Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Entkopplungselement für eine Brennstoffeinspritzvorrichtung
nach der Gattung des Hauptanspruchs (
DE-A-10 2004 049 277).
[0002] In der Figur 1 ist beispielhaft eine aus dem Stand der Technik bekannte Brennstoffeinspritzvorrichtung
gezeigt, bei der an einem in einer Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes einer Brennkraftmaschine
eingebauten Brennstoffeinspritzventil ein flaches Zwischenelement vorgesehen ist.
In bekannter Weise werden solche Zwischenelemente als Abstützelemente in Form einer
Unterlegscheibe auf einer Schulter der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes abgelegt.
Mit Hilfe solcher Zwischenelemente werden Fertigungs- und Montagetoleranzen ausgeglichen
und eine querkraftfreie Lagerung auch bei leichter Schiefstellung des Brennstoffeinspritzventils
sichergestellt. Die Brennstoffeinspritzvorrichtung eignet sich besonders für den Einsatz
in Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen.
[0003] Eine andere Art eines einfachen Zwischenelements für eine Brennstoffeinspritzvorrichtung
ist bereits aus der
DE 101 08 466 A1 bekannt. Bei dem Zwischenelement handelt es ich um einen Unterlegring mit einem kreisförmigen
Querschnitt, der in einem Bereich, in dem sowohl das Brennstoffeinspritzventil als
auch die Wandung der Aufnahmebohrung im Zylinderkopf kegelstumpfförmig verlaufen,
angeordnet ist und als Ausgleichselement zur Lagerung und Stützung des Brennstoffeinspritzventils
dient.
[0004] Kompliziertere und in der Herstellung deutlich aufwändigere Zwischenelemente für
Brennstoffeinspritzvorrichtungen sind u.a. auch aus den
DE 100 27 662 A1,
DE 100 38 763 A1 und
EP 1 223 337 A1 bekannt. Diese Zwischenelemente zeichnen sich dadurch aus, dass sie allesamt mehrteilig
bzw. mehrlagig aufgebaut sind und z.T. Dicht- und Dämpfungsfunktionen übernehmen sollen.
Das aus der
DE 100 27 662 A1 bekannte Zwischenelement umfasst einen Grund- und Trägerkörper, in dem ein Dichtmittel
eingesetzt ist, das von einem Düsenkörper des Brennstoffeinspritzventils durchgriffen
wird. Aus der
DE 100 38 763 A1 ist ein mehrlagiges Ausgleichselement bekannt, das sich aus zwei starren Ringen und
einem sandwichartig dazwischen angeordneten elastischen Zwischenring zusammensetzt.
Dieses Ausgleichselement ermöglicht sowohl ein Verkippen des Brennstoffeinspritzventils
zur Achse der Aufnahmebohrung über einen relativ großen Winkelbereich als auch ein
radiales Verschieben des Brennstoffeinspritzventils aus der Mittelachse der Aufnahmebohrung.
[0005] Ein ebenfalls mehrlagiges Zwischenelement ist auch aus der
EP 1 223 337 A1 bekannt, wobei dieses Zwischenelement aus mehreren Unterlegscheiben zusammengesetzt
ist, die aus einem Dämpfungsmaterial bestehen. Das Dämpfungsmaterial aus Metall, Gummi
oder PTFE ist dabei so gewählt und ausgelegt, dass eine Geräuschdämpfung der durch
den Betrieb des Brennstoffeinspritzventils erzeugten Vibrationen und Geräusche ermöglicht
wird. Das Zwischenelement muss dazu jedoch vier bis sechs Lagen umfassen, um einen
gewünschten Dämpfungseffekt zu erzielen.
[0006] Dämpfungselemente in Scheibenform für einen Kraftstoffinjektor, insbesondere einen
Injektor zur Einspritzung von Dieselkraftstoff in einem Common-Rail-System sind auch
bereits aus der
DE 10 2005 057 313 A1 bekannt. Die Dämpfungsscheiben sollen zwischen dem Einspritzventil und der Wandung
der Aufnahmebohrung im Zylinderkopf derart eingebracht sein, dass auch bei hohen Anpresskräften
eine Dämpfung von Körperschall ermöglicht ist, so dass die Geräuschemissionen reduziert
werden. Das ringförmige Dämpfungselement liegt mit einer Ringfläche an der Stützfläche
des Zylinderkopfes an und mit einer umlaufenden Wulst an der konischen Stützfläche
des Injektors an. Diese Gesamtanordnung hat jedoch den Nachteil, dass die Auflagepunkte
des Dämpfungselements am Zylinderkopf und am Injektor in radialer Richtung gesehen
recht nahe beieinander liegen und das Dämpfungselement aufgrund seiner Einbausituation
recht steif ausgeführt ist. Dies hat zur Folge, dass bei dieser Anordnung immer noch
deutlich hörbare Geräuschemissionen vorliegen.
[0007] Zur Reduzierung von Geräuschemissionen schlägt die
US 6,009,856 A zudem vor, das Brennstoffeinspritzventil mit einer Hülse zu umgeben und den entstehenden
Zwischenraum mit einer elastischen, geräuschdämpfenden Masse auszufüllen. Diese Art
der Geräuschdämpfung ist allerdings sehr aufwändig, montageunfreundlich und kostspielig.
[0008] Aus der
EP 1 764 501 A1 ist bereits ein Entkopplungselement für eine Brennstoffeinspritzvorrichtung für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen
Brennraum, bekannt. Die Brennstoffeinspritzvorrichtung umfasst dabei wenigstens ein
Brennstoffeinspritzventil und eine Aufnahmebohrung für das Brennstoffeinspritzventil,
während das Entkopplungselement zwischen einem Ventilgehäuse des Brennstoffeinspritzventils
und einer Unterlegscheibe (washer) in der Aufnahmebohrung eingebracht ist. Zusätzlich
zu diesen Maßnahmen mit den Unterlegscheiben im Bereich Clamp/Injektor, Clamp/Zylinder
und Clamp/Bolzen kann auch noch ein Entkopplungsmaterial in diesem Bereich vorgesehen
sein. Das Entkopplungsmaterial ist dabei als scheibenförmiges Element im oben beschriebenen
Bereich eingelegt. Als Materialien für das Entkopplungselement kommen Verbundmaterialien
(composite material) wie mit Metallfäden verstärkter Kunststoff auf Basis einer Phenolmatrix
in Frage. In jedem Fall ist das Entkopplungsmaterial auf einem Trägerkörper aufgelegt
bzw. aufgebracht, der als Unterlegscheibe ausgeformt ist und einen steifen Körper
bildet, der wiederum im Auflagebereich an einer Stufe der Aufnahmebohrung als Widerlager
für das Entkopplungselement aus dem Entkopplungsmaterial dient.
