[0001] Die Erfindung betrifft einen zum Entfernen bzw. Verringern der an einem Applikator
anhaftenden Menge eines Kosmetikums konstruierten Abstreifer nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie eine mit einem solchen Abstreifer ausgerüstete Kosmetikeinheit
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
[0002] Kosmetikeinheiten und insbesondere Mascaras, bestehen aus einem Vorratsbehälter,
in dem sich ein Vorrat des aufzutragenden zähflüssigen oder nahezu pastösen Kosmetikums
befindet. Dieser Vorratsbehälter kann mit einer Kappe verschlossen werden. Die Kappe
bildet meist ihrerseits einen Teil des Applikators. Zu diesem Zweck ist an ihr im
Regelfall ein schlanker länglicher Schaft befestigt, an dessen der Kappe abgewandtem
(d.h. distalen) Ende eine Bürste montiert ist, die zum Auftragen des Kosmetikums dient.
Bürste, Schaft und Kappe bilden also gemeinsam den Applikator.
[0003] Immer dann, wenn die Kappe auf dem Vorratsbehälter aufgesetzt ist und diesen verschließt,
ragt der Schaft tief in den Vorratsbehälter hinein und taucht die Bürste in den Vorrat
des Kosmetikums ein, wodurch der Schaft und die Bürste benetzt werden.
Beim Herausziehen des Applikatorsystems muss zumindest der Schaft, im Regelfall aber
auch die Bürste, von überschüssigem Kosmetikum befreit werden. Nur so kann verhindert
werden, dass das überschüssige Kosmetikum im Verlauf der Anwendung unbeabsichtigt
abtropft und Verschmutzungen verursacht.
[0004] Zu diesem Zweck ist im Bereich der Öffnung des Vorratsbehälters, durch die der Schaft
und schließlich auch die daran befestigte Bürste aus dem Vorratsbehälter herausgezogen
werden, ein Abstreifer angebracht.
[0005] Derartige Abstreifer sind seit langem in vielfältiger Form bekannt.
[0006] Ein typischer Abstreifer ist als mehr oder minder kegelförmige "Hülse" aus einem
recht elastischen Material ausgestaltet, deren kleinster Hülsenquerschnitt etwas kleiner
ist als der Querschnitt des Schafts, der die Bürste trägt. Der kleinste Hülsenquerschnitt
liegt also mit einer gewissen Vorspannung gegen den Schaft an und streift daher beim
Herausziehen des Schafts einen Großteil des an diesem anhaftenden Kosmetikums ab.
[0007] Soweit keine speziellen Abhilfemaßnahmen getroffen werden, lässt es sich dabei kaum
vermeiden, dass im Zuge des Herausziehens des Schafts durch den Abstreifer im Vorratsbehälter
Unterdruck entsteht, denn es kann von außen keine oder nicht hinreichend Luft in den
Vorratsbehälter nachfließen, die den Raum einnehmen könnte, den der inzwischen aus
dem Vorratsbehälter herausgezogene Teil des Kosmetikapplikators zuvor eingenommen
hatte. Der so im Vorratsbehälter entstehende Unterdruck bricht jedenfalls in dem Moment
schlagartig zusammen, in dem der Applikator im Begriff ist, den Abstreifer vollständig
hinter sich zu lassen. Der so entstehende Druckstoß kann bei schnellem Herausziehen
zu einem unerwünschten Spritzen führen. Selbst dort, wo das nicht der Fall ist, ist
jedenfalls zu beobachten, dass sich hierdurch am äußersten distalen Ende der Bürste
ein störender Überschuss des Kosmetikums ansammelt.
Umgekehrt baut sich bei jedem relativ schnellen Wiederhineinschieben der Mascarabürste
ein Überdruck in dem
[0008] Vorratsbehälter auf, da die durch die Mascarabürste verdrängte Luft nicht schnell
genug entlang des durch den Abstreifer weitgehend verlegten Spalts nach außen entweichen
kann. Hierdurch wird tendenziell eine gewisse Menge Mascaramasse an dem Abstreifer
vorbei in den Abstreifervorraum gedrückt (sog. Backwiping). Die so mit der Zeit recht
deutlich entstehenden Ablagerungen stören.
[0009] Besonders ausgeprägt sind die geschilderten Effekte dann, wenn die Benutzerin die
Mascarabürste vor der eigentlichen Mascaraapplikation mehrfach ein Stück weit herauszieht
und wieder hineinschiebt um eine nach ihrem Gefühl optimale Benetzung der Mascarabürste
zu erreichen.
Um dem Problem abzuhelfen ist vorgeschlagen worden, in der eigentlichen Dichtlippe
des Abstreifers mindestens eine Lücke vorzusehen, die so dimensioniert ist, dass der
Abstreifer nicht mehr nahezu hermetisch abdichtet, sondern Luft in den Vorratsbehälter
nachfließen kann. Problematisch ist hierbei jedoch, dass sich nur durch eine entsprechend
große Dimensionierung des freien Querschnitts der Lücke sicherstellen lässt, dass
die mindestens eine Lücke nicht zeitweilig doch durch das sich im Zuge des Herausziehens
vor dem Abstreifer aufstauende Kosmetikum abgedichtet und damit zeitweilig in ihrer
bestimmungsgemäßen Funktion beeinträchtigt wird. Eine derart große Lücke gefährdet
indes die Dichtfunktion des Abstreifers, der ja nicht nur abstreifen soll sondern
auch zu verhindern hat, dass die Kosmetikmasse bis in einen Bereich hinter dem Abstreifer
hineinläuft, aus dem sie beim Herausziehen des Applikators nicht mehr von dem Abstreifer
entfernt werden kann.
[0010] Um dem Problem abzuhelfen wird im Stand der Technik daher alternativ die Anbringung
einer einzigen oder weniger, aber weit voneinander beabstandeter Druckausgleichsöffnung/en
seitlich im Nahbereich hinter der Kontaktfläche der Dichtlippe vorgeschlagen, so dass
sozusagen ein "Bypass" für den Luftfluss geschaffen ist.
[0011] Indes besteht auch bei diesem Lösungsansatz ein Zielkonflikt.
[0012] Denn bei einer oder wenigen, weit beabstandeten Druckausgleichsöffnung/en mit einem
nur kleinen Öffnungsquerschnitt besteht die Gefahr, dass sich jede dieser Druckausgleichsöffnungen
relativ schnell mit unbeabsichtigt in ihr abgelagertem und dann angetrocknetem Kosmetikum
zusetzt - dies deshalb, weil bei einer im Bypass liegenden Druckausgleichsöffnung
im Wesentlichen rein statische Verhältnisse anzutreffen sind, weshalb eine solche
Druckausgleichsöffnung praktisch keinem Selbstreinigungseffekt unterworfen ist, im
Gegensatz zu einer Druckausgleichsöffnung direkt in der eigentlichen Dichtlippe, die
ja einem permanenten Wechselspiel der Kräfte ausgesetzt ist.
[0013] Hingegen entsteht bei einer oder wenigen Druckausgleichsöffnungen mit einem relativ
großen freien Querschnitt schnell das Problem, dass sie zumindest bei ungünstiger
Lagerung der Kosmetikeinheit (z.B. in einer Damenhandtasche in "Kopfstandposition")
im Laufe der Zeit dann doch Kosmetikmasse in den Bereich hinter den Abstreifer gelangen
lässt.
Im Übrigen ist es so, dass keiner der bislang bekannten Abstreifer die Option bereitstellt,
dass die Benutzerin eine stellen- oder zeitweise als zu groß empfundene Beladung der
zum Auftrag dienenden Bürste aktiv verringern kann, ohne die Bürste noch einmal durch
den Abstreifer hindurch in den Vorratsbehälter hineinstoßen und erneut durch den Abstreifer
hindurch herausziehen zu müssen.
