Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kontaktierungsstecker zum Kontaktieren eines Kontaktträgers,
insbesondere einer Leiterplatte, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine
einen Kontaktierungsstecker umfassende Kontaktierungsverbindung gemäß Anspruch 17.
[0002] Eine bekannte Kontaktierungsverbindung, umfassend einen Kontaktierungsstecker, sowie
eine Kontaktierungssteckeraufnahme ist in der
DE 10 2005 063 239 A1 beschrieben. Die bekannte Kontaktierungsverbindung zeichnet sich dadurch aus, dass
die von Kontaktelementen auf eine Leiterplatte aufgebrachten Kontaktkräfte unabhängig
sind von Klemmkräften, mit denen die die Kontaktelemente tragenden, als Kontakthalter
ausgebildeten Klemmklauen an der Leiterplatte anliegen. Die bekannte Kontaktierungsverbindung
hat sich bewährt. Sie erscheint jedoch insoweit verbesserungsbedürftig, als dass die
Klemmkraft, mit der die relativ zueinander verschwenkbaren Kontakthalter gegen die
Leiterplatte gepresst werden, abhängig ist von der Qualität sowie der Formstabilität
der Kontaktierungssteckaufnahme, an der sich V-förmige Federelemente zum Erzeugen
der Klemmkraft abstützen. Jede Art der Formänderung oder Relaxation der Kontaktierungssteckaufnahme
unter Krafteinfluss oder Temperatureinfluss kann die erforderliche Klemmkraft vermindern.
Ferner von Nachteil ist, dass die von den im Querschnitt V-förmigen Federmitteln erzeugte
Klemmkraft nicht mit den Kontaktpunkten der Kontaktierungselemente zur Kontaktierung
der Leiterplattenlands in der gleichen Wirkebene liegen.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den bekannten Kontaktierungsstecker dahingehend
weiterzuentwickeln, dass kraft- oder temperaturbeeinflusste Formänderungen der Kontaktierungssteckeraufnahme
sich nicht auf die Klemmkraft auswirken, mit der sich der Kontaktierungsstecker am
Kontaktträger, insbesondere einer Leiterplatte, abstützt. Ferner besteht die Aufgabe
darin, eine Kontaktierungsverbindung mit einem entsprechend optimierten Kontaktierungsstecker
vorzuschlagen.
[0004] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Kontaktierungssteckers mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und hinsichtlich der Kontaktierungsverbindung mit den Merkmalen des Anspruchs
17 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest
zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
[0005] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Kontaktierungsstecker im Hinblick auf
die Größe der Klemmkraft, mit der die, vorzugsweise als Kontakthalter ausgebildeten,
Klemmklauen an dem Kontaktträger, insbesondere einer Leiterplatte, anliegen, autark
auszubilden. Anders ausgedrückt ist die die Klemmklauen beaufschlagende Klemmkraft
des Kontaktierungssteckers, zumindest näherungsweise, vorzugsweise vollständig unabhängig
von einer Kontaktierungssteckeraufnahme. Dies wird bei einem nach dem Konzept der
Erfindung ausgebildeten Kontaktierungsstecker dadurch erreicht, dass sich die Federmittel
im Endmontagezustand einer mit dem Kontaktierungsstecker ausgestatteten Kontaktierungsverbindung,
also bei in der Kontaktierungssteckeraufnahme aufgenommenem Kontaktierungsstecker,
zum Erzeugen der Klemmkraft nicht mehr wie im Stand der Technik an der Kontaktierungssteckeraufnahme
abstützen, sondern ausschließlich am Kontaktierungsstecker.
[0006] Die Federmittel greifen also ausschließlich am Kontaktierungsstecker an, derart,
dass die Klemmklauen, von denen zumindest eine als mindestens ein federndes Kontaktelement
tragender Kontakthalter ausgebildet ist, bestrebt sind, sich aufeinander zu zu bewegen.
Noch anders ausgedrückt, wirken die sich zum Erzeugen der Klemmkraft ausschließlich
an dem Kontaktierungsstecker, vorzugsweise ausschließlich an den Klemmklauen, abstützenden
Federmitteln einer beim Einsteckvorgang erzwungenen Öffnungsbewegung der Klemmklauen
entgegen. Da die Klemmkraft bei einem nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten
Kontaktierungsstecker nicht länger abhängig ist von einer Formänderung oder Relaxation
der Kontaktierungssteckeraufnahme, wird ein Unterschreiten einer minimal erforderlichen
Klemmkraft mit Vorteil vermieden. Darüber hinaus kann der Aufbau eines erfindungsgemäßen
Kontaktierungssteckers aufgrund der speziellen Ausbildung und Anordnung der Federmittel
wesentlich vereinfacht werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, dass
die Klemmkraft auch ohne das Vorsehen einer Kontaktierungssteckeraufnahme erzeugt
werden kann, so dass von Fall zu Fall auf das Vorsehen einer derartigen Aufnahme verzichtet
werden kann. Grundsätzlich ist anzumerken, dass der hier vorgeschlagene Kontaktierungsstecker,
wie in der
DE 10 2005 063 239 A1 beschrieben, ausgebildet werden kann, mit dem wesentlichen Unterschied, dass sich
die Federmittel zum Erzeugen der Klemmkraft nicht an der Kontaktierungssteckeraufnahme,
sondern ausschließlich am Kontaktierungsstecker abstützen.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Federmittel derart
ausgebildet und angeordnet sind, dass die von den Federmitteln erzeugte Klemmkraft
und die von dem mindestens einen federnden Kontaktelement erzeugte Kontaktkraft in
einer Wirkebene liegen. Anders ausgedrückt, liegen die Kraftpfeile der vorgenannten
Kräfte bei einem Kraftpfeilmodell in einer Ebene. Dies kann beispielsweise dadurch
erreicht werden, dass die Federmittel unmittelbar außerhalb der Kontaktpunkte angeordnet
sind, an denen die Kontaktelemente auf dem Kontaktträger, insbesondere auf Lands oder
Leiterbahnen einer Leiterplatte, aufliegen.
