Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktklemme, welche mittels einer zu einem Gegenkontakt
beweglichen Klemmfeder geöffnet und geschlossen werden kann sowie einen Verbinder
mit der Kontaktklemme, insbesondere zum Anschließen von Photovoltaikmodulen.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Einpolige wassergeschützte Steckverbinder, besonders für Anwendungen in der Photovoltaikindustrie,
werden typischerweise mit einer elektrischen Leitung versehen, in dem die Leitung
an ein Kontaktelement angecrimpt werden. Das Crimpen erfordert ein Spezialwerkzeug
zum Herstellen der Crimpverbindung. Des Weiteren ist eine Crimpverbindung, nachdem
sie hergestellt worden ist, nicht mehr lösbar.
[0003] Aus der
DE 196 13 557 ist eine Klemme mit einer Biegefeder bekannt. Die Biegefeder hierbei ist relativ
komplex geformt und es muss in jedem Fall eine relativ hohe Kraft aufgewandt werden,
um die Klemme zu schließen. Auf der anderen Seite ist der Lastarm relativ lang und
die Klemme relativ groß und unhandlich. Nachteilig ist ferner, dass das Leiterende
nur bei geöffneter Kontaktklemme eingeführt werden kann. Außerdem entsteht bei Zugbelastung
eine in Öffnungsrichtung wirkende Kraftkomponente auf den Lastarm, was eine hohe Vorspannung
erfordert oder die Kontaktsicherheit beeinträchtigen kann. Außerdem ist die Klemme
zum Aufstecken auf eine Sammelschiene hergerichtet und für eine Einzelkontaktierung
nicht geeignet.
[0004] Aus der
DE 20 2005 007 607 U1 sind ein Kontaktelement und eine Dosenklemme für elektrische Leiter bekannt, bei
welcher durch Einschieben bzw. Einstecken des Leiters ein erster Schenkel eines Federelements
eine Drehbewegung ausführt. Die Klemmstelle ist durch Druck auf den ersten Schenkel,
z.B. mittels eines mit dem umgebenden Isoliergehäuse verbundenen Betätigungselements
entlastbar. In nachteiliger Weise kann die Entlastung der Klemmstelle und damit ein
Lösen des Leiters unbeabsichtigt erfolgen, z.B. wenn versehentlich auf das Betätigungselement
gedrückt wird. Ferner scheinen die Kraft- und Spannungsverhältnisse nicht optimal
und die Klemmkraft nicht besonders groß zu sein. Generell erscheint die Klemme von
ihrem Aufbau her für manche Anwendungen, insbesondere hinsichtlich der Kontaktsicherheit,
nicht gut geeignet zu sein.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0005] Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung eine öffenbare Kontaktklemme für das freie
Ende eines Leiters bereit zu stellen, welche einfach handhabbar ist und dennoch eine
sichere und dauerhafte elektrische Verbindung unter anderem gegen Zugkräfte an dem
Leiter gewährleisten.
[0006] Eine weitere allgemeine Aufgabe der Erfindung ist es, das Anschließen von elektrischen
Leitungen, z.B. an Steckverbinder, zu vereinfachen und ein manuelles Anschließen,
insbesondere ohne Spezialwerkzeug zu ermöglichen.
[0007] Die Kontaktklemme soll dem Benutzer je nach Anwendung, insbesondere Art des Leiterendes
ermöglichen, unter Anschlussvarianten auszuwählen. Die Kontaktklemme sowie der Verbinder
sollen ferner kostengünstig herstellbar und ggf. für den Einsatz im Freien geeignet
sein.
[0008] Die Erfindung wird durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Erfindungsgemäß wird eine elektrische Kontaktklemme zum Verbinden eines Leiterendes
eines Leiters oder Leiterkabels mit einem festen elektrischen Kontakt bereit gestellt.
Das Leiterende wird von einer Einführseite in die Kontaktklemme eingeführt, wodurch
die Einführrichtung definiert wird.
[0010] Die Kontaktklemme umfasst ein Haltegestell oder einen Halterahmen mit einem Kontaktabschnitt,
insbesondere einer festen Kontaktplatte mit der das Leiterende kontaktiert ist, wenn
das Leiterende in der Sollkontaktposition in der Kontaktklemme eingeführt und die
Kontaktklemme geschlossen ist. Die Kontaktplatte ist also fester Bestandteil des Haltegestells
und die Klemmfeder klemmt das Leiterende unmittelbar gegen die Kontaktplatte und damit
unmittelbar gegen das Haltegestell. Die Kontaktklemme umfasst ferner einen Klemmschenkel,
welcher in dem Haltegestell um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, um zwischen
einer geöffneten Schwenkposition und einer geschlossenen Schwenkposition hin und her
geschwenkt zu werden. Die Schwenkachse verläuft quer zur Einführrichtung.
[0011] Der Klemmschenkel klemmt in der geschlossenen Schwenkposition das Leiterende elektrisch
kontaktierend gegen den integral mit dem Haltegestell ausgebildeten Kontaktabschnitt,
wenn das Leiterende in die Sollkontaktposition in die Kontaktklemme eingeführt ist,
um den elektrischen Kontakt zwischen dem Leiterende und dem Kontaktabschnitt herzustellen.
In der geöffneten Schwenkposition ist der Klemmschenkel hingegen von dem Kontaktabschnitt
weggeschwenkt und gibt den Kontaktbereich in der Kontaktklemme zwischen der Klemmstelle
des Klemmschenkels und dem Kontaktabschnitt frei, so dass das Leiterende in der geöffneten
Schwenkposition einerseits frei in den Kontaktbereich einführbar ist und andererseits
zur Entnahme aus der Kontaktklemme freigegeben ist. Es handelt sich also um eine aktiv
öffenbare und schließbare Kontaktklemme.
[0012] Der Klemmschenkel ist insbesondere ein Teil einer abgewinkelten oder gebogenen schwenkbaren
Klemmfeder, welche noch einen Betätigungsschenkel und einen Knieabschnitt dazwischen
umfasst. In der geschlossenen Schwenkposition der Klemmfeder verläuft der Klemmschenkel
schräg - ohne Leiterende unter einem Winkel von vorzugsweise etwa 45° ± 30° - zum
Kontaktabschnitt bzw. schräg in Richtung der Basis des Haltegestells und ist federnd
beweglich ausgebildet, derart dass das Leiterende in der geschlossenen Schwenkposition
von der Einführseite zur Klemmstelle hin unter elastischem Auffedern des Klemmschenkels
bzw. der gesamten Klemmfeder in die Sollkontaktposition in die Kontaktklemme eingeführt
werden kann, ohne die Kontaktklemme öffnen zu müssen bzw. die Klemmfeder in die geöffnete
Schwenkposition überführen zu müssen.
[0013] D.h. der Winkel des Klemmschenkels zum Kontaktabschnitt und die Federspannung sind
derart gewählt, dass einerseits der Klemmschenkel mittels Einschiebens des Leiterendes,
insbesondere von Hand, aufgedrückt werden kann und andererseits aber die Federspannung
eine hinreichende Klemm-Normalkraft auf das Leiterende ausübt, um eine sichere und
dauerhafte Verbindung zu gewährleisten, wenn das Leiterende in die Sollkontaktposition
eingeführt und die Feder-Kontaktklemme geschlossen ist.
[0014] Somit kann das Leiterende sowohl bei geöffneter Kontaktklemme - hier frei - als auch
bei geschlossener Kontaktklemme eingeführt werden, was die Handhabung flexibilisiert.
Wenn das Leiterende bei geschlossener Kontaktklemme, d.h. mit dem Klemmschenkel in
der geschlossenen Schwenkposition eingeführt wird, kommt die vordere Spitze des Leiterendes
zunächst vorne an dem schrägen Bereich des Klemmschenkels zur Anlage und gleitet dann
typischerweise an der Schräge des Klemmschenkels ab, bis das Leiterende unten mit
dem Kontaktabschnitt in Kontakt tritt. Schiebt der Benutzer den Leiter nun weiter
ein, drückt das Leiterende aufgrund der Schräge und der Elastizität den Klemmschenkel
nach oben auf bzw. von dem Kontaktabschnitt weg und gleitet unter kontinuierlicher
Kraftbeaufschlagung in Einführrichtung durch den Benutzer reibend in den Kontaktbereich
zwischen dem Klemmende des Klemmschenkels und dem Kontaktabschnitt bis in die Sollkontaktposition.
Hiernach ist das Leiterende bereits endgültig geklemmt und kontaktiert, so dass der
sonst notwendige weitere Arbeitsgang des Schließens der Kontaktklemme entfallen kann.
