[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung des Flüssigkeitshubs einer pneumatisch
betriebenen Setzmaschine zur Trennung von Mineralgemischen, wobei die Setzmaschine
eine Luftkammer und eine Setzkammer mit darüber angeordnetem Setzbett aufweist und
wobei der Hub der in der Setzmaschine verwendeten Flüssigkeit abhängig ist von der
Lufteinlasszeit in die Luftkammer.
[0002] Zum Trennen von gebrochenen, mineralischen Stoffgemischen im industriellen Maßstab,
beispielsweise Kohle von Berge oder Eisenerz von Verunreinigungen, werden in der Regel
Setzmaschinen eingesetzt, welche mit Hilfe eines regelmäßig variierenden Flüssigkeitsstands
in einem Setzbett die einzelnen Stoffe voneinander trennt. Hierzu wird das Stoffgemisch
in ein Becken geleitet, in welchem der Wasserstand etwa mit einer Frequenz von 1 Hz
variiert und dabei einen Hub von mehreren Zentimetern bis max. ca. 50 cm durchläuft.
Bei der schnellen Variation des Wasserstands werden solche Teilchen bei steigendem
Wasserspiegel leichter mit dem Wasser nach oben gespült, die eine geringere Dichte
als die durchschnittliche Dichte des Materiales haben und beim Absenken des Wasserspiegels
folgen solche Teilchen schneller dem fallenden Wasserspiegel, die eine höhere Dichte
haben. Solange sich das zu trennende Stoffgemisch im Setzbett in Bewegung befindet,
liegt das Stoffgemisch in physikalisch getrennter Form vor. Durch den Abfluss des
Trennwassers in verschiedene Becken mit Hilfe von Trennblechen, die etwa in der Höhe
der Grenze zwischen den verschiedenen Stofffraktionen angeordnet sind, lässt sich
eine Aufteilung des Stoffgemisches nach Dichte erreichen.
[0003] Derartige Setzmaschinen werden in der Regel für ein bestimmtes Stoffgemisch als Trenngut
eingestellt, welches sich in seiner Zusammensetzung und in seiner Kornverteilung über
einen vorherbestimmbaren Zeitraum nicht wesentlich ändert. Ist die Setzmaschine einmal
parametriert, läuft ein Trennvorgang bei gleichmäßiger Beschickung mit dem Trenngut
in der Regel störungsfrei. Ändert sich die Zusammensetzung oder die Kornverteilung
oder variiert die Kornverteilung des Trennguts, so ist es gegebenenfalls notwendig,
die Setzmaschine erneut zu parametrieren, um ein durchgehend optimales Trennergebnis
zu erzielen.
[0004] Um den Hub und die Frequenz des Wassers in der Setzkammer einzustellen, ist es bekannt,
mit Hilfe von elektronischen Ventilen die Lufteinlasszeiten und die Luftauslasszeiten
zu steuern. Beim Einstellen der Ventilzeiten stehen in der Regel eine Frequenzvariation
und eine Variation des Puls-Pause-Verhältnis zur Verfügung, wobei das Puls-Pause-Verhältnis
das Verhältnis der Lufteinlasszeit zur Luftauslasszeit bestimmt. Ein Bediener der
Setzmaschine variiert diese Parameter, bis die Setzmaschine optimal arbeitet. Die
Kontrolle der Arbeitsweise der Setzmaschine wird dabei durch Sichten des sich in Bewegung
befindlichen Setzbettes vorgenommen.
[0005] Um bei einer einmal gewählten Einstellung zu verhindern, dass bei plötzlichen Änderungen
der Stoffzusammensetzung des zu trennenden Stoffgemisches eine Störung auftritt, werden
neben der reinen Zeitsteuerung auch Regelvorrichtungen eingesetzt, die über Messsysteme
den Flüssigkeitsstand in der Setzkammer überwachen und bei einem Maximalpegel und
einem Minimalpegel eine Umkehr oder ein Fortschreiten des Belüftungszyklus der Luftkammer
bewirken.
[0006] Nach der Auslegeschrift
DE 1217292 B hat man zunächst auf Schwimmer in der Setzkammer zurückgegriffen, um den aktuellen
Wasserstand in der Setzkammer zu beobachten. Da sich der Flüssigkeitsstand aber mit
einer Frequenz von ca. 1 Hz bewegt, ist die Flüssigkeitsmessung mit einem Schwimmer
nicht dauerhaft geeignet, den aktuellen Wasserstand innerhalb eines Trennzyklus mit
genügender Präzision zu detektieren.
[0007] Daher ist man gemäß Patentschrift
DE 24 11 386 C3 dazu übergegangen, den Wasserstand in der Setzkammer mit Hilfe von kapazitiven Elementen
zu messen, die sich über die gesamte Höhe der Setzkammer oder der Luftkammer erstrecken.
Zwar hat der Einsatz der kapazitiven Elemente eine Verbesserung bei der Messung des
Wasserstandes in der Setzkammer bewirkt. Dennoch wäre es wünschenswert, die Funktion
einer Setzmaschine noch präziser überwachen zu können, um die optimalen Arbeitsparameter
während des Betriebes der Setzmaschine automatisch nachregeln zu können.
[0008] Eine erste Lösung war, den Wasserstand nicht in der Setzkammer zu messen, sondern
in der Luftkammer unterhalb der Setzkammer. Weil der Wasserstand in der Luftkammer,
die ein kleineres Volumen aufweist als die Setzkammer, aufgrund des hydraulischen
Prinzips mit größerem Hub als der Wasserstand in der Setzkammer variiert und dort
frei ist von die Messung störendem Trenngut, war der Wasserstand in der Setzkammer
noch besser bestimmbar.
