1. Technisches Umfeld
[0001] Mit Zeichengeräten in Form von geraden Linealen und Dreiecken werden zunächst gerade
Striche gezeichnet. Mit geeigneten Skalen auf den Zeichengeräten werden darüber hinaus
auch Abstände gemessen. Zusätzlich weisen Zeichengeräte vorzugsweise in transparenter
dreieckiger Form optische Hilfen auf, so dass sie auch zum Messen und Zeichnen von
Winkeln und zum direkten Zeichnen paralleler Linien genutzt werden. Mit geeigneten
Konturen werden mit gekrümmten Zeichengeräten auch Kurven und Formen reproduzierbar
erstellt.
[0002] Werkzeuggebundene Produktionsverfahren in hohen Stückzahlen führen zu einer nahezu
standardisierten Formgebung der Zeichengeräte, bei denen die Kanten zu den am Rand
befindlichen Skalen optional angeschrägt und Griffe zum Aufheben und Verschieben der
Zeichengeräte realisiert sind.
2. Stand der Technik
[0003] Die ursprünglichen, mit einfachsten Werkzeugen herstellbaren Holz-Zeichenhilfen,
die im einfachsten Fall lediglich zum Erstellen einfacher Linien wie Unterstreichungen
genutzt werden konnten, haben sich zu anspruchsvollen transparenten Zeichengeräten
mit aufwändigen Skalen entwickelt, die eine Reihe von zusätzlichen Funktionen und
Anforderungen erfüllen.
[0004] Mit der Umstellung von Holz auf Kunststoff stellen Zeichengeräte verzugsfreie formstabile
Gebrauchsgüter dar.
[0005] Durch die Transparenz der eingesetzten Werkstoffe können die aufgedruckten Skalen
zweidimensional und ohne nennenswerte Parallaxefehler genutzt werden. Neben der damit
gewonnenen Übersicht, sind auch Zusatzfunktionen, wie das direkte Erzeugen paralleler
Linien mit Hilfe eines auf die Zeichengeräte aufgedruckten Rasters möglich geworden.
[0006] Die handelsüblichen Zeichengeräte erfüllen sowohl hohe mechanische Anforderungen
bezüglich Bruch- und Kratzfestigkeit als auch hohe Oberflächenqualitäten und damit
hohe optische Anforderungen.
[0007] Parallel dazu hat sich die Qualität der Bedruckung bezüglich Kontrast, Mehrfarbigkeit
, Genauigkeit und mechanischer Festigkeit entwickelt, so dass die handelsüblichen
Zeichengeräte bei sachgemäßem Gebrauch langlebige Gebrauchsgüter darstellen.
[0008] Ein von einem Rand eines Zeichengerätes geführter Stift weist eine paralaxenartige
Differenz zwischen der Kante des Zeichengerätes und der von ihr geführten Stiftmitte
auf, die mit zunehmender Dicke des Zeichengerätes zunimmt und sich je nach Stiftneigung
verändert. Dieser, von der Höhe des stiftführenden Randes abhängigen Differenz, kann
entgegengewirkt werden, indem die Höhe des Zeichengerätes reduziert wird. Damit wird
der Rand des Zeichengerätes empfindlicher, da es leicht bricht. Um ein solides Zeichengerät
mit einer geringen stiftführenden Höhe des Randes zu erhalten, sind bei hochwertigeren
Zeichengeräten die Ränder in ihrer stiftführenden Funktion optimiert, indem die Kanten
zwischen Führungsflächen und Oberfläche des Zeichengerätes eine Fase von ca. 30° aufweisen.
[0009] Zeichengeräte werden mit unterschiedlichen Griffen zum Aufheben und Verschieben der
Zeichengeräte angeboten.
[0010] Handelsübliche Zeichengeräte erzeugen mit Abstandsnocken an den Führungsflächen einen
Abstand zum Papier, der als Tuschekante bezeichnet wird.
[0011] Obwohl die manuelle Zeichenarbeit im industriellen und grafischen Bereich zunehmend
von Zeichenprogrammen ersetzt wird, gibt es einen breiten Anwendungsbedarf von Zeichengeräten
im häuslichen und schulischen Bereich. Anwender sind damit vermehrt Schüler und ältere
Menschen.
