[0001] Die Erfindung betrifft eine Notenpultmappe, mit wenigstens zwei an aneinandergrenzenden
Längsseiten über ein Scharnier verbundenen, aus einem flächigen biegefestem Material
bestehende Grundelemente und mit den Grundelementen über jeweils ein Scharnier verbundene
Notenauflageelemente umfasst.
[0002] Eine Notenpultmappe der gattungsgemäßen Art ist aus
DE 91 06 721 U1 bekannt. Dieses ist dazu geeignet, die Auflagefläche für Noten auf einem Notenpult
zu vergrößern.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde eine Notenpultmappe zu schaffen, die neben
einer vergrößerten Auflagefläche eine sichere Fixierung der Notenpultmappe auf einem
Notenpult ermöglicht und darüber hinaus Umblätterhilfen für unterschiedliche Notenblätter,
Notenleporelli und/oder Notenleporellohefte bereit zu stellen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Notenpultmappe mit den in Anspruch
1 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch, dass die Notenpultmappe neben den über ein
Scharnier verbundenen Grundelementen und an den Grundelementen scharnierartig angelenkten
Notenauflageelementen ein strangförmiges aus einem elastischen Material bestehendes
Band umfasst, dass wenigstens eine Umblätterhilfe für Notenblätter und eine Befestigungshilfe
für die Notenpultmappe an einem Notenpult ausbildet, ist vorteilhaft möglich, die
Auflagefläche der Noten zu vergrößern, so dass häufiges Blättern vermieden werden
kann und die Notenpultmappe auf allen marktüblichen Notenpulten aus Holz, Lochblech
oder Metallstreben fixiert werden kann und darüber hinaus Umblätterhilfen bereitgestellt
sind, mittels denen Noten befestigt und geordnet werden können. Diese Umblätterhilfen
sind an verschiedenen Positionen angeordnet, so dass die Mappe für verschiedene Notenblattformate
von A4 - A3 und Sonderformate sowie Notenleporelli oder Notenleporelloheften einsetzbar
ist.
[0005] Die Befestigungshilfe gestattet eine Fixierung der Notenpultmappe auf einem Notenpult,
so dass man die Noten ungehindert umblättern und sich Notizen machen kann, ohne dass
die Notenpultmappe zur Seite rutscht oder verkantet. Die Notenpultmappe ist hierdurch
einseitig belastbar ohne zu kippen. Die Notenpultmappe ist darüber hinaus vorteilhaft
zusammenfaltbar und kann so als Transportmittel für die Noten dienen. Darüber hinaus
gestattet die Notenpultmappe eine schöne Bühnenpräsenz.
[0006] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Grundelemente
und die Notenauflageelemente aus einem Karton mit einem Flächengewicht von 400 - 500
g/m
2 oder Kunststoff bestehen. Hierdurch ergibt sich eine ausreichend biegesteife Ausführung
der Notenpultmappe ohne dass das Gewicht der Mappe selbst unnötig erhöht ist. Die
Notenpultmappe hat beispielsweise ein Gewicht zwischen 180 und 200 g.
[0007] Ferner ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Scharniere
von Falzscharnieren gebildet sind, die in den Karton geprägt sind. Hierdurch lässt
sich in einfacher Weise eine Notenpultmappe aus einem entsprechenden Gesamtzuschnitt
herstellen.
[0008] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Notenpultmappe
drei Grundelemente umfasst. Hierdurch lässt sich eine besonders große Notenpultmappe
erzielen, die zur Aufnahme entsprechend großer Notenblätter, Notenleporelli oder Notenleporelloheften
geeignet ist.
