[0001] Die Erfindung betrifft eine Türgriffanordnung für ein Kraftfahrzeug.
[0002] Insbesondere betrifft die Erfindung eine Türgriffanordnung, bei welcher ein durch
einen Benutzer betätigbarer Außen-Griffteil mit einem fahrzeugseitigen Innen-Griffteil
kabellos koppelbar ist, um elektronische Funktionalitäten zur Verfügung zu stellen.
[0003] Es sind Türgriffe mit funktionalen elektronischen Komponenten für Kraftfahrzeuge
bekannt. Die elektronischen Komponenten im Türgriff dienen meist der sensorischen
Erfassung des Zugriffs eines Benutzers oder der Erfassung der Annäherung eines Benutzers.
[0004] Die im Griff-Außenteil angeordneten elektronischen Komponenten werden bei der Montage
des Außen-Griffteils, auf welches ein Benutzer zugreifen kann, an dem Kraftfahrzeug
mit einem fahrzeugseitigen Bestandteil, dem Innen-Griffteil oder Träger zu der vollständigen
Griffanordnung verbunden. Zwischen dem zugreifbaren Außen-Griffbauteil, insbesondere
der durch den Benutzer zu betätigenden Handhabe und dem fahrzeugseitigen Träger liegt
üblicherweise das Türaußenblech, durch welches Halteelemente, die mit dem Griff gekoppelt
sind, geführt werden und eine Kopplung von Griff-Außenteil und Griff-Innenteil ermöglichen.
[0005] In den Halteelementen oder an diesen entlang werden mit den im Griff angeordneten
elektronischen Komponenten verbundene Kabel geführt, um hinter dem Türblech, im Innern
der Tür mit zugehörigen Verbindern auf Fahrzeugseite gekoppelt zu werden. Über die
Signalverbindung können dann griffseitige Sensoren, Antennen oder sonstige Elemente
angesteuert oder ausgelesen werden. Derartige Verbindungen können Steck- oder Klemmverbindungen
als auch Lötverbindungen sein.
[0006] Beispielsweise ist in der
EP 1 589 167 A2 ein Türgriff für ein Kraftfahrzeug offenbart, der einen inneren Hohlraum aufweist,
wobei in diesem Hohlraum u.a. eine Sensorelektrode angeordnet ist, die mit weiteren
elektronischen Bauteilen im Inneren des Fahrzeuges gekoppelt ist.
[0007] Um eine sichere und einfache Montage zu gewährleisten und außerdem die Fehleranfälligkeit
von derartigen Türgriffen zu verringern, besteht der Wunsch, die Kopplung der Elektronik
auf Türinnenseite und -außenseite so einfach wie möglich zu halten.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Signalverbindung zwischen
einem Griff-Außenteil und einem fahrzeugseitigen Griff-Innenteil bereitzustellen,
welche die Montage erleichtert und die verlässliche Ansteuerung von elektronischen
Komponenten in dem Griff verbessert.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Türgriffanordnung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0010] Die erfindungsgemäße Türgriffanordnung für ein Kraftfahrzeug weist einen äußeren
Griffteil auf, welcher eine Handhabe und wenigstens einen mit der Handhabe verbundenen
Halteabschnitt hat. Der Halteabschnitt ist mit einer fahrzeugseitigen, in einer Tür
des Kraftfahrzeugs angeordneten Halterungsaufnahme (Trägeraufnahme) eines Griff-Trägers
mechanisch koppelbar.
[0011] Die Handhabe ist derjenige Teil der Türgriffanordnung, welcher außen, offen zugänglich
an dem Fahrzeug angebracht ist, um für einen Benutzer zum Zugriff zur Verfügung zu
stehen. Der Halteabschnitt, welcher mit der Handhabe verbunden ist, wird in eine fahrzeugseitige
Halterungsaufnahme im oder am Träger der Griffanordnung gekoppelt. In dieser kann
er zum Beispiel schwenkbar oder verschiebbar aufgenommen sein. Zwischen dem Halteabschnitt
und dem fahrzeugseitigen Halterungsabschnitt kann außerdem die mechanische Kopplung
derart ausgebildet sein, dass über den Halteabschnitt und eine mechanische Wechselwirkung
bei Betätigung der Handhabe Schließfunktionen oder sonstige mechanische Funktionen
betätigbar sind.
