[0001] Die Erfindung betrifft ein Ringmesser für mehrteilige, aus stationären Lochscheiben
und zumindest einem rotierenden Messer bestehende Schneidsätze von Zerkleinerungsmaschinen,
insbesondere für Fleischwölfe und dergleichen, umfassend einen eine Zuströmseite und
eine Abströmseite aufweisenden Messerkörper mit einer Nabe und einem Außenring sowie
mehreren sich zwischen Nabe und Außenring erstreckenden, Messerklingen tragenden Vollmesserbalken,
die zusammen mit dem Außenring und der Messernabe Messerräume begrenzen, sowie ebenfalls
Messerklingen tragenden Teilmesserbalken, die sich ausgehend vom Außenring in die
Messerräume erstrecken. Ferner ist die Erfindung auf Zerkleinerungsmaschinen mit derartigen
Ringmessern gerichtet.
[0002] Aus der
DE 43 01 787 sind Ringmesser für Zerkleinerungsmaschinen, insbesondere Fleischwölfe, mit einfachen
oder mehrteiligen Schneidsätzen bekannt, deren Messerbalken mit Messerklingen versehen
und fest mit einem Außenring und der Nabe des Messers, Zwischenräume in Form von Messerräumen
bildend, verbunden sind. Die Besonderheit dieser auch als Ringmesser bezeichneten
Messer besteht darin, dass in dem Zwischenraum hängende, zum Messermittelbereich gerichtete
Messerklingen fest am Außenring angeordnet sind. Derartige Ringmesser arbeiten in
Schneidsätzen mit feststehenden Lochscheiben zusammen, wobei von Vorteil ist, dass
insbesondere beim Wolfen von Fleisch bis zu 80% des von der Arbeitsschnecke eines
Fleischwolfes geförderte Verarbeitungsgut auf den Außenbereich der Lochscheibe gepresst
wird und durch die am Außenring befestigten und nur im äußeren Bereich der Lochscheibe
wirksamen hängenden Messerklingen eine höhere Durchsatzleistung erzielt wird, d.h.
eine Vergleichmäßigung des Durchsatzes durch die Lochscheibe erreicht wird.
[0003] Aus der
DE 32 15 950 A1 ist ein Schneidsatz für Fleischwölfe mit einem Ringmesser bekannt, bei dem ausschließlich
durchgehende, d.h. sich vom Nabenbereich bis zum Außenring erstreckende Messerklingen
vorgesehen sind. Die Messerbalken, die die Schneidmesser tragen, sind in Drehrichtung
vor dem jeweiligen Schneidmesser liegend mit schrägen Schubflächen für das Schneidgut
versehen, wobei diese Schubflächen dazu dienen, das zugeführte Schneidgut vollständig
zu erfassen und zuverlässig durch die nachfolgende Lochscheibe hindurchzudrücken.
Dabei soll erreicht werden, dass auch weiche und/oder fette Fleischsorten möglichst
gering erwärmt werden, um die Durchgangsleistung des Fleischwolfes zu erhöhen.
[0004] Bei Zerkleinerungsvorrichtungen mit Schneidsätzen aus Messern und Lochscheiben läuft
der Vorgang der Zerkleinerung zumindest in zwei Phasen ab.
[0005] In einer Grobzerkleinerungsphase nimmt die erste Lochscheibe ("Eintrittslochscheibe"
oder "Groblochscheibe") mit vergleichsweise großen Öffnungen den jeweiligen Rohstoff
in großstückiger, mechanisch kompakter Form auf und es wird an der austritts- bzw.
abströmseitigen Seite der Lochscheibe mit den dieser Seite zugewandten Messerklingen
mittels Scherwirkung eine Grobzerkleinerung des Rohstoffes vorgenommen. Der Schervorgang
wird durch das Zusammenwirken der Messerklingen mit den Kanten der Lochscheibenbohrungen
bewirkt. Bei diesem Vorgang treten infolge der stofflichen Kompaktheit des Rohstoffes
große Kräfte auf, so dass die Messer bzw. Messerträger in diesem Bereich sehr stark
dimensioniert werden müssen.
[0006] Die erwähnte Zerkleinerungsphase hat zur Folge, dass sich die stoffliche, mechanische
Festigkeit durch kleinere Stückigkeit erheblich reduziert und die Rohstoffteilgröße
besser in nachfolgende kleinere Lochscheibenbohrungen eindringen lässt. Diese kleineren
Bohrungen sind in der in Durchflussrichtung auf das Messer folgenden nächsten Lochscheibe
ausgebildet. Demgemäß befindet sich das Messer zwischen einer Groblochscheibe und
einer Feinlochscheibe, wobei das Messer bevorzugt als Ringmesser ausgebildet ist und
zwischen den im Wesentlichen radial verlaufenden Messerbalken des Ringmessers beidseitig
durch die Lochscheibe begrenzte Messerräume vorliegen.
