[0001] Die Erfindung betrifft ein Rückhaltsystem gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1. Rückhaltesysteme zum Zurückhalten anprallender Fahrzeuge - beispielsweise Leitwände,
Anpralldämpfer, etc. - werden oftmals mit dem Untergrund verankert. Dadurch soll die
im Zuge eines Fahrzeuganpralls auftretende Verschiebung des Systems verhindert respektive
reduziert werden.
[0002] Die
WO 00/008 259 A1 offenbart ein Rückhaltesystem umfassend Wandelemente, welches reibungsvermindernde
Maßnahmen aufweist, um bei Bewegung des Wandelementes entlang des Untergrundes die
Reibung zwischen dem Wandelement und dem Untergrund zu verringern. Dieses Dokument
offenbart die Merkmale des einleitenden Teils der Ansprüche 1, 10 und 11.
[0003] Die
ES 2 293 860 A1 und die
FR 1 562 106 A beschreiben jeweils ein Schutzplanken-Rückhaltesystem umfassend eine Schutzplanke
und Pfosten zum Halten der Schutzplanke. Die herkömmliche Verankerung in den Boden
bzw. in Fundamenten durch Klebe-, Schraub- oder Spreizanker hat den Nachteil, dass
in den Verankerungen hohe Kräfte entstehen. Durch die Herstellung entsprechend widerstandsfähiger
Fundamente bzw. die aufwendige Konstruktion der Rückhaltesysteme und deren Verankerung
werden hohe Kosten verursacht. Ein weiterer Nachteil dabei ist, dass die Anprallenergie
nicht mehr durch die Verschiebung des Rückhaltesystems sondern nur mehr durch die
Verformung des Fahrzeuges abgebaut wird. Dabei führen fix verankerte Rückhaltesysteme
auf Grund des verringerten Verformungsweges zu erhöhter Verletzungswahrscheinlichkeit
der Fahrzeuginsassen, da die Beschleunigungen denen die Insassen im Fall eines Anpralls
ausgesetzt sind zunehmen. Bekannt ist, dass eine Reduktion dieser Nachteile durch
Vorsehen von Sollbruchstellen in den Ankern erfolgen kann. Weiters kann durch einen
Spielraum, welcher eine Verformung der Anker erlaubt, eine Dämpfung des Anpralls erfolgen.
Nachteilig hierbei ist, dass der Widerstand, den das herkömmliche Rückhaltesystem
gegen den Anprall ausübt, ungleichmäßig erfolgt: Bei zunehmender Verschiebung steigt
der Widerstand kontinuierlich an und sinkt plötzlich beim Versagen der Sollbruchstelle
auf null ab. Ferner sind dabei die Verschiebungswege hierbei sehr begrenzt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Rückhaltsystem der eingangs genannten Art
anzugeben, mit welchem die genannten Nachteile vermieden werden können und mit welchem
von einem anprallenden Fahrzeug Anprallenergie übernommen und vorbestimmbar kontrolliert
abgebaut werden kann.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[0006] Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Anprallenergie des Fahrzeuges kontrolliert
und gleichmäßig abgebaut werden kann. Vorteilhaft hierbei ist, dass der Widerstand,
den das Rückhaltesystem dem anprallenden Fahrzeug entgegenhält, im Wesentlichen mit
zunehmender Verschiebung des Wandelements zuverlässig vorgebbar - insbesondere gemäß
einer vorbestimmbaren Kennlinie - ausgebildet sein kann.
[0007] Vorteilhaft dabei ist, dass das erfindungsgemäße Rückhaltesystem zuverlässig sowohl
Anprallenergie leichter Fahrzeuge als auch Anprallenergie schwerer Fahrzeuge aufnehmen
und abbauen kann. Damit kann gewährleistet sein, dass das Rückhaltesystem - beim Anprall
schwerer Fahrzeug - nicht übermäßig auslenkt und - beim Anprall leichter Fahrzeug
- nicht unterdurchschnittlich wenig Anprallenergie übernimmt und abbaut.
[0008] Die Erfindung betrifft auch ein zur Ausbildung des erfindungsgemäßen Rückhaltesystems
geeignetes Wandelement gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 10.
[0009] Aufgabe des Wandelements ist es, zur Ausbildung des Rückhaltsystems geeignet zu sein,
wobei mit dem Rückhaltsystem die genannten Nachteile vermieden werden können und wobei
vom Wandelement Anprallenergie vom anprallenden Fahrzeug übernommen und vorbestimmbar
kontrolliert abgebaut werden kann.
[0010] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 10 erreicht. Vorteilhaft
dabei ist, dass das Wandelement mit herkömmlichen Ankern am Untergrund verankert werden
kann, wobei bei bestehender Verankerung das derart gebildete Rückhaltsystem die vorstehenden
Nachteile vermeiden kann und die vorstehenden Vorteile gewährleisten kann.
[0011] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Abbau von Anprallenergie eines anprallenden
Fahrzeuges mittels eines Rückhaltesystems nach Anspruches 1 gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 11.
[0012] Bekannte derartige Verfahren weisen die eingangs genannten Nachteile auf.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Verfahren anzugeben, mit welchem die genannten
Nachteile vermieden werden können und mit welchem von einem anprallenden Fahrzeug
Anprallenergie übernommen und zuverlässig kontrollierbar abgebaut werden kann. Erfindungsgemäß
wird dies durch die Merkmale des Anspruchs 11 erreicht.
[0014] Das Verfahren ermöglicht in vorteilhafter Weise die vorstehend genannten Vorteile
und vorteilhaften Wirkungen. Insbesondere kann das Verfahren in vorteilhafter Weise
mittels eines Rückhaltesystems gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 durchgeführt werden.
Die Unteransprüche, welche ebenso wie die Patentansprüche 1, 10 und 11 gleichzeitig
einen Teil der Beschreibung bilden, betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung. Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen,
in welchen lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher
beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein Wandelement des Rückhaltesystems einer bevorzugten Ausführungsform in schematischer,
stirnseitiger Seitenansicht auf das Wandelement;
Fig. 2 Detail A gemäß Fig. 1 in unverschobener Position des Wandelements, also in
einer Gebrauchslage des Rückhaltesystems; und
Fig. 3 Detail A gemäß Fig. 1 in verschobener Position des Wandelements, also in einer
Stellung des Rückhaltesystems nach einem Fahrzeuganprall.
