[0001] Die Erfindung betrifft ein leistenförmiges Profilelement zur Bereitstellung einer
Schattennut an bzw. in einem Baukörper, die Verwendung eines solchen Profilelements
als baukörperintegriertes Leuchtengehäuse und eine Leuchte mit einem solchen Leuchtengehäuse.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, an Baukörpern, wie Decken oder Wänden von
Innenräumen, eine indirekte Beleuchtung der Baukörperflächen vorzunehmen, indem ein
Leuchtengehäuse in Form eines Gehäusekastens an dem Baukörper befestigt wird. Eine
solche "Kastenlösung" führt zwangsweise zu einem Aufbau der Decken bzw. der Wand,
wodurch der zu beleuchtende Raum verkleinert wird. Handelt es sich um einen an einer
Decke angebrachten Leuchtenkasten, verringert sich die Raumhöhe und die Anbringung
zusätzlicher herkömmlicher Leuchten an der Decke ist erschwert. Handelt es sich um
einen an einer Wand angebrachten Leuchtenkasten, ist das Aufstellen von Möbeln an
dieser Wand nicht mehr ohne weiteres möglich.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Beleuchtungssystem bereitzustellen,
mit dem die oben beschriebenen Nachteile vermieden und eine universell einsetzbare,
variable, konstruktiv einfache, preiswert herstell- und montierbare Beleuchtung von
Baukörperflächen im Innen- und Außenbereich möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Profilelement nach Anspruch 1, die Verwendung eines
solchen Profilelementes nach Anspruch 6 bzw. eine Leuchte nach Anspruch 7 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist ein leistenförmiges Schattennut-Profilelement zur flächenbündigen
Anordnung an bzw. in einem Baukörper vorgesehen. Das Profilelement ist zur Aufnahme
von Leuchtelementen ausgebildet, so daß es zur indirekten Beleuchtung wenigstens einer
Baukörperfläche und/oder eines von wenigstens einer Baukörperfläche begrenzten Raumes
dient.
[0006] Erfindungsgemäß wird ein solches leistenförmiges Profilelemente zur Bereitstellung
einer Schattennut als baukörperintegriertes Leuchtengehäuse verwendet, wobei das Profilelement
zur flächenbündigen Anordnung an bzw. in einem Baukörper ausgebildet ist und zur Aufnahme
von Leuchtelementen dient derart, daß eine indirekte Beleuchtung wenigstens einer
Baukörperfläche und/oder eines von wenigstens einer Baukörperfläche begrenzten Raumes
erfolgt.
[0007] Erfindungsgemäß wird damit eine Leuchte mit in einem Leuchtengehäuse angeordneten
Leuchtelementen bereitgestellt, wobei das Leuchtengehäuse zumindest teilweise durch
ein flächenbündig an bzw. in einem Baukörper angeordnetes leistenförmiges Schattennut-Profilelement
gebildet ist, das zur Aufnahme der Leuchtelemente ausgebildet ist zur indirekten Beleuchtung
wenigstens einer Baukörperfläche und/oder eines von wenigstens einer Baukörperfläche
begrenzten Raumes.
[0008] Eine Kernidee der Erfindung ist es, zur indirekten Beleuchtung wenigstens einer Baukörperfläche
bzw. eines von wenigstens einer Baukörperfläche begrenzten Raumes eine flächenbündig
an bzw. in dem Baukörper angeordnete Leuchte bereitzustellen. Unter einem Baukörper
wird dabei ein einen Raum zumindest teilweise begrenzendes, vorzugsweise als Teil
eines Bauwerkes fest montiertes Bauelement oder auch ein Teil einer Gebäudeaußenfassade
verstanden, beispielsweise ein Boden, eine Wand, eine Decke, ein Stahlträger, ein
Fliesenelement, ein Spiegel oder dergleichen. Mit anderen Worten handelt es sich bei
einem Baukörper um ein Bauelement, dessen den Raum zumindest teilweise begrenzende
Baukörperfläche im wesentlichen geschlossen ausgebildet ist. Unter einer flächenbündigen
Anordnung versteht der Fachmann eine Anordnung, bei der die Leuchte derart in dem
Baukörper integriert ist, daß sie im wesentlichen bündig mit der sie umgebenden Baukörperfläche
abschließt.
