[0001] Die Erfindung betrifft Einbauleuchten, die einen Einbauring zur Befestigung in einem
Deckenausschnitt und eine Reflektorbaugruppe zur anschließenden Montage im Einbauring
umfassen.
[0002] Einbauleuchten der genannten Art, die auch als Downlights bekannt sind, weisen in
der Regel einen geschlossen Reflektor auf. Daher ist es, nachdem der Reflektor in
dem Einbauring befestigt ist, nicht mehr ohne Weiteres möglich, auf die Befestigungsmittel,
die zum Halten des Reflektors in dem Einbauring notwendig sind, zuzugreifen. Es ist
möglich, Rastverbindungen vorzusehen, um den Reflektor in dem Einbauring zu montieren.
Jedoch lässt sich diese Verbindung nicht mehr ohne Weiteres lösen.
[0003] Aus der
DE 93 10 757 U1 ist ein Einbaustrahler in Form eines Downlights bekannt. Dieses umfasst ein Deckeneinbauring,
der unabhängig vom Reflektor in einem Deckenausschnitt befestigt wird. Die Montage
eines Reflektors in dem Einbauring erfolgt über eine Art Bajonett-Verschluss. Dieser
ist zwar auch lösbar, nachdem der Reflektor montiert wurde. Allerdings gewährleistet
ein Bajonett-Verschluss keinen sicheren Halt gegen ein unbeabsichtigtes Lösen, wie
es z.B. bei Reinigungsarbeiten auftreten kann. Dieses Problem wurde gemäß der Druckschrift
bereits teilweise dadurch gelöst, dass ein Federelement zwischen der Reflektoraußenseite
und dem Einbauring vorgesehen ist, welches die Reibungskraft, die zum Lösen des Bajonett-Verschlusses
überwunden werden muss, erhöht.
[0004] Aus der Druckschrift
DE 10 2005 032 265 A1 ist eine Rastbefestigung zum Montieren von Leuchtenbauteilen, insbesondere eines
Reflektor in einem Einbaurahmen, der seinerseits in einer Zwischendecke montiert ist,
bekannt. Zum Lösen der Rastbefestigung ist ein Schubelement vorgesehen, welches auch
im montierten Zustand des Reflektors von außen betätigt werden kann, um die Rastbefestigung
zum Ausbauen des Reflektors wieder zu lösen. Diese Lösung ist verhältnismäßig aufwendig.
Ferner gestattet sie es nur, den Reflektor in einer Höhe in dem Einbaurahmen zu befestigen,
weil das Schubelement auf die Position der Rastmittel ausgerichtet sein muss.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Einbauleuchte der eingangs genannten
Art bereitzustellen, die es erlaubt, die Reflektorbaugruppe in dem Einbauring zu montieren
und zu demontieren, wobei die Konstruktion möglichst einfach aufgebaut und besonders
leicht zu handhaben sein soll. Ferner soll die Konstruktion betriebssicher sein, so
dass ein unbeabsichtigtes Lösen der Reflektorbaugruppe bei Reinigungsarbeiten verhindert
wird.
[0006] Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Einbauleuchte, die einen Einbauring und
eine Reflektorbaugruppe umfasst, wobei die Reflektorbaugruppe zur Montage in einer
Einbaurichtung in den Einbauring einführbar ist, wobei der Einbauring auf einer Innenseite
Rastmittel aufweist, welche im montierten Zustand der Einbauleuchte jeweils mit gegenüberliegenden
Rastmitteln auf der Außenseite der Reflektorbaugruppe zusammenwirken, um die Reflektorbaugruppe
im Einbauring entgegen der Einbaurichtung in wenigstens einer Rastposition festzuhalten,
wobei zur Demontage der Reflektorbaugruppe aus dem Einbauring die Rastmittel der Reflektorbaugruppe
weiter entlang der Einbaurichtung über die Rastposition bewegbar sind und seitlich
zur Einbaurichtung bewegbar sind, so dass die Rastmittel der Reflektorbaugruppe von
den Rastmitteln des Einbaurings ausrücken und zum Entnehmen der Reflektorbaugruppe
entgegen der Einbaurichtung seitlich aneinander vorbei bewegbar sind.
