[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine zum Abschneiden
von Scheiben aus insbesondere strangförmigem Schneidegut, vorzugsweise Lebensmittel,
mit einer Schneideeinrichtung, die mindestens ein in einem in einem Maschinengehäuse
gelagertes, in einer Schneidebene rotierendes Kreismesser umfasst, und mit einem eine
Auflageplatte mit Auflagefläche zum Auflegen des Schneideguts enthaltenden Schlitten,
wobei der Schlitten parallel zur Schneidebene verfahrbar ist und eine zumindest teilweise
transparente Schlittenrückwand aufweist, welche einen ersten ebenen Wandabschnitt
umfasst, der sowohl senkrecht zur Schneidebene des Kreismessers als auch zur Auflagefläche
der Auflageplatte verläuft. Derartige Scheibenschneidemaschinen sind beispielsweise
bekannt aus der
DE 38 27 404 A1.
[0002] Das Schneidegut, insbesondere in automatisch betriebenen Scheibenschneidemaschinen
für strangförmige Lebensmittel, wie etwa Würste, Schinken, Lachs, Käse etc., wird
mit Hilfe einer Zustelleinrichtung gegen die Schneideeinrichtung bewegt, meist in
Richtung senkrecht zur Schneidebene, in welcher üblicherweise ein oder mehrere rotierende
Kreismesser umlaufen, um Scheiben vom geförderten Schneidegut abzuschneiden. Der Antrieb
der Schneideeinrichtung erfolgt durch einen Elektromotor, der zum Schutz gegen Spritzwasser
und Verschmutzung sowie zur mechanischen Sicherung gegen äußere Eingriffe vom Maschinengehäuse
vollständig umschlossenen ist.
[0003] Um nun die erwünschte Scheibe durch das rotierende Messer vom Schneidegut abtrennen
zu können, wird das Schneidegut auf der Auflagefläche der Auflageplatte liegend mittels
eines Schlittens parallel zur Schneidebene verfahren und auf die umlaufende Messerklinge
zubewegt, bis das rotierende Messer das Schneidegut vollständig durchgeschnitten und
die Scheibe vom Schneidegut abgeschnitten hat.
[0004] Zum Schutz des Bedienungspersonals und zur Vermeidung von Arbeitsunfällen muss dabei
ein manuelles Eingreifen in den Scheidbereich der Schneideeinrichtung durch bauliche
Maßnahmen möglichst ausgeschlossen werden. Deswegen weisen gemäß den Sicherheitsvorschriften
ausgestaltete professionelle Scheibenschneidemaschinen stets eine Bedienerseitig am
Schlitten angebrachte Schlittenrückwand auf, die den Bereich oberhalb der Auflagefläche
und insbesondere in der Nähe der Schneideeinrichtung vom Bediener her möglichst unzugänglich
machen soll.
[0005] So ist in der
EP 1 897 664 A1 eine Scheibenschneidemaschine gezeigt und beschrieben, bei der die Auflageplatte
des Schlittens als Blech ausgeführt und auf der Bedienerseite als abgewinkelte Lasche
nach oben gebogen ist. Da diese Lasche als Bedienerschutz ganz offensichtlich nicht
ausreicht, ist über zwei Schrauben und mittels Distanzstücken ein weiteres Blech an
der abgewinkelte Lasche befestigt, welches zunächst in paralleler Verlängerung der
Lasche nach oben ragt und dann in Richtung auf den Raum über der Auflagefläche schräg
abgewinkelt ist.
[0006] Abgesehen davon, dass diese Blechkonstruktion der Bedienperson in großen Teilen die
freie Sicht auf das Schneidegut nimmt, ist sie mechanisch auch nicht sonderlich stabil.