Der in der Einführrichtung schräg verlaufende Klemmschenkel weist demnach eine hinreichende
Länge auf, um die Gleit- und Aufdrückfunktion zu erfüllen. Der Klemmschenkel sollte
daher mindestens eine Schräglänge aufweisen, die der Dicke des Leiterendes entspricht,
vorzugsweise sollte die Schräglänge aber ein Mehrfaches der Dicke des Leiterendes
betragen. Bevorzugt für typische Rundleiter ist eine derart gerichtete Schräglänge
von zumindest 2 mm, insbesondere zumindest 5 mm, gemäß einem Ausführungsbeispiel etwa
7 mm ± 2 mm. Über diese Schräglänge ist der Klemmschenkel vorzugsweise im Wesentlichen
gerade. Insbesondere sollte der Klemmschenkel zumindest in der Mitte der Einführöffnung
derart in Einführrichtung schräg in Richtung auf die Kontaktplatte bzw. Basis des
Haltegestells zu verlaufen, um ein sicheres Abgleiten des Leiterendes beim Einführen
zu gewährleisten. Dadurch können auf den Leiter wirkende Zugkräfte direkt über den,
im Wesentlichen geraden, Klemmschenkel auf die Lagerstelle übertragen werden. Hierdurch
wird ein guter Leiterfestsitz erzielt. Es kann, je nach Leiter, zweckmäßig sein, das
abisolierte Leiterende eines ummantelten Rundleiters zu versteifen, z.B. mit einer
Crimphülse zu versehen. Dies kann besonders bei der Verwendung einer Litze sinnvoll
sein. Insbesondere wenn ein starrer einadriger Draht verwendet wird, kann hierauf
aber ggf. verzichtet werden. Das Reiben kann zusätzlich die Kontaktstellen reinigen.
[0015] Wenn die Kontaktklemme ohne Leiterende geschlossen und erst anschließend das Leiterende
eingeführt wird, ist die Schließkraft auf die Klemmfeder gegenüber einem Schließen
mit bereits eingeführtem Leiterende reduziert, was die Handhabung, insbesondere beim
Schließen mit den Fingern ohne Werkzeug erleichtert. Vorzugsweise ist der Klemmschenkel
aber auch ohne Leiter in der geschlossenen Schwenkposition bereits etwas gegen den
Kontaktabschnitt vorgespannt, um später eine hinreichende Klemm-Normalkraft zu erzielen.
Ferner kann ein deutlich hörbares Schließgeräusch vorgesehen sein, was die Sicherheit
erhöht. Gegenüber einer unlösbaren Crimp- oder Lötverbindung zwischen Leiter und Anschlusselement,
z.B. in Form eines Steckkontakts ist eine solche Kontaktklemme flexibel, da sie jederzeit
wieder geöffnet und der Leiter oder die Klemme einzeln ausgetauscht werden können.
Die notwendige Einschubkraft und die Klemm-Normalkraft können u.a. mittels des schrägen
Winkels des Klemmschenkels und der Federspannung angepasst werden.
[0016] Vorzugsweise ist das Schwenklager zwischen der Klemmfeder und dem Haltegestell in
Einführrichtung vor der Klemmstelle des Klemmschenkels auf das Leiterende, d.h. vor
dem Kontaktbereich angeordnet und der Klemmschenkel verläuft in der geschlossenen
Schwenkposition von dem Schwenklager hin zur Klemmstelle schräg in Einführrichtung
auf den Kontaktabschnitt zu. D.h. das Leiterende wird aus der Richtung des Schwenklagers
der Klemmfeder in den Klemmkontakt eingeführt. Der Klemmschenkel schwenkt bei dieser
Konfiguration beim Schwenken von der geschlossenen in die geöffnete Schwenkposition
in der Einführrichtung auf.
[0017] Dadurch zieht, anders als bei der in der
DE 195 13 557 gezeigten Klemme, eine Zugkraft auf den geklemmten Leiter die Klemmfeder zu, da die
Kraftableitung aufgrund der Richtung der Schräge in Richtung der Normal-Klemmkraft
abgeleitet wird. Mit anderen Worten bewirkt eine Zugkraft auf den Leiter, d.h. entgegen
der Einführrichtung, eine in Schließrichtung wirkende Normalkomponente, da der Klemmschenkel
an der Klemmstelle mit dem Kontaktabschnitt von der Einführrichtung aus gesehen einen
Winkel von kleiner als 90° einschließt.
[0018] Die Klemmfeder oder Biegefeder, ist also insbesondere als blattfederartiger Kipphebel
ausgebildet, welcher zwischen der geöffneten Schwenkposition und der geschlossenen
Schwenkposition hin und her schwenkt und dessen Biegesteifigkeit derart angepasst
ist, dass in der geschlossenen Schwenkposition einerseits sich der Klemmschenkel durch
das Einführen des Leiterendes soweit elastisch aufdrücken lässt, dass das Leiterende
ohne weitere Betätigung der geschlossenen Kontaktklemme in die Sollkontaktposition
in der Kontaktklemme zwischen dem Kontaktabschnitt und der Klemmstelle des Klemmschenkels
beidseits reibend eingeschoben werden kann. Zweckmäßig einfach ist der Kipphebel bzw.
die Klemmfeder einstückig aus einem Metall-Federblech gestanzt und geformt. Die Kontaktklemme
kann also auch als Kipphebelklemme bezeichnet werden.
[0019] Vorzugsweise ist der Kipphebel bzw. die Klemmfeder als ein Winkelhebel ausgebildet,
so dass zwischen dem Betätigungsschenkel und dem Klemmschenkel ein abgewinkelter Knieabschnitt
angeordnet ist, wobei bei eingeführtem Leiterende zumindest der Knieabschnitt elastisch
vorgespannt ist, d.h. zumindest einen Teil der Klemm-Normalkraft bewirkt. Vorzugsweise
tragen jedoch auch der Klemmschenkel selbst und ggf. noch der Betätigungsschenkels
durch elastische Verbiegung zur Klemmkraft bei.
[0020] Der Betätigungsschenkel, der Knieabschnitt und der Klemmschenkel des Kipphebels bzw.
der Klemmfeder schließen bevorzugt einen Winkel von größer als 90° ein, bzw. bilden
insbesondere im Wesentlichen eine V-Form, so dass der Betätigungsschenkel von dem
Knieabschnitt weg ebenfalls in Einführrichtung weist. Der Betätigungsabschnitt weist
also generell (vom Winkel abgesehen) in die selbe Richtung, (nämlich die Einführrichtung)
wie der Klemmschenkel. Vorzugsweise ist die Lagerachse innerhalb der V-Form im Bereich
des Knieabschnitts angeordnet und der Betätigungsabschnitt verläuft bei geschlossener
Kontaktklemme im Wesentlichen parallel zur Einführrichtung. Es hat sich bewährt, angepasst
an die Größe und den notwendigen Schwenkwinkel einen Winkel der V-Form von 135° ±
30° auszuwählen. Die im Wesentlichen V-förmige Klemmfeder weist dabei mit dem Knieabschnitt
pfeilspitzenartig entgegen der Einführrichtung, insbesondere in der geöffneten Schwenkposition
leicht abwärts (hin zur Leiterachse)und/oder in der geschlossenen Schwenkposition
leicht aufwärts (weg von der Leiterachse). Es soll zunächst nicht ausgeschlossen sein,
dass weitere Schenkel zur Bildung einer komplexeren Federform vorhanden sind, bevorzugt
ist allerdings die einfachste Form, die im Wesentlichen lediglich aus einer V-Form
aus zwei im Wesentlichen geraden Hauptschenkeln (Klemm- und Betätigungsschenkel) in
einem Winkel von spitzer als 90° und dem verbindenden Knieabschnitt besteht. Kleinere
Abschnitte, wie die leicht abgewinkelte Klemmstelle sind hierbei als Teil des jeweiligen
Hauptschenkels anzusehen. Alles in Allem ist diese Art der Formgebung benutzerfreundlich
und platzsparend.
[0021] Wie bereits ausgeführt wurde, ist der Klemmschenkel selbst vorzugsweise als elastischer
Feder-Klemmschenkel ausgebildet, derart dass beim Aufdrücken des Feder-Klemmschenkels
in der geschlossenen Schwenkposition mittels des Leiterendes sich der Feder-Klemmschenkel
von der Kontaktstelle weg elastisch verbiegt. Das Biegemoment des Feder-Klemmschenkels
in der Sollkontaktposition des Leiterendes ist also derart ausgewählt, dass hierdurch
zumindest ein Teil der Klemm-Normalkraft auf das Leiterende bewirkt wird. Vorzugsweise
ist aber auch der Betätigungsschenkel als Federschenkel ausgebildet und trägt zur
Bewirkung der Klemm-Normalkraft bei. Eine einstückig gestanzte und geformte Klemmfeder,
insbesondere von gleichmäßiger Dicke, ist einfach in der Herstellung. Vorzugsweise
ist jedoch die Biegesteifigkeit des Betätigungsschenkels größer als die Biegesteifigkeit
des Feder-Klemmschenkels eingestellt, z.B. durch eine größere Breite des Betätigungsschenkels.