[0007] Die Erfindung sieht zur Montage der Reflektorbaugruppe in den Einbauring Rastmittel
vor, die auf eine besonders einfache Weise wieder voneinander gelöst werden können,
ohne dass es notwendig ist, auf die Rastmittel selbst zuzugreifen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ausgenutzt, dass die Rastmittel beim Ausbau der Reflektorbaugruppe
seitlich aneinander vorbei geführt werden. Dazu müssen die Rastmittel zunächst voneinander
ausgerückt werden. Das Ausrücken der Rastmittel erfolgt durch eine Bewegung weiter
in der Einbaurichtung und seitlich zur Einbaurichtung (d.h. bei einem kreisförmigen
Einbauring in einer Drehbewegung). Die Bewegung in Einbaurichtung und seitlich zur
Einbaurichtung kann in verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung gleichzeitig
erfolgen, d.h. entlang einer Dreh-Schub-Bewegung in Einbaurichtung, oder zeitlich
hintereinander erfolgen, wobei Ausführungsformen denkbar sind, in denen zuerst die
seitliche Drehung oder zuerst die lineare Bewegung der Reflektorbaugruppe in Einbaurichtung
erfolgt. Beim Entnehmen der Reflektorbaugruppe aus dem Einbauring haken die komplementären
Rastmittel an der Innenseite des Einbaurings bzw. an der Außenseite der Reflektorbaugruppe
nicht mehr ineinander, weil sie seitlich zueinander einen Abstand aufweisen.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist an dem Einbauring und/oder an der Reflektorbaugruppe
eine Führungseinrichtung vorgesehen, die die Bewegung seitlich zur Einbaurichtung
erzwingt, wenn die Reflektorbaugruppe weiter entlang der Einbaurichtung über die wenigstens
eine Rastposition bewegt wird. Die Handhabung der Einbauleuchte zur Demontage wird
dadurch erheblich vereinfacht. Die Führungseinrichtung kann eine Anlaufschräge aufweisen,
wobei die Schräge diagonal zur Einbaurichtung verläuft. Durch die Anlaufschräge wird
eine Dreh-Schub-Bewegung beim Hineindrücken der Reflektorbaugruppe in den Einbauring
über die Rastposition hinaus erzwungen. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine
Feder vorgesehen sein, welche die Bewegung seitlich zur Einbaurichtung unterstützt,
wenn die Reflektorbaugruppe über die Rastposition weiter in Einbaurichtung geschoben
wird.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst wenigstens eines der Rastmittel an
dem Einbauring und/oder an der Reflektorbaugruppe einen Vorsprung, auf den die Führungseinrichtung
einwirkt. In diesem Fall ist die Führungseinrichtung direkt oberhalb der Rastmittel
an dem Einbauring oder an der Reflektorbaugruppe vorgesehen, die mit dem gegenüberliegenden
Rastmittel, welches durch einen Vorsprung gebildet ist, zusammenwirkt. Gemäß einer
alternativen Ausführungsform kann die Führungseinrichtung auch auf einen Vorsprung
an dem Einbauring und/oder der Reflektorbaugruppe einwirken, das von dem Rastmittel
verschieden ist, jedoch mit diesem gekoppelt ist. Beispielsweise kann die Reflektorbaugruppe
einen Vorsprung in Richtung zur Innenwand des Einbaurings aufweisen, der in Umfangsrichtung
an einer anderen Stelle als die Rastmittel angeordnet ist. Beim Einbau der Reflektorbaugruppe
bis zum Einrasten in der wenigstens einen Rastposition bleibt dieser Vorsprung zunächst
ohne Bedeutung. Erst beim weiteren Verlagern der Reflektorbaugruppe über die Rastposition
hinaus greift der Vorsprung in die Führungseinrichtung ein und erzwingt beim weiteren
Hineindrücken eine Drehbewegung in der Reflektorbaugruppe, um die Rastmittel voneinander
auszurücken. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Rastmittel selbst durch
die Führungseinrichtung nicht abgenutzt werden. Bei mehrfacher Betätigung eines Mechanismus,
bei welchem die Führungseinrichtung direkt auf die Rastmittel einwirkt, kann es vorkommen,
dass die Rastmittel abgenutzt werden. Dies ist ausgeschlossen, wenn die Führungseinrichtung
auf einen von den Rastmitteln unabhängigen Vorsprung einwirkt, der nur mittelbar die
seitliche Bewegung an die Rastmittel überträgt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Reflektorbaugruppe in unterschiedlichen
Höhen gegenüber dem Einbauring festlegbar. Insbesondere können mehrere Rastmittel
an der Reflektorbaugruppe oder an dem Einbauring in Einbaurichtung übereinander vorgesehen
