[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Steuerungseinrichtungen für Verarbeitungsanlagen
von Druckereiprodukten. Sie bezieht sich auf eine Steuereinrichtung für eine Verarbeitungsanlage
zur Produktion von Kollektionen von Druckereiprodukten und ein Steuerverfahren gemäss
dem Oberbegriff der entsprechenden unabhängigen Patentansprüche.
STAND DER TECHNIK
[0002] Verarbeitungsanlagen für Druckereiprodukte umfassen Zuführvorrichtungen für einzelne
Druckereiprodukte oder Teilprodukte, und Einheiten zum Zusammenstellen derselben zu
weiteren Teilprodukten oder Endprodukten. Typischerweise sind die Druckereiprodukte
Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren und dergleichen. Einzelne der Teilprodukte können
in einer Rotationsdruckmaschine erzeugt und direkt oder über einen Speicher zugeführt
werden. Andere Teilprodukte können auch flache Beilagen sein, beispielsweise Warenmuster,
CD's. Die Einheiten zum Zusammenstellen sind beispielsweise zum Einstecken, Sammeln
oder Zusammentragen ausgebildet.
[0003] Solche Einheiten, wie auch weitere Einheiten zum Etikettieren, Folieren, Paketieren,
Binden, etc. werden in vielfältiger Weise entsprechend Kundenspezifikation zu einer
Verarbeitungsanlage kombiniert, aufgebaut und programmiert. Die Programmierung einer
Steuereinheit für die gesamte Verarbeitungsanlage muss für die jeweilige Konfiguration
angepasst werden. Dabei steigt mit der Komplexität der Anlage der Aufwand zum Programmieren
der Steuerung überproportional. Auch wird die Koordination der einzelnen Einheiten
durch die Steuerung überproportional aufwendig, kompliziert, und damit auch fehleranfälliger.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Steuereinrichtung der eingangs genannten
Art und ein entsprechendes Verfahren zu schaffen, welche die oben genannten Nachteile
beheben.
[0005] Diese Aufgabe lösen eine Steuereinrichtung und ein und ein Steuerverfahren mit den
Merkmalen des entsprechenden unabhängigen Patentansprüche.
[0006] Die Steuereinrichtung ist zur Steuerung einer Verarbeitungsanlage zur Produktion
von Kollektionen von Druckereiprodukten eingerichtet, wobei die Verarbeitungsan- lage
mindestens zwei Anlagenabschnitte aufweist, und jeder der Anlagenabschnitte dazu eingerichtet
ist, aus mehreren Eingangsströmen von Teilprodukten als Eingangsprodukten einen Ausgangsstrom
von Kollektionen dieser Teilprodukte als Ausgangsprodukten zu erzeugen, und wobei
ein Ausgangsstrom mindestens eines ersten Anlagenabschnittes ein Eingangsstrom eines
zweiten, dem ersten nachgeschalteten Anlagenabschnittes ist.
[0007] Dabei weist die Steuereinrichtung mehrere programmierbare Steuereinheiten auf, wobei
für jede der Steuereinheiten gilt, dass
- die Steuereinheit einem der Anlagenabschnitte zugeordnet ist und diesen Anlagenabschnitt
steuert und überwacht,
- die Steuereinheit dazu programmiert ist, anhand einer vorgegebenen Produktedefinition
von Ausgangsprodukten, im Folgenden Produkteanforderung genannt, und einer vorgegebenen
Produktedefinition von Eingangsprodukten, Produktvorgabe genannt, den zugeordneten
Anlagenabschnitt derart anzusteuern, dass der Ausgangsstrom des Anlagenabschnittes
aus Kollektionen der Teilprodukte besteht und der Produkteanforderung entspricht,
wobei eine erste und eine zweite Steuereinheit dem ersten respektive dem zweiten Anlagenabschnitt
zugeordnet sind,
die zweite Steuereinheit dazu eingerichtet ist, Produkteanforderungen von einer übergeordneten
Steuerung zu erhalten,
die zweite Steuereinheit dazu eingerichtet ist, weitere Produkteanforderungen für
die erste Steuereinheit zu erzeugen, und
die erste Steuereinheit dazu eingerichtet ist, diese weiteren Produkteanforderungen
von der zweiten Steuereinheit zu erhalten.
[0008] Vorzugsweise weist dabei eine Produktedefinition jeweils eine Spezifikation einer
vorgegebenen Anzahl von gleichartigen einzelnen Druckereiprodukten oder Kollektionen,
und/oder eine Spezifikation von individuellen Kollektionen auf.
