| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 376 746 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
09.08.2017 Patentblatt 2017/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.06.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2010/000707 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2010/149139 (29.12.2010 Gazette 2010/52) |
|
| (54) |
DECKBANDSEGMENT EINER SCHAUFEL
SHROUD SEGMENT OF A BLADE
PLATEFORME D'EXTRÉMITÉ D' AUBE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
26.06.2009 DE 102009030566
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
19.10.2011 Patentblatt 2011/42 |
| (73) |
Patentinhaber: MTU Aero Engines AG |
|
80995 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- SCHLEMMER, Markus
84048 Mainburg (DE)
- PIKUL, Bartlomiej
PL-33-100 Tarnow (PL)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 890 008 GB-A- 2 290 833 US-B1- 6 491 498
|
WO-A1-2005/008032 US-A- 5 785 496
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Deckbandsegment einer Laufschaufel, insbesondere einer
Gasturbinenschaufel, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung betrifft
weiterhin eine Strömungsmaschine, insbesondere eine thermische Gasturbine, der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 11 angegebenen Art.
[0002] Ein derartiges Deckbandsegment ist bereits aus dem Stand der Technik bekannt. Das
Deckbandsegment, welches an einem radialen Endbereich der Schaufel angeordnet ist,
dient grundsätzlich zur Dämpfung von Schaufelschwingungen und wird insbesondere bei
Gasturbinenschaufeln für hintere Turbinenstufen verwendet. Weiterhin vermindert das
Deckbandsegment die Umströmung der Schaufelspitze und erhöht hierdurch den Wirkungsgrad
einer zugeordneten Strömungsmaschine. Die Deckbandsegmente benachbarter Schaufeln
eines Rotors bilden dabei ein durchgehendes Deckband aus. Zur Verringerung von Spannungskonzentrationen
weisen bekannte Deckbandsegmente dabei eine gegenüber einer Deckbandsegmentoberfläche
erhabene Versteifungsstruktur auf, die üblicherweise als sogenannter "Dogbone" bzw.
"Halber Dogbone" ausgebildet ist.
[0003] Als nachteilig an den bekannten Deckbandsegmenten ist dabei der Umstand anzusehen,
dass diese, um eine ausreichende Verringerung von Spannungskonzentrationen ermöglichen
zu können, vergleichsweise voluminös ausgebildet werden müssen. Hierdurch erhöht sich
das Gesamtgewicht des Deckbandsegments sowie einer mit diesem versehenen Schaufel
erheblich. Dies führt zudem während des Betriebs der Schaufel in einer zugeordneten
Strömungsmaschine zu hohen bewegten Massen.
[0004] Aus der
GB 2 290 833 A ist eine Turbinenschaufel mit einem Deckband bekannt.
[0005] Aus der
WO 2005/008032 ist eine Leitschaufel oder ein Leitschaufelsegment für eine Gasturbine mit einem
Schaufelblatt und einem Deckband bekannt.
[0006] Aus der
US 6 491 498 B1 ist eine Turbinenschaufel für Gasturbinen mit einem Deckband bekannt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Deckbandsegment zu schaffen, welche
eine Gewichtsreduzierung bei gleichzeitig guter Spannungsreduzierung ermöglicht. Ferner
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Strömungsmaschine mit einem Rotor
vorzuschlagen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Deckbandsegment mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 sowie durch eine Strömungsmaschine mit den Merkmalen des Patentanspruchs
11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung
sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen
des Deckbandsegments als vorteilhafte Ausgestaltungen der Strömungsmaschine und umgekehrt
anzusehen sind.
[0009] Bei einem erfindungsgemäßen Deckbandsegment, welches eine Gewichtsreduzierung bei
gleichzeitig guter Spannungsreduzterung ermöglicht, ist die Versteifungsstruktur wenigstens
bereichsweise kreuzförmig ausgebildet. Durch die kreuzförmige Gestaltung kann die
Spannungskonzentration im Deckbandsegment signifikant verringert und die Steifigkeit
des Deckbandsegments unter gleichzeitiger Gewichtsoptimierung verbessert werden.