sein, so dass mehrere Rastpositionen zum Halten des Einbaurings entgegen der Einbaurichtung
gebildet werden. Gemäß einer alternativen Ausführungsform können die Rastmittel an
dem Einbauring und/oder an der Reflektorbaugruppe in unterschiedlichen Höhen entlang
der Einbaurichtung montierbar sein. Beispielsweise sind die Rastmittel auf einem separaten
Bauteil ausgebildet, welches in den Einbauring oder die Reflektorbaugruppe einsteckbar
ist und in unterschiedlichen Höhen z.B. durch einen Formschluss an dem Bauteil festgelegt
werden kann. Die Ausführungsformen haben den Vorteil, dass Reflektorbaugruppen mit
unterschiedlicher Höhe, insbesondere durch unterschiedliche hohe Reflektoren bedingt,
so montiert werden können, dass die Reflektorunterkante mit der Einbauöffnung, die
der Einbauring festlegt, abschließt. Auch bei der Montage von zusätzlichen Bauteilen,
wie einer Abdeckscheibe an der Reflektorunterkante, die deckenbündig abschließen soll
kann es wünschenswert sein, die Reflektorbaugruppe in unterschiedlichen Höhen im Einbauring
zu positionieren. Es kann auch gewünscht sein, dass die Reflektorunterkante nach unten
aus der Öffnung des Einbaurings hervorsteht, z.B. um mehr als 2 mm oder mehr als 9
mm.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Reflektorbaugruppe auch einen
Kühlkörper. Diese Ausführungsform ist insbesondere für Downlights, deren Leuchtmittel
wenigstens zum Teil durch LEDs gebildet sind, bevorzugt, weil diese im Betrieb erhebliche
Wärme entwickeln. Gemäß einer Ausführungsform ist auch der Kühlkörper in unterschiedlichen
Höhen gegenüber dem Einbaurahmen festlegbar. Die Rastmittel seitens der Reflektorbaugruppe
können direkt an dem Kühlkörper vorgesehen sein oder in einer Befestigungsvorrichtung,
beispielsweise einem zylindrischen Mantel, des Kühlkörpers. Der Reflektor kann mit
dem Kühlkörper direkt verbunden sein oder durch einen separaten Befestigungsring mit
dem Kühlkörper verbunden sein.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand bevorzugter
Ausführungsformen in Verbindung mit den Figuren nachfolgend beschrieben. In den Figuren
ist Folgendes dargestellt:
- Figur 1
- zeigt eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Einbauleuchte,
wobei eine Reflektorbaugruppe nur teilweise in einen Einbauring eingefügt ist.
- Figur 2
- zeigt eine Schnittdarstellung eines Teils der Leuchte nach Figur 1, wobei die Reflektorbaugruppe
in dem Einbauring montiert ist.
- Figur 3
- zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausschnittes der Leuchte nach Figur 1,
wobei die Reflektorbaugruppe zum Ausbau über die Rastposition gedrückt ist.
- Figur 4
- zeigt eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Einbauleuchte,
wobei die Reflektorbaugruppe außerhalb des Einbaurings dargestellt ist.
- Figur 5
- zeigt eine perspektivische Darstellung der Leuchte nach Figur 4, wobei die Reflektorbaugruppe
in dem Einbauring montiert ist.
- Figur 6
- zeigt eine perspektivische Darstellung der Leuchte nach Figur 4, wobei die Reflektorbaugruppe
zum Ausbau über die Rastposition gedrückt ist.
- Figur 7
- zeigt eine perspektivische Darstellung des Einbaurings der Leuchte nach Figur 4 ohne
die Reflektorbaugruppe.
- Figur 8
- zeigt eine perspektivische Darstellung einer Einbauleuchte nach einer dritten Ausführungsform.
- Figur 9
- zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts des Einbaurings der Leuchte
nach Figur 8 ohne die Reflektorbaugruppe.
- Figur 10
- zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts der Leuchte nach Figur 8,
wobei die Reflektorbaugruppe im Einbauring montiert ist.
[0013] Bezug nehmend auf die Figuren 1 bis 3 wird eine erste Ausführungsform einer Einbauleuchte
im Folgenden beschrieben.
[0014] Die Einbauleuchte umfasst einen Einbauring 100, der eine im Wesentlichen zylindrische
Form besitzt, wobei sich an einem unteren Rand des Einbaurings entlang des Umfangs
nach außen ein Flansch 110 erstreckt. Der Einbauring 100 ist dafür bestimmt, in einem
kreisrunden Deckenausschnitt eingebaut zu werden, wobei der Flansch 110 an der Unterseite
der Decke um den Ausschnitt anliegt. Zur Vereinfachung der Darstellung sind die Befestigungsmittel,
welche dafür vorgesehen sind, den Einbauring 100 in einem Deckenausschnitt zu halten,
in den Figuren nicht dargestellt.
