[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerüst, insbesondere Fassadengerüst, mit mehreren mittels
einer Zapfverbindung in eine Steckrichtung aufeinander steckbaren Gerüstelementen,
wobei die Zapfverbindung über einen endseitig an einem Gerüstelement ausgebildeten
Zapfen und einen endseitig an einem anderen Gerüstelement ausgebildeten Aufnahmebereich
für den Zapfen herstellbar ist, wobei der Zapfen und der Aufnahmebereich jeweils einen
im Wesentlichen senkrecht zur Steckrichtung ausgebildeten Durchgang aufweisen und
wobei die Durchgänge zum Einsetzen eines Sicherungselements für die Zapfverbindung
im aufeinander gesteckten Zustand der Gerüstelemente im Wesentlichen fluchten. Des
Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Sicherungselement,
insbesondere für ein Gerüst, mit einer Schließeinrichtung.
[0002] Gerüste der eingangs genannten Art sind aus der Praxis bekannt und existieren in
den unterschiedlichsten Ausführungsformen. Beispielsweise dienen Fassadengerüste zur
Einrüstung von Gebäudeflächen. Gerüste zeichnen sich heutzutage dadurch aus, dass
sie schnell aufgebaut und durch zahlreiche Komponenten erweitert werden können. Einzelne
Etagen der Gerüste sind normalerweise über Leitern miteinander verbunden und werden
über Schrauben mit der Fassade verbunden, um für guten Halt zu sorgen.
[0003] Einzelne Etagen oder Gerüstelemente können dabei auf einfache Weise über Zapfverbindungen
aufeinander gesteckt werden. Die Zapfverbindungen verfügen über einen endseitig an
einem Gerüstelement ausgebildeten Zapfen und einen endseitig an einem anderen Gerüstelement
ausgebildeten Aufnahmebereich für den Zapfen. Der Zapfen und der Aufnahmebereich weisen
üblicherweise jeweils einen im Wesentlichen senkrecht zur Steckrichtung ausgebildeten
Durchgang auf, wobei die Durchgänge zum Einsetzen eines Sicherungselements für die
Zapfverbindung im aufeinander gesteckten Zustand der Gerüstelemente im Wesentlichen
fluchten. Ein derartiges Sicherungselement dient der Verhinderung eines ungewollten
Abhebens einer Etage oder eines Gerüstelements von einer anderen Etagen oder einem
anderen Gerüstelement. Hinsichtlich eines schnellen Auf- und Abbaus lassen sich die
Sicherungselemente, die beispielsweise in Form eines Bolzens ausgebildet sein können,
auf einfache Weise in die Durchgänge stecken und aus den Durchgängen wieder Entfernen.
[0004] Bei den bekannten Gerüsten ist jedoch problematisch, dass die Gerüste aufgrund ihrer
schnellen Auf- und Abbaubarkeit häufig anfällig für einen Diebstahl sind. Diebe können
hier üblicherweise in sehr kurzer Zeit erfolgreich zugreifen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gerüst sowie ein
entsprechendes Sicherungselement derart auszugestalten und weiterzubilden, dass ein
hoher Diebstahlschutz bei einem aufgebauten Gerüst mit konstruktiv einfachen Mitteln
erreicht ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe durch ein Gerüst mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Sicherungselement mit den Merkmalen des Anspruchs
12 gelöst. Danach sind das Gerüst und das Sicherungselement derart ausgestaltet und
weitergebildet, dass das Sicherungselement eine Schließeinrichtung zum Verhindern
eines unbefugten Entfernens des Sicherungselements aufweist.