[0014] Eine weitere Lösung ist bereits durch die Patentanmeldung
DE 10 2004 048 544 A1 vorgeschlagen worden. Hier wird ein einheitlich aus einem Material bestehender Abstreifer
vorgeschlagen, der im Bereich eines Wandabschnitts, in dem sich die Dicke des Wandabschnitts
sogar noch vergrößert, um die notwendige Stabilität des Abstreifers zu gewährleisten,
eine Anzahl von Bypass- bzw. Durchlassöffnungen vorsieht. Die Stege zwischen zwei
in Umfangs- oder Längsrichtung unmittelbar benachbart angeordneten Durchlassöffnungen
sind vergleichsweise groß, ihre jeweilige Fläche übersteigt die freie Querschnittsfläche
einer einzelnen Durchlassöffnung, was der Tatsache geschuldet scheint, dass das Kunststoffmaterial,
aus dem der Abstreifer gefertigt ist, eine entsprechende Stegdicke erforderlich macht.
[0015] Angesichts dessen ist es die Aufgabe der Erfindung einen Abstreifer zu schaffen der
zuverlässig verhindert, dass sich beim Herausziehen bzw. Hineinschieben des Applikators
aus dem Vorratsbehälter ein Unterdruck bzw. ein Überdruck aufbaut, ohne dass dies
mit dem Risiko erkauft wird, dass eine größere Menge des Kosmetikums bis in den Bereich
hinter den Abstreifer gelangt und/oder einen Abstreifer zu schaffen, der eine gezielte
Verringerung der Beladung ermöglicht, so wie vorstehend beschrieben.
Diese Aufgabe den Druckausgleich zu verbessern und/oder eine gezielte Beladungsverringerung
zu ermöglichen wird durch einen Abstreifer mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht,
d. h. durch einen Abstreifer zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators beim Herausziehen
desselben aus einem mit dem zu applizierenden Kosmetikum gefüllten Vorratsraum, mit
einem Abstreifabschnitt und einem Halteabschnitt zur Festlegung des Abstreifers an
einem Vorratsbehälter, wobei zwischen dem Abstreifabschnitt und dem Halteabschnitt
zumindest bereichsweise ein Funktionsabschnitt angeordnet ist, der eine Siebstruktur
aus mehreren unmittelbar nebeneinander angeordneten Durchlassöffnungen aufweist, welche
den Vorratsraum mit dem Abstreifervorraum verbindet und wobei in Umfangs- oder Längsrichtung
des Abstreifers unmittelbar benachbart angeordnete Durchlassöffnungen (5) jeweils
nur durch einen sehr schmalen Steg voneinander getrennt sind, nämlich einen Steg,
dessen Fläche um mindestens den Faktor 1,5 kleiner ist als die freie Querschnittsfläche
einer einzelnen Durchlassöffnung (5) und ferner der die Siebstruktur ausbildende Abschnitt
aus einem anderen Material gefertigt ist als der Abstreifabschnitt oder zumindest
dessen die eigentliche Abstreifwirkung erzeugender Teil.
[0016] Eine solche Siebstruktur kann aus einer Vielzahl von Durchlassöffnungen bestehen,
von denen jede für sich so klein ist, dass die Kosmetikmasse auch bei ungünstiger
Lagerung der Kosmetikeinheit (beispielsweise im Kopfstand) im Wesentlichen nicht dazu
in der Lage ist die Durchlassöffnungen zu überwinden und aus dem Vorratsraum in den
Bereich des Abstreifervorraums zu gelangen. Da jedoch eine Mehrzahl solcher eng beieinander
liegender Durchlassöffnungen vorgesehen ist, ergibt sich insgesamt ein großer Druckausgleichsquerschnitt
über den der erforderliche Druckausgleich zuverlässig gewährleistet wird. Bei entsprechender
Dimensionierung der Durchlassöffnungen eröffnet sich der Benutzerin zudem die Option,
eine gezielte Verringerung der Beladung vorzunehmen, wie das an späterer Stelle noch
ausführlich beschrieben wird.
[0017] Der die Siebstruktur ausbildende Abschnitt ist aus einem anderen Material gefertigt
als der Abstreifabschnitt oder zumindest dessen die eigentliche Abstreifwirkung erzeugender
Teil. Dies ermöglicht es für jedes der separaten Teile einen Werkstoff zu wählen,
der optimal auf die Funktion des jeweiligen Bauteils abgestimmt ist. Insbesondere
kann dann für den Funktionsabschnitt ein Metall oder ein Hartkunststoff verwendet
werden, was optimal ist, um eine extrem dünnwandige aber dennoch in sich eigensteife
Siebstruktur auszubilden.
[0018] Vorzugsweise besteht der Funktionabschnitt bzw. zumindest die von ihm ausgebildete
Siebstruktur aus Metall, idealerweise aus Edelstahl.
[0019] Vorzugsweise ist der Funktionsabschnitt in seinem die Siebstruktur ausbildenden Bereich
derart dünnwandig ausgebildet, dass sich in den Durchlassöffnungen im Wesentlichen
keine Kosmetikmasse ablagern kann. Bildlich ausgedrückt ist die Wandstärke im Bereich
der Siebstruktur so gering, dass die Durchlassöffnung keine Leibung aufweist, an der
sich eine störende Menge Kosmetikmasse ablagern könnte, d.h. die Durchlassöffnung
präsentiert sich aus der Nähe betrachtet im Wesentlichen als Blende und nicht als
Röhre.
[0020] Im Rahmen einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Funktionsabschnitt
aus einem derart steifen Material hergestellt ist, dass die Siebstruktur unter dem
Einfluss der beim Herausziehen des Applikators auftretenden Kräfte im Wesentlichen
keine Verformung erfährt. Auf diese Art und Weise wird es der Bürste möglich, beim
Vorbeistreifen an der Siebstruktur diese "freizubürsten" und so einem allmählichen
Zusetzen der Siebstruktur entgegenzuwirken und/oder eine gezielte Verringerung der
Beladung zu erreichen, indem die Bürste auf der Seite des Abstreifervorraums eng an
der Siebstruktur aus den Durchlassöffnungen vorbeigezogen oder vorbeigedreht wird,
wodurch von diesen Durchlassöffnungen ein Teil der Beladung der Bürste abgezogen bzw.
"abgeschabt" wird. Auf diese Art und Weise kann ggf. auch ein Mascaraüberschuss in
den Vorratsbehälter zurückbefördert werden, der sich nach dem Herausziehen zunächst
an der distalen Stirnfläche des borstentragenden Kerns befindet. Dieser Überschuss
wird am äußersten Rand des Vorratsbehälters abgestreift, so dass sich der Massenüberschuss
zunächst wieder im Randbereich des Abstreifervorraums befindet. Von hier aus kann
dieser Massenüberschuss beim Wiedereinführen der Bürste ggf. durch den Durchlassabschnitt
hindurch wieder zurück in den Vorratsraum "gebürstet" bzw. gedrückt werden.
[0021] Dabei kann man an dieser Stelle daran denken, die Durchlassöffnungen mit einem dieses
"Abschaben" unterstützenden Profil zu versehen, nämlich beispielsweise einem schabenden
bzw. schneidenden Profil, wie man es vom Prinzip her von einem fein und multipel gelochten
Gemüse- oder Parmesanhobel her kennt - die einzelnen Öffnungen bei solchen Haushaltsgeräten
sind oft mit einem taschenartig nach außen stehenden Fortsatz versehen, der vom besagten
Gemüse oder Käse einen feinen Span abhobelt und diesen Span auf der dem Gemüse oder
Käse abgewandten Seite des Hobels auswirft. Selbstverständlich wird man ein solches
Profil bei einem Kosmetikapplikator deutlich weniger aggressiv ausführen als bei einem
"Gemüsehobel", nämlich so, dass die Bürste nicht vorzeitig zerstört wird.
[0022] Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Funktionsabschnitt
aus einer Metallhülse besteht, die vorzugsweise kegelig und vorzugsweise in Umfangsrichtung
in sich geschlossenen ist. Wo eine solche Metallhülse aus einem planen Lochblech oder
Streckmetall gerollt oder rundgebogen worden ist, wird der Stoß durch mindestens einen
Schweißpunkt geheftet, so dass die Hülse zuverlässig ihre runde Form beibehält. Eine
solche Metallhülse erleichtert den Zusammenbau ungemein, denn sie kann umspritzt oder
eingepresst bzw. in ihrer Endposition verrastet werden.