[0015] Nach Montage des Einbaurings 100 in einem Deckenabschnitt wird eine Reflektorbaugruppe
120 von unten in die Öffnung, welche der Einbauring 100 definiert, eingeschoben. Die
Reflektorbaugruppe 120 umfasst einen Reflektor 130 mit einer nach unten weisenden
Lichtaustrittfläche sowie einen Haltekörper 140, der bei der gezeigten Ausführungsform
gleichzeitig die Funktion eines Kühlkörpers hat. Zu diesem Zweck sind auf der dem
Reflektor 130 gegenüberliegenden Seite des Haltekörpers 140 Kühlrippen 142 angeordnet.
Der Haltekörper 140 gemäß der dargestellten Ausführungsform ist aus Aluminium gebildet.
Auf der zum Reflektor weisenden Seite des Kühlkörpers (in den Figuren verdeckt) sind
Leuchtmittel, insbesondere LEDs oder Hochdrucklampen angeordnet, die durch den Kühlkörper
im Betrieb gekühlt werden. Alternativ kann der Haltekörper 140 auch aus Kunststoff
gebildet sein, insbesondere wenn eine Kühlung des Leuchtmittels nur durch Luftkonvektion
ohne Kühlkörper ausreicht.
[0016] Der Reflektor 130 ist mit dem Kühlkörper 140 durch eine Art Bajonett-Verschluss verbunden.
[0017] Auf der Außenseite des Kühlkörpers sind in Umfangsrichtung zwei Blechfedern 144 an
Vorsprüngen und Unterschneidungen des Haltekörpers 140 befestigt. Die Blechfedern
144 weisen jeweils an zwei Federzungen an dem nach unten weisenden Rand Rastmittel
in Form von nach außen abgewinkelten Rasthaken 145 auf. Die Rasthaken 145 dienen dazu,
die Reflektorbaugruppe 120 in dem Einbauring 100 zu halten.
[0018] Der Einbauring 100 weist auf der Innenseite an den den Rasthaken entsprechenden Positionen
jeweils vier übereinanderliegende Rastmittel in Form von Rastschlitzen 105 auf. Wie
in der Figur 2 gezeigt, können bei eingeschobener Reflektorbaugruppe 120 die Rasthaken
145 jeweils in einem der vier Rastschlitze105 einrasten, wodurch die Reflektorbaugruppe
120 entgegen der Einbaurichtung nach unten abgestützt wird. Die Rasthaken 145 und
die Rastschlitze 105 sind jeweils so abgeschrägt, dass ein Einführen der Rasthaken
145 in die Rastschlitze 105 von unten leicht möglich ist, wobei die Rasthaken 145
hörbar einrasten. Ein Ausrücken der Rasthaken 145 aus den Rastschlitzen 105 nach unten,
d.h. entgegen der Einbaurichtung, wird jedoch aufgrund der Form der Rasthaken 145
und der Rastschlitze 105 verhindert.
[0019] Wie in der Figur 2 dargestellt ist, können die Rasthaken 145 in jeweils eine der
vier Rastschlitze 105 eingreifen, wodurch sich die Höhe der Reflektorbaugruppe 120
gegenüber dem Einbauring 100 auswählen lässt. Häufig ist es gewünscht, die Reflektorbaugruppe
120 in einer solchen Höhe anzuordnen, dass die Unterkante des Reflektors 130 etwa
mit der Unterkante des Flansches 110 bündig abschließt (siehe Figur 2). Da jedoch
unterschiedliche Reflektoren 130 mit unterschiedlichen Höhen zum Einsatz kommen, kann
es erforderlich sein, die Einbauhöhe an den Reflektor anzupassen. In der Einbaulage
der Reflektorbaugruppe wird eine Schattenfuge mit einem definierten Abstand von 0,5
mm bis 5 mm zwischen der Außenwand des Reflektors 130 und der Innenwand des Einbaurings
100 gebildet. Durch die Halterung der Reflektorbaugruppe mit den Rastmitteln 105 bzw.
145 ist es nicht notwendig, dass die Reflektorunterkante im eingebauten Zustand des
Reflektors den Einbauring 100 berührt. Somit lässt isch die gewünschte Schattenfuge
bilden. Ferner lässt sich noch ein weiteres Bauteil, wie eine Abdeckscheibe, unter
dem Reflektor anzuordnen. Der gewünschte Abstand zwischen Reflektorunterkante und
der Unterkante des Einbaurings lässt sich durch Auswahl einer der möglichen vier Rastpositionen,
welche die vier übereinandergeordneten Rastschlitze 105 definieren, auswählen.
