[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur benachteiligungsgerechten Benutzung einer
Aufzugsanlage mit wenigstens einer Aufzugssteuerung. Ferner betrifft die Erfindung
eine Aufzugsanlage.
[0002] Es ist bekannt, dass eine Aufzugsanlage mit einer Aufzugskabine Benutzer zwischen
Stockwerken eines Gebäudes transportiert. Dazu sind auf den Stockwerken und/oder in
der Aufzugskabine Rufeingabevorrichtungen vorgesehen, an denen die Benutzer Rufeingaben
vornehmen können. Gemäss der Rufeingaben steuert eine Aufzugssteuerung einen Aufzugsantrieb
der Aufzugskabine sowie einen Türantrieb der Aufzugskabine derart an, dass die Benutzer
die Aufzugskabine betreten können und von der Aufzugskabine zwischen Stockwerken des
Gebäudes transportiert werden.
[0003] Im Rahmen der Gleichstellung von Benutzern mit Benachteiligungen schreibt die Europäische
Norm 81-70 für die Rufeingabe einen behindertengerechten Druckknopf vor. Durch Drücken
des behindertengerechten Druckknopfs wird die Aufzugsanlage in einen speziellen Betriebsmodus
gebracht. In diesem speziellen Betriebsmodus werden Aufzugstüren auf den Stockwerken
und/oder der Aufzugskabinen langsamer geöffnet und/oder geschlossen und die Benutzer
mit Benachteiligungen erhalten über sichtbare und/oder hörbare Signale eine Rückkopplung
der Rufeingabe.
[0004] Das Dokument
US 2002/0191819 A1 beschreibt eine Möglichkeit zur Detektion von Aufzugsbenutzer, welche einen Rollstuhl
benutzen. Dafür werden Bilder von Aufzugsbenutzer im Vorraum einer Aufzugsanlage aufgenommen
und anhand der Position des Gesichtes auf einen Rollstuhlfahrer geschlossen.
[0005] Das Dokument
US 2004/0022439 A1 beschreibt ein Verfahren zur Unterscheidung zwischen gehfähigen Personen und Personen
mit einem Rollstuhl. Anhand von Bildern wird ein 3D-Modell einer aufgenommenen Person
ermittelt und bestimmt, ob es sich um eine Person mit einem Rollstuhl oder nicht handelt.
[0006] Das Dokument
JP 2002211833 offenbart ein Verfahren zur Verifizierung eines Rollstuhlfahrers, wenn dieser eine
spezielle Taste einer Aufzugsbedieneinheit gedrückt hat. Durch Drücken der speziellen
Taste wir der Aufzugsanlage angezeigt, dass der Passagier ein Rollstuhlfahrer ist.
Wenn die spezielle Taste gedrückt wurde, wird von der Person, welche den Schalter
gedrückt hat, ein Bild mittels einer Kamera aufgenommen und verifiziert, ob es sich
tatsächlich bei der Person um einen Rollstuhlfahrer handelt.
[0007] Das Dokument
JP 11268879 beschreibt, wie behinderte Personen mit Hilfe von zwei Kameras detektiert werden,
sobald sie einen Schalter an einer Aufzugsbedieneinheit drücken und wie die Aufzugsanlage
bei einer Detektion eines Behinderten in einem speziellen Modus die Aufzugsfahrt ausführt.
[0008] Das Dokument
US 5192836 beschreibt, wie in einer Gruppe von Aufzügen der Aufzug ausgewählt wird, welcher
eine von einer behinderten Person angeforderte Fahrt ausführt. Zur Indikation, dass
die die Aufzugsfahrt anfordernde Person eine behinderte Person ist, wird von der anfordernden
Person eine zusätzliche Taste auf der Bedieneinheit der Aufzugsanlage gedrückt.
[0009] Das Dokument
US 5323470 beschreibt eine Methode zum Verfolgen des Gesichtes eines Patienten in Echtzeit mit
Hilfe von Kameras, damit ein Patient von einem Roboter gefüttert werden kann.
[0010] Das Dokument
US 2006/0011419 A1 offenbart wie bei einer Aufzugsbedieneinheit Schalttasten mit einem optischen Sensor
angeordnet sind, welche kontaktlos aktivierbar sind.
[0011] Das Dokument
US 6161655 beschreibt einen Aufzugsbedienschalter, welcher kontaktlos bedienbar ist. Infrarotstrahlung
wird vom Schalter ausgesandt. Im Falle, dass ein potentieller Passagier seine Hand
vor den Aufzugsbedienschalter hält, wird die Infrarotstrahlung reflektiert und damit
der Schalter aktiviert.
[0012] Die Schrift
EP1598298A1 zeigt eine Aufzugsanlage mit einer Rufeingabevorrichtung in der Aufzugskabine. Die
Rufeingabevorrichtung weist einen Tastschirm auf, welcher Tastschirm nicht EN81-70
konform ist, da er keinen behindertengerechten Druckknopf aufweist. Als EN81-70 konforme
Lösung lehrt
EP1598298A1 das Anbringen eines behindertengerechten Druckknopfes auf dem Tastschirm. Eine Oberseite
des behindertengerechten Druckknopfes ist für Sehbehinderte durch Braille-Schriftzeichen
mit einer Reliefhöhe von wenigstens 0.8mm eindeutig erkenntlich. Durch Drücken des
behindertengerechten Druckknopfes mit einer Druckkraft von 2.5N bis 5.0N wird ein
Bereich des Tastschirms unterhalb des behindertengerechten Druckknopfes betätigt und
ein Kabinenruf erzeugt.
[0013] Die Schrift
US2002/0191819A1 zeigt eine Aufzugsanlage mit einer Fernseh-Kamera und einer Bilderkennungsvorrichtung,
welche Fernseh-Kamera Bilder von auf einem Stockwerk wartenden Benutzern aufnimmt,
wobei die Bilderkennungsvorrichtung in aufgenommenen Bildern eine Gesichtsfelderkennung
eines Benutzers sowie eine Rollstuhlfeldabschätzung vornimmt und aus diesen Informationen
ein Vorhandensein eines Benutzers in einem Rollstuhls ermittelt. Diese Ermittlung
eines Benutzers mit Benachteiligung erfolgt automatisch, ohne dass der Benutzer ein
Bedienelement berühren muss.
[0014] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur benachteiligungsgerechten Benutzung einer Aufzugsanlage
anzugeben, bei dem die Aufzugsanlage unter weitgehender Vermeidung der Berührung von
Bedienelementen in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus bringbar ist und
auch Rufeingaben unter weitgehender Vermeidung der Berührung von Bedienelementen möglich
sind. Ferner soll eine zugehörige Aufzugsanlage angegeben werden.
[0015] Zur
Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Verfahren zur benachteiligungsgerechten Benutzung einer
Aufzugsanlage in Übereinstimmung mit Anspruch 1 erfindungsgemäss vorgesehen, dass
von wenigstens einem Sensor wenigstens eine Positionsveränderung eines Benutzers als
wenigstens ein Signal und wenigstens ein Referenzsignal erfasst wird; dass das Signal
mit dem Referenzsignal verglichen wird; dass bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten
Vergleichsergebnisses wenigstens einen Signal-Zustandswechsel erzeugt wird; und dass
die Aufzugsanlage für den erzeugten Referenz-Zustandswechsel wenigstens teilweise
in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht wird.
[0016] Das erfindungsgemässe Verfahren beruht auf der Erkenntnis, dass der Benutzer alleine
durch Veränderung seiner Position interaktiv und berührungslos einen Signal-Zustandswechsel
erzeugen kann, welcher Signal-Zustandswechsel die Aufzugsanlage von einem Normal-Modus
in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus bringt. Unter "Positionsveränderung"
des Benutzers wird jede Art des Bewegens und/oder Ruhighaltens des Benutzers verstanden,
welches Bewegen und/oder Ruhighalten als Signal und Referenzsignal vom Sensor erfassbar
ist. Das Ausmass des Bewegens und/oder Ruhighaltens kann sich im Bereich vorgegebener
räumlicher und/oder zeitlicher Grenzen variieren. Es werden somit ein Signal und ein
Referenzsignal vom Benutzer erfasst und der Benutzer mit Benachteiligung kann dadurch
seinen Wunsch zum Ausdruck bringen, im benachteiligungsgerechten Betriebsmodus von
der Aufzugsanlage verfahren zu werden; und er kann somit einfacher am gesellschaftlichen
Leben teilnehmen, soziale Kontakte pflegen, sich aus- und fortbilden und eine Erwerbstätigkeit
ausüben.
[0017] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemässen Verfahrens sind in den abhängigen
Ansprüchen des Verfahrens beschrieben.
[0018] Vorteilhafterweise wird das Referenzsignal zeitlich vor oder nach dem Signal erfasst.
Vorteilhafterweise wird ein vordefiniertes Vergleichsergebnis erfüllt, falls das erfasste
Signal mit dem Referenzsignal übereinstimmt. Vorteilhafterweise wird ein vordefiniertes
Vergleichsergebnis erfüllt, falls das erfasste Signal mit dem Referenzsignal nicht
übereinstimmt.
[0019] Dies hat den Vorteil, dass eine Positionsveränderung des Benutzers durch eindeutige
Signale erfasst wird. Pro Zeiteinheit wird ein Signal oder Referenzsignal erfasst.
Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Beispielsweise wird ein Benutzer vom Sensor mit
einem positiven Signal erfasst; das erfasste positive Signal wird mit einem erfassten
negativen Signal als Referenzsignal verglichen. Bei Nicht-Übereinstimmung von diesen
zwei nacheinander erfassten Signalen, wird ein Signal-Zustandswechsel erzeugt. Es
ist aber auch möglich, dass ein Benutzer, der sich vor dem Sensor für eine gewisse
Zeitdauer ruhig verhält, als eine Folge von negativen Signalen erfasst wird. In diesem
Fall wird die erfasste Folge von negativen Signalen mit einer vorgängig erfassten
Folge von negativen Signalen als Referenzsignal verglichen, und eine Übereinstimmung
der Folgen von Signalen erzeugt einen Signal-Zustandswechsel. Dies hat den weiteren
Vorteil, dass nur eine solche Positionsveränderung des Benutzers als vordefiniertes
Vergleichsergebnis von Signal und Referenzsignal verwendet wird, welche Positionsveränderung
den tatsächlichen Wunsch des Benutzers wiedergibt. Eine solche Positionsveränderung
des Benutzers wird universell verstanden und ist intuitiv lernbar.
[0020] Vorteilhafterweise werden das Signal und das Referenzsignal vom Sensor an wenigstens
eine Vorrichtung übermittelt, welche Vorrichtung eine Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung
und/oder Rufeingabevorrichtung ist; von der Vorrichtung wird verglichen, ob das Signal
mit dem Referenzsignal übereinstimmt; falls das Signal mit dem Referenzsignal übereinstimmt,
wird der Signal-Zustandswechsel erzeugt oder falls das Signal mit dem Referenzsignal
nicht übereinstimmt, wird der Signal-Zustandswechsel erzeugt.
[0021] Dies hat den Vorteil, dass der Signalvergleich und die Erzeugung des Signal-Zustandswechsels
an mehreren Orten der Aufzugsanlage bzw. durch verschiedene Vorrichtungen der Aufzugsanlage
durchführbar ist, was eine grosse Flexibilität bei der Umsetzung des Verfahrens bewirkt.
[0022] Vorteilhafterweise wird die Aufzugsanlage von der Vorrichtung für den erzeugten Signal-Zustandwechsel
für eine vorbestimmte Zeitdauer wenigstens teilweise in den benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus gebracht. Vorteilhafterweise wird die Aufzugsanlage von der Vorrichtung
für den erzeugten Signal-Zustandswechsel für eine vorbestimmte Zeitdauer wenigstens
teilweise in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht, bis wenigstens
ein Ruf des Benutzers vollständig bedient ist. Vorteilhafterweise wird die Aufzugsanlage
von der Vorrichtung für den erzeugten Signal-Zustandswechsel für eine vorbestimmte
Zeitdauer wenigstens teilweise in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht,
bis wenigstens ein Ruf des Benutzers vollständig bedient ist.
[0023] Dies hat den Vorteil, dass nachdem die Aufzugsanlage in den benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus gebracht worden ist, der Benutzer mit Benachteiligung einen Ruf erzeugen
kann, der von der Aufzugsanlage im benachteiligungsgerechten Betriebsmodus bedient
wird. Der Wechsel der Aufzugsanlage in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus
kann teilweise erfolgen, d.h. nur ein Teil der Aufzugsanlage wird in den benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus gebracht. So kann nur eine Rufeingabevorrichtung und/oder nur eine Aufzugskabine
in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht werden. Auch können verschiedene
Teile der Aufzugsanlage zu unterschiedlichen Zeiten in den benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus gebracht werden. So kann zuerst eine Rufeingabevorrichtung und daraufhin
eine Aufzugskabine in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht werden.
Beispielsweise wird die Rufeingabevorrichtung solange in den benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus gebracht, bis ein Ruf eingegeben ist und die dem Ruf zugeteilte Aufzugskabine
wird solange in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht, bis der Ruf
vollständig bedient ist. Auch können verschiedene Teile der Aufzugsanlage nur für
bestimmte Zeitdauern in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht werden.
Beispielsweise wird eine Aufzugskabine nur gezielt während des Schliessens einer Kabinentür
in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht und dabei eine Aufzugstür
nach dem Einsteigen des Passagiers in die Aufzugskabine mit einer besonders grossen
Verzögerung geschlossen und/oder besonders langsam geschlossen wird; in der restlichen
Zeitdauer der Fahrt des Passagiers befindet sich die Aufzugskabine nicht im benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus.
[0024] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen
und/oder orientieren kann. Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel
an, dass sich ein Benutzer nur unter Verwendung wenigstens eines behindertenspezifischen
Hilfsmittels bewegen und/oder orientieren kann; welches behindertenspezifische Hilfsmittel
ein Rollstuhl und/oder ein Krankenbett auf Rollen und/oder eine Krücke und/oder ein
Hörgerät und/oder eine Sehhilfe und/oder ein Blindenstock und/oder ein Blindenhund
und/oder ein Begleitbenutzer ist.
[0025] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer mit Benachteiligung angeben kann, dass er
sich nur mit einem behindertenspezifischen Hilfsmittel im Gebäude und somit auch in
der Aufzugsanlage bewegen und/oder orientieren kann.
[0026] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen
und/oder orientieren kann; und dass für einen Benutzer mit wenigstens einem behindertenspezifischen
Hilfsmittel wenigstens eine Aufzugstür mit einer besonders grossen Verzögerung geschlossen
und/oder besonders langsam geschlossen wird.