[0023] Vorzugsweise umfasst die Siebstruktur Durchlassöffnungen, die in Umfangsrichtung
entlang einer gemeinsamen Mittellinie hintereinander angeordnet sind und/oder in Längsrichtung
entlang einer gemeinsamen Mittellinie hintereinander angeordnet sind.
[0024] Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Funktionsabschnitt
aus Streckmetall besteht, vorzugsweise aus einem zu einer Hülse ausgeformten Streckmetall.
Dies erlaubt eine extrem rationelle Ausbildung einer idealen Siebstruktur mit einer
Vielzahl von Durchlassöffnungen, nämlich idealerweise mehr als 50 Durchlassöffnungen,
was generell optimal ist für jedweden Abstreifer nach der Lehre der Erfindung.
[0025] Vorzugsweise weisen die einzelnen Durchlassöffnungen - in Richtung senkrecht zur
Längsachse der Hülse gesehen - jeweils einen freien Öffnungsquerschnitt auf, dessen
Fläche betragsmäßig der Fläche eines Kreises mit einem Durchmesser von < 3 mm, bevorzugt
< 1 mm und idealerweise < 0,75 mm sowie > 0,15 mm entspricht. Dies stellt eine gute
Abstimmung aus Dichtigkeit und geringer Tendenz zur Verstopfung dar.
[0026] Aus gleichem Grund wird dafür gesorgt, dass in Umfangs- oder Längsrichtung unmittelbar
benachbart angeordnete Durchlassöffnungen jeweils nur durch einen sehr schmalen Steg
voneinander getrennt sind, nämlich einen Steg, dessen Fläche kleiner ist als die freie
Querschnittsfläche einer einzelnen Durchlassöffnung, mindestens um den Faktor 1,5
und idealerweise um den Faktor 2.
[0027] Vorzugsweise wird darauf geachtet, dass die Stegbreite an den schmälsten Stellen
des Stegs zwischen zwei benachbarten Öffnungen nicht geringer wird, als die Stärke
des Blechs, das zur Herstellung des Lochblechs oder Streckmetalls durch nachfolgendes
Lochen oder Strecken verwendet wird.
[0028] Im Rahmen einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Siebstruktur
aus der Mehrzahl einzelner, unmittelbar nebeneinander angeordneter und nur durch Stege
voneinander getrennten Durchlassöffnungen besteht, wobei die Querschnittsfläche der
Durchlassöffnungen und die Dimensionierung der Stege so gewählt ist, dass, wenn man
die Querschnittsflächen der einzelnen Durchlassöffnungen und die Flächen aufsummiert,
die die einzelnen Stege am Außenumfang aufweisen, zu dem Ergebnis kommt, dass die
Gesamtquerschnittsfläche GQF 20% bis 70%, vorzugsweise bis 60% der Gesamtstegfläche
GSF ausmacht.
[0029] Die eingangs genannte Aufgabe wird des Weiteren durch eine mit dem erfindungsgemäßen
Abstreifer ausgerüstete Kosmetikeinheit nach Anspruch 11 gelöst.
[0030] Als mögliche Ausführungsform, welche nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung
ist, sei ein Abstreifer genannt, der zwar anstatt einer Siebstruktur an einer oder
mehreren Stellen jeweils lediglich eine einzelne oder mindestens zwei Durchlassöffnungen
besitzt, der aber durch eine derart geringe Wandstärke und/oder eine metallische Wand
gekennzeichnet ist, wie sie in den entsprechenden Unteransprüchen beschrieben ist
und durch die Beschreibung des Ausführungsbeispiels näher erläutert wird.
[0031] Weitere Vorteile, Wirkungsweisen und Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus
der nachfolgenden, auf die Figuren gestützte Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
[0032] Die Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Abstreifers, dessen Funktionsabschnitt
aus einer separaten Hülse besteht, in die an zwei im Winkel von je 180° angeordneten
Zonen eine Siebstruktur in Gestalt einer Lochung eingearbeitet ist;
[0033] Die Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Abstreifers, dessen Funktionsabschnitt
aus einer separaten Hülse aus Streckmetall besteht.
[0034] Die Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Abstreifers
1. Der Abstreifer 1 besteht aus einem Halteabschnitt 2, einem Abstreifabschnitt 3
und einem Funktionsabschnitt 4.
[0035] Der Halteabschnitt 2 und der Abstreifabschnitt 3 sind meist ringförmig ausgebildet,
d. h. in Umfangsrichtung im Wesentlichen in sich geschlossen. Der Abstreifabschnitt
3 besteht aus einem elastischen Material. Er ist im Regelfall so gestaltet, dass er
mit einer bestimmten Vorspannung gegen den Schaft des Applikators anliegt und zwar
vorzugsweise entlang einer in Umfangsrichtung flächig in sich geschlossenen Kontaktlinie,
so dass im Bereich der besagten Kontaktlinie eine weitestgehende Abdichtung gegeben
ist, so dass über die Kontaktlinie also kein spürbarer Druckausgleich erfolgen kann.
In Ausnahmefällen kann die Kontaktlinie jedoch lokale Unterbrechungen aufweisen, ohne
dass hierdurch der erfindungsgemäße Vorteil vollständig aufgegeben wird.
Der Halteabschnitt 2 weist bevorzugterweise eine vorspringende, rundum verlaufende
Schulter 2a auf, mit deren Hilfe er in einem entsprechenden Sitz des Vorratsbehälters
festgelegt wird (meist durch Klemmsitz bzw. reibschlüssig), so dass der Abstreifer
auch beim unvorsichtigen Herausziehen des Applikators am Vorratsbehälter verbleibt.
Der Abstreifabschnitt 3 oder zumindest der Teil des Abstreifabschnitts 3, der unmittelbar
am Stiel anliegt und diesen abstreift, wird vielfach aus einem weichelastischen Material
gefertigt sein, meist also einem Material, das "gummiartig federnde" Eigenschaften
hat, wie etwa NBR oder aber aus einem Elastomerwerkstoff. In einer Reihe von Fällen
kann aber auch ein Material verwendet werden, das härter ist, beispielsweise LDPE
oder ein vergleichbar nachgiebiges Material. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird eine Ausgestaltung als Lippendichtung gewählt, die im Wesentlichen unter Biegevorspannung
gegen den Stiel anliegt.
[0036] Der Halteabschnitt 2 ist so ausgestaltet, dass er einen Sitz aufweist, mit dessen
Hilfe er passgenau in einem entsprechend gestalteten Aufnahmeflansch des Vorratsbehälters
festgesetzt werden kann. Vorzugsweise, so auch bei diesem Ausführungsbeispiel, ist
auch der Halteabschnitt 2 aus einem weichelastischen Material gefertigt, meist also
einem Material, das "gummiartig federnde" Eigenschaften hat oder aus einem Elastomerwerkstoff
bzw. LDPE oder einem vergleichbaren Material. Der Halteabschnitt 2 kann gerade bei
Verwendung von weichelastischem Material ohne Weiteres zugleich auch als Dichtung
fungieren, mit deren Hilfe sichergestellt wird, dass die Kappe den Vorratsbehälter
auslaufsicher verschließt, wenn die Kappe auf dem Vorratsbehälter befestigt ist. Zu
diesem Zweck wird der Halteabschnitt 2 im Regelfall so ausgestaltet und eingebaut
sein, dass er einer Pressung in axialer Richtung des Vorratsbehälters ausgesetzt ist,
wenn die Kappe in Verschlussposition auf den Vorratsbehälter aufgesetzt ist.
[0037] Entlang der Längsachse L des Abstreifers 1 gesehen, ist zwischen dem Halteabschnitt
2 und dem Abstreifabschnitt 3 ein Funktionsabschnitt 4 vorgesehen. Der Funktionsabschnitt
ist vorteilhafterweise als ein separates Teil ausgeführt, kann jedoch im Einzelfall
auch integraler Bestandteil des Teils sein, das den Abstreifabschnitt und/oder den
Halteabschnitt ausbildet.
