[0001] Die Erfindung betrifft einen Schachtabdeckungsrahmen gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Einsetzen eines derartigen Schachtabdeckungsrahmens.
[0002] Ein derartiger Schachtabdeckungsrahmen wird beispielsweise unter dem Namen "Budaplan"
von der Anmelderin vertrieben. Dabei wird durch die sich verjüngenden Außenseiten,
also durch eine konische Ausbildung des Schachtabdeckungsrahmens, erreicht, dass vertikal
auf den Schachtabdeckungsrahmen wirkende Kräfte in vertikale und horizontale Komponenten
zerlegt werden. Dadurch erfolgt ein schräger Lastabtrag, so dass ein großer Kraftanteil
in eine umgebende Fahrbahndecke abgeleitet wird, was zu einer großen Entlastung des
Schachtbauwerks führt. Dabei steht eine relativ große Gesamtauflagefläche zur Verfügung,
so dass eine gleichmäßige Druckverteilung erfolgt. Ein Absinken des Schachtabdeckungsrahmens
wird so zuverlässig verhindert.
[0003] Ein Verfahren zum Einbau eines derartigen Schachtabdeckungsrahmens ist beispielsweise
aus
EP 1 182 299 B1 bekannt. Dabei wird mit einem runden Fräskopf eine ringförmige Öffnung mit einer
schrägen Fräskante ausgebildet, wobei die schräge Fräskante im Wesentlichen den gleichen
Winkel zur Vertikalen aufweist wie die sich verjüngenden Außenseiten des Schachtrahmens.
[0004] In
DE 10 2006 056 936 A1 wird ein Verfahren zum Einbau einer Schachtabdeckung sowie eine zugehörige Schachtabdeckung
beschrieben, wobei die Schachtabdeckung einen Schachtabdeckungsrahmen aufweist, der
im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist, wobei an seinem oberen Ende ein umlaufender
Kragen vorgesehen ist. An dem Schachtabdeckungsrahmen sind radial außenseitig Bewehrungselemente
angeordnet, die vertikal einwirkende Kräfte auf eine Begrenzungsfläche einer konisch
ausgefrästen Einbauöffnung leiten. Zwischen dem Schachtabdeckungsrahmen und einem
Schachtbauwerk kann ein Füll- oder Verdrängungskörper angeordnet werden, der zum einen
der Niveauanpassung dient und zum anderen elastische Eigenschaften aufweist, so dass
vertikale Stöße auf das Schachtbauwerk gedämpft werden.
[0005] Eine Schachtabdeckung, bei der keine vertikalen Kräfte vom Schachtabdeckungsrahmen
auf das Schachtbauwerk übertragen werden, ist aus
DE 10 2004 017 805 A1 bekannt. Dabei wird ein Führungsring gegebenenfalls unter Zwischenlage von Höhenausgleichsringen
auf ein Schachtbauwerk aufgesetzt. Der Führungsring dient dazu, einen Schachtabdeckungsrahmen
radial gegenüber dem Schachtbauwerk zu zentrieren. Dabei ist der Schachtabdeckungsrahmen
in Längsrichtung axial gegenüber dem Führungsring verschiebbar. Die axiale Lage des
Schachtabdeckungsrahmens wird durch eine Tragschicht, eine Binderschicht und gegebenenfalls
eine Deckschicht, die oberhalb des Niveaus des Schachtbauwerks aufgetragen werden,
definiert. Der Schachtabdeckungsrahmen schwimmt damit sozusagen in der Fahrbahnoberfläche,
ohne dass eine Kraftübertragung vom Schachtabdeckungsrahmen auf den Führungsring und
damit auf das Schachtbauwerk erfolgt.
[0006] Bei besonders stark beanspruchten Straßenbereichen hat sich insbesondere das oben
genannte Budaplan-System bewährt, das zum einen sehr gute Lastaufnahmeeigenschaften
aufweist und zum anderen die aufgenommenen Kräfte gleichmäßig in die Umgebung verteilt.