[0027] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer, der sich nur unter Verwendung wenigstens
eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen und/oder orientieren kann, ausreichend
Zeit hat, die Aufzugskabine zu betreten und/oder zu verlassen.
[0028] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen
und/oder orientieren kann; und dass für einen Benutzer mit wenigstens einem behindertenspezifischen
Hilfsmittel wenigstens eine Aufzugskabine mit einer besonderen Genauigkeit in einem
Stockwerk angehalten wird.
[0029] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer, der sich nur unter Verwendung wenigstens
eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen und/oder orientieren kann, die
Aufzugskabine auf ebenem Weg betreten und/oder verlassen kann.
[0030] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen
und/oder orientieren kann; und dass einem Benutzer mit wenigstens einem behindertenspezifischem
Hilfsmittel besonders viel Platz in wenigstens einer Aufzugskabine zugewiesen wird.
[0031] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer, der sich nur unter Verwendung wenigstens
eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen und/oder orientieren kann, viel
Platz für sein behindertenspezifisches Hilfsmittel hat.
[0032] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen
kann; und dass ein Benutzer mit wenigstens einem behindertenspezifischen Hilfsmittel
von wenigstens einer Aufzugskabine von einem Rufeingabestockwerk in ein Zielstockwerk
transportiert wird.
[0033] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer, der sich unter Verwendung wenigstens eines
behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen kann, direkt vom Rufeingabestockwerk
befördert wird und somit keine Zusatzwege auf ein Startstockwerk machen muss.
[0034] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines personenschutzspezifischen Hilfsmittels bewegen
kann. Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein
Benutzer nur unter Verwendung wenigstens eines personenschutzspezifischen Hilfsmittels
bewegen kann; welches personenschutzspezifische Hilfsmittel eine räumliche Schutzzone
und/oder eine zeitliche Schutzzone und/oder ein Personenschützer ist.
[0035] Dies hat den Vorteil, dass auch bei der Beförderung eines schutzwürdigen Benutzers,
d.h. eines Benutzers mit potentieller Sicherheitsgefährdung mit der Aufzugskabine
im Gebäude eine persönliche Sicherheit des Benutzers gegen Angriffe Dritter gewährleistet
werden kann.
[0036] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines personenschutzspezifischen Hilfsmittels bewegen
kann; und dass einem Benutzer mit wenigstens einem personenschutzspezifischem Hilfsmittel
besonders viel Platz in wenigstens einer Aufzugskabine zugewiesen wird.
[0037] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer der sich nur unter Verwendung wenigstens
eines personenschutzspezifischen Hilfsmittels bewegen kann, viel Platz für sein personenschutzspezifisches
Hilfsmittel hat.
[0038] Vorteilhafterweise gibt der erzeugte Signal-Zustandswechsel an, dass sich ein Benutzer
nur unter Verwendung wenigstens eines personenschutzspezifischen Hilfsmittels bewegen
kann; und dass ein Benutzer mit wenigstens einem personenschutzspezifischen Hilfsmittel
von wenigstens einer Aufzugskabine von einem Rufeingabestockwerk direkt in ein Zielstockwerk
transportiert wird.
[0039] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer, der sich unter Verwendung wenigstens eines
personenschutzspezifischen Hilfsmittels bewegen kann, direkt und somit rasch auf das
gewünschte Zielstockwerk befördert wird.
[0040] Vorteilhafterweise wird die Positionsveränderung des Benutzers erfasst, wenn sich
der Benutzer in wenigstens einem Erfassungsbereich des Sensors positioniert. Vorteilhafterweise
wird die Positionsveränderung des Benutzers erfasst, wenn sich der Benutzer wenigstens
einen Erfassungsbereich des Sensors verlässt. Vorteilhafterweise wird die Positionsveränderung
des Benutzers erfasst wird, wenn sich der Benutzer nahe wenigstens einer Rufeingabevorrichtung
positioniert.
[0041] Dies hat den Vorteil, dass sich der Benutzer im Erfassungsbereich des Sensors positionieren
muss. Er kann sich innerhalb oder ausserhalb des Erfassungsbereichs des Sensors positionieren
und eine Positionsveränderung vornehmen. Diese Begrenzung des Ortes, an dem eine Positionsveränderung
des Benutzers als Signal erfasst wird, führt zu einer weiteren, noch höheren Klarheit
bei der Wunschübermittlung des Benutzers, von der Aufzugsanlage im benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus verfahren zu werden. Nahe einer Rufeingabevorrichtung heisst dann auch
im Sinne der Erfindung, dass der Benutzer weniger als etwa zehn Meter, vorzugsweise
weniger als ein Meter, vorzugsweise einige Zentimeter von der Rufeingabevorrichtung
entfernt positioniert ist.
[0042] Vorteilhafterweise wird die Positionsveränderung des Benutzers vom Sensor selbsttätig
erfasst.
[0043] Dies hat den Vorteil, dass das Signal automatisch erfassbar ist, wenn der Benutzer
vom Sensor erfassbar ist. Der Benutzer kann berührungslos, allein durch Positionsveränderung
eine Sensorerfassung auslösen.
[0044] Vorteilhafterweise beträgt der Erfassungsbereich des Sensors weniger als etwa zehn
Meter, vorzugsweise weniger als ein Meter.
[0045] Dies hat den Vorteil, dass mit einem Sensor mit sehr reduziertem Erfassungsbereich
der Wunsch des Benutzers unzweifelhaft erfassbar ist, die Aufzugsanlage in einen benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus zu bringen.
[0046] Vorteilhafterweise ist der Sensor ein Bewegungssensor und/oder ein Lastsensor und/oder
ein Funksensor. Vorteilhafterweise ist der Bewegungssensor eine Kamera und/oder ein
Lichtsensor und/oder ein Ultraschallsensor oder ein Infrarotsensor und/oder ein Mikrofon
und/oder ein Geräuschpegelsensor. Vorteilhafterweise ist der Lastsensor eine Wägeinheit.
Vorteilhafterweise ist der Funksensor eine Sende-/Empfangseinheit für wenigstens ein
Funkfeld.
[0047] Dies hat den Vorteil, dass eine Vielzahl von bekannten und bewährten Sensoren verwendbar
sind, um den Wunsch des Benutzers zu erfassen, von der Aufzugsanlage im benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus verfahren zu werden.
[0048] Vorteilhafterweise wird die Positionsveränderung des Benutzers von wenigstens einem
Bewegungssensor als Signal erfasst; das erfasste Signal wird mit einem zeitlich vorgängig
erfassten Referenzsignal verglichen; und falls das erfasste Signal nicht mit dem Referenzsignal
übereinstimmt, wird der Signal-Zustandswechsel erzeugt. Vorteilhafterweise wird die
Positionsveränderung des Benutzers von wenigstens einem Lastsensor als Signal erfasst;
das erfasste Signal wird mit einem zeitlich vorgängig erfassten Referenzsignal verglichen;
und falls das erfasste Signal nicht mit dem Referenzsignal übereinstimmt, wird der
Signal-Zustandswechsel erzeugt. Vorteilhafterweise wird die Positionsveränderung des
Benutzers von wenigstens einem Funksensor als Signal erfasst; das erfasste Signal
wird mit einem zeitlich vorgängig erfassten Referenzsignal verglichen wird; und falls
das erfasste Signal mit dem Referenzsignal übereinstimmt, wird der Signal-Zustandswechsel
erzeugt.
[0049] Dies hat den Vorteil, dass aufgrund der unterschiedlichen Funktionsweise von verschiedenen
Sensoren auch verschiedene Signal-Zustandswechsel erzeugt werden, um die Aufzugsanlage
in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus zu bringen.
[0050] Vorteilhafterweise wird wenigstens eine Datenkommunikation zwischen dem Funksensor
und wenigstens einer vom Benutzer mitgeführten mobilen Kommunikationseinheit innerhalb
eines bestimmten Erfassungsbereichs wenigstens eines Funkfeldes aktiviert; und eine
Positionsveränderung der vom Benutzer mitgeführten mobilen Kommunikationseinheit wird
vom Funksensor als wenigstens ein Signal erfasst. Vorteilhafterweise wird wenigstens
eine Datenkommunikation zwischen dem Funksensor und wenigstens einer vom Benutzer
mitgeführten mobilen Kommunikationseinheit innerhalb eines bestimmten Erfassungsbereichs
wenigstens eines Funkfeldes aktiviert; von der mobilen Kommunikationseinheit wird
wenigstens ein Code an den Funksensor gesendet; und der Code wird vom Funksensor als
wenigstens ein Signal erfasst. Vorteilhafterweise wird als mobile Kommunikationseinheit
ein Mobiltelefon und/oder eine RFID-Karte verwendet. Vorteilhafterweise wird als Funkfeld
ein Nahfunkfeld verwendet; der Erfassungsbereich des Nahfunkfeldes beträgt weniger
als etwa zehn Meter, vorzugsweise weniger als ein Meter.
[0051] Dies hat den Vorteil, dass bereits eine Positionsveränderung einer mobilen Kommunikationseinheit
des alltäglichen Gebrauchs als Wunsch des Benutzers erfasst werden kann, die Aufzugsanlage
in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus zu bringen. Überraschenderweise lässt
sich nämlich bereits die Positionsveränderung der mobilen Kommunikationseinheit verwenden,
um mit hoher Sicherheit den Wunsch des Benutzers zu erfassen, die Aufzugsanlage in
einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus zu bringen.
[0052] Vorteilhafterweise wird wenigstens eine Datenkommunikation zwischen dem Funksensor
und wenigstens einer vom Benutzer mitgeführten mobilen Kommunikationseinheit innerhalb
eines bestimmten Erfassungsbereichs wenigstens eines Funkfeldes aktiviert; von der
mobilen Kommunikationseinheit wird wenigstens ein Code an den Funksensor gesendet;
der Code wird vom Funksensor als wenigstens ein Signal erfasst; das Signal wird vom
Funksensor an die Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung übermittelt; und von
der Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung wird für das übermittelte Signal wenigstens
eine Rufzuteilung ermittelt.
[0053] Dies hat den Vorteil, dass mit dem vom Funksensor erfassten Signal auch ein Code
für eine Rufzuteilung an die Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung übermittelt
wird.
[0054] Vorteilhafterweise übermittelt der Sensor das erfasste Signal an wenigstens eine
Rufeingabevorrichtung. Vorteilhafterweise übermittelt der Sensor das erfasste Signal
an wenigstens eine Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers
ist, dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, und auf wenigstens
einer Eingabe-/Ausgabeeinheit der Rufeingabevorrichtung wird wenigstens ein funktionaler
Bezeichner ausgegeben. Vorteilhafterweise übermittelt der Sensor das erfasste Signal
an wenigstens eine Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers
ist, dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, und auf wenigstens
einer Eingabe-/Ausgabeeinheit der Rufeingabevorrichtung werden mehrere funktionale
Bezeichner ausgegeben. Vorteilhafterweise übermittelt der Sensor das erfasste Signal
an wenigstens eine Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers
ist, dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, und auf wenigstens
einer Eingabe-/Ausgabeeinheit der Rufeingabevorrichtung werden mehrere funktionale
Bezeichner in wenigstens einer vorbestimmten Zeitfolge ausgegeben. Vorteilhafterweise
übermittelt der Sensor das erfasste Signal an wenigstens eine Rufeingabevorrichtung,
welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist, dessen Positionsveränderung als
Signal erfasst worden ist, und auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit der Rufeingabevorrichtung
werden mehrere funktionale Bezeichner in wenigstens einer vorbestimmten Reihenfolge
ausgegeben.
[0055] Dies hat den Vorteil, dass dem Benutzer für ein erfasstes und an die Rufeingabevorrichtung
übermitteltes Signal automatisch, ohne dass der Benutzer weiter etwas tun muss, ein
oder mehrere funktionale Bezeichner auf einer Eingabe-/Ausgabeeinheit ausgegeben werden.
[0056] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben. Vorteilhafterweise
gibt der funktionale Bezeichner an, dass sich der Benutzer nur unter Verwendung eines
behindertenspezifischen Hilfsmittels im Gebäude bewegen und/oder orientieren kann.
Vorteilhafterweise ist das behindertenspezifische Hilfsmittel ein Rollstuhl und/oder
ein Krankenbett auf Rollen und/oder eine Krücke und/oder ein Hörgerät und/oder eine
Sehhilfe und/oder ein Blindenstock und/oder ein Blindenhund und/oder ein Begleitpassagier.
[0057] Dies hat den Vorteil, dass ein Benutzer mit Behinderung angeben kann, mit welchem
behindertenspezifischen Hilfsmittel er vorhat, sich im Gebäude und somit auch in der
Aufzugsanlage zu bewegen und/oder zu orientieren.
[0058] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben; und dass der funktionale
Bezeichner angibt, dass sich der Benutzer nur unter Verwendung eines personenschutzspezifischen
Hilfsmittels bewegen kann. Vorteilhafterweise ist das personenschutzspezifische Hilfsmittel
eine räumliche Schutzzone und/oder eine zeitliche Schutzzone und/oder ein Personenschützer.
[0059] Dies hat den Vorteil, dass ein Benutzer mit potentieller Sicherheitsgefährdung angeben
kann, mit welchem personenschutzspezifischen Hilfsmittel er vorhat, von der Aufzugsanlage
verfahren zu werden.
[0060] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben; und dass der funktionale
Bezeichner angibt, dass der Benutzer wenigstens eine benutzerspezifische Kommunikationssprache
wünscht, wobei der Benutzer zwischen mehreren Kommunikationssprachen auswählen kann.
[0061] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer seine bevorzugte Kommunikationssprache angeben
kann.
[0062] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben; und dass der funktionale
Bezeichner angibt, dass der Benutzer wenigstens eine interaktive Hilfe zur Benutzung
der Aufzugsanlage wünscht, wobei der Benutzer zwischen mehreren Hilfen auswählen kann.
[0063] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer eine interaktive Hilfe bei der Benutzung
der Aufzugsanlage erhält.
[0064] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben; und dass der funktionale
Bezeichner angibt, dass der Benutzer wenigstens einen Zielruf zu tätigen wünscht,
wobei der Benutzer zwischen mehreren Zielstockwerken auswählen kann.
[0065] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer zwischen mehreren Zielstockwerken bestätigen
kann und dass ein Benutzer mit Gehbehinderung beispielsweise dasjenige Zielstockwerk
auswählt, welches er möglichst einfach verlassen kann.
[0066] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben; und dass der funktionale
Bezeichner angibt, dass der Benutzer wenigstens einen Stockwerkruf zu tätigen wünscht,
wobei der Benutzer zwischen mehreren Startstockwerken auswählen kann.