[0007] In erfindungsgemäßer Weise ist erkannt worden, dass durch eine geschickte Weiterbildung
des Sicherungselements die voranstehende Aufgabe auf überraschend einfache Weise gelöst
wird. Hierzu weist das Sicherungselement in konkreter Weise eine Schließeinrichtung
zum Verhindern eines unbefugten Entfernens des Sicherungselements aus seinem eingesteckten
Zustand auf. Durch diese Verhinderung eines unbefugten Entfernens des Sicherungselements
im in die Durchgänge eingesteckten Zustand wird auch gleichzeitig ein Diebstahl des
Gerüsts ganz erheblich erschwert oder sogar vollständig verhindert, da ein einfacher
Auf- und Abbau des Gerüsts ohne das Entfernen des Sicherungselements aus den Durchgängen
nicht mehr möglich ist. Letztendlich reicht es zur Verhinderung des Diebstahls des
Gerüsts, wenn lediglich zwischen einem obersten Gerüstelement und dem darunter liegenden
Gerüstelement ein entsprechendes Sicherungselement mit einer Schließeinrichtung verwendet
wird. Ohne das Abnehmen des obersten Gerüstelements oder auch der obersten Etage lässt
sich das Gerüst insgesamt nicht mehr einfach abbauen. Insoweit ist schon ein sehr
hoher Diebstahlschutz bei lediglich einem Anbringen des Sicherungselements mit Schließeinrichtung
in diesem obersten Bereich des Gerüsts erreicht. In besonders sicherer Weise könnte
natürlich bei mehreren oder bei jeder Zapfverbindung ein entsprechendes Sicherungselement
mit Schließeinrichtung angebracht sein.
[0008] Folglich ist mit dem erfindungsgemäßen Gerüst ein Gerüst angegeben, bei dem ein hoher
Diebstahlschutz bei einem aufgebauten Gerüst mit konstruktiv einfachen Mitteln erreicht
ist. In entsprechender Weise ist die voranstehende Aufgabe auch durch ein Sicherungselement
mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
[0009] Hinsichtlich einer besonders einfachen und leicht handhabbaren Konstruktion könnte
das Sicherungselement zwei aneinander festlegbare und mittels der Schließeinrichtung
sicherbare Koppelteile aufweisen. Durch ein Festlegen der Koppelteile aneinander und
ein anschließendes Sichern dieses aneinander festgelegten Zustands der Koppelteile
mittels der Schließeinrichtung könnte ein besonders robustes und kompaktes Sicherungselement
realisiert sein.
[0010] Zur einfachen Sicherung der Zapfverbindung zwischen den Gerüstelementen könnten die
Koppelteile jeweils einen in einen Durchgang einsteckbaren Stift aufweisen. Durch
das aneinander Festlegen der Koppelteile könnte gleichzeitig ein Einstecken der jeweiligen
Stifte in die jeweiligen Durchgänge vollzogen werden. Folglich könnte ein Sichern
der Zapfverbindung durch das Festlegen der Koppelteile aneinander - mit Hilfe der
Stifte - realisiert werden.
[0011] Im Hinblick auf einen besonders hohen Diebstahlschutz könnten die Stifte jeweils
in einem konkaven oder an die Außenform eines Gerüstelements angepassten Bereich des
jeweiligen Koppelteils ausgebildet sein. Hierdurch könnte erreicht werden, dass die
Koppelteile formschlüssig an den jeweiligen Gerüstelementen anliegen und dadurch eine
besonders sichere Anordnung des Sicherungselements an den Gerüstelementen realisiert
ist. Bei runden Gerüstelementen, beispielsweise Rohren, bietet sich die Ausbildung
eines konkaven, an den Krümmungsradius des runden Gerüstelements oder Rohrs angepassten
Bereichs an den Koppelteilen an. Falls die Gerüstelemente eine andere Form, beispielsweise
eine rechteckige oder quadratische Form, aufweisen, könnte der entsprechende Bereich
des jeweiligen Koppelteils quasi komplementär ausgebildet sein.
[0012] Hinsichtlich einer sicheren Festlegung der Koppelteile aneinander könnte ein Koppelteil
eine Ausnehmung und das andere Koppelteil ein in die Ausnehmung einführbares Einsteckelement
aufweisen. Hierdurch könnte die Festlegung der Koppelteile aneinander sicher vorgegeben
und eine einfache Handhabung des gesamten Sicherungselements bereitgestellt sein.
Das Einsteckelement könnte die Form eines runden Zapfens und die Ausnehmung die Form
einer hierzu komplementären Ausnehmung oder Bohrung aufweisen.
[0013] Im Hinblick auf ein einfaches Einbringen einer Schließeinrichtung in das Sicherungselement
könnte in dem einen Koppelteil ein in die Ausnehmung führender Durchgang ausgebildet
sein. Hierdurch könnte eine Verklemmung oder Verrastung mit dem in die Ausnehmung
eingesteckten Einsteckelement ermöglicht werden. Als Schließeinrichtung könnte ein
Schloss oder ein Klemmteil verwendet werden.