[0008] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des Kontaktierungssteckers, bei der
der Kontakthalter mindestens eine die Lage des Kontaktelementes zum Kontaktträger
definierende Anlagefläche aufweist. Anders ausgedrückt sind die Klemmklauen bevorzugt
mit jeweils einer Anlagefläche versehen, die, wenn die Klemmklauen in der Endmontageposition
auf dem Kontaktträger aufliegen, eine definierte Relativposition der Kontaktelemente
zu der Leiterplatte bzw. eine definierte Relativposition der Aufnahmegräben für die
Kontaktelemente zu der Leiterplatte sicherstellen und damit für eine definierte Vorspannung
der, vorzugsweise metallischen, federnden Kontaktelemente bewirken, beispielsweise
in der Art, wie dies in der
DE 10 2005 063 239 A1 gezeigt und beschrieben ist.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass der Kontaktierungsstecker
zum Zusammenwirken mit mindestens einem, die Federmittel beim Einstecken des Kontaktierungssteckers
spannenden, Gegeneinsteckelement ausgebildet ist. Dabei ist das Gegeneinsteckelement
bevorzugt Bestandteil einer eingangs erwähnten Kontaktierungssteckeraufnahme und wird
beim Einstecken des Kontaktierungssteckers in eine entsprechende Aufnahme (Aufnahmekanal)
desselben eingeschoben und bewirkt beim Einschubvorgang ein Aufweiten der Klemmklauen,
also ein relatives Verschwenken derselben zueinander, was wiederum zu einer Spannung
der Federmittel führt.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Federmittel umfangsgeschlossen
sind, d.h. einen, insbesondere rechteckig konturierten, Ring bilden, der die Klemmklauen,
vorzugsweise in Querrichtungen zu deren Längserstreckung umgibt. Anders ausgedrückt
umschließen die Federmittel die Klemmklauen vollumfänglich, und beaufschlagen diese
mit einer Federkraft aufeinander zu.
[0011] Im Hinblick auf die konkrete Ausbildung der Federmittel gibt es unterschiedliche
Möglichkeiten. Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Federmittel
aus mindestens zwei, vorzugsweise ausschließlich zwei, ganz besonders bevorzugt identischen,
Federelementen gebildet sind, die miteinander wirkverbunden sind. Zum Wirkverbinden
der Federelemente ist es vorteilhaft, die Federelemente formschlüssig miteinander
zu verbinden. Es sind auch alternative Ausführungsformen realisierbar, bei denen die
Federn mit Hilfe von, insbesondere mechanischen, Befestigungselementen, oder materialschlüssig,
beispielsweise durch Schweißen, miteinander verbunden sind. Auch ist es möglich, dass
die Federmittel von nur einem einzigen Federelement gebildet sind, das mit seinen
freien Enden aneinander festgelegt ist und somit einen Ring bildet.
[0012] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des Kontaktierungssteckers, bei der
das mindestens eine Federelement, vorzugsweise bei der die mindestens zwei, insbesondere
die ausschließlich zwei Federelemente jeweils, als Drahtfederelemente ausgebildet
ist/sind. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die Drahtfederelemente durch Formschluss
miteinander verbunden sind, wobei auch eine kraft- und/oder materialschlüssige Verbindung,
beispielsweise durch Löten, Schweißen oder Kleben realisierbar sind.
[0013] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die, vorzugsweise ein Drahtfederelement umfassenden,
Federmittel in einer, vorzugsweise als Umfangsnut ausgebildeten Nut an zumindest einer
der Klemmklauen, vorzugsweise an beiden Klemmklauen, geführt sind. Dabei ist es besonders
bevorzugt, wenn die Nut in einer die Kontaktpunkte, mit denen die Kontaktelemente
auf dem Kontaktträger aufliegen, aufnehmenden Ebene angeordnet sind.
[0014] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist es auch denkbar, dass die Federmittel
einen beispielsweise als O-Ring ausgebildeten Ring aus einem elastischen Material,
beispielsweise aus einem Dichtungsmaterial umfassen, ganz besonders bevorzugt die
Klemmklauen ringförmig umgibt.
[0015] Zusätzlich oder bevorzugt alternativ zu einer umlaufenden Ausgestaltung der Federmittel
ist eine Ausführungsform realisierbar, bei der die Federmittel mindestens eine die
Klemmklauen auf Zug belastende Feder umfassen, die vorzugsweise auf den einander zugewandten
Seiten der Klemmklauen angreift. Bevorzugt handelt es sich dabei um eine Schraubenfeder
oder um eine Spiralfeder. Um eine symmetrische Kraftbeaufschlagung der Klemmklauen
zu ermöglichen, ist eine Ausführungsform bevorzugt, bei der zwei auf unterschiedlichen
Seiten der Klemmklauen angeordnete, die Klemmklauen auf Zug belastende Federn, vorzugsweise
Schraubenfedern, vorgesehen sind.
[0016] Um einen besonders kompakt bauenden Kontaktierungsstecker zu verwirklichen, wird
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, dass die
Federmittel als Feder mit jeweils einem in Spannrichtung fluchtenden ersten Abschnitt
und einem sich an den ersten Abschnitt anschließenden, hakenförmigen zweiten Abschnitt
ausgebildet ist, wobei der zweite Abschnitt auf der dem ersten Abschnitt abgewandten
Seite jeweils einen Endbereich aufweist, der in einem Winkel zur Spannrichtung angeordnet
ist, wobei die zweiten Abschnitte zumindest im Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene
angeordnet sind und wobei beim Spannen der Federelemente die zweiten Abschnitte in
punktförmigem Anlagekontakt geraten und die Federn sich elastisch quer zur Spannrichtung
bis über den Endbereich verformen und anschließend formschlüssig verrasten. Mit anderen
Worten gesagt bedeutet dies, dass die formschlüssig miteinander zusammenwirkenden
Hakenabschnitte beim Gegeneinanderbewegen seitlich ausweichen ohne, dass hierzu senkrecht
zur Fügerichtung Bauraum für die Federn benötigt wird.
[0017] Besonders bevorzugt ist es hierbei, wenn der Winkel zwischen 30° und 60°, insbesondere
45° beträgt. Mit dem angegebenen Winkelbereich werden die Montagekräfte beim Gegeneinanderdrücken
der Hakenbereiche auf ein sinnvolles Maß begrenzt, wobei gleichzeitig ein einfaches
seitliches Ausweichen der Haken gewährleistet ist.