Vorteile der Erfindung
[0009] Das erfindungsgemäße Entkopplungselement für eine Brennstoffeinspritzvorrichtung
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass in sehr einfacher
Bauweise eine verbesserte Geräuschminderung durch Entkopplung bzw. Isolation erreicht
wird. Erfindungsgemäß ist die Federsteifigkeit des Entkopplungselements derart niedrig
gewählt und ist das Entkopplungselement so zwischen dem Ventilgehäuse des Brennstoffeinspritzventils
und der Wandung der Aufnahmebohrung platziert, dass die Entkoppelresonanz f
R im Frequenzbereich unter 2,5 kHz liegt. Auf diese Weise ergeben sich beim Einbau
des Entkopplungselements in einer Brennstoffeinspritzvorrichtung mit Injektoren für
eine Kraftstoffdirekteinspritzung, insbesondere mit piezoaktorbetriebenen Injektoren
mehrere positive und vorteilhafte Aspekte. Die niedrige Steifigkeit des Entkopplungselements
ermöglicht eine effektive Entkopplung des Brennstoffeinspritzventils vom Zylinderkopf
und verringert dadurch im geräuschkritischen Betrieb deutlich die in den Zylinderkopf
eingeleitete Körperschallleistung und damit das vom Zylinderkopf abgestrahlte Geräusch.
[0010] Dazu ist es von Vorteil, dass die Aufnahmebohrung für das Brennstoffeinspritzventil
in einem Zylinderkopf ausgebildet ist und die Aufnahmebohrung eine Schulter besitzt,
die senkrecht zur Erstreckung der Aufnahmebohrung verläuft und auf der das Entkopplungselement
mit seinem radial äußeren Auflagebereich teilweise aufliegt und das Brennstoffeinspritzventil
wiederum mit einer senkrecht zur Ventillängsachse verlaufenden Außenkontur des Ventilgehäuses
an dem radial inneren Auflagebereich des Entkopplungselements anliegt.
[0011] In vorteilhafter Weise ist das Entkopplungselement ringscheibenförmig und insgesamt
napf- bzw. tellerförmig ausgebildet. Der Querschnitt des Entkopplungselements hat
dabei eine S-förmige Kontur mit zwei Radien zu den Auflagebereichen hin. Der Einbau
kann beiden Ausrichtungen des Entkopplungselements erfolgen, also napfförmig mit dem
Boden nach unten oder invers napfförmig mit dem Boden nach oben.
[0012] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Brennstoffeinspritzvorrichtung möglich.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, das Entkopplungselement so auszubilden, dass die beiden
Auflagebereiche des Entkopplungselements im radial äußeren und radial inneren Randbereich
derart weitestmöglich voneinander beabstandet gewählt sind, dass ein maximal möglicher
Hebelarm entsteht.
[0014] Je nach Einsatz in einem Wechseldrucksystem oder in einem Konstantdrucksystem ist
das Entkopplungselement in besonders vorteilhafter Weise mit einer nicht-linearen
progressiven Federkennlinie oder mit einer nicht-linearen degressiven Federkennlinie
ausgelegt.
Zeichnung
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine teilweise dargestellte Brennstoffeinspritzvorrichtung in einer bekannten Ausführung
mit einem scheibenförmigen Zwischenelement,
- Figur 2
- ein mechanisches Ersatzschaltbild der Abstützung des Brennstoffeinspritzventils im
Zylinderkopf bei der Kraftstoffdirekteinspritzung, das ein gewöhnliches Feder-Masse-Dämpfer-System
wiedergibt,
- Figur 3
- das Übertragungsverhalten eines in Figur 2 gezeigten Feder-Masse-Dämpfer-Systems mit
einer Verstärkung bei niedrigen Frequenzen im Bereich der Resonanzfrequenz fR und einem Isolationsbereich oberhalb der Entkoppelfrequenz fE,
- Figur 4
- eine teilweise dargestellte Brennstoffeinspritzvorrichtung mit einem erfindungsgemäßen
Entkopplungselement,
- Figur 5
- einen Querschnitt durch eine erste Ausführung eines erfindungsgemäßen Entkopplungselements
gemäß Figur 4,
- Figur 6
- einen Querschnitt durch eine zweite Ausführung eines erfindungsgemäßen Entkopplungselements
in einer zweiteiligen Lösung,
- Figur 7
- eine dritte Ausführung eines erfindungsgemäßen Entkopplungselements in einer Draufsicht,
- Figur 8
- einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Entkopplungselement entlang der Linie
VIII-VIII in Figur 7,
- Figur 9
- eine vierte Ausführung eines erfindungsgemäßen Entkopplungselements in einer Draufsicht,
- Figur 10
- einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße Entkopplungselement entlang der Linie
X-X in Figur 9,
- Figur 11
- eine teilweise dargestellte Brennstoffeinspritzvorrichtung mit einem fünften erfindungsgemäßen
Entkopplungselement,
- Figur 12
- eine teilweise dargestellte Brennstoffeinspritzvorrichtung mit einem sechsten erfindungsgemäßen
Entkopplungselement,
- Figur 13
- eine nicht-lineare, progressive Federkennlinie für ein erfindungsgemäßes Entkopplungselement,
das in einem Wechseldrucksystem zum Einsatz kommen kann und
- Figur 14
- eine nicht-lineare, degressive Federkennlinie für ein erfindungsgemäßes Entkopplungselement,
das in einem Konstantdrucksystem zum Einsatz kommen kann.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0016] Zum Verständnis der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figur 1 eine bekannte
Ausführungsform einer Brennstoffeinspritzvorrichtung näher beschrieben. In der Figur
1 ist als ein Ausführungsbeispiel ein Ventil in der Form eines Einspritzventils 1
für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen
in einer Seitenansicht dargestellt. Das Brennstoffeinspritzventil 1 ist Teil der Brennstoffeinspritzvorrichtung.