[0010] Die Versteifungsstruktur des erfindungsgemäßen Deckbandsegments umfasst wenigstens
zwei kreuzförmig angeordnete Rippen, deren Hauptachsen in einem vorbestimmten Winkel
zueinander stehen. Dies ermöglicht eine einfache und gezielte Einstellung des Spannungsniveaus
innerhalb des Deckbandsegments, wobei unterschiedliche Deckbandsegmenttypen individuell
berücksichtigt werden können. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der
jeweilige Winkel in Abhängigkeit der jeweiligen Deckbandsegmentgeometrie, des Deckbandsegmentmaterials
und den späteren Einsatzbedingungen in einer zugeordneten Strömungsmaschine bestimmt
wird.
[0011] Dabei hat es sich in weiterer Ausgestaltung als vorteilhaft gezeigt, wenn die Hauptachsen
der Rippen in einem Winkel zwischen 20° und 90° zueinander stehen. Hierdurch wird
eine besonders vorteilhafte Spannungsverteilung innerhalb des Deckbandsegments bei
gleichzeitig hoher Steifigkeit sichergestellt.
[0012] Weitere Vorteile ergeben sich, indem die Versteifungsstruktur wenigstens eine Rippe
umfasst, welche entlang und/oder senkrecht zu einer Spannungslinie des Deckbandsegments
angeordnet ist. Durch die hiermit erzielte Steifigkeit im Deckbandsegment wird ein
besonders niedriges Spannungsniveau innerhalb des Deckbandsegments erreicht.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Versteifungsstruktur
wenigstens eine Rippe umfasst, welche über ihre Längenerstreckung im Profil eine konstante
und/oder ortsabhängige Höhe aufweist. Mit anderen Worten ist vorgesehen, dass eine
oder mehrere Rippen der Versteifungsstruktur über ihre jeweilige Längenerstreckung
ein gleichmäßige und/oder ein über ihre jeweilige Längenerstreckung variierendes Höhenprofil
aufweisen, wodurch eine besonders präzise Anpassbarkeit der Versteifungsstruktur an
die jeweilige Ausgestaltung des Deckbandsegments und den individuellen Verlauf der
Spannungslinien innerhalb des Deckbandsegments gegeben ist.
[0014] Eine optimale Anpassbarkeit des Deckbandsegments im Hinblick auf minimales Gewicht
bei maximaler Spannungsverringerung wird in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung dadurch ermöglicht, dass die wenigstens eine Rippe eine Höhe zwischen
0,1 cm und 10 cm aufweist.
[0015] Dabei hat es sich weiterhin als vorteilhaft gezeigt, wenn die Versteifungsstruktur
wenigstens eine Rippe umfasst, welche über ihre Längenerstreckung ein Querschnittsprofil
aufweist, welches in Abhängigkeit eines Spannungsprofils des Deckbandsegments ohne
diese Rippe gewählt ist. Mit anderen Worten ist das Querschnittsprofil der wenigstens
einen Rippe über ihre Längenerstreckung unter Berücksichtigung eines Spannungsprofils
ausgebildet, welches das Deckbandsegment ohne diese Rippe hätte. Beispielsweise kann
die wenigstens eine Rippe in Bereichen potentiell hoher Spannungen ein verdicktes
Querschnittsprofil aufweisen. Umgekehrt kann in Bereichen mit potentiell geringer
Spannung ein entsprechend reduziertes Querschnittsprofil vorgesehen sein. Hierdurch
kann eine maximale Spannungsreduzierung bei minimalem Mehrgewicht des Deckbandsegments
erzeugt werden.