[0018] In einer alternativen Ausführungsform ist es zur Ausbildung eines besonders kompakt
bauenden Kontaktierungssteckers vorgesehen, dass die Federmittel als Feder ausgebildet
sind, die zwei miteinander zusammenwirkende Hakenbereiche aufweisen und, dass die
Ebene der beiden Hakenbereiche gegenüber einer parallel zur Fügerichtung verlaufenden
Fügeebene um einen Winkel geneigt angeordnet sind, wobei der Winkel bevorzugt weniger
als 45 Grad beträgt. Eine derartige geometrische Anordnung der Hakenbereiche ermöglicht
bei gleich großen Öffnungsbereichen der Haken einen gegenüber einer rechtwinkligen
Anordnung zur Fügeebene verringerten Platzbedarf.
[0019] In einer alternativen Ausführungsform ist es zur Erzielung einer kompakt bauenden
Feder oder alternativ hierzu zur Reduzierung der erforderlichen Spannkräfte der Federn
bei der Montage vorgesehen, dass die Federmittel wenigstens eine Feder umfassen und,
dass die wenigstens eine Feder zumindest einen teilplastifizierten Bereich aufweist.
[0020] Die Teilplastifizierung erfolgt bevorzugt durch eine mechanische Vorbelastung der
Feder vor deren Monatge über den eigentlich während der Monatge erforderlichen Verformweg
hinaus.
[0021] In einer alternativen Ausgestaltung ist es auch möglich, dass anstatt einer Teilplastfizierung
eine Wärmebehandlung erfolgt.
[0022] Die Erfindung führt auch auf eine Kontaktierungsverbindung, umfassend mindestens
einen zuvor beschriebenen Kontaktierungsstecker, dem eine, vorzugsweise auf einem
Kontaktträger festlegbare, Kontaktierungssteckeraufnahme zugeordnet ist. Die Kontaktierungssteckeraufnahme
hat bei der nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Kontaktierungsverbindung
im Wesentlichen nur die Aufgabe, den Kontaktierungsstecker zu schützen und ein unbeabsichtigtes
Abziehen entgegen der Einsteckrichtung zu verhindern. An der Erzeugung der auf die
Klemmklauen wirkenden Klemmkräfte ist die Kontaktierungssteckeraufnahme aufgrund der
autarken Ausbildung des Kontaktierungssteckers nicht beteiligt. Bevorzugt handelt
es sich bei der Kontaktierungsverbindung um eine elektrische Direkt-Steckverbindung
zur Leiterplattenkontaktierung von Steuergeräten und/oder Komponenten, insbesondere
für Tür-Steuergeräte und/oder Motor-Steuergeräte in Kraftfahrzeugen.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.
[0024] Diese zeigen in:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer möglichen Ausführungsform eines Kontaktierungssteckers,
- Fig. 2
- eine geschnittene Ansicht des Kontaktierungssteckers gemäß Fig. 1,
- Fig. 3 bis Fig. 5
- unterschiedliche, stark schematisiert dargestellte, Ausführungsbeispiele eines Kontaktierungssteckers
mit jeweils zwei als Schraubenfedern ausgebildeten Federelementen (Zugfedern) zum
Erzeugen einer Klemmkraft,
- Fig. 6 bis Fig. 10
- unterschiedliche Stadien beim Kontaktieren eines als Leiterplatte ausgebildeten Kontaktträgers
mit einem in einer Kontaktierungssteckeraufnahme aufnehmbaren Kontaktierungsstecker,
- Fig. 11 bis Fig. 13
- Vorderansichten auf eine modifizierte Feder, welche besonders kompakt baut, während
des Fügeprozesses,
- Fig. 14
- eine Draufsicht auf zwei miteinander zusammenwirkende, hakenförmige Bereiche einer
Feder, welche ebenfalls besonders kompakt baut,
- Fig. 15 und Fig. 16
- eine Vorderansicht auf einen Kontaktierungsstecker mit einer den Kontaktierungsstecker
umfassenden Feder während des Montageprozesses und
- Fig. 17
- ein Schaubild zur Verdeutlichung des Effektes einer Teilplastifizierung einer Feder.
[0025] In den Figuren sind gleiche Elemente und Elemente mit der gleichen Funktion mit den
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0026] Die Fig. 1 und 2 zeigen in unvollständigen Darstellungen ein mögliches Ausführungsbeispiel
eines Kontaktierungssteckers 1 zum elektrischen Kontaktieren eines, vorzugsweise als
Leiterplatte ausgebildeten, nicht dargestellten Kontaktträgers, insbesondere von Lands
oder Leiterbahnen der Leiterplatte. Mittels des Kontaktierungssteckers 1 kann eine
elektrisch leitende Verbindung zwischen einem nicht gezeigten Kabelbaum und dem Kontaktträger
hergestellt werden. Der Kontaktierungsstecker 1 umfasst zwei identisch ausgebildete
und spiegelbildlich angeordnete Klemmklauen 2, 3, die jeweils als Kontakthalter 4,
5 ausgebildet sind, wobei jeder Kontakthalter 4, 5 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Kontaktelementen 6 trägt, die zur unmittelbaren
Kontaktierung eines Kontaktträgers, genauer an einer Leiterbahn bzw. einem Land eines
Kontaktträgers dienen. Auf das Vorsehen von Messerleisten wird hierbei bewusst verzichtet.
Die Kontaktelemente 6 sind als metallische Federelemente ausgebildet, die mit einer
im Wesentlichen senkrecht zur Flächenerstreckung des Kontaktträgers orientierten Kontaktkraft
an diesem anliegen. Die Kontaktkraft, mit der die Kontaktelemente 6 an dem Kontaktträger
anliegen, ist dabei unabhängig von einer Klemmkraft, mit der sich die Klemmklauen
2, 3 im Wesentlichen in Normalrichtung an dem Kontaktträger abstützen.
[0027] Zum Erzeugen der Klemmkraft sind Federmittel 7 vorgesehen, die, wie sich aus Fig.