Mit einem stromabwärtigen Ende ist das Brennstoffeinspritzventil 1, das in Form eines
direkt einspritzenden Einspritzventils zum direkten Einspritzen von Brennstoff in
einen Brennraum 25 der Brennkraftmaschine ausgeführt ist, in eine Aufnahmebohrung
20 eines Zylinderkopfes 9 eingebaut. Ein Dichtring 2, insbesondere aus Teflon ®, sorgt
für eine optimale Abdichtung des Brennstoffeinspritzventils 1 gegenüber der Wandung
der Aufnahmebohrung 20 des Zylinderkopfes 9.
[0017] Zwischen einem Absatz 21 eines Ventilgehäuses 22 (nicht gezeigt) oder einer unteren
Stirnseite 21 eines Abstützelements 19 (Figur 1) und einer z.B. rechtwinklig zur Längserstreckung
der Aufnahmebohrung 20 verlaufenden Schulter 23 der Aufnahmebohrung 20 ist ein flaches
Zwischenelement 24 eingelegt, das in Form einer Unterlegscheibe ausgeführt ist. Mit
Hilfe eines solchen Zwischenelements 24 bzw. zusammen mit einem steifen Abstützelement
19, das z.B. zum Brennstoffeinspritzventil 1 hin nach innen eine gewölbte Berührungsfläche
besitzt, werden Fertigungs- und Montagetoleranzen ausgeglichen und eine querkraftfreie
Lagerung auch bei leichter Schiefstellung des Brennstoffeinspritzventils 1 sichergestellt.
[0018] Das Brennstoffeinspritzventil 1 weist an seinem zulaufseitigen Ende 3 eine Steckverbindung
zu einer Brennstoffverteilerleitung (Fuel Rail) 4 auf, die durch einen Dichtring 5
zwischen einem Anschlussstutzen 6 der Brennstoffverteilerleitung 4, der im Schnitt
dargestellt ist, und einem Zulaufstutzen 7 des Brennstoffeinspritzventils 1 abgedichtet
ist. Das Brennstoffeinspritzventil 1 ist in eine Aufnahmeöffnung 12 des Anschlussstutzens
6 der Brennstoffverteilerleitung 4 eingeschoben. Der Anschlussstutzen 6 geht dabei
z.B. einteilig aus der eigentlichen Brennstoffverteilerleitung 4 hervor und besitzt
stromaufwärts der Aufnahmeöffnung 12 eine durchmesserkleinere Strömungsöffnung 15,
über die die Anströmung des Brennstoffeinspritzventils 1 erfolgt. Das Brennstoffeinspritzventil
1 verfügt über einen elektrischen Anschlussstecker 8 für die elektrische Kontaktierung
zur Betätigung des Brennstoffeinspritzventils 1.
[0019] Um das Brennstoffeinspritzventil 1 und die Brennstoffverteilerleitung 4 weitgehend
radialkraftfrei voneinander zu beabstanden und das Brennstoffeinspritzventil 1 sicher
in der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes niederzuhalten, ist ein Niederhalter 10
zwischen dem Brennstoffeinspritzventil 1 und dem Anschlussstutzen 6 vorgesehen. Der
Niederhalter 10 ist als bügelförmiges Bauteil ausgeführt, z.B. als Stanz-BiegeTeil.
Der Niederhalter 10 weist ein teilringförmiges Grundelement 11 auf, von dem aus abgebogen
ein Niederhaltebügel 13 verläuft, der an einer stromabwärtigen Endfläche 14 des Anschlussstutzens
6 an der Brennstoffverteilerleitung 4 im eingebauten Zustand anliegt.
[0020] Aufgabe der Erfindung ist es, gegenüber den bekannten Zwischenelemente- und Dämpfungsscheibenlösungen
auf einfache Art und Weise eine verbesserte Geräuschminderung, vor allen Dingen im
geräuschkritischen Leerlaufbetrieb aber auch in Konstantdrucksystemen bei Systemdruck,
durch eine gezielte Auslegung und Geometrie des Zwischenelements 24 zu erreichen.
Die maßgebliche Geräuschquelle des Brennstoffeinspritzventils 1 bei der direkten Hochdruckeinspritzung
sind die während des Ventilbetriebs in den Zylinderkopf 9 eingeleiteten Kräfte (Körperschall),
die zu einer strukturellen Anregung des Zylinderkopfs 9 führen und von diesem als
Luftschall abgestrahlt werden. Um eine Geräuschverbesserung zu erreichen, ist daher
eine Minimierung der in den Zylinderkopf 9 eingeleiteten Kräfte anzustreben. Neben
der Verringerung der durch die Einspritzung verursachten Kräfte kann dies durch eine
Beeinflussung des Übertragungsverhaltens zwischen dem Brennstoffeinspritzventil 1
und dem Zylinderkopf 9 erreicht werden.
[0021] Im mechanischen Sinne kann die Lagerung des Brennstoffeinspritzventils 1 auf dem
passiven Zwischenelement 24 in der Aufnahmebohrung 20 des Zylinderkopfes 9 als ein
gewöhnliches Feder-Masse-Dämpfer-System abgebildet werden, wie dies in Figur 2 dargestellt
ist. Die Masse M des Zylinderkopfs 9 kann dabei gegenüber der Masse m des Brennstoffeinspritzventils
1 in erster Näherung als unendlich groß angenommen werden. Das Übertragungsverhalten
eines solchen Systems zeichnet sich durch eine Verstärkung bei niedrigen Frequenzen
im Bereich der Resonanzfrequenz f
R (Entkoppelresonanz) und einen Isolationsbereich oberhalb der Entkoppelfrequenz f
E aus (siehe Figur 3).