[0014] Ebenfalls im Hinblick auf einen besonders hohen Diebstahlschutz könnte in dem Einsteckelement
des anderen Koppelteils eine Aufnahme derart ausgebildet sein, dass - im in die Ausnehmung
eingeführten Zustand des Einsteckelements - der Durchgang und die Aufnahme im Wesentlichen
fluchten. Eine Schließeinrichtung oder ein Schloss könnten somit von Außen durch den
Durchgang des einen Koppelteils in die Aufnahme des Einsteckelements eingebracht werden.
[0015] Im Hinblick auf eine besonders wirkungsvolle Diebstahlsicherung könnte der Durchgang
des einen Koppelteils eine zum Einsetzen einer als Steckschloss ausgebildeten Schließeinrichtung
geeignete Form aufweisen und könnte die Aufnahme schlossartig zum Verriegeln oder
Verkanten mit der als Steckschloss ausgebildeten Schließeinrichtung ausgebildet sein.
Mit anderen Worten könnte durch den Durchgang des einen Koppelteils in die Aufnahme
des anderen Koppelteils ein Steckschloss eingebracht werden, um eine sichere Festlegung
des einen Koppelteils am anderen Koppelteil und damit einen hohen Diebstahlschutz
für das Gerüst zu ermöglichen. Ein derartiges Steckschloss könnte mittels eines Schlüssels
betätigbar sein.
[0016] Die Koppelteile könnten zur Gewährleistung eines besonders hohen Diebstahlschutzes
aus Metall ausgebildet sein. Allerdings ist es auch denkbar, die Koppelteile aus Kunststoff
auszubilden, um eine besonders leichte Handhabung des Sicherungselements zu ermöglichen.
[0017] Bei einem Gerüst sind häufig auch Geländerstreben vorhanden, die ein sicheres Bewegen
von Personen auf Gerüstetagen gewährleisten. Derartige Geländerstreben werden meist
in zwei Ebenen in entsprechende Aufnahmen von Gerüstelementen von oben und damit in
der Steckrichtung der Zapfverbindung eingehängt. Um neben der Diebstahlsicherung für
das Gerüst insgesamt auch eine Diebstahlsicherung für derart eingehängte Geländerstreben
zu ermöglichen, könnte das Sicherungselement in weiter vorteilhafter Weise ein Kopplungselement
zum Ankoppeln an mindestens eine Geländerstrebe des Gerüsts aufweisen. Hierdurch könnte
die Diebstahlsicherung auf die Geländerstreben des Gerüsts ausgeweitet werden, wenn
das Sicherungselement auch ein Anheben der Geländerstreben des Gerüsts verhindert.
Im Konkreten und in besonders einfacher Weise könnte mindestens ein Koppelteil und
könnten vorzugsweise beide Koppelteile jeweils ein derartiges Kopplungselement zum
Ankoppeln an mindestens eine Geländerstrebe des Gerüsts aufweisen. Bei der Sicherung
des Gerüsts könnte somit quasi mit demselben Aufwand auch eine Absicherung von Geländerstreben
des Gerüsts erreicht werden.
[0018] Im Hinblick auf eine besonders einfache Sicherung von Geländerstreben könnte das
Kopplungselement bügelartig oder hakenartig mit einem oder zwei Hakenelementen zum
Einhängen an oder Verhaken mit einer Geländerstrebe ausgebildet sein. Dabei könnte
das Kopplungselement während der Montage des Sicherungselements von oben in die Geländerstreben
eingehängt werden und könnte anschließend ein Ankoppeln der Kopplungsteile an das
Gerüstelement und in die Durchgänge in den Gerüstelementen erfolgen. Mit anderen Worten
erfolgt zunächst das Ankoppeln an die Geländerstreben und dann das Anbringen des Sicherungselements
im Bereich der Zapfverbindung der Gerüstelemente. Dabei könnte das eine Koppelteil
Geländerstreben sichern, die sich in eine Richtung horizontal erstrecken, und das
andere Koppelteil Geländerstreben, die sich in die entgegengesetzte Richtung horizontal
erstrecken. Somit könnten mittels eines Sicherungselements beispielsweise bis zu vier
Geländerstreben gegen Diebstahl gesichert werden. Allerdings ist es besonders sicher,
wenn derartige Kopplungselemente nicht nur an einem Ende einer Geländerstrebe sondern
an beiden Enden einer Geländerstrebe angebracht werden. Hierdurch ist ein besonders
sicherer Schutz gegen ein Anheben von Geländerstreben erreicht. Hierzu könnten zwei
Sicherungselemente an verschiedenen Stellen des Gerüsts - aber in der gleichen Gerüstebene
- dienen.