[0067] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer nicht zwingend vom Rufeingabestockwerk aus
seine Fahrt beginnen muss, sondern ein ihm genehmes Startstockwerk wählen kann. Beispielsweise
wählt ein Benutzer mit Gehbehinderung ein möglichst einfach zu erreichendes Startstockwerk.
[0068] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben; und dass der funktionale
Bezeichner angibt, dass der Benutzer wenigstens einen Kabinenruf zu tätigen wünscht;
wobei der Benutzer zwischen mehreren Zielstockwerken auswählen kann.
[0069] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer in der Aufzugskabine einen Kabinenruf seiner
Wahl tätigen kann.
[0070] Vorteilhafterweise wird auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein funktionaler Bezeichner an den Benutzer ausgegeben; und dass der funktionale
Bezeichner angibt, dass der Benutzer wenigstens eine benutzerspezifische Aufzugskabine
wünscht, wobei der Benutzer zwischen mehreren Aufzugskabinen auswählen kann.
[0071] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer zwischen mehreren möglichen Aufzugskabinen
bestätigen kann, um auf sein Zielstockwerk zu gelangen. Beispielsweise wünscht der
Benutzer eine Panoramakabine mit schöner Aussicht oder eine Expresskabine für eine
möglichst rasche Fahrt.
[0072] Vorteilhafterweise werden auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
mehrere funktionale Bezeichner ausgegeben. Vorteilhafterweise wird im benachteiligungsfreien
Betriebszustand vom Sensor wenigstens eine Positionsveränderung des Benutzers als
weiteres Signal erfasst; es wird verglichen, ob das weitere Signal mit einem zuletzt
erfassten Signal übereinstimmt, wobei das zuletzt erfasste Signal das Signal oder
das Referenzsignal ist; bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses
wird wenigstens ein weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt; und von der Rufeingabevorrichtung
wird für den erzeugten weiteren Signal-Zustandswechsel wenigstens ein ausgegebener
funktionaler Bezeichner markiert. Vorteilhafterweise wird im benachteiligungsfreien
Betriebszustand vom Sensor wenigstens eine Positionsveränderung des Benutzers als
weiteres Signal und weiteres Referenzsignal erfasst; es wird verglichen, ob das weitere
Signal mit dem weiteren Referenzsignal übereinstimmt; bei Erfüllung wenigstens eines
vordefinierten Vergleichsergebnisses wird wenigstens ein weiterer Signal-Zustandswechsel
erzeugt; und von der Rufeingabevorrichtung wird für den erzeugten weiteren Signal-Zustandswechsel
wenigstens ein ausgegebener funktionaler Bezeichner markiert.
[0073] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer durch einfache Positionsveränderung einen
von mehreren ausgegebenen funktionalen Bezeichner berührungslos markieren kann. Ein
solches Markieren ist hygienisch, da der Benutzer die Rufeingabevorrichtung nicht
berühren muss und somit keine Krankheiten und/oder Krankheitserreger übertragen werden
können.
[0074] Vorteilhafterweise werden auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
mehrere funktionale Bezeichner ausgegeben. Vorteilhafterweise wird im benachteiligungsfreien
Betriebszustand vom Sensor wenigstens eine Positionsveränderung des Benutzers als
noch weiteres Signal erfasst; es wird verglichen, ob das noch weitere Signal mit einem
zuletzt erfassten Signal übereinstimmt, wobei das zuletzt erfasste Signal das Signal
oder das Referenzsignal oder ein weiteres Signal oder ein weiteres Referenzsignal
ist; bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses wird wenigstens
ein noch weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt; und von der Rufeingabevorrichtung
wird für den erzeugten noch weiteren Signal-Zustandswechsel wenigstens ein ausgegebener
funktionaler Bezeichner bestätigt. Vorteilhafterweise wird im benachteiligungsfreien
Betriebszustand vom Sensor wenigstens eine Positionsveränderung des Benutzers als
noch weiteres Signal und als noch weiteres Referenzsignal erfasst; es wird verglichen,
ob das noch weitere Signal mit dem noch weiteren Referenzsignal übereinstimmt; bei
Erfüllung wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses wird wenigstens ein
noch weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt; und von der Rufeingabevorrichtung wird
für den erzeugten noch weiteren Signal-Zustandswechsel wenigstens ein ausgegebener
funktionaler Bezeichner bestätigt.
[0075] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer durch einfache Positionsveränderung einen
ausgegebenen funktionalen Bezeichner berührungslos bestätigen kann. Eine solche Bestätigung
ist hygienisch, da der Benutzer die Rufeingabevorrichtung nicht berühren muss und
somit keine Krankheiten und/oder Krankheitserreger übertragen werden können.
[0076] Vorteilhafterweise werden wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung, welche Rufeingabevorrichtung nahe des Benutzers ist,
dessen Positionsveränderung als Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel
mehrere funktionale Bezeichner ausgegeben; und durch Betätigen wenigstens eines Bereichs
der Eingabe-/Ausgabeeinheit wird wenigstens ein ausgegebener funktionaler Bezeichner
markiert. Vorteilhafterweise werden wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit von wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel mehrere funktionale
Bezeichner ausgegeben; und durch Betätigen wenigstens eines Bereichs der Eingabe-/Ausgabeeinheit
wird wenigstens ein ausgegebener funktionaler Bezeichner bestätigt.
[0077] Dies hat den Vorteil, dass ein Benutzer alternativ auch einen ausgegebener funktionaler
Bezeichner auf der Eingabe-/Ausgabeeinheit betätigen kann, um den funktionalen Bezeichner
zu markieren und/oder zu bestätigen.
[0078] Vorteilhafterweise wird der markierte und/oder bestätigte funktionale Bezeichner
von der Rufeingabevorrichtung an die Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung übermittelt;
und der Benutzer wird von der Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung für den übermittelten
funktionalen Bezeichner mit der Aufzugsanlage im benachteiligungsgerechten Betriebsmodus
verfahren.
[0079] Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer vollkommen berührungslos, einzig durch Positionsveränderung
eine Aufzugsanlage in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus bringen kann und
dann von der Aufzugsanlage im benachteiligungsgerechten Betriebsmodus verfahren wird.
[0080] Zudem wird zur Lösung der vorgenannten Aufgabe eine Aufzugsanlage zur Durchführung
des Verfahrens zur benachteiligungsgerechten Benutzung der Aufzugsanlage vorgeschlagen.
Dazu erfasst wenigstens ein Sensor wenigstens eine Positionsveränderung eines Benutzers
als wenigstens ein Signal und wenigstens ein Referenzsignal; die Aufzugsanlage vergleicht
das Signal mit dem Referenzsignal; bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses
erzeugt die Aufzugsanlage wenigstens einen Signal-Zustandswechse; und die Aufzugsanlage
wechselt für den erzeugten Referenz-Zustandswechsel wenigstens teilweise in einen
benachteiligungsgerechten Betriebsmodus.
[0081] Dies hat den Vorteil, dass eine Aufzugsanlage durch ein von einem Sensor erfasstes
Signal und Referenzsignal infolge einer Positionsveränderung eines Benutzers befähigt
wird, von einem Normal-Modus in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus zu wechseln.
[0082] Überdies wird zur Lösung der vorgenannten Aufgabe ein Verfahren zum Nachrüsten einer
Aufzugsanlage mit wenigstens einer Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung zur
Durchführung des Verfahrens zur benachteiligungsgerechten Benutzung der Aufzugsanlage
vorgeschlagen. Dazu wird wenigstens ein Sensor zur Erfassung von wenigstens einer
Positionsveränderung eines Benutzers als wenigstens ein Signal und wenigstens ein
Referenzsignal installiert; wenigstens eine Signalleitung und/oder Funkfeld zur Übermittlung
von dem vom Sensor erfassten Signal und Referenzsignal wird zwischen dem Sensor und
der Aufzugsanlage installiert; wenigstens ein Computerprogramm-Mittel wird in wenigstens
einen Prozessor der Aufzugsanlage geladen; das Computerprogramm-Mittel vergleicht
das Signal mit dem Referenzsignal; bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses
erzeugt das Computerprogramm-Mittel wenigstens einen Signal-Zustandswechsel; und die
Aufzugsanlage wird vom Computerprogramm-Mittel für den erzeugten Signal-Zustandswechsel
wenigstens teilweise in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht.
[0083] Dies hat den Vorteil, dass eine bestehende Aufzugsanlage lediglich durch Installation
eines Sensors sowie einer Signalleitung und/oder eines Funkfeldes zur Zielrufsteuerung
und/oder Aufzugssteuerung nachrüstbar ist, um nach Laden eines Computerprogramm-Mittel
wird in wenigstens einen Prozessor der Zielrufsteuerung und/oder Aufzugssteuerung
einem Benutzer zu ermöglichen, lediglich durch Positionsveränderung einen Signal-Zustandswechsel
zu erzeugen und die Aufzugsanlage in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus
zu bringen.
[0084] Vorteilhafterweise umfasst ein Computerprogrammprodukt wenigstens ein Computerprogramm-Mittel,
das geeignet ist, das Verfahren zur benachteiligungsgerechten Benutzung einer Aufzugsanlage
dadurch zu realisieren, dass wenigstens ein Verfahrensschritt ausgeführt wird, wenn
das Computerprogramm-Mittel in wenigstens einen Prozessor wenigstens einer Rufeingabevorrichtung
und/oder wenigstens einer Zielrufsteuerung und/oder wenigstens einer Aufzugssteuerung
und/oder wenigstens einen Sensor geladen wird. Vorteilhafterweise umfasst der computerlesbare
Datenspeicher ein solches Computerprogrammprodukt.
[0085] Dies hat den Vorteil, dass eine Aufzugsanlage durch Laden des Computerprogramm-Mittels
befähigt wird, für ein von einem Sensor erfasstes übermitteltes Signal welches im
Vergleich mit einem Referenzsignal zur Erzeugung eines Signal-Zustandswechsels führt,
die Aufzugsanlage in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus zu bringen.
[0086] Anhand der
Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung im Detail erläutert. Hierzu zeigt, teilweise
schematisiert:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Aufzugsanlage mit Sensor und Rufeingabevorrichtung
gemäss einer der Fig. 3 bis 13;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Aufzugsanlage mit Sensor und Rufeingabevorrichtung
gemäss einer der Fig. 3 bis 13;
Fig. 3 eine Ansicht eines Teils eines ersten Ausführungsbeispiels von Sensoren in Form eines
Funksensors und eines Bewegungssensors sowie eines ersten Ausführungsbeispiels einer
Rufeingabevorrichtung;
Fig. 4 eine Ansicht eines Teils eines zweiten Ausführungsbeispiels von Sensoren in Form
eines Bewegungssensors und eines Lastsensors sowie eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer Rufeingabevorrichtung;
Fig. 5 eine Ansicht eines Teils eines dritten Ausführungsbeispiels eines Sensors in Form
eines Funksensors sowie eines dritten Ausführungsbeispiels einer Rufeingabevorrichtung,
wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für einen Wechsel der Aufzugsanlage in
einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus ausführt;
Fig. 6 eine Ansicht des Teils des dritten Ausführungsbeispiels eines Sensors und einer Rufeingabevorrichtung
gemäss Fig. 5, wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für eine Markierung eines
funktionalen Bezeichners ausführt;
Fig. 7 eine Ansicht des Teils des dritten Ausführungsbeispiels eines Sensors und einer Rufeingabevorrichtung
gemäss Fig. 5 oder 6, wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für eine Bestätigung
eines funktionalen Bezeichners ausführt;
Fig. 8 eine Ansicht eines Teils eines vierten Ausführungsbeispiels eines Sensors in Form
eines Bewegungssensors sowie ein viertes Ausführungsbeispiel einer Rufeingabevorrichtung,
wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für einen Wechsel der Aufzugsanlage in
einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus ausführt;
Fig. 9 eine Ansicht des Teils des vierten Ausführungsbeispiels von Sensoren und einer Rufeingabevorrichtung
gemäss Fig. 8 wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für eine Markierung eines
funktionalen Bezeichners ausführt;
Fig. 10 eine Ansicht des Teils des vierten Ausführungsbeispiels von Sensoren und einer Rufeingabevorrichtung
gemäss Fig. 8 oder 9, wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für eine Bestätigung
eines funktionalen Bezeichners ausführt;
Fig. 11 eine Ansicht eines Teils eines fünften Ausführungsbeispiels von Sensoren in Form
eines Bewegungssensors und eines Lastsensors sowie ein fünftes Ausführungsbeispiel
einer Rufeingabevorrichtung, wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für einen
Wechsel der Aufzugsanlage in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus ausführt;
Fig. 12 eine Ansicht des Teils des fünften Ausführungsbeispiels von Sensoren und einer Rufeingabevorrichtung
gemäss Fig. 11 wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für eine Markierung eines
funktionalen Bezeichners ausführt; und
Fig. 13 eine Ansicht des Teils des fünften Ausführungsbeispiels von Sensoren und einer Rufeingabevorrichtung
gemäss Fig. 11 oder 12, wobei ein Benutzer eine Positionsveränderung für eine Bestätigung
eines funktionalen Bezeichners ausführt.
[0087] Fig. 1 und 2 zeigen zwei Ausführungsbeispiele einer
Aufzugsanlage 100 in einem Gebäude. Das Gebäude weist eine grössere Anzahl Stockwerke S1 bis S3 auf,
die von wenigstens einer Aufzugskabine 6, 6' bedient werden. Auf jedem Stockwerk S1
bis S3 kann ein Benutzer über wenigstens eine Aufzugstür 11, 11', 12, 12' die Aufzugskabine
6, 6' betreten und/oder verlassen. In wenigstens einem Aufzugsschacht S4, S4' ist
die Aufzugskabine 6, 6' über wenigstens ein Tragmittel 8, 8' mit wenigstens einem
Gegengewicht 7, 7' verbunden. Zum Verfahren von Aufzugskabine 6, 6' und Gegengewicht
7, 7' wird das Tragmittel 8, 8' von wenigstens einem Aufzugsantrieb 10, 10' im Reibschluss
in Bewegung gesetzt. Üblicherweise ist wenigstens ein Türantrieb 9, 9' an der Aufzugskabine
6, 6' angeordnet und betätigt die Aufzugstür 11, 11', 12, 12'. Bei der Aufzugstür
11, 11', 12, 12' wird zwischen einer auf jedem Stockwerk S1 bis S3 angeordneten Stockwerkstür
11, 11' und einer Kabinentür 12, 12' der Aufzugskabine 6, 6' unterschieden. Während
eines Stockwerkshalts ist die Kabinentür 12, 12' mit der Stockwerkstür 11, 11' durch
mechanische Kopplung in Wirkverbindung bringbar, derart, dass das Öffnen und Schliessen
der Kabinentür 12, 12' und der Stockwerkstür 11, 11' gleichzeitig erfolgt. Gemäss
Fig. 1 sind zwei Aufzugskabinen 6, 6' in zwei Aufzugsschächten S4, S4' angeordnet.