[0009] Aber auch diese Methode zur Überwachung der Funktion einer Setzmaschine hat noch
nicht zu einer wünschenswerten Funktionsüberwachung geführt.
[0010] Die Messung des Wasserstands ist von einer Vielzahl von Artefakten bei der Messung
überlagert. Eine erste Quelle sind Schwingungen des Wasserstands in der Luftkammer
und der Setzkammer, die aufgrund von Resonanzschwingungen des Wasserstands auftreten
und eine höhere Frequenz aufweisen als der erzwungene Hub des Wassers im Setzbett.
Neben diesen regelmäßigen Schwingungen, die bei optimaler Einstellung der Setzmaschine
nicht angeregt werden, existieren auch nicht regelmäßige Schwingungen des Wasserstands
im Setzbett, die sich auf die Höhe des Wasserstands in der Luftkammer übertragen.
Diese unregelmäßigen Schwingungen werden erzeugt durch eine unerwünschte Wellenausbildung
im Setzbett beim Beschicken mit Trenngut.
[0011] Weitere Artefakte können durch ein Mitschwingen von Blechen als Kammerwand der Setzmaschine
entstehen, wenn durch die Variation des Wasserstands der Wasserdruck auf ein Blechelement
ebenfalls variiert.
[0012] Noch weitere Artefakte können auch durch die Art des Lufteinlasses und des Luftauslasses
angeregt werden oder auch durch mitschwingende Pressluftbehälter oder Maschinenteile,
wie Tellerventile, die eine für eine Schwingungsanregung nicht mehr vernachlässigbare
Masse aufweisen oder durch Kompressoren in der Nähe der Setzmaschine. Auch wenn die
tatsächliche Kräfte von äußeren Schwingungen, die auf die Setzmaschine wirken, sehr
klein sind im Vergleich zu der bewegten Wassermasse und des bewegten Trennguts, so
reichen diese Kräfte, unerwünschte Schwingungen zu erregen, die einem erwünschten
gleichmäßigen Ansteigen und wieder Abfallen des Wassers im Setzbett entgegenwirken.
[0013] Die ideale Bewegung des Wassers im Setzbett verhält sich wie eine sich hebende und
wieder herabsenkende Ebene, unterhalb derer die Trennung des Trennguts stattfindet.
Im Stand der Technik wird dieser Idealzustand mit einer optimalen Einstellung der
Setzmaschine durch geschultes Fachpersonal erreicht, wobei sich die Beschickungsleistung
und die Zusammensetzung wie auch die Korngrößenverteilung des Trenngut im Idealfall
nicht ändert oder zumindest in einem kleinen Toleranzfenster bewegt. Sofern aber die
Beschickungsleistung, die Zusammensetzung des Trennguts oder die Korngrößenverteilung
des Trennguts im Betrieb variiert, sinkt die Trennleistung der Setzmaschine aufgrund
einer nicht idealen Parametrierung.
[0014] Aus der Patentschrift
US 6070738 A ist es bekannt die absoluten Drücke in der Luft- bzw. Setzkammer zu messen, um diese
für eine Steuerung der Setzmaschine zu verwenden.
[0015] Aufgabe ist es daher, ein Verfahren zur Steuerung des Flüssigkeitshubs einer pneumatisch
betriebenen Setzmaschine zur Trennung von Mineralgemischen zur Verfügung zu stellen,
welches die Nachteile aus dem Stand der Technik überwindet.
[0016] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird gelöst durch die Verfahrensschritte
gemäß Anspruch 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden in den
Unteransprüchen angegeben.
[0017] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, zur Steuerung des Flüssigkeitshubs auf eine Messung
des Differenzdrucks zwischen dem Druck in der Luftkammer und dem Druck in der Flüssigkeitssäule
in der Setzkammer zurückzugreifen.
[0018] Die Verfolgung des Differenzdruckes während eines Setzzyklus erlaubt eine Fehlfunktion
oder eine Fehlparametrierung der Setzmaschine in Bezug auf das zu trennende Stoffgemisch
automatisch zu erkennen. Die durch die Messung des Differenzdrucks detektierten Signale
erlauben des Weiteren Artefakte bei der Realzeitmessung zu diskriminieren, so dass
eine exakte Steuerung der Maschine auch unterzyklisch möglich ist. Eine Steuerung
mit derart hoher Präzision war mit den bisher eingesetzten Messgrößen nicht möglich.
Durch die hohe Präzision wird die Trennleistung einer Setzmaschine erheblich verbessert.
[0019] Statt der Bestimmung des Wasserstands wird gemäß der Erfindung nicht der Wasserstand
selbst gemessen, sondern der Differenzdruck zwischen der Luftkammer und der Setzkammer.