Vor allem aber ist eine optimale Arbeitssicherheit nicht gewährleistet, weil die Bedienperson
zum Betätigen des Schlittens die Blechkonstruktion umgreifen muss und im Betrieb der
Scheibenschneidemaschine mit der Hand zwangsläufig in den Gefahrenbereich der Schneideeinrichtung
gelangt. Zudem sind mit dieser Vorrichtung die im Bereich der Lebensmittelverarbeitung
besonders wichtigen erhöhten Hygieneanforderungen nicht erfüllbar, weil der durch
die Distanzstücke erzeugte breite und schwer zugängliche Spalt zwischen der Lasche
und dem weiteren Blech nur äußerst schwierig und daher kaum regelmäßig und keinesfalls
gründlich zu reinigen ist.
[0007] In einer gattungsgemäßen Scheibenschneidemaschine der eingangs beschriebenen Art,
wie sie etwa aus der oben genannten
DE 38 27 404 A1 bekannt ist, wird die Schlittenrückwand durch eine Konstruktion von transparenten
Kunststoffplatten gebildet, welche direkt und starr mit dem Schlitten verbunden sind.
Diese Verbindung ist zwar erheblich stabiler als die Blechkonstruktion gemäß
EP 1 897 664 A1 und gibt aufgrund der Durchsichtigkeit des Kunststoffs auch den Blick auf das Schneidegut
frei, jedoch genügt diese Schlittenrückwand immer noch nicht den erhöhten Hygieneanforderungen,
weil an der Stoßstelle zwischen der Unterkante der Kunststoffplatte und der aus Metall
bestehenden Auflageplatte unweigerlich ein Kapillarspalt bestehen bleibt, welcher
nicht gründlich gereinigt werden kann. Zudem muss zum Bedienen der Maschine wiederum
mit der Hand um die Schlittenrückwand herum und damit in den Gefahrenbereich hinein
gegriffen werden, weil die Handhabe für die Schneideguthalterung und das Bedienelement
für den Schlitten ebenfalls in diesem Gefahrenbereich angeordnet sind.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine gattungsgemäße Scheibenschneidemaschine
der eingangs beschriebenen Art kostengünstig und mit einfachen technischen Mitteln
dahin gehend zu verbessern, dass die Maschine bei möglichst kompakter Gestaltung und
optimalem Arbeitsschutz verbesserte Reinigungsmöglichkeiten und vereinfachte Bedienung
bietet.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe auf ebenso überraschend einfache wie wirkungsvolle
Art und Weise dadurch gelöst, dass der erste ebene Wandabschnitt mit lichtem Abstand
von der Auflagefläche der Auflageplatte mittels einer Befestigungsvorrichtung derart
an der Auflageplatte befestigt ist, dass ein Durchgangsspalt mit einer Spalthöhe von
mindestens 2mm bis höchstens 15mm, vorzugsweise von 3mm bis 7mm, zwischen der Auflagefläche
der Auflageplatte und der Unterkante des ersten ebenen Wandabschnitts offen bleibt.
[0010] Auf diese Weise wird eine vereinfachte Wartung und Reinigung des besonders schmutzanfälligen
Bereichs zwischen der Schlittenrückwand und der Auflageplatte ermöglicht. Ein Herumgreifen
um die Schlittenrückwand im Betrieb der Scheibenschneidemaschine kann unterbleiben,
weil aufgrund des Durchgangsspalts eine Möglichkeit zur Durchführung einer Handhabe
bzw. eines Bedienelements eröffnet wird, was aus geometrischen Gründen bei der Schlittenrückwand
einer gattungsgemäßen Scheibenschneidemaschine, wie sie in der eingangs zitierten
DE 38 27 404 A1 beschrieben wird, eben gerade nicht möglich ist. Zur Behebung von "Sichtproblemen"
kann die Schlittenrückwand der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine - ebenso
wie die in der
DE 38 27 404 A1 beschriebene - aus transparenten Kunststoffplatten, vorzugsweise aus Plexiglas oder
Lexan
® gebildet sein.