[0009] Die erste Steuereinheit steuert anhand der weiteren Produkteanforderungen den ersten
Anlagenabschnitt an, so dass der Ausgangsstrom des ersten Anlagenabschnittes diesen
weiteren Produkteanfotderungen entspricht. Der Ausgangsstrom des ersten Anlagenabschnittes
ist ein Eingangsstrom des zweiten Anlagenabschnittes. Die zweite Steuereinheit steuert
anhand der Produkteanforderungen den zweiten Anlagenabschnitt zum Zusammenstellen
dieses Ausgangsstromes mit weiteren Teilprodukten, wonach der Ausgangsstrom des zweiten
Anlagenabschnittes den Produkteanforderungen entspricht. Es werden also Produkte vorwärts
durch die Anlage produziert, und Produkteanforderungen rückwärts durch die Steuereinheiten
der Anlage weitergegeben. Verallgemeinert gesprochen ist also jeweils eine Steuereinheit
dazu eingerichtet, Produkteanforderungen von einer übergeordneten Steuerung oder von
einer Steuereinheit eines nachgeschalteten Anlagenabschnittes zu erhalten, und weitere
Produkteanforderungen für die Steuereinheit eines vorgeschalteten Anlagenabschnittes
zu erzeugen.
[0010] Unter Kollektionen, auch Zusammenstellungen genannt, wird im Folgenden eine beliebige
Art der Kombination von Druckprodukten zu einer Einheit (welche als Teilprodukt oder
als Endprodukt betrachtet werden kann), wobei die miteinander kombinierten Druckprodukte
auch wieder Einheiten aus einem vorangehenden Zusammenstellen sein können. Das Zusammenstellen
respektive Kombinieren kann beispielsweise durch Einstecken, Sammeln oder Zusammentragen
geschehen.
[0011] Durch die erfindungsgemässe konzeptionelle und steuerungstechnische Auftrennung einer
gesamten Verarbeitungsanlage in einzelne Anlagenabschnitte, welche im Wesentlichen
über einfache, standardisierte Informationsschnittstelle (also die Produkteanforderungen)
miteinander kommunizieren, wird die Programmierung stark vereinfacht, Die einzelnen
Anlagenabschnitte arbeiten soweit möglich autonom, indem Fehler soweit möglich innerhalb
eines Anlagenabschnittes behoben werden. Nur wenn dies nicht möglich ist, ist eine
Koordination und Kommunikation mit anderen Anlagenabschnitten erforderlich. In einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung liegen weitere Steuereinheiten zu weiteren
Anlagenabschnitten vor, wobei jeweils
- Steuereinheiten, die einem nachgeschalteten Anlagenabschnitt zugeordnet sind, dazu
eingerichtet sind, Produkteanforderungen an Steuereinheiten von vorgeschalteten Anlagenabschnitten
zu erzeugen, und
- Steuereinheiten, die einem vorgeschalteten Anlagenabschnitt zugeordnet sind, dazu
eingerichtet sind, Produkteanforderungen von Steuereinheiten von nachgeschalteten
Anlagenabschnitten zu empfangen und umzusetzen.
[0012] Die Eingangsströme eines Anlagenabschnittes sind entweder Ausgangsströme eines oder
mehrerer vorgeschalteter Anlagenabschnitte, oder stammen aus Quellen, die dem Anlagenabschnitt
zugeordnet sind. Solche Quellen sind beispielsweise Speicher wie Wickel, Stapel, oder
kontinuierlich produzierende Quellen wie z.B. eine Rotationsdruckanlage. Stapel können
durch Anleger eingespeist werden, wobei dicke Produkte durch mehrere abwechslungsweise
arbeitende Anleger eingespeist werden können. Eine Produktedefinition der Eingangsprodukte
dieser Eingangsströme, also die Produktvorgabe, spezifiziert deren Zusammensetzung.
Elemente der Produktevorgabe können der Steuerung - auf der Ebene der übergeordneten
Steuerung oder auf der Ebene der einzelnen Steuereinheiten - vorgegeben werden (z.B.
"Teilprodukt xy steht an Zuführung 123 zur Verfügung"), oder umgekehrt durch die Steuerung
vorgegeben werden (z.B. "Teilprodukt xy ist an Zuführung 123 anzulegen").