[0012] Mit dem Gebrauchsmuster
DE 93 08 287 U1 ist eine Anmeldung bekannt, welche die Ablesbarkeit der Winkeiskalen durch farbliche
Unterlegungen verbessert.
[0013] Mit der
DE 197 47 193 A1 wird ein Zusatznutzen erreicht, indem das Zeichengerät als Zirkel nutzbar ist.
[0014] Weiter ist aus der Patentanmeldung
US 2004/0035011 A1 ein Messgerät mit einer Diodenlichtquelle bekannt, bei dem die Lichtquelle in einem
Teil des Messinstrumentes integriert ist, welches jedoch keine sinnvolle Lösung zur
Beleuchtung der Skalen darstellt.
[0015] Weiter ist aus dem
DE 2915891 Patent ein Kopf einer Zeichenmaschine bekannt, der in den Zeichenkopf endende Lineale
beleuchtet. Dabei wird eine elektrische Lampe zur Beleuchtung der im Bereich der Lineallängskanten
liegenden Zeichenflächen über Lichtleiter mit den lichtleitend ausgebildeten Linealen
verbunden,
[0016] Weiter ist aus dem
US 7.134,214 Patent in Fischmessgerät mit einer undurchsichtigen Bedruckung bekannt, bei dem eine
Leuchtdiode das Lineal beleuchtet. Für dieses Erfindung steht die einfache Handhabung
bei der Fischlängenermittlung in einem schwankenden Boot im Vordergrund. Die undurchsichtige
Bedruckung und ein planer Reflektor werden zur Reflektion des Lichtes genutzt, um
die Länge eines daraufzulegenden Fisches schnell zu ermitteln.
[0017] Weiter ist aus der
DE 514930 ein Zeichengerät bekannt, das die Schattenbildung durch das Zeichengerät mit einer
geeigneten Kerbe in der Oberseite des Zeichengerätes vermeidet, indem sie die Durchleitung
des Lichtes durch das transparente Zeichengerät ermöglicht.
[0018] Weiter sind aus der
JP 11254886 Zeichengeräte bekannt, in denen mit Hilfe der Fähigkeit von Fluoreszenz - Farbstoffen
wie "Perylen" an den Plattenrändem Licht konzentriert wird. Diese Zeichengeräte funktionieren
wie Kollektoren, die mit den großen glatten Hauptflächen Licht sammeln und dieses
an den Plattenaußenkanten konzentrieren, indem es von diesen konzentrisch abstrahlt.
Sogar Kanten von Öffnungen oder andere Strukturen, die in einen Fluoreszenz - Kollektor
eingebracht werden, erscheinen selbstleuchtend, jedoch nur im Verhältnis zu der jeweiligen
Kollektorfläche.
[0019] Weiter ist aus der
DE 2645202 ein Lineal bekannt, bei dem mit optischen Hilfen Zeilen leichter erkennbar sind,
indem die benachbarten Bereiche durch Drucken oder Ätzen teiltransparent in ihrer
Durchsichtigkeit reduziert sind.
[0020] Weiter ist aus der
DE 10 2007 061 145.7-62 ein Zeichengerät bekannt, dass die lichtleitenden Eigenschaften eines Zeichengerätkörpers
in Verbindung mit lichtstarken und leistungsarmen Leuchtmitteln durch eine entsprechende
Formgestaltung und Anordnung so nutzt, dass die den Stift führenden Führungsflächen
und die abzulesenden Skalen gezielt beleuchtet werden. Dabei werden die den Stift
führenden Führungsflächen deutlich stärker beleuchtet als die abzulesenden Skalen.
