Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein hydraulisches Wegeventil mit einem Ventilgehäuse und einem
Filterelement, wobei an dem Ventilgehäuse zumindest eine in Umfangsrichtung verlaufenden
Nut vorgesehen ist, wobei das Filterelement in der Nut angeordnet ist und zumindest
ein Rahmenelement und ein fest mit diesem verbundenes Filtergewebe aufweist und wobei
die Nut einen Nutgrund und zwei sich im Wesentlichen in radialer Richtung und Umfangsrichtung
erstreckende Seitenwände aufweist und ein Verfahren zur Herstellung des Wegeventils.
[0002] Derartige Wegeventile werden in Brennkraftmaschinen beispielsweise zur Ansteuerung
von hydraulischen Nockenwellenverstellern oder schaltbaren Nockenfolgern, beispielsweise
schaltbaren Schlepphebeln, Tassenstößeln oder Rollenstößeln, eingesetzt. Die Wegeventile
bestehen aus einer Stelleinheit und einem Ventilabschnitt. Die Stelleinheit kann beispielsweise
eine elektromagnetische oder hydraulische Stelleinheit sein. Der Ventilabschnitt stellt
den hydraulischen Abschnitt des Wegeventils dar, wobei an diesem üblicherweise ein
Zulaufanschluss, mindestens ein Arbeitsanschluss und ein Tankanschluss ausgebildet
sind. Mittels der Stelleinheit können gezielt bestimmte Anschlüsse des Ventilabschnitts
hydraulisch miteinander verbunden und somit die Druckmittelströme gelenkt werden.
[0003] Für den Einsatz eines Wegeventils zur Steuerung eines Nockenwellenverstellers ist
dieses im Normalfall als 4/3-Proportionalwegeventil ausgebildet. Ein derartiges Proportionalventil
ist beispielsweise in der
DE 100 27 080 A1 offenbart.
[0004] Der Ventilabschnitt besteht aus einem Ventilgehäuse und einem darin axial verschiebbar
angeordneten Steuerkolben. Das Ventilgehäuse ist üblicherweise innerhalb einer zylindrischen,
sacklochartigen Aufnahme des Zylinderkopfes oder einer zentralen Bohrung des Nockenwellenverstellers
angeordnet. An der Außenmantelfläche des Ventilgehäuses sind vier Ringnuten ausgebildet,
in deren Nutgründen Öffnungen ausgebildet sind, welche als Druckmittelanschlüsse dienen.
In dem Zylinderkopf ist pro Ringnut ein Druckmittelkanal ausgebildet ist, der in die
jeweilige Ringnut mündet. Über die Anschlüsse kann Druckmittel in das Innere des Ventilgehäuses
gelangen bzw. aus dem Inneren des Ventilgehäuses austreten. Im Inneren des Ventilgehäuses
ist ein Steuerkolben axial verschiebbar angeordnet, wobei der Außendurchmesser des
Steuerkolbens dem Innendurchmesser des Ventilgehäuses angepasst ist. Des Weiteren
sind am Steuerkolben ebenfalls Ringnuten ausgebildet, über welche benachbarte Druckmittelanschlüsse
miteinander verbunden werden können,
[0005] Im Inneren der Stelleinheit sind eine Spule und ein Anker angeordnet. Durch Bestromen
der Spule wird der Anker in axialer Richtung verschoben, wobei diese Bewegung mittels
einer an dem Anker befestigten Stößelstange auf den Steuerkolben übertragen wird.
Des Weiteren greift am dem Steuerkolben eine Feder an, die sich an dem Ventilgehäuse
abstützt und den Kolben in axialer Richtung auf die Stelleinheit zu mit einer Kraft
beaufschlagt.
[0006] Wegeventile zur Ansteuerung von schaltbaren Nockenfolgern sind meist als Schaltventile
ausgebildet. Ein derartiges Schaltventil ist, in einer Ausführung als 3/2-Schaltventil,
beispielsweise aus der
DE 103 59 363 A1 bekannt. Die Funktion und die Ausbildung der elektromagnetischen Stelleinheit sind
in weiten Teilen analog zu der des Proportionalventils.
[0007] An dem Ventilabschnitt sind in diesem Fall ein Zulaufanschluss, ein Arbeitsanschluss
und ein Tankanschluss ausgebildet. Der Arbeitsanschluss kommuniziert über jeweils
eine als Ventilsitz ausgebildete Öffnung sowohl mit dem Zulauf- als auch mit dem Tankanschluss.