[0022] Ausgehend von diesem sich aus dem Feder-Masse-Dämpfer-System ergebenden Übertragungsverhalten
ergeben sich zur Geräuschminderung mehrere Möglichkeiten:
- 1. Verschiebung der Eigenfrequenz zu kleineren Frequenzen, so dass der Isolationsbereich
einen möglichst großen Teil des hörbaren Frequenzspektrums umfasst. Dies kann über
eine niedrigere Steifigkeit c des Zwischenelementes 24 erreicht werden.
- 2. Erhöhung der Dämpfungseigenschaften (z.B. Reibung) des Zwischenelementes 24, um
eine Abschwächung der Verstärkung bei niedrigen Frequenzen zu erreichen. Mit höheren
Dämpfungseigenschaften verringert sich jedoch ebenso die Isolationswirkung in den
höheren Frequenzbereichen.
- 3. Eine Kombination der beiden vorgenannten Möglichkeiten.
[0023] Ziel der Erfindung ist die Auslegung eines Zwischenelementes 24 unter der vorrangigen
Verwendung der elastischen Isolation (Entkopplung) zur Geräuschminderung. Die Erfindung
umfasst dabei zum einen die Definition und Auslegung einer geeigneten Federkennlinie
unter Berücksichtigung der typischen Anforderungen und Randbedingungen bei der Kraftstoffdirekteinspritzung
und zum anderen die Auslegung eines Zwischenelementes 24, welches in der Lage ist,
die Charakteristik der so definierten Federkennlinie abzubilden und über eine Wahl
einfacher geometrischer Parameter an die spezifischen Randbedingungen des Einspritzsystems
angepasst werden kann. Zu den Federkennlinien wird anhand der Figuren 13 und 14 Bezug
genommen.
[0024] Die Entkopplung des Brennstoffeinspritzventils 1 vom Zylinderkopf 9 mit Hilfe einer
geringen Federsteifigkeit c des Zwischenelements 24, das im Folgenden als Entkopplungselement
240 bezeichnet wird, wird neben dem geringen Bauraum durch eine Einschränkung der
zulässigen Maximalbewegung des Brennstoffeinspritzventils 1 während des Motorbetriebs
erschwert.
[0025] Im Betrieb von Brennstoffeinspritzventilen zur Kraftstoffeinspritzung in Verbrennungsmotoren
entstehen an der Schnittstelle zur Einbauumgebung dieser Einspritzventile prinzipbedingt
Wechselkräfte über einen breiten Frequenzbereich. Diese Wechselkräfte regen die Umgebung
zu Schwingungen an, die wiederum als Geräusch abgestrahlt und wahrgenommen werden
können. Zur Vermeidung dieser oftmals als störend wahrgenommenen Geräusche werden
heute Dämpfungselemente zur Schwingungsdämpfung (Energiedissipation) beschrieben (siehe
Abschnitt "Stand der Technik") und auch eingesetzt. Diese Dämpfungselemente sind dabei
darüber hinaus häufig aus verschiedenen Materialen und Einzelteilen zusammengesetzt.
[0026] Dämpfungselemente der bekannten Art zielen jedoch auf eine Reduktion des Krafteintrags
durch breitbandige Energiedissipation z.B. durch Mikroschlupf oder Materialdämpfung
im Inneren des Dämpfungselementes. Der Kraftschluss zwischen dem Brennstoffeinspritzventil
und der Umgebung kann dabei aber nur begrenzt reduziert werden. Dämpfungsmechanismen
sind proportional der Verschiebung bzw. Geschwindigkeit über dem Dämpfungselement,
für deren Entstehung eine Kraft vorhanden sein muss, die damit über das Dämpfungselement
in die Struktur eingeleitet wird.
[0027] Mithilfe eines erfindungsgemäßen Entkopplungselementes 240 kann dagegen über einen
großen Frequenzbereich oberhalb der Entkoppelresonanz f
R der Kraftfluss vom Brennstoffeinspritzventil 1 weitgehend unterbunden werden. Die
Entkoppelresonanz f
R kann dabei in einen Frequenzbereich verschoben werden, in der die resonante Verstärkung
durch andere Motorgeräuschanteile weitgehend maskiert wird (Figur 3).
[0028] Erfindungsgemäß zeichnet sich das Entkopplungselement 240 dadurch aus, dass es zur
Reduzierung des Kraftflusses zwischen dem Brennstoffeinspritzventil 1 und seiner Einbauumgebung
mit dem Ziel der Reduktion unerwünschter Geräuschanregung in der umgebenden Struktur
dient. Bei den im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen der Entkopplungselemente
240 sind die jeweils vorteilhafte Ausprägung der Federcharakteristik bei der Geometriegestaltung
und Materialwahl des Entkopplungselementes 240 einbezogen, d.h. progressives Verhalten
bei Konstantdrucksystemen und degressives Verhalten bei Wechseldrucksystemen.
[0029] Das Entkopplungselement 240 in seiner Ausbildung und Einbausituation zielt dabei
also primär auf den Effekt der Schwingungsentkopplung und nicht den der Schwingungsdämpfung.
Das Entkopplungselement 240 wird hinsichtlich seiner Steifigkeitseigenschaften ausgelegt
und nicht wie bei bekannten Dämpfungsscheiben hinsichtlich des Dämpfungsverhaltens.
Dämpfung, z.B. in Form von Kunststoff- oder Elastomerschichten, kann jedoch ergänzend
zur Beherrschung der Entkoppelresonanz f
R eingesetzt werden.
[0030] In der Figur 4 ist eine teilweise dargestellte Brennstoffeinspritzvorrichtung mit
einem erfindungsgemäßen Entkopplungselement 240 gezeigt, während in Figur 5 ein Querschnitt
durch eine erste Ausführung des Entkopplungselements 240 gemäß Figur 4 gezeigt ist.
Bei dieser Ausführung der Brennstoffeinspritzvorrichtung handelt es sich um ein System
für die Benzindirekteinspritzung mit Brennstoffeinspritzventilen 1, die mit Piezoaktoren
betrieben und z.B. in einem Konstantdrucksystem eingesetzt werden. Das Entkopplungselement
240 ist in vorteilhafter Weise als metallische Lochscheibe ausgeführt, die insofern
ringförmig verläuft. Ein metallischer Werkstoff bietet sich auch insofern an, dass
dieser mit kostengünstigen Fertigungsverfahren (z.B. Drehen, Tiefziehen) bearbeitbar
ist, um die gewünschten Geometrien des Entkopplungselementes 240 maßhaltig herstellen
zu können.
[0031] Die Federsteifigkeit des Entkopplungselementes 240 ist im Verhältnis zur Masse des
Brennstoffeinspritzventils 1, die bei ca. 250g liegt, niedrig gewählt (20 - 40 kN/mm).
Damit können bei der Benzindirekteinspritzung dieses Typs auftretende störende Geräusche,
die typischerweise in einem Frequenzbereich von 2,5 - 14 kHz liegen, gezielt breitbandig
entkoppelt werden. Die Entkoppelresonanz f
R liegt dabei im Frequenzbereich unter 2,5 kHz, wo sie von Verbrennungs- und Motorgeräuschen
maskiert und nicht störend wahrgenommen wird.
[0032] Die geringe Federsteifigkeit des Entkopplungselementes 240 wird durch mehrere gezielte
Maßnahmen erreicht. Das Entkopplungselement 240 besitzt im eingebauten Zustand zwei
Auflagebereiche 30, 31, einen radial äußeren Auflagebereich 30 und einen radial inneren
Auflagebereich 31. Mit dem äußeren Auflagebereich 30 liegt das Entkopplungselement
240 ringförmig auf der z.B. senkrecht zur Ventillängsachse verlaufenden Schulter 23
der Aufnahmebohrung 20 im Zylinderkopf 9 auf. Mit dem inneren Auflagebereich 31 untergreift
das Entkopplungselement 240 das Brennstoffeinspritzventil 1 ringförmig in einem Bereich,
in dem das Ventilgehäuse 22 z.B. auch eine zur Ventillängsachse senkrecht verlaufende
Außenkontur besitzt, so dass das Brennstoffeinspritzventil 1 an dem inneren Randbereich
des Entkopplungselements 240 anliegt. Die Anordnung der beiden Auflagebereiche 30,
31 des Entkopplungselements 240 ist so gewählt, dass der maximal mögliche Hebelarm
entsteht. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind diese Auflagebereiche 30, 31 insofern
in die jeweils weitestmöglichen Randbereiche am Außendurchmesser und am Innendurchmesser
des Entkopplungselements 240 gelegt.
[0033] Der Querschnitt des Entkopplungselements 240 hat eine S-förmige Kontur mit zwei großen
Radien R1, R2 zum äußeren und inneren Auflagebereich 30, 31 hin, deren gemeinsamer
Schenkel tangential ineinander übergeht. Insgesamt weist das Entkopplungselement 240
damit eine napf- bzw. tellerförmige Gestalt auf. Mit dieser Ausgestaltung wird der
in der Aufnahmebohrung 20 des Zylinderkopfes 9 typischerweise nur geringe Bauraum
ebenfalls zugunsten eines möglichst langen Hebelarmes optimal genutzt. Die beiden
Radien R1, R2 dieser Kontur sind in ihrer Größe und ihrem Verhältnis zueinander so
gewählt, dass eine möglichst günstige Spannungsverteilung im Material entsteht und
die vorgegebene Steifigkeitscharakteristik optimal erfüllt wird. Im vorliegenden Fall
sind dies z.B. ein oberer Radius R1 von 2 mm und ein unterer Radius R2 von 2,5 mm.
[0034] Mit der napfförmigen Ausgestaltung des Entkopplungselements 240 ist es ermöglicht,
für die Festigkeit des Entkopplungselements 240 ausreichende Materialstärken verwenden
zu können, und dies bei einer zugleich geringen Gesamt-Federsteifigkeit des Entkopplungselements
240. Bei einem metallischen Werkstoff kann dabei eine Materialstärke in der Größenordnung
von 0,5 mm geeignet sein. Die Dicke des Materials kann aber auch an einem Entkopplungselement
240 zugunsten einer optimierten Steifigkeitscharakteristik über seine radiale Erstreckung
variiert werden.
[0035] In der Figur 6 ist ein Querschnitt durch eine zweite Ausführung eines erfindungsgemäßen
Entkopplungselements 240 in einer zweiteiligen Lösung gezeigt. Auch dieses Entkopplungselement
240 weist wiederum eine napfförmige Gestalt auf. Diese Ausführungsvariante berücksichtigt
Montageanforderungen, bei denen es zu einer verstärkten Schiefstellung des Brennstoffeinspritzventils
1 kommen kann. Das Entkopplungselement 240 wird deshalb in zwei ineinander liegende
Teilelemente 34, 35 aufgeteilt. Während das radial äußere und damit obere Teilelement
34 den radial äußeren Auflagebereich 30 aufweist und mit dem Radius R1 nach außen
gebogen verläuft, ist das radial innere und damit untere Teilelement 35 mit dem radial
inneren Auflagebereich 31 versehen und mit dem Radius R2 nach innen eingebogen. Das
innere Teilelement 35 ist in das äußere Teilelement 34 eingelegt. Gemeinsam lassen
die Teilelemente 34, 35 des Entkopplungselements 240 eine leichte Verschiebung zur
Kompensation einer Schiefstellung zu, folgen aber in ihrem Gesamtverhalten dem gewünschten
Auslegungsziel.