[0007] Für die Funktion ist wesentlich, dass in die Bohrungen der Feinlochscheibe eindringender
Rohstoff die Feinlochscheibe nur dann auch wieder verlassen kann, wenn er direkt nach
dem Eindringen in die entsprechende Bohrung durch die Scherwirkung der Messerklingen
an der messerseitigen Bohrungskante durchtrennt wird. Steht für diesen erforderlichen
Trennvorgang gleich nach Eindringen des Rohstoffs in die entsprechende Bohrung der
Feinlochscheibe keine Klinge zur Verfügung, wird der in die Lochscheibenbohrung eindringende
Rohstoff wieder aus der Bohrung herausgeschoben, d.h. es kann nicht gleichmäßig über
die gesamte Lochscheibenfläche geschnitten werden, da der Abstand der aufeinanderfolgend
wirksam werdenden Messerklingen für die Bohrungsanordnung bei gegebener Rotationsbewegung
des Messers zu groß ist. Damit kann bei Standardmessern die Schneidleistung ohne weiteres
um bis zu 60% sinken.
[0008] Des Weiteren gilt für alle Lochscheiben, dass jede Bohrungsöffnung ein Einzelschneidwerkzeug
darstellt und diese Einzelschneidwerkzeuge nur dann arbeiten können, wenn die Öffnungen
bzw. Bohrungen in den Lochscheiben unverdeckt von den die Messerklingen tragenden
Messerbalken zur Verfügung stehen. Wenn somit durch die Messerbalken Teilbereiche
der Lochscheibe abgedeckt sind, kann das zu verarbeitende Material durch den anliegenden
Schubdruck nicht gleichzeitig in alle Bohrungen eindringen, wodurch die Lochscheibenleistung
sinkt. Herkömmlich gestaltete Messerkörper verdecken häufig 30% bis 40% der Lochscheibenöffnungen
und verringern damit die Anzahl der wirksamen Schneidwerkzeuge der Lochscheibe. Diese
nachteiligen Effekte sind besonders bei Feinlochscheiben evident, da hier die Anzahl
der Bohrungen besonders groß ist.
[0009] Da in der bereits erwähnten Weise in der Grobzerkleinerungsphase sehr hohe Kräfte
auftreten, sind die bekannten Standardmesser für mechanische Höchstbelastung ausgelegt
und demgemäß die die Messerklingen tragenden Messerbalken entsprechend groß dimensioniert,
was zur Folge hat, dass sich in Förderrichtung des Rohstoffes unerwünscht große Anströmwiderstände
ergeben und diese räumlich großen Messerbalken durch ihre Fläche einen Großteil der
Lochscheibenfläche bzw. der Einzelschneidwerkzeuge bildenden Bohrungen der Lochscheibe
verdecken. Dies hat zur Folge, dass die Leistung derartiger Schneidsätze nicht zufriedenstellend
ist, weil der zerkleinerte Rohstoff in den Bohrungen der zweiten Lochscheibe bzw.
Feinlochscheibe nicht schnell genug mit dem zeitlich notwendigen Trennschnitt abgeschnitten
werden kann, da der Bewegungsweg vom Messer zur jeweiligen Bohrung zu groß ist.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher insbesondere, ein Ringmesser der eingangs angegebenen
Art so auszugestalten, dass den unterschiedlichen mechanischen Beanspruchungen der
aufeinander folgenden Schneidfolgen bei erfolgter Änderung des mechanischen Rohstoffzustandes
Rechnung getragen werden kann und die Leistungsfähigkeit der Schneidsätze ganz wesentlich
gesteigert wird.
[0011] Diese Aufgabe wird mit einem Ringmesser mit den Merkmalen des Anspruches 1 bzw. einer
Vorrichtung zum Zerkleinern von Lebensmitteln mit den Merkmalen des Anspruches 8 gelöst.
[0012] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung also im Wesentlichen dadurch, dass die
Anzahl der abströmseitig gelegenen wirksamen Messerklingen größer als die Anzahl der
zuströmseitig gelegenen wirksamen Messerklingen ist, und dass sich die Messerräume
in Richtung der Durchströmung des Messerkörpers erweitern.
[0013] Der Begriff "zuströmseitig" wird dabei für die Messerseite benutzt, die in Durchströmrichtung
des zu zerkleinernden Materials stromaufwärtig angeordnet ist. Die "Abströmseite"
entspricht der Seite des Messerkörpers, die in Richtung der Durchströmung stromabwärtig
angeordnet ist. Die "Richtung der Durchströmung" wird durch die Richtung definiert,
in der sich das zu zerkleinernde Material beim Zerkleinerungsvorgang durch die Messerräume
des Messerkörpers bewegt. Der Begriff "Klinge" wird im vorliegenden Text für diejenigen
Elemente des Messers verwendet, die Schneidkanten aufweisen.