Innerhalb des Ventilgehäuses ist weiterhin ein Steuerkolben angeordnet, an welchem
zwei Schließelemente ausgebildet sind. Jedes Schließelement kann, abhängig von der
Position des Steuerkolbens innerhalb des Ventilgehäuses, den Druckmittelfluss durch
einen der Ventilsitze sperren oder freigeben. Abhängig von der axialen Position des
Steuerkolbens kann so der Arbeitsanschluss selektiv mit dem Zulaufanschluss oder mit
dem Tankanschluss verbunden werden. Die axiale Lage des Steuerkolbens wird dabei wiederum
über die axiale Position des Ankers relativ zum zweiten Magnetjoch festgelegt.
[0008] In der
DE 100 27 080 A1 ist jedem der hydraulischen Anschlüsse ein Ringfilter zugeordnet. Jeder Ringfilter
ist in einer der Ringnuten positioniert, wobei sich jeder Ringfilter entlang der gesamten
Umfangsrichtung des kreisrunden Nutgrundes erstreckt. Die Ringfilter weist ein Rahmenelement
aus einem elastischen Kunststoff auf. Das Rahmenelement weist zwei sich in Umfangsrichtung
des Ventilgehäuses erstreckende Teilelemente auf, die sich in axialer Richtung gegenüberstehen
und über Querstreben miteinander verbunden sind. Zwischen den Teilelementen und den
Querstreben ist ein Filtergewebe angeordnet. Das Filtergewebe kann beispielsweise
bei der Herstellung des Rahmenelements als Spritzgussteil in die Spritzgussform eingelegt
und mit dem Kunststoff umspritzt werden. Das Rahmenelement ist flexibel ausgeführt
und weist in Umfangsrichtung zwei sich gegenüberstehende offene Enden auf, die mittels
eines Verschlusses nach dem Einlegen des Ringfilters in die Nut miteinander verbunden
werden können.
[0009] Nachteilig an dieser Ausführungsform ist, dass die Querstreben des Rahmenelements,
bei einer geringen Fehlorientierung des Ringfilters zu dem Ventilgehäuse, radial zu
den Öffnungen der Anschlüsse oder direkt benachbart zu der Öffnung des im Zylinderkopf
ausgebildeten Druckmittelkanals, mit dem die Ringnut kommuniziert, angeordnet sein
können. Die Fehlorientierung kann während des Betriebs beispielsweise durch die Strömungskräfte
des Druckmediums und des Spiels zwischen Ringnut und Rahmenelement verursacht werden.
Daraus resultiert eine erhebliche Drosselung des Druckmittelstroms durch das Wegeventil,
was zu einer ungewollten, zeitlich veränderlichen Veränderung der Wegeventilcharakteristik,
und damit im schlimmsten Fall zum Ausfall der Steuerung des angeschlossenen hydraulischen
Verbrauchers führt,
[0010] Die
US 2003/0226593 A1 zeigt ein hydraulisches Wegeventi mi9t einem Ventilgehäuse und einem Filterelement.
Enlang des Umfangs des Ventilgehäuses verläuft eine Nut, in der das Filterelement
angeordnet ist. Das Filterelement besteht aus einem Rahmen und einem Filtergewebe.
Die Nut ist derart gestaltet, dass entlang eines Umfangsabschnitts in axialer Richtung
verlaufende Einbuchtungen die Breite der Nut verengen. Das Rahmenelement ist an die
Geometrie der Nut angepasst.
[0011] Die
WO 2008/03487 A1 hat ein hydraulisches Steuerventil zum Gegenstand mit einer umlaufenden Nut und einem
darin eingesetzten Filterelement. An einem Abschnitt entlang des Umfangs zeigen die
Seitenwände der Nut Einbuchtungen, in die Ausbuchtungen des Filterlements eingreifen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde diese geschilderten Nachteile zu vermeiden
und somit ein hydraulisches Wegeventil zu schaffen, das zumindest ein Filterelement
zum Schutz einer der hydraulischen Anschlüsse vor Verschmutzungen des Druckmittels
aufweist, wobei die vorgesehene Ventilcharakteristik über die gesamte Lebensdauer
der Brennkraftmaschine erhalten bleiben soll.
[0013] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass zumindest eine der Seitenwände
zumindest eine axiale Ausbuchtung aufweist, die sich in Richtung des Rahmenelements
erstreckt und form- und oder kraftschlüssig an dem Rahmenelement angreift.
