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EP 2 383 025 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2013 Patentblatt 2013/02 |
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Anmeldetag: 27.04.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Sicherheitsbindungssystem für Sprungski
Safety binding system for jumping ski
Système de fixation de sécurité pour un ski pour saut à ski
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
27.04.2010 DE 202010006102 U 26.10.2010 DE 202010014757 U 05.04.2011 DE 202011004893 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.2011 Patentblatt 2011/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Heumann, Sepp |
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83080 Oberaudorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Heumann, Sepp
83080 Oberaudorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kuhnen & Wacker |
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Patent- und Rechtsanwaltsbüro
Prinz-Ludwig-Strasse 40A 85354 Freising 85354 Freising (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 586 365 DE-U1- 20 014 500
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DE-A1- 3 305 117 FR-A1- 2 733 159
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsbindungssystem mit den Merkmalen des Oberbegriffes
des anliegenden Anspruchs 1.
[0002] Der Stand der Technik,
DE 200 14 500 U1, offenbart eine Sicherheitsbindung für einen Sprungski, die alle Mermale des Präambels
des Anspruchs 1 enthällt.
[0003] Durch die Erfindung wird ein Sicherheitsbindungssystem für Sprungski mit einer die
Sohle des Schuhs im Vorderfußbereichs gegen Längskräfte und gegen unterhalb eines
Auslösewertes liegende Querkräfte haltenden Einspannvorrichtung und mit zwischen einem
Verankerungsmittel im Fersenbereich des Skischuhs einerseits und einem Haltepunkt
an der Sprungskioberfläche etwa unterhalb des Skischuhverankerungsmittels andererseits
wirksamen Anschlagmitteln zur Begrenzung der Winkelstellung zwischen der Skischuhsohle
und der Sprungskioberfläche in einer vertikalen Mittellängsebene zur Sprungskioberfläche
geschaffen, wobei ein skiaußenseitiger Angriffspunkt zwischen der Einspannvorrichtung
und der Skischuhsohle im Vorderfußbereich in einer Richtung normal oder etwa normal
zur Sprungskioberfläche gegenüber dieser abhebbar ist, um bei Erzeugung der V-Stellung
der Sprungski während der Flugphase die Winkelstellung der Sprungskiunterseite gegenüber
einer die Flugbahn enthaltenden und senkrecht zu ihr horizontal orientierten Fläche
zu verkleinern und dadurch den Auftrieb gegenüber der Umgebungsluft zu erhöhen.
[0004] Dabei ist es ein besonderes Ziel der Erfindung, die Herstellung der vorgenannten
Winkelstellung in der Flugphase durch Antriebsmittel zu erreichen, welche in keiner
Weise als Absprung-Hilfsmittel wirksam sind, welche die Leistung des Skispringers
verfälschen würden.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Systems nach Anspruch 1 sind Gegenstand der Unteransprüche,
deren Inhalt ausdrücklich auch zum Bestandteil der vorliegenden Beschreibung gemacht
wird, ohne an dieser Stelle den Wortlaut dieser Ansprüche zu wiederholen.
[0006] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen erläutert. Es stellen
dar:
- Fig. 1A und 1B
- perspektivische, ausschnittsweise Abbildungen des Vorderteils bzw. des Hinterteils
des Sicherheitsbindungssystems, teilweise schematisch gezeichnet;
- Fig. 2
- eine teilweise im Schnitt gezeichnete und teilweise schematische Ansicht der Skischuhsohle
und des Skis von rückwärts;
- Fig.3
- eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht des Systems gemäß Fig. 2 im Vorderfußbereich
zur Verdeutlichung des Angriffspunktes zwischen der skiaußenseitigen winkelhebelförmigen
Klaue der Einspannvorrichtung und der Skischuhsohle im Vorderfußbereich;
- Fig. 4
- eine teilweise im Schnitt und teilweise schematisch gezeichnete Ansicht der Skischuhsohle
und des Skis von rückwärts gemäß einer anderen Ausführungsform;
- Fig. 5
- eine der Fig. 3 entsprechende, teilweise im Schnitt gezeichnete, Seitenansicht des
Systems gemäß Fig. 4;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Fig. 1B entsprechenden Teiles des Systems in abgewandelter
Ausführungsform;
- Fig. 7
- eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform zur Erläuterung von Einzelheiten
der Einspannvorrichtung des Vorderteils des Sicherheitsbindungssystems;
- Fig. 8
- eine perspektivische ausschnittsweise Darstellung einer Ausführungsform des Vorderteils
des Sicherheitsbindungssystems gemäß einer ersten Modifikation; und
- Fig. 9
- eine ausschnittweise perspektivische Darstellung des Vorderteils des Sicherheitsbindungssystems
gemäß einer weiteren Modifikation.