[0020] Zum Lösen der Rastverbindung zwischen der Reflektorbaugruppe 120 und dem Einbauring
100 wird die Reflektorbaugruppe 120 über alle vier Rastpositionen hinaus nach oben
verschoben, bis eine Anlaufschräge 147 eines Vorsprungs 146, der gleichzeitig auch
zum Halten der Blechfedern 144 dient, an den Schenkel einer etwa U-förmig gebogenen
Feder 112, die integral mit dem Einbauring 100 ausgeführt ist, aufläuft. Durch die
Abschrägung der Anlaufschräge 147 und der Ausrichtung der Feder 112 diagonal zur Einbaurichtung
der Reflektorbaugruppe wird bei weiterem Verlagern der Reflektorbaugruppe nach oben
die Reflektorbaugruppe gegenüber dem Einbauring 100 gedreht. Durch die Drehung gelangen
die Rasthaken 145 gegenüber den Rastschlitzen 105 in eine Position, so dass die Rastmittel
105, 145 beim Bewegen der Reflektorbaugruppe entgegen der Einbaurichtung nach unten
nicht mehr ineinanderhaken, weil sie einen seitlichen Abstand aufweisen. Dadurch ist
es möglich, die Reflektorbaugruppe nach unten aus dem Einbauring 100 zu entnehmen.
[0021] Um zu verhindern, dass die Reflektorbaugruppe nach der Schub-Dreh-Bewegung beim Entlanggleiten
der Anlaufschräge 147 an dem Schenkel der Feder 112 nach oben aus dem Einbauring entweicht,
ist eine nach innen weisende Anschlagfläche 114 an dem Einbauring 100 vorgesehen,
an welcher der Vorsprung 146 von unten anschlägt und dadurch gestoppt wird.
[0022] Gemäß einer alternativen Ausführungsform, die in den Figuren 1 bis 3 nicht dargestellt
ist, kann auch auf der Innenseite des Einbaurings 100 eine weitere Führung vorgesehen
sein, welche die Vorsprünge 146 auf dem Weg entgegen der Einbaurichtung an den Rastschlitzen
105 vorbeiführt, so dass auch durch ein unbeabsichtigtes Drehen der Reflektorbaugruppe
die Rasthaken 145 in den Rastschlitzen 105 beim Ausbau nicht einhaken können.
[0023] Bezug nehmend auf die Figuren 4 bis 7 wird eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einbauleuchte beschrieben, wobei strukturell ähnliche Elemente zu der ersten Ausführungsform
mit den gleichen Bezugszeichen zuzüglich 100 bezeichnet sind.
[0024] Die Einbauleuchte weist einen Einbauring 200 auf, an dessen unteren Rand sich ein
nach außen gerichteter Flansch 210 anschließt. Der Einbauring ist zum Einbau in einen
Deckenausschnitt vorgesehen, wobei zur Vereinfachung der Darstellung die Befestigungsmittel,
welche den Einbauring 200 in dem Deckenausschnitt von oben halten, nicht dargestellt
sind.
[0025] In den Einbauring 200 kann von unten eine Reflektorbaugruppe 220 eingeführt werden.
Die Reflektorbaugruppe 220 umfasst einen Reflektor 230, welcher in der gezeigten Ausführungsform
eine seitliche Öffnung 231 zum Anbringen eines Leuchtmittelhalters aufweist (in der
Figur nicht dargestellt), sowie auf der von der Lichtaustrittsfläche abgewandten Oberseite
eine Öffnung aufweist, die durch ein weiteres Reflektorbauteil (in den Figuren nicht
dargestellt) verschlossen werden kann.
[0026] Auf der Innenseite des Einbaurings 200 sind in Umfangsrichtung mehrere Rastmittel
in Form von nach innen weisenden federnden Rastnasen 205 vorgesehen. Die Rastnasen
205 wirken mit Rastkanten 245 zusammen, von denen jeweils drei übereinander an der
Außenseite des Reflektors 230 an den Umfangspositionen, die den Positionen der Rastnasen
205 entsprechen, angebracht sind. Die Rastkanten 245 sind jeweils seitlich von Führungsflächen
248 umgeben, welche eine seitliche Drehung des Reflektors 230 im verrasteten Zustand
zwischen den Rastkanten 245 und den Rastnasen 205 verhindern. Da jeweils drei Rastnasen
245 übereinander vorgesehen sind, kann der Reflektor in drei verschiedenen Höhen gegenüber
dem Einbauring befestigt werden.