[0013] Ein Ausgangsstrom eines Anlagenabschnittes kann beispielsweise auf einem Bandförderer
als Schuppenstrom oder vereinzelte Produkte, in einer Greiferkette mit Produkten,
oder als Folge von Paketen oder Säcken vorliegen und angefordert sein.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind einem ersten, vorgeschalteten
Anlagenabschnitt mehrere nachgeschaltete Anlagenabschnitte zugeordnet, und wird ein
Strom von Ausgangsprodukten des ersten Anlagenabschnittes in mehrere Eingangsströme
der nachgeschalteten Anlagenabschnitte gesplittet. Dabei sind die mehreren Steuereinheiten,
die den nachgeschalteten Anlagenabschnitten zugeordnet sind, jeweils dazu eingerichtet,
Produkteanforderungen an die Steuereinheit des ersten, vorgeschalteten Anlagenabschnitts
zu erzeugen. Dieser erste Anlagenabschnitt produziert also Eingangsströme für die
mehreren nachgeschalteten Anlagenabschnitte. Dabei können diese Ströme alle aus gleich
aufgebauten Teilprodukten bestehen, so dass der erste Anlagenabschnitt keinen Unterschied
in der Produktion machen muss. Oder es können diese Ströme jeweils aus unterschiedlich
aufgebauten Teilprodukten bestehen, so dass der erste Anlagenabschnitt beispielsweise
sequentiell eines oder mehrere Teilprodukte für einen ersten, dann einen zweiten,
dann evtl. noch für einen dritten und weitere nachgeschaltete Anlagenabschnitte, und
dann wieder für den ersten Anlagenabschnitt etc. produziert.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Steuereinheit dazu eingerichtet,
im Falle eines Produktionsfehlers, der zu einem Verlust von Produkten im zugeordneten
Anlagenabschnitt führt, eine Produkteanforderung an eine Steuereinheit eines vorgeschalteten
Anlagenabschnitts zu erzeugen, zur Produktion von Ersatzprodukten für die verlorenen
Produkte. Ein Verlust kann bedeuten, dass ein Produkt beschädigt wird oder fehlerhaft
zusammengestellt ist, und dabei nicht rückgeführt und ergänzt werden kann. Das Produkt
wird im Anlagenabschnitt selber oder später ausgeschleust. Ein als verloren betrachtetes
Produkt oder Teilprodukt kann ein einzelnes Druckereiprodukt sein, das nicht richtig
zusammengestellt wurde, oder ein Paket, in welchem eines oder mehrere enthaltene Endprodukte
fehlerbehaftet sind oder ganz fehlen.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist, wenn der Verlust von Produkten
in einem Anlagenabschnitt detektiert wird, und wenn zu diesem Zeitpunkt eine Belieferung
des Anlagenabschnittes mit gleichartigen Produkten (bei Umsetzung einer bestimmten
Produkteanforderung) noch stattfindet, die Steuereinheit dazu eingerichtet, eine ergänzende
Produkteanforderung an die Steuereinheit des vorgeschalteten Anlagenabschnitts zu
erzeugen, um die laufende Belieferung mit gleichartigen Produkten zu erweitern, also
indem am Ende der Belieferung noch eine gewisse Anzahl zusätzlicher Produkte der gleichen
Art geliefert wird. So kann im betroffenen Anlagenabschnitt mit den bereits vorhandenen
Teilprodukten weiterproduziert werden. Die dabei zusätzlich gebrauchten Teilprodukte
werden durch die verlängerte Belieferung gemäss der ergänzenden Produkteanforderung
bereitgestellt.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist, wenn der Verlust von Produkten
in einem Anlagenabschnitt detektiert wird, und zu diesem Zeitpunkt eine Belieferung
des Anlagenabschnittes mit gleichartigen Produkten (bei Umsetzung einer bestimmten
Produkteanforderung)
nicht mehr stattfindet, die Steuereinheit dazu eingerichtet, eine zusätzliche Produkteanforderung
an die Steuereinheit des vorgeschalteten Anlagenabschnitts zu erzeugen, um eine zusätzliche
Belieferung mit entsprechenden Produkten auszulösen. In diesem Fall wird beispielsweise
das (eine oder mehrere) verlorene Produkt separat erzeugt und nachgeliefert. Hier,
wie auch ganz allgemein, kann ein verlorenes Produkt ein Teilprodukt oder ein Endprodukt
aus Druckereiprodukten (Kollektion) sein, oder ein Stapel oder ein Paket aus Endprodukten
sein.
[0018] Es kann eine Steuereinheit jeweils auf einer eigenen Steuer-Hardwareeinheit ausgeführt
werden. Es können aber auch zwei oder mehr oder alle Steuereinheiten auf derselben
Hardwareeinheit ausgeführt werden.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die mehreren Steuereinheiten
Instanzen derselben generischen Steuereinheit. Dabei ist vorzugsweise eine generische
Steuereinheit durch eine generische Steuer-Softwareeinheit gebildet. Damit ist es
möglich, im wesentlichen dieselbe generische Software für verschiedene miteinander
kooperierende Anlagenabschnitte einzusetzen. Der Programmieraufwand und die Konfigurationsarbeit
für die Gesamtanlage werden dadurch signifikant reduziert.