[0007] Das Sicherheitsbindungssystem nach den Fig. 1A und 1B zeigt eine Einspannvorrichtung
4, welche hier schematisch angegeben ist und welche eine Sohle 3 des Skischuhs 1 im
Vorderfußbereich gegen Längskräfte und gegen unterhalb eines Auslösewertes liegende
Querkräfte hält. Im Fersenbereich ist, wie in Fig. 1B gezeigt, ein schwenkbar auf
dem Ski gelagerter und durch die Lagerachse umschlingende Schraubenfedern in Richtung
auf den Skischuh 1 hin vorbelasteter Stab oder Bügel 34 als Anschlagmittel vorgesehen,
wobei die Anschlagmittel zwischen einem Haltpunkt 33 im Fersenbereich des Skischuhs
einerseits und einem Haltepunkt 32 an der Sprungskioberfläche unterhalb des Skischuhhaltepunktes
andererseits wirksam sind und zur Begrenzung der Winkelstellung zwischen der Skischuhsohle
3 und der Sprungskioberfläche in einer vertikalen Mittelängsebene zur Sprungskioberfläche
dienen.
[0008] Ein skiaußenseitiger Angriffspunkt zwischen der Einspannvorrichtung 4 und der Skischuhsohle
3 im Vorderfußbereich in einer Richtung normal zur Sprungskioberfläche gegenüber dieser
ist derart abhebbar, dass in der Flugphase mit Bezug auf eine Querschnittsebene senkrecht
zur Sprungskilängsachse die Skischuhsohle 3 einen spitzen Winkel gegenüber der Sprungskioberfläche
bildet. Hierbei ist, wie aus den Fig. 1A und 2 bis 5 ersichtlich, die Anordnung so
getroffen, dass die skiaußenseitigen Kopplungsmittel 13 der Einspannvorrichtung 4
und die skiaußenseitigen Gegenkopplungsmittel 15 an der Sohle 3 des Skischuhs 1 die
Gestalt von Kreisbogen in einer zwischen Längsachse senkrechten oder vorwärts geneigten
Ebene mit Kreismittelpunkt am Orte der der skiinnenseitigen Kopplungsmittel bzw. Gegenkopplungsmittel
12 bzw. 14 haben.
[0009] Gemäß einem wichtigen Merkmal des hier angegebenen Systems besitzen die Anschlagmittel
in Gestalt in Richtung auf den Skischuh vorbelasteten Stabes oder Bügels 34 gemäß
Fig. 1B oder auch gemäß Fig. 6 mit dem skischuhseitigem Haltepunkt 33 zusammenwirkende,
insbesondere einstellbare, beispielsweise längs des Stabes oder Bügels 34 verschraubbare
Anschlagflächen 33a solcher Gestalt, dass gegen diese Anschlagflächen in der Flugphase
Gegenflächen des skischuhseitigen Haltepunktes 33 bei geringerer Winkelstellung der
Skischuhsohle gegenüber der Skilängsachse auf der Skiinnenseite anlaufen als Gegenflächen
des skischuhseitigen Haltepunktes 33 auf der Skiaußenseite derart, dass der Skischuh
gegenüber der Sprungskioberfläche eine Drehung um eine zur Sprungskilängsachse etwa
parallele Achse ausführt.