[0016] Eine Steigerung der Dauerfestigkeit des Deckbandsegments ist in weiterer Ausgestaltung
dadurch ermöglicht, dass die Versteifungsstruktur abgerundete Flächenübergänge zur
Deckbandsegmentoberfläche umfasst, da hierdurch das Auftreten von Kraftspitzen an
den Ränder der Versteifungsstruktur beispielsweise bei Zug- oder Biegebelastungen
des Deckbandsegments zuverlässig vermieden wird.
[0017] Eine besonders hohe Steifigkeit des Deckbandsegments bei optimiertem Gewicht ist
dadurch gegeben, dass die Versteifungsstruktur des erfindungsgemäßen Deckbandsegments
wenigstens einen diskreten Deckbandsegmentoberflächenbereich seitlich begrenzt. Mit
anderen Worten weist das Deckbandsegment eine Vertiefung auf, welche durch die erhabene
Versteifungsstruktur gebildet wird.
[0018] Eine besonders gleichmäßige Kraft- und Spannungsverteilung über das Deckbandsegment
wird in weiterer Ausgestaltung dadurch erzielt, dass die Versteifungsstruktur vier
und/oder sechs diskrete Deckbandsegmentoberflächenbereiche seitlich begrenzt.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Deckbandsegment zwei einander gegenüberliegend angeordnete und im Längsschnitt
im Wesentlichen Z-förmige Kontaktflächen zur Anlagerung korrespondierender Kontaktflächen
zweier weiterer Deckbandsegmente aufweist. Hierdurch können sich benachbarte Laufschaufeln,
die jeweils mit einem derartigen Deckbandsegment versehen sind, während des Betriebs
einer zugeordneten Strömungsmaschine bzw. eines mit diesen Laufschaufeln versehenen
Rotors paarweise aneinander abstützen, wodurch ein mechanisch besonders stabiles Deckband
ermöglicht wird. Ein unerwünschtes Verbiegen oder Verdrehen der Laufschaufeln wird
hierdurch ebenfalls minimiert.
[0020] Eine besonders hohe Steifigkeit wird in weiterer Ausgestaltung dadurch erzielt, dass
die Versteifungsstruktur wenigstens eine Rippe umfasst, welche sich zwischen den beiden
Kontaktflächen erstreckt. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass sich die Rippe
zwischen einander entsprechenden Eckbereichen der beiden Z-förmigen Kontaktflächen
erstreckt, da an diesen Ecken üblicherweise besonders große Spannungskonzentrationen
auftreten können.
[0021] In bestimmten erfindungsgemäßen Ausführungsformen weist eine Laufschaufel, insbesondere
eine Gasturbinenschaufel, für eine Strömungsmaschine, mit einem an einem radialen
Endbereich der Laufschaufel angeordneten Deckbandsegment, eine gegenüber einer Deckbandsegmentoberfläche
erhabene Versteifungsstruktur auf. Eine Gewichtsreduzierung der Laufschaufel bei gleichzeitig
guter Spannungsreduzierung wird dabei dadurch ermöglicht, dass die Versteifungsstruktur
wenigstens bereichsweise kreuzförmig ausgebildet ist. Durch die kreuzförmige Gestaltung
kann die Spannungskonzentration im Deckbandsegment signifikant verringert und die
Steifigkeit des Deckbandsegments unter gleichzeitiger Gewichtsoptimierung verbessert
werden.
[0022] Dabei hat es sich als vorteilhaft gezeigt, wenn das Deckbandsegment gemäß einem der
vorhergehenden Ausführungsbeispiele ausgebildet ist. Die sich hieraus ergebenden Vorteile
sind den entsprechenden Beschreibungen zu entnehmen.
[0023] Eine besonderes hohe mechanische Stabilität und Belastbarkeit der Laufschaufel wird
in weiterer Ausgestaltung dadurch erzielt, dass das Deckbandsegments einteilig mit
der Laufschaufel ausgebildet ist. Obwohl das Deckbandsegment und die Laufschaufel
grundsätzlich auch zwei- oder mehrteilig ausgebildet und auf geeignete Weise gefügt
sein können, kann bei einer einteiligen Ausführung zudem auf den ansonsten notwendigen
Montageschritt verzichtet werden, wodurch entsprechende Kostensenkungen gegeben sind.