[0019] Das Kopplungselement könnte in besonders einfacher Weise als Flachstahl mit zwei
davon abragenden Hakenelementen ausgebildet sein.
[0020] Je nach Erfordernis könnte das Kopplungselement von dem jeweiligen Koppelteil abnehmbar
ausgebildet sein. Dabei könnte das Sicherungselement auch ohne Kopplungselement und
damit ohne Sicherung von Geländerstreben in vereinfachter Weise verwendet werden.
In weiter vorteilhafter Weise könnte das Kopplungselement integral mit dem jeweiligen
Koppelteil ausgebildet sein. Hierdurch ist eine besonders einfache Konstruktion und
ein besonders hoher Diebstahlschutz gewährleistet.
[0021] Bei einer weiter vorteilhaften Ausgestaltung könnte das Kopplungselement über ein
Drehlager mit dem jeweiligen Koppelteil verbunden sein. Bei einer derartigen Ausgestaltung
ist eine besonders einfache Montage des Sicherungselements aufgrund der Beweglichkeit
des Kopplungselements relativ zum Koppelteil gewährleistet.
[0022] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten
Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Lehre anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der
Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lehre anhand
der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Seitenansicht zwei mittels eines Sicherungselements koppelbare
Gerüstelemente,
- Fig. 2
- in einer Draufsicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sicherungselements,
- Fig. 3
- in einer Seitenansicht das Ausführungsbeispiel aus Fig. 2,
- Fig. 4
- in einer weiteren Seitenansicht das Ausführungsbeispiel aus Fig. 2 und
- Fig. 5
- in einer schematischen Seitenansicht ein Koppelteil des Sicherungselements aus Fig.
2 mit einem integral verbundenen Kopplungselement zur Sicherung von Geländerstreben
des Gerüsts.
[0023] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht zwei aufeinander steckbare Gerüstelemente
1 und 2, die beispielsweise Bestandteil eines Rahmenteils oder einer Etage eines Gerüsts
sein können. Die Gerüstelemente 1 und 2 können mittels einer Zapfverbindung über einen
endseitig an einem Gerüstelemente 2 ausgebildeten Zapfen 3 und einen endseitig an
dem anderen Gerüstelement 1 ausgebildeten rohrförmigen Aufnahmebereich 4 für den Zapfen
3 verbunden werden. Der Zapfen 3 und der Aufnahmebereich 4 weisen jeweils einen Durchgang
5 bzw. 6 auf, wobei die Durchgänge 5 und 6 im Wesentlichen senkrecht zu einer Steckrichtung
7 des Aufeinandersteckens der Gerüstelemente 1 und 2 ausgebildet sind. Die Durchgänge
5 und 6 fluchten im aufeinander gesteckten Zustand der Gerüstelemente 1 und 2, so
dass ein Sicherungselement 8 - siehe Fig. 2 - mit den Durchgängen 5 und 6 gekoppelt
werden kann. Als herkömmliches Sicherungselement kann beispielsweise ein Bolzen verwendet
werden.
[0024] Zur Realisierung eines hohen Diebstahlschutzes bei einem aufgebauten Gerüst weist
das in den Fig. 2 bis 4 in einer Draufsicht und in zwei Seitenansichten gezeigte Sicherungselement
8 eine Schließeinrichtung zum Verhindern eines unbefugten Entfernens des Sicherungselements
8 auf. Als Schließeinrichtung kann beispielsweise ein Steckschloss verwendet werden.
[0025] Wie in den Fig. 2 bis 4 gezeigt, weist das Sicherungselement 8 in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel zwei aneinander festlegbare und mittels der Schließeinrichtung
sicherbare Koppelteile 9 und 10 auf. Die Koppelteile 9 und 10 weisen jeweils einen
in einen Durchgang 5 und 6 der Gerüstelemente 1 und 2 einsteckbaren Stift 11 bzw.