[0010] Dies ist anhand der Fig. 2 und 4 deutlich gemacht, wobei in diesen Figuren der Stab
oder Bügel 34 der Anschlagmittel schematisch als strichpunktierte Linie eingezeichnet
ist.
[0011] Man erkannt, dass bei der Ausbildung der Kopplungsmittel bzw. Gegenkopplungsmittel
13 und 15 gemäß Fig. 3, der skischuhseitige Haltepunkt 33 eine gewisse Querbewegung
relativ zu dem Stab oder dem Bügel 34 ausführt, derart, dass sich der Seitenabstand
zwischen gabelförmigen Teilen des skischuhseitigen Haltepunktes 33 verändert, während
bei der Ausführung der Kopplungsmittel und Gegenkopplungsmittel gemäß Fig. 5 beim
Hochschwenken des Fersenbereiches der Skischuhsohle 3 der Seitenabstand zwischen Teilen
des skischuhseitigen Haltepunktes 33 und dem Stab oder Bügel 34 der Anschlagmittel
im Wesentlichen gleich bleibt.
[0012] Es sei unter Hinweis auf Fig. 1B noch erwähnt, dass die federbelastete Schwenkachse
des Stabes oder Bügels 34 einseitig oder beidseitig mit einem bzw. jeweils einem Skibremshebel
50 versehen werden kann, der nach Auslösung der Sicherheitsbindung und Vorwärtsklappen
des Stabes oder Bügels 34 den Sprungski 2 abbremst.
[0013] Fig. 6 zeigt eine andere Ausführungsform des in Fig. 1B dargestellten Teils des hier
vorgeschlagenen Systems, bei welchem zwischen einem Haltepunkt 32 nahe dem Hinterende
des Fersenkeils 6 und einem in Aufsicht etwa gabelförmigen Verankerungspunkt 33 im
Fersenbereich des Skischuhs 1 als Anschlagmittel ein an dem Haltepunkt 32 gelenkig
angeschlossener Bügel oder Stab 34 vorgesehen ist, längs welchem der Verankerungspunkt
33 sich bei Vergrößerung der Winkelstellung zwischen der Schuhsohle 3 und der Oberfläche
des Sprungskis 2 gegen die Kraft von Schrauben-Druckfedern 35 und 36 verschieben kann.
Der Bügel oder Stab 34 kann sich aufgrund des gelenkigen Anschlusses an dem Haltepunkt
32 bei dieser Verschiebungsbewegung des Verankerungspunktes 33 in Richtung auf die
Sprungskispitze nach vorwärts neigen.
[0014] Die Druck-Schraubenfeder 35 umschlingt den unteren Teil des Stabes oder Bügels und
stützt sich einerseits gegen den Verankerungspunkt 33 und andererseits gegen eine
längs des Bügels oder Stabes 34 verschiebbare Ringscheibe 37 ab, die sich ihrerseits
gegen einen Querstift 38 anlegt, der aus einander gegenüber liegenden Längsschlitzen
39 eines rohrförmigen, oberen Abschnittes des Bügels oder Stabes 34 hervorsteht und
von der Druck-Schraubenfeder 36 normalerweise, d. h. während der Aufwärtsbewegung
des Verankerungspunktes 33, längs des Stabes oder Bügels 34 zur Herstellung der Winkelstellung
des Skischuhs in der Flugphase, am unteren Ende des Schlitzes 39 durch die Vorspannung
der Druck-Schraubenfeder 36 gehalten wird. Diese Vorspannung der Druck-Schraubenfeder
36 wird durch Einschrauben einer Madenschraube 40 in ein Gewinde des rohrförmigen
Abschnittes des Bügels oder Stabes 34 justiert.
[0015] Erst dann, wenn der Skispringer während des Telemark-Aufsprunges den Verankerungspunkt
33 im Fersenbereich des Skischuhs 1 mit bedeutend größerer Kraft von dem Fersenkeil
6 weg nach aufwärts zieht, wird die Vorspannung der Druck-Schraubenfeder überwunden
und die Ringscheibe 37 kann dann den Stift 38 gegen die Federvorspannung der Druck-Schraubenfeder
36 weiter nach aufwärts bewegen, so dass der Verankerungspunkt 33 bei voll zusammen
gedrückter Druck-Schraubenfeder 35 und Zusammendrückung auch der Druck-Schraubenfeder
36 den Telemark-Anschlagbereich ausnützen kann.