[0024] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Strömungsmaschine, insbesondere thermische
Gasturbine, mit einem Rotor, welcher wenigstens eine Laufschaufel mit einem an einem
radialen Endbereich der Laufschaufel angeordneten Deckbandsegment umfasst, wobei das
Deckbandsegment eine gegenüber einer Deckbandsegmentoberfläche erhabene Versteifungsstruktur
aufweist. Dabei wird eine Gewichtsreduzierung der wenigstens einen Laufschaufel bei
gleichzeitig guter Spannungsreduzierung erfindungsgemäß dadurch ermöglicht, dass das
Deckbandsegment und/oder die Laufschaufel gemäß einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele
ausgebildet ist. Hierdurch wird entsprechend das Gewicht des Rotors bzw. der gesamten
Strömungsmaschine bei gleichzeitiger Verbesserung ihrer Belastbarkeit optimiert, wodurch
sich verlängerte Wartungszyklen realisieren lassen. Vorzugsweise sind alle Deckbandsegmente
und/oder Laufschaufeln des Rotors gemäß einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele
ausgebildet, um eine maximale Gewichts- und Spannungsreduzierung zu erzielen. Zudem
ist hierdurch im Betrieb der Strömungsmaschine die bewegte Masse entsprechend reduziert,
wodurch sich weitere Vorteile insbesondere im Hinblick auf Treibstoffeinsparungen
ergeben.
[0025] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Ausführungsbeispielen
sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in den Ausführungsbeispielen genannten
Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Aufsicht und eine seitliche Schnittansicht eines aus dem Stand der
Technik bekannten Deckbandsegments mit einer Versteifungsstruktur;
- Fig. 2
- eine schematische Aufsicht und eine seitliche Schnittansicht eines aus dem Stand der
Technik bekannten Deckbandsegments mit einer alternativen Versteifungsstruktur;
- Fig. 3
- eine schematische Perspektivaufsicht einer Laufschaufel mit einem erfindungsgemäßen
Deckbandsegment, welches eine Versteifungsstruktur gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
aufweist;
- Fig. 4
- eine schematische Perspektivaufsicht einer Laufschaufel mit einem erfindungsgemäßen
Deckbandsegment, welches eine Versteifungsstruktur gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
aufweist;
- Fig. 5
- eine schematische, ausschnittsweise und transparente Perspektivaufsicht der in Fig.
4 gezeigten Laufschaufel; und
- Fig. 6
- eine schematische und ausschnittsweise Drahtgitteransicht einer Rückseite einer erfindungsgemäßen
Laufschaufel mit einem Deckbandsegment, welches eine Versteifungsstruktur gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel aufweist.
[0026] Fig. 1 zeigt eine schematische Aufsicht eines aus dem Stand der Technik bekannten
Deckbandsegments 10 zur Anordnung an einer Laufschaufel 12 (s. Fig. 3) sowie eine
seitliche Schnittansicht des Deckbandsegments 10 entlang der Schnittlinie I-I. Das
Deckbandsegment 10 weist eine gegenüber einer Deckbandsegmentoberfläche 14 erhabene
Versteifungsstruktur 16 auf, welche - wie aus der Aufsicht erkennbar ist -im Wesentlichen
knochenförmig ausgebildet ist und daher als "Dogbone" bezeichnet wird.
[0027] Fig. 2 zeigt eine schematische Aufsicht eines aus dem Stand der Technik bekannten
Deckbandsegments 10 zur Anordnung an einer Laufschaufel 12 (s. Fig. 3) sowie eine
seitliche Schnittansicht des Deckbandsegments 10 entlang der Schnittlinie I-I. Das
Deckbandsegment 10 weist im Vergleich zum in Fig. 1 gezeigten Deckbandsegment 10 eine
alternative Versteifungsstruktur 16 auf, welche zu einer Seite hin abflacht und daher
als "Half-Dogbone" bezeichnet wird.