[0027] Zum Einführen der Reflektorbaugruppe 220 in den Einbauring sind ferner auf der Außenseite
des Reflektors 230 würfelförmige Vorsprünge 246 vorgesehen, die in sich trichterförmig
verjüngende Führungsflächen 211 an Auslegern des Einbaurings 100 auf der zum Reflektor
weisenden Innenseite des Einbaurings 100 eingreifen. Die Führungsflächen 211 sind
bei der dargestellten Ausführungsform insbesondere nützlich, weil die Reflektorbaugruppe
aufgrund einer Auskragung an der Öffnung 231 zur Aufnahme von Fassungshaltern etwas
verkantet in den Einbauring 200 eingeführt werden muss.
[0028] Nach dem Erreichen der ersten Rastposition, d.h. wenn die obersten Rastkanten 245
über den Rastnasen 205 einrasten (siehe Figur 5), sind die Vorsprünge 246 seitlich
durch die Führungsflächen 211 festgelegt.
[0029] Zum Lösen der Rastverbindung zwischen den Rastnasen 205 am Einbauring 200 und den
Rastkanten 245 an der Reflektorbaugruppe 220 wird die Reflektorbaugruppe über alle
drei Rastpositionen nach oben, d.h. weiter in Einbaurichtung, in den Einbauring 200
geschoben. Beim Verlagern der Reflektorbaugruppe 220 nach oben gelangen die Vorsprünge
246 in Kontakt mit jeweils einer Feder 212, die in den Führungsflächen 211 des Einbaurings
200 angeordnet ist. Die Vorsprünge 246 werden durch einen zur Einbaurichtung diagonal
ausgerichteten Schenkel der Feder 212 seitlich zur Einbaurichtung abgelenkt. Diese
Bewegung wird durch die Führungsflächen 211 oberhalb der trichterförmigen Verjüngung
unterstützt. Schließlich stoßen die Vorsprünge 246 von unten an einer nach innen gerichteten
horizontalen Führungsfläche 214 des Einbaurings 200 an. Durch die Federkraft der Feder
212 unterstützt, werden die Vorsprünge 246 seitlich zur Einbaurichtung bewegt. Dabei
gleiten die würfelförmigen Vorsprünge 246 an der Führungsfläche 214 entlang und werden
schließlich durch eine Abschrägung an den Führungsflächen 214 nach unten abgelenkt.
Da die Rastkanten 245 mit den Vorsprüngen 246 fest verbunden sind, werden durch die
seitliche Bewegung auch die Rastkanten 245 gegenüber den Rastnasen 205 seitlich verlagert,
so dass die Reflektorbaugruppe nach unten, d.h. entgegen der Einbaurichtung, aus dem
Einbauring entnommen werden kann.
[0030] Der Ein- und Ausbau der Reflektorbaugruppe 220 aus dem Einbauring 200 kann beliebig
oft wiederholt werden. Die zweite Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Führungsflächen
212 und 214 nur auf die würfelförmigen Vorsprünge 246 der Reflektorbaugruppe einwirken
und nicht auf die reflektorseitigen Rastmittel 245. Dadurch ist keine Abnutzung der
Rastmittel durch mehrfache Betätigung des Ein- und Ausrückmechanismus in den Führungsflächen
gegeben.
[0031] Bezug nehmend auf die Figuren 8 bis 10 wird eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einbauleuchte beschrieben, wobei alle Elemente der dritten Ausführungsform, welche
eine Entsprechung in der ersten oder zweiten Ausführungsform aufweisen, mit den gleichen
Bezugszeichen zuzüglich 200 bzw. 100 bezeichnet sind.
[0032] Die Einbauleuchte der dritten Ausführungsform weist einen Einbauring 300 auf, der
ähnlich zu dem Einbauring 200 der zweiten Ausführungsform aufgebaut ist. Im Unterschied
zu der zweiten Ausführungsform sind jedoch die Rastmittel auf der Innenseite des Einbaurings
300 in der Höhe verstellbar. Die Rastmittel des Einbaurings 300 bestehen aus einem
schlittenförmigen Befestigungselement 304, welches in eine Aussparung auf der Innenseite
des Einbaurings 300 von oben eingeschoben werden kann. Auf dem Befestigungselement
304 ist auf einer beweglichen Zunge eine Einsteckrippe 307 vorgesehen, die in eine
von vier übereinander angeordneten Schlitzen 308 in der Seitenwand des Einbaurings
300 eingehakt werden kann. Durch die Auswahl der Schlitze 308 lässt sich die Höhe
des Befestigungselements 304 in dem Einbauring in vier verschiedenen Höhen einstellen.