[0036] Eine dritte Ausführung eines erfindungsgemäßen Entkopplungselements 240 ist in einer
Draufsicht in Figur 7 dargestellt. Figur 8 zeigt einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße
Entkopplungselement 240 entlang der Linie VIII-VIII in Figur 7. Diese Ausführungsvariante
des Entkopplungselements 240 zeichnet sich dadurch aus, dass der radial innere Auflagebereich
31 gegenüber den vorher beschriebenen Lösungen verändert ist. Anstelle eines ringförmig
umlaufenden Auflagebereichs 31 am Entkopplungselement 240 sind mehrere voneinander
beabstandete Auflagestellen 31a, 31b, 31c vorgesehen, die bei einer Anzahl von drei
Auflagestellen 31a, 31b, 31c z.B. in einem Abstand von 120° verteilt angeordnet sind.
Auch eine solche Ausführungsvariante berücksichtigt die Möglichkeit einer Schiefstellung
des Brennstoffeinspritzventils 1 durch die an dem Entkopplungselement 240 ausgeformten
kugelförmigen Auflagestellen 31a, 31b, 31c, innerhalb derer sich das Brennstoffeinspritzventil
1 ausrichten kann.
[0037] Eine vierte Ausführung eines erfindungsgemäßen Entkopplungselements 240 ist in einer
Draufsicht in Figur 9 dargestellt. Figur 10 zeigt einen Querschnitt durch das erfindungsgemäße
Entkopplungselement 240 entlang der Linie X-X in Figur 9. Diese weitere Ausführungsvariante
fängt eine mögliche Schiefstellung des Brennstoffeinspritzventils 1 durch eine lokale
Schwächung des inneren Auflagebereichs 31 auf. Diese lokale Schwächung des radial
inneren Auflagebereichs 31 wird z.B. durch radial verlaufende Schlitze 37 erzielt,
die vom Innendurchmesser des Entkopplungselements 240 ausgehen und z.B. bis zum inneren
Radius R2 verlaufen. Typischerweise können diese Schlitze 37 oder auch andere die
Steifigkeit reduzierende Öffnungen in einer Anzahl von drei bis zwanzig vorgesehen
sein.
[0038] In den Figuren 11 und 12 sind zwei weitere Brennstoffeinspritzvorrichtungen teilweise
dargestellt, die mit einem fünften erfindungsgemäßen bzw. sechsten Entkopplungselement
240 versehen sind. Das in der Figur 11 gezeigte Entkopplungselement 240 unterscheidet
sich insbesondere von dem in den Figuren 4 und 5 gezeigten Entkopplungselement 240
durch seine inverse Auswölbung nach oben. Das Entkopplungselement 240 ist wiederum
napf- bzw. tellerförmig ausgestaltet, jedoch in einer umgekehrten Lage eingebaut,
d.h. der radial äußere Auflagebereich 30 an der Schulter 23 des Zylinderkopfes 9 liegt
tiefer als der radial innere Auflagebereich 31 am Ventilgehäuse 22 des Brennstoffeinspritzventils
1.
[0039] Das nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel der Figur 12 zeigt an, dass das Entkopplungselement
240 auch in der Form einer ebenen Scheibe ausgeführt sein kann. Für beide in den Figuren
11 und 12 gezeigten Ausführungsvarianten von Entkopplungselementen 240 gelten jedoch
die zuvor ausführlich beschriebenen Anforderungen an die Federsteifigkeit und den
erforderlichen Abstand der Auflagebereiche 30, 31 voneinander. Entsprechend der gewünschten
Steifigkeitscharakteristik kann auch hier die Materialstärke über die radiale Ausdehnung
des Entkopplungselements 240 variieren.
[0040] Anhand der Diagramme der Figuren 13 und 14 soll nochmals verdeutlicht werden, wie
durch eine gezielte Nichtlinearität der Entkoppelsteifigkeit des Entkopplungselements
240 eine vorteilhafte Entkopplung von Brennstoffeinspritzventilen 1 in Kraftstoffsystemen
erreicht werden kann. In einigen Systemen wird der Kraftstoffdruck konstant hoch gehalten
(Konstantdrucksystem), in anderen Systemen wird der Systemdruck last- oder drehzahlabhängig
variiert (Wechseldrucksysteme) - typischerweise erfolgt bei letzteren bei Leerlauf
eine Absenkung des Kraftstoffdrucks.
[0041] Der Kraftstoffdruck wirkt als statische hydraulische Kraft auf das Brennstoffeinspritzventil
und beansprucht das Entkopplungselement 240 mit einer konstanten Vorlast und damit
Verschiebung. Im linearen Fall ist diese der Kraft proportional. Im Hinblick auf Dichtheit
und Verschleiß der Injektoranschlüsse an Kraftstoffsystem und Zylinderkopf gibt es
maximale Grenzen für den zulässigen Federweg. Deshalb wird hier erfindungsgemäß ein
nichtlinearer Zusammenhang zwischen Kraft und Federweg für das Entkopplungselement
240 gewählt.
[0042] Im Falle des Wechseldrucksystems (Figur 13) bewirkt eine progressive Federsteifigkeit
eine geringe Steifigkeit bei niederem Systemdruck, d.h. Leerlauf oder niedriger Last,
und damit nach dem Entkopplungsprinzip einen weiten Bereich der Geräuschentkopplung.
Typischerweise sind Geräuschauffälligkeiten vor allem in diesen Betriebsbereichen
zu finden. Bei höherer Last und damit höherem Druck versteift das Entkopplungselement
240 und begrenzt damit den Weg. Andere Motorgeräuschanteile verdecken in diesen Betriebsbereichen
dann das schlechter entkoppelte injektorinduzierte Geräusch.
[0043] Im Falle eines Konstantdrucksystems (Figur 14) liegt ein konstant hoher Druck am
Entkopplungselement 240 an. Hier ist es vorteilhaft, dass der Federweg beim Druckaufbau
(z.B. bei jedem Motorstart) begrenzt ist durch eine hohe Federsteifigkeit; im Betrieb
ist jedoch wieder eine geringe Steifigkeit für einen breiten Entkopplungsbereich wirksam.
Diese Charakteristik wird durch eine degressive Federkennlinie erreicht.