[0012] Erfindungsgemäß ist in dem Griffteil eine erste Leiterspule ausgebildet, welche mit
ihrer Wicklung einen im Griffteil angeordneten Spulenkern umgibt. Der Spulenkern erstreckt
sich wenigstens teilweise in dem Halteabschnitt des Griffteils. Die Handhabe ist regelmäßig
langgestreckt ausgebildet, um von dem Benutzer Unter-, Über- oder Hintergriffen zu
werden. Der Halter ist oft gewinkelt zu der Handhabe ausgebildet, um durch das Türblech
in das Innere der Kraftfahrzeugtür zu ragen. Der Spulenkern erstreckt sich wenigstens
teilweise in dem Halter und kann abschnittsweise in den Körper der Handhabe hineinreichen.
Dazu kann der Spulenkern eine entsprechend gebogene oder gewinkelte Form aufweisen,
es kann jedoch auch ein gerader Spulenkern ausgebildet sein, der nur mit einem Endabschnitt
in den Bereich des Halters oder der Handhabe hineinragt.
[0013] Im Bereich der Halterungsaufnahme ist fahrzeugseitig eine zweite Leiterspule angeordnet.
Die Leiterspule ist fahrzeugseitig so angeordnet, dass bei Montage der Türgriffanordnung,
also dann wenn der Griffteil mit seinem Halteabschnitt mit der Halterungsaufnahme
am Fahrzeug gekoppelt wird, der in dem Halterabschnitt befindliche Spulenkern durch
die zweite Leiterspule geführt ist. Im montierten Zustand ragt erfindungsgemäß demnach
der Spulenkern sowohl durch die Spule im Griffteil, als auch bis in die Spule, die
fahrzeugseitig angeordnet ist. Über den Spulenkern, welcher in beide Spulen eintaucht,
wird eine Kopplung zwischen den beiden elektrischen Spulen hergestellt, indem ein
offener Magnetkreis gebildet ist. Es ist wesentlich, dass erfindungsgemäß keine elektrisch
leitende Verbindung hergestellt werden braucht, sondern eine rein magnetische Kopplung
erfolgt. So kann der Halteabschnitt ohne Rücksicht auf mechanische Belastung von Leitverbindungen
beweglich mit der Halterungsaufnahme gekoppelt sein, so dass der Ferritkern zum Beispiel
bei einer Schwenkbewegung der Handhabe beziehungsweise des Griffteils verschoben oder
verkippt wird, jedoch weiterhin die fahrzeugseitige Spule durchdringt. Dadurch wird
eine bewegliche und stabile Signalverbindung aufgebaut.
[0014] Erfindungsgemäß wird eine Kopplung aufgebaut, indem die in dem Spulenkern durch Ansteuerung
einer Spule hervorgerufenen Feldlinien welche bei Stromfluss durch die Spule auf Fahrzeugseite
oder auf Griffseite aufgebaut werden, auch die jeweils andere Spule durchgreifen.
Mit dem Spulenkreis in dem Griffteil können Sensorelektronik und sonstige Elektronikbauteile
gekoppelt werden. Fahrzeugseitig kann über eine Ansteuerung der zweiten Leiterspule
eine Abfrage oder Ansteuerung der griffseitigen elektronischen Komponenten vorgenommen
werden.
[0015] Erfindungsgemäß wird demnach ein offener Magnetkreis verwendet, um eine Signalverbindung
zwischen Griffteil und fahrzeugseitiger Halterungsaufnahme mit zweiter Leiterspule
aufzubauen und Informationen zu Übertragen.
[0016] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die erste Leiterspule, die in dem Griffteil
angeordnet ist, als Leiterbahn auf einer Platine ausgebildet, wobei in der Platine
eine Öffnung für den Durchtritt des Spulenkerns ausgebildet ist.