Gemäss Fig. 2 ist eine Aufzugskabine 6 in einem Aufzugsschacht S4 angeordnet. Bei
Kenntnis der vorliegenden Erfindung kann der Fachmann eine Aufzugsanlage 100 mit mehr
als drei bedienten Stockwerken S1 bis S3 und/oder mit mehr als einer Aufzugskabine
6, 6' pro Aufzugsschacht S4, S4' und/oder mit einem Hydraulikantrieb und/oder mit
einem Aufzugsantrieb auf der Aufzugskabine und/oder auf dem Gegengewicht und natürlich
auch eine Aufzugsanlage 100 ohne Gegengewicht realisieren.
[0088] Wenigstens eine
Aufzugssteuerung 5, 5' der Aufzugsanlage 100 weist wenigstens einen Prozessor und wenigstens einen computerlesbaren
Datenspeicher auf. Aus dem computerlesbaren Datenspeicher wird wenigstens ein Computerprogramm-Mittel
in den Prozessor geladen und ausgeführt. Das Computerprogramm-Mittel steuert den Aufzugsantrieb
10, 10' und den Türantrieb 9, 9' an. In wenigstens einem Gehäuse der Aufzugssteuerung
5, 5' sind wenigstens ein Adapter für wenigstens ein Funkfeld 21 und/oder wenigstens
ein Adapter für wenigstens eine Signalleitung 3, 3' sowie wenigstens eine elektrische
Stromversorgung angeordnet.
[0089] Wenigstens eine
Rufeingabevorrichtung 1, 1' der Aufzugsanlage 100 ist nahe einer Stockwerkstür 11, 11' und/oder in einer Aufzugskabine
6 angeordnet. Die Fig. 1 bis 13 zeigen mehrere Ausführungsbeispiele einer Rufeingabevorrichtung
1, 1'. Die Rufeingabevorrichtung 1, 1' ist an einer Gebäudewand im Stockwerkstürbereich
montiert oder steht isoliert im Stockwerkstürbereich der Stockwerke S1 bis S3. In
wenigstens einem Gehäuse der Rufeingabevorrichtung 1, 1' sind wenigstens ein Adapter
für eine Signalleitung 2 und/oder wenigstens ein Adapter für wenigstens ein Funkfeld
21, wenigstens eine Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 in Form eines Tastschirms 13' und/oder
eines Tastenfeldes 13", wenigstens ein Tongeber 15 und wenigstens eine elektrische
Stromversorgung angeordnet. Die Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 umfasst einen Tastschirm
13' von rechteckigem und/oder kreissymmetrischem Durchmesser. Der Tastschirm 13' weist
beispielsweise einen Durchmesser von fünf Zentimeter und eine Dicke von zwei bis zehn
Millimetern auf. Die Anzeige ist beispielsweise aus Glas oder schlagfestem Kunststoff
wie Polyurethan, Polypropylen, Polyethylen, usw. Eine Vorderseite des Tastschirms
13' ist für den Benutzer sehr gut sichtbar und beispielsweise aus Glas oder schlagfestem
Kunststoff wie Polyurethan, Polypropylen, Polyethylen. Mehrere Funktionsprinzipien
von Tastschirmen 13' sind bekannt, wie ein resistiver Tastschirm, ein kapazitiver
Tastschirm, ein optischer Tastschirm, usw., bei denen bei Berührung ein elektromagnetisches
Feld bzw. ein Lichtstrahl verändert wird. Anstelle eines Tastschirms kann die Eingabe-/Ausgabeeinheit
13 auch einen einfachen Bildschirm und/oder Leuchtanzeigen aufweisen. Das Tastenfeld
13" weist mehrere mechanische Tasten auf, welche Tasten permanent mit Aufzugsfunktionen
belegt sind. Das Tastenfeld 13" ist beispielsweise eine Zehnertastatur zur Eingabe
von Stockwerksbezeichnungen wie "5" oder "16". Der Tongeber 15 ist beispielsweise
ein Lautsprecher zur Ausgabe von gesprochenen alphanumerischen Zeichenfolgen und/oder
von gesprochenen Sätzen. Der Schalldruck des Tongebers 15 ist in einem Bereich von
30 dB bis 120 dB einstellbar, das Frequenzband reicht von zehn Hz bis 25 kHz. Die
Rufeingabevorrichtung 1, 1' weist wenigstens einen Prozessor und wenigstens einen
computerlesbaren Datenspeicher auf. Aus dem computerlesbaren Datenspeicher wird wenigstens
ein Computerprogramm-Mittel in den Prozessor geladen und ausgeführt. In den Prozessor
der Rufeingabevorrichtung 1, 1' können mehrere Computerprogramm-Mittel geladen werden,
die unabhängig voneinander und/oder zusammen miteinander arbeiten. Das Computerprogramm-Mittel
steuert den Adapter und/oder die Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 und/oder den Tongeber
15 an.
[0090] Wenigstens ein
Sensor 17, 18, 19 der Aufzugsanlage 100 erfasst wenigstens einen Bereich des Gebäudes. Der Sensor 17,
18, 19 ist in der Nähe einer Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet. Gemäss Fig. 1
ist ein erster Sensor 17 im Gehäuse einer ersten Rufeingabevorrichtung 1 angeordnet,
während ein weiterer Sensor 17 oberhalb einer weiteren Rufeingabevorrichtung 1' angeordnet
ist. Gemäss Fig. 2 ist ein Sensor 17 seitlich neben einer Rufeingabevorrichtung 1
angeordnet. Gemäss Fig. 3 sind zwei Sensoren 17 und 19 im Gehäuse einer Rufeingabevorrichtung
1, 1' angeordnet. Gemäss Fig. 4 ist ein erster Sensor 18 vor einer Rufeingabevorrichtung
1, 1' angeordnet, während ein weiterer Sensor 17 oberhalb von Stockwerkstüren 11,
11' angeordnet ist. Gemäss Fig. 5 bis 7 ist ein erster Sensor 19 im Gehäuse einer
Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet. Gemäss Fig. 8 bis 10 ist ein erster Sensor
17 oberhalb einer Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet. Gemäss Fig. 11 bis 13 ist
ein erster Sensor 17 im Gehäuse einer Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet, während
ein weiterer Sensor 18 vor der Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet ist. Der Sensor
17, 18, 19 ist ein Bewegungssensor 17 und/oder ein Lastsensor 18 und/oder ein Funksensor
19. Der Bewegungssensor 17 ist eine Kamera und/oder ein Lichtsensor und/oder ein Ultraschallsensor
und/oder ein Infrarotsensor und/oder ein Mikrofon und/oder ein Geräuschpegelsensor.
Der Lastsensor 18 ist eine Wägeinheit. Der Funksensor 19 ist eine Sende-/Empfangseinheit
für wenigstens ein Funkfeld 21. Der Sensor 17, 18, 19 weist wenigstens einen Prozessor,
wenigstens einen computerlesbaren Datenspeicher, wenigstens einen Adapter für eine
Signalleitung 2 und/oder wenigstens einen Adapter für wenigstens ein Funkfeld 21 und
wenigstens eine elektrische Stromversorgung auf. Aus dem computerlesbaren Datenspeicher
wird wenigstens ein Kommunikations-Computerprogramm-Mittel in den Prozessor geladen
und ausgeführt. Das Kommunikations-Computerprogramm-Mittel steuert die Kommunikation
des Sensors 17, 18, 19 mit wenigstens einer Rufeingabevorrichtung 1, 1' und/oder Zielrufsteuerung
4 und/oder Aufzugssteuerung 5, 5'. Im Folgenden werden Ausführungen eines Sensors
17, 18, 19 beispielhaft erläutert:
- Die Kamera weist wenigstens eine optische Linse und wenigstens einen digitalen Bildsensor auf.
Der digitale Bildsensor ist beispielsweise ein Charged Coupled Device (CCD) Sensor
oder ein Complementary Metal Oxide Semiconductor (CMOS) Sensor. Die Kamera erfasst
Bilder im Spektrum des sichtbaren Lichts. Die Kamera kann Standbilder oder bewegte
Bilder mit einer Frequenz von 0 bis 30 Bilder pro Sekunde erfassen. Aus einem computerlesbaren
Datenspeicher der Kamera wird wenigstens ein Computerprogramm-Mittel in einen Prozessor
der Kamera geladen und ausgeführt. Das Computerprogramm-Mittel steuert den Betrieb
der Kamera, speichert und lädt Standbilder, vergleicht Standbilder miteinander und
kann als Vergleichsergebnis wenigstens einen Signal-Zustandswechsel erzeugen. Die
Kamera hat eine beispielhafte Auflösung von zwei MPixel und eine beispielhafte Empfindlichkeit
von zwei Lux. Die Kamera weist ein motorbetätigtes Zoomobjektiv auf und kann so selbsttätig
oder ferngesteuert die Brennweite des Objektivs verändern. Somit lassen sich Gegenstände
in verschiedenen Entfernungen in unterschiedlich detaillierten Bildausschnitten erfassen.
Die Kamera weist ein motorbetätiges Stativ auf, um so selbsttätig oder ferngesteuert
die Orientierung des Objektivs zu verändern. Beispielsweise schwenkt die Kamera oder
sie dreht sich. Die Kamera ist mit einer Beleuchtungseinrichtung versehen und kann
so bei schwachem Umgebungslicht oder Dunkelheit einen zu erfassenden Gegenstand beleuchten.
- Der Lichtsensor arbeitet nach dem photoelektrischen Effekt und ist beispielsweise eine Photodiode
oder ein Phototransistor. Der Lichtsensor misst die Helligkeit im Bereich von beispielsweise
zehn Lux bis 1500 Lux mit einer Auflösung von ± einem Prozent.
- Der Ultraschallsensor arbeitet nach dem Echo-Laufzeitmessung und verwendet dazu beispielsweise eine angeregte
Membran. Treffen die von der Membran ausgesendeten Ultraschallwellen auf einen Gegenstand,
so werden sie reflektiert und die reflektierten Ultraschallwellen erfasst. Aus der
Laufzeit zwischen den ausgesendeten Ultraschallwellen und den erfassten reflektierten
Ultraschallwellen wird einen Entfernung zwischen der Membran und dem Gegenstand ermittelt.
Der Ultraschallsensor erfasst Bewegungen mit einer beispielhaften Auflösung von einem
Millimeter.
- Der Infrarotsensor erfasst berührungslos Wärmestrahlung in einem beispielhaften Temperaturmessbereich
von -30 °C bis +500 °C mit einer Auflösung von ± einem Prozent. Der Infrarotsensor
liefert Wärmebilder der von Passagieren ausgesandten Wärmestrahlung.
- Das Mikrofon ist ein Schallwandler, der Luftschall in elektrische Spannungsänderungen umwandelt.
Die Kennempfindlichkeit des Mikrofons beträgt beispielsweise fünf mV/Pa bis 100 mV/Pa
und erfasst einen Schalldruckpegel von 30 dB bis 130 dB mit einer beispielhaften Auflösung
von einem dB.
- Der Geräuschpegelsensor erfasst Intensitäten und Geräuschpegel. Intensitäten werden mit einer beispielhaften
Auflösung von 10-3 µWm2 bis 10+4 µWm2 erfasst, der Geräuschpegel wird in einem beispielhaften Bereich von 30 dB bis 110
dB mit einer beispielhaften Auflösung von 0.1 dB erfasst.
- Die Wägeinheit ist beispielsweise eine Lastmatte, die das Gewicht eines auf ihr stehenden Benutzers
in Kilogramm erfasst. Solche Lastmatten gibt es in unterschiedlichen Abmessungen.
So weist eine Lastmatte eine rechteckige Grundfläche von 0.5 Quadratmeter und eine
Dicke von zwei Zentimeter auf und erfasst ein Gewicht im Bereich von einem Kilogramm
bis 200 Kilogramm.
- Die Sende-/Empfangseinheit weist wenigstens einen Prozessor, wenigstens einen computerlesbaren Datenspeicher,
wenigstens einen Adapter für eine Signalleitung 2 und wenigstens eine elektrische
Stromversorgung auf. Aus dem computerlesbaren Datenspeicher wird wenigstens ein Kommunikations-Computerprogramm-Mittel
in den Prozessor geladen und ausgeführt. Das Kommunikations-Computerprogramm-Mittel
steuert die Kommunikation der Sende-/Empfangseinheit im Funkfeld 21 mit wenigstens
einer vom Benutzer getragenen mobilen Kommunikationseinheit 20. Gemäss Fig. 3 ist
diese Kommunikation durch gekrümmte Dreifachkreissegmente dargestellt. Dabei sind
mehrere Ausführungsformen möglich:
+ In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist die mobile Kommunikationseinheit
20 beispielsweise eine vom Benutzer getragene Radio Frequency Identification (RFID)-Karte
mit wenigstens einer Spule, wenigstens einem Datenspeicher und wenigstens einem Prozessor.
Die von der Sende-/Empfangseinheit verwendete Funkfrequenz beträgt beispielsweise
125 kHz, 13.56 MHz, 2.45 GHz, usw.. Die mobile Kommunikationseinheit 20 nimmt über
ihre Spule induktiv Energie aus dem elektromagnetischen Feld der Sende-/Empfangseinheit
auf und wird so energetisch aktiviert. Die energetische Aktivierung erfolgt automatisch,
sobald sich die mobile Kommunikationseinheit 20 im Empfangsbereich des elektromagnetischen
Feldes von einigen Zentimetern bis zu einem Meter der Sende-/Empfangseinheit befindet.
Sobald die mobile Kommunikationseinheit 20 energetisch aktiviert ist, liest der Prozessor
wenigstens einen im Datenspeicher abgelegten Code aus, der über die Spule an die Sende-/Empfangseinheit
gesendet wird. Die energetische Aktivierung der mobilen Kommunikationseinheit 20 und
das Senden des Codes an die Sende-/Empfangseinheit erfolgt berührungslos.
+ In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform ist die mobile Kommunikationseinheit
20 beispielsweise ein vom Benutzer getragenes Mobiltelefon und/oder ein Computer.
