verwendet
werden.
[0069] Es sei noch ausdrcicklich darauf hingewiesen, dass die unterschiedlichen Ausgestaltungen
der Außenmantel und anderer Gestaltungsmittel des Bechers wie der Einformung je nach
Bedarf beliebig miteinander kombiniert werden können, und nicht auf die dargestellten
Varianten boschränkt sind. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass die Darstellungen
nicht maßstäblich sind.
1. Becher aus einem Papiermaterial mit einem befüllbaren Innenraum, der mittels eines
wenigstens abschnittsweise konischen Mantels und eines Bodens gebildet ist, wobei
der Boden im Bereich des unteren Endes des Innenraums im Wesentlichen flüssigkeitsdicht
mit dem Mantel verbunden ist und wobei der den Innenraum begrenzende Mantel wenigstens
eine Einformung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der wenigstens einen Einformung eine Verstärkung zum Stabilisieren der
Einformung angeordnet ist.
2. Becher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung als auf den Mantel aufgebrachte Beschichtung ausgebildet ist.
3. Becher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung als auf den Mantel aufgebrachte Klebstoffspur ausgebildet ist.
4. Becher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffspur zum Stabilisieren der Einformung über den gesamten Umfang des Mantels
aufgebracht wird.
5. Becher nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Außenmantel vorgesehen ist, wobei der Außenmantel mittels der Klebstoffspur mit
dem Mantel und/oder dem Boden verbunden ist.
6. Becher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung als separates Verstärkungsbauteil, insbesondere als Verstärkungsring,
ausgebildet ist.
7. Becher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einformung als Mittel zum Halten eines gleichartigen Bechers im gestapelten Zustand
mehrerer Becher ausgebildet ist.
8. Becher nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden und der Mantel im Bereich der flüssigkeitsdichten Verbindnung eine Bodenzarge
ausbilden, wobei die Einformung als Mittel zum Halten der Bodenzarge eines gleichartigen
Bechers im gestapelten Zustand mehrer Becher ausgebildet ist.
9. Becher nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Becher einen den Mantel wenigstens abschnittsweise umgebenden Außenmantel aufweist,
wobei die Einformung als Mittel zum Halten des Außenmantels eines gleichartigen Bechers
im gestapelten Zustand mehrerer Becher ausgebildet ist.
10. Becher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, von einer Öffnung des Bechers in Richtung auf den Boden gesehen, die Einformung
eine wenigstens abschnittsweise Querschnittsverringerung des innenraums bildet, wobei
die Verstärkung unimittelbar hinter der Querschnittsverringerung angeordnet ist.
11. Becher nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung an einer dem Innenraum abgewandten Außenseite des Mantels an dem,
die Querschnittsverringerung bildenden Abschnitt der Einformung anlegt
12. Verfahren zum Herstellen eines Bechers aus Papiermterial, gekennzeichnet durch die Schritte: im wesentlichen flüssigkeitsdichtes Verbinden eines konischen Mantels
und eines Bodens, Einbringen wenigstens einer Einformung in den Mantel und Vorsehen
einer Verstärkung im Bereich der wenigstens einen Einformung zum Stabilisieren der
wenigstens einen Einformung.
13. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Vorsehen der Verstärkung auf einer einem Innenraum des Bechers abgewandten Außenseite
des Mantels.
14. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch Anbringen einer Klebstoffspur im Bereich der Einformung zum Stabilisieren der wenigstens
einen Einformung.