Dabei werden sowohl die Aufnahmekräfte der umgebenden Fahrbahndecke ausgenutzt und
zum anderen die Aufnahmekräfte des Schachtbauwerkes, wobei diese so weit verringert
sind, dass eine Beschädigung des Schachtbauwerks ausgeschlossen ist.
[0007] Bei alleiniger Aufnahme der Kräfte durch die Fahrbahnoberfläche, wie bei der Lösung
gemäß
DE 10 2004 017 805 A1, hat sich gezeigt, dass die durch Fahrzeuge ausgeübten vertikalen Kräfte zu einem
ungleichmäßigen Absenken des Schachtabdeckungsrahmens führen können. Dies ist in höchstem
Maße unerwünscht.
[0008] Das Budaplan-System hat allerdings demgegenüber den Nachteil, dass es relativ aufwendig
gegenüber der Fahrbahnoberfläche justiert werden muss. Dafür wird der Schachtabdeckungsrahmen
mit Hilfe von Niveauhaltern gegenüber der Fahrbahnoberfläche ausgerichtet. Mit Hilfe
von Vergussmörtel wird der Schachtabdeckungsrahmen anschließend mit dem Schachtbauwerk
und den ihn umgebenden schrägen Fräskanten der Öffnung in der Fahrbahnoberfläche verbunden.
[0009] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Schachtabdeckungsrahmen der eingangs
genannten Art bereitzustellen, der ohne großen Aufwand justiert werden kann, Setzungen
des Schachtabdeckungsrahmens zulässt und trotzdem eine hohe Tragfähigkeit aufweist.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Schachtdeckelaufnahme
in einem Führungsring, der sich von einer Oberseite zu einer Unterseite verjüngende
Außenseiten und einen zylindrischen Innenraum aufweist, teleskopierbar ausgebildet
ist.
[0011] Es ist damit nicht mehr erforderlich, den Schachtabdeckungsrahmen exakt gegenüber
der Fahrbahnoberfläche auszurichten. Vielmehr kann der Führungsring ein Stück unterhalb
der Fahrbahnoberfläche angeordnet werden, beispielsweise direkt auf dem Schachtbauwerk,
wobei der Ausgleich zur Fahrbahnoberfläche dann durch die teleskopierbar im Führungsring
geführte Schachtdeckelaufnahme erfolgt. Die Schachtdeckelaufnahme wird dann in der
Regel plan zur Fahrbahnoberfläche ausgerichtet und in die Asphaltschicht eingewalzt.
Die Schachtdeckelauflage liegt dann mit einem Kragen auf der Asphaltschicht auf. Die
sich auf dem konischen Führungsring abstützende Asphaltschicht kann die auf sie einwirkende
Last dann über den Führungsring in die umgebende Schicht (Tragschicht, Frostschutzschicht)
weitergeben. Dadurch wirken geringere bis keine Lasten auf das Schachtbauwerk ein.
Dabei hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass auch ohne direkte vertikale
Verbindung eine ausreichende Kraftübertragung von der Schachtdeckelaufnahme auf den
Führungsring über die Asphaltschicht möglich ist, so dass die Vorteile der schrägen
Lastabtragung weiterhin zum Tragen kommen. Dies war eigentlich nicht zu erwarten,
da durch die teleskopierbare Ausbildung der Schachtdeckelaufnahme im Führungsring
Vertikalkräfte nicht direkt von der Schachtdeckelaufnahme auf den Führungsring übertragbar
sind. Es hat sich aber herausgestellt, dass durch diese Ausbildung ein äußerst belastbarer
Schachtabdeckungsrahmen erhalten wird, der gleichzeitig einfach gegenüber einer Fahrbahnoberfläche
justierbar ist.
[0012] Dabei ist vorteilhafterweise die Schachtdeckelaufnahme mit einem zylindrischen Fortsatz
im Innenraum axial verschiebbar geführt. Dies stellt eine relativ einfache teleskopierbare
Ausbildung dar. Der zylindrische Fortsatz kann dabei einstückig mit der Schachtdeckelaufnahme
ausgebildet sein. Dabei kann der Fortsatz den Führungsring axial relativ weit überdecken,
so dass eine gute axiale Führung erhalten wird.