Ferner ist bevorzugt der Betätigungsschenkel länger als der Klemmschenkel, so dass
vorteilhafterweise eine Übersetzung der Betätigungskraft in eine höhere Klemmkraft
erreicht wird.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Klemmschenkel ein
freies Klemmende, mit welchem das Leiterende geklemmt wird und einen zwischen dem
freien Klemmende und dem Knieabschnitt verlaufenden Hauptabschnitt auf. Hierbei verläuft
der Hauptabschnitt in der geschlossenen Schwenkposition in Einführrichtung von der
Einführseite zur Klemmstelle hin schräg zum Kontaktabschnitt und hat eine Doppelfunktion,
in dem er das Ableiten des Leiterendes beim Einführen bewirkt als auch zur Vorspannung
der Klemmfeder beiträgt. Beim Einführen kommt das Leiterende nämlich bevorzugt zunächst
an dem Hauptabschnitt zur Anlage und wird aufgrund der schrägen Anordnung in Richtung
zum Kontaktabschnitt geführt, um anschließend die Klemmfeder aufzudrücken. Der Abschnitt
mit dem freien Klemmende ist erheblich kürzer als der Hauptabschnitt und vorzugsweise
entgegen der Einführrichtung relativ zum Hauptabschnitt etwas gebogen ist, so dass
in der geschlossenen Schwenkposition mit eingeführtem Leiterende das freie Klemmende
einen stumpferen Winkel mit dem Kontaktabschnitt des Haltegestells einschließt, als
der Hauptabschnitt bzw. der Teil des Klemmschenkel, der die Einführung des Leiterendes
bewirkt. Der Klemmabschnitt mit dem Klemmende ist demnach um einen Winkel von weniger
als 90° gegenüber dem Hauptabschnitt abgewinkelt, insbesondere um weniger als 45°.
Hierdurch kann trotz relativ spitzem Winkel des Hauptabschnitts eine bessere Kraftableitung
erzielt und die Auszugskraft erhöht werden. Der freie Klemmabschnitt bzw. das Klemmende
sollte aber noch immer in Einführrichtung weisen, d.h. von der Einführrichtung aus
gesehen einen Winkel von kleiner als 90° zur Einführrichtung bzw. zum hierzu im Wesentlichen
parallele Kontaktabschnitt aufweisen, um das Einführen des Leiters nicht zu behindern.
Der Klemmschenkel verläuft also trotzdem im Wesentlichen gerade von der Klemmstelle
zur Lagerachse.
[0023] Weiter vorzugsweise weist der Hauptabschnitt des Feder-Klemmschenkels eine, insbesondere
bogenförmige, Einschnürung auf, welche die Biegesteifigkeit des Feder-Klemmschenkels
an der Einschnürung reduziert. Dies sorgt für eine bessere Verteilung des Biegemoments
und die Klemmfeder kann im Ganzen etwas kleiner ausgebildet werden. Dabei ist die
schmalste Stelle des Hauptabschnitts schmaler als das freie Klemmende und der Knieabschnitt.
[0024] Der Betätigungsschenkel der Klemmfeder weist vorzugsweise einen entfernt von dem
Schwenklager positionierten Betätigungsabschnitt auf. Das Schließen der Klemmfeder
erfolgt z.B. durch manuelles Drücken durch den Benutzer und kann mit blankem Finger
erfolgen. Wenn der Benutzer den Betätigungsabschnitt drückt, wird über den Betätigungsschenkel,
der als Krafthebel wirkt, die Schwenkbewegung in die geschlossene Schwenkposition
der Klemmfeder bewirkt. Der Schwenkwinkel beträgt etwa 45° ± 30° und der Betätigungsabschnitt
verläuft in der geöffneten Schwenkposition schräg von dem Kontaktabschnitt weg und
ggf. in der geschlossenen Schwenkposition im Wesentlichen parallel zur Einführrichtung,
was eine gute Bedienbarkeit und kompakte Bauweise erlaubt.
[0025] Der Kipphebel rastet vorzugsweise an dem Haltegestell hörbar in der geschlossenen
Schwenkposition ein, so dass eine hohe Kontaktsicherheit gewährleistet ist. Hierzu
weist der Kipphebel bzw. die Klemmfeder einen freien Rastabschnitt auf, welcher sich
an dem dem freien Klemmende gegenüberliegenden Ende des Kipphebels entfernt von der
Lagerachse befindet. Der Rastabschnitt ist vorzugsweise gegenüber dem Betätigungsschenkel
in Richtung des Haltegestell bzw. des Kontaktabschnitts abgewinkelt und die Rastmittel
sind an dem Rastabschnitt angeordnet. So stören die Rastmittel nicht beim manuellen
Betätigen. Dadurch dass die Verrastung des Betätigungsschenkels entfernt von der Lagerung
angeordnet ist, kann auch der Betätigungsschenkel zur Federwirkung und Vorspannung
beitragen.
[0026] Das Haltegestell ist im Querschnitt zur Einführrichtung vorzugsweise im Wesentlichen
U-förmig ausgebildet und weist demnach zwei seitliche Wangen und eine untere Basis
auf, wobei letztere integral den Kontaktabschnitt bildet. Der Kipphebel bzw. die Klemmfeder
weist ebenfalls zwei seitliche Wangen auf und der Kipphebel ist mit seinen Wangen
an den Wangen des Haltegestells schwenkbar gelagert, was eine gute Seitenführung gewährleistet.
[0027] Ferner bevorzugt sind die seitlichen Wangen des Kipphebels im Wesentlichen L-förmig
ausgebildet und die Lagerachse des Kipphebels ist in Einführrichtung des Leiterendes
vor der Verbindungsstelle der seitlichen Wangen an dem Betätigungsschenkel angeordnet,
so dass der Drehpunkt relativ dicht an dem Knieabschnitt und die Verbindungsstelle
etwas weiter von dem Knieabschnitt entfernt liegt. Hierdurch wird einerseits ein guter
Drehpunkt für den Hebel als auch eine einfache Formbarkeit der Klemmfeder gewährleistet,
insbesondere, da die Verbindungsstelle, die seitlich um 90° abgewinkelt ist, mit dem
im Wesentlichen gerade Teil des Betätigungsschenkels verbunden ist.
[0028] Das Anschlusselement an den das Leiterende vermittels der Kontaktklemme angeschlossen
wird, ist auf der der Einführseite des Leiterendes entgegengesetzten Seite angeordnet
und weist in Einführrichtung, so dass eine im Wesentlichen lineare Verbindung zwischen
dem Leiter und dem Anschlusselement, z.B. für eine lineare Steckverbindung geschaffen
wird. Vorzugsweise ist das vorspringende Anschlusselement mit dem Haltegestell einstückig
ausgebildet. Zweckmäßig wird das Haltegestell zusammen mit dem Anschlusselement, z.B.
ein Steckkontakt, aus einem Stück Metallblech gestanzt und geformt. Das Haltegestell
und der Steckkontakt sind insbesondere aus Kupferblech, z.B. etwa 0,8 mm bis 2 mm
dick, gestanzt und geformt und versilbert oder verzinnt und die Klemmfeder ist aus
einem Federstahlblech, z.B. etwa 0,3 mm bis 0,5 mm, gestanzt und geformt.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das metallische Haltegestell einen
Anschlag auf, an welchem ein Gegenanschlag der Klemmfeder im geschlossenen Zustand
anschlägt. Der Anschlag blockiert eine Bewegung der Klemmfeder entgegen der Klemmnormalen
und ist z.B. in Form von seitlichen Zapfen an den Wangen ausgebildet und insbesondere
im Bereich der Lagerung angeordnet. Hierdurch wird eine zusätzliche Sicherung gegen
unbeabsichtigtes Aufspringen der Klemmfeder gewährleistet, für den Fall, dass sich
die Lagerung der Klemmfeder löst. Z.B. weist das Haltegestell hierzu an seiner Oberseite
in der Nähe der Lagerung beidseits seitliche hakenartige Vorsprünge auf, die sich
jeweils von den Wangen des U-förmigen Haltegestells quer zur Einführrichtung und entlang
der Drehachse erstrecken. Seitliche Vorsprünge an der Klemmfeder greifen beim Schließen
der Klemmfeder in die hakenartigen Vorsprünge ein, wodurch nicht nur eine Sicherung
entgegen der Klemmnormalen, sondern auch gegen unbeabsichtigtes Aufbiegen der Wangen
der Klemmfeder und des Haltegestells gegeneinander sichert, was gegen ein unbeabsichtigtes
Aufspringen der Lagerung sichert. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn kurze Lagerzapfen
als Drehlager verwendet werden.