[0014] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Messerräume wird unter anderem erreicht,
dass den Kräftebeanspruchungen des Ringmessers praktisch gesondert nach Grobschnitt,
d.h. großer Belastung, und Feinschnitt, d.h. geringerer Belastung, Rechnung getragen
wird. Durch die erhöhte Anzahl der abströmseitig gelegenen Messerklingen im Vergleich
zur Zuströmseite wird erreicht, dass die vorteilhaft hohen Schnittfolgen erzielt werden,
so dass eine optimale Eindringgeschwindigkeit des Rohstoffes in die Bohrungen gewährleistet
und das Material auch wieder aus den Bohrungen abgeführt werden kann.
[0015] Des Weiteren ist von Bedeutung, dass durch die in Durchströmrichtung vorgenommene
Erweiterung der Messerräume mit einem ausgesprochen geringen Verdeckungsgrad der Lochscheibenbohrungen
gearbeitet werden kann, d.h. es ist die größtmögliche Anzahl von Einzelwerkzeugen
der Lochscheibe, d.h. Bohrungskanten wirksam. Diese erhöhte Lochscheibenarbeitsfläche
auf der der Abströmseite des Ringmessers in Durchströmrichtung nachfolgenden Feinlochscheibe
erfordert mehr Schnitte in kürzerer Zeit, und dies wird durch die größer gewählte
Anzahl der abströmseitig gelegenen wirksamen Messerklingen gewährleistet. Es wird
somit eine besonders hohe Zerkleinerungsleistung durch wirksame Trennarbeit von Rohstoff,
Bohrungskanten und Messerklingen zeitbezogen erzielt.
[0016] Bevorzugt weisen die Vollmesserbalken ausgehend von einem zuströmseitigen Größtmaß
ihres Querschnitts einen zur Abströmseite hin sich verringernden Querschnitt auf.
Auf diese Weise lässt sich der Tatsache Rechnung tragen, dass für den Grobschnitt
etwa 75% der Motorkraft und für den Feinschnitt nur etwa 25% der Motorkraft des das
Ringmesser antreibenden Motors benötigt wird. Die Vollmesserbalken können demgemäß
auf der höher belasteten Seite etwa den dreifachen Materialquerschnitt im Vergleich
zum Materialquerschnitt auf der Feinschnittseite haben. Da die Vollmesserbalken zur
Feinlochscheibe hin gerichtet demgemäß einen sich verringernden Querschnitt besitzen,
d.h. keilförmig gestaltet werden können, wird auf der Feinlochscheibenseite entsprechende
Lochscheibenwirkfläche frei.
[0017] Während für die Grobschnittseite gilt, dass aufgrund der langsameren Eindringzeit
der groben Rohstoffstücke in die Bohrungen der Lochscheibe ein verhältnismäßig großer
Abstand zwischen aufeinander folgenden Vollmesserbalken freigehalten werden muss,
sind auf der Feinlochscheibenseite zusätzliche Messerklingen erforderlich, um sicherzustellen,
dass bei der höheren Anzahl von Bohrungen in der Feinlochscheibe und im Hinblick auf
den schneller fließenden Rohstoff die zeitlich richtigen Trennschnitte an der Lochscheibenoberfläche
durchgeführt werden können. Diese zeitlich richtigen Trennschnitte können durch die
abströmseitig größere Anzahl von wirksamen Messerklingen erreicht werden, die an den
Teilmesserbalken vorgesehen sind. Erst durch diese höhere Anzahl von Messerklingen
an den sich vom Außenring nach innen erstreckenden Teilmesserbalken, die mit der Feinlochscheibe
zusammenarbeiten, werden die physikalischen Abläufe der Rohstoffbearbeitung, bestehend
aus dem Eindring- und Abschneidezyklus, optimal erfüllt.
[0018] Von besonderem Vorteil ist dabei, wenn die Teilmesserbalken zumindest zum Teil ausgehend
vom Außenring über ihre Länge einen abnehmenden Querschnitt aufweisen, wobei die zuströmseitigen
Begrenzungsflächen dieser Teilmesserbalken bezüglich der von den Schneidkanten der
Messerklingen auf der Zuströmseite gebildeten zuströmseitigen Messerebene beabstandet
und insbesondere vom Außenring nach innen zunehmend beabstandet sind.
[0019] Dies trägt auch wesentlich zur Vergrößerung der Messerräume des Messerkörpers sowie
dazu bei, dass im Durchfluss praktisch kein Störkörper vorhanden ist.
[0020] Die für die Erfindung wesentliche Erweiterung der Messerräume in Durchströmrichtung
des Messerkörpers wird bevorzugt durch entsprechende Wandungsschrägen von Vollmesserbalken
und/oder Teilmesserbalken und/oder Außenring und/oder Nabe erreicht. Bevorzugt werden
alle diese Maßnahmen gleichzeitig genutzt.