3. Aufgabe
[0021] Die erfindungsgemäße Aufgabenstellung ist es, ein beleuchtetes Zeichengerät, so zu
verbessem, dass
- 1. eine verbesserte Lichtausnutzung erreicht wird, indem mehr Licht die Skalen erreicht,
- 2. die Ablesbarkeit der beleuchteten Skalen nicht durch zu stark beleuchtete Führungsflächen
beeinträchtigt wird und/oder
- 3. die Beleuchtungsbreite vergrößert wird, ohne die Lichtintensität der beleuchteten
Skalen zu verringern und/oder
- 4. die Beleuchtungsintensität der beleuchteten Skalen vergrößert wird, ohne die Beleuchtungsbreite
der Skalen zu verringern und/oder
- 5. die Führungsflächen mechanisch stabiler zu gestalten, ohne die Beleuchtung der
Skalen zu verschlechtern und/oder
- 6. die Außenbereiche des Zeichengeräts gleichmäßige dünnere Wandstärke aufweisen als
der zentrale mittlere Bereich, um einen verzugsarmen massereduzierten Zeichengerätkörper
zu erhalten.
4.Lösung
[0022] Die Aufgabe, ein
Zeichengerät zum Zeichnen von Linien und Kurven mit einem Zeichengerätkörper
(1), der mit seiner Unterseite
(1a) auf einer Unterlage platzierbar ist, der wenigstens eine gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigte Oberseite
(1b), eine zwischen der Unterseite
(1a) und der Oberseite
(1b) erstreckende Führungsfläche
(1c) zum Führen eines Schreibzeuges, in dem sich das Licht eines Leuchtmittels
(3) zwischen der Unterseite
(1a) und der Oberseite
(1b), in Richtung der Führungsfläche
(1c) und Skalen
(1g) ausbreitet, zu verbessern, wird gelöst;
- 1. indem eine flacher Neigungswinkel (α) gewählt wird, der größer als 0° vorzugsweise
größer als 5° und kleiner als 25° ist.
- 2. indem innerhalb des Zeichengerätkörpers (1) das in Richtung einer Führungsfläche (1c) oder einer Skala (1g) ausbreitende Licht mindestens eines strahlungscharakterisfikbehafteten Leuchtmittels
(3) in eine Hauptstrahlrichtung (3c) gerichtet ist, so dass der, die Hauptstrahlrichtung (3c) bestimmende Hauptstrahlrichtungshöhenwinkel (γ), gleich oder größer als 0° und vorzugsweise
kleiner als 30° ist.
- 3. indem eine beleuchtungsrichtungsgerechte Gestaltung gewählt wird, insbesondere indem
- a. die Unterseite (1a) mindestens eine Kerbe (1e) aufweist,
- b. die geneigten Oberseiten (1b) durch Vergrößerung des Neigungswinkel um einen zusätzlichen Neigungswinkel (β) im
äußeren Bereich mindestens eine zusätzliche Außenfase (1f) aufweist oder
- c. die geneigten Oberseiten (1b) durch Reduzierung des Neigungswinkel um einen zusätzlichen Neigungswinkel (β) im
äußeren Bereich mindestens eine zusätzliche Außenfase (1f) aufweist, die vorzugsweise parallel zu Unterseite(1a) ist.
[0023] Das sich in der Draufsicht gesehen in Richtung der Führungsfläche
(1c) und Skalen
(1g) mit einem Hauptstrahlrichtungshöhenwinkel (γ) zwischen der Unterseite
(1a) und der Oberseite
(1b) in Hauptstrahlrichtung
(3c) ausbreitende Licht kann direkt von einem in Hauptstrahlrichtung
(3c) ausgerichteten Leuchtmittel
(3) erzeugt werden oder auch indirekt durch entsprechende Reflektionsflächen in die Hauptstrahlrichtung
(3c) umgelenkt werden.
[0024] Die Unterseite
(1a) des Zeichengerätkörpers
(1) weist mindestens eine Kerbe
(1e) auf, welche die Führungsfläche
(1c) beschattet und vorzugsweise mit ihrer, dem Leuchtmittel
(3) zugewandten Kerbenflächen
(1ei) einen Anteil des sich im Zeichengerätkörpers
(1) ausbreitenden Lichtes nach oben auslenkt, wo das Licht von den Oberflächen des Zeichengerätkörpers
(1) reflektiert zurück zu den Skalen
(1g) geführt wird.