12 auf. Die Stifte 11 und 12 weisen eine runde Form auf.
[0026] Die Stifte 11 und 12 sind jeweils in einem konkaven Bereich 13 des jeweiligen Koppelteils
9 bzw. 10 ausgebildet. Der konkave Bereich 13 ist an die runde Außenform der Gerüstelemente
1 und 2 angepasst, die beispielsweise in Form von Rundrohren ausgebildet sind.
[0027] Zur sicheren Festlegung der Koppelteile 9 und 10 aneinander weist das eine Koppelteil
9 eine Ausnehmung 14 und das andere Koppelteil 10 ein in die Ausnehmung 14 einführbares
Einsteckelement 15 auf. Das Einsteckelement 15 weist dabei die Form eines runden Zapfens
auf und die Ausnehmung 14 ist als runde Bohrung ausgebildet.
[0028] In dem einen Koppeteil 9 ist ein in die Ausnehmung 14 führender Durchgang 16 ausgebildet,
damit eine Schließeinrichtung in das Sicherungselement 8 eingebracht werden kann.
In entsprechender Weise ist in dem Einsteckelement 15 des anderen Koppelteils 10 eine
Aufnahme 17 derart ausgebildet, dass der Durchgang 16 und die Aufnahme 17 im Wesentlichen
fluchten, wenn das Einsteckelement 15 in die Ausnehmung 14 eingeführt ist. Zum Sichern
der Festlegung der Koppelteile 9 und 10 aneinander und damit zur Sicherung der Zapfverbindung
zwischen dem Gerüstelement 1 und dem Gerüstelement 2 kann nun eine Schließeinrichtung
durch den Durchgang 16 und in die Aufnahme 17 eingebracht werden.
[0029] Der Durchgang 16 des einen Koppelteils 9 weist eine zum Einsetzen einer als Steckschloss
ausgebildeten Schließeinrichtung geeignete Form auf. Die Aufnahme 17 ist in entsprechender
Weise schlossartig zum Verriegeln oder Verkanten mit der als Steckschloss ausgebildeten
Schließeinrichtung ausgebildet. Zur Sicherung der Festlegung der Koppelteile 9 und
10 aneinander kann ein Steckschloss durch den Durchgang 16 in die Aufnahme 17 eingesteckt
und durch ein Drehen eines Schlüssels mit der Aufnahme 17 verkantet werden. In diesem
verdrehten Zustand kann ein Schlüssel aus dem Steckschloss entnommen werden. Zum Öffnen
der Verbindung wird der Schlüssel wieder in das Steckschloss eingesteckt und durch
eine Drehung die Verkantung mit der Aufnahme 17 gelöst. Dann kann das Steckschloss
wieder entnommen werden und können die Koppelteile 9 und 10 voneinander getrennt werden.
[0030] Fig. 5 zeigt in einer schematischen Seitenansicht - verkleinert - ein Koppelteil
10 mit einem daran festgelegten Kopplungselement 18. Das Kopplungselement 18 dient
zum Ankoppeln an mindestens eine Geländerstrebe 19 des Gerüsts. Bei dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel weisen beide Koppelteile 9 und 10 jeweils ein Kopplungselement
18 auf. Beim Anbringen des Sicherungselements 8 wird zunächst das Kopplungselement
18 mittels zwei Haken 20 von oben an den Geländerstreben 19 eingehängt. Anschließend
werden die Koppelteile 9 und 10 zusammengesetzt und werden gleichzeitig die Stifte
11 und 12 in die Durchgänge 5 und 6 eingeführt. Daraufhin kann das Steckschloss durch
den Durchgang 16 in die Aufnahme 17 eingesteckt und die gesamte Anordnung gesichert
werden.
[0031] Die Geländerstreben sind hierzu zunächst an in Fig. 1 gezeigten Einhängestellen 21
des Gerüstelements 1 einzuhängen. Die Geländerstreben 19 können von zwei Seiten des
Gerüstelements 1 in horizontaler Richtung abragen bzw. an diesen beiden Seiten des
Gerüstelements 1 an Einhängestellen 21 eingehängt werden. Folglich kann mit einem
Sicherungselement 8 und zwei sich von den Koppelteilen 9 und 10 jeweils weg erstreckenden
Kopplungselementen 18 eine Absicherung von insgesamt 4 Geländerstreben 19 erreicht
werden.