[0009] Ferner ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die äußeren
Grundelemente jeweils zwei Führungsösen und das mittlere Grundelement vier Führungsösen
aufweist, durch die das elastische Band derart geführt ist, dass auf einer Notenauflagefläche
insgesamt vier senkrecht verlaufende Abschnitte des Bandes und sich an einer dem Notenpult
zugeordneten Seite zwei diagonal verlaufende Abschnitte des Bandes ergeben. Hierdurch
stehen unterschiedlich positionierte Umblätterhilfen für Notenblätter zur Verfügung,
wobei sich in Abhängigkeit vom tatsächlichen Format der Notenblätter eine Vielzahl
von Anordnungsmöglichkeiten ergeben. Darüber hinaus ist durch die an dem Notenpult
zugewandte Seite von den diagonal verlaufenden Abschnitten eine Befestigung an dem
Notenpult in einfacher Weise möglich, indem die diagonal verlaufenden Abschnitte des
elastischen Bandes über das Notenpult gestreift werden.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Perspektivansicht einer Notenpultmappe;
- Figur 2
- eine schematische Perspektivansicht einer auf einem Notenpult befestigten Notenpultmappe;
- Figur 3
- schematisch die Anordnung einer Notenpultmappe auf einem Notenpult;
- Figur 4
- auf einem Notenpult angeordnete zusammengefaltete Notenpultmappe;
- Figur 5
- eine in Arbeitsstellung befindliche Notenpultmappe mit eingelegtem Notenleporello;
- Figur 6
- eine in Arbeitsstellung befindliche Notenpultmappe mit mehreren Notenleporellos;
- Figur 7
- eine in Arbeitsstellung befindliche Notenpultmappe mit mehreren Notenleporellos in
einer anderen Anordnung;
- Figur 8
- eine in Arbeitsstellung befindliche Notenpultmappe mit einem Notenleporelloheft;
[0011] Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 10 bezeichnete Notenpultmappe. Die Notenpultmappe
10 besitzt drei Grundelemente 12, 14 und 16, die jeweils über ein Scharnier 18 bzw.
20 an ihren zueinander gewandten Längsseiten verbunden sind. An den unteren Stirnseiten
besitzen die Grundelemente 12, 14 und 16 jeweils Notenauflageelemente 22, 24 bzw.
26. Diese Notenauflageelemente sind über Scharniere 28, 30 bzw. 32 mit den Grundelementen
12, 14 bzw. 16 verbunden.
[0012] Die Notenpultmappe 10 besteht beispielsweise aus einem Karton mit einem Flächengewicht
von 400 - 500 g/m
2, wobei die Scharniere 18, 20, 28, 30 und 32 Falzscharniere sind, die in den Karton
geprägt sind.
[0013] Nach einem anderen Ausführungsbeispiel können die Scharniere 18, 20, 28, 30 und 32
auch von separaten Teilen gebildet sein, die mit den Grundelementen 12, 14 und 16
bzw. Notenauflageelemente 22, 24 und 26 auf geeigneten Art und Weise verbunden sind.
[0014] Dem Grundelement 12 sind zwei Führungsösen a und b, dem Grundelement 16 zwei Führungsösen
h und g und dem Grundelement 14 vier Führungsösen c, d, e und f zugeordnet. Durch
die Führungsösen ist ein strangförmiges aus einem elastischen Material bestehendes
Band 34 geführt. Das Band 34 wird ausgehend von der Führungsöse a auf einer Notenauflagefläche
36 zur Führungsöse b, von dort an der Rückseite der Notenpultmappe 10, also an der
dem Pult zugewandten Seite diagonal zur Führungsöse c, von dort wiederum auf der Notenauflagefläche
36 zur Führungsöse d, auf der Rückseite zur Führungsöse e dann wiederum auf der Notenauflagefläche
36 zur Führungsöse f geführt. Von der Führungsöse f wird auf der Rückseite das Band
34 zur Führungsöse g und von dort auf der Notenauflagefläche 36 zur Führungsöse h
geführt. An den Führungsösen a und h wird das einteilige Band 34 mit geeigneten Mitteln,
beispielsweise einem Splint gehalten.
[0015] Die Führungsösen a, c, f und h sind in den Grundelementen 12, 14 bzw. 16 eingebracht.
Die Führungsösen b, d, e und g sind in den Notenauflageelementen 22, 24 bzw. 26 eingebracht.