1. Entkopplungselementanordnung für eine Brennstoffeinspritzvorrichtung für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen
Brennraum, wobei die Brennstoffeinspritzvorrichtung wenigstens ein Brennstoffeinspritzventil
(1) und eine Aufnahmebohrung (20) für das Brennstoffeinspritzventil (1) umfasst, und
ein Entkopplungselement (240) zwischen einem Ventilgehäuse (22) des Brennstoffeinspritzventils
(1) und einer Wandung der Aufnahmebohrung (20) eingebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federsteifigkeit des aus einem metallischen Werkstoff ausgebildeten Entkopplungselements
(240) derart niedrig ist, das Entkopplungselement (240) so zwischen dem Ventilgehäuse
(22) des Brennstoffeinspritzventils (1) und der Wandung der Aufnahmebohrung (20) platziert
ist und die Geometrie des Entkopplungselements (240) derart gestaltet ist, dass die
Entkoppelresonanz fR im Frequenzbereich unter 2,5 kHz liegt, wobei das Entkopplungselement (240) einen
radial äußeren Auflagebereich (30) und einen radial inneren Auflagebereich (31) besitzt,
mit denen das Entkopplungselement (240) radial außen ringförmig auf eine Schulter
(23) der Aufnahmebohrung (20) auflegbar ist und radial innen das Brennstoffeinspritzventil
(1) untergriffen ist, wobei die Anlagebereiche für das Entkopplungselement (240) an
der Schulter (23) der Aufnahmebohrung (20) und an dem Brennstoffeinspritzventil (1)
jeweils senkrecht zur Ventillängsachse verlaufen und das Entkopplungselement (240)
derart konturiert ist, dass der Querschnitt des Entkopplungselements (240) eine S-förmige
Kontur mit zwei Radien (R1, R2) zu dem äußeren und inneren Auflagebereich (30, 31)
hin hat, wobei der äußere und innere Auflagebereich (30, 31) des Entkopplungselements
(240) ringförmig auf- bzw. anliegend an den Anlagebereichen der Schulter (23) der
Aufnahmebohrung (20) und dem Brennstoffeinspritzventil (1) ausgeführt sind.
2. Entkopplungselementanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federsteifigkeit des Entkopplungselementes (240) im Bereich von 20 - 40 kN/mm
liegt.
3. Entkopplungselementanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Auflagebereiche (30, 31) des Entkopplungselements (240) derart weit voneinander
beabstandet gewählt sind, dass ein maximal möglicher Hebelarm entsteht.
4. Entkopplungselementanordnung nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der radial innere Auflagebereich (31) entweder ringförmig umläuft, durch radial verlaufende
Schlitze (37) oder andere die Steifigkeit reduzierende Öffnungen unterbrochen ist
oder durch mehrere voneinander beabstandete Auflagestellen (31a, 31b, 31c) gebildet
ist.
5. Entkopplungselementanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Entkopplungselement (240) ringscheibenförmig und insgesamt napf- bzw. tellerförmig
ausgebildet ist.
6. Entkopplungselementanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialstärke des scheibenförmigen Entkopplungselements (240) entweder konstant
ist oder zugunsten einer optimierten Steifigkeitscharakteristik über seine radiale
Erstreckung variiert.
7. Entkopplungselementanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Entkopplungselement (240) bei einem Einsatz in einem Wechseldrucksystem mit einer
nicht-linearen progressiven Federkennlinie ausgelegt ist.
8. Entkopplungselementanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Entkopplungselement (240) bei einem Einsatz in einem Konstantdrucksystem mit
einer nicht-linearen degressiven Federkennlinie ausgelegt ist.
9. Entkopplungselementanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmebohrung (20) für das Brennstoffeinspritzventil (1) in einem Zylinderkopf
(9) ausgebildet ist und die Aufnahmebohrung (20) eine Schulter (23) besitzt, die senkrecht
zur Erstreckung der Aufnahmebohrung (20) verläuft und auf der das Entkopplungselement
(240) mit seinem radial äußeren Auflagebereich (30) teilweise aufliegt und das Brennstoffeinspritzventil
(1) wiederum mit einer senkrecht zur Ventillängsachse verlaufenden Außenkontur des
Ventilgehäuses (22) an dem radial inneren Auflagebereich (31) des Entkopplungselements
(240) anliegt.
1. Decoupling element arrangement for a fuel injection device for fuel injection systems
of internal combustion engines, in particular for the direct injection of fuel into
a combustion chamber, wherein the fuel injection device comprises at least one fuel
injection valve (1) and a receiving bore (20) for the fuel injection valve (1), and
a decoupling element (240) is inserted between a valve housing (22) of the fuel injection
valve (1) and a wall of the receiving bore (20),
characterized
in that the spring stiffness of the decoupling element (240) formed from a metallic material
is so low, the decoupling element (240) is located between the valve housing (22)
of the fuel injection valve (1) and the wall of the receiving bore (20) in such a
way, and the geometry of the decoupling element (240) is such, that the decoupling
resonance fR lies in the frequency range below 2.5 kHz, wherein the decoupling element (240) has
a radially outer support region (30) and a radially inner support region (31), by
means of which the decoupling element (240), radially at the outside, can be supported
annularly on a shoulder (23) of the receiving bore (20) and, radially at the inside,
engages under the fuel injection valve (1), wherein the abutment regions for the decoupling
element (240) on the shoulder (23) on the receiving bore (20) and on the fuel injection
valve (1) each run perpendicular to the valve longitudinal axis, and the decoupling
element (240) is contoured such that the cross section of the decoupling element (240)
has an S-shaped contour with two radii (R1, R2) toward the outer and inner support
regions (30, 31), wherein the outer and inner support regions (30, 31) of the decoupling
element (240) are designed to be supported or bear annularly against the abutment
regions of the shoulder (23) of the receiving bore (20) and against the fuel injection
valve (1).
2. Decoupling element arrangement according to Claim 1,
characterized
in that the spring stiffness of the decoupling element (240) lies in the range from 20 -
40 kN/mm.
3. Decoupling element arrangement according to Claim 1,
characterized
in that the two support regions (30, 31) of the decoupling element (240) are selected so
as to be spaced apart from one another to such an extent that a maximum possible lever
arm is realized.
4. Decoupling element arrangement according to Claim 1 or 3,
characterized
in that the radially inner support region (31) is either annularly encircling, interrupted
by radially running slots (37) or other stiffness-reducing openings, or formed by
multiple spaced-apart support points (31a, 31b, 31c).
5. Decoupling element arrangement according to one of the preceding claims,
characterized
in that the decoupling element (240) is of annular disc-shaped and altogether cup-shaped
or dish-shaped form.
6. Decoupling element arrangement according to one of the preceding claims,
characterized
in that the material thickness of the disc-shaped decoupling element (240) is either constant
or varies over its radial extent in order to realize an optimized stiffness characteristic.
7. Decoupling element arrangement according to one of the preceding claims,
characterized
in that the decoupling element (240) is, for use in a system with fluctuating pressure, configured
with a non-linear progressive spring characteristic curve.
8. Decoupling element arrangement according to one of Claims 1 to 6,
characterized
in that the decoupling element (240), for use in a system with constant pressure, is configured
with a non-linear degressive characteristic curve.
9. Decoupling element arrangement according to one of the preceding claims,
characterized
in that the receiving bore (20) for the fuel injection valve (1) is formed in a cylinder
head (9), and the receiving bore (20) has a shoulder (23) which runs perpendicular
to the extent of the receiving bore (20) and on which the decoupling element (240)
is partially supported by way of its radially outer support region (30), and the fuel
injection valve (1) in turn bears by way of an outer contour, running perpendicular
to the valve longitudinal axis, of the valve housing (22) against the radially inner
support region (31) of the decoupling element (240).
1. Agencement d'élément de découplage pour un dispositif d'injection de carburant pour
systèmes d'injection de carburant de moteurs à combustion interne, en particulier
pour l'injection directe de carburant dans une chambre de combustion, le dispositif
d'injection de carburant comportant au moins une soupape d'injection de carburant
(1) et un alésage de réception (20) pour la soupape d'injection de carburant (1),
et un élément de découplage (240) étant introduit entre un boîtier de soupape (22)
de la soupape d'injection de carburant (1) et une paroi de l'alésage de réception
(20),
caractérisé en ce que
la rigidité de ressort de l'élément de découplage (240) réalisé en un matériau métallique
est faible, l'élément de découplage (240) est placé entre le boîtier de soupape (22)
de la soupape d'injection de carburant (1) et la paroi de l'alésage de réception (20)
et la géométrie de l'élément de découplage (240) est configurée de telle sorte que
la résonance de découplage fR se situe dans la plage de fréquences inférieure à 2,5 kHz, l'élément de découplage
(240) présentant une région de support radialement extérieure (30) et une région de
support radialement intérieure (31), à l'aide desquelles l'élément de découplage (240)
peut être posé radialement à l'extérieur sous forme annulaire sur un épaulement (23)
de l'alésage de réception (20), et lesquelles viennent en prise par le dessous, radialement
à l'intérieur, avec la soupape d'injection de carburant (1), les régions d'appui pour
l'élément de découplage (240) sur l'épaulement (23) de l'alésage de réception (20)
et sur la soupape d'injection de carburant (1) s'étendant respectivement perpendiculairement
à l'axe longitudinal de soupape et l'élément de découplage (240) étant profilé de
telle sorte que la section transversale de l'élément de découplage (240) ait un contour
en forme de S présentant deux rayons (R1, R2) en direction des régions de support
extérieure et intérieure (30, 31), les régions de support extérieure et intérieure
(30, 31) de l'élément de découplage (240) étant réalisées sous forme annulaire de
manière à reposer sur ou s'appliquer contre les régions d'appui de l'épaulement (23)
de l'alésage de réception (20) et la soupape d'injection de carburant (1).
2. Agencement d'élément de découplage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la rigidité de ressort de l'élément de découplage (240) se situe dans la plage de
20 à 40 kN/mm.
3. Agencement d'élément de découplage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les deux régions de support (30, 31) de l'élément de découplage (240) sont sélectionnées
de manière à être espacées l'une de l'autre de telle sorte qu'un bras de levier maximal
possible en résulte.
4. Agencement d'élément de découplage selon la revendication 1 ou 3,
caractérisé en ce que
la région de support radialement intérieure (31) soit s'étend sous forme annulaire,
soit est interrompue par des fentes (37) s'étendant radialement ou d'autres ouvertures
réduisant la rigidité, soit est formée par plusieurs points de support (31a, 31b,
31c) espacés les uns des autres.
5. Agencement d'élément de découplage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de découplage (240) est réalisé en forme de disque annulaire et dans l'ensemble
en forme de cuvette ou d'assiette.
6. Agencement d'élément de découplage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'épaisseur de matériau de l'élément de découplage (240) en forme de disque est soit
constante soit varie sur son étendue radiale en faveur d'une caractéristique de rigidité
optimisée.
7. Agencement d'élément de découplage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'en cas d'utilisation dans un système à pression variable, l'élément de découplage
(240) est conçu de manière à présenter une courbe caractéristique de ressort progressive
non linéaire.
8. Agencement d'élément de découplage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
qu'en cas d'utilisation dans un système à pression constante, l'élément de découplage
(240) est conçu de manière à présenter une courbe caractéristique de ressort dégressive
non linéaire.
9. Agencement d'élément de découplage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'alésage de réception (20) pour la soupape d'injection de carburant (1) est réalisé
dans une culasse (9) et l'alésage de réception (20) présente un épaulement (23) qui
s'étend perpendiculairement à l'étendue de l'alésage de réception (20) et sur lequel
repose partiellement, par sa région de support (30) radialement extérieure, l'élément
de découplage (240), et la soupape d'injection de carburant (1), pour sa part, s'applique
par un contour extérieur, s'étendant perpendiculairement à l'axe longitudinal de soupape,
du boîtier de soupape (22) contre la région de support (31) radialement intérieure
de l'élément de découplage (240).