[0017] Auf der Platine können zusammen mit der Spule weitere Komponenten für eine sensorische
Erfassung, beispielsweise für Annäherungssensoren angeordnet sein. Die Anordnung der
Leiterspule als Leiterbahn auf einer Platine gewährleistet eine reproduzierbare Spulenausbildung
und eine besonders ökonomische Fertigung im Rahmen der Fertigung der Gesamtplatine.
[0018] Vorzugsweise ist der Spulenkern als Ferritkern ausgebildet.
[0019] Ferritkerne eignen sich besonders als Kopplungselement für die magnetischen Feldlinien
zwischen den beiden Spulen. Die Tatsache, dass Ferrite regelmäßig spröde Materialien
sind, ist für den erfindungsgemäßen Türgriff nicht als kritisch anzusehen, da der
Spulenkern sicher in dem Griffteil aufgenommen ist. Mechanische Belastungen werden
durch den Halteabschnitt oder die Handhabe aufgenommen, während der Spulenkern keinen
oder nur äußerst geringen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist.
[0020] In einer Weiterbildung der Erfindung sind an dem Griffteil wenigstens zwei Halteabschnitte
ausgebildet, wobei in wenigstens einem dieser Halteabschnitte der Spulenkern angeordnet
ist.
[0021] Sind beispielsweise an der Handhabe ein vorderer Halteabschnitt und ein hinterer
Halteabschnitt angeordnet, so kann einer der Halteabschnitte dazu dienen, eine schwenkbare
Verbindung und Festlegung am Fahrzeug zu gewährleisten. Der andere Halteabschnitt
kann für die mechanische Kopplung mit einem Türschloss ausgebildet sein. In welchem
der Halteabschnitte der Spulenkern anzuordnen ist, hängt von den Möglichkeiten der
Anordnung der Spulen im Griff und fahrzeugseitig ab, es ist jedoch grundsätzlich möglich,
den Spulenkern in jedem der Halteabschnitte anzuordnen.
[0022] Vorzugsweise sind die erste Spule in dem Griffteil, zusammen mit dem Spulenkern mit
einem Kunststoff umspritzt und verkapselt, so dass sie gegen sämtliche Umwelteinflüsse
geschützt sind. Eine derart geschützte und verkapselte Anordnung ist resistent gegen
Umwelteinflüsse, wie zum Beispiel Regen, Luftfeuchte oder Eisbildung.
[0023] Vorzugsweise ist fahrzeugseitig eine Auswerteschaltung oder Ansteuerschaltung mit
der zweiten Leiterspule gekoppelt. Diese Schaltung übernimmt die Ansteuerung der zweiten
Spule, zur Erzeugung oder Abfrage von magnetischen Feldlinien, welche den Spulenkern
durchgreifen. Dazu kann insbesondere fahrzeugseitig ein Wechselrichter angeordnet
sein, um die fahrzeugseitige Gleichspannung als Wechselspannung zur Feldlinienerzeugung
zu wandeln.
[0024] In einer Weiterbildung der Erfindung sind in dem Griffteil elektronische Sensor-Komponenten
angeordnet, die wiederum mit der ersten Spulenwicklung elektrisch gekoppelt sind.
Ein mittels der Sensor-Komponenten erfassbarer Zustand kann mit der fahrzeugseitigen
Auswerteschaltung ermittelt werden. Ein im Griffteil angeordneter kapazitiver Sensor
kann beispielsweise über eine Gleichrichterdiode mit der Spule gekoppelt sein, die
wiederum über den Spulenkern mit der zweiten, fahrzeugseitigen Spule gekoppelt ist.
Eine Sensorabfrage kann dann anhand einer Lastveränderung im Kreis der ersten Spule
durch Erfassung auf Seiten der zweiten Spule ermittelt und ausgewertet werden. Auf
diese Weise dient eine Lastmodulation auf Seiten des Griffteils als Grundlage für
die Auswertung der Sensorsignale auf Fahrzeugseite, ohne dass eine elektrisch leitfähige
Verbindung erforderlich wäre. Die Lastmodulation kann durch Beeinflussung eines kapazitiven
Sensors bei Annäherung eines Benutzers erfolgen.