Der die Siebstruktur (5) ausbildende Abschnitt ist aus einem anderen Material gefertigt
als der Abstreiferabschnitt oder zumindest dessen die eigentliche Abstreiferwirkung
erzeugender Teil, und der Funktionsabschnitt (4) kann aus einem von Material des Halteabschnitts
und/oder dem Material des Abstreifabschnittes unterschiedlichen, vorzugsweise steiferen
bzw. härteren Material ausgebildet sein. Zudem kann dieser Funktionsabschnitt 4 in
Umfangsrichtung des Abstreifers im Wesentlichen vollständig umlaufend ausgebildet
sein, wie beim hiesigen Ausführungsbeispiel. Diese Ausgestaltungsart ist bevorzugt,
da sie fertigungstechnische Vorteile besitzt, wie im Folgenden noch näher erkennbar
wird.
Soweit man hier darauf verzichten kann und einen größeren Herstellungsaufwand in Kauf
nimmt, kann es jedoch auch so sein, dass der Funktionsabschnitt 4 (in Umfangsrichtung
des Abstreifers 1 gesehen) nur mindestens einen einzelnen, auch in Umfangsrichtung
begrenzten Bereich einnimmt, während in Umfangsrichtung gesehen auf gleicher Höhe
auch andere Bereiche existieren, über die eine unmittelbare Verbindung zwischen dem
Halteabschnitt 2 und dem Abstreifabschnitt 3 realisiert ist. Der Funktionsabschnitt
4 ist dann in Gestalt einer oder mehrerer, meist entsprechend in Umfangsrichtung gekrümmter
Plättchen realisiert, die in entsprechende Fenster eingesetzt sind, welches/welche
sich zwischen dem Abstreifabschnitt 3 und dem Halteabschnitt 2 auftun.
Der Funktionsabschnitt 4 besitzt mehrere Durchlassöffnungen, die jeweils den Innenraum
des Vorratsbehälters 1, der das für die Applikation bereitstehende Kosmetikum beherbergt,
mit dem Abstreifervorraum 6 verbinden - wobei der Begriff Abstreifervorraum denjenigen
gedachten Raum bezeichnet, der z. B. beim Herausziehen des Stiels durch den Abstreifer
1 hindurch zwischen der oben genannten Kontaktlinie und derjenigen gedachten Ebene,
die die äußerste Öffnung des Halteabschnitts 2 auf ihrer dem Abstreifabschnitt abgewandten
Seite aufspannt, eingeschlossen wird.
[0038] Die dem Abstreifervorraum 6 abgewandte Seite des Abstreifers 1 wird als Vorratsraumseite
7 des Abstreifers bezeichnet, dies nur der Vollständigkeit halber. Die Vorratsraumseite
7 des Abstreifers verschließt bei bestimmungsgemäßem Einbau des Abstreifers in den
Vorratsbehälter die Öffnung des Vorratsbehälters.
Jede dieser Durchlassöffnungen 5 hat für sich allein gesehen nur einen kleinen Öffnungsquerschnitt,
nämlich vorzugsweise einen Öffnungsquerschnitt, dessen Fläche betragsmäßig der Fläche
eines Kreises mit einem Durchmesser von weniger als 3 mm bzw. 2 mm und idealerweise
von weniger als 1 mm entspricht.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dieser Öffnungsquerschnitt sogar etwas geringer
gewählt worden und beträgt betragsmäßig weniger als die Fläche eines Kreises mit dem
Durchmesser von 0,8 mm. Hierbei kann in manchen Fällen sogar eine noch weitere Durchmesserabsenkung
bis herunter zu 0,5 mm sinnvoll sein. Sofern die Durchlassöffnungen ausschließlich
als Druckausgleichsöffnungen fungieren sollen gilt in manchen Fällen, also vorzugsweise,
dass es nützlich ist, den Durchmesser unter Berücksichtigung des im folgenden Satz
Gesagten möglichst klein zu halten - deutlich kleiner, als die bislang bekannten,
singulären Druckausgleichsöffnungen. Die untere Grenze für den Durchmesser wird von
der Tendenz des individuellen Kosmetikums die Druckausgleichsöffnungen dauerhaft zu
verstopfen vorgegeben, sowie der Reinigungswirkung, die die individuelle Bürste auf
die Druckausgleichsöffnungen ausübt. Es ist sinnvoll die Druckausgleichsöffnungen
nur so klein zu halten, dass eine einzelne Borste durch eine einzelne Druckausgleichsöffnung
hindurchstoßen kann.
[0039] Ein anderer Gesichtspunkt ist zu berücksichtigen, soweit die Durchlassöffnungen im
Wesentlichen (auch) als Öffnungen fungieren sollen, die eine gezielte Verringerung
der Beladung der Bürste ermöglichen. Hierunter versteht man die Möglichkeit einen
an den Borsten anhaftenden Überschuss der Kosmetikmasse mit Hilfe der Borsten durch
die Druckausgleichsöffnungen 5 hindurch in den Vorratsraum zurückzudrücken - zu diesem
Zweck wird mit der Bürste entlang der Druckausgleichsöffnungen eine drückend-abstreifende
Bewegung ausgeführt, die einen Teil der überschüssigen Kosmetikmasse durch die Druckausgleichsöffnungen
befördert. Es leuchtet ein, dass gerade auch die Durchmessergrenze für eine derartige
Beladungsverringerung stark von der Beschaffenheit (z.B. der Viskosität) der Kosmetikmasse
und der Bürste abhängt und daher nur durch eine überschaubare Zahl von Versuchen exakt
und nur für den Einzelfall festgelegt werden kann. Angesichts dessen verbietet sich
eine abstraktgenerelle Festlegung in Zahlen.
[0040] Für den Fall, dass eine derartige Beladungsverringerung möglich gemacht werden soll,
ist, sollte der Öffnungsquerschnitt der einzelnen Durchlassöffnungen groß dimensioniert
werden, wobei die Obergrenze vorzugsweise dadurch gesetzt wird, dass der Öffnungsquerschnitt
so klein bleiben muss, dass im Wesentlichen kein Kosmetikum vom Vorratsraum durch
die Durchlassöffnungen hindurch bis in den Abstreifervorraum 7 gelangen kann, sondern
- unter Zuhilfenahme der Bürste - nur ein Transport in umgekehrter Richtung möglich
ist. Insbesondere um eine derartige Beladungsverringerung zu gewährleisten werden
für die Durchlassöffnungen vorzugsweise die oben für den Fall des Druckausgleichs
angegebenen Durchmesser eingehalten, allerdings mit der Maßgabe, dass Durchmesser
unterhalb von 0,2 mm in jedem Fall, meist unterhalb von 0,5 mm und noch besser unterhalb
von 0,75 mm vorzugsweise vermieden werden.
Der Funktionsabschnitt 4 ist bei alledem nicht nur mit einer oder zwei Durchlassöffnungen
5 versehen, sondern mit einer Siebstruktur S aus Durchlassöffnungen. Dabei wird unter
einer Siebstruktur S aus Durchlassöffnungen im einfachsten, anspruchslosesten Fall
eine Ansammlung von wenigstens drei, besser wenigstens vier oder zumindest fünf unmittelbar
nebeneinander befindlichen Durchlassöffnungen verstanden, die vorzugsweise nach dem
Muster angeordnet sind, das die entsprechende Augenzahl eines Würfels zeigt. Schon
hiermit lässt sich der erfindungsgemäße Effekt ansatzweise erreichen, wenn auch zunächst
nur rudimentär. Deutlich bessere Resultate lassen sich erzielen, wenn die Siebstruktur
aus einer Schar von mindestens zwölf unmittelbar nebeneinander befindlichen Durchlassöffnungen
besteht. Für ein perfektes Ergebnis sind insgesamt mehr als 30 oder sogar 45 Durchlassöffnungen
vorgesehen.
Dabei ist es nicht zwingend, dass die Durchlassöffnungen so angeordnet sind, dass
sie ein wirklich gleichmäßiges bzw. einer mathematisch umschreibbaren Regel folgendes
"geometrisches" Muster bilden, auch wenn eine solche Anordnung klar bevorzugt ist.