Das mobile Gerät weist wenigstens einen Prozessor und wenigstens einen computerlesbaren
Datenspeicher und wenigstens eine elektrische Stromversorgung auf. Aus dem computerlesbaren
Datenspeicher wird wenigstens ein Kommunikations-Computerprogramm-Mittel in den Prozessor
geladen und ausgeführt. Das Kommunikations-Computerprogramm-Mittel steuert die Kommunikation
der mobilen Kommunikationseinheit 20 im Funkfeld 21. Für die Kommunikation im Funkfeld
21 lassen sich bekannte lokale Funknetzwerke von bis zum 300 Metern Empfangsreichweite
wie Bluetooth (IEEE 802.15.1), ZigBee (IEEE 802.15.4) oder Wi-Fi (IEEE 802.11) mit
einer Frequenz von beispielsweise 800/900 MHz oder 2.46 GHz verwenden. Das Funkfeld
21 erlaubt eine bidirektionale Kommunikation gemäss bekannten und bewährten Netzwerk-Protokollen
wie das Transmission Control Protocol / Internet-Protocol (TCP/IP) oder Internet Packet
Exchange (IPX). Sobald die mobile Kommunikationseinheit 20 sich im Funkfeld 21 befindet,
liest der Prozessor einen im Datenspeicher abgelegten Code aus, der an die Sende-/Empfangseinheit
gesendet wird.
[0091] Wenigstens eine
Zielrufsteuerung 4 der Aufzugsanlage 100 weist wenigstens einen Prozessor, wenigstens einen computerlesbaren
Datenspeicher, wenigstens einen Adapter für eine Signalleitung 2 und wenigstens eine
elektrische Stromversorgung auf. Gemäss Fig.1 ist die Zielrufsteuerung 4 eine eigenständige
elektronische Einheit in wenigstens einem eigenen Gehäuse, die beispielsweise im Stockwerk
S3 platziert ist. Die Zielrufsteuerung 4 kann auch ein elektronischer Einschub beispielsweise
in Form einer Leiterplatte sein, welche Leiterplatte im Gehäuse einer Rufeingabevorrichtung
1, 1' und/oder einer Aufzugssteuerung 5, 5' angeordnet ist.
[0092] Die Rufeingabevorrichtung 1, 1', der Sensor 17, 18, 19 und die Zielrufsteuerung 4
und/oder die Aufzugssteuerung 5, 5' kommunizieren bidirektional über ein
Signalleitung 2 wie ein Universal Serial Bus (USB), Local Operating Network (LON), Modbus, Ethernet,
usw. Die Signalleitung 2 ist somit ein Bus-System. Mit dieser Signalleitung 2 erfolgt
die Kommunikation gemäss einem bekannten Protokoll. Gemäss Fig. 1 sind pro Stockwerk
S1 bis S3 jeweils zwei Rufeingabevorrichtungen 1, 1' und jeweils zwei Sensoren 19
über eine Signalleitung 2 mit der Zielrufsteuerung 4 kommunikativ verbunden. Die Signalleitung
2 ist gemäss Fig. 1 durch gepunktete Linien dargestellt. Anstatt einer kabelverlegten
Signalleitung 2 zwischen Sensor 17, 18, 19 und der Zielrufsteuerung 4 und/oder Aufzugssteuerung
5 kann der Fachmann natürlich auch ein Funkfeld 21 wie Bluetooth, ZigBee oder Wi-Fi
realisieren. Gemäss Fig. 2 sind pro Stockwerk S1 bis S3 jeweils eine Rufeingabevorrichtung
1 und ein Sensor 17 über ein Funkfeld 21 mit einer Aufzugssteuerung 5 kommunikativ
verbunden. Jeder Kommunikationsteilnehmer ist über eine Adresse eines Adapters der
Signalleitung 2 und/oder des Funkfeldes 21 eindeutig identifizierbar. Das Funkfeld
21 ist gemäss Fig. 2 durch gekrümmte Dreifachkreissegmente dargestellt. Die Zielrufsteuerung
4 und die Aufzugssteuerung 5, 5' kommunizieren bidirektional über eine
Signalleitung 3, 3'. Gemäss Fig. 1 ist die Zielrufsteuerung 4 über je eine Signalleitung 3, 3' mit einer
Aufzugssteuerung 5, 5' kommunikativ verbunden. Die Kommunikationsteilnehmer an den
Enden der permanent aktivierten Signalleitungen 3, 3' sind eindeutig identifizierbar.
Auch die Signalleitung 3, 3' ist gemäss Fig. 1 durch gepunktete Linien dargestellt.
Bei Kenntnis der vorliegenden Erfindung kann der Fachmann die Ausführungsbeispiele
einer Aufzugsanlage 100 gemäss Fig. 1 und 2 miteinander kombinieren, beispielsweise
derart, dass eine Rufeingabevorrichtung 1, 1' und/oder ein Sensor 17, 18, 19 über
ein Funkfeld 21 mit mehreren Aufzugssteuerungen 5, 5' kommunikativ verbunden ist und/oder
dass eine Zielrufsteuerung 4 über eine Signalleitung 3, 3' mit nur einer Aufzugssteuerung
5, 5' kommunikativ verbunden ist.
[0093] Der Benutzer kann einen Ruf durch Auswahl eines auf der Eingabe-/Ausgabeeinheit 13
der Rufeingabevorrichtung 1, 1' ausgegebenen funktionalen Bezeichners 16, 16', 16"
tätigen. Die Auswahl kann durch einfaches Markieren und/oder durch Bestätigen eines
markierten funktionalen Bezeichners 16, 16', 16" erfolgen. Gemäss Fig. 1 übermittelt
die Rufeingabevorrichtung 1, 1' den getätigten Ruf als Zielruf über die Signalleitung
2 an die Zielrufsteuerung 4. Gemäss Fig. 2 übermittelt die Rufeingabevorrichtung 1
den getätigten Ruf als Stockwerkruf und/oder als Kabinenruf über das Funkfeld 21 an
die Aufzugssteuerung 5. Der Benutzer kann gemäss Fig. 3 und 5 bis 10 auch von der
mobilen Kommunikationseinheit 20 einen Code an einen Funksensor 19 einer Rufeingabevorrichtung
1, 1' senden, welcher Code vom Funksensor 19 empfangen und an die Zielrufsteuerung
4 und/oder Aufzugssteuerung 5, 5' übermittelt wird. Der Code kann ein vom Benutzer
gewünschter Ruf sein und/oder eine Benutzer-Identifikation sein, wobei die Zielrufsteuerung
4 und/oder Aufzugssteuerung 5, 5' einer übermittelten Benutzer-Identifikation wenigstens
einen vordefinierten Ruf zuordnen, welcher vordefinierte Ruf im computerlesbaren Datenspeicher
der Zielrufsteuerung 4 und/oder Aufzugssteuerung 5, 5' gespeichert ist. Der an die
Zielrufsteuerung 4 und/oder Aufzugssteuerung 5, 5' übermittelte Code wird von der
Zielrufsteuerung 4 und/oder Aufzugssteuerung 5, 5' somit wie ein getätigter Ruf behandelt.
[0094] Der
Ruf kann ein Stockwerkruf oder Kabinenruf oder Zielruf sein. Bei einem Stockwerkruf wird
gemäss Fig. 2 zuerst eine Aufzugskabine 6 auf das Stockwerk der Rufeingabevorrichtung
1 verfahren, an welcher Rufeingabevorrichtung 1 der Stockwerkruf getätigt worden ist,
bzw. falls der Stockwerkruf als Code übermittelt worden ist, wird zuerst eine Aufzugskabine
6, 6' auf das Stockwerk der Funksensor 19 verfahren, welcher Funksensor 19 den Code
empfangen hat. Dieses Stockwerk wird Rufeingabestockwerk genannt. Erst nachdem der
Benutzer auf dem Rufeingabestockwerk die Aufzugskabine 6 betreten hat, wird gemäss
Fig. 2 auf einer Rufeingabevorrichtung 1 der Aufzugskabine 6 ein Kabinenruf auf ein
Zielstockwerk getätigt und die Aufzugskabine 6 wird auf dieses Zielstockwerk verfahren.
Auch dieser Kabinenruf kann als Code an die Aufzugssteuerung 5, 5' übermittelt werden.
Die Aufzugssteuerung 5, 5' ermittelt für den Stockwerkruf und für den Kabinenruf jeweils
wenigstens eine Rufzuteilung. Bei einem Zielruf erfolgt eine Bezeichnung des Rufeingabestockwerks
und eines vom Benutzer gewünschten Zielstockwerks, so dass kein Kabinenruf mehr nötig
ist. Somit kennt die Zielrufsteuerung 4 bereits das Zielstockwerk und kann daher nicht
nur das Anfahren des Rufeingabestockwerks, sondern auch dasjenige des Zielstockwerks
optimieren. Die Zielrufsteuerung 4 ermittelt für einen Zielruf wenigstens eine Rufzuteilung.
Die Rufzuteilung bezeichnet eine Fahrt mit wenigstens einer Aufzugskabine 6, 6' von
einem Startstockwerk zu einem Zielstockwerk bei möglichst kurzer Wartezeit und/oder
möglichst kurzer Zielzeit. Das Startstockwerk muss nicht mit dem Rufeingabestockwerk
übereinstimmen. Auch das Zielstockwerk muss nicht mit dem vom Benutzer gemäss Zielruf
gewünschten Zielstockwerk übereinstimmen. Bei Zuweisung der Rufzuteilung an die Aufzugskabine
6, 6' wird wenigstens ein Startrufsignal und wenigstens ein Zielrufsignal erzeugt
und über die Signalleitung 3, 3' an den Adapter der Aufzugssteuerung 5, 5' dieser
Aufzugskabine 6, 6' übermittelt.
[0095] Durch Erzeugen von wenigstens einem Signal-Zustandswechsel wird die Aufzugsanlage
in einen benachteiligungsfreien Betriebsmodus gebracht. Im
benachteiligungsgerechten Betriebsmodus wird ein Benutzer durch die Aufzugsanlage 100 benachteiligungsfrei im Gebäude transportiert.
Bei der Benachteiligung kann es sich um eine Behinderung des Benutzers und/oder um
eine potentielle Sicherheitsgefährdung des Benutzers handeln. Im einfachsten Fall
gibt der Signal-Zustandswechsel binär an, ob der Benutzer behindert ist oder nicht
und/oder ob der Benutzer sicherheitsgefährdet ist oder nicht.
[0096] Mit dem Signal-Zustandswechsel kann die Art der Behinderung wie Gehbehinderung, Sehbehinderung,
Hörbehinderung, und/oder detailliert angegeben werden. Die Behinderung kann eine körperliche
Behinderung und/oder eine geistige Behinderung sein. So kann sich der Benutzer nur
unter Verwendung wenigstens eines behindertenspezifischen Hilfsmittels im Gebäude
bewegen und/oder orientieren. Ein behindertenspezifisches Hilfsmittel ist beispielsweise
ein Rollstuhl, ein Krankenbett auf Rollen, eine Krücke, ein Hörgerät, eine Sehhilfe,
ein Blindenstock, ein Blindenhund, usw. Auch kann es sein, dass sich ein stark behinderter
Benutzer nur mit Hilfe wenigstens eines Begleitbenutzers fortbewegen kann. Beispielsweise
schiebt ein Begleitbenutzer den Rollstuhl des stark behinderten Benutzers tätigt eine
Rufeingabe für den stark behinderten Benutzer.
[0097] Auch ist es möglich, mit dem Signal-Zustandswechsel anzugeben, ob der Benutzer mit
Benachteiligung passiven Personenschutz und/oder aktiven Personenschutz benötigt.
So kann sich der Benutzer nur unter Verwendung wenigstens eines personenschutzspezifischen
Hilfsmittels im Gebäude bewegen. Ein personenschutzspezifisches Hilfsmittel ist beispielsweise
eine räumliche Schutzzone und/oder eine zeitliche Schutzzone und/oder ein Personenschützer.
Beispielsweise wird für den Benutzer mit Benachteiligung eine räumliche Schutzzone
und/oder eine zeitliche Schutzzone mit möglichst wenigen weiteren Benutzern in der
Aufzugskabine 6, 6' erzeugt. Dazu können weitere Benutzer zu früheren und/oder späteren
Zeitpunkten von der Aufzugskabine 6, 6' transportiert werden. Auch kann es sein, dass
sich ein akut sicherheitsgefährdeter Benutzer von wenigstens einem Personenschützer
in der Aufzugskabine 6, 6' begleitet wird.
[0098] Demgemäss wird im speziellen Betriebsmodus die Rufeingabevorrichtung 1, 1' und/oder
die Aufzugstür 11, 11', 12, 12' und/oder die Aufzugskabine 6, 6' wie folgt angesteuert:
- Für einen Benutzer mit behindertenspezifischem Hilfsmittel wird die Aufzugstür 11, 11', 12, 12' mit einer besonders grossen Verzögerung geschlossen und sie wird besonders langsam geschlossen. Während im normalen Betriebsmodus eine
Aufzugstür 11, 11', 12, 12' nach einer Verzögerung von zwei bis zwanzig Sekunden schliesst
und die Aufzugstür 11, 11', 12, 12' für den Schliessvorgang rund zwei Sekunden benötigt,
betragen die Verzögerung und der Schliessvorgang für einen Benutzer mit behindertenspezifischem
Hilfsmittel 10% bis 50% mehr.
- Für einen Benutzer mit behindertenspezifischem Hilfsmittel wird die Aufzugskabine 6, 6' mit einer besonderen Genauigkeit im Stockwerk S1 bis S3 angehalten. Während im normalen Betriebsmodus die Höhendifferenz zwischen einem Boden der Aufzugskabine
6, 6' und einer Schwelle der Stockwerkstür 11, 11' mehr als zehn Millimeter betragen
kann, ist für einen Benutzer mit behindertenspezifischem Hilfsmittel gemäss EN81-70
eine maximale Höhendifferenz zwischen dem Boden der Aufzugskabine 6, 6' und der Schwelle
der Stockwerkstür 11, 11' von +/- zehn Millimeter vorgeschrieben.
- Einem Benutzer mit behindertenspezifischem und/oder personenschutzspezifischem Hilfsmittel
wird besonders viel Platz in einer Aufzugskabine 6, 6' zugewiesen. Während im normalen Betriebsmodus eine Aufzugskabine 6, 6' von 450kg Nutzlast bis
zu sechs Benutzer aufnehmen kann, wird dieser Aufzugskabine 6, 6' von 450kg Nutzlast
einem einzigen Benutzer mit behindertenspezifischem und/oder personenschutzspezifischem
Hilfsmittel zugewiesen. In Analogie wird einer Aufzugskabine 6, 6' von 630kg Nutzlast,
die im normalen Betriebsmodus bis zu acht Benutzer aufnehmen kann, ein Benutzer mit
behindertenspezifischem Hilfsmittel sowie ein Begleitbenutzer und/oder ein sicherheitsgefährdeter
Benutzer sowie ein Personenschützer zugewiesen.