[0025] Die Neigung der dem Leuchtmittel zugewandten Kerbenflächen
(1ei) bestimmende Kerbenwinkel (α'), die Kerbenhöhe
(HK) und der Randabstand (X) der Kerbe werden so gewählt, dass sich die Beleuchtungsbreite
der beleuchteten Skalen vergrößert, ohne dass die Beleuchtungsintensität der beleuchteten
Skalen verringert wird.
[0026] Der die Neigungen der dem Leuchtmittel zugewandten Kerbenflächen
(1ei) bestimmenden Kerbenwinkel (α'), eine Kerbehöhe
(Hk) und ein Randabstand
(X) der Kerbe kann so gewählt werden, dass sich die Beleuchtungsintensität der beleuchteten
Skalen vergrößert.
[0027] Bei einer vorteilhaften Wahl der Kerbenhöhe
(Hk) ist diese gleich groß wie die rechnerischen Höhe
(Y).
[0028] Die Neigung der dem Leuchtmittel abgewandten Kerbenflächen
(1eii) bestimmende Kerbenwinkel (α") ist vorzugsweise gleich groß, wie der Neigungswinkel
(α). Die dem Leuchtmittel abgewandten Kerbenflächen
(1eii) sind damit parallel zu den jeweils gegenüberliegenden geneigten Oberseiten
(1b). Damit wird der Zeichengerätkörper
(1) verzugsarm gestaltet, indem die Außenbereiche eine gleichmäßige dünnere Wandstärke
aufweisen als der zentrale mittlere Bereich. Die Masse des Zeichengerätkörpers wird
damit verringert.
[0029] Ein Zeichengerät mit einem Zeichengerätkörper
(1) weist zwischen einer Oberseite
(1b) und einer Führungsfläche
(1c) eine zusätzliche Außenfase
(1f) auf, die gegenüber der Unterseite
(1a) um einen zusätzlichen Außenfasenwinkel (β)
stärker geneigt ist, als eine geneigte Oberseite
(1b), so dass durch eine Reflektion im oberen Bereich einer Außenfasenfläche
(1f) eine Doppelbeleuchtung der zugeordneten Führungsfläche
(1c) verringert und die Skalen im äußeren Bereich zusätzlich beleuchtet werden.
[0030] Eine Mehrfacherzeugung einer Außenfase an die Außenfasenfläche
(1f), führt zu einer kontinuierlich gekrümmten Außenfasen deren Neigungswinkel zu den
Führungsflächen
(1c) nach außen hin größer wird.
[0031] Ein Zeichengerät mit einem Zeichengerätkörper
(1) weist zwischen einer Oberseite
(1b) und einer Führungsfläche
(1c) eine zusätzliche Außenfase
(1f) auf, die gegenüber der Unterseite
(1a) um einen Außenfasenwinkel (β)
schwächer geneigt ist, als eine geneigte Oberseite
(1b), so dass je nach Beleuchtungsrichtung der Nutzwert des Zeichengerates verbessert
wird.
[0032] Bei einer Beleuchtungsrichtung, bei der die Skalen
(1g) größtenteils direkt ohne Umlenkung an den geneigten Oberseiten
(1b) beleuchtet werden, ist eine Gestaltung bei der mindestens eine Außenfase
(1f) die gegenüber der Unterseite
(1a) um einen Außenfasenwinkel (β)
schwächer geneigt ist, als eine Oberseite
(1b), von wesentlicher Bedeutung zur Stabilisierung der Führungsflächen
(1c)
[0033] Bei einer Beleuchtungsrichtung, bei der die Skalen
(1g) größtenteils indirekt durch eine Umlenkung an den geneigten Oberseiten
(1b) beleuchtet werden, verringert mindestens eine Außenfase
(1f) die gegenüber der Unterseite
(1a) um einen Außenfasenwinkel (β)
stärker geneigt ist, als die Oberseite
(1b), eine doppelte Beleuchtung der Führungsfläche
(1c).