[0025] In einem anderen Ausführungsbeispiel sind im Griffabschnitt LEDs angeordnet, die
mit der ersten Spulenwicklung gekoppelt sind. Diese LEDs können über die erste Spule
mit Energie versorgt werden, dafür ist jedoch erforderlich, dass eine ausreichende
Betriebsspannung für die LEDs zur Verfügung gestellt wird. Zu diesem Zweck ist es
möglich, die zweite Spulenwicklung in einem zweiten Betriebsmodus der Einrichtung
mit einer erhöhten Spannung zu beaufschlagen, die mit einem Wechselrichten in die
zweite Spulenwicklung eingespeist und in die erste Spulenwicklung übertragen wird.
Als erhöhte Spannung kommt dafür z.B. die 12V-Versorgungsspannung des Automobils in
Frage, die mit einem angesteuerten Schalter auf die den Wechselrichter der zweiten
Spulenwicklung aufgeschaltet werden kann.
[0026] Eine erhöhte Spannung auf Fahrzeugseite führt zu einer erhöhten Spannung auf Griffseite.
Werden mit der ersten Spule die LEDs gekoppelt, so kann über eine erhöhte Spannung
ein Aufleuchten der LEDs gesteuert werden. Je nach Spannung ist dazu vor die LEDs
eine Gleichrichteranordnung, z.B. eine Diode zu schalten, die jedoch für die Sensoranordnung
regelmäßig ohnehin vorhanden ist. Allein durch von Fahrzeugseite aus bewirkter Spannungserhöhung
kann dann eine Leuchtfunktion im Griff bewirkt werden, ohne dass dazu eine Verkabelung
erforderlich wäre. Es können auch mehrere LEDs in Reihe geschaltet werden, so dass
verschiedene Griffpositionen beleuchtbar sind.
[0027] Alternativ kann auch eine Vergleichsschaltung installiert werden, welche die LEDs
mit Spannung versorgt, wenn die in die erste Spule induzierte Spannung eine vorgegebene
Mindestspannung übersteigt, was einen Wechsel in die zweite Betriebsweise, den Beleuchtungsmodus,
anzeigt. Mit minimalem Schaltungsaufwand kann so eine kabellose Beleuchtungsfunktion
in dem Türgriff realisiert werden.
[0028] Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine Türgriffanordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung
in einer schematischen, perspektivischen Außenansicht;
Figur 2 zeigt eine schematische seitliche Ansicht der Türgriffanordnung gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 3 zeigt die schematische Ansicht aus Figur 2, wobei im Inneren des Griffs liegende
Elemente sichtbar mit gebrochenen Linien dargestellt sind;
Figur 4 zeigt Blockschaltbild der elektronischen Komponenten des ersten Ausführungsbeispiels;
Figur 5 zeigt die perspektivische Außenansicht aus Figur 1, wobei verdeckte Elemente
in gebrochenen Linien dargestellt sind;
Figur 6 zeigt die Komponenten der griffseitigen und fahrzeugseitigen Platine mit dem
Spulenkern in einer vergrößerten Detailansicht;
Figur 7 zeigt ein Blockschaltbild der elektronischen Komponenten eines zweiten Ausführungsbeispiels.
[0029] In Figur 1 ist gezeigt, wie ein Türgriff mit einer Handhabe 1 auf dem Blech 2 einer
Fahrzeugtür angeordnet ist. Der Türgriff 1 ist durch einen Benutzer zu hintergreifen,
um Öffnungs-, Schließ- oder sonstige Funktionen auszulösen.