[0011] Bei einer einfachen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine
weist der Durchgangsspalt über die Länge der Unterkante des ersten ebenen Wandabschnitts
eine gleichbleibende Spalthöhe auf. Neben den dadurch erzielbaren guten mechanischen
Eigenschaften ergibt sich auch ein verbesserter optischer Eindruck der Gesamtkonstruktion.
[0012] Eine einfache Montage zeichnet Ausführungsformen der Erfindung aus, bei denen die
Befestigungsvorrichtung mindestens zwei Schrauben oder Stehbolzen umfasst, die von
der Auflageplatte zum ersten ebenen Wandabschnitt verlaufen und vorzugsweise jeweils
in eine an der Unterkante des ersten Wandabschnitts angeordnete Öffnung eingreifen,
was zudem die mechanische Stabilität der Konstruktion erhöht.
[0013] Bei vorteilhaften Weiterbildungen dieser Ausführungsformen können um die Schrauben
oder Stehbolzen hohle, vorzugsweise taillierte Distanzstücke angeordnet sein, die
insbesondere eine dichtende Verbindung mit der Auflageplatte, vorzugsweise eine wasserdichte
Abdichtung oder eine Verklebung aufweisen. Sowohl die dichtende Verbindung mit der
Auflageplatte als auch die taillierte (im Gegensatz etwa zu einer zylindrischen) Formgebung
der Distanzstücke vereinfachen und verbessern die Reinigung der Maschine in diesem
Bereich und erhöhen dadurch die Hygiene.
[0014] Einen effektiven Daumenschutz bieten Ausführungsformen der Erfindung, bei denen sich
auf der von der Auflageplatte wegweisenden Bedienerseite der Schlittenrückwand an
die der Schneideeinrichtung zugewandte Seitenkante des ersten ebenen Wandabschnitts
ein parallel zur Schneidebene des Kreismessers verlaufender, vom Schlitten wegragender
zweiter ebener Wandabschnitt anschließt, wie er - per se - auch schon aus der der
eingangs zitierten
DE 38 27 404 A1 bekannt ist, wobei der zweite ebene Wandabschnitt starr, vorzugsweise einstückig
mit dem ersten verbunden ist.
[0015] Vorteilhaft sind auch Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine,
bei denen sich an die Oberkante des ersten ebenen Wandabschnitts ein schräg in Richtung
der Auflageplatte geneigter dritter ebener Wandabschnitt anschließt, der vorzugsweise
einstückig mit dem ersten ebenen Wandabschnitt verbunden ist. Dieser dritte ebene
Wandabschnitt trägt zu einer ergonomisch besseren Bedienbarkeit der Maschine und einer
großflächigeren Abdeckung des Gefahrenbereichs bei, was den Unfallschutz zusätzlich
erhöht. Per se ist eine solche Ausgestaltung auch aus der oben zitierten
EP 1 897 664 A1 bekannt.
[0016] Besonders bevorzugt sind Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine,
die sich dadurch auszeichnen, dass eine in einer Richtung senkrecht zur Schneidebene
verschiebbare Schneideguthalterung vorgesehen ist, die ein durch den Durchgangsspalt
ragendes Verbindungselement aufweist, das auf der von der Auflageplatte wegweisenden
Bedienerseite der Schlittenrückwand mit einer Handhabe verbunden ist. Damit ergeben
sich eine ergonomisch besonders günstige Bedienbarkeit der Schneideguthalterung im
Betrieb der Maschine sowie ein besonders kompakter mechanischer Aufbau. Während bei
bekannten Scheibenschneidemaschinen der Bediener in der Regel um die Schlittenrückwand
herumgreifen muss und seine Hand unweigerlich in die Gefahrenzone im Bereich der Schneideeinrichtung
bringt, ist mit dieser Ausgestaltung eine Handhabung der Schneideguthalterung ausschließlich
von der Bedienerseitige der Schlittenrückwand aus möglich, was den Arbeitsschutz ganz
erheblich verbessert.