- Ein Benutzer mit behindertenspezifischem Hilfsmittel wird von der Aufzugskabine 6,
6' vom Rufeingabestockwerk in das Zielstockwerk transportiert. Während die Aufzugskabine 6, 6' im normalen Betriebsmodus einen oder
mehrere Zwischenhalte und/oder Umsteigehalte einlegt, wird ein Benutzer mit behindertenspezifischem
Hilfsmittel vom Rufeingabestockwerk in das gewünschte Zielstockwerk transportiert,
so dass er keine Zusatzwege zum Erreichen eines Startstockwerks machen muss.
- Ein Benutzer mit personenschutzspezifischem Hilfsmittel wird von der Aufzugskabine
6, 6' vom Rufeingabestockwerk direkt in das Zielstockwerk transportiert. Während die Aufzugskabine 6, 6' im normalen Betriebsmodus einen oder
mehrere Zwischenhalte und/oder Umsteigehalte einlegt, wird ein Benutzer mit personenschutzspezifischem
Hilfsmittel ohne Zwischenhalte und/oder Umsteigehalte vom Rufeingabestockwerk in das
gewünschte Zielstockwerk transportiert.
[0099] Zur Durchführung des benachteiligungsgerechten Betriebsmodus, erhält der Benutzer
über die Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 und/oder den Tongeber 15 wenigstens einen
funktionalen Bezeichner 16, 16', 16" ausgegeben. Die für den Benutzer sichtbare Oberfläche der Eingabe-/Ausgabeeinheit
13 weist wenigstens einen funktionalen Bezeichner 16, 16', 16" auf. Die funktionalen
Bezeichner 16, 16', 16" sind Piktogramme und/oder alphanumerische Zeichenfolgen. Die
funktionalen Bezeichner 16, 16', 16" werden durch wenigstens ein Leuchtelement wie
ein Liquid Crystal Display (LCD), Light Emitting Display (LED) und/oder Organic Light
Emitting Display (OLED), usw. erzeugt. Jedes Leuchtelement ist vom Computerprogramm-Mittel
ansteuerbar und Anzahl, Grösse, Farbe und Form der funktionalen Bezeichner 16, 16',
16" ist frei programmierbar. Der funktionale Bezeichner 16, 16', 16" kann auch ein
"leerer Bereich" d.h. ein uniformer Bereich des Tastschirms 13' sein, der gerade nicht
besonders gekennzeichnet ist. Gemäss Fig. 3 sind vierzehn funktionale Bezeichner 16,
16' auf der Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 angeordnet. Gemäss Fig. 5 bis 13 sind drei
funktionale Bezeichner 16, 16' 16" auf der Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 angeordnet.
[0100] Der funktionale Bezeichner 16, 16', 16" gibt wenigstens eine Option des benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus an, die von der Aufzugssteuerung 4 und/oder der Zielrufsteuerung 5,
5'm ausgeführt wird. Der Benutzer wird für den übermittelten funktionalen Bezeichner
16, 16', 16" mit der Aufzugsanlage 100 im benachteiligungsgerechten Betriebsmodus
verfahren. Dabei gibt ein funktionaler Bezeichner 16, 16', 16" wenigstens eine der
folgenden Optionen an:
- dass sich der Benutzer nur unter Verwendung eines behindertenspezifischen Hilfsmittels
bewegen und/oder orientieren kann;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel ein Rollstuhl ist;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel ein Krankenbett auf Rollen ist;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel eine Krücke ist;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel ein Hörgerät ist;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel eine Sehhilfe ist;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel ein Blindenstock ist;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel ein Blindenhund ist;
- welches behindertenspezifische Hilfsmittel ein Begleitpassagier ist.;
- dass sich der Benutzer nur unter Verwendung eines personenschutzspezifischen Hilfsmittels
bewegen kann;
- welches personenschutzspezifische Hilfsmittel eine räumliche Schutzzone ist;
- welches personenschutzspezifische Hilfsmittel eine zeitliche Schutzzone ist;
- welches personenschutzspezifische Hilfsmittel ein Personenschützer ist;
- dass der Benutzer wenigstens eine benutzerspezifische Kommunikationssprache wünscht,
wobei der Benutzer zwischen mehreren Kommunikationssprachen bestätigen kann;
- dass der Benutzer wenigstens eine interaktive Hilfe zur Benutzung der Aufzugsanlage
wünscht, wobei der Benutzer zwischen mehreren Hilfen bestätigen kann;
- dass der Benutzer wenigstens einen Zielruf zu tätigen wünscht, wobei der Benutzer
zwischen mehreren Zielstockwerken bestätigen kann;
- dass der Benutzer wenigstens einen Stockwerkruf zu tätigen wünscht, wobei der Benutzer
zwischen mehreren Startstockwerken bestätigen kann;
- dass der Benutzer wenigstens einen Kabinenruf zu tätigen wünscht; wobei der Benutzer
zwischen mehreren Zielstockwerken bestätigen kann;
- dass der Benutzer wenigstens eine benutzerspezifische Aufzugskabine 6, 6' wünscht,
wobei der Benutzer zwischen mehreren Aufzugskabinen 6, 6' bestätigen kann.
[0101] Im benachteiligungsgerechten Betriebsmodus werden funktionale Bezeichner 16, 16',
16" auf der Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 optisch ausgegeben und sie werden durch den
Tongeber 15 akustisch ausgegeben. Beispielsweise wird im benachteiligungsgerechten
Betriebsmodus eine Auswahl zwischen mehreren Zielstockwerken auf der Eingabe-/Ausgabeeinheit
13 optisch als besonders grosse Piktogramme und/oder alphanumerische Zeichenfolgen
wie "1", "2" oder "Bibliothek", "Büro Meier" ausgeben und sie werden durch den Tongeber
15 akustisch klar und deutlich ausgesprochen.
[0102] Der Benutzer kann einen ausgegebenen Bezeichner 16, 16', 16" markieren und/oder bestätigen.
Mit dem Begriff "markieren" wird eine Auswahl eines von mehreren funktionalen Bezeichner
16, 16', 16" verstanden. Mit dem Begriff "bestätigen" wird ein Bestätigen einer solchen
Auswahl eines funktionalen Bezeichner 16, 16', 16" verstanden. Der Benutzer kann dieses
"markieren" sowie "bestätigen" auf mehrere Arten und Weisen durchführen:
- Durch Berühren des Tastschirms 13' im Bereich eines augenblicklich ausgegebenen funktionalen
Bezeichners 16, 16', 16" betätigt der Benutzer die Eingabe-/Ausgabeeinheit 13 und
kann einen ausgegebenen funktionalen Bezeichners 16, 16', 16" markieren und/oder bestätigen.
- Durch Berühren des Tastenfeldes 13" betätigt der Benutzer die Eingabe-/Ausgabeeinheit
13 und kann einen ausgegebenen funktionalen Bezeichners 16, 16', 16" markieren und/oder
bestätigen.
- Durch Erfassen eines weiteren Signals wird ein funktionaler Bezeichner 16, 16', 16"
markiert. Durch Erfassen eines noch weiteren Signals wird ein funktionaler Bezeichner
16, 16', 16" bestätigt. Dazu führt der Benutzer wenigstens eine weitere Positionsveränderung
und/oder wenigstens eine noch weitere Positionsveränderung durch, welche vom Sensor
17, 18, 19 als weiteres Signal und/oder als noch weiteres Signal erfasst wird und
als Vergleichsergebnis einen weiteren Signal-Zustandswechsel und/oder einen noch weiteren
Signal-Zustandswechsel erzeugt.
[0103] Das Erzeugen des weiteren Signal-Zustandswechsels und/oder des noch weiteren Signal-Zustandswechsels
wird anhand der Fig. 5 bis 13 beispielhaft dargestellt und wie folgt beschrieben:
- Gemäss Fig. 5 nähert sich ein Benutzer einem Sensor 19 in Form einer Sende-/Empfangseinheit,
welche Sende-/Empfangseinheit im Funkfeld 21 mit einer mobilen Kommunikationseinheit
20 in der rechten Hand des Benutzers kommuniziert. Die Sende-/Empfangseinheit ist
im Gehäuse einer Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet. Sobald sich der Benutzer
der Sende-/Empfangseinheit soweit genähert hat, dass sich die mobile Kommunikationseinheit
20 im Erfassungsbereich der Sende-/Empfangseinheit befindet, wird von der mobilen
Kommunikationseinheit 20 ein Code an die Sende-/Empfangseinheit gesendet. Diese Positionsveränderung
des Benutzers wird durch einen nach links weisenden horizontalen Pfeil gekennzeichnet.
Die Sende/Empfangseinheit erfasst den gesendeten Code als Signal und übermittelt ihn
über die Signalleitung 2 gemäss Fig. 1 an die Zielrufsteuerung 4 oder über das Funkfeld
21 gemäss Fig. 2 an die Aufzugssteuerung 5. Dort wird das übermittelte Signal mit
wenigstens einem Referenzsignal verglichen. Bei Übereinstimmung wird als Vergleichsergebnis
ein Signal-Zustandswechsel erzeugt. Die Aufzugsanlage 100 wird für den Signal-Zustandswechsel
teilweise in einen benachteiligungsfreien Betriebsmodus gebracht. Als Folge davon
werden dem Benutzer auf dem Tastschirm 13' mehrere funktionale Bezeichner 16, 16',
16" schematisch in Form von Rechtecken ausgegeben. Der oberste ausgegebene funktionale
Bezeichner 16 wird von der Rufeingabevorrichtung 1, 1' durch eine halbe Füllung des
Rechtecks vormarkiert.
- Gemäss Fig. 6 markiert der Benutzer einen der ausgegebenen funktionalen Bezeichner
16, 16', 16". Die ausgegebenen funktionale Bezeichner 16, 16', 16" werden in der Reihenfolge
ihrer Ausgabe automatisch vormarkiert, solange die Kommunikation zwischen der Sende/Empfangseinheit
und der mobilen Kommunikationseinheit 20 besteht. Die Rufeingabevorrichtung 1, 1'
markiert zuerst den obersten funktionalen Bezeichner 16 vor, dann den zweitobersten
funktionalen Bezeichner 16', dann den drittobersten funktionale Bezeichner 16". Das
Zeitintervall, nach dem die Rufeingabevorrichtung 1, 1' von einem ausgegebenen funktionalen
Bezeichner 16, 16', 16" auf den nächsten springt ist frei einstellbar und beträgt
beispielsweise zwei bis zehn Sekunden. Durch Anheben der rechten Hand wird die mobile
Kommunikationseinheit 20 aus dem Erfassungsbereich der Sende/Empfangseinheit heraus
gebracht und die Kommunikation zwischen der Sende-/Empfangseinheit und der mobilen
Kommunikationseinheit 20 unterbrochen. Diese Positionsveränderung des Benutzers wird
durch einen nach oben weisenden vertikalen Pfeil gekennzeichnet. Die Sende/Empfangseinheit
erfasst den Abbruch der Kommunikation mit der mobilen Kommunikationseinheit 20 als
weiteres Signal. Das weitere Signal der Sende/Empfangseinheit wird an die Rufeingabevorrichtung
1, 1' übermittelt. Dort wird das übermittelte weitere Signal mit einem Referenzsignal
verglichen. Als Referenzsignal wird der vorgängig erfasste Code der mobilen Kommunikationseinheit
20 gemäss Fig. 5 verwendet. Bei Nichtübereinstimmung des weiteren Signals der Sende/Empfangseinheit
mit dem Referenzsignal wird für das weitere Signal der Sende/Empfangseinheit als Vergleichsergebnis
ein weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt und der augenblicklich vormarkierte zweitoberste
funktionale Bezeichner 16' gemäss Fig. 6 wird für den weiteren Signal-Zustandswechsel
vollständig markiert.
- Gemäss Fig. 7 bestätigt der Benutzer einen vollständig markierten funktionalen Bezeichner
16, 16', 16". Durch Absenken der rechten Hand wird die mobile Kommunikationseinheit
20 wieder in den Erfassungsbereich der Sende/Empfangseinheit hinein gebracht und die
Kommunikation zwischen der Sende-/Empfangseinheit und der mobilen Kommunikationseinheit
20 wird wieder aufgebaut. Diese Positionsveränderung des Benutzers wird durch einen
nach unten weisenden vertikalen Pfeil gekennzeichnet. Die Sende/Empfangseinheit erfasst
den Wiederaufbau der Kommunikation mit der mobilen Kommunikationseinheit 20 als noch
weiteres Signal. Das noch weitere Signal der Sende-/Empfangseinheit wird an die Rufeingabevorrichtung
1, 1' übermittelt. Das übermittelte noch weitere Signal wird mit einem Referenzsignal
verglichen. Als Referenzsignal wird der vorgängig erfasste Code der mobilen Kommunikationseinheit
20 gemäss Fig. 5 verwendet. Bei Übereinstimmung des noch weiteren Signals der Sende/Empfangseinheit
mit dem Referenzsignal wird für das noch weitere Signal der Sende/Empfangseinheit
als Vergleichsergebnis ein noch weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt und der augenblicklich
vollständig markierte funktionale Bezeichner 16' wird für den noch weiteren Signal-Zustandswechsel
bestätigt. Dieses Bestätigen des zweitobersten funktionalen Bezeichners 16' ist gemäss
Fig. 7 durch ein volle Füllung des Rechtecks dargestellt.
- Gemäss Fig. 8 nähert sich ein Benutzer einem Sensor 17 in Form einer Kamera. Diese
Positionsveränderung des Benutzers wird durch einen nach links weisenden horizontalen
Pfeil gekennzeichnet. Die Kamera ist nahe einer Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet
und erfasst einen Bereich vor der Rufeingabevorrichtung 1, 1'. Die Kamera erfasst
die Positionsveränderung des Benutzers als Standbilder. Die Standbilder werden in
der Kamera miteinander verglichen. Sobald der Benutzer für mehrere Sekunden unbeweglich
im Erfassungsbereich der Kamera bleibt, wird ein Signal-Zustandswechsel erzeugt. Die
Kamera übermittelt den Signal-Zustandswechsel über die Signalleitung 2 gemäss Fig.
1 an die Zielrufsteuerung 4 oder über das Funkfeld 21 gemäss Fig. 2 an die Aufzugssteuerung
5. Die Aufzugsanlage 100 wird für den Signal-Zustandswechsel teilweise in einen benachteiligungsfreien
Betriebsmodus gebracht. Als Folge davon werden dem Benutzer auf dem Tastschirm 13'
mehrere funktionale Bezeichner 16, 16', 16" schematisch in Form von Rechtecken ausgegeben.