[0030] Die Erfindung betrifft ferner einen Verbinder zum Anschließen eines Leiterendes an
das Anschlusselement mit einem vorzugsweise wasserdichten Gehäuse, in dem die Kontaktklemme
beherbergt ist. Der Verbinder ist damit besonders geeignet für den Einsatz im Freien,
insbesondere für den Anschluss von Photovoltaikmodulen, z.B. als Anschlussstecker
zu Verbinden mit einer Anschluss- und Verbindungsdose eines Photovoltaikmoduls. Das
dielektrische Gehäuse ist vorzugsweise zumindest zweiteilig, besonders bevorzugt zumindest
dreiteilig ausgebildet und umfasst ein inneres Halteteil, an dem die Kontaktklemme
befestigt ist, z.B. mit Rasthaken an dem Halteteil verrastet ist. Das Gehäuse weist
ferner ein hülsenförmiges Umgehäuseteil auf, das in montiertem Zustand das Halteteil
zumindest teilweise umschließt. Das hülsenförmige Umgehäuseteil weist vorzugsweise
einen inneren Sicherungsabschnitt, z.B. in Form einer nach innen gerichteten Rippe
auf, welche in montiertem Zustand an dem Betätigungsschenkel anliegt und somit den
Kipphebel ggf. zusätzlich zu der Verrastung gegen ein unbeabsichtigtes Aufspringen
sichert. Durch diese ggf. sogar doppelte Sicherung wird eine besonders hohe Gewähr
gegen unbeabsichtigtes Öffnen der Kontaktklemme erreicht. Der Gehäuseboden ist in
Fortsetzung des Kontaktabschnitts ausgebildet, um ein hakfreies Einschieben des Leiterendes
über den Gehäuseboden und den Kontaktabschnitt zu gewährleisten.
[0031] Vorzugsweise umfasst das Gehäuse noch ein drittes hülsenförmiges Überwurfteil, das
in montiertem Zustand mit dem hülsenförmigen Umgehäuseteil in Eingriff steht und die
Kontaktklemme und das Halteteil gemeinsam mit dem hülsenförmigen Umgehäuseteil, vorzugsweise
im Wesentlichen wasserdicht, einschließt.
[0032] Für die Montage durch den Benutzer ist die Kontaktklemme an dem Halteteil des Gehäuses
befestigt und das Überwurfteil ist temporär an dem Halteteil befestigt. Insbesondere
ist das Überwurfteil als eine Überwurfhülse oder Überwurfmutter ausgebildet, welche
mit einem Gewindeende, noch nicht vollständig auf dem Halteteil aufschraubt ist. In
diesem Zustand kann die Kontaktklemme noch geöffnet sein. Wenn das Leiterende in geöffnetem
Zustand in die Kontaktklemme durch ein dem Gewindeende gegenüberliegendes Ende eingeführt
wird, geschieht dies vorzugsweise in dem vorbeschriebenen teilverschraubten Zustand
des Gehäuses. Anschließend wird die Klemmfeder geschlossen und das hülsenförmige Umgehäuseteil
von der anderen Seite auf das Halteteil gesteckt und mit der Überwurfmutter fest verschraubt.
Hierbei läuft die Verschraubung mit dem Halteteil gegebenenfalls ins Leere. Im endgültig
montierten Zustand ist dann die Überwurfmutter auf dem hülsenförmigen Umgehäuseteil
aufgeschraubt und die Klemmrippe des hülsenförmigen Umgehäuseteils liegt an der Klemmfeder
an und sichert diese. Die Überwurfmutter weist gegenüber dem Gewindeende eine Einführöffnung
für den Leiter auf und zwischen der Überwurfmutter und dem Halteteil ist eine elastomere
Ringdichtung zum Abdichten des Leiters an seiner Ummantelung eingesetzt. Das hülsenförmige
Umgehäuseteil weist an seiner dem Einführende gegenüberliegendem Ende einen Kontaktvorsprung
auf, in welchem das Anschlusselement zum Kontaktieren mit einem Gegenverbinder beherbergt
ist, sowie Verbindungsmittel mit dem Gegenverbinder.
[0033] Ein besonderer Vorzug der Erfindung ist es allerdings, neben dem vorstehend beschriebenen
Anschlussverfahren, dass der Verbinder mit geschlossener und gesicherter Kontaktklemme
ohne Leiter fast vollständig zusammengebaut werden kann und erst nachfolgend der Leiter
mit dem abisolierten Leiterende in den Verbinder bei geschlossener Kontaktklemme eingeführt
werden kann. Es ist lediglich zweckmäßig die Verschraubung vor dem Einführen des Leiters
noch etwas lose zu lassen, und erst nach Einführen des Leiters und Herstellung des
Klemmkontakts die Verschraubung fest zu ziehen, wobei die Abdichtung erfolgt. Dadurch
kann der Verbinder sehr weit vorkonfektioniert werden und ist für den Benutzer besonders
einfach zu handhaben. Das Leiterende ist demnach in beiden Zuständen, nämlich sowohl
in geöffnetem Zustand als auch in geschlossenem Zustand mit der Kontaktklemme bzw.
mit dem Verbinder, insbesondere manuell, anschließbar bzw. verbindbar.
[0034] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme
auf die Figuren näher erläutert.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0035] Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine dreidimensionale Darstellung der geöffneten Kontaktklemme von schräg oben,
- Fig. 2
- Wie Fig. 1, aber mit geschlossener Klemmfeder,
- Fig. 3
- Eine Seitenansicht der geöffneten Kontaktklemme,
- Fig. 4
- Wie Fig. 3, aber mit geschlossener Klemmfeder,
- Fig. 5
- Eine dreidimensionale Darstellung des U-förmigen Haltegestells von schräg oben,
- Fig. 6
- Eine dreidimensionale Darstellung der Klemmfeder von schräg unten von der Einführseite,
- Fig. 7
- Eine dreidimensionale Darstellung der Klemmfeder von schräg oben,
- Fig. 8
- Eine Seitenansicht der Klemmfeder,
- Fig. 9-11
- Einen Längsschnitt entsprechend dem Schnitt A-A in Fig. 13 durch die Kontaktklemme
mit Steckkontakt beim Einscheiben des Leiterendes in die geschlossene Kontaktklemme,
- Fig. 12
- Eine Seitenansicht der Einzelteile des Steckverbinders mit eingebauter Kontaktklemme
- Fig. 13
- Wie Fig. 12, aber in der Aufsicht von oben,
- Fig. 14
- Ein Längsschnitt entlang der Linie A-A in Fig. 13,
- Fig. 15
- Eine Aufsicht von oben auf den vollständig zusammengebauten Verbinder ohne Leiter,
- Fig. 16
- Ein Längsschnitt durch den vollständig zusammengebauten Verbinder entlang der Linie
B-B in Fig. 15,
- Fig. 17
- Eine dreidimensionale Darstellung des vollständig zusammengebauten Verbinders von
schräg vorne,
- Fig. 18
- Eine dreidimensionale Darstellung auf den vollständig zusammengebauten Verbinder von
schräg hinten, von wo der Leiter einzuführen ist.
[0036] Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Kontaktklemme 10 mit einem im Querschnitt im Kontaktbereich
U-förmig aus Metallblech gebogenen Haltegestell 20 und der schwenkbar an dem Haltegestell
20 gelagerten Klemmfeder 60. Das Haltegestell 20 weist an seitlichen Wangen 22a, 22b
an der Einführseite 12 jeweils nach außen geformte Lagerzapfen 24a, 24b auf. Die Klemmfeder
60 weist an ihren seitlichen Wangen 62a, 62b jeweils runde Öffnungen 64a, 64b auf,
in welche die Lagerzapfen 24a, 24b von innen nach außen eingreifen, um das Schwenklager
14 für die Klemmfeder 60 zu bilden. Der Pfeil E visualisiert die Einführrichtung für
den in Fig. 1 nicht dargestellten Leiter. Die Schwenkachse 14 der Klemmfeder 60 verläuft
senkrecht zur Einführrichtung E und senkrecht zur Basis 26 des Haltegestells 20, welche
die beiden seitlichen Wangen 22a, 22b einstückig miteinander verbindet und den Kontaktabschnitt
als Gegenkontakt für die Klemmfeder bzw. die elektrische Stromschiene bildet. Der
Klemmkontakt 10 weist ferner ein Anschlusselement 28, in diesem Beispiel in Form einer
dreigliedrigen Steckbuchse, auf. Die dreigliedrige Steckbuchse 28 ist mit einer Überfeder
30 versteift und mit einem Verbindungsabschnitt 32, der parallel zur Kontaktplatte
26 verläuft, einstückig mit dem Haltegestell 20 gestanzt und geformt.
[0037] Die Klemmfeder 60 ist im Wesentlichen V-förmig ausgebildet und umfasst einen Klemmschenkel
72, einen Betätigungsschenkel 74, einen den Klemmschenkel und den Betätigungsschenkel
verbindenden Knieabschnitt 76.