[0009] Anstelle eines Leuchtengehäuses wird erfindungsgemäß ein leistenförmiges Profilelement
verwendet, das zur Bereitstellung einer Schattennut dient. Im Ergebnis wird eine beleuchtete
Schattennut bereitgestellt, welche die oben genannte indirekte Beleuchtung der Baukörperfläche
bzw. des Raumes verwirklicht.
[0010] Die Leuchtelemente sind in einem von dem Profilelement gebildeten Aufnahmeraum so
angeordnet, daß eine Beleuchtung der Schattennut und damit eine indirekte Beleuchtung
wenigstens einer Baukörperfläche und/oder eines von wenigstens einer Baukörperfläche
begrenzten Raumes erfolgt. Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn die indirekte Beleuchtung
mit Hilfe von LED-Leuchtelementen erreicht wird. Durch den Einsatz von LED-Elementen
wird ein besonders homogenes Licht bereitgestellt. Darüber hinaus ist die Verwendung
von LED-Elementen besonders stromsparend und damit umweltfreundlich.
[0011] Die als Leuchte dienende beleuchtete Schattennut ist dabei im Baukörper versteckt.
Die Schattennut schließt mit anderen Worten bündig mit der den Raum begrenzenden Baukörperfläche
ab. Durch diese flächenbündige Anordnung ist ein zusätzliches Gehäuse, zum Beispiel
in Form eines Kastens oder einer Verblendung, nicht erforderlich. Das Profilelement
bildet als Träger der Leuchtelemente zugleich das "Gehäuse" der Leuchte, ggf. zusammen
mit Teilen des Baukörpers. Damit ergibt sich, verglichen mit herkömmlichen Leuchtensystemen
ein besonders geringer Platzbedarf. Durch den einfachen Aufbau bleiben Herstellungs-
und Montageaufwand gering.
[0012] Die beleuchtete Schattennut ist universell einsetzbar. So ist sie beispielsweise
besonders geeignet zur Verwendung als Beleuchtung von Fluren in Krankenhäusern und
öffentlichen Gebäuden. Sie eignet sich aber auch sehr gut zur indirekten Beleuchtung
von Wohn- oder Arbeitsräumen. Durch die Universalität des erfindungsgemäßen Profilelements
ist dieses für alle nur denkbaren Anwendungen einsetzbar. Es ist daher nicht erforderlich,
verschiedene Profilelemente für Wand-, Decken- und Boden-Schattennuten vorzuhalten.
[0013] Das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem kann nicht nur universell eingesetzt werden.
Es ist auch nachrüstbar, so daß beispielsweise auf geänderte Raumnutzungen flexibel
reagiert werden kann.
[0014] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im Zusammenhang mit einem Ausführungsbeispiel
nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer aus dem Stand der Technik bekannten "Kastenlösung",
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Konstruktion am Beispiel einer Schattennut zwischen einem Wandelement
und einem Deckenelement in einer Schnittdarstellung,
- Fig. 3
- eine Einzeldarstellung des erfindungsgemäßen Profilelements in einteiliger Bauart
im Querschnitt,
- Fig. 4
- eine Einzeldarstellung des erfindungsgemäßen Profilelements in zweiteiliger Bauart
im Querschnitt.
[0015] Sämtliche Figuren zeigen die Erfindung lediglich schematisch und mit ihren wesentlichen
Bestandteilen. Gleiche Bezugszeichen entsprechen dabei Elementen gleicher oder vergleichbarer
Funktion.