Vom Grundsatz her wäre es auch denkbar, die Durchlassöffnungen eng beabstandet aber
unregelmäßig anzuordnen, etwa nach Art eines siebartigen aber völlig unregelmäßigen
Nadeleinstichmusters. Wichtig ist jedoch, dass zwischen den Durchlassöffnungen jeweils
nur schmale Stege im sogleich noch näher zu definierenden Sinne verbleiben.
[0041] Zwei in Umfangs- oder Längsrichtung unmittelbar benachbart angeordnete Durchlassöffnungen
werden jeweils nur durch einen sehr schmalen Steg voneinander getrennt, nämlich einen
Steg, dessen Fläche kleiner ist als die freie Querschnittsfläche einer einzelnen Durchlassöffnung.
Die Fläche des besagten Steges ist sogar mindestens um den Faktor 1,5 oder besser
noch mindestens um den Faktor 2 kleiner als die freie Querschnittsfläche einer einzelnen
Durchlassöffnung.
[0042] Die erfindungsgemäße Siebstruktur aus der Mehrzahl einzelner, unmittelbar nebeneinander
angeordneter und nur durch Stege voneinander getrennter Durchlassöffnungen lässt sich
für viele Fälle alternativ auch über das Verhältnis aus Gesamtstegfläche GSF zu Gesamtquerschnittsfläche
GQF definieren. Vorzugsweise gilt GSF/GQF < 4. Deutlich günstiger ist die Wahl eines
GSF/GQF < 1. Vorzugsweise gilt dabei GSF/GQF > 0,5. Die Berechnung von GSF und GQF
erfolgt generell indem fiktiv ein Seil um alle diejenigen Durchlassöffnungen gespannt
wird, die die Siebstruktur beranden und damit die fiktive Seillinie abstützen.
[0043] Die innerhalb der fiktiven Seillinie liegenden Flächen werden bei der Berechnung
berücksichtigt.
[0044] Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Siebstruktur aus Durchlassöffnungen besteht,
von denen jede für sich eine so kleine freie Querschnittsfläche aufweist, dass das
im Vorratsbehälter befindliche Kosmetikum aufgrund seiner Viskosität und/oder Oberflächenspannung
nicht in wesentlichem Maß dazu in der Lage ist, die jeweilige Durchlassöffnung zu
überwinden und aus dem Vorratsraum in den oben definierten Abstreifervorraum überzutreten
- selbst wenn die Kosmetikeinheit beispielsweise im Kopfstand gelagert wird, so dass
sich die Kosmetikmasse nach einiger Zeit auf der Vorratsraumseite 7 vor dem Funktionsabschnitt
4, sammelt.
[0045] Erfindungsgemäß wird der Funktionsabschnitt 4, bzw. zumindest sein die Siebstruktur
ausbildender Teil ausgesprochen dünnwandig ausgeführt. Seine Wandstärke ist, zumindest
im Bereich der Durchlassöffnungen, < 0,75 mm, vorzugsweise <0,5 mm. Wo Kunststoff
zur Ausbildung der Siebstruktur zum Einsatz kommt, kann die Wandstärke im Einzelfall
bis 1,2 mm, besser nur bis 1 mm betragen.
[0046] Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Siebstruktur nach wie vor im Wesentlichen
in sich eigensteif ist, d. h. unter dem Einfluss der Kräfte, die die Borsten hierauf
ausüben, nicht derart nachgibt, dass die Borsten dort ihre noch näher zu beschreibende
Reinigungsfunktion nicht mehr erfüllen können.
[0047] Ausnahmsweise ist eine nach Art einer Folie ausgestaltete, biegeweiche Siebstruktur
vorstellbar, beispielsweise eine vergleichbar harte Mylar-Folie, die rundum von einem
Fenster zwischen dem Halteabschnitt und dem Abstreifabschnitt aufgespannt gehalten
bzw. gestützt wird und eine Anzahl von Durchlassöffnungen aufweist.
[0048] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Funktionsabschnitt 4 aus Metall,
vorzugsweise aus Edelstahl gefertigt und liegt daher mit seiner Wandstärke sogar noch
niedriger - die Wandstärke beträgt hier 0,35 mm oder weniger. Unter funktionalen Gesichtspunkten
lässt sich sagen, dass die Wandstärke so gering wie möglich gewählt werden sollte,
unter Berücksichtigung der nachfolgend angegebenen funktionalen Überlegungen.
[0049] Die minimale Wandstärke wird zum einen unter Festigkeitsgesichtspunkten vorgegeben.
Es muss nämlich so sein, dass der Funktionsabschnitt 4 bzw. dessen Siebstruktur, ohne
wesentlich bzw. in funktionsbeeinträchtigender Weise verformt zu werden, den Kräften
standhalten kann, die beim Herausziehen und Abstreifen des Applikators auftreten,
sowie beim Wiedereinschieben des Applikators. Damit hat es aber noch nicht sein Bewenden,
denn es hat mit der erfindungsgemäßen Dünnwandigkeit folgende Bewandtnis:
[0050] Im Hinblick auf die Tatsache, dass die Kosmetikmasse aufgrund ihrer Viskosität und/oder
Eigenspannung die hinreichend klein gewählten Durchlassöffnungen 5 von der Vorratsraumseite
7 her nicht überwinden kann und daher über die Durchlassöffnungen 5 praktisch keinen
Zutritt zum Abstreifervorraum 6 erlangt, spielt die Wandstärke keine wesentliche Rolle.
[0051] Eine möglichst geringe Wandstärke ist aber von Interesse um sicherzustellen, dass
die Durchlassöffnungen 5 nicht verstopfen und dadurch in ihrer Funktion beeinträchtigt
werden, z. B. ihre Druckausgleichsfunktion. Eine möglichst geringe Wandstärke ist
insbesondere auch von Interesse, um eine gezielte Beladungsverringerung zu erreichen.
Denn eine solche Beladungsverringerung funktioniert nur dann zufriedenstellend, wenn
das von den Borsten in bzw. durch die Durchlassöffnungen zurückgedrückte Kosmetikum
nicht in den Durchlassöffnungen, d. h. in deren Laibung "hängen bleibt" und die Durchlassöffnungen
verstopft, sondern auf der Seite des Vorratsraums sofort wieder aus den Durchlassöffnungen
heraus "extrudiert" bzw. sogar von den durch die Durchlassöffnungen hindurch gleitenden
Borsten in den Vorratsraum hineingedrückt wird und dann zumindest im Laufe der Zeit
zum Vorrat "zurückkriecht".
Dies wird zum einen dadurch erreicht, dass Leibung der Druckausgleichsflächen, d.
h. die Erstreckung der Durchlassöffnungen senkrecht zu ihrer Querschnittsfläche, so
klein bzw. schmal ist, dass sich in den Durchlassöffnungen a priori im Wesentlichen
keine Kosmetikmasse ablagern kann.
[0052] Zum Zweiten macht sich der erfindungsgemäß gestaltete Abstreifer 1 vorzugsweise auch
die Reinigungswirkung der Bürste des Applikators zu Nutze - wenn die Bürste beim Herausziehen
oder Wiedereinführen durch den Abstreifervorraum 6 gezogen bzw. gedrückt wird, dann
"bürsten" ihre Borsten die Siebstruktur des Funktionsabschnitts 4 entlang. Sie "stoßen"
im Zuge dessen die Durchlassöffnungen frei, selbst wenn keine bewusste Beladungsverringerung
im o. g. Sinne ausgeführt wird. Letzteres funktioniert in der Praxis aber nur dann
befriedigend, wenn der Funktionsabschnitt im Bereich der Durchlassöffnungen hinreichend
dünnwandig ausgeführt ist - nämlich so dünnwandig, dass die Borsten die die Durchlassöffnungen
tendenziell verlegende Kosmetikmasse nicht lediglich tiefer in die Durchlassöffnungen
5 hineinstoßen und dort belassen, sondern im Wesentlichen wirklich aus den Durchlassöffnungen
herausstoßen können bzw. dazu in der Lage sind, die in den Durchlassöffnungen abgelagerte
Kosmetikmasse "durchzustoßen".