[0017] Bei einer bevorzugten und leicht herzustellenden Weiterbildung dieser Ausführungsformen
ist die Handhabe als aufklemmbarer oder aufschraubbarer Drehgriff ausgeführt, der
von dem Verbindungselement trennbar und mit diesem starr verbindbar ist. Dadurch können
die Schneideguthalterung und das Verbindungselement zu Reinigungszwecken leicht entfernt
werden, wobei der Drehgriff - unverlierbar - an der Scheibenschneidemaschine verbleibt.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine
zeichnet sich dadurch aus, dass ein starr mit dem Schlitten verbundenes oder verbindbares,
vorzugsweise als Griff ausgestaltetes Bedienelement vorgesehen ist, mit welchem ein
Verfahren des Schlittens ermöglicht wird.
[0019] Bei besonders einfachen und kompakten Weiterbildungen der beiden oben beschriebenen
Ausführungsformen wirkt das Bedienelement gleichzeitig als Handhabe und ist senkrecht
zur Schneidebene verfahrbar auf einer Schiene montiert, die parallel zur Ebene des
ersten ebenen Wandabschnitts sowie senkrecht zur Schneidebene verläuft. Durch diese
Gestaltung übt dasselbe Bauelement eine Doppelfunktion aus.
[0020] Insbesondere kann bei vorteilhaften Varianten dieser Weiterbildungen die Schiene
als parallel zur Auflagefläche der Auflageplatte und senkrecht zur Schneidebene verlaufende,
mit seitlichem Abstand von der Auflageplatte montierte Stange ausgeführt sein, wodurch
die gesamte Breite des Schlittens als Verfahrfläche gewonnen wird.
[0021] Vorzugsweise ist bei besonders kompakten Varianten der oben beschriebenen Weiterbildungen
das Bedienelement mittels eines Knebels an der Schiene feststellbar. Damit ergibt
sich eine sehr einfach aufgebaute Fixiermechanik. Die Fixierung des Bedienelements
wiederum verbessert die Handhabung der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine.
[0022] Eine noch weiter verbesserte und vereinfachte Reinigung und damit eine erhöhte Hygiene
ermöglicht eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Unterkante des ersten ebenen
Wandabschnitts auf ihrer von der Auflageplatte wegweisenden Bedienerseite eine von
oben nach unten schräg gegen Auflageplatte verlaufende Abschrägung aufweist.
[0023] Bevorzugt ist auch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine,
bei der die Auflageplatte Schlittenrückwandseitig eine parallel zum ersten ebenen
Wandabschnitt verlaufende Saftrille in der Auflagefläche aufweist. Diese Saftrille
verhindert während des Schneidens von Wurst- oder Fleischwaren das unkontrollierte
Austreten von Fleischsaft aus der Auflagefläche, indem sie den Saft auffängt und definiert
ableitet.