Sofern sich die Luftkammer und die Setzkammer im hydrostatischen Gleichgewicht befinden,
ist der Differenzdruck gleich Null. Die Setzmaschine bewegt aber ein erhebliches Wasservolumen
zwischen beiden Kammern, so dass ein Gleichgewichtszustand nur kurzzeitig innerhalb
eines Zyklus vorliegt. Die Differenzmessung erlaubt vielmehr das Ungleichgewicht zwischen
beiden Kammern zu verfolgen, welches im Wesentlichen dominiert ist von der Resonanzfrequenz
des schwingenden Wasservolumens, der Erregerfrequenz, nämlich dem variierenden Luftdruck
in der Luftkammer, und der Dämpfung durch Reibung des Wassers in den Kammern und durch
die Energiedissipation beim Trennvorgang. Da die bewegte Wassermenge trotz Zulauf
und Ablauf, wobei sich die Wassermasse in einem stationären Zustand befindet, konstant
ist, die Wasserreibung konstant ist, die Erregerfrequenz durch die Steuerung kontrolliert
ist, bleibt als wesentlicher Einflussfaktor die Energiedissipation durch die Trennleistung
der Setzmaschine im Setzbett. Sofern hier eine Störung vorliegt, ist dies an dem zeitlichen
Verlauf des Differenzdrucks gut erkennbar und eine Steuerungsvorrichtung kann aufgrund
von erkannten Störungen mit einer in einem Steuerungsprogramm hinterlegten Steuerungsstrategie
der Störung entgegenwirken. Dabei ist von Vorteil, dass die oben beschriebenen Artefakte
sich weitgehend gleichartig auf den Druck in der Luftkammer und in der Setzkammer
auswirken, so dass die Messung des Differenzdrucks zwischen Luftkammer und Setzkammer
eine artefaktarme Beobachtung des tatsächlichen Trennvorgangs im Setzbett zulässt.
[0020] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert.
[0021] Es zeigt
- Figur 1
- ein Schaltdiagramm einer Setzmaschine, die nach einer ersten Verfahrensvariante arbeitet,
- Figur 2
- eine Skizze verschiedener Zustände des Setzbettes einer Setzmaschine
[0022] In Figur 1 ist ein Schaltdiagramm einer Setzmaschine 10 dargestellt, die nach einer
ersten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens arbeitet. Setzmaschine 10 weist eine
Setzkammer 15 und eine Luftkammer 20 auf, die durch eine glockenförmige Anordnung
aus Blech 25 von der Setzkammer 15 getrennt, zur Unterseite hin offen und mit der
Setzkammer 15 verbunden ist. Im Ruhezustand der Setzmaschine 10 sind die Setzkammer
15 und die Luftkammer 20 mit Wasser gefüllt. Im Betriebszustand der Setzmaschine 10
wird die Luftkammer 20 über den Lufteinlass 30 periodisch über eine gesteuerte Druckluftzuleitung
35 mit Druckluft beaufschlagt. Dabei steuert ein erstes angetriebenes Ventil 40 den
Lufteinlass aus einem Drucklufttank 45, der stets mit Druckluft gefüllt wird. Im Wechsel
mit einem zweiten angetriebenen Ventil 50 wird die Luftkammer 20 innerhalb einer Periode
zunächst mit Druckluft beaufschlagt und danach durch das angetriebene Ventil 50 in
die freie Atmosphäre entlüftet. Durch die wiederkehrende Beaufschlagung mit Druckluft
und Entlüftung füllt sich der obere Raum der Luftkammer 20 und presst dabei das in
der Luftkammer 20 stehende Wasser nach unten in die Setzkammer 15. Das Wasservolumen
aus der Luftkammer 20 hebt dabei den Flüssigkeitspegel 151 der Setzkammer 15 im Bereich
des Setzbetts 152 an. Durch die periodische Beaufschlagung mit Luft schwingt das zuvor
beschriebene Wasservolumen zwischen der Setzkammer 15 und der Luftkammer 20 hin- und
her. In Folge davon hebt und senkt sich der Flüssigkeitsspiegel 151 im Bereich des
Setzbetts synchron mit der Beaufschlagung der Luftkammer 15 mit Druckluft. Im Bereich
des Setzbettes 152 wird die Setzkammer 15 oberhalb des Siebs 60 mit einem zu trennendes
Stoffgemisch über nicht eingezeichnete Rutschen gefüllt. Durch die periodische Auf-
und Abwärtsbewegung des Flüssigkeitspegels 151 wird geringer dichtes Material innerhalb
des Wasservolumens zwischen dem Sieb 60 und dem Flüssigkeitspegel 151 nach oben transportiert.
Hingegen sinkt dichteres Material innerhalb desselben Volumens in untere Bereiche
des dort vorhandenen Wasservolumens in die Nähe des Siebs 60. Über nicht eingezeichnete
Abläufe im oberen und unteren Bereich des zuvor genannten Wasservolumens fließt das
Wasser im Setzbett 152 ab und nimmt dabei das weniger dichte Material in einen ersten
Ablauf mit. Hingegen wird das dichtere Material des zu trennenden Stoffgemisches durch
das Wasser in der Setzkammer 152 in einen zweiten, nicht eingezeichneten Ablauf geleitet.
Das durch den Ablauf verlorene Wasser wird durch eine Wasserzufuhrleitung im unteren
Bereich der Setzkammer 15 stets nachgefüllt. Sofern die nachfließende Menge Wasser
zu groß ist, ist die Fließgeschwindigkeit im Setzbett 152 zu groß. Die Trennleistung
der Setzmaschine 10 wird geringer. Ist die nachfließende Menge Wasser zu klein, wird
das zu trennende Material in dem Setzbett 152 solange festgehalten, bis weiteres Wasser
in die Abläufe fließt. Die Trennleistung der Setzmaschine 10 bleibt erhalten, jedoch
ist der Durchsatz der Setzmaschine 10 in diesem Fall gegenüber der optimalen Leistung
verringert.
[0023] Zur Optimierung der Trennleistung der Setzmaschine 10 ist es wichtig, sowohl die
Frequenz wie auch das Puls-Pause-Verhältnis des sich hebenden und wieder senkenden
Wasserspiegels in dem Setzbett 152 an das zu trennende Stoffgemisch anzupassen. Bei
idealer Einstellung der Setzmaschine 10 ist schon nach wenigen Zyklen eine Trennung
der weniger dichten und dichten Stoffmischungsbestandteile erreicht. Eine nicht angemessene
Einstellung der Lufteinlasszeiten und Auslasszeiten von Luft in die Luftkammer 20
hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Trennleistung und den Durchsatz der Setzmaschine
10. Bei unsachgemäßer Einstellung der Setzmaschine 10 können weitere Effekte die Trennleistung
der Setzmaschine 10 erheblich stören.
[0024] Eine erste Folge einer unsachgemäßen Einstellung ist die Ausbildung einer stehenden
Wasserwelle im Setzbett 152. Die Stabilisierung einer stehenden Wasserwelle im Setzbett
152 ist abhängig von der Frequenz des sich hebenden und senkenden Flüssigkeitspegels
151 im Setzbett 152 und von dem Puls-Pause-Verhältnis, das bedeutet, das relative
Verhältnis der Zeit innerhalb einer Periode, in welcher der Flüssigkeitspegels 151
am oberen Maximum verweilt und der Zeit innerhalb einer Periode, in welcher der Flüssigkeitspegel
151 am unteren Minimum verweilt. Ein weiterer Faktor, von dem die Ausbildung einer
stehenden Welle abhängt, ist die Oberfläche und die Kantenlänge des Setzbetts 152.
Passen Frequenz, Puls-Pause-Verhältnis und die Geometrie des Setzbettes zusammen,
bildet sich eine unerwünschte stehende Wasserwelle aus, die der erwünschten Trennwirkung
entgegenwirkt. Im Betrieb einer unsachgemäßen Parametrierung der Setzmaschine wird
die Ausbildung einer stehenden Welle in der Regel gestört durch den Materialzulauf.
Dennoch wird durch die Unruhe des Flüssigkeitspegels 151 bei unsachgemäßer Einstellung
eine unerwünscht geringe Trennleistung erzielt. Diese Störung kommt im Betrieb einer
Setzmaschine bei unsachgemäßer Einstellung vergleichsweise häufig vor.
[0025] Eine weitere Störung der Setzmaschine wird durch mechanische Resonanzen der gesamten
Anlage ausgelöst. In der Regel sind die Luftkammer und die Setzkammer, sowie einige
andere Aggregate aus Blechen aufgebaut, die eine Resonanzfrequenz im Hertz-Bereich
zeigen können. Trifft die Anregungsfrequenz des Flüssigkeitspegels 151 die Resonanzfrequenz
dieser Bleche, so wird ein ruhiges Setzbett 152 ebenfalls gestört, wodurch die Trennleistung
ebenfalls abnimmt.
[0026] Aber nicht nur eine zu hohe oder eine Resonanzfrequenz treffende Frequenz beim Heben
und Senken des Flüssigkeitspegels 151 im Setzbett 152 beeinflussen die erwünschte
Trennleistung. Auch wenn die Frequenz zu gering ist oder das Puls-Pause-Verhältnis
zu groß oder klein ist, kann das Setzbett 152 "sterben". Dies bedeutet, im Setzbett
152 sackt der Schweber, die weniger dichte Fraktion des zu trennenden Stoffgemisches,
ab und kommt auf dem Sinker zu liegen, der höher dichten Fraktion des zu trennenden
Stoffgemisches. Ein gestorbenes Setzbett 152 muss erst durch eine angemessene Einstellung
der Luftzeiten wiederbelebt werden.
[0027] Schließlich ist eine weitere Folge einer unsachgemäßen Einstellung das Durchschießen
der Luft, wenn diese sämtliches Wasser aus der Luftkammer 20 verdrängt hat und über
die Setzkammer 15 aus der Luftkammer entweicht. Dadurch wird das Setzbett 152 in Unruhe
gebracht und die Trennleistung der Setzmaschine 10 sinkt rapide ab.
[0028] Um die oben beschriebenen Fehlfunktionen zu vermeiden, ist es nach der der Aufgabe
der Erfindung vorgesehen, die Parameter der Lufteinlasszeit und Luftauslasszeit automatisch
zu ermitteln und die Steuerung des Setzbettes anzupassen. An dieser Stelle setzt die
Erfindung an. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein Differenzdruck zwischen dem
Druck in der Luftkammer 20 und dem Druck in der Flüssigkeitssäule der Setzkammer 15
gemessen wird, um aus dem Differenzdruckverlauf die ordnungsgemäße Funktion der Setzmaschine
10 zu überwachen und die Setzmaschinensteuerung anzupassen, wenn eine Störung detektiert
wird. Die Steuerung der Lufteinlasszeit wird in Abhängigkeit von dem gemessenen Differenzdruck
vorgenommen.
[0029] In Figur 1 ist gezeigt, dass eine erste Leitung 120 eines Differenzdruckgebers 110
den Druck in der Setzkammer 15 aufnimmt und eine zweite Leitung 100 nimmt den Druck
in der Luftkammer 20 auf. Dabei ist vorgesehen, dass nach einer ersten Ausgestaltung
der Erfindung der Druck in der Luftkammer 20 im Bereich der Flüssigkeit gemessen wird.