[0038] Bezug nehmend auf Fig. 2 ist die Klemmfeder nach Herabschwenken durch manuelle Betätigung
des Benutzers geschlossen. An dem etwa senkrecht nach unten abgewinkelten Rastabschnitt
78 sind jeweils seitlich Rastvorsprünge 80a, 80b einstückig ausgebildet, welche hörbar
hinter Rastnasen 34a, 34b einrasten. Der Betätigungsschenkel 74 weist ferner einen
etwas verbreiterten Betätigungsabschnitt 82 an dem dem Lager 14 gegenüberliegenden
Ende auf, auf den der Benutzer drückt, um die Kontaktklemme 10 zu schließen. Am mittleren
Hauptabschnitt 84 des Betätigungsschenkels 74, welcher etwas schmaler ausgebildet
ist als der Betätigungsabschnitt 82 sind die seitlichen Wangen 62a, 62b senkrecht
nach unten abgebogen und umgreifen die seitlichen Wangen 22a, 22b des Haltegestells
20. Die seitlichen Wangen 62a, 62b sind quer zur Schwenkachse 14 im Wesentlichen L-förmig
mit einem sich nach unten erstreckenden gebogenen Verbindungsabschnitt 86a, 86b und
einem sich im Wesentlichen gerade und senkrecht nach unten erstreckenden Führungsabschnitt
88a, 88b. Die Öffnungen 64a, 64b sind jeweils am hinteren, der Einführseite zugewandten
Ende des Führungsabschnitts 88a, 88b angeordnet.
[0039] Bezug nehmend auf Fig. 1 und 3 weisen die Führungsabschnitte 88a, 88b an Ihrem hinteren
Ende einen vorspringenden Anschlagszapfen 90a, 90b auf, welche bei geschlossener Kontaktklemme
in im Wesentlichen L-förmig geformte und quer von den Wangen 22a, 22b vorspringende
Haken 36a, 36b an dem Haltegestell 20 eingreifen und an diesen anschlagen. Die L-förmigen
Haken 36a, 36b bilden einerseits einen Sicherungsanschlag nach oben sowie eine seitliche
Aufbiegesicherung für die beiden Wangen 62a, 62b durch seitliche Führung, so dass
ein Aufspringen des Lagers in der geschlossenen Schwenkposition (Fig. 2, 4) sicher
verhindert wird, selbst wenn eine große Kraft auf die Klemmfeder 60 wirkt.
[0040] Die Einzelheiten des Haltegestells 20 und der Klemmfeder 60 sind ferner in den Einzeldarstellungen
der Fig. 5 bzw. Fig. 6-8 nochmals gut zu erkennen.
[0041] Bezug nehmend auf Fig. 6 weist der Klemmschenkel 72 seitliche Einschnürungen 73a,
73b auf, welche asymmetrisch bogenförmig verlaufen und für eine Verringerung der Biegesteifigkeit
sorgen.
Der Klemmschenkel 72 weist an seinem unteren Ende einen wieder in voller Breite ausgestalteten
Klemmabschnitt 92 auf, mit dessen Unterkante 94 das Leiterende geklemmt wird und der
somit die Klemmstelle 95 definiert.
[0042] Bezug nehmend auf Fig. 8 ist die generelle V-Form der Klemmfeder 60, gebildet durch
den Klemmschenkel 72, den Betätigungsschenkel 74 und den Knieabschnitt 76, gut zu
erkennen. Der Klemmschenkel 72 und der Betätigungsschenkel 74 sind im Wesentlichen
gerade und der Knieabschnitt 76 ist mit einem angepassten Radius rund gebogen und
definiert den Öffnungswinkel α zwischen dem Klemmschenkel 72 und dem Betätigungsschenkel
74 von in diesem Beispiel etwa α = 45° in entspanntem Zustand. Der Klemmabschnitt
92 ist etwa mit einem Winkel β = 20° entgegen der Einführrichtung (E) vom Klemmschenkel
72 abgewinkelt, aber noch in Einführrichtung E gerichtet
[0043] Der entspannte Klemmschenkel 72 bildet in Bezug auf die Einführrichtung einen relativ
flachen Winkel von etwa γ = 45° und verläuft unter diesem Winkel, gesehen vom Knieabschnitt
76 zum Klemmabschnitt 92, in der Einführrichtung E.
[0044] Anhand den Fig. 1 und 14 ist ersichtlich, dass das Leiterende 16 bei geöffneter Klemmfeder
60 in die Kontaktklemme 10 frei eingeführt werden kann.
[0045] Bezug nehmend auf die Fig. 9-11 ist nun eine Besonderheit der Erfindung dargestellt,
nämlich das Einführen des Leiterendes in die geschlossene Kontaktklemme 10. Das Leiterende
16 wird quer zur Drehachse 14 von der Einführseite 12 in Einführrichtung E in die
Kontaktklemme 10 linear eingeschoben. Wie in Fig. 9 dargestellt, stößt das Leiterende
16 zunächst mit seiner oberen Kante etwa in der Mitte gegen den Klemmschenkel 72 und
wird, falls nicht ohnehin schon unten auf dem Boden 158 des Gehäuses 160, nach unten
geführt. Der Gehäuseboden 158, welcher in den Fig. 9-11 nur ausschnittweise dargestellt
ist, führt den Kontaktabschnitt an der Einführseite flächig fort und sollte an seiner
Oberseite etwa bündig mit der Basis bzw. Kontaktplatte 26 des Haltegestells 20 ausgebildet
sein, um ein hakfreies Einführen des Leiterendes 16 zu ermöglichen. Wird nun Bezug
nehmend auf Fig. 10 das Leiterende 16 unter weiterer Kraftbeaufschlagung in Einführrichtung
E in die Kontaktklemme 10 eingeschoben, federt der Klemmschenkel 72 nach oben und
gibt den Kontaktbereich 18 der Kontaktklemme 10 stückweise frei.
[0046] Fig. 11 zeigt das vollständig in Einführrichtung E in die Kontaktklemme eingeschobene
Leiterende 16 in der Endposition oder Sollkontaktposition. Der Klemmschenkel 72 klemmt
mit der Klemmkante 94 des Klemmabschnitts 92 das Leiterende 16 gegen die Kontaktplatte
26, um den elektrischen Kontakt herzustellen. Aufgrund der leichten Abwinkelung des
Klemmabschnitts 92 entgegen der Einführrichtung E gegenüber dem Hauptabschnitt 75
des Klemmschenkels 72 ist der Klemmwinkel des Klemmschenkels 72 an der Klemmstelle
94 trotz schrägem Kontaktschenkel 72, dessen Winkel zur Einführrichtung durch das
Auffedern noch auf etwa 20° verkleinert wurde, dennoch akzeptabel. Vorteilhafterweise
bewirkt eine Zugkraft K
z entgegen Einführrichtung E auf das Leiterende 16 eine in Schließrichtung der Klemmfeder
92 wirkende Normalkomponente K
N. Dies erhöht die Auszugskraft und sorgt somit für eine dauerhafte Verbindung. Mit
anderen Worten bewirkt die Zugkraft K
Z ein Zuziehen der Klemmverbindung.
[0047] In den Fig. 9-11 sieht es so aus, als würde sich lediglich der Knieabschnitt 76 verbiegen,
allerdings tragen in diesem Beispiel auch eine leichte Verbiegung des Klemmschenkels
72 und sogar des am freien Ende verrasteten Betätigungsabschnitts 74 zur Erzeugung
der Vorspannung auf das Leiterende 16 bei.
[0048] Bezug nehmend auf Fig. 12-14 ist die Gehäusung der Kontaktklemme 10 dargestellt.
Das Gehäuse 160 des Verbinders 110 ist in diesem Beispiel dreiteilig ausgebildet mit
einem hülsenförmigen Umgehäuse 162, einem Halteteil 164 und einer Überwurfmutter 166.
Die Kontaktklemme 10 ist mit sich nach oben erstreckenden Rastlaschen 172a, 172b in
dem Halteteil 164 verrastet. Das Halteteil 164 ist im Wesentlichen U-förmig im Querschnitt,
so dass die Kontaktklemme 10 von oben eingesetzt werden kann. In geöffnetem Zustand
ragt der Betätigungsabschnitt 74 der Klemmfeder 60 nach oben aus dem Halteteil 164
heraus, so dass die Kontaktklemme bequem mit dem Finger geschlossen werden kann. Bezug
nehmend auf Fig. 14 verläuft der Klemmschenkel 72 der Klemmfeder 60 im geöffneten
Zustand etwa parallel zur Einführrichtung E, so dass in diesem Beispiel die Klemmfeder
60 einen Schwenkwinkel von etwa 45° überstreicht.