[0034] Die drei beschriebenen Wirkprinzipe
- 1. Reflektionskerben (1e) in der Unterseite (1a),
- 2. Zusätzliche Außenfasen (1f) durch Vergrößerung der Neigungswinkel im äußeren Bereich der geneigten Oberseiten
(1b) und
- 3. Zusätzliche Außenfasen (1f) durch Verkleinerung der Neigungswinkel im äußeren Bereich der geneigten Oberseiten
(1b)
können sinnvoll kombiniert werden.
5. Beschreibung der Zeichnungen
[0035] Ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten Oberseite
(1b) weist
- in der (Fig.1a) eine ebene Oberseite (1b),
- in den Figuren (Fig.1b) und (Fig.1c) eine gegenläufig gewölbte Oberseite (1b),
- in der Figur (Fig. 1d) eine konvexe Oberseite (1b) und
- in der (Fig. 1e) eine konkave Oberseite (1b)
auf.
[0036] Ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten Oberseite
(1b) weist in der
(Fig. 2) eine Hauptstrahlrichtung
(3c) des Lichtes, welches sich in Richtung der Skalen
(1g) oder Führungsflächen
(1c) ausbreitet auf, die annähernd parallel zur Oberseite
(1b) ist.
[0037] Ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite (1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten
Oberseite
(1b) weist in der
(Fig. 3) eine Hauptstrahlrichtung
(3c) des Lichtes, welches sich in Richtung der Skalen
(1g) oder Führungsflächen
(1c) ausbreitet auf, die annähernd parallel zur Unterseite
(1a) ist.
[0038] Ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten Oberseite
(1b) weist in der
(Fig. 4) eine zur Unterseite
(1a) parallele Oberfläche
(1d) auf, so dass sich die Oberseite
(1b) wie eine Fase zwischen der parallelen Oberfläche
(1d) und der Führungsfläche
(1c) aufspannt.
[0039] Mit der
(Fig. 5) wird ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten Oberseite
(1b), gezeigt, der in der Unterseite
(1a) eine annähernd parallel zur Führungsfläche
(1c) verlaufende Kerbe
(1e) aufweist.
[0040] Mit der
(Fig. 6) wird ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten Oberseite
(1b), gezeigt, der in der Unterseite
(1a) eine V-förmige Kerbe
(1e) mit
- einer der Hauptstrahlrichtung (3c) zugewandten Kerbfläche (1ei) und
- einer der Hauptstrahlrichtung (3c) abgewandten Kerbfiäche (1eil)
aufweist.
[0041] Mit der
(Fig. 7) wird ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten Oberseite
(1b), gezeigt, der zwischen einer geneigten Oberseite
(1b) und einer Führungsfläche
(1c) eine Außenfase
(1f) aufweist, die gegenüber der Unterseite
(1a) um einen zusätzlichen Außenfasenwinkel (β) stärker geneigt ist, als die zugehörige
geneigte Oberseite
(1b), so dass bei einer Hauptstrahlrichtung
(3c) die annähernd parallel zur Unterseite
(1a) ist, durch Reflektion des Lichtes an der zusätzlich geneigten Außenfase
(1f) der äußeren Bereich der Skalen
(1g) zusätzlich beleuchtet wird.
[0042] Ein Zeichengerätkörper
(1) mit einer ersten, gegenüber der Unterseite
(1a) um einem Neigungswinkel (α) geneigten Oberseite
(1b) und einer Hauptstrahlrichtung
(3c) des, von einem Leuchtmittel
(3) ausgehenden Lichtes, die annähernd parallel zur Unterseite
(1a) ist, wird das Licht den Führungsflächen
(1c) und den abzulesenden Skalen
(1g) wie in
(Fig. 8) dargestellt wie folgt zugeführt:
- 1. Das Licht unterhalb der Führungsflächenhöhe (H) beleuchtet die Führungsflächen (1c) direkt.
- 2. Das Licht oberhalb der Führungsflächenhöhe H und unterhalb der Höhe (Y) und beleuchtet die Führungsflächen (1c) zusätzlich durch Reflektion an der Oberseite (1b) indirekt.
- 3. Das Licht oberhalb der Höhe (Y) beleuchtet die Skalen (1g) durch Reflektion an der Oberseite (1b) indirekt.