[0015] Die Fig. 1 bis 3 zeigen schematisch zumindest Rückhaltesystem 1 zum Zurückhalten
anprallender Fahrzeuge, wobei das Rückhaltesystem 1 wenigstens ein Wandelement 2 zum
Aufstellen auf einem Untergrund 4 und einen Anker 3 zur Verankerung des Wandelements
2 mit dem Untergrund 4 umfasst, wobei das Wandelement 2 eine Verankerungsöffnung 22
zur Verankerung mit dem Untergrund 4 umfasst, und wobei das Wandelement 2 - bei einem
anprallenden Fahrzeug - zu einer ersten Bewegung relativ zum Untergrund 4 vorgesehen
ist. Zur zuverlässigen Aufnahme und zum zuverlässigen Abbau von Anprallenergie durch
das Rückhaltesystem 1 ist dabei vorgesehen, dass am Anker 3 ein Verformungselement
31 angeordnet ist, dass das Verformungselement 31 zu einer zweiten Bewegung relativ
zur Verankerungsöffnung 22 und vorgesehen ist, und dass das Verformungselement 31
und/oder die Verankerungsöffnung 22 zur fortschreitenden Deformation des Verformungselements
31 bei fortschreitender zweiter Bewegung ausgebildet sind, wie dies in Fig. 3 dargestellt
ist.
[0016] Dies ermöglichen die eingangs genannten Vorteile und vorteilhaften Wirkungen. Insbesondere
können bei der ersten Bewegung - insbesondere in die Verschieberichtung 5 - des Wandelements
2 das Verformungselement 31 und gegebenenfalls ein Verankerungselement 32 in vorbestimmbarer
Weise deformieren, womit Anprallenergie vom anprallenden Fahrzeug zuverlässig und
insbesondere in vorbestimmbarer Weise, also kontrolliert, auf das Wandelement 2 übertragen,
von diesem übernommen, anschließend insbesondere auf das Verformungselement 31 übertragen
und dabei unter anderem mittels Deformation des Verformungselements 31 abgebaut werden
kann.
[0017] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass das Verformungselement 31 bei dessen
zweiten Bewegung zur wenigstens bereichsweisen Bewegung innerhalb der Verankerungsöffnung
22 vorgesehen ist, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
[0018] Die erste Bewegung des Wandelements 2 kann als Rotation und/oder als Translation
des Wandelements 2 relativ zum Untergrund 4 ausgebildet sein, womit die erste Bewegung
als Verdrehung, Verkippung und/oder Verschiebung ausgebildet sein kann. Die erste
Bewegung des Wandelements 2 kann insbesondere eine Translation in eine Verschieberichtung
5 ausgebildet sein, welche Verschieberichtung 5 im Wesentlichen parallel zum Untergrund
4 angeordnet ist.
[0019] Die zweite Bewegung ist insbesondere entlang der Längserstreckung der Verankerungsöffnung
22 ausgebildet sein. Die zweite Bewegung kann dabei insbesondere im Wesentlichen parallel
zu einer Mittellinie 35 der Verankerungsöffnung 22 ausgebildet sein und kann insbesondere
von einem ersten Ende 27 der Verankerungsöffnung 22 in Richtung eines zweiten Endes
28 der Verankerungsöffnung 22 gerichtet sein.
[0020] Das Rückhaltesystem 1 kann Fahrbahnen teilen und kann dabei als Fahrbahntrennung
bezeichnet werden. Dabei kann das wenigstens eine Wandelement 2 - aufgrund einer Leitungsfunktion
Leitens Funktion - auch als Leitwand bezeichnet werden. Insbesondere ist zur zuverlässigen
Aufnahme und zum zuverlässigen Abbau von Anprallenergie durch das Rückhaltesystem
1 vorgesehen, dass das Wandelement 2 eine, sich in Richtung einer Auflagefläche 21
des Wandelements 2, verengende Verankerungsöffnung 22 aufweist, wobei sich die Verankerungsöffnung
22 - in Gebrauchslage des Rückhaltesystems 1 - nach unten hin verengt. Das am Anker
3 fixierte Verformungselement 31, welches insbesondere an einem Verankerungselement
32 fixiert ist, wird insbesondere unter Deformation in Richtung der Auflagefläche
21 in die Verankerungsöffnung 22 hinein und entlang der Verankerungsöffnung 22 verschoben,
wobei das Verankerungselement 32 längsverschiebbar zur Verankerungsöffnung 22 ausgebildet
ist. Dabei kann die Widerstandskennlinie mit hoher Zuverlässigkeit vorgebbar ausgebildet
werden. Vorteilhaft dabei ist, dass derart das Wandelement 2 mit im Wesentlichen gleich
bleibender Kraft an den Untergrund 4 aufliegen kann bzw. angepresst sein kann. Insbesondere
ist dabei möglich, dass der Widerstand des Rückhaltesystems 1 bei fortschreitender
erster Bewegung des Wandelementes 2 in die Verschieberichtung 5 im Wesentlichen konstant
bleiben kann.
[0021] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass das Verformungselement 31 - zumindest
zeitweise - während der zweiten Bewegung vollständig innerhalb der Verankerungsöffnung
22 angeordnet ist, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
[0022] Die Deformation der Verankerungsöffnung 22 und/oder insbesondere des Verformungselements
31 kann dabei durch das sich dazu in Richtung der zweiten Bewegung verjüngendes Verformungselements
31 und/oder durch die sich dazu in Richtung der zweiten Bewegung verjüngende Verankerungsöffnung
22 bewirkt werden. Beispielsweise kann das
[0023] Verformungselements 31 stoppelförmig ausgebildet sein und - bei der zweiten Bewegung
- zum Hineingezogenwerden in die dazu im Wesentlichen zylindrische Verankerungsöffnung
22 vorgesehen sein. In diesem Zusammenhang können sich sowohl Verformungselement 31
als auch Verankerungsöffnung 22 in Richtung der zweiten Bewegung verjüngen, wobei
die Verjüngung des Verformungselements 31 jedoch stärker ausgebildet ist, als die
Verjüngung der Verankerungsöffnung 22.
[0024] Gemäß einer besonders bevorzugten ersten Ausführungsform des Rückhaltesystems 1 kann
in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass das Verformungselement 31 nicht verjüngend
ausgebildet ist und die Verjüngung lediglich entlang der Verankerungsöffnung 22 des
Wandelements 2 ausgebildet ist, wie dies in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Dies
ermöglicht die besonders einfach und kostengünstige Ausgestaltung des Ankers 3 mittels
standardisierter Bauelemente, insbesondere Stahlbauelemente.
[0025] Die Verankerungsöffnung 22 kann - in Sichtrichtung auf die Längserstreckung der Verankerungsöffnung
22, also in Sichtrichtung entlang der Mittellinie 35 - eine vorbestimmbare Umfangsgeometrie
aufweisen. Insbesondere kann die Verankerungsöffnung 22 eine mehreckige, beispielsweise
viereckige oder sechseckige, eine ovale oder eine runde Umfangsgeometrie aufweisen.
Derart kann ein im Wesentlichen normal auf die Längserstreckung der Verankerungsöffnung
22 gerichteter Querschnitt der Verankerungsöffnung 22 mehreckig, oval und/oder rund
ausgebildet sein.
[0026] In vorteilhafter Weiterbildung kann dabei vorgesehen sein, dass sich die vorbestimmbare
Umfangsgeometrie der Verankerungsöffnung 22 entlang der Längserstreckung verändert,
wobei beispielsweise vorgesehen sein kann, dass der Querschnitt in einem ersten Längserstreckungsbereich
der Verankerungsöffnung 22 rund ausgebildet ist und dass in einem zweiten Längserstreckungsbereich
der Verankerungsöffnung 22 mehreckig ausgebildet ist.
[0027] In einer erfindungsgemäße Ausführungsform des Wandelementes, wobei die Verankerungsöffnung
22 das erste Ende 27 und das zweite Ende 28 aufweist, ist vorgesehen, dass die Verankerungsöffnung
22 einen ersten Querschnitt und einen zweiten Querschnitt aufweist, dass der zweite
Querschnitt näher zum zweiten Ende 28 als der erste Querschnitt angeordnet ist, und
dass der zweite Querschnitt kleiner als der erste Querschnitt ausgebildet ist. Hiebei
ist gewährleistet, dass sich die Verankerungsöffnung 22 in Richtung der zweiten Bewegung
verjüngt, wobei - bei der zweiten Bewegung - das Verformungselement 31 zuerst den
ersten Querschnitt durchtritt und zeitlich daran nachfolgend den zweiten Querschnitt
durchtreten kann.
[0028] Fig. 2 und 3 zeigen ein Detail des Wandelements 2 einer bevorzugten ersten Ausführungsform,
welches für das Rückhaltesystem 1 zum Zurückhalten anprallender Fahrzeuge vorgesehen
ist, wobei das Wandelement 2 die Verankerungsöffnung 22 zur Verankerung mit dem Untergrund
4 umfasst. Hiebei ist vorgesehen, dass die Verankerungsöffnung 22 den ersten Querschnitt
und den zweiten Querschnitt aufweist, wobei vorgesehen ist, dass der zweite Querschnitt
näher zu einer Auflagefläche 21 des Wandelements 2 als der erste Querschnitt angeordnet
ist, und dass der zweite Querschnitt kleiner als der erste Querschnitt ausgebildet
ist. Dabei verringert sich der Querschnitt der Verankerungsöffnung 22 - in Gebrauchslage
gesehen - nach unten hin, welches in besonders vorteilhafter Weise die fortschreitende
Deformation des Verformungselements 31 bei fortschreitender zweiter Bewegung dieses
bewirkt.
[0029] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass sich der Querschnitt der Verankerungsöffnung
22 - wenigstens bereichsweise - stetig, insbesondere mit konstanter Rate, nach unten
hin kleiner wird, wie dies in Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Dabei kann die Verankerungsöffnung
22 trichterförmig ausgebildet sein. Derart weist die Verankerungsöffnung 22 einen
Öffnungswinkel auf.
[0030] Zur Verkleinerung des Querschnitts der Verankerungsöffnung 22 sind die Seitenwände
der Verankerungsöffnung 22 geneigt Verankerungsöffnung 22, wobei gegenüberliegende
Seitenwände einen Winkel zwischen 3° und 25°, vorteilhafterweise zwischen 7° und 18°,
einschleißen können. Dieser Winkel bildet dabei den Öffnungswinkel der Verankerungsöffnung
22 aus.
[0031] Sofern der Querschnitt der Verankerungsöffnung 22 rund ausgebildet ist, kann die
Verkleinerung des Querschnitts konisch sein, wobei die Verankerungsöffnung 22 - wenigstens
bereichsweise konusförmig ausgebildet sein kann. Der Konus kann mit einem Konuswinkel
zwischen 3° und 25°, vorteilhafterweise zwischen 7° und 18°, ausgebildet sein. Hiebei
bildet dieser Winkel den Öffnungswinkel der Verankerungsöffnung 22 aus. Vorteilhafterweise
kann dabei vorgesehen sein, dass das Wandelement 2 im Wesentlichen aus Beton ausgebildet
ist und kann dabei als Betonwandelement bezeichnet werden. Dabei kann es Verstärkungen,
insbesondere Stahlverstärkungen, umfassen und kann derart als stahlverstärktes Betonwandelement
bezeichnet werden.
[0032] Bei anderen vorteilhaften Ausbildungen des Wandelements 2 kann dieses Metalle und/oder
Kunststoffe umfassen. Insbesondere kann es dabei hohl ausgebildet sein und zur Befüllung
mit Füllstoffen, beispielsweise Sand und/oder Wasser, vorgesehen sein.
[0033] Das Rückhaltesystem 1 ermöglicht ein Verfahren zum Abbau von Anprallenergie eines
anprallenden Fahrzeuges zum Zurückhalten anprallender Fahrzeuge, wobei das Rückhaltesystem
1 wenigstens ein Wandelement 2 zum Aufstellen auf einem Untergrund 4 und einen Anker
3 zur Verankerung des Wandelements 2 mit dem Untergrund 4 umfasst, wobei das Wandelement
2 eine Verankerungsöffnung 22 zur Verankerung mit dem Untergrund 4 umfasst, und wobei
das Wandelement 2 - bei einem anprallenden Fahrzeug - in einer ersten Bewegung relativ
zum Untergrund 4 bewegt wird. Das Verfahren umfasst dabei zumindest die Schritte:
- dass, bei der ersten Bewegung des Wandelements 2, ein am Anker 3 angeordnetes Verformungselement
31 in einer zweiten Bewegung relativ entlang der Längserstreckungder Verankerungsöffnung
22 und wenigstens bereichsweise innerhalb der Verankerungsöffnung 22 bewegt wird,
und, bei der ersten Bewegung, das Verankerungselement des Ankers deformiert wird,
- dass, bei fortschreitender zweiter Bewegung des Verformungselements 31, das Verformungselement
31 fortschreitend deformiert wird.
[0034] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass, bei stetig fortschreitender zweiter
Bewegung, das zweite Verformungselement 31 im Wesentlichen stetig deformiert wird.
Vorteilhaft dabei ist, dass dabei der Widerstand des Rückhaltesystems 1 während der
gesamten Verschiebung des Rückhaltesystems 1 im Wesentlichen konstant bleiben kann,
womit eine im Wesentlichen konstante Leistung vom anprallenden Fahrzeug auf das Rückhaltesystem
1 übertragen werden kann und diese Leistung zuverlässig vom Rückhaltesystem 1 abgebaut
werden kann. Vorteilhafterweise kann dabei das Rückhaltesystem 1 für leichte Fahrzeuge,
etwa zwischen 500 und 1000kg, für mittelschwere Fahrzeuge, etwa zwischen 1000kg und
2500kg, und für schwere Fahrzeuge, zwischen 2500kg und 15000kg, im Wesentlichen gleichermaßen
geeignet sein. Im Unterschied dazu können herkömmliche Rückhaltesysteme oftmals lediglich
einen wesentlich geringeren Gewichtsbereich als diesen zuverlässig abdecken.
[0035] Die vom Rückhaltesystem 1 aufgenommene und umgewandelte Anprallenergie kann dabei
abgebaut werden durch:
- Translation des Wandelements 2
- Reibung zwischen Wandelement 2 und Untergrund 4
- Deformation des Verformungselements 31
- Deformationsenergie des Verformungselements 31
- Deformationsenergie des Verankerungselements 32
- Reibung zwischen dem Verformungselement 31 und der Verankerungsöffnung 22.
[0036] Gegenüber herkömmlichen Verankerungen herkömmlicher Rückhaltesysteme sind dabei insbesondere
zusätzlich die Deformation des Verformungselements 31 sowie die Reibung zwischen dem
Verformungselement 31 und der Verankerungsöffnung 22 vorbestimmbar, womit die Reaktion
des Rückhaltesystems 1 auf ein anprallendes Fahrzeug, also die Verschiebung des Wandelements
2 und die vom Rückhaltesystem 1 aufgenommene Anprallenergie, in vorteilhafter Weise
besonders zuverlässig vorbestimmbar ist.
[0037] Im Falle des Fahrzeuganpralls verformen sich dabei das Verankerungselement 32 und
das Verformungselement 31 derart, dass das Verformungselement 31 in die Verankerungsöffnung
22 hineingezogen wird, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Je weiter die erste Bewegung
des Wandelements 2 in die Verschieberichtung 5 fortschreitet, umso weiter verformt,
also deformiert, sich das Verformungselement 31, wobei die Deformation insbesondere
durch die in Richtung der zweiten Bewegung des Verformungselements 31 immer enger
werdende Verankerungsöffnung 22 bewirkt sein kann. Das Verformungselement 31 deformiert
dabei elastisch und/oder plastisch, wobei ein Teil der Anprallenergie angebaut wird.
Das Verformungselement 31 ist dabei energieabsorbierend ausgebildet, wobei das Verformungselement
31 zur Energieabsorption deformiert wird und insbesondere plastisch deformiert werden
kann. Mit der Deformation des Verformungselements 31 wird in vorteilhafter Weise,
insbesondere möglicherweise kontinuierlich, Anprallenergie abgebaut. Ebenso bewirkt
das reibungsbehaftete Entlangreiben des Verformungselements 31 entlang der Verankerungsöffnung
22, dass ein weiterer Teil der Anprallenergie abgebaut wird. Ebenso kann dabei in
vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass das Wandelement 2 im Wesentlichen immer
mit einer konstanten Vertikalkraft auf den Untergrund 4 aufliegt, womit die mittels
Reibung zwischen Wandelement 2 und Untergrund 4 abbaubare Anprallenergie pro Streckeneinheit
der Verschiebung des Wandelements 2 im Wesentlichen konstant sein kann, welches bei
herkömmlich verankerten Rückhaltesystemen üblicherweise nicht der Fall ist. Die Mittellinie
35 der Verankerungsöffnung 22, welche, sofern die Verankerungsöffnung 22 einen runden
Querschnitt aufweist, auch als Mittelachse ausgebildet sein kann, kann in vorteilhafter
Weise gegenüber der Vertikalen geneigt sein, womit die Verankerungsöffnung 22 gegenüber
der Vertikalen geneigt ist. Dies kann das Hineinziehen des Verformungselements 31
in die Verankerungsöffnung 22 begünstigen.
[0038] Durch vorbestimmbare Dimensionierung des Verformungselements 31, beispielsweise Materialauswahl
und/oder Formgebung, sowie die vorbestimmbare Ausformung der Verankerungsöffnung 22,
beispielsweise mittels der Wahl des Neigungswinkels der Mittellinie 35 zur Senkrechten,
mittels der Wahl des Konuswinkels und/oder mittels der Wahl der Umfangsgeometrie des
Querschnitts der Verankerungsöffnung 22, kann die abgebaute Energiemenge pro um eine
Streckeneinheit verschobenem Wandelement 2 vorbestimmbar, insbesondere je nach Anforderung
vorbestimmbar, kontrolliert gesteuert werden. Insbesondere kann der Anker 3 das Verankerungselement
32 und das Verformungselement 31 umfassen. Das Verankerungselement 32 und das Verformungselement
31 können dabei einstückig ausgebildet sein, beispielsweise als Spritzgussteil, Schmiedeteil
oder als Gussteil. Besonders bevorzugt - wie in Fig. 2 und 3 im Detail dargestellt
- können Verankerungselement 32 und Verformungselement 31 mehrstückig, insbesondere
zweistückig, ausgebildet sein, also zerstörungsfrei voneinander trennbar sein. Derart
kann der Anker 3 aus günstigen Massenbauteilen zusammengesetzt werden. Insbesondere
kann hiebei vorgesehen sein, dass das Verankerungselement 32 als Stange, insbesondere
als Gewindestange, ausgebildet ist und dass das Verformungselement 31 als Platte mit
Durchbrechung, insbesondere beilagscheibenförmig, ausgebildet ist, wie dies bei der
bevorzugten ersten Ausführungsform des Rückhaltesystems 1 vorgesehen ist.