[0016] Die perspektivische Darstellung nach Fig. 1 zeigt nach Art einer Explosionsdarstellung
den Skischuh 1 in einem vom Sprungski 2 vertikal abgehobenem Zustand ausgehend von
einer Situation, bei welcher die Sohle 3 des Skischuhs 1 bei noch nicht gespannter
Einspannvorrichtung 4 auf eine Vorderfußbereichs-Auflageplatte 5, und in dem Fersenbereich
auf einem Fersenkeil 6 aufgesetzt wäre.
[0017] Wird dann der Skischuh 1 längs der in Fig. 7 angedeuteten strichpunktierten Vertikallinien
auf die Vorderfußbereichs-Auflageplatte 5 und den Fersenkeil 6 abgesetzt, dann kann
mittels einer in Fig. 7 schematisch dargestellten Spannhebelvorrichtung 7 die Einspannvorrichtung
4 über eine Betätigungsstange 9 unter Verschwenkung von Kniehebeln 10 und 11 der Einspannvorrichtung
4 betätigt werden.
[0018] Im Einzelnen sitzt also die Einspannvorrichtung 4 beidseiti8g der Vorderfußbereichs-Auflageplatte
5 um vertikal zur Sprungskioberfläche orientierte Schwenkachsen 10a und 11a verschwenkbare
Winkelhebel 10 und 11, wobei die Schwenkachsen in von der Vorderfußbereichs-Auflageplatte
aufragenden Lagerblöcken gehalten sind, wobei in Fig. 7 der dem Betrachter mäherliegende
Lagerbock aus Darstellungsgründen entfernt ist.
[0019] Die von der Skispitze abliegenden Hebelenden der Winkelhebel 10 und 11 tragen Kopplungsmittel
12 und 13, die in der Eingriffsstellung mit Gegenkopplungsmitteln 14 bzw. 15 nahe
dem Vorderende der Skischuhsohle 3 in Eingriff sind. Auf die Gestalt dieser Kopplungsmittel
und Gegenkopplungsmittel wird weiter unten noch näher eingegangen.
[0020] Die etwa quer zur Sprungskilängsachse orientierten Hebelschenkel der Winkelhebel
10 und 11 sind über etwa parallel zur Sprungskilängsachse orientierte Lenker 16 bzw.
17 mit seitlichen Lageransätzen 18 bzw. 19 eines Federgehäuses 20 jeweils um vertikal
zur Sprungskioberfläche orientiere Achsen verschwenkbar gekoppelt.
[0021] Die Betätigungsstange 9, welche von der vor der Einspannvorrichtung 4 auf der Sprungskioberfläche
montierten Spannhebelvorrichtung 7 angetrieben wird, reicht durch eine stirnseitige
Bohrung des Federgehäuses 20 bis zu einem auf der Betätigungsstange befestigten, durch
Verschrauben auf der Betätigungsstange einstellbaren Federlager 21, wobei in Fig.
7 nur das rückwärtige, aus der Öffnung des Federgehäuses 20 hervorstehende Ende dieses
Federlagers 21 sichtbar ist.
[0022] Eine in Fig. 7 durch unterbrochene Linien angedeutete Druckfeder 22 umschlingt innerhalb
des Federgehäuses 20 die Betätigungsstange 9 und stützt sich mit ihrem Vorderende
gegen die Innenseite der vorderen Stirnwand des Federgehäuses 20 und mit ihrem Hinterende
gegen das Federlager 21 ab.
[0023] Eine Einstellmutter 23 ist auf der Betätigungsstange 9 zur Bestimmung der Einspannstellung
der Einspannvorrichtung 4 gegen die Außenseite der Stirnwand des Federgehäuses 20
hin oder von ihr weg verschraubbar.