[0030] Dadurch, dass das Volumen der Luftkammer 20 wesentlich kleiner ist, als das Volumen
der Setzkammer 15, sind die beiden Kammern 15 und 20 nach dem hydraulischen Prinzip
miteinander verbunden. Ein Absenken des Flüssigkeitspegels 201 in der Luftkammer 20
hat einen Anstieg des Flüssigkeitspegels 151 im Setzbett 152 um einen Bruchteil der
Hubhöhe der Absenkung des Flüssigkeitspegels 201 in der Luftkammer 20 zur Folge. Die
Variation des Flüssigkeitspegels 201 gemäß des eingezeichneten Doppelpfeils als Hub
205 ist also weit größer als der Hub 155 gemäß des eingezeichneten Doppelpfeils. Trotz
der unterschiedlichen Flüssigkeitspegel ist der Druck an beiden Messorten im Gleichgewichtszustand
der Setzmaschine 10 identisch, weil der Druck in der Luftkammer 20 zusammengesetzt
ist aus dem Druck der darin stehenden Flüssigkeitssäule und dem Druck in dem oberen
Luftraum der Luftkammer 20.
[0031] Das Wasser im unteren Teil der Luftkammer 20 schwingt gemäß der eingezeichneten Rundpfeile
entlang der Schwingungswege 208 und 210 zwischen der Luftkammer 20 und der Setzkammer
15 hin und her. Die Resonanzfrequenz der bewegten Wassermasse in der Setzkammer 15
und der Luftkammer 20 liegt in der Größenordnung der Anregungsfrequenz der Beaufschlagung
der Luftkammer 20 mit Druckluft. Aus der wohlbekannten Theorie einer erzwungenen Schwingung
geht hervor, dass die Resonanzfrequenz mit höherer schwingender Masse bei gleichbleibender
Rückstellkraft, hier die Schwerkraft, sinkt und mit geringerer schwingender Masse
steigt. Des Weiteren wird die Resonanzfrequenz der schwingenden Wassermasse mit steigender
Dämpfung, hier die die Dissipation der kinetischen Energie der schwingenden Wassermasse
durch den Trennvorgang, verringert. Da sich die im System befindliche Wassermasse
in einem stationären Zustand befindet, ist die Resonanzfrequenz der bewegten Wassermasse
abhängig von der Dämpfung durch die Trennleistung im Setzbett 152. Aus der Theorie
der erzwungenen Schwingung geht auch hervor, dass die Phasenlage des Schwingers mit
der Phase des Erregers bei Erregerfrequenzen kleiner als die Resonanzfrequenz nahezu
übereinstimmt und bei Näherung an die Resonanzfrequenz eilt die Phase des Erregers
der Phase des Schwingers voraus. Da die Setzmaschine 10 so betrieben wird, dass durch
die periodische Beaufschlagung der Luftkammer 20 mit Druckluft der Flüssigkeitspegel
151 unterhalb, aber in der Nähe der Resonanzfrequenz variiert wird, ändert sich die
Phasenlage der bewegten Wassermasse in Bezug zur Beaufschlagung mit Druckluft bei
Änderung der Dämpfung.
[0032] In der sich zwischen Luftkammer 20 und Setzkammer 15 bewegenden Wassermasse entsteht
genau dann ein Differenzdruck, wenn die Summe aus Luftdruck in der Luftkammer 20 und
der Wassersäule in der Luftkammer 20 nicht mit dem Druck der Wassersäule in der Setzkammer
übereinstimmt. Dies passiert exakt dann, wenn die schwingende Wassermasse nicht in
Phase liegt mit dem Luftdruck im Luftraum der Luftkammer 20. Im Betrieb ist dies stets
der Fall. Da die Phasenlage in der Nähe der Resonanzfrequenz stark mit der Dämpfung
variiert, ist durch die Messung der Druckdifferenz zwischen Luftkammer und Setzkammer
eine Verstimmung der Setzmaschine gut detektierbar, wenn eine Änderung im Setzbett
152 Änderungen der Dämpfung hervorruft. Ist eine Verstimmung der Setzmaschine 10 durch
eine Störung im Setzbett 152 detektiert, so kann durch in einer Steuerungseinheit
hinterlegte Steuerungsstrategie der Störung entgegen gewirkt werden.
[0033] Der zeitabhängige Differenzdruck zwischen Luftkammer 20 und Setzkammer 15 und damit
zusammenhängende Größen sind in dem rechts in Figur 1 dargestellten Signaldiagramm
dargestellt. Signaldiagramm a) zeigt den Öffnungszustand des Lufteinlassventils 40
über die Zeit. Korrespondierend mit der Öffnung des Lufteinlassventils 40 steigt,
wie in Signaldiagramm b) gezeigt ist, der Druck im Luftraum der Luftkammer 20 an,
wobei die Druckzunahme mit fortschreitender Zeit exponentiell abnimmt, bedingt durch
den immer geringer werdenden Druckunterschied zwischen Drucklufttank 45 und Luftraum
in der Luftkammer 20. Durch den ansteigenden Druck im Luftraum der Luftkammer 20 wird
Wasser aus der Luftkammer 20 in die Setzkammer 15 verdrängt, wie dies als Druck der
Wassersäule in der Setzkammer 15 in Signaldiagramm c) dargestellt ist.