[0021] Zwischen zwei nebeneinander liegenden Vollmesserbalken mit zugehörigen Messerklingen
kann mehr als ein Teilmesserbalken mit zugehöriger Messerklinge vorgesehen sein, da
im Außenbereich der Lochscheibe, in dem die Messerklingen der Teilmesserbalken wirksam
sind, etwa 80% aller Bohrungen gelegen sind. Es wird dabei stets angestrebt, dass
jeweils die gleiche Anzahl an Messerklingen je Bohrung auf der räumlichen Fläche für
die Schnittausführung zur Verfügung gestellt werden kann. Die Anzahl der Schneiden
der Vollmesserbalken und der Schneiden der Teilmesserbalken wird mit den Bohrungsgrößen,
den Stoffzustandsformen und dem zeitlich druckbezogenen Eindringverhalten des Rohstoffes
in die Bohrungen mit den Maschinenparametern abgestimmt. Das ist schon deshalb vorteilhaft,
weil der Gesamtvorgang bei Messerdrehzahlen von 200 bis 400 Umdrehungen pro Minute
abläuft. Da der Rohstoff in einem Messerraum unter Schubdruck steht und immer zum
gleichen Zeitpunkt vollständig in alle Bohrungen der Lochscheibe eindringt, muss der
gleichzeitige Scher- bzw. Trennschnitt mit allen Messerklingen auf der Lochscheibe
zumindest im Wesentlichen gesichert sein. Auf diese Weise kann die Messer- und Lochscheibenleistung
im Vergleich zur bekannten Anordnung ohne weiteres um 80% und sogar bis zu 100% erhöht
werden.
[0022] Diese vorteilhaften Effekte und Ergebnisse werden auf der so genannten Grobseite
- also der Zuströmseite des Messers - vor allem erreicht durch eine gute Rohstoffaufnahme
aufgrund großer Abstände zwischen den Kraft übertragenden Vollmesserbalken sowie durch
die in Durchströmrichtung zurückgesetzten Teilmesserbalken zum Zwecke der Beseitigung
von Störungen beim Eindringen des Rohstoffs in den jeweiligen Messerraum.
[0023] Auf der so genannten Feinseite - also der Abströmseite des Messers - wirkt sich die
Erhöhung der Anzahl von Messerklingen zur Erzeugung kürzerer Schneidzyklen und die
Verringerung des Querschnitts der Messerbalken in Durchströmrichtung zur Vergrößerung
der Arbeitsfläche auf der Feinlochscheibe vorteilhaft aus.
[0024] Neben dem vorstehend beschriebenen Ringmesser umfasst die Erfindung auch eine Vorrichtung
zum Zerkleinern von Lebensmitteln, insbesondere zum Zerkleinern von Fleisch und dergleichen,
mit mindestens einem Lochscheiben-Ringmesser-Schneidsatz, bei dem der Zuströmseite
zumindest einer Lochscheibe ein Ringmesser der beschriebenen Art mit seiner Abströmseite
zugeordnet ist.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben und werden auch in der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
erläutert.
[0026] Die Erfindung wird anhand der anliegenden Figuren im Detail erläutert, die eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Ringmessers darstellen. Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf die Abströmseite einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Ringmessers,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Zuströmseite dieses Messers,
- Fig. 3
- eine Schnittzeichnung des Messers, wobei die Schnittebene in Fig. 1 und in Fig. 2
mit III-III angegeben ist,
- Fig. 4
- eine Schnittzeichnung durch einen Teil des Messers, wobei die Schnittebene in Fig.
1 und in Fig. 2 mit IV-IV angegeben ist,
- Fig. 5
- einen alternativen Querschnitt eines Vollmesserbalkens, und
- Fig. 6
- eine schematische Seitenansicht eines beispielhaften Schneidsatzes eines Fleischwolfes.
[0027] Die Figuren 1 bis 4 zeigen ein Ringmesser 10 eines Schneidsatzes einer Lebensmittelzerkleinerungsvorrichtung,
zum Beispiel eines Fleischwolfes, das um eine Achse 12 rotiert. Angetrieben wird das
Messer über eine nicht dargestellte Welle, die mit der zentralen Zweikantöffnung 14
formschlüssig zusammenwirkt. Das Messer rotiert im Betrieb in Richtung des Pfeils
16. Fig. 1 zeigt die Draufsicht auf die Abströmseite des Messers, während Fig. 2 eine
Draufsicht auf die Zuströmseite zeigt. Die Durchströmrichtung des zu zerkleinernden
Materials ist dementsprechend mit den Symbolen 18 angegeben. Bei einem Fleischwolf
ist Fleisch das zu zerkleinernde Material. Im Folgenden wird der Einfachheit halber
immer von Fleisch als zu zerkleinerndem Material gesprochen, ohne dass dies beschränkend
verstanden werden soll.