[0020] Eine Instanz einer generischen Steuereinheit ist dabei vorzugsweise
- durch Duplizieren einer generischen Steuer-Softwareeinheit und/oder
- durch Programmieren einer generischen Steuer-Hardwareeinheit mit einer generischen
Steuer-Softwareeinheit
erstellt, unter Konfiguration und Parametrierung entsprechend des jeweiligen, von
dieser Instanz gesteuerten Anlagenabschnittes.
[0021] Ein Datenverarbeitungssystem als Teil einer Steuereinheit oder der Steuerungseinrichtung
weist Speichermittel mit darin gespeicherten Computerprogrammcodemitteln auf, welche
ein Computerprogramm beschreiben, und Datenverarbeitungsmittel zur Ausführung des
Computerprogramms, wobei die Ausführung des Computerprogramms zur Durchführung des
Verfahrens gemäss der Erfindung führt.
[0022] Das Computerprogramm zur Realisierung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist in
einen internen Speicher einer digitalen Datenverarbeitungseinheit ladbar und weist
Computerprogrammcodemittel auf, welche, wenn sie in einer digitalen Datenverarbeitungseinheit
ausgeführt werden, diese zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens bringen.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist ein Computerprogrammprodukt
einen Datenträger, respektive ein computerlesbares Medium auf, auf welchem die Computerprogrammcodemittel
gespeichert sind.
[0023] Weitere bevorzugte Ausführungsformen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor.
Dabei sind Merkmale der Verfahrensansprüche sinngemäss mit den Vorrichtungsansprüchen
kombinierbar und umgekehrt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0024] Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen,
welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen
jeweils schematisch:
- Figur 1
- einen Aufbau einer Verarbeitungsanlage;
- Figur 2
- eine schematische Struktur dieser Verarbeitungsanlage mit korrespondierenden Steuereinheiten;
und
- Figur 3 und 4
- weitere Strukturen von Verarbeitungsanlagen mit Steuereinheiten.
[0025] Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der
Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
BEVORZUGTE WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0026] Figur 1 zeigt einen Aufbau einer Verarbeitungsanlage: Diese ist grob unterteilbar in einen
ersten Anlagenabschnitt 1, welcher über eine Zwischeneinheit 7 mehrere, in diesem
Fall drei, weitere Anlagenabschnitte 2, 3, 4 mit Teilprodukten respektive Strömen
21, 31, 41 von Teilprodukten versorgt. Der erste Anlagenabschnitt 1 weist eine Einstecktrommel
13 auf, welche von einer Rotationsdruckanlage 14 mit einem Hauptproduktestrom oder
ersten Eingangsstrom 11 und weiteren Produkteströmen oder weiteren Eingangsströmen
12 aus Wickeln 15 versorgt wird. Die zu einem weiteren Teilprodukt kombinierten Teilprodukte
werden der Trommel 13 entnommen und in einer Zwischeneinheit 7 über einen ersten Rundlauf
71 und eine Übergabeeinheit 72 auf einen zweiten Rundlauf 73 transportiert. Vom zweiten
Rundlauf 73 werden die Teilprodukte selektiv gesteuert auf einen der drei weiteren
Anlagenabschnitte 2, 3, 4 abgegeben.
[0027] Diese weiteren drei Anlagenabschnitte 2, 3, 4 werden einerseits von der Zwischeneinheit
7 mit jeweils einem zweiten, dritten und vierten Eingangsstrom 21, 31, 41 gespeist.
Andererseits werden diese Anlagenabschnitte jeweils mit zweiten, dritten und vierten
weiteren Eingangsströmen 22, 32, 42 gespeist. Diese werden durch jeweils mehrere erste,
zweite, dritte Zuförderer 25, 35, 45 pro Anlagenabschnitt zugefördert. Zum Zusammenstellen
des jeweiligen Ausgangsproduktes eines der weiteren Anlagenabschnitte 2, 3, 4 liegt
hier jeweils eine Vorrichtung zum Zusammentragen 23, 33, 43 vor. Am Ende dieser Zusammentragvorrichtungen
ist jeweils eine Foliereinheit 26, 36, 46 angeordnet, welche einen Strom von optional
folierten Ausgangsprodukten 27, 37, 47 an einen Ausgangs-Rundlauf liefert. Dieser
Rundlauf speist pro Anlagenabschnitt 2, 3, 4 jeweils eine oder mehrere Stapeleinheiten
28, 38, 48 mit nachgeschalteten Bindeeinheiten 29, 39, 49. Gebundene Stapel werden
über einen Plattenkettentransporter 5 in Form von Ausgangs-Paketströmen 27a, 37a,
47a in Lastwagen 6 hinein verteilt gefördert.