[0043] Die
(Fig. 8) stellt eine Lichtkonzentration an einer direkt und indirekt angestrahlten Führungsfläche
(1c) dar.
[0044] Die
(Fig.9) zeigt beispielhaft einen lichtleitenden Zeichengerätkörper
(1), der mit einer Hauptstrahlrichtung
(3c) des, von einem Leuchtmittel
(3) ausgehenden Lichtes, die annähernd parallel zur Unterseite
(1a) ist, von innen nach außen hinreichend gleichmäßig mit Licht beaufschlagt wird, bei
dem die direkte als auch die indirekte Beleuchtung der Führungsflächen
(1c) durch den parallele Anteil des Lichtes vermieden wird, indem eine vorzugsweise V-förmige
Kerbe
(1e) in der Unterseite
(1a) des Zeichengerätkörpers
(1) dieses Licht ausschließlich den
Skalen
(1g) zuführt:
- 1. Das Licht unterhalb der Höhe (Y) beleuchtet die Skalen (1g) indirekt, indem das an einer zugewandten Kerbflächen (1ei) reflektierte Licht unter dem Winkel 2*α zur Oberfläche des Zeichengerätkörpers (1a) gelangt und so reflektiert, dass die Skalen zusätzlich auf der Beleuchtungsbreite
(BK) beleuchtet werden.
- 2. Das Licht oberhalb der Höhe (Y) beleuchtet die Skalen (1g) auf der Beleuchtungsbreite (BF) durch Reflektion an einer geneigten Oberseite (1b) indirekt.
[0045] In
(Fig. 10) wird ein Ausführungsbeispiel im Halbschnitt gezeigt, bei der die Hauptstrahlrichtung
(3c) des, von mindestens einem Leuchtmittel
(3) ausgehenden Lichtes annähernd parallel zur der geneigten Oberseite
(1b) ist.
[0046] Bei der in
(Fig. 11) beispielhaft dargestellten Zeichengerätkörper
(1) mit beleuchteten Skalen (1g) und V-förmig Kerbenflächen
(1ei) und
(1eii) wird die vorteilhafte Ausgestaltung sichtbar, die zu einem verzugsarmen Spritzgussartikel
führt indem gegenüber dem Zentrum des Zeichengerätes die Randbereiche des Zeichengerätes
gleichmäßig in ihrer Wandstärke reduziert werden, was auch zu einer Materialeinsprung
führt.
[0047] Ein beleuchtetes Zeichengerätes ist in
(Fig.12) in einem Ausführungsbeispiel als Explosionszeichnung dargestellt, bei dem das in
den Zeichengerätkörper
(1) eingeleitete Licht durch entsprechende Reflektionsflächen in eine Hauptstrahlrichtung
(3c) umgelenkt wird, so dass es sich annähernd parallel zur Unterseite
(1a) zu den Skalen
(1g) und Führungsflächen
(1c) ausbreitet um an den erfindungsgemäß um ca. 15° geneigte Oberseiten
(1b) reflektiert zu einer verbesserten Ausleuchtung der Skalen
(1g) zu führen,
6. Bezugszeichenliste
[0048]
Zeichengerätkörper (1)
Unterseite (1a)
geneigte Oberseite (1b)
Neigungswinkel (α)
Führungsfläche (1c)
Führungsflächehöhe (H)
parallele Oberfläche (1d)
Kerbe (1e)
rechnerische Kerbenhöhe (Y)
reale Kerbenhöhe (HK)
rechnerischer Randabstand der Kerbenmitte (X)
realer Randabstand der Kerbenmitte (LK)
dem Leuchtmittel zugewandte Kerbenfläche (1ei)
dem Leuchtmittel abgewandte Kerbenfläche (1eii)
zusätzliche Außenfasen (1f)
zusätzlicher Außenfasenwinkel (β)
Skalen (1g)
Beleuchtungsbreite durch Direkteinstrahlung (BD)
Beleuchtungsbreite durch Fasenreflektion (BF)
Beleuchtungsbreite durch Kerbflächenreflektion (BK)
Beleuchtungsaufnahme (2)
Leuchtmittel (3)
Minus-Leiter (3a)
Plus-Leiter (3b)
Hauptstrahlrichtung(3c)
Hauptstrahlrichtungshöhenwinkel (γ)
Klemmstück (4)
elektrischer Energiespeicher (5)
Griff (6)
Feder (6a)
Befestigungselement (7)
1. Zeichengerät zum Zeichnen von Linien oder Kurven oder Linien und Kurven mit einem
flachen, lichtdurchlässigen Zeichengerätkörper (1), der eine Unterseite (1a) zum Platzieren auf einer Unterlage, wenigstens eine erste, der gegenüber der Unterseite
(1a) um einen Neigungswinkel (α) geneigte Oberseite (1b), eine zwischen der Unterseite (1a) und der Oberseite (1b) erstreckende Führungsfläche (1c) zum Führen eines Schreibzeuges und ein Leuchtmittel (3) aufweist, dessen Licht sich zwischen der Unterseite (1a) und der Oberseite (1b) in Richtung der Führungsfläche (1c) ausbreitet, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel (α) größer als 0° und kleiner als 25° ist.
2. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die geneigte Oberseite (1b) gewölbt ist.
3. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die geneigte Oberseite (1b) eben ist.
4. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptstrahlrichtung (3c) des von mindestens einem Leuchtmittel (3) erzeugten Lichtes, annähernd parallel zur Unterseite (1a) ist.
5. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptstrahlrichtung (3c) des von mindestens einem Leuchtmittel (3) erzeugten Lichtes, annähernd parallel zur Oberseite (1b) ist.
6. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das, sich in dem Zeichengerätkörper (1) ausbreitende Licht von wenigstens einem, in Hauptstrahlrichtung (3c) angeordneten Leuchtmittel (3) direkt erzeugt wird.
7. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das, sich in dem Zeichengerätkörper (1) ausbreitende Licht welches von wenigstens einem Leuchtmittel (3) erzeugt wird, indem es durch entsprechende Reflektionsflächen in die Hauptstrahlrichtung
(3c) umgelenkt wird.
8. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass der Zeichengerätkörper (1) eine zu der Unterseite (1a) parallele Oberfläche (1d) aufweist, so dass sich die Oberseite (1a) wie eine Fase zwischen der parallelen Oberfläche (1d) und der Führungsfläche (1c) aufspannt.
9. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (1a) des Zeichengerätkörpers(1) wenigstens eine Kerbe (1e) aufweist, die annähernd parallel zu der Führungsfläche (1c) verläuft.
10. Zeichengerät nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Kerbe (1e) an der Unterseite des Zeichengerätes (1a) V-förmige ist indem sie eine, der Hauptstrahlrichtung (3c) zugewandte Kerbenfläche (1ei) und eine, der Hauptstrahlrichtung (3c) abgewandte Kerbenfläche (1eii) aufweist.
11. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Zeichengerätkörper (1) zwischen der geneigten Oberseite (1b) und der Führungsfläche (1c) wenigstens eine zusätzliche Außenfase (1f) aufweist, die gegenüber der Unterseite (1a) um einen zusätzlichen Außenfasenwinkel (β) stärker geneigt ist, als die geneigte
Oberseite (1b).
12. Zeichengerät nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Zeichengerätkörper (1) zwischen der geneigten Oberseite (1b) und der Führungsfläche (1c) wenigstens eine zusätzliche Außenfase (1f) aufweist, die gegenüber der Unterseite (1a) um einen zusätzlichen Außenfasenwinkel (β) schwächer geneigt ist, als die geneigte
Oberseite (1b).
13. Zeichengerät nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass eine schwächer geneigte zusätzliche Außenfase (1f) gegenüber der Unterseite (1a) wenigstens annähernd parallel ist.
14. Zeichengerät nach einem der Ansprüche 11 und 12 dadurch gekennzeichnet, dass der Übergang von der geneigten Oberseite (1b) zu der zusätzliche Außenfase (1f) als kontinuierlich stetige Krümmung ausgeführt ist.