[0034] Da die Wassermasse in der Setzkammer 15 und der Luftkammer 20 dem im Luftraum der
Luftkammer 20 ansteigenden Druck bedingt durch die Massenträgheit nicht sofort folgt,
baut sich zunächst ein positiver Druckunterschied auf, in dem der Druck in der Luftkammer
größer ist als in der Setzkammer 15. Dies ist in Signaldiagramm d) dargestellt. Erst
beim Erreichen des oberen Totpunktes des Flüssigkeitspegels 151 stellt sich kurzzeitig
ein Gleichgewicht ein, wodurch der Differenzdruck null wird. Oberschwingungen bedingen
eine nicht ideale Linie in Signaldiagramm d). Nach Ablassen der Luft aus dem Luftraum
in der Luftkammer 20 fällt die Wassermasse zurück in die Luftkammer 20, wobei auch
hier die Trägheit der schwingenden Wassermasse dazu führt, dass der Druck in der Luftkammer
20 geringer ist als in der Setzkammer 15. Erst nach Einstellen eines erneuten Gleichgewichts
ist der Differenzdruck wieder null und ein neuer Zyklus beginnt.
[0035] In Figur 2 sind verschiedene Zustände eines Setzbettes 152 dargestellt. Dabei repräsentieren
stärker geschwärzte Punkte Trenngutkörner mit höherer Dichte und weniger geschwärzte
Punkte Trenngutkörner mit geringerer Dichte. Das zuoberst dargestellte Trennbett 1521
stellt ein ideal eingestelltes Setzbett 152 während es Betriebes der Setzmaschine
10 dar. Der Flüssigkeitspegel 151 variiert gemäß dem am links eingezeichneten Hub
155. Die weniger dichten Körner und die dichteren Körner des Trennguts sind in verschiedenen
Höhenlagen innerhalb des Setzbettes 152 vorhanden und können durch Abflüsse in unterschiedlichen
Höhen abgeschöpft werden. Die Energiedissipation durch die Trennung der verschieden
dichten Fraktionen ändert sich mit unterschiedlicher Phasentrennung, bis die Dissipation
ein Maximum erreicht bei einem sogenannten gestorbenen Bett, dargestellt durch Setzbett
1524. Bei extremeren Störungen, beispielsweise durch eine Veränderung der Körnung
oder eine Änderung der zugeführten Trenngutmenge ändert sich auch die durch das Setzbett
bewegte Masse. Die Phasenlage ändert sich, in Folge davon ändert sich auch der innerhalb
einer Phase gemessene Differenzdruck.
[0036] Bei der Hinterlegung einer Steuerungsstrategie kommt es nicht vorrangig auf das exakte
Verständnis der Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Setzbettzustand und Phasenlage
an. Vielmehr ist die Messung des Differenzdrucks ein Indikator für eine Störung des
Setzbetts 152. Ist eine einmal eingestellte Arbeitsweise der Setzmaschine 10 bekannt,
so kann der zu erwartende Druckdifferenzverlauf durch ein prädiktives Modell abgespeichert
werden und innerhalb der Steuerung 300 für die Beaufschlagung mit Luft wird die Soll-Ist-Abweichung
während des Betriebs der Setzmaschine 10 verfolgt. Eine Abweichung des Differenzdrucks
vom prädiktiven Modell ist in der in der automatischen Steuerung 300 Anlass zur Änderung
der Lufteinlasszeiten.
[0037] Es hat sich herausgestellt, dass einer Störung im Setzbett 152 wie folgt entgegengewirkt
werden kann. Wenn der aktuelle gemessene Differenzdruck den durch das prädiktive Modell
zum Messzeitpunkt berechneten Druck unterschreitet, so wird die Lufteinlasszeit verlängert.
Im Gegensatz dazu wird die Lufteinlasszeit dann verkürzt, wenn der aktuelle gemessene
Differenzdruck den durch das prädiktive Modell zum Messzeitpunkt berechneten Druck
überschreitet.
[0038] Um Artefakte bei der Differenzdruckmessung durch Oberschwingungen zu unterdrücken,
ist vorgesehen, dass der gemessene Differenzdruck zeitlich gedämpft wird, wobei Vorzugsweise
die Dämpfungsintensität synchron mit der Hubfrequenz des Flüssigkeitspegels in der
Setzmaschine variiert wird. Durch die Variation der Dämpfung wird ein Effekt erreicht,
der ähnlich wie ein Lock-In-Verstärker wirkt. Dadurch werden höherfrequente Anteile
im Vergleich mit der Erregerfrequenz aus dem gemessenen Signal bevorzugt unterdrückt,
hingegen wird das Signal mit der Frequenz der Erregerfrequenz bevorzugt und gegenüber
den störenden Artefakten verstärkt.
[0039] Wenn Messdaten des absoluten Drucks ebenso vorhanden sind, dann ist es vorteilhaft,
wenn die Lufteinlasszeit frühestens dann beginnt, wenn die Differenz aus dem absoluten
Druck in der Luftkammer am Ende eines vorhergehenden Zyklus und dem aktuellen Druck
in der Luftkammer Null beträgt. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich Luft in
der Luftkammer über mehrere Zyklen ansammelt, weil die Luftkammer 20 nicht um die
Luftmenge entlüftet wird, die beim Einlassen der Luft eingeströmt ist. Durch ein Ansammeln
der Luft in der Luftkammer 20 entsteht ein Durchschuss, wenn Luft aus der Luftkammer
20 in die Setzkammer 15 entweicht und damit das Setzbett 152 stört.
[0040] Wenn Messdaten des absoluten Drucks ebenso vorhanden sind, dann ist es auch vorteilhaft,
wenn die Lufteinlasszeit spätestens dann beendet wird, wenn die Differenz aus dem
absoluten Druck in der Luftkammer 20 am Ende eines vorhergehenden Zyklus und dem aktuellen
Druck in der Luftkammer einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet. Hierdurch wird
verhindert, dass die Luftkammer 20 überfüllt wird, wodurch ebenfalls ein Durchschuss
entsteht.