[0028] Im Betrieb der ganzen Anlage kann die Zwischeneinheit 7 alle drei, oder nur einen
oder zwei der weiteren Anlagenabschnitte 2, 3, 4 beliefern. Die Teilprodukte, welche
an die weiteren Anlagenabschnitte 2, 3, 4 geliefert werden, können identisch sein,
oder es kann der erste Anlagenabschnitt 1 Gruppen von jeweils zwei oder drei nacheinander
geförderten unterschiedlichen Teilprodukten für zwei oder drei belieferte weitere
Anlagenabschnitte erzeugen. Die Teilprodukte und Produkte sind grundsätzlich individualisiert
förderbar und verarbeitbar, d.h. dass die Zusammensetzung eines jeden (Teil)Produktes
bekannt sein und individuell gesteuert sein kann.
[0029] Anstelle einer monolithischen Steuerung, welche alle Abläufe zentral koordiniert
und überwacht, liegen mehrere Steuereinheiten 10, 20, 30 vor, wie in der
Figur 2 dargestellt. Diese zeigt eine stark schematische Struktur der Verarbeitungsanlage
der
Figur 1 mit korrespondierenden Steuereinheiten. In der oberen Hälfte der Figur sind die Anlagenabschnitte
1, 2, 3, 4 dargestellt, in der unteren Hälfte die jeweils einem Anlagenabschnitt zugeordneten
Steuereinheiten 10, 20, 30, 40, welche über strichliert gezeichnete Mess- und Steuerverbindungen
mit den jeweiligen Anlagenabschnitten verbunden sind. Eine übergeordnete Steuerung
100 gibt Produkteanforderungen Pa2, Pa3, Pa4 an die weiteren Anlagenabschnitte 2,
3, 4. Diese Produkteanforderungen Pa2, Pa3, Pa4 können beispielsweise als Anforderung
an den Strom von Ausgangsprodukten 27, 37, 47 oder von Ausgangs-Paketen 27a, 37a,
47a formuliert sein.
[0030] Die weiteren Anlagenabschnitte 2, 3, 4 bilden die geforderten Ausgangsprodukte oder
-Pakete aus den Teilprodukten aus ihren jeweiligen Zuförderern 25, 35, 45 und aus
dem jeweiligen weiteren Eingangsstrom 21, 31, 41. Dazu fordern sie, respektive fordert
die entsprechende Steuereinheit 10, 20, 30 vermittelst weiterer Produkteanforderungen
Pa21, Pa31, Pa41 entsprechend benötigte Teilprodukte respektive Teilprodukteströme
vom ersten Anlagenabschnitt 1 an. Der Informationsfluss oder Steuerfluss, auf dieser
Ebene der Anlagenabschnitte betrachtet, verläuft also rückwärts durch die Anlage,
ausgehend von den geforderten Endprodukten.
[0031] Der vorwärts verlaufende Fluss von Teilprodukten als Eingangsstrom 21, 31, 41 in
die weiteren Anlagenabschnitte 2, 3, 4 ist durch Pfeile dargestellt, ebenso der Strom
von Ausgangsprodukten 27, 37, 47 oder von Ausgangs-Paketen 27a, 37a, 47a.
[0032] Eine Produkteanforderung ist eine formalisierte Beschreibung der Zusammensetzung
einer Folge von Druckereiprodukten. Dabei kann im Prinzip jedes einzelne Druckereiprodukt
individualisiert definiert werden. Die Umsetzung von Produkteanforderungen zur Steuerung
einer Produktionsanlage ist grundsätzlich bekannt, oft unter dem Begriff "Post Press
Management (PPM)".
[0033] Wie genau im vorliegenden Fall die formalisierte Beschreibung strukturiert ist, ist
grundsätzlich sekundär. Beispielsweise können (Teil)Produkte einzeln beschrieben werden,
z.B. Eine Folge von Produkten als
- Produkt k: Hauptprodukt A, Beilagen B, C, D, Adressetikette mit Text abc...
- Produkt k+1: Hauptprodukt A, Beilagen B, C, Adressetikette mit Text def...
- Produkt k+2: Hauptprodukt A, Beilagen B, D, Adressetikette mit Text ghi...
- Produkt k+3: Hauptprodukt F, Beilagen B, C, D, Adressetikette mit Text jkl ...
[0034] Eine Folge von gleichartigen Produkten kann beschrieben sein durch die Anzahl von
Produkten und deren Zusammensetzung, beispielsweise
- 600 Exemplare aus jeweils Hauptprodukt A, Beilagen B, C, D Weitere Information, welche
mit einer solchen Beschreibung einer Folge oder eines einzelnen Produktes verknüpft
sein kann, ist z.B.