[0032] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lehre wird
zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie
auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
[0033] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das voranstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dient, diese
jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel einschränkt.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Gerüstelement
- 2
- Gerüstelement
- 3
- Zapfen
- 4
- Aufnahmebereich
- 5
- Durchgang
- 6
- Durchgang
- 7
- Steckrichtung
- 8
- Sicherungselement
- 9
- Koppelteil
- 10
- Koppelteil
- 11
- Stift
- 12
- Stift
- 13
- Bereich
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Einsteckelement
- 16
- Durchgang
- 17
- Aufnahme
- 18
- Kopplungselement
- 19
- Geländerstrebe
- 20
- Hakenelement
- 21
- Einhängestelle
1. Gerüst, insbesondere Fassadengerüst, mit mehreren mittels einer Zapfverbindung in
eine Steckrichtung (7) aufeinander steckbaren Gerüstelementen (1, 2), wobei die Zapfverbindung
über einen endseitig an einem Gerüstelement (2) ausgebildeten Zapfen (3) und einen
endseitig an einem anderen Gerüstelement (1) ausgebildeten Aufnahmebereich (4) für
den Zapfen (3) herstellbar ist, wobei der Zapfen (3) und der Aufnahmebereich (4) jeweils
einen im Wesentlichen senkrecht zur Steckrichtung (7) ausgebildeten Durchgang (5,
6) aufweisen und wobei die Durchgänge (5, 6) zum Einsetzen eines Sicherungselements
(8) für die Zapfverbindung im aufeinander gesteckten Zustand der Gerüstelemente (1,
2) im Wesentlichen fluchten,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (8) eine Schließeinrichtung zum Verhindern eines unbefugten
Entfernens des Sicherungselements (8) aufweist.
2. Gerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (8) zwei aneinander festlegbare und mittels der Schließeinrichtung
sicherbare Koppelteile (9, 10) aufweist.
3. Gerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelteile (9, 10) jeweils einen in einen Durchgang (5, 6) einsteckbaren Stift
(11, 12) aufweisen.
4. Gerüst nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (11, 12) jeweils in einem konkaven oder an die Außenform eines Gerüstelements
(1, 2) angepassten Bereich (13) des jeweiligen Koppelteils (9, 10) ausgebildet sind.
5. Gerüst nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Koppelteil (9) eine Ausnehmung (14) und das andere Koppelteil (10) ein in die
Ausnehmung (14) einführbares Einsteckelement (15) aufweist.
6. Gerüst nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem einen Koppelteil (9) ein in die Ausnehmung (14) führender Durchgang (16) ausgebildet
ist.
7. Gerüst nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Einsteckelement (15) des anderen Koppelteils (10) eine Aufnahme (17) derart
ausgebildet ist, dass - im in die Ausnehmung (14) eingeführten Zustand des Einsteckelements
(15) - der Durchgang (16) und die Aufnahme (17) im Wesentlichen fluchten.
8. Gerüst nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang (16) des einen Koppelteils (9) eine zum Einsetzen einer als Steckschloss
ausgebildeten Schließeinrichtung geeignete Form aufweist und dass die Aufnahme (17)
schlossartig zum Verriegeln oder Verkanten mit der als Steckschloss ausgebildeten
Schließeinrichtung ausgebildet ist.
9. Gerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (8) - vorzugsweise mindestens ein Koppelteil (9, 10) und weiter
vorzugsweise beide Koppelteile (9, 10) jeweils - ein Kopplungselement (18) zum Ankoppeln
an mindestens eine Geländerstrebe (19) des Gerüsts aufweist oder aufweisen.
10. Gerüst nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (18) bügelartig oder hakenartig mit einem oder zwei Hakenelementen
(20) zum Einhängen an oder Verhaken mit einer Geländerstrebe (19) ausgebildet ist.
11. Gerüst nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (18) von dem jeweiligen Koppelteil (9, 10) abnehmbar oder integral
oder über ein Drehlager mit dem jeweiligen Koppelteil (9, 10) verbunden ist.
12. Sicherungselement (8), insbesondere für ein Gerüst, mit einer Schließeinrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 11.