[0053] Wie dünn die Wandstärke des Funktionsabschnitts in Abhängigkeit von der Konsistenz
der individuellen Mascaramasse, der Beschaffenheit der im Einzelfall verwendeten Bürste
und dem gewählten Durchmesser der Durchlassöffnungen mindestens zu wählen ist, um
diesen Effekt zu erreichen, lässt sich kaum allgemeinverbindlich in Zahlen ausdrücken,
ist aber für den Einzelfall leicht durch fachübliche Versuche festzustellen.
[0054] Wie in Figur 1 gezeigt, ist der Abstreifer 1 so gestaltet, dass er sich vom Halteabschnitt
2 in axialer Richtung hin zum Abstreifabschnitt 3 verjüngt, also hin zum Abstreifabschnitt
zumindest abschnittsweise einen abnehmenden Durchmesser aufweist. Hierdurch wird dafür
gesorgt, dass die Durchlassöffnungen 5 auf der Vorratsraumseite 7 nicht gegen die
Wand des Vorratsbehälters anliegen oder einen zu engen Spalt mit der Wand des Vorratsbehälters
ausbilden, der durch längerfristig im Spalt haftende Kosmetikmasse funktionsbeeinträchtigend
verlegt werden könnte.
[0055] Der von Figur 1 gezeigte Abstreifer wird wie folgt hergestellt und ist dementsprechend
gestaltet:
[0056] Der Funktionsabschnitt wird aus einem Blech hergestellt, das vorzugsweise noch in
ebenem Zustand mit einer Matrix aus Durchlassöffnungen versehen wird und dann zu einer
vorzugsweise in sich geschlossenen kreiskegligen Hülse verarbeitet wird. Die Durchlassöffnungen
müssen nicht unbedingt ausgespant werden, sondern können vorzugsweise auch durch einfaches
Durchstoßen mit geeigneten Spitzwerkzeugen hergestellt werden. Bei der weiteren Verwendung
ist dann zu beachten, dass der durch einen solchen Materialverdrängungsvorgang erzeugte
Grat am fertigen Abstreifer borstenschonend auf der Vorratsraumseite 7 zu liegen kommt.
Bei Verwendung von Streckmetall kann es hingegen sinnvoll sein den dort nur sehr feinen
Stanzgrat auf der Abstreifervorraumseite anzuordnen, um eine rauere Oberfläche zum
Reinigen der Bürste zur Verfügung zu haben.
Die so entstandene kreiskegelige Hülse wird in eine entsprechende Form eingelegt.
Sodann werden, vorzugsweise in einem einzigen Spritzgussvorgang, der Halteabschnitt
2 und der Abstreifabschnitt 3 an den Funktionsabschnitt 4 in Gestalt der besagten
Metallhülse angespritzt. Auf diese Art und Weise erreicht man eine dauerhafte Verbindung
zwischen dem Halteabschnitt 2 und dem Abstreifabschnitt 3 einerseits und dem Funktionsabschnitt
4 andererseits.
[0057] In vielen Fällen wird es zweckmäßig sein den Funktionsabschnitt in dem Bereich, in
dem er umspritzt, d.h. von dem Kunststoffmaterial des Halteabschnitts und/oder des
Abstreifabschnitts umflossen wird, mit einem oder mehreren Löchern, Ausnehmungen oder
Vor- bzw. Rücksprüngen zu versehen, die durch die noch schmelzflüssige Kunststoffmasse
ausgefüllt bzw. eingebettet werden, wodurch sogar eine formschlüssige Verankerung
zwischen dem Kunststoff und der Hülse erreicht wird.
[0058] Um den Abstreifabschnitt 3 und den Halteabschnitt 2 in einem Arbeitsgang anspritzen
zu können, ohne einen erhöhten Aufwand bei der Kunststoffzufuhr betreiben zu müssen,
weist der Abstreifer 1 zumindest einen den Funktionsabschnitt 4 vom Halteabschnitt
2 zum Abstreifabschnitt 3 überspannenden Steg 8 auf. Im Regelfall wird nicht nur ein
solcher Steg vorgesehen sein, stattdessen ist es zweckmäßig zumindest drei solcher
Stege 8 über den Umfang verteilt anzuordnen.
Ein solcher Steg 8 dient, solange die Kunststoffmasse noch schmelzflüssig ist, als
Kanal zum Zuführen, Ausgleichen und/oder Entlüften der Kunststoffschmelze vom Halteabschnitt
2 zum Abstreifabschnitt 3 und/oder umgekehrt.
[0059] Ein solcher Steg 8 bzw. diese Stege 8 vereinfachen aber in vielen Fällen nicht nur
die Fertigung, sondern sind auch oder stattdessen unter Festigkeitsgesichtspunkten
sinnvoll. Diese Stege 8 stellen nämlich bei geeigneter Dimensionierung letztendlich
Zuganker zwischen dem Abstreifabschnitt 3 und dem Halteabschnitt 2 dar. Ein solcher
Zuganker verhindert auch unter ungünstigen Umständen (insbesondere wenn der Durchlassabschnitt
4 aus einem Material besteht, das im Zuge des Umspritztwerdens keinen besonders guten
Haftverbund mit dem Kunststoff eingeht, dass der Durchlassabschnitt aus seiner Einbettung
in den Kunststoff des Halteabschnitts 2 und/oder des Abstreifabschnitts 3 herausgezogen
wird, wenn beispielsweise beim Wiedereinschieben des Applikators in den Vorratsbehälter
relativ große Zugkräfte in Längsrichtung des Abstreifers auftreten. Dies ist insbesondere
dann wichtig, wenn keine zusätzlichen Vorkehrungen getroffen werden, um ein Lösen
des Verbundes zu verhindern, wie etwa die bereits oben beschriebenen Öffnungen usw.
im Funktionsabschnitt, die beim Umspritzen von der Kunststoffmasse ausgefüllt werden
und dann formschlüssigen Halt bieten.
Die Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dies unterscheidet
sich von dem soeben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel nur dadurch, dass bei
ihr der Funktionsabschnitt aus Streckmetall gefertigt ist anstatt aus einer gelochten
Metallhülse. Daher gilt das oben für das erste Ausführungsbeispiel Gesagte für das
zweite Ausführungsbeispiel im vollen Umfang sinngemäß, soweit sich aus den nachfolgenden
Ausführungen oder der eindeutigen figürlichen Darstellung nichts anderes ergibt.
[0060] Die Metallhülse mit der Siebstruktur aus eng voneinander beabstandeten Durchlassöffnungen
5 wird bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel wie folgt hergestellt und ist auch entsprechend
ausgestaltet:
[0061] Ein dünnes Metallblech wird in noch ebenem Zustand mit einer Vielzahl von im Wesentlichen
parallel zueinander eingeordneten Einschnitten versehen. Diese Einschnitte werden
i. d. R. noch im gleichen Arbeitsgang von keilförmigen Zinken durchstoßen, wodurch
das Blech im Wesentlichen in seiner Hauptebene gereckt wird, so dass die zwischen
den Einschnitten verbliebenen Stege plastisch verformt werden und sich zwischen diesen
Stegen die späteren Durchlassöffnungen auftun. Aus diesem Streckmetall, meist erst
im Anschluss an das Recken, wird eine kurze im Regelfall bis auf einen kleinen Spalt
in Längsrichtung vollständig in sich geschlossenen Metallhülse geformt, die vorzugsweise
eine kegelige Gestalt, vorzugsweise eine kreiskegelige Gestalt aufweist. Der besagte
Spalt wird im Regelfall hingenommen, da das Steckmetall schlecht mit einer durchgängigen
Naht zu verschweißen und es daher unwirtschaftlich ist, den Versuch zu unternehmen,
eine vollständig in sich geschlossene Hülse herzustellen. Der Spalt wird aber vorzugsweise
durch mindestens einen lokalen Schweißpunkt geschlossen gehalten.
[0062] Die Querschnittsfläche der einzelnen in diesem Streckmetall ausgebildeten Durchlassöffnungen
kann sehr einfach durch die Länge der Schnitte des Streckmetalls und dessen Streckungsgrad
eingestellt werden, sowie durch den Abstand der Schnitte, der die Dimension der später
zwischen den einzelnen Durchlassöffnungen verbleibenden Stege bestimmt.