- das Format des Produktes oder seiner Teile;
- Steuerinformation darüber, ob die Produktion überwacht werden soll oder nicht überwacht
werden soll;
- wie im Falle von Fehlern in der Produktezusammenstellung vorgegangen werden soll (ignorieren,
ausschleusen, nachbestellen, korrigieren ...);
- Daten für Beipackzettel, Barcodes oder RFID-Tags, welche einzelnen Produkten oder
Paketen zugeordnet sind;
- Information, ob der Inhalt in Ordnung ist oder nicht (nicht korrekte Kollektionen
werden z.B. später ausgeschleust);
- Zusatzinformation, z.B. eine Auftragsnummer.
[0035] An den verschiedenen Schnittstellen der Anlagenabschnitte können unterschiedliche
Produkteanforderungen verwendet werden. Beispielsweise sind in der Struktur gemäss
Figur 1
- die Produkteanforderungen Pa2, Pa3, Pa4 beschrieben durch: Name einer mit Druckprodukten
zu beliefernden (Verteil)Zone; Anzahl und Aufbau von einzelnen Paketen für diese Zone;
Aufbau der Produkte in diesen Paketen und weitere Information wie oben schon beschrieben.
Mehrere Zonen können zusammengefasst als Verteilroute eines Lastwagens beschreiben
sein.
- die weiteren Produkteanforderungen Pa21, Pa31, Pa41 beschrieben durch: Anzahl von
Produkten; Aufbau der Produkte in diesen Paketen und weitere Information wie oben
schon beschrieben.
[0036] Figur 3 und
4 zeigen weitere beispielhafte Strukturen von Verarbeitungsanlagen mit Steuereinheiten.
In der Figur 3 sind zwei, in der Figur 4 drei Anlagenabschnitte 1, 2, 3 hintereinander
geschaltet. Entsprechende Steuereinheiten 10, 20, 30 geben ihre Produkteanforderungen,
ausgehend von Produkteanforderungen der übergeordneten Steuerung 100, jeweils entgegen
der Produktionsrichtung rückwärts weiter an die Steuereinheiten von vorangehenden
Anlagenabschnitte. Solche Sequenzen von Anlagenabschnitten gemäss
Figur 3 und
4 und Aufsplittungen von Produkteströmen gemäss
Figur 2, sowie sich in einem Anlagenabschnitt vereinigende Produkteströme (nicht dargestellt)
können im Prinzip beliebig miteinander kombiniert sein und durch erfindungsgemäss
strukturierte und miteinander kommunizierende Steuerungseinrichtungen gesteuert werden.
1. Steuereinrichtung für eine Verarbeitungsanlage zur Produktion von Kollektionen von Druckereiprodukten,
wobei die Verarbeitungsanlage mindestens zwei Anlagenabschnitte (1, 2, 3, 4) aufweist,
und jeder der Anlagenabschnitte (1, 2, 3, 4) dazu eingerichtet ist, aus mehreren Eingangsströmen
(11, 12; 21, 22; 31, 32; 41, 42) von Teilprodukten als Eingangsprodukten einen Ausgangsstrom
(27, 27a; 37, 37a, 47, 47a) von Kollektionen dieser Teilprodukte als Ausgangsprodukte
zu erzeugen, und wobei ein Ausgangsstrom (27, 27a; 37, 37a, 47, 47a) mindestens eines
ersten Anlagenabschnittes ein Eingangsstrom eines zweiten, dem ersten nachgeschalteten
Anlagenabschnittes ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung mehrere programmierbare Steuereinheiten (10, 20, 30, 40) aufweist,
wobei für jede der Steuereinheiten (10, 20, 30, 40) gilt, dass
• die Steuereinheit (10, 20, 30, 40) einem der Anlagenabschnitte zugeordnet ist und
diesen Anlagenabschnitt steuert und überwacht,
• die Steuereinheit (10, 20, 30, 40) dazu programmiert ist, anhand einer vorgegebenen
Produktedefinition von Ausgangsprodukten, im Folgenden Produkteanforderung (Pa2, Pa3,
Pa4, Pa21, Pa31, Pa41) genannt, und einer vorgegebenen Produktedefinition von Eingangsprodukten,
Produktvorgabe genannt, den zugeordneten Anlagenabschnitt (1, 2, 3, 4) derart anzusteuern,
dass der Ausgangsstrom des Anlagenabschnittes (1, 2, 3, 4) aus Kollektionen der Teilprodukte
besteht und der Produkteanforderung entspricht,
wobei eine erste und eine zweite Steuereinheit (10, 20) dem ersten respektive dem
zweiten Anlagenabschnitt (1, 2) zugeordnet sind,
die zweite Steuereinheit (20) dazu eingerichtet ist, Produkteanforderungen (Pa2) von
einer übergeordneten Steuerung (100) oder von einer anderen Steuereinheit (30) zu
erhalten,
die zweite Steuereinheit (20) dazu eingerichtet ist, weitere Produkteanforderungen
(Pa2 1) für die erste Steuereinheit (10) zu erzeugen, und die erste Steuereinheit
(10) dazu eingerichtet ist, diese weiteren Produkteanforderungen (Pa21) von der zweiten
Steuereinheit (20) zu erhalten.