[0033] Auf der zur Innenseite des Einbaurings 300 weisenden Oberfläche des Befestigungselements
304 ist eine federnde Rastkante 305 vorgesehen, oberhalb derer ein L-förmiger Rastvorsprung
345, der auf der Außenseite des Reflektors 330 fest angebracht ist, einrasten kann.
Die Reflektorbaugruppe 320 wird ähnlich wie bei der zweiten Ausführungsform leicht
verkippt in den Einbauring eingeführt, wobei die Rastvorsprünge 345 in seitlichen
Führungsflächen 311 über die Rastkante 305 geführt werden.
[0034] Im Unterschied zu der ersten und zweiten Ausführungsform weist die dritte Ausführungsform
nur eine Rastposition für die Reflektorbaugruppe auf. Dennoch ist die Höhenverstellung
der Reflektorbaugruppe gegenüber dem Einbauring möglich, weil die Höhe der Rastposition
durch Verlagern der Befestigungselemente 304 gegenüber dem Einbauring 300, wie vorhergehend
beschrieben, wählbar ist.
[0035] Wenn die Rastvorsprünge 345 oberhalb der Rastkanten 305 eingerastet sind, liegt die
Oberkante der Rastvorsprünge 345 jeweils an einer horizontalen Anschlagfläche 312
oberhalb der Rastkante 305 an (siehe Figur 10, welche die L-förmigen Rastvorsprünge
345 im eingerasteten Zustand zeigt). Zum Lösen der Reflektorbaugruppe aus der Rastposition
wird die Reflektorbaugruppe zunächst im Uhrzeigersinn gedreht bis die Oberkante des
Vorsprungs 345 von der Anschlagfläche 312 seitlich abrückt. Anschließend kann die
Reflektorbaugruppe 320 weiter in der Einbaurichtung nach oben bewegt werden, wobei
die Oberkante des Vorsprungs 345 an einer Umlenkfläche 313 entlanggleitet. Die Umlenkfläche
313 ist so geformt, dass beim Entlanggleiten der Vorsprünge 345die Reflektorbaugruppe
weiter gedreht wird. Dabei drückt die Unterkante des Vorsprungs 345 an einer Schräge
314 der Führungsfläche 311 die Führungsfläche nach außen, so dass der Vorsprung 345
vollständig aus den Führungsflächen 311 ausrücken kann. Danach kann die Reflektorbaugruppe
nach unten entgegen der Einbaurichtung aus dem Einbauring entnommen werden.
[0036] Auch bei der dritten Ausführungsform wird demnach die Rastverbindung zwischen den
reflektorseitigen Rastmitteln 345 und den Rastmitteln 305 des Einbaurings durch eine
Dreh-Schub-Bewegung aus der Rastverbindung gelöst.
[0037] Weitere Ausführungsformen im Umfang der Erfindung, wie er durch die Ansprüche festgelegt
wird, sind möglich. Insbesondere ist die Erfindung nicht auf die spezifischen Formen
der Führungsflächen an den Rastmitteln beschränkt. Die Formen der Rastmittel und der
Führungsflächen können vielfältig variiert werden, so dass diese immer durch eine
Dreh-Schub-Bewegung voneinander gelöst werden können.