[0024] Diese Ausbildung der Einspannvorrichtung 4 besitzt den Vorteil, dass durch Verschrauben
der Einstellmutter 23 auf der Betätigungsstange 9 die Stellung der Kopplungsmittel
12 und 13 der Winkelhebel 10 bzw. 11 relativ zu den Gegenkopplungsmitteln 14 und 15
des Skischuhs 1 bei geschlossener Spannhebelvorrichtung 7 so eingestellt werden kann,
dass die Kopplungsmittel und die Gegenkopplungsmittel geringfügigen Abstand voneinander
haben und sich allenfalls leicht berühren, so lange nicht zwischen Sprungski und Skischuh
relative Längsbewegungen oder Querbewegungen auftreten, die schließlich zu einer Auslösung
des Sicherheitsbindungssystem führen sollen.
[0025] In der Darstellung von Fig. 8 sind für Teile, welche der Ausführungsform nach Fig.
7 entsprechen, jeweils auch gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0026] Der in der Darstellung von Fig. 8 auf der linken Seite gelegene Winkelhebel 10 ist
zur besseren Erkennbarkeit d3er Kopplungsmittel 12 auf der Seite des Winkelhebels
und der Gegenkopplungsmittel 14 auf der Seite des Skischuhs 1 um eine Strecke Z nach
links versetzt gekennzeichnet.
[0027] Die Kopplungsmittel 13 des Winkelhebels 11 haben die Gestalt eines der Schuhsohle
3 zugewandten Kegelzapfens, während die Gegenkopplungsmittel 15 an der Schuhsohle
die Gestalt einer kegelförmigen Vertiefung haben.
[0028] Die Kopplungsmittel 12 des Winkelhebels 10 haben die Gestalt eines Kegelzapfens,
der von einem bogenförmigen Arm 30 am hinteren Ende des nach rückwärts weisenden Hebelarms
des Winkelhebels 10 hochragt und die Gegenkopplungsmittel 14 auf der Seite des Skischuhs
1 haben die Gestalt einer bogenförmigen Kerbe, welche mit der Schuhsohle 3 verbunden
oder an ihr zusammen mit einem Formstück befestigt ist. Man erkennt, dass die Krümmung
der bogenförmigen Kerbe so gewählt ist, dass sie in einer zur Sprungskilängsachse
senkrechten Ebene längs eines Kreisbogens mit dem Radius R verläuft, wobei der Kreismittelpunkt
am Ort der skiinnenseitigen Kopplungsmittel 13 gelegen ist.
[0029] In Fig. 8 sind noch Federmittel 31 angedeutet, die zwischen der Unterseite der Schuhsohle
3 und der Sprungskioberfläche eingesetzt sind und während des Sprungs in der Flugphase
wirksam werden, um den Sprungski relativ zur Unterseite der Schuhsohle 3 um eine auf
der Skiinnenseite gelegene, parallel zur Sprungskilängsachse verlaufende Achse nieder
zu kippen.
[0030] Bezüglich der Ausführungsform nach Fig. 9 gilt ganz Entsprechendes wie zuvor für
die Ausführungsform nach Fig. 8 ausgeführt, insbesondere auch bezüglich der in der
Darstellung gewählten Versetzung des in der Zeichnung links liegenden Winkelhebels
10. Eine nähere Beschreibung erübrigt sich daher.
[0031] Im Unterschied zur Ausführungsform nach Fig. 8 haben bei der Ausführungsform nach
Fig. 9 die Gegenkopplungsmittel im Vorderfußbereich der Skischuhsohle die Gestalt
von kugeligen Zapfen 14 und 15. Die am hinteren Hebelende des Winkelhebels 11 gelegenen
Kopplungsmittel 13 haben die Gestalt einer der Form des kugeligen Zapfens 15 angepassten
Kugelpfanne. Die am Hinterende des nach rückwärts weisenden Hebelarmes des Winkelhebels
10 vorgesehenen Kopplungsmittel 12 haben die Gestalt einer in einem bogenförmigen
Teil 30 eingeformten Rille mit der Kugelform des kugeligen Zapfens 14 angepassten
Querschnitt längs des Bogenverlaufes. Man erkennt, dass bei in Eingriff befindlichen
Kopplungsmitteln 14 und Gegenkopplungsmitteln 12 die Rillengestalt der Kopplungsmittel
12 einem Kreisbogen folgt, der in einer zur Sprungskilängsachse senkrechten Ebene
liegt und seinen Kreismittelpunkt am Orte des Mittelpunktes des kugeligen Zapfens
15 des Skischuhs 1 hat.