Anschließen des Leiterendes bei geöffneter Kontaktklemme
[0049] Zur Montage bei geöffneter Kontaktklemme 10 wird die Überwurfmutter 166 mit ihrem
Gewinde 174 auf das Gewinde 176 des Halteteils 164 aufgeschraubt, wobei eine elastomere
Dichthülse 178 in eine Quetschkrone 180 am Einführende des Halteteils 164 eingesetzt
ist. In diesem vormontierten Zustand braucht der Benutzer lediglich die hintere Kontaktanordnung
182 aus den Teilen 10, 164, 166, 178 und das vordere hülsenförmige Umgehäuse 162 zu
halten und kann das Leiterende durch die Einführöffnung 184 in der Überwurfmutter
166 frei in die geöffnete Kontaktklemme 10 einführen. In diesem Zustand ist eine Sichtkontrolle
der korrekten Position des Leiterendes 16 möglich und der Betätigungsschenkel 74 ist
gut mit dem Finger erreichbar, so dass der Benutzer anschließend die Kontaktklemme
10 schließen kann. Nun wird das hülsenförmige Umgehäuse 162 von vorne auf den Steckkontakt
28, über das Halteteil 164 und in die Überwurfmutter 166 eingeschoben. Anschließen
wird die Überwurfmutter 166 weiter festgeschraubt, wobei das Gewinde 174 mit dem Außengewinde
186 des hülsenförmigen Umgehäuses 162 in Eingriff kommt und fest verschraubt wird.
Da das Gewinde 174 etwa in der Mitte der Überwurfmutter 166 endet, wird die Verschraubung
mit dem Gewinde 176 des Halteteils 164 wieder frei gegeben, so dass eine optimale
Verschraubung mit dem hülsenförmigen Umgehäuse 162 erreicht werden kann. Hier sind
jedoch auch alternative Verbindungsformen denkbar. Bei der Verschraubung wird die
Quetschkrone 180 zusammengedrückt und dichtet mit dem elastomeren Dichtring 178 gegen
die Ummantelung (nicht dargestellt) des Leiters. Eine weitere Ringdichtung 188 dichtet
das Halteteil 164 gegen das hülsenförmige Umgehäuse 162.
Anschließen des Leiterendes bei geschlossener Kontaktklemme
[0050] Bezug nehmend auf die Fig. 9-11 und Fig. 16 ist die Möglichkeit des Anschlusses des
Leiterendes 16 in die geschlossene Kontaktklemme bzw. den geschlossenen und sogar
fast vollständig zusammengebauten Verbinder dargestellt.
[0051] Bezug nehmend auf Fig. 16 kann die geschlossene Kontaktklemme 10 vollständig in das
Gehäuse 160 eingebaut und das Gehäuse 160 durch Verschrauben geschlossen werden. Es
ist lediglich darauf zu achten, dass die elastomere Dichthülse 178 noch nicht vollständig
gequetscht wird. Nun wird, wie in Fig. 9-11 dargestellt, das Leiterende 16 in den
zusammengebauten, aber noch nicht endgültig verschraubten Verbinder in der Einführrichtung
E durch die Einführöffnung 184 in dem Verbindergehäuse 160 eingeschoben und die Kontaktierung,
wie in den Fig. 9-11 dargestellt ist, hergestellt. Anschließend wird lediglich noch
das Gehäuse 160 fest verschraubt, um mit der elastomeren Dichthülse 178 die Ummantelung
(nicht dargestellt) des Leiters abzudichten.
[0052] Weiter Bezug nehmend auf Fig. 16 ist dargestellt, dass der vorspringende Steckkontakt
28 in dem Gehäuse 160, genauer in dem hülsenförmigen Umgehäuse 162, welches als vorderes
Steckteil ausgebildet ist, beherbergt ist. Hierzu weist das vordere Gehäusesteckteil
162 einen röhrenartigen Vorsprung 190 auf, um das vordere Steckgehäuse zu definieren.
Verbindungsmittel 192 in Form von Rasthaken in Steckrichtung, welche gleich der Einführrichtung
E ist, von dem Gehäuse vorspringen, ermöglichen die Verbindung mit einem nicht dargestellten
komplementären Gegenverbinder. In dem in Fig. 16 dargestellten montierten Zustand
des Verbinders 11) bzw. Verbindergehäuses 160 sichert eine Klemmrippe 194 im Innern
des hülsenförmigen Umgehäuses 162 die Klemmfeder 60 durch Anlage an ihrem Betätigungsabschnitt
74 gegen unbeabsichtigtes Öffnen, was die Kontaktsicherheit weiter erhöht.
[0053] Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
beispielhaft zu verstehen sind, und die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist,
sondern in vielfältiger Weise variiert werden kann, ohne die Erfindung zu verlassen,
wie sie durch die Ansprüche definiert ist.
1. Kontaktklemme (10) zum Anschließen eines abisolierten Leiterendes (16), welches von
einer Einführseite (12) her in die Kontaktklemme (10) einführbar ist, umfassend
ein Haltegestell (20) mit einem Kontaktabschnitt (26), mit welchem das Leiterende
(16) kontaktierbar ist,
eine Klemmfeder (60), welche einen Klemmschenkel (72) und einen Betätigungsschenkel
(74) umfasst und als Kipphebel ausgebildet ist, welcher in dem Haltegestell (20) schwenkbar
gelagert und zwischen einer geöffneten Schwenkposition (Fig. 1) und einer geschlossenen
Schwenkposition (Fig. 2) hin und her schwenkbar ist,
wobei der Klemmschenkel (72) in der geschlossenen Schwenkposition das Leiterende (16)
gegen den Kontaktabschnitt (26) klemmt, wenn das Leiterende (16) in die Sollkontaktposition
(Fig. 11) in die Kontaktklemme (10) eingeführt ist, um den elektrischen Kontakt zwischen
dem Leiterende (16) und dem Kontaktabschnitt (26) herzustellen,
wobei der Klemmschenkel (72) in der geöffneten Schwenkposition von dem Kontaktabschnitt
(26) weggeschwenkt ist und den Kontaktbereich (18) in der Kontaktklemme (10) freigibt,
so dass das Leiterende (16) in der geöffneten Schwenkposition einerseits in die Kontaktklemme
(10) einführbar ist und andererseits zur Entnahme aus der Kontaktklemme (10) freigegeben
ist,
wobei Rastmittel (80a, 80b, 34a, 34b) zwischen der Klemmfeder (60) und dem Haltegestell
(20) umfasst sind und die Klemmfeder (60) in der geschlossenen Schwenkposition an
dem Haltegestell (20) verrastet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Klemmschenkel (72) in der geschlossenen verrasteten Schwenkposition in Einführrichtung
(E) des Leiterendes (16) schräg (y) zum Kontaktabschnitt (26) hin verläuft und
dass der Klemmschenkel (72) federnd beweglich ausgebildet ist, derart dass das Leiterende
(16) in der geschlossenen verrasteten Schwenkposition unter elastischem Auffedern
des Klemmschenkels (72) in die Sollkontaktposition in die Kontaktklemme (10) einführbar
ist.
2. Kontaktklemme (10) nach Anspruch 1,
wobei das Schwenklager (14) in Einführrichtung (E) vor der Klemmstelle (94) des Klemmschenkels
(72) auf dem Leiterende (16) angeordnet ist und der Klemmschenkel (72) in der geschlossenen
Schwenkposition von dem Schwenklager (14) zur Klemmstelle (94) schräg in Einführrichtung
auf den Kontaktabschnitt (26) zu verläuft und der Klemmschenkel (72) beim Schwenken
von der geschlossenen in die geöffnete Schwenkposition in der Einführrichtung E aufschwenkt.
3. Kontaktklemme (10) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Klemmfeder (60) einstückig aus einem Metall-Federblech gestanzt und geformt
ist.
4. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Klemmfeder (60) als ein Winkelhebel ausgebildet ist und zwischen dem Betätigungsschenkel
(74) und dem Klemmschenkel (72) ein abgewinkelter Knieabschnitt (76) angeordnet ist.
5. Kontaktklemme (10) nach Anspruch 4,
wobei der Betätigungsschenkel (74), der Knieabschnitt (76) und der Klemmschenkel (72)
im Wesentlichen eine V-Form bilden.
6. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Klemmschenkel
(72) als elastischer Feder-Klemmschenkel (72) ausgebildet ist, derart dass beim Aufdrücken
des Feder-Klemmschenkels (72) in der geschlossenen Schwenkposition mittels des Leiterendes
(16) sich der Feder-Klemmschenkel (72) von dem Kontaktabschnitt (26) weg elastisch
verbiegt und das Biegemoment des Feder-Klemmschenkels (72) in der Sollkontaktposition
des Leiterendes (16) zumindest einen Teil der Klemm-Normalkraft auf das Leiterende
(16) bewirkt.
7. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Klemmschenkel
(72) ein freies Klemmende (94), mit welchem das Leiterende (16) geklemmt wird und
einen Hauptabschnitt aufweist, wobei der Hauptabschnitt in der geschlossenen Schwenkposition
in Einführrichtung (E) von der Einführseite (12) zur Klemmstelle (94) hin schräg zum
Kontaktabschnitt (26) hin verläuft und das freie Klemmende (94) entgegen der Einführrichtung
(E) gebogen ist, so dass in der geschlossenen Schwenkposition mit eingeführtem Leiterende
(16) das freie Klemmende (94) einen stumpferen Winkel mit dem Kontaktabschnitt (26)
des Haltegestells (20) einschließt, als der Hauptabschnitt.
8. Kontaktklemme (10) nach Anspruch 7,
wobei der Hauptabschnitt des Feder-Klemmschenkels (72) eine Einschnürung (73a, 73b)
aufweist, welche die Biegesteifigkeit des Feder-Klemmschenkels (72) an der Einschnürung
reduziert.
9. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei in der geschlossenen Schwenkposition der Betätigungsschenkel (74) einen entfernt
von dem Schwenklager (14) positionierten Betätigungsabschnitt (82) aufweist, derart,
dass durch Drücken des Betätigungsabschnitts (82) durch den Benutzer die Klemmfeder
(60) geschwenkt und dadurch die Kontaktklemme (10) geschlossen wird und der Betätigungsschenkel
(74) von dem Schwenklager (14) zum Betätigungsabschnitt (82) in der geschlossenen
Schwenkposition in Einführrichtung (E) verläuft.
10. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Klemmfeder (60) einen Rastabschnitt (78) aufweist, welcher sich an dem dem
freien Klemmende (94) gegenüberliegenden Ende der Klemmfeder (60) befindet, wobei
der Rastabschnitt (78) gegenüber dem Betätigungsschenkel (74) in Richtung des Haltegestells
(20) abgewinkelt ist und wobei die Rastmittel an dem Rastabschnitt (26) angeordnet
sind.
11. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Haltegestell (20) im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist und zwei seitliche
Wangen (22a, 22b) aufweist, an welchen die Klemmfeder (60) schwenkbar gelagert ist
und eine Basis aufweist, welche die beiden Wangen (22a, 22b) miteinander verbindet
und wobei die Basis den Kontaktabschnitt (26) bildet.
12. Kontaktklemme (10) nach Anspruch 11 wobei die Klemmfeder (60) zwei seitlich abgewinkelte
Wangen (62a, 62b) aufweist, und die Lagerung (14) der Klemmfeder (60) an den seitlichen
Wangen (62a, 62b) der Klemmfeder (60) und den seitlichen Wangen (22a, 22b) des U-förmigen
Haltegestells (20) vorgesehen ist.
13. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Haltegestell (20)
und die Klemmfeder (60) zueinander komplementäre Anschlagsmittel (90a, 90b, 36a, 36b)
aufweisen, welche in der geschlossenen Schwenkposition eine mechanische Sicherung
gegen ein unbeabsichtigtes Lösen der Lagerung (14) bilden.
14. Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Haltegestell (20)
ein festes in Einführrichtung (E) gerichtetes elektrisches Anschlusselement (28) auf
der der Einführseite (12) des Leiterendes entgegengesetzten Seite aufweist und die
Kontaktklemme (10) einen elektrischen Kontakt zwischen dem Leiterende (16) und dem
Anschlusselement (28) herstellt.
15. Verbinder (110) zum Anschließen eines Leiterendes, umfassend
die Kontaktklemme (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche und ein dielektrisches
Gehäuse (160), in dem die Kontaktklemme (10) beherbergt wird, wobei das Gehäuse (160)
zumindest zweiteilig ausgebildet ist und ein Halteteil (164), an welchem die Kontaktklemme
(10) befestigt ist und ein hülsenförmiges Umgehäuseteil (162) aufweist, wobei der
Umgehäuseteil (162) in montiertem Zustand das Halteteil (164) zumindest teilweise
umschließt.
1. A contact clamp (10) for connecting a stripped conductor end (16) that is insertable
into the contact clamp (10) from an insertion end (12), comprising:
a retaining frame (20) with a contact portion (26), to which the conductor end (16)
is electrically connectable;
a clamping spring (60) comprising a clamping leg (72) and an actuating leg (74) and
being configured in the form of a rocker lever which is pivotally mounted in the retaining
frame (20) and can be pivoted back and forth between an open pivotal position (Fig.
1) and a closed pivotal position (Fig. 2);
wherein, when in the closed pivotal position, the clamping leg (72) clamps the conductor
end (16) against the contact portion (26), when the conductor end (16) is inserted
to the target contact position (FIG. 11) in the contact clamp (10), in order to establish
the electrical contact between the conductor end (16) and the contact portion (26),
wherein, when in the open pivotal position, the clamping leg (72) is pivoted away
from the contact portion (26) so as to clear the contact area (18) in the contact
clamp (10), so that in the open pivotal position the conductor end (16) can be freely
inserted into the contact clamp (10) on the one hand, and on the other it is released
so that it can be removed from the contact clamp (10); and
wherein latching means (80a, 80b, 34a, 34b) are provided between the clamp spring
(60) and the retaining frame (20), and wherein in the closed pivotal position the
clamp spring (60) is latched on the retaining frame (20);
characterized in that
in the closed, latched pivotal position, the clamping leg (72) extends at an angle
(γ) relative to the contact portion (26), as seen in the insertion direction (E) of
the conductor end (16); and
the clamping leg (72) is of resiliently movable nature such that when in its closed,
latched pivotal position, the conductor end (16) can be introduced into the contact
clamp (10) to the target contact position by urging the clamping leg (72) to resiliently
open.
2. The contact clamp (10) according to claim 1,
wherein the pivot bearing (14) is located upstream of the clamping point (94) of the
clamping leg (72) on the conductor end (16), as seen in the insertion direction (E),
and wherein, when in the closed pivotal position, the clamping leg (72) extends obliquely
towards the contact portion (26), from the pivot bearing (14) to the clamping point
(94), as seen in the insertion direction, and when pivoted from the closed to the
open pivotal position the clamping leg (72) pivots open in the insertion direction
(E).
3. The contact clamp (10) according to claim 1 or 2, wherein the clamp spring (60) is
stamped and formed as a single piece from a spring sheet metal.
4. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein the clamp
spring (60) is in the form of an angle lever, and wherein an angled knee portion (76)
is provided between the actuating leg (74) and the clamping leg (72).
5. The contact clamp (10) according to claim 4, wherein the actuating leg (74), the knee
portion (76) and the clamping leg (72) substantially form a V-shape.
6. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein the clamping
leg (72) is made as a resilient spring clamping leg (72), such that in the closed
pivotal position, when the spring clamping leg (72) is pushed open by the conductor
end (16), the spring clamping leg (72) is resiliently deflected away from the contact
portion (26), and in the target contact position of the conductor end (16), the bending
moment of the spring clamping leg (72) causes at least a portion of the normal clamping
force to the conductor end (16).
7. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein the clamping
leg (72) has a free clamping end (94) which clamps the conductor end (16), and a main
portion, wherein in the closed pivotal position the main portion extends obliquely
towards the contact portion (26), from the insertion end (12) to the clamping point
(94) as seen in the insertion direction (E), and wherein the free clamping end (94)
is bent against the insertion direction (E), such that in the closed pivotal position
with an inserted conductor end (16), the free clamping end (94) encloses an angle
to the contact portion (26) of the retaining frame (20) that is more obtuse than the
main portion does.
8. The contact clamp (10) according to claim 7,
wherein the main portion of the spring clamping leg (72) has a constriction (73a,
73b) which reduces the bending stiffness of the spring clamping leg (72) at the point
of the constriction.
9. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein in the
closed pivotal position the actuating leg (74) has an actuating portion (82) arranged
at a distance from the pivot bearing (14), so that when the user pushes the actuating
portion (82) the clamp spring (60) is pivoted and as a result the contact clamp (10)
is closed and the actuating leg (74) extends in the insertion direction (E), from
the pivot bearing (14) to the actuating portion (82), when in the closed pivotal position.
10. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein the clamp
spring (60) has a latching portion (78) provided on the end of the clamp spring (60)
opposite the free clamping end (94), wherein the latching portion (78) is bent downwards,
towards the retaining frame (20), relative to the actuating leg (74), and wherein
the latching means are provided on the latching portion (26).
11. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein the retaining
frame (20) is substantially U-shaped and has two lateral walls (22a, 22b) on which
the clamp spring (60) is pivotally mounted, and has a base connecting the two lateral
walls (22a, 22b) to one another, and wherein the base defines the contact portion
(26).