[0028] Die beiden in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Deckbandsegmente 10 besitzen den Nachteil,
dass ihre Versteifungsstrukturen 16 vergleichsweise voluminös ausgebildet werden müssen,
um eine ausreichende Verringerung der Spannungskonzentrationen im Deckbandsegment
10 gewährleisten zu können. Hierdurch erhöht sich das Gewicht der Deckbandsegmente
10 sowie einer mit einem derartigen Deckbandsegment 10 verbundenen Laufschaufel 12.
[0029] Fig. 3 zeigt eine schematische Perspektivaufsicht einer als Gasturbinenschaufel für
eine Strömungsmaschine ausgebildeten Laufschaufel 12 mit einem erfindungsgemäßen Deckbandsegment
20, welches eine Versteifungsstruktur 22 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel aufweist.
Die Versteifungsstruktur 22 ist ebenfalls erhaben gegenüber einer Deckbandsegmentoberfläche
24 des Deckbandsegments 20 ausgebildet, jedoch im Unterschied zu den in Fig. 1 und
2 gezeigten Ausführungsformen bereichsweise kreuzförmig ausgebildet. Durch die kreuzförmige
Gestaltung kann die Spannungskonzentration im Deckbandsegment 20 signifikant verringert
und die Steifigkeit des Deckbandsegments 20 unter gleichzeitiger Gewichtsoptimierung
erheblich verbessert werden. Die Versteifungsstruktur 22 umfasst vorliegend zwei kreuzförmig
angeordnete Rippen 26, deren Hauptachsen H1, H2 in einem vorbestimmten Winkel α zueinander
stehen und welche über ihre Längenerstreckung im Profil eine konstante Höhe aufweisen.
Zusätzlich sind die beiden Rippen 26 entlang bzw. senkrecht zu Spannungslinien des
Deckbandsegments 20 angeordnet. Hierdurch wird eine besonders effiziente Reduzierung
des Spannungsniveaus des Deckbandsegments 20 erzielt. Durch die Höhe der Rippen 26
und des Winkels α zwischen den Hauptachsen H1, H2 der Rippen 26 kann somit das Spannungsniveau
exakt eingestellt werden. Der Winkel α und der Profilverlauf der Rippen 26, insbesondere
ihre Höhe, müssen dabei individuell für jeden Deckbandsegmenttyp in Abhängigkeit der
jeweiligen Spannungslinien, die ohne die Versteifungsstruktur 22 auftreten würden,
ermittelt werden.
[0030] Das Deckbandsegment 20 weist weiterhin zwei einander gegenüberliegend angeordnete
und im Längsschnitt im Wesentlichen Z-förmige Kontaktflächen 28 (Z-Shroud) zur Anlagerung
korrespondierender Kontaktflächen zweier weiterer Deckbandsegmente (nicht gezeigt)
auf. Eine der Rippen 26 erstreckt sich dabei zwischen Ecken III der beiden Z-förmigen
Kontaktflächen 28, wodurch eine besonders hohe Spannungsreduzierung in anderenfalls
stark spannungsbelasteten Bereichen des Deckbandsegments 20 erzielt wird. Zusätzlich
zu den Rippen 26 ist die Versteifungsstruktur 22 derart ausgebildet, dass sie vier
diskrete Deckbandsegmentoberflächenbereiche 24 seitlich begrenzt. Die Deckbandsegmentoberflächenbereiche
24 bilden mit anderen Worten die Bodenflächen von vier Vertiefungen, während die Versteifungsstruktur
22 und ihre Rippen 26 die Seitenwände der Vertiefungen bilden.