[0041] Der Differenzdruck weist während des Betriebes der Setzmaschine 10 neben den Hauptkomponenten
auch höherfrequente Druckanteile auf. Werden diese höherfrequenten Anteile detektiert
und überschreiten einen vorbestimmten Anteil im Gesamtsignal, dann könnte dies ein
Hinweis auf die Ausbildung einer unerwünschten Resonanz sein. Zur Regelstrategie hat
es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Frequenz des Lufteinlasses dann verringert
wird, wenn ein Frequenzanteil im zeitlichen Verlauf des Differenzdrucks detektiert
wird, dessen Anteil einen vorbestimmten Wert überschreitet und dessen Frequenz höher
ist als die Frequenz des Lufteinlasses.
[0042] Ein besonderer Fall tritt ein, wenn nach Beendigung des Luftauslasses der Differenzdruck
erneut ansteigt. Dieser erneute Anstieg kann ein Hinweis darauf sein, dass sich im
Setzbett 152 die sich in Bewegung befindlichen Fraktionen auf dem Sieb 60 sammeln.
Das Setzbett 152 beginnt, zu sterben. Dadurch wird die Wassersäule im Setzbett 152
leichter, weil das Gewicht des Trennguts nun durch das Sieb 60 gehalten wird und nicht
mehr durch die Wassersäule aufgenommen wird und daher entsteht ein Differenzdruck.
In diesem Fall wird die Frequenz des Lufteinlasses dann erhöht, wenn nach Beendigung
des Luftauslasses der Differenzdruck einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
[0043] Zur Messung des Differenzdruckes zwischen Setzkammer 15 und Luftkammer 20 kann der
Druck in der Luftkammer 20 im Wasserraum oder im Luftraum gemessen werden. Die Messung
des Drucks in der Luftkammer 20 im Luftraum hat den Vorteil, dass die Phasenänderung
besser detektiert werden kann, wodurch die Auflösung der Messmethodik besser wird
und gute Steuerungsergebnisse erzielt werden. Die Messung des Drucks in der Luftkammer
20 im Wasserraum hat hingegen den Vorteil, dass sich Artefakte bei der Messung, ausgelöst
durch stehende Wellen im Setzbett 152 zumindest zum Teil kompensieren. Dadurch wird
die Signalqualität des gemessenen Differenzdrucks besser.
[0044] Das hier vorgestellte Verfahren zur Steuerung einer Setzmaschine eignet sich zur
Trennung von Kohle und Berge oder zur Trennung von Eisenerz und Silikatverunreinigungen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0045]
- 10
- Setzmaschine
- 100
- Leitung
- 110
- Differenzdruckgebers
- 120
- Leitung
- 15
- Setzkammer
- 151
- Flüssigkeitspegel
- 152
- Setzbett
- 155
- Hub
- 20
- Luftkammer
- 201
- Flüssigkeitspegel
- 205
- Hub
- 208
- Schwingungsweg
- 210
- Schwingungsweg
- 25
- Blech
- 30
- Lufteinlass
- 35
- Druckluftzuleitung
- 40
- Ventil
- 45
- Drucklufttank
- 50
- Ventil
- 60
- Sieb
1. Verfahren zur Steuerung des Flüssigkeitshubs (151) einer pneumatisch betriebenen Setzmaschine
(10) zur Trennung von Mineralgemischen, wobei die Setzmaschine (10) eine Luftkammer
(20) und eine Setzkammer (15) mit darüber angeordnetem Setzbett (152) aufweist und
wobei der Hub (151) der in der Setzmaschine (10) verwendeten Flüssigkeit abhängig
ist von der Lufteinlasszeit in die Luftkammer (20),
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- Messen des Differenzdruckes zwischen dem Druck in der Luftkammer (20) und dem Druck
in der Flüssigkeitssäule in der Setzkammer (15),
- Steuern der Lufteinlasszeit in Abhängigkeit von dem gemessenen Differenzdruck.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Druck in der Luftkammer (20) im Bereich der Flüssigkeit oder im Bereich des Lufteinlasses
(30) gemessen wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zeitpunkte für die Lufteinlasszeit bestimmt werden durch ein prädiktives Modell
des Differenzdruckverlaufs, wobei eine Abweichung vom prädiktiven Modell Anlass zur
Änderung der Lufteinlasszeiten ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lufteinlasszeit dann verlängert wird, wenn der aktuelle gemessene Differenzdruck
den durch das prädiktive Modell zum Messzeitpunkt berechneten Druck unterschreitet
und dass die Lufteinlasszeit dann verkürzt wird, wenn der aktuelle gemessene Differenzdruck
den durch das prädiktive Modell zum Messzeitpunkt berechneten Druck überschreitet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der gemessene Differenzdruck zeitlich gedämpft wird, wobei Vorzugsweise die Dämpfungsintensität
synchron mit der Hubfrequenz des Flüssigkeitspegels (151) in der Setzmaschine (10)
variiert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lufteinlasszeit frühestens dann begonnen wird, wenn die Differenz aus dem absoluten
Druck in der Luftkammer (20) am Ende eines vorhergehenden Zyklus und dem aktuellen
Druck in der Luftkammer (20) Null beträgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lufteinlasszeit spätestens dann beendet wird, wenn die Differenz aus dem absoluten
Druck in der Luftkammer (20) am Ende eines vorhergehenden Zyklus und dem aktuellen
Druck in der Luftkammer (29) einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz des Lufteinlasses dann verringert wird, wenn ein Frequenzanteil im zeitlichen
Verlauf des Differenzdrucks detektiert wird, dessen Anteil einen vorbestimmten Wert
überschreitet und dessen Frequenz höher ist als die Frequenz des Lufteinlasses.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz des Lufteinlasses dann erhöht wird, wenn nach Beendigung des Luftauslasses
der Differenzdruck einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
10. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 auf die Trennung von Kohle
und Berge oder auf die Trennung von Eisenerz und Silikatverunreinigungen.