2 ergibt, von zwei als Drahtfederelemente ausgebildeten Federelementen 8, 9 gebildet
sind. Diese sind formschlüssig miteinander verbunden und als Gleichteile ausgebildet,
um die Herstellungskosten zu minimieren und die Montage zu vereinfachen. Wie sich
aus Fig. 2 ergibt, sind die als Drahtfederelemente ausgebildeten Federelemente 8,
9 ineinander eingehängt und bilden somit die umfangsgeschlossenen Federmittel 7. Anders
ausgedrückt ergeben die Federelemente 8, 9 ein Ringfederelement, das die Klemmklauen
2, 3, in Richtung aufeinander zu federkraftbeaufschlagt. Anstelle der Herstellung
einer formschlüssigen Verbindung zwischen den Federelementen 8, 9 können diese zusätzlich
oder alternativ durch Löten, Schweißen, Kleben oder durch andersartige, insbesondere
mechanische Befestigungsmittel aneinander festgelegt werden.
[0028] Wie sich aus Fig. 1 ergibt, sind die Klemmklauen 2, 3 als voneinander separate Bauteile
ausgebildet, die über zwei Schwenkgelenke 10 (hier in Form von Drehgelenken) verschwenkbar
miteinander verbunden sind, wobei auch eine Ausführungsform analog zur
DE 10 2005 063 239 A1 mit einstückig miteinander ausgebildeten Klemmklauen 2, 3 realisierbar ist, die vorzugsweise
über ein Filmscharnier verschwenkbar sind.
[0029] Wie sich aus einer Zusammenschau der Fig. 1 und 2 ergibt, sind die Federmittel 7,
in sich quer zur Längserstreckung des Kontaktierungssteckers 1 erstreckenden Nuten
11, 12 aufgenommen, die die Federmittel 7 führen. Die Federelemente 8, 9 greifen abschnittsweise
in diese Nuten 11, 12 ein, wobei die Nuten 11, 12 derart angeordnet sind, dass sie
sich in einer Ebene mit den nicht gezeigten Kontaktpunkten befinden, an denen die
Kontaktelemente 6 von beiden Seiten an dem nicht dargestellten Kontaktträger anliegen.
Somit liegen die Kontaktkräfte sowie die auf die Klemmklauen 2, 3 wirkende Klemmkraft
in einer gemeinsamen Wirkebene.
[0030] Wie sich weiter aus Fig. 2 ergibt, sind die Federelemente 8, 9 auf der Oberseite
sowie auf der Unterseite des Kontaktierungssteckers 1 gewellt bzw. gezackt ausgebildet
und liegen an definierten, quer zur Längserstreckung des Kontaktierungssteckers 1
bzw. quer zur Einsteckrichtung E voneinander beabstandeten, Stellen in den Nuten 11,
12 auf den Klemmklauen 2, 3 auf. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Nuten
11, 12 im Wesentlichen zylinderförmig konturiert, wobei auch eine im Querschnitt rechteckige,
prismatische, trapezförmige oder dreieckförmige Querschnittskonturierung der Nuten
11, 12 realisierbar ist.
[0031] Anstelle der von Drahtfederelementen gebildeten Federmittel können auch Federmittel
eingesetzt werden, die aus einem vorzugsweise gummielastischen Elastomermaterial ausgebildet
sind.
[0032] Wie sich aus Fig. 2 ergibt, ist an jeder Längsseite des Kontaktierungssteckers 1
ein von den Klemmklauen 2, 3 begrenzter, sich in Einsteckrichtung E erstreckender
Aufnahmekanal 13, 14 vorgesehen. Die Aufnahmekanäle 13, 14 dienen zur jeweiligen Aufnahme
eines Gegeneinsteckelementes, welches bevorzugt an der in den Fig. 1 und 2 nicht gezeigten
Kontaktierungssteckeraufnahme angeordnet ist. Die Gegeneinsteckelemente sorgen über
entsprechende Anlaufschrägen dafür, dass die Klemmklauen 2, 3 beim Einschieben in
die Kontaktierungssteckeraufnahme relativ zueinander um die Schwenkgelenke 10 verschwenkt
werden, wobei bei diesem Verschwenkvorgang die Federmittel 7 gespannt und die Klemmklauen
2, 3 in Richtung aufeinander zu federkraftbeaufschlagt werden.
[0033] In den Fig. 3 bis 5 sind stark schematisiert unterschiedliche Ausgestaltungsmöglichkeiten
der Klemmklauen 2, 3 mit zugehörigen Federmitteln 7 gezeigt. In dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 sind die Federmittel 7 gebildet von zwei voneinander beabstandeten, seitlich
angeordneten Schraubenfedern 15, 16, die die Klemmklauen 2, 3 mit Abstand zu den nicht
gezeigten Schwenkgelenken kraftbeaufschlagen.
[0034] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 sind die Klemmklauen 2, 3 auf den einander
zugewandten Seiten quer zu deren Längserstreckung konkav und bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 5 konvex gewölbt. Anstelle der Schraubenfedern 15, 16 können jeweils auch
Spiralfedern oder Stabfedern, etc. eingesetzt werden. Wesentlich ist, dass die Klemmklauen
2, 3 mit Hilfe der Federmittel 7 in Richtung aufeinander zu federkraftbeaufschlagt
werden, wenn die Klemmklauen 2, 3 relativ zueinander beim Einsteckvorgang verschwenkt
werden.
[0035] In der Fig. 6 ist in einer geschnittenen Darstellung eine Kontaktierungsverbindung
17 zu Beginn eines Einsteckvorgangs gezeigt. Diese umfasst einen im Wesentlichen analog
zu den Fig. 1 und 2 ausgebildeten Kontaktierungsstecker 1 sowie eine fest mit einem
als Leiterplatte ausgebildeten Kontaktträger 18 verbundene Kontaktierungssteckeraufnahme
19. Diese umfasst zwei quer zu ihrer Längserstreckung beabstandet angeordnete Gegeneinsteckelemente
20, 21, die zur Aufnahme in den in Fig. 2 gezeigten Aufnahmekanälen 13, 14 ausgebildet
und angeordnet sind. In den Fig. 6 bis 10 ist lediglich ein vorderer Aufnahmekanal
13 gezeigt. Zu erkennen ist, dass die Gegeneinsteckelemente 20, 21 mit einer Anlaufschräge
22, 23 ausgestattet sind, die mit entsprechenden Gegenflächen der Aufnahmekanäle 13,
14 beim Einstecken zusammenwirkt, derart, dass die als Kontakthalter 4, 5 ausgebildeten
Klemmklauen 2, 3 um die gemeinsamen Schwenkgelenke 10 relativ zueinander, hier auseinander,
verschwenkt werden.