[0032] Man erkennt, dass bei den Ausführungsformen nach den Fig. 8 und 9 in der Einspannstellung
der Einspannvorrichtung 4 ein geringes Spiel des Eingriffes zwischen den Kopplungsmitteln
der Einspannvorrichtung und den Gegenkopplungsmitteln des Skischuhs einstellbar ist
und folglich einer Kippbewegung des Sprungskis relativ zum Skischuh in der Flugphase
kein unvorhersehbarer Widerstand entgegengesetzt wird.
1. Sicherheitsbindungssystem für Sprungski, mit einer die Sohle (3) des Skischuhs (1)
im Vorderfußbereich gegen Längskräfte und gegen unterhalb eines Auslösewertes liegende
Querkräfte haltenden Einspannvorrichtung (4) und mit zwischen einem Haltepunkt im
Fersenbereich des Skischuhs (1) einerseits und einem Haltepunkt an der Sprungskioberfläche
etwa unterhalb des Skischuhhaltepunktes andererseits wirksamen Anschlagmitteln zur
Begrenzung der Winkelstellung zwischen der Skischuhsohle und der Sprungskioberfläche
in einer vertikalen Mittellängsebene zur Sprungskioberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass ein skiaußenseitiger Angriffspunkt zwischen der Einspannvorrichtung (4) und der Shischuhsohle
(3) im Vorderfußbereich in einer Richtung normal zur Sprungskioberfläche gegenüber
dieser abhebbar ist, derart, dass in der Flugphase mit Bezug auf eine Querschnittsebene
senkrecht zur Spungskilängsachse die Skischuhsohle (3) einen spitzen Winkel (α) gegenüber
der Sprungskioberfläche bildet.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagmittel einen sich von dem Haltepunkt (32) der Sprungskioberfläche über
den Haltepunkt (33 im Fersenbereich des Skischuhs (1) hinaus erstreckenden Bügel oder
Stab (34) enthalten, längs welchem der Skischuh-Haltepunkt (33) verschiebbar ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Einspannvorrichtung (4) beiderseits des Vorderfußbereichs des Skischuhs um vertikal
zur Sprungskioberfläche orientierte Schwenkachsen verschwenkbare Winkelhebel (10,
11) aufweist, die an ihren von der Skispitze abliegenden Hebelenden Kopplungsmittel
(12, 13) tragen, die in der Einspannstellung mit Gegenkopplungsmitteln (14, 15) nahe
dem Vorderende der Schuhsohle (3) in Eingriff sind.
4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsmittel (12, 13) an den hinteren Enden der Winkelhebel (10, 11) die Gestalt
konkaver Ausnehmungen haben, während die Gegenkopplungsmittel (14, 15) an der Skischuhsohle
kugelige Gestalt besitzen.
5. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsmittel an den hinteren Enden der Winkelhebel (10, 11) die Gestalt von
Kegelzapfen haben, während die Gegenkopplungsmittel an der Skischuhsohle (3) die Gestalt
einer kegeligen Vertiefung bzw. die Gestalt einer Rille mit V-Querschnitt haben.
6. System nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die skiaußenseitig gelegenen Kopplungsmittel (13) der Einspannvorrichtung (4) und
die skiaußenseitig gelegenen Gegenkopplungsmittel (15) an der Sohle (3) des Skischuhs
(1) die Gestalt von Kreisbogen in einer zur Sprungskilängsachse senkrechten oder vorwärts
geneigten Ebene mit Kreismittelpunkt am Orte der skiinnenseitigen Kopplungsmittel
bzw. Gegenkopplungsmittel haben (Fig. 2 bis 5).