2. Steuereinrichtung gemäss Anspruch 1, wobei eine Produktedefinition jeweils eine Spezifikation
einer vorgegebenen Anzahl von gleichartigen einzelnen Druckereiprodukten oder Kollektionen,
und/oder eine Spezifikation von individuellen Kollektionen aufweist.
3. Steuereinrichtung gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei weitere Steuereinheiten (20, 30,
40) zu weiteren Anlagenabschnitten vorliegen, und jeweils
• Steuereinheiten (20, 30, 40), die einem nachgeschalteten Anlagenabschnitt (2, 3,
4) zugeordnet sind, dazu eingerichtet sind, Produkteanforderungen an Steuereinheiten
(10) von vorgeschalteten Anlagenabschnitten (1) zu erzeugen, und
• Steuereinheiten (10), die einem vorgeschalteten Anlagenabschnitt (1) zugeordnet
sind, dazu eingerichtet sind, Produkteanforderungen von Steuereinheiten (20, 30, 40)
von nachgeschalteten Anlagenabschnitten (2, 3, 4) zu empfangen und umzusetzen.
4. Steuereinrichtung gemäss Anspruch 1 oder 2 oder 3, wobei einem ersten, vorgeschalteten
Anlagenabschnitt (1) mehrere nachgeschaltete Anlagenabschnitte (2, 3, 4) zugeordnet
sind, ein Strom von Ausgangsprodukten (71) des ersten Anlagenabschnittes in mehrere
Eingangsströme (21, 31, 41) der nachgeschalteten Anlagenabschnitte (2, 3, 4) gesplittet
wird, und die mehreren Steuereinheiten (20, 30, 40), die den nachgeschalteten Anlagenabschnitten
(2, 3, 4) zugeordnet sind, jeweils dazu eingerichtet sind, Produkteanforderungen (Pa21,
Pa31, Pa41) an die Steuereinheit (10) des ersten, vorgeschalteten Anlagenabschnitts
(1) zu erzeugen.
5. Steuereinrichtung gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens eine
Steuereinheit (20, 30, 40) dazu eingerichtet ist, im Falle eines Produktionsfehlers,
der zu einem Verlust von Produkten im zugeordneten Anlagenabschnitt (2, 3, 4) führt,
eine Produkteanforderung an eine Steuereinheit (20) eines vorgeschalteten Anlagenabschnitts
(1) zu erzeugen, zur Produktion von Ersatzprodukten für die verlorenen Produkte.
6. Steuereinrichtung gemäss Anspruch 5, wobei, wenn der Verlust von Produkten in einem
Anlagenabschnitt (2, 3, 4) detektiert wird, und zu diesem Zeitpunkt eine Belieferung
des Anlagenabschnittes (2, 3, 4) mit gleichartigen Produkten noch stattfindet, die
mindestens eine Steuereinheit (20, 30, 40) dazu eingerichtet ist, eine ergänzende
Produkteanforderung an die Steuereinheit (10) des vorgeschalteten Anlagenabschnitts
(1) zu erzeugen, um die laufende Belieferung mit gleichartigen Produkten zu erweitern.
7. Steuereinrichtung gemäss Anspruch 5 oder 6, wobei, wenn der Verlust von Produkten
in einem Anlagenabschnitt (2, 3, 4) detektiert wird, und zu diesem Zeitpunkt eine
Belieferung des Anlagenabschnittes (2, 3, 4) mit gleichartigen Produkten nicht mehr
stattfindet, die mindestens eine Steuereinheit (20, 30, 40) dazu eingerichtet ist,
eine zusätzliche Produkteanforderung an die Steuereinheit (10) des vorgeschalteten
Anlagenabschnitts (1) zu erzeugen, um eine zusätzliche Belieferung mit entsprechenden
Produkten auszulösen.
8. Steuereinrichtung gemäss einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei ein verlorenes Produkt
ein Teilprodukt oder ein Endprodukt aus Druckereiprodukten (Kollektion) ist, oder
ein Stapel oder ein Paket aus Endprodukten ist.
9. Steuereinrichtung gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mehrere Steuereinheiten
(10, 20, 30, 40) Instanzen derselben generischen Steuereinheit sind, und wobei eine
generische Steuereinheit durch eine generische Steuer-Softwareeinheit gebildet ist.