[0014] Das beispielsweise zylindrische Ventilgehäuse des hydraulischen Wegeventils weist
eine Nut auf, die in Umfangsrichtung des Ventilgehäuses verläuft und beispielsweise
als Ringnut ausgebildet ist. Die Nut weist einen Nutgrund auf, in dem radiale Öffnungen
ausgebildet sind, über die die Nut mit dem Inneren des Ventilgehäuses kommuniziert.
Somit wirkt die Nut als hydraulischer Anschluss, über den Druckmittel in das Innere
des Ventilgehäuses gelangen oder aus diesem austreten kann. Innerhalb der Nut ist
das Filterelement, das beispielsweise als Ringfilter ausgeführt sein kann, angeordnet.
Das Filterelement weist ein Filtergewebe auf, das von einem Rahmenelement, welches
beispielsweise aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt ist, begrenzt wird. Im
Falle eines Ringfilters weist das Rahmenelement zwei kreisförmige Teilelemente auf,
die axial zueinander angeordnet und über Axialstreben miteinander verbunden sind.
Dabei sind die Abmessungen des Rahmenelements den Abmessungen der Nut derart angepasst,
dass Druckmittel, welches dem Inneren des Ventilgehäuses zugeführt oder aus diesem
abgeführt wird, das Filtergewebe passieren muss. Somit ist sichergestellt, dass Verunreinigungen
des Druckmittels nicht in das Innere des Ventilgehäuses gelangen. Die Nut ist radial
nach außen offen ausgebildet und wird radial nach innen von einem beispielsweise zylindermantelförmigen
Nutgrund und in axialer Richtung von jeweils einer beispielsweise ringförmigen Seitenwand
begrenzt. An zumindest einer der Seitenwände ist eine axiale Ausbuchtung ausgebildet,
die sich auf das Rahmenelement zu erstreckt. Mittels der Ausbuchtung ist das Filterelement
gegen Bewegungen in Umfangsrichtung des Ventilgehäuses gesichert. Dies kann durch
einen Formund oder Kraftschluss zwischen der Ausbuchtung und dem Rahmenelement realisiert
sein. Die Ausbuchtung kann beispielsweise nur in einem bestimmten Bereich der Seitenwand
ausgebildet sein. Alternativ kann die Ausbuchtung beispielsweise entlang der gesamten
Erstreckung der Nut in Umfangsrichtung ausgebildet sein. Somit wird verhindert, dass
sich das Filterelement bei Druckmitteldurchfluss ungewollt aus seiner Einbaulage heraus
verschiebt.
[0015] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Ausbuchtung kraftschlüssig an einer axialen
Seitenfläche des Rahmenelements anliegt. Das Filterelement liegt in diesem Fall unter
axialer Vorspannung an der Ausbuchtung an. Dies kann dadurch realisiert werden, dass
nach dem Einlegen des Filterelements in die Nut Material der Seitenwand in axialer
Richtung, beispielsweise mittels eines Verstemmvorgangs, verschoben wird. Das Rahmenelement
ist in diesem Fall zwischen der Ausbuchtung und der gegenüberliegenden Seitenwand
eingespannt. Vorteilhafterweise überragt das Rahmenelement die Nut in radialer Richtung.
Somit ist sichergestellt, dass die sich axial erstreckende Ausbuchtung an der axialen
Seitenfläche des Rahmenelements angreift.
[0016] In einer Alternativen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Ausbuchtung
zumindest teilweise radial außerhalb des Rahmenelements angeordnet ist und kraftschlüssig
an einer radial äußeren Fläche, beispielsweise der Umfangsfläche, des Rahmenelements
anliegt. Das Filterelement wird in diesem Fall radial nach innen gegen den Nutgrund
gepresst.
[0017] In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Ausbuchtung
in eine Vertiefung, beispielsweise eine Aussparung, des Rahmenelements eingreift.
In diesem Fall können an dem Rahmenelement, beispielsweise in einer axialen oder radialen
Seitenfläche, Aussparungen vorgesehen sein, in die Material der Seitenwand hinein
verdrängt wird. Alternativ kann sich das Material der Ausbuchtung während deren Herstellung
in das Rahmenelement eingraben. Somit wirken die Vertiefungen des Rahmenelements und
die Ausbuchtung der Seitenwand wie ein Anschlag und ein Gegenanschlag, wodurch eine
Bewegung des Filterelements relativ zu der Ausbuchtung und damit dem Nutgrund verhindert
werden. Zusätzlich kann in dieser Ausführungsform die Ausbuchtung kraftschlüssig an
den Begrenzungswänden der Aussparung angreifen.