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagmittel mit dem skischuhseitigen Haltepunkt (33) zusammenwirkende, insbesondere
einstellbare Anschlagflächen (33a) aufweisen, gegen welche in der Flugphase Gegenflächen
des skischuhseitigen Haltepunktes (33) bei geringerer Winkelstellung der Skischuhsohle
gegenüber der Skilängsachse auf der Skiinnenseite anlaufen als Gegenflächen des skischuhseitigen
Haltepunktes (33) auf der Skiaußenseite, derart, dass der Skischuh gegenüber der Sprungskioberfläche
eine Drehung um eine zur Sprungskilängsachse extra parallele Achse ausführt.
1. Safety binding system for jumping skis with a clamping device (4) that maintains the
sole of the ski boot (1) in the front foot area against longitudinal forces and against
transverse forces that are lower than a release value and with effective fastening
means, between on the one hand a fixation point in the heel area of the ski boot (1)
and on the other hand a fixation point on the jumping ski surface below the ski boot
fixation point, for limiting the angular position between the ski boot sole and the
jumping ski surface in a vertical central longitudinal plane to the jumping ski surface,
characterised in that a point of contact on the exterior of the ski between the clamping device (4) and
the ski boot sole (3) in the front foot area can be lifted off in a direction normal
to the jumping ski surface opposite this, such that in the airborne (flying) phase
in relation to a cross sectional plane perpendicular to the longitudinal axis of the
jumping ski the ski boot sole (3) forms an acute angle (α) to the jumping ski surface.
2. System according to claim 1, characterised in that the fastening means comprise a bracket or rod (34) extending away from the fixation
point (32) of the jumping ski surface over the fixation point (33) in the heel area
of the ski boot (1), the ski boot fixation point (33) being movable along said bracket
or rod.
3. System according to claim 1 or 2, characterised in that the clamping device (4) on both sides of the front foot area of the ski boot has
rotatable angle levers (10, 11) about the swivel axes vertically oriented to the jumping
ski surface, wherein the levers carry coupling means (12, 13) on their lever ends
that face away from the ski tip, said coupling means, when in the clamping position,
engaging counter coupling means (14, 15) near the front end of the boot sole (3).
4. System according to claim 3, characterised in that the coupling means (12, 13) are in the shape of concave recesses at the rear ends
of the angle levers (10, 11), whereas the counter coupling means (14, 15) on the ski
boot sole are spherical in shape.
5. System according to claim 3, characterised in that the coupling means on the rear ends of the angle levers (10, 11) are in the shape
of tapered shafts, whereas the counter coupling means on the ski boot sole (3) are
in the shape of a tapered recess or in the shape of a groove with a V-cross section.
6. System according to one of claims 3 to 5, characterised in that the coupling means (13) of the clamping device (4) situated on the exterior of the
ski and the counter coupling means (15) on the sole (3) of the ski boot (1) situated
on the exterior of the ski are in the shape of an arc in a vertical or forwardly inclined
plane to the jumping ski longitudinal axis with the circle centre at the place of
the coupling means or counter coupling means on the inside of the ski (Figs 2 to 5).
7. System according to one of claims 1 to 6, characterised in that the fastening means with the fixation point (33) on the ski boot side have cooperating,
in particular adjustable, locating surfaces (33a), against which, in the airborne
(flight) phase, opposing surfaces of the ski boot sided fixation point (33) in a lower
angular position of the ski boot sole to the longitudinal axis of the ski run up on
the inner side of the ski as opposing surfaces of the ski boot sided fixation point
(33) on the exterior side of the ski, in such a manner that the ski boot turns vis-A-vis
the jumping ski surface about an extra parallel axis to the jumping ski longitudinal
axis.