[0016] Ein Baukörper besteht typischerweise aus einem Betonmaterial, aus Mauerwerk, aus
einem Holzmaterial oder aus einem anderen, eine durchgehende, ebene Fläche ausbildenden
Baumaterial, wie beispielweise Gipskarton. Die vorliegende Erfindung ist besonders
vorteilhaft bei einer Leichtbauweise, beispielsweise im Zusammenhang mit der Verwendung
von Gipskartonplatten einsetzbar. Eine Verwendung bei massiven Baukörpern ist jedoch
ebenfalls ohne weiteres möglich.
[0017] In Fig. 1 ist die aus dem Stand der Technik bekannte "Kastenlösung" dargestellt,
bei der ein Leuchtengehäuse 1 an einer Raumdecke 2 befestigt ist. An zwei Seiten des
Leuchtengehäuses 1 sind Leuchtelemente 3 in Aufnahmeräumen 4 angeordnet, die eine
indirekte Beleuchtung der Decke 2 bzw. des Raumes 5 ermöglichen. Von Nachteil ist
hier insbesondere die durch den kastenförmigen Aufbau des Leuchtengehäuses 1 verringerte
Raumhöhe.
[0018] In Fig. 2 ist in einer Schnittdarstellung das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem
10 abgebildet. Ein erfindungsgemäßes Profilelement 11 dient zur Ausbildung einer Schattennut
12 zwischen einem ersten Baukörper 13 und einem zweiten Baukörper 14, hier beispielhaft
zwischen einem Deckenelement und einer Wand. Zur Befestigung des Deckenelements 13
aus z. B. Gipskarton an der Wand 14 ist eine Unterkonstruktion 15, z. B. eine Holzlattung,
vorgesehen, an der mit Hilfe von Befestigungselementen 16 das leistenförmige Profilelement
11 befestigt ist.
[0019] Das leistenförmige Profilelement 11 dient zum einen als Träger- bzw. Aufnahmeelement
für das Deckenelement 13 und zum anderen zur Bereitstellung der Schattennut 12 zwischen
dem Deckenelement 13 einerseits und der Wand 14 andererseits. Das Profilelement 11
ist derart ausgebildet, daß ein Teil 17 des Profilelements 11 die durch den Abstand
zwischen den beiden Baukörpern 13, 14 gebildete Schattennut 12 teilweise überdeckt
und damit einen Aufnahmeraum 18 für Leuchtelemente 19 bildet, so daß sich das Profilelement
11 zur Schaffung einer beleuchteten Schattennut 12 und damit zur indirekten Beleuchtung
wenigstens einer Baukörperfläche 21, hier einer Teilfläche der Wand 14, bzw. zur indirekten
Beleuchtung des von der Wand begrenzten Raumes 22 eignet.
[0020] Das für die Herstellung des Profilelements 11 verwendete Material kann grundsätzlich
frei gewählt werden. Bewährt haben sich metallische Materialien sowie Kunststoffmaterialien,
wobei das Profil 11 vorzugsweise stranggepreßt wird. Als besonders universell einsetzbar
haben sich Profilelemente 11 aus Metallblech mit einer Blechstärke von 0,6 Millimetern
und einer Profillänge von 2,5 Metern erwiesen.
[0021] Fig. 3 zeigt ein einteiliges Profilelement 11, das vorzugsweise dann zum Einsatz
kommt, wenn eine Wand 14 oder eine Decke 13 mit einer beleuchteten Schattennut 12
versehen werden soll. Bei derartigen Schattennuten 12 beträgt die offene Nutbreite
23 in der Regel mindestens 10 Millimeter, so daß auch nachträglich eine einfache Anordnung
der Leuchtelemente 19 in dem Aufnahmeraum 18 des Profilelementes 11 möglich ist, ebenso
wie ein nachträglicher Austausch defekter Leuchtelemente 19. Die in Fig. 4 abgebildete
zweiteilige Bauart, die weiter unten näher beschrieben wird, wird hingegen vorzugsweise
dann eingesetzt, wenn die offene Nutbreite 23 kleiner als 10 Millimeter ist, wie dies
insbesondere bei Schattennuten 12 im Boden- oder Fliesenbereich der Fall ist.