[0013] Vorzugsweise weist die Schachtdeckelaufnahme einen nach außen weisenden, umlaufenden
Kragen auf, wobei gegebenenfalls der Kragen und die Oberseite zumindest abschnittsweise
parallel zueinander angeordnet sind. Der Kragen dient unter anderem dazu, die Schachtdeckelaufnahme
mit der Deckschicht einer Fahrbahn zu verbinden.
[0014] Beispielsweise wird die Schachtdeckelaufnahme in die Fahrbahn eingewalzt. Durch die
parallele oder leicht schräge Anordnung von Kragen und Oberseite können dabei gut
vertikale Kräfte vom Kragen auf die Oberseite durch die dazwischen liegende Tragschicht
übertragen werden. Diese werden dann durch die sich verjüngenden Außenseiten des konischen
Führungsrings in vertikale und horizontale Komponenten zerlegt. Aufgrund des relativ
geringen Abstandes zwischen dem Kragen und der Oberseite ist dabei nicht zu befürchten,
dass ein ungleichmäßiges Absenken der Schachtdeckelaufnahme erfolgt. Vielmehr ist
anzunehmen, dass die Aspahltschicht zwischen Kragen und Oberseite ausreichend homogen
und tragfähig ist.
[0015] Dabei ist besonders vorteilhaft, dass sich die Oberseite radial nach außen mindestens
so weit erstreckt wie der Kragen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle vertikal
auf den Kragen wirkenden Kräfte auf die Oberseite des konischen Führungsrings übertragen
werden, so dass durch den Führungsring ein schräger Lastabtrag erfolgt. Der Schachtabdeckungsrahmen
kann damit auch extremen Belastungen ausgesetzt werden. Vorteilhafterweise weist die
Schachtdeckelaufnahme Gusseisen auf. Gusseisen ist ein häufig verwendetes Material,
das widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse ist und dennoch relativ einfach zu bearbeiten
ist.
[0016] Vorzugsweise weist der Führungsring einen zylindrischen Kern zur Führung des Fortsatzes
auf. Dadurch ist es möglich, den Kern und den umgebenden Führungsring aus unterschiedlichen
Materialien zu bilden. Der Kern kann auch beispielsweise relativ genau gefertigt werden,
was an sich für den Führungsring nicht erforderlich ist. Die genaue Fertigung des
Kerns hat aber den Vorteil, dass eine präzise Führung der Schachtdeckelaufnahme innerhalb
des Kerns erfolgen kann.
[0017] Vorzugsweise weist der Kern an einem der Unterseite benachbarten Ende einen radial
nach außen gerichteten Flansch und/oder einen radial nach innen gerichteten Flansch
auf. Der radial nach außen gerichtete Flansch dient zur Vergrößerung der Verbindungsfläche
zwischen dem zylindrischen Kern und dem übrigen Führungsring. Er ermöglicht eine formschlüssige
Verbindung, so dass bei den üblicherweise zu erwartenden Kräften ein Ablösen des Kerns
nicht zu erwarten ist. Der nach innen gerichtete Flansch verhindert, dass die Schachtdeckelaufnahme
zu weit in den Kern hineinrutschen kann. Sie kann auch dafür dienen, Schmutzfangnetze
oder ähnliches zu halten, falls diese nicht in der Schachtdeckelaufnahme gehalten
sind.
[0018] Bevorzugterweise weist der Führungsring Beton und der Kern Gusseisen auf. Der Kern
ist damit aus dem gleichen Material wie die Schachtdeckelaufnahme hergestellt, so
dass eine negative Beeinflussung der beiden Materialien durch gegenseitigen Kontakt
nicht zu befürchten ist. Die Ausbildung des übrigen Führungsrings aus Beton hat den
Vorteil, dass Beton relativ günstig ist und gleichzeitig hohe Kräfte aufnehmen kann.