1. Système de fixation de sécurité pour ski pour saut à ski, comprenant un dispositif
de serrage (4) maintenant la semelle (3) de la chaussure de ski (1) dans la zone de
pied avant contre des forces longitudinales et contre des forces transversales dont
la valeur est inférieure à une valeur de déclenchement et comprenant des moyens de
butée actifs entre un point de maintien dans la zone du talon de la chaussure de ski
(1) d'un côté et un point de maintien au niveau de la face supérieure du ski pour
saut à ski située à peu près sous le point de maintien de la chaussure de ski de l'autre
côté, lesquels moyens de butée servent à limiter la position angulaire entre la semelle
de chaussure de ski et la face supérieure du ski pour saut à ski dans un plan longitudinal
médian vertical par rapport à la face supérieure du ski pour saut à ski, caractérisé en ce qu'un point d'attaque situé côté extérieur du ski entre le dispositif de serrage (4)
et la semelle de la chaussure de ski (3) dans la zone de pied avant dans une direction
de manière perpendiculaire par rapport à la face supérieure du ski pour saut à ski
peut être relevé par rapport à cette dernière de telle manière que lors de la phase
de vol par rapport à un plan de section transversale, de manière perpendiculaire par
rapport à l'axe longitudinal du ski pour saut à ski, la semelle de la chaussure de
ski (3) forme un angle aigu (a) par rapport à la face supérieure du ski pour saut
à ski.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens de butée contiennent une traverse de blocage ou une barre (34) s'étendant
depuis le point de maintien (32) de la face supérieure du ski pour saut à ski au-delà
du point de maintien (33) dans la zone de talon de la chaussure de ski (1), le long
de laquelle le point de maintien de la chaussure de ski (33) peut être déplacé par
coulissement.
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de serrage (4) présente de part et d'autre de la zone de pied avant
de la chaussure de ski, des leviers coudés (10, 11) pouvant pivoter autour d'axes
de pivotement orientés de manière verticale par rapport à la face supérieure du ski
pour saut à ski, lesquels supportent au niveau de leurs extrémités de levier décollées
de la pointe du ski, des moyens d'accouplement (12, 13) qui sont en prise en position
de serrage avec des moyens d'accouplement complémentaires (14, 15) à proximité de
l'extrémité avant de la semelle de chaussure (3).
4. Système selon la revendication 3, caractérisé en ce que les moyens d'accouplement (12, 13) présentent au niveau des extrémités arrière des
leviers coudés (10, 11) la forme d'évidements concaves, tandis que les moyens d'accouplement
complémentaires (14, 15) présentent une forme sphérique au niveau de la semelle de
chaussure de ski.
5. Système selon la revendication 3, caractérisé en ce que les moyens d'accouplement présentent au niveau des extrémités arrière des leviers
coudés (10, 11) la forme d'un embout conique, tandis que les moyens d'accouplement
complémentaires présentent au niveau de la semelle de la chaussure de ski (3) la forme
d'un creux conique ou la forme d'une rainure dotée d'une section transversale en forme
de V.
6. Système selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que les moyens d'accouplement (13) du dispositif de serrage (4) placés côté extérieur
du ski et les moyens d'accouplement complémentaires (15) placés côté extérieur du
ski présentent au niveau de la semelle (3) de la chaussure de ski (1) la forme d'arc
de cercle dans un plan perpendiculaire par rapport à l'axe longitudinal du ski pour
saut à ski ou incliné vers l'avant avec un centre de cercle à l'endroit des moyens
d'accouplement ou des moyens d'accouplement complémentaires situés côté intérieur
du ski (fig. 2 à 5).
7. Système selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les moyens de butée présentent des surfaces de butée (33a) coopérant avec le point
de maintien (33) côté chaussure de ski, pouvant être en particulier ajustées, contre
lesquelles, lors de la phase de vol, des surfaces complémentaires du point de maintien
(33) situé côté chaussure de ski viennent sur le côté intérieur du ski en cas de position
angulaire plus petite de la semelle de chaussure de ski par rapport à l'axe longitudinal
du ski, en comparaison avec les surfaces complémentaires du point de maintien (33)
situé côté chaussure de ski sur le côté extérieur du ski de telle manière que la chaussure
de ski exécute par rapport à la face supérieure du ski pour saut à ski une rotation
autour d'un axe parallèle par rapport à l'axe longitudinal du ski pour saut à ski.
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