[0036] Zu erkennen ist, dass der Kontaktträger 18 mit einer Vielzahl von Leiterbahnen 24
versehen ist, wobei die Kontakthalter 4, 5 den Leiterbahnen 24 zugeordnete, aus Metall
ausgebildete, federnde Kontaktelemente 6 tragen, die mit entsprechenden Anschlussleitungen
25 eines Kabelbaums 26 elektrisch leitend verbunden sind.
[0037] In Fig. 6 sind die Federmittel 7 zu erkennen, die abschnittsweise in Nuten 11, 12
auf den Rückseiten der Klemmklauen 2, 3 angeordnet sind, und die die Klemmklauen 2,
3 mit einer aufeinander zu gerichteten Federkraft beaufschlagen, insbesondere beim
Einsteckvorgang in eine Einsteckrichtung E.
[0038] In Fig. 7 ist eine bereits weiter eingeführte Position des Kontaktierungssteckers
1 in die Kontaktierungssteckeraufnahme 19 gezeigt. Zu erkennen ist dabei, dass die
Klemmklauen 2, 3 aufgrund der Spreizwirkung der Gegeneinsteckelemente 20, 21 um die
Schwenkgelenke 10 in der Art eines sich öffnenden Klemmenmauls verschwenkt wurden.
Dieser Schwenkbewegung wirkt die von den Federmitteln 7 erzeugte Klemmkraft entgegen.
Die Federmittel 7 stützen sich im montierten Zustand nicht an der Kontaktierungssteckeraufnahme
19 (Gehäuse eines Steuergerätes) ab.
[0039] Bei der Darstellung gemäß Fig. 8 ist der Einsteckvorgang noch weiter fortgeschritten.
Zu erkennen ist, dass sich die Klemmklauen 2, 3 wieder aufeinander zubewegen, was
darauf zurückzuführen ist, dass entsprechende Gleitflächen der Aufnahmekanäle 13,
14 mittlerweile an Ablaufschrägen 27 der Gegeneinsteckelemente 20, 21 entlang laufen.
Anders ausgedrückt wird ein von den Gleitflächen gebildeter Engpass beim Einschieben
gerade überwunden.
[0040] Bei der Darstellung gemäß Fig. 9 ist die Endmontageposition des Kontaktierungssteckers
1 innerhalb der Kontaktierungssteckeraufnahme 19 im Wesentlichen erreicht. Lediglich
eine später noch zu erläuternde Endverriegelung 28 ist noch nicht geschlossen. Zu
erkennen ist, dass sich die Klemmklauen 2, 3 mit Anlageflächen 29. 30 an den Flachseiten,
also beidseitig des Kontaktträgers 18 abstützen, wobei die Anlageflächen 29, 30 eine
definierte Spannung der Kontaktelemente 6 garantieren, so dass die von den Federmitteln
7 erzeugte Klemmkraft die Kontaktkraft, mit der die Kontaktelemente 6 auf dem Kontaktträger
18 aufliegen nicht beeinflussen.
[0041] Bei der Darstellung gemäß Fig. 10 wurde eine zuvor erwähnte Endverriegelung 28 durch
Verschwenken verschlossen. Hierdurch ist der Kontaktierungsstecker 1 gegen ein unbeabsichtigtes
Herausziehen entgegen der Einsteckrichtung E an der Kontaktierungssteckeraufnahme
19 gesichert.
[0042] In den Fig. 11 bis 13 sind Detailansichten zweier zusammenwirkender Federelemente
8 und 9 dargestellt. Hierbei weist jedes der Federelemente 8, 9 einen in Fügerichtung
der Pfeile 31 und 32 angeordneten, geradlinig ausgebildeten ersten Abschnitt 33 und
34 auf, an den sich jeweils ein hakenförmiger zweiter Abschnitt 35, 36 anschließt.
Die zweiten Abschnitte 35 und 36 weisen auf der dem ersten Abschnitt 34 und 35 abgewandten
Seite jeweils einen geradlinig ausgebildeten Endbereich 37, 38 auf. Hierbei sind die
Endbereiche 37, 38 um einen Winkel α zur Fügerichtung entsprechend der Pfeile 31,
32 angeordnet, wobei der Winkel α zwischen 30° und 60°, insbesondere 45° beträgt.
[0043] Wesentlich ist, dass die soweit ausgebildeten ersten Abschnitte 33, 34 und zweiten
Abschnitte 35, 36 im Wesentlichen in einer gemeinsamen, parallel zur Zeichenebene
der Fig. 11 bis 13 angeordneten Ebene angeordnet sind. Beim Gegeneinanderbewegen der
Federelemente 8 und 9 entsprechend der Richtung der Pfeile 31 und 32 berühren sich
die zweiten Abschnitte 35 und 36 fluchtend zur Verlängerung der ersten Abschnitte
33 und 34 in einen gemeinsamen Berührpunkt 39, worauf anschließend beim weiteren Gegeneinanderbewegen
der Federelemente 8 und 9 die zweiten Abschnitte 35 und 36 quer, d.h. rechtwinklig
zu den Pfeilen 31 und 32 voneinander weg bewegt werden, wobei diese Bewegung innerhalb
des elastischen Bereichs der Federelemente 8 und 9 erfolgt.
[0044] In der Fig. 12 ist der Zustand dargestellt, bei der die zweiten Abschnitte 35 und
36 ihre maximale Querauslenkung erfahren haben und im nächsten Augenblick bei einer
weiteren Bewegung in Richtung der Pfeile 31 und 32 miteinander formschlüssig verrasten,
d.h. elastisch quer in ihre ursprüngliche Lage zurückfedern, wie dies in der Fig.
13 dargestellt ist.