[0019] Vorteilhafterweise weist der Führungsring an seiner Unterseite eine Dreipunktauflage
auf. Die Dreipunktauflage ermöglicht eine sichere Auflage des Führungsrings auf einem
Schachtbauwerk, wobei in die Zwischenräume zwischen den Auflagepunkten Vergussmörtel
eingebracht werden kann, so dass eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Schachtbauwerk
und dem Führungsring erhalten wird. Dadurch ist eine sichere Kraftübertragung vom
Führungsring auf das Schachtbauwerk gewährleistet. Vorzugsweise weist eine obere Öffnung
des Fortsatzes einen größeren Durchmesser auf als eine untere Öffnung. Der Fortsatz
weist also einen konischen Innenraum auf. Dadurch kann beispielsweise ein Schachtdeckel
nahezu spielfrei, d.h. mit geringem Ringspalt, in den Fortsatz und damit in der Schachtdeckelaufnahme
gehalten werden. Auch beim Überfahren des Schachtdeckels mit Fahrzeugen treten dann
keine Vibrationen auf.
[0020] Dabei ist besonders bevorzugt, dass im Inneren des Fortsatzes mindestens eine radial
nach innen ragende Haltefläche angeordnet ist. Die Haltefläche kann dabei beispielsweise
ringsum geschlossen sein oder auch einzelne Abschnitte aufweisen. Die Haltefläche
dient z.B. zur Anlage eines Schachtdeckels, wodurch dessen axiale Lage gegenüber der
Schachtdeckelaufnahme definiert ist. Die Haltefläche oder eine zusätzliche Haltefläche
kann aber auch dazu benutzt werden, beispielsweise ein Schmutzauffangsystem zu halten.
Indem die Halteflächen alle innerhalb des Fortsatzes angeordnet sind, kann eine Außenseite
des Fortsatzes sehr glatt ausgebildet werden und entsprechend einfach gefertigt sein.
Das gleiche trifft dann auf den Innenraum des Kerns des Führungsrings zu.
[0021] Vorzugsweise sind an einer dem Fortsatz abgewandten Seite der Schachtdeckelaufnahme
axial vorstehende, über den Umfang des Kragens verteilte Versteifungsrippen angeordnet.
Diese Rippen stehen also auf der Unterseite über den Kragen hervor. Dadurch ist es
möglich, die Rippen unterhalb der Fahrbahnoberfläche anzuordnen, wobei die Fahrbahnoberfläche
dann plan mit dem axialen Ende des Kragens verläuft. Dadurch ergibt sich eine sehr
sichere und dichte Verbindung zwischen der Schachtdeckelaufnahme und der Fahrbahnoberfläche
bzw. der jeweiligen Asphaltschicht. Dadurch wird das Eindringen beispielsweise von
Wasser zuverlässig verhindert. Damit ist das Auftreten von Frostschäden nicht zu befürchten.
[0022] Vorzugsweise weist der Führungsring eine gegebenenfalls radial nach außen vorstehende
Armierung auf. Die Armierung dient zum einen dazu, den Beton des Führungsrings belastbarer
zu gestalten. Gleichzeitig können durch die nach außen vorstehende Armierung auch
Kräfte direkt in eine Seitenfläche der Öffnung, in die der Schachtabdeckungsrahmen
eingesetzt ist, eingeleitet werden. Der schräge Lastabtrag wird dadurch verbessert.
Dabei ermöglicht die nach außen vorstehende Armierung auch gleichzeitig eine gute,
formschlüssige Verbindung mit dem eingefüllten Vergussmörtel.
[0023] Zur besseren Verzahnbarkeit zwischen den Seitenflächen des Führungsrings und dem
eingebrachten Vergussmörtel können eine oder mehrere Ringnuten in den Seitenflächen
ausgebildet sein.
[0024] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass
der Schachtabdeckungsrahmen in eine runde, konische Öffnung einer Fahrbahnoberfläche
eingesetzt wird, wobei in einem ersten Schritt eine grobe Justierung des Führungsrings
gegenüber der Fahrbahnoberfläche erfolgt und in einem zweiten Schritt die Schachtdeckelaufnahme
eingefügt wird.