[0028] Von der Nabe 20 erstrecken sich Vollmesserbalken 22 nach außen. Bei der gezeigten
Ausführungsform sind sechs derartige Vollmesserbalken 22 vorgesehen, von denen der
Übersichtlichkeit halber nur ein Teil mit Bezugsziffer versehen ist. Die Ausführungsform
zeigt sechs gleich beabstandete Vollmesserbalken 22. Andere Anzahlen sind ebenfalls
möglich, zum Beispiel drei, vier oder mehr.
[0029] Die Vollmesserbalken 22 enden an einem Außenring 24, der zum Beispiel einen Außendurchmesser
von 15 bis 20 cm haben kann. Die Dicke des Messerkörpers in Durchströmrichtung beträgt
zum Beispiel ein bis einige Zentimeter.
[0030] Die Vollmesserbalken 22 umfassen auf der Abströmseite des Messers 10, die in Fig.
1 sichtbar ist, Messerklingen 26, von denen wiederum nur einige mit Bezugsziffern
versehen sind. Sie dienen zum Abtrennen des durch die Öffnungen 34 des Messers 10
hindurchgetretenen Fleisches. Auf der Zuströmseite des Messers 10, die in Fig. 2 dargestellt
ist, tragen die Vollmesserbalken 22 Messerklingen 28, von denen ebenfalls nur einige
mit Bezugsziffern versehen sind.
[0031] Sowohl die Messerklingen 26 auf der Abströmseite des Messers 10, als auch die Messerklingen
28 auf der Zuströmseite des Messers 10 sind nicht genau radial ausgerichtet. Stattdessen
läuft das innere Ende der Messerklingen 26, 28 (und insofern auch die Messerschneiden)
dem äußeren Ende, das weiter entfernt von der Nabe 20 ist, in Drehrichtung 16 des
rotierenden Messers 10 voraus, wodurch ein gutes Abscheren beziehungsweise Abtrennen
des Fleisches erreicht wird. Bei manchen Rohstoffen kann es aber auch sinnvoll sein,
wenn die Ausrichtung der Schneiden anders herum gewählt ist, also insbesondere die
nabennahen Enden der Messerschneiden den nabenfernen Enden in Bewegungsrichtung des
rotierenden Messers nachlaufen. Eine solche Ausführungsform gewährleistet, dass sich
das Fleisch in den Öffnungen zur Mitte hin bewegt.
[0032] Der Querschnitt eines Vollmesserbalkens 22 ist in Fig. 4 gezeigt. In den Fig. 1 und
2 ist die Blickrichtung der Fig. 4 auf diesen Querschnitt mit IV-IV gezeigt. In Fig.
4 ist die Durchströmrichtung des Fleisches wiederum mit 18 bezeichnet. Die Blickrichtung,
die in Fig. 1 sichtbar ist, ist in Fig. 4 mit I bezeichnet. Die Blickrichtung, die
in Fig. 2 sichtbar ist, ist in Fig. 4 mit II bezeichnet. Pfeil 16 gibt wiederum die
Bewegungsrichtung des Vollmesserbalkens 22 an, wenn das Messer 10 rotiert.
[0033] Insbesondere ist in Fig. 4 erkennbar, dass auf der in Drehrichtung 16 des Messers
nachlaufenden Seite des Vollmesserbalkens 22 eine Anschrägung 30 vorgesehen ist, die
bewirkt, dass der Vollmesserbalken 22 auf der Zuströmseite des Messers 10 breiter
ist als auf der Abströmseite. Die Stützquerschnittsbreite 46 eines Vollmesserbalkens
22 ist also auf der Zuströmseite größer als die Stützquerschnittsbreite 48 auf der
Abströmseite.
[0034] Die Anschrägungen 30 sind auch in Fig. 1 sichtbar, wobei sie auch hier der Übersichtlichkeit
halber nur bei einigen der Vollmesserbalken 22 mit Bezugsziffern versehen sind. Die
Anschrägungen 30 erstrecken sich bei dieser Ausführungsform entlang der gesamten Länge
des jeweiligen Vollmesserbalkens 22 und entlang des Außenringes 24.
[0035] Alternative Ausführungsformen sehen vor, dass keine Anschrägung 30 vorgesehen ist,
sondern zum Beispiel eine konkave Form, die derart ausgebildet ist, dass die Vollmesserbalken
auf der Zuströmseite breiter sind als auf der Abströmseite. Eine solche mögliche Querschnittsform
ist in Fig. 5 gezeigt, wobei Bezugsziffer 32 die konkave, in Drehrichtung 16 des rotierenden
Messers 10 nachlaufende Fläche des Vollmesserbalkens 22 bezeichnet.
[0036] Zwei benachbarte Vollmesserbalken 22 und der Außenring 24 bilden jeweils Öffnungen
34 in dem Messer, die wie individuelle Druckräume wirken. Durch die Anschrägungen
30 bzw. die konkaven Flächen 32 ist sichergestellt, dass sich die Öffnungen 34 in
Durchströmrichtung 18 erweitern. Die durch die Verringerung der Breite der Vollmesserbalken
22 erreichbare Erweiterung der Öffnungen 34 in Durchströmrichtung 18 des Fleisches
kann zum Beispiel 30 % der Öffnungsgröße der Öffnungen 34 betragen.