[0030] Wie in Figur 2 gezeigt, ist an der Handhabe 1 ein vorderer Halteabschnitt 3 sowie
ein hinterer Halteabschnitt 4 angeordnet. Die Halteabschnitte sind mit der Handhabe
1 verbunden. Die Halteabschnitt 3 und 4 sind durch im Blech 2 der Tür ausgebildete
Öffnungen hindurchgeführt und liegen im montierten Zustand auf der Fahrzeuginnenseite
5 des Fahrzeugs während die Handhabe auf der zugänglichen Außenseite 6 des Fahrzeugs
liegt. Im Bereich des Türinnenraums 5 sind am Träger der Griffanordnung Halterungselemente
zur Aufnahme der Halteabschnitte 3 und 4 ausgebildet, die jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit
in dieser schematischen Ansicht nicht dargestellt sind. Auf der Türinnenseite 5 ist
im oder am Träger eine Platine 10 angeordnet, wobei in der Platine 10 eine Öffnung
ausgebildet ist. Durch die Öffnung ist der vordere Halteabschnitt 3 der Griffanordnung
hindurchgeführt.
[0031] Den Halteabschnitten 3 und 4 können sowohl Befestigungsaufgaben als auch Betätigungsaufgaben
zukommen. Beispielsweise kann dem hinteren Halteabschnitt 4 eine mechanische Schließvorrichtung
zugeordnet und angekoppelt sein, wobei beim Ziehen des Türgriffs über den Halteabschnitt
4 eine Schließfunktion betätigt wird. Der Halteabschnitt 3 kann beispielsweise auf
der Fahrzeugtürinnenseite 5 in einer Halterungsaufnahme aufgenommen sein, um den Türgriff
um einen Lagerpunkt schwenken zu können. Wie in Figur 3 gezeigt, sind in dem Griffbauteil
eine Platine 15 mit einem durch die Platine geführten Spulenkern 16 eingegossen oder
mit einem Kunststoff umspritzt. Der Spulenkern 16 erstreckt sich bis in den vorderen
Halteabschnitt 3. Die Platine 15 erstreckt sich im Wesentlichen längs der Handhabe
1 des Griffbauteils. Auf der Türinnenseite 5 liegt die Platine 10 mit einer Innenöffnung
20, durch welche Haltabschnitt 3 zusammen mit dem darin befindlichen Spulenkern 16
geführt sind. Auf den Platinen 15 und 10 sind jeweils aus Leiterbahnen Spulen ausgebildet,
welche die Öffnung umfangen, durch die der Spulenkern 16 ragt.
[0032] In der in Figur 3 dargestellten montierten Stellung des Griffes ist daher ein offener
Magnetkreis gebildet, mit Kopplung zwischen den Spulen auf der Platine 10, welche
die Öffnung 20 umläuft, sowie der Spule auf der Platine 15, welche die Öffnung 21
umläuft.
[0033] Über diese magnetische Kopplung können von der Fahrzeugseite 5 Informationen über
den Zustand der Sensoren in der Handhabe 1 abgefragt werden.
[0034] Figur 4 zeigt einen vereinfachten Blockschaltplan, in welchem die Funktionen und
das Zusammenwirken der Platine 10, des Spulenkerns 16 und der Platine 21 dargestellt
sind. Es genügt zur Herstellung der entsprechenden Verbindung zum Informationsaustausch
allein die Kopplung über den Spulenkern 16, der aus einem geeigneten Material, zum
Beispiel einem Ferrit gebildet ist. In der Handhabe 1 sind weitere elektronische Komponenten,
in diesem Fall ein kapazitiver Sensor sowie eine Gleichrichteranordnung aufgebaut.
Diese weiteren Komponenten können auf der Platine 15 direkt aufgebaut oder in irgendeiner
Weise mit dieser gekoppelt sein.
[0035] Die Platine 10 ist mit einer Steuerplatine (BCU) des Fahrzeugs gekoppelt, wobei auf
der Platine 10 selbst oder an beliebiger fahrzeugseitiger anderer Stelle eine Auswerteelektronik
angeordnet sein kann.
[0036] Figur 5 zeigt die Griffanordnung in einer perspektivischen teildurchsichtigen Ansicht,
in welcher die Lage der Elemente zueinander verdeutlicht wird.