[0025] Während bisher die Justierung immer in einem Schritt durchgeführt wurde, werden also
nun zwei Schritte nacheinander durchgeführt. Dabei kann beispielsweise im ersten Schritt
nur die winkelmäßige Ausrichtung des Schachtabdeckungsrahmens gegenüber der Fahrbahnoberfläche
eingestellt werden, während die Höhenjustierung erst im zweiten Justageschritt erfolgt.
Der einzelne Justageschritt erfolgt damit immer nur an einem Teil des Schachtabdeckungsrahmens,
wobei dieses Teil weniger Masse aufweist als der gesamte Schachtabdeckungsrahmen.
Die Handhabung wird dadurch vereinfacht.
[0026] Dabei ist besonders bevorzugt, dass der konische Führungsring zunächst mit Vergussmörtel
vergossen wird und die Schachtdeckelaufnahme anschließend eingesetzt wird, wobei zwischen
der Oberseite des Führungsrings und der Schachtdeckelaufnahme Asphalt unterfüttert
wird. Es wird also zunächst der konische Führungsring mit Hilfe von Vergussmörtel
fest mit dem Schachtbauwerk verbunden.
[0027] Eine aufwendige Justage des Führungsrings bezüglich der Fahrbahnoberfläche ist dabei
nicht erforderlich. So kann der schwere Führungsring relativ schnell eingesetzt und
befestigt werden. Die Feinjustage erfolgt dann durch die relativ leicht handhabbare
Schachtdeckelaufnahme. Durch das Unterfüttern zwischen der Oberseite des konischen
Führungsrings und dem Kragen der Schachtdeckelaufnahme wird erreicht, dass eine gute
Übertragung vertikaler Kräfte vom Kragen der Schachtdeckelaufnahme auf den Führungsring
möglich ist. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass zwischen Führungsring und Schachtdeckelaufnahme
eine homogene Bindungsschicht vorliegt, so dass ein einseitiges Absenken der Schachtdeckelaufnahme
auch bei hohen Belastungen nicht auftritt.
[0028] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht eines Schachtabdeckungsrahmens und
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Schachtabdeckungsrahmen.
[0029] In Fig. 1 ist ein Schachtabdeckungsrahmen 1 dargestellt, der einen Führungsring 2
und eine Schachtdeckelaufnahme 3 aufweist. Die Schachtdeckelaufnahme ist dabei teleskopierbar
und neigbar im Führungsring 2 geführt. Dadurch wird ein selbstnivellierender Schachtabdeckungsrahmen
erhalten.
[0030] Der konische Führungsring 2 weist eine Oberseite 4 und eine Unterseite 5 auf, wobei
diese durch sich verjüngende Außenseiten 6 miteinander verbunden sind. Der Führungsring
2 läuft also von seiner Oberseite 4 zur Unterseite 5 konisch zu. Der Führungsring
2 weist einen zylindrischen Kern 7 auf, der sich durch die gesamte axiale Länge des
Führungsrings 2 erstreckt. An seinem unteren Ende weist der zylindrische Kern einen
radial nach außen gerichteten Flansch 8 auf. Der nach außen gerichteten Flansch 8
dient dazu, eine Kontaktfläche zwischen dem Kern 7 und dem übrigen Führungsring 2
zu vergrößern und gleichzeitig eine formschlüssige Verbindung zu ermöglichen. An gleicher
axialer Lage wie der nach außen ragende Flansch 8 ist ein radial nach innen ragender
Flansch 9 am Kern 7 vorgesehen. Dieser Flansch 9 verhindert, dass die Schachtdeckelaufnahme
3 zu weit in den Führungsring 2 hineingesteckt werden kann und sich gegebenenfalls
verklemmt. Der Flansch 9 kann auch dazu dienen, eine vergrößerte Auflagefläche für
den Führungsring 2 zu erhalten, oder er kann beispielsweise als Schmutzfängerauflage
genutzt werden. Vorliegend sind jedoch auch Schmutzfängertaschen 19 ausgebildet.