10. Steuereinrichtung gemäss Anspruch 9, wobei eine Instanz einer generischen Steuereinheit
• durch Duplizieren einer generischen Steuer-Softwareeinheit erstellt ist, und/oder
• durch Programmieren einer generischen Steuer-Hardwareeinheit mit einer generischen
Steuer-Softwareeinheit erstellt ist,
unter Konfiguration und Parametrierung entsprechend des jeweiligen, von dieser Instanz
gesteuerten Anlagenabschnittes.
11. Verfahren zur Steuerung einer Verarbeitungsanlage zur Produktion von Kollektionen von Druckereiprodukten,
wobei die Verarbeitungsanlage mindestens zwei Anlagenabschnitte (1, 2, 3, 4) aufweist,
und jeder der Anlagenabschnitte (1, 2, 3, 4) dazu eingerichtet ist, aus mehreren Eingangsströmen
(11, 12; 21, 22; 31, 32; 41, 42) von Teilprodukten als Eingangsprodukten einen Ausgangsstrom
(27, 27a; 37, 37a, 47, 47a) von Kollektionen dieser Teilprodukte als Ausgangsprodukten
zu erzeugen, und wobei ein Ausgangsstrom (27, 27a; 37, 37a, 47, 47a) mindestens eines
ersten Anlagenabschnittes ein Eingangsstrom eines zweiten, dem ersten nachgeschalteten
Anlagenabschnittes ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung mehrere programmierbare Steuereinheiten (10, 20, 30, 40) aufweist,
wobei für jede der Steuereinheiten (10, 20, 30, 40) gilt, dass
• die Steuereinheit (10, 20, 30, 40) einem der Anlagenabschnitte zugeordnet ist und
diesen Anlagenabschnitt steuert und überwacht,
• die Steuereinheit (10, 20, 30, 40) dazu programmiert ist, anhand einer vorgegebenen
Produktedefinition von Ausgangsprodukten, im Folgenden Produkteanforderung (Pa2, Pa3,
Pa4, Pa21, Pa31, Pa41) genannt, und einer vorgegebenen Produktedefinition von Eingangsprodukten,
Produktvorgabe genannt, den zugeordneten Anlagenabschnitt (1, 2, 3, 4) derart anzusteuern,
dass der Ausgangsstrom des Anlagenabschnittes (1, 2, 3, 4) der Produkteanforderung
entspricht,
• wobei eine Produktedefinition jeweils eine Spezifikation einer vorgegebenen Anzahl
von gleichartigen einzelnen Druckereiprodukten oder Kollektionen, und/oder eine Spezifikation
von individuellen Kollektionen aufweist, und
wobei eine erste und eine zweite Steuereinheit (10, 20) dem ersten respektive dem
zweiten Anlagenabschnitt (1, 2) zugeordnet sind und die folgenden Schritte ausführen:
• die zweite Steuereinheit (20) empfängt Produkteanforderungen (Pa2) von einer übergeordneten
Steuerung (100) oder von einer anderen Steuereinheit (30) und steuert den zweiten
Anlagenabschnitt (2) zur Produktion von (Teil)produkten entsprechend diesen Produkteanforderungen
(Pa2),
• die zweite Steuereinheit (20) erzeugt weitere Produkteanforderungen (Pa21) für die
erste Steuereinheit (10), und
• die erste Steuereinheit (10) empfängt diese weiteren Produkteanforderungen (Pa21)
von der zweiten Steuereinheit (20) und steuert den ersten Anlagenabschnitt (1) zur
Produktion von Teilprodukten entsprechend diesen weiteren Produkteanforderungen (Pa21).
12. Computerlesbares Medium mit einem darauf gespeicherten Computerprogramm, welches auf einer Datenverarbeitungseinheit
einer Steuereinrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9 ladbar und ausführbar ist,
und welches bei der Ausführung das Verfahren nach Anspruch 10 ausführt.
13. Verarbeitungsanlage zur Produktion von Kollektionen von Druckereiprodukten, wobei die Verarbeitungsanlage
mindestens zwei Anlagenabschnitte (1, 2, 3, 4) aufweist, und jeder der Anlagenabschnitte
(1, 2, 3, 4) dazu eingerichtet ist, aus mehreren Eingangsströmen (11, 12; 21, 22;
31, 32; 41, 42) von Teilprodukten als Eingangsprodukten einen Ausgangsstrom (27, 27a;
37, 37a, 47, 47a) von Kollektionen dieser Teilprodukte als Ausgangsprodukten zu erzeugen,
und wobei ein Ausgangsstrom (27, 27a; 37, 37a, 47, 47a) mindestens eines ersten Anlagenabschnittes
ein Eingangsstrom eines zweiten, dem ersten nachgeschalteten Anlagenabschnittes ist,
aufweisend eine Steuereinrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9.