[0016] Durch die Führung des Bandes 34 ergeben sich auf der Notenauflagefläche 36 jeweils
vier senkrecht verlaufende Umblätterhilfen 38. Die Notenblätter können hierdurch auf
der Notenauflagefläche 36 aufliegen und auf den Notenauflageelementen 22, 24 bzw.
26 aufstehen.
[0017] Das Band 34 ist beispielsweise von einem Rundgummi oder dergleichen gebildet.
[0018] Figur 2 zeigt die Anordnung der Notenpultmappe 10 auf einem Notenpult 40. Das Notenpult
40 hat einen Ständer 42 und eine Pultfläche 44. Aufbau und Funktionsweise von Notenpulten
40 sind allgemein bekannt, so dass im Rahmen der folgenden Beschreibung hierauf nicht
näher eingegangen wird.
[0019] Die Anordnung der Notenpultmappe 10 erfolgt auf dem Notenpult 40 derart, dass die
Grundelemente 12, 14, 16 auf der Pultfläche 44 aufliegen. Die diagonal zwischen den
Führungsösen b und c bzw. f und g geführten Abschnitte des Bandes 34 werden über das
Grundgestellt der Pultfläche 44 geführt, so dass die Notenpultmappe 10 auf dem Notenpult
40 fixiert ist.
[0020] Figur 3 verdeutlicht das Aufliegen der Notenpultmappe 10 auf das Notenpult 40. Zunächst
werden die Grundelemente 12, 14 und 16 aufgefaltet bis diese in einer Ebene zu liegen
kommen. Anschließend werden entsprechend des Pfeils 46 die Notenauflageflächen 22,
24 bzw. 26 um 90° nach oben verschwenkt, so dass die Notenpultmappe 10 auf der Pultfläche
44 auf dem Notenpult 40 angeordnet werden kann. Hierbei werden die auf der Rückseite
der Notenpultmappe 10 diagonal verlaufenden Bänder 34 über die Ecken der Notenpultfläche
44, (wie in Figur 2 gezeigt) gestreift.
[0021] Figur 4 zeigt die Rückansicht der Notenpultmappe 10 im zusammengefalteten Zustand.
In dieser Position kann die Notenpultmappe 10 auch zum Transport und zur Lagerung
von Notenblättern verwendet werden.
[0022] In den Figuren 5 - 8 sind verschiedene Anordnungsmöglichkeiten von Notenblättern
auf einer in Arbeitsteilung befindlichen Notenpultmappe 10 gezeigt.
[0023] Figur 5 verdeutlicht, dass bis zu sechs DIN A4 große Notenseiten nebeneinander auf
der Notenpultablage 10 abgelegt werden können.
[0024] Figur 6 verdeutlicht, dass auf der Notenpultmappe 10 beliebig lange Notenfahnen angeordnet
sein können. Diese Notenfahnen werden von zusammenhängenden DIN A4 Bögen gebildet,
die jeweils die Noten satzweise, stückweise oder dergleichen für ein Musikstück enthalten.
Die Notenfahnen lassen sich unter die von dem Band 34 zwischen den Führungsösen c
und d bzw. e und f geführten Band 34 anordnen. Die hier auf der Notenauflagefläche
36 sichtbaren Abschnitte des Bandes 34 dienen als Umblätterhilfe 38, das heißt, auf
einer gedachten Verbindungslinie zwischen zwei benachbarten DIN A4 Abschnitten der
Notenfahnen können diese fixiert sein. So lassen sich durch einmaliges oder weniges
Umblättern längere Stücke spielen. Die Notenpultmappe 10 nutzenden Musiker haben teilweise
keine oder nur kurze Pausen in Ihren Stücken zum Umblättern. Durch das Wegfallen von
Umblätteraktionen lassen sich so längere Stücke ohne Umblättern spielen.