1. A method for controlling the liquid stroke (151) of a pneumatically driven jigging
machine (10) for separating mineral mixtures, wherein the jigging machine (10) comprises
an air chamber (20) and a jigging chamber (15) with a jig bed (152) disposed over
the latter and wherein the stroke (151) of the liquid used in the jigging machine
(10) is dependent on the air admission time into the air chamber (20),
characterized by the following steps:
- measuring of the differential pressure between the pressure in the air chamber (20)
and the pressure in the liquid column in the jigging chamber (15),
- controlling the air admission time as a function of the measured differential pressure.
2. The method according to claim 1,
characterized in that
the pressure in the air chamber (20) is measured in the region of the liquid or in
the region of the air admission (30).
3. The method according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that
the time points for the air admission time are determined by a predictive model of
the differential pressure curve, wherein a divergence from the predictive model gives
rise to the change in the air admission times.
4. The method according to claim 3,
characterized in that
the air admission time is lengthened when the current measured differential pressure
falls below the pressure calculated by the predictive model at the time of measurement
and that
the air admission time is shortened when the current measured differential pressure
exceeds the pressure calculated by the predictive model at the time of measurement.
5. The method according to any one of claims 1 to 4,
characterized in that
the measured differential pressure is temporally attenuated, wherein the intensity
of the attenuation is preferably varied in synchrony with the stroke frequency of
the liquid level (151) in the jigging machine (10).
6. The method according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that
the air admission time is started at the earliest when the difference between the
absolute pressure in the air chamber (20) at the end of a preceding cycle and the
current pressure in the air chamber (20) amounts to zero.
7. The method according to any one of claims 1 to 6,
characterized in that
the air admission time is ended at the latest when the difference between the absolute
pressure in the air chamber (20) at the end of a preceding cycle and the current pressure
in the air chamber (29) falls below a predetermined limiting value.
8. The method according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that
the frequency of the air admission is reduced when a frequency component in the temporal
course of the differential pressure is detected, whereof the component exceeds a predetermined
value and whereof the frequency is higher than the frequency of the air admission.
9. The method according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that
the frequency of the air admission is increased when, after the end of the air exit,
the differential pressure exceeds a predetermined limiting value.
10. Use of the method according to any one of claims 1 to 9 for the separation of coal
and mining waste or for the separation of iron ore and silicate impurities.
1. Procédé de commande du levage de liquide (151) d'un bac à piston (10) actionné pneumatiquement
pour séparer des mélanges de minéraux, dans lequel le bas à piston (10) présente une
chambre d'air (20) et une chambre à crible (15) avec un lit de crible (152) déposé
par-dessus et dans lequel la levage (151) du liquide employé dans le bac à piston
(10) dépend du temps d'entrée d'air dans la chambre d'air (20),
caractérisé par les étapes suivantes consistant à :
- mesurer la différence de pression entre la pression dans la chambre d'air (20) et
la pression dans la colonne de liquide dans le bac à piston (15),
- commander le temps d'entrée d'air en fonction de la différence de pression mesurée.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la pression dans la chambre d'air (20) au mesurée au niveau du liquide ou au niveau
de l'entrée d'air (30).
3. Procédé selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les points temporels du temps d'entrée d'air sont déterminés par un modèle prédictif
de la courbe de différence de pression, dans lequel un écart par rapport au modèle
prédictif est un motif de modification des temps d'entrée d'air.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le temps d'entrée d'air est prolongé quand la différence de pression actuelle mesurée
reste en dessous de la pression calculée au point temporel de mesure par le modèle
prédictif et en ce que
le temps d'entrée d'air est raccourci quand la différence de pression actuelle mesurée
dépasse la pression calculée au point temporel de mesure par le modèle prédictif.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la différence de pression mesurée est amortie temporellement, dans lequel de préférence
l'intensité d'amortissement est variée dans le bac à piston (10) de manière synchrone
à la fréquence de levage du niveau de liquide (151).
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le temps d'entrée d'air commence au plus tôt, quand la différence entre la pression
absolue dans la chambre d'air (20) à la fin d'un cycle prescrit et la pression actuelle
dans la chambre d'air (20) s'élève à zéro.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le temps d'entrée d'air se termine au plus tard, quand la différence entre la pression
absolue dans la chambre d'air (20) à la fin d'un cycle prescrit et la pression actuelle
dans la chambre d'air (29) dépasse une valeur limite prescrite.
8. Procédé selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la fréquence de l'entrée d'air est diminuée, quand une fraction de fréquence dans
le cours temporel de la différence de pression est détectée, dont la fraction dépasse
une valeur prédéterminée et donc la fréquence est lus haute qua la fréquence de l'entrée
d'air.
9. Procédé selon une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
la fréquence de l'entrée d'air est augmentée, quand après la fin de l'échappement
d'air la différence de pression dépasse une valeur limite prédéterminée.
10. Utilisation du procédé selon une des revendications 1 à 9 pour la séparation des charbons
et minerais et pour la séparation du minerai de fer et des impuretés du silicate.