[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kohlepartikel enthaltenden
Presslingen, die dabei gewonnenen Presslinge sowie die Verwendung der Presslinge in
Verfahren zur Roheisenerzeugung in einem Festbett oder in Verfahren zur Herstellung
von Kohlenstoffträgern für Verfahren zur Roheisenerzeugung in einem Festbett.
[0002] In Verfahren zur Roheisenerzeugung in einem Festbett, beispielsweise in Einschmelzvergasern,
oder in Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoffträgern für Verfahren zur Roheisenerzeugung
in einem Festbett, beispielsweise Kokserzeugung für Hochöfen, verwendete, Kohlepartikel
enthaltende Presslinge, beispielsweise Briketts, müssen nach dem Austrag aus der Presse
eine gewisse Sturz- und Druckfestigkeit aufweisen. Die Sturzfestigkeit ist erforderlich,
damit die ursprüngliche Größe der Presslinge im Zuge einer Chargierung in einen Prozess
unbeschadet unvermeidlicher Stürze, beispielweise bei der Übergabe von einem auf ein
anderes Förderband oder bei Chargierung in einen Materialbunker, möglichst weitgehend
erhalten bleibt. Die Druckfestigkeit ist erforderlich, damit die ursprüngliche Größe
der Presslinge nach Chargierung in einen Materialbunker oder einen Festbettreaktor
trotz eines durch übergelagerte Materialschichten ausgeübten Druckes erhalten bleibt.
Diese Festigkeitsanforderungen werden auch unter dem Begriff Grünfestigkeit zusammengefasst.
Neben der Grünfestigkeit ist auch die Heißfestigkeit von Presslingen - insbesondere
bei Verwendung in thermischen Prozessen - ein Kriterium für ihre Einsatztauglichkeit.
Im besonderen Fall der Verwendung von feinkörnige Kohlepartikel enthaltenden Presslingen
in Verfahren zur Roheisenerzeugung, wie beispielsweise in einem Einschmelzvergaser
oder Hochofen, bezieht sich der Begriff der Heißfestigkeit a) auf eine Festigkeit
der nach Pyrolyse der Presslinge in einer Hochtemperaturzone zurückbleibenden Halbkoks-
beziehungsweise Koks-Partikel, und b) auf eine Festigkeit dieser Halbkoks- beziehungsweise
Koks-Partikel nach erfolgtem chemischen Angriff eines heißen, CO
2-hältigen Gases. Ein Mindestmaß an Heißfestigkeit ermöglicht, dass die nach der Konvertierung
der Presslinge durch Pyrolyse in Halbkoks- beziehungsweise Koks-Partikel vorhandene
Größe dieser Partikel weitgehend erhalten bleibt. Bei Verfahren zur Roheisenerzeugung
in einem Festbett ist die Entwicklung von Unterkorn aus Presslingen oder Koks-Partikeln
vor Chargierung in ein Festbett oder innerhalb eines Festbettes deshalb unerwünscht,
weil hierdurch die Permeabilität des Festbettes verschlechtert wird. Im besonderen
Fall eines Verfahrens zur Roheisenerzeugung betrifft das sowohl die Gaspermeabilität
als auch das Drainageverhalten des Festbettes bezüglich des flüssigen Roheisens und
der Schlacke. Verschlechtert sich die Permeabilität des Festbettes, so sind nachteilige
Auswirkungen auf dessen Produktivität, dessen spezifischen Energiebedarf, sowie dessen
Produktqualität zu erwarten.
[0003] Aus
WO 02/50219A1 ist es bekannt, Presslinge mit ausreichender Grünfestigkeit aus feinkörnigen Kohlepartikeln
mittels eines Bindemittelsystems aus Branntkalk und Melasse herzustellen. Dabei werden
feinkörnige Kohlepartikel von Feinkohle und Branntkalk vermischt, die Mischung zwecks
Fortschreiten der Löschreaktion mit Feuchte aus den Kohlepartikeln ruhen gelassen,
dann Melasse zugemischt, die dabei erhaltene Mischung geknetet und schließlich aus
ihr Presslinge gepresst.
[0004] Es gibt Kohlen, die ein außerordentlich hohes Wasseraufnahmevermögen zeigen, insbesondere
gekennzeichnet durch eine hohe inhärente Feuchte. Für den Einsatz in der Roheisenerzeugung
soll die Feuchte der Presslinge jedoch nicht zu hoch, das heißt bei maximal 7 Gewichts%
liegen. Das deshalb, weil diese Feuchte bei der Verwendung der Presslinge zur Roheisenerzeugung
oder zur Herstellung von Kohlenstoffträgern für Verfahren zur Roheisenerzeugung energetisch
belastend wirkt, da mit der Feuchte der Presslinge der spezifische Verbrauch von Kohlenstoffträgern
deutlich ansteigt. Daher sind Kohlen, deren Feuchte höher liegt, vor der Verarbeitung
zu Presslingen zu trocknen. Zusätzlich zu dem in der ungetrockneten Kohle bereits
vorhandenen unbenetzten Porenvolumen wird durch die Austreibung von Wasser aus Hohlräumen
bei der Trocknung zusätzliches Porenvolumen erzeugt. Das unbenetzte Porenvolumen kann
eine entsprechende Menge an Wasser beziehungsweise wässrigen Medien aufnehmen. Auch
das zusätzliche Porenvolumen kann selbstverständlich erneut Wasser oder wässriges
Medium aufnehmen. Überdies neigen bestimmte Kohlen auch dazu - insbesondere bei intensiver
Trocknung - infolge Kornschädigung zusätzliches Porenvolumen zu generieren. Bei Trocknung
einer Kohle mit hohem Wasseraufnahmevermögen auf eine akzeptable Feuchte vor der Anwendung
des in
WO 02/50219A1 beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von Presslingen wird ein großes zusätzliches
Porenvolumen generiert. Daher saugt ein getrockneter Kohlepartikel einen erheblichen
Teil der zur Herstellung einer Bindung auf der Partikeloberfläche benötigten Melasse,
die als wässrige Lösung aufzufassen ist, in seine Poren ein. Daher ist für solche
Kohlen mit üblicherweise verwendeten Melassezusätzen von ≤ 10Gewichts% Prozent, bezogen
auf das Gewicht der zu verarbeitenden Kohle, keine ausreichende Festigkeit für die
Presslinge zu erzielen. Um dennoch Presslinge mit ausreichender Festigkeit auf Basis
Melassebinder herstellen zu können, muss
- auf die Generierung von unbenetztem Porenvolumen durch Trocknung verzichtet werden,
oder
- um so viel mehr Melasse zugesetzt werden, wie von dem Porenvolumen aufgenommen wird
und daher nicht zur Bindung der auf der Oberfläche der Kohlepartikel zur Verfügung
steht.
[0005] Diese Maßnahmen sind jedoch aus Gründen der Prozessökonomie unerwünscht.
[0006] Auch bei von Natur aus weniger feuchten Kohlen, die zur Erreichung einer Feuchte
der Presslinge von maximal 7 Gewichts% nicht getrocknet werden müssen, wird ein Teil
der Melasse in Poren der Kohlepartikeln eingesogen. Melasse enthält jedoch Komponenten,
die hinsichtlich einer Reaktion von Kohlenstoff mit heißen, CO
2-haltigen Gasen katalytisch wirken, wodurch insbesondere in den heißen Zonen eines
der Erzeugung von Roheisen dienenden Festbettes bei Temperaturen > 800-1000°C, abhängig
vom Druck, das Ausmaß einer Umsetzung von festem Kohlenstoff mit CO
2 gemäß Boudouard-Reaktion zunimmt. Infolgedessen lässt die Heißfestigkeit von, aus
mit Melasse behandelten Presslingen durch Pyrolyse hervorgehenden, Halbkoks- beziehungsweise
Koks-Partikeln nach.
[0007] Die in
WO9901583A1 vorgeschlagene Verwendung von Bitumen als Bindemittel wirft solche mit Melasse verbundenen
Probleme nicht auf. Eine Herstellung von Presslingen mit Bitumen ist jedoch mit sehr
hohen Bindemittelkosten behaftet.
[0008] Die in der
AT005765U1 vorgeschlagene Verwendung einer wässrigen Bitumenemulsion als Bindemittelsystem senkt
den Bitumenverbrauch um bis zu mehr als 50%. In der Praxis hat es sich jedoch gezeigt,
dass die Einsatzkohlen Feuchten von wesentlich über 5 Gewichts% aufweisen müssen,
damit bei Verwendung derartiger Bitumenemulsionen stabile Presslinge entstehen. Zudem
besteht das Problem, dass in den Kohlepartikeln vorhandene Poren wässrige Bitumenemulsion
aufsaugen können, beziehungsweise der Emulsion Wasser entziehen und diese damit infolge
Tröpfchen-Koaleszenz destabilisieren können, bevor eine weitgehend gleichmäßige Verteilung
der Emulsion innerhalb des zu Presslingen zu verarbeitenden Gutes und entsprechend
eine gleichmäßige Benetzung der Partikeloberfläche durch die Emulsion erfolgen kann.
Hierdurch wird die Wirksamkeit der Emulsion als Bindmittel reduziert.
[0009] In der
US2310095A wird die Behandlung von Kohlepartikeln mit Bitumenemulsion und nachfolgender Zugabe
von Asphalt als Bindemittel beschrieben, um die Poren der Kohlepartikel zu versiegeln.
Ein Einfluss einer solchen Behandlung auf die CO
2-Reaktivität des nach Pyrolyse der Presslinge in einem Einschmelzvergaser entstandenen
Halbkokses beziehungsweise des aus Presslingen gewonnenen Kokses wird nicht erläutert.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Presslingen
bereitzustellen, bei dem diese Nachteile des Standes der Technik überwunden werden,
und Presslinge mit genügender Grün- und Heißfestigkeit selbst bei Verwendung von Kohlepartikeln,
die vorgetrocknet werden müssen, unter Einsatz einer gegenüber bekannten Verfahren
geringeren Menge eines Wasser enthaltenden Bindemittelsystems hergestellt werden können.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Kohlepartikel
enthaltenden Presslings, bei dem die Kohlepartikel mit einem Wasser enthaltenden Bindemittelsystem
aus der Gruppe
- Bindemittelsystem enthaltend Melasse sowie Branntkalk oder Kalkhydrat,
- Bindemittelsystem enthaltend eine Emulsion von Bitumen in Wasser, vermischt werden
und die dabei erhaltene Mischung durch Pressung zu Presslingen weiterverarbeitet wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Vermischen mit dem Wasser enthaltenden Bindemittelsystem die Kohlepartikel
einem Imprägnierungsschritt unterworfen werden, in welchem sie mit einer flüssigen
wasserunlöslichen und/oder wasserabstoßenden Substanz imprägniert werden,
wobei die Untergrenze der Menge von im Imprägnierungsschritt zugesetzter wasserunlöslicher
und/oder wasserabstoßender Substanz 0,5 Gewichts%, bevorzugt 1 Gewichts%, bezogen
auf das Gewicht des zu Presslingen zu verarbeitenden Gutes Kohlepartikel, beträgt.
[0012] Bei der Imprägnierung dringt die Substanz entweder in die Poren der Kohlepartikel
ein und verhindert entsprechend durch Ausfüllung des Porenraumes ein Eindringen von
Komponenten des wässrigen Bindemittelsystems. Oder die Substanz lagert sich in den
Austrittsstellen der Poren auf der Kohlepartikeloberfläche, auch Porenhälse genannt,
ab und verhindert durch dieses Verstopfen der Porenhälse ein Eindringen von Komponenten
des wässrigen Bindemittelsystems in die Poren.
Auf diese Weise wird verhindert, dass wässriges Bindemittelsystem, welches auf der
Kohlepartikeloberfläche zu Bindungszwecken benötigt wird, diese Bindungszwecke nach
Eindringen in die Poren nicht mehr erfüllen kann. Entsprechend wird gegenüber einem
Verfahren, bei dem wässriges Bindemittelsystem in die Poren eindringen kann, die Menge
an benötigtem wässrigem Bindemittelsystem vermindert.
[0013] Das wässrige Bindemittelsystem kann, abgesehen von Wasser, eine oder mehrere weitere
Komponenten enthalten.
[0014] Der Imprägnierungsschritt kann aus Bedampfung der Kohlepartikel mit der Substanz,
aus Besprühung der Kohlepartikel mit der Substanz, aus Einmischen der Substanz in
eine bewegte Schüttung der Kohlepartikel, oder aus Einmischen der Substanz in eine
Wirbelschicht der Kohlepartikel bestehen.
[0015] Die Substanz, mit der die Kohlepartikel im Imprägnierungsschritt imprägniert werden,
ist eine wasserunlösliche und/oder wasserabstoßende Substanz.
Werden die Poren im Imprägnierungsschritt mit einer solchen Substanz gefüllt, und
dabei die Porenwände mit solchen Substanzen beschichtet, sinkt das Bestreben der Poren,
Komponenten des wässrigen Bindemittelsystems aufzusaugen. Werden die Austrittsstellen
der Poren auf der Kohlepartikeloberfläche von solchen Substanzen verschlossen, können
keine Komponenten des wässrigen Bindemittelsystems mehr in die Poren eindringen. Infolgedessen
können bisher in Poren gesaugte und damit für das Binden der Presslinge unwirksam
werdende Komponenten einen Beitrag zum Binden der Presslinge leisten.
[0016] Die wasserunlösliche und/oder wasserabstoßende Substanz gehört zu der aus Wachsen,
organischen Kokerei- oder Raffinerieprodukten, sowie Kunststoffen beziehungsweise
Kunststoffabfällen bestehenden Gruppe von Substanzen. Es kann sich auch um Altöl handeln.
Diese Substanzen stehen üblicherweise in großen Mengen kostengünstig zur Verfügung.
[0017] Dabei erfolgt der Imprägnierungsschritt bei einer Temperatur, bei der die wasserunlösliche
und/oder wasserabstoßende Substanz flüssig, insbesondere dickflüssig vorliegt. Als
dickflüssig in diesem Sinne werden Flüssigkeiten angesehen, deren Viskosität mindestens
1 Pas beträgt, und maximal 100 Pas, beispielsweise 10 Pas, beträgt. Bei diesen Bedingungen
verteilt sich die Substanz auf der Oberfläche der Kohlepartikel und dringt in die
Austrittsstellen der Poren aber kaum in das Innere der Poren ein. Dadurch wird der
Verbrauch der wasserunlöslichen und/oder wasserabstoßenden Substanz im Imprägnierungsschritt
gering gehalten. Vorteilhafterweise verfestigt sich die wasserunlösliche und/oder
wasserabstoßende Substanz bei Abkühlung in den Austrittsstellen der Poren auf der
Kohlepartikeloberfläche.
[0018] Beim Eindringen in die Poren werden die kohlenstoffhaltigen Substanzen in dünnen
Schichten auf der Porenoberfläche abgelagert. Bei Pyrolyse entstehen aus diesen dünnen
Schichten Kohlenstoffschichten. Diese vermindern die Reaktivität des Presslings gegenüber
heißen CO
2-haltigen Gasen im Vergleich zu einer Ausführungsform, in der in den Poren keine dünnen
Schichten der Substanzen abgelagert werden. Das liegt daran, dass die aus den Substanzen
entstehenden Kohlenstoffschichten wenige oder keine bezüglich Reaktion mit heißen
CO
2-haltigen Gasen katalytisch wirkende Substanzen enthalten. Im Gegensatz dazu enthalten
die Kohlepartikel bzw. das Material, das zu Presslingen verarbeitet werden soll, katalytisch
wirkende Verbindungen, bspw. Eisen oder Alkalien. Entsprechend ist die Reaktivität
eines Presslings, dessen Oberfläche und Poren mit einer aus den Substanzen hervorgehenden
Kohlenstoffschicht bedeckt ist, geringer als die eines Presslings ohne eine solche
Kohlenstoffschicht.
[0019] Beim Einsatz von Kohlepartikeln, die vor der Verarbeitung zu Presslingen einer Vortrocknung
bedürfen, ist es aus wirtschaftlichen Gründen von Vorteil, die Trocknung nicht wesentlich
unter 5 Gewichts% Feuchte, das heißt auf maximal 4 Gewichts% Feuchte, voranzutreiben.
Dadurch wird die Entstehung von zusätzlichem Porenvolumen infolge der Trocknung begrenzt
und entsprechend im Imprägnierungsschritt weniger Substanz von Poren aufgenommen.
Entsprechend wird im Imprägnierungsschritt weniger Substanz verbraucht. Zudem muss
zur Trocknung weniger apparativer und energetischer Aufwand betrieben werden.
[0020] Die Untergrenze der Menge von im Imprägnierungsschritt zugesetzter Substanz, genannt
Imprägnierungsmittel, beträgt 0,5 Gewichts%, bevorzugt 1 Gewichts%, die Obergrenze
beträgt 5 Gewichts%, bevorzugt 3 Gewichts%, besonders bevorzugt 2 Gewichts%, bezogen
auf das Gewicht des zu Presslingen zu verarbeitenden Gutes, also der Kohlepartikel.
Zusatz von mehr als 5 Gewichts% Imprägnierungsmittel ist ökonomisch nicht sinnvoll.
Bei Zusatz von weniger als 0,5 Gewichts% Imprägnierungsmittel ist eine Imprägnierung
nicht mehr effektiv.
[0021] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren enthält das Bindemittelsystem Melasse sowie
Branntkalk oder Kalkhydrat. Es kann auch aus diesen Komponenten bestehen.
[0022] Gemäß anderen Ausführungsformen enthält das Bindemittelsystem Melasse in Kombination
mit starken anorganischen Säuren, wie beispielsweise Phosphorsäure, Schwefelsäure,
Salpetersäure.
[0023] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren enthält das Bindemittelsystem eine Emulsion
von Bitumen in Wasser. Es kann auch aus einer solchen Emulsion bestehen.
[0024] Gemäß weiterer Ausführungsformen enthält das Bindemittelsystem Produkte aus Ablaugen
der Zellstoffgewinnung, Stärken, Cellulose, Rübenschnitzel, Altpapierschliff, Holzschliff,
oder auch langkettige Polyelektrolyte wie beispielsweise Carboxymethylcellulose.
[0025] Nach einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden auch Eisen- oder
Eisenoxid-haltige Partikel in einem Gemisch mit den Kohlenpartikeln verarbeitet.
[0026] Gemäß einer besonderen Ausprägung des erfinderischen Verfahrens werden die Presslinge
nach der Pressung einer Wärmebehandlung unterzogen werden.
[0027] Die Wärmebehandlung erfolgt bei einer gegenüber der Pressung erhöhten Temperatur.
Die Wärmebehandlung bewirkt eine Trocknung und/oder Härtung der Presslinge. Die Wärmebehandlung
kann bei Temperaturen von bevorzugt ≥ 250°C und ≤ 350°C erfolgen, bei denen irreversible
chemische Vorgänge Bindemittelkomponenten umwandeln können. Beispielsweise können
wasserlösliche Bindemittelkomponenten in wasserunlösliche Verbindungen umgewandelt
werden.
[0028] Die bei solchen Umwandlungen entstehenden Verbindungen können einen Beitrag zur Festigkeit
der Presslinge leisten.
[0029] Im Fall eines Melasse enthaltenden Bindemittelsystems erfolgt beispielsweise eine
Umwandlung von Melasse durch Karamellisierung.
[0030] Gemäß einer besonderen Ausprägung des erfinderischen Verfahrens werden die Kohlepartikel
nach dem Imprägnierungsschritt vor dem Vermischen mit dem Wasser enthaltenden Bindemittelsystem
einer Wärmebehandlung unterzogen.
[0031] Die Wärmebehandlung bewirkt eine Trocknung. Für den Fall, dass sich in den Poren
Lösungen oder Emulsionen befinden, bewirkt die Wärmebehandlung zusätzlich ein Einengen
der Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen und entsprechend eine Beschichtung der
Porenwandungen mit gelösten, suspendierten oder emulgierten Komponenten. Diese können,
zusätzlich zu dem danach hinzugefügten wässrigen Bindemittelsystem, einen Beitrag
zu erhöhter Heißfestigkeit und Grünfestigkeit der Presslinge liefern.
[0032] Weiterhin kann die Wärmebehandlung die Umwandlung der infolge der Wärmebehandlung
zunächst entstehenden Beschichtung der Porenwandungen in wasserunlösliche Verbindungen,
oder in die Reaktivität der Kohlepartikel gegenüber heißen CO
2 haltigen Gasen herabsetzende Verbindungen bewirken. Die Maximaltemperatur der Wärmebehandlung
ist durch die Pyrolyse der Kohlepartikel beschränkt und liegt bei 350°C. Die Untergrenze
für die Temperatur bei dieser Wärmebehandlung liegt bei 150°C.
[0033] Insgesamt wird daher zur Herstellung der Presslinge weniger Wasser enthaltendes Bindemittelsystem
benötigt als bei einer Herstellung ohne Imprägnierungsschritt.
[0034] Die Verarbeitung zu Presslingen nach dem Imprägnierungsschritt kann durch bekannte
Verfahren, beispielsweise wie in
WO 02/50219A1 oder in
AT005765U1 beschrieben, beziehungsweise durch jedes zur Verarbeitung von Kohlepartikel mit einem
Wasser enthaltenden Bindemittelsystem zu Presslingen geeignete Verfahren erfolgen.
[0035] Eine erfindungsgemäß erst nach dem Imprägnierungsschritt mit einer wasserunlöslichen
und/oder wasserabstoßende Substanz erfolgende Zugabe von Wasser enthaltenden Bindemittelsystemen
bei der Herstellung von Presslingen vermindert die Verfahrenskosten gegenüber herkömmlichen
Verfahren wie etwa gemäß
WO02/50219A1. Die Vermeidung einer Wasseraufnahme der Kohle während der Herstellung von Presslingen
mit Wasser enthaltenden Bindemittelsystemen vermindert einerseits den spezifischen
Kohleverbrauch bei Roheisenerzeugungsverfahren, bei denen die Presslinge oder aus
ihnen gewonnener Koks zum Einsatz kommen, da weniger Wasser aus dem Bindemittelsystem
im Pressling vorhanden ist und entsprechend weniger Energie für dessen Verdampfung
aufgewendet werden muss. Andererseits kann eine in herkömmlichen Verfahren zur Herstellung
von Presslingen aufgrund der Wasseraufnahme aus dem Bindemittelsystem auftretende
Notwendigkeit zur Nachtrocknung der Presslinge bei Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens entfallen, oder der Trocknungsaufwand reduziert werden, woraus eine Energieeinsparung
resultiert. Da entsprechend auf die Errichtung oder den Betrieb von Vorrichtungen
zu Nachtrocknung verzichtet werden kann, oder die Dimensionen der Vorrichtungen und
der Aufwand ihres Betriebes reduziert werden kann, ist dies gleichbedeutend mit einer
Betriebskosten- sowie einer Investmentkostensenkung.
[0036] Als zusätzlicher vorteilhafter Effekt des Imprägnierungsschrittes kann sich, je nach
Art der zur Imprägnierung verwendeten Substanz, eine Minderung der CO
2-Reaktivität des nach Pyrolyse der Presslinge in einem Einschmelzvergaser entstandenen
Halbkokses beziehungsweise des aus Presslingen gewonnenen Kokses ergeben. Eine geringe
CO
2-Reaktivität ist beim Betrieb eines Einschmelzvergasers gewünscht, damit der Halbkoks
im Festbett des Einschmelzvergasers bzw. der Koks im Festbett eines Hochofens von
der Chargierung auf die Bettoberfläche bis zum Erreichen der unmittelbaren Vergasungszone
im Bereich der Sauerstoffdüsen bzw. der Windformen stabil bleiben und dadurch die
Permeabilität des Festbettes in Bezug auf die Durchgasung und die Drainage schmelzflüssiger
Phasen fördern. Die Minderung der CO
2-Reaktivität des Halbkokses beziehungsweise des Kokses wird dadurch erreicht, dass
die innere Oberfläche der Poren der Kohlepartikel im Pressling durch die Imprägnierung
nicht mehr von einem Bindemittel, welches reaktivitätsfördernde Substanzen enthält,
überzogen werden kann. Beispielsweise enthält die Bindemittelkomponente Melasse als
reaktivitätsfördernde Substanzen Alkalien. Wird durch die Imprägnierung, beispielsweise
mit Bitumina oder Wachse enthaltenden Substanzen, vermieden, dass Melasse die innere
Oberfläche der Poren überzieht, ist die CO
2-Reaktivität also gegenüber mittels eines Verfahrens ohne Imprägnierungsschritt gewonnenem
Halbkoks oder Koks herabgesetzt.
[0037] Ein Minderanteil von unterkörnigem Koks wird im COREX®- oder FINEX®-Verfahren zur
Roheisenerzeugung in einem Festbett eines Einschmelzvergasers häufig zur Einsatzkohle
gegeben, um die Permeabilität des Festbettes zu verbessern. Bei Verwendung von erfindungsgemäß
hergestellten Presslingen, oder aus solchen hergestelltem Koks, wird eine Entfestigung
der Halbkoks- bzw. Koks-Partikel durch heißes CO
2 inhibiert und somit einem Zerfall der Partikel entgegengewirkt. Mit einem aus erfindungsgemäß
hergestellten Presslingen durch Pyrolyse abgeleitetem Halbkoks gepacktem Festbett
werden eine deutlich bessere Gaspermabilität und ein besseres Drainageverhalten des
Festbettes ermöglicht als nach dem Stand der Technik. Die Verbesserung der Reaktivtätseigenschaften
des Halbkokses ermöglicht daher eine Verringerung oder gar Vermeidung des Kokszusatzes
zur COREX®- oder FINEX®-Einsatzkohle
[0038] Im Bereich der Kokereitechnik wird bekanntlich durch eine Erhöhung der Schüttdichte
der Einsatzkohle die Qualität des daraus erzeugten Kokses verbessert. Die Verwendung
vieler Einsatzkohlen für die Erzeugung von Hüttenkoks wird durch eine Verdichtung
der Einsatzkohle überhaupt erst möglich. Neben Stampfkokereien wurden daher Verfahrenvarianten
für Kokereien im Schüttbetrieb entwickelt, die eine Brikettierung bzw. teilweise Brikettierung
der Einsatzkohlen vorsahen. Aus heutiger Sicht ist jedoch eine Brikettierung mit bituminösen
Bindemittel aus wirtschaftlichen Gründen, eine Heißbrikettierung oder eine Brikettierung
mit Steinkohlenteer-stämmigen Binder aus Gründen des Gesundheitsschutzes, und eine
Brikettierung mit Melasse oder vergleichbaren Bindern wegen des Eintrags unerwünschter
Stoffe in den Koks problematisch.
[0039] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Presslingen ermöglicht es, auch
bei der Herstellung von Koks unter Verwendung von Presslingen der Einsatzstoffe den
Verbrauch an Bindemittel zu reduzieren beziehungsweise die schädlichen Auswirkungen
reaktivitätsfördernder Bindemittelkomponenten einzudämmen.
[0040] Die Presslinge können beispielsweise Briketts oder Schülpen aus einer Kompaktierung
sein.
[0041] Die Presslinge enthalten bis zu 97 Gewichts% Kohlepartikel, und bis zu 12 Gewichts%
Komponenten eines Bindemittelsystem, sowie, bezogen auf das Gewicht des zu Presslingen
zu verarbeitenden Gutes Kohlepartikel, wasserunlösliche und/oder wasserabstoßende
Substanzen, oder Feststoffe mit wasserabweisenden Eigenschaften, in einer Menge, deren
Untergrenze 0,5 Gewichts%, bevorzugt 1 Gewichts%, beträgt, und deren Obergrenze 5
Gewichts%, bevorzugt 3 Gewichts%, besonders bevorzugt 2 Gewichts%, beträgt
[0042] Nach einer Ausführungsform enthält der Pressling auch Eisen- oder Eisenoxid-haltige
Partikel. Solche Partikel können beispielsweise aus bei der Roheisen- oder Stahlerzeugung
anfallenden Stäuben oder Schlämmen stammen.
[0043] Im Folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand der in den Figuren 1 bis
3 dargestellten Blockschemata skizziert.
Figur 1 zeigt ein herkömmliches Verfahren zur Herstellung von Presslingen ohne Imprägnierungsschritt.
Figur 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung von Presslingen mit
Imprägnierungsschritt.
Figur 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung von Presslingen mit
einer dem Imprägnierungsschritt vorgelagerten Wärmebehandlung.