[0031] Die Versteifungsstruktur 22 kann grundsätzlich durch Trennverfahren aus einem Deckbandsegmentrohling
erzeugt werden. Alternativ kann das Deckbandsegment 20 - gegebenenfalls einteilig
mit einer Laufschaufel 12 - mit Hilfe von Gießverfahren, insbesondere Feingießverfahren,
oder generativen Verfahren hergestellt werden.
[0032] Fig. 4 zeigt eine schematische Perspektivaufsicht einer Laufschaufel 12 mit einem
erfindungsgemäßen Deckbandsegment 20, welches eine Versteifungsstruktur 22 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel aufweist. Fig. 4 wird im Folgenden in Zusammenschau mit
Fig. 5 erläutert werden, welche eine schematische, ausschnittsweise und transparente
Perspektivaufsicht der in Fig. 4 gezeigten Laufschaufel 12 zeigt. Im Unterschied zum
in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Versteifungsstruktur 22 drei Rippen
26a-c, die jeweils paarweise kreuzförmig angeordnet sind und ebenfalls entlang bzw.
senkrecht zu Spannungslinien des Deckbandsegments 20 verlaufen. Der Winkel α zwischen
der Hauptachse H (nicht dargestellt) der Rippe 26c und der Hauptachse H der Rippe
26a sowie der Winkel α zwischen der Hauptachse H der Rippe 26c und der Hauptachse
H der Rippe 26b sind vorliegend gleich gewählt, so dass die Hauptachsen H der Rippen
26a, 26b parallel zueinander verlaufen. Aufgrund der zusätzlichen Rippe 26b begrenzt
die Versteifungsstruktur 22 nunmehr sechs diskrete Deckbandsegmentoberflächenbereiche
24 seitlich.
[0033] Fig. 6 zeigt schließlich eine schematische und ausschnittsweise Drahtgitteransicht
einer Rückseite einer erfindungsgemäßen Laufschaufel 12, welche einteilig mit einem
Deckbandsegment 20 ausgebildet ist. Das Deckbandsegment 20 weist seinerseits eine
Versteifungsstruktur 22 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel auf. Die Versteifungsstruktur
22 umfasst wie im ersten Ausführungsbeispiel zwei kreuzförmig angeordnete Rippen 26.
Die Rippen 26 sind ebenfalls entlang bzw. senkrecht zu Spannungslinien des Deckbandsegments
20 angeordnet, wobei nur eine der Rippen 26 erkennbar ist. Die Winkel α zwischen den
Hauptachsen H der Rippen 26 sowie Höhe bzw. der Profilverlauf der Rippen 26 ist wiederum
in Abhängigkeit des Spannungsniveaus des Deckbandsegments ohne diese Rippen 26 gewählt.
[0034] Die in den Unterlagen angegebenen Parameterwerte zur Definition von Prozess- und
Messbedingungen für die Charakterisierung von spezifischen Eigenschaften des Erfindungsgegenstands
sind auch im Rahmen von Abweichungen - beispielsweise aufgrund von Messfehlem, Systemfehlern,
Einwaagefehlern, DIN-Toleranzen und dergleichen - als vom Rahmen der Erfindung mitumfasst
anzusehen.
1. Deckbandsegment (20) einer Laufschaufel (12), insbesondere einer Gasturbinenschaufel,
mit einer gegenüber einer Deckbandsegmentoberfläche (24) erhabenen Versteifungsstruktur
(22), wobei die Versteifungsstruktur (22) wenigstens bereichesweise kreuzförmig ausgebildet
ist, und die Versteifungsstruktur (22) wenigstens zwei kreuzförmig angeordnete Rippen
(26) umfasst, deren Hauptachsen (H) zum Einstellen eines Spannungsniveaus innerhalb
des Deckbandsegments (20) in einem vorbestimmten Winkel (α) zueinander stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur (22) wenigstens einen diskreten Deckbandsegmentoberflächenbereich
(24) seitlich begrenzt, wobei durch die seitliche Begrenzung der Versteifungsstruktur
(22) eine Vertiefung ausgebildet wird.