[0039] Das Verformungselement 31 kann insbesondere im Bereich eines - in Gebrauchslage des
Rückhaltesystems 1 gesehen am oberen Ende des Ankers 3 angeordneten - Ankerkopfs 33
angeordnet sein. Insbesondere kann das Verformungselement 31 von einer, dabei den
Ankerkopf 33 ausbildenden, Gewindemutter in Relativposition Verankerungselement 32
gehalten sein, wie dies in Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Vorteilhaft dabei ist, dass
das Verformungselement 31 einfach in Material, Form und/oder Größe an die abzubauenden
Anprallenergien und an die Geometrie der Verankerungsöffnung 22 angepasst werden kann.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das Verformungselement 31
selbst mehrstückig ausgebildet sein. Beispielsweise kann es aus mehreren plattenförmigen
Einzelteilen bestehen. Vorteilhaft dabei ist, dass dabei die vom Verformungselement
31 abbaubare Anprallenergie besonders genau und besonders zuverlässig vorbestimmbar
sein kann. Insbesondere kann das Verformungselement 31 dabei einen Teil der abgebauten
Anprallenergie - anstatt durch Eigendeformation - durch Reibung zwischen den Einzelteilen
des Verformungselements 31 abbauen.
[0040] Vorteilhafterweise können in der Verankerungsöffnung 22 weitere Verformungskörper
angeordnet werden. Diese weiteren Verformungskörper können einer zusätzlichen Anprall-Dämpfung
und/oder einem zusätzlichen Energieabbau dienen. Derartige Verformungskörper können
beispielsweise als luftgefüllt Säcke oder als Schaumstoffkörper ausgebildet sein.
Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Oberfläche der Verankerungsöffnung
22 und/oder des Verformungselements 31 reibungserhöhend ausgebildet sind. Beispielsweise
kann die Oberfläche des Wandelements 2 im Bereich der Verankerungsöffnung 22 aufgeraut,
insbesondere oberflächig strukturiert, ausgebildet sein. Die raue Oberfläche kann
beim Entlanggleiten des Verformungselements 31 abgeschert werden, womit auch das Wandelement
2 verformt wird und womit - reibungsbedingt - ein zusätzlicher Teil der Anprallenergie
abgebaut wird. Ebenso kann die Oberfläche des Verformungselements 31 aufgeraut, insbesondere
oberflächig strukturiert, ausgebildet sein.
[0041] Insbesondere kann vorgesehen sein dass, bei Verschiebung des Wandelements 2 in Verschieberichtung
5, das Verankerungselement 32 des Ankers 3 verformt wird, wie dies beispielsweise
in Fig. 3 dargestellt ist. Das Verankerungselement 32 kann aus Stahl ausgebildet sein.
Dazu kann das Verankerungselement 32 aus Baustahl oder einer höherwertigen Stahlqualität
ausgebildet sein. Vorteilhaft dabei ist, dass das Verankerungselement 32 vergleichsweise
wenig Anprallenergie abbauen muss, womit das Verankerungselement 32 mit geringer Qualität
ausgebildet sein kann und wobei auch in der Dimensionierung des Verankerungselements
32 eine höhere Flexibilität besteht.
[0042] Bei - nicht dargestellten - weiteren Ausführungsformen des Verankerungselements 32
kann dies seilförmig ausgebildet sein. Dabei baut das Verankerungselement 32 im Wesentlichen
keine Anprallenergie ab, sondern dient im Wesentlichen lediglich zum Halten des Verformungselements
31 zum Hineinziehen in die Verankerungsöffnung 22 beim Fahrzeuganprall. Insbesondere
kann dabei das Verankerungselement 32 aus einem anderen Werkstoff als Stahl ausgebildet
sein, wobei beispielsweise Kunststoffseile mit hoher Zugbelastbarkeit bekannt sind.
Vorteilhafterweise kann das Verankerungselement 32 als Stahlseil ausgebildet sein.
[0043] In Fig. 2 ist das Detail A der Fig. 1 dargestellt, wobei das Wandelement 2 hiebei
in der unverschobenen Ausgangslage positioniert ist. Vorteilhafterweise kann hiebei
vorgesehen sein, dass das Verformungselement 31 zwischen dem Ankerkopf 33 und der
sich verengenden Verankerungsöffnung 22 angeordnet ist, also insbesondere - in Gebrauchslage
des Rückhaltesystems 1 gesehen - oberflächlich oben auf der Verankerungsöffnung 22
aufliegt und die Verankerungsöffnung 22 seitlich überragt. Das Verformungselement
31 weist dabei einen größeren Querschnitt auf, als der größte Querschnitt der Verankerungsöffnung
22. Hiebei kann in einer vorteilhaften Weiterbildung der ersten Ausführungsform am
oberen Ende der Verankerungsöffnung 22 auch eine - beispielsweise stufenförmige -
Zentrierausnehmung vorgesehen sein, in welcher das Verformungselement 31 in der Ausgangslage
lagepositioniert angeordnet werden kann. Der Querschnitt der Zentrierausnehmung ist
dabei größer als der Querschnitt des Verformungselements 31. Vorteilhaft kann dabei
die genau vorbestimmbare Lagepositionierung des Verformungselements 31 gegenüber der
Verankerungsöffnung 22 sein.
[0044] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass - in
Betriebs- bzw. Gebrauchslage des Wandelements gesehen - die Verankerungsöffnung 22
entlang der Vertikalen gerichtet ist. Dabei kann der bei der ersten Bewegung des Wandelements
2 aufgebrachte Widerstand bei sämtlichen Verschiebungen parallel zum Untergrund 4
im Wesentlichen gleich sein.
[0045] In besonders vorteilhafter Weise kann - wie in Fig. 2 und 3 dargestellt - die Verankerungsöffnung
22 gegenüber der Senkrechten um den halben Öffnungswinkel der Verankerungsöffnung
22 geneigt sein. Derart kann die Deformation des Verformungselements 31 beim Entlangreiben
an der Verankerungsöffnung 22 mit hoher Zuverlässigkeit vorbestimmbar sein.
[0046] In Fig. 3 ist das Detail A aus Fig. 2 dargestellt, wobei das Wandelement 2 um einen
Betrag in Richtung der Verschieberichtung 5 verschoben ist und sowohl das Verankerungselement
32 als auch Verformungselement 31 deformiert sind, wobei diese Deformation insbesondere
plastisch ausgebildet sein kann. Der Ankerkopf 33 ist dabei in die Verankerungsöffnung
22 hineingezogen, womit auch das Verformungselement 31 in die Verankerungsöffnung
22 hineingezogen ist und dementsprechend verformt ist. Das - gemäß der ersten Ausführungsform
stabförmige - Verankerungselement 32 ist dabei in dieser Seitenansicht im Wesentlichen
s-förmig verformt.
[0047] In Fig. 3 ist weiters dargestellt, dass ein verformter Bereich des Verankerungselements
32 eine im Bereich der Verankerungsöffnung 22 ausgebildeten Schrägauflage 23 kontaktiert.
Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass Schrägauflage 23 lediglich in einem
Bereich des Umfangs der Verankerungsöffnung 22 ausgebildet ist. Dabei kann in vorteilhafter
Weise vorgesehen sein, dass, bei hinreichend großer Verschiebung des Wandelements
2 in Verschieberichtung 5, eine an der Verankerungsöffnung 22 ausgebildete Schrägauflage
23 mit einem verformten Bereich des Verankerungselements 32 kontaktiert wird. Vorteilhaft
dabei ist, dass eine Kerbwirkung einer scharfen Kante des Wandelements auf das Verankerungselement
32 nicht auftritt, sondern dass die Schrägauflage 23 vielmehr flächig mit dem Verankerungselement
32 kontaktiert wird. Vorteilhaft dabei ist, dass ein früher Bruch des Verankerungselements
32 verhindert sein kann.
[0048] Vorteilhafterweise kann bei einer - über hinreichend große Verschiebung des Wandelements
2 in Verschieberichtung 5 hinausgehende - weiteren ersten Bewegung in Verschieberichtung
5 vorgesehen sein, dass die Schrägauflage 23 auf den verformten Bereich des Verankerungselements
32 aufgeschoben und das Wandelement 2 wenigstens bereichsweise vom Untergrund 4 abgehoben
wird. Vorteilhaft dabei ist, dass - wenn das eine hohe kinetische Energie aufweisende
Fahrzeug das Wandelement 2 bis zur - in Fig. 2 dargestellten - hinreichend großen
Verschiebung in Richtung der Verschieberichtung 5 verschiebt und darüber hinaus weiter
verschieben kann. Vorteilhaft dabei ist, dass insbesondere ab dieser hinreichend großen
Verschiebung der Widerstand größer ausgebildet sein kann, wozu das Rückhaltesystem
1 Anprallenergie zusätzlich in potentielle Energie des Wandelements 2 umwandeln kann.
[0049] In vorteilhafter Weiterbildung kann zusätzlich zur Schrägauflage 23 oder anstatt
der Schrägauflage 23 vorgesehen sein, dass die Verankerungsöffnung 22 eine kanalförmige
Durchbrechung zur Durchführung des Verankerungselementes 32 aufweist. Derart kann
gewährleistet sein, dass das Verankerungselement 32 bei der ersten Bewegung innerhalb
der kanalförmigen Durchbrechung zur Durchführung des Verankerungselementes 32 bewegt
wird. Vorteilhaft dabei ist, dass - bei der ersten Bewegung des Wandelements 2 - das
Verankerungselement 32 kontaktfrei zum Wandelement 2 verformt bzw. bewegt wird. Vorteilhaft
dabei ist, dass derart vermieden werden kann, dass das Verankerungselement 32 auf
einen Bereich des Wandelements 2 drückt, welcher Bereich unkontrolliert ausbrechen
könnte. Derart können vom Wandelement 2 absplitternde Bruchstücke mit großer Zuverlässigkeit
verhindert werden.
1. Rückhaltesystem (1) zum Zurückhalten anprallender Fahrzeuge, wobei das Rückhaltesystem
(1) wenigstens ein Wandelement (2) zum Aufstellen auf einem Untergrund (4) und einen
Anker (3) zur Verankerung des Wandelements (2) mit dem Untergrund (4) umfasst, wobei
der Anker (3) ein Verankerungselement (32) zum Verankern des Ankers (3) am Untergrund
(4) umfasst, wobei das Wandelement (2) eine Verankerungsöffnung (22) zur Verankerung
mit dem Untergrund (4) umfasst, und wobei das Wandelement (2) - bei einem anprallenden
Fahrzeug - zu einer ersten Bewegung relativ zum Untergrund (4) vorgesehen ist, wobei
am Anker (3) ein Verformungselement (31) angeordnet ist, welches Verformungselement
(31) zu einer zweiten Bewegung entlang der Längserstreckung der Verankerungsöffnung
(22) vorgesehen ist, wobei das Verformungselement (31) und/oder die Verankerungsöffnung
(22) zur fortschreitenden Deformation des Verformungselements (31) bei fortschreitender
zweiter Bewegung ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt der Verankerungsöffnung (22) - in Gebrauchslage des Rückhaltesystems
(1) gesehen - nach unten hin verringert, um die fortschreitende Deformation des Verformungselements
(31) bei fortschreitender zweiter Bewegung zu bewirken.
2. Rückhaltesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bewegung im Wesentlichen parallel zu einer Mittellinie (35) der Verankerungsöffnung
(22) ausgebildet ist und von einem ersten Ende (27) der Verankerungsöffnung (22) in
Richtung eines zweiten Endes (28) der Verankerungsöffnung (22) gerichtet ist, wobei
- in Gebrauchslage des Rückhaltesystems (1) gesehen - das erste Ende (27) oberhalb
des zweiten Endes (28) angeordnet ist.
3. Rückhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (31) bei dessen zweiten Bewegung zur wenigstens bereichsweisen
Bewegung innerhalb der Verankerungsöffnung (22) vorgesehen ist.
4. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (31) bei der zweiten Bewegung vollständig innerhalb der Verankerungsöffnung
(22) angeordnet ist.
5. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (31) im Bereich eines Ankerkopfs (33) des Ankers (3) angeordnet
ist.
6. Rückhaltesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass - in Gebrauchslage des Rückhaltesystems (1) gesehen - das Verformungselement (31)
zwischen dem Ankerkopf (33) und der sich verengenden Verankerungsöffnung (22) angeordnet
ist, insbesondere oberflächlich auf der Verankerungsöffnung (22) aufliegt, und dass
das Verformungselement (31) einen größeren Querschnitt als der größte Querschnitt
der Verankerungsöffnung (22) aufweist.
7. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verformungselement (31) als Platte, vorzugsweise als Stahlplatte, ausgebildet
ist.
8. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsöffnung (22) eine Schrägauflage (23) zur Auflage auf einen verformten
Bereich des Verankerungselements (32) aufweist.
9. Rückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsöffnung (22) geneigt zur Vertikalen angeordnet ist.
10. Wandelement (2) für ein Rückhaltesystem zum Zurückhalten anprallender Fahrzeuge, wobei
das Wandelement (2) eine Verankerungsöffnung (22) umfasst, wobei die Verankerungsöffnung
(22) ein erstes Ende (27) und ein zweites Ende (28) aufweist, wobei - in Gebrauchslage
des Wandelements (2) gesehen - das erste Ende (27) oberhalb des zweiten Endes (28)
angeordnet ist, und wobei die Verankerungsöffnung (22) einen ersten Querschnitt und
einen zweiten Querschnitt aufweist, dass der zweite Querschnitt näher zum zweiten
Ende (28) als der erste Querschnitt angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Querschnitt kleiner als der erste Querschnitt ausgebildet ist.