[0031] Die Schachtdeckelaufnahme 3 weist einen zylindrischen Fortsatz 10 auf, der axial
innerhalb des Kern 7 geführt ist. Dadurch wird die radiale Lage der Schachtdeckelaufnahme
3 gegenüber dem Führungsring 2 relativ genau festgelegt, während eine axiale Verschiebung
möglich bleibt. Der Fortsatz 10 ist dabei einstückig mit der Schachtdeckelaufnahme
3 ausgebildet, wie auch Kragen 11, die an einem oberen Ende der Schachtdeckelaufnahme
3 angeordnet sind. Die Ortsangaben "oben" bzw. "unten" beziehen sich in diesem Zusammenhang
immer auf die mögliche Einbaulage des Schachtabdeckungsrahmens 1 in einer Fahrbahn
bzw. auf die Darstellung in Fig. 1.
[0032] Die Kragen 11 erstreckt sich radial nach außen und hat mehrere Aufgaben. Zum einen
ermöglicht er eine Auflage der Schachtdeckelaufnahme 3 auf die Fahrbahnoberfläche
so dass die Schachtdeckelaufnahme 3 eingewalzt werden kann. Zum anderen ermöglicht
er die Übertragung vertikaler Kräfte auf die Oberseite 4 des Führungsrings 2, so dass
ein einseitiges Absacken der Schachtdeckelaufnahme 3 nicht zu befürchten ist. Die
vertikalen Kräfte werden dann durch die schrägen Außenseiten 6 des Führungsrings 3
in horizontale und vertikale Komponenten zerlegt. Durch diesen schrägen Lastabtrag
können sehr hohe Kräfte aufgenommen werden. Dabei ist die Kraftübertragung zwischen
dem Kragen 11 und dem Führungsring 2 nur unwesentlich dadurch verschlechtert, dass
kein direkter Kontakt zwischen der Schachtdeckelaufnahme 3 und dem Führungsring 2
besteht. Die Kraft wird vielmehr nur eine relativ kurze Strecke zwischen dem Kragen
11 und der Oberseite 4 durch eine nicht dargestellte Tragschicht übertragen. Dabei
wird dadurch, dass sich in diesem Fall die Oberseite 4 sogar weiter radial nach außen
erstreckt als der Kragen 11, sichergestellt, dass alle Kräfte, die auf den Kragen
11 ausgeübt werden, auf den Führungsring 2 übertragen werden können. Durch eine relativ
große Ausbildung des Kragens 11 erfolgt gleichzeitig eine gute Kraftverteilung.
[0033] Eine obere Öffnung 12 des Fortsatzes 10 weist einen größeren Durchmesser auf als
eine untere Öffnung 13. Der Fortsatz 10 im Inneren 14 ist also sozusagen konisch ausgebildet.
Der Fortsatz 10 weist im Inneren eine radial nach innen ragende Haltefläche 15 auf,
die in diesem Ausführungsbeispiel radial nicht umlaufend ist, sondern nur mehrere
Ringabschnitte aufweist. Sie dient beispielsweise als Auflage für einen nicht dargestellten
Schachtdeckel.
[0034] Der Führungsring ist mit einer Armierung 17 versehen, die radial nach außen vorsteht.
Dabei sind in den schrägen Außenseiten 6 zwei Ringnuten 18 eingebracht.
[0035] In Fig. 2 ist nun der Schachtabdeckungsrahmen 1 in Draufsicht dargestellt. Gleiche
Teile sind dabei mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0036] Es ist zu erkennen, dass sich die Oberseite 4 des Führungsrings 2 radial weiter nach
außen erstreckt als der Kragen 11 der Schachtdeckelaufnahme 3. Die Schachtdeckelaufnahme
3 weist im Bereich des Kragens eine geriffelte Oberfläche auf. Diese Oberfläche kann
auch beispielsweise dazu dienen, Markennamen oder Normbezeichnungen aufzunehmen. Die
geriffelte Oberfläche dient gleichzeitig als Rutschschutz.