[0024] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der obigen Ausführungs-form schließlich
zeichnet sich dadurch aus, dass die Saftrille unmittelbar an einen von der Auflagefläche
nach oben abgekantet verlaufenden Randabschnitt der Auflageplatte anschließend angeordnet,
vorzugsweise in den Randabschnitt zumindest teilweise eingeformt ist. Dabei wirkt
die Auflageplatte durch ihre Abkantung gleichzeitig als Befestigungssockel für den
ersten ebenen Wandabschnitt und als Saftschutz.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen
Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei
Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
[0026] In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1a
- einen schematischen Vertikalschnitt in einer Ebene senkrecht zur Schneidebene des
Kreismessers durch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine;
- Fig. 1b
- einen schematischen Vertikalschnitt in der Schneidebene des Kreismessers durch eine
Ausführungsform nach Fig. 1a;
- Fig. 2a
- einen schematischen Vertikalschnitt in einer Ebene parallel zur Schneidebene des Kreismessers
durch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine;
- Fig. 2b
- eine Draufsicht von oben auf einen Ausschnitt der Ausführungsform nach Fig. 2a, welcher
die Schneideeinrichtung nicht enthält;
- Fig. 3a
- einen schematischen Vertikalschnitt durch die Schlittenrückwand einer Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 3b
- eine schematische Seitenansicht in Richtung senkrecht zum ersten ebenen Wandabschnitt
einer weiteren Ausführungsform;
- Fig. 4a
- einen schematischen Vertikalschnitt in einer Ebene senkrecht zum ersten ebenen Wandabschnitt
der Schlittenrückwand durch die schraubbare Befestigungsvorrichtung zwischen Schlittenrückwand
und Auflageplatte;
- Fig. 4b
- eine Ausschnittsvergrößerung von Fig. 4a im Bereich des Durchgangsspalts; und
- Fig. 4c
- einen schematischen Vertikalschnitt in einer Ebene senkrecht zum ersten ebenen Wandabschnitt
der Schlittenrückwand bei einer Ausführungsform mit Abschrägung der Unterkante des
ersten ebenen Wandabschnitts.
[0028] In den Figuren 1a bis 4c sind jeweils Details von Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen
elektrisch betriebenen, in der Regel automatischen
Scheibenschneidemaschine 10; 20 zum Abschneiden von Scheiben aus insbesondere strangförmigem
Schneidegut 100, vorzugsweise Lebensmittel, dargestellt. Diese weist jeweils eine Schneideeinrichtung
auf, die ein in einem
Maschinengehäuse 11 gelagertes, in einer Schneidebene rotierendes
Kreismesser 12 umfasst. Des Weiteren weist die Scheibenschneidemaschine 10; 20 stets einen eine
Auflageplatte 13; 23, 33; 43 mit
Auflagefläche 13a; 23a, 33a; 43a zum Auflegen des Schneideguts 100 enthaltenden Schlitten auf, wobei der Schlitten
parallel zur Schneidebene verfahrbar ist und eine zumindest teilweise transparente
Schlittenrückwand aufweist, welche einen
ersten ebenen Wandabschnitt 14a; 24a, 34a; 44a, der sowohl senkrecht zur Schneidebene des Kreismessers 12 als auch zur Auflagefläche
13a; 23a, 33a; 43a der Auflageplatte 13; 23, 33; 43 verläuft, sowie einen
zweiten ebenen Wandabschnitt 14b; 24b, 34b umfasst, der starr mit dem ersten ebenen Wandabschnitt 14a; 24a, 34a; 44a verbunden
ist, sich Kreismesserseitig an den ersten ebenen Wandabschnitt 14a; 24a, 34a; 44a
anschließt, parallel zur Schneidebene des Kreismessers 12 verläuft und vom Schlitten
wegragt.
[0029] Erfindungsgemäß ist der erste ebene Wandabschnitt 14a; 24a, 34a; 44a mit lichtem
Abstand von der Auflagefläche 13a; 23a, 33a; 43a der Auflageplatte 13; 23, 33; 43
mittels einer Befestigungsvorrichtung derart an der Auflageplatte 13; 23, 33; 43 befestigt,
dass ein Durchgangsspalt mit einer
Spalthöhe H von mindestens 2mm bis höchstens 15mm, vorzugsweise von 3mm bis 7mm, zwischen der
Auflagefläche 13a; 23a, 33a; 43a der Auflageplatte 13; 23, 33; 43 und der Unterkante
des ersten ebenen Wandabschnitts 14a; 24a, 34a; 44a offen bleibt. In der Regel wird
der Durchgangsspalt über die Länge der Unterkante des ersten ebenen Wandabschnitts
(14a; 24a; 34a; 44a) eine gleichbleibende Spalthöhe H aufweisen.