11. Verfahren zum Abbau von Anprallenergie eines anprallenden Fahrzeuges mittels eines
Rückhaltesystems (1) zum Zurückhalten anprallender Fahrzeuge nach Anspruch 1, wobei
das Rückhaltesystem (1) wenigstens ein Wandelement (2) zum Aufstellen auf einem Untergrund
(4) und einen Anker (3) zur Verankerung des Wandelements (2) mit dem Untergrund (4)
umfasst, wobei der Anker (3) ein Verankerungselement (32) zum Verankern des Ankers
(3) am Untergrund (4) und das Wandelement (2) eine Verankerungsöffnung (22) zur Verankerung
mit dem Untergrund (4) umfasst, und wobei das Wandelement (2) - bei einem anprallenden
Fahrzeug - in einer ersten Bewegung relativ zum Untergrund (4) bewegt wird,
gekennzeichnet durch die Schritte:
dass, bei der ersten Bewegung des Wandelements (2), ein am Anker (3) angeordnetes
Verformungselement (31) in einer zweiten Bewegung entlang der Längserstreckung der
Verankerungsöffnung (22) und wenigstens bereichsweise innerhalb der Verankerungsöffnung
(22) bewegt wird, und, bei der ersten Bewegung, das Verankerungselement (32) des Ankers
(3) deformiert wird,
dass sich das Verankerungselement (32) und das Verformungselement (31) verformen,
wobei das Verformungselement (31) in die Verankerungsöffnung (22) hineingezogen wird,
und dass, bei fortschreitender zweiter Bewegung des Verformungselements (31), das
Verformungselement (31) fortschreitend deformiert wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (2)) - bei einem anprallenden Fahrzeug - in der ersten Bewegung in
einer Translation in eine im Wesentlichen zum Untergrund (4) parallele Verschieberichtung
(5) bewegt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines reibungsbehafteten Entlangreibens des Verformungselements (31) entlang
der Verankerungsöffnung (22) ein Teil der Anprallenergie abgebaut wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass, bei hinreichend großer erster Bewegung, eine an der Verankerungsöffnung (22) ausgebildete
Schrägauflage (23) mit einem verformten Bereich des Verankerungselements (32) kontaktiert
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungselement (32) bei der ersten Bewegung innerhalb einer kanalförmigen
Durchbrechung zur Durchführung des Verankerungselementes (32) bewegt wird.
1. A restraint system (1) for restraining impacting vehicles, wherein the restraint system
(1) comprises at least one wall element (2) for installation on a base (4) and an
anchor (3) for anchoring the wall element (2) to the base (4), wherein the anchor
(3) comprises an anchoring element (32) for anchoring the anchor (3) to the base (4),
wherein the wall element (2) comprises an anchoring opening (22) for anchoring to
the base (4), and wherein the wall element (2) - in the case of an impacting vehicle
- is provided to perform a first movement relative to the base (4), wherein a deformation
element (31) is arranged on the anchor (3), which deformation element (31) is provided
to perform a second movement along the longitudinal extension of the anchoring opening
(22), wherein the deformation element (31) and/or the anchoring opening (22) are formed
for the progressive deformation of the deformation element (31) in the event of a
progressive second movement, characterized in that the cross-section of the anchoring opening (22), as seen in the in-use position of
the restraint system (1), decreases in the downward direction in order to produce
the progressive deformation of the deformation element (31) during the progressive
second movement.
2. A restraint system according to claim 1, characterized in that the second movement is formed substantially parallel to a central line (35) of the
anchoring opening (22), and is oriented from a first end (27) of the anchoring opening
(22) in the direction of a second end (28) of the anchoring opening (22), wherein,
as seen in the in-use position of the restraint system (1), the first end (27) is
arranged above the second end (28).
3. A restraint system according to claim 1 or 2, characterized in that the deformation element (31) is provided during its second movement for movement
at least in certain regions within the anchoring opening (22).
4. A restraint system according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the deformation element (31) is arranged during the second movement completely within
the anchoring opening (22).
5. A restraint system according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the deformation element (31) is arranged in the region of an anchor head (33) of
the anchor (3).
6. A restraint system according to claim 5, characterized in that the deformation element (31), as seen in the in-use position of the restraint system
(1), is arranged between the anchor head (33) and the constricting anchoring opening
(22), and is supported especially superficially on the anchoring opening (22), and
the deformation element (31) has a greater cross-section than the greatest cross-section
of the anchoring opening (22).
7. A restraint system according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the deformation element (31) is formed as a plate, preferably as a steel plate.
8. A restraint system according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the anchoring opening (22) comprises an inclined support (23) for support on a deformed
region of the anchoring element (32).
9. A restraint system according to one of the claims 1 to 8, characterized in that the anchoring opening (22) is arranged in an inclined manner in relation to the vertical.
10. A wall element (2) for a restraint system for restraining impacting vehicles, wherein
the wall element (2) comprises an anchoring opening (22), wherein the anchoring opening
(22) has a first end (27) and a second end (28), wherein the first end (27), as seen
in the in-use position of the wall element (2), is arranged above the second end (28),
and wherein the anchoring opening (22) has a first cross-section and a second cross-section,
the second cross-section being arranged closer to the second end (28) than the first
cross-section, characterized in that the second cross-section is formed to be smaller than the first cross-section.
11. A method for reducing the impact energy of an impacting vehicle by means of a restraint
system (1) for restraining impacting vehicles according to claim 1, wherein the restraint
system (1) comprises at least one wall element (2) for installation on a base (4)
and an anchor (3) for anchoring the wall element (2) to the base (4), wherein the
anchor (3) comprises an anchoring element (32) for anchoring the anchor (3) to the
base (4) and the wall element (2) comprises an anchoring opening (22) for anchoring
to the base (4), and wherein the wall element (2), in the case of an impacting vehicle,
is moved in a first movement relative to the base (4),
characterized by the steps:
- that during the first movement of the wall element (2) a deformation element (31)
which is arranged on the anchor (3) is moved in a second movement along the longitudinal
extension of the anchoring opening (22) and within the anchoring opening (2) at least
in certain regions, and, during the first movement, the anchoring element (32) of
the anchor (3) is deformed,
- that the anchoring element (32) and the deformation element (31) deform, wherein
the deformation element (31) is drawn into the anchoring opening (22),
- and that the deformation element (31) is deformed progressively during progressive
second movement of the deformation element (31).
12. A method according to claim 11, characterized in that the wall element (2), in the case of an impacting vehicle, is moved in a first movement
in translatory displacement in a direction of displacement (5) which is substantially
parallel to the base (4).