2. Deckbandsegment (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptachsen (H) der Rippen (26) in einem Winkel (α) zwischen 20° und 90° zueinander
stehen.
3. Deckbandsegment (20) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur (22) wenigstens eine Rippe (26) umfasst, welche entlang
und/oder senkrecht zu einer Spannungslinie des Deckbandsegments (20) angeordnet ist.
4. Deckbandsegment (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur (22) wenigstens eine Rippe (26) umfasst, welche über ihre
Längenerstreckung im Profil eine konstante und/oder ortsabhängige Höhe aufweist.
5. Deckbandsegment (20) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Rippe (26) eine Höhe zwischen 0,1 cm und 10 cm aufweist.
6. Deckbandsegment (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur (22) wenigstens eine Rippe (26) umfasst, welche über ihre
Längenerstreckung ein Querschnittsprofil aufweist, welches in Abhängigkeit eines Spannungsprofils
des Deckbandsegments (20) ohne diese Rippe (26) gewählt ist.
7. Deckbandsegment (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur (22) abgerundete Flächenübergänge zur Deckbandsegmentoberfläche
(24) umfasst.
8. Deckbandsegment (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur (22) vier und/oder sechs diskrete Deckbandsegmentoberflächenbereiche
(24) seitlich begrenzt.
9. Deckbandsegment (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dieses zwei einander gegenüberliegend angeordnete und im Längsschnitt im Wesentlichen
Z-förmige Kontaktflächen (28) zur Anlagerung korrespondierender Kontaktflächen (28)
zweier weiterer Deckbandsegmente (20) aufweist.
10. Deckbandsegment (20) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsstruktur (22) wenigstens eine Rippe (26) umfasst, welche sich zwischen
den beiden Kontaktflächen (28) erstreckt.
11. Strömungsmaschine, insbesondere thermische Gasturbine, mit einem Rotor, welcher wenigstens
eine Laufschaufel (12) mit einem an einem radialen Endbereich der Laufschaufel (12)
angeordneten Deckbandsegment (20) umfasst, wobei das Deckbandsegment (20) eine gegenüber
einer Deckbandsegmentoberfläche (24) erhabene Versteifungsstruktur (22) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Deckbandsegment (20) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet ist.
1. A shroud segment (20) of a rotor blade (12), in particular, a gas turbine blade, having
a stiffening structure (22) that is raised relative to a shroud segment surface (24),
wherein the stiffening structure (22) is cross-shaped at least in some areas, and
the stiffening structure (22) comprises at least two ribs (26) that are arranged in
a cruciform manner and have main axes (H) that are at a predetermined angle (α) to
one another in order to set a stress level within the shroud segment (20), characterized in that the stiffening structure (22) laterally delimits at least one discrete shroud segment
surface region (24), wherein the lateral delimitation of the stiffening structure
(22) constitutes a depression.
2. The shroud segment (20) according to claim 1, characterized in that the main axes (H) of the ribs (26) are at an angle (α) of between 20° and 90° to
one another.
3. The shroud segment (20) according to claim 1 or 2, characterized in that the stiffening structure (22) comprises at least one rib (26) that is arranged along
and/or perpendicular to a tress line of the shroud segment (20).
4. The shroud segment (20) according to any of claims 1 to 3, characterized in that the stiffening structure (22) comprises at least one rib (26) that has a height that
is constant and/or location-dependent over the longitudinal extension thereof in the
profile.
5. The shroud segment (20) according to claim 4, characterized in that the at least one rib (26) has a height of between 0.1 and 10 cm.
6. The shroud segment (20) according to any of claims 1 to 5, characterized in that the stiffening structure (22) comprises at least one rib (26) that has, over the
longitudinal extension thereof, a cross-sectional profile that is selected in accordance
with a stress profile of the shroud segment (20) without this rib (26).
7. The shroud segment (20) according to any of claims 1 to 6, characterized in that the stiffening structure (22) comprises rounded surface transitions to the shroud
segment surface (24).