[0030] Wie in den Figuren 1a, 1b sowie 3a bis 4c gezeigt, kann bei Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine 10; 30; 40 die Befestigungsvorrichtung
mindestens zwei
Schrauben oder Stehbolzen 15; 35; 45 umfassen, die von der Auflageplatte 13; 33; 43) zum ersten ebenen Wandabschnitt 14a;
34a; 44a verlaufen und vorzugsweise jeweils in eine an der Unterkante des ersten Wandabschnitts
14a; 34a; 44a angeordnete Öffnung eingreifen, welche gegebenenfalls Gewinde für die
Schrauben enthalten. Um die Schrauben oder Stehbolzen 15; 35; 45 sind bevorzugt hohle,
vorzugsweise taillierte
Distanzstücke 16; 36; 46 angeordnet, die insbesondere eine
dichtende Verbindung 46a mit der Auflageplatte 43, vorzugsweise eine wasserdichte Abdichtung oder eine Verklebung
aufweisen, wie in den Figuren 4a und 4b näher dargestellt. Die Distanzstücke 16; 36;
46 können einstückig mit dem ersten ebenen Wandabschnitt 14a; 24a, 34a; 44a der Schlittenrückwand
verbunden sein um Spalte, in welchen sich Schmutz ansammeln kann, zu vermeiden und
damit die Hygiene-Eigenschaften der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine noch
weiter zu verbessern. Alternativ können die Distanzstücke 16; 36; 46 auch einstückig
mit dem jeweiligen Gewinde für die Schrauben oder Stehbolzen 15; 35; 45 ausgeführt
sein. Die Gewinde können insbesondere in den entsprechenden Öffnungen des ersten Wandabschnitts
14a; 34a; 44a eingespritzt sein, wenn dieser als Kunststoffspritzteil hergestellt
wird.
[0031] Bei den Ausführungsformen der Figuren 1a bis 3c schließt sich auf der von der Auflageplatte
13; 23; 33 wegweisenden Bedienerseite der Schlittenrückwand an die der Schneideeinrichtung
zugewandte Seitenkante des ersten ebenen Wandabschnitts 14a; 24a; 34a ein parallel
zur Schneidebene des Kreismessers 12 verlaufender, vom Schlitten wegragender
zweiter ebener Wandabschnitt 14b; 24b; 34b an, der starr, vorzugsweise einstückig mit dem ersten ebenen Wandabschnitt 14a; 24a;
34a verbunden ist. An die Oberkante des ersten ebenen Wandabschnitts 14a; 34a kann
sich ein schräg in Richtung der Auflageplatte 13; 33 geneigter dritter ebener Wandabschnitt
14c; 34c anschließen, der vorzugsweise einstückig mit dem ersten ebenen Wandabschnitt
14a; 34a verbunden ist, wie in den Figuren 1b; 3a und 3b zu erkennen ist.
[0032] Die Figuren 2a bis 3b zeigen Ausführungsformen der Erfindung, bei denen jeweils eine
in einer Richtung senkrecht zur Schneidebene verschiebbare
Schneideguthalterung 27; 37 vorgesehen ist, die ein durch den Durchgangsspalt ragendes
Verbindungselement 27a; 37a aufweist, das auf der von der Auflageplatte 23; 33 wegweisenden Bedienerseite der
Schlittenrückwand mit einer
Handhabe 27b; 37b verbunden ist. Die Handhabe 27b; 37b kann als aufklemmbarer oder aufschraubbarer
Drehgriff ausgeführt sein, der von dem Verbindungselement 27a; 37a trennbar und mit
diesem starr verbindbar ist.
[0033] Auch kann ein starr mit dem Schlitten verbundenes oder verbindbares, vorzugsweise
als Griff ausgestaltetes Bedienelement vorgesehen sein, das gleichzeitig als Handhabe
27b; 37b wirkt und senkrecht zur Schneidebene verfahrbar auf einer
Schiene 27c; 37c montiert ist, die parallel zur Ebene des ersten ebenen Wandabschnitts 24a; 34a sowie
senkrecht zur Schneidebene verläuft. Die Schiene 27c; 37c kann als parallel zur Auflagefläche
23a; 33a der Auflageplatte 23; 33 und senkrecht zur Schneidebene verlaufende, mit
seitlichem Abstand von der Auflageplatte 23; 33 montierte Stange ausgeführt sein.