[0018] Somit werden Relativbewegungen zwischen dem Filterelement und der Ausbuchtung wirkungsvoll
unterbunden.
[0019] In einer Konkretisierung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest die Seitenwand,
die mit der Ausbuchtung versehen ist, stufenförmig ausgebildet ist, wobei das Rahmenelement
zumindest teilweise und die Ausbuchtung radial innerhalb der Stufe angeordnet sind.
Nach dem Einlegen des Filterelements in die Nut kann in diesem Fall das Verstemmwerkzeug
an der Stufe angreifen, um die Ausbuchtung auszubilden. Material der Stufe, das während
des Versstemmvorgangs radial nach außen verdrängt wird, befindet sich somit immer
noch radial innerhalb der Nut. Somit wird verhindert, dass an dem Ventilgehäuse ein
radialer Überstand entsteht, wodurch eine Montage des Ventilgehäuses in dessen Aufnahme
verhindert werden würde.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen hydraulischen
Wegeventils umfasst zumindest folgende Verfahrensschritte:
- Einlegen des Filterelements in die Nut und
- Ausbilden zumindest einer axiale Ausbuchtung an zumindest einer der Seitenwände, die
sich in Richtung des Rahmenelements erstreckt und form- und oder kraftschlüssig an
dem Rahmenelement angreift.
[0021] Dabei kann die Ausbuchtung beispielsweise mittels eines Verstemmverfahrens, mittels
eines Prägeverfahrens oder Ringprägeverfahrens ausgebildet sein. Nach dem Einlegen
des Filterelements in die Ringnut kann beispielsweise mittels eines Verstemmwerkzeugs
Druck auf das Ventilgehäuse, beispielsweise die Stufe, ausgeübt werden, so dass die
axiale Ausbuchtung ausgeformt wird und an dem Rahmenelement zur Anlage kommt, sich
in das Rahmenelement eingräbt oder in die Aussparung des Rahmenelements eingreift.
Alternativ kann der radial äußere Rand der Seitenwand oder der Stufe, beispielsweise
mittels eines Prägeverfahrens oder Rollierverfahrens derart in axialer Richtung verdrängt
werden, dass das verdrängte Material (die Ausbuchtung) das Rahmenelement gegen den
Nutgrund presst.
[0022] Vorteilhafterweise wird zuerst das Filterelement in die Nut eingelegt und anschließend
die Ausbuchtung ausgebildet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0023] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und
aus den Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt
sind. Es zeigen
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes hydraulisches Wegeventil in einer Draufsicht,
- Figur 2
- die Einzelheit Z aus Figur 1 im Längsschnitt,
- Figur 3
- die Einzelheit Z aus Figur 1 einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform eines
hydraulischen Wegeventils im Längsschnitt.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
[0024] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes hydraulisches Wegeventil 1 in einer Draufsicht,
am Beispiel eines als 4/3-Wegeproprtionalventils ausgeführten Wegeventils 1. Das Wegeventil
1 besteht aus einer Stelleinheit 2 und einem Ventilabschnitt 3. Derartige Wegeventile
1 werden beispielsweise zur Steuerung von hydraulischen Nockenwellenverstellern eingesetzt.
[0025] Der Ventilabschnitt 3 des Wegeventils 1 ist üblicherweise in einer Aufnahme einer
Umgebungskonstruktion, beispielsweise einem Zylinderkopf oder einem Zylinderkopfdeckel,
aufgenommen. Der Ventilabschnitt 3 weist ein im Wesentlichen zylindrisch ausgeführtes
Ventilgehäuse 6 und einen Steuerkolben 7 auf. Das Ventilgehäuse 6 ist als separates
Bauteil ausgebildet und fest mit der Stelleinheit 2 verbunden.
[0026] An der Außenmantelfläche 8 des Ventilgehäuses 6 sind mehrere Nuten 9, in der dargestellten
Ausführungsform Ringnuten, ausgebildet, die radial nach außen offen ausgeführt sind.
Die Nuten 9 werden radial nach innen durch je einen zylindermantelförmigen Nutgrund
10 und in axialer Richtung durch eine ringförmige Seitenwand 4 begrenzt. Die Nuten
9 kommunizieren über in den Nutgründen 10 ausgebildete Öffnungen 11 mit dem Inneren
des im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgeführten Ventilgehäuses 6. Die Öffnungen 11
der Nuten 9 und die der elektromagnetischen Stelleinheit 2 abgewandte Öffnung 11 des
Ventilgehäuses 6 dienen als Druckmittelanschlüsse A, B, P, T.
[0027] Innerhalb des Ventilgehäuses 6 ist der Steuerkolben 7 axial verschiebbar angeordnet.
An der Außenmantelfläche des Steuerkolbens 7 sind als Ringstege ausgeführte Steuerabschnitte
12 ausgebildet. Der Außendurchmesser der Steuerabschnitte 12 ist dem Innendurchmesser
des Ventilgehäuses 6 angepasst. Durch eine geeignete axiale Positionierung des Steuerkolbens
7 relativ zum Ventilgehäuse 6 können benachbarte Druckmittelanschlüsse A, B, P miteinander
verbunden werden. Der jeweils nicht mit dem Zulaufanschluss P verbundene Arbeitsanschluss
A, B ist gleichzeitig mit dem Tankanschluss T verbunden. Auf diese Weise kann gezielt
den einzelnen Druckkammern des Nockenwellenverstellers Druckmittel zugeführt oder
aus diesen abgeleitet werden.
[0028] Der Steuerkolben 7 wird einenends mit der Kraft eines nicht dargestellten Federelements
in Richtung der elektromagnetischen Stelleinheit 2 beaufschlagt. Am anderen axialen
Ende des Steuerkolbens 7 liegt eine nicht dargestellte Stößelstange an, welche mit
einem nicht dargestellten Anker der Stelleinheit 2 verbunden ist.
[0029] Im unbestromten Zustand der Stelleinheit 2 wird der Steuerkolben 7 aufgrund der Kraft
des Federelements in Richtung der elektromagnetischen Stelleinheit 2 gedrängt. Durch
Bestromung der Stelleinheit 2 wird der Steuerkolben 7 gegen die Kraft des Federelements
verschoben.
[0030] Innerhalb der mittleren Nut 9 ist ein Filterelement 13, in der dargestellten Ausführungsform
ein Ringfilter, angeordnet, der sich entlang des gesamten Umfangs der Nut 9 erstreckt.
Das Filterelement 13 weist ein Rahmenelement 14 und ein Filtergewebe 15 auf. Das Rahmenelement
14 umfasst zwei sich in Umfangsrichtung des Ventilgehäuses 6 erstreckende Teilelemente
16, die mittels axial verlaufenden Querstreben 17 miteinander verbunden sind. Zwischen
den Teilelementen 16 und den Querstreben 17 ist das Filtergewebe 15 angeordnet. Um
eine Störung des Druckmittelflusses durch das Filterelement 15 so gering wie möglich
zu halten, sind die Querstreben 17 vorteilhafterweise zwischen den Öffnungen 11 angeordnet.
Druckmittel, welches von der nicht dargestellten Druckmittelpumpe zu der mittleren
Nut 9 gefördert wird, gelangt durch das Filtergewebe 15 zu den Öffnungen 11 und damit
in das Innere des Wegeventils 1, wobei im Druckmittel befindliche Fremdkörper von
dem Inneren des Wegeventils 1 ferngehalten werden.
[0031] Figur 2 zeigt die Einzelheit Z aus Figur 1 im Längsschnitt. Das Rahmenelement 14
ist vollständig innerhalb der Nut 9 angeordnet und liegt an deren Seitenwänden 4 an.
An dem radial äußeren Ende der Seitenwände 4 ist jeweils eine ringförmig Ausbuchtung
5 ausgebildet, die sich in axialer Richtung erstreckt. Dabei ist die Ausbuchtung 5
derart ausgebildet, dass diese das Rahmenelement 14 gegen den Nutgrund 10 drückt.
Somit ist eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Nutgrund 10, dem Rahmenelement
14 und den Ausbuchtungen 5 hergestellt, die eine Bewegung des Filterelements 13 relativ
zu dem Nutgrund, insbesondere eine Verdrehung des Ringfilters, verhindert. Die Ausbuchtung
5 kann beispielsweise an der Umfangsfläche des Rahmenelements 14 anliegen (Figur 2
linke Seite) oder auf das Eck des Rahmenelements 14 wirken (Figur 2 rechte Seite).
Zusätzlich können an den Ecken des Rahmenelements 14 Aussparungen vorgesehen sein,
in die die Ausbuchtungen 5 eingreifen, wodurch zusätzlich zu dem Kräftschluss eine
formschlüssige Verbindung in Umfangsrichtung hergestellt ist.
[0032] Die Montage des Filterelements 13 verläuft in mehreren Schritten. Nach der Herstellung
des Ventilgehäuses 6 wird das Filterelement 13 in der Nut 9 positioniert. Die Seitenwände
4 weisen zu diesem Zeitpunkt noch keine Ausbuchtungen 5 auf. Somit lässt sich das
Filterelement 13 problemlos in die Nut 9 einlegen. Anschließend werden die Ausbuchtungen
5 beispielsweise mittels eines Ringprägeverfahrens hergestellt. Ebenso denkbar sind
Ausführungsform in denen statt der ringförmigen Ausbuchtung 5 nur lokale Ausbuchtungen
5 ausgebildet sind. Diese können beispielsweise mittels eines Präge- oder Verstemmverfahrens
hergestellt werden.
[0033] Somit ist ausgeschlossen, dass sich das Filterelement 13 durch die Strömungskräfte
des Druckmittels in Umfangsrichtung relativ zu dem Ventilgehäuse 6 verdreht.
[0034] Figur 3 zeigt eine alternative Ausführungsform eines hydraulischen Wegeventils 1
in der Darstellung der Figur 2. In dieser Ausführungsform sind die Seitenwände 4 in
radialer Richtung stufenförmig ausgebildet. Die Nut 9 weist somit einen radial äußeren
Abschnitt mit größerer axialer Erstreckung und einen radial inneren Abschnitt mit
kleinerer axialer Erstreckung auf. Die Bereiche sind über eine Stufe 18 verbunden.
In der dargestellten Ausführungsform ist die Stufe 18 gerade ausgebildet und rechtwinklig
zu den Abschnitten der Seitenwände 4 angeordnet, wobei auch andere Ausführungen denkbar
sind. Das Filterelement 13 ist in dem radial inneren Abschnitt der Nut 9 positioniert,
wobei das Rahmenelement 14 an den inneren Abschnitten der Seitenwände 4 anliegt und
die Stufe 18 in radialer Richtung überragt. Der radial innere Abschnitt der Seitenwand
4 weist unterhalb der Stufe 18 eine sich in axialer Richtung erstreckende Ausbuchtung
5 auf. Die Ausbuchtung 5 greift in eine Vertiefung 19, beispielsweise eine an dem
Rahmenelement 14 ausgebildete Aussparung, an einer axialen Seitenfläche des linken
Teilelements 16 des Rahmenelements 14 ein. Somit liegt eine formschlüssige Verbindung
zwischen der Seitenwand 4 und dem Filterelement 13 vor, die eine Verdrehung des Filterelements
13 in der Nut 9 verhindert. Zusätzlich kann die Ausbuchtung 5 derart ausgebildet sein,
dass diese in der Aussparung kraftschlüssig an dem Rahmenelement 14 anliegt, wodurch
größere Kräfte in Umfangsrichtung abgefangen werden können. Ebenso denkbar sind Ausführungsformen,
in denen keine Vertiefungen 19 an dem Rahmenelement 14 vorgesehen sind, sondern die
Ausbuchtungen 5 lediglich kraftschlüssig an einer axialen Seitenfläche des oder der
Teilelemente 16 anliegen. Die Montage des Filterelements 13 verläuft in mehreren Schritten.
Nach der Herstellung des Ventilgehäuses 6 wird das Filterelement 13 in der Nut 9 im
radial inneren Abschnitt positioniert. Die Seitenwände 4 weisen zu diesem Zeitpunkt
noch keine Ausbuchtungen 5 auf. Somit lässt sich das Filterelement 13 problemlos in
die Nut 9 einlegen. Anschließend werden die Ausbuchtungen 5 beispielsweise mittels
eines Verstemmverfahrens hergestellt. Dabei wird ein Stempel auf die Stufe 18 gepresst,
wodurch Material der Seitenwand 4 in axialer Richtung verdrängt wird, wodurch die
Ausbuchtung 5 ausgebildet wird. Neben der Ausführungsform in der das Rahmenelement
mit Aussparungen versehen ist sind auch Ausführungsformen denkbar, in denen das Rahmenelement
14 vor der Ausbildung der Ausbuchtung 5 keine Aussparung aufweist, sondern das verdrängte
Material, das die Ausbuchtung 5 bilden wird, sich während des Verstemmvorgangs in
das Rahmenelement 14 eingräbt. In diesem Fall liegt automatisch eine zusätzliche kraftschlüssige
Verbindung zwischen der Seitenwand 4 und dem Rahmenelement 14 vor. Da das Rahmenelement
14 die Stufe 18 in radialer Richtung überragt ist sichergestellt, dass die Ausbuchtung
5 an dem Rahmenelement 14 angreift. Des Weiteren wird verhindert, dass Material der
Stufe 18, das während des Verstemmvorgangs in radialer Richtung verdrängt wird, über
die Nut 9 hinausragt und somit das Einführen des Ventilgehäuses 6 in die Aufnahme
der Umgebungskonstruktion erschwert oder unmöglich würde.
[0035] Alternativ oder zusätzlich können in beiden Ausführungsformen mittels Ausbuchtungen
5 befestigte Filterelemente 13 auch in den äußeren Nuten 9 vorgesehen sein, die als
Arbeitsanschlüsse A, B dienen. Die Ausbuchtungen können an einer oder beiden Seitenwänden
4 ausgebildet sein.
Bezugszeichen
[0036]
- 1
- Wegeventil
- 2
- Stelleinheit
- 3
- Ventilabschnitt
- 4
- Seitenwand
- 5
- Ausbuchtung
- 6
- Ventilgehäuse
- 7
- Steuerkolben
- 8
- Außenmantelfläche
- 9
- Nut
- 10
- Nutgrund
- 11
- Öffnung
- 12
- Steuerabschnitt
- 13
- Filterelement
- 14
- Rahmenelement
- 15
- Filtergewebe
- 16
- Teilelemente
- 17
- Querstrebe
- 18
- Stufe
- 19
- Vertiefung
- P
- Zulaufanschluss
- T
- Tankanschluss
- A
- erster Arbeitsanschluss
- B
- zweiter Arbeitsanschluss
1. Hydraulisches Wegeventil (1) mit einem Ventilgehäuse (6) und einem Filterelement (13),
- wobei an dem Ventilgehäuse (6) zumindest eine in Umfangsrichtung verlaufende Nut
(9) vorgesehen ist,
- wobei das Filterelement (13) in der Nut (9) angeordnet ist und zumindest ein Rahmenelement
(14) und ein fest mit diesem verbundenes Filtergewebe (15) aufweist und
- wobei die Nut (9) einen Nutgrund (10) und zwei sich im Wesentlichen in radialer
Richtung und Umfangsrichtung erstreckende Seitenwände (4) aufweist,
- wobei zumindest eine der Seitenwände (4) zumindest eine axiale Ausbuchtung (5) aufweist,
die sich in Richtung des Rahmenelements (14) erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
dass diese zumindest eine axiale Ausbuchtung (5) kraftschlüssig an dem Rahmenelement (14)
angreift.
2. Hydraulisches Wegeventil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung (5) kraftschlüssig an einer axialen Seitenfläche des Rahmenelements
(14) anliegt.
3. Hydraulisches Wegeventil (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenelement (14) die Nut (9) in radialer Richtung überragt.
4. Hydraulisches Wegeventil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung (5) zumindest teilweise radial außerhalb des Rahmenelements (14)
angeordnet ist und kraftschlüssig an einer radial äußeren Fläche des Rahmenelements
(14) anliegt.
5. Hydraulisches Wegeventil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung (5) in eine Vertiefung (19) des Rahmenelements (14) eingreift.
6. Hydraulisches Wegeventil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, zumindest die Seitenwand (4), die mit der Ausbuchtung (5) versehen ist, stufenförmig
ausgebildet ist, wobei das Rahmenelement (14) zumindest teilweise und die Ausbuchtung
(5) radial innerhalb der Stufe (18) angeordnet ist.
7. Verfahren zur Herstellung eines hydraulischen Wegeventils (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche mit folgenden Verfahrensschritten:
• Einlegen des Filterelements (13) in die Nut (9) und
• Ausbilden zumindest einer axiale Ausbuchtung (5) an zumindest einer der Seitenwände
(4), die sich in Richtung des Rahmenelements (14) erstreckt und form- und oder kraftschlüssig
an dem Rahmenelement (14) angreift.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung (5) mittels eines Verstemmverfahrens ausgebildet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbuchtung (5) mittels eines Prägeverfahrens oder Ringprägeverfahrens ausgebildet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst das Filterelement (13) in die Nut (9) eingelegt und anschließend die Ausbuchtung
(5) ausgebildet wird.
1. Hydraulic directional valve (1) having a valve housing (6) and a filter element (13),
- at least one groove (9) which extends in the circumferential direction being provided
on the valve housing (6),
- the filter element (13) being arranged in the groove (9) and having at least one
frame element (14) and a filter fabric (15) which is connected fixedly to said frame
element (14), and
- the groove (9) having a groove bottom (10) and two side walls (4) which extend substantially
in the radial direction and circumferential direction,
- characterized in that at least one of the side walls (4) has at least one axial bulge (5) which extends
in the direction of the frame element (14) and acts on the frame element (14) in a
nonpositive manner.
2. Hydraulic directional valve (1) according to Claim 1, characterized in that the bulge (5) bears nonpositively against an axial side face of the frame element
(14).
3. Hydraulic directional valve (1) according to Claim 2, characterized in that the frame element (14) protrudes beyond the groove (9) in the radial direction.
4. Hydraulic directional valve (1) according to Claim 1, characterized in that the bulge (5) is arranged at least partially radially outside the frame element (14)
and bears nonpositively against a radially outer face of the frame element (14).
5. Hydraulic directional valve (1) according to Claim 1, characterized in that the bulge (5) engages into a depression (19) of the frame element (14).
6. Hydraulic directional valve (1) according to Claim 1, characterized in that at least the side wall (4) which is provided with the bulge (5) is of stepped configuration,
the frame element (14) (at least partially) and the bulge (5) being arranged radially
within the step (18).
7. Method for producing a hydraulic directional valve (1) according to one of the preceding
claims having the following method steps:
• insertion of the filter element (13) into the groove (9), and
• formation of at least one axial bulge (5) on at least one of the side walls (4),
which at least one axial bulge (5) extends in the direction of the frame element (14)
and acts on the frame element (14) in a positive and/or nonpositive manner.
8. Method according to Claim 7, characterized in that the bulge (5) is formed by means of a calking process.
9. Method according to Claim 7, characterized in that the bulge (5) is formed by means of a stamping process or annular stamping process.
10. Method according to Claim 7, characterized in that first of all the filter element (13) is inserted into the groove (9) and subsequently
the bulge (5) is formed.
1. Soupape hydraulique multivoies (1) avec un carter de soupape (6) et un élément de
filtre (13) ;
- au moins une rainure (9) s'étendant dans la direction périphérique étant prévue
au niveau du carter de soupape (6) ;
- l'élément de filtre (13) étant disposé dans la rainure (9) et comportant au moins
un élément de cadre (14) et un tissu de filtre (15) relié fixement à lui ;
- la rainure (9) comportant un fond de rainure (10) et deux parois latérales (4) s'étendant
pour l'essentiel dans la direction radiale et la direction périphérique ;
- caractérisée en ce qu'au moins une des parois latérales (4) comporte au moins un bombement (5) axial s'étendant
en direction de l'élément de cadre (14) et engrenant par complémentarité de forces
l'élément de cadre (14).
2. Soupape hydraulique multivoies (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bombement (5) repose par complémentarité de forces contre une surface latérale
axiale de l'élément de cadre (14).
3. Soupape hydraulique multivoies (1) selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'élément de cadre (14) dépasse de la rainure (9) dans la direction radiale.
4. Soupape hydraulique multivoies (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bombement (5) est disposé au moins en partie dans le plan radial à l'extérieur
de l'élément de cadre (14) et repose par complémentarité de forces contre une surface
extérieure dans le plan radial de l'élément de cadre (14).
5. Soupape hydraulique multivoies (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bombement (5) s'engrène dans un renfoncement (19) de l'élément de cadre (14).
6. Soupape hydraulique multivoies (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins la paroi latérale (4) pourvue du bombement (5) est réalisée en forme de marche,
l'élément de cadre (14), au moins en partie, et le bombement (5) étant disposés dans
le plan radial à l'intérieur de la marche (18).
7. Procédé de fabrication d'une soupape hydraulique multivoies (1) selon l'une quelconque
des revendications précédentes, avec les étapes de procédé suivantes :
• insertion de l'élément de filtre (13) dans la rainure (9) ; et
• déformation d'au moins un bombement axial (5) au niveau d'au moins une des parois
latérales (4) s'étendant en direction de l'élément de cadre (14) et s'engrenant par
complémentarité de formes et/ou de forces au niveau de l'élément de cadre (14).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le bombement (5) est réalisé à l'aide d'un procédé de matage.
9. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que le bombement (5) est réalisé à l'aide d'un procédé d'estampage ou d'un procédé d'estampage
annulaire.
10. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de filtre (13) est d'abord inséré dans la rainure (9) puis le bombement
(5) réalisé.