[0037] Zwischen zwei benachbarten Vollmesserbalken 22 erstrecken sich ausgehend vom Außenring
24 Teilmesserbalken 36 in Richtung der Nabe 20 nach innen, von denen in den Fig. 1
und 2 wiederum nicht alle mit Bezugsziffern gekennzeichnet sind. Die Teilmesserbalken
36 sind nur an dem Außenring 24 getragen und enden bei der gezeigten Ausführungsform
etwa auf der Hälfte des Abstandes zwischen dem Außenring 24 und der Nabe 20.
[0038] Auf der Abströmseite des Messers 10, die in Fig. 1 gezeigt ist, tragen diese Teilmesserbalken
36 Messerklingen 38, die in Richtung der Nabe 20 weisen. Bei der gezeigten Ausführungsform
sind diese Messerschneiden nicht exakt radial ausgerichtet. Stattdessen sind sie derart
schräg angeordnet, dass die nabennahen Enden der Messerschneiden den nabenfernen Enden
in Bewegungsrichtung 16 des rotierenden Messers 10 vorauslaufen, wodurch ein gutes
Abscheren beziehungsweise Abtrennen des Fleisches erreicht wird. Bei manchen Rohstoffen
kann es aber auch sinnvoll sein, wenn die Ausrichtung der Schneiden anders herum gewählt
ist, also insbesondere die nabennahen Enden der Messerschneiden den nabenfernen Enden
in Bewegungsrichtung des rotierenden Messers nachlaufen.
[0039] Bei der gezeigten Ausführungsform ist zwischen je zwei Vollmesserbalken 22 genau
ein Teilmesserbalken 36 angeordnet. Bei anderen, nicht gezeigten Ausführungsformen
sind zwischen zwei Vollmesserbalken 22 zwei oder mehr Teilmesserbalken 36 mit entsprechenden
Messerklingen 38 vorgesehen. Wiederum andere Ausführungsformen sehen vor, dass nicht
in allen Öffnungen 34 zwischen zwei Vollmesserbalken 22 ein oder mehrere Teilmesserbalken
36 vorgesehen sind.
[0040] Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch das Messer 10, wobei die Blickrichtung auf diesen
Schnitt in den Fig. 1 und 2 mit III-III gekennzeichnet ist. In der Schnittansicht
der Fig. 3 ist die Durchströmrichtung des Fleisches wiederum durch den Pfeil 18 angegeben.
[0041] Die Blickrichtung auf die Abströmseite, die in Fig. 1 erkennbar ist, ist in Fig.
3 mit I angegeben. Die Blickrichtung auf die Zuströmseite des Messers 10, die in Fig.
2 gezeigt ist, ist in Fig. 3 mit II angegeben. In Richtung II blickt man auf die Messerfläche
40 der Zuströmseite des Messers 10. Die Messerfläche 40 entspricht dabei der Messerebene,
die von den Schneidkanten der Messerklingen 28 der Vollmesserbalken 22 auf der Zuströmseite
gebildet wird.
[0042] In der Schnittansicht der Fig. 3 ist erkennbar, dass die Teilmesserbalken 36 auf
der Zuströmseite, die in Fig. 2 gezeigt ist, am nabennahen Ende zurückspringen, sodass
zwischen der Messerfläche 40 und dem Teilmesserbalken 36 ein zur Mitte hin zunehmender
Abstand 42 realisiert ist. Dies wird durch eine entsprechend ausgestaltete schräge
oder konkave Fläche 44 der Teilmesserbalken 36 erreicht.
[0043] An den Teilmesserbalken 36 sind nur auf der Abströmseite des Messers 10, die in Fig.
1 gezeigt ist, Messerklingen 38 vorgesehen.
[0044] Die geschilderte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Messers 10 wirkt wie folgt.
[0045] Ein beispielhafter Schneidsatz 54 mit einem Messer 10 ist in Fig. 6 gezeigt. Das
Messer 10 rotiert bei dieser Ausführungsform um die Achse 12 zwischen zwei feststehenden
Lochscheiben 50 und 52.
[0046] Die erste Lochscheibe 50, die an der in Fig. 2 sichtbaren Zuströmseite des Messers
10 angeordnet ist, hat im Vergleich zu der zweiten Lochscheibe 52, die an der in Fig.
1 sichtbaren Abströmseite des Messers 10 angeordnet ist, größere Löcher 56 in entsprechend
geringerer Anzahl pro Fläche. Die zweite Lochscheibe 52 wird daher auch als Feinlochscheibe
und die erste Lochscheibe 50 als Groblochscheibe bezeichnet. Zum Beispiel hat die
Feinlochscheibe 52 zweiundzwanzig bis fünfzig Löcher 58 und die Groblochscheibe 50
drei bis sieben Löcher 56. Die Löcher 56 in der Groblochscheibe 50 und die Löcher
58 in der Feinlochscheibe 52 sind der Übersichtlichkeit halber in Fig. 6 nur teilweise
mit Bezugsziffern versehen.
[0047] Das Fleisch tritt durch die Löcher 56 der auf der Zuströmseite des Messers 10 angeordneten
Groblochscheibe 50 in die Öffnungen 34 des rotierenden Messers 10 ein. Die Messerklingen
28 auf der Zuströmseite des Messers 10 trennen das Fleisch ab, das sich in den Öffnungen
34 sammelt. Der Eintritt des Fleisches in die Öffnungen 34 wird durch die Teilmesserbalken
36 nicht wesentlich behindert, da diese zumindest teilweise auf der Zuströmseite des
Messers 10 zurückversetzt sind, wie es in Fig. 3 sichtbar ist.
[0048] Das in die Öffnungen 34 eingetretene Fleisch wird auf die Feinlochscheibe 52 gedrückt,
die sich in dem Schneidsatz in Durchströmrichtung 18 an das rotierende Messer 10 anschließt
und ebenfalls in der Regel feststeht. Diese Feinlochscheibe 52 hat mehr und kleinere
Löcher 58 als die Groblochscheibe 50. Dadurch, dass die Vollmesserbalken 22 auf der
Abströmseite des Messers 10 eine geringere Stützquerschnittsbreite haben als auf der
Zuströmseite, ist sichergestellt, dass das in einer Öffnung 34 befindliche Fleisch
eine größere Anzahl Löcher 58 in der Feinlochscheibe 52 treffen kann, als wenn die
Vollmesserbalken 22 in Durchströmrichtung 18 konstante Breite hätten.
[0049] Das Fleisch, das durch die Öffnungen 34 in die Löcher 58 der nachfolgenden Feinlochscheibe
52 eintritt, wird insbesondere durch die Messerklingen 26 an den Vollmesserbalken
22 abgetrennt. Zusätzlich wird insbesondere im radial äußeren Bereich des Messers
10 durch die Klingen 38 an den Teilmesserbalken 36 eine Abtrennung bewirkt. Auf diese
Weise wird der erhöhten Abführleistung durch die sich vergrößernden Querschnitte der
Öffnungen 34 Rechnung getragen.
[0050] Die geschilderte Ausführungsform für das Messer eines Schneidsatzes eines Lebensmittelzerkleinerungswolfes
vereint mehrere Vorteile. Durch die Verringerung der Breite der Vollmesserbalken 22
in Durchströmrichtung 18 des Fleisches durch die Anschrägungen 30 wird gewährleistet,
dass auf der Abströmseite des Messers 10 eine größere Fläche und insofern eine größere
Anzahl von Löchern 58 der nachfolgenden Feinlochscheibe 52 vom Fleisch beaufschlagt
wird als bei einem herkömmlichen Messer. Die Verringerung der Breite der Vollmesserbalken
22 ist hinsichtlich der Stabilität des Messers nicht schädlich, da auf der Abströmseite
nur etwa 25 % der Drehkräfte im Vergleich zu den etwa 75 % der Drehkräfte anliegen,
die auf der Zuströmseite anfallen. Auf der insofern mehr belasteten Zuströmseite sind
die Vollmesserbalken 22 jedoch breiter.
[0051] Durch die Teilmesserbalken 36, die mit größer werdendem Abstand vom Außenring 24
in zunehmender Weise beabstandet zu der Fläche 40 des Messers 10 der Zuströmseite
sind, wird der Eintritt des Fleisches in die Öffnungen 34 nicht oder nicht wesentlich
behindert. Trotzdem wird auf der Abströmseite des Messers 10 durch die Teilmesserbalken
36 mit den Klingen 38 eine hohe Schneidleistung erreicht, sodass die durch die Vergrößerung
der Öffnungen 34 gewährleistete Leistungssteigerung insbesondere auf der Abströmseite
gut verarbeitet und geschnitten werden kann.