Bezugszeichenliste:
[0038]
- 100
- Einbauring
- 105
- Rastschlitze
- 110
- Flansch
- 112
- U-förmige Feder
- 114
- Anschlagfläche
- 120
- Reflektorbaugruppe
- 130
- Reflektor
- 140
- Haltekörper bzw. Kühlkörper
- 142
- Kühlrippen
- 144
- Blechfeder
- 145
- Rasthaken
- 146
- Vorsprung
- 147
- Anlaufschräge
- 200
- Einbauring
- 205
- Rastnase
- 210
- Flansch
- 211
- Führungsfläche
- 212
- Feder
- 214
- Führungsfläche
- 220
- Reflektorbaugruppe
- 230
- Reflektor
- 231
- Öffnung für Leuchtmittelhalter
- 245
- Rastkanten
- 246
- Vorsprung
- 248
- Führungsfläche
- 300
- Einbauring
- 304
- Befestigungselement
- 305
- Rastkante
- 307
- Einsteckrippe
- 308
- Schlitz
- 311
- Führungsfläche
- 312
- Anschlagfläche
- 313
- Umlenkfläche
- 314
- Anlaufschräge
- 320
- Reflektorbaugruppe
- 330
- Reflektor
- 331
- Öffnung für Leuchtmittelhalter
- 345
- Rastvorsprung
1. Einbauleuchte, die einen Einbauring (100, 200, 300) und eine Reflektorbaugruppe (120,
220, 320) umfasst, wobei die Reflektorbaugruppe (120, 220, 320) zur Montage in einer
Einbaurichtung in den Einbauring (100, 200, 300) einführbar ist,
wobei der Einbauring (100, 200, 300) auf einer Innenseite Rastmittel (145, 245, 345)
aufweist, welche im montierten Zustand der Einbauleuchte jeweils mit gegenüberliegenden
Rastmitteln (105, 205 305) auf der Außenseite der Reflektorbaugruppe (120, 220, 320)
zusammenwirken, um die Reflektorbaugruppe (120, 220, 320) im Einbauring (100, 200,
300) entgegen der Einbaurichtung in wenigstens einer Rastposition festzuhalten,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Demontage der Reflektorbaugruppe (120, 220, 320) aus dem Einbauring (100, 200,
300) die Rastmittel (145, 245, 345) der Reflektorbaugruppe weiter entlang der Einbaurichtung
über die Rastposition bewegbar sind und seitlich zur Einbaurichtung bewegbar sind,
so dass die Rastmittel (145, 245, 345) der Reflektorbaugruppe von den Rastmitteln
(105, 205 305) des Einbaurings ausrücken und zum Entnehmen der Reflektorbaugruppe
entgegen der Einbaurichtung seitlich aneinander vorbei bewegbar sind.
2. Einbauleuchte nach Anspruch 1, wobei eine Führungseinrichtung an dem Einbauring und/oder
der Reflektorbaugruppe die Bewegung seitlich zur Einbaurichtung erzwingt, wenn die
Reflektorbaugruppe weiter in der Einbaurichtung über die wenigstens eine Rastposition
bewegt wird.
3. Einbauleuchte nach Anspruch 2, wobei die Führungseinrichtung eine Anlaufschräge (147)
oder Umlenkfläche (313) aufweist.
4. Einbauleuchte nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Führungseinrichtung eine Feder (112,
212) umfasst, die die Bewegung seitlich zur Einbaurichtung unterstützt.
5. Einbauleuchte nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei wenigstens eines der Rastmittel
an dem Einbauring und/oder an der Reflektorbaugruppe einen Vorsprung (345) umfasst,
auf den die Führungseinrichtung einwirkt, oder wobei die Führungseinrichtung auf einen
von den Rastmitteln des Einbaurings und/oder der Reflektorbaugruppe unabhängigen Vorsprung
(146, 246) einwirkt.
6. Einbauleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reflektorbaugruppe
(120, 220, 320) in unterschiedlichen Höhen gegenüber dem Einbauring (100, 200, 300)
festlegbar ist.
7. Einbauleuchte nach Anspruch 6, wobei mehrere Rastmittel (105, 245) an der Reflektorbaugruppe
oder an dem Einbauring in Einbaurichtung übereinander vorgesehen sind, so dass mehrere
Rastpositionen zum Halten der Reflektorbaugruppe (120, 220) entgegen der Einbaurichtung
gebildet werden.
8. Einbauleuchte nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Rastmittel (305) an dem Einbauring
oder an der Reflektorbaugruppe in unterschiedlichen Höhen entlang der Einbaurichtung
montierbar sind, insbesondere einsteckbar und in den unterschiedlichen Höhen jeweils
durch einen Formschluss festlegbar sind.
9. Einbauleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens jeweils zwei
oder mehr Rastmittel auf gegenüberliegenden Seiten der Innenwand des Einbaurings (100,
200, 300) und der Außenwand der Reflektorbaugruppe (120, 220, 320) vorgesehen sind.
10. Einbauleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Rastmittel der Reflektorbaugruppe
direkt mit einer Reflektoraußenseite verbunden sind oder über ein weiteres Bauteil
der Reflektorbaugruppe mittelbar mit einem Reflektor verbunden sind.
11. Einbauleuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reflektorbaugruppe
einen Kühlkörper (140) umfasst.
12. Einbauleuchte nach Anspruch 11 mit Rückbezug auf einen der Ansprüche 6 bis 8, wobei
der Kühlkörper (140) in unterschiedlichen Höhen gegenüber dem Einbaurahmen (100) festlegbar
ist.