Der oberste ausgegebene funktionale Bezeichner 16 wird von der Rufeingabevorrichtung
1, 1' durch eine halbe Füllung des Rechtecks vormarkiert.
- Gemäss Fig. 9 markiert der Benutzer einen der ausgegebenen funktionalen Bezeichner
16, 16', 16". Die ausgegebenen funktionale Bezeichner 16, 16', 16" werden in der Reihenfolge
ihrer Ausgabe automatisch vormarkiert, solange der Benutzer keine Positionsveränderung
mit seiner linken Hand vornimmt. Die Rufeingabevorrichtung 1, 1' markiert zuerst den
obersten funktionalen Bezeichner 16 vor, dann den zweitobersten funktionalen Bezeichner
16', dann der drittoberste funktionale Bezeichner 16". Das Zeitintervall, nach dem
die Rufeingabevorrichtung 1, 1' von einem ausgegebenen funktionalen Bezeichner 16,
16', 16" auf den nächsten springt ist frei einstellbar und beträgt beispielsweise
zwei bis zehn Sekunden. Ein Anheben der linken Hand des Benutzers wird im Erfassungsbereich
der Kamera als weiteres Signal erfasst. Diese Positionsveränderung des Benutzers wird
durch einen nach oben weisenden gekrümmten Pfeil gekennzeichnet. Die erfassten Standbilder
werden in der Kamera miteinander verglichen. Das Standbild mit der angehobenen linken
Hand wird mit dem Standbild als Referenzsignal verglichen, wo der Benutzer unbeweglich
im Erfassungsbereich der Kamera geblieben ist und das den vorgängigen Signal-Zustandswechsel
erzeugt hat. Die Nichtübereinstimmung des weiteren Signals mit dem Referenzsignal
wird als Vergleichsergebnis ein weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt. Der weitere
Signal-Zustandswechesel wird von der Kamera über die Signalleitung 2 gemäss Fig. 1
oder über das Funkfeld 21 gemäss Fig. 2 an die Rufeingabevorrichtung 1, 1' übermittelt
und der augenblicklich vormarkierte zweitoberste funktionale Bezeichner 16' gemäss
Fig. 9 wird für den weiteren Signal-Zustandswechsel vollständig markiert.
- Gemäss Fig. 10 wählt der Benutzer einen vollständig markierten funktionalen Bezeichner
16, 16', 16" aus. Der Benutzer verlässt den Erfassungsbereich der Kamera, was von
der Kamera als noch weiteres Signal erfasst wird. Diese Positionsveränderung des Benutzers
wird durch einen nach rechts weisenden horizontalen Pfeil gekennzeichnet. Die erfassten
Standbilder werden in der Kamera miteinander verglichen. Als Referenzsignal wird das
vorgängig erfasste Standbild des Benutzers gemäss Fig. 8 verwendet. Bei Nichtübereinstimmung
des noch weiteren Signals mit diesem Referenzsignal wird für das noch weitere Signal
als Vergleichsergebnis ein noch weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt. Der noch
weitere Signal-Zustandswechsel wird von der Kamera über die Signalleitung 2 gemäss
Fig. 1 oder über das Funkfeld 21 gemäss Fig. 2 an die Rufeingabevorrichtung 1, 1'
übermittelt und der augenblicklich vollständig markierte funktionale Bezeichner 16'
wird für den noch weiteren Signal-Zustandswechsel bestätigt. Dieses Bestätigen des
zweitobersten funktionalen Bezeichners 16' ist gemäss Fig. 10 durch ein volle Füllung
des Rechtecks dargestellt.
- Gemäss Fig. 11 nähert sich ein Benutzer einem Sensor 18 in Form einer Wägeinheit.
Diese Positionsveränderung des Benutzers wird durch einen nach links weisenden horizontalen
Pfeil gekennzeichnet. Die Wägeinheit ist vor einer Rufeingabevorrichtung 1, 1' angeordnet.
Sobald der Benutzer auf die Wägeinheit tritt, erfasst die Wägeinheit die Positionsveränderung
des Benutzers als Gewicht und erzeugt dafür ein Signal. Dieses erfasste Signal wird
über die Signalleitung 2 gemäss Fig. 1 an die Zielrufsteuerung 4 oder über ein Funkfeld
21 gemäss Fig. 2 an die Aufzugssteuerung 5 übermittelt. Dort wird das übermittelte
Signal mit einem Referenzsignal verglichen. Sobald der Benutzer für mehrere Sekunden
im Erfassungsbereich der Wägeinheit bleibt, d.h. auf der Wägeinheit stehen bleibt,
wird ein Signal-Zustandswechsel erzeugt. Die Aufzugsanlage 100 wird für den Signal-Zustandswechsel
teilweise in einen benachteiligungsfreien Betriebsmodus gebracht. Als Folge davon
werden dem Benutzer auf dem Tastschirm 13' mehrere funktionale Bezeichner 16, 16',
16" schematisch in Form von Rechtecken ausgegeben. Der oberste ausgegebene funktionale
Bezeichner 16 wird von der Rufeingabevorrichtung 1, 1' durch eine halbe Füllung des
Rechtecks vormarkiert.
- Gemäss Fig. 12 markiert der Benutzer einen der ausgegebenen funktionalen Bezeichner
16, 16', 16". Dazu weist die Rufeingabevorrichtung 1, 1' wenigstens einen Sensor 17
in Form eines Mikrofons auf. Die ausgegebenen funktionale Bezeichner 16, 16', 16"
werden in der Reihenfolge ihrer Ausgabe automatisch vormarkiert, solange der Benutzer
keine Positionsveränderung vornimmt. Die Rufeingabevorrichtung 1, 1' markiert zuerst
den obersten funktionalen Bezeichner 16 vor, dann den zweitobersten funktionalen Bezeichner
16', dann der drittoberste funktionale Bezeichner 16". Das Zeitintervall, nach dem
die Rufeingabevorrichtung 1, 1' von einem ausgegebenen funktionalen Bezeichner 16,
16', 16" auf den nächsten springt ist frei einstellbar und beträgt beispielsweise
zwei bis zehn Sekunden. Ein gesprochener Befehl des Benutzers wie "YES" wird im Erfassungsbereich
des Mikrofons als weiteres Signal erfasst. Das Mikrofon erfasst die Positionsveränderung
des Benutzers als Luftschall. Diese Positionsveränderung des Benutzers wird durch
eine Wortblase gekennzeichnet. Das weitere Signal des Mikrofons wird an die Rufeingabevorrichtung
1, 1' übermittelt. Dort wird das übermittelte weitere Signal mit einem Referenzsignal
verglichen. Bei Übereinstimmung des weiteren Signals des Mikrofons mit dem Referenzsignal
wird für das weitere Signal des Mikrofons als Vergleichsergebnis ein weiterer Signal-Zustandswechsel
erzeugt und der augenblicklich vormarkierte zweitoberste funktionale Bezeichner 16'
gemäss Fig. 12 wird für den weiteren Signal-Zustandswechsel vollständig markiert.
- Gemäss Fig. 13 wählt der Benutzer einen vollständig markierten funktionalen Bezeichner
16, 16', 16" aus. Der Benutzer verlässt den Erfassungsbereich der Wägeinheit, was
von der Wägeinheit als noch weiteres Signal erfasst wird. Diese Positionsveränderung
des Benutzers wird durch einen nach rechts weisenden horizontalen Pfeil gekennzeichnet.
Das noch weitere Signal der Wägeinheit wird an die Rufeingabevorrichtung 1, 1' übermittelt.
Dort wird das übermittelte noch weitere Signal mit einem Referenzsignal verglichen.
Als Referenzsignal wird das vorgängig erfasste Gewicht des Benutzers gemäss Fig. 11
verwendet. Bei Nichtübereinstimmung des noch weiteren Signals der Wägeinheit mit dem
Referenzsignal wird für das noch weitere Signal der Wägeinheit als Vergleichsergebnis
ein noch weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt und der augenblicklich vollständig
markierte funktionale Bezeichner 16' wird für den noch weiteren Signal-Zustandswechsel
bestätigt. Dieses Bestätigen des zweitobersten funktionalen Bezeichners 16' ist gemäss
Fig. 13 durch ein volle Füllung des Rechtecks dargestellt.
[0104] Bei Kenntnis der vorliegenden Erfindung hat der Fachmann vielfältige Möglichkeiten
der Variation der gezeigten Verfahrensschritte, welche Variationen einzig aus ökonomischen
Gründen nicht alle dargestellt werden können. So ist ein Bestätigen eines funktionalen
Bezeichner 16, 16', 16" praktisch, aber für die Durchführung des Verfahrens der benachteiligungsgerechten
Benutzung der Aufzugsanlage 100 nicht zwingend erforderlich. Prinzipiell reicht ein
Markieren eines funktionalen Bezeichner 16, 16', 16" aus. Die Rufeingabevorrichtung
1, 1' übermittelt den markierten und/oder bestätigten funktionalen Bezeichner 16,
16', 16" über die Signalleitung 2 gemäss Fig. 1 an die Zielrufsteuerung 4 oder über
ein Funkfeld 21 gemäss Fig. 2 an die Aufzugssteuerung 5. Dort wird die mit dem funktionalen
Bezeichner 16, 16', 16" verknüpfte Option ausgeführt. Auch kann ein Markieren und
Bestätigen eines funktionalen Bezeichners 16, 16', 16" zusammenfallend in einem Verfahrensschritt
erfolgen. So kann durch Verlassen des Erfassungsbereichs der Kamera gemäss Fig. 10
oder durch Verlassen des Erfassungsbereichs der Wägeinheit gemäss Fig. 13 sowohl ein
weiterer Signal-Zustandswechsel als auch ein noch weiterer Signal-Zustandswechsel
erzeugt werden. In diesem Fall ist der Verfahrensschritt des Anhebens der linken Hand
gemäss Fig. 9 oder der Verfahrensschritt des gesprochenen Befehls gemäss Fig. 12 nicht
nötig. Der Benutzer muss sich also nur für mehrere Sekunden in den Erfassungsbereich
der Kamera oder der Wägeinheit begeben und diesen danach wieder verlassen, um das
Verfahren der benachteiligungsgerechten Benutzung der Aufzugsanlage 100 durchzuführen.
1. Verfahren zur benachteiligungsgerechten Benutzung einer Rufeingabevorrichtung (1,
1') einer Aufzugsanlage (100), wobei: von wenigstens einem Sensor (17, 18, 19) wenigstens
eine Positionsveränderung eines Benutzers als wenigstens ein Signal und wenigstens
ein Referenzsignal erfasst wird; dass das Signal mit dem Referenzsignal verglichen
wird; dass bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses wenigstens
ein Signal-Zustandswechsel erzeugt wird; dadurch gekennzeichnet dass die Rufeingabevorrichtung (1, 1') für den erzeugten Signal-Zustandswechsel in einen
benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Referenzsignal zeitlich vor oder nach dem Signal erfasst wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal und das Referenzsignal erfasst werden, wenn sich der Benutzer in wenigstens
einem Erfassungsbereich des Sensors (17, 18, 19) positioniert oder wenn der Benutzer
wenigstens einen Erfassungsbereich des Sensors (17, 18, 19) verlässt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal und das Referenzsignal erfasst werden, wenn sich der Benutzer nahe wenigstens
einer Rufeingabevorrichtung (1, 1') positioniert.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal und das Referenzsignal vom Sensor (17, 18, 19) an wenigstens eine Vorrichtung
(1, 1', 4, 5, 5') übermittelt werden, welche Vorrichtung (1, 1', 4, 5, 5') eine Rufeingabevorrichtung
(1, 1') und/oder Zielrufsteuerung (4) und/oder Aufzugssteuerung (5, 5') ist; dass
von der Vorrichtung (1, 1', 4, 5, 5') das Signal mit dem Referenzsignal verglichen
wird; und dass von der Vorrichtung (1, 1', 4, 5, 5') für ein erfülltes vordefiniertes
Vergleichsergebnis ein Signal-Zustandswechsel erzeugt wird, wobei ein vordefiniertes
Vergleichsergebnis erfüllt ist, falls das Signal mit dem Referenzsignal übereinstimmt
oder falls das Signal mit dem Referenzsignal nicht übereinstimmt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erzeugte Signal-Zustandswechsel angibt, dass sich ein Benutzer nur unter Verwendung
wenigstens eines behindertenspezifischen Hilfsmittels bewegen und/oder orientieren
kann; welches behindertenspezifische Hilfsmittel ein Rollstuhl und/oder ein Krankenbett
auf Rollen und/oder eine Krücke und/oder ein Hörgerät und/oder eine Sehhilfe und/oder
ein Blindenstock und/oder ein Blindenhund und/oder ein Begleitbenutzer ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erzeugte Signal-Zustandswechsel angibt, dass sich ein Benutzer nur unter Verwendung
wenigstens eines personenschutzspezifischen Hilfsmittels bewegen kann; welches personenschutzspezifische
Hilfsmittel eine räumliche Schutzzone und/oder eine zeitliche Schutzzone und/oder
ein Personenschützer ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugsanlage (100) für den erzeugten Signal-Zustandswechsel wenigstens teilweise
in den benachteiligungsgerechten Betriebsmodus gebracht wird, bis wenigstens ein Ruf
des Benutzers vollständig bedient ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einer Eingabe-/Ausgabeeinheit (13) einer Rufeingabevorrichtung (1,
1'), welche Rufeingabevorrichtung (1, 1') nahe des Benutzers ist, dessen Positionsveränderung
mit dem Signal erfasst worden ist, für einen erzeugten Signal-Zustandswechsel mehrere
funktionale Bezeichner (16, 16', 16") ausgegeben werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im benachteiligungsfreien Betriebszustand vom Sensor (17, 18, 19) wenigstens eine
Positionsveränderung des Benutzers als weiteres Signal erfasst wird; dass verglichen
wird, ob das weitere Signal mit einem zuletzt erfassten Signal übereinstimmt, wobei
das zuletzt erfasste Signal das Signal oder Referenzsignal ist; dass bei Erfüllung
wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses wenigstens ein weiterer Signal-Zustandswechsel
erzeugt wird; und dass von der Rufeingabevorrichtung (1, 1') für den erzeugten weiteren
Signal-Zustandswechsel wenigstens ein ausgegebener funktionaler Bezeichner (16, 16',
16") markiert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im benachteiligungsfreien Betriebszustand vom Sensor (17, 18, 19) wenigstens eine
Positionsveränderung des Benutzers als weiteres Signal und als weiteres Referenzsignal
erfasst wird; dass das weitere Signal mit dem weiteren Referenzsignal verglichen wird;
dass bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten Vergleichsergebnisses wenigstens
ein weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt wird; und dass von der Rufeingabevorrichtung
(1, 1') für den erzeugten weiteren Signal-Zustandswechsel wenigstens ein ausgegebener
funktionaler Bezeichner (16, 16', 16") markiert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im benachteiligungsfreien Betriebszustand vom Sensor (17, 18, 19) wenigstens eine
Positionsveränderung des Benutzers als noch weiteres Signal erfasst wird; dass verglichen
wird, ob das erfasste noch weitere Signal mit einem zuletzt erfassten Signal übereinstimmt,
wobei das zuletzt erfasste Signal das Signal oder das Referenzsignal oder ein weiteres
Signal oder ein weiteres Referenzsignal ist; dass bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten
Vergleichsergebnisses wenigstens ein noch weiterer Signal-Zustandswechsel erzeugt
wird; und dass von der Rufeingabevorrichtung (1, 1') für den erzeugten noch weiteren
Signal-Zustandswechsel wenigstens ein ausgegebener funktionaler Bezeichner (16, 16',
16") ausgewählt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im benachteiligungsfreien Betriebszustand vom Sensor (17, 18, 19) wenigstens eine
Positionsveränderung des Benutzers als noch weiteres Signal und als noch weiteres
Referenzsignal erfasst werden; dass verglichen wird, ob das noch weitere Signal mit
dem noch weiteren Referenzsignal übereinstimmt; dass bei Erfüllung wenigstens eines
vordefinierten Vergleichsergebnisses wenigstens ein noch weiterer Signal-Zustandswechsel
erzeugt wird; und dass von der Rufeingabevorrichtung (1, 1') für den erzeugten noch
weiteren Signal-Zustandswechsel wenigstens ein ausgegebener funktionaler Bezeichner
(16, 16', 16") ausgewählt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass durch Betätigen wenigstens eines Bereichs der Eingabe-/Ausgabeeinheit (13) wenigstens
ein ausgegebener funktionaler Bezeichner (16, 16', 16") markiert und/oder ausgewählt
wird.
15. Aufzugsanlage zur benachteiligungsgerechten Benutzung einer Rufeingabevorrichtung
(1, 1') einer Aufzugsanlage (100), wobei wenigstens ein Sensor (17, 18, 19) wenigstens
eine Positionsveränderung eines Benutzers als wenigstens ein Signal und wenigstens
ein Referenzsignal erfasst; dass die Aufzugsanlage (100) das Signal mit dem Referenzsignal
vergleicht; dass die Aufzugsanlage (100) bei Erfüllung wenigstens eines vordefinierten
Vergleichsergebnisses wenigstens einen Signal-Zustandswechsel erzeugt, dadurch gekennzeichnet dass zur benachteiligungsgerechten Benutzung die Rufeingabevorrichtung (1, 1') für den
erzeugten Signal-Zustandswechsel in einen benachteiligungsgerechten Betriebsmodus
wechselt.
1. Method for the handicapped-accessible use of a call input device (1, 1') of an elevator
system (100), at least one change in position of a user being detected as at least
one signal and at least one reference signal by at least one sensor (17, 18, 19),
the signal being compared with the reference signal, at least one signal state change
being generated when at least one predefined comparison result is attained, characterized in that the call input device (1, 1') is brought into a handicapped-accessible operating
mode for the generated signal state change.
2. Method according to claim 1, characterized in that the reference signal is detected before or after the signal.
3. Method according to either claim 1 or claim 2, characterized in that the signal and the reference signal are detected when the user is positioned in at
least one detection region of the sensor (17, 18, 19) or when the user leaves at least
one detection region of the sensor (17, 18, 19).
4. Method according to any of claims 1 to 3, characterized in that that the signal and the reference signal are detected when the user is positioned
close to at least one call input device (1, 1').
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterized in that the signal and the reference signal are transmitted from the sensor (17, 18, 19)
to at least one device (1, 1', 4, 5, 5'), which device (1, 1', 4, 5, 5') is a call
input device (1, 1') and/or a destination call controller (4) and/or an elevator controller
(5, 5'), in that the signal is compared with the reference signal by the device (1, 1', 4, 5, 5'),
and in that a signal state change is generated by the device (1, 1', 4, 5, 5') for an attained,
predefined comparison result, a predefined comparison result being attained if the
signal corresponds to the reference signal or if the signal does not correspond to
the reference signal.
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterized in that the generated signal state change indicates that a user can only move around and/or
find their way around using disability-specific assistive means, which disability-specific
assistive means is a wheelchair and/or a wheeled hospital bed and/or a crutch and/or
a hearing aid and/or a vision aid and/or a white cane and/or a guide dog and/or an
accompanying user.
7. Method according to any of claims 1 to 6, characterized in that the generated signal state change indicates that a user can only move around using
at least one personal-protection-specific assistive means, which personal-protection-specific
assistive means is a spatial protective zone and/or a time-based protective zone and/or
a bodyguard.
8. Method according to any of claims 1 to 7, characterized in that the elevator system (100) is brought into the handicapped-accessible operating mode
at least in part for the generated signal state change until a user call has been
dealt with in full.
9. Method according to any of claims 1 to 8, characterized in that a plurality of functional identifiers (16, 16', 16") are output by at least one input/output
unit (13) of a call input device (1, 1'), which call input device (1, 1') is close
to the user whose change in position has been detected by means of the signal.
10. Method according to claim 9, characterized in that, in the non-handicapped-accessible operating state of the sensor (17, 18, 19), at
least one change in position of the user is detected as a further signal, in that a comparison is made as to whether the further signal corresponds to a last-detected
signal, with the last-detected signal being the signal or reference signal, in that at least one further signal state change is generated when at least one predefined
comparison result is attained, and in that at least one output functional identifier (16, 16', 16") is flagged by the call input
device (1, 1') for the generated further signal state change.
11. Method according to claim 9, characterized in that, in the non-handicapped-accessible operating state of the sensor (17, 18, 19), at
least one change in position of the user is detected as a further signal and as a
further reference signal, in that the further signal is compared with the further reference signal, in that at least one further signal state change is generated when at least one predefined
comparison result is attained, and in that at least one output functional identifier (16, 16', 16") is flagged by the call input
device (1, 1') for the generated further signal state change.
12. Method according to any of claims 9 to 11, characterized in that, in the non-handicapped-accessible operating state of the sensor (17, 18, 19), at
least one change in position of the user is detected as a yet further signal, in that a comparison is made as to whether the detected, yet further signal corresponds to
a last-detected signal, with the last-detected signal being the signal or reference
signal or a further signal or a further reference signal, in that at least one yet further signal state change is generated when at least one predefined
comparison result is attained, and in that at least one output functional identifier (16, 16', 16") is selected by the call
input device (1, 1') for the generated, yet further signal state change.
13. Method according to any of claims 9 to 11, characterized in that, in the non-handicapped-accessible operating state of the sensor (17, 18, 19), at
least one change in position of the user is detected as a yet further signal and a
yet further reference signal, in that a comparison is made as to whether the yet further signal corresponds to the yet
further reference signal, in that at least one yet further signal state change is generated when at least one predefined
comparison result is attained, and in that at least one output functional identifier (16, 16', 16") is selected by the call
input device (1, 1') for the generated, yet further signal state change.
14. Method according to any of claims 9 to 11, characterized in that at least one output functional identifier (16, 16', 16") is flagged and/or selected
by actuating at least one region of the input/output unit (13).
15. Elevator system for the handicapped-accessible use of a call input device (1, 1')
of an elevator system (100), at least one sensor (17, 18, 19) detecting at least one
change in position of a user as at least one signal and at least one reference signal,
the elevator system (100) comparing the signal with the reference signal, and the
elevator system (100) generating at least one signal state change when at least one
predefined comparison result is attained, characterized in that the call input device (1, 1') is switched into a handicapped-accessible operating
mode for the generated signal state change.
1. Procédé d'utilisation différenciée d'un dispositif d'entrée d'appel (1, 1') d'un système
d'ascenseur (100), dans lequel :
au moins une modification de la position d'un utilisateur est détectée par au moins
un capteur (17, 18, 19), comme au moins un signal et au moins un signal de référence
; en ce que le signal est comparé au signal de référence ; en ce qu'en cas de concrétisation
d'au moins un résultat de comparaison prédéfini, au moins un changement d'état de
signal est généré ; caractérisé en ce que le dispositif d'entrée d'appel (1, 1') pour le changement d'état de signal généré
est placé en mode de fonctionnement différencié.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le signal de référence est détecté, dans le temps, avant ou après le signal.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le signal et le signal de référence sont détectés lorsque l'utilisateur est positionné
dans au moins une zone de détection du capteur (17, 18, 19) ou lorsque l'utilisateur
quitte au moins une zone de détection du capteur (17, 18, 19).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le signal et le signal de référence sont détectés lorsque l'utilisateur se positionne
à proximité d'au moins un dispositif d'entrée d'appel (1, 1').
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le signal et le signal de référence sont transmis par le capteur (17, 18, 19) à au
moins un dispositif (1, 1', 4, 5, 5'), ledit dispositif (1, 1', 4, 5, 5') étant un
dispositif d'entrée d'appel (1, 1') et/ou une commande d'appel de destination (4)
et/ou une commande d'ascenseur (5, 5') ; en ce que le signal est comparé au signal de référence par le dispositif (1, 1', 4, 5, 5')
; et en ce qu'un changement d'état de signal est généré par le dispositif (1, 1', 4, 5, 5') pour
un résultat de comparaison prédéfini concrétisé, un résultat de comparaison prédéfini
étant concrétisé si le signal coïncide avec le signal de référence ou si le signal
ne coïncide pas avec le signal de référence.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le changement d'état de signal généré indique qu'un utilisateur ne peut se déplacer
et/ou s'orienter qu'en utilisant au moins un moyen d'assistance spécifique aux personnes
handicapées ; ledit moyen d'assistance spécifique aux personnes handicapées étant
un fauteuil roulant et/ou un lit d'hôpital roulant et/ou une béquille et/ou un appareil
auditif et/ou une aide à la vue et/ou une canne blanche et/ou un chien guide d'aveugle
et/ou un accompagnateur.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le changement d'état de signal généré indique qu'un utilisateur ne peut se déplacer
qu'en utilisant au moins un moyen de protection des personnes spécifique ; ledit moyen
de protection des personnes spécifique étant une zone protégée et/ou un intervalle
de temps protégé et/ou un garde du corps.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le système d'ascenseur (100) est placé au moins partiellement en mode de fonctionnement
différencié pour le changement d'état de signal généré, au moins jusqu'à ce qu'un
appel de l'utilisateur ait été entièrement traité.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, sur au moins une unité d'entrée/sortie (13) d'un dispositif d'entrée d'appel (1,
1'), ledit dispositif d'entrée d'appel (1, 1') étant à proximité de l'utilisateur,
dont la modification de la position a été détectée avec le signal, plusieurs marqueurs
fonctionnels (16, 16', 16") sont émis pour un changement d'état de signal généré.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que, dans l'état de fonctionnement sans différenciation, au moins une modification de
la position de l'utilisateur est détectée par le capteur (17, 18, 19) en tant qu'autre
signal ; en ce qu'une comparaison est effectuée en vue de vérifier si l'autre signal coïncide avec un
signal détecté en dernier lieu, le signal détecté en dernier lieu étant le signal
ou le signal de référence ; qu'en cas de concrétisation d'au moins un résultat de
comparaison prédéfini, au moins un autre changement d'état de signal est généré ;
et en ce qu'au moins un marqueur fonctionnel (16, 16', 16") émis est marqué par le dispositif
d'entrée d'appel (1, 1') pour l'autre changement d'état de signal généré.
11. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que, dans l'état de fonctionnement non différencié, au moins une modification de la position
de l'utilisateur est détectée par le capteur (17, 18, 19) en tant qu'autre signal
et en tant qu'autre signal de référence ; en ce que l'autre signal est comparé à l'autre signal de référence ; en ce qu'au moins un autre changement d'état de signal est généré en cas de concrétisation
d'au moins un résultat de comparaison prédéfini ; et en ce qu'au moins un marqueur fonctionnel (16, 16', 16") émis est marqué par le dispositif
d'entrée d'appel (1, 1') pour l'autre changement d'état de signal généré.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que, dans l'état de fonctionnement non différencié, au moins une modification de la position
de l'utilisateur est détectée par le capteur (17, 18, 19) en tant qu'autre signal
supplémentaire; en ce qu'une comparaison est effectuée en vue de vérifier si l'autre signal supplémentaire
détecté coïncide avec un signal détecté en dernier lieu, le signal détecté en dernier
lieu étant le signal ou le signal de référence ou un autre signal ou un autre signal
de référence ; en ce qu'en cas de concrétisation d'au moins un résultat de comparaison prédéfini, au moins
un autre changement d'état de signal supplémentaire est généré ; et en ce qu'au moins un marqueur fonctionnel (16, 16', 16") émis est sélectionné par le dispositif
d'entrée d'appel (1, 1') pour l'autre changement d'état de signal supplémentaire généré.
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que, dans l'état de fonctionnement non différencié, au moins une modification de la position
de l'utilisateur est détectée par le capteur (17, 18, 19) en tant qu'autre signal
supplémentaire et en tant qu'autre signal de référence supplémentaire ; en ce qu'une comparaison est effectuée en vue de vérifier si l'autre signal supplémentaire
coïncide avec l'autre signal de référence supplémentaire ; en ce qu'en cas de concrétisation d'au moins un résultat de comparaison prédéfini, au moins
un autre changement d'état de signal supplémentaire est généré ; et en ce qu'au moins un marqueur fonctionnel (16, 16', 16") émis est sélectionné par le dispositif
d'entrée d'appel (1, 1') pour l'autre changement d'état de signal supplémentaire généré.
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce qu'au moins un marqueur fonctionnel (16, 16', 16") émis est marqué et/ou sélectionné
en activant au moins une zone de l'unité d'entrée/sortie (13).
15. Système d'ascenseur permettant une utilisation différenciée d'un dispositif d'entrée
d'appel (1, 1') d'un système d'ascenseur (100), dans lequel au moins un capteur (17,
18, 19) détecte au moins une modification de la position d'un utilisateur en tant
qu'au moins un signal et au moins un signal de référence ; en ce que le système d'ascenseur
(100) compare le signal au signal de référence ; en ce que le système d'ascenseur
(100) génère au moins un changement d'état de signal en cas de concrétisation d'au
moins un résultat de comparaison prédéfini, caractérisé en ce que, pour une utilisation différenciée, le dispositif d'entrée d'appel (1, 1') passe
dans un mode de fonctionnement différencié pour le changement d'état de signal généré.