[0052] Die geschilderte Ausführungsform umfasst ein einstückiges Messer. Grundsätzlich ist
es aber auch möglich, den erfindungsgemäßen Effekt und die besonderen Vorteile der
geschilderten besonderen Ausführungsformen zu erreichen, wenn das Messer zum Beispiel
zwei aneinander liegende parallel zueinander rotierende Teilmesserkörper umfasst,
wobei der erste Teilmesserkörper nur auf der Zuströmseite Messerklingen trägt und
der zweite Teilmesserkörper nur auf der Abströmseite. Zwei aneinander liegende dementsprechend
ausgestaltete Teilmesserkörper wirken zusammen wie ein einstückiges Messer.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 10
- Messer
- 12
- Achse
- 14
- Zweikantöffnung
- 16
- Drehrichtung des Messers
- 18
- Durchströmrichtung
- 20
- Nabe
- 22
- Vollmesserbalken
- 24
- Außenring
- 26
- Messerklinge auf der Abströmseite eines Vollmesserbalkens
- 28
- Messerklinge auf der Zuströmseite eines Vollmesserbalkens
- 30
- Anschrägung
- 32
- konkave Fläche
- 34
- Öffnung
- 36
- Teilmesserbalken
- 38
- Messerklinge eines Teilmesserbalkens
- 40
- Messerfläche auf der Zuströmseite
- 42
- Abstand
- 44
- Fläche
- 46
- Stützquerschnittsbreite eines Vollmesserbalkens auf der Zuströmseite
- 48
- Stützquerschnittsbreite eines Vollmesserbalkens auf der Abströmseite
- 50
- Groblochscheibe
- 52
- Feinlochscheibe
- 54
- Schneidsatz
- 56
- Loch in der Groblochscheibe
- 58
- Loch in der Feinlochscheibe
- I
- Blickrichtung auf die Abströmseite des Messers
- II
- Blickrichtung auf die Zuströmseite des Messers
- III-III
- Querschnitt durch das Messer
- IV-IV
- Querschnitt durch einen Vollmesserbalken
1. Ringmesser (10) für mehrteilige, aus stationären Lochscheiben (50, 52) und zumindest
einem rotierenden Messer (10) bestehende Schneidsätze (54) von Zerkleinerungsmaschinen,
insbesondere für Fleischwölfe und dergleichen,
umfassend einen eine Zuströmseite und eine Abströmseite aufweisenden Messerkörper
mit einer Nabe (20) und einem Außenring (24) sowie mehreren sich zwischen Nabe (20)
und Außenring (24) erstreckenden, Messerklingen (26, 28) tragenden Vollmesserbalken
(22), die zusammen mit dem Außenring (24) und der Nabe (20) Messerräume (34) begrenzen,
sowie ebenfalls Messerklingen (38) tragenden Teilmesserbalken (36), die sich ausgehend
vom Außenring (24) in die Messerräume (34) erstrecken,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl der abströmseitig gelegenen wirksamen Messerklingen (26, 38) kleiner als
die Anzahl der zuströmseitig gelegenen wirksamen Messerklingen (28) ist, und
dass sich die Messerräume (34) in Richtung (18) der Durchströmung des Messerkörpers (10)
erweitern.
2. Ringmesser nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vollmesserbalken (22) zumindest zum Teil ausgehend von einem zuströmseitigen
Größtmaß (46) ihres Querschnitts einen zur Abströmseite hin sich verringernden Querschnitt
aufweisen.
3. Ringmesser nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Teilmesserbalken (36) zumindest zum Teil ausgehend vom Außenring (24) über ihre
Länge einen abnehmenden Querschnitt aufweisen.
4. Ringmesser nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zuströmseitigen Begrenzungsflächen der Teilmesserbalken (36) bezüglich der von
den Schneidkanten der zuströmseitigen Messerklingen (28) der Vollmesserbalken (22)
gebildeten zuströmseitigen Messerebene (40) beabstandet und insbesondere vom Außenring
(24) nach innen zunehmend beabstandet sind.
5. Ringmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vorzugsweise konische Erweiterung der Messerräume (34) durch Wandungsschrägen
(30) von Vollmesserbalken (22) oder Teilmesserbalken (36) und/oder Außenring (24)
oder Nabe (20) gebildet wird.
6. Ringmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vollmesserbalken (22) und/oder die Teilmesserbalken (36) auf der in Drehrichtung
(16) des Messers rückwärtigen Seite angeschrägt sind.
7. Ringmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Messerkörper aus zwei aneinanderliegenden Teilmesserkörpern besteht und der eine
Teilmesserkörper die die zuströmseitige Messerebene bildenden Messerklingen trägt
und der andere Teilmesserkörper die die abströmseitige Messerebene bildenden Messerklingen
trägt.
8. Vorrichtung zum Zerkleinern von Lebensmitteln, insbesondere zum Zerkleinern von Fleisch
und dergleichen, mit mindestens einem Lochscheiben-Ringmesser-Schneidsatz (54),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zuströmseite zumindest einer Lochscheibe (52) die Abströmseite eines Ringmessers
(10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 zugeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ringmesser (10) zwischen zwei feststehenden Lochscheiben (50, 52) rotierend angeordnet
ist, wobei die abströmseitige Lochscheibe (52) eine größere Anzahl und kleinere Löcher
(58) aufweist als die zuströmseitige Lochscheibe (50).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lochgröße und die Lochanzahl der abströmseitigen Lochscheibe (52) sowie die zugehörige
Messerklingenzahl und die Messerzahl in Abhängigkeit von den Eigenschaften des zu
verarbeitenden Materials derart abgestimmt sind, dass im Wesentlichen gleichzeitige
Scherschnitte auf der gesamten Lochscheibenfläche erfolgen.