[0022] In den in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen weist das Profilelement
11 einen im wesentlichen Doppel-T-förmigen Querschnitt auf, der sich aus zwei U-förmigen
Bereichen zusammensetzt. Der gemeinsame U-Grund 24 trennt einen durch eine längere
obere U-Flanke 25 und eine kürzere untere U-Flanke 26 begrenzten Aufnahmeraum 27 für
den ersten Baukörper, das Deckenelement 13, von einem ebenfalls von einer längeren
oberen U-Flanke 28 und einer kürzeren unteren U-Flanke 29 begrenzten gegenüberliegenden,
zu dem zweiten Baukörper 14 hin offenen Aufnahmeraum 18 für eine Anzahl von Leuchtelementen
19.
[0023] Das Gipskarton-Deckenelement 13 mit einer Dicke 23 von 12,5 Millimetern ist im montierten
Zustand in den durch das Profilelement 11 bereitgestellten Baukörper-Aufnahmeraum
27 eingeführt und liegt auf der unteren U-Flanke 26 des Profilelementes 11 mit einer
Auflagetiefe 31 von ca. 5 bis 10 Millimetern auf. Im Anschluß an die Montage des Deckenelements
13 werden die unteren U-Flanken 26, 29 flächenbündig mit der Unterseite 32 des Deckenelements
13 verspachtelt und anschließend verschliffen, so daß sich eine flächenbündige Anordnung
des Profilelements 11 an dem Deckenelement 13 ergibt.
[0024] Da die Schattennut 12 zwischen den beiden Baukörpern 13, 14 von einem Teil 17 des
Profilelements 11, hier der unteren U-Flanke 29 des Leuchtelementen-Aufnahmeraumes
18, teilweise überdeckt wird, ergibt sich die verbleibende Schattennutbreite 23 aus
der Längendifferenz zwischen der oberen U-Flanke 28 und der unteren U-Flanke 29 des
Leuchtelementen-Aufnahmeraumes 18. Die Breite 23 der beleuchteten Schattennut 12 und
damit die Breite des durch das Beleuchtungssystem 10 zur Verfügung gestellten, flächenbündig
mit der Unterseite 32 des Deckenelements 13 abschließenden "Leuchtstreifens" sowie
die Intensität der indirekten Beleuchtung ist daher durch eine entsprechende Ausbildung
des Profilelements 11 variabel wählbar.
[0025] Das in Fig. 3 abgebildete einteilige Profilelement 11 kann auch aus mehreren miteinander
verbundenen Komponenten gefertigt sein, beispielsweise aus zwei am U-Grund 24 miteinander
verbundenen U-Profilen. Gleiches gilt auch für die einzelnen Teile des in Fig. 4 abgebildeten
Profilelements 11.
[0026] Dieses Profilelement 11 nach zweiteilige Bauart unterscheidet sich von dem in Fig.
3 abgebildeten Profilelement 11 dadurch, daß der den Leuchtelementen-Aufnahmeraum
18 begrenzende und die Schattennut 12 zumindest teilweise überdeckende Teil 17 des
Profilelements 11, hier ebenfalls die kürzere untere U-Flanke 29, als ein von einem
Profilelement-Grundkörper 33 lösbares Bauteil 34 ausgebildet ist.
[0027] Dieses separat handhabbare Bauteil 34 weist die Form einer im Querschnitt L-förmigen
Profilleiste auf, wobei der eine L-Schenkel 35 im montierten Zustand (siehe Figur
4a) als kurze U-Flanke 29 des Leuchtelementen-Aufnahmeraumes 18 dient, während der
im rechten Winkel dazu angeordnete andere L-Schenkel 36 im montierten Zustand in einer
Aufnahmenut 37 einliegt, die der Grundkörper 33 des Profilelements 11 bereitstellt.
Die Aufnahmenut 37 wird dabei durch den als U-Grund 24 des Baukörper-Aufnahmeraumes
27 dienenden Steg 38 einerseits und durch einen parallel dazu angeordneten, als U-Grund
24 des gegenüberliegenden Leuchtelementen-Aufnahmeraumes 18 dienenden zweiten Steg
39 andererseits gebildet.
[0028] Das lösbare Bauteil 34 ist im montierten Zustand in der Aufnahmenut 37 befestigt.
Hierzu dient vorzugsweise entweder ein (Klebe-)Dichtstoff, beispielsweise auf Silikonbasis,
der eine feuchtigkeitsdichte Befestigung sicherstellt, wie sie beispielsweise in Feuchträumen
erforderlich sein kann, oder an dem Bauteil 34 und/oder in der Aufnahmenut 37 sind
Befestigungselemente (nicht abgebildet) zur Ausbildung einer Rast- oder Schnappverbindung
vorgesehen. Da auf das Bauteil 34 im montierten Zustand keine nennenswerte Kräfte
wirken, werden an die Art der Befestigung in dieser Hinsicht keine besonderen Anforderungen
gestellt, so daß auch sehr preiswerte Lösungen verwendet werden können.
[0029] Bei der in Fig. 4 dargestellten zweiteiligen Bauart kann durch den Austausch des
Bauteils 34 die Breite 23 der Schattennut 12 und damit die Beleuchtungscharakteristik
(auch nachträglich) verändert werden.
[0030] Alternativ zu den in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Profilelementen 11 läßt sich
die vorliegende Erfindung auch durch ein Profilelement 11 verwirklichen, bei dem der
dem Leuchtelementen-Aufnahmeraum 18 gegenüberliegende Bereich nicht als Baukörper-Aufnahmeraum
27, sondern lediglich als Baukörperträger ausgebildet ist. In diesem Fall fehlt dem
Profilelement 11 die obere längere U-Flanke 25 des Baukörper-Aufnahmeraumes 27. Der
Baukörper 13 liegt dann lediglich auf der unteren kürzeren U-Flanke 26 auf.
[0031] Die Verwendung von Leuchtelementen 19 im Leuchtelementen-Aufnahmeraum 18 des Profilelements
11 ist in vielerlei Hinsicht variabel. So kann nicht nur die Art der verwendeten Leuchtelemente
19 variiert werden, wobei auch wegen der besonders kleinen Bauform vorzugsweise LED-Elemente
zum Einsatz kommen. Es ist ebenfalls möglich, die Art der indirekten Beleuchtung durch
eine unterschiedliche Positionierung der Leuchtelemente 19 in dem Aufnahmeraum 18
zu verändern. Beispielhaft ist in Fig. 3 eine Anordnung eines Leuchtelementes 19 an
der Innenseite der unteren U-Flanke 29 und in Fig. 4 die Anordnung eines Leuchtelements
19 an dem U-Grund 24 abgebildet.
[0032] Zusätzlich zu der Positionierung der Leuchtelemente 19 kann auch die Anbringung der
Leuchtelemente 19 variieren. Ist beispielsweise das Profilelement 11 aus einem metallischen
Material gefertigt, so hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, als Leuchtelemente
19 auf einem streifenförmigen magnetischen Träger (nicht im Detail abgebildet) befestigte
Einzel-LEDs zu verwenden. Durch die Verwendung eines solchen Magnetträgers ist es
nicht nur besonders einfach möglich, die Leuchtelemente 19 (auch nachträglich) zu
montieren, da hierfür lediglich der Magnetträger in den Aufnahmeraum 18 des Profilelements
11 eingelegt werden muß. Durch die Verwendung eines Magnetträgers sind die Leuchtelemente
19 auch lösbar an dem Profilelement 11 befestigt, so daß sie besonders einfach wieder
entfernt oder ausgetauscht werden können. Von zusätzlichem Vorteil ist darüber hinaus
die direkte Ableitung der von den Leuchtelementen 19 erzeugten Wärme über den Magnetträger
und das Profilelement 11, wodurch ein Wärmestau effektiv vermieden werden kann. Bei
dieser Variante werden die LEDs vorzugsweise auf den Magnetträger aufgeklebt. Sie
können jedoch auch anderweitig auf dem Träger befestigt werden. Die Magnetträger-Variante
ist besonders vorteilhaft bei Profilelementen 11 mit vergleichsweise breiter Schattennut
12 anwendbar, wie sie in Fig. 3 abgebildet ist.
[0033] Bei Profilelementen 11 mit einer vergleichsweise schmalen Schattennut 12, insbesondere
bei den in zweiteiliger Bauart ausgeführten Profilelementen 11, wie in Fig. 4 abgebildet,
werden statt dessen vorzugsweise LED-Streifen (nicht im Detail abgebildet) als Leuchtelemente
19 verwendet. Dabei handelt es sich um in gleichmäßigen Abständen auf einem flexiblen
Trägermaterial angeordnete LEDs. Vorzugsweise ist auf der Rückseite des LED-Trägers
ein doppelseitiges Klebeband vorgesehen, so daß der LED-Streifen, nachdem er auf die
benötigte Länge zugeschnitten ist, auf besonders einfache Art und Weise in den Leuchtelementen-Aufnahmeraum
18 des Profilelements 11 eingeklebt werden kann. Diese Variante ist preiswerter als
die oben beschriebene Magnetträger-Variante. Von Vorteil ist darüber hinaus, daß in
diesem Fall auch Kunststoff als Material für die Herstellung der Profilelemente 11
verwendet werden kann.
[0034] Zur Verlegung entsprechender elektrischer Anschlußkabel sind in dem Profilelement
11 in regelmäßigen Abständen Bohrungen 41 vorgesehen. Diese befinden sich vorteilhafter
Weise in der Nähe der späteren Position der Leuchtelemente 19. In den in den Fig.
2, 3 und 4 dargestellten Beispielen befinden sich die Bohrungen 41 in der oberen U-Flanke
28 des Leuchtelementen-Aufnahmeraumes 18 in unmittelbarer Nähe zu dem U-Grund 24,
so daß elektrische Anschlußkabel (nicht abgebildet) auf einfache Art und Weise von
oben in den Leuchtelementen-Aufnahmeraum 18 eingeführt und dort mit den Leuchtelementen
19 verbunden werden können. Die Bedienung der Leuchtelemente 19 erfolgt vorzugsweise
mit Hilfe einer Fernbedienung (nicht abgebildet), entweder kabelgebunden oder auch
kabellos.
[0035] Die Erfindung ist nicht darauf beschränkt, eine Schattennut 12 zwischen einem ersten
Baukörper 13 und einem zweiten Baukörper 14 bereitzustellen. Die Schattennut 12 kann
gemäß dem erfindungsgemäßen Grundgedanken auch in einem Baukörper bzw. zwischen Teilelementen
eines Baukörpers ausgebildet werden, beispielsweise an einer von einer Wand 14 beabstandeten
Stelle der Decke 13. Entsprechend ist in einer weiteren, in den Abbildungen nicht
dargestellte Ausführungsform der Erfindung die Verwendung einer Unterkonstruktion
15 zur Verbindung des ersten Baukörpers 13 mit dem zweiten Baukörper 14 nicht erforderlich.
Das Profilelement 11 ist statt dessen in einer von dem zweiten Baukörper 14 beabstandeten
Aufnahmeöffnung in dem ersten Baukörper 13 angeordnet, beispielsweise in einer in
dem ersten Baukörper 13 eingebrachten Aufnahmenut. In diesem Fall kann das Profilelement
11 konstruktiv einfacher aufgebaut sein, da es keinen Baukörper-Aufnahmeraum 27 aufweisen
muß. Das Profilelement 11 ist wiederum flächenbündig in der dafür vorgesehenen Aufnahmeöffnung
befestigt und stellt die Schattennut 12 zur Verfügung.
[0036] Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein. EPO-Munich
Bezugszeichenliste 2011
[0037]
- 1
- Leuchtengehäuse
- 2
- Raumdecke
- 3
- Leuchtelement
- 4
- Aufnahmeraum
- 5
- Raum
- 6
- (frei)
- 7
- (frei)
- 8
- (frei)
- 9
- (frei)
- 10
- Beleuchtungssystem
- 11
- Profilelement
- 12
- Schattennut
- 13
- erster Baukörper, Deckenelement
- 14
- zweiter Baukörper, Wand
- 15
- Unterkonstruktion
- 16
- Befestigungselement
- 17
- Profilelementteil
- 18
- Leuchtelement-Aufnahmeraum
- 19
- Leuchtelement, LED-Element, LED-Streifen
- 20
- (frei)
- 21
- Baukörperfläche
- 22
- Raum
- 23
- Nutbreite
- 24
- U-Grund
- 25
- obere U-Flanke
- 26
- untere U-Flanke
- 27
- Baukörper-Aufnahmeraum
- 28
- obere U-Flanke
- 29
- untere U-Flanke
- 30
- (frei)
- 31
- Auflagetiefe
- 32
- Unterseite
- 33
- Profilelement-Grundkörper
- 34
- lösbares Profilelement-Bauteil
- 35
- L-Schenkel
- 36
- L-Schenkel
- 37
- Aufnahmenut
- 38
- Steg
- 39
- Steg
- 40
- (frei)
- 41
- Bohrung
1. Leistenförmiges Profilelement (11) zur flächenbündigen Anordnung an bzw. in einem
Baukörper (13, 14), insbesondere einem Boden, einer Wand oder einer Decke, zur Bereitstellung
einer Schattennut (12), ausgebildet zur Aufnahme von Leuchtelementen (19) zur indirekten
Beleuchtung wenigstens einer Baukörperfläche (21) und/oder eines von wenigstens einer
Baukörperfläche (21) begrenzten Raumes (22).
2. Profilelement (11) nach Anspruch 1, wobei ein Teil (17) des Profilelements (11) die
Schattennut (12) teilweise überdeckt und damit einen Aufnahmeraum (18) für die Leuchtelemente
(19) bildet.
3. Profilelement (11) nach Anspruch 2, wobei das Profilelement (11) als Träger- bzw.
Aufnahmeelement für den Baukörper (13) dient.
4. Profilelement (11) Anspruch 3, mit einem im wesentlichen Doppel-T-förmigen Querschnitt,
wobei der gemeinsame U-Grund (24) einen zur Aufnahme des Baukörpers (13) dienenden
Aufnahmeraum (27) von dem Aufnahmeraum (18) für die Leuchtelemente (19) trennt.
5. Profilelement (11) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei der den Leuchtelementen-Aufnahmeraum
(18) begrenzende Teil (17) des Profilelements (11) als ein von einem Profilelement-Grundkörper
(33) lösbares Bauteil (34) ausgebildet ist.
6. Verwendung eines leistenförmigen Profilelementes (11) als baukörperintegriertes Leuchtengehäuse,
wobei das Profilelement (11) zur flächenbündigen Anordnung an bzw. in einem Baukörper
(13, 14), insbesondere einem Boden, einer Wand oder einer Decke, zur Bereitstellung
einer Schattennut (12) dient und zur Aufnahme von Leuchtelementen (19) ausgebildet
ist zur indirekten Beleuchtung wenigstens einer Baukörperfläche (21) und/oder eines
von wenigstens einer Baukörperfläche (21) begrenzten Raumes (22).
7. Leuchte (10) mit in einem Leuchtengehäuse angeordneten Leuchtelementen (19), wobei
das Leuchtengehäuse zumindest teilweise durch ein flächenbündig an bzw. in einem Baukörper
(13, 14) insbesondere einem Boden, einer Wand oder einer Decke, angeordnetes leistenförmiges
Profilelement (11) zur Bereitstellung einer Schattennut (12) gebildet ist, das zur
Aufnahme der Leuchtelemente (19) ausgebildet ist zur indirekten Beleuchtung wenigstens
einer Baukörperfläche (21) und/oder eines von wenigstens einer Baukörperfläche (21)
begrenzten Raumes (22).