12. The contact clamp (10) according to claim 11, wherein the clamp spring (60) has two
flanges (62a, 62b) laterally bent downwards, and wherein the bearing (14) of the clamp
spring (60) is provided on the lateral flanges (62a, 62b) of the clamp spring (60)
and on the lateral walls (22a, 22b) of the U-shaped retaining frame (20).
13. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein the retaining
frame (20) and the clamp spring (60) have complementary abutment means (90a, 90b,
36a, 36b) which in the closed pivotal position provide a mechanical protection against
unintentional detachment of the bearing (14).
14. The contact clamp (10) according to any one of the preceding claims, wherein the retaining
frame (20) comprises a firm electrical connection element (28) at the end opposite
the conductor end insertion end (12) and extending in the insertion direction (E),
wherein the contact clamp (10) establishes electrical contact between the conductor
end (16) and the electrical connection element (28).
15. A connector (110) for connecting a conductor end, comprising:
the contact clamp (10) according to any one of the preceding claims; and
a dielectric housing (160) accommodating the contact clamp (10), wherein the housing
(160) consists of at least two parts, including a retaining component (164) to which
the contact clamp (10) is attached, and a sleeve-like casing component (162), wherein
in the assembled state the casing component (162) at least partially encloses the
retaining component (164).
1. Borne de contact (10) destinée à la connexion d'une extrémité de conducteur (16) dénudée
qui peut être engagée depuis un côté d'insertion (12) dans la borne de contact (10),
comprenant :
un châssis de support (20) doté d'une partie de contact (26) à laquelle peut être
connectée l'extrémité de conducteur (16),
un ressort de serrage (60) qui comporte une branche de serrage (72) et une branche
d'actionnement (74) et est réalisé sous forme de levier basculant qui est monté pivotant
dans le châssis de support (20) et peut être pivoté en va-et-vient entre une position
de pivotement ouverte (fig. 1) et une position de pivotement fermée (fig.2),
sachant que dans la position de pivotement fermée, la branche de serrage (72) serre
l'extrémité de conducteur (16) contre la partie de contact (26), lorsque l'extrémité
de conducteur (16) est engagée dans la position de contact de consigne (fig. 11) dans
la borne de contact (10), afin d'établir le contact électrique entre l'extrémité de
conducteur (16) et I a partie de contact (26),
sachant que dans la position de pivotement ouverte, la branche de serrage (72) est
pivotée dans le sens opposé à la partie de contact (26) et libère la zone de contact
(18) dans la borne de contact (10), de sorte que dans la position de pivotement ouverte,
l'extrémité de conducteur (16) peut d'une part être insérée dans la borne de contact
(10) et est d'autre part libérée en vue du retrait de la borne de contact (10),
sachant qu'il est prévu des moyens d'encliquetage (80a, 80b, 34a, 34b) entre le ressort
de serrage (60) et le châssis de support (20), et que dans la position de pivotement
fermée, le ressort de serrage (60) est encliqueté dans le châssis de support (20),
caractérisée en ce que
dans la position de pivotement fermée encliquetée, la branche de serrage (72) s'étend
en biais (y) en direction de la partie de contact (26), dans le sens d'insertion (E)
de l'extrémité de conducteur (16), et
en ce que
la branche de serrage (72) est réalisée avec une mobilité élastique, de telle sorte
que dans la position de pivotement fermée encliquetée, l'extrémité de conducteur (16)
puisse être insérée dans la position de contact de consigne dans la borne de contact
(10), avec ouverture souple élastique de la branche de serrage (72).
2. Borne de contact (10) selon la revendication 1, dans laquelle le palier pivotant (14)
est disposé avant le point de serrage (94) de la branche de serrage (72) sur l'extrémité
de conducteur (16), dans le sens d'insertion (E), et dans la position de pivotement
fermée, la branche de serrage (72) s'étend en biais en direction de la partie de contact
(26), dans le sens d'insertion, depuis le palier pivotant (14) vers le point de serrage
(94), et la branche de serrage (72) s'ouvre par pivotement, dans le sens d'insertion
E, lors du pivotement de la position fermée à la position ouverte.
3. Borne de contact (10) selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle le ressort de serrage
(60) est réalisé d'une seule pièce, par découpage dans une tôle élastique à ressort,
et est mis en forme.
4. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle le ressort
de serrage (60) est réalisé comme levier coudé, et une partie de genou (76) coudée
est disposée entre la branche d'actionnement (74) et la branche de serrage (72).
5. Borne de contact (10) selon la revendication 4, dans laquelle la branche d'actionnement
(74), la partie de genou (76) et la branche de serrage (72) constituent sensiblement
une forme en V.
6. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle la branche
de serrage (72) est réalisée comme branche de serrage de ressort (72) élastique, de
telle sorte que lorsque, dans la position de pivotement fermée, la branche de serrage
de ressort (72) est poussée dans le sens de l'ouverture au moyen de l'extrémité de
conducteur (16), la branche de serrage de ressort (72) se déforme élastiquement dans
la direction opposée à la partie de contact (26), et le moment de flexion de la branche
de serrage de ressort (72) produise, dans la position de contact de consigne de l'extrémité
de conducteur (16), au moins une partie de la force de serrage normale exercée sur
l'extrémité de conducteur (16).
7. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle la branche
de serrage (72) présente une extrémité de serrage (94) libre, avec laquelle est serrée
l'extrémité de conducteur (16), et une partie principale, sachant que dans la position
de pivotement fermée, la partie principale s'étend en biais en direction de la partie
de contact (26), dans le sens d'insertion (E), depuis le côté d'insertion (12) vers
le point de serrage (94), et l'extrémité de serrage (94) libre est incurvée dans le
sens opposé au sens d'insertion (E), de sorte que dans la position de pivotement fermée,
lorsque l'extrémité de conducteur (16) est insérée, l'extrémité de serrage (94) libre
forme avec la partie de contact (26) du châssis de support (20) un angle qui est plus
obtus que celui avec la partie principale.
8. Borne de contact (10) selon la revendication 7, dans laquelle la partie principale
de la branche de serrage de ressort (72) présente un rétrécissement (73a, 73b) qui
réduit la rigidité en flexion de la branche de serrage de ressort (72) à l'endroit
du rétrécissement.
9. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle, dans
la position de pivotement fermée, la branche d'actionnement (74) présente une partie
d'actionnement (82) placée à distance du palier pivotant (14), de telle sorte que
la pression exercée par l'utilisateur sur la partie d'actionnement (82) a pour effet
de faire pivoter le ressort de serrage (60) et de fermer de ce fait la borne de contact
(10) et, dans la position de pivotement fermée, la branche d'actionnement (74) s'étend
du palier pivotant (14) vers la partie d'actionnement (82), dans le sens d'insertion
(E).
10. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle le ressort
de serrage (60) présente une partie d'encliquetage (78) qui se situe à l'extrémité
du ressort de serrage (60) opposée à l'extrémité de serrage (94) libre, sachant que
la partie d'encliquetage (78) est coudée par rapport à la branche d'actionnement (74),
en direction du châssis de support (20), et sachant que les moyens d'encliquetage
sont disposés sur la partie d'encliquetage (26).
11. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle le châssis
de support (20) est réalisé sensiblement en forme de U et présente deux joues (22a,
22b) latérales, sur lesquelles le ressort de serrage (60) est monté de façon pivotante,
et présente une base qui relie les deux joues (22a, 22b) entre elles, la base constituant
la partie de contact (26).
12. Borne de contact (10) selon la revendication 11, dans laquelle le ressort de serrage
(60) présente deux joues (62a, 62b) coudées sur les côtés, et le palier (14) du ressort
de serrage (60) est prévu sur les joues (62a, 62b) latérales du ressort de serrage
(60) et sur les joues (22a, 22b) latérales du châssis de support (20) en forme de
U.
13. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle le châssis
de support (20) et le ressort de serrage (60) présentent des moyens de butée (90a,
90b, 36a, 36b) mutuellement complémentaires qui, dans la position de pivotement fermée,
constituent un verrouillage mécanique empêchant la libération non intentionnelle du
palier (14).
14. Borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, dans laquelle le châssis
de support (20) présente un élément de connexion (28) électrique fixe, orienté dans
ie sens d'insertion (E), sur le côté opposé au côté d'insertion (12) de l'extrémité
de conducteur, et la borne de contact (10) établit un contact électrique entre l'extrémité
de conducteur (16) et l'élément de connexion (28)
15. Connecteur (110) destiné à la connexion d'une extrémité de conducteur, comprenant
la borne de contact (10) selon une des revendications précédentes, et
un boîtier diélectrique (160) dans lequel est logée la borne de contact (10), le boîtier
(160) étant réalisé au moins en deux parties et présentant un élément de support (164),
auquel est fixée la borne de contact (10), et un élément de boîtier enveloppant (162)
en forme de manchon, sachant qu'à l'état monté, l'élément de boîtier enveloppant (162)
entoure au moins partiellement l'élément de support (164).