[0063] Anzumerken ist noch, dass es durchaus auch denkbar ist, dass die so hergestellte
Metallhülse die Gestalt eines in Umfangsrichtung nicht perfekt kreisförmigen sondern
stattdessen polygonalen Kegels aufweist. Statt an eine kegelförmige Kontur könnte
sekundär auch an eine zylindrische Kontur gedacht werden, sofern der Durchmesser gegenüber
der angrenzenden Wand des Vorratsbehälters entsprechend zurückgenommen und auf den
Vorteil verzichtet wird, dass der Kegel das Wiedereinführen der Bürste erleichtert.
Beides gilt übrigens auch für das erste Ausführungsbeispiel.
[0064] Ein nicht figürlich dargestelltes drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung entspricht
wahlweise dem ersten oder zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, weshalb das dort
Gesagte jeweils auch für dieses dritte Ausführungsbeispiel uneingeschränkt gilt, soweit
nachfolgend nicht ausdrücklich etwas anderes gesagt wird.
Der Unterschied dieses dritten Ausführungsbeispiels gegenüber z. B. dem ersten Ausführungsbeispiel
besteht darin, dass der Funktionsabschnitt 4 hier nicht durch Umspritzen an dem Halteabschnitt
2 und/oder dem Abstreifabschnitt 3 befestigt ist, sondern nachträglich eingesetzt
und befestigt wurde, vorzugsweise durch Verrasten.
[0065] Die Herstellung erfolgt also so, dass zunächst eine Einheit aus dem Abstreifabschnitt
und dem Halteabschnitt hergestellt oder spritzgegossen wird, die über die besagten
Stege miteinander verbunden sind. Je nach Dicke dieser Stege finden sich also zwischen
dem Halteabschnitt und dem Abstandabschnitt mehr oder mindergroße zunächst noch freie
Fenster. Diese Fenster werden verschlossen, indem von der Seite des Halteabschnitts
her eine Hülse eingeschoben wird, die den Funktionsabschnitt ausbildet. Diese Hülse
ist vorzugsweise aus Metall, kann jedoch aus einem anderen, selbst bei Dünnwandigkeit
hinreichend eigensteifen Material bestehen.
[0066] Im Inneren der Einheit aus Halteabschnitt und Abstreifabschnitt sind Rasteinrichtungen
vorgesehen, die mit der Hülse verrasten, sobald sich diese in ihrer endgültigen Position
befindet. Hierbei kann man sich z.B. zu Nutze machen, dass der Halteabschnitt aus
einem weichelastischen Elastomermaterial gefertigt ist, welches sich beim Einschieben
der kegeligen Hülse in Umfangsrichtung aufdehnt und dann, wenn die Hülse ihre Endposition
erreicht, wieder zurück hinter den Rand der Hülse schnappt, so wie in Figur 4 angedeutet.
Die Hülse kann dann sehr einfach mit Hilfe eines Stempels von oben eingedrückt und
dabei automatisch gleich verrastet werden. Natürlich sind auch alternative Befestigungsarten
möglich, wie etwa Ultraschallschweißen oder dergleichen.
Bezugszeichenliste:
[0067]
- 1
- Abstreifer
- 2
- Halteabschnitt 2a Schulter
- 3
- Abstreifabschnitt
- 4
- Funktionsabschnitt
- 5
- Durchlassöffnungen
- 6
- Abstreifervorraum
- 7
- Vorratsraumseite des Abstreifers
- 8
- Steg
- S
- Siebstruktur
- L
- Längsachse
1. Abstreifer zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators beim Herausziehen desselben aus
einem mit dem zu applizierenden Kosmetikum gefüllten Vorratsraum, mit einem Abstreifabschnitt
(3) und einem Halteabschnitt (2) zur Festlegung des Abstreifers an einem Vorratsbehälter,
wobei zwischen dem Abstreifabschnitt (3) und dem Halteabschnitt (2) zumindest bereichsweise
ein Funktionsabschnitt angeordnet ist, der eine Siebstruktur (S) aus mehreren unmittelbar
nebeneinander angeordneten Durchlassöffnungen (5) aufweist, welche den Vorratsraum
mit dem Abstreifervorraum (6) verbindet und wobei in Umfangs- oder Längsrichtung des
Abstreifers unmittelbar benachbart angeordnete Durchlassöffnungen (5) jeweils nur
durch einen sehr schmalen Steg voneinander getrennt sind, nämlich einen Steg, dessen
Fläche um mindestens den Faktor 1,5 kleiner ist als die freie Querschnittsfläche einer
einzelnen Durchlassöffnung (5), dadurch gekennzeichnet, dass der die Siebstruktur (S) ausbildende Abschnitt aus einem anderen Material gefertigt
ist als der Abstreifabschnitt oder zumindest dessen die eigentliche Abstreifwirkung
erzeugender Teil.
2. Abstreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Funktionsabschnitt (4) in seinem die Siebstruktur (S) ausbildenden Bereich derart
dünnwandig ausgebildet ist, dass sich in den Durchlassöffnungen (5) im Wesentlichen
keine Kosmetikmasse ablagern kann.
3. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Funktionsabschnitt (4) aus einem derart steifen Material hergestellt ist, dass
die Siebstruktur (S) unter dem Einfluss der beim Herausziehen des Applikators auftretenden
Kräfte im Wesentlichen keine Verformung erfährt.
4. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Funktionsabschnitt (4) bzw. zumindest die von ihm ausgebildete Siebstruktur (S)
aus Metall besteht, vorzugsweise aus Edelstahl.
5. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zum Abstreifen eines Kosmetikapplikators
beim Herausziehen desselben aus einem mit dem zu applizierenden Kosmetikum gefüllten
Vorratsraum, mit einem Abstreifabschnitt (3) und einem Halteabschnitt (2) zur Festlegung
des Abstreifers an einem Vorratsbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Abstreifabschnitt (3) und dem Halteabschnitt (2) ein Metallabschnitt
mit mindestens einer Durchlassöffnung (5) eingebaut ist, vorzugsweise in Gestalt einer
Metallhülse.
6. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebstruktur (S) Durchlassöffnungen (5) umfasst, die in Umfangsrichtung entlang
einer gemeinsamen Mittellinie hintereinander angeordnet sind und/oder in Längsrichtung
entlang einer gemeinsamen Mittellinie hintereinander angeordnet sind.
7. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Funktionsabschnitt (4) aus Streckmetall besteht, vorzugsweise aus einem zu einer
Hülse ausgeformten Streckmetall.
8. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Durchlassöffnungen (5) jeweils einen Öffnungsquerschnitt aufweisen,
dessen Fläche betragsmäßig der Fläche eines Kreises mit einem Durchmesser von < 3mm,
bevorzugt < 1 mm und idealerweise < 0,75 mm entspricht.
9. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des Steges idealerweise um den Faktor 2 kleiner ist als die freie Querschnittsfläche
einer einzelnen Durchlassöffnung (5).
10. Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebstruktur (S) aus der Mehrzahl einzelner, unmittelbar nebeneinander angeordneter
und nur durch Stege voneinander getrennter Durchlassöffnungen (5) besteht, wobei die
Querschnittsfläche der Durchlassöffnungen (5) und die Dimensionierung der Stege so
gewählt ist, dass, wenn man die Querschnittflächen der einzelnen Durchlassöffnungen
(5) aufsummiert und die Flächen aufsummiert, die die einzelnen Stege auf der Seite
des Außenumfangs aufweisen, zu dem Ergebnis kommt, dass die Gesamtquerschnittsfläche
GQF 20% bis 70%, vorzugsweise 60% der Gesamtfläche GSF ausmacht.
11. Kosmetikeinheit - vorzugsweise in Gestalt eines Mascaras - umfassend einen mit einem
Kosmetikum gefüllten Vorratsbehälter, einen Applikator, der seinerseits aus einem
von einem Handgriff abstehenden Schaft besteht, der an seinem distalen Ende ein Applikationselement
vorzugsweise in Gestalt einer Bürste trägt, und einen die einzige Öffnung des Vorratsbehälters
kontrollierenden Abstreifer, durch dessen Abstreiföffnung hindurch der Schaft und
das Applikationselement bewegt werden, um das Applikationselement in den Vorrat des
Kosmetikums einzutauchen oder aus diesem herauszuziehen, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer ein Abstreifer nach einem der vorhergehenden Ansprüche ist.