Bei dem in den Figuren 2a und 2b gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Bedienelement
mittels eines
Knebels 27d an der Schiene 27c feststellbar.
[0034] In den Figuren 1b, 2a und 4c sind Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, bei
denen die Unterkante des ersten ebenen Wandabschnitts 14a; 24a; 44a auf ihrer von
der Auflageplatte 13; 23; 43 wegweisenden Bedienerseite eine von oben nach unten schräg
gegen Auflageplatte 13; 23; 43 verlaufende
Abschrägung 18; 28; 48 aufweist.
[0035] Bei den in den Figuren 2a und 4a bis 4c gezeigten Ausführungsbeispielen schließlich
weist die Auflageplatte 23; 43 Schlittenrückwandseitig eine parallel zum ersten ebenen
Wandabschnitt 24a; 44a verlaufende
Saftrille 29; 49 in der Auflagefläche 23a; 43a auf. Vorzugsweise wird die Saftrille 29; 49 unmittelbar
an einen von der Auflagefläche 23a; 43a nach oben abgekantet verlaufenden
Randabschnitt 29a; 49a der Auflageplatte 23; 43 anschließend angeordnet und in den Randabschnitt 29a; 49a
zumindest teilweise eingeformt sein.
1. Elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine (10; 20) zum Abschneiden von Scheiben
aus insbesondere strangförmigem Schneidegut (100), vorzugsweise Lebensmittel, mit
einer Schneideeinrichtung, die ein in einem Maschinengehäuse (11; 21) gelagertes,
in einer Schneidebene rotierendes Kreismesser (12) umfasst, und mit einem eine Auflageplatte
(13; 23; 33; 43) mit Auflagefläche (13a; 23a; 33a; 43a) zum Auflegen des Schneideguts
(100) enthaltenden Schlitten, wobei der Schlitten parallel zur Schneidebene verfahrbar
ist und eine zumindest teilweise transparente Schlittenrückwand aufweist, welche einen
ersten ebenen Wandabschnitt (14a; 24a; 34a; 44a) umfasst, der sowohl senkrecht zur
Schneidebene des Kreismessers (12) als auch zur Auflagefläche (13a; 23a; 33a; 43a)
der Auflageplatte (13; 23; 33; 43) verläuft,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste ebene Wandabschnitt (14a; 24a; 34a; 44a) mit lichtem Abstand von der Auflagefläche
(13a; 23a; 33a; 43a) der Auflageplatte (13; 23; 33; 43) mittels einer Befestigungsvorrichtung
derart an der Auflageplatte (13; 23; 33; 43) befestigt ist, dass ein Durchgangsspalt
mit einer Spalthöhe H von mindestens 2mm bis höchstens 15mm, vorzugsweise von 3mm
bis 7mm, zwischen der Auflagefläche (13a; 23a; 33a; 43a) der Auflageplatte (13; 23;
33; 43) und der Unterkante des ersten ebenen Wandabschnitts (14a; 24a; 34a; 44a) offen
bleibt.
2. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgangsspalt über die Länge der Unterkante des ersten ebenen Wandabschnitts
(14a; 24a; 34a; 44a) eine gleichbleibende Spalthöhe H aufweist.
3. Scheibenschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung mindestens zwei Schrauben oder Stehbolzen (15; 35; 45)
umfasst, die von der Auflageplatte (13; 23; 33; 43) zum ersten ebenen Wandabschnitt
(14a; 24a; 34a; 44a) verlaufen und vorzugsweise jeweils in eine an der Unterkante
des ersten Wandabschnitts (14a; 24a; 34a; 44a) angeordnete Öffnung eingreifen.
4. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass um die Schrauben oder Stehbolzen (15; 35; 45) hohle, vorzugsweise taillierte Distanzstücke
(16; 36; 46) angeordnet sind, die insbesondere eine dichtende Verbindung (46a) mit
der Auflageplatte (13; 23; 33; 43), vorzugsweise eine wasserdichte Abdichtung oder
eine Verklebung aufweisen.
5. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der von der Auflageplatte (13; 23; 33; 43) wegweisenden Bedienerseite der
Schlittenrückwand an die der Schneideeinrichtung zugewandte Seitenkante des ersten
ebenen Wandabschnitts (14a; 24a; 34a; 44a) ein parallel zur Schneidebene des Kreismessers
(12) verlaufender, vom Schlitten wegragender zweiter ebener Wandabschnitt (14b; 24b;
34b) anschließt, der starr, vorzugsweise einstückig mit dem ersten ebenen Wandabschnitt
(14a; 24a; 34a; 44a) verbunden ist.
6. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Oberkante des ersten ebenen Wandabschnitts (14a; 24a; 34a; 44a) ein schräg
in Richtung der Auflageplatte (13; 23; 33; 43) geneigter dritter ebener Wandabschnitt
(14c; 34c) anschließt, der vorzugsweise einstückig mit dem ersten ebenen Wandabschnitt
(14a; 24a; 34a; 44a) verbunden ist.
7. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine in einer Richtung senkrecht zur Schneidebene verschiebbare Schneideguthalterung
(27; 37) vorgesehen ist, die ein durch den Durchgangsspalt ragendes Verbindungselement
(27a; 37a) aufweist, das auf der von der Auflageplatte (23; 33) wegweisenden Bedienerseite
der Schlittenrückwand mit einer Handhabe (27b; 37b) verbunden ist.
8. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (27b; 37b) als aufklemmbarer oder aufschraubbarer Drehgriff ausgeführt
ist, der von dem Verbindungselement (27a; 37a) trennbar und mit diesem starr verbindbar
ist.
9. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein starr mit dem Schlitten verbundenes oder verbindbares, vorzugsweise als Griff
ausgestaltetes Bedienelement vorgesehen ist.
10. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 9 sowie einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement gleichzeitig als Handhabe (27b; 37b) wirkt und senkrecht zur Schneidebene
verfahrbar auf einer Schiene (27c; 37c) montiert ist, die parallel zur Ebene des ersten
ebenen Wandabschnitts (24a; 34a) sowie senkrecht zur Schneidebene verläuft.
11. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (27c; 37c) als parallel zur Auflagefläche (23a; 33a) der Auflageplatte
(23; 33) und senkrecht zur Schneidebene verlaufende, mit seitlichem Abstand von der
Auflageplatte (23; 33) montierte Stange ausgeführt ist.
12. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement mittels eines Knebels (27d) an der Schiene (27c) feststellbar ist.
13. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterkante des ersten ebenen Wandabschnitts (14a; 24a; 34a; 44a) auf ihrer von
der Auflageplatte (13; 23; 33; 43) wegweisenden Bedienerseite eine von oben nach unten
schräg gegen Auflageplatte (13; 23; 33; 43) verlaufende Abschrägung (18; 28; 48) aufweist.
14. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageplatte (23; 43) Schlittenrückwandseitig eine parallel zum ersten ebenen
Wandabschnitt (24a; 44a) verlaufende Saftrille (29; 49) in der Auflagefläche (23a;
43a) aufweist.
15. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Saftrille (29; 49) unmittelbar an einen von der Auflagefläche (23a; 43a) nach
oben abgekantet verlaufenden Randabschnitt (29a; 49a) der Auflageplatte (23; 43) anschließend
angeordnet, vorzugsweise in den Randabschnitt (29a; 49a) zumindest teilweise eingeformt
ist.