[0045] In der Fig. 14 ist in Draufsicht ein Verbindungsbereich 41 zweier Federelemente 8
und 9 dargestellt. Hierbei sind die ähnlich den Fig. 11 bis 13 ausgebildeten hakenförmigen
Bereiche 42 und 43 erkennbar, welche um 90° zueinander versetzt angeordnet sind. Erfindungswesentlich
ist hier, dass durch Kippen z.B. des hakenförmigen Bereichs 42 in Richtung einer Fügeebene
44 eine platzsparende Anordnung der hakenförmigen Bereiche 42 und 43 ermöglicht wird.
Dabei ist die Platzersparnis umso größer, desto geringer der Winkel β ist. So beträgt
der Winkel β gemäß der Ausführungsform entsprechend der Figuren 11 bis 13 Null Grad.
Demgegenüber beträgt der Winkel β in dem in der Figur 14 dargestellten Ausführungsbeispiel
bei den Bereichen 42 und 43 jeweils 45°, wobei bevorzugt Winkel β gewählt werden,
die geringer als 45° betragen.
[0046] In den Fig. 15 und 16 ist die Vorderansicht auf zwei Klemmklauen 2 und 3 dargestellt,
welche von zwei Federelementen 8 und 9 umfasst sind. Hierbei erkennt man anhand der
Fig. 15, welche den Zustand der Klemmklauen 2 und 3 darstellt, bei der diese sich
noch nicht in Kontakt mit dem Kontaktträger 18 befinden, dass die Federelemente 8
und 9 mit einer Vorspannkraft beaufschlagt sind, die die beiden Klemmklauen 2 und
3 gegeneinander pressen. Beim Überfahren der Anlaufschrägen 22 und 33 werden die Klemmklauen
2 und 3 entsprechend der Fig. 16 voneinander weg bewegt, wobei die Federelemente 8
und 9 gelängt werden, d.h. sich elastisch verformen. Zur Verwirklichung besonders
kompakt bauender Federelemente 8 und 9, oder alternativ zur Reduzierung der erforderlichen
Öffnungskräfte beim Auseinanderdrücken der Klemmklauen 2 und 3 wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, die Federelemente 8 und 9 zumindest in Teilbereichen zu plastifizieren.
Hierzu wird nunmehr auf die Fig. 17 verwiesen, die ein Kraft-Weg-Diagramm eines Federelementes
8 bzw. 9 darstellt. Angenommen sei hierbei, dass beim Überfahren der Anlaufschrägen
22 und 23 diese um einen Federweg s von 2mm ausgelenkt werden. Betrachtet man die
Kurve A eines vollständig elastischen Federelementes 8 bzw. 9, so erkennt man, dass
zum Erzielen eines Federwegs s von lediglich im Ausführungsbeisiel beispielhaft 2mm
eine Kraft von ebenfalls beispielhaft knapp 80 Newton erforderlich ist. Erfindungsgemäß
wird nunmehr vorgeschlagen, das Federelement 8 bzw. 9 vor dessen Montage um einen
Federweg s von 3mm auszulenken. Dies hat zur Folge, dass ausgehend von dem Endpunkt
der Kurve A das Federelement 8 bzw. 9 bei einer darauf folgenden Entspannung entsprechend
der Kurve B zurückfedert. Hierbei ist wesentlich, dass dieses nicht auf seine ursprüngliche
Länge von 0mm zurückfedert, sondern einen Weg s von 0,5mm aufweist. Mit anderen Worten
gesagt bedeutet dies, dass das Federelement 8 bzw. 9 einen Teilbereich aufweist, welcher
sich plastisch verformt hat, woraus der verbleibende Federweg s von 0,5mm resultiert.
Werden nun die Federelemente 8 bzw. 9 neu ausgelenkt bis zu einem Federweg von 2mm,
so ist hier erfindungsgemäß lediglich eine Kraft von ca. 55 Newton erforderlich.
[0047] Sind die durch den plastifizierten Bereich sich ergebenden Kräfte zu gering, können
durch eine nachgeschaltete Wärmebehandlung in Form eines "Anlassens" bzw. "Temperns"
die eingebrachten Eigenspannungen teilweise aufgehoben werden. Hierbei werden die
Federelemente 8 und 9 für eine gewisse Zeit und einer geweissen Temperatur in einem
Ofen gelagert. Alternativ ist es auch möglich, die Federelemente 8 bzw. 9 nicht mechanisch
vorzuspannen bzw. zu plastifizieren, sondern durch einen Anlassprozess bei relativ
geringen Temperaturen und relativ kurzer Auslagerzeit zu behandeln. Je nach Höhe der
Temperatur sowie Dauer der Wärmebehandlung kann der Kurvenverlauf der Kurven A und
B hierbei beeinflusst werden.
1. Kontaktierungsstecker zum Kontaktieren eines Kontaktträgers (18), insbesondere einer
Leiterplatte, mit zwei quer zu einer Einsteckrichtung relativ zueinander verschwenkbaren
Klemmklauen (2, 3), von denen zumindest eine als zumindest ein federndes Kontaktelement
(6) tragender Kontakthalter (4, 5) ausgebildet ist, der zum Aufliegen auf dem Kontaktträger
(18) mit einer Kontaktkraft (FK) ausgebildet ist und mit Federmitteln (7) zum Erzeugen
einer von der Kontaktkraft unabhängigen Klemmkraft,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel (7) sich zum Erzeugen der Klemmkraft ausschließlich an dem Kontaktierungsstecker
(1) abstützend ausgebildet sind.
2. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel (7) derart ausgebildet und angeordnet sind, dass die Kontaktkraft
und die Klemmkraft in einer gemeinsamen Wirkebene liegen.
3. Kontaktierungsstecker nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kontakthalter (4, 5) mindestens eine die Lage des Kontaktelementes (6) zum Kontaktträger
(18) definierende Anlagefläche (29, 30) aufweist.
4. Kontaktierungsstecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kontaktierungsstecker (1) zum Zusammenwirken mit einem die Federmittel (7) beim
Einstecken des Kontaktierungssteckers (1) spannenden Gegeneinsteckelement (20, 21)
ausgebildet ist.
5. Kontaktierungsstecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel (7) umfangsgeschlossen ausgebildet sind.
6. Kontaktierungsstecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel (7) mindestens zwei, vorzugsweise ausschließlich zwei, bevorzugt
identische, miteinander wirkverbundene Federelemente (8, 9) umfassen.
7. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federelemente (8, 9) formschlüssig miteinander verbunden sind.
8. Kontaktierungsstecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel (7) mindestens ein Drahtfederelement umfassen.
9. Kontaktierungsstecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel (7) in einer, vorzugsweise als Umfangsnut ausgebildeten, Nut (11,
12) an den Klemmklauen (2, 3) geführt sind.
10. Kontaktierungsstecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel (7) mindestens eine die Klemmklauen (2, 3) auf Zug belastende Feder,
vorzugsweise eine Schraubenfeder oder eine Spiralfeder, und/oder eine Elastomerdichtung,
vorzugsweise einen Ring, insbesondere einen O-Ring, aus einem Elastomermaterial umfassen.
11. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel als Feder (8, 9) mit jeweils einen in Spannrichtung (31, 32) fluchtenden
ersten Abschnitt (33, 34) und einen sich an den ersten Abschnitt (33, 34) anschließenden,
hakenförmigen zweiten Abschnitt (35, 36) ausgebildet ist, wobei der zweite Abschnitt
(35, 36) auf der dem ersten Abschnitt (33, 34) abgewandten Seite jeweils einen Endbereich
(37, 38) aufweist, der in einem Winkel (α) zur Spannrichtung (31, 32) angeordnet ist,
wobei die zweiten Abschnitte (35, 36) zumindest im Wesentlichen in einer gemeinsamen
Ebene angeordnet sind und wobei beim Spannen der Federn (8, 9) die beiden zweiten
Abschnitte (35, 36) in punktförmigen Anlagekontakt geraten und die Federn (8, 9) sich
elastisch quer zur Spannrichtung (31, 32) bis über den Endbereich (37, 38) verformen
und anschließend formschlüssig verrasten.
12. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkel (α) zwischen 30° und 60°, insbesondere 45° beträgt.
13. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel als Feder (8, 9) ausgebildet sind, die zwei miteinander zusammenwirkende
Hakenbereiche (42, 43) aufweisen und, dass die Ebene der beiden Hakenbereiche (42,
43) gegenüber einer parallel zur Fügerichtung verlaufenden Fügeebene (44) um einen
Winkel (β) geneigt angeordnet sind, wobei der Winkel (β) bevorzugt weniger als 45
Grad beträgt.
14. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel wenigstens eine Feder (8, 9) umfassen und, dass die wenigstens eine
Feder (8, 9) zumindest einen teilplastifizierten Bereich aufweist.
15. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teilplastifizierung durch eine mechanische Vorbelastung über einen während der
Montage auftretende Verformung erfolgt.
16. Kontaktierungsstecker nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federmittel wenigstens eine Feder (8, 9) umfassen und, dass die wenigstens eine
Feder (8, 9) zumindest einen durch eine Wärmebehandlung, insbesondere einen Anlassprozess,
behandelten Bereich aufweist.
17. Kontaktierungsverbindung, umfassend einen in einer einem Kontakthalter (4, 5), insbesondere
einer Leiterplatte, zugeordneten Kontaktierungssteckeraufnahme (19) einsteckbaren
Kontaktierungsstecker (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Contact-making plug for making contact with a contact support (18), in particular
a printed circuit board, having two clamping claws (2, 3) which can be pivoted relative
to one another transversely to a plug-in direction and of which at least one is in
the form of a contact holder (4, 5) which carries at least one sprung contact element
(6) and which is designed to bear on the contact support (18) with a contact force
(FK) and having spring means (7) for generating a clamping force which is independent
of the contact force,
characterized
in that the spring means (7), in order to generate the clamping force, are designed such
that they are supported solely on the contact-making plug (1).
2. Contact-making plug according to Claim 1,
characterized
in that the spring means (7) are designed and arranged in such a way that the contact force
and the clamping force lie in a common plane of action.
3. Contact-making plug according to either of Claims 1 and 2,
characterized
in that the contact holder (4, 5) has at least one abutment face (29, 30) which defines the
position of the contact element (6) relative to the contact support (18).
4. Contact-making plug according to one of the preceding claims,
characterized
in that the contact-making plug (1) is designed to interact with a mating plug-in element
(20, 21) which tensions the spring means (7) when the contact-making plug (1) is plugged
in.
5. Contact-making plug according to one of the preceding claims,
characterized
in that the spring means (7) are designed so as to be closed at the periphery.
6. Contact-making plug according to one of the preceding claims,
characterized
in that the spring means (7) comprise at least two, preferably only two, preferably identical,
spring elements (8, 9) which are operatively connected to one another.
7. Contact-making plug according to Claim 6,
characterized
in that the spring elements (8, 9) are connected to one another in an interlocking manner.
8. Contact-making plug according to one of the preceding claims,
characterized
in that the spring means (7) comprise at least one wire spring element.
9. Contact-making plug according to one of the preceding claims,
characterized
in that the spring means (7) are guided in a groove (11, 12), which is preferably in the
form of a peripheral groove, on the clamping claws (2, 3).
10. Contact-making plug according to one of the preceding claims,
characterized
in that the spring means (7) comprise at least one spring, preferably a helical spring or
a spiral spring, which tensions the clamping claws (2, 3) and/or an elastomeric seal,
preferably a ring, in particular an O-ring, which is composed of an elastomeric material.
11. Contact-making plug according to Claim 10,
characterized
in that the spring means are in the form of springs (8, 9) each having a first section (33,
34) which is aligned in the tensioning direction (31, 32) and a hook-like second section
(35, 36) which adjoins the first section (33, 34), with the second section (35, 36)
having, on that side which is averted from the first section (33, 34), in each case
an end region (37, 38) which is arranged at an angle (α) to the tensioning direction
(31, 32), with the second sections (35, 36) being arranged at least substantially
in a common plane, and with the two second sections (35, 36) coming into point-to-point
abutment contact when the springs (8, 9) are tensioned, and the springs (8, 9) undergoing
elastic deformation transversely to the tensioning direction (31, 32) to beyond the
end region (37, 38) and then latching in an interlocking manner.