1. Wiper for wiping a cosmetics applicator upon withdrawing the same from a storage chamber
filled with a cosmetic to be applied, comprising a wiper section (3) and a holding
section (2) for fixing the wiper on a storage container, wherein, at least in some
areas between the wiper section (3) and the holding section (2), a functional section
is disposed having a screen structure (S) of several passage openings (5) that are
disposed immediately next to one another, which connects the storage chamber with
the wiper antechamber (6),and wherein passage openings (5) disposed substantially
next to one another in the circumferential or longitudinal direction of the wiper
are respectively separated from one another only by a very narrow web, namely a web
whose surface area is smaller than the free cross-sectional surface area of a single
passage opening (5) by at least the factor 1.5, characterised in that the section forming the screen structure (S) is made from a different material from
the wiper section or at least the part thereof producing the actual wiping effect.
2. Wiper according to claim 1, characterised in that the functional section (4) is formed so thin-walled in the area thereof forming the
screen structure (S) that substantially no cosmetic mass can deposit in the passage
openings (5).
3. Wiper according to any one of the preceding claims, characterised in that the functional section (4) is made from such a rigid material that the screen structure
(S) is substantially not deformed under the influence of the forces occurring upon
withdrawal of the applicator.
4. Wiper according to any one of the preceding claims, characterised in that the functional section (4), or at least the screen structure (S) formed by it, consists
of metal, preferably of stainless steel.
5. Wiper according to any one of the preceding claims, for wiping a cosmetics applicator
upon withdrawing the same from a storage chamber filled with a cosmetic to be applied,
comprising a wiper section (3) and a holding section (2) for fixing the wiper on a
storage container, characterised in that a metal section with at least one passage opening (5), preferably in the shape of
a metal sleeve, is fitted between the wiper section (3) and the holding section (2).
6. Wiper according to any one of the preceding claims, characterised in that the screen structure (S) comprises passage openings (5) which are disposed in the
circumferential direction along a joint centre line one behind the other and/or disposed
in the longitudinal direction along a joint centre line one behind the other.
7. Wiper according to any one of the preceding claims, characterised in that the functional section (4) consists of expanded metal, preferably of an expanded
metal shaped to form a sleeve.
8. Wiper according to any one of the preceding claims, characterised in that the individual passage openings (5) each have an opening cross-section whose surface
area, with regard to its amount, corresponds to the surface area of a circle having
a diameter of < 3mm, preferably < 1 mm, and ideally < 0.75 mm.
9. Wiper according to any one of the preceding claims, characterised in that the surface area of the web is smaller, ideally by the factor 2, than the free cross-sectional
surface area of a single passage opening (5).
10. Wiper according to any one of the preceding claims, characterised in that the screen structure (S) consists of the plurality of individual passage openings
(5) which are disposed immediately next to one another and separated only by webs,
wherein the cross-sectional surface area of the passage openings (5) and the dimensions
of the webs are selected such that, if the cross-sectional surface areas of the individual
passage openings (5) are added up and if the surface areas are added up that the individual
webs have on the side of the outer circumference, the total cross-sectional surface
area GQF makes up 20% to 70%, preferably 60%, of the total surface area GSF.
11. Cosmetics unit, preferably in the form of a mascara, comprising a storage container
filled with a cosmetic, an applicator, which itself consists of a shaft protruding
from a handle, the shaft carrying on its distal end an application member, preferably
in the form of a brush, and a wiper controlling the only opening of the storage container,
through whose wiper opening the shaft and the application member are moved in order
to dip the application member into the supply of the cosmetic or withdraw it therefrom,
characterised in that the wiper is a wiper according to any one of the preceding claims.
1. Racleur pour racler un applicateur cosmétique lors de l'extraction de celui-ci hors
d'un volume de réserve rempli avec le cosmétique à appliquer, comprenant un tronçon
racleur (3) et un tronçon de maintien (2) pour immobiliser le racleur sur un récipient
de réserve, dans lequel entre le tronçon racleur (3) et le tronçon de maintien (2)
est agencé au moins localement un tronçon fonctionnel qui comporte une structure en
tamis (S) formée de plusieurs ouvertures traversantes (5) agencées directement les
unes à côté des autres, qui relie la chambre de réserve avec la chambre antérieure
du racleur (6), et des ouvertures traversantes (5) agencées directement voisines en
direction périphérique ou en direction longitudinale du racleur sont respectivement
séparées les unes des autres uniquement par une barrette très étroite, à savoir une
barrette dans la surface est inférieure, au moins du facteur 1,5, à la surface de
section libre d'une ouverture traversante (5) individuelle, caractérisé en ce que le tronçon qui forme la structure en tamis (S) est fabriqué en un autre matériau
que le tronçon racleur ou au moins la partie de celui-ci qui produit l'effet de raclage
proprement dit.
2. Racleur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tronçon fonctionnel (4) est réalisé à parois minces dans sa région formant la
structure en tamis (S), de telle façon que sensiblement aucune masse de cosmétique
ne peut se déposer dans les ouvertures traversantes (S).
3. Racleur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le tronçon fonctionnel (4) est fabriqué en un matériau aussi rigide que la structure
en tamis (S) ne subit sensiblement aucune déformation sous l'influence des forces
qui se produisent lors de l'extraction de l'applicateur.
4. Racleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tronçon fonctionnel (4), respectivement au moins la structure en tamis (S) formée
par celui-ci, est en métal, de préférence en acier spécial.
5. Racleur selon l'une des revendications précédentes, destiné à racler un applicateur
cosmétique lors de l'extraction de celui-ci hors d'une chambre de réserve remplie
avec le cosmétique à appliquer, comprenant un tronçon racleur (3) et un tronçon de
maintien (2) pour immobiliser le racleur sur un récipient de réserve, caractérisé en ce qu'entre le tronçon racleur (3) et le tronçon de maintien (2) est intégré un tronçon
en métal avec au moins une ouverture traversante (5), de préférence sous la configuration
d'une douille en métal.
6. Racleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure en tamis (S) comporte des ouvertures traversantes (5) qui sont agencées
en direction périphérique les unes derrière les autres le long d'une ligne médiane
commune, et/ou sont agencées en direction longitudinale les unes derrière les autres
le long d'une ligne médiane commune.
7. Racleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tronçon fonctionnel (4) est en métal déployé, de préférence en métal déployé mis
sous la forme d'une douille.
8. Racleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les ouvertures traversantes individuelles (5) présentent chacune une section d'ouverture
dont la surface correspond en valeur à la surface d'un cercle avec un diamètre < 3
mm, de préférence < 1 mm, et de manière idéale < 0,75 mm.
9. Racleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de la barrette est plus petite, de manière idéale à raison du facteur
2, que la surface de section libre d'une ouverture traversante individuelle (5).
10. Racleur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure en tamis (S) est formée de la pluralité d'ouvertures traversantes individuelles
(5) agencées directement les unes à côté des autres et séparées les unes des autres
uniquement par des barrettes, dans lequel la surface de section transversale des ouvertures
traversantes (5) et le dimensionnement des barrettes sont ainsi choisis que, quand
on fait la somme des surfaces de section transversale des ouvertures traversantes
individuelles (5) et quand on fait la somme des surfaces des barrettes individuelles
sur le côté de la périphérie extérieure, on obtient en résultat que la surface de
section totale GQF représente 20 % à 70 %, de préférence 60 %, de la surface totale
GSF.
11. Unité à cosmétique, de préférence sous la forme d'un mascara, comprenant un récipient
de réserve rempli avec un cosmétique, un applicateur, constitué de son côté d'une
tige dépassant d'une poignée, qui porte à son extrémité distale un élément d'application,
de préférence sous la configuration d'une brosse, et un racleur qui contrôle l'ouverture
unique du récipient de réserve, tels que la tige et l'élément d'application sont déplacés
à travers son ouverture de raclage afin de plonger l'élément d'application dans la
réserve de cosmétique ou de l'extraire hors de celle-ci,
caractérisée en ce que le racleur est un racleur selon l'une des revendications précédentes.