[0037] Fig. 2 zeigt den Schachtabdeckungsrahmen 1 mit seinem umlaufenden Kragen 11, der
über die Versteifungsrippen 16 vorsteht. Dadurch können die Versteifungsrippen 16
unter einer Fahrbahnoberfläche angeordnet werden, wobei die Fahrbahnoberfläche dann
plan mit dem umlaufenden Kragen 11 abschließt. Damit wird eine besonders lagesichere
Verbindung erzeugt.
[0038] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.
[0039] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und
Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0040]
- (1)
- Schachtabdeckungsrahmen
- (2)
- Führungsring
- (3)
- Schachtdeckelaufnahme
- (4)
- Oberseite
- (5)
- Unterseite
- (6)
- Außenseite
- (7)
- Kern
- (8)
- nach außen ragender Flansch
- (9)
- nach innen ragender Flansch
- (10)
- Fortsatz
- (11)
- Kragen
- (12)
- obere Öffnung
- (13)
- untere Öffnung
- (14)
- Inneres
- (15)
- Haltefläche
- (16)
- Versteifungsrippen
- (17)
- Armierung
- (18)
- Ringnut
- (19)
- Schmutzfängertaschen
1. Schachtabdeckungsrahmen dadurch gekennzeichnet, dass eine Schachtdeckelaufnahme (3) in einem Führungsring (2), der sich von einer Oberseite
(4) zu einer Unterseite verjüngende Außenseiten und einen zylindrischen Innenraum
aufweist, teleskopierbar ausgebildet ist.
2. Schachtabdeckungsrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtdeckelaufnahme (3) mit einem zylindrischen Fortsatz (10) im Innenraum
axial verschiebbar geführt ist.
3. Schachtabdeckungsrahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtdeckelaufnahme (3) einen nach außen weisenden, umlaufenden Kragen (11)
aufweist, wobei gegebenenfalls der Kragen (11) und die Oberseite (4) zumindest abschnittsweise
parallel zueinander angeordnet sind.
4. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Oberseite (4) radial nach außen mindestens soweit erstreckt wie der Kragen
(11).
5. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schachtdeckelaufnahme (3) Gusseisen aufweist.
6. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsring (2) einen zylindrischen Kern (7) zur Führung des Fortsatzes (10)
aufweist.
7. Schachtabdeckungsrahmen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (7) an einem der Unterseite (5) benachbarten Ende einen radial nach außen
gerichteten Flansch (8) und/oder an dem Ende einen radial nach innen gerichteten Flansch
(9) aufweist.
8. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsring (2) Beton und der Kern (7) Gusseisen aufweist.
9. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsring (2) an seiner Unterseite (5) eine Dreipunktauflage aufweist.
10. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Öffnung (12) des Fortsatzes (10) einen größeren Durchmesser aufweist als
eine untere Öffnung (13).
11. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren (14) des Fortsatzes (10) mindestens eine radial nach innen ragende Haltefläche
(15) angeordnet ist.
12. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an einer dem Fortsatz (10) abgewandten Seite der Schachtdeckelaufnahme (3) eine axial
vorstehende, umlaufende Aufnahme (19) angeordnet ist.
13. Schachtabdeckungsrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsring (2) eine gegebenenfalls radial nach außen vorstehende Armierung
(17) aufweist und/oder in den Außenseiten (6) mindestens eine Ringnut (18) ausgebildet
ist.
14. Verfahren zum Einsetzen eines Schachtabdeckungsrahmens gemäß einem der Ansprüche 1
bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schachtabdeckungsrahmen in eine runde, konische Öffnung einer Fahrbahnoberfläche
eingesetzt wird, wobei in einem ersten Schritt eine grobe Justierung des Führungsrings
gegenüber der Fahrbahnoberfläche erfolgt und in einem zweiten Schritt die Schachtdeckelaufnahme
eingefügt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsring zunächst mit Vergussmörtel vergossen wird und die Schachtdeckelaufnahme
anschließend eingesetzt wird, wobei zwischen Oberseite des Führungsrings und der Schachtdeckelaufnahme
Asphalt unterfüttert wird.