[0037] In Figur 6 ist das Detail der beiden Platinen mit dem beide Platinen durchgreifenden
Spulenkern 16 vergrößert dargestellt. Die Öffnung in der Platine 15 ist so ausgebildet,
dass sie den Spulenkern unmittelbar umgibt, da griffseitig keine Bewegung zwischen
Spulenkern 16 und Platine 15 zu erwarten ist, da die beiden Komponenten mit einem
Kunststoff umspritzt und in ihrer Lage festgelegt sind. Die Öffnung 20 ist dagegen
in der Größe und Form so bemessen, dass der Halteabschnitt 3 zusammen mit dem Griff
im vorgesehenen Maße in der Öffnung schwenkbar ist. Die dargestellte Anordnung stellt
sicher, dass auf einer Spulenseite hervorgerufene magnetische Feldlinien durch den
Spulenkern und seine magnetischen Eigenschaften beeinflusst werden und auch die jeweils
andere Spule durchgreifen. Anhand der elektrischen Last, die auf Seiten des Griffes
1 mit der Spule gekoppelt ist, kann auf diese Weise eine Abfrage von griffseitigen
Sensoren erfolgen.
[0038] In Figur 7 ist ein Blockschaltbild der elektronischen Komponenten einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung gezeigt.
[0039] Auf Fahrzeugseite ist ein Schaltungsteil 30 ausgebildet. Der Wechselrichter des Schaltungsteils
kann durch Ansteuerung von Fahrzeugseite wahlweise mit einer für den Sensorbetrieb
vorgesehenen Spannung U
ref oder einer Beleuchtungsbetriebsspannung U
LED versorgt werden. Die auf die Griffseite 31 übertragene Spannung wird gleichgerichtet
und mit einem elektrischen Vergleicher 33 mit der Spannung U
ref verglichen. Übersteigt die Spannung die für den Sensorbetrieb vorgesehene Spannung,
so werden die LEDs 34 aktiviert. Auf diese Weise ist durch Spannungsvorgabe eine einfache
Beleuchtungsanwahl auf Griffseite möglich.
[0040] Alternativ kann auf den Vergleicher verzichtet werden, wenn entsprechende LEDs in
Serie eingeschaltet werden. Dann kann die Serienschaltung der LEDs gleichzeitig Schaltfunktion
übernehmen, da nur dann die LEDs leuchten und leiten, wenn eine ausreichende Spannung
auf die Griffseite 31 übertragen wird.
[0041] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abwandlungen möglich, zum Beispiel kann auch
in einem anderen Griffabschnitt eine ähnliche Anordnung von Platinen und Spulenkernen
vorgenommen werden. Wesentlich ist, dass der Spulenkern zusammen mit einer umgebenen
Spulenwicklung im Griff derart angeordnet ist, dass er in einem Bauteil erstreckt,
welches auf der Fahrzeugseite mit einer entsprechenden umgebenen Spule gekoppelt werden
kann.
[0042] In dem Griff-Aussenteil kann auch ein Energiespeicher angeordnet sein, um erweiterte
Funktionalitäten auf Griffseite zu ermöglichen. Außerdem kann die erfindungsgemäße
Kopplung auch in Kombination mit einer herkömmlichen Leiterkopplung eingesetzt werden.
1. Türgriffanordnung für ein Kraftfahrzeug, wobei ein Griffteil eine Handhabe (1) und
wenigstens einen mit der Handhabe verbundenen Halteabschnitt (3, 4) aufweist, wobei
der Halteabschnitt mit einer in einer Tür des Kraftfahrzeugs angeordneten Halterungsaufnahme
koppelbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Griffteil eine erste Leiterspule ausgebildet ist, welche mit ihrer Wicklung
einen im Griffteil angeordneten Spulenkern (16) umgibt, wobei der Spulenkern sich
zumindest teilweise in dem Halteabschnitt (3) des Griffteils erstreckt,
dass im Bereich der Halterungsaufnahme fahrzeugseitig eine zweite Leiterspule derart ausgebildet
ist, dass sich der im Griffteil angeordnete Spulenkern (16) bei Kopplung des Halteabschnitts
mit der Halterungsaufnahme durch die zweite Leiterspule erstreckt.
2. Türgriffanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiterspule als Leiterbahn auf einer Platine (15) ausgebildet ist, wobei
eine Öffnung (21) ein der Platine für den Durchtritt des Spulenkerns (16) ausgebildet
ist.
3. Türgriffanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkern (16) als Ferritkern ausgebildet ist.
4. Türgriffanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffteil zwei mit der Handhabe verbundene Halteabschnitte (3, 4) aufweist, wobei
in wenigstens einem (3) der Halteabschnitte der Spulenkern (16) angeordnet ist.
5. Türgriffanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenkern (16) und die erste Spulenwicklung in dem Griffteil verkapselt sind,
indem sie mit einem Kunststoff umspritzt sind.
6. Türgriffanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass fahrzeugseitig eine ansteuerbare Auswerteschaltung mit der zweiten Leiterspule gekoppelt
ist.
7. Türgriffanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Griffteil elektronische Sensor-Komponenten angeordnet sind, welche mit der
ersten Spulenwicklung elektrisch gekoppelt sind, so dass ein mittels der Sensor-Komponenten
erfasster Zustand mit der Auswerteschaltung fahrzeugseitig erfassbar ist, wenn der
Spulenkern in die erste und zweite Spulenwicklung eintaucht.
8. Türgriffanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensor-Abfrage anhand von Auswertung einer veränderten elektrischen Last auf
Seiten der griffseitigen Komponenten erfolgt.
9. Türgriffanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Halterungsaufnahme
einteilig mit einem Griffträger ausgebildet ist, welcher in der Tür angeordnet ist.
10. Türgriffanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mit der ersten Leiterspule
eine elektrische Gleichrichtereinrichtung gekoppelt ist.
11. Türgriffanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mit der zweiten Leiterspule
eine elektrische Wechselrichtereinrichtung gekoppelt ist.
12. Türgriffanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der ersten Leiterspule wenigstens eine LED gekoppelt ist.
13. Türgriffanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit der LED ein elektrischer Vergleicher gekoppelt ist, welcher die LED mit Spannung
versorgt, wenn eine höhere Spannung als eine vorgegebene Mindestspannung in die erste
Leiterspule induziert wird.
1. A door handle assembly for a motor vehicle, wherein a gripping portion includes a
handle (1) and at least one mounting section (3, 4) connected to the handle, wherein
the mounting section may be coupled to a mounting support arranged in a door of the
motor vehicle, characterised in that constructed in the gripping portion there is a first conductive coil, whose winding
surrounds a coil core (16) arranged in the gripping portion, wherein the coil core
extends at least partially within the mounting section (3) of the gripping portion,
that a second conductive coil is formed on the vehicle the region of the mounting
support such that the coil core (16) arranged in the gripping portion extends through
the second conductive coil when the mounting section is coupled to the mounting support.
2. A door handle assembly as claimed in claim 1, characterised in that the first conductive coil is constructed in the form of a conductive track on a printed
circuit board (15), wherein an opening (21) is formed in the printed circuit board
for the passage of the coil core (16).
3. A door handle assembly as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the coil core (16) is constructed in the form of a ferrite core.
4. A door handle assembly as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the gripping portion includes two mounting sections (3, 4) connected to the handle,
wherein the coil core (16) is arranged in at least one (3) of the mounting sections.
5. A door handle assembly as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the coil core (16) and the first coil wounding are encapsulated in the gripping portion
by a plastic material injection moulded around them.
6. A door handle assembly as claimed in one of the preceding claims, characterised in that a controllable analysis circuit on the vehicle is coupled to the second conductive
coil.
7. A door handle assembly as claimed in claim 6, characterised in that arranged in the gripping portion there are electronic sensor components, which are
electrically coupled to the first coil winding so that a condition determined by means
of the sensor components may be measured on the vehicle when the analysis circuit
and the coil core enters into the first and second coil winding.
8. A door handle assembly as claimed in claim 7, characterised in that a sensor interrogation occurs on the part of the components on the handle on the
basis of an analysis of an altered electrical load.
9. A door handle assembly as claimed in one of the preceding claims, wherein the mounting
support is integrally constructed with a handle carrier which is arranged in the door.
10. A door handle assembly as claimed in one of the preceding claims, wherein an electrical
rectifier device is coupled to the first conductive coil.
11. A door handle assembly as claimed in one of the preceding claims, wherein an electrical
inverter device is coupled to the second conductive coil.
12. A door handle assembly as claimed in one of the preceding claims, characterised in that at least one LED is coupled to the first conductive coil.
13. A door handle assembly as claimed in claim 12, characterised in that an electrical comparator is coupled to the LED, which supplies the LED with voltage
when a voltage higher than a predetermined minimum voltage is induced in the first
conductive coil.
1. Agencement de poignée de porte pour un véhicule automobile, dans lequel une partie
de poignée comprend un élément de préhension (1) et au moins un élément de fixation
(3, 4) solidaire de l'élément de préhension, l'élément de fixation pouvant être accouplé
à un logement de fixation situé dans une porte du véhicule automobile,
caractérisé en ce que,
dans la partie de poignée, il est agencé une première bobine de conducteur qui, par
son enroulement, entoure un noyau de bobine (16) disposé dans la partie de poignée,
le noyau de bobine s'étendant au moins partiellement dans l'élément de fixation (3)
de la partie de poignée,
dans la zone du logement de fixation, une seconde bobine de conducteur est agencée,
du côté véhicule, de façon telle que, lors de l'accouplement de l'élément de fixation
avec le logement de fixation, le noyau de bobine (16) disposé dans la partie de poignée
s'étend à travers la seconde bobine de conducteur.
2. Agencement de poignée de porte suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la première bobine de conducteur est agencée, sous forme d'une piste conductrice,
sur une platine (15), une ouverture (21) étant ménagée dans la platine pour le passage
du noyau de bobine (16).
3. Agencement de poignée de porte suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le noyau de bobine (16) est réalisé sous forme d'un noyau de ferrite.
4. Agencement de poignée de porte suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie de poignée comprend deux éléments de fixation (3, 4) solidaires de l'élément
de préhension, le noyau de bobine (16) étant disposé dans au moins l'un (3) des éléments
de fixation.
5. Agencement de poignée de porte suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le noyau de bobine (16) et le premier enroulement de bobine sont encapsulés dans
la partie de poignée, en étant entourés, par injection, d'une matière plastique.
6. Agencement de poignée de porte suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, du côté véhicule, un circuit d'exploitation, pouvant être commandé, est couplé à
la seconde bobine de conducteur.
7. Agencement de poignée de porte suivant la revendication 6, caractérisé en ce que des composants électroniques de capteur, qui sont couplés électriquement au premier
enroulement de bobine, sont disposés dans la partie de poignée, de sorte qu'un état
pouvant être détecté au moyen des composants de capteur peut être détecté, du côté
véhicule, par le circuit d'exploitation lorsque le noyau de bobine est enfoncé dans
le premier et le second enroulements de bobine.
8. Agencement de poignée de porte suivant la revendication 7, caractérisé en ce que, du fait de la constatation d'une charge électrique modifiée, une interrogation de
capteur a lieu de la part des composants côté poignée.
9. Agencement de poignée de porte suivant l'une des revendications précédentes, dans
lequel le logement de fixation est réalisé d'un seul tenant avec un support de poignée
qui est disposé dans la porte.
10. Agencement de poignée de porte suivant l'une des revendications précédentes, dans
lequel un dispositif redresseur électrique est couplé à la première bobine de conducteur.
11. Agencement de poignée de porte suivant l'une des revendications précédentes, dans
lequel un dispositif onduleur électrique est couplé à la seconde bobine de conducteur.
12. Agencement de poignée de porte suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une LED est couplée à la première bobine de conducteur.
13. Agencement de poignée de porte suivant la revendication 12, caractérisé en ce qu'un comparateur électrique, qui alimente la LED en tension, est couplé à la LED lorsqu'une
tension supérieure à une tension minimale préfixée est induite dans la première bobine
de conducteur.