[0025] Figur 7 verdeutlicht, dass gleichzeitig auf der Notenpultmappe 10 unter den unterschiedlich
von dem Abschnitt des Bandes 38 gebildeten Umblätterhilfen mehrere Notenfahnen, in
Form von so genannten Notenleporellos (mäanderförmig zusammengefaltete Notenfahnen)
angeordnet sind. Entsprechend der Abfolge der zu spielenden Stücke kann so gleichzeitig
eine Anordnung von mehreren Musikstücken auf der Notenpultmappe 10 erfolgen. Diese
sind jeweils durch die Umblätterhilfen 38 fixiert und lassen sich in einfacher Weise
ziehharmonikaförmig auf der Notenpultmappe 10 ausbreiten und entsprechend wieder zusammenfalten.
[0026] Schließlich zeigt Figur 8 eine Möglichkeit wo ein Notenleporelloheft bzw. Notenleporellobuch
auf der Notenpultmappe 10 angeordnet ist. Ein derartiges Notenleporelloheft bzw. -buch
ist beispielsweise im Wesentlichen auf dem Grundelement 12 angeordnet, so dass die
in dem Notenleporelloheft bzw. -buch vorhandenen Notenfahnen nach rechts über die
anderen Grundelemente 14 und 16 ausgefaltet werden können. Eine Fixierung erfolgt
durch den Abschnitt des Bandes 34 der zwischen den Führungshülsen a und b verläuft.
Das einseitige Belasten der Notenpultmappe 10 durch das Notenleporelloheft bzw. -buch
kann durch die Befestigung der Notenpultmappe 10 an dem Notenpult 40, wie in Figur
2 gezeigt, ausglichen werden. Ein Kippen der Notenpultmappe 10 wird hierdurch vermieden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 10
- Notenpultmappe
- 12
- Grundelement
- 14
- Grundelement
- 16
- Grundelement
- 18
- Scharnier
- 20
- Scharnier
- 22
- Notenauflageelemente
- 24
- Notenauflageelemente
- 26
- Notenauflageelemente
- 28
- Scharnier
- 30
- Scharnier
- 32
- Scharnier
- 34
- Band
- 36
- Notenauflagefläche
- 38
- Umblätterhilfe
- 40
- Notenpult
- 42
- Ständer
- 44
- Pultfläche
- 46
- Pfeil
- a
- Führungsöse
- b
- Führungsöse
- c
- Führungsöse
- d
- Führungsöse
- e
- Führungsöse
- f
- Führungsöse
1. Notenpultmappe (10) die wenigstens zwei an aneinandergrenzenden Längsseiten über ein
Scharnier (18, 20) verbundene, aus einem flächigen, biegesteifen Material bestehende
Grundelemente (12, 14, 16), mit den Grundelementen (12, 14, 16) über jeweils ein Scharnier
(28, 30, 32) verbundene Notenauflageelemente (22, 24, 26) umfasst, gekennzeichnet durch ein strangförmiges aus einem elastischen Material bestehendes Band (34), das wenigstens
eine Umblätterhilfe (38) für Notenblätter und eine Befestigungshilfe für die Notenpultmappe
(10) an einem Notenpult (40) ausbildet.
2. Notenpultmappe (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundelemente (12, 14, 16) und die Notenauflageelemente (22, 24, 26) aus einem
Karton mit einem Flächengewicht von 400 - 500 g/m2 bestehen.
3. Notenpultmappe (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniere (18, 20, 28, 30, 32) von Faltscharniere gebildet sind, die in den
Karton geprägt sind.
4. Notenpultmappe (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenpultmappe (10) drei Grundelemente (12, 14, 16) umfasst.
5. Notenpultmappe (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Grundelemente (12, 16) jeweils zwei Führungsösen (a, b), (h, g) und das
mittlere Grundelement (14) vier Führungsösen (c, d) (e, f) aufweist, durch die das
Band (34) derart geführt ist, dass auf einer Notenauflagefläche (36) insgesamt vier
senkrecht verlaufende Abschnitte des Bandes (34) und an einer dem Notenpult (40) zugewandten
Seite zwei diagonal verlaufende Abschnitte des Bandes (34) sich ergeben.