12. Contact-making plug according to Claim 11,
characterized
in that the angle (α) is between 30° and 60°, in particular 45°.
13. Contact-making plug according to Claim 10,
characterized
in that the spring means are in the form of springs (8, 9) which have two hook regions (42,
43) which interact with one another, and in that the planes of the two hook regions
(42, 43) are arranged so as to be inclined through an angle (β) in relation to a joining
plane (44) which runs parallel to the joining direction, with the angle (β) preferably
being less than 45 degrees.
14. Contact-making plug according to Claim 10,
characterized
in that the spring means comprise at least one spring (8, 9), and in that the at least one
spring (8, 9) has at least one partially plasticized region.
15. Contact-making plug according to Claim 14,
characterized
in that the partial plasticization is performed by mechanical preloading by means of deformation
which occurs during assembly.
16. Contact-making plug according to Claim 10,
characterized
in that the spring means comprise at least one spring (8, 9), and in that the at least one
spring (8, 9) has at least one region which is subjected to thermal treatment, in
particular an annealing process.
17. Contact-making connection comprising a contact-making plug (1) according to one of
the preceding claims which can be plugged into a contact-making plug receptacle (19)
which is associated with a contact holder (4, 5), in particular a printed circuit
board.
1. Fiche de contact destinée à assurer le contact avec un porte-contact (18), en particulier
une carte de circuit, et présentant
deux griffes de contact (2, 3) pouvant pivoter l'une par rapport à l'autre transversalement
par rapport à une direction d'enfichage et dont au moins l'une est configurée comme
porte-contact (4, 5) portant au moins un élément élastique de contact (6) et configuré
pour être appliqué sur le porte-contact (18) avec une force de contact (FK) et
des moyens élastiques (7) qui exercent une force de serrage indépendante de la force
de contact, caractérisée en ce que
les moyens élastiques (7) sont configurés de manière à ne s'appuyer que sur la fiche
de contact (1) pour exercer la force de serrage.
2. Fiche de contact selon la revendication 1, caractérisée en ce que les moyens élastiques (7) sont configurés et disposés de telle sorte que la force
de contact et la force de serrage soient situées dans un plan d'action commun.
3. Fiche de contact selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le porte-contact (4, 5) présente au moins une surface de pose (29, 30) qui définit
la position de l'élément de contact (6) par rapport au porte-contact (18).
4. Fiche de contact selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la fiche de contact (1) est configurée de manière à coopérer avec un élément complémentaire
d'enfichage (20, 21) qui serre les moyens élastiques (7) lorsque la fiche de contact
(1) est enfichée.
5. Fiche de contact selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moyens élastiques (7) sont configurés avec une périphérie fermée.
6. Fiche de contact selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moyens élastiques (7) comportent au moins deux et de préférence uniquement deux
éléments élastiques (8, 9) de préférence identiques, qui coopèrent l'un avec l'autre.
7. Fiche de contact selon la revendication 6, caractérisée en ce que les éléments élastiques (8, 9) sont reliés l'un à l'autre en correspondance géométrique.
8. Fiche de contact selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moyens élastiques (7) comportent au moins un élément élastique en fil.
9. Fiche de contact selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moyens élastiques (7) sont guidés sur le griffes de serrage (2, 3) dans une rainure
(11, 12) configurée de préférence comme rainure périphérique.
10. Fiche de contact selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les moyens élastiques (7) comportent au moins un ressort qui sollicite en traction
les griffes de serrage (2, 3), de préférence un ressort hélicoïdal ou un ressort en
spirale, et/ou un joint d'étanchéité en élastomère, de préférence un anneau et en
particulier un anneau torique en matériau élastomère.
11. Fiche de contact selon la revendication 10, caractérisée en ce que les moyens élastiques sont configurés comme ressorts (8, 9) qui présentent chacun
une première partie (33, 34) alignée dans la direction de serrage (31, 32) et une
deuxième partie (35, 36) en forme de crochet qui se raccorde à la première partie
(33, 34), la deuxième partie (35, 36) présentant sur son côté non tourné vers la première
partie (33, 34) une partie d'extrémité (37, 38) disposée sous un angle (α) par rapport
à la direction de serrage (31, 32), les deuxièmes parties (35, 36) étant disposées
au moins essentiellement dans un plan commun, les deux deuxièmes parties (35, 36)
entrant en contact d'appui ponctuel lors du serrage des ressorts (8, 9) et les ressorts
(8, 9) se déformant élastiquement transversalement par rapport à la direction de serrage
(31, 32) jusqu'au-dessus de la partie d'extrémité (37, 38) pour ensuite s'encliqueter
en correspondance géométrique.
12. Fiche de contact selon la revendication 11, caractérisée en ce que l'angle (α) est compris entre 30° et 60° et vaut en particulier 45°.
13. Fiche de contact selon la revendication 10, caractérisée en ce que les moyens élastiques sont configurés comme ressorts (8, 9) qui présentent deux parties
en crochet (42, 43) qui coopèrent l'une avec l'autre et en ce que les plans des deux parties en crochet (42, 43) sont disposés sous une inclinaison
d'angle (β) par rapport à un plan de jonction (44) qui s'étend parallèlement à la
direction de jonction, l'angle (β) valant de préférence moins de 45 degrés.
14. Fiche de contact selon la revendication 10, caractérisée en ce que les moyens élastiques comprennent au moins un ressort (8, 9) et en ce que le ou les ressorts (8, 9) présentent au moins une partie partiellement plastifiée.
15. Fiche de contact selon la revendication 14, caractérisée en ce que la plastification partielle s'effectue par précontrainte mécanique et déformation
intervenant pendant le montage.
16. Fiche de contact selon la revendication 10, caractérisée en ce que les moyens élastiques comprennent au moins un ressort (8, 9) et en ce que le ou les ressorts (8, 9) présentent au moins une partie traitée par un traitement
thermique, en particulier une opération de recuit.
17. Liaison de contact comprenant une fiche de contact (1) selon l'une des revendications
précédentes, apte à être enfichée dans un logement (19) de fiche de contact associé
à un porte-contact (4, 5), en particulier une carte de circuit.