13. A method according to claim 11 or 12, characterized in that a portion of the impact energy is reduced by means of the deformation element (31)
rubbing in a frictionally engaged manner along the anchoring opening (22).
14. A method according to one of the claims 11 to 13, characterized in that during a sufficiently large first movement an oblique support (23) formed on the
anchoring opening (22) comes into contact with a deformed region of the anchoring
element (32).
15. A method according to one of the claims 11 to 13, characterized in that the anchoring element (32) is moved during the first movement within a channel-shaped
breakthrough for guiding through the anchoring element (32).
1. Système de retenue (1) pour retenir l'impact de véhicules, lequel système de retenue
(1) comprend au moins un élément de glissière (2) à poser sur un substrat (4) et un
ancrage (3) pour ancrer l'élément de glissière (2) au substrat (4), l'ancrage (3)
comprenant un élément d'ancrage (32) pour ancrer l'ancrage (3) au substrat (4), l'élément
de glissière (2) comportant une ouverture d'ancrage (22) pour l'ancrage au substrat
(4), et l'élément de glissière (2) étant prévu pour effectuer, en cas d'impact d'un
véhicule, un premier déplacement par rapport au substrat (4), l'ancrage (3) comportant
un élément déformable (31), lequel élément déformable (31) est prévu pour effectuer
un deuxième déplacement dans le sens de la longueur de l'ouverture d'ancrage (22),
l'élément déformable (31) et/ou l'ouverture d'ancrage (22) étant conçus pour que l'élément
déformable (31) continue de se déformer quand le deuxième déplacement continue, caractérisé en ce que la section de l'ouverture d'ancrage (22), vue dans la position d'utilisation du système
de retenue (1), diminue vers le bas pour faire progresser la déformation de l'élément
déformable (31) quand le deuxième déplacement progresse.
2. Système de retenue selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième déplacement est sensiblement parallèle à une ligne médiane (35) de l'ouverture
d'ancrage (22) et dirigé d'une première extrémité (27) de l'ouverture d'ancrage (22)
vers une deuxième extrémité (28) de l'ouverture d'ancrage (22), la première extrémité
(27) se trouvant, vue dans la position d'utilisation du système de retenue (1), au-dessus
de la deuxième extrémité (28).
3. Système de retenue selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément déformable (31) est prévu pour se déplacer au moins en partie, lors de
son deuxième déplacement, à l'intérieur de l'ouverture d'ancrage (22).
4. Système de retenue selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément déformable (31) est disposé entièrement à l'intérieur de l'ouverture d'ancrage
(22) lors du deuxième déplacement.
5. Système de retenue selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément déformable (31) est disposé au niveau d'une tête d'ancrage (33) de l'ancrage
(3).
6. Système de retenue selon la revendication 5, caractérisé en ce que, vu dans la position d'utilisation du système de retenue (1), l'élément déformable
(31) est disposé entre la tête d'ancrage (33) et l'ouverture d'ancrage (22) qui se
resserre, en particulier repose en surface sur l'ouverture d'ancrage (22), et en ce que l'élément déformable (31) a une plus grande section que la plus grande section de
l'ouverture d'ancrage (22).
7. Système de retenue selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément déformable (31) est conformé comme une plaque, de préférence une plaque
d'acier.
8. Système de retenue selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'ouverture d'ancrage (22) présente un appui oblique (23) pour s'appuyer sur une
zone déformée de l'élément d'ancrage (32).
9. Système de retenue selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'ouverture d'ancrage (22) est inclinée par rapport à la verticale.
10. Élément de glissière (2) pour un système de retenue destiné à retenir l'impact de
véhicules, lequel élément de glissière (2) comprend une ouverture d'ancrage (22),
l'ouverture d'ancrage (22) présentant une première extrémité (27) et une deuxième
extrémité (28), la première extrémité (27) étant disposée, vue dans la position d'utilisation
de l'élément de glissière (2), au-dessus de la deuxième extrémité (28) et l'ouverture
d'ancrage (22) présentant une première section et une deuxième section, la deuxième
section étant plus proche de la deuxième extrémité (28) que la première section, caractérisé en ce que la deuxième section est plus petite que la première section.
11. Procédé pour dissiper l'énergie d'impact d'un véhicule lors de l'impact de celui-ci
au moyen d'un système de retenue (1) pour retenir l'impact de véhicules selon la revendication
1, dans lequel le système de retenue (1) comprend au moins un élément de glissière
(2) à poser sur un substrat (4) et un ancrage (3) pour ancrer l'élément de glissière
(2) au substrat (4), l'ancrage (3) comprend un élément d'ancrage (32) pour ancrer
l'ancrage (3) au substrat (4) et l'élément de glissière (2) comporte une ouverture
d'ancrage (22) pour l'ancrage au substrat (4), et dans lequel l'élément de glissière
(2) est prévu pour effectuer, en cas d'impact d'un véhicule, un premier déplacement
par rapport au substrat (4),
caractérisé en ce qu'il comprend les étapes suivantes :
- lors du premier mouvement de l'élément de glissière (2), un élément déformable (31)
disposé sur l'ancrage (3) est déplacé lors d'un deuxième déplacement dans le sens
de la longueur de l'ouverture d'ancrage (22) et déplacé au moins en partie à l'intérieur
de l'ouverture d'ancrage (22), et l'élément d'ancrage (32) de l'ancrage (3) est déformé
lors du premier déplacement,
- l'élément d'ancrage (32) et l'élément déformable (31) se déforment, l'élément déformable
(31) étant tiré à l'intérieur de l'ouverture d'ancrage (22),
- et quand le deuxième déplacement de l'élément déformable (31) progresse, la progression
de l'élément déformable (31) progresse.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'élément de glissière (2) est déplacé, lors de l'impact d'un véhicule, dans un premier
mouvement de translation dans une direction de translation (5) sensiblement parallèle
au substrat (4).
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'une partie de l'énergie de l'impact est dissipée par le frottement de l'élément déformable
(31) le long de l'ouverture d'ancrage (22).
14. Procédé selon l'une des revendications 11 bis 13, caractérisé en ce que lorsque le premier déplacement est suffisamment grand, un appui oblique (23) formé
sur l'ouverture d'ancrage (22) est mis en contact avec une zone déformée de l'élément
d'ancrage (32).
15. Procédé selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'élément d'ancrage (32) est déplacé, lors du premier déplacement, à l'intérieur
d'une ouverture en forme de canal destinée au passage de l'élément d'ancrage (32).