[0044] Gemäß Figur 1 wird die zu Presslingen, in diesem Fall Briketts, zu verarbeitende
Kohle 1 einer Trocknung 2 unterzogen und danach durch Körnen 3 auf eine gewünschte
Körnung gebracht. Zu den dabei erhaltenen Kohlepartikeln erfolgt danach der Zusatz
eines Wasser enthaltenden Bindemittelsystems 4, in diesem Fall Melasse, gegebenenfalls
unter Zusatz fester, feinteiliger Bindemittelkomponenten wie Kalkhydrat oder Branntkalk,
unter Mischen 5, wobei das Mischen 5 ein- oder mehrstufig sein kann. Die dabei erhaltene
Mischung wird einer Knetung 6 und einer Mischung 7 unterworfen. Das nach Härten 7
erhaltene Produkt ist das Brikett.
[0045] Das erfindungsgemäße Verfahren nach Figur 2 unterscheidet sich von dem in Figur 1
dargestellten Verfahren dadurch, dass vor dem Mischen 5 mit dem Wasser enthaltenden
Bindemittelsystem 4 die Kohlepartikel einem Imprägnierungsschritt 10 unterzogen werden,
bei dem sie mit einer Substanz 11, dem Imprägnierungsmittel, imprägniert werden. Erst
nach diesem Imprägnierungsschritt 10 erfolgt das Mischen mit dem Wasser enthaltenden
Bindemittelsystem 4 und die Weiterverarbeitung der dabei erhaltenen Mischung entsprechend
Figur 1.
[0046] In Figur 3 ist eine Variante des Verfahrens aus Figur 2 dargestellt, in der nach
dem Imprägnierungsschritt 10, vor dem Vermischen mit dem Wasser enthaltenden Bindemittelsystem
4, eine Wärmebehandlung 12 durchgeführt wird.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Kohle
- 2
- Trocknung
- 3
- Körnen
- 4
- Wasser enthaltendes Bindemittelsystem
- 5
- Mischen
- 6
- Knetung
- 7
- Pressung
- 8
- Härten
- 9
- Produkt
- 10
- Imprägnierungsschritt
- 11
- Substanz (Imprägnierungsmittel)
- 12
- Wärmebehandlung
1. Verfahren zur Herstellung eines Kohlepartikel enthaltenden Presslings, bei dem die
Kohlepartikel mit einem Wasser enthaltenden Bindemittelsystem aus der Gruppe
- Bindemittelsystem enthaltend Melasse sowie Branntkalk oder Kalkhydrat,
- Bindemittelsystem enthaltend eine Emulsion von Bitumen in Wasser,
vermischt werden und die dabei erhaltene Mischung durch Pressung zu Presslingen weiterverarbeitet
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Vermischen mit dem Wasser enthaltenden Bindemittelsystem die Kohlepartikel
einem Imprägnierungsschritt unterworfen werden, in welchem sie mit einer flüssigen
wasserunlöslichen und/oder wasserabstoßenden Substanz imprägniert werden,
wobei die wasserunlösliche und/oder wasserabstoßende Substanz zu der aus Wachsen,
organischen Kokerei- oder Raffinerieprodukten, Kunststoffen beziehungsweise Kunststoffabfällen,
und Altöl, bestehenden Gruppe von Substanzen gehört,
und wobei die Untergrenze der Menge von im Imprägnierungsschritt zugesetzter wasserunlöslicher
und/oder wasserabstoßender Substanz 0,5 Gewichts%, bevorzugt 1 Gewichts%, bezogen
auf das Gewicht des zu Presslingen zu verarbeitenden Gutes Kohlepartikel, beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Imprägnierungsschritt aus Bedampfung der Kohlepartikel mit der wasserunlöslichen
und/oder wasserabstoßenden Substanz, aus Besprühung der Kohlepartikel mit der wasserunlöslichen
und/oder wasserabstoßenden Substanz, aus Einmischen der wasserunlöslichen und/oder
wasserabstoßenden Substanz in eine bewegte Schüttung der Kohlepartikel, oder aus Einmischen
der wasserunlöslichen und/oder wasserabstoßenden Substanz in eine Wirbelschicht der
Kohlepartikel besteht.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Obergrenze der Menge von im Imprägnierungsschritt zugesetzter wasserunlöslicher
und/oder wasserabstoßender Substanz 5 Gewichts%, bevorzugt 3 Gewichts%, besonders
bevorzugt 2 Gewichts%, bezogen auf das Gewicht des zu Presslingen zu verarbeitenden
Gutes Kohlepartikel, beträgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auch Eisen- oder Eisenoxid-haltige Partikel in einem Gemisch mit den Kohlenpartikeln
verarbeitet werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressling nach der Pressung einer Wärmebehandlung unterzogen wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlepartikel nach dem Imprägnierungsschritt vor dem Vermischen mit dem Wasser
enthaltenden Bindemittelsystem einer Wärmebehandlung unterzogen werden.
7. Verwendung eines nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 erhaltenen
Presslings
in einem Prozess zur Roheisenerzeugung in einem Festbett als Kohlenstoffträger oder
in einem Prozess zur Herstellung von Kohlenstoffträgern für einen Prozess zur Roheisenerzeugung
in einem Festbett.
1. Method for producing a pressed article containing coal particles in which the coal
particles are mixed with a water-containing binder system from the group comprising
- a binder system containing molasses as well as quicklime or hydrated lime,
- a binder system containing an emulsion of bitumen in water, and the mixture thereby
obtained is further processed into pressed articles by pressing
characterized in that,
before the mixing with the water-containing binder system, the coal particles are
subjected to an impregnating step in which they are impregnated with a liquid water-insoluble
and/or water-repellent substance, wherein the water-insoluble and/or water-repellent
substance belongs to the group of substances comprising waxes, organic coking-plant
or refinery products, plastics or plastics scrap, and used oil, and wherein the lower
limit of the amount of water-insoluble and/or water-repellent substance added in the
impregnating step is 0.5% by weight, preferably 1% by weight, with respect to the
weight of the material to be processed into pressed articles, the coal particles.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the impregnating step comprises damping the coal particles with the water-insoluble
and/or water-repellent substance, spraying the coal particles with the water-insoluble
and/or water-repellent substance, mixing the water-insoluble and/or water-repellent
substance into a moving packed bed of the coal particles, or mixing the water-insoluble
and/or water-repellent substance into a fluidized bed of the coal particles.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the upper limit of the amount of water-insoluble and/or water-repellent substance
added in the impregnating step is 5% by weight, preferably 3% by weight, particularly
preferably 2% by weight, with respect to the weight of the material to be processed
into pressed articles, the coal particles.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that iron- or iron-oxide-containing particles are also processed in a mixture with the
coal particles.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the pressed article is subjected to a heat treatment after the pressing.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the coal particles are subjected to a heat treatment after the impregnating step,
before mixing with the water-containing binder system.
7. Use of a pressed article obtained by a method according to one of Claims 1 to 6 in
a process for producing pig iron in a fixed bed as a carbon carrier or in a process
for producing carbon carriers for a process for producing pig iron in a fixed bed.
1. Procédé de fabrication d'une pièce moulée par pressage contenant des particules de
charbon, dans lequel les particules de charbon sont mélangées à un système de liant
contenant de l'eau, issu du groupe constitué de
- système de liant contenant de la mélasse ainsi que de la chaux vive ou de l'hydrate
de calcium,
- système de liant contenant une émulsion de bitume dans de l'eau,
et le mélange ainsi obtenu est transformé ultérieurement par compression pour donner
des pièces moulées par pressage,
caractérisé en ce que,
avant le mélange avec le système de liant contenant de l'eau, les particules de charbon
sont soumises à une étape d'imprégnation au cours de laquelle elles sont imprégnées
avec une substance liquide insoluble dans l'eau et/ou hydrophobe,
dans lequel la substance insoluble dans l'eau et/ou hydrophobe appartient au groupe
de substances constitué des cires, des produits organiques de cokerie ou de raffinerie,
des matières plastiques, par exemple des déchets de plastique, et des huiles de vidange,
et dans lequel la limite inférieure de la quantité de substance insoluble dans l'eau
et/ou hydrophobe ajoutée lors de l'étape d'imprégnation est de 0,5% en poids, de manière
préférée 1% en poids, par rapport au poids des particules de charbon du produit à
transformer en pièce moulée par pressage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'étape d'imprégnation consiste en une vaporisation des particules de charbon avec
la substance insoluble dans l'eau et/ou hydrophobe, en une aspersion des particules
de charbon avec la substance insoluble dans l'eau et/ou hydrophobe, en une incorporation
par mélange de la substance insoluble dans l'eau et/ou hydrophobe dans un lit fluidisé
des particules de carbone, ou en une incorporation par mélange de la substance insoluble
dans l'eau et/ou hydrophobe dans une couche fluidisée des particules de carbone.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la limite supérieure de la quantité de substance insoluble dans l'eau et/ou hydrophobe
ajoutée lors de l'étape d'imprégnation est de 5% en poids, de manière préférée 3%
en poids, de manière particulièrement préférée 2% en poids, par rapport au poids des
particules de charbon du produit à transformer en pièce moulée par pressage.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des particules contenant du fer ou de l'oxyde de fer sont également utilisées en
mélange avec les particules de charbon.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pièce moulée par pressage est soumise à un traitement thermique après la compression.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les particules de charbon sont soumises à un traitement thermique après l'étape d'imprégnation
et avant le mélange avec le système de liant contenant de l'eau.
7. Utilisation d'une pièce moulée par pressage obtenue grâce à un procédé selon l'une
quelconque des revendications 1 à 6
dans un procédé de production de fonte brute dans un lit fixe en tant que support
carbone ou
dans un procédé de production de supports carbone pour un procédé de production de
fonte brute dans un lit fixe.