8. The shroud segment (20) according to any of claims 1 to 7, characterized in that the stiffening structure (22) laterally delimits four and/or six discrete shroud
segment surface regions (24).
9. The shroud segment (20) according to any of claims 1 to 8, characterized by comprising two contact surfaces (28) that are arranged opposite one another and are
substantially Z-shaped In the longitudinal section, for application to corresponding
contact surfaces (28) of two other shroud segments (20).
10. The shroud segment (20) according to claim 9, characterized in that the stiffening structure (22) comprises at least one rib (26) that extends between
the two contact surfaces (28).
11. A turbomachine, in particular, a thermal gas turbine, having a rotor that comprises
at least one rotor blade (12) having a shroud segment (20) that is arranged at a radial
end region of the rotor blade (12), wherein the shroud segment (20) has a stiffening
structure (22) that is raised relative to a shroud segment surface (24), characterized in that the shroud segment (20) is configured according to any of claims 1 to 10.
1. Segment de bandage (20) d'une pale (12), en particulier d'une pale de turbine à gaz,
comprenant une structure de renfort (22) en relief vis-à-vis d'une surface de segment
de bandage (24), dans lequel la structure de renfort (22) est conçue au moins par
zones de façon cruciforme et la structure de renfort (22) comprend au moins deux nervures
(26) agencées de façon cruciforme, dont les axes principaux (H) sont disposés mutuellement
en formant un angle prédéterminé (α) pour régler un niveau de tension à l'intérieur
du segment de bandage (20), caractérisé en ce que la structure de renfort (22) délimite latéralement au moins une zone discrète (24)
de la surface de segment de bandage, dans lequel une cavité est formée par la délimitation
latérale de la structure de renfort (22).
2. Segment de bandage (20) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les axes principaux (H) des nervures (26) sont disposés en formant mutuellement un
angle (α) entre 20° et 90°.
3. Segment de bandage (20) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la structure de renfort (22) comprend au moins une nervure (26) qui est agencée le
long d'une ligne de tension du segment de bandage (20) et/ou perpendiculairement à
celle-ci.
4. Segment de bandage (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la structure de renfort (22) comprend une nervure (26) qui présente sur son extension
longitudinale en profil une hauteur constante et/ou dépendant de l'emplacement.
5. Segment de bandage (20) selon la revendication 4, caractérisé en ce que la au moins une nervure (26) présente une hauteur entre 0,1 cm et 10 cm.
6. Segment de bandage (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la structure de renfort (22) comprend au moins une nervure (26) qui présente sur
son extension longitudinale un profil en coupe transversale qui est sélectionné en
fonction d'un profil de tension du segment de bandage (20) sans cette nervure (26).
7. Segment de bandage (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la structure de renfort (22) comprend des transitions de surface arrondies avec la
surface de segment de bandage (24).
8. Segment de bandage (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la structure de renfort (22) délimite latéralement quatre et/ou six zones discrètes
de surface de segment de bandage (24).
9. Segment de bandage (20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que celui-ci présente deux surfaces de contact (28) agencées en regard l'une de l'autre
et sensiblement en forme de Z en coupe longitudinale pour s'appuyer sur des surfaces
de contact correspondantes (28) de deux autres segments de bandage (20).
10. Segment de bandage (20) selon la revendication, caractérisé en ce que la structure de renfort (22) comprend au moins une nervure (26) qui s'étend entre
les deux surfaces de contact (28).
11. Turbomachine, en particulier turbine à gaz thermique, comprenant un rotor qui comprend
au moins une pale (12) avec un segment de bandage (20) agencé dans une zone d'extrémité
radiale de la pale (12), dans laquelle le segment de bandage (20) présente une structure
de renfort (22) en relief vis-à-vis d'une surface de segment de bandage (24), caractérisé en ce que le segment de bandage (20) est conçu selon